CH708343A2 - Kochgerät sowie Verfahren zur Zubereitung von Lebensmitteln. - Google Patents
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Abstract
Ein Verfahren zur Zubereitung von Lebensmitteln sowie ein Kochgerät (10), welches einen Behälter (2), einen Deckel (1) sowie ein Rührelement (7) umfasst, wird vorgeschlagen. Der Behälter kann durch den Deckel (1) verschlossen werden. Das Rührelement (7) ist drehbar um eine durch den Deckel verlaufende Mittenachse im Deckel gelagert und der Deckel ist über eine Gelenkvorrichtung (12) mit dem Behälter verbunden und kann geöffnet werden, indem er um eine durch die Gelenkvorrichtung (12) verlaufende Schwenkachse geschwenkt werden kann. Die Zubereitung des Lebensmittels umfasst zumindest einen ersten Schritt, bei welchem das Lebensmittel durch Drehen des Rührelements (7) um die Mittenachse im Behälter (2) gerührt wird. In einem zweiten Schritt wird der Deckel und das Rührelement (7) nach dem Ende des Rührvorgangs aus dem Behälter um die Schwenkachse von einer Schwenkausgangsposition, in welcher der Behälter geschlossen ist, in eine Schwenkendposition geschwenkt, in welcher der Behälter geöffnet ist. Vor dem Öffnen des Behälters (2) wird die Position des Rührelements (7) im Behälter (2) durch einen im Innenraum des Behälters angebrachten Sensor ermittelt. Der Sensor erzeugt ein Positionssignal, das Positionssignal wird an eine Ansteuereinheit übermittelt und das Rührelement (7) von der Ansteuereinheit aufgrund des Positionssignals gegebenenfalls in die Schwenkausgangsposition gedreht, sodass dann das Rührelement (7) mit dem Deckel (1) aus dem Behälter (2) in die Schwenkendposition geschwenkt werden kann.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft ein Kochgerät, welches einen Behälter und ein Rührwerk aufweist. Der Behälter ist temperierbar, damit die Speisen nicht nur durch das Rührwerk gerührt oder durchmischt werden können, sondern auch ein Garen der Speisen erfolgen kann. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Zubereitung von Lebensmitteln in dem Kochgerät, welches einen Behälter, einen Deckel, sowie ein Rührelement umfasst. In einem ersten Verfahrensschritt wird ein Rezept aus einer Rezeptdatenbank ausgewählt, wobei das Rezept zumindest ein Lebensmittel als Zutat enthält, einen zweiten Schritt wird überprüft, ob das Lebensmittel bereits vorrätig, das heisst vorhanden ist, gegebenenfalls einen dritten Schritt das Lebensmittel beschafft, einen vierten Schritt das Rezept gemäss der Anweisungen eines Kochprogramms bearbeitet.
[0002] Ein vorbekanntes Kochgerät enthält einen Behälter und ein Rührwerk. Das Rührwerk wird über einen Motor im Bodenbereich des Behälters angesteuert und kann nicht aus dem Behälter des Kochgeräts entfernt werden. Diese Lösung hat den Nachteil, dass der Behälter mit dem Rührwerk schwierig zu reinigen ist.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist auch eine Lösung bekannt, gemäss welcher der Behälter vom Rührwerk entfernt wird. Der Behälter ist temporär in einer Halterung gehalten, welche zu einer Rahmenkonstruktion gehört, die auch das Rührwerk sowie dessen Antriebsvorrichtung umfasst. Der Behälter wird also vor dem Beginn des Rührvorgangs in die Halterung eingesetzt. Nach Abschluss des Rührvorgangs wird der Behälter aus der Halterung entnommen. Ein Vorteil dieser Anordnung liegt darin, dass der Behälter zusammen mit dem Inhalt, also der gerührten Masse, einer beliebigen Weiterverarbeitung zugeführt werden kann.
[0004] Das Rührwerk kann auch relativ zum ortsfesten Behälter verschwenkbar sein. Hierzu ist auch bekannt, dass der Mischerkopf relativ zum Behälter schwenkbar angeordnet ist, siehe hierzu die WO 2008 132 429 A1. Allerdings wird gemäss dieser Ausführung der Rührer vor dem Verschwenken entfernt, d.h. der Mischerkopf wird ohne Rührer verschwenkt.
[0005] Alternativ dazu kann das Rührwerk gemeinsam mit dem Mischerkopf verschwenkt werden. Allerdings kann beim Verschwenken das Rührwerk an der Behälterwand streifen und die Behälterwand oder das Rührwerk in der Folge Schaden nehmen. Um dies zu vermeiden wird der Behälter üblicherweise in konischer Bauweise ausgeführt. Das heisst der Innendurchmesser des Behälters nimmt mit zunehmendem Abstand vom Boden des Behälters zu. Der Innendurchmesser wird dabei einer Ebene gemessen, die parallel zur Bodenfläche des Behälters ist. Diese Lösung kann insofern nachteilig sein, als das Gesamtvolumen des Behälters vermindert ist. Zudem ist seine Bodenfläche klein, sodass der Energiebedarf zum Beheizen des Behälters grösser wird, weil die Wärmeübertragungsfläche dementsprechend klein ist.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kochgerät zu schaffen, das wahlweise mit oder ohne Rührelement betrieben werden kann. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, den Energiebedarf für das Kochgerät zu vermindern. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Kochgerät zu schaffen, das einen Behälter aufweist, der einfach und schnell zu reinigen ist. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Rührelement zu schaffen, das einfach und schnell zu reinigen ist. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, das Kochgerät optimal in einem Verfahren zur Zubereitung von Lebensmitteln einzusetzen, welches auf eine umfassende Auswahl von Lebensmitteln oder Rezepten zurückgreifen kann.
[0007] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Zubereitung von Lebensmitteln in einem Kochgerät nach Anspruch 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Verfahrensschritte sind Gegenstand der Unteransprüche 2 bis 3. Ein Kochgerät zur Lösung der Aufgabe der Erfindung ist Gegenstand von Ansprüchen 4 bis 10. Das Kochgerät ist Teil eines Systems zur Zubereitung eines Lebensmittels gemäss den Ansprüchen 9 und 10.
[0008] Ein Verfahren zur Zubereitung von Lebensmitteln erfolgt in einem Kochgerät, welches einen Behälter, einen Deckel sowie ein Rührelement umfasst, wobei der Behälter durch den Deckel verschlossen werden kann, wobei das Rührelement drehbar um eine durch den Deckel verlaufende Mittenachse im Deckel gelagert ist und der Deckel über eine Gelenkvorrichtung mit dem Behälter verbunden ist und geöffnet werden kann, indem er um eine durch die Gelenkvorrichtung verlaufende Schwenkachse geschwenkt werden kann. Der Behälter ist hierbei insbesondere als verschliessbarer Behälter ausgestaltet.
Der Betrieb des Kochgeräts zur Zubereitung des Lebensmittels umfasst zumindest einen ersten Schritt, bei welchem das Lebensmittel durch Drehen des Rührelements um die Mittenachse im Behälter gerührt wird. In einem zweiten Schritt wird der Deckel und das Rührelement nach dem Ende des Rührvorgangs aus dem Behälter um die Schwenkachse von einer Schwenkausgangsposition, in welcher der Behälter geschlossen ist, in eine Schwenkendposition geschwenkt, in welcher der Behälter geöffnet ist. Vor dem Öffnen des Behälters wird die Position des Rührelements im Behälter durch einen im Innenraum des Behälters angebrachten Sensor ermittelt, der Sensor erzeugt ein Positionssignal, das Positionssignal wird an eine Ansteuereinheit übermittelt und das Rührelement von der Ansteuereinheit aufgrund des Positionssignals gegebenenfalls in die Schwenkausgangsposition gedreht, sodass dann das Rührelement mit dem Deckel aus dem Behälter in die Schwenkendposition geschwenkt werden kann.
[0009] Das Verfahren zur Zubereitung von Lebensmitteln kann wie folgt ablaufen: in einem ersten Bearbeitungsschritt wird ein Rezept aus einer Rezeptdatenbank ausgewählt, wobei das Rezept zumindest ein Lebensmittel als Zutat enthält, im Anschluss wird überprüft, ob das Lebensmittel vorhanden ist, beispielsweise wird geprüft, ob das Lebensmittel in einer Zutatendatenbank vorhanden ist. Gegebenenfalls wird einen zusätzlichen Bearbeitungsschritt das Lebensmittel beschafft. Das Beschaffen des Lebensmittels kann erfolgen, wenn das Lebensmittel nicht mehr lokal verfügbar ist oder nicht mehr in ausreichender Menge oder Qualität verfügbar ist.
In einem weiteren Bearbeitungsschritt wird das Rezept gemäss der Anweisungen eines Kochprogramms bearbeitet, wobei das Auswählen eines Rezepts aus einer Rezeptdatenbank zumindest einen der nachfolgenden Bearbeitungsschritte umfasst: Einlesen der Zutaten aus der Rezeptdatenbank in ein Kochprogramm zur Auswahl von Zutaten und/oder zur Durchführung von einer Grundoperation, Auswählen der Zutaten aus einer Zutatendatenbank. Die Bearbeitung des Lebensmittels kann zumindest einen Bearbeitungsschritt umfassen, in welchem eine Mischung des Lebensmittels erfolgt. Das Lebensmittel wird durch Betätigen des Rührelements im Behälter gerührt. Durch den Rührvorgang kann eine Durchmischung erfolgen. Das Rührelement wird nach dem Ende des Mischvorgangs von der Schwenkausgangsposition bei geschlossenem Deckel in die Schwenkendposition bei geöffnetem Deckel bewegt. Vor dem Entfernen des Rührelements aus dem Behälter wird die Position des Rührelements im Behälter durch einen Sensor ermittelt. Vom Sensor wird ein Positionssignal erzeugt, das Positionssignal wird an eine Ansteuereinheit übermittelt und das Rührelement von der Ansteuereinheit aufgrund des Positionssignals gegebenenfalls in die Schwenkausgangsposition gedreht, sodass das Rührelement mit dem Deckel aus dem Behälter geschwenkt werden kann.
[0010] Insbesondere kann das Auswählen eines Rezepts aus einer Rezeptdatenbank zumindest einen der nachfolgenden Schritte umfassen: Einlesen der Zutaten aus der Rezeptdatenbank in ein Kochprogramm zur Auswahl von Zutaten und/oder zur Durchführung von einer Grundoperation, Auswählen der Zutaten aus einer Zutatendatenbank.
[0011] Das Beschaffen des Lebensmittels kann zumindest einen der nachfolgenden Schritte umfassen: Suchen nach einer Beschaffungsquelle für die fehlenden Zutaten über ein Netzwerk, Auslösen eines Bestellvorgangs bei der Beschaffungsquelle.
[0012] Daten der Beschaffungsquelle können aufgrund von Standortinformationen des Kochgeräts ermittelt werden. Insbesondere kann der Standort des Kochgeräts mit GPS-Daten verknüpft werden, sodass die dem Standort nächstgelegenen Beschaffungsquellen ermittelt werden.
[0013] Das Kochprogramm kann die Durchführung einer Grundoperation veranlassen. Die Grundoperation kann zumindest einen der Schritte der Zugabe der Zutaten, Mischen der Zutaten zu einem Mischgut, Erwärmen der Zutaten, Garen der Zutaten umfassen. Des Weiteren kann das Kochprogramm Anweisungen zur Steuerung des Rührelements oder der Temperatur im Behälter oder der Garzeit enthalten.
[0014] Insbesondere kann das Kochgerät einen Wärmetauscher enthalten, sodass die Zutaten durch den Wärmetauscher gemäss der Anweisungen des Kochprogramms temperiert werden können. Das heisst die Zutaten können entweder erwärmt oder abgekühlt werden. Hierzu kann insbesondere die Temperatur des Lebensmittels oder Mischguts im Behälter gemessen werden. Die Temperaturmessung kann beispielsweise mittels eines Temperaturfühlers durchgeführt werden, der in das Mischgut ragt oder in der Wand des Deckels, der Wand des Behälters oder dem Boden des Behälters angeordnet sein kann.
[0015] Alternativ oder in Ergänzung kann das Lebensmittel oder Mischgut mittels einer Wägeeinrichtung, die im Behälter angeordnet ist, gewogen werden. Das Kochgerät kann ein Zeiterfassungsgerät enthalten, wobei das Zeiterfassungsgerät die Dauer der Durchführung einer Grundoperation gemäss der Anweisungen des Kochprogramms bestimmt. Insbesondere kann das Kochgerät eine Kontrolleinheit umfassen, die beispielsweise Mittel zur Temperatursteuerung oder einer Zeitsteuerung aufweist.
[0016] Ein Kochgerät enthält einen Behälter, einen Deckel und ein Rührelement, wobei der Behälter durch den Deckel verschliessbar ist, wobei das Rührelement drehbar um eine durch den Deckel verlaufende Mittenachse im Deckel gelagert ist und der Deckel über eine Gelenkvorrichtung mit dem Behälter verbunden ist. Das Rührelement ist über eine Antriebsvorrichtung antreibbar, welche im oder auf dem Deckel des Behälters angeordnet ist und zusammen mit dem Deckel um eine durch die Gelenkvorrichtung verlaufende Schwenkachse von einer Schwenkausgangsposition, in welcher der Behälter geschlossen ist, in eine Schwenkendposition, in welcher der Behälter geöffnet ist, schwenkbar ist. Das Rührelement ist zusammen mit dem Deckel von der Schwenkausgangsposition in die Schwenkendposition schwenkbar. Die Position des Rührelements ist im Behälter durch einen im Innenraum des Behälters angebrachten Sensor ermittelbar, Durch den Sensor ist die Position des Rührelements im Behälter erfassbar, indem von dem Sensor ein Positionssignal erzeugbar ist, das Positionssignal an eine Ansteuereinheit übermittelbar ist und das Rührelement von der Ansteuereinheit gegebenenfalls in die Schwenkausgangsposition drehbar, sodass das Rührelement mit dem Deckel im Anschluss aus dem Behälter in die Schwenkendposition geschwenkt werden kann. Die Innenwand des Behälters wird während des Schwenkens nicht berührt.
