CH709044A2 - Uhr mit Zeit-Einstellvorrichtung. - Google Patents

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Abstract

Die Uhr (1) umfasst nur einen Zeitzeiger (7), der von einem Uhrwerk innerhalb eines Kerngehäuses (17) um eine zentrale Drehachse A drehbar ist. Das Uhrengehäuse (3) umfasst mindestens eine Einstellzone mit einer Ausnehmung zum Bewegen des Kerngehäuses. Alternativ kann am Uhrengehäuse (3) der Uhr (1) auch ein Handrad (35) mit einer Welle zum drehbaren Ändern der Winkellage des Kerngehäuses (17) relativ zum Uhrengehäuse (3) ausgebildet sein.

Description

[0001] Gegenstand der Erfindung ist eine Uhr mit einer Zeit-Einstellvorrichtung und ein Verfahren zum Einstellen der Uhrzeit bei einer solchen Uhr gemäss dem Oberbegriff der Patentansprüche 1 und 9.
[0002] Uhren, insbesondere Armbanduhren mit analoger Zeitanzeige, umfassen in der Regel ein Uhrengehäuse, in dem ein Uhrwerk angeordnet ist, welches einen Stundenzeiger, einen Minutenzeiger und gegebenenfalls einen Sekundenzeiger antreibt. Zum Einstellen der Uhrzeit umfassen solche Uhren eine Krone, welche über eine Welle mit dem Uhrwerk im Inneren des Uhrengehäuses verbunden ist. Die axiale Lage der Welle kann zwischen einer Neutralstellung und einer Wirkstellung verändert werden. In der Wirkstellung ist die Welle in einer mechanischen Wirkverbindung mit dem Uhrwerk, derart, dass die Winkellage der Uhrzeiger verändert und die Uhrzeit eingestellt werden kann.
[0003] Aus der DE10 2010 035 501 A1 ist eine Uhr mit einem mechanischen Uhrwerk bekannt, wobei das Uhrwerk in einem Uhrwerkgehäuse mit einem Uhrenglas angeordnet ist, und wobei dieses Uhrwerkgehäuse austauschbar und drehbar in einem Uhrengehäuse gelagert ist.
[0004] Zum Einstellen der Uhrzeit und/oder zum Aufziehen des mechanischen Uhrwerks umfasst die Uhr notwendigerweise eine Einwirkmechanik, mit der das Uhrwerk von ausserhalb des Uhrengehäuses oder zumindest des Uhrwerkgehäuses beeinflusst werden kann.
[0005] Die zumindest durch das Uhrwerkgehäuse hindurchgeführte mechanische Verbindung zum Uhrwerk im Inneren des Uhrwerkgehäuses ist eine potentielle Schwachstelle. Dies gilt sowohl für das Eindringen von Fremdstoffen wie Wasser oder Schmutzpartikeln als auch für das Risiko mechanischer Beschädigungen durch äussere Krafteinwirkungen.
[0006] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, eine Uhr zu schaffen, bei der die Uhrzeit ohne Einstellwelle oder andere von aussen in das Innere des Uhrwerkgehäuses hineinragende Einstellmittel eingestellt werden kann, und ein Verfahren zum Einstellen der Uhrzeit bei einer solchen Uhr anzugeben.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Uhr mit einer Zeit-Einstellvorrichtung gemäss den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und durch ein Verfahren zum Einstellen der Uhrzeit bei dieser Uhr gemäss den Merkmalen der Patentansprüche 1 und 9.
[0008] Die erfindungsgemässe Uhr umfasst ein Uhrengehäuse mit einem nach oben offenen, im Wesentlichen zylindrischen Aufnahmebereich zum drehbaren Lagern eines Kerngehäuses, in dem das Uhrwerk angeordnet ist. Das Uhrwerk ist in das Kerngehäuse eingebaut und bildet mit diesem eine Einheit. Das Uhrwerk umfasst eine nach oben ragende zentrale Zeigerwelle, die sich mit gleichmässiger Geschwindigkeit, vorzugsweise mit einer Periode von 12 Stunden, dreht. Der Antrieb erfolgt vorzugsweise durch eine Uhrwerkautomatik mit einer Feder, die beim Bewegen der Uhr aufgezogen wird, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt ist. Alternativ könnte die Uhr aber auch einen von einer Batterie und/oder Solarzellen gespeisten elektrischen Antrieb umfassen. Die zentrale Zeigerwelle kann durch eine zentrale Bohrung einer Blende hindurchgeführt sein, welche das Uhrwerk überdeckt. Am oberen Ende der zentralen Zeigerwelle ist ein radial hervorragender Zeiger befestigt. Das Kerngehäuse mit dem Uhrwerk ist im Uhrengehäuse koaxial zur Zeigerwelle drehbar gelagert. Mittels einer lösbaren Arretiervorrichtung kann das Kerngehäuse mit dem Uhrwerk in unterschiedlichen Drehlagen arretiert bzw. form- und/oder kraftschlüssig an diesem fixiert werden. Zum Einstellen der Uhrzeit wird die Arretierung gelöst, das Kerngehäuse mit dem Uhrwerk relativ zum Uhrengehäuse gedreht und anschliessend wieder an diesem fixiert.
[0009] Bei einer ersten Ausführungsform der Uhr umfasst das Uhrengehäuse mindestens eine Einstellzone, in der das Kerngehäuse bzw. ein Bereich des Kerngehäuses derart zugänglich ist, dass es manuell in eine gewünschte Orientierung bzw. Lage gedreht werden kann. Die Einstellzone kann beispielsweise eine Ausnehmung an der Peripherie oder am Boden des Uhrengehäuses sein. Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist am Uhrengehäuse ein von aussen zugängliches Einstellmittel angeordnet, welches eine Wirkverbindung zu einem Einstellmechanismus innerhalb des Uhrengehäuses umfasst, mit dem das Kerngehäuse mit dem darin befindlichen Uhrwerk gedreht werden kann. Im Unterschied zu herkömmlichen Uhren hat diese Einsteilvorrichtung aber keine mechanische Wirkverbindung zum Uhrwerk selbst. Vorzugsweise umfasst das Einstellmittel ein Handrad, welches mit einem Übersetzungsgetriebe zum Drehen des Kerngehäuses ausgebildet ist. Insbesondere kann das Übersetzungsgetriebe ein Planetenrad umfassen, welches mit einem zugeordneten Sonnenrad an der Unterseite des Kerngehäuses verzahnt ist.
[0010] Anhand einiger Figuren wird die Erfindung im Folgenden näher beschrieben. Dabei zeigen <tb>Fig. 1<SEP>die Einstellung der Uhrzeit bei einer herkömmlichen Uhr, <tb>Fig. 2<SEP>die Einstellung der Uhrzeit bei der erfindungsgemässen Uhr, <tb>Fig. 3<SEP>ein schematisch stark vereinfacht dargestellter Querschnitt einer Uhr mit einem drehbar in ein Uhrengehäuse eingebauten Kerngehäuse, <tb>Fig. 4<SEP>ein schematisch stark vereinfacht dargestellter Querschnitt einer weiteren Ausführungsform der Uhr, <tb>Fig. 5<SEP>ein Kerngehäuse mit eingebautem Uhrwerk, <tb>Fig. 6<SEP>ein Uhrengehäuse zum Aufnehmen des Kerngehäuses aus Fig. 5 , <tb>Fig. 7<SEP>eine Uhr mit dem Uhrengehäuse aus Fig. 6 und dem Kerngehäuse 17 aus Fig. 5 in einer ersten perspektivischen Ansicht von vorne oben, <tb>Fig. 8<SEP>die Uhr aus Fig. 7 in einer zweiten perspektivischen Ansicht von vorne unten, <tb>Fig. 9<SEP>ein stark schematisch dargestellter Querschnitt einer Uhr mit einem drehbar in ein Uhrengehäuse eingebauten Kerngehäuse, <tb>Fig. 10<SEP>eine schematisch dargestellte Aufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer Uhr mit einer drehbaren Lünette und einem zweiten zentralen Zeiger, <tb>Fig. 11<SEP>einen Querschnitt der Uhr aus Fig. 10 .
