CH709318B1 - System zum Wasserstoffeinspritzen für Siedewasserreaktoren (SWR) beim Anfahren/Abschalten und Verfahren dazu. - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein System (30) und ein Verfahren zum Einspritzen von Wasserstoff in ein Siedewasserreaktor-(SWR)-Unterstützungssystem in Betrieb während des Anfahrens und/oder Abschaltens des Reaktors, um eine interkristalline Spannungsrisskorrosion (Inter-Granular Stress Corrosion Cracking [IGSCC]) zu verringern. Das System (30) stellt Wasserstoff bei variablen Drücken bereit (einschliesslich relativ höherer Drücke), die auf sich ändernde Betriebsdrücke der Reaktorunterstützungssysteme abgestimmt sind, während der Reaktor durch Anfahr- und Abschaltmodi läuft.
Description
Beschreibung Hintergrund der Erfindung Gebiet der Erfindung [0001] Die Erfindung betrifft im Allgemeinen nukleare Siedewasserreaktoren (SWRs) und insbesondere ein System und ein Verfahren zum Einspritzen von Wasserstoff in Reaktorunterstützungssysteme in Perioden eines Anfahrens und Abschaltens des Reaktors. Das System kann Wasserstoff bei variablen Drücken bereitstellen (einschliesslich hoher Drücke von etwa 76,85558 bar, 1100 psig), um sich den ändernden Betriebsdrücken der Unterstützungssysteme während der Anfahr- und Abschaltmodi anzupassen.
Stand der Technik [0002] Üblicherweise spritzen Wasserstoff-Wasserchemie-(HWC)-Systeme 1 (siehe Fig. 1) Wasserstoff in Speisewassersysteme an der Saugseite der Kondensatdruckerhöhungspumpen oder an der Saugseite der Speisewasserpumpen (siehe Einspritzpunkt 2) eines Siedewasserreaktors (SWR). Ein Einspritzen von Wasserstoff in diese Stellen trägt dazu bei, eine interkristalline Spannungsrisskorrosion (Inter-Granular Stress Corrosion Cracking [IGSCC]) in den Kreislaufrohrleitungen und im Inneren des Reaktors zu verringern. Im Speziellen bewirkt der eingespritzte Wasserstoff eine Verringerung im gelösten Sauerstoff durch Senkungen der radiolytischen Nettoproduktion von Wasserstoff und Sauerstoff im Kernbereich des Reaktors.
[0003] Das herkömmliche HWC-System 1 enthält eine Wasserstoffquelle 4, die ein Flüssigkeitslagertank (mit Kompressoren und Verdampfern) oder Wasserstoffflaschen sein kann. Die Wasserstoffquelle kann auch elektrolytisch erzeugt werden. Ein Wasserstofffilter 6 kann den Wasserstoff filtern, bevor der Wasserstoff durch eine Reihe von Ventilen geht, die ein Druckregelventil 8, ein Überlauf-Rückschlagventil 11, Sperrventile 10 und Umgehungsventile 12 sein können. Ein luftbetriebenes Regelventil 14 kann zum Isolieren des Wasserstoffs vor einem Eintritt in ein Wasserstoffeinspritzmodul 16 verwendet werden, das Wasserstoff an herkömmliche Wasserstoffeinspritzpunkte 2 abgibt. Spülanschlüsse 70 im gesamten System 1 werden allgemein zu Wartungs- und Sicherheitszwecken verwendet.
[0004] Die herkömmlichen Wasserstoffeinspritzpunkte 2 sind Einspritzpunkte, die in Systemen geringeren Drucks (relativ zum Reaktor) liegen, wie den Saugleitungen der Kondensatdruckerhöhungspumpen (6,873794-12,044862 bar, 85-160 psig) und den Saugleitungen der Speisewasserpumpen (28,592279-45,829172 bar, 400-650 psig). Da die Pumpen dieser Systeme geringeren Drucks während des vollen Anfahrens oder Abschaltens des Reaktors nicht in Betrieb sind (einschliesslich einer Notabschaltung des Reaktors, wie eines Reaktor-SCRAM), kann daher Wasserstoff an diesen herkömmlichen Stellen während des Anfahrens und Abschaltens nicht eingespritzt werden, da dies keine Wasserstoffauflösung für einen effizienten Transport zu den Kreislaufrohrleitungen und/oder dem Inneren des Reaktors zuliesse. Da eine IGSCC-Korrosion bei geringeren Betriebstemperaturen (von etwa 93,3333 °C bis etwa 232,2220 °C, etwa 200 °F bis etwa 450 °F, während des Anfahrens/Aufwärmens des Reaktors bis zu etwa 5% Leistung) stärker vorherrscht, ist das Risiko für den Reaktor (und die Reaktorunterstützungssysteme) während der Anfahr- und Abschaltmodi höher, wodurch die Wirkungen verstärkt werden, die durch eine Unfähigkeit entstehen, Wasserstoff in die herkömmlichen Einspritzpunkte 2 während der Anfahr- und Abschaltmodi des Reaktors einzuspritzen.
