CH709974A2 - Modulares Aufbewahrungssystem. - Google Patents

Modulares Aufbewahrungssystem. Download PDF

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CH709974A2
CH709974A2 CH01218/14A CH12182014A CH709974A2 CH 709974 A2 CH709974 A2 CH 709974A2 CH 01218/14 A CH01218/14 A CH 01218/14A CH 12182014 A CH12182014 A CH 12182014A CH 709974 A2 CH709974 A2 CH 709974A2
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Abstract

Aufbewahrungssystem, insbesondere für eine Handtasche (10), zur Aufbewahrung verschiedener Gegenstände mit einem modularen Aufbau, das einen starren Rahmen (1) mit einem umlaufenden Rand (3) und einem Boden (4) und mehrere Fächerelemente (2) aufweist, die in den Rahmen (1) einsetzbar sind. Die Fächerelemente (2) weisen eine zumindest teilweise elastisch verformbare Umfangswand (6) auf und sind in dem Rahmen (1) beweglich angeordnet.

Description

[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein modulares Aufbewahrungssystem zur Aufbewahrung verschiedener Gegenstände. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Aufbewahrungssystem zur Verwendung in Kombination mit einer Tasche, vor allem einer Handtasche.
[0002] Bei herkömmlichen Taschen werden üblicherweise mehrere verschiedene Gegenstände im Innenraum der Tasche platziert. Insbesondere bei Taschen mit weichen Wänden, wie z.B. bei vielen Damenhandtaschen, liegen sie dort dicht beieinander und können z.B. durch Bewegungen beim Tragen der Tasche durcheinander und in Unordnung geraten. Soll ein bestimmter Gegenstand aus der Tasche entnommen werden, muss dieser zunächst in der Tasche ertastet oder durch Suchen und Wühlen in der Tasche identifiziert werden. Dabei können die übrigen Gegenstände noch mehr in Unordnung geraten. Empfindliche Gegenstände können durch das Durcheinanderfallen und Aneinanderstossen auch Schaden nehmen.
[0003] Für eine bessere Ordnung innerhalb einer Tasche ist es bekannt, das Innenfutter einer Tasche z.B. durch Nähte in einzelne Fächer zu unterteilen oder zusätzliche Fächer daran anzunähen. Die Gegenstände können auf die einzelnen Fächer verteilt werden, sind darin jedoch weiterhin ungeordnet und schwer zugänglich.
[0004] Aus dem Stand der Technik sind unterschiedliche Aufbewahrungssysteme bekannt, welche die Aufbewahrung von Gegenständen in einer Tasche, insbesondere von kleinen Gegenständen, erleichtern sollen. Es sind z.B. einzelne Fächer für die Gegenstände vorgesehen, die aus der Tasche entnommen werden können. Bei einem Taschensystem nach der US 2011/0274 376 A1 werden z.B. einzelne durchsichtige Beutel unterschiedlicher Grösse vorgesehen, die in eine Tasche eingesetzt werden können. Die Öffnungen der Beutel können durch einen Kordelzug verschlossen werden, so dass die Gegenständer darin vollständig eingeschlossen sind. Die Beutel können einzeln aus der Tasche entnommen werden, so dass deren Inhalt von aussen ersichtlich ist und somit das Auffinden erleichtert wird. Aus der US 7 828 457 B2 ist ein vergleichbares modulares Ordnungssystem für Taschen bekannt, bei dem die einzelnen Beutel relativ zu einander angeordnet und an einander befestigt werden können. Die Beutel können dann als Gesamtheit in einer Tasche platziert werden, so dass sie im Tascheninnenraum nicht durcheinander fallen. Beim Tragen der Tasche fallen die Gegenstände in den Beuteln nach unten und der Innenraum der Tasche wird durch das Gewicht der Gegenstände zusammen gezogen. Die einzelnen Gegenstände werden innerhalb der Beutel aneinander gedrückt. Zum Entnehmen eines Gegenstands muss der Beutel aus der Tasche entnommen werden oder es muss innerhalb der Tasche in den Beuteln danach gesucht werden.