[0011] Fig. 1 zeigt schematisch die Einstellung der Uhrzeit bei einer herkömmlichen Armbanduhr, kurz Uhr 1 ́ genannt. Die Uhr 1 ́ umfasst ein Uhrengehäuse 3\ in dem ein Uhrwerk 4 ́ mit zwei oder drei koaxial angeordneten, nach oben ragenden Zeigerwellen 5 ́ zum Drehen eines Stundenzeigers 7, mit einer Periode von zwölf Stunden, eines Minutenzeigers 9 ́ mit einer Periode von einer Stunde und gegebenenfalls eines Sekundenzeigers (nicht dargestellt) mit einer Periode von einer Minute umfasst. Das Uhrwerk 4 ́ im Inneren des Uhrengehäuses 3 ́ ist über eine drehbare und in der Regel axial verstellbare Einstellwelle 11 ́ mit einer Krone 13 ́ an der Aussenseite des Uhrengehäuses 3 ́ verbunden. Durch eine Axialbewegung der Einstellwelle 11 ́ kann eine mechanische Wirkverbindung zwischen der Krone 13 ́ und dem Uhrwerk 4 ́ hergestellt werden, sodass zumindest der Stundenzeiger 7 ́ und der Minutenzeiger 9, durch Drehen an der Krone 13 ́ synchron mit dem jeweiligen Übersetzungsverhältnis gedreht werden können. Dies ist in Fig. 1 symbolisch durch den Pfeil 15 ́ dargestellt.
[0012] Fig. 2 zeigt schematisch die Einstellung der Uhrzeit bei einer erfindungsgemässen Uhr 1. Die Uhr 1 umfasst ein Uhrengehäuse 3, in dem ein Kerngehäuse 17 um eine zentrale Drehachse A drehbar gelagert ist. Das Uhrwerk 4 ist in dieses Kerngehäuse 17 eingebaut und bildet mit diesem zusammen eine Einheit. Das Uhrwerk 4 umfasst nur eine zentrale Zeigerwelle 5, welche koaxial zur zentralen Drehachse A des Kerngehäuses 17 angeordnet ist. Oben an dieser zentralen Zeigerwelle 5 ragt der Zeitzeiger 7 bzw. Stundenzeiger radial nach aussen. Selbstverständlich kann auch ein Uhrwerk mit mehr als einer zentralen Zeigerwelle 5 verwendet werden. Vorzugsweise ist jedoch nur an einer dieser zentralen Zeigerwellen 5 ein Zeitzeiger 7 befestigt, der die Zeit an einer angrenzend an die Peripherie des Kerngehäuses 17 an der Oberseite des Uhrengehäuses 3 angeordneten Zeitskala 19 mit Marken 19a einer Stundeneinteilung oder einer entsprechenden anderen Zeiteinteilung anzeigt. Zum Einstellen der Uhrzeit wird das Kerngehäuse 17 um die zentrale Drehachse A gedreht, bis der Zeitzeiger 7 in Richtung der einzustellenden Uhrzeit zeigt. Dies ist bei Fig. 2 durch den Pfeil 15 symbolisch dargestellt. In dieser Lage wird das Kerngehäuse 17 arretiert.
[0013] Fig. 3 zeigt schematisch einen stark vereinfachten Querschnitt einer ersten Ausführungsform der Uhr 1. Die rotationssymmetrische Ausnehmung im Uhrengehäuse 3 ist näherungsweise zylindrisch ausgebildet und umfasst im unteren Bereich einen kleinen radial nach innen vorspringenden Absatz 21. Im oberen Bereich ist der lichte Innendurchmesser Dl nur geringfügig grösser, im unteren Bereich ist der lichte Innendurchmesser D2 jedoch kleiner als der Aussendurchmesser des ebenfalls näherungsweise zylindrisch ausgebildeten Kerngehäuses 17. Das Kerngehäuse 17 liegt unten auf dem Absatz 21 auf. Nach oben ist das Kerngehäuse 17 z.B. mittels eines Seegerrings (nicht dargestellt) gesichert. Vorzugsweise ist im Kontaktbereich zwischen dem Kerngehäuse 17 und dem Uhrengehäuse 3 ein elastisch federndes Dichtelement 25 (Fig. 9 ) angeordnet. Ein am Uhrengehäuse 3 dichtend befestigtes Uhrenglas 23 überdeckt die Ausnehmung des Uhrengehäuses 3, schützt das Uhrwerk 4 und gewährleistet die Sichtbarkeit insbesondere des Zeitzeigers 7.