Kurze Beschreibung der Erfindung [0005] Die Erfindung sieht ein Wasserstoffeinspritzsystem (und zugehöriges Verfahren) beim Anfahren/Abschalten zum Einspritzen von Wasserstoff in SWR-Reaktorunterstützungssysteme während Anfahr- und Abschaltperioden des Reaktors vor. Da der Reaktor (und die Reaktorunterstützungssysteme) Temperaturen und Drücke erfährt (erfahren), die stark variieren, während der Reaktor durch Anfahr- und Abschaltmodi läuft (infolge des Erwärmens und Abkühlens des Reaktors), stellt das Wasserstoffeinspritzsystem Wasserstoff bei einem variablen Druck bereit, der jederzeit an die Betriebsdrücke dieser Unterstützungssysteme angeglichen sein kann. Da das Wasserstoffeinspritzsystem Reaktorunterstützungssystemen, die auch bei möglicherweise hohen Drücken arbeiten, Wasserstoff bereitstellt, kann das Wasserstoffeinspritzsystem den Druck von Wasserstoff über Druckwerte hinaus erhöhen, die normalerweise mit herkömmlichen HWC-Systemen verbunden sind.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen [0006] Die obenstehenden und andere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden durch ausführliche Beschreibung beispielhafter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen offensichtlicher. Die beiliegenden Zeichnungen sollen beispielhafte Ausführungsformen zeigen und sollten nicht als Einschränkung des beabsichtigten Umfangs der Ansprüche ausgelegt werden. Die beiliegenden Zeichnungen sind nicht als massstabgetreu gezeichnet anzusehen, falls dies nicht ausdrücklich festgehalten ist.
Fig. 1 ist ein Rohrleitungs- und lnstrumenten-(R&l)Schema eines herkömmlichen Wasserstoff-Wasserchemie-(HWC)-Systems;
Fig. 2 ist ein R&l-Schema eines Anfahr-/Abschalt-Wasserstoffeinspritzsystems gemäss einer beispielhaften Ausführungsform; und
Fig. 3 ist ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Herstellung und Verwendung eines Anfahr-/Abschalt-Wasser-stoffeinspritzsystems gemäss einer beispielhaften Ausführungsform.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung [0007] Es sind hier ausführliche beispielhafte Ausführungsformen offenbart. Spezielle strukturelle und funktionelle Einzelheiten, die hier offenbart sind, sind jedoch nur für den Zweck der Beschreibung beispielhafter Ausführungsformen repräsentativ. Beispielhafte Ausführungsformen können jedoch in vielen anderen Formen ausgeführt werden und sollten nicht als nur auf die hier dargelegten Ausführungsformen beschränkt angesehen werden.
[0008] Während beispielhafte Ausführungsformen verschiedene Modifizierungen und alternative Formen aufweisen können, sind daher Ausführungsformen beispielhaft in den Zeichnungen dargestellt und werden hier ausführlich beschrieben. Gleiche Bezugszeichen beziehen sich in der gesamten Beschreibung der Figuren auf gleiche Elemente.
[0009] Es ist klar, dass, obwohl die Begriffe «erster», «zweiter» usw. hier zum Beschreiben verschiedener Elemente verwendet werden können, diese Elemente nicht durch diese Begriffe beschränkt sein sollen. Diese Begriffe werden nur zur Unterscheidung eines Elements von einem anderen verwendet. Zum Beispiel könnte ein erstes Element als ein zweites Element bezeichnet werden und ebenso könnte ein zweites Element als ein erstes Element bezeichnet werden, ohne vom Umfang der beispielhaften Ausführungsformen abzuweichen. Wie hier verwendet, enthält der Begriff «und/oder» jede und alle Kombination(en) von einem oder mehreren der zugehörigen aufgezählten Artikel.
[0010] Es ist klar, dass, wenn ein Element als mit einem anderen Element «verbunden» oder «gekoppelt» bezeichnet wird, es direkt mit dem anderen Element verbunden oder gekoppelt sein kann oder dazwischenliegende Elemente vorhanden sein können. Wenn im Gegensatz dazu ein Element als mit einem anderen Element «direkt verbunden» oder «direkt gekoppelt» bezeichnet wird, sind keine dazwischenliegenden Elemente vorhanden. Andere Worte, die zum Beschreiben des Verhältnisses zwischen Elementen verwendet werden, sollten auf ähnliche Weise ausgelegt werden (z.B. «zwischen» gegenüber «direkt zwischen», «neben» gegenüber «direkt neben» usw.).
[0011] Die hier verwendete Terminologie dient nur dem Zweck der Beschreibung besonderer Ausführungsformen und ist nicht als Einschränkung von beispielhaften Ausführungsformen gedacht. Wie hier verwendet, sollen die Singularformen «einer/eine/eines», und «der/die/das» auch die Pluralformen enthalten, falls der Zusammenhang nicht eindeutig anderes verlangt. Es ist ferner klar, dass die Begriffe «umfasst», «umfassend», «enthält» und/oder «enthaltend», wenn sie hier verwendet werden, das Vorhandensein der genannten Merkmale, ganzen Zahlen, Schritte, Operationen, Elemente und/oder Komponenten spezifizieren, aber das Vorhandensein oder Hinzufügen eines oder mehrerer anderer Merkmale, ganzer Zahlen, Schritte, Operationen, Elemente, Komponenten und/oder Gruppen davon nicht ausschliessen.
[0012] Es sollte auch festgehalten werden, dass in einigen alternative Ausführungen die angeführten Funktionen/Vorgän-ge ausserhalb der in den Figuren angegebenen Reihenfolge auftreten können. Zum Beispiel können zwei Figuren, die aufeinanderfolgend dargestellt sind, eigentlich im Wesentlichen gleichzeitig ausgeführt werden oder können manchmal in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt werden, abhängig von den beteiligten Funktionalitäten/Vorgängen.
[0013] Fig. 2 ist ein R&l-Schema eines Anfahr-/Abschalt-Wasserstoffeinspritzsystems 30 gemäss einer beispielhaften Ausführungsform. Das System kann eine oder mehrere Wasserstoffquelle(n) enthalten. Zum Beispiel kann eine optional zweckbestimmte Wasserstoffgasquelle 32 für das Wasserstoffeinspritzsystem 30 bereitgestellt sein. Die zweckbestimmte Wasserstoffgasquelle 32 kann aus kleinen Wasserstoffgasflaschen, einem Wasserstoffgas-Tankwagen oder einem Flüssigkeitslager, das Wasserstoff enthält, bestehen. Alternativ zu einer zweckbestimmten Wasserstoffgasquelle 32 (oder zusätzlich zu einer zweckbestimmten Wasserstoffgasquelle 32) kann eine Verbindung 20 bereitgestellt sein, die an ein bestehendes HWC-System 1 angeschlossen ist (siehe optionale Verbindungspunkte 20 in Fig. 1, die zum Beispiel an das HWC-System 1 entweder stromaufwärts oder stromabwärts eines luftbetriebenen Ventils 14 und innerhalb oder ausserhalb der Anlagenwand angeschlossen sein kann).
[0014] Wenn eine Verbindung 20 zwischen einem bestehenden HWC-System 1 und dem Anfahr-/Abschalt-Wasserstof-feinspritzsystem 30 zum Zuleiten von Wasserstoff verwendet wird, kann ein Durchflussregelungsgerät an der Verbindung 20 bereitgestellt sein. Zum Beispiel können ein Druckregelventil 34, ein Druckgeber 36, ein Durchflussanzeiger vor Ort 38, ein Durchflussregelventil 40 und ein luftbetriebenes Ventil 42 in der Verbindungsleitung 20 bereitgestellt sein, um die Strömungsrate und den Druck von Wasserstoff, der aus dem bestehenden HWC-System 1 kommt, in das Anfahr-/Abschalt-Wasserstoffeinspritzsystem 30 zu regulieren. Ein Sperrventil 44 kann auch enthalten sein, um den Wasserstoffstrom in das Wasserstoffeinspritzsystem 30 abzuschalten.
[0015] Egal, ob eine Verbindung zwischen einem bestehenden HWC-System 1 und dem Anfahr-/Abschalt-Wasserstoffe-inspritzsystem 30 verwendet wird oder ob eine zweckbestimmte Wasserstoffgasquelle 32 für das Wasserstoffeinspritzsystem 30 verwendet wird, es kann ein Wasserstofffilter 46 zum Filtern von Wasserstoffgas vor einer Druckbeaufschlagung des Wasserstoffs bereitgestellt sein.
[0016] Das Wasserstoffeinspritzsystem 30 kann fernereinen Wasserstoffgas-Druckverstärker 48 enthalten, der den Druck von Wasserstoff signifikant erhöhen kann, der in den Wasserstoffeinspritzpunkt 50 eingespritzt wird. Der Wasserstoffgas-Druckverstärker 48 kann hydraulisch oder luftbetrieben (pneumatisch) sein und kann imstande sein, den Wasserstoffdruck auf einen aus einem weiten Bereich von Drücken zu erhöhen, die von etwa 0 bar bis etwa 76,85558 bar, 1100 psig, variieren. Durch Bereitstellen des Wasserstoffgas-Druckverstärkers 48 kann das Wasserstoffeinspritzsystem 30 Reaktorunterstützungssystemen, die einem Reaktorwasserstrom (bei möglicherweise hohen Betriebsdrücken von etwa 76,85558 bar, 1100 psig, und Betriebstemperaturen von 93,3333 °C bis 232,2220 °C, 200 °F bis 450 °F, wenn die Sauerstoffkonzentration im Reaktorwasser relativ erhöht ist) ausgesetzt sind, Wasserstoff unter Anfahr- und/oder Abschaltbedingungen des Reaktors bereitstellen («Abschalten» des Reaktors, einschliesslich Reaktor-Serams (Schnellabschaltungen), Heiss-/ Bereitschafts- und/oder Heiss-Abschaltmodi). Zum Beispiel kann der Wasserstoffeinspritzpunkt 50 Einspritzpunkte in Reaktorunterstützungssysteme enthalten, wie die Reaktorwasserreinigungs-(«Reactor Water Cleanup, RWCU)-Rückleitung oder die Speisewasserkreislaufleitungen des SWR. Da diese beispielhaften Reaktorunterstützungssysteme während des Anfahrens und/oder Abschaltens des Reaktors einem Reaktorwasserstrom ausgesetzt sind und da diese Systeme einen weiten Bereich von Drücken erfahren, während der Reaktor durch ein Anfahren und/oder Abschalten läuft, ist der Wasserstoffgas-Druckverstärker 48 besonders gut für ein Erhöhen von Wasserstoffdruck ausgestattet, der für diese beispielhaften Servicepunkte passend ist.
[0017] Der Wasserstoffgas-Druckverstärker 48 kann sich stromabwärts der Durchflussregler befinden (einschliesslich eines von Druckregelventil 34, Druckgeber 36, Durchflussanzeiger 38, Durchflussregelventil 40 und luftbetriebenem Ventil 42) und ermöglicht somit, dass das Durchflussregelungsgerät von einer niedereren Druckklasse (und somit weniger teuer) ist. Der Wasserstoffgas-Druckverstärker 48 kann über eine Anlagenserviceluftverbindung 56 pneumatisch betrieben werden. Es kann ein Druckregelventil 58 zum Regeln des Drucks von Serviceluft verwendet werden, die in den Wasserstoffgas-Druckverstärker 48 eintritt. Ein Luftfilter kann zum Filtern der Einlassluft verwendet werden. Serviceluft-Sperrventile 62a/62b können in der Lufteinlassleitung enthalten sein, um die Lufteinlassleitung zu schliessen (zum Beispiel bei der Wartung des Wasserstoffgas-Druckverstärkers 48). Der Wasserstoffgas-Druckverstärker 48 kann ein Luftdurchflussregelventil 72 zum Drosseln des Luftstroms zum Druckverstärker enthalten, um anschliessend den Wasserstoffdruck aus dem Druckverstärker 48 zu erhöhen. Das Durchflussregelventil 72 kann automatisch oder manuell gesteuert werden.
[0018] Es kann eine Reihe von Systemsperrventilen 54a-54g bereitgestellt sein, um einen Wasserstoffstrom durch gewünschte Abschnitte des Systems 30 für eine zusätzliche Flexibilität zu steuern. Wenn zum Beispiel Wasserstoff in Systeme eingespritzt wird, die einen relativ geringeren Druck benötigen, könnte der Wasserstoffgas-Booster 48 nicht erforderlich sein. Wenn in einem solchen Szenario die herkömmliche Wasserstoffquelle 4 (Fig. 1) zum Zuleiten von Wasserstoff zum Einspritzpunkt 50 verwendet wird, können die Sperrventile 54c, 54e und 54f geschlossen werden, während die Sperrventile 54d und 54g geöffnet werden können. Alternativ kann eine zweckbestimmte Wasserstoffgasquelle 32 zum Zuleiten von Wasserstoff bei geringerem Druck verwendet werden, indem die Sperrventile 54b, 54e und 54f geschlossen werden (um den Wasserstoffgas-Druckverstärker 48 zu umgehen) und die Sperrventile 54a, 54c, 54d und 54g für den Wasserstoff in Einspritzpunkt 50 geöffnet werden.
[0019] In Szenarien, wo ein Wasserstoffservice bei höherem Druck gewünscht ist, kann das Sperrventil 54b geöffnet werden, so dass Wasserstoff von der Wasserstoffquelle 4 (durch das geöffnete Sperrventil 54c) oder die Wasserstoffquelle 32 (durch das geöffnete Sperrventil 54a) in den Wasserstoffgas-Druckverstärker 48 eintreten kann. Wasserstoff, der den Wasserstoffgas-Druckverstärker 48 verlässt, kann durch die Sperrventile 54e, 54f und 54g zum Wasserstoffeinspritzpunkt 50 geleitet werden.
[0020] Es können Druckanzeiger vor Ort 64a-64c enthalten sein, um den Betriebsdruck von Wasserstoff und/oder Serviceluft im System zu bestätigen. Im Speziellen im Fall von Hochdruck-Wasserstoffeinspritzpunkten 50 kann ein Rückschlagventil 66 in der Wasserstoffeinspritzleitung 50 enthalten sein, um sicherzustellen, dass Fluida aus den Hochdrucksystemen nicht in das Wasserstoffeinspritzsystem zurücklaufen.
[0021] Das Anfahr-/Abschalt-Wasserstoffeinspritzsystem 30 kann aus praktischen Gründen auf zwei separaten Gestellen 30a/30b bereitgestellt sein, wobei das Wasserstoffgerät mit relativ niedrigerem Druck vorwiegend auf einem Gestell 30a enthalten ist und das Wasserstoffgerät mit relativ höherem Druck vorwiegend auf dem anderen Gestell 30b enthalten ist.
[0022] Ein Überdruckventil 68 kann am Wasserstoffgas-Druckverstärker 48 bereitgestellt sein, um Wasserstoff zu Zeitpunkten, wenn der Wasserstoffgas-Druckverstärker 48 auf einen Überdruck steigt, (zur Entlüftungsleitung 52) zu entlüften. Im gesamten System 30 können ebenso Spülverbindungen 70 für Wartungs- und Sicherheitszwecke bereitgestellt sein.
[0023] Fig. 3 ist ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Herstellung und Verwendung eines Anfahr-/Abschalt-Wasser-stoffeinspritzsystems 30, gemäss einer beispielhaften Ausführungsform. Das Verfahren kann einen Schritt S80 zum strömungstechnischen Verbinden zumindest einer Wasserstoff quelle mit einem SWR-Reaktorunterstützungssystem im Betrieb während Anfahr- und/oder Abschaltperioden des Reaktors enthalten. Dies kann zum Beispiel durch Bereitstellung von Rohrleitungen oder Schläuchen zwischen der Wasserstoff quelle und dem SWR-Reaktorunterstützungssystem erfolgen. Es sollte klar sein, dass ein Unterstützungssystem, das während des Anfahrens und/oder Abschaltens «in Betrieb» ist, sich auf ein System bezieht, das einen Reaktorwasserfluidstrom durch das System in Perioden bereitstellt, wenn der Reaktor anfährt oder abschaltet (wodurch ein Transportmedium für den eingespritzten Wasserstoff bereitgestellt wird, der
Claims (22)
- dann während der Anfahr- und/oder Abschaltmodi zu den Kreislaufrohrleitungen und/oder in das Innere des Reaktors transportiert wird). [0024] Das Verfahren kann ferner einen Schritt S82 zum Lenken eines Wasserstoffstroms von der zumindest einen Wasserstoffquelle zum Reaktorunterstützungssystem enthalten. Dies kann zum Beispiel durch Öffnen von Ventilverbindungen in Rohrleitungen/Schläuchen erfolgen, die sich zwischen der Wasserstoffquelle und dem Reaktorunterstützungssystem befinden. Das Öffnen des Ventils (der Ventile) kann über eine Steuerung, wie eine PLC 60 erfolgen (siehe Fig. 2). [0025] Das Verfahren kann ferner einen Schritt S84 zum Regulieren eines Drucks des Wasserstoffstroms von der zumindest einen Wasserstoffquelle zum Reaktorunterstützungssystem anhand eines Betriebsdrucks des Reaktorunterstützungssystems enthalten. Im Speziellen wird der Druck des Wasserstoffstroms reguliert, so dass er an den Betriebsdruck des Reaktorunterstützungssystems angeglichen ist, mit dem Verständnis, dass sich der Betriebsdruck ändern kann, während der Reaktor durch die Anfahr- und/oder Abschaltmodi läuft. Die Regulierung des Drucks des Wasserstoffstroms kann über eine Steuerung wie eine PLC 60 erfolgen (siehe Fig. 2), die einen am Wasserstoffeinspritzpunkt 50 gemessenen Druck mit Drücken vergleichen kann, die (zum Beispiel) beim Druckgeber 36 oder Druckanzeiger 64c gemessen werden, um den Druck des Wasserstoffs zu regulieren, der zum Wasserstoffeinspritzpunkt 50 geleitet wird. [0026] Das Wasserstoffeinspritzsystem 1 kann eine programmierbare logische Steuerung (PLC) und/oder ein Datengewinnungssystem 60 enthalten, das zum Bestimmen der Rate und des Drucks zum Zuleiten von Wasserstoff zum Einspritzpunkt 50 (anhand eines Masses der erforderlichen Drucks am Einspritzpunkt 50) verwendet werden kann. Daher können die PLC und/oder das Datengewinnungssystem 60 mit der Steuerungshardware in Verbindung sein, die auf beiden, dem Gestell mit niederem wie auch hohem Druck 30a/30b, dargestellt ist (in Fig. 2 sind nicht alle Verbindungen dargestellt). Die PLC und/oder das Datengewinnungssystem 60 können auch den Wasserstoffgas-Druckverstärker 48 und sämtliche Systemventile im Wasserstoffeinspritzsystem 30 regulieren. Patentansprüche1. Verfahren zum Einspritzen von Wasserstoff in ein Siedewasserreaktor-Unterstützungssystem, (SWR-Unterstützungs-system), während der Anfahr- und/oder Abschaltmodi des Reaktors, um eine interkristalline Spannungsrisskorrosion, Inter-Granular Stress Corrosion Cracking, IGSCC, zu verringern, umfassend: strömungstechnisches Verbinden zumindest einer Wasserstoffquelle (32) mit dem SWR-Unterstützungssystem während zumindest einem Reaktor-Anfahrmodus und/oder einem Reaktor-Abschaltmodus, wobei das SWR-Unterstüt-zungssystem während der Anfahr- und Abschaltmodi des Reaktors in Betrieb ist; Lenken eines Wasserstoffstroms von der zumindest einen Wasserstoffquelle (32) zum SWR-Unterstützungssystem; und Angleichen eines Drucks des Wasserstoffstroms an einen Betriebsdruck des SWR-Unterstützungssystems.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das SWR-Unterstützungssystem einem Reaktorwasserfluidstrom durch das SWR-Unterstützungssystem während der Anfahr- und Abschaltmodi des Reaktors ausgesetzt ist.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei das SWR-Unterstützungssystem eine Reaktorwasserreinigungs-Rücklaufleitung, Reactor Water Cleanup-Rücklaufleitung, RWCU-Rücklaufleitung, oder eine Speisewasserkreislaufleitung ist.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Betriebsdruck des SWR-Unterstützungssystems während der Anfahr- und Abschaltmodi des Reaktors variabel ist.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, ferner umfassend: Erhöhen des Drucks des Wasserstoffstroms mit einem Wasserstoff-Druckverstärker (48).
