CH712333A2 - Schacht zur Ableitung von verunreinigten Flüssigkeiten, insbesondere für Strassenabwasser. - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Schacht zur Ableitung von Strassenabwasser. Der Schacht umfasst einen Schachtkörper (1), welcher einen Schachtraum (3) bildet und eine Schacht-Einlauföffnung (4) aufweist, über welche das Abwasser in den Schachtraum (3) eintreten kann, sowie einen Schachtdeckel (5), welcher in die Schacht-Einlauföffnung (4) eingesetzt ist und Durchtrittsöffnungen (6) für das Abwasser aufweist. Im Schachtraum (3) unterhalb der Schacht-Einlauföffnung (4) ist ein Filtersack (7) mit einer Sack-Einlauföffnung (8) angeordnet, welche der Schacht-Einlauföffnung (4) zugewandt ist, derart, dass das durch die Schacht-Einlauföffnung (4) eintretende Abwasser in die Sack-Einlauföffnung (8) einlaufen kann. Dabei sind die Wandungen des Filtersacks (7) unterhalb der Sack-Einlauföffnung (8) von den Begrenzungen des Schachtraumes (3) beabstandet, so dass das aus den Wandungen des Filtersacks (7) austretende gefilterte Wasser ungehindert in den Schachtraum (3) abfliessen kann. Die Sack-Einlauföffnung (8) ist ebenfalls beabstandet zu den Begrenzungen des Schachtraumes (3) angeordnet, derart, dass ein Ablaufquerschnitt (A) gebildet wird, über welchen bei vollständig mit Abwasser und/oder Schmutz gefülltem Filtersack (7) das in die Schacht-Einlauföffnung (4) eintretende Abwasser direkt in den Schachtraum (3) abfliessen kann. Durch die erfindungsgemässe Lösung wird es möglich, Strassenabwässer bei deren Ableitung über einen Schacht mit einem Filtersack zu reinigen, ohne dabei Gefahr zu laufen, dass es zu einem Rückstau bei einem verstopften Filtersack kommt. Auch eignet sich diese Lösung hervorragend für die Nachrüstung bestehender Ablaufschachte.
Description
Beschreibung [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schacht zur Ableitung von verunreinigten Flüssigkeiten, insbesondere von Strassenabwasser, gemäss dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
[0002] Verunreinigte flüssige Medien, insbesondere Abwässer, werden oftmals auf Flächen gesammelt und über Rinnen und Schächte abgeleitet, um sie einer aufbereitenden Behandlung und/oder einer fachgerechten Entsorgung zuzuführen.
[0003] Im Rahmen von immer strenger werdenden Vorschriften bezüglich der Versickerung von Abwässern oder deren Einleitung in Gewässer besteht ein zunehmendes Bedürfnis nach Einrichtungen, mit denen bei bestehender Infrastruktur mit geringen zusätzlichen Investitions- und Unterhaltskosten ein möglichst grosser Teil der im Abwasser geführten ungelösten Stoffe aus dem Wasser entfernt und separat entsorgt werden kann.
[0004] So sind im Strassenbau neben verschiedensten Abscheider-Konzepten, welche alle relativ kosten- und platzintensiv sind, Lösungen bekannt, bei denen das Strassenabwasser gefiltert wird, bevor es versickert oder in ein Gewässer oder ein Vorfluter eingeleitet wird, insbesondere derart, dass die Einlauföffnung des Schachts zur Ableitung des Strassen-wassers von der Öffnung eines Filtersacks gebildet wird, über welchen das Wasser gefiltert in den Schachtraum eintritt. Diese Lösung weist den Vorteil auf, dass sich bestehende Ablaufschächte mit geringem Aufwand nachrüsten lassen und kein zusätzlicher Platz benötigt wird. Ein entscheidender Nachteil besteht jedoch darin, dass die maximale Durchflussrate durch den Filtersack mit zunehmender Betriebsdauer bzw. Verschmutzung abnimmt und es bei starken Regenfällen oder bei vollständig gefülltem Filtersack zu einem Rückstau des Wassers auf die Strasse kommt, was unter allen Umständen zu vermeiden ist.