[0014] Bei einer weiteren Ausführungsform der Uhr 1, deren Querschnitt schematisch in Fig. 4 dargestellt ist, ist das Uhrenglas 23 am oberen Rand des Kerngehäuses 17 befestigt. Das Kerngehäuse 17 hat hier zwischen dem oberen Abschnitt und dem unteren Abschnitt einen mittleren Abschnitt, dessen Aussendurchmesser D3 grösser ist als die Aussendurchmesser Dl und D2 des oberen und des unteren Abschnitts. Die Form der Ausnehmung des Uhrengehäuses ist entsprechend an diese Aussenkontur des Kerngehäuses 17 angepasst. Im Vergleich zur Ausführungsform gemäss Fig. 3 sind die Höhe Hl und der lichte Durchmesser D2 des untersten Abschnitts des Uhrengehäuses 3 deutlich kleiner, beispielsweise 0,5mm bis 2mm. Zum Einsetzen des Kerngehäuses 17 in das Uhrengehäuse 3 kann beispielsweise der unterste Abschnitt des Uhrengehäuses 3 als abnehmbarer Boden ausgebildet sein, der die Gestalt eines Rings mit einer zentralen Öffnung oder die Gestalt einer geschlossenen Kreisscheibe haben kann und am angrenzenden Teil des Uhrengehäuses 3 festgeschraubt oder in anderer Weise befestigt werden kann.
[0015] Die Fig. 5 und 6 zeigen perspektivische Ansichten eines Kerngehäuses 17 mit eingebautem Uhrwerk 4 und eines Uhrengehäuses 3, in welches das Kerngehäuse 17 eingefügt und darin drehbar gelagert werden kann. Zusätzlich zur zentralen Zeigerwelle 5 kann das Uhrwerk 4 eine oder mehrere weitere Wellen 6 umfassen, welche jedoch nicht zentral bzw. koaxial zur Drehachse A angeordnet sind. An solchen weiteren Wellen 6 können zusätzliche Zeiger 8 oder andere Anzeigemittel wie z.B. Kreisscheiben angeordnet sein.
[0016] Wenn keine anderen Mittel zum Drehen des Kerngehäuses 17 vorgesehen sind, umfasst das Uhrengehäuse 3 mindestens eine Einstellzone 27 mit einer Ausnehmung, durch welche das im Uhrengehäuse 3 gelagerte Kerngehäuse 17 von aussen her zugänglich ist, um dieses in eine gewünschte Orientierung relativ zum Uhrengehäuse 3 zu drehen. Eine solche Einstellzone 27 kann beispielsweise die Ausnehmung an der Unterseite des Uhrengehäuses 3 sein oder eine Ausnehmung, welche einen Abschnitt der Peripherie des Kerngehäuses 17 zugänglich macht.
[0017] Zusätzlich umfasst die Uhr 1 eine Arretiervorrichtung zum Blockieren des Kerngehäuses 17 in einer eingestellten Drehlage relativ zum Uhrengehäuse 3. Die wiederlösbare Arretierung kann z.B. durch eine kraftschlüssige oder formschlüssige Verbindung mit einem verstellbaren Arretierelement 31 erfolgen. Bei einer Ausführungsform der Uhr 1 gemäss den Fig. 5 und 6 ist ein an der Aussenseite des Uhrengehäuses 3 angeordnetes Bedienelement 33 in Gestalt eines Schiebers oder Drückers mechanisch in Wirkverbindung mit dem Arretierelement 31 in Gestalt von Bremsbacken im Inneren des Uhrengehäuses 3 angebracht. Das Arretierelement 31 umfasst vorzugsweise eine Rückstellfeder (nicht dargestellt), welche das Bedienelement 33 ohne zusätzlich darauf einwirkende äussere Kräfte in mindestens eine definierte Stellung bewegen kann. Eine dieser definierten Stellungen ist eine Arretierstellung, in der das Arretierelement 31 gegen einen am Kerngehäuse 17 ausgebildeten Haltebereich gedrückt oder in einen formschlüssigen Eingriff mit einem solchen Haltebereich gebracht wird, derart, dass das Kerngehäuse 17 in seiner Drehlage fixiert wird. Zum Drehen des Kerngehäuses 17 kann das Bedienelement 33 vorübergehend in eine Freigabestellung bewegt werden. Die Fig. 7 und 8 zeigen eine Uhr 1, bei der das Kerngehäuse 17 mit dem Uhrwerk 4 drehbar im Uhrengehäuse 3 gelagert ist.