- 6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei der Wasserstoff-Druckverstärker (48) ein hydraulisch betriebener oder ein pneumatisch betriebener Druckverstärker ist.
- 7. Verfahren nach Anspruch 5, wobei der Wasserstoff-Druckverstärker (48) zum Erhöhen des Drucks des Wasserstoffstroms auf einen variablen Druck von bis zu 76,85558 bar ausgebildet ist.
- 8. Verfahren nach Anspruch 5, ferner umfassend: Regeln einer Strömungsrate des Wasserstoffstroms über Durchflussregler (40), wobei die Durchflussregler (40) stromaufwärts des Wasserstoff-Druckverstärkers (48) liegen.
- 9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei die Durchflussregler (40) einen niedrigeren Nenndruck als der Wasserstoff-Druckverstärker (48) aufweisen.
- 10. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die zumindest eine Wasserstoffquelle (32) eine Wasserstoffgasflasche, ein Was-serstoffgas-Tankwagen oder eine Flüssigwasserstofflagerstruktur ist.
- 11. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das SWR-Unterstützungssystem während der Anfahr- und Abschaltmodi des Reaktors Fluidbetriebstemperaturen von 93,3333 °C bis 232,2220 °C und Fluidbetriebsdrücken bis zu 76,85558 bar ausgesetzt ist.
- 12. System, umfassend: ein Wasserstoffeinspritzsystem (30), das strömungstechnisch mit einem SWR-Unterstützungssystem verbunden ist, wobei das Wasserstoffeinspritzsystem enthält eine Wasserstoff quelle (32), ein Durchflussregelgerät (40), ein Druckregelgerät (58), wobei das SWR-Unterstützungssystem ein System ist, das dazu ausgelegt ist, während eines Anfahrmodus des Reaktors und eines Abschaltmodus des Reaktors zu arbeiten, wobei das Druckregelgerät (58) zum Angleichen eines Drucks eines Wasserstoffstroms zwischen der Wasserstoffquelle (32) und dem SWR-Unterstützungssystem eines Betriebsdrucks des SWR-Unterstützungssystems gestaltet ist.
- 13. System nach Anspruch 12, wobei das SWR-Unterstützungssystem dazu ausgelegt ist, einem Reaktorwasserfluidstrom durch das SWR-Unterstützungssystem während der Anfahr- und Abschaltmodi des Reaktors ausgesetzt zu sein.
- 14. System nach Anspruch 12, wobei das SWR-Unterstützungssystem eine Reaktorwasserreinigungs-Rücklaufleitung, Reactor Water Cleanup-Rücklaufleitung, RWCU-Rücklaufleitung, oder eine Speisewasserkreislaufleitung ist.
- 15. System nach Anspruch 12, wobei der Betriebsdruck des SWR-Unterstützungssystems während der Anfahr- und Abschaltmodi des Reaktors variabel ist.
- 16. System nach Anspruch 15, wobei das Wasserstoffeinspritzsystem (30) ferner umfasst: einen Wasserstoff-Druckverstärker (48), der zum Erhöhen des Drucks des Wasserstoffstroms gestaltet ist.
- 17. System nach Anspruch 16, wobei der Wasserstoff-Druckverstärker (48) ein hydraulisch betriebener oder ein pneumatisch betriebener Druckverstärker ist.
- 18. System nach Anspruch 16, wobei der Wasserstoff-Druckverstärker (48) zum Erhöhen des Drucks des Wasserstoffstroms auf einen variablen Druck von bis zu 76,85558 bar ausgebildet ist.
- 19. System nach Anspruch 16, wobei das Durchflussregelungsgerät (40) stromaufwärts des Wasserstoff-Druckverstärkers (48) liegt.
- 20. System nach Anspruch 19, wobei das Durchflussregelungsgerät (40) einen niedrigeren Nenndruck als der Wasserstoff-Druckverstärker (48) aufweist.
- 21. System nach Anspruch 12, wobei die zumindest eine Wasserstoff quelle (32) eine Wasserstoffgasflasche, ein Was-serstoffgas-Tankwagen oder eine Flüssigwasserstofflagerstruktur ist.
- 22. System nach Anspruch 12, wobei das SWR-Unterstützungssystem während der Anfahr- und Abschaltmodi des Reaktors Fluidbetriebstemperaturen von 93,3333 °C bis 232,2220 °C und Fluidbetriebsdrücken bis zu 76,85558 bar ausgesetzt ist.
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