CH710080A1 - Vorrichtung zum Stanzen von dünnwandigen Materialien. - Google Patents
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Abstract
Die Vorrichtung zum Stanzen von dünnwandigen Materialien wie Etiketten und Flachdeckel umfasst ein einfaches Bandstahl-Werkzeug (5), das heisst ein auf einer Holzplatte als Trägerplatte (17) angeordnetes, eine Schneidkante aufweisendes Schnittmesser (7). Die Holzplatte wird auf einer Hochleistungsstanzmaschine am Stempel befestigt. Als Matrize (1) dient ein ebenfalls auf einer Grundplatte (31) befestigtes Blech, in welchem die Kontur des Messers (7) ausgeschnitten ist. Mit einer Auswerferplatte (15) als Ausstosser, die durch die Stempelhalteplatte (19) hindurchgreift, werden die gestanzten Etiketten oder Flachdeckel in einen Stapelkanal (23) in der Grundplatte (31) ausgestossen.
Description
[0001] Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Stanzen von dünnwandigen Materialien gemäss Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Das Stanzen dünnwandiger Materialien wie Etiketten aus einem Band aus Papier, Kunststoff, Metallfolie oder Laminat ist bekannt. Solche Etiketten können auch als Flachdeckel auf Lebensmittelbehältern wie Joghurt- und Rahmbecher eingesetzt werden. Die Etiketten, insbesondere jene aus Papier oder dünnen Kunststofffolien werden auch an Flaschen, insbesondere Bier- und Weinflaschen benötigt. Es handelt sich also um Massenartikel, die nicht nur zu Tausenden, sondern zu Hunderttausenden oder millionenfach gestanzt werden müssen. Für solche riesige Mengen fallen die Werkzeugkosten, d.h. die Kosten für das Stanzwerkzeug nicht sehr stark ins Gewicht, da meist über Jahre die Grösse und Form der Etiketten gleich bleibt. Allfällige Änderungen des Designs, d.h. der Bedruckung haben auf den Stanzvorgang keinen Einfluss und deren Kosten und fallen folglich nur beim Bedrucken des bandförmigen Materials vor dem Stanzen an, nicht jedoch bei den Werkzeugkosten.
[0003] Nebst diesen massenweise produzierten immer gleich bleibenden Etiketten oder Deckeln besteht auch eine Nachfrage nach Kleinmengen, seien es nun einige hundert oder einige tausend Stück. Für Spezialitäten, beispielsweise von Gewerbebetrieben oder nur in kleinen Mengen produzierten Behältern, die etikettiert werden müssen eignen sich die Hochleistungsstanzwerkzeuge nicht, da deren Anschaffung bzw. Änderung der Stanzwerkzeuge mit hohen Kosten verbunden ist.
[0004] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, eine Vorrichtung zum Stanzen von Kleinmengen von Etiketten und Deckeln auf Hochleistungsstanzmaschinen zu schaffen. Mit anderen Worten, die Aufgabe besteht darin, eine Vorrichtung derart auszubilden, dass sie kostengünstig herstellbar ist und anstelle von teuren Hochleistungsstanzwerkzeugen dennoch auf Hochleistungsstanzmaschinen eingesetzt werden kann.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung sind in den abhängigen Ansprüchen umschrieben. Es gelingt durch den Einsatz von an sich bekannten Bandstahl-Werkzeugen, d.h. Stempeln aus einer Holzplatte, in welche in Gestalt des Umfangs der zu stanzenden Etikette ein Stahlband eingelegt ist, dessen eine Kante die Oberfläche der Holzplatte geringfügig überragt und scharfkantig ist. Solche Bandstahl-Werkzeuge sind äusserst kostengünstig in der Herstellung. Es können innerhalb von Stunden oder Tagen für wenig Geld neue Stempel hergestellt werden, die die neue Etikettenform erzeugen können. Auch die Matrize, welche für das Stanzen mit einem Bandstahl-Werkzeug notwendig ist, ist sehr kostengünstig herstellbar, da sie einzig eine verhältnismassig dünne Stahlplatte umfasst, in welcher beispielsweise durch einen Laserschnitt die Kontur der Etikette ausgeschnitten ist. Solche Platten lassen sich auf Laserschneidmaschinen innerhalb von wenigen Stunden herstellen.
[0006] Solche Werkzeuge sind auch für Stanzbetriebe, die grosse Massen herstellen von Interesse, da sie, mit geringer Umrüstzeit, auch Aufträge kleinerer Mengen befriedigen können und dadurch eine bessere Auslastung der Maschinen erreichen.
[0007] Anhand eines illustrierten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
<tb>Fig. 1<SEP>einen Vertikalschnitt durch die Stempel- und die Matrizenseite des Stanzwerkzeugs,
<tb>Fig. 2<SEP>eine Aufsicht auf die Matrize,
<tb>Fig. 3<SEP>eine Ansicht der Stempel von unten,
<tb>Fig. 4<SEP>eine perspektivische Darstellung der Stempelseite von unten und der Stempel-Halteplatte für die Stempel,
<tb>Fig. 5<SEP>eine Ansicht der Stempelseite von oben und
<tb>Fig. 6<SEP>eine Untersicht auf die Matrizenseite.
[0008] In der Querschnittsdarstellung gemäss Fig. 1 ist mit Bezugszeichen 1 eine plattenförmige Matrize mit der Matrizenkante 3 dargestellt. Über der Matrize 1 liegt ein Werkzeug 5 mit einem umlaufenden Schnittmesser 7, dessen Schneidkante 9 die Unterseite 11 des Werkzeugs 5 um einen geringen Betrag überragt. Die Schneidkante 9 wird von einer Gummilippe 13 umgeben, deren Höhe die Schneidkante 9 überragt. Innerhalb der vom Werkzeug 5 umfassten Fläche liegt eine Auswerferplatte 15, deren Dicke in etwa dem Betrag entspricht, um den die Schneidkante 9 die Unterseite 11 des Werkzeugs 5 überragt.
[0009] Das Werkzeug 5 umfasst eine Holzplatte 17, in welcher zum Beispiel durch einen Laserschnitt, das Schnittmesser 7 exakt geführt und gehalten ist. Die Holzplatte 17, sie kann auch aus einem anderen leicht bearbeitbaren Material bestehen, ist an ihrer Rückseite mit einer Stempelhalteplatte 19 eines Stanzwerkzeugs, z.B. einer Hochleistungsstanzmaschine, verbunden und wird von dieser getragen.
[0010] Die Auswerferplatte 15 wird von Säulen 21 gehalten und kann durch axiales Verschieben der Säulen 21 von der
[0011] Unterseite 11 der Holzplatte 17 wegbewegt werden. Der Antrieb der Säulen 21 kann beispielsweise durch einen Linearantrieb, wie ein Pneumatikzylinder, erfolgen. Die dazu aufzuwendenden Kräfte sind bescheiden, da die Auswerferplatte 15 einzig eine einzelne ausgestanzte Etikette durch die Matrize 1 in einen Stapelkanal 23 führen muss.
[0012] In der Fig. 4 ist die Stempelhalteplatte 19 von unten dargestellt. Die steife, für die Hochleistungsstanzmaschine ausgebildete Stempelhalteplatte 19 trägt, befestigt durch Schrauben 25 oder dergleichen, die in sich selbst nicht sehr widerstandsfähigen Holzplatten 17, im vorliegenden Beispiel sind es zwei Holzplatten 17, zum Ausstanzen zwei gleicher Etiketten. Die Zuhilfenahme der für das Hochleistungsstanzen ausgebildeten Stempelhalteplatte 19 zum Tragen der kostengünstigen Holzplatten 17 ermöglicht es, letztere auf der Hochleistungsstanzmaschine einzusetzen und mit diesen präzise Stanzungen vorzunehmen. Dies wird ermöglicht durch die exakte Führung der Stempelhalteplatte 19 in den Führungssäulen 27 an der Matrizenseite.