[0017] Der Behälter ist somit insbesondere als verschliessbarer Behälter ausgestaltet. Der Behälter und/oder der Deckel können mit einem Verschlussmechanismus ausgestaltet sein, der den Innenraum des Behälters von der Umgebung dichtend abschliesst. In dem Innenraum des Behälters kann ein Überdruck erzeugt werden, wenn geeignete Dichtmittel vorgesehen sind.
[0018] Der Behälter weist vorzugsweise einen ebenen Boden auf, der temperierbar ist. Temperierbar kann in diesem Zusammenhang eine Temperaturerhöhung oder eine Temperatursenkung des Mischguts einschliessen. Das heisst, der Behälter kann heizbar oder kühlbar sein. Hierzu kann der Behälter, insbesondere der Boden einen Wärmetauscher enthalten. Die beiden Funktionen der Temperaturerhöhung oder der Temperatursenkung können auch in Kombination vorgesehen sein. Diese Kombination kann den Vorteil haben, dass bereits fertig gegarte Speisen schneller abgekühlt werden können. Des Weiteren können kalte Speisen, wie beispielsweise Speiseeis, hergestellt werden.
Der Wärmetauscher kann als Induktionsheizung ausgebildet sein, die im Boden angeordnet ist.
[0019] Der Boden des Behälters ist an seiner oberen, dem Mischgut zugewendeten Seite vorzugsweise frei von Einbauten. Der Behälter oder zumindest dessen Innenraum ist im Unterschied zum Stand der Technik zylindrisch oder mehreckig und nicht konisch geformt. Insbesondere kann die Wand des Behälters zylindrisch ausgebildet sein, das heisst, die Form eines Hohlzylinders aufweisen. Der Hohlzylinder erstreckt sich vom Boden nach oben und begrenzt einen Innenraum, der zur Aufnahme des oder der Lebensmittel vorgesehen ist. Wenn der Innenraum einen mehreckigen Querschnitt aufweist, kann der Querschnitt mindestens sechseckig, vorzugsweise mindestens achteckig ausgebildet sein. Das Rührelement ragt in den Innenraum, wenn der Innenraum durch den auf dem oberen Ende des Hohlzylinders aufliegenden Deckel geschlossen ist. Daher ist der Behälter leicht zu reinigen. Der Innenraum kann durch das Schliessen des Deckels von der Umgebung abgedichtet werden. Hierdurch ist ein sich bereits im Behälter befindliches Lebensmittel vor Veränderungen, die durch die Umwelt auf das Lebensmittel einwirken können, geschützt oder kann sich selbst überlassen werden.
[0020] Das Rührelement ist derart ausgestaltet, dass es in einer bestimmten Stellung zusammen mit dem Deckel aus dem Behälter geschwenkt werden kann. Die Stellung des Rührelements wird durch einen Sensor erfasst. Der Sensor ermittelt ein Positionssignal. Das Positionssignal wird in einer elektronischen Kontrolleinheit ausgewertet. Die elektronische Kontrolleinheit übermittelt aufgrund des Ergebnisses der Auswertung ein Signal ein eine Ansteuereinheit. Diese Ansteuereinheit kann insbesondere die Antriebsvorrichtung betätigen, sodass das Rührelement um einen Winkel gedreht wird. Der Drehwinkel ist kleiner als 360°. Die Betätigung der Antriebsvorrichtung wird unterbrochen, wenn sich das Rührelement in der Schwenkausgangsposition befindet. Das Rührelement kann von der Schwenkausgangsposition aus dem Behälter in die Schwenkendposition geschwenkt werden. In jeder anderen Stellung als der Schwenkausgangsposition würde das Rührelement an der Wand des Kochgefässes streifen und die Wand des Kochgefässes verkratzen oder das Rührelement beschädigen.
[0021] Nach einem Ausführungsbeispiel kann die Drehachse in einem Winkel von 75° bis einschliesslich 90° zum Boden angeordnet ist, wenn sich der Deckel im geschlossenen Zustand befindet.
[0022] Nach einem Ausführungsbeispiel kann das Rührelement exzentrisch in Bezug auf die Mittenachse angeordnet sein. Insbesondere kann das Rührelement eine Mittenachse aufweisen, die in einem Winkel von bis zu 45° zur Mittenachse angeordnet ist. Das Rührelement kann in einem Halteelement gehalten sein, welches mit der Behälterwand in Kontakt ist, sodass das Rührelement um seine Mittenachse drehbar ist, wenn das Halteelement entlang der Behälterwand bewegt wird.
[0023] Ein Kochgerät nach einem der vorhergehenden Ausführungsbeispiele kann eine Wägeeinrichtung enthalten, die im oder unterhalb des Behälters im Gehäuse des Kochgeräts angeordnet ist.
[0024] Nach einem der vorhergehenden Ausführungsbeispiele kann der Behälter oder der Deckel ein Temperaturmessgerät enthalten.
[0025] Ein System zur Zubereitung eines Lebensmittels zu einer Speise nach dem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ausführungsbeispiele enthält ein Kochgerät, wobei das Kochgerät einen Behälter aufweist. Der Behälter weist eine Wand und einen Boden auf und die Wand erstreckt sich vom Boden nach oben und begrenzt einen Innenraum seitlich. Im Innenraum ist ein Rührelement angeordnet, sodass im Kochgerät zumindest eine Grundoperation zur Zubereitung des Lebensmittels zu einer Speise durchführbar ist. Das Kochgerät ist an eine Kontrolleinheit anschliessbar. Die Kontrolleinheit enthält ein Kochprogramm und ist an ein Netzwerk anschliessbar. Ein Eingabegerät ist mit der Kontrolleinheit verbindbar. Das Eingabegerät hat Zugriff auf einen Speicher, der eine Datenbank enthält, die eine Rezeptsammlung, eine Zutatensammlung sowie Beschaffungsquellensammlung für das Lebensmittel umfasst. Das Eingabegerät ist über das Netzwerk derart mit der Kontrolleinheit verknüpft, dass mittels einer Eingabe auf dem Eingabegerät ein Rezept aus der Datenbank auswählbar ist. Das Lebensmittel ist gemäss Rezept mittels des Eingabegeräts aus der Zutatensammlung auswählbar. Die Eigenschaften des Lebensmittels sind auf einem Ausgabegerät anzeigbar. Die Eigenschaften können beispielsweise die Menge des Lebensmittels, dessen Qualität, dessen Verarbeitungseigenschaften sowie dessen Verfügbarkeit umfassen. Eine Beschaffungsquelle für das Lebensmittel ist aus Beschaffungsquellensammlung ermittelbar, wobei das von der Beschaffungsquelle bezogene Lebensmittel in den Behälter einbringbar ist und durch das Kochgerät zumindest eine Grundoperation zur Zubereitung des Lebensmittels zu einer Speise durchführbar ist.
[0026] Das Kochgerät kann zumindest eines der Elemente zur Durchführung der Grundoperation, wie beispielsweise einen Wärmetauscher, ein Temperaturmessgerät, ein Zeiterfassungsgerät oder eine Wägeeinrichtung enthalten. Der Standort des Kochgeräts kann über das Eingabegerät in die Rezeptdatenbank eingegeben werden. Der Standort des Kochgeräts kann auch mittels GPS-Daten ermittelt werden. Mittels des Eingabegeräts kann die Standortinformation, mit in der Datenbank gespeicherten GPS Koordinaten der Beschaffungsquellen abgleichen oder Standorte von Beschaffungsquellen aus dem Netzwerk ermitteln, sodass beispielsweise die dem Standort nächstgelegene Beschaffungsquelle auf dem Ausgabegerät anzeigbar ist.
[0027] Über das Netzwerk kann eine Bestellung bei der Beschaffungsquelle ausgelöst werden. Insbesondere kann das oder die Lebensmittel, das heisst die Zutaten an den Standort des Kochgeräts geliefert werden.
[0028] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen erläutert. Darin zeigen:
<tb>Fig. 1<SEP>einen Schnitt durch ein Kochgerät nach einem ersten Ausführungsbeispiel
<tb>Fig. 2<SEP>einen Schnitt durch das Kochgerät gemäss Fig. 1 .
<tb>Fig. 3<SEP>das Öffnen des Deckels des Kochgeräts
<tb>Fig. 4<SEP>das Rührwerk in blockiertem Zustand
<tb>Fig. 5<SEP>ein Übersichtsschema des Verfahrens
<tb>Fig. 6<SEP>eine detailliertere Variante des Übersichtsschemas des Verfahrens gemäss Fig. 5
<tb>Fig. 7a<SEP>einen Schnitt durch ein Kochgerät nach einem zweiten Ausführungsbeispiel
<tb>Fig. 7b<SEP>eine Ansicht des Kochgeräts gemäss Fig. 7a von oben
<tb>Fig. 7c<SEP>einen Schnitt durch das Kochgerät nach dem zweiten Ausführungsbeispiel im geöffneten Zustand
<tb>Fig. 7d<SEP>eine Ansicht des Kochgeräts gemäss Fig. 7c von oben im geöffneten Zustand
[0029] Das in Fig. 1 dargestellte Kochgerät 10 enthält einen Behälter 2 und ein Rührelement 7. Das Rührelement 7 wird über eine Antriebsvorrichtung 6 im Deckel des Behälters angetrieben und kann zusammen mit dem Deckel aus dem Behälter des Kochgeräts entfernt werden. Der Behälter 2 ist im zylindrisch geformt. Der Behälter 2 weist einen ebenen Boden 5 auf, der von unten beheizbar ist. Der Boden des Behälters ist frei von Einbauten. Das heisst, dass der Boden eine ebene obere Oberfläche hat.
[0030] Das Rührelement 7 ist so ausgestaltet, dass es in einer bestimmten Stellung zusammen mit dem Deckel aus dem Behälter geschwenkt werden kann. Hierzu weist das Rührelement 7 gemäss Fig. 1 einen U-förmigen Arm auf. Die Schenkel des U sind parallel zum Boden des Behälters. Die Basis des U verläuft parallel zur Innenwand des Behälters. Die Antriebswelle des Rührelements 7 ist durch den Deckel hindurchgeführt. Die Antriebswelle ist an ihrem oberen, in der Zeichnung nicht sichtbaren Ende in der Antriebsvorrichtung 6 aufgenommen. Bei der Antriebsvorrichtung kann es sich um einen Elektromotor handeln, es könnte aber auch eine Kurbel oder dergleichen vorgesehen sein.
Das Rührelement ist drehbar um die Mittenachse 9 angeordnet. In der vorliegenden Darstellung fällt die Mittenachse 9 mit der Mittenachse des Behälters zusammen. Das heisst das Rührelement ist konzentrisch in Bezug auf den Behälter angeordnet. Alternativ dazu kann das Rührelement auch exzentrisch in Bezug auf die Mittenachse des Behälters angeordnet sein oder es könnte nach einer weiteren nicht dargestellten Variante eine Mittenachse aufweisen, die einen Winkel zur Mittenachse des Behälters einschliesst. Nach einer weiteren Variante ist das Rührelement mehrteilig ausgeführt, das heisst aus einer Mehrzahl von Teilelementen bestehen. Das Rührelement kann insbesondere ein drehendes Teilelement aufweisen, das exzentrisch in Bezug auf die Mittenachse angeordnet ist. Ein derartiges Rührelement kann insbesondere zum Kneten von Teig oder zum Schlagen von Schlagsahne zum Einsatz kommen.
[0031] In Fig. 1 ist des Weiteren ein Kreis 13 dargestellt, welcher durch die Kante des untersten Endes des Rührelements 11 verläuft und seinen Mittelpunkt im der Gelenkvorrichtung 12 hat, welche ein Verschwenken des Deckels 1 relativ zum Behälter 2 ermöglicht. Der Kreis 13 gibt die Lage der Kante 11 in jeder beliebigen Schwenkposition an. Der Kreis 13 berührt die in der zeichnerischen Darstellung linksseitige Wand des Behälters 2 nicht. Das heisst, in dieser Position kann das Rührelement 7 aus dem Behälter 2 geschwenkt werden. Die Position des Rührelements 7 in Bezug auf den Deckel 1 bleibt hierbei unverändert. Hierbei handelt es sich um die Ausbaustellung des Rührelements 7.
[0032] Die Stellung des Rührelements wird durch einen nicht dargestellten Sensor erfasst. Bei dem Sensor kann es sich beispielsweise um einen optischen Sensor handeln. Der Sensor kann auch ein Messprinzip verwenden, welches die Veränderung des elektrischen oder magnetischen Felds in Abhängigkeit vom Abstand von der linksseitigen Wand des Behälters erfasst. Derartige Sensoren sind dem Fachmann bekannt und bedürfen daher in diesem Zusammenhang keiner weiteren Erläuterung.
[0033] Der Sensor kann auf der Aussenseite des Deckels angeordnet sein. Insbesondere kann der Sensor auf der Motorwelle angeordnet sein, welche das Rührelement antreibt. Die Position des Rührelements wird über eine Markierungsstelle, insbesondere über eine Schnittstelle an der Motorwelle eindeutig festgelegt.