[0005] Es stellt sich daher die Aufgabe, eine technische Lösung zur Verfügung zu stellen, welche die zuvor dargelegten Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist oder zumindest teilweise vermeidet.
[0006] Diese Aufgabe wird von dem Schacht zur Ableitung von verunreinigten Flüssigkeiten gemäss Patentanspruch 1 gelöst.
[0007] Demgemäss betrifft die Erfindung einen Schacht zur Ableitung von verunreinigten flüssigen Medien, insbesondere von Strassenabwasser, welche mit darin ungelösten Partikel befrachtet sind.
[0008] Der Schacht umfasst einen Schachtkörper, welcher einen Schachtraum bildet, in welchen die verunreinigte Flüssigkeit über eine Schacht-Einlauföffnung durch Schwerkraftförderung eintritt.
[0009] In diese Schacht-Einlauföffnung ist ein Schachtdeckel eingesetzt, welcher Durchtrittsöffnungen für die verunreinigte Flüssigkeit aufweist.
[0010] Weiter umfasst der Schacht einen Filtersack der im Schachtraum unterhalb der Schacht-Einlauföffnung und dem darin angeordneten Schachtdeckel angeordnet ist. Der Filtersack weist eine Sack-Einlauföffnung auf, welche der Schacht-Einlauföffnung zugewandt ist, derart, dass die durch die Durchtrittsöffnungen des Schachtdeckels in den Schacht eintretende verunreinigte Flüssigkeit in die Sack-Einlauföffnung einlaufen kann. Dabei sind die Wände des Filtersacks im Bereich unterhalb der Sack-Einlauföffnung zumindest über einen Grossteil von deren Aussenfläche von den durch den Schachtkörper gebildeten Begrenzungen des Schachtraumes beabstandet, so dass die aus den Wänden des Filtersacks austretende gefilterte Flüssigkeit ungehindert in den Schachtraum abfliessen kann.
[0011] Die Sack-Einlauföffnung ist zumindest entlang eines Teils ihrer Umfangserstreckung mit einem Abstand zu den durch den Schachtkörper gebildeten Begrenzungen des Schachtraumes angeordnet, so dass zwischen der Sack-Einlauföffnung und diesen Begrenzungen ein Ablaufquerschnitt gebildet wird, über welchen bei vollständig mit Flüssigkeit und/ oder Verunreinigungen gefülltem Filtersack die in die Schacht-Einlauföffnung eintretende verunreinigte Flüssigkeit direkt in den Schachtraum abfliessen kann.
[0012] Durch die erfindungsgemässe Lösung wird es möglich, verunreinigte Flüssigkeiten bei deren Ableitung über einen Schacht mit einem Filtersack zu reinigen ohne dabei Gefahr zu laufen, dass es zu einem Rückstau der Flüssigkeit bei einem verstopften Filtersack kommt. Auch eignet sich diese Lösung hervorragend für die Nachrüstung bestehender Ablaufschächte.
[0013] Dabei ist es von Vorteil, dass der Umfang der Sack-Einlauföffnung kleiner ist als der Umfang der diese umgebenden Begrenzungswandungen des Schachtraumes, weil auf diese Weise zwangsläufig ein Ablaufquerschnitt zwischen den Begrenzungswandungen des Schachtraumes und der Sack-Einlauföffnung verbleibt.
[0014] Weiter ist es bevorzugt, dass die Sack-Einlauföffnung entlang ihrer gesamten Umfangserstreckung einen Abstand zu den Begrenzungen des Schachtraumes aufweist, so dass ein ringförmiger Ablaufquerschnitt gebildet wird, bevorzugterweise mit gleichmässiger Breite. Hierdurch wird die Gefahr einer vollständigen Verstopfung des Ablaufquerschnitts durch grössere Festkörper, wie z.B. Äste oder Plastiksäcke, deutlich herabgesetzt.
[0015] Der Ablaufquerschnitt ist mit Vorteil gleich gross oder grösser als der Gesamtquerschnitt der Durchtrittsöffnungen im Schachtdeckel, so dass in jedem Fall sichergestellt ist, dass die gesamte durch den Schachtdeckel eintretende Flüssigkeitsmenge über den Ablaufquerschnitt abgeleitet werden kann.
[0016] Die Einlauföffnung des Filtersacks ist bevorzugterweise an einer vom Schachtkörper separat ausgebildeten Traganordnung gehalten ist, mit Vorteil an einem von oben in die Schacht-Einlauföffnung eingesetzten, eingehängten oder darin durch Verspreizen befestigten Traggestell, z.B. gebildet aus einem Tragrahmen mit daran angeordneten Tragarmen. Diese Lösung eignet sich besonders gut für die Nachrüstung bestehender Ablaufschächte.
[0017] Alternativ zu der zuvor beschriebenen Ausführungsform ist es auch vorgesehen, dass die Sack-Einlauföffnung an vom Schachtkörper gebildeten Tragelementen gehalten ist, bevorzugterweise an vom Schachtkörper bereitgestellten Tragarmen oder Traghaken. Diese Lösung eignet sich insbesondere für neu zu erstellende Ablaufschächte.
[0018] Bei beiden Varianten ist es bevorzugt, dass die Traganordnung bzw. der Schachtkörper zusätzlich von oben in die Sack-Einlauföffnung eintretende Aufhalte-Elemente zum Aufhalten der Sack-Einlauföffnung aufweist. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass es auch bei einer Dehnung des Sackmaterials im Bereich der Sack-Einlauföffnung nicht zu einem Nachinnenklappen der Begrenzungen der Sack-Einlauföffnung kommen kann, mit dem Resultat, dass zumindest ein Teil der durch die Schacht-Einlauföffnung einlaufenden verschmutzten Flüssigkeit neben dem Filtersack in den Schachtraum fliesst und nicht gefiltert wird. Sind die Aufhalte-Elemente als Drahtbügel ausgebildet, was bevorzugt ist, so ergibt sich der Vorteil, dass sie einfach und kostengünstig hergestellt werden können.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Schachts liegt die Fläche der Schacht-Einlauföffnung in Schwerkraftrichtung gesehen vollständig innerhalb der Fläche der Sack-Einlauföffnung, und zwar mit Vorteil derart, dass dabei die Fläche der Sack-Einlauföffnung über die Fläche der Schacht-Einlauföffnung übersteht. Auf diese Weise kann sichergestellt »werden, dass sämtliche Flüssigkeit, welche in die Schacht-Einlauföffnung eintritt, durch Schwerkraftförderung in die Sack-Einlauföffnung eintritt.
[0020] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Schachts steht die Fläche der Schacht-Einlauföffnung in Schwerkraftrichtung gesehen vollständig über die Fläche der Sack-Einlauföffnung über. Um sicherzustellen, dass sämtliche Flüssigkeit, welche in die Schacht-Einlauföffnung eintritt, durch Schwerkraftförderung in die Sack-Ein-lauföffnung eintritt, ist hier eine Leiteinrichtung vorhanden, mittels welcher die in die Schacht-Einlauföffnung eintretende verunreinigte Flüssigkeit in die Sack-Einlauföffnung geleitet wird.
[0021] Diese Leiteinrichtung ist mit Vorteil eine an den Umfangsbegrenzungen der Schacht-Einlauföffnung umlaufende und radial von diesen Begrenzungen in die Schacht-Einlauf Öffnung vorstehende Manschette, bevorzugterweise aus einem elastischen Material, wie z.B. Gummi, welche durch den Schachtdeckel insbesondere abdichtend gegen die Begrenzungen der Schacht-Einlauföffnung gedrückt wird. Derartige Leiteinrichtungen lassen sich kostengünstig hersteilen und ermöglichen eine sichere Einleitung der Flüssigkeit in die Sack-Einlauföffnung.
[0022] Der Filtersack ist bevorzugterweise aus einem Geotextil gebildet, insbesondere bestehend aus oder umfassend PES und/oder PP. Derartige Materialien haben sich als besonders geeignet erwiesen.
[0023] Mit Vorteil verjüngt sich der Filtersack zu seiner Sack-Einlauföffnung hin, so dass er eine möglichst grosse Filterfläche zur Verfügung stellen kann.
[0024] Auch ist es bevorzugt, dass der Filtersack mit seinem Boden auf einer Fläche steht.
[0025] Weitere bevorzugte Ausführungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen sowie aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch einen erfindungsgemässen Schacht;
Fig. 2 eine Detaildarstellung des Einlaufbereichs des Schachts aus Fig. 1;
Fig. 3 eine Darstellung wie Fig. 2 nach dem Entfernen des Schachtdeckels;
Fig. 4 eine Darstellung wie Fig. 3 nach dem Entfernen der Leiteinrichtung;
Fig. 5 eine Draufsicht von oben auf die am Traggestell befestigte Einlauföffnung des Filtersacks; und die
Fig. 6 bis 9 Darstellungen wie die Fig. 2 bis 5 einer Schachtvariante.
[0026] Fig. 1 zeigt einen Vertikalschnitt durch einen erfindungsgemässen Schacht zur Ableitung von Strassenabwasser von einer Fahrbahn 13 und einem Trottoir 14.
[0027] Der Schacht umfasst einen Schachtkörper 1, 2 gebildet aus einer Kopfplatte 1 und einem Betonrohr 2, welcher einen Schachtraum 3 bildet. Die Kopf platte 1 weist eine Schacht-Einlauföffnung 4 auf, in welcher ein Schachtdeckel 5 mit Einlaufschlitzen 6 (anspruchsgemässe Durchtrittsöffnungen) angeordnet ist, über welche das von dem Trottoir 14 und der Fahrbahn 13 zulaufende Strassenabwasser in den Schachtraum 3 eintreten kann (siehe Pfeile).
Claims (11)
- [0028] Innerhalb des Schachtraumes 3 ist unterhalb des Schachtdeckels 5 ein Filtersack 7 angeordnet, dessen Einlauföffnung 8 (anspruchsgemässe Sack-Einlauföffnung) der Schacht-Einlauföffnung 4 zugewandt ist, derart, dass das durch die Einlaufschlitze 6 im Schachtdeckel 5 eintretende Strassenabwasser in die Einlauföffnung 8 des Filtersacks 7 fliessen kann. [0029] Die Wandungen des Filtersacks 7, der sich zu seiner Einlauföffnung 8 hin verjüngt, sind im Bereich unterhalb dieser Einlauföffnung 8 von den durch den Schachtkörper 1, 2 gebildeten Begrenzungen des Schachtraumes 3 beabstandet, so dass das aus den Wandungen des Filtersacks 7 austretende gefilterte Wasser ungehindert in den Schachtraum 3 abfliessen kann. [0030] Der Filtersack 7 besteht aus einem Geotextil umfassend PES und/oder PP. [0031] Die Fig. 2 bis 4 zeigen den Einlaufbereich des Schachts mehr im Detail, und zwar einmal in der Situation gemäss Fig. 1 (siehe Fig. 2), einmal ohne Schachtdeckel 5 (siehe Fig. 3) und einmal ohne Schachtdeckel 5 und ohne eine darunter angeordnete Einlaufmanschette 12 (siehe Fig. 4), welche im Folgenden noch erläutert wird. [0032] Wie aus diesen Figuren ersichtlich ist, wird die Einlauföffnung 8 des Filtersacks 7 mit einem Tragrahmen 10, welcher in die abgestufte Schacht-Einlauföffnung 4 in der Kopfplatte 1 eingesetzt ist und vier Traghaken 9 aufweist (anspruchsge-mässes Traggestell), die zugeordnete Befestigungslöcher in dem die Einlauföffnung 8 umgebenden verstärkten Randbereich 15 des Filtersacks 7 durchsetzen, in ihrer Position unter dem Schachtdeckel 5 gehalten. Der Tragrahmen 10 und die Traghaken 9 sind zusammen als Schweisskonstruktion aus Edelstahl ausgeführt. [0033] Wie in Zusammenschau mit Fig. 5 erkennbar ist, welche eine Draufsicht von oben auf die mittels der Traghaken 9 an dem Tragrahmen 10 befestigte Einlauföffnung 8 des Filtersacks 7 zeigt, ist der Umfang der Einlauföffnung 8 des Filtersacks 7 kleiner als der Umfang der diese umgebenden Begrenzungswandungen des Schachtraumes 3. Dabei weist die Einlauföffnung 8 des Filtersacks 7 entlang ihrer gesamten Umfangserstreckung einen gleichmässigen Abstand zu den Begrenzungen des Schachtraumes 3 auf, so dass zwischen dieser Einlauföffnung 8 und den Begrenzungen des Schachtraumes 3 ein ringförmiger Ablaufquerschnitt Ä gebildet wird, über welchen bei vollständig mit Strassenabwasser und/oder Schmutz gefülltem Filtersack 7 das in die Schacht-Einlauföffnung 4 eintretende Strassenabwasser direkt in den Schachtraum 3 abfliessen kann. [0034] Wie weiter zu erkennen ist, steht die Fläche der Schacht-Einlauföffnung 4 in Schwerkraftrichtung gesehen über die Fläche der Sack-Einlauföffnung 8 über. Damit das gesamte über die Einlaufschlitze 6 im Schachtdeckel 5 eintretende Strassenabwasser in die Einlauföffnung 8 des Filtersacks 7 geleitet wird, ist unter dem Schachtdeckel 5 eine Leiteinrichtung 12 angeordnet, welche in Schwerkraftrichtung gesehen den Ablaufspalt A überdeckt und so verhindert, dass bei nicht überflutetem Filtersack 7 Strassenabwasser neben dem Filtersack 7 in den Schachtraum 3 fliesst. Diese Leiteinrichtung 12 besteht aus einer an den Umfangsbegrenzungen der Schacht-Einlauf Öffnung 4 umlaufenden und radial von diesen Begrenzungen in die Schacht-Einlauföffnung 4 vorstehenden Manschette 12 aus Gummi, welche durch den Schachtdeckel 5 dicht gegen die Begrenzungen der Schacht-Einlauföffnung 4 gedrückt wird und das im Randbereich der Schacht-Einlauf-Öffnung 4 eintretende Strassenabwasser in die Einlauföffnung 8 des Filtersacks 7 leitet. [0035] Die Fig. 6 bis 9 zeigen Darstellungen wie die Fig. 2 bis 5 einer erfindungsgemässen Schachtvariante, welche sich von der gemäss den Fig. 2 bis 5 lediglich dadurch unterscheidet, dass am Tragrahmen 10 zusätzlich zu den Traghaken 9 vier Aufhalte-Elemente 11 zum Aufhalten der Sack-Einlauföffnung 8 angeordnet sind, welche als Drahtbügel 11 ausgebildet sind. [0036] Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist und auch in anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Patentansprüche ausgeführt werden kann. Patentansprüche1. Schacht zur Ableitung einer verunreinigten Flüssigkeit, insbesondere von Strassenabwasser, umfassend a) einen Schachtkörper (1, 2), welcher einen Schachtraum (3) bildet und eine Schacht-Einlauföffnung (4) aufweist, über welche die verunreinigte Flüssigkeit in den Schachtraum (3) eintreten kann; b) einen Schachtdeckel (5), welcher in die Schacht-Einlauföffnung (4) eingesetzt ist und Durchtrittsöffnungen (6) für die verunreinigte Flüssigkeit aufweist; c) einen Filtersack (7) angeordnet im Schachtraum (3) unterhalb der Schacht-Einlauföffnung (4), mit einer Sack-Ein-lauföffnung (8), welche der Schacht-Einlauföffnung (4) zugewandt ist, derart, dass die durch die Schacht-Einlauföffnung (4) in den Schacht eintretende verunreinigte Flüssigkeit in die Sack-Einlauföffnung (8) einlaufen kann, wobei die Wandungen des Filtersacks (7) im Bereich unterhalb der Sack-Einlauföffnung (8) im Wesentlichen von den durch den Schachtkörper (1, 2) gebildeten Begrenzungen des Schachtraumes (3) beabstandet sind, so dass die aus den Wandungen des Filtersacks (7) austretende gefilterte Flüssigkeit ungehindert in den Schachtraum (3) abfliessen kann, wobei die Sack-Einlauföffnung (8) zumindest entlang eines Teils ihrer Umfangserstreckung beabstandet zu den durch den Schachtkörper (1, 2) gebildeten Begrenzungen des Schachtraumes (3) angeordnet ist, derart, dass ein Ablaufquerschnitt (A) gebildet wird, über welchen bei vollständig mit der verunreinigten Flüssigkeit und/oder Verunreinigungen gefülltem Filtersack (7) die in die Schacht-Einlauföffnung (4) eintretende verunreinigte Flüssigkeit direkt in den Schachtraum (3) abfliessen kann.
- 2. Schacht nach Anspruch 1, wobei der Umfang der Sack-Einlauföffnung (8) kleiner ist als der Umfang der diese umgebenden Begrenzungswandungen des Schachtraumes (3).
- 3. Schacht nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Sack-Einlauföffnung (8) entlang ihrer gesamten Umfangserstreckung beabstandet zu den Begrenzungen des Schachtraumes (3) angeordnet ist, derart, dass ein ringförmiger Ablaufquerschnitt (A) gebildet wird, insbesondere mit gleichmässiger Breite.
- 4. Schacht nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Ablaufquerschnitt (A) gleich gross oder grösser ist als der Gesamtquerschnitt der Durchtrittsöffnungen (6) im Schachtdeckel (5).
- 5. Schacht nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Sack-Einlauföffnung (8) an einer vom Schachtkörper (1, 2) separat ausgebildeten Traganordnung (9, 10) gehalten ist, insbesondere an einem von oben in die Schacht-Einlauföffnung (4) eingesetzten oder eingehängten Traggestell (9, 10) oder an einem in dieser durch Verspreizen befestigten Tragrahmen.
- 6. Schacht nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Sack-Einlauföffnung an vom Schachtkörper gebildeten Tragelementen gehalten ist, insbesondere an vom Schachtkörper bereitgestellten Tragarmen oder Traghaken.
- 7. Schacht nach einem der Ansprüche 5 bis 6, wobei die Traganordnung (9,10) oder der Schachtkörper von oben in die Sack-Einlauföffnung (8) eintretende Aufhalte-Elemente (11) zum Aufhalten der Sack-Einlauföffnung (8) aufweist, und insbesondere, wobei diese Aufhalte-Elemente als Drahtbügel (11) ausgebildet sind.
- 8. Schacht nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei in Schwerkraftrichtung gesehen die Fläche der Schacht-Einlauföffnung vollständig innerhalb der Fläche der Sack-Einlauföffnung liegt, und insbesondere, dass dabei die Fläche der Sack-Einlauföffnung über die Fläche der Schacht-Einlauföffnung übersteht.
- 9. Schacht nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei in Schwerkraftrichtung gesehen die Fläche der Schacht-Einlauföffnung (4) über die Fläche der Sack-Einlauföffnung (8) übersteht und eine Leiteinrichtung (12) vorhanden ist, mittels welcher die in die Schacht-Einlauföffnung (4) eintretende verunreinigte Flüssigkeit in die Sack-Einlauföffnung (8) geleitet wird.
- 10. Schacht nach Anspruch 9, wobei die Leiteinrichtung (12) eine an den Umfangsbegrenzungen der Schacht-Einlauföffnung (4) umlaufende und radial von diesen Begrenzungen in die Schacht-Einlauföffnung (4) vorstehende Manschette (12) aus einem insbesondere elastischen Material, insbesondere aus Gummi, aufweist, welche durch den Schachtdeckel (5) gegen die Begrenzungen der Schacht-Einlauföffnung (4) gedrückt wird und die in die Schacht-Einlauföffnung (4) eintretende verunreinigte Flüssigkeit in die Sack-Einlauföffnung (8) leitet.
- 11. Schacht nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Filtersack (7) aus einem Geotextil gebildet ist, insbesondere bestehend aus oder umfassend PES und/oder PP, und insbesondere, wobei sich der Filtersack (7) zu seiner Sack-Einlauföffnung (8) hin verjüngt.
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