[0013] Weiter sind in Fig. 6 auf der Rückseite der Matrize 1 zwei Stapelkanäle 23 sichtbar, durch welche hindurch ausgestanzte Etiketten ausgeworfen und auf einer zurückfahrbaren Halteplatte 29 gestapelt werden. Der Aufbau der Halteplatte 29 für den Etikettenstapel wird nicht näher erläutert, da er aus dem Stand der Technik bekannt ist.
[0014] In der Fig. 2 ist die Matrize 1 in Ansicht dargestellt und es ist erkennbar, dass diese vollflächig mit einer Grundplatte 31 verbunden ist. Die in sich formstabile Grundplatte 31 trägt die Matrize 1, welche nur aus einem verhältnismässig dünnen Blech besteht, aus dem die Kontur der zu erzeugenden Etikette ausgeschnitten ist. Auch hier, wie oben bezüglich der Holzplatte 17 beschrieben, genügt ein kostengünstig herstellbares mit Ausschnitten versehenes Blech das Schneiden von Etiketten in geringerer Stückzahl zu ermöglichen.
[0015] In der Fig. 5 ist schematisch ersichtlich, wie die Auswerferplatte 15 (in Fig. 5 nicht sichtbar) durch die Stempelhalteplatte 19 hindurch mit einem einfachen Pneumatikzylinder antreibbar ist.
Legende der Bezugszeichen
[0016]
<tb>1<SEP>Matrize
<tb>3<SEP>Matrizenkante
<tb>5<SEP>Bandstahl-Werkzeug
<tb>7<SEP>Schnittmesser
<tb>9<SEP>Schneidkante
<tb>11<SEP>Unterseite
<tb>13<SEP>Gummilippe
<tb>15<SEP>Auswerferplatte
<tb>17<SEP>Holzplatte
<tb>19<SEP>Stempelhalteplatte
<tb>21<SEP>Säule
<tb>23<SEP>Stempelkanal
<tb>25<SEP>Schrauben
<tb>27<SEP>Führungssäule
<tb>29<SEP>Haltplatte
<tb>31<SEP>Grundplatte
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Stanzen von dünnwandigen Materialien wie Etiketten und Flachdeckel für Behälter in Kleinst- und Kleinmengen auf einer Hochleistungs-Bandstanzmaschine, umfassend eine Stempelhalteplatte (19) und eine Matrize (1) auf einer Grundplatte (31), welche gegeneinander verschiebbar gelagert sind, um aus einem dazwischen hindurchgeführten Band die Etiketten und Deckel zu erzeugen, gekennzeichnet durch ein Bandstahlwerkzeug (5) mit einem Schnittmesser (7), welches Werkzeug (5) auf die Stempelhalteplatte (19) aufsetzbar und mit dieser verbindbar ausgebildet ist und bei welchem Werkzeug (5) innerhalb der vom Schnittmesser (7) umschlossenen Fläche eine Auswerferplatte (15) eingesetzt ist, mit welcher die ausgestanzten Etiketten oder Deckel in einen Stapelkanal (23) in der Grundplatte (31) ausstossbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bandstahl-Werkzeug (5) eine Trägerplatte (17) aus Holz umfasst, in welcher in einer Nut das Schnittmesser (7) eingelegt und befestigt ist, dessen Schneidkante (9) die Oberfläche der Trägerplatte (7) überragt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Trägerplatte (7) ausserhalb der Schneidkante (9) eine die Schneidkante (9) überragende Gummilippe (13) befestigt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerferplatte (15) in Schnittrichtung aus der Stempelplatte (19) ausfahrbar angetrieben ist.
Priority Applications (1)
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| CH01337/14A CH710080A1 (de) | 2014-09-04 | 2014-09-04 | Vorrichtung zum Stanzen von dünnwandigen Materialien. |
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| CH710080A1 true CH710080A1 (de) | 2016-03-15 |
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2014
- 2014-09-04 CH CH01337/14A patent/CH710080A1/de not_active Application Discontinuation
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