[0034] Der Boden 5 des Behälters 2 enthält einen Wärmetauscher 3. Der Wärmetauscher 3 kann als Kühlvorrichtung oder Heizvorrichtung eingesetzt werden. In der vorliegenden Darstellung enthält der Boden 5 ein Heizelement in Form eines Widerstandsdrahts. Das Heizungselement ist Bestandteil einer elektrischen Widerstandsheizung. Alternativ oder in Ergänzung hierzu können auch Kühlelemente vorgesehen sein, was zeichnerisch nicht dargestellt ist. Der Wärmetauscher kann auch als Induktionsheizvorrichtung ausgebildet sein, was zeichnerisch nicht dargestellt ist. Beispielsweise kann die Induktionsheizvorrichtung eine Spule umfassen, die in geringem Abstand zum Boden des Behälters angeordnet ist. Der Boden ist massiv und enthält eine ferromagnetische Schicht, die eine besonders hohe Wärmeübertragung erlaubt. Gemäss einer weiteren Variante kann das im Innenraum 8 des Behälters 2 befindliche Lebensmittel auch mittels Mikrowellenstrahlung erwärmt werden. Der Behälter aus Stahl bildet einen Schirm für die Mikrowellenstrahlung. Der Behälter 2 oder der Deckel 1 können ein Magnetron oder eine Infrarotquelle enthalten.
[0035] Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch das Kochgerät, welcher in einem Winkel von 90° zu dem in Fig. 1 gezeigten Schnitt gelegt ist.
[0036] Der Schnitt ist wie in Fig. 1 durch die Mittenachse des Behälters oder Rührelements 7 gelegt worden. Es zeigt, dass das Rührelement nur einen einzigen Arm aufweist. Selbstverständlich könnte das Rührelement jede andere geometrische Konfiguration aufweisen, solange es kein Element des Rührelements gibt, welches in der Schwenkposition den in Fig. 1 dargestellten Kreis soweit überragt, dass es in Kontakt mit der Wand des Behälters kommt. Das Rührelement 7 hat in der dargestellten Schwenkposition keine wesentliche Erstreckung in Richtung der Behälterwände 4. Daher kann es in der dargestellten Position des Rührelements nicht zur Berührung des Rührelements mit der Wand 4 des Behälters 2 kommen.
[0037] Fig. 3 zeigt zwei verschiedene Stellungen des Rührelements 7. Das Rührelement 7 wird von der Grundposition, die es im Betrieb des Kochgeräts einnimmt, in eine Ausbaustellung geschwenkt. Die Grundposition vor dem Ausbau ist mit einer strichlierten Linie gezeichnet und entspricht der in Fig. 1 dargestellten Position. In dieser Position kann das Rührelement 7 aus dem Behälter 2 geschwenkt werden. In jeder anderen Stellung könnte das Rührelement an der Wand des Behälters 2 streifen und die Wand des Behälters verkratzen oder das Rührelement beschädigen. Daher wird die Position des Rührelements vor dessen geplanten Ausbau mittels eines Positionssensors ermittelt und vor Ausbau des Rührelements überprüft, ob sich das Rührelement in der Ausbaustellung befindet. Fig. 3 zeigt auch, wie sich das Rührelement bewegt. Das Rührelement weist eine vergleichsweise kleine Dicke im Vergleich zu seiner Länge und Breite auf und verbleibt daher innerhalb des Radius des Hilfskreises 13.
[0038] Fig. 4 zeigt ein Rührelement im selben Schnitt wie Fig. 3 , allerdings ist in diesem Fall eine Position des Rührelements gezeigt, in welcher es nicht aus dem Behälter geschwenkt werden kann. Die äusserste Kante liegt in diesem Fall nicht am unteren Ende des Rührelements, sondern im Schnittpunkt zwischen unterem Schenkel und der Basis des u-förmigen Rührelements, hier mit strichlierten Linien dargestellt. Es ist zu dem Kreis 13, der in Zusammenhang mit Fig. 3 beschrieben worden ist, auch der Kreis 14 dargestellt, den diese Kante beschreiben würde, wenn man versuchen würde, das Rührelement aus dem Behälter 2 heraus zu schwenken. Das Rührelement würde am Schnittpunkt des Kreises 14 mit der inneren Wandoberfläche 15 an der Wand ankommen und wäre demnach blockiert. Daher muss das Rührelement 7 gemäss dieses Ausführungsbeispiels zuerst in die Ausbaustellung bewegt werden, bevor eine Schwenkbewegung eingeleitet werden kann. Die Bewegung des Rührelements in seine Ausbaustellung erfolgt durch Drehung des Rührelements um seine Mittenachse 9. Ein Sensor erfasst die Drehbewegung. Der Abschluss dieser Drehung des Rührelements 7 um seine Mittenachse in die Ausbaustellung wird mittels eines vom Sensor übermittelten Signals angezeigt. Die Drehbewegung wird beendet, dann erfolgt das Schwenken des Deckels 1 samt der zugehörigen Antriebsvorrichtung 6 sowie des Rührelements 7 um die durch die Gelenkvorrichtung 12 bestimmte Gelenkachse. Diese Gelenkachse verläuft in dieser Darstellung normal zur Zeichenebene.
Als Antriebsvorrichtung für die Bewegung des Rührelements 7 dient vorzugsweise ein Elektromotor.
[0039] Fig. 5 zeigt eine Übersicht über das Verfahren 100 zur Zubereitung von Lebensmitteln in einem Kochgerät. In einem ersten Schritt wird ein Rezept aus einer Rezeptdatenbank 20 ausgewählt. Dieser Schritt soll nachfolgend als Rezeptauswahl 20 bezeichnet werden und alle Tätigkeiten und Vorgänge beinhalten, die mit der Auswahl eines Rezepts in Zusammenhang stehen. Das Rezept enthält zumindest ein Lebensmittel als Zutat. In einen zweiten Schritt wird geprüft, ob das Lebensmittel vorhanden ist, oder ob das Lebensmittel bei einem Händler bestellt werden muss. Dieser zweite Schritt soll als Beschaffungsanfrage 25 bezeichnet werden. Die Beschaffungsanfrage 25 wird an die Datenbank übermittelt, welche Informationen über die Verfügbarkeit der Lebensmittel enthält. Muss das Lebensmittel bestellt werden, wird in einem dritten Schritt das Lebensmittel vom Händler beschafft. Diese Vorgänge werden im Schema unter dem Sammelbegriff Beschaffungsvorgang 30 zusammengefasst. Der Beschaffungsvorgang 30 kann die Erteilung eines Auftrags an den Händler umfassen, das Lebensmittel an einen gewünschten Ort zu liefern, insbesondere an den Standort des Kochgeräts. In einem vierten Schritt wird anhand des Rezepts im Rahmen einer Eingangsprüfung 35 überprüft, ob alle benötigten Lebensmittel, das heisst alle Zutaten verfügbar sind, sodass der Verarbeitungsprozess eingeleitet werden kann. In einem fünften Schritt der Rezeptbearbeitung 40 wird das Rezept gemäss der Anweisungen des Kochprogramms bearbeitet. Das heisst alle Arbeitsschritte, wie das Zuführen der Zutaten in den Behälter, das Mischen der Zutaten, Erhitzen oder Kühlen der Zutaten oder Garen der Zutaten werden gemäss der Anweisungen des Kochprogramms in der vom Kochprogramm vorgesehenen Reihenfolge durchgeführt. Das Programm hat sein Ende 50 erreicht, wenn die Speise fertig zubereitet ist, das heisst die Rezeptbearbeitung 40 abgeschlossen ist.
[0040] Fig. 6 zeigt die einzelnen Verfahrensschritte, die in Fig. 5 gezeigt sind, in grösserem Detail. Insbesondere wird bei der Rezeptauswahl 20 das aus der Rezeptdatenbank 22 ausgewählte Rezept 21 in eine Zutatendatenbank 23 eingespeist. Anhand der erforderlichen Zutaten wird durch eine Abfrage 24 überprüft ob alle erforderlichen Zutaten Z1, Z2...ZN in der Zutatendatenbank 23 vorhanden sind. Sollte dies nicht der Fall sein, kann die Zutatendatenbank 23 ergänzt werden oder ein neues Rezept 21 ausgewählt werden. Die Zutatendatenbank 23 kann Informationen über die Verfügbarkeit und den Preis der Zutaten bei Zulieferern in der nächsten Umgebung oder wahlweise in weiterem Umkreis liefern. Die Ergebnisse der Suche in der Zutatendatenbank 23 werden dem Benutzer des Kochgeräts angezeigt. Die Zutatendatenbank kann selbstverständlich vom Benutzer selbsttätig ergänzt werden, beispielsweise um die eigene Lagerhaltung an Vorräten in die Zutatendatenbank 23 zu integrieren. Mit dieser Zusatzfunktion hilft die Zutatendatenbank 23 auch dem Benutzer, seine Lagerhaltung unter Kontrolle zu halten. Es ist selbstverständlich auch möglich, die Artikel über Artikelcodes, wie beispielsweise Barcodes in die Zutatendatenbank 23 einzulesen. Des Weiteren werden alle Bestellungen in ihrer Menge, ihrem Preis sowie dem Verfallsdatum hinterlegt. Diese Informationen können dem Benutzer wiederum dazu dienen, sich einzelne Artikel, deren Verfallsdatum sich nähert, anzeigen zu lassen und in der Rezeptdatenbank 22 nach entsprechenden Vorschlägen zum Verbrauch der betroffenen Artikel zu suchen.
[0041] Stellt der Benutzer fest, dass ihm einzelne Zutaten fehlen, kann er einen Beschaffungsvorgang 30 einleiten. Hierzu erstellt er eine Beschaffungsanfrage 25. Im Rahmen des Beschaffungsvorgangs 30 kann er verschiedene Bezugsquellen 31 miteinander vergleichen. Der Warenbestand jeder einzelnen Bezugsquelle 31 kann über ein Netzwerk 32 zugänglich sein. Im Netzwerk 32 können neben Informationen zu den Standorten 33 der Bezugsquellen (S1, S2,...SK) die Preise 34 der Artikel (P1, P2,...PL) sowie deren Lieferzeit 36 (t1, t2,...tP) und gegebenenfalls auch gleichwertige oder höherwertige Artikel angegeben werden. Es können beispielsweise Lebensmittel gesucht werden, die aus biologischem Anbau stammen, oder Lebensmittel, die für die Zubereitung einer vegetarischen Mahlzeit verwendet werden können oder Lebensmittel, die Allergene enthalten und Alternativen, die derartige Allergene gerade nicht enthalten. Der Benutzer kann dann an dem Ein/Ausgabegerät, welches an das Kochgerät angeschlossen ist, direkt seine Wahl treffen. Das Ein/Ausgabegerät kann beispielsweise auch ein Smartphone oder Tabletcomputer sein, der an das Kochgerät angeschlossen ist. Der Benutzer löst die Bestellung über das Ein/Ausgabegerät aus und kann auch die Bezahlung der Waren veranlassen, sodass die Lieferfrist möglichst kurz sein kann. Selbstverständlich kann die Lieferfrist automatisch überprüft werden und der Lieferant über einen Verzug in der Lieferfrist informiert werden.
[0042] Selbstverständlich kann der Benutzer die Ware sich bei einem Lieferanten reservieren oder bereitlegen lassen oder selbst den Lieferanten, beispielsweise einen Supermarkt aufsuchen. Der Benutzer kann mit einem mobilen Ein/Ausgabegerät die gewünschten Waren scannen, das heisst seine Zutatendatenbank 23 in Echtzeit aktualisieren sowie das Zubereitungsverfahren starten, sobald ihm alle Zutaten Z1, Z2,...ZN zur Verfügung stehen.
[0043] Im Rahmen der Eingangsprüfung 35 prüft der Benutzer, ob alle Zutaten gemäss ausgewähltem Rezept zur Verfügung stehen.
[0044] Als nächsten Schritt startet der Benutzer die Rezeptbearbeitung 40. Die Rezeptbearbeitung beinhaltet die Ausführung der Anweisungen eines Kochprogramms 45. Das Kochprogramm 45 legt den Ablauf fest, mittels dessen das oder die Lebensmittel zu einer Speise zubereitet wird oder werden.
Die Zubereitung des Lebensmittels zu einer Speise umfasst zumindest einen Schritt, in welchem eine Mischung des Lebensmittels erfolgt. Die Mischung wird durch den Betrieb des Rührelements, gesteuert durch eine Steuerung des Rührelements 41 basierend auf den Anweisungen des Kochprogramms hergestellt. Das Lebensmittel wird beispielsweise durch Betätigen des Rührelements 7 im Behälter 2 gemäss Fig. 1 – 4 gemischt. Das Rührelement 7 kann nach dem Ende des Mischvorgangs in eine Schwenkposition bewegt werden, um weitere Zutaten zuzufügen. Hierzu kann der Deckel entweder manuell geöffnet werden oder das Kochprogramm 45 aktiviert eine Steuerung zum Bewegen des Deckels 42. Die Steuerung zum Bewegen des Deckels bewirkt ein Öffnen oder Schliessen des Deckels 1. Vor dem Entfernen des Rührelements 7 aus dem Behälter 2 wird die Position des Rührelements 7 im Behälter 2 durch einen Sensor ermittelt, der ein Positionssignal erzeugt. Das Rührelement 7 wird auf Basis des Positionssignals gegebenenfalls in die Schwenkposition gedreht, sodass das Rührelement 7 mit dem Deckel 1 aus dem Behälter 2 geschwenkt werden kann.
