CH711465B1 - Reinigungsbürste. - Google Patents

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Reinigungsbürste (1) zur Reinigung von Zahnzwischenräumen sowie von angrenzenden natürlichen Zähnen, künstlichen Zähnen, Zahnhälsen, Kronen, Brücken und/oder Implantaten, wobei die Reinigungsbürste zwei helical gewundene Drahtabschnitte (2) mit einem Borstenbesatz (5) aus dazwischen gehaltenen Borsten (50) aufweist, wobei der gesamte Borstenbesatz aus mindestens zwei verschiedenen Borstenbesatzabschnitten (51, 52) besteht, die unterschiedliche Borstendurchmesser resp. Borstendicken und/oder unterschiedliche Materialien aufweisen, wobei mindestens ein in Einführungsrichtung liegender erster Borstenbesatzabschnitt (51) mit Borsten (50) versehen ist, die biegsamer sind als die Borsten (50) des darauf folgenden Borstenbesatzabschnittes (52), so dass der erste Borstenabschnitt (51) die Einführung der Reinigungsbürste in Zahnzwischenräume erleichtert. Die Erfindung betrifft zudem einen Interdentalbürstenkopf mit zwei solchen Reinigungsbürsten.

Description

[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Reinigungsbürste bestehend aus zwei helical gewundenen Drahtabschnitten mit dazwischen gehaltenen Borsten zur Reinigung von Zahnzwischenräumen und angrenzenden natürlichen Zähnen, künstlichen Zähnen, Zahnhälsen, von Kronen, Brücken und/oder Implantaten. Die Erfindung betrifft zudem einen Interdentalbürstenkopf mit zwei solchen Reinigungsbürsten.
[0002] Reinigungsbürsten der obgenannten Art werden nicht nur im Dentalbereich eingesetzt, sondern lassen sich ganz allgemein zur Reinigung von Lumen verwenden, insbesondere auch im Bereich von Medizinalgeräten. So neigen beispielsweise die Hinterlüftungskanäle bei in-Ohr-Hörgeräten dazu, durch Cerumen zu verstopfen. In all diesen Fällen werden Reinigungsbürsten der obgenannten Art eingesetzt. In all diesen Verwendungen besteht ein wesentliches Problem darin, dass die Zwischenräume beziehungsweise die Lumen im Durchmesser sehr klein sind und entsprechend die Einführung der Reinigungsbürsten problematisch ist. Bei Interdentalbürsten kommt hier erschwerend dazu, dass der Patient praktisch die Interdentalzwischenräume ertasten muss, da er normalerweise keine Einsicht in diesen Bereichen hat. Für die Reinigungszwecke sind an sich etwas festere Borsten durchaus erwünscht, doch führen diese oftmals zu einer Reizung der Gingiva, falls mit Reinigungsbürsten mit hartem Borstenbesatz suchend herumgestochert wird.
[0003] Zwar sind auf dem Markt verschiedene Reinigungsbürsten seit vielen Jahren bekannt, deren Borstenbesatz konisch gestaltet ist. Diese Konizität erleichtert die Einführung der Reinigungsbürste oder dient anderen Zwecken, wie unterschiedliche Radien zur Auftragung von Wimperntusche, die mit eben solchen Bürsten aufgetragen wird. Bei der Reinigung von Lumen, die unter Umständen auch einen variierenden Durchmesser aufweisen, sind konisch gestaltete Bürsten weniger geeignet, da so in verschiedenen Bereichen nur wenige Borsten zur Reinigung mit der Innenfläche des Lumens in Kontakt kommen und damit die Reinigung von Lumen und angrenzenden Strukturen ungenügend ist.
[0004] Reinigungsbürsten der obgenannten Art sind seit vielen Jahren bekannt. Ursprünglich dienten sie insbesondere auch der Reinigung von Flaschenhälsen. Reinigungsbürsten mit wesentlich kleineren Dimensionen, wie sie hier von Interesse sind, sind aber ebenfalls seit vielen Jahren bekannt. So zeigt die Schweizer Patentschrift CH 667 382 A eine Interdentalbürste zur Reinigung von Wurzelkanälen vor dem Einsetzen eines Stiftes für den Aufbau einer Zahnkrone. Die Reinigungsbürste besteht aus zwei verdrillten Drähten, zwischen denen Borsten gehalten sind. Die Drähte sind einerends mit einer Schlaufe einstückig verbunden und anderenends in einem Halter, hier einem Mandrell, fixiert. Der Borstenbesatz ist hier zylindrisch und die Borsten sind überall aus demselben Material mit gleichem Durchmesser und entsprechend gleichen Eigenschaften gestaltet.
[0005] Bezüglich der Fertigung solcher Bürsten kann beispielsweise auf die US 2002/0108 196 verwiesen werden. Hier wird sowohl eine Reinigungsbürste der obgenannten Art sowie deren Fertigung beschrieben. Diese Reinigungsbürste ist speziell für die Reinigung von Blasinstrumenten konzipiert.
[0006] Eine Interdentalbürste mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1 zeigt beispielsweise auch die US-A-478 923. Hier ist bereits eine Interdentalbürste gezeigt, die auswechselbar und schwenkbeweglich in einem Halter fixierbar ist. Diese Interdentalbürste, ebenso wie die erstbeschriebene Reinigungsbürste, wird vom Zahnarzt verwendet, der sehr genau erkennen kann, was er tut, und der auch beruflich die entsprechende Übung mitbringt, um eine problemlose Einführung solcher Bürsten zu ermöglichen. Schliesslich ist aus der US 2004/0 154 115 A eine Reinigungsbürste zur Reinigung von Lumen chirurgischer Instrumente bekannt. Auch diese Bürste weist den eingangs erwähnten konstruktiven Aufbau auf. Entsprechend der möglichen Länge solcher Lumen ist der Bereich der gewundenen Drähte anschliessend an den Bereich mit Borstenbesatz relativ lang gestaltet. Im Gegensatz zur Reinigungsbürste gemäss der CH 667 382 sind die beiden helical gewundenen Drahtabschnitte nicht am einführungsseitigen Ende geschlossenen, sondern am gegenüberliegenden Ende, das zudem in einer Schlaufe gestaltet ist, die einen Griff für die Reinigungsbürste bildet.
[0007] Letztlich ist aus der EP-B-0 800 781 eine Interdentalbürste entsprechend der Reinigungsbürste gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 bekannt, deren Drahtabschnitte aus rostfreiem Stahldraht gefertigt sind und der neben Eisen zusätzlich Chrom, Mangan und Stickstoff in der chemischen Zusammensetzung enthält mit einem Mangangehalt von über 2,5 Gewichtsprozent. Der Draht einer solchen Bürste ist höchst flexibel und äusserst bruchfest. Gemäss den Ausführungen in diesem Patent sei hierdurch auch die Einführung der Reinigungsbürste in Zahnzwischenräume wesentlich verbessert. Die Flexibilität des Drahtes wird, mit grosser Wahrscheinlichkeit, die Verletzungen der Gingiva reduzieren, doch eine zentrierende Einführungswirkung dürfte kaum erreicht werden.
[0008] Es ist folglich die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Reinigungsbürste der eingangs genannten Art derart zu gestalten, dass deren Einführung in Zahnzwischenräume beziehungsweise in die Einführungsöffnung von Lumen mit kleinem Durchmesser verbessert wird.
[0009] Entsprechend den unterschiedlichen Verwendungszwecken lassen sich solche Reinigungsbürsten auch unterschiedlich gestalten und dem jeweiligen Verwendungszweck anpassen.
[0010] Die erfindungsgemässe Aufgabe löst eine Reinigungsbürste gemäss Oberbegriff des Patentanspruches 1 dadurch, dass ein Borstenabschnitt mit mindestens zwei verschiedenen Abschnitten, die nachfolgend auch Borstenbesatzabschnitte genannt werden, ausgebildet ist, in denen Borsten aus unterschiedlichen Materialien oder aus Borsten mit unterschiedlichen Dicken gehalten sind, wobei mindestens ein in Einführungsrichtung erster Abschnitt mit Borsten versehen ist, die biegsamer sind als die Borsten des darauffolgenden zweiten Abschnittes, so dass der erste Abschnitt die Einführung der Reinigungsbürsten in Zwischenräume oder in die zu reinigenden Lumen erleichtert. Der erste Abschnitt bzw. Borstenabschnitt ist dabei in Einführungsrichtung vor dem zweiten Abschnitt bzw. Borstenabschnitt angeordnet.
