CH711466B1 - Dermokosmetische Zusammensetzung zur topischen Anwendung mit penetrationsverstärkenden Eigenschaften und Verfahren zu deren Herstellung. - Google Patents
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Abstract
Eine dermokosmetische Zusammensetzung zur topischen Anwendung und mit penetrationsverstärkenden Eigenschaften umfasst ein penetrationsverstärkendes System, welches Decylenglykol, Pentylenglykol und Caprylylglykol enthält, sowie eine oder mehrere dermokosmetisch aktive Substanzen und einen kosmetisch annehmbaren Träger. Eine Technologie bzw. ein transdermales Verfahren zur Penetration von dermokosmetischen Substanzen durch die Haut umfasst das Auswählen von kosmetisch aktiven Substanzen mit einem Molekulargewicht von ≤ 2000 Dalton; das Testen der kosmetisch aktiven Substanzen mit einem MG ≤ 2000 Dalton mittels einer Franz-Diffusionszelle und das Auswählen der kosmetisch aktiven Substanzen mit einem Absorptionsgradienten in die Dermis von weniger als 20% in 24 Stunden; das Zufügen eines vorzugsweise Decylenglykol, Pentylenglykol und Caprylylglykol umfassenden penetrationsverstärkenden Systems zu den ausgewählten kosmetisch aktiven Substanzen unter Bildung eines Gemisches; und das Zufügen eines kosmetisch annehmbaren Trägers zum besagten Gemisch.
Description
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine dermokosmetische Zusammensetzung zur topischen Anwendung gemäss Anspruch 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung einer dermokosmetischen Zusammensetzung gemäss Anspruch 10.
[0002] Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein eine transdermale Technologie zur transkutanen Penetration von einer oder mehreren dermokosmetischen Substanzen.
[0003] Die vorliegende Erfindung entstammt aus den Bereichen der Kosmetik und der transdermalen Systeme zur kontrollierten Penetration von dermokosmetisch aktiven Substanzen durch die Haut.
[0004] Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Zusammensetzung mit einem Penetrationsverstärker-System, welches die Penetration von dermokosmetisch aktiven Prinzipien in die Haut erlaubt, ohne dabei auf epidermale Injektionen zurückzugreifen. Die Erfindung betrifft die Anwendung im kosmetischen Bereich der transdermalen Technologie, das heisst die Penetration von aktiven dermokosmetischen Substanzen durch die Haut.
Stand der Technik
[0005] Die transkutane Absorption einer dermokosmetischen Zubereitung umfasst die Penetration der Zubereitung durch die oberflächlichen Hautschichten, welche eine Barrierenfunktion ausüben, bis zum Erreichen der ersten Schichten der Dermis.
[0006] Die Barrierenfunktion der Haut wird nahezu vollständig durch die Hornschicht ausgeübt. Sie besteht aus 15 bis 25 Korneozyten-Schichten, die in einer doppelschichtigen Lipid-Matrix eingebettet sind. Das Ganze bildet eine kontinuierliche Schicht, welche nur durch Schweiss- und Talgdrüsen und Haarfollikel unterbrochen wird. Die Hornschicht bildet dank ihrer hohen Dichte, geringen Hydratation und der fehlenden Durchblutung die eigentliche Barriere gegen die Penetration von fremden Molekülen jeglicher Art.
[0007] Der Grund für die sehr geringe Permeabilität der Hornschicht für wasserlösliche Substanzen ist die aus Ceramiden, Cholesterin und langkettigen Fettsäuren bestehende extrazelluläre Lipid-Matrix.
[0008] Die transdermale Penetration, die den Transport einer Substanz durch die Hornschicht und die Epidermis bezeichnet, ist ein Prozess, der über drei Wege ablaufen kann: a) interzellulär, b) transzellulär und c) durch die Hautadnexien, wie dem Ductus pilosebaceus und den exokrinen Drüsen.
[0009] Der Hautzugang über den Ductus pilosebaceus stellt jedoch einen Penetrationsweg vornehmlich für grosse Moleküle dar. Die Penetrationsoberfläche ist aber relativ klein, da nur 0,1 bis 0,5% der Körperoberfläche mit diesen Strukturen belegt ist. Während dieser Phase wird eine Latenzperiode beobachtet, in welcher die Substanz mit einer Kinetik erster Ordnung in ein Gleichgewicht mit der Epidermis tritt.
[0010] Nach dem Erreichen des Gleichgewichtes Substanz – Epidermis beginnt ein konstanter Penetrationsfluss, dessen Ausmass proportional zur Konzentration der Substanz ist. An diesem Punkt wird der transzelluläre Weg – zum wichtigsten Weg der transdermalen Penetration, und die Penetration durch den Ductus pilosebaceus bleibt nur für einen kleinen Bruchteil der Penetration verantwortlich, hauptsächlich für Lipide oder in Lipiden suspendierte Substanzen.
[0011] Die direkte transzelluläre Penetration besteht zunächst in der Passage des Moleküls durch die Zellwand der Korneozyten hindurch und anschliessend in der Migration der polaren Moleküle zu den wässrigen Bereichen der Korneozyten sowie der Migration von lipohilen Molekülen zu den Bereichen mit einem höheren Lipidgehalt. Es ist klar, dass der gesamte Prozess auf den Prinzipien der passiven Diffusion beruht.
[0012] Im Allgemeinen verwenden die lipophilen Substanzen den interzellulären Weg mit einem besonders gewundenen Pfad, während die hydrophilen oder polaren Verbindungen unter Verwendung der Proteinfraktion der Keratinozyten schneller über den transzellulären Weg penetrieren können.
[0013] Der grösste Teil der biologisch aktiven Substanzen durchdringt die Hornschicht über beide Wege. Obwohl der gewundene intrazelluläre Weg die grösste Barriere für den grössten Teil der Substanzen bildet, kann auch die im wesentlichen wässrige Natur der Epidermis und der Dermis eine signifikante Barriere für die Penetration von stark lipophilen Molekülen darstellen.
[0014] Im Allgemeinen sind die Substanzen, welche durch die Haut gelangen, nicht ionisiert und eher gut fettlöslich. Der transzelluläre oder transepidermale Weg wird von nicht-lipophilen Substanzen befolgt. Sobald die Substanz mit ihrem Träger mit der Glanzschicht (welche ein Hindernis für das Eindringen von chemischen Substanzen bildet) in Kontakt kommt, wird ein Teil über den Weg des Ductus pilosebaceus eindringen; anschliessend, nachdem auf der anderen Seite eine gewisse Konzentration erreicht wurde, beginnt die trans-epidermale Phase.
[0015] Die kutane Absorption beschreibt den Transport von chemischen Substanzen von der äusseren Hautoberfläche bis zum Erreichen des Kreislaufsystems. Dieser Prozess wird oft unterteilt in:
Penetration: der Eintritt einer Substanz in das Innere einer bestimmten Schicht oder Struktur;
Permeation: die Penetration einer Komponente in eine zweite Schicht, welche sich funktionell und strukturell von der ersten durchdrungenen Schicht unterscheidet;
Absorption: Die Absorption der Komponente im lokalen Gefässsystem und im lymphatischen System der Haut. Dies führt im Allgemeinen zu einer Absorption im systemischen Kreislauf (systemische Absorption).
[0016] Wie bereits zuvor erwähnt, ist der Transport durch die Hornschicht ein passiver Diffusionsprozess, welcher durch das erste Ficksche Diffusionsgesetz bestimmt wird:
wobei: Cv = Konzentration des aktiven Prinzips im Träger; R = Verteilungskoeffizient des aktiven Prinzips zwischen Träger und Barriere; Ds = Diffusionskoeffizient des aktiven Prinzips durch die Epidermis; A = Absorptionsfläche; h = durchdrungene Dicke.
[0017] Aus diesem Gesetz ist ersichtlich, dass der Transport durch die Hornschicht direkt proportional zur Löslichkeit und zur Diffusionsfähigkeit der applizierten Substanz und dass die Absorptionsgeschwindigkeit direkt proportional zur Konzentrationsdifferenz der Substanz im Bereich mit hoher Konzentration gegenüber dem Bereich mit niedriger Konzentration ist. Die relative Löslichkeit eines gelösten Stoffes wird durch den Verteilungskoeffizienten von Hornhaut/Träger ausgedrückt und bezieht sich auf das Verhältnis der Löslichkeit der Substanz in der Hornhaut im Vergleich zu derjenigen im Träger. Dieser Parameter weist daher auf die Affinität des aktiven Prinzips zur Hornschicht und auf seine Fähigkeit, sich vom Träger zu trennen, hin. Die Diffusionsfähigkeit ist die Fähigkeit eines gelösten Stoffes, die Barriere zu durchdringen, und wird durch verschiedene Faktoren, einschliesslich der Tortuosität des intrazellulären Weges, beeinflusst.
[0018] Wie durch das Ficksche Gesetz ausgedrückt, ist die Absorptionsgeschwindigkeit – also der Fluss – direkt proportional zur Konzentration der aktiven, im Träger gelösten Substanz und zur Applikationsoberfläche, während sie zur Dicke der Hornschicht umgekehrt proportional ist. Obwohl alle Parameter berechenbar sind, hat das Ficksche Gesetz wegen der Komplexität der Hornhaut-Barriere nur Orientierungswert, da es zahlreiche sowohl biologische als auch physiko-chemische Faktoren, welche die perkutane Absorption beeinflussen, nicht mitberücksichtigt.
[0019] Bei der transkutanen Penetration eines aktiven Dermakosmetikums müssen einige physiko-chemische Faktoren der Substanzen, die geeignet sind, die Haut zu durchdringen, berücksichtigt werden:
Molekulargewicht (MG): Je geringer das MG, desto grösser die Penetrationswahrscheinlichkeit. Die Molekülgrösse reguliert die Diffusion der verwendeten Moleküle durch die biologische Membran und kann zu einem Hindernis für die Penetration werden.
Physikalische Struktur: Bei gleichem Molekulargewicht hat ein Molekül, das auf sich selbst zurückgewunden und flexibel ist, eine höhere Penetrationswahrscheinlichkeit als ein starres und sperriges Molekül.
Verteilungskoeffizient (das heisst die Hydrophilie oder Lipophilie der Substanz): Eine lipophile oder amphiphile Substanz hat eine höhere Penetrationswahrscheinlichkeit.
Ionisation: Eine ionisierte Substanz hat eine geringere Penetrationswahrscheinlichkeit.
Eigenschaften des Trägers: Ein Träger wird durch die Art der Zubereitung (Creme, Salbe, Gel ...) und durch die Hilfsstoffe (Wasser, Paraffin, Propylenglykol ...) beschrieben. Die Träger haben eine aktive und entscheidende Rolle bei der Verstärkung der perkutanen Absorption, indem sie die Eigenschaften der Hornschicht und des Verteilungskoeffizienten/Diffusion des aktiven Prinzips beeinflussen.und Faktoren, die sich auf die Applikation beziehen:
Applizierte Dosis: Die Penetrationswahrscheinlichkeit einer Substanz ist umso höher, je grösser die Menge der auf die Haut applizierten Substanz oder je grösser deren Konzentration ist.
Exponierter Bereich: Die Penetrationswahrscheinlichkeit ist umso höher, je grösser die exponierte Hautoberfläche ist.
Expositionsdauer: Je länger die Expositionsdauer ist, desto höher ist die Penetrationswahrscheinlichkeit.
Zustand der Haut, Dicke und Integrität der Hornschicht.
Hydratisierung der Haut: Je besser die Haut hydratisiert ist, desto höher ist die Penetrationswahrscheinlichkeit.
[0020] Bekanntlich beschleunigen emulgatorische und tensioaktive Substanzen die Penetration eines Moleküls, indem sie eine komplementäre Wirkung zum Träger entfalten. Ihr Wirkungsmechanismus besteht im Emulgieren des Talkums und der Flüssigkeit der Oberfläche, indem sie im Träger inkorporiert werden, aber zu einem späteren Zeitpunkt kann die aus der Hornschicht gebildete Barriere angegriffen und geschwächt werden.
[0021] Unter den verschiedenen kosmetischen Formen verhalten sich Hydrogele, wässrige Suspensionen und O/A-Emulsionen auf der Haut als wässrige Medien, während Salben, wasserfreie Pasten und A/O-Emulsionen als lipidische Systeme funktionieren.
[0022] Wenn die wässrige Komponente des Trägers verdampft, verändern sich sowohl die Struktur des Trägers als auch die Konzentration der Substanz. Das Phänomen ist typisch für O/A-Emulsionen, in denen ein Wasserverlust eintritt. Im Falle von A/O-Emulsionen verdampft das Wasser dagegen viel langsamer, und der okklusive Effekt ist wegen der höheren Affinität der A/O-Emulsionen bezüglich der Oberflächenlipide noch ausgeprägter.
[0023] Zur Hydratisierung der Haut können Träger mit okklusiven Eigenschaften verwendet werden, so dass deren Applikation einen Film bildet, welcher die Verdampfung des Wassers verhindert. Auf diese Weise erreicht das Wasser, das in den tieferen Schichten der Haut vorhanden ist, die Oberflächenschichten, wodurch die Hydratation verstärkt wird.
[0024] Das Wasser ist der natürlichste aller Träger. Die Hydratisierung scheint den Transport sowohl von hydrophilen als auch von lipophilen Permeanzien zu verstärken.
[0025] Das in der Hornschicht befindliche Wasser verändert die Löslichkeit der Permeanzien und kann daher die Verteilung vom Träger in die Membranen verändern. Darüber hinaus kann die Hydratation die Struktur der Hornschicht öffnen, was zu einer Erhöhung der Penetration führt.
[0026] Es ist aus dem pharmazeutischen Gebiet zudem bekannt, penetrationsverstärkende Substanzen zur Förderung der Penetration aktiver Prinzipien durch die Haut zu verwenden, wodurch die Barriereneigenschaten der Haut reversibel verringert werden.
[0027] Insbesondere sind diese Substanzen fähig, die transkutane Penetration der aktiven Prinzipien zu erhöhen und die Barriereneigenschaften der Haut reversibel zu verändern. Die Penetrationsverstärker wirken auf mehrere Arten: Erhöhung der Diffusionsfähigkeit der Substanz innerhalb der Barriere durch Interaktion mit dem intrazellulären Keratin, mit den Desmosomen und mit den interkorneozytären Lipiden; Verstärkung der Löslichkeit im Träger und Verbesserung des Verteilungskoeffizienten.
[0028] Beispielsweise ist die Verwendung von Vitamin E als Penetrationsverstärker für aktive pharmazeutische Prinzipien bekannt. Es wurde vermutet, dass das Vitamin E als Penetrationsverstärker wirkt, indem es in die Region der Lipiddoppelschicht der Hornschicht eindringt und dort die Eigenschaften der Membran verändert und zudem die Permeabilität, wahrscheinlich durch Störung der Ordnung in der Lipidphase, beeinflusst.
[0029] In der ästhetischen Medizin, also in dem Bereich der Medizin, der nahe am Fachgebiet der kosmetischen Technologie liegt und sich mit der Behandlung von Alterserscheinungen beschäftigt, wird das Erfordernis, wirksame Mengen von aktiven Prinzipien in den von der Hautalterung betroffenen Hautbereichen bereitzustellen, durch Zurückgreifen auf die subkutane Injektion der aktiven Substanzen erfüllt.
[0030] Die ästhetische Medizin hat jedoch den Nachteil, dass die ästhetische Behandlung nicht in Eigenregie, sondern nur durch medizinisch oder paramedizinisch geschultes Personal durchgeführt werden kann.
[0031] Zum gegenwärtigen Zeitpunkt besteht deshalb in der Kosmetik ein Bedürfnis nach neuen Technologien für wirksame ästhetische Behandlungen mit einer Wirksamkeit, die vergleichbar ist mit derjenigen der ästhetischen Medizin, ohne jedoch auf die subkutane Injektion der aktive Prinzipien zurückzugreifen müssen.
[0032] Eine Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung einer penetrationsverstärkenden Formulierung, die geeignet ist, Substanzen mit dermokosmetischer Wirkung in die Oberflächenschichten der Dermis eindringen zu lassen, ohne auf die Verwendung von tanskutanen oder epidermalen Injektionen zurückgreifen zu müssen.
[0033] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, im kosmetischen Gebiet die Anwendung einer für das pharmazeutische Gebiet typischen transdermalen Technologie vorzusehen, um die Penetration von dermokosmetischen Substanzen durch die oberflächlichen Hautschichten mit beschränktem Risiko der systemischen Absorption zu erhöhen.
Zusammenfassung der Erfindung
[0034] Die vorliegende Erfindung beruht auf der Anwendung einer transdermalen Technologie zur dermokosmetischen Behandlung, um aktive dermokosmetische Substanzen durch die Oberflächenschichten der Haut eindringen zu lassen, ohne auf epidermale oder subkutane Injektionen zurückzugreifen und dabei ähnliche kosmetische Vorteile wie diejenigen der ästhetischen Medizin zu erhalten.
[0035] Dabei wird ein penetrationsverstärkendes System zur topischen Anwendung für die Penetration von kosmetisch aktiven Substanzen durch die oberflächlichen Hautschichten sowie dieses System enthaltende kosmetische Zusammensetzungen bereitgestellt.
[0036] Insbesondere wird durch die Verwendung des penetrationsverstärkenden Systems eine Erhöhung der Penetration von aus dem Inventar der kosmetischen Ingredienzien nach INCI, CTFA, IECIC, JCLL ausgewählten dermokosmetischen Substanzen durch die oberflächlichen Hautschichten erreicht, ohne dabei auf die Verwendung von epidermalen oder subkutanen Injektionen, welche für die ästhetische Medizin typisch sind, zurückgreifen zu müssen.
[0037] Eine Ausgestaltung betrifft ein penetrationsverstärkendes System für die Penetration von einer oder mehreren kosmetischen Substanzen durch die oberflächlichen Hautschichten, welches eine Kombination von Decylenglykol, Pentylenglykol und Caprylylglykol umfasst.
[0038] Gemäss einigen Ausgestaltungen kann das penetrationsverstärkende System in Formulierungen von kosmetischen Zusammensetzungen zur topischen Anwendung zur Erhöhung der Penetrationsgeschwindigkeit von einer oder mehreren dermokosmetischen Substanzen durch die Haut verwendet werden.
[0039] Die vorliegende Erfindung betrifft eine kosmetische Zusammensetzung zur topischen Anwendung mit penetrationsverstärkenden Eigenschaften, welche ein penetrationsverstärkendes System, welches Decylenglykol, Pentylenglykol und Caprylylglykol sowie eine oder mehrere dermokosmetische Substanzen und einen kosmetisch annehmbaren Träger umfasst.
[0040] Typischerweise besitzt die erfindungsgemässe dermokosmetische Zusammensetzung mit penetrationsverstärkenden Eigenschaften die folgenden Eigenschaften: Sie ist chemisch inert, nicht toxisch oder reizend, nicht komedogen oder allergen, sie ist kosmetisch annehmbar, das heisst mit kosmetischen Substanzen chemisch und physikalisch verträglich.
[0041] Die erfindungsgemässe dermokosmetische Zusammensetzung mit penetrationsverstärkenden Eigenschaften erlaubt die Penetration von aktiven Substanzen durch die oberflächlichen Hautschichten ohne die Verwendung von epidermalen oder subkutanen Injektionen, um ähnliche kosmetische Vorteile wie diejenigen der ästhetischen Medizin zu erhalten.
[0042] Durch eine Technologie der Penetration von Substanzen zur dermokosmetischen Verwendung erreicht das topisch applizierte kosmetische Molekül den systemischen Kreislauf nicht. Die Absorption wird daher auf das Erreichen der ersten Schichten der Dermis beschränkt mit dem Ziel, die systemische Absorption der über den topischen Weg applizierten dermokosmetischen Substanzen zu beschränken.
[0043] Die Anmelderin hat deshalb eine Technologie gefunden, welche die transkutane Penetration einer dermokosmetischen Substanz überprüfen und/oder regulieren lässt mit dem Ziel, die gewünschte ästhetische Wirkung bei begrenzter systemischer Absorption bereitzustellen.
[0044] Eine Ausgestaltung betrifft ein(e) transdermale(s) Technologie oder Verfahren, um dermokosmetische Substanzen durch die Haut, insbesondere durch die Epidermis und Oberflächenschichten der Dermis, eindringen zu lassen.
[0045] Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemässen dermokosmetischen Zusammensetzung umfasst:
Auswählen von kosmetisch aktiven Substanzen mit einem Molekulargewicht (MG) von ≤ 2000 Dalton,
Testen der kosmetisch aktiven Substanzen mit einem MG ≤ 2000 Dalton mittels einer Franz-Diffusionszelle;
Zufügen eines vorzugsweise Decylenglykol, Pentylenglykol und Caprylylglykol umfassenden penetrationsverstärkenden Systems zu den ausgewählten kosmetisch aktiven Substanzen,
Zufügen eines geeigneten Trägers (Carrier) zum Gemisch des penetrationsverstärkenden Systems und der für die topische Anwendung kosmetisch annehmbaren Substanzen.
Ausführliche Beschreibung der Erfindung
[0046] Die Erfindung betrifft eine Zusammensetzung für die transdermale Penetration von spezifisch ausgewählten dermokosmetischen Aktivsubstanzen.
[0047] Die Anmelderin hat gefunden, dass die Kombination von ausgewählten Glykolen eine unerwartete Erhöhung der Penetration von dermokosmetischen Substanzen durch die oberflächlichen Hautschichten bewirkt.
[0048] Gemäss einem ersten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung eine Zusammensetzung mit einem penetrationsverstärkenden System für die Penetration von einer oder mehreren aktiven Substanzen durch die oberflächlichen Hautschichten, umfassend eine Kombination von Decylenglykol, Pentylenglykol und Caprylylglykol.
[0049] Bei Verwendung dieser transdermalen Technologie in der Dermokosmetik wird die Penetration der auf die oberflächlichen Hautschichten applizierten aktiven kosmetischen Substanzen ermöglicht, wodurch ein kosmetisches Resultat erhalten wird, das vergleichbar ist mit solchen, die mit einigen Behandlungen der ästhetischen Medizin erhalten werden. Tatsächlich erlaubt die Verwendung des penetrationsverstärkenden Systems der vorliegenden Erfindung, die dermokosmetisch aktiven Substanzen im Vergleich zu den herkömmlichen kosmetischen Systemen zu einem höheren Ausmass in die Hautschichten eindringen zu lassen.
[0050] Gemäss einem Aspekt betrifft die Erfindung eine dermokosmetische Zusammensetzung zur topischen Anwendung mit penetrationsverstärkenden Eigenschaften, umfassend ein penetrationsverstärkendes System, enthaltend Decylenglykol, Pentylenglykol und Caprylylglykol, eine oder mehrere dermokosmetische Substanzen und einen kosmetisch annehmbaren Träger (Carrier).
[0051] Gemäss gewissen Ausführungsformen umfasst der Träger des penetrationsverstärkenden Systems weiterhin einen kosmetisch annehmbaren C1-C4-Alkohol, vorzugsweise Ethanol.
[0052] Das Zufügen eines Trägers zum erfindungsgemässen penetrationsverstärkenden System trägt durch Veränderung der Organisation der Lipide in der Hornschicht und der Struktur der Barriere zur Erhöhung der transkutanen Penetration bei. Ausserdem können die Lösungsmitteleigenschaften des alkoholischen Trägers die Löslichkeit der aktiven Substanzen im System und den Verteilungskoeffizienten positiv beeinflussen.
[0053] Das penetrationsverstärkende System der vorliegenden Erfindung kann zu Veränderungen des kritischen molaren Verhältnisses zwischen den in der Haut vorhandenen Ceramiden, Cholesterin und Fettsäuren führen: Wenn sich ein Mangel oder ein Überschuss eines der besagten drei Lipide ergibt, kann die im Überschuss vorliegende Lipidkomponente die lamellare Organisation nicht mehr aufrechterhalten, sodass sich eine Phasentrennung und dadurch eine Bildung von stärker permeablen Zwischenschichten ergibt und neue Penetrationswege entstehen.
[0054] Der Penetrationsverstärker der vorliegenden Erfindung bewirkt eine Extraktion der Lipide unter Bildung von «Poren» in der Hornschicht. Auf diese Weise erhöht die Hydratation der Haut die Löslichkeit der gelösten Stoffe.
[0055] Typischerweise erhöht das penetrationsverstärkende System der vorliegenden Erfindung die Penetration einer kosmetisch aktiven Substanz durch die Haut über verschiedene Mechanismen. Ein erster Mechanismus der Penetration ist die lösende Wirkung. Das penetrationsverstärkende System kann die Komponenten des Hautgewebes solubilisieren.
[0056] Ein zweiter Mechanismus bezieht sich auf die Interaktion des Systems mit den interzellulären Lipiden, welche zu einer Zerstörung der hochgradig geordneten lamellaren Struktur führt, wodurch das Diffusionsvermögen von kosmetischen Substanzen durch die Lipidbereiche zunimmt. Ein weiterer Mechanismus besteht in der Interaktion des Systems mit den intrazellulären Proteinen zur Förderung des Durchtritts der Pharmazeutika durch die Hornschicht. Ein weiterer Mechanismus besteht in einer Erhöhung der Verteilung der Moleküle, Ko-Verstärker oder Ko-Lösungsmittel in der Hornschicht.
[0057] Die Analyse der üblicherweise in der ästhetischen Medizin verwendeten Methoden haben die Anmelderin zur Erforschung von Möglichkeiten geführt, kosmetisch aktive Substanzen ohne Verwendung von Nadeln in die Haut eindringen zu lassen, um ähnliche kosmetische Resultate zu erhalten wie diejenigen, welche mit Techniken der ästhetischen Medizin erhalten werden.
[0058] Gemäss einem anderen Aspekt wird demnach eine dermokosmetische Zusammensetzung zur topischen Anwendung bereitgestellt, die zur Erhöhung der transkutanen Penetration von kosmetisch aktiven Substanzen geeignet ist, welche ein penetrationsverstärkendes System gemäss einer der vorangehend beschriebenen Ausführungsformen und eine kosmetisch aktive Substanz umfasst.
[0059] Die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung lässt Substanzen zur dermokosmetischen Verwendung in die Haut eindringen, wobei ein gewünschtes kosmetisches Resultat ohne Zurückgreifen auf Injektionen, wie sie auf dem Gebiet der ästhetischen Medizin benötigt werden, erzielt werden kann.
[0060] Gemäss gewissen Ausführungsformen werden das penetrationsverstärkende System und die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung zur Erhöhung der Penetration von kosmetisch aktiven Substanzen mit einem mittleren Molekulargewicht MG ≤ 2000 Dalton, vorzugsweise ≤ 550, besonders bevorzugt ≤ 380 Dalton verwendet. Typischerweise werden die Molekulargewichte von kosmetisch aktiven Substanzen, wie in der vorliegenden Erfindung beschrieben, als gewichtsgemitteltes Molekulargewicht (MG) (Da) ausgedrückt. Das mittlere Molekulargewicht der in der Anmeldung erwähnten kosmetischen Substanzen kann mithilfe von auf dem Gebiet bekannten Standardverfahren wie denjenigen, welche in Ueno et al., 1988, Chem Pharm Bull. 36, 4971–4975; Wyatt 1993, Anal Chim Acta 272: 1–40; Wyatt Technologies 1999 «Light scattering University Dawn Course Manual» and «Dawn Eos Manual», Wyatt Technology Corp., Santa Barbara CA (USA) beschrieben sind, bestimmt werden.