[0005] Die WO 2006/110 563 A2 zeigt einen Tascheneinsatz zum Einsetzen in eine Tasche, der einen Korb mit starren Wänden aufweist, in dem einzelne Fächer vorgesehen sind. Die einzelnen Fächer werden durch Seitenwände, die in den Korb eingesetzt sind, erreicht, oder es werden einzelne würfelartige Behälter in den Korb eingesetzt. Die Behälter weisen eine starre Wandung und einen Boden auf und sind nach oben offen. Die Seitenwände oder die Behälter unterteilen den Korb in einzelne kubische Fächer. Der Korb mit den einzelnen Fächern kann durch einen mittig angeordneten Griff in eine Tasche eingesetzt werden. Durch die starren Wände bleibt das Volumen der Fächer erhalten und die Gegenstände innerhalb der Fächer werden nicht an einander gepresst. Die Form und Aufteilung der Fächer ist durch die Behälter vorgegeben und kann nicht individuell auf bestimmte Gegenstände abgestimmt werden. Ferner kann der Tascheneinsatz nicht auf die Form unterschiedlicher Taschen angepasst werden.
[0006] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein modulares Aufbewahrungssystem für verschiedene Gegenstände zu schaffen, welches das Auffinden und Herausnehmen von Gegenständen erleichtert, das auf unterschiedliche Bedürfnisse angepasst werden kann, das ein ansprechendes Design aufweist und ein sicheres Aufbewahren der Gegenstände erlaubt. Ferner ist es eine Aufgabe der Erfindung eine Handtasche vorzusehen, in der einzelne Gegenstände geordnet und sicher aufbewahrt werden können.
[0007] Diese Aufgabe wird von der Erfindung durch ein Aufbewahrungssystem und eine Handtasche nach den Ansprüchen 1 und 14 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und weitere Ausführungsbeispiele sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0008] Ein Aufbewahrungssystem zur Aufbewahrung verschiedener Gegenstände, insbesondere kleiner Gegenstände des täglichen Bedarfs, weist einen modularen Aufbau auf. Das System umfasst einen starren Rahmen mit einem umlaufenden Rand und einem Boden sowie mehrere Fächerelemente. Die Fächerelemente sind herausnehmbar in den Rahmen einsetzbar. Nach der Erfindung weisen die Fächerelemente eine zumindest teilweise elastisch verformbare Umfangswand auf und sind im Rahmen beweglich. Die Umfangswand der Fächerelemente ist seitlich derart nachgiebig, dass bei einer Verformung durch eine seitliche Krafteinwirkung eine Spannkraft entsteht. Die Spannkraft wirkt derart rückfedernd, dass die Fächerelemente wieder in ihren Ausgangszustand zurückspringen, wenn die Verformungskraft entfällt. Die Fächerelemente sind relativ zum Rand und zum Boden im Rahmen beweglich.
[0009] In den Rahmen können je nach Bedarf eine unterschiedliche Anzahl an Fächerelementen eingesetzt werden. Ferner können Fächerelemente unterschiedlicher Form, Grösse und Länge verwendet werden, so dass das Aufbewahrungssystem individuell an die Bedürfnisse eines Benutzers, bzw. an die aufzubewahrenden Gegenstände angepasst werden kann. Darüber hinaus kann sich die Form eines Fächerelements an einen Gegenstand anpassen, falls nötig. Die Fächerelemente bilden somit einzelne Fächermodule, die in einen gemeinsamen Rahmen eingesetzt werden können.
[0010] Die Elastizität der Umfangswand der Fächerelemente verhindert ein kollabieren des Innenraums der Fächerelemente, so dass ein Gegenstand darin sicher und ohne Einflüsse von aussen gelagert werden kann. Der starre Rahmen verhindert, dass die Fächerelemente seitlich weiter verformt werden, nachdem sie in den Rahmen eingesetzt wurden. Wird das Aufbewahrungssystem in eine Handtasche eingesetzt, werden somit beim Tragen der Tasche die Fächerelemente nicht weiter verformt und die darin befindlichen Gegenstände werden vor einer äusseren Krafteinwirkung geschützt. Beim Öffnen der Tasche ist der Innenraum der einzelnen Fächerelemente bereits durch die Spannkraft der Umfangswand aufgespannt, so dass der Inhalt der Fächerelemente ohne Weiteres ersichtlich ist.
[0011] In einer vorteilhaften Ausführungsform sind die Fächerelemente an beiden Enden der Umfangswand offen. Sie weisen also keinen Boden oder Deckel auf. Somit sind die Fächerelemente über ihre gesamte Länge seitlich elastisch verformbar. Die Umfangswand ist vorzugsweise in Richtung ihrer Längsachse steif. Bei einer Krafteinwirkung von oben oder unten auf ein Fächerelement erfolgt somit keine Verformung des Elements, sondern der Innenraum im Innern der Umfangswand bleibt unverändert. Gegenstände im Inneren der Fächerelemente werden somit vor einer Krafteinwirkung von oben geschützt. Die Steifigkeit in dieser Richtung ergibt sich aus der Biegung der Umfangswand.