[0011] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsformen gehen aus den abhängigen Patentansprüchen hervor und deren Bedeutung und Wirkungsweise wird in der nachfolgenden Beschreibung unter Bezug auf die anliegenden Zeichnungen erläutert. Dabei sind die Begriffe Reinigungsbürste und Bürste in den nachfolgenden Figuren, insbesondere mit Bezug auf Fig. 3A – 3C , synonym zu verstehen. Es zeigt: <tb>Fig. 1<SEP>eine Reinigungsbürste, insbesondere zur Reinigung von Lumen in der Seitenansicht; <tb>Fig. 2<SEP>eine einfache Ausführungsform einer Interdentalbürste, wiederum in der Seitenansicht, während <tb>Fig. 3A<SEP>einen Interdentalbürstenkopf mit zwei Reinigungsbürsten, wiederum in einer Seitenansicht dargestellt ist, während <tb>Fig. 3B<SEP>derselbe Interdentalbürstenkopf in der Aufsicht unter Weglassung des Borstenbesatzes gezeigt ist; <tb>Fig. 3C<SEP>eine Variante des Interdentalbürstenkopfes nach Fig. 3A ; und <tb>Fig. 4<SEP>die Verwendung eines Interdentalbürstenkopfes in einem Haltegriff.
[0012] Eine Reinigungsbürste der erfindungsgemässen Art, wie in der Fig. 1 in einfachster Ausführungsform dargestellt, wird insgesamt mit 1 bezeichnet. Sie wird aus zwei helical gewundenen Drahtabschnitten 2 gebildet und dazwischen sind die einzelnen Borsten 50 gehalten. Die Gesamtheit der Borsten 50 bildet den Borstenbesatz 5. Die helical gewundenen Drahtabschnitte 2 erstrecken sich über den Borstenbesatzbereich hinaus und bilden so eine Verbindung zu einem Halter 3 oder einer Bürstenplatte 30. In der Ausführungsform gemäss der Fig. 1 wird dieser Halter 3 durch eine ringförmige Schlaufe gebildet, die zur Halterung der Reinigungsbürste 1 dient.
[0013] Im hier dargestellten Beispiel sind die Borsten 50 im Borstenbesatzbereich 5 allesamt gleich lang gestaltet, so dass der Borstenbesatz 5 eine zylindrische Gestalt hat. Eine solche Ausführungsform ist besonders für die Reinigung von Lumen und hier insbesondere für Lumen im Medizinalgerätebereich geeignet. Für diesen Zweck ist es sinnvoll, den Bereich der beiden helical gewundenen Drahtabschnitte 2, die ohne Borstenbesatz sind, für den entsprechenden Anwendungszweck geeignet lang zu gestalten. Dieser borstenfreie Bereich 12 kann auch als Stiel bezeichnet werden.
[0014] Der Borstenbesatz 5 ist erfindungsgemäss in mindestens zwei Borstenbesatzabschnitte unterteilt. Der erste Borstenbesatzabschnitt ist mit 51 und der mindestens zweite, nachfolgende Borstenbesatz ist mit 52 bezeichnet. Der erste Borstenbesatzabschnitt 51 ist jener Abschnitt, der einführungsseitig zuvorderst liegt. Dieser Borstenbesatzabschnitt 51 ist mit Borsten 50 versehen, die biegsamer sind als die Borsten im zweiten, nachfolgenden Borstenbesatzabschnitt 52. Die unterschiedliche Biegsamkeit der Borsten 50 lässt sich dadurch erreichen, dass entweder die Borsten aus demselben Material, jedoch mit unterschiedlichen Durchmessern gefertigt sind oder dass die Borsten aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sind.
[0015] In der Mehrheit aller Anwendungszwecke wird man die Borsten aus monofilen Kunststofffäden fertigen. Für gewisse Anwendungsbereiche, insbesondere bei der Reinigung von Lumen von Medizinalgeräten, ist es jedoch durchaus auch denkbar, solche Borsten aus natürlichen Materialien zu fertigen, insbesondere auch aus textilen Materialien. Solche Materialien sind saugfähig, haben jedoch eine geringere Dauerhaftigkeit. Dies ist jedoch in diesem Anwendungsbereich ohnehin kaum gefragt, da in vielen medizinaltechnischen Anwendungsfällen eine solche Reinigungsbürste als Einwegreinigungsbürste gefertigt würde.