[0045] Für einen Garprozess kann die Temperatur im Behälter über die Zufuhr von Wärme oder deren Abfuhr durch das Kochprogramm 45 mittels einer Temperatursteuerung 43 gesteuert werden. Das Kochprogramm enthält auch Informationen über die Dauer der Garzeit(en) sodass bei Bedarf eine Steuerung der Garzeit 44 aktiviert werden kann.
[0046] Sobald alle im Kochprogramm 45 vorgesehenen Schritte abgearbeitet sind, erfolgt ein Hinweis an den Benutzer, dass die Zubereitung des Lebensmittels zu einer Speise nunmehr abgeschlossen ist. Das Verfahren 100 hat sein Ende 50 erreicht.
[0047] Selbstverständlich kann das Verfahren mit beliebig gestalteten Rührelementen in gleicher Weise durchgeführt werden. Für verschiedene Rezepte können auch Rührelemente unterschiedlicher Geometrie zum Einsatz kommen.
[0048] Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in den Fig. 7a bis Fig. 7d dargestellt, dargestellte Kochgerät 10 enthält einen Behälter 2 und ein Rührelement 7. Das Rührelement 7 wird über eine Antriebsvorrichtung 6 im Deckel 1 des Behälters 2 angetrieben und kann zusammen mit dem Deckel 1 aus dem Behälter 1 des Kochgeräts 10 entfernt werden, was in Fig. 7c dargestellt ist. Das Rührelement 7 ist über einen Arm 16 mit einer Antriebswelle 15 verbunden. Die Antriebswelle 15 ist über einen Riementrieb mit der Antriebsvorrichtung 6 verbunden, welche hier als ein Elektromotor 17 mit seiner Antriebswelle 18 dargestellt ist. Die Antriebswelle 19 trägt ein Antriebsrad 19. Die Antriebswelle 17 des Rührelements 7 trägt ein angetriebenes Rad 29 des Riementriebs. Der Riemen des Riementriebs ist der Übersichtlichkeit halber in der Darstellung weggelassen. Der Behälter 2 ist im zylindrisch geformt oder weist gemäss Fig. 7d einen mehreckigen Grundriss auf. Der Behälter 2 weist einen ebenen Boden 5 auf, der von unten beheizbar ist. Der Boden 5 des Behälters ist frei von Einbauten. Der Boden hat eine ebene obere Oberfläche.
[0049] Das Rührelement 7 ist so ausgestaltet, dass es in einer bestimmten Stellung zusammen mit dem Deckel 1 aus dem Behälter 2 geschwenkt werden kann. Hierzu weist das Rührelement 7 gemäss Fig. 1 Arm 16 auf. Der Arm 16 verbindet das Rührelement 7 mit der Antriebswelle 15. Die Antriebswelle 15 des Rührelements 7 ist durch den Deckel 1 hindurchgeführt. Die Antriebswelle ist an ihrem oberen Ende über einen Riementrieb mit der Antriebsvorrichtung 6 verbunden. Anstatt des dargestellten Elektromotors könnte auch ein manueller Antrieb beispielsweise eine Kurbel oder dergleichen vorgesehen sein.
Das Rührelement ist drehbar um die Mittenachse 9 der Antriebswelle 15 angeordnet. In der vorliegenden Darstellung fällt die Mittenachse 9 mit der Mittenachse des Behälters zusammen. Das Rührelement ist exzentrisch in Bezug auf die Mittenachse angeordnet. Das Rührelement 7 ist mehrteilig ausgeführt, das heisst es besteht aus einer Mehrzahl von Teilelementen, insbesondere der Antriebswelle 15, dem Arm 16 und dem Rührer 26. Das Rührelement kann insbesondere ein drehendes Teilelement aufweisen, das exzentrisch in Bezug auf die Mittenachse 9 angeordnet ist. Beispielsweise kann sich der Rührer 26 um seine Mittenachse 27 drehen. Ein derartiges Rührelement kann insbesondere zum Kneten von Teig oder zum Schlagen von Schlagsahne zum Einsatz kommen. Die Mittenachse 27 kann zur Mittenachse 9 in einem Winkel stehen, welcher bis zu 450 betragen kann. Die Mittenachse 27 kann auch parallel zur Mittenachse 9 verlaufen.
Der Rührer 26 ist nach einem Ausführungsbeispiel insbesondere ein Schneebesen, der durch ein Reibrad 28 an der Wand 4 des Behälters 2 angetrieben wird. Mit dieser Lösung sind für den Schneebesen hohe Drehzahlen möglich, selbst wenn die Antriebsvorrichtung 6 nur mit einer kleinen Drehzahl betrieben wird. Das Reibrad 28 hat einen wesentlich kleineren Durchmesser im Vergleich zum Durchmesser des Behälters. Das Durchmesserverhältnis von Reibraddurchmesser zu Durchmesser des Behälters kann mindestens 1:5 vorzugsweise mindestens 1:10 betragen.
[0050] Anstelle des Rührelements oder in Ergänzung hierzu kann eine Schneidvorrichtung vorgesehen sein, die an die Antriebswelle 15 koppelbar ist. Lebensmittel, wie Gemüse oder Früchte können auf diese Weise direkt im Behälter zerkleinert werden. Hierdurch erfolgt eine verlustfreie Verarbeitung der Lebensmittel. Zudem wird keine zusätzliche Arbeitsfläche oder zusätzliche Vorrichtung zum Zerkleinern der Lebensmittel benötigt. Die Schneidvorrichtung kann abnehmbar sein. Verschiedene Schneidvorrichtungen können für verschiedene Lebensmittel eingesetzt werden. Das mit der Schneidform hergestellte Stückgut kann unterschiedliche Form und Grösse aufweisen.
[0051] Für Lebensmittel, welche mittels der Schneidvorrichtung bearbeitet werden, kann der Deckel mit einer Zuleitung 37 versehen werden. Die Zuleitung 37 kann beispielsweise als Rohr ausgebildet sein, welches mit dem Deckel fest verbunden ist oder auch abnehmbar sein kann. Die Zuleitung ist in einer Öffnung des Deckels beispielsweise eingesteckt, eingeschraubt oder mit der Deckeloberfläche verschweisst. Die Zuleitung kann mittels eines Stössels 38 verschliessbar sein. Der Stössel ragt in die Zuleitung hinein, sodass das Lebensmittel mittels des Stössels in den Behälter gefördert werden kann. Die Zuleitung und/oder der Stössel können insbesondere konisch ausgebildet sein, sodass verhindert werden kann, dass der Stössel in den Behälter gelangt oder in dessen Innenraum fällt oder hineinragt. Mittels des Stössels kann auch ein Druck auf das Lebensmittel ausgeübt werden, sodass das Lebensmittel in den Innenraum gefördert wird. Der Stössel dient auch zum Verschliessen der Öffnung im Deckel, um die Temperatur des Innenraums unter möglichst geringem Wärmeeintrag auf dem gewünschten Wert zu halten, um eine optimale Gartemperatur zu gewährleisten. Ein Wärmeverlust kann mittels des Stössels verhindert werden. Beispielsweise kann eine Dichtung am Stössel oder in der Zuleitung angebracht sein.