[0012] In einer Variante eines Fächerelements weist die Umfangswand ohne äussere Krafteinwirkung einen runden oder ovalen Querschnitt auf. Die Fächerelemente sind somit hülsenartig ausgebildet. Sie können z.B. aus Materialstreifen gefertigt werden, die gebogen und an ihren Enden zusammengefügt werden. Alternativ können die Fächerelemente hülsenartig hergestellt und auf eine gewünschte Länge abgelängt werden. Ein rundes Fächerelement weist ein maximales Innenvolumen auf. Beim seitlichen Zusammendrücken eines Fächerelements kann somit eine grosse Auslenkung aus dem Ausgangszustand erfolgen, woraus sich eine grosse Spannkraft ergibt.
[0013] In einer anderen Variante eines länglichen Fächerelements kann die Umfangswand eines Fächerelements zwei sich gegenüberliegende langgestreckte Seiten aufweisen, die zumindest annähernd zu einander parallel verlaufen. Ein solches Fächerelement weist somit ein längliches Innenvolumen auf, das entsprechend für längliche oder flache Gegenstände geeignet ist.
[0014] Eine Ausführungsform eines Fächerelements weist über die gesamte Umfangswand eine einheitliche Elastizität auf. Dies wird z.B. dadurch erreicht, dass ein einheitliches Material mit gleichbleibender Dicke entlang der gesamten Umfangswand verwendet wird. Alternativ kann bei einer anderen Ausführungsform eines Fächerelements die Umfangswand Bereiche mit unterschiedlicher Elastizität und/oder sogar starre Bereiche aufweisen. Diese Bereiche verformen sich bei seitlicher Krafteinwirkung weniger oder gar nicht, so dass eine Verformung nur in den Bereichen mit grösserer Elastizität möglich ist. Somit kann das Fächerelement in Umfangsrichtung Bereich unterschiedlicher Elastizität aufweisen, wobei die Elastizität in Längsrichtung der Fächerelemente vorzugsweise einheitlich ist. Vorteilhaft sind derartige weniger elastische oder starre Bereiche z.B. bei einem länglichen Fächerelement. Die langgestreckten Bereiche der Umfangswand sind dann weniger verformbar und bieten Schutz gegen seitliche Krafteinwirkung auf einen Gegenstand innerhalb des Fächerelements und dienen als Stützwand für benachbarte Fächerelemente.
[0015] Wie vorher beschrieben, werden bei dem Aufbewahrungssystem nach der Erfindung mehrere Fächerelemente elastisch verformt in den Innenraum des Rahmens eingesetzt und am Rand des Rahmens abgestützt. Hierfür werden die Fächerelemente manuell verformt und an die gewünschte Stelle im Rahmen platziert. Die Fächerelemente können entgegen ihrer Spannkraft im Rahmen zusammengeschoben werden, um ein weiteres Fächerelement einzusetzen. Die mehreren Fächerelemente sind somit kraftschlüssig im Rahmen und aneinander gehalten. Es können auch ein oder mehrere Fächerelemente in ein bereits eingesetztes Fächerelement eingebracht werden. Der Boden der Fächerelemente wird bei dem Aufbewahrungssystem durch den Boden des Rahmens gebildet, sobald die Fächerelemente in den Rahmen eingesetzt sind. Wie oben erwähnt weisen die Fächerelemente keinen eigenen Boden auf, um die Elastizität der Umfangswand zu erhalten.
[0016] Es können unterschiedliche Varianten von Fächerelementen verwendet werden und die Formation der Fächerelemente relativ zueinander ist frei wählbar. Es kann z.B. ein längliches Fächerelement für Zeitschriften und Laptops verwendet werden. Hohe Fächerelemente können beispielsweise für Stifte und flache für einen Schlüsselbund verwendet werden.
[0017] Die Fächerelemente können eine glatte Innenoberfläche und wahlweise eine weniger glatte Aussenoberfläche aufweisen. Eine glatte Innenoberfläche erleichtert das Gleiten von Gegenständen entlang der Innenoberfläche beim Einführen oder Herausnehmen von Gegenständen aus einem Fächerelement. Eine weniger glatte Aussenoberfläche erhöht die Reibung zwischen an einander anliegenden Fächerelementen, so dass diese beim Herausziehen eines Gegenstands nicht versehentlich mit heraus gleiten. Hierfür kann die Aussenoberfläche z.B. auch gummiartig ausgebildet sein. Grundsätzlich können mehrere neben einander angeordnete Fächerelemente durch eine Befestigung lösbar miteinander verbindbar sein. Dies kann z.B. durch eine Klettverbindung erfolgen. Ausserdem kann eine solche Befestigung auch zwischen den Fächerelementen und dem Rand des Rahmens vorgesehen werden. Eine solche Befestigung der Fächerelemente aneinander oder am Rahmen dient der Fixierung der einzelnen Fächer des Aufbewahrungssystems, nachdem diese in einer gewünschten Anordnung arrangiert wurden. Grundsätzlich ist eine derartige Befestigung aber nicht erforderlich, da die Fächerelemente aufgrund ihrer Elastizität gegeneinander und gegen den Rand des Rahmens gepresst und somit in ihrer Lage gehalten werden.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform des Aufbewahrungssystems nach der Erfindung weist der Rahmen einen Boden mit einer hellen Farbe auf. Die helle Farbe des Bodens bietet einen guten Kontrast zu Gegenständen, die in die Fächerelemente eingelegt werden, wodurch das Auffinden der Gegenstände erleichtert wird.
[0019] Der Rahmen ist vorzugsweise aus Filzmaterial gefertigt. Dabei wird die Dicke des Randes oder des Bodens derart angepasst, dass der Rahmen einen stabilen Träger für die Fächerelemente bietet und in eine Handtasche eingesetzt werden kann. Im Wesentlichen ist der Rahmen starr, eine geringfügige Flexibilität des Rand erleichtert jedoch das Einfügen von Fächerelementen und das Einsetzen des Aufbewahrungssystems in eine Tasche. Für die Konstruktion des Rahmens kann das Filzmaterial auch aus mehreren Filzlagen bestehen.
[0020] Der Rahmen kann eine Runde, längliche oder andere Form haben. Im Wesentlichen ist der Rahmen auf die Form einer Handtasche abgestimmt, in die das Aufbewahrungssystem eingesetzt werden soll. Meist wird eine längliche Form gewählt, die zwei parallel verlaufende Wandbereiche aufweist. Die Wandbereiche weisen jeweils einen nach oben ausgerichteten Griff auf. Das Aufbewahrungssystem kann an beiden Griffen mit einer Hand erfasst werden, so dass die Fächerelemente nach Art eines Korbes im Rahmen getragen werden können. Das Aufbewahrungssystem mit den Fächerelementen und ggf. den darin bereits befindlichen Gegenständen kann dann in eine Handtasche eingesetzt werden.
[0021] Sofern ein Benutzer die Handtasche wechseln will, kann das Aufbewahrungssystem mit allen darin enthaltenen Gegenständen herausgenommen und in eine andere Handtasche eingesetzt werden. So müssen nicht die Gegenstände einzeln umgeräumt werden und in jeder Handtasche befindet sich das gleiche Ordnungssystem. Darüber hinaus kann die Aufteilung der modularen Fächerelemente jeder Zeit an geänderte Bedürfnisse angepasst werden, indem z.B. Fächerelemente ausgewechselt, ergänzt oder entfernt werden.
[0022] Möchte ein Benutzer einen Gegenstand aus einer Handtasche mit einem Aufbewahrungssystem nach der Erfindung entnehmen, braucht er lediglich die Tasche zu öffnen, damit sich die Gegenstände in den einzelnen Fächerelementen wohl geordnet vor ihm ausbreiten. Die Gegenstände können somit leichter gefunden und aus der Tasche entnommen werden.
[0023] Grundsätzlich ist ein erfindungsgemässes Aufbewahrungssystem aber nicht auf die Verwendung in einer Handtasche beschränkt. Das Aufbewahrungssystem kann z.B. auch in Schubladen vorteilhaft verwendet werden. Auch kann das Aufbewahrungssystem ohne Tasche als Transportmittel zum Transportieren von Gegenständen verwendet werden.
[0024] Die Erfindung wurde an Hand mehrerer Ausführungsformen dargestellt. Die einzelnen technischen Merkmale einer Ausführungsform kann durchaus auch in Kombination mit einer anderen Ausführungsform mit den dargelegten Vorteilen verwendet werden. Die Beschreibung der erfindungsgemässen technischen Merkmale ist daher nicht auf die jeweilige Ausführungsform beschränkt.