[0016] Sind die Borsten aus monofilen Kunststofffäden gefertigt, so ist insbesondere für den Bereich der Anwendung als Interdentalbürsten die Variation der gewählten Materialien zur Erzielung unterschiedlicher Biegsamkeit weniger gefragt. Vielmehr wird man hier mit nylonartigen Kunststoffen arbeiten und die unterschiedliche Biegsamkeit lediglich durch die Variation von Fäden mit unterschiedlichen Durchmessern erzielen. Für den Interdentalbürstenbereich kommen hierbei insbesondere Dicken zwischen 1 mil bis 10 mil in Frage. Die in der Bürstenindustrie verwendete Einheit ist üblicherweise mil.
[0017] 1 mil entspricht einem tausendstel Zoll (inch). Ein mil entspricht somit 0,0254 Millimetern. Bevorzugterweise liegt der Bereich für die Durchmesser der hier verwendeten Kunststofffilamente zwischen 2 und 5 mil. Im Interdentalbürstenbereich sind dickere Borsten unüblich und bei den hier aus hygienischen Gründen gewählten Materialien auch kaum möglich, ohne dabei einen Kratzeffekt zu bewirken, der zu einer Verletzung der Gingiva führen kann. Wird jedoch die Reinigungsbürste für andere Einsatzbereiche verwendet, können auch Borsten bis zu 10 mil und mehr zum Einsatz kommen.
[0018] In der Fig. 2 ist eine ähnliche Reinigungsbürste 1 dargestellt wie in der Fig. 1 , allerdings mit einem Kunststoffgriff als Halter 3, in dem die helical gewundenen Drahtabschnitte 2 fest verankert sind resp. auswechselbar verankert werden können. Der Halter 3 kann beliebig geformt sein. In Fig. 2 ist er zylindrisch gestaltet und mit einer Riffelung versehen, um so die Bürste bei der Reinigung nicht nur in Längsrichtung der helical gewundenen Drähte zu bewegen, sondern auch leicht rotieren zu können.
[0019] Des Weiteren ist hier der Borstenbesatz 5 aus drei verschiedenen Borstenbesatzabschnitten 51, 52, 53 gestaltet. Dabei kann die Biegsamkeit der Borsten 50 in den drei verschiedenen Borstenbesatzabschnitten von Abschnitt zu Abschnitt zunehmend gestaltet sein. Natürlich sind aber auch alle anderen Arten, Abfolgen, Anordnungen und Kombinationen der zwei oder mehr verschiedenen Bürstenbesatzabschnitte mit unterschiedlichen Durchmessern der Borsten möglich. In jedem Fall ist jedoch der einführungsseitige Borstenbesatzabschnitt 51 jener Bereich, in denen Borsten aus Kunststofffilament mit einer grösseren Biegsamkeit beziehungsweise Weichheit resp. einem kleineren Durchmesser eingesetzt sind als bei den Borsten im darauf folgenden Borstenbesatzabschnitt. Da es möglich ist, die Dichte der Borsten über den gesamten Borstenbesatz resp. in den einzelnen Borstenbesatzabschnitten zu variieren, wäre es im Prinzip möglich, im Einführungsbereich 51 zusätzlich die Dichte der Borsten zu reduzieren. Dies wird jedoch hier nicht angestrebt. Vielmehr wird praktisch dieselbe Borstendichte über den gesamten Bereich des Borstenbesatzes angestrebt. Dank der relativen Dichte der Borsten, auch im Einführungsbereich 51 und durch deren hohe Biegsamkeit legen sich die Borsten 50 in diesem Bereich unter kleinstem Druck in Richtung zu den helical gewundenen Drähten und zum Halter 3, von dem die Einführungskraft ausgeht, nach hinten und bilden damit eine relativ glatte konische Einführungsfläche. Auf diese Weise ist die Einführung einer solchen Reinigungsbürste auch in sehr kleine Zahnzwischenräume oder in Lumen mit kleinem Durchmesser beziehungsweise in eine Einführungsöffnung, die sehr klein ist, wesentlich erleichtert.
[0020] Mit Bezug auf die Fig. 4 wird eine Interdentalbürste insgesamt beschrieben. Die Interdentalbürste ist mit 11 bezeichnet und besteht hier aus zwei Bauteilen, nämlich dem Haltegriff 12 und dem Interdentalbürstenkopf 13. Der Haltegriff 12 besitzt einen eigentlichen Griffbereich 20 und ein abgewinkeltes Ende 21. Die Längsachse des Griffbereiches 20 ist mit 23 bezeichnet, während die Längsachse des abgewinkelten Endes 21 mit 24 bezeichnet ist. Die beiden Längsachsen 23 und 24 schliessen einen Winkel α ein. Bevorzugt in etwa senkrecht zur Längsachse 24 des abgewinkelten Endes 21, ist in diesem abgewinkelten Ende 21 eine Aufnahmeöffnung 22 angebracht, in der die Interdentalbürste resp. der Interdentalbürstenkopf 13 auswechselbar und um eine Schwenkachse 25 drehbar gehalten ist. Eine solche Aufnahmeöffnung 22 ́ kann aber auch am geraden Teil des Haltegriffs angebracht sein zur orthograden Aufnahme der Interdentalbürste resp. des Interdentalbürstenkopfs 13 oder gleichzeitig am geraden und am abgewinkelten Ende.
[0021] Der Interdentalbürstenkopf 13 weist eine Bürstenplatte 30 auf, an der ein Kupplungselement 34 angeformt ist. An der fix oder auswechselbar am Kupplungselement 34 angebrachten Bürstenplatte sind Einsatzzapfen 32 angeformt, je nachdem, ob ein oder zwei Bürsten vorhanden sind oder sogar mehr, sind entsprechend viele Bürsteneinsatzzapfen 32 vorhanden. Diese Bürsteneinsatzzapfen 32 weisen bevorzugt ein zentrisches Loch auf, welches geringfügig grösser ist als der Durchmesser der gewundenen Drahtabschnitte 2, zwischen deren Windungen die Borsten 50 des Borstenbesatzes form- und kraftschlüssig gehalten sind. Die gewundenen Drahtabschnitte 2 sind in diesem Loch mit Passsitz gehalten und bevorzugt mittels eines Klebstoffs gesichert. Die Borsten beziehungsweise der so genannte Borstenbesatz kann formlich verschieden gestaltet sein. Hierauf wird nachfolgend noch eingegangen.
[0022] Bevorzugterweise wird man den gesamten Interdentalbürstenkopf selbstverständlich mit Ausnahme der eigentlichen Bürsten aus einem hochelastischen Kunststoff oder aus Latex fertigen. Kostenmässig am günstigsten und von der Festigkeit her vorteilhaft ist die Verwendung von einem Polyethylen, insbesondere einem Low Density Polyethylen LDPE. Ein derartiger Interdentalbürstenkopf ist insgesamt biegsam in allen Richtungen.
[0023] In der Fig. 3A ist eine bevorzugte Ausführungsform des Interdentalbürstenkopfes 13 in einer Seitenansicht im vergrösserten Massstab dargestellt. Obwohl auch dieser Interdentalbürstenkopf 13 mit zwei Bürsten 1 ausgestaltet ist, ist dies für die Erfindung nicht zwingend. Zwar stellt die Ausführungsform mit zwei Bürsten eine bevorzugte Ausführungsform dar, doch lässt sich die Erfindung durchaus auch realisieren bei einem Interdentalbürstenkopf mit lediglich einer Bürste 1. Arbeitet man mit lediglich einer Bürste, so braucht der Interdentalbürstenkopf nicht mehr schwenkbeweglich gelagert zu sein. Auch eine Rotation ist dann nicht mehr erforderlich. Entsprechend kann dann der Interdentalbürstenkopf 13 einstückig mit einem Haltegriff 12 verbunden sein oder mit einem Griff 3 verbunden werden, wie bereits zuvor beschrieben.
