CH712855B1 - Anlage zur Bereitstellung von in Gebäuden in Zirkulation umlaufendem Warmwasser. - Google Patents
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Abstract
Die Anlage zur Bereitstellung von in Gebäuden in Zirkulation umlaufendem Warmwasser umfasst eine Wärmequelle ( 1 ) als Energielieferant für zumindest einen Warmwasseraufbereiter ( 2 ), eine Vielzahl von Entnahmestellen ( 0 ) für das bereitgestellte Warmwasser, eine Kaltwassereinlaufleitung ( 4 ) zur Einspeisung von Kaltwasser in die Anlage, eine Warmwasserzulaufleitung ( 5 ) zur Heranführung von Warmwasser an die Entnahmestellen ( 0 ) und eine Warmwasserzirkulationsleitung ( 6 ), die vor den Entnahmestellen ( 0 ) abzweigt. Eine an die Warmwasserzirkulationsleitung ( 6 ) angeschlossene und zwischen dem Warmwasseraufbereiter ( 2 , 2' ) und den Entnahmestellen ( 0 ) angeordnete Steuervorrichtung ( 3 ) ist dazu bestimmt, vom der Steuervorrichtung ( 3 ) über die Warmwasserzirkulationsleitung ( 6 ) zufliessenden Wasser eine erste Teilmenge ( M 1 ) in die Warmwasserzulaufleitung ( 5 ) und eine verbleibende zweite Teilmenge ( M 2 ) zur Nachwärmung in den Warmwasseraufbereiter ( 2, 2' ) zu leiten. Vorteilhaft ist das Teilmengenverhältnis mit ( M 1 ) >> ( M 2 ) eingestellt, wobei vorzugsweise das Teilmengenverhältnis mit ( M 1 ) : ( M 2 ) im Bereich von 90% : 10% liegt.
Description
Anwendungsgebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anlage zur Bereitstellung von Warmwasser in Gebäuden, wobei das Warmwasser in ständigem Kreislauf im Zirkulationsnetz gefördert wird, um an den Entnahmestellen eine möglichst sofortige Warmwasserbereitschaft zu gewährleisten. Als Gebäude kommen grössere Wohnhäuser und Verwaltungsgebäude in Betracht. Die Warmwasserbereitschaft liegt üblicherweise im Bereich von ca. 55°C.
Stand der Technik
[0002] Auf der Homepage www.jrg.ch wird der Thermomischer „JRGUMAT“ präsentiert, der zum Einbau in Warmwasserkreisläufen bestimmt ist, um den sicheren Verbrühungsschutz zu gewährleisten. Die Zusatzfunktion dieser Armatur ist, im Warmwasserkreislauf die Zirkulation beständig aufrechtzuerhalten zwecks stetiger Warmwasserbereitschaft. Insbesondere bei thermischen Solaranlagen ist bekannt, zur Beherrschung der systembedingten Übertemperaturen Temperaturregler in Kombination mit Zirkulationspumpen einzusetzen.
[0003] Der Nachteil dieser bisherigen Lösungen besteht darin, dass aufgrund der erheblichen Zirkulationsverluste die Warmwasseraufbereiter und die Wärmequellen in Gestalt von Heizkesseln, Wärmepumpen oder thermischen Solaranlagen oder als herangeführte Fernwärme grosszügig dimensioniert werden müssen, so dass die Gesamtanlage bei dem hohen geräte-technischen Aufwand nur einen an sich unbefriedigenden Wirkungsgrad zwischen eingesetzter und nutzbarer Energie hat.
Aufgabe der Erfindung
[0004] Angesichts des bisherigen Standes der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine effizientere Anlage zur Bereitstellung von Warmwasser in Gebäuden zu schaffen. Dies mit Gewährleistung einer möglichst sofortigen Warmwasserbereitschaft an den Entnahmestellen und dabei minimierten Zirkulationsverlusten, so dass die Warmwasseraufbereiter nicht mehr überdimensioniert werden müssen und letztlich damit der Wirkungsgrad der gesamten Anlage wesentlich verbessert wird. Eine weitere Aufgabe besteht darin, die Anlage sowohl für in der Temperatur steuerbare Wärmequellen - wie Heizkessel, Wärmepumpen oder herangeführte Fernwärme - als auch in Verbindung mit Solarthermieanlagen zu entwickeln. Schliesslich ist es Aufgabe der Erfindung, die Montage der Anlage möglichst einfach und zeiteffizient zu gestalten.
Übersicht über die Erfindung
[0005] Die Anlage zur Bereitstellung von in Gebäuden in Zirkulation umlaufendem Warmwasser umfasst:
eine Wärmequelle als Energielieferant für zumindest einen Warmwasseraufbereiter;
eine Vielzahl von Entnahmestellen für das bereitgestellte Warmwasser;
eine Kaltwassereinlaufleitung zur Einspeisung von Kaltwasser in die Anlage;
eine Warmwasserzulaufleitung zur Heranführung von Warmwasser an die Entnahmestellen; und
eine Warmwasserzirkulationsleitung, die vor den Entnahmestellen abzweigt.Eine an die Warmwasserzirkulationsleitung angeschlossene und zwischen dem Warmwasseraufbereiter und den Entnahmestellen angeordnete Steuervorrichtung ist dazu bestimmt, vom der Steuervorrichtung über die Warmwasserzirkulationsleitung zufliessenden Wasser eine erste TeilmengeM1in die Warmwasserzulaufleitung und eine verbleibende zweite TeilmengeM2zur Nachwärmung in den Warmwasseraufbereiter zu leiten.
[0006] Nachstehend sind besonders vorteilhafte Details zur erfindungsgemässen Anlage genannt: An der Steuervorrichtung ist das Teilmengenverhältnis mitM1>>M2eingestellt, vorzugsweise als Teilmengenverhältnis mitM1:M2im Bereich von 90% : 10%.
[0007] Zwischen dem Warmwasseraufbereiter und der Steuervorrichtung verläuft eine jeweils beide verbindende Warmwasservorlaufleitung und Warmwasserrücklaufleitung. Die Steuervorrichtung weist einen Warmwasserstrang auf, an den einströmseitig die Warmwasservorlaufleitung und ausströmseitig die Warmwasserzulaufleitung angeschlossen sind.
