CH711468A2 - Bodenbelagssystem, insbesondere für mineralische Bodenplatten, zur Verhinderung von Feuchteflecken und Verfärbungen und Verfahren zum Aufbau eines Bodenbelagssystems. - Google Patents

Bodenbelagssystem, insbesondere für mineralische Bodenplatten, zur Verhinderung von Feuchteflecken und Verfärbungen und Verfahren zum Aufbau eines Bodenbelagssystems. Download PDF

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CH711468A2
CH711468A2 CH01196/15A CH11962015A CH711468A2 CH 711468 A2 CH711468 A2 CH 711468A2 CH 01196/15 A CH01196/15 A CH 01196/15A CH 11962015 A CH11962015 A CH 11962015A CH 711468 A2 CH711468 A2 CH 711468A2
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    • E04FFINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
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Abstract

Dargestellt und beschrieben ist ein Bodenbelagssystem beinhaltend eine Unterschicht aus Schüttgut und auf der Unterschicht aus Schüttgut aufgelegt eine Oberschicht aus einem Nutzbelag. Erfindungsgemäss ist vorgesehen, dass das Schüttgut mit einem Hydrophobierungsmittel behandelt ist. Dargestellt und beschrieben ist im Weiteren ein Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelagssystems, beinhaltend die Schritte: Aufbringen einer Unterschicht aus Schüttgut auf einen Bodenbereich und Verlegen eines Nutzbelags auf dem Schüttgut. Erfindungsgemäss ist vorgesehen, dass das Schüttgut mit einem Hydrophobierungsmittel behandelt wird. Das Bodenbelagssystem insgesamt und im Besonderen dessen Nutzbelag zeichnet sich durch eine hohe Alterungsbeständigkeit aus und stellt einen wesentlichen ästhetischer Mehrwert dar, da eine gleichbleibende Farbgebung des Nutzbelags sichergestellt werden kann, insbesondere bei häufiger Nässe.

Description

TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft ein Bodenbelagssystem mit einer Unterschicht aus Schüttgut, wie z.B. Sand, Kies, Splitt oder Schotter, und eines darauf aufgelegten, insbesondere darauf verlegten, Nutzbelags aus mineralischen Werkstoffen, wie zum Beispiel Natursteinplatten, Betonplatten oder Keramikplatten, Holz, insbesondere Holzlatten oder Holzplatten, vorzugsweise in Form eines Holzrostes, oder einem Verbundwerkstoff der genannten Materialien oder einem Verbundwerkstoff mit zumindest einem der genannten Materialien, wie zum Beispiel Holz-Kunststoff-Verbundplatten etc. Im Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Verhinderung von Verfärbungen, Hell-Dunkel Erscheinung und Feuchteflecken auf den Oberflächen von lose verlegten Bodenbelägen, welche aus mineralischen Werkstoffen wie z.B. Natursteinplatten, Kunststeinplatten, Betonplatten oder Keramikplatten bestehen und (insbesondere lose) in Schüttgut, wie z.B. Sand, Kies, Splitt oder Schotter, verlegt sind. Das Verfahren bietet auch bei anderen Bodenbelägen aus Holz oder Verbundwerkstoffen Vorteile, dadurch dass Nässe besser abgeführt und gleichzeitig das Aufsteigen von Nässe aus dem Schüttgut effektiver verhindert wird.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
[0002] Heute sind grundsätzlich zwei verschiedene Verfahren bei lose verlegten Bodenbelägen bekannt, die Verfärbungen oder Feuchteflecken auf den Oberflächen von mineralischen Werkstoffen verhindern resp. vermindern sollen. Beim ersten Verfahren werden unter dem Schüttgut, wie z.B. Sand, Kies, Splitt oder Schotter, sogenannte Drainagematten verlegt. Diese Drainagematten sollen zu einer guten Entwässerung unter dem Verlegematerial führen und so den Feuchtetransport im Splitt, Sand oder Kies nach oben zum verlegten Plattenbelag reduzieren. Beim zweiten Verfahren wird die Rückseite der Platten vor dem Verlegen soweit behandelt, dass der Feuchtetransport aus dem Untergrund, wie Splitt, Sand oder Kies in den Bodenbelag, insbesondere in den mineralischen Bodenbelag, reduziert oder verhindert wird. Für diese rückseitigen Schutzschichten werden in der Regel, Hydrophobierungen, Imprägnierungen, Epoxidharze oder Polyurethan genutzt.
[0003] Nachteilig bei beiden Verfahren ist der im Gegensatz zur einfachen Verlegung ohne Drainagematte oder rückseitige Plattenabdichtung deutlich höhere Verlegeaufwand und die hohen Kosten.
[0004] So muss eine Drainagematte äusserst sauber mit sämtlichen An- und Abschlüssen verlegt werden und erst danach kann der Splitt oder der Kies als eigentliche Tragschicht für den Plattenbelag ausgebracht und abgezogen werden.
[0005] Beim Verfahren der rückseitigen Beschichtung, Versiegelung oder Imprägnierung müssen sämtliche Bodenplatten vorgängig mit der Beschichtung, Versiegelung oder Imprägnierung behandelt werden Diese Behandlung geschieht vorzugsweise im Werk auf trockenen Platten. Die Beschichtung, Versiegelung oder Imprägnierung muss vor dem Verlegen der Platten abtrocknen oder aushärten, damit benötigen diese Verfahren eine gewisse Vorlaufzeit. Wird die Imprägnierung oder Versiegelung dennoch vor Ort durchgeführt laufen Imprägnierung oder Versiegelung und Verlegen im Wechsel ab, was im praktischen Ablauf auf der Baustelle in der Regel aufwändig und kompliziert ist.