[0061] In gewissen Ausführungsformen liegt die dermokosmetisch oder kosmetisch aktive Substanz in der kosmetischen Formulierung der vorliegenden Erfindung in einem Mengenanteil von 0.001 bis 15%, oder von 0.05 bis 10%, oder von 0.1 bis 5% nach Gewicht, bezogen auf das Gesamtgewicht der kosmetischen Zusammensetzung, vor.
[0062] In gewissen Ausführungsformen weist die kosmetische Zusammensetzung einen Gehalt des penetrationsverstärkenden Systems von 0,0001 bis 10%, oder von 0,001 bis 3%, oder von 0,05 bis 1% nach Gewicht auf.
[0063] Gemäss einer weiteren Ausführungsform enthält die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung ein weiteres, aus Propylenglykol, Hexylenglykol, Etoxydiglykol, Etylesilglycerin, Diethylenglykol sowie deren Gemischen ausgewähltes Glykol.
[0064] In gewissen Ausführungsformen enthält die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung weiterhin eine weitere, aus Vitamin E, Piperidin sowie deren Gemischen ausgewählte Komponente.
[0065] Typischerweise ist der kosmetisch annehmbare Träger der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung ein Hilfsstoff, Träger oder ein zur topischen Anwendung geeignetes Lösungsmittel.
[0066] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung bezieht sich der Begriff «Träger» auf einen Hilfsstoff, Träger, Verdünnungsmittel oder auf Zusatzstoffe, welche in der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung vorhanden sein können. Jeder beliebige Träger und/oder Hilfsstoff, der für die zur Verabreichung gewünschte Zubereitung geeignet ist, kann für die hier beschriebenen Anwendungen in Betracht gezogen werden.
[0067] Der hier verwendete Begriff «kosmetisch annehmbar» bedeutet, dass die dermokosmetische Zusammensetzung oder ihre aktiven Komponenten für die allgemeine kutane Anwendung geeignet sind und beim Auftragen nicht zu unerwünschter Toxizität, allergischer Reaktion, Rötung, Unverträglichkeit, Instabilität und ähnlichen Reaktionen führen. Der Begriff dermokosmetisch bedeutet im Wesentlichen kosmetisch in Bezug auf die Haut.
[0068] In gewissen Ausführungsformen können die in der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung enthaltenen dermokosmetischen Substanzen gemäss den Regeln der kosmetischen Industrie mit einem Träger oder Hilfsstoff kombiniert oder vermischt werden.
[0069] In gewissen Ausführungsformen können die erfindungsgemässen Zusammensetzungen oder Zubereitungen mindestens 0.0001% von jeder kosmetisch aktiven Substanz oder von jedem kosmetisch aktiven Wirkstoff enthalten.
[0070] Typischerweise werden für die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung aktive Komponenten verwendet, deren Verwendung auf topischem Weg im Wesentlichen frei von Nebenwirkungen ist.
[0071] Typischerweise liegt die kosmetische Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung in irgendeiner für die äussere oder topische Anwendung geeigneten Form vor.
[0072] Die Zusammensetzung zur topischen Anwendung kann in fester, halbfester, fluider oder halbfluider Form vorliegen.
[0073] Geeignete Formulierungen in fester Form umfassen Cremen, Pomaden, Pasten, Salben, Masken oder transdermale Pflaster. Eine bevorzugte Ausführungsform ist diejenige als Creme zur topischen Anwendung.
[0074] In anderen Ausführungsformen liegt die Zusammensetzung für die lokale Verabreichung in flüssiger Form vor, beispielsweise in Form von Suspensionen, typischerweise auf wässriger Basis, sowie Lösungen, Lotionen, Gelen, Shampoos und Emulsionen.
[0075] In der dermokosmetischen Formulierung der vorliegenden Erfindung können ein oder mehrere Zusatzstoffe, die typischerweise für die Basisformulierung von kosmetischen Produkten eingesetzt werden, wie beispielsweise Öle, Glycerin, Weichmacher, Emulgatoren und Dispersionsmittel in einer für kosmetische Zusammensetzungen typischen Menge inkorporiert werden.
[0076] In der Formulierung der dermokosmetischen Formulierung der vorliegenden Erfindung können zudem Vitamine, beispielsweise Vitamin A, C oder ein Vitamin der Gruppe B, oder andere kosmetisch aktive Substanzen wie Lezithin, Coenzym Q, pflanzliche Extrakte und Mineralsalze vorhanden sein.
[0077] In gewissen Ausführungsformen kann die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung lipophile Substanzen oder Hilfsstoffe enthalten, beispielsweise Öle oder Butter wie Karitébutter oder Kokosnussöl.
[0078] Im Fall von flüssigen Formulierungen liegt das Wasser als Verdünner oder Lösungsmittel vor, gegebenenfalls vermischt mit weiteren Flüssigkeiten, die für die Formulierung kosmetischer Zusammensetzungen verwendet werden.
[0079] Gemäss einer weiteren Ausführungsform umfasst die kosmetische Zusammensetzung weiterhin einen oder mehrere aus kosmetisch annehmbaren Verdichtern, Lösungsvermittlern, Konservierungsmitteln, Wasser, Alkohole, Glyzerin, Stabilisierungsmitteln, Antioxidanzien und antibakteriellen Mitteln in Mengenanteilen, die denjenigen für allgemeine kosmetische Formulierungen entsprechen.
[0080] Gemäss einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die kosmetische Verwendung einer Zusammensetzung zur topischen Anwendung gemäss irgendeiner der zuvor beschriebenen Ausgestaltungen zum Behandeln von Runzeln oder Unebenheiten und/oder zur Aufrechterhaltung der mechanischen Eigenschaften und der Elastizität der Haut oder um deren Leuchtkraft zu erhöhen, angegeben.
[0081] Die Methodologie der vorliegenden Erfindung kann auf verschiedene aktive Moleküle zur dermokosmetischen Verwendung angewendet werden, um sie in ihrem Penetrationsverhalten in die Epidermis und Dermis ähnlich zu denjenigen zu machen, welche der Spezialist für ästhetische Medizin injiziert.
[0082] Um die Wirksamkeit des Systems der vorliegenden Erfindung zu prüfen, hat die Anmelderin umfangreiche Untersuchungen durchgeführt, um das Eindringen in die Epidermis von kosmetisch aktiven Substanzen oder aktiven Ingredienzien zur dermokosmetischen Verwendung nachzuweisen, wobei die prozentualen Penetrationsanteile dieser aktiven Substanzen/Ingredienzien in die Epidermis und Dermis getrennt erfasst wurden.