[0008] Die Steuervorrichtung hat ferner einen Zirkulationsstrang, der sich intern der Steuervorrichtung an einer Zirkulationsgabelung in einen Teilstrang und einen Aufwärmestrang aufteilt. Einströmseitig an den Zirkulationsstrang ist die Warmwasserzirkulationsleitung angeschlossen, und der Aufwärmestrang ist ausströmseitig an die Warmwasserrücklaufleitung angeschlossen.
[0009] Vorteilhaft kann die Steuervorrichtung auch einen Kaltwasserstrang besitzen, an den einströmseitig die Kaltwassereinlaufleitung und ausströmseitig eine Kaltwasservorlaufleitung angeschlossen sind. Die Kaltwasservorlaufleitung verzweigt sich in eine zum Warmwasseraufbereiter führende Nachfüllleitung und in eine zu einer Sicherheitseinheit führende Sicherheitsleitung. Die Sicherheitseinheit hat ein auf Überdruck reagierendes und in einen Ablauf strömendes Sicherheitsventil.
[0010] Im Zirkulationsstrang ist eine Pumpe mit Förderrichtung zum Teilstrang und zum Aufwärmestrang installiert. Im Teilstrang sind in Strömungsrichtung hintereinander ein erster Warmwasserzähler, ein in Strömungsrichtung offener Rückflussverhinderer und ein erstes Abgleichventil als Durchflussbegrenzer installiert. Im Aufwärmestrang sind in Strömungsrichtung hintereinander ein zweiter Warmwasserzähler, ein in Strömungsrichtung offener Rückflussverhinderer und ein zweites Abgleichventil als Durchflussbegrenzer eingebaut.
[0011] Im Aufwärmestrang ist, entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, vor dem zweiten Warmwasserzähler ein Temperaturregler positioniert. Der Temperaturregler hat die Funktion, bei einer daran eingestellten Solltemperatur das mittels der beiden Abgleichventile zunächst fest eingestellte TeilmengenverhältnisM1:M2bei Unterschreitung der Solltemperatur des über die Warmwasserzirkulationsleitung ankommenden Wassers die zweite TeilmengeM2zu erhöhen und bei Überschreitung die zweite TeilmengeM2zu verringern.
[0012] Der Teilstrang führt dem Warmwasserstrang zuströmend an einer Einmündung in den Warmwasserstrang. Im Kaltwasserstrang ist ein in Strömungsrichtung offener Rückflussverhinderer angeordnet. Im Warmwasserstrang ist, entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, vor der Einmündung ein in Strömungsrichtung offener Rückflussverhinderer eingebaut.
[0013] Im Kaltwasserstrang ist, entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, vor dem Rücklussverhinderer eine Absperrarmatur angeordnet. Im Warmwasserstrang ist, in Strömungsrichtung betrachtet, vor der Einmündung eine Absperrarmatur eingebaut. Im Zirkulationsstrang ist, entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, vor der Pumpe eine Absperrarmatur installiert.
[0014] Im Kaltwasserstrang, zwischen dem Rückflussverhinderer und der Absperrarmatur, ist ein Kaltwasserzähler eingebaut. Im Warmwasserstrang, in Strömungsrichtung betrachtet, sitzt vor der Absperrarmatur ein Thermometer. Im Warmwasserstrang, entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, ist vor dem Rückflussverhinderer ein Entlüftungsventil angeschlossen. Im Zirkulationsstrang, entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, ist vor der Absperrarmatur ein weiteres Thermometer installiert.
[0015] Die Wärmequelle als Energielieferant für den zumindest einen Warmwasseraufbereiter kann auf Solarthemie basieren; wobei dann:
der Teilstrang in einen Thermomischer zuströmend einmündet, der im Warmwasserstrang eingebaut und zum Übertemperaturschutz bestimmt ist;
sich von einer Kaltwasserabzweigung am Kaltwasserstrang ein in den Thermomischer Kaltwasser einleitender Absenkstrang erstreckt;
im Kaltwasserstrang, entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, vor der Kaltwasserabzweigung ein in Strömungsrichtung offener Rückflussverhinderer angeordnet ist; und
im Absenkstrang ein in Strömungsrichtung offener Rückflussverhinderer angeordnet ist.
[0016] Bei der Nutzung der Solarthermie ist im Kaltwasserstrang, entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, vor der Kaltwasserabzweigung eine Absperrarmatur angeordnet. Im Warmwasserstrang, in Strömungsrichtung betrachtet, ist vor dem Thermomischer eine Absperrarmatur eingebaut. Im Zirkulationsstrang, entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, ist vor der Pumpe eine Absperrarmatur installiert. Im Kaltwasserstrang, zwischen der Kaltwasserabzweigung und der Absperrarmatur, ist ein Kaltwasserzähler eingebaut. Im Warmwasserstrang, in Strömungsrichtung betrachtet, sitzt vor der Absperrarmatur ein Thermometer. Im Warmwasserstrang, entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, ist vor dem Thermomischer ein Entlüftungsventil angeschlossen. Im Zirkulationsstrang, entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, ist vor der Absperrarmatur ein weiteres Thermometer installiert.
[0017] Die Steuervorrichtung weist auf:
einen ersten Steueranschluss zur Verbindung mit der Kaltwassereinlaufleitung und dem Kaltwasserstrang einströmseitig;
einen zweiten Steueranschluss zur Verbindung mit der Warmwasserzulaufleitung und dem Warmwasserstrang ausströmseitig;
einen dritten Steueranschluss zur Verbindung mit der Warmwasserzirkulationsleitung und dem Zirkulationsstrang einströmseitig;
einen vierten Steueranschluss zur Verbindung mit dem Kaltwasserstrang ausströmseitig und der Kaltwasservorlaufleitung;
einen fünften Steueranschluss zur Verbindung mit dem Warmwasserstrang einströmseitig und der Warmwasservorlaufleitung; und
einen sechsten Steueranschluss zur Verbindung mit dem Aufwärmestrang ausströmseitig und der Warmwasserrücklaufleitung.
[0018] Die Anlage kann eine Wärmequelle ersten Typs, in Gestalt eines Heizkessels - basierend auf Öl, Gas, Feststoffen oder Elektroenergie - oder eines Fernwärmeanschlusses oder einer Wärmepumpe, und eine Wärmequelle zweiten Typs, basierend auf Solarthermie, aufweisen. Beide Wärmequellen sind Energielieferant für zumindest einen ersten Warmwasseraufbereiter oder auch weitere Warmwasseraufbereiter. Vorzugsweise der zumindest eine Warmwasseraufbereiter oder auch die weiteren Warmwasseraufbereiter besitzen jeweils ein erstes und ein zweites Heizregister, von denen eines mit der Wärmequelle ersten Typs und das andere mit der Wärmequelle zweiten Typs verbunden ist.
[0019] Die Anlage kann mehrere Warmwasseraufbereiter aufweisen, die einerseits zur Wärmequelle und andererseits zur Steuervorrichtung in Parallelschaltung angeordnet sind; wobei dann:
die Nachfüllleitung an jeden der Warmwasseraufbereiter herangeführt ist;
sich zwischen der Wärmequelle und den Warmwasseraufbereitern Ladeleitungen und Rücklaufleitungen erstrecken; und
die jeweils an die Steuervorrichtung angeschlossene Warmwasservorlaufleitung und Warmwasserrücklaufleitung an jeden der Warmwasseraufbereiter herangeführt ist.
[0020] Vorteilhaft für Herstellung, Lagerhaltung und Installation ist die Steuervorrichtung in kompakter Geräteform mit bausteinartig und gemäss individueller Kundenanforderung installierbaren Armaturen ausgebildet.
Kurzbeschreibung der beigefügten Zeichnungen
[0021] Es zeigen: Figur 1A - eine Anlage zur Bereitstellung von in Gebäuden in Zirkulation umlaufendem Warmwasser mit einer Wärmequelle ersten Typs, einem ersten Warmwasseraufbereiter, einer Steuervorrichtung und beispielhaft einer Entnahmestelle, als schematische Darstellung; Figur 1B - die Steuervorrichtung aus Figur 1A mit ihrem inneren Aufbau und den Anschlüssen; Figur 2A - die Anlage gemäss Figur 1A mit je einer Wärmequelle ersten und zweiten Typs, einem ersten Warmwasseraufbereiter, einer Steuervorrichtung und beispielhaft einer Entnahmestelle, als schematische Darstellung; Figur 2B - die Steuervorrichtung aus Figur 2A mit ihrem inneren Aufbau und den Anschlüssen; Figur 3 - eine Anlage gemäss Figur 1A mit einer Wärmequelle ersten Typs, zwei parallel geschalteten Warmwasseraufbereitern, einer Steuervorrichtung und beispielhaft einer Entnahmestelle, als schematische Darstellung; und Figur 4 - eine Anlage in kombinierter Konzeption der Figuren 2A und 3, mit je einer Wärmequelle ersten und zweiten Typs, zwei parallel geschalteten Warmwasseraufbereitern, einer Steuervorrichtung und beispielhaft einer Entnahmestelle, als schematische Darstellung.
Ausführungsbeispiel
[0022] Mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen erfolgt nachstehend die detaillierte Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemässen Anlage zur Bereitstellung von in Gebäuden in Zirkulation umlaufendem Warmwasser mit dazu geschaffenen Gestaltungsvarianten.
[0023] Für die gesamte weitere Beschreibung gilt folgende Festlegung. Sind in einer Figur zum Zweck zeichnerischer Eindeutigkeit Bezugsziffern enthalten, aber im unmittelbar zugehörigen Beschreibungstext nicht erläutert, so wird auf deren Erwähnung in vorangehenden oder nachfolgenden Figurenbeschreibungen Bezug genommen.
Figuren 1A und 1B
[0024] Diese Anlage umfasst eine Wärmequelle1ersten Typs, einen ersten Warmwasseraufbereiter2, eine Steuervorrichtung3und beispielhaft nur eine Entnahmestelle0, wobei in der Praxis zumeist eine Vielzahl von Entnahmestellen0vorhanden sind. Der strukturelle Aufbau der Anlage wird nun, betrachtet von der Wärmequelle1aus, beschrieben. Der erste Typ einer Wärmequelle1kann ein Heizkessel - basierend auf Öl, Gas oder Feststoffen oder Elektroenergie - oder ein Fernwärmeanschluss oder eine Wärmepumpe sein und lässt sich in seiner Temperatur einstellen.
[0025] Vom ersten Quellenanschluss11der Wärmequelle b1 erstreckt sich eine Ladeleitung71hin zu einem ersten Boileranschluss21am Warmwasseraufbereiter2. An den ersten Boileranschluss21ist das intern des Warmwasseraufbereiters2installierte Heizregister28angeschlossen, das zum zweiten Boileranschluss22am Warmwasseraufbereiter2führt, von dem die Rücklaufleitung72zum ersten Quellenanschluss11der Wärmequelle1verläuft. Damit wird eine Zirkulation von der Wärmequelle1durch das Heizregister28ermöglicht, welches somit die Erwärmung der Wasserfüllung im Warmwasseraufbereiter2bewirkt. Zur Temperaturerfassung der Wasserfüllung ist das Thermometer20vorgesehen.
[0026] Aufgrund der Zielstellung, an den Entnahmestellen0ohne Verzögerung stets Warmwasser beziehen zu können, strömt Warmwasser, das im Warmwasseraufbereiter2aufgeheizt wurde, zunächst über den dritten Boileranschluss23durch eine Warmwasservorlaufleitung83zu einem fünften Steueranschluss305der Steuervorrichtung3. Durch die Steuervorrichtung3hindurch erstreckt sich der Warmwasserstrang35, nämlich vom fünften Steueranschluss305zum zweiten Steueranschluss302. Vom zweiten Steueranschluss302verläuft die Warmwasserzufuhrleitung5in Richtung Entnahmestelle0. Vor der Entnahmestelle0ist die Zirkulationsanbindung56installiert, an der sich die Warmwasserzufuhrleitung5einerseits hin zur Entnahmestelle0fortsetzt und andererseits als Warmwasserzirkulationsleitung6abzweigt, welche am dritten Steueranschluss303in die Steuervorrichtung3einmündet. Vom dritten Steueranschluss303erstreckt sich durch die Steuervorrichtung3ein Zirkulationsstrang36, der sich intern der Steuervorrichtung3an einer Zirkulationsgabelung367aufteilt, nämlich einerseits als Teilstrang36'an der Einmündung357in den Warmwasserstrang35führt und andererseits als vom Zirkulationsstrang36abzweigender Aufwärmestrang37, der zum sechsten Steueranschluss306läuft. Vom sechsten Steueranschluss306erstreckt sich die Warmwasserrücklaufleitung84hin zum vierten Boileranschluss24.
[0027] Bei Verbrauch von Warmwasser an einer der Entnahmestellen0wird über die Kaltwassereinlaufleitung4und den ersten Steueranschluss301Kaltwasser in den sich durch die Steuervorrichtung3erstreckenden Kaltwasserstrang34eingespeist, welcher zum vierten Steueranschluss304der Steuervorrichtung3führt und sich von hier als Kaltwasservorlaufleitung41fortsetzt. Die Kaltwasservorlaufleitung41teilt sich an der Kaltwassergabelung47auf, nämlich einerseits in die zur Sicherheitseinheit9führende Sicherheitsleitung41''und andererseits in die zum fünften Boileranschluss25des Warmwasseraufbereiters2führende Nachfüllleitung41'. Die Sicherheitseinheit9besteht aus einem auf Überdruck reagierenden Sicherheitsventil90mit Auslauf in einen Ablauf91. An der T-Verbindung48zweigt die Nachfüllleitung41'einerseits zum fünften Boileranschluss25ab und andererseits zu einem Entleerungsventil29zur Entleerung des Warmwasseraufbereiters2bei Servicearbeiten.
[0028] Nun werden der in der Steuervorrichtung3vorhandene Leitungsverlauf und die darin installierten Armaturen detailliert erörtert. Von ausserhalb der Steuervorrichtung3ist an ihren ersten Steueranschluss301die Kaltwassereinlaufleitung4herangeführt. Dem ersten Steueranschluss301folgend - quasi in Strömungsrichtung, - ist im Kaltwasserstrang34zuerst eine Absperrarmatur341eingebaut, hinter der ein Kaltwasserzähler342sitzt. Zwischen dem Kaltwasserzähler342und dem vierten Steueranschluss304- hier schliesst sich die Kaltwasservorlaufleitung41an - ist in den Kaltwasserstrang34ein Rückflussverhinderer343eingefügt.
[0029] Nach ausserhalb der Steuervorrichtung3erstreckt sich von ihrem zweiten Steueranschluss302die Warmwasserzulaufleitung5. Dem zweiten Steueranschluss302folgend - quasi entgegen der Strömungsrichtung -, ist im Warmwasserstrang35zuerst ein Thermometer350eingebaut, hinter dem eine Absperrarmatur351sitzt, der zuerst die Einmündung357und dann ein Rückflussverhinderer353folgen. Vor dem fünften Steueranschluss305- an diesen ist die Warmwasservorlaufleitung83herangeführt - ist an den Warmwasserstrang35ein Entlüftungsventil354angeschlossen.
[0030] Von ausserhalb der Steuervorrichtung3ist an ihren dritten Steueranschluss303die Warmwasserzirkulationsleitung6herangeführt. Dem dritten Steueranschluss303folgend - quasi in Strömungsrichtung -, sitzt im Zirkulationsstrang36zuerst ein Thermometer360, dem eine Absperrarmatur361und dann eine Pumpe365folgen. Auf dem Zirkulationsstrang36liegt hinter der Pumpe365die Zirkulationsgabelung367, von der sich einerseits der Teilstrang36'hin zur Einmündung357am Warmwasserstrang35fortsetzt und andererseits der Aufwärmestrang37abzweigt und an den sechsten Steueranschluss306führt. Vom sechsten Steueranschluss306erstreckt sich die Warmwasserrücklaufleitung84.
[0031] Der Zirkulationsgabelung367folgend - quasi in Strömungsrichtung -, ist im Teilstrang36'zuerst ein erster Warmwasserzähler362installiert, hinter dem ein Rückflussverhinderer363und dann ein Abgleichventil366als Durchflussbegrenzer folgen, ehe der Teilstrang36'an der Einmündung357in den Warmwasserstrang35führt. Im Aufwärmestrang37- wiederum der Zirkulationsgabelung367folgend und in Strömungsrichtung - ist zuerst ein Temperaturregler377installiert, hinter dem ein zweiter Warmwasserzähler372, dann ein Rückflussverhinderer363und zuletzt ein Abgleichventil376als Durchflussbegrenzer folgen.
[0032] Zunächst werden noch die Funktionen der in der Steuervorrichtung3vorhandenen Apparaturen erläutert. Die Absperrarmaturen341,351,361dienen der Unterbrechung des Durchflusses im jeweiligen Strang34,35,36und werden z.B. bei der Reinigung des Warmwasseraufbereiters2oder beim Service an der Pumpe365geschlossen. Vorteilhaft, aber nicht zwingend sind diese Absperrarmaturen341,351,361innerhalb der Steuervorrichtung3installiert. Möglich wäre der Einbau der Absperrarmaturen341,351,361alternativ in der Kaltwassereinlaufleitung4, der Warmwasserzulaufleitung5und der Warmwasserzirkulationsleitung6. Auch die Thermometer350,360könnten ausserhalb der Steuervorrichtung3in der Warmwasserzulaufleitung5bzw. der Warmwasserzirkulationsleitung6eingesetzt sein. Nur in der voll bestückten Version wird man den Kaltwasserzähler342vorsehen, an dem das nachströmende Volumen an Kaltwasser und somit der Verbrauch von Warmwasser ablesbar ist. Ebenso entbehrlich wäre der Temperaturregler377.
[0033] Die Rückflussverhinderer343,353,363,373haben die Aufgabe, die Wege entgegen der jeweils vorgegebenen Strömungsrichtung zu sperren, was bei auftretendem Überdruck - z.B. infolge von Wärmeausdehnung - erforderlich wird. Der erste und zweite Warmwasserzähler362,372dient der Messung der Durchflussmengen hinter der Zirkulationsgabelung367im Teilstrang36'bzw. im Aufwärmestrang37. Die Messwerte der Durchflussmengen werden benötigt, um mittels der beiden Abgleichventile366,376das gewünschte Verhältnis von TeilmengenM1:M2einzustellen, welche von der an der Zirkulationsgabelung367sich aufteilenden Warmwasserzirkulation über den Teilstrang36'als erste TeilmengeM1der Einmündung357bzw. über den Aufwärmestrang37als zweite TeilmengeM2der Warmwasserrücklaufleitung84zufliessen.
[0034] Vorteilhaft wird für den Durchfluss ein Teilmengenverhältnis mitM1>>M2an der Steuervorrichtung3eingestellt, z.B. mitM1:M2im Bereich von 90% : 10%. Bei einem VerhältnisM1:M2= 90% : 10% werden also 90% des in der Warmwasserzirkulationsleitung6fliessenden Wassers als erste TeilmengeM1über die Steuervorrichtung3wieder direkt in die Warmwasserzulaufleitung5eingespeist, während die verbleibenden 10% als zweite TeilmengeM2über die Warmwasserrücklaufleitung84zur Nachwärmung in den Warmwasseraufbereiter2gelangen. Das in der Warmwasserzirkulationsleitung6fliessende Wasser hatte sich durch Wärmeverluste im Leitungsnetz auf unterhalb der an den Entnahmestellen0geforderten Wassertemperatur abgekühlt.
[0035] In ihrer vollkommenen Ausstattung weist die Steuervorrichtung3den für eine dynamische Nachregelung nützlichen Temperaturregler377auf. Mittels der beiden Abgleichventile366,376erfolgt die Festeinstellung des TeilmengenverhältnissesM1:M2beispielsweise mit 90% : 10%. Hat man am Temperaturregler377z.B. eine Solltemperatur von 45°C eingestellt, und das über die Warmwasserzirkulationsleitung6ankommenden Wasser entspricht dieser Temperatureinstellung, so fährt die Anlage im TeilmengenverhältnisM1:M2= 90% : 10%. Sollte infolge Störeinflüssen, wie sinkende Warmwassertemperaturen durch äussere Einflüsse, der nachwärmende Bedarf grösser sein und das Wasser mit unter 45°C ankommen, öffnet der Temperaturregler377mehr. Folglich verschiebt sich das TeilmengenverhältnisM1:M2zugunsten einer erhöhten zweiten TeilmengeM2, z.B.M1:M2= 85% : 15%. Es fliesst also etwas mehr Wasser über die Warmwasserrücklaufleitung84zur Nachwärmung in den Warmwasseraufbereiter2, und weniger wird über den Teilstrang36'wieder in den Warmwasserstrang35zurückgeführt. Eine zusätzliche Energieeinsparung erzielt man, wenn das Wasser mit über 45°C ankommt, so dass der Temperaturregler377mehr schliesst und sich das Teilmengenverhältnis beispielsweise aufM1:M2= 95% : 5% verschiebt. Dann bedarf es nur einer verringerten TeilmengeM2zur Nachwärmung.
Figuren 2A und 2B
[0036] Zur verkürzten Erörterung wird bei diesem Ausführungsbeispiel nur auf die Abweichungen zur Variante gemäss Figurenpaar 1A und 1B eingegangen, ansonsten auf die vorherige Beschreibung verwiesen. Die Anlage der jetzigen Variante umfasst zur vorhandenen Wärmequelle1ersten Typs nun auch eine Wärmequelle1'zweiten Typs, welche auf Solarthermie basiert. Aufgrund der teils extrem schwankenden Sonneneinstrahlung - tageszeit-, wetter- und jahreszeitabhängig - muss man für eine Anlage zur Bereitstellung von Warmwasser stets Wärmequellen1,1'beider Typen vorsehen. Beide Wärmequellen1,1'sind an den ersten Warmwasseraufbereiter2angeschlossen. Daher ergeben sich zusätzliche Quellenanschlüsse11',12', Leitungen71',72', Boileranschlüsse21',22'und ein zweites Heizregister28'im Warmwasseraufbereiter2sowie eine etwas veränderte apparative Bestückung in der Steuervorrichtung3.
[0037] Die Ladeleitung71und die Rücklaufleitung72der Wärmequelle1ersten Typs sind mit dem zugehörigen ersten Heizregister28im Warmwasseraufbereiter2über die beiden Boileranschlüsse21,22verbunden. Dieses erste Heizregister28ist oberhalb des zweiten Heizregisters28'positioniert. Die Wärmequelle1'zweiten Typs beruht auf Solarthermie und hat den ersten Quellenanschluss11', von dem sich die Ladeleitung71'erstreckt. An den zweiten Quellenanschluss12'ist die Rücklaufleitung72'herangeführt. Das zweite Heizregister28'ist mit der zugehörigen Ladeleitung71'und Rücklaufleitung72'über die beiden Boileranschlüsse21',22'verbunden. Bei ausreichend gewinnbarer Solarenergie wird man vorteilhaft allein die Wärmequelle1'zweiten Typs zur Aufheizung des Warmwasseraufbereiters2nutzen, nur ansonsten zusätzlich oder allein die Wärmequelle1ersten Typs.
[0038] Aufgrund der jetzt in die Anlage integrierten Wärmequelle1'zweiten Typs, welche zu einer Überhitzung im Warmwasseraufbereiter2führen kann und damit der Gefahr zu heissen Wassers an den Entnahmestellen0- z.B. über die Normaleinstellung von 55°C hinaus -, sind in der Steuervorrichtung3Vorkehrungen für den Personenschutz installiert. Hierzu folgt dem Abgleichventil366im Teilstrang36'in Strömungsrichtung ein in den Warmwasserstrang35zwischen der Absperrarmatur351und dem Entlüftungsventil354eingebauter Thermomischer 358. Vom Thermomischer358erstreckt sich ein Absenkstrang36''an die Kaltwasserabzweigung347, welche auf dem Kaltwasserstrang34zwischen dem Kaltwasserzähler342und dem Rückflussverhinderer343liegt. Der zuvor bei Figur 1B im Warmwasserstrang35installierte Rückflussverhinderer353ist jetzt in den Absenkstrang36''zwischen dem Thermomischer358und der Kaltwasserabzweigung347umgesetzt. Bei am Thermomischer358ankommendem überhitztem Warmwasser gewährleisten Rückflussverhinderer353und Thermomischer358die Beimischung von Kaltwasser zum Zustrom von der Warmwasservorlaufleitung83und dem Teilstrang36'. Durch die Temperaturabsenkung wird der Sollwert in der Warmwasserzulaufleitung5erreicht.
[0039] Vorteilhaft wird wieder für das durch die Warmwasserzirkulationsleitung6an der Steuervorrichtung3ankommende Wasser mittels dieser ein Teilmengenverhältnis mitM1>>M2eingestellt, vorzugsweise mitM1:M2im Bereich von 90% : 10%. Auch ansonsten entsprechen der konstruktive Aufbau und die Funktion der Anlage gemäss Figurenpaar 2A und 2B dem vorangehenden Ausführungsbeispiel mit Figurenpaar 1A und 1B.
Figur 3
[0040] Wiederum bedarf es zu diesem Ausführungsbeispiel nur der Erörterung der Abweichungen zur Variante gemäss dem Figurenpaar 1A und 1B, ansonsten wird auf die zugehörige Beschreibung verwiesen. Die Anlage umfasst nun eine Wärmequelle1ersten Typs, einen ersten und einen zweiten Warmwasseraufbereiter2,2', eine Steuervorrichtung3und beispielhaft eine Entnahmestelle0. Die eine Wärmequelle1ist in Parallelschaltung an beide Warmwasseraufbereiter2,2'angeschlossen, die identisch jeweils ein Thermometer20, die fünf Boileranschlüsse21-25, das Heizregister28und das Entleerungsventil29besitzen. Durch die Parallelschaltung von zwei vorhandenen Warmwasseraufbereitern2,2'ergibt sich jedoch ein verzweigterer Verlauf für die Nachfüllleitung41', die erste Ladeleitung71und die erste Rücklaufleitung72.
[0041] Die von der Kaltwassergabelung47kommende Nachfüllleitung41'führt über die Kreuz-Verbindung48'bzw. über die T-Verbindung48an den jeweiligen fünften Boileranschluss25der beiden Warmwasseraufbereiter2,2'. Die Kreuz-Verbindung48'und die T-Verbindung48dienen ausserdem zur Installation eines jeweiligen Entleerungsventils29für den jeweils zugehörigen Warmwasseraufbereiter2',2.
[0042] Von der ersten Wärmequelle1führt die erste Ladeleitung71an den jeweiligen ersten Boileranschluss21des betreffenden Warmwasseraufbereiters2,2'. Mit den beiden Boileranschlüssen21ist das im jeweiligen Warmwasseraufbereiter2,2'installierte erste Heizregister28verbunden. Die erste Rücklaufleitung72erstreckt sich vom jeweiligen zweiten Boileranschluss22, der mit dem im betreffenden Warmwasseraufbereiter2,2'vorhandenen ersten Heizregister28verbunden ist, zur ersten Wärmequelle1. Die Warmwasservorlaufleitung83verläuft von den dritten Boileranschlüssen23beider Warmwasseraufbereiter2,2'zusammengeführt an den fünften Steueranschluss305der Steuervorrichtung3. Die Warmwasserrücklaufleitung84gelangt vom sechsten Steueranschluss306der Steuervorrichtung3an den jeweiligen vierten Boileranschluss24des betreffenden Warmwasseraufbereiters2,2'.
[0043] Auch bei dieser Anlage lässt sich für das durch die Warmwasserzirkulationsleitung6an der Steuervorrichtung3ankommende Wasser an dieser ein Teilmengenverhältnis mitM1>>M2einstellen, vorzugsweise mitM1:M2im Bereich von 90% : 10% (siehe Figur 1B). Auch ansonsten entsprechen der konstruktive Aufbau und die Funktion der Anlage in Figur 3 dem ersten Ausführungsbeispiel mit Figurenpaar 1A und 1B.
[0044] Es ist auch möglich, Anlagen erfindungsgemässen Aufbaus mit mehreren in Reihe geschalteten Warmwasseraufbereitern zu konzipieren. Aufgrund der sich dann in den einzelnen Warmwasseraufbereitern bildenden unterschiedlichen Temperaturschichtung wird man jedoch den zusätzlichen Geräteaufwand für ein Umladesystem zwischen den Warmwasseraufbereitern in Kauf nehmen müssen.
Figur 4
[0045] Mit den Aufbauten gemäss Figuren 2A und 3 in Kombination ergibt sich diese nun zu erörternde noch komplexere Anlage mit je einer Wärmequelle1,1'ersten und zweiten Typs, zwei parallel geschalteten Warmwasseraufbereitern2,2', einer Steuervorrichtung3und schematisch mit nur einer Entnahmestelle0. Zur verkürzten Erörterung werden bei diesem Ausführungsbeispiel Übereinstimmungen zu vorangehenden Aufbauten allenfalls kursorisch behandelt, ansonsten sei auf die vorherige Beschreibung verwiesen. Wie bei der Ausführung gemäss Figur 2A führt von der zweiten Wärmequelle1'die zweite Ladeleitung71'an das jeweils zweite Heizregister28'im betreffenden Warmwasseraufbereiter2,2'. Äquivalent erstreckt sich die zweite Rücklaufleitung72'vom jeweiligen zweiten Heizregister28'im betreffenden Warmwasseraufbereiter2,2'zur zweiten Wärmequelle1'.