[0024] In der hier gezeigten Ausführungsform wird jedoch der Interdentalbürstenkopf 13 wie zuvor beschrieben und in der Fig. 4 dargestellt, wiederum mit zwei Reinigungsbürsten 1 bestückt. Der Interdentalbürstenkopf 13 besitzt wiederum eine Bürstenplatte 30, die auch hier wiederum mit einem zylindrischen Schwenkzapfen 34 versehen ist. Auf der Bürstenplatte 30 sind zwei Bürsteneinsatzzapfen 32 in einem vorgegebenen Abstand parallel zueinander angeordnet. Die Bürsteneinsatzzapfen 32 besitzen jeweils bevorzugt ein zentrisches Loch 33, in dem die gewundenen Drahtabschnitte 2 eingeklebt, eingepresst, eingespritzt, eingelasert, eingedreht oder durch eine andere Verbindungstechnik befestigt sind. Als weitere Varianten kann man sich auch vorstellen, dass die Bürsten einzeln mit dem Draht in Bürsteneinsatzzapfen gesteckt und mit einem mechanischen Verschlusssystem befestigt werden, und dass diese Bürsten oder Bürsten, die selber schon fix mit einem Bürsteneinsatzzapfen verbunden sind, einzeln und auswechselbar in der Bürstenplatte verankert werden können. Die Drahtabschnitte 2 halten die Borsten 50, die wiederum, wie bereits beschrieben, in den mindestens zwei Borstenbesatzabschnitten unterschiedliche Durchmesser bzw. Dicken aufweisen. Im Gegensatz zu den Ausführungsformen in den übrigen Zeichnungen haben hier die Bürsten nicht einfach eine zylindrische Gestalt, sondern weisen eine spezielle Gestalt auf, auf die nachfolgend noch eingegangen wird. Für die Erfindung ist dies jedoch nicht zwingend.
[0025] Den ersten Borsten 51 folgt ein Bereich mit zweiten Borsten 52, die eine höhere Härte ausweisen. Die hier angebrachten Borsten 52 wird man bevorzugt mit einem Durchmesser von 2 bis 4 mil wählen, was approximativ 0,05 bis 0,1 mm entspricht. Dieser Bereich ist der effektive Reinigungsbereich. Die Härte ist hier so gewählt, dass ein guter Reinigungseffekt entsteht, während gleichzeitig die Härte nicht so gross ist, dass die Gingiva verletzt wird.
[0026] Schliesslich ist bevorzugt noch ein dritter Bereich vorhanden mit dritten Borsten 53. Dieser bürstenplattenseitige Bereich besitzt Borsten 53, die nochmals eine höhere Festigkeit aufweisen. Diese Borsten besitzen weniger eine reinigende Funktion als vielmehr eine stützende und schützende Funktion. Damit wird sichergestellt, dass bei der Reinigung die Borsten 52 im Randbereich sich nicht zu stark umbiegen und der Patient nicht mit der Bürstenplatte 30 oder den Bürsteneinsatzzapfen 32 auf die Gingiva aufschlägt und diese womöglich verletzt. Er erhält durch diese Stützborsten 53 einen sensorisch wahrnehmbaren Widerstand, wodurch er die oszillierende Putzbewegung entsprechend begrenzt.
[0027] Dank der bevorzugt flexiblen Bürstenplatte 30 können die beiden Bürsten 1 relativ weit gespreizt werden. Um dies zu begrenzen und zu vermeiden, dass die beiden Reinigungsbürsten 1 sich zu weit spreizen, kann zwischen den beiden Bürsteneinsatzzapfen 32 eine bevorzugt flexible Verbindungswand 39 eingeformt sein. Um aber nicht praktisch die vollständige Flexibilität der Bürstenplatte 30 zu unterbinden, gestaltet man vorteilhafterweise die flexible Verbindungswand gewölbt, so dass sie sich unter Anwendung leicht strecken kann. In der Fig. 3B erkennt man diese flexible Verbindungswand 39 als in etwa S-förmig verlaufend.
[0028] Aus der Fig. 3A erkennt man, dass hier nicht nur erfindungsgemäss die Borsten in verschiedenen Bereichen mit verschiedenen Härten ausgestaltet sind, sondern dass diese Borsten auch in der Länge variieren können. In der Seitenansicht weisen die beiden Bürsten 1 eine pollerförmige Gestalt auf. Das heisst, dass mindestens eine Bürste im einführungsseitigen Bereich, wie bereits erwähnt, eine kegelstumpfartige oder kugelige sphärisch gewölbte Form aufweist und dass darauf im Bereich der Borsten 52 ein zylindrischer Abschnitt folgt, der eine Taillierung aufweist. Schliesslich ist im Bereich der Borsten 53 ein zylindrischer Abschnitt vorhanden. Diese Gestaltungsform führt dazu, dass sich der taillierte Borstenbesatz im Reinigungsbereich der Borsten 52 eng an die zu reinigenden Strukturen anlegt und die Borsten nicht funktionslos einfach umgeknickt aufliegen, sondern sich wie für eine Bürste gehörig über die zu reinigenden Flächen bewegen. Mit dieser Gestaltungsform kann auch erstmalig von einer Seite her eine praktisch vollständige Reinigung rund um die natürlichen und künstlichen Zähne, Zahnhälse, Zahnwurzeln und Implantate und um Suprastrukturen verschiedenster Art erreicht werden.