[0025] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen dargestellt, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen sind. Aus den Zeichnungen offenbar werdende Merkmale der Erfindung sollen einzeln und in jeder Kombination als zur Offenbarung der Erfindung gehörend betrachtet werden. In den Zeichnungen zeigen: <tb>Fig. 1a<SEP>eine erste Ausführungsform eines Aufbewahrungssystem nach der vorliegenden Erfindung, <tb>Fig. 1b<SEP>eine zweite Ausführungsform eines Aufbewahrungssystem nach der vorliegenden Erfindung, <tb>Fig. 2a<SEP>eine Aufsicht auf das Aufbewahrungssystem nach der ersten Ausführungsform, <tb>Fig. 2b<SEP>eine Aufsicht auf das Aufbewahrungssystem nach der zweiten Ausführungsform, <tb>Fig. 2c<SEP>eine Aufsicht auf ein Aufbewahrungssystem nach einer dritten Ausführungsform, <tb>Fig. 3a<SEP>eine dreidimensionale Darstellung eines Fächerelements nach einer ersten Ausführungsform, <tb>Fig. 3b<SEP>eine dreidimensionale Darstellung eines Fächerelements nach einer zweiten Ausführungsform, <tb>Fig. 3c<SEP>eine dreidimensionale Darstellung eines Fächerelements nach einer dritten Ausführungsform, <tb>Fig. 3d<SEP>eine dreidimensionale Darstellung eines Fächerelements nach einer vierten Ausführungsform und <tb>Fig. 4<SEP>eine dreidimensionale Darstellung einer Handtasche mit einem Aufbewahrungssystem nach der vorliegenden Erfindung.
[0026] Das Aufbewahrungssystem nach der vorliegenden Erfindung ist modular aufgebaut. Fig. 1a und 1b zeigen zwei Varianten eines solchen modular zusammengesetzten Systems. Das System umfasst einen Rahmen 1, der aus verschiedenen Rahmen unterschiedlicher Form ausgewählt wird. Der Rahmen wird in der Regel derart ausgewählt, dass er einen Bodenbereich einer Tasche ausfüllen kann. Der Rahmen kann aber auch kleiner gewählt werden. Die beiden gezeigten Varianten weisen den gleichen Rahmen auf. Es wurde ein länglicher Rahmen mit runden Enden, wie er z.B. für eine längliche Handtasche besonders geeignet ist, ausgewählt.
[0027] Der Rahmen 1 weist einen Rand 3 mit zwei parallelen Seitenwänden auf, die an den Enden in eine rundliche Seitenwand übergehen. Der Rahmen weist im unteren Bereich einen Boden 4 (siehe Fig. 2a bis 2c ) auf. Im oberen Bereich der parallelen Seitenwände ragen Griffe 5 nach oben ab. Die Griffe 5 sind vorzugsweise aus dem Material des Randes ausgeformt.
[0028] In den Rahmen sind mehrere Module in Form von elastisch verformbaren Fächerelementen 2 eingesetzt. In Fig. 1a ist ein Aufbewahrungssystem mit sieben eingesetzten Fächerelementen gezeigt. Die Fächerelemente sind durch fünf grosse runde Fächerelemente 2a und zwei kleine runde Fächerelemente 2b gegeben. Die runden Fächerelemente werden in den Rahmen eingesetzt und gegen ihre elastische Spannkraft zusammengeschoben, so dass sie eine etwa ovale Form annehmen und Platz für ein weiteres Fächerelement im Rahmen machen. Die Fächerelement 2a und 2b, die sich an der Innenseite der rundlichen Seitenwände und aneinander abstützen, haben in komprimierten Zustand einen rundlichen Bereich und einen geraden Bereich. Die grossen Fächerelemente 2a liegen entlang der Längsachse des Rahmens 1 übereinander. Die zwei kleinen Fächerelemente 2b sind nebeneinander angeordnet.
[0029] In der Variante in Fig. 1b sind in den Rahmen 1 sieben runde Fächerelemente 2a und ein längliches Fächerelement 2c eingesetzt. Die runden Fächerelemente 2a liegen entlang der Längsachse des Rahmens 1 übereinander. Parallel daneben ist das längliche Fächerelement 2c angeordnet, das sich über mehrere Fächerelemente 2a und entlang der länglichen Seitenwand des Randes 3 erstreckt. Die runden Fächerelemente 2a stützen sich aneinander sowie auf einer Seite an dem Rand 3 des Rahmens 1 und auf der anderen Seite am länglichen Fächerelement 2c ab.
[0030] Bei den gezeigten Varianten entspricht die Länge der Fächerelemente 2 der Höhe des Randes 3, so dass die Fächerelemente nicht nach oben über den Rand 3 hinausstehen. Die Fächerelemente sind daher gegen ein seitliches Eindrücken durch eine Taschenwand geschützt, wenn das Aufbewahrungssystem in eine Handtasche eingesetzt ist. Alternativ könnten die Fächerelemente aber auch über den Rand 3 nach oben hervorstehen.
[0031] Die Varianten gemäss den Fig. 1a und 1b sind lediglich Beispiele für die Bestückung eines Aufbewahrungssystem nach der Erfindung. Selbstverständlich können mehr oder weniger Fächerelemente oder auch andere Fächerelemente in den Rahmen eingesetzt werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass nicht zu viele Fächerelemente verwendet werden, da sonst die Fächerelemente stark verformt werden müssen, um für alle Elemente Platz zu schaffen und eine zu grosse Spannkraft entstehen kann.
[0032] In den Fig. 2a und 2b sind die Varianten aus den Fig. 1a und 1b von oben gezeigt. In Fig. 2c ist eine weitere Variante eines Aufbewahrungssystem gezeigt, bei dem sechs runde Fächerelement 2a in den Rahmen 1 eingesetzt sind. Aus der Sicht von Oben wird der Boden 4 des Rahmens 1 innerhalb der Fächerelemente 2 ersichtlich. Die Fächerelemente ragen im Wesentlichen senkrecht vom Boden 4 ab. Sie werden entlang ihrer Länge gleichmässig verformt, so dass sich über die Länge ein gleichbleibender Querschnitt ergibt. Sobald die Fächerelemente in den Rahmen 1 eingesetzt sind, bildet der Boden 4 des Rahmens 1 auch einen Boden für die Fächerelemente. Der Boden 4 weist eine helle Farbe auf, z.B. weiss, hellblau, pink oder dergleichen. Dadurch können Gegenstände, die auf dem Boden liegen, besser erkannt werden.
[0033] In den Fig. 3a bis 3d werden unterschiedliche Arten von Fächerelementen 2 gezeigt. Fig. 3a zeigt ein Standard Fächerelement 2a, das ohne äussere Krafteinwirkung eine rund geformte Umfangswand 6 aufweist. Der Durchmesser der Umfangswand 6 kann verschiedene Grössen aufweisen und wird nach der Grösse eines Gegenstands ausgewählt, der in dem Fächerelement aufbewahrt werden soll. Das Fächerelement 2a ist hülsenartig aufgebaut. Das Material kann z.B. ein elastischer Kunststoff sein. Die Dicke der Umfangswand 6 ist bei diesem Fächerelement 2a rund um den Umfang gleich. Das Fächerelement 2a kann von allen Seiten durch Krafteinwirkung auf die Umfangswand einheitlich verformt werden. Bei einer Krafteinwirkung in Längsrichtung des Fächerelements auf eine obere oder untere Kante des Fächerelements 2a ist das Material jedoch steif und es erfolgt keine Verformung.
[0034] In Fig. 3b ist ein längliches Fächerelement 2c ́ gezeigt, dass eine ovale Umfangswand 6 aufweist. Die Umfangswand 6 setzt sich aus zwei gegenüberliegenden runden Bereichen 6 ́ und zwei parallelen geraden Bereichen 6 ́ ́ zusammen. Bei dem Fächerelement 2c ́ gemäss Fig. 3b weist die Umfangswand 6 in allen Bereichen die gleiche Dicke auf. Die geraden Bereiche 6 ́ ́ können daher bei Krafteinwirkung von aussen nach innen gedrückt werden.
[0035] In Fig. 3c ist eine andere Art eines länglichen Fächerelements 2c gezeigt, wie es in der Variante aus Fig. 1b verwendet wird. Das Fächerelement 2c weist ebenfalls eine ovale Umfangswand 6 auf, die sich aus zwei gegenüberliegenden runden Bereichen 6 ́ und zwei parallelen geraden Bereichen 6 ́ ́ zusammensetzt. Bei dem Fächerelement 2c gemäss Fig. 3c sind die länglichen Bereiche 6 ́ ́ relativ zu den runden Bereichen 6 ́ verstärkt und weisen eine grössere Dicke auf. In den verstärkten länglichen Bereichen 6 ́ ́ ist die Umfangswand 6 weniger elastisch als in den runden Bereichen 6 ́. Die geraden Bereiche 6 ́ ́ halten einer Krafteinwirkung von aussen daher länger stand und werden nur geringfügig eingedrückt. Die geraden Bereiche 6 ́ ́ können auch als steife Bereiche 6 ́ ́ ausgebildet sein, die sich nicht verbiegen. Eine Verformung erfolgt dann nur in den runden Bereichen 6 ́. Die Verstärkung kann auch durch Anfügen einer Verdickungsschicht an der Umfangswand 6 erreicht werden.