[0046] Wie bei der Ausführung gemäss Figur 3 ist die Nachfüllleitung41'über die Kreuz-Verbindung48'bzw. über die T-Verbindung48an die fünften Boileranschlüsse25der beiden Warmwasseraufbereiter2,2'herangeführt. Die Warmwasservorlaufleitung83erstreckt sich wiederum von beiden Warmwasseraufbereitern2,2'zusammengeführt zur Steuervorrichtung3, während die Warmwasserrücklaufleitung84von der Steuervorrichtung3an beide Warmwasseraufbereiter2,2'gelangt. Vom ersten Quellenanschluss11der ersten Wärmequelle1führt die erste Ladeleitung71an den ersten Boileranschluss21des betreffenden Warmwasseraufbereiters2,2', in dem das jeweils erste Heizregister28installiert ist. Die erste Rücklaufleitung72kommt vom jeweiligen zweiten Boileranschluss22des betreffenden Warmwasseraufbereiters2,2', in den die ersten Heizregister28eingebaut sind, und erstreckt sich zum zweiten Quellenanschluss12der ersten Wärmequelle1.
[0047] Auch dieser komplexe Anlagenaufbau erlaubt, für das durch die Warmwasserzirkulationsleitung6an der Steuervorrichtung3ankommende Wasser ein Teilmengenverhältnis mitM1>>M2fest einzustellen, vorzugsweise mitM1:M2im Bereich von 90% : 10%. Bei Installation des Temperaturreglers377in der Steuervorrichtung3sind zusätzlich die Vorteile der dynamischen Nachregelung für eine adäquate Anpassung des TeilmengenverhältnissesM1:M2nutzbar. Dieser Anlagenaufbau mit den alternativ oder zusammen betreibbaren Wärmequellen1,1'und parallel geschalteten Warmwasseraufbereitern2,2'ist energetisch besonders effizient.
Claims (16)
1. Anlage zur Bereitstellung von in Gebäuden in Zirkulation umlaufendem Warmwasser, mit:
a) einer Wärmequelle (1,1') als Energielieferant für zumindest einen zur Anlage gehörigen Warmwasseraufbereiter (2,2');
b) einer Vielzahl von Entnahmestellen (0) für das bereitgestellte Warmwasser;
c) einer Kaltwassereinlaufleitung (4) zur Einspeisung von Kaltwasser in die Anlage;
d) einer Warmwasserzulaufleitung (5) zur Heranführung von Warmwasser an die Entnahmestellen (0); und
e) einer Warmwasserzirkulationsleitung (6), die vor den Entnahmestellen (0) abzweigt, dadurch gekennzeichnet, dass
f) eine an die Warmwasserzirkulationsleitung (6) angeschlossene und zwischen dem Warmwasseraufbereiter (2,2') und den Entnahmestellen (0) angeordnete Steuervorrichtung (3) dazu bestimmt ist, vom der Steuervorrichtung (3) über die Warmwasserzirkulationsleitung (6) zufliessenden Wasser eine erste Teilmenge (M1) in die Warmwasserzulaufleitung (5) und eine verbleibende zweite Teilmenge (M2) zur Nachwärmung in den Warmwasseraufbereiter (2,2') zu leiten.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Steuervorrichtung (3):
a) das Teilmengenverhältnis mit (M1) >> (M2) eingestellt ist; wobei vorzugsweise
b) das Teilmengenverhältnis mit (M1) : (M2) im Bereich von 90% : 10% eingestellt ist.
3. Anlage nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
a) zwischen dem Warmwasseraufbereiter (2,2') und der Steuervorrichtung (3) eine jeweils beide verbindende Warmwasservorlaufleitung (83) und Warmwasserrücklaufleitung (84) verläuft;
b) die Steuervorrichtung (3) einen Warmwasserstrang (35) aufweist, an den einströmseitig die Warmwasservorlaufleitung (83) und ausströmseitig die Warmwasserzulaufleitung (5) angeschlossen sind;
c) die Steuervorrichtung (3) einen Zirkulationsstrang (36) aufweist, der sich intern der Steuervorrichtung (3) an einer Zirkulationsgabelung (367) in einen Teilstrang (36') und einen Aufwärmestrang (37) aufteilt; wobei:
d) einströmseitig an den Zirkulationsstrang (36) die Warmwasserzirkulationsleitung (6) angeschlossen ist; und
e) der Aufwärmestrang (37) ausströmseitig an die Warmwasserrücklaufleitung (84) angeschlossen ist.
4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
a) die Steuervorrichtung (3) einen Kaltwasserstrang (34) aufweist, an den einströmseitig die Kaltwassereinlaufleitung (4) und ausströmseitig eine Kaltwasservoraufleitung (41) angeschlossen sind;
b) die Kaltwasservorlaufleitung (41) sich in eine zum Warmwasseraufbereiter (2,2') führende Nachfüllleitung (41') und in eine zu einer Sicherheitseinheit (9) führende Sicherheitsleitung (41'') verzweigt; und
c) die Sicherheitseinheit (9) ein auf Überdruck reagierendes und in einen Ablauf (91) strömendes Sicherheitsventil (90) aufweist.
5. Anlage nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass
a) im Zirkulationsstrang (36) eine Pumpe (365) mit Förderrichtung zum Teilstrang (36') und zum Aufwärmestrang (37) installiert ist;
b) im Teilstrang (36') in Strömungsrichtung hintereinander ein erster Warmwasserzähler (362), ein in Strömungsrichtung offener Rückflussverhinderer (363) und ein erstes Abgleichventil (366) als Durchflussbegrenzer installiert sind; und
c) im Aufwärmestrang (37) in Strömungsrichtung hintereinander ein zweiter Warmwasserzähler (372), ein in Strömungsrichtung offener Rückflussverhinderer (373) und ein zweites Abgleichventil (376) als Durchflussbegrenzer installiert sind.
6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass
a) im Aufwärmestrang (37), entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, vor dem zweiten Warmwasserzähler (372) ein Temperaturregler (377) positioniert ist; und
b) der Temperaturregler (377) die Funktion hat, bei einer daran eingestellten Solltemperatur das mittels der beiden Abgleichventile (366,376) zunächst fest eingestellte Teilmengenverhältnisses (M1:M2) bei Unterschreitung der Solltemperatur des über die Warmwasserzirkulationsleitung (6) ankommenden Wassers die zweite Teilmenge (M2) zu erhöhen und bei Überschreitung die zweite Teilmenge (M2) zu verringern.
7. Anlage nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
a) der Teilstrang (36') dem Warmwasserstrang (35) zuströmend an einer Einmündung (357) in den Warmwasserstrang (35) führt; und
b) im Kaltwasserstrang (34) ein in Strömungsrichtung offener Rückflussverhinderer (343) angeordnet ist; und
c) im Warmwasserstrang (35), entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, vor der Einmündung (357), ein in Strömungsrichtung offener Rückflussverhinderer (353) eingebaut ist.
8. Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
a) im Kaltwasserstrang (34), entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, vor dem Rückflussverhinderer (343) eine Absperrarmatur (341) angeordnet ist;
b) im Warmwasserstrang (35), in Strömungsrichtung betrachtet, vor Einmündung (357) eine Absperrarmatur (351) eingebaut ist; und
c) im Zirkulationsstrang (36), entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, vor der Pumpe (365) eine Absperrarmatur (361) installiert ist.
9. Anlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
a) im Kaltwasserstrang (34), zwischen dem Rückflussverhinderer (343) und der Absperrarmatur (341), ein Kaltwasserzähler (342) eingebaut ist;
b) im Warmwasserstrang (35), in Strömungsrichtung betrachtet, vor der Absperrarmatur (351) ein Thermometer (350) sitzt;
c) im Warmwasserstrang (35), entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, vor dem Rückflussverhinderer (353) ein Entlüftungsventil (354) angeschlossen ist; und
d) im Zirkulationsstrang (36), entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, vor der Absperrarmatur (361) ein Thermometer (360) installiert ist.
10. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmequelle (1') als Energielieferant für den zumindest einen Warmwasseraufbereiter (2,2') auf Solarthemie basiert; wobei:
a) der Teilstrang (36') in einen Thermomischer (358) zuströmend einmündet, der im Warmwasserstrang (35) eingebaut und zum Übertemperaturschutz bestimmt ist;
b) sich von einer Kaltwasserabzweigung (347) am Kaltwasserstrang (34) ein in den Thermomischer (358) Kaltwasser einleitender Absenkstrang (36'') erstreckt;
c) im Kaltwasserstrang (34), entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, vor der Kaltwasserabzweigung (347) ein in Strömungsrichtung offener Rückflussverhinderer (343) angeordnet ist; und
d) im Absenkstrang (36'') ein in Strömungsrichtung offener Rückflussverhinderer (353) angeordnet ist.
11. Anlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass
a) im Kaltwasserstrang (34), entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, vor der Kaltwasserabzweigung (347) eine Absperrarmatur (341) angeordnet ist;
b) im Warmwasserstrang (35), in Strömungsrichtung betrachtet, vor dem Thermomischer (358), eine Absperrarmatur (351) eingebaut ist; und
c) im Zirkulationsstrang (36), entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, vor der Pumpe (365) eine Absperrarmatur (361) installiert ist.
12. Anlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass
a) im Kaltwasserstrang (34), zwischen der Kaltwasserabzweigung (347) und der Absperrarmatur (341), ein Kaltwasserzähler (342) eingebaut ist;
b) im Warmwasserstrang (35), in Strömungsrichtung betrachtet, vor der Absperrarmatur (351) ein Thermometer (350) sitzt;
c) im Warmwasserstrang (35), entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, vor dem Thermomischer (358) ein Entlüftungsventil (354) angeschlossen ist; und
d) im Zirkulationsstrang (36), entgegen der Strömungsrichtung betrachtet, vor der Absperrarmatur (361) ein Thermometer (360) installiert ist.
13. Anlage nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (3) aufweist:
a) einen ersten Steueranschluss (301) zur Verbindung mit der Kaltwassereinlaufleitung (4) und dem Kaltwasserstrang (34) einströmseitig;
b) einen zweiten Steueranschluss (302) zur Verbindung mit der Warmwasserzulaufleitung (5) und dem Warmwasserstrang (35) ausströmseitig;
c) einen dritten Steueranschluss (303) zur Verbindung mit der Warmwasserzirkulationsleitung (6) und dem Zirkulationsstrang (36) einströmseitig;
d) einen vierten Steueranschluss (304) zur Verbindung mit dem Kaltwasserstrang (34) ausströmseitig und der Kaltwasservorlaufleitung (41);
e) einen fünften Steueranschluss (305) zur Verbindung mit dem Warmwasserstrang (35) einströmseitig und der Warmwasservorlaufleitung (83); und
f) einen sechsten Steueranschluss (306) zur Verbindung mit dem Aufwärmestrang (37) ausströmseitig und der Warmwasserrücklaufleitung (84).
14. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass
a) die Anlage eine Wärmequelle (1) ersten Typs, in Gestalt eines Heizkessels - basierend auf Öl, Gas, Feststoffen oder Elektroenergie - oder eines Fernwärmeanschlusses oder einer Wärmepumpe, und eine Wärmequelle (1') zweiten Typs basierend auf Solarthermie aufweist; und
b) beide Wärmequellen (1,1') Energielieferant für zumindest einen ersten Warmwasseraufbereiter (2) oder auch weitere Warmwasseraufbereiter (2') sind; und
c) vorzugsweise der zumindest eine Warmwasseraufbereiter (2) oder auch die weiteren Warmwasseraufbereiter (2') jeweils ein erstes und ein zweites Heizregister (28,28') besitzen, von denen eines mit der Wärmequelle (1) ersten Typs und das andere mit der Wärmequelle (1') zweiten Typs verbunden ist.
15. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass
a) die Anlage mehrere Warmwasseraufbereiter (2,2') aufweist, die einerseits zur Wärmequelle (1,1') und andererseits zur Steuervorrichtung (3) in Parallelschaltung angeordnet sind; wobei
b) die Nachfüllleitung (41') an jeden der Warmwasseraufbereiter (2,2') herangeführt ist;
c) sich zwischen der Wärmequelle (1,1') und den Warmwasseraufbereitern (2,2') Ladeleitungen (71,71') und Rücklaufleitungen (72,72') erstrecken; und
d) die jeweils an die Steuervorrichtung (3) angeschlossene Warmwasservorlaufleitung (83) und Warmwasserrücklaufleitung (84) an jeden der Warmwasseraufbereiter (2,2') herangeführt ist.
16. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (3) in Geräteform mit bausteinartig und gemäss individueller Kundenanforderung installierbaren Armaturen ausgebildet ist.
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