[0018] Fig. 9 zeigt den Querschnitt einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Uhr 1, bei der das Kerngehäuse 17 nicht direkt, sondern indirekt über ein seitlich am Uhrengehäuse 3 hervorragendes Handrad 35 gedreht werden kann, wobei dieses Handrad 35 über eine mechanische Wirkverbindung mit dem Kerngehäuse 17 gekoppelt oder koppelbar ist. Diese Wirkverbindung erfolgt über eine in das Uhrengehäuse 3 hineinragende und an diesem um eine horizontale Antriebsachse B drehbar gelagerte Antriebswelle 37. Ein Antriebszahnrad 39 am Ende der Antriebswelle 37 kämmt mit einem Übersetzungszahnrad 41 an einer um eine vertikale Übertragungsachse C drehbaren Übersetzungswelle 43. Der untere Endbereich der Übersetzungswelle 43 ist am Gehäuseboden 3a des Uhrengehäuses 3 drehbar gelagert. Oberhalb des Übersetzungszahnrads 41 kämmt ein an der Übersetzungswelle 43 gehaltenes Planetenrad 45 mit einem an der Unterseite des Kerngehäuses 17 ausgebildeten Sonnenrad 47. In den Gehäuseboden 3a können optional runde Sichtfenster 51 eingelassen sein, welche einen Einblick in den unteren Teil des Uhrengehäuses 3 mit der Zeit-Einstellmechanik ermöglichen. Ein Dichtelement 25 zwischen dem peripheren Rand des Kerngehäuses 17 und der angrenzenden Innenwand des Uhrengehäuses 3, beispielsweise ein O-Ring, dichtet den unteren Teil des Uhrengehäuses 3 gegen den oberen Teil ab. Der unter Teil ist als dichte Kammer ausgebildet, die über verschliessbare Öffnungen 49 an der Seite des Uhrengehäuses 3 mit Öl befüllt werden kann. Das Öl wirkt als Schmiermittel für die Zeit-Einstellmechanik, dämpft aber auch Stösse und schützt so das Uhrwerk 4. Optional kann die Wirkverbindung des Handrads 35 mit dem Kerngehäuse 17 z.B. mittels einer Rückstellfeder (nicht dargestellt) unterbrochen werden, sodass z.B. das Antriebszahnrad 39 nur dann mit dem Übersetzungszahnrad 41 gekoppelt ist, wenn eine axiale Zug- oder Druckkraft auf das Handrad 35 ausgeübt wird. Selbstverständlich kann zusätzlich eine Arretiervorrichtung zum Fixieren des Kerngehäuses 17 in einer gewünschten Lage vorgesehen sein (nicht dargestellt). Vorzugsweise dient dabei das Handrad 35 als Bedienelement 33 zum Verstellen der Lage eines Arretierelements 31 (Fig. 6 ).
[0019] Bei weiteren Ausführungsformen kann das Uhrwerk 4 auch mindestens eine weitere um die zentrale Drehachse A drehbare zentrale Zeigerwelle 5 umfassen, an der ebenfalls ein zusätzlicher Zeiger 8 oder ein anderes Anzeigemittel angeordnet ist. Dieser zusätzliche Zeiger 8 ist jedoch nicht dazu ausgebildet, die Uhrzeit bzw. Tageszeit an einer Zeitskala 19 anzuzeigen, die fest am Uhrengehäuse 3 ausgebildet ist, sondern eine relative Zeit, die an einer Skala bzw. einem Index mit einer oder mehreren Marken 53a einer um die zentrale Drehachse A drehbar am Uhrengehäuse 3 gelagerten Lünette 53 angeordnet sind. Eine solche Uhr 1 ist schematisch in Fig. 10 als Aufsicht und in Fig. 11 als Querschnitt dargestellt. Die Periode des weiteren Zeigers 8 kann beispielsweise ein Vielfaches einer Minute betragen, also z.B. 20 Minuten. Eine solche Uhr 1 umfasst eine Art Timer-Funktion: Die Lünette 53 umfasst eine Marke 53a, welche um die gewünschte Zeitdauer gegenüber der jeweils aktuellen Lage des weiteren Zeigers 8 vorgestellt werden kann. Der weitere Zeiger 8 erreicht diese Marke 53a, sobald die eingestellte Zeitdauer verstrichen ist. Diese Funktion ist insbesondere für Sportler von Interesse. So können z.B. Taucher auf einfache Art die Dauer eines Tauchgangs überwachen und rechtzeitig vor Ablauf der eingestellten Maximaldauer wieder auftauchen. Im Weiteren kann das Uhrengehäuse 3 Anlenkstellen für ein Armband umfassen, wie dies aus dem Stand der Technik bekannt ist.

Claims (9)

1. Uhr (1) mit einer Zeit-Einstellvorrichtung, umfassend ein Uhrengehäuse (3) mit einer rotationssymmetrischen Ausnehmung, in der ein Kerngehäuse (17) um eine zentrale Drehachse A drehbar gelagert ist, wobei im Kerngehäuse (17) ein Uhrwerk (4) mit einer um die zentrale Drehachse A drehbaren zentralen Zeigerwelle (5) angeordnet ist, an der ein Zeitzeiger (7) radial nach aussen ragt, wobei dieser Zeitzeiger (7) vom Uhrwerk (4) mit einer festen Umlaufperiode antreibbar ist, um durch seine Lage relativ zum Uhrengehäuse (3) die Uhrzeit anzuzeigen, und wobei der Zeitzeiger (7) zum Einstellen der Uhrzeit durch Ausrichtung der Drehlage des Kerngehäuses (17) in die entsprechende Lage relativ zum Uhrengehäuse (3) bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Zeitzeiger (7) der einzige um die zentrale Drehachse A drehbare Zeitzeiger (7) ist, der zum Anzeigen der Uhrzeit durch seine Lage relativ zum Uhrengehäuse (3) ausgebildet ist, und dass keine durch das Kerngehäuse (17) hindurchgeführte mechanische Verbindung zum Einstellen der Uhrzeit durch ein Einstellmittel ausserhalb des Kerngehäuses (17) vorgesehen ist.
2. Uhr (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Uhrengehäuse (3) mindestens eine Einstellzone (27) umfasst, in der das Kerngehäuse (17) bzw. ein Bereich des Kerngehäuses (17) derart zugänglich ist, dass es manuell in eine gewünschte Orientierung bzw. Lage drehbar ist.
3. Uhr (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellzone (27) eine Ausnehmung am Gehäuseboden (3a) bzw. im unteren Abschnitt des Uhrengehäuses (3) und/oder eine Ausnehmung an einem Abschnitt der Seite des Uhrengehäuses (3), welche die Peripherie des Kerngehäuses (17) zugänglich macht, umfasst.
4. Uhr (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Arretiervorrichtung mit einem an der Aussenseite des Uhrengehäuses (3) zugänglichen Bedienelement (33) und einer mit dem Bedienelement (33) in mechanischer Wirkverbindung stehenden Arretierelement (31) zum Blockieren des Kerngehäuses (17) in seiner Drehlage am Uhrengehäuse (3) ausgebildet ist.
5. Uhr (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rückstellfeder vorgesehen ist, durch die das Bedienelement (33) ohne zusätzlich darauf einwirkende äussere Kräfte in mindestens eine definierte Stellung bewegbar ist.
6. Uhr (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Stellung eine Arretierstellung ist, in der das Arretierelement (31) gegen einen am Kerngehäuse (17) ausgebildeten Haltebereich gedrückt oder in formschlüssigen Eingriff mit einem solchen Haltebereich gebracht wird, derart, dass das Kerngehäuse 17 in seiner Drehlage relativ zum Uhrengehäuse (3) fixiert wird.
7. Uhr (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kerngehäuse (17) indirekt über ein seitlich am Uhrengehäuse (3) hervorragendes Handrad (35) drehbar ist, wobei dieses Handrad (35) über eine mechanische Wirkverbindung mit dem Kerngehäuse (17) gekoppelt oder koppelbar ist.
8. Uhr (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer Zeiger (8) mit einer vorgegebenen Periode um eine weitere zentrale Zeigerwelle (5) drehbar ist, und dass eine Lünette (53) mit mindestens einer Marke (53a) drehbar am Uhrengehäuse (3) gelagert ist.
9. Verfahren zum Einstellen der Uhrzeit bei einer Uhr (1) gemäss den Merkmalen des Patentanspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockierung des Kerngehäuses (17) relativ zum Uhrengehäuse durch Betätigung des Bedienelements (33) erfolgt, dass das Kerngehäuse (17) in die gewünschte relative Lage bewegt wird, und dass das Kerngehäuse (17) direkt oder indirekt über ein Handrad (35) in die gewünschte Drehlage bringbar ist.
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