AUFGABE
[0006] Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein alternatives Bodenbelagssystem für insbesondere lose verlegte Bodenplatten bereitzustellen. Insbesondere soll ein Bodenbelagssystem bereit gestellt werden, welches eine geringe bis keine Neigung zu Verfärbungen oder zur Bildung von Feuchteflecken aufweist und schnell, einfach und günstig auf der Baustelle erstellt bzw. aufgebaut werden kann.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0007] Die Erfindung bezieht sich auf ein Bodenbelagssystem beinhaltend eine Unterschicht aus Schüttgut und auf der Unterschicht aus Schüttgut aufgelegte bzw. verlegte eine Oberschicht aus einem Nutzbelag (bevorzugt in Form von Bodenplatten) und zeichnet sich dadurch aus, dass das Schüttgut mit einem Hydrophobierungsmittel behandelt ist.
[0008] Die Behandlung des Schüttguts mit einem Hydrophobierungsmittel kann auch als Hydrophobierung, Versiegelung oder Beschichtung des Schüttgutes bezeichnet werden. Das Hydrophobierungsmittel wird dabei auf das Schüttgut aufgebracht, z.B. indem das Schüttgut mit dem Hydrophobierungsmittel beschichtet bzw. imprägniert, insbesondere bespritzt oder getränkt wird.
[0009] Das erfindungsgemässe Bodenbelagssystem insgesamt und im Besonderen dessen Nutzbelag zeichnet sich durch eine hohe Alterungsbeständigkeit aus, insbesondere bei häufiger Nässe,. Vorteilhafterweise kann durch die Behandlung mit einem Hydrophobierungsmittel Nässe vom Nutzbelag bzw. von den Bodenplatten effektiv abgeführt und abgehalten werden, insbesondere auch wenn der Nutzbelag direkt auf dem behandelten Schüttgut oder der behandelten Schüttgutschicht aufliegt und so der Feuchtetransport aus der Schüttungsschicht ins Belagsmaterial unterbrochen wird.
[0010] Zudem entsteht ein ästhetischer Mehrwert durch die genannte Behandlung, da eine gleichbleibende Farbgebung des Nutzbelags, insbesondere z.B. bei Naturstein- oder Kunststeinplatten, sichergestellt werden kann.
[0011] Die im Folgenden angeführten vorteilhaften Ausführungsvarianten führen allein oder in Kombination miteinander zu weiteren Verbesserungen des Bodenbelagssystems oder definieren dieses in weiteren Details.
[0012] Das Hydrophobierungsmittel beinhaltet vorzugsweise ein oder mehrere Siliziumverbindungen, ein oder mehrere Fluorcarbone und/oder ein oder mehrere Paraffine. Hydrophobierungsmittel beinhaltend eine oder mehrere Siliziumverbindungen alleine oder in Kombination mit weiteren Komponenten sind bevorzugt.
[0013] Ein Hydrophobierungsmittel ist insbesondere ein hydrophobierender bzw. hydrophob wirkender Stoff oder ein hydrophobierendes bzw. hydrophob wirkendes Stoffgemisch; bzw. ein Stoff oder Stoffgemisch, welches eine damit behandelte Oberfläche im Vergleich zur unbehandelten Oberfläche wasserabweisend oder wasserabweisender macht. Im vorliegenden Bodenbelagssystem dient das Hydrophobierungsmittel dazu das Schüttgut wasserabweisend zu machen oder gegebenenfalls eine gegebenenfalls schon vorhandene wasserabweisende Wirkung eines unbehandelten Schüttguts durch behandeln des Schüttguts mit dem Hydrophobierungsmittel zu erhöhen.
[0014] Vorteilhafterweise ist die Siliziumverbindung oder sind die Siliziumverbindungen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Siloxanen, Poly(organo)siloxanen, Silikonen, Silikonharzen, siliziumorganischen Verbindungen, Silanen und/oder Kieselsäuren. Silane und/oder Siloxane, insbesondere Poly(organo)siloxane, sind bevorzugt.
[0015] Das Hydrophobierungsmittel kann mit Wasser verdünnt bzw. vermischt sein.
[0016] Es genügt, wenn zumindest ein Teil der Oberfläche des Schüttguts bzw. der Schüttgutkörner mit dem Hydrophobierungsmittel behandelt, beschichtet oder imprägniert bzw. besprüht oder benetzt ist. Das heisst, dass es nicht nötig ist dass jedes einzelne der Schüttgutkörner vollumfänglich beschichtet ist. Insbesondere genügt es, wenn die abgezogene bzw. planierte Schüttgutschicht mit dem Hydrophobierungsmittel besprüht ist.
[0017] Der Nutzbelag bzw. die Bodenplatten kann bzw. können vorteilhafterweise im Wesentlichen direkt auf dem Schüttgut aufliegen. Beim Schüttgut handelt es sich praktischerweise um natürliche und/oder künstliche Gesteinskörnungen, welche leicht erhältlich sind. Das Schüttgut ist üblicherweise ein loses Schüttgut. Beispielsweise wird als Schüttgut Sand oder Kies, vorzugsweise Bruchmaterial, wie Bruchsand, Splitt oder Schotter empfohlen.
[0018] Bevorzugt sind Sand, insbesondere mit Korngrössen im Bereich von > 0.063 mm bis 2 mm, wie z.B. Grobsand (insbesondere im Korngrössenbereich > 0.63 mm bis 2 mm), und Kies, insbesondere mit Korngrössen im Bereich von > 2 bis 32 mm, wie z.B. Splitt.
[0019] Die Schichtdicke des Schüttguts (insbesondere nach dem Planieren) beträgt vorteilhafterweise 1 cm bis 20 cm, vorzugsweise 2 cm bis 12 cm, weiter bevorzugt 3 cm bis 8 cm.
[0020] Es wird bevorzugt, dass die Schicht aus Schüttgut eine Schichtdicke von wenigstens dem 3-fachen, vorzugsweise wenigstens dem 5-fachen der Korngrösse des Schüttguts aufweist.
[0021] Im Allgemeinen ist eine Korngrösse des Schüttguts im Bereich von 1 mm bis 15 mm, vorzugsweise 2 mm bis 12 mm, weiter bevorzugt 3 mm bis 8 mm besonders zweckmässig.
[0022] Der Nutzbelag besteht vorzugsweise aus Platten bzw. Bodenplatten oder Pflastersteinen (dazu gehören z.B. Platten aus Mineralstein oder Naturstein), alternativ aus Latten oder einem Rost (insbesondere z.B. Holzlatten oder Holzrost).
[0023] Bodenplatten sind zweckmässigerweise lose verlegt, insbesondere direkt auf dem darunterliegenden Schüttgut. Zweckmässigerweise sind aneinander grenzende Bodenplatten voneinander beabstandet, vorzugsweise um mindestens 1 mm, weiter bevorzugt um mindestens 3 mm, weiter bevorzugt um mindestens 5 mm.
[0024] Der Nutzbelag besteht, insbesondere die Bodenplatten bestehen z.B. aus Naturstein, Mineralstein, wie z.B. Betonstein (d.h. Beton) oder Zementstein (d.h. Zement), Keramik, Holz oder einem Verbundmaterial der vorgenannten Materialien oder mit zumindest einem der vorgenannten Materialien, wie z.B. Holzkunststoffverbund.
[0025] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelagssystems, insbesondere auch ein Verfahren zum Verlegen eines Nutzbelags z.B. in Form von Bodenplatten, beinhaltend die folgenden Schritte: Aufbringen einer Unterschicht aus Schüttgut auf einen Bodenbereich und Verlegen eines Nutzbelags, zum Beispiel von Bodenplatten, auf dem Schüttgut, wobei sich das Verfahren dadurch auszeichnet, dass das Schüttgut mit einem Hydrophobierungsmittel behandelt wird. Zweckmässigerweise wird das Schüttgut vor dem Verlegen des Nutzbelags mit dem Hydrophobierungsmittel behandelt. Weiter ist es zweckmässig, das Schüttgut nach dem Aufbringen der Unterschicht aus Schüttgut auf einem Bodenbereich mit dem Hydrophobierungsmittel zu behandeln. Zur Behandlung des Schüttguts mit dem Hydrophobierungsmittel kann das Schüttgut mit dem Hydrophobierungsmittel z.B. besprüht oder getränkt werden.
[0026] In einer bevorzugten Ausführung ist hierin insbesondere auch ein Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelagssystems, insbesondere auch ein Verfahren zum Verlegen eines Nutzbelags offenbart, beinhaltend den folgenden Verfahrensablauf: Aufbringen einer Unterschicht aus Schüttgut auf einen Bodenbereich, vorzugsweise Verteilen und Abziehen des Schüttgutes (insbesondere zwecks Planierung und Entwässerung), Behandeln, insbesondere Besprühen, des Schüttgutes mit einem Hydrophobierungsmittel und Verlegen eines Nutzbelags (insbesondere Verlegen von Bodenplatten) auf dem mit Hydrophobierungsmittel behandelten Schüttgut (d.h. auf dem hydrophobierten Schüttgut).
[0027] In einer bevorzugten Ausführung beinhaltet das Hydrophobierungsmittel eine oder mehrere Siliziumverbindungen. Die Siliziumverbindung oder die Siliziumverbindungen sind vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Siloxanen, Poly(organo)siloxanen, Silikonen, Silikonharzen, siliziumorganischen Verbindungen, Silanen und/oder Kieselsäuren, dabei sind Silane und/oder Siloxane, insbesondere Poly(organo)siloxane, besonders bevorzugt.
[0028] Vorteilhafterweise enthält das Hydrophobierungsmittel 74 Gew.-% bis 100 Gew.-% Siloxan oder ein Gemisch von Siloxanen. Insbesondere sind Poly(organo)siIoxan oder ein Gemisch von Poly(organo)siloxanen zweckdienlich. Eine optional zusätzliche Menge an Wasser zur Verdünnung des Hydrophobierungsmittels ist in den Gewichtsprozentangaben nicht mit einberechnet bzw. nicht berücksichtigt.
[0029] In einer bevorzugten Ausführung beinhaltet das Hydrophobierungsmittel die folgenden Bestandteile: 74 Gewichtsteile bis 100 Gewichtsteile eines oder mehrerer Siloxane, insbesondere eines oder mehrerer Poly(organo)siloxane, 0 bis 12 Gewichtsteile eines oder mehrerer Präkursoren, insbesondere eines oder mehrerer Alkoxide, insbesondere bevorzugt eines oder mehrerer Silicium-Alkoxide, 0 bis 12 Gewichtsteile einer oder mehrerer Säuren oder Basen, insbesondere einer oder mehrerer Carbonsäuren, insbesondere bevorzugt einer oder mehrerer aliphatischer, gesättigter Carbonsäuren, insbesondere weiter bevorzugt einer oder mehrerer aliphatischer, gesättigter Monocarbonsäuren, und 0 bis 2 Gewichtsteile eines oder mehrerer Lösungsmittel, insbesondere eins oder mehrerer anderer Lösungsmittel als Wasser, bevorzugt eines oder mehrerer Alkohole, besonders bevorzugt eines oder mehrerer Alkanole.Eine Verdünnung (bzw. Vermischung oder Vermengung) der Zusammensetzung des Hydrophobierungsmittels mit Wasser ist optional. Eine Zugabe von Zusatzstoffen, das sind z.B. Frostschutzmittel oder Färbemittel, ist optional. Zusatzstoffe sind, falls vorhanden, zweckmässigerweise maximal mit 10 Gewichtsteilen, bevorzugt mit maximal 5 Gewichtsteilen vorhanden.
[0030] Eine Ausführung für ein zweckmässiges Hydrophobierungsmittelkonzentrat ergibt sich aus der vorhergehenden Ausführung, wenn die genannten Gewichtsteile als Gewichtsprozent aufgefasst werden, wobei sich die genannten Bestandteile auf 100 Gew.-% summieren. Oben genannte Zusatzstoffe bleiben unberücksichtigt oder sind im Konzentrat nicht vorhanden. Das Konzentrat kann, gegebenenfalls mit Wasser, verdünnt werden. In den genannten Gewichtprozentangaben bleibt ein Wasseranteil, welcher zur Verdünnung optional ist, unberücksichtigt.
[0031] In einer weiteren bevorzugten Ausführung beinhaltet das Hydrophobierungsmittel die folgenden Bestandteile in folgenden bevorzugten Mengenbereichen: 79 Gewichtsteile bis 89.51 Gewichtsteile eines oder mehrerer Siloxane, insbesondere eines oder mehrerer Poly(organo)siIoxane, 5 Gewichtsteile bis 10 Gewichtsteile eines oder mehrerer Präkursoren, insbesondere eines oder mehrerer Alkoxide, insbesondere bevorzugt eines oder mehrerer Silicium-Alkoxide, 5 Gewichtsteile bis 10 Gewichtsteile einer oder mehrerer Säuren oder Basen, insbesondere einer oder mehrerer Carbonsäuren, insbesondere bevorzugt einer oder mehrerer aliphatischer, gesättigter Carbonsäuren, insbesondere weiter bevorzugt einer oder mehrerer aliphatischer, gesättigter Monocarbonsäuren, und Gewichtsteile bis 1 Gewichtsteile eines oder mehrerer Lösungsmittel, insbesondere eins oder mehrerer anderer Lösungsmittel als Wasser, bevorzugt eines oder mehrerer Alkohole, besonders bevorzugt eines oder mehrerer Alkanole.Eine Verdünnung (bzw. Vermischung oder Vermengung) der Zusammensetzung des Hydrophobierungsmittels mit Wasser ist optional. Eine Zugabe von Zusatzstoffen, wie oben erwähnt, ist optional.
[0032] Eine Ausführung für ein zweckmässiges Hydrophobierungsmittelkonzentrat ergibt sich aus der vorhergehenden Ausführung, wenn die genannten Gewichtsteile als Gewichtsprozent aufgefasst werden, wobei sich die genannten Bestandteile auf 100 Gew.-% summieren. Oben genannte Zusatzstoffe bleiben unberücksichtigt oder sind im Konzentrat nicht vorhanden. Das Konzentrat kann, gegebenenfalls mit Wasser, verdünnt werden. In den genannten Gewichtprozentangaben bleibt ein Wasseranteil, welcher zur Verdünnung optional ist, unberücksichtigt.
[0033] Die Gewichtsteile der folgenden Hauptbestandteile des Hydrophobierungsmittels, (a) ein oder mehrere Siloxane, vorzugsweise ein oder mehrere Poly(organo)siloxane, (b) ein oder mehrere Präkursoren, vorzugsweise ein oder mehrere Alkoxide, weiter bevorzugt ein oder mehrere Si-Alkoxide, (c) eine oder mehrere Säuren oder Basen, bevorzugt eine oder mehrere Carbonsäuren, vorzugsweise eine oder mehrere aliphatische, gesättigte Carbonsäuren, weiter bevorzugt eine oder mehrere aliphatische, gesättigte Monocarbonsäuren, und (d) ein oder mehrere Lösungsmittel, insbesondere ein oder mehrere andere Lösungsmittel als Wasser, bevorzugt ein oder mehrere Alkohole, besonders bevorzugt ein oder mehrere Alkanole, summieren sich bevorzugt auf 100 Gewichtsteile. Gegebenenfalls können zusammen mit den genannten Hauptbestandteilen des Hydrophobierungsmittels Zusatzstoffe, wie z.B. Frostschutzmittel oder Färbemittel, zum Einsatz kommen bzw. können diese Zusatzstoffe dem Hydrophobierungsmittel beigemischt werden. Vorteilhafterweise ist die Zusatzstoffmenge auf maximal 10 Gewichtsteile, weiter bevorzugt auf maximal 5 Gewichtsteile (zusätzlich zu den Gewichtsteilen der Bestandteile a) bis d) begrenzt.
[0034] Bei Anwendung bzw. zur Anwendung kann wie oben dargelegt dem Hydrophobierungsmittel zusätzlich Wasser zugegeben werden d.h. kann das Hydrophobierungsmittel mit Wasser verdünnt werden.
[0035] Das Hydrophobierungsmittel ist vorzugsweise ein Stoffgemisch der jeweils genannten Bestandteile und wird z.B. durch vermengen oder vermischen der genannten Bestandteile und optional unter Zugabe von Wasser hergestellt.
[0036] Das Hydrophobierungsmittel wird vorteilhafterweise auf das Schüttgut aufgesprüht. Insbesondere ist es zweckmässig, das Hydrophobierungsmittel nach dem Verteilen und gegebenenfalls nach dem Abziehen des Schüttguts auf das Schüttgut aufzusprühen. Auch wird zweckmässigerweise das Hydrophobierungsmittel vor dem Verlegen des Nutzbelags (insb. der Bodenplatten) auf dem Schüttgut aufgebracht.
[0037] Der Nutzbelag besteht vorzugsweise aus Bodenplatten. Die Bodenplatten können lose, vorteilhafterweise direkt auf dem Schüttgut, verlegt werden. Die Bodenplatten können somit auf das Schüttgut gelegt werden und sind mit diesem in direktem Kontakt.
[0038] Das hier vorgestellte Bodenbelagssystem bzw. das hier vorgestellte Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelags bzw. eines Bodenbelagssystems kann z.B. auf Terrassen und Balkonen angewendet werden.
[0039] Weitere Vorteile und vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0040] Ein erfindungsgemässes Bodenbelagssystem ist beispielsweise wie folgt aufgebaut.
[0041] Auf einem vorbereiteten Bodenbereich, typischerweise im Gefalle auf einem dichten oder abgedichteten Untergrund, wie Beton mit oder ohne Versiegelung oder Drainagematte, liegt eine Schüttgutunterschicht auf. Die Schüttgutunterschicht bzw. das Schüttgut ist mit einem Hydrophobierungsmittel imprägniert bzw. die Schüttgutkörner sind mit einem Hydrophobierungsmittel beschichtet. Auf der Schüttgutunterschicht ist eine Oberschicht im Wesentlichen bestehend aus Bodenplatten (vorzugsweise lose) verlegt. Als Bodenplatten werden z.B. Natursteinplatten, Betonplatten, Keramikplatten, Verbundmaterialplatten, wie z.B. Holz-Kunststoff-Verbundplatten oder Keramik-Kunststoff-Verbundplatten, verwendet.
[0042] Schüttgut ist insbesondere ein körniges oder stückiges Gemenge, das in einer schüttfähigen Form vorliegt. Schüttgut umfasst zweckmässigerweise natürliche und künstliche Gesteinskörnungen. Zu den natürlichen Gesteinskörnungen zählen, z.B. Sand, Kies, Schotter, Splitte, Brechsande und Felsgesteine. Kies und Sand werden üblicherweise in Kiesgruben gefunden. Kiese, üblicherweise Kiese mit einer Korngrösse grösser als 32 mm, werden zum Teil mit Brechern zerkleinert, wodurch Splitte und Brechsande entstehen. Schotter sind vorwiegend kantige, gebrochene Gesteinskörnungen. Künstliche Gesteinskörnungen sind industriell hergestellte Gesteinskörnungen mineralischen Ursprungs.
[0043] Sand umfasst üblicherweise Körner (Siebkorn) mit einer Korngrösse (d.h. einem Korndurchmesser bzw. Äquivalentdurchmesser) von > 0,063 mm bis 2 mm. Sande werden in Korngrössenbereiche Feinsand, Mittelsand und Grobsand eingeteilt. Für die hierin offenbarte Anwendung wird z.B. unter den Sanden vorteilhafterweise Grobsand mit einer Korngrösse von > 0,63 mm bis 2 mm eingesetzt. Es kann abgebauter oder Bruchsand verwendet werden. Bruchsand umfasst dabei insbesondere kantige, gebrochene oder verwitterte Gesteins- oder Mineralkörner.
[0044] Kies umfasst üblicherweise Körner (Siebkorn) mit einer Korngrösse (d.h. einem Korndurchmesser bzw. Äquivalentdurchmesser) von > 2 mm bis 63 mm. Kies umfasst Feinkies und Grus mit einer Korngrösse von > 2 mm bis 6,3 mm, Mittelkies und Feinstein mit einer Korngrösse von > 6,3 mm bis 20 mm, Grobkies und Mittelsteine mit einer Korngrösse von > 20 mm bis 63 mm. Feinkies, Mittelkies und Grobkies sind vorwiegend gerundete Gesteins- oder Mineralkörner, während Grus, Feinstein und Mittelstein eher eckig und kantige Formen aufweisen (insbesondere Bruchmaterial).
[0045] Andere gebräuchliche Bezeichnungen sind Splitt für Körner (Siebkom) mit einer Korngrösse (d.h. einem Korndurchmesser bzw. Äquivalentdurchmesser) von > 2 mm bis 32 mm und Schotter für Körner mit einer Korngrösse von > 32 mm bis 63 mm. Splitt umfasst vorwiegend kantige, gebrochene Gesteins- oder Mineralkörner; Schotter umfasst ebenfalls vorwiegend kantige, gebrochene Gesteins- oder Mineralkörner.
[0046] Die Korngrösse (Äquivalentdurchmesser) ist die Nennweite einer Prüfsieböffnung, durch welche das Korn gerade noch hindurchpasst. Die Korngrösse ist insbesondere nach DIN 4022 bzw. neu nach EN ISO 14 688 und EN ISO 14 689 bestimmt.
[0047] Ein bevorzugtes Verfahren zum Aufbau eines erfindungsgemässen Bodenbelagssystems wird im Folgenden beschrieben.
[0048] Eine Tragschicht aus Schüttgut (natürliche und/oder künstliche Gesteinskörnungen vorzugsweise Kies oder Sand, insbesondere bevorzugt Splitt) wird auf einer vorbereiteten, Bodenfläche ausgebreitet, im Wesentlichen flächig gleichmässig verteilt und abgezogen, d.h., z.B. mit einem Brett oder einer Latte, eingeebnet bzw. planiert.
[0049] Beim hier vorgestellten erfindungsgemässen Verfahren wird auf das Schüttgut eine Beschichtung oder Imprägnierung aufgesprüht. Dabei wird das Schüttgut vorzugsweise direkt mit der Imprägnierung besprüht. Zweckmässigerweise wird das Imprägnierungsmittel (Hydrophobierungsmittel) auf das abgezogene, also das eingeebnete und für das weitere Verlegen von Bodenplatten vorbereitete, Schüttgut, aufgesprüht. Mit dem hier verwendeten Imprägnierungsmittel (Hydrophobierungsmittel), kann selbst feuchtes Schüttgut direkt nach dem Aufbringen einer Schüttgutunterschicht und eventuell nach dem Abziehen bzw. Glattstreichen behandelt werden (d.h. ohne Unterbruch zwecks Trocknen, bzw. ohne Trocknungsschritt). Besonders bevorzugt zur Behandlung von feuchtem Schüttgut sind Imprägnierungsmittel bzw. Hydrophobierungsmitte], welche mit Wasser reagieren, wie z.B. Silan-/SiIoxan-Emulsionen.
[0050] Als Beschichtungs- bzw. Imprägnierungsmittel wird ein Hydrophobierungsmittel verwendet. Ein Hydrophobierungsmittel wirkt hydrophobierend. Eine mit einem Hydrophobierungsmittel behandelte Oberfläche wirkt hydrophob, d.h. wasserabstossend. Ein bevorzugt angewendetes Hydrophobierungsmittel basiert auf hydrophoben Siliciumverbindungen, insbesondere siliciumorganischen Verbindungen, hydrophoben Fluorcarbonen und/oder hydrophobem Paraffin. Bevorzugte Siliciumverbindungen sind Siloxane, insbesondere Poly(organo)siloxane, Silikone, Silikonharze, und/oder Silane. Fluorcarbone sind insbesondere Substanzen mit perfluorierten Kohlenstoffketten, aber nicht immer ausschliesslich. Das Hydrophobierungsmittel liegt vorzugsweise als flüssige Fertigmischung, z.B. als Emulsion (beispielsweise eine Silan-Siloxan-Emulsion), insbesondere als Mikroemulsion, vor, wobei das Hydrophobierungsmittel zur Anwendung vorzugsweise mit Wasser verdünnt ist.
[0051] Bestandteile zur Zubereitung eines bevorzugen Hydrophobierungsmittelkonzentrats sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Mengenangaben sind als Angaben bevorzugter Verwendungsparameter zu verstehen. Die in der Tabelle aufgelisteten Bestandteile ergänzen sich insbesondere auf 100 Gewichtsprozent. Wasser kann optional zur Verdünnung des Konzentrats zugegeben werden, vorzugsweise in einem Gewichtsverhältnis von Hydrophobierungsmittelkonzentrat zu Wasser von 1:1 bis 1:25, weiter bevorzugt von 1:2 bis 1:15.
[0052] Hier und im Weiteren dort, wo Bereiche angegeben sind, ergeben sich weitere bevorzugte Bereiche aus Kombinationen der in den verschiedenen Bereichen genannten Minima und Maxima.
[0053] Durch das oberflächliche Aufbringen, insbesondere durch Aufsprühen, des Hydrophobierungsmittels auf mineralische Baustoffe oder das Beimischen des Hydrophobierungsmittels zu mineralischen Baustoffen wird die behandelte Oberfläche hydrophobiert. Mineralische Baustoffe in Form von Schüttgut sind z.B. erhältlich als Sand, z.B. Quarzsand, oder Kies, z.B. Schotter oder Splitt.
[0054] Auf der imprägnierten Tragschicht bzw. nach dem Imprägnieren der Tragschicht werden Bodenplatten (auf übliche Weise) vorzugsweise lose verlegt. Die Platten liegen auf der Tragschicht auf. Die Platten werden zweckmässigerweise gegeneinander beabstandet gelegt, sodass Spalten bzw. Fugen – mit oder ohne Fugenkreuze resp. Distanzhalter – zwischen den verlegten Platten entstehen. Alternativ können die Platten gestossen verlegt werden (d.h. dass benachbarte Platten stumpf aneinander anstossen).
[0055] Es wird angenommen, dass die Imprägnierungsbehandlung der Tragschicht einem Unterbruch des Feuchtetransports von unten in den auf dem Schüttgut verlegten Plattenbelag bewirkt. Werden die Bodenplatten frisch in frisch verlegt, kann die erfindungsgemässe Hydrophobierung durch den direkten Kontakt der verlegten Bodenplatten mit der noch nicht abgebundenen Hydrophobierung des Schüttguts, zusätzlich zu einer rückseitigen Hydrophobierung der Bodenplatten führen und dadurch gegebenenfalls eine zusätzliche Reduzierung des Feuchteeintrags aus dem Untergrund bewirken.
[0056] Eine mögliche Erklärung für den Unterbruch des Feuchtetransports ist, dass eine Sperrschicht (insb. eine chemische Sperrschicht) resp. kapillarbrechende Oberfläche hergestellt wird, welche wasserabweisend wirkt und dabei kapillaren Wassertransport, Kapillarfeuchtigkeit und/oder das Aufsteigen von Feuchtigkeit verhindert oder vermindert. Eine Verhinderung oder Verminderung von kapillarem Wassertransport, Kapillarfeuchtigkeit, Wasserdampfdurchlässigkeit und/oder Aufsteigen von Feuchtigkeit hat im Vergleich zu Systemen ohne Behandlung des Schüttgutes mit dem Hydrophobierungsmittel eine Verhinderung resp. deutliche Verminderung von Verfärbungen und/oder Durchfeuchtung von mineralischen Platten (Natursteinplatten, Betonplatte, etc.) oder auch anderen Plattenmaterialien zur Folge.
[0057] Man erhält mit dem erfindungsgemässen Verfahren einen sicheren Schutz gegen Verfärbungen, Hell-Dunkel Erscheinung, Feuchteflecken auf mineralischen Bodenbelägen bei loser Verlegung. Das Aufsprühen der Hydrophobierung auf das abgezogene Bettungsmaterial stellt dabei einen Zwischenschritt im Arbeitsablauf dar, welcher nahezu keinerlei Vorarbeiten benötigt und relativ wenig Zeit und Arbeitsaufwand benötigt. Nebst dem geringeren Arbeitsaufwand ist auch der Preis dieses Verfahrens deutlich günstiger als bei den bekannten Verfahren mit Drainagematten oder einer vor dem Verlegen rückseitig auf die Platten aufgebrachten Beschichtung oder Imprägnierung.
Ausführungsbeispiel 1: Zusammensetzung eines Hydrophobierungsmittels
[0058] 100 Gew.-% Siloxanes and Silicones, di-Me, [[[3-[(2-ammoemyl)arnino]propyl]silyIidyne]tris(oxy)]tris-/methoxy-terminated (CAS: 67 923-07-3)
[0059] Zur Anwendung, insbesondere bei Verwendung als Sprühimprägnierung, wird das genannte Hydrophobierungsmittel zweckdienlicherweise mit Wasser verdünnt, vorzugsweise in einem Gewichtsverhältnis von Hydrophobierungsmittel zu Wasser im Bereich von 1:1 bis 1:25.
Ausführungsbeispiel 2: Aufbau eines Bodenbelagssystems mit Unter- und Oberschicht
[0060] Unterschicht: Schüttgut: Splitt, nach dem Abziehen besprüht mit der verdünnten Zusammensetzung nach Ausführungsbeispiel 1.
[0061] Oberschicht: Betonplatte, Kunststeinplatte oder Natursteinplatten, lose verlegt
Ausführungsbeispiel 3: Zusammensetzung eines Hydrophobierungsmittels
[0062] 79%–89.51% Siloxanes and Silicones, di-Me, [[[3-[(2-aminoethyl)amino)propyl]silylidyne]tris(oxy)]tris-, methoxy-terminated (CAS: 67 923-07-3) 5%–10% Tetraethylsilikat (CAS: 78-10-4) 5%–10% Essigsäure (CAS: 64-19-7) 0.49%–1% Methanol (CAS: 67-56-1)Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht (d.h. die Mengenangaben sind in Gewichtsprozent wiedergegeben).
[0063] Optional kann die genannte Zusammensetzung, insbesondere zur Sprühimprägnierung, mit Wasser verdünnt werden. Das Gewichtsverhältnis von Hydrophobierungsmittel zu Wasser liegt vorzugsweise im Bereich von 1:1 bis 1:25, in einem besonders praktikablen Ausführungsbeispiel beträgt das Gewichtsverhältnis beispielsweise 1:6.
Ausführungsbeispiel 4: Aufbau eines Bodenbelagssystems mit Unter- und Oberschicht
[0064] Unterschicht: Schüttgut: Splitt, nach dem Abziehen besprüht mit einer Zusammensetzung nach Ausführungsbeispiel 3.
[0065] Oberschicht: Betonplatte oder Natursteinplatte, lose verlegt
[0066] Während vorstehend spezifische Ausführungsformen beschrieben wurden, ist es offensichtlich, dass unterschiedliche Kombinationen der aufgezeigten Ausführungsmöglichkeiten angewendet werden können, insoweit sich die Ausführungsmöglichkeiten nicht gegenseitig ausschliessen.
[0067] Während die Erfindung vorstehend unter Bezugnahme auf spezifische Ausführungsformen beschrieben wurde, ist es offensichtlich, dass Änderungen, Modifikationen, Variationen und Kombinationen, ohne vom Erfindungsgedanken abzuweichen, gemacht werden können.

Claims (21)

1. Bodenbelagssystem beinhaltend – eine Unterschicht aus Schüttgut und – auf der Unterschicht aus Schüttgut aufgelegt eine Oberschicht aus einem Nutzbelag, dadurch gekennzeichnet, dass das Schüttgut mit einem Hydrophobierungsmittel behandelt ist.
2. Das Bodenbelagssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hydrophobierungsmittel eine oder mehrere Siliziumverbindungen beinhaltet.
3. Das Bodenbelagssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder mehreren Siliziumverbindungen ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Siloxanen, Poly(organo)siloxanen, Silikonen, Silikonharzen, siliziumorganischen Verbindungen, Silanen und Kieselsäuren.
4. Das Bodenbelagssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hydrophobierungsmittel ein oder mehrere Fluorcarbone, ein oder mehrere Paraffine, oder eine Kombination davon beinhaltet.
5. Das Bodenbelagssystem nach einem der Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutzbelag direkt auf dem Schüttgut aufliegen.
6. Das Bodenbelagssystem nach einem der Ansprüche 1–5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich beim Schüttgut um natürliche und/oder künstliche Gesteinskörnungen handelt, z.B. Sand, Kies, vorzugsweise Bruchmaterial, wie Bruchsand, Splitt oder Schotter.
7. Das Bodenbelagssystem nach einem der Ansprüche 1–6, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutzbelag, vorzugsweise in Form von Bodenplatten, aus Naturstein, Mineralstein, Keramik, Holz oder einem Verbundmaterial mit zumindest einem der vorgenannten Materialien hergestellt ist.
8. Das Bodenbelagssystem nach einem der Ansprüche 1–7, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutzbelag Bodenplatten beinhaltet, welche lose verlegt sind.
9. Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelagssystems beinhaltend die Schritte – Aufbringen einer Unterschicht aus Schüttgut auf einen Bodenbereich und – Verlegen eines Nutzbelags auf dem Schüttgut, dadurch gekennzeichnet, dass das Schüttgut mit einem Hydrophobierungsmittel behandelt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Schüttgut mit dem Hydrophobierungsmittel behandelt wird indem das Schüttgut mit dem Hydrophobierungsmittel benetzt oder besprüht wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass Schüttgut nach dem Aufbringen als Unterschicht auf einen Bodenbereich mit dem Hydrophobierungsmittel behandelt wird, insbesondere dass das Schüttgut nach dem Aufbringen als Unterschicht und vor dem Verlegen eines Nutzbelags mit dem Hydrophobierungsmittel behandelt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass Schüttgut nach dem Aufbringen als Unterschicht und vor dem Verlegen eines Nutzbelags Verteilt und Abgezogen wird, und vorzugsweise dass das Hydrophobierungsmittel nach dem Verteilen und Abziehen des Schüttguts auf das Schüttgut aufgesprüht wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Hydrophobierungsmittel vor dem Verlegen des Nutzbelags auf dem Schüttgut aufgebracht wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutzbelag Bodenplatten beinhaltet, welche lose verlegt werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Hydrophobierungsmittel eine oder mehrere Siliziumverbindungen, ein oder mehrere Fluorcarbone und/oder ein oder mehrere Paraffine beinhaltet.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Siliziumverbindung oder die Siliziumverbindungen ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Siloxanen, Poly(organo)siIoxanen, Silikonen, Silikonharzen, siliziumorganischen Verbindungen, Silanen und Kieselsäuren.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 9–16, dadurch gekennzeichnet, dass das Hydrophobierungsmittel ein oder mehrere Siloxane, vorzugsweise ein oder mehreren Poly(organo)siloxane beinhaltet.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 9–17, dadurch gekennzeichnet, dass das Hydrophobierungsmittel 74 Gew.-% bis 100 Gew.-% Siloxan, vorzugsweise 74 Gew.-% bis 100 Gew.-% Poly(organo)siloxan, enthält, wobei eine zusätzliche, optionale Verdünnung mit Wasser in den Gewichtsprozentangaben nicht einberechnet ist.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 9–18, dadurch gekennzeichnet, dass das Hydrophobierungsmittel, welches optional mit Wasser verdünnt sein kann, aus den folgenden Bestandteilen, vorzugsweise durch Vermischen der Bestandteile, hergestellt ist, – 74 Gewichtsteile bis 100 Gewichtsteile eines oder mehrerer Siloxane, insbesondere eines oder mehrerer Poly(organo)siloxane, – 0 bis 12 Gewichtsteile eines oder mehrerer Präkursoren, insbesondere eines oder mehrerer Alkoxide, bevorzugt insbesondere eines oder mehrerer Silicium-Alkoxide, – 0 bis 12 Gewichtsteile einer oder mehrerer Säuren oder Basen, insbesondere einer oder mehrerer Carbonsäuren, bevorzugt insbesondere einer oder mehrerer aliphatischer, gesättigter Carbonsäuren, weiter bevorzugt insbesondere einer oder mehrerer aliphatischer, gesättigter Monocarbonsäuren, – 0 bis 2 Gewichtsteile eines oder mehrerer Lösungsmittel, insbesondere eines oder mehrerer Alkohole, bevorzugt insbesondere eines oder mehrerer Alkanole, und – optional Zusatzstoffe, vorzugsweise maximal 10 Gewichtsteile.
20. Anwendung des Bodenbelagssystems nach einem der Ansprüche 1 bis 8 auf Terrassen und Balkonen.
21. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 9 bis 19 auf Terrassen und Balkonen.
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