Claims (10)
1. Ein Verfahren zur Zubereitung von Lebensmitteln in einem Kochgerät (10), welches einen Behälter (2), einen Deckel (1) sowie ein Rührelement (7) umfasst, wobei der Behälter durch den Deckel (1) verschlossen werden kann, wobei das Rührelement (7) drehbar um eine durch den Deckel verlaufende Mittenachse (9) im Deckel gelagert ist und der Deckel über eine Gelenkvorrichtung (12) mit dem Behälter verbunden ist und geöffnet werden kann, indem er um eine durch die Gelenkvorrichtung (12) verlaufende Schwenkachse geschwenkt werden kann,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zubereitung des Lebensmittels zumindest einen ersten Schritt umfasst, bei welchem das Lebensmittel durch Drehen des Rührelements (7) um die Mittenachse (9) im Behälter (2) gerührt wird, dass in einem zweiten Schritt der Deckel und das Rührelement (7) nach dem Ende des Rührvorgangs aus dem Behälter um die Schwenkachse von einer Schwenkausgangsposition, in welcher der Behälter geschlossen ist, in eine Schwenkendposition geschwenkt wird, in welcher der Behälter geöffnet ist, wobei vor dem Öffnen des Behälters (2) die Position des Rührelements (7) im Behälter (2) durch einen im Innenraum des Behälters angebrachten Sensor ermittelt wird, der Sensor ein Positionssignal erzeugt, das Positionssignal an eine Ansteuereinheit übermittelt wird und das Rührelement (7) von der Ansteuereinheit aufgrund des Positionssignals gegebenenfalls in die Schwenkausgangsposition gedreht wird, sodass dann das Rührelement (7) mit dem Deckel (1) aus dem Behälter (2) in die Schwenkendposition geschwenkt werden kann.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Kochgerät (10) einen Wärmetauscher (3) enthält, und die Zutaten durch den Wärmetauscher (3) temperiert werden.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Lebensmittel oder das Mischgut mittels einer Wägeeinrichtung, die im Behälter angeordnet ist, gewogen wird und/oder die Temperatur des Lebensmittels oder Mischguts im Kochgerät (10) gemessen wird und/oder das Kochgerät (10) ein Zeiterfassungsgerät enthält.
4. Ein Kochgerät (10) enthaltend einen Behälter (2), einen Deckel (1) und ein Rührelement (7), wobei der Behälter (2) durch den Deckel (1) verschliessbar ist, wobei das Rührelement (7) drehbar um eine durch den Deckel (1) verlaufende Mittenachse (9) im Deckel gelagert ist und der Deckel über eine Gelenkvorrichtung (12) mit dem Behälter (2) verbunden ist wobei das Rührelement (7) über eine Antriebsvorrichtung (6) antreibbar ist, welche im oder auf dem Deckel (1) des Behälters (2) angeordnet ist und zusammen mit dem Deckel (1) um eine durch die Gelenkvorrichtung (12) verlaufende Schwenkachse von einer Schwenkausgangsposition, in welcher der Behälter geschlossen ist, in eine Schwenkendposition, in welcher der Behälter geöffnet ist, schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Rührelement (7) zusammen mit dem Deckel (1) von der Schwenkausgangsposition in die Schwenkendposition schwenkbar ist, wobei die Position des Rührelements (7) im Behälter (2) durch im Innenraum des Behälters (2) angebrachten Sensor ermittelbar ist, sodass durch den Sensor die Position des Rührelements im Behälter erfassbar ist, von dem Sensor ein Positionssignal erzeugbar ist, das Positionssignal an eine Ansteuereinheit übermittelbar ist und das Rührelement (7) von der Ansteuereinheit gegebenenfalls in die Schwenkausgangsposition drehbar ist, sodass das Rührelement (7) mit dem Deckel (1) aus dem Behälter (2) in die Schwenkendposition schwenkbar ist.
5. Kochgerät (10) nach Anspruch 4, wobei die Drehachse in einem Winkel von 75° bis einschliesslich 90° zum Boden angeordnet ist, wenn sich der Deckel im geschlossenen Zustand befindet.
6. Kochgerät (10) nach Anspruch 4 oder 5, wobei das Rührelement (7) exzentrisch in Bezug auf die Mittenachse (9) angeordnet ist.
7. Kochgerät (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei das Rührelement (7) eine Mittenachse (27) aufweist, die in einem Winkel von bis zu 45° zur Mittenachse (9) angeordnet ist.
8. Kochgerät (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wobei das Rührelement (7) in einem Halteelement (28) gehalten ist, welches mit der Behälterwand in Kontakt ist, sodass das Rührelement (7) um seine Mittenachse (27) drehbar ist, wenn das Halteelement (28) entlang der Behälterwand bewegt wird.
9. Kochgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 bis 8, wobei der Behälter mittels eines Wärmetauschers (3) temperierbar ist.
10. Kochgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 bis 9, wobei eine Wägeeinrichtung im oder unterhalb des Behälters im Gehäuse des Kochgeräts angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH12322013A CH708343A2 (de) | 2013-07-09 | 2013-07-09 | Kochgerät sowie Verfahren zur Zubereitung von Lebensmitteln. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH12322013A CH708343A2 (de) | 2013-07-09 | 2013-07-09 | Kochgerät sowie Verfahren zur Zubereitung von Lebensmitteln. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH708343A2 true CH708343A2 (de) | 2015-01-15 |
Family
ID=52280757
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH12322013A CH708343A2 (de) | 2013-07-09 | 2013-07-09 | Kochgerät sowie Verfahren zur Zubereitung von Lebensmitteln. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH708343A2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2016142405A1 (de) * | 2015-03-11 | 2016-09-15 | Vorwerk & Co. Interholding Gmbh | Verfahren zum betrieb einer elektromotorisch angetriebenen küchenmaschine |
| CN108601478A (zh) * | 2015-12-31 | 2018-09-28 | 九阳股份有限公司 | 一种上置式搅拌炒菜机 |
-
2013
- 2013-07-09 CH CH12322013A patent/CH708343A2/de not_active Application Discontinuation
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2016142405A1 (de) * | 2015-03-11 | 2016-09-15 | Vorwerk & Co. Interholding Gmbh | Verfahren zum betrieb einer elektromotorisch angetriebenen küchenmaschine |
| AU2016231185B2 (en) * | 2015-03-11 | 2019-10-03 | Vorwerk & Co. Interholding Gmbh | Method for operating an electric motor-driven kitchen appliance |
| CN108601478A (zh) * | 2015-12-31 | 2018-09-28 | 九阳股份有限公司 | 一种上置式搅拌炒菜机 |
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