[0083] Gemäss gewissen Ausführungsformen hat die Anmelderin ein typischerweise im pharmazeutischen Gebiet zur Beurteilung und Quantifizierung der transkutanen Absorption verwendetes Verfahren wie die Franz-Zelle angewendet, um auf dem Gebiet der Dermokosmetik das Eindringen in die Epidermis der in der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung enthaltenen dermokosmetischen Substanzen zu beurteilen und zu quantifizieren.
[0084] Insbesondere hat die Anmelderin durch die Untersuchung der Bedingungen, welche die transzelluläre Passage von kosmetischen Substanzen begünstigen, weiterhin festgestellt, dass die Hauptfaktoren, welche die transkutane Absorption beeinflussen, die folgenden sind: 1. Niedriges/sehr niedriges Molekulargewicht, typischerweise MG ≤ 2000 Dalton. 2. Konzentrationsgradient, das heisst Differenz der Konzentrationen der aktiven Substanzen im Bereich mit hoher Konzentration gegenüber dem Bereich mit niedriger Konzentration. Die Erhöhung des Konzentrationsgradienten erhöht die Menge des pro Zeiteinheit übertragbaren aktiven Prinzips. 3. Eigenschaften des Trägers, in welchem die kosmetische Substanz dispergiert ist, das heisst die Eigenschaften der kosmetischen Formulierungen, um eine ausreichende Löslichkeit in der Lipidphase oder in der Wasserphase zu erreichen.
[0085] Gemäss gewissen Ausführungsformen stellt die vorliegende Erfindung ein(e) transdermale(s) Technologie oder Verfahren für die Penetration von kosmetischen Substanzen durch die Haut, insbesondere durch die Epidermis und die oberflächlichen Dermisschichten bereit, welches umfasst:
Auswählen von kosmetisch aktiven Substanzen mit einem Molekulargewicht (MG) von ≤ 2000 Dalton,
Testen der kosmetisch aktiven Substanzen mit einem MG < 2000 Dalton mittels einer Franz-Diffusionszelle und Auswählen der aktiven dermokosmetischen Substanzen mit einem Absorptionsgradienten in die Dermis von weniger als 20% in 24 Stunden;
Zufügen eines vorzugsweise Decylenglykol, Pentylenglykol und Caprylylglykol umfassenden penetrationsverstärkenden Systems zu den ausgewählten kosmetisch aktiven Substanzen,
Zufügen eines geeigneten Trägers (Carrier) zum Gemisch des penetrationsverstärkenden Systems und der für die topische Anwendung kosmetisch annehmbaren Substanz.
[0086] Geeignete Träger sind diejenigen, die vorangehend unter Bezugnahme auf eine der Ausführungsformen der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung beschrieben worden sind.
[0087] Gemäss gewissen Ausführungsformen hat die transdermale Technologie gemäss einem Aspekt der vorliegenden Erfindung die folgenden fünf Eigenschaften zur Erhöhung der Penetration von aktiven dermokosmetischen Prinzipien durch die Haut:
Niedriges Molekulargewicht des aktiven Prinzips, typischerweise ≤ 2000 Dalton
Konzentrationsgradient
ein für fettlösliche oder wasserlösliche Substanzen geeigneter Träger
Verwendung von mittels Franz-Zelle getesteten aktiven dermokosmetischen Prinzipien
Verwendung eines penetrationsverstärkenden Systems, welches vorzugsweise Decylenglykol, Pentylenglykol und Caprylylglykol umfasst.
[0088] Die transdermale Technologie kann in jeder möglichen kosmetischen Form, beispielsweise Emulsionen, Lotionen, Wasser-Alkohol-Lösungen und auf jede beliebige menschliche Körperregion, beispielsweise das Gesicht, die Kopfhaut, den Körper angewendet werden.
[0089] Die Anmelderin hat zum Nachweis der unterschiedlichen Penetrationsfähigkeiten von verschiedenen Substanzen für die dermokosmetische Verwendung Experimente zur transdermalen Penetration mithilfe der Methode der Franz-Zelle durchgeführt, womit die nachfolgenden Ergebnisse erhalten wurden.
[0090] Mit dieser Technologie oder diesem Verfahren ist es möglich, die Penetration von kosmetisch aktiven Prinzipien in gemessenen Mengen zu überprüfen, wodurch sich dermokosmetische Behandlungen entwickeln lassen, die eine spezifische Funktion erfüllen und die bezüglich des für die Haut erbrachten Nutzens sehr ähnlich zur ästhetischen Medizin sind.
[0091] Die vorliegende Erfindung wird im Detail anhand der nachfolgenden Beispiele beschrieben.
Beispiel 1
[0092] Das Ziel dieser Studie besteht in der Untersuchung der Fähigkeit von verschiedenen Molekülen mit unterschiedlichen chemischen und biologischen Merkmalen wie beispielsweise Aminosäuren, Oligoelemente, Nucleinsäuren und Vitamine, in die Haut einzudringen und durch diese absorbiert zu werden, wobei über 24 Stunden die in der Epidermis und in der Dermis verfügbaren Mengen bestimmt wurden.
[0093] Das experimentelle System wird durch eine Franz-Diffusionszelle gebildet, auf welche in geeigneter Weise behandelte Schweinehaut angebracht wurde; die in diesem Test verwendeten anatomischen Hautkomponenten waren: Epidermis sowie Epidermis + Dermis.
[0094] Insbesondere wurden Tests zur Penetration mittels Franz-Diffusionszellen durchgeführt, welche durch Verwendung von aus Epidermis und Dermis bestehenden Hautmembranen die Bestimmung der aktiv eingedrungenen Menge zu den Messzeitpunkten von 30 Minuten, 8 Stunden und 24 Stunden ermöglichen. Die Franz-Diffusionszelle stellt das für die Bestimmung des Absorptionsgrads einer Substanz durch die Haut am besten geeignete ex-vivo-System dar.
[0095] Die für das Experiment verwendeten Zellen, welche mittels eines kontinuierlichen Flusses von Propylenglykol auf 37 °C thermostatiert wurden, weisen zwei Kammern, nämlich eine obere Geber- und eine untere Aufnahmezelle auf, zwischen welchen der Hautteil eingebracht wird, wobei das Ganze mit Haken befestigt wird derart, dass im Verlauf des Tests kein Austritt der Lösung stattfinden kann.
[0096] Die zu untersuchende dermokosmetische Substanz wird in die obere Geberkammer in Kontakt mit der Haut eingebracht, während die Aufnahmekammer mit physiologischer Kochsalzlösung gefüllt (32 g für jede Zelle) und mittels eines Magnetrührstäbchens unter Rühren gehalten wird.