Claims (12)

1. Reinigungsbürste (1) zur Reinigung von Zahnzwischenräumen sowie von angrenzenden natürlichen Zähnen, künstlichen Zähnen, Zahnhälsen, Kronen, Brücken und/oder Implantaten, wobei die Reinigungsbürste (1) zwei helical gewundene Drahtabschnitte (2) mit einem Borstenbesatz (5) aus dazwischen gehaltenen Borsten (50) aufweist, wobei die Reinigungsbürste (1), dadurch gekennzeichnet ist, dass der gesamte Borstenbesatz aus mindestens zwei verschiedenen Borstenbesatzabschnitten (51, 52) besteht, die unterschiedliche Borstendurchmesser resp. Borstendicken und/oder unterschiedliche Materialien aufweisen, wobei ein erster Borstenbesatzabschnitt (51) mit Borsten (50) versehen ist, die biegsamer sind als die Borsten (50) eines darauf folgenden zweiten Borstenbesatzabschnittes (52), wobei der erste Borstenabschnitt (51) in Einführungsrichtung vor dem zweiten Borstenabschnitt (52) liegt, so dass der erste Borstenabschnitt (51) die Einführung der Reinigungsbürste in Zahnzwischenräume erleichtert.
2. Reinigungsbürste (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Borstenbesatzabschnitt (52) eine Taillierung aufweist.
3. Reinigungsbürste (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten aus Kunststoff-Filamenten bestehen, deren Durchmesser zwischen 0,0254 und 0,254 Millimetern liegt.
4. Reinigungsbürste (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten mit Aromastoffen und/oder mit Mitteln beschichtet sind aus den Gruppen der Reinigungs-, Desinfektions- und Heilmittel oder mit Kombinationen davon, insbesondere mit Fluorid, Chlorhexidin, Xylitol oder Teebaumöl.
5. Reinigungsbürste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gewundenen Drahtabschnitte (2) einführungsseitig, also in Einführungsrichtung am Anfang der Reinigungsbürste, miteinander durch eine Umbiegung um 180° verbunden sind.
6. Reinigungsbürste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gewundenen Drahtabschnitte an einer der Einführungsseite abgewandten Seite, also in Einführungsrichtung am Ende der Reinigungsbürste, zu einem Halter (3) gebogen sind.
7. Reinigungsbürste (1) nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Drahtabschnitte in einem Haltegriff (12), insbesondere einem Kunststoffgriff, fix oder auswechselbar, vorzugsweise auswechselbar vermittels des Halters (3), gehalten sind.
8. Reinigungsbürste (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenbesatz (5) einen einführseitigen Bereich, also in Einführungsrichtung am Anfang der Reinigungsbürste, aufweist, mit einer Kegelstumpf-Form oder einer sphärisch-gewölbten Form.
9. Interdentalbürstenkopf, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Reinigungsbürsten (1) nach Anspruch 1 in paralleler Richtung distanziert voneinander angeordnet auf einer Bürstenplatte (30) oder in einem Halter fest oder auswechselbar gehalten sind.
10. Interdentalbürstenkopf nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürstenplatte (30) mit den beiden parallel angeordneten Reinigungsbürsten (1) mit einem Haltegriff (12) fix oder auswechselbar verbunden sind.
11. Interdentalbürstenkopf nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürstenplatte (30) schwenkbeweglich an einem Haltegriff (12) gehalten ist.
12. Interdentalbürstenkopf (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürstenplatte (30) aus flexiblem Material besteht, so dass eine biegsame Halterung der Reinigungsbürsten (1) erfolgt.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3510889A1 (de) * 2018-01-10 2019-07-17 SOLO-MED GmbH Interdentalbürste
US20230148742A1 (en) * 2018-04-27 2023-05-18 Kobayashi Pharmaceutical Co., Ltd. Interdental cleaning tool

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