[0036] Fig. 3d zeigt ein Fächerelement 2d, das eine Umfangswand mit zwei gegenüberliegenden runden Bereichen 6 ́ mit kleinem Radius, einen Bereich 6 ́ ́ ́ mit grossem Radius und einen länglichen geraden Bereich 6 ́ ́ aufweist. Ein solches Fächerelement 2d ist z.B. besonders für die runden Enden des Rahmens 1 geeignet.
[0037] Es ist für einen Fachmann klar, dass verschiedene weitere Formen von Fächerelementen 2 bereitgestellt werden können. Auch kann die Länge der Fächerelemente unterschiedlich sein. Die Fächerelemente 2 spannen durch die elastische Rückstellkraft im Inneren der Umfangswand ein Volumen auf, in dem ein Gegenstand eingesetzt werden kann. Der Gegenstand kann selbst das Fächerelement verformen. Eine Auslenkung der Umfangswand durch einen Gegenstand sollte jedoch nicht zu gross sein, damit das Fächerelement beim Herausnehmen des Gegenstands nicht daran hängen bleibt.
[0038] Die Fächerelement 2 können aus Kunststofffolie hergestellt werden. Die Folie kann in Streifen geschnitten werden, die zu einem Ring gebogen werden. Die Kanten des Streifens können verklebt werden, damit eine Umfangswand gebildet wird. Die Fächerelemente können auch aus Silikon oder ähnlichem sein, welches in einer Form bereits hülsenartig gegossen wird. Nach Wunsch kann das Fächerelement mit Textil oder Leder oder ähnlichem überzogen werden. Durch das Material der Fächerelemente oder das Material eines Überzugs kann die Rauigkeit der inneren und äusseren Oberfläche der Umfangswandung bestimmt werden.
[0039] In Fig. 4 ist ein Beispiel einer Handtasche 10 gezeigt, in deren Innenraum ein Aufbewahrungssystem nach der Variante aus Fig. 2c eingesetzt ist. Der Boden des Aufbewahrungssystems bedeckt im Wesentlichen den Boden der Handtasche 10. Die Innenseiten der Taschenwände verlaufen entlang des Randes 3 des Rahmens 1 und nach oben darüber hinaus. Die Tasche kann über dem Aufbewahrungssystem in üblicherweise geschlossen werden. Sobald die Tasche geöffnet wird, kann mittels des Aufbewahrungssystems leicht erkannt werden, welche Gegenstände sich in der Tasche, bzw. in dem Aufbewahrungssystem befinden. Der Innenraum der Tasche kann z.B. nur zu einem Viertel oder einem Drittel durch das Aufbewahrungssystem ausgefüllt werden. So verbleibt über dem Aufbewahrungssystem ein Volumen, um grössere Gegenstände in der Tasche unterzubringen, beispielweise ein Kleidungsstück oder dergleichen. Da die Fächerelemente 2 bei Einwirken einer Kraft von oben in Richtung der Längsachse der Fächerelemente druckstabil sind und nicht verformt werden, können die Gegenstände innerhalb den Fächerelementen vor einer Krafteinwirkung geschützt werden. Das Aufbewahrungssystem kann an den Griffen 5 des Rahmens 1 einfach aus der Tasche 10 herausgehoben werden. Dadurch können die Gegenstände in dem Aufbewahrungssystem leicht sortiert werden und die Fächerelemente können ausgetauscht oder ergänzt werden.
[0040] Der Rahmen 1 weist eine grosse Stabilität aus. Die seitlich elastischen Fächerelemente sind daher von dem stabilen Rahmen 1 umgeben. Sollte beim Rahmen die Stabilität nicht durch das Material gegeben sein, kann der Boden 4 mehrlagig ausgebildet sein, um die Stabilität zu erhöhen. Dabei kann die mittlere Lage aus einem stabilem Material, zum Beispiel Karton oder Kunststoff oder ähnliches, sein und wird zu beiden Seiten von einer weicheren Lage abgedeckt. Bei der Umfangswand des Rahmens wird ebenfalls versucht, durch die Wahl des Materials die Stabilität herbeizuführen. Auch hier kann mit einem festen Innenmaterial die Stabilität zwischen einem inneren und einem äusseren Material hergestellt werden.
[0041] Die Fächerelemente 2 sind aus elastischem Material. Dies kann Kunststoff, Silikon oder Ähnliches sein. Durch die Biegung des Materials zu einer Umfangswand entsteht ein in Längsrichtung druckstabiles Element. Durch die Aneinanderreihung der Fächerelemente im Rahmen wird die Stabilität weiter unterstützt. Durch die verschiedenen Fächerelemente mit seitlicher Elastizität kann eine modulare Gestaltung der Aufteilung im Körbchen erfolgen. In den Fächerelement 2 können Gegenstände (zum Beispiel Handy, Taschentücher, Lippenpomade, Schlüssel, Schreibgeräte, etc.) von oben locker hineingelegt oder gesteckt werden.
[0042] Beim Öffnen der Tasche kann sofort in der formstabilen Unterteilung des Aufbewahrungssystems der gewünschte Gegenstand erkannt und herausgenommen werden. Vorteilhaft kann eine Lichteinheit, wie etwa eine LED-Lichteinheit in eines der Fächerelemente gelegt werden, damit noch eine Beleuchtung des Aufbewahrungssystems erfolgen kann.
Bezugszeichen
[0043] <tb>1<SEP>Rahmen <tb>2<SEP>Fächerelement <tb>2a<SEP>gr. rundes Fächerelement <tb>2b<SEP>kl. rundes Fächerelement <tb>2c, 2c ́<SEP>längliches Fächerelement <tb>3<SEP>Rand <tb>4<SEP>Boden <tb>5<SEP>Griff <tb>6<SEP>Umfangswand <tb>6<SEP>Bereich Umfangswand <tb>6 ́<SEP>runder Bereich <tb>6 ́ ́<SEP>gerader Bereich <tb>6 ́ ́ ́<SEP>runder Bereich <tb>10<SEP>Handtasche

Claims (14)

1. Aufbewahrungssystem zur Aufbewahrung verschiedener Gegenstände mit einem modularen Aufbau, das einen starren Rahmen (1) mit einem umlaufenden Rand (3) und einem Boden (4) und mehrere Fächerelemente (2) aufweist, die in den Rahmen (1) einsetzbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Fächerelemente (2) eine zumindest teilweise elastisch verformbare Umfangswand (6) aufweisen und in dem Rahmen (1) beweglich sind.
2. Aufbewahrungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fächerelemente (2) an beiden Enden der Umfangswand (6) offen sind.
3. Aufbewahrungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangswand (6) entlang ihrer Längsrichtung steif ist.
4. Aufbewahrungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangswand (6) eines Fächerelements (2a) ohne äussere Krafteinwirkung einen runden oder ovalen Querschnitt aufweist.
5. Aufbewahrungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangswand (6) eines Fächerelements (2c) zwei sich gegenüberliegende Seiten aufweist, die zu einander zumindest annähernd parallel verlaufen.
6. Aufbewahrungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangswand (6) eines Fächerelements Bereiche (6 ́, 6 ́ ́) mit unterschiedlicher Elastizität und/oder starre Bereiche (6 ́ ́ ́) aufweist.
7. Aufbewahrungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fächerelemente (2) eine Innenoberfläche und eine Aussenoberfläche aufweisen, wobei die Innenoberfläche weniger glatt als die Aussenoberfläche ist.
8. Aufbewahrungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Fächerelemente (2) durch eine Befestigung lösbar mit einander verbindbar sind.
9. Aufbewahrungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Fächerelemente (2) elastisch verformt in einen Innenraum des Rahmens (1) eingesetzt und am Rand (3) des Rahmens abgestützt sind.
10. Aufbewahrungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Fächerelemente (2) kraftschlüssig im Rahmen (1) gehalten sind.
11. Aufbewahrungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (1) einen Boden (4) mit einer hellen Farbe aufweist.
12. Aufbewahrungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (1) aus Filzmaterial gefertigt ist.
13. Aufbewahrungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (1) zwei parallel verlaufende Wandbereiche jeweils mit einem nach oben ausgerichtetem Griff (5) aufweist.
14. Handtasche (10) mit einem Aufbewahrungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 13, in der der Rahmen (1) mit den Fächerelementen (2) herausnehmbar eingesetzt ist.
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