[0097] Die Aufnahmekammer ist mit einem Probenrohr, durch welches zu den vorgegebenen Messzeitpunkten die Entnahmen von Aufnahmephasen erfolgen können, sowie mit einem äusseren Kragen, der mit einem Thermostatisierungssystem verbunden ist, versehen. Das Ganze ist in einem Glasaufsatz untergebracht, der sich auf einer magnetischen Ebene befindet, welche die Drehbetätigung der Magnetrührstäbchen erlaubt, während die Zellen unbewegt bleiben.
[0098] Auf die Gewebe wurden 0.2 ml von jeder der zubereiteten Lösungen appliziert; die Behandlungsfläche betrug 4 cm<2>; am Ende von jeder ausgemessenen Versuchszeit (30 Minuten, 8 Stunden und 24 Stunden nach der Anwendung) wurde das Gewebe von der Zelle entnommen, homogenisiert und der Analyse zugeführt. Unbehandelte Gewebe wurden als Nullproben zur Bestimmung der Basisspiegel für jedes Molekül der Studie und für die anschliessende Subtraktion bezüglich der verarbeiteten experimentellen Daten verwendet.
[0099] Epidermis wird ausgehend von Gesamthaut erhalten, indem das Gewebe einer thermischen Behandlung (60 °C während 45 Minuten) mit dem alleinigen Zweck, das Gewebe für eine bessere Handhabung zu erweichen, unterworfen wird, gefolgt von chemischem Peeling mit 80% Milchsäure, bis das «Frosting» eintritt (Auftreten von weissen Flecken auf der Haut, ein Zeichen der Ablösung der Epidermis von der Dermis im Bereich der dermo-epidermalen Membran).
[0100] Epidermis und Dermis werden mittels chirurgischer Instrumente durch Entfernung der Hypodermis erhalten.
[0101] Es werden nun die zur Bestimmung der untersuchten Substanzen verwendeten Methoden erläutert.
[0102] Die präparierten Homogenisate wurden in geeigneter Weise mit den in den verwendeten Kits (QIAGEN) enthaltenen Puffern behandelt, um DNA und RNA aus den biologischen Matrizen mit einem hohen Reinheitsgrad bezüglich jeglicher Proteine zu gewinnen; die Nukleinsäuren wurden aus homogenisierten Geweben mittels Einweg-Chromatographiesäulen gewonnen, in denen die DNA/RNA durch die feste Phase entsprechend der Affinität gebunden und durch die mobile Phase von sämtlichen Verunreinigungen gewaschen beziehungsweise gereinigt wird; danach wurde die DNA/RNA mittels eines geeigneten Puffers eluiert und anschliessend dosiert.
[0103] Die Spurenelementanalyse wurde mittels der ICP-OES-Technik durchgeführt. Die Ablesung erfolgte direkt an den Homogenisaten im Anschluss an eine Kalibrierung des Instruments mit einer Reihe von die zu bestimmenden Moleküle enthaltenden Standardlösungen.
[0104] Die Atomemissionsspektroskopie (AES aus dem Englischen Atomic Emission Spectroscopy oder OES von Optical Emission Spectroscopy) ist ein spektroskopisches Emissionsverfahren, das für die chemische Analyse verwendet wird. Es nutzt die Anregung mit relativ hoher Energie, um eine Dissoziation in Atome herbeizuführen und eine Anregung der letzteren zu verursachen. Entsprechend der emittierten Wellenlänge ist es möglich, auf die unbekannte Spezies zu schliessen, da die Spektren für jede Substanz charakteristisch sind, während durch Messung der Emissionsintensität auch eine quantitative Analyse durchgeführt werden kann.
[0105] Die Verwendung einer Quelle mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP) ist durch hohe Temperaturen gekennzeichnet (6500–10 000 K), die für Plasma charakteristisch sind und die das Atomisieren oder Ionisieren sowie das Anregen von nahezu allen Elementen erlauben. Die Nachweisgrenzen sind sehr niedrig und liegen im Bereich von wenigen Einheiten von µg/L bis zu Hundertsteln von µg/L. Das Signal ist stabil und in hohen Mass reproduzierbar mit der Möglichkeit, auf einfache Weise Analysen von Mehrkomponenten mit geringen chemischen Interferenzen durchzuführen.
[0106] Für Aminosäuren und Vitamine wurden Homogenisate mit Fluorenylmethyloxycarbonyl-chlorid (FMOC-CI) derivatisiert; das so erhaltene Derivat wurde gemäss chromatografischen Modalitäten, die für jede Aminosäure spezifisch sind, ins HPLC injiziert.
[0107] Die Hochleistungsflüssigkeits-Chromatographie (auf Englisch: High Performance Liquid Chromatography) oder Hochdruckflüssigchromatographie (High Pressure Liquid Chromatography), welche insbesondere unter der englischen Abkürzung HPLC bekannt ist, ist eine Form der Flüssigkeitschromatographie, welche die instrumentelle Entwicklung der Hochleistungsflüssigkeits-Chromatographie auf einer Säule darstellt.
[0108] Sie ist ein chromatographisches Verfahren, das die Trennung von zwei oder mehreren in einem Lösungsmittel vorhanden Verbindungen unter Ausnutzung des Gleichgewichtes der Affinität zwischen einer im Inneren der chromatographischen Säule befindlichen «stationären Phase», die von einer «mobilen Phase» durchströmt wird, erlaubt. Eine zur stationären Phase im Vergleich zur mobilen Phase stärker affine Substanz benötigt eine längere Zeit, um durch die chromatographische Säule zu gelangen (Retentionszeit) als eine Substanz mit einer niedrigen Affinität zur stationären Phase und einer hohen Affinität zur mobilen Phase.
[0109] Am Ende der Säule sind ein Detektor (IR, UV-VIS, Spektrofluorimetrie, Massenspektrometrie) und ein Rechner angeordnet, welche eine kontinuierliche Analyse des Ausgangsmaterials der Säule erlauben und demnach in der Lage sind, die über ein entsprechendes Chromatogramm injizierten Substanzen zu quantifizieren und/oder zu identifizieren.
[0110] Insbesondere wurden die analytischen Bestimmungen durchgeführt unter Verwendung von:
Chemischen Analysen (HPLC) und Spektrophotometrie (Massenspektrophotometer) für Aminosäuren, Vitamine und Oligoelemente,
GPC-TDA-Analysen für Nukleinsäuren.
[0111] Es wurden mehrere Serien von Franz-Zellen mit fünf Zellen pro getestetes Produkt eingerichtet.
[0112] Für jeden Messzeitpunkt (30 Minuten, 8 Stunden und 24 Stunden) wurde eine Reihe von fünf Zellen eingerichtet, weil die Bestimmung auf einem Hautabschnitts unter Zerstörung der Probe erfolgt und somit jede Bestimmung die Fortsetzung des Tests und die Bestimmung der Penetration des Moleküls zum nächsten Messzeitpunkt verhindert.
[0113] Dementsprechend wurden für jedes zu untersuchende Produkt drei Serien von Franz-Zellen mit je fünf Zellen für die Entnahmen nach 30 Minuten, 8 Stunden und 24 Stunden eingerichtet.
[0114] Die untersuchten Substanzen waren die folgenden:
Berechnung der Ergebnisse
[0115] Unter Verwendung der in jedem Versuchssystem analytisch bestimmten Konzentrationen eines jeden Moleküls wurden die Mengen der einzelnen Aminosäuren, Spurenelemente, Vitamine und Nucleinsäuren, die von den Geweben in den überwachten Messzeiten absorbiert wurden, berechnet und als prozentuale Penetration bezogen auf die applizierten Mengen ausgedrückt.
[0116] Um die Mengen der endogen in den Geweben vorhandenen Moleküle von den durch Applikation der Produkte eingebrachten Mengen zu subtrahieren, wurde jede Bestimmung gegen eine entsprechende Nullprobe durchgeführt: Sämtliche Bestimmungen des Gehaltes von in die Epidermis penetrierten Molekülen wurden unter Verwendung eines Homogenisates von unbehandelter Epidermis als Nullprobe durchgeführt. Nachfolgend sind die erhaltenen Resultate aufgeführt. Für jedes getestete Molekül ist die prozentuale Penetration in die Epidermis, in die Dermis und in beide Strukturen gesamthaft angegeben.
[0117] Die aufgezeichneten Penetrationskinetiken scheinen nicht gewöhnlichen Trends zu folgen, weshalb angenommen werden kann, dass jedes der untersuchten Moleküle gemäss wahrscheinlich gewebespezifischen Wechselwirkungen sowie gemäss den eigenen chemisch-physikalischen Eigenschaften in die Haut eindringt und sich zwischen Epidermis und Dermis verteilt.
[0118] Die Penetrationsdaten können nach Kategorie der Substanzen zusammengefasst werden:
Die Nukleinsäuren haben eine Gesamtpenetration von 29% gezeigt.
Die Spurenelemente haben eine Gesamtpenetration von 29.3% bis 90.9% gezeigt.
Die Vitamine haben eine Gesamtpenetration von 30.6% bis 83.3% gezeigt.
Die Aminosäuren haben eine Gesamtpenetration von 22.4% bis 75.9% gezeigt.
Die Peptide haben eine Gesamtpenetration von maximal 80% gezeigt.
Die übrigen Substanzen haben eine Penetration von durchweg mehr als 30% gezeigt.
[0119] Die Abwesenheit von Spuren der untersuchten Moleküle in der Empfängerflüssigkeit weist darauf hin, dass es keine systemische Absorption gibt und dass die auf die Epidermis applizierten Substanzen die Dermis, wo sie metabolisiert werden, nicht überschreiten.
Beispiel 2
[0120] Penetrationsverstärkendes System für die Penetration von einer oder mehreren dermokosmetischen Substanzen durch die oberflächlichen Hautschichten, mit den folgenden Formulierungen:
Beispiel 3
[0121] Zusammensetzung in Form einer Creme, umfassend das penetrationsverstärkende System:
Claims (11)
1. Dermokosmetische Zusammensetzung zur topischen Anwendung mit penetrationsverstärkenden Eigenschaften, umfassend ein penetrationsverstärkendes System, welches Decylenglykol, Pentylenglykol und Caprylylglykol enthält, sowie eine oder mehrere dermokosmetisch aktive Substanzen und einen kosmetisch annehmbaren Träger.
2. Dermokosmetische Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die besagten dermokosmetisch aktiven Substanzen ein MG ≤ 2000 Dalton haben.
3. Dermokosmetische Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die besagten dermokosmetisch aktiven Substanzen ein MG ≤ 550 Dalton haben.
4. Dermokosmetische Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das penetrationsverstärkende System in einer Menge von 0,00001 bis 10 Gew.-% und die dermokosmetisch aktiven Substanzen in einer Menge von 0,0001 bis 15 Gew.-% vorliegen.
5. Dermokosmetische Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Träger eine aus Vitamin E, Piperidin sowie deren Gemischen ausgewählte Substanz umfasst.
6. Dermokosmetische Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der besagte Träger Ethanol umfasst.
7. Dermokosmetische Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die besagte Zusammensetzung in einer aus Cremen und Salben ausgewählten festen Form oder in einer aus Emulsionen, Suspensionen und Gelen ausgewählten flüssigen Form vorliegt.
8. Dermokosmetische Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 in Form einer Creme.
9. Dermokosmetische Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die dermokosmetisch aktive Substanz aus Arginin, Asparaginsäure, Alanin, Valin, Threonin, Histidin, Acetylcystein, Lysin, Methionin, Tryptophan, Prolin, Glycin, Serin, Isoleucin, Phenylalanin, Glutaminsäure, Leucin, Taurin, Glutamin, Niacinamid, Pyridoxin, Pantothensäure, Biotin, Thiamin, Natriumascorbylphosphat, Riboflavin, Folsäure, Tocopherylacetat, Retinylpalmitat, Cyanocobalamin, Glycyrrhetinsäure, Kojisäure, gegebenenfalls ozonisierte Ölsäure, Natrium-PCA, Allantoin, Arbutin, Darutosid, Oligopeptid-68, Bisabolol, Cu-Tripeptid-1, Sh-Polypeptid-1, Sh-Polypeptid-5, Caproyl-Tetrapeptid-3, Dimethylmethoxy-Chromanyl-Palmitat, Tripeptid-10-Citrullin, Acetyl-Hexapeptid-37, Azelainsäure, 3-Amino-propansulfonsäure, Acetyl-Tetrapeptid-5, Calcium-Gluconat, N-Hydroxysuccinimid, Chrysin, Sesamsamen-Extrakt, Glyceryl-Linoleat, Glyceryl-Linolenat, Zink-PCA, Magnesium-Gluconat, Glucosyl-Hesperidin, hydrolysierte DNA, Calciumchlorid, Manganchlorid, Kupferchlorid, Magnesiumchlorid und Zinkchlorid sowie deren Gemischen ausgewählt ist.
10. Verfahren zur Herstellung einer dermokosmetischen Zusammensetzung nach Anspruch 1, umfassend
– Auswählen von dermokosmetisch aktiven Substanzen mit einem Molekulargewicht von ≤ 2000 Dalton,
– Testen der dermokosmetisch aktiven Substanzen mit einem MG < 2000 Dalton mittels einer Franz-Diffusionszelle und Auswählen der kosmetisch aktiven Substanzen mit einem Absorptionsgradienten in die Dermis von weniger als 20% in 24 Stunden;
– Zufügen eines Decylenglykol, Pentylenglykol und Caprylylglykol umfassenden penetrationsverstärkenden Systems zu den ausgewählten dermokosmetisch aktiven Substanzen unter Bildung eines Gemisches;
– Zufügen eines kosmetisch annehmbaren Trägers zum Gemisch des penetrationsverstärkenden Systems und der dermokosmetisch aktiven Substanzen.
11. Verfahren nach Anspruch 10, weiterhin umfassend einen Schritt der Auswahl des Konzentrationsgradienten.
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