CH714425B1 - Modulares Wohnraumsystem für Tiere. - Google Patents
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Abstract
Ein Wohnraumsystem für Tiere ein Set von zwei oder umfasst mehreren Modulen Ein Modul eines Wohnraumsystems für Tiere umfasst ein Basiskörper (1) mit einer ersten (1.1) und einer zweiten (1.2) Seite, die sich gegenüberliegen. Die erste Seite (1.1) weist einen Kantenbereich (1.12) entlang ihres gesamten Umfangs auf und eine Ausnehmung (1.13), die zumindest teilweise durch den Kantenbereich (1.12) begrenzt wird. Der Basiskörper (1) weist eine Deckelebene auf, die die erste Seite schneidet, wobei eine erste Schnittfläche der Deckelebene mit dem Basiskörper mindestens eine mehrfach zusammenhändes Gebiet umfasst und der Abstand der Deckelebene eine Tiefe ist, und der Basiskörper weist im Kantenbereich (1.12) überall eine geringere Tiefe (7.2) auf als in der Ausnehmung (1.13). Das Modul kann zur Herstellung eines flächenoptimierten Lebensraums für Säugetiere, Amphibien, Reptilien und/oder Insekten, insbesondere für Stacheligel, Haselmäuse, Siebenschläfer, Grasfrösche, Erdkröten, Geburtshelferkröten, Gelbbauchunken, europäische Laubfrösche, Fadenmolche, Feuersalamander, Ringelnattern, Mauereidechsen, Marienkäfer, Wildbienen, Schmetterlinge und Hummeln genutzt werden.
Description
Technisches Gebiet
[0001] Die Ertindung betrifft Module eines Wohnraumsystems für Tiere sowie ein Set derartiger Module und ein Wohnraumsystem welches aus erfindungsgemässen Modulen aufgebaut ist. Ferner betrifft die Erfindung die Verwendung von Modulen zur Herstellung eines flächenoptimierten Lebensraums für Tiere, insbesondere für kleinere, heimische Wildtiere. Schliesslich betrifft die Erfindung auch die Herstellung eines Wohnraumsystems aus erfindungsgemässen Modulen.
Stand der Technik
[0002] Schon vor 10 Jahren wurde erkannt, dass die Ökologie bzw. die Biodiversität zunehmend und mittlerweile dramatisch schwindet. Die Bestände der Fische, Vögel, Insekten, kleinen Säugetieren, Amphibien und Reptilien haben sich in den letzten Jahren halbiert und viele Arten sind gefährdet und vom Aussterben bedroht. Mittlerweile zählen Tiere zu bedrängten Arten, deren Vorkommen für uns als selbstverständlich gilt. Durch die zunehmende Überbauung und Optimierung der folglich immer beschränkteren Agrarflächen, durch Pestizide und Überdüngung, schwinden die Lebensräume für unsere lebenswichtige Biodiversität in bedenklichem Ausmass. Leider werden diese Aspekte bei der Umgebungsgestaltung, ob Gewerbe, Mehrfamilienhäuser, Überbauungen und/oder Einfamilienhaus oft ausser Acht gelassen. Das heutige Verständnis von naturnaher Umgebung ist leider meilenweit von den tatsächlichen Bedürfnissen der Klein-, und Kleinstlebewesen entfernt. Es fehlen neue moderne Lösungen.
[0003] Mit der zunehmenden Bevölkerungsdichte und folglich der Überbauung wichtiger Lebensräume ist es flächenmässig schon heute kaum mehr möglich, genügend geeignete Ökoflächen für die Habitate bedrängter Arten beizubehalten. Jahrelange eigene Beobachtungen und Versuche in unserem erfolgreichen Naturschutzprojekt haben gezeigt, dass es möglich ist, Ökoflächen zu optimieren und den heutigen Standards punkto Design und Materialien anzupassen. Mit einem sehr flexiblen modularen System können bestehende Arten begünstigt und unterstützt werden. Dies in allen Bereichen wie Gewerbeflächenumgebungen, Siedlungsumgebungen und auch in bestehenden Naturschutzgebieten, zur Vernetzung und Landwirtschaftsflächen kann es als zusätzliche Option verbaut werden. Ob als Gehweg, Stützmauer, Treppe und/oder Platzgestaltung, schon ein Kleinstelement bietet sich als Dekoration in der Umgebung, und/oder Gartengestaltung an. Zusätzlich findet auch eine dringend notwendige Sensibilisierung des Menschen bezüglich seiner Lebensraumumgebung statt.
[0004] Die KR 2004 0075818 A offenbart Platten für einen Bodenbelag, deren Oberseite in der Art natürlicher Steine ausgebeult ist. Ihre Unterseiten weisen Hohlräume auf, welche über Durchlässe an den Kanten der Platten selbst dann für kleine Tiere zugänglich bleiben, wenn derartige Platten Kante an Kante verlegt werden. Weiter weisen die Platten durchgehende Löcher auf, durch welche Pflanzen wachsen können.
[0005] Derartige Platten können einen bestehenden Lebensraum erhalten, schaffen aber keine neuen, für Tiere bewohnbaren Flächen: Die Oberseite bietet kaum Verstecke.
[0006] Die DE 20 2017 102 361 U1 will es ermöglichen, Böschungen und Mauern derart zu befestigen oder zu bauen, dass neuer Lebensraum für Tiere entsteht: Dazu weisen die Mauersteine mindestens eine bis zur gegenüberliegenden Seite des Steins durchgehende Öffnung auf sowie ein Befestigungsmittel auf einer Seite orthogonal zu den Seiten mit Öffnung.
[0007] Derartige Mauersteine beschränken die Ausdehnung der entstehenden Lebensräume und lassen sich nur in der speziellen Situation, dass eine Böschung oder eine Wand gebraucht wird, einsetzen. Um tatsächlich einen Lebensraum und nicht nur einen blossen Durchgang zu schaffen, müssen zudem noch geeignete Behausungen eingebracht werden, was die Installation und Einrichtung erschwert.
[0008] Die bekannten Wohnraumsysteme und ihre Module haben also den Nachteil, dass sie selten mehr Lebensraum schaffen als ihr Aufbau einnimmt und dass sie sich kaum mit einfachen Mitteln auf die Bedürfnisse verschiedener Lebewesen anpassen lassen. Andere Systeme und Module eignen sich nur für spezielle Standorte.
Darstellung der Erfindung
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, ein dem eingangs genannten technischen Gebiet zugehörendes Wohnraumsystem für Tiere zu schaffen, welches Lebewesen mit verschiedenen Bedürfnissen zusätzlichen Lebensraum bietet und einfach in verschiedenen Gegenden aufzubauen ist. Insbesondere soll das Wohnraumsystem flexibel anpassbar sein um insbesondere bereits bestehende Arten in einer Gegend gezielt zu bevorzugen. Weiter ist es die Aufgabe der Erfindung, Module für ein derartiges Wohnraumsystem zur Verfügung zu stellen.
[0010] Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 definiert. Gemäss der Erfindung umfasst ein Modul eines Wohnraumsystems für Tiere einen Basiskörper. Der Basiskörper hat eine erste und eine zweite Seite. Die erste und die zweite Seite liegen einander gegenüber. Die erste Seite weist entlang ihres gesamten Umfangs einen Kantenbereich auf. Ausserdem weist die erste Seite eine Ausnehmung auf. Die Ausnehmung wird zumindest teilweise durch den Kantenbereich begrenzt.
[0011] Der Basiskörper weist eine Deckelebene auf. Die Deckelebene schneidet die erste Seite. Die erste Schnittfläche ist die Schnittfläche von Deckelebene und Basiskörper. Die erste Schnittfläche umfasst mindestens ein mehrfach zusammenhängendes Gebiet, insbesondere ein zweifach zusammenhängendes Gebiet. Das zwischen Deckelebene und Basiskörper eingeschlossene Volumen ist grösser als alle weiteren Volumen, die zwischen dem Basiskörper und weiteren Ebenen eingeschlossen sind. Diese weiteren Ebenen sollen dabei ebenfalls Schnittflächen mit dem Basiskörper aufweisen, die jeweils mindestens ein mehrfach zusammenhängendes Gebiet umfassen. Der Abstand zur Deckelebene ist eine Tiefe. Die Tiefe eines Punktes ist also sein Abstand zur Deckelebene.
[0012] Der Basiskörper weist im Kantenbereich überall eine geringere Tiefe auf als in der Ausnehmung.
[0013] Die Kante der ersten Seite begrenzt die erste Seite. Die Kante kann scharf, abgerundet und/oder auch unregelmässig sein.
[0014] Der Umfang der ersten Seite wird durch die Kante bestimmt. Der Kantenbereich liegt überall zwischen der Ausnehmung und der Kante. Der Kantenbereich stösst an die Kante an. Die Ausnehmung kann abgesehen vom Kantenbereich auch durch Wälle und/oder andere Erhebungen begrenzt werden. Ausserdem kann es im Bereich der Ausnehmung auch isolierte Gebiete mit einer geringeren Tiefe geben, die von der Ausnehmung umgeben sind. Es ist schliesslich auch möglich, dass es Gebiete mit einer Tiefe ähnlich und/oder grösser als die der Ausnehmung gibt, die durch Erhebungen, die nicht zum Kantenbereich gehören, vollständig von der Ausnehmung getrennt sind. Weiter ist es möglich, dass es mehr als eine Ausnehmung gibt.
[0015] Die erste Schnittfläche umfasst ein mehrfach zusammenhängendes Gebiet. Als ein mehrfach zusammenhängendes Gebiet wird hier eine Fläche verstanden, die durch mehrere, in sich geschlossene Kurven begrenzt wird. Ein zweifach zusammenhängendes Gebiet wird dabei durch zwei geschlossene Kurven begrenzt: Beispiele für ein solches Gebiet sind ein Ring, der durch einen äusseren Kreis und einen inneren Kreis begrenzt wird oder ein rechteckiger Rahmen, der durch ein inneres und ein äusseres Rechteck begrenzt wird. Ein dreifach zusammenhängendes Gebiet wird analog durch drei Kurven begrenzt: Die farbige Fläche einer „8“ stellt ein Beispiel eines solchen Gebietes dar, mit einer ersten Kurve, die der Aussenkontur der „8“ folgt und zwei weiteren Kurven, die jeweils kreisförmig sind. Unter einem vierfach zusammenhängenden Gebiet wird im Sinne dieser Anmeldung also als Fläche, die durch 4 geschlossene Kurven begrenzt wird, verstanden. Die weiteren Mehrfachen verstehen sich analog. Neben dem mehrfach zusammenhängenden Gebiet kann die erste Schnittfläche noch weitere Gebiete aufweisen: Beispielsweise kann es innerhalb einer der Kurven, die das mehrfach zusammenhängende Gebiet nach innen hin abgrenzen, noch ein weiteres Gebiet geben. Ein Beispiel für eine solche Fläche ist ein rechteckiger Rahmen mit einem gefüllten Kreis in seiner Mitte, der den Rahmen aber nicht berührt. Der rechteckige Rahmen stellt ein zweifach zusammenhängendes Gebiet dar, der gefüllte Kreis ist ein weiteres Gebiet.
[0016] Ein einfach zusammenhängendes Gebiet ist kein mehrfach zusammenhängendes Gebiet.
[0017] Die Tiefe ist eine Eigenschaft von jedem Punkt des Moduls. Sie wird bevorzugt stets entlang der Senkrechten zur Deckelebene bestimmt und zwar als Distanz zwischen dem zu vermessenden Punkt und der Deckelebene. Die Tiefe ist positiv in der Richtung hin zur zweiten Seite. Eine negative Tiefe gibt es nicht: Die Distanz zu Punkten, die auf der der zweiten Seite abgewandten Seite der Deckelebene liegen, wird als Höhe bezeichnet. Eine negative Höhe soll es ebenfalls nicht geben, sondern entsprechend als Tiefe bezeichnet werden. Wird von einer Tiefen- und/oder Höhendifferenz gesprochen und hat einer der Punkte eine Höhe und einer eine Tiefe, so ist die Tiefen- und/oder Höhendifferenz die Summe der Tiefe des einen Punktes und der Höhe des anderen Punktes. Tiefen- und Höhendifferenz haben also denselben Wert.
[0018] Mit einem maximalen Volumen ist hier das grösste derjenigen Volumen gemeint, welche zwischen einem Basiskörper und einer die erste Seite schneidenden Ebene mit einer Schnittfläche mit mehrfach zusammenhängenden Gebiet eingeschlossen sind. Typischerweise bleibt beispielsweise die Schnittfläche ein mehrfach zusammenhängendes Gebiet, wenn man eine Ebene mit dieser Eigenschaft nur ein wenig parallel verschiebt. Das eingeschlossene Volumen ändert sich hingegen durch diese Verschiebung. Ebenso führt in manchen Fällen auch ein leichtes Verkippen nicht zu einer substantiellen Änderung der Form der Schnittfläche, möglicherweise aber zu einer Änderung des Volumens.
[0019] Eine anschauliche Darstellung der Deckelebene ist die folgende: Richtet man den Basiskörper so aus, dass das Lot senkrecht zur Deckelebene ist, so lässt sich der Basiskörper bis zur Deckelebene mit Wasser füllen (falls er wasserdicht ist), ohne das etwas überläuft. Ausserdem gibt es keine weitere Ausrichtung des Basiskörpers in der er ein noch grösseres Volumen fassen könnte.
[0020] Die höchsten oder am wenigsten tiefsten Stellen des Kantenbereichs können unterschiedlich hoch oder tief sein. So ist es möglich, dass die Ebene, auf der ein auf dem Kantenbereich liegendes Modul liegt, nicht gleich der Deckelebene ist. Es kann also selbst in dieser Ausrichtung Durchlässe zwischen einem Boden und dem Kantenbereich geben, durch welche kleine Tiere in den Bereich zwischen Boden und Ausnehmung gelangen können.
[0021] Um zu entscheiden, welche Stellen der ersten Seite zum Kantenbereich gehören und welche zur Ausnehmung, kann eine Trennebene festgelegt werden: Die Trennebene verläuft parallel zur Deckelebene und ausserdem durch den tiefsten Punkt der Kante. Alle Stellen der ersten Seite, die eine grössere Tiefe aufweisen als die Trennebene, können zur Ausnehmung gehören. Alle Stellen der ersten Seite, die eine geringere oder die gleiche Tiefe aufweisen wie die Trennebene, können zum Kantenbereich gehören. Damit eine Stelle definitiv zum Kantenbereich gehört, soll sie nun ausserdem im Streifen entlang der Kante liegen. Damit eine Stelle definitiv zur Ausnehmung gehört, soll sie ausserdem zumindest teilweise durch den Kantenbereich begrenzt werden. Die erste Seite kann also auch Stellen aufweisen, die weder zum Kantenbereich noch zur Ausnehmung gehören.
[0022] Bevorzugt sind die höchsten oder am wenigsten tiefsten Stellen des Kantenbereichs im Wesentlichen gleich hoch oder tief. Dies vereinfacht die Herstellung der Module und verringert das Risiko Stücke des Basiskörpers versehentlich abzubrechen und/oder bei der Montage hängen zu bleiben.
[0023] Die Ausnehmung im Basiskörper erlaubt es jeweils tierspezifisches Material einzubringen und zwar auf besonders einfache Art und Weise: Material wie beispielsweise Wasser, Erde, Lehm, Steine, Holz, Moos, Laub, Gräser, Reisig, Äste, Heu, Stroh, Kompost, Mist, Rinde, Tannenzapfen, Schneckenhäuser, Holzwolle und/oder hohle Pflanzenstengel können einfach hineingelegt werden. So können auch die jeweils gewünschten klimatischen Verhältnisse geschaffen werden. Der Kantenbereich verhindert, dass das Material wieder herausfällt. Diese bereits im Modul integrierte Rückhaltevorrichtung für Wasser und/oder Nistmaterial macht den Aufbau des Wohnraumsystems einfach und die aufgebauten Module widerstandsfähig.
[0024] In einer Ausführungsform hat das Modul eine Grundform. Das Modul weist eine Formebene auf. Die Formebene liegt parallel zur Deckelebene. Es gibt eine zweite Schnittfläche zwischen Formebene und Basiskörper und diese zweite Schnittfläche ist ein einfach zusammenhängendes Gebiet. Der Flächeninhalt der zweiten Schnittfläche ist der grösste der Flächeninhalte von allen Schnittflächen von parallel zur Formebene liegenden Ebenen mit dem Grundkörper, die ebenfalls einfach zusammenhängende Gebiete sind. Die Grundform des Moduls ist die Form der Begrenzungskurve der zweiten Schnittfläche.
[0025] In dieser Ausführungsform ist die Grundform im Wesentlichen ein Trapez, ein Dreieck, ein Fünfeck oder ein Sechseck.
[0026] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Grundform im Wesentlichen ein symmetrisches Trapez, ein symmetrisches Fünfeck, ein gleichseitiges Dreieck oder ein gleichseitiges Sechseck.
[0027] Ein einfach zusammenhängendes Gebiet ist ein Gebiet, das durch genau eine Kurve begrenzt wird. Es weist also keine Löcher auf. Beispiele einfach zusammenhängender Gebiete sind ausgefüllte Kreise, Rechtecke, Dreiecke, Sechsecke, Trapeze, Fünfecke.
[0028] Diese Grundformen lassen sich untereinander und miteinander zu einer Vielzahl von Formen zusammenlegen. Insbesondere lassen sich auch näherungsweise runde Flächen erzeugen: so können zwei gleiche Trapeze zu einem Sechseck zusammenlegt werden, ebenso wie zwei symmetrische Fünfecke oder sechs gleichseitige Dreiecke. Eine solche sechseckige Anordnung hat ein vergleichsweise kleines Verhältnis von Umfang zu Gesamtfläche: Bei einer Fläche von 1 Längeneinheitsquadrat ist der Umfang des gleichseitigen Sechsecks nur 3.72 Längeneinheiten, was dem Idealfall des Kreises von 3.54 Längeneinheiten deutlich näher ist als beispielsweise ein Quadrat mit 4 Längeneinheiten Umfang. Ein kleines Umfangs- zu Flächenverhältnis vereinfacht es den Tieren, die Wärme in ihrem Versteck zu behalten, da die meiste Wärme der Modulen über den Bereich zwischen der ersten und der zweiten Seite verloren geht.
[0029] Die bevorzugten Grundformen lassen sich aber auch untereinander einfach und in vielen Varianten kombinieren und stapeln: So kann ein Modul mit trapezförmiger Grundform auf drei Modulen mit dreieckiger Grundform abgestellt werden. Ebenso kann ein Modul mit symmetrisch fünfeckiger Form auf einem trapezförmigen und zwei dreieckigen Modulen Platz finden.
[0030] Die Auswahl der Formen erlaubt also eine grosse Flexibilität bei der Anordnung der Module ohne, dass viele verschiedene Grundformen gebraucht würden.
[0031] In einer Ausführungsform beträgt die grösste Seitenlänge der Grundform eines Moduls 20 bis 200 cm, bevorzugt 50 bis 150 cm.
[0032] Falls es sich bei der Grundform um einen Kreis oder eine andere Form ohne erkennbare Seiten handelt, so liegt bevorzugt der grösste Durchmesser der Grundform des Moduls im Bereich von 20 bis 200 cm, bevorzugt von 50 bis 150 cm.
[0033] Dieser Grössenbereich hat den Vorteil, dass die Module von Hand und/oder mit nur leichten Hilfsmitteln wie Handwagen und/oder Schubkarren bewegt und montiert werden können. Ein Transport mit dem PKW oder kleinen Lieferwagen ist noch möglich, so dass auch ein Laie ohne Spezialausrüstung die Module besorgen und platzieren kann. Gleichzeitig sind die Module aber doch so gross, dass für kleine Tiere ein ausreichend grosser Lebensraum entsteht und bei Bedarf frostsichere Bereiche für die Überwinterung geschaffen werden können.
[0034] In einer Ausführungsform bildet die zweite Seite eine einzige zusammenhängende ebene Auflagefläche.
[0035] Das Modul hat eine Auflageebene. Wenn das Modul auf die zweite Seite gelegt wird, liegt es in der Auflageebene stabil. Die Auflagefläche oder die Auflageflächen sind die Bereiche der zweiten Seite mit denen das Modul die Auflageebene berührt, wenn es stabil auf der Auflageebene liegt.
[0036] Wenn im Folgenden von einer Auflagefläche gesprochen wird, so sind, wenn nicht explizit etwas anderes gesagt wird, im Falle eines Moduls mehreren Auflageflächen analog alle Auflageflächen des betroffenen Moduls gemeint.
[0037] Ein solches Modul ist einfach herzustellen und besonders robust, da auf grössere Vorstände und/oder Einbuchtungen auf der zweiten Seite verzichtet wird. Ein solches Modul kann mit der Auflagefläche auf den Boden gelegt werden und liegt dort praktisch kippsicher. Die Ausnehmung kann von Tieren die Kuhlen schätzen, zum Beispiel Hasen, genutzt werden. Liegt ein solches Modul mit der ersten Seite Richtung Boden auf, so bildet sich zwischen dem Modul und dem Boden eine Höhle für Tiere und ein zweites Modul kann ohne genaues Ausrichten auf das erste Modul gesetzt werden, wo es beispielsweise weitere Verstecke bietet, als Tränke und/oder Vogelbad genutzt werden kann.
[0038] In anderen Ausführungsformen umfasst die zweite Seite mehrere Auflageflächen, die alle in einer Auflageebene liegen.
[0039] Dies erlaubt es, die Auflagefläche mit kleineren Löchern und Dellen zu versehen, durch welche eine Wasserdurchlässigkeit erreicht und/oder verstärkt werden kann und/oder die einen Bewuchs mit Moos, Flechten und/oder anderen Pflanzen erlaubt. Bevorzugt sind derartige Löcher nicht durchgehend, sondern Sacklöcher.
[0040] Diese Ausführungsform erlaubt es aber auch auf der zweiten Seite Stelzen vorzusehen, die in abschüssigem Gelände das Modul vor dem Abrutschen schützen in dem sie sich in den Boden bohren. Stelzen und/oder Pfeiler können auch einen gewissen Abstand zum Boden ermöglichen, was vorteilhaft ist für kleine Tiere die sich zwischen den Pfeilern und/oder Stelzen verkriechen können und was ausserdem das Versickern von Wasser erleichtert.
[0041] In einer Ausführungsform liegen die Auflageebene und die Deckelebene im Wesentlichen parallel zueinander.
[0042] Dies bedeutet, dass ein seinen Auflageflächen auf flachen Boden stehendes Modul derart ausgerichtet Ist, dass die Ausnehmung das grösstmögliche Volumen fassen kann. Das ist in vielen Fällen zu begrüssen, da den Tieren so sicherlich genügend Material zur Verfügung gestellt werden kann, ohne dass das Modul unnötig voluminös ist.
[0043] In einer anderen Ausführungsform liegen die Auflageebene und die Deckelebene nicht parallel zueinander.
[0044] Eine solche Ausführungsform kann dann von Vorteil sein, wenn es auf Grund der Geländebeschaffenheit, auf der die Module platziert werden sollen, notwendig und/oder wünschenswert ist, einzelne Auflageflächen zu haben, die tiefer reichen als andere. Dies können zum Beispiel Stelzen und/oder Spitzen sein, die eine Art Verankerung im Boden darstellen und/oder ein Gefälle ausgleichen.
[0045] Auch kann durch eine nicht-parallele Auflageebene eine Ausrichtung der Module beim Stapeln erzwungen werden.
[0046] In einer Ausführungsform hat das Modul eine Moduldicke. Die Moduldicke ist die Summe der Tiefe des tiefsten Punktes des Moduls und der Höhe des höchsten Punktes des Moduls. Die quadrierte Moduldicke ist in dieser Ausführungsform kleiner als der Flächeninhalt der Grundform. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Verhältnis der quadrierten Moduldicke zum Flächeninhalt der Grundform kleiner oder gleich als 0.2, besonders bevorzugt kleiner oder gleich als 0.1, insbesondere kleiner oder gleich als 0.05.
[0047] Der höchste Punkt eines Moduls kann auf einem Pfeiler liegen. Der tiefste Punkt eines Moduls kann auf der zweiten Seite auf einer Auflagefläche liegen.
[0048] Aus diesem Verhältnis von Fläche und Moduldicke ergeben sich besonders flache Module. Derartige Module sind besonders kippsicher und geben gerade kleineren Tieren genügend Platz. Auch können selbst kleinere Tiere einen Höhenunterschied in der Moduldicke überwinden und so unabhängig davon, ob ein Modul mit der ersten oder der zweiten Seite auf dem Boden liegt, die obenliegende Seite erreichen und als Lebensraum nutzen.
[0049] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Verhältnis der quadrierten Moduldicke zum Flächeninhalt der Grundform eines Wohnmoduls kleiner als 0.05.
[0050] In einer Ausführungsform ist ein Modul dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von der Summe der Höhe des höchsten Punktes des Moduls und der Tiefe des tiefsten Punktes der Ausnehmung zur Moduldicke grösser ist als 0.6, insbesondere grösser als 0.7.
[0051] Insbesondere liegt das Verhältnis der Summe der Höhe des höchsten Punktes des Wohnmoduls und der Tiefe des tiefsten Punktes der Ausnehmung zur Moduldicke zwischen 0.6 und 0.85, bevorzugt zwischen 0.7 und 0.75.
[0052] Insbesondere liegt das Verhältnis der Summe der Höhe des höchsten Punktes des Moduls ohne Pfeiler und der Tiefe des tiefsten Punktes der Ausnehmung zur Moduldicke bei über 0.8.
[0053] Ein vergleichsweise grosses Verhältnis macht die Module leichter, da sie weniger Material haben. Wohnmodule sind bevorzugt gut stapelbar und dafür vorzugsweise stabiler konstruiert. Module ohne Pfeiler werden bevorzugt einfach mit ihrer Ausnehmung nach oben auf einen Boden oder auf andere Module gestellt. Daher ist es möglich, sie noch leichter zu konstruieren als die Wohnmodule.
[0054] In einer Ausführungsform ist ein Modul dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Höhe des höchsten Punktes des Moduls zur Moduldicke kleiner ist als 0.8 und insbesondere, dass das Verhältnis der Höhe des höchsten Punktes eines Wohnmoduls zur Moduldicke zwischen 0.4 und 0.8 liegt, bevorzugt zwischen 0.5 und 0.65.
[0055] In einem anschaulichen Beispiel der bevorzugten Variante dieser Ausführungsform eines Wohnmoduls ist der Basiskörper also für etwa die Hälfte der Moduldicke „verantwortlich“ und die übrige Dicke kommt von den Pfeilern. Die Pfeiler sind also vergleichsweise kurz was wiederum die Kippstabilität erhöht.
[0056] In einer Ausführungsform eines Moduls beträgt die Moduldicke zwischen 4 und 30 cm. Bevorzugt beträgt die Moduldicke für ein Wohnmodul zwischen 5 und 9 cm. Bevorzugt beträgt die Moduldicke für ein Modul ohne Pfeiler zwischen 7 und 30 cm.
[0057] Die Moduldicke wird bevorzugt einerseits an die Grösse der Tiere angepasst gewählt, die in dem Modul einen Lebensraum finden sollen und anderseits so, dass sich zumindest Wohnmodule gut und standsicher stapeln lassen. Module ohne Pfeiler können beispielsweise mit Wasser gefüllt und als Tränken und/oder Tümpel genutzt werden und weisen dafür bevorzugt eine etwas grössere Moduldicke auf, damit ein genügend grosses Wasservolumengehalten werden kann, welches nicht zu schnell verdampft oder durchfriert.
[0058] In einer Ausführungsform eines Moduls verläuft ein erster Wall von einer ersten Stelle des Kantenbereichs bis zu einer zweiten Stelle des Kantenbereichs und/oder bis zu einer ersten Stelle eines zweiten Walls. Der erste Wall schneidet und/oder berührt die Deckelebene entlang seiner ganzen Länge. Bevorzugt verläuft der erste Wall gerade.
[0059] Ein Wall führt also dazu, dass es mehr als eine Ausnehmung in einem Modul gibt. Das erlaubt es, in einem Modul verschieden gefüllte Ausnehmungen vorzusehen: Beispielsweise kann eine Ausnehmung mit einem feuchten Material wie Wasser, Lehm und/oder feuchter Erde gefüllt sein und eine zweite Ausnehmung mit trockenem Material wie Holz, Stroh, Heu und/oder Steinen. So kann ein Modul von mehreren Tierarten genutzt werden und/oder von einem Tier mit verschiedenen Bedürfnissen.
[0060] Bevorzugt befindet sich an der ersten Stelle im Kantenbereich ein Pfeiler. Bevorzugt befindet sich an der zweiten Stelle im Kantenbereich und/oder an der ersten Stelle des zweiten Walls ein Pfeiler. Bevorzugt reicht der Wall von Pfeiler zu Pfeiler.
[0061] Bei einer Ausführungsform eines Moduls weist die Ausnehmung einen Streifen entlang des gesamten sie begrenzenden Kantenbereichs auf. Der Streifen weist eine im Wesentlichen gleichbleibende Streifenbreite auf. An jedem Punkt in diesem Streifen ist ein lokaler Steigungswinkel grösser ist als der lokale Steigungswinkel für jeden Punkt der Ausnehmung ausserhalb dieses Streifens. Bevorzugt ist der lokale Steigungswinkel für im Wesentlichen alle Punkte innerhalb des Streifens im Wesentlichen der gleiche und hat bevorzugt einen Wert zwischen 45° und 80°, besonders bevorzugt zwischen 60° und 70°. Der lokale Steigungswinkel jedes Punktes wird dadurch bestimmt, dass für alle Positionen auf einem Kreis auf der ersten Seite, der als Mittelpunkt den Punkt hat, das Verhältnis der Tiefendifferenz zwischen Position und Mittelpunkt und des Radius bestimmt wird und eine Arkussinus-Funktion auf das grösste dieser Verhältnisse angewendet wird.
[0062] Falls das Modul Wälle aufweist und diese die betrachtete Ausnehmung begrenzen, so verläuft der Streifen bevorzugt auch entlang der die Ausnehmung begrenzenden Abschnitte der Wälle.
[0063] Punkte deren lokaler Steigungswinkel 90° ist, sollen bevorzugt nicht zum Streifen gehören. Der Radius des Kreises soll bevorzugt klein gegenüber der typischen Strukturgrösse in der Ausnehmung sein, beispielsweise 1/100 oder 1/1000 eines grössten Durchmessers der Ausnehmung sein. Besonders bevorzugt hat der Kreis einen infinitesimalen Radius.
[0064] Die Streifenbreite ist bevorzugt die kürzeste Distanz zwischen einem Punkt auf dem Übergang zwischen Streifen und übriger Ausnehmung und einem Punkt auf dem Übergang zwischen Streifen und Kantenbereich.
[0065] Der Streifen kann einen Übergang zwischen einem tieferen Teil der Ausnehmung und dem Kantenbereich schaffen. Ähnlich einer Rampe können so Tiere einfacher Material aus der Ausnehmung herausschieben. Kleinen Tieren wird so ausserdem das Verlassen der Ausnehmung erleichtert oder überhaupt erst ermöglicht. Zudem kann das Modul einfacher gereinigt werden.
[0066] In einer Ausführungsform eines Moduls ist die Ausnehmung, zumindest ausserhalb des Streifens wenn es einen solchen gibt, eben. Bevorzugt hat die Ausnehmung, zumindest ausserhalb des Streifens wenn es einen solchen gibt, überall die gleiche Tiefe.
[0067] Eine ebene Ausnehmung lässt sich einfacher reinigen als eine unebene Ausnehmung.
[0068] Eine Ausnehmung mit überall der gleichen Tiefe verhindert, dass die Füllung durch die Wirkung der Gravitation ins Rutschen kommen kann, wenn das Modul derart ausgerichtet ist, dass es ein maximales Volumen aufnehmen kann. Falle es das Material der Füllung zulässt, bildet sich in dieser Ausführungsform eine gleichmässig dicke Schicht des Füllmaterials in der Ausnehmung.
[0069] In einer Ausführungsform eines Moduls variiert die Tiefe der Ausnehmung auch ausserhalb des Streifens und ist daher nicht überall gleich. Die Ausnehmung ist also auch ausserhalb des Streifens nicht eben.
[0070] Dies hat den Vorteil, dass das Material weniger gut in der Ausnehmung rutscht und sich somit flächiges und/oder längliches Material einfacher aufstellen lässt, z.B. Stöcke und/oder Halme zu einer Art Tipi oder Zelt.
[0071] Ausserdem ergibt sich so eine grössere Oberfläche in der Ausnehmung, was dann von Vorteil ist, wenn ein reichlicher Bewuchs beispielsweise mit Moos und/oder Algen erwünscht ist, und/oder kleineren Tieren noch mehr Verstecke angeboten werden können sollen.
[0072] Wird die Ausnehmung des Moduls mit Wasser gefüllt, ergeben sich ausserdem Untiefen und/oder Inseln, die Tiere als Ruheplätze nutzen können.
[0073] Vorzugsweise ist das Modul ein Wohnmodul und umfasst drei oder mehr Pfeiler. Das Modul hat eine Auflageebene. Wenn das Modul mit der zweiten Seite nach unten auf eine Ebene gelegt wird, liegt es in der Auflageebene stabil. Die Pfeiler stehen alle von der ersten Seite ab. Die Pfeiler enden alle in einer ersten Ebene. Die erste Ebene liegt parallel zur Auflageebene. Es wird jeweils eine zweite Ebene durch je zwei Pfeiler aufgespannt. Für jede der zweiten Ebenen gilt eine der beiden folgenden Optionen: a. Das Modul weist innerhalb von der jeweiligen zweiten Ebene eine erste Öffnung auf. Diese erste Öffnung ist durch die die jeweilige zweite Ebene aufspannenden Pfeiler und die erste Seite begrenzt.oder b. In der jeweiligen zweiten Ebene liegt eine Wand. Die Wand ist durch mindestens eine Sollbruchstelle mit zumindest einem der beiden die jeweilige zweite Ebene aufspannenden Pfeiler und/oder der ersten Seite verbunden.
[0074] Die Pfeiler enden bevorzugt höher als die höchste Stelle des Kantenbereichs.
[0075] Die Auflageflächen und die Pfeiler sind bevorzugt so angeordnet, dass beim Stapeln gleich ausgerichteter Wohnmodule die Auflageflächen, die in der Auflageebene liegen, und die Oberseiten der Pfeiler, die in der ersten Ebene liegen, aufeinandertreffen.
[0076] Die Pfeiler erlauben es Wohnmodule derart zu stapeln, dass alle Auflageebenen der übereinander gestapelten Wohnmodule parallel zueinander sind. Dies trägt zur Stabilität bei und erlaubt es höher zu stapeln.
[0077] Die erste Öffnung wird bevorzugt begrenzt durch die die zweite Ebene aufspannenden Pfeiler, die erste Seite und die erste Ebene.
[0078] Für jede zwei Pfeiler gibt es eine zweite Ebene. Bei vier Pfeilern A, B, C und D gibt es also eine erste zweite Ebene zwischen A und B; eine zweite zweite Ebene zwischen A und C, eine dritte zweite Ebene zwischen A und D, eine vierte zweite Ebene zwischen B und C, eine fünfte zweite Ebene zwischen B und D und eine sechste zweite Ebene zwischen C und D. Für jede dieser zweiten Ebenen stehen nun beide Optionen offen, unabhängig vom Zustand der anderen zweiten Ebenen: So kann beispielsweise zwischen A und B eine Wand mit Sollbruchstelle zu Pfeiler B hin vorliegen; zwischen B und C eine erste Öffnung sein; zwischen C und D eine Wand mit Sollbruchstelle verbunden mit der ersten Seite sein; zwischen A und D eine Wand mit Sollbruchstellen verbunden mit Pfeilern A und D sein; zwischen A und B und B und C hingegen wieder eine erste Öffnung sein.
[0079] Die Wand ist durch eine Sollbruchstelle mit mindestens einem der Pfeiler und/oder der ersten Seite verbunden oder von den Pfeilern und/oder der ersten Seite getrennt. Es gibt keine Verbindung einer Wand mit einem Pfeiler oder der ersten Seite, die keine Sollbruchstelle aufweist.
[0080] Durch diese Gestaltung eines Wohnmoduls kann es noch besser an die Bedürfnisse eines Tieres angepasst werden: Die Höhe der Pfeiler bestimmt wie gross der Durchlass zwischen Boden und einem mit den Pfeilen zum Boden hin gelegten Modul oder zwischen zwei gestapelten Modulen ist. Durch gezieltes Herauslösen der Wände und/oder Verdecken der ersten Öffnungen kann das Modul offener oder geschlossener gestaltet werden. Beim Verdecken der Öffnungen kann Material an die Pfeiler gelehnt werden und/oder zwischen sie geklemmt werden und/oder auf andere Weise an ihnen befestigt werden.
[0081] In einer Ausführungsform ist der Basiskörper eines Moduls im Wesentlichen prismatisch. Dabei soll die Auflageebene parallel zur Deckelebene verlaufen, so dass der Abstand zwischen der Auflageebene und der ersten Ebene gleich der Moduldicke ist. Die zweite Seite ist ausserdem bevorzugt im Wesentlichen eben.
[0082] In einer Ausführungsform ist die Grundform gleich dem Umriss der Kante der ersten Seite. Eine Seitenlänge der Grundform ist bevorzugt gleich der Längen-Ausdehnung und/oder gleich der Teichmodul-Längen-Ausdehnung.
[0083] In einer Ausführungsform haben die Pfeiler einen gleichbleibenden Querschnitt.
[0084] In einer Ausführungsform stehen die Pfeiler vollständig vom Kantenbereich ab und der Kantenbereich hat eine im Wesentlichen überall dieselbe Breite, die in Wesentlichen gleich der Breite der Pfeiler ist.
[0085] Bevorzugt liegt der Kantenbereich mit dem Grossteil seiner gesamten Fläche in der Deckelebene, der Kantenbereich umfasst also einen ebenen Teil.
[0086] Bevorzugt liegen die Oberseiten der Pfeiler vollständig in der ersten Ebene.
[0087] In einer Ausführungsform eines Wohnmoduls stehen mindestens drei Pfeiler vom Kantenbereich ab.
[0088] So werden erste Öffnungen und/oder Wände, die Aussenseiten des Moduls darstellen durch den Kantenbereich und zwei Pfeiler eingefasst. Es bildet sich also eine Art dreiseitiger Rahmen. Dieser erleichtert einerseits nochmals die Befestigung von Material mit dem die erste Öffnung an die Bedürfnisse von Tieren angepasst wird und das Entfernen der Wand. Andererseits wird die Ausnehmung frei gehalten, so dass die Tiere mehr Platz haben. Schliesslich führt diese Anordnung dazu, dass die Pfeiler recht nahe am Aussenrand des Wohnmoduls platziert sind, was die Kippstabilität der Module verbessert, insbesondere wenn sie auf den Pfeilern stehen und die daher obenliegenden Auflageflächen ungleichmässig belastet sind.
[0089] In einer Ausführungsform eines Wohnmoduls stehen die Pfeiler im Wesentlichen senkrecht zur Deckelebene.
[0090] Wird das Wohnelement derart ausgerichtet, dass ein grösstmögliches Volumen von der Ausnehmung aufgenommen werden kann, so liegt die Deckelebene senkrecht zur Lotrichtung. Die in dieser Ausführungsform senkrecht zur Deckelebene angeordneten Pfeiler stehen also in Lotrichtung, so dass sie in einem Stapel von Modulen, insbesondere von Wohnmodulen, im Wesentlichen nur einer Kompression ausgesetzt sind und nicht zusätzliche Knick-Kräfte auf sie wirken. Diese Anordnung ist daher besonders stabil und stellt weniger hohe Anforderungen an das Material der Pfeiler und ihrer Befestigung am Basiskörper.
[0091] In einer Ausführungsform stehen die Pfeiler parallel zueinander.
[0092] Parallele Pfeiler, die nicht senkrecht zur Deckelebene stehen, können insbesondere dann von Interesse sein, wenn eine Ausrichtung des Wohnelements angestrebt wird bei der nicht das grösstmögliche Volumen der Ausnehmung genutzt werden können soll und/oder ein gezieltes Überlaufen der Ausnehmung in eine Richtung angestrebt wird. Dann können die Pfeiler in Lotrichtung angeordnet sein, ohne dass sie senkrecht zur Deckelebene stehen.
[0093] Schliesslich können parallel stehende Pfeiler auch als Gestaltungsmittel eingesetzt werden und/oder um zu ermöglichen, dass ein Teil der Ausnehmung bei gestapelten Modulen nicht von einem darüber liegenden Modul abgedeckt wird: So könnte ein nicht verdeckter Teil einer Ausnehmung einem Vogel als Sandbad und Landeplatz dienen und ein anschliessender, verdeckter Teil als Rückzugsort. Ebenso könnte der nicht verdeckte Teil Eidechsen und/oder Schlangen zum Sonnen dienen und der verdeckte Teil als Versteck.
[0094] In einer Ausführungsform bilden mindestens zwei Pfeiler eine Kreuzform.
[0095] Durch das gegenseitige Stützen der Pfeiler untereinander wird eine grosse Stabilität erreicht. Ausserdem gibt es anstelle einer grossen, mehrere kleinere erste Öffnungen und/oder Wände. So können einfacher kleine Durchgänge bereitgestellt werden.
[0096] In einer Ausführungsform bedeckt die Wand nur einen Teil einer Öffnungsfläche. Die Öffnungsfläche liegt in der zweiten Ebene und wird durch die aufspannenden zwei Pfeiler, die erste Seite und die erste Ebene begrenzt.
[0097] Insbesondere liegt das Verhältnis des von der Wand bedeckten Flächeninhalts in der zweiten Ebene zum Flächeninhalt der Öffnungs-Fläche zwischen 20 und 80%, bevorzugt zwischen 40 und 60%.
[0098] Solche teilweise geöffneten und teilweise durch eine Wand bedeckten Flächen zwischen zwei Pfeilern erlauben schon werkseitig eine Anpassung der Module an spezielle Tiere und lassen aber gleichzeitig dem Nutzer die Freiheit, durch Heraustrennen der Wand das Modul in die Form eines Moduls mit ersten Öffnungen zu bringen. Die so entstandenen grösseren Öffnungen können dann wiederum vom Nutzer durch gezieltes Einbringen von Material zumindest teilweise wieder verstellt werden. Ausserdem verringern kleinere Wände das Gewicht der Module, was ihre Handhabung vereinfacht.
[0099] In einer Ausführungsform kann die Wand entlang der Sollbruchstelle von den Pfeilern und der ersten Seite entfernt werden, so dass eine zweite Öffnung entsteht, die eine vorgegebene Form aufweist. Bevorzugt handelt es sich beim Entfernen um ein Herausbrechen.
[0100] Die zweite Öffnung kann insbesondere dieselben Eigenschaften haben wie eine erste Öffnung.
[0101] Die vorgegebene Form wird durch die Sollbruchstelle, die Pfeiler und die zweite Seite vorgegeben.
[0102] Das Entfernen der Wand kann durch Herausbrechen, Heraussägen, Herausschneiden und/oder ähnliche Methoden geschehen. Die Sollbruchstelle ist eine lokale Schwächung des Materials der Wand, so dass je nach Methode ein Werkzeug dort besonders einfach entlang und/oder hindurch fährt oder durch eine Krafteinwirkung das Material entlang dieser Linie besonders einfach zerfällt und/oder bricht.
[0103] Bevorzugt handelt es sich bei der Methode zum Entfernen der Wand um ein Herausbrechen: Durch Zug, Druck und/oder einen Schlag auf die Wand bricht diese und zwar auch entlang der Sollbruchstelle. Bevorzugt genügen ein Schlag mit einem haushaltsüblichen Hammer und/oder ein Fusstritt um die Wand zu entfernen und die gewünschte zweite Öffnung herzustellen. Somit kann auch ein Laie ohne Spezialwerkzeug und Spezialkenntnisse die Module in die gewünschten Formen bringen.
[0104] In einer Ausführungsform entsprechen die Auflageflächen von ihrer Ausdehnung und ihrer Anordnung in der Auflageebene her im Wesentlichen der Ausdehnung und der Anordnung der Pfeiler in der ersten Ebene.
[0105] So können die Module so gestapelt werden, dass sich jeweils Pfeiler und Auflagefläche berühren. Das freie Volumen zwischen derart gestapelten Modulen wird nicht durch übermässig ausgedehnte Pfeiler und/oder Auflageflächen eingeschränkt.
[0106] In einer Ausführungsform eines Wohnmoduls weist mindestens eine der Auflageflächen Dellen und/oder Löcher auf, deren jeweilige Fläche in der Auflageebene bevorzugt kleiner ist als die kleinste Fläche eines Pfeilers in der ersten Ebene, insbesondere deren jeweilige Fläche in der Auflageebene kleiner ist als ein Fünftel der kleinste Fläche eines Pfeilers in der ersten Ebene.
[0107] Da nicht zwingend jede Auflagefläche mit einem Pfeiler in Kontakt ist, kann es vorteilhaft sein, auch die Auflageflächen etwas zu strukturieren um zum Beispiel den Bewuchs durch Pflanzen zu fördern und/oder eine Wasser-Durchlässigkeit und/oder -Speicherung zu beeinflussen. Um einen sicheren Kontakt zwischen Pfeiler und Auflagefläche zu ermöglichen, sollten die Strukturen aber bevorzugt kleiner sein als der betroffene Pfeiler. Um einem Nutzer eine möglichst grosse Freiheit bei der Positionierung der Module zu lassen, sollten die Strukturen bevorzugt kleiner sein als der kleinste Pfeiler. Entscheidend ist in diesem Fall die Fläche des Pfeilers in der ersten Ebene, da diese Fläche mit der Auflagefläche in manchen Anordnungen der Module zumindest teilweise in Kontakt kommen sollte.
[0108] In einer Ausführungsform besteht die Sollbruchstelle aus demselben Material wie die Wand, aber die Materialstärke ist weniger 90%, bevorzugt weniger oder gleich als 75%, besonders bevorzugt weniger als die Hälfte der grössten Materialstärke der übrigen Wand.
[0109] Dies ermöglicht es, die Wand mit der Sollbruchstelle aus einem Material herzustellen, was besonders einfach ist. Eine Sollbruchstelle mit geringerer Materialstärke als die übrige Wand hat den Vorteil, dass der Nutzer ihren Verlauf und ihre Existenz einfach erkennen kann.
[0110] Es ist aber auch möglich die Sollbruchstelle aus einem schwächeren Material zu fertigen und/oder das Material der Wand zum Beispiel mit Zusätzen und/oder durch eine geeignete Behandlung zu schwächen. Eine Sollbruchstelle durch eine solche Behandlung kann zum Beispiel durch eine Spannung im Material, hervorgerufen durch spezielle Wärme und/oder Kälteanwendungen während der Fertigung, erzeugt sein. Das Material kann im Bereich der Sollbruchstelle lokal poröser sein und/oder perforiert werden.
[0111] In einer Ausführungsform besteht die Sollbruchstelle aus Holz während die Pfeiler und/oder der Basiskörper zumindest teilweise aus Beton bestehen. Eine solche Sollbruchstelle lässt sich klar erkennen und durch die unterschiedliche Stabilität und Bearbeitungsfähigkeit der Materialien lässt sich die Wand einfach entfernen, beispielsweise durch Herausbrechen oder Heraussägen.
[0112] In einer Ausführungsform weist das Wohnmodul mindestens eine Wand mit einer Sollbruchstelle auf, die mit beiden Pfeilern und mit der ersten Seite verbunden ist.
[0113] Eine solche Wand sitzt trotz der Sollbruchstelle vergleichsweise fest in der zweiten Öffnung. Dies hat den Vorteil, dass ein versehentliches Herausbrechen der Wand auf dem Transport erschwert ist und dass es ausserdem keine oder nur kürzere Spalten gibt, durch welche Wind durch die mit dieser Wand verschlossenen zweiten Öffnung eindringen kann.
[0114] In einer Ausführungsform eines Wohnmoduls verbindet die Sollbruchstelle die Wand nur mit der ersten Seite und Spalten trennen die Wand von den Pfeilern.
[0115] Eine solche Wand lässt sich einfacher entfernen und beim Entfernen besteht nicht die Gefahr, dass die Pfeiler geschwächt werden.
[0116] In einer Ausführungsform verbindet die Sollbruchstelle die Wand nur mit einem der Pfeiler und Spalten trennen die Wand vom anderen Pfeiler und der ersten Seite.
[0117] Auch diese Wand lässt sich einfacher entfernen. Falls die erste Seite im Bereich der Wand ungleichmässig geformt ist, lässt sich durch eine derartige Befestigung eine kompliziert geformte Sollbruchstelle vermeiden. Die Herstellung und das Entfernen einer solchen Wand vereinfachen sich daher.
[0118] In einer Ausführungsform eines Wohnmoduls steht jeder der Pfeiler entweder vom Kantenbereich und/oder von einem Wall ab.
[0119] An den Pfeilern und an den Wällen sowie am Kantenbereich lässt sich besonders gut Material befestigen und/oder dagegen lehnen um die ersten und/oder zweiten Öffnungen bei Bedarf zu verschliessen.
[0120] Ein Wohnmodul mit mehreren Ausnehmungen lässt sich so in mehrere getrennte oder weitgehend getrennte „Räume“ unterteilen. Die erlaubt verschiedenen Tierarten gemeinsam ein Modul zu nutzen, trotz unterschiedlicher Bedürfnisse.
[0121] In einer Ausführungsform eines Wohnmoduls sind Pfeiler und Basiskörper einstückig ausgebildet. Insbesondere handelt es sich bei Pfeiler und Basiskörper um ein Gussteil.
[0122] Die einstückige Bauweise ergibt ein besonders stabiles Modul. Als Gussteil lässt es sich besonders einfach herstellen.
[0123] In einer anderen Ausführungsform eines Wohnmoduls sind Pfeiler und Basiskörper getrennte Teile, die durch Befestigungsmittel wie beispielsweise Schrauben, Klebstoff, Nägel, Nieten und/oder Klemmen aneinander befestigt sind.
[0124] Ein solches Modul kann ohne montierte Pfeiler gelagert und transportiert werden, was dies vereinfacht.
[0125] In einer anderen Ausführungsform eines Wohnmoduls sind einzelne Bestandteile eingegossen. Beispielsweise können Pfeiler und/oder Wände vorgefertigt sein und beim Giessen eines Basiskörpers in diesen eingegossen werden. Auch kann ein Teil des Basiskörpers und/oder der Pfeiler und/oder der Wände vorgefertigt sein und dann um- oder aus-gegossen werden und so seine endgültige Form zu erlangen.
[0126] Wohnmodule dieser Ausführungsform erlauben es verschiedene Materialien einfach zu kombinieren. So können beispielsweise Holzwände zumindest teilweise in einen Grundteil und/oder in Pfeiler aus Beton eingegossen werden. Aber selbst wenn nur ein Material verwendet wird, kann sich die Herstellung vereinfachen: So kann eine Gussform einfacher gestaltet werden, wenn die Pfeiler und/oder gegebenenfalls Wände bereits fertig in diese Gussform hineingestellt werden können.
[0127] In einer Ausführungsform bestehen bei einem Wohnmodul Basiskörper und Pfeiler aus Beton, insbesondere aus Sickerbeton, aus Holz, aus gebranntem Ton und/oder aus Kunststoff. Bei dem Kunststoff kann es sich insbesondere um einen Kunststoff aus Recyclingmaterial handeln.
[0128] Beton und Kunststoff lassen sich einfach in eine gewünschte Form giessen. Sickerbeton ist wasserdurchlässig und verhindert so Pfützen und Wasseransammlungen an Stellen wo diese nicht erwünscht sind. Holz und gebrannter Ton sind geeignete natürliche Materialien. Kunststoff aus Recyclingmaterial ist günstig und stabil. Oberflächen aus all diesen Materialien können genügend rau ausgebildet werden, um Tieren beim Laufen und Klettern sicheren Halt zu geben, ohne dass dafür viel Aufwand für eine Bearbeitung gebraucht wird.
[0129] In einer Ausführungsform bestehen Basiskörper und/oder Pfeiler und/oder Wände aus unterschiedlichen Materialien. Bevorzugt bestehen Basiskörper und Pfeiler aus Beton oder Kunststoff und die Wände aus Holz.
[0130] Durch die unterschiedlichen Materialien dieser Ausführungsform lässt sich das Modul gut an seine Aufgaben anpassen: Beispielsweise kann ein Basiskörper aus Sickerbeton Staunässe verhindern, während eine anderer Beton den Pfeilern besondere Tragfähigkeit verleiht und Wände aus Holz zumindest Nagetieren auch eine gewisse Anpassung ihres Wohnraums erlauben.
[0131] In einer Ausführungsform umfasst ein Wohnmodul in der Ausnehmung liegendes Nistmaterial, bevorzugt Erde, Lehm, Steine, Holz, Moos, Laub, Gräser, Reisig, Äste, Heu, Stroh, Kompost, Mist, Rinde, Tannenzapfen, Schneckenhäuser, Holzwolle und/oder hohlen Pflanzenstengeln.
[0132] Die Auswahl des Nistmaterials und überhaupt das Vorhandensein von Nistmaterial machen das Wohnmodul ansprechend für Tiere und quasi „bezugsbereit“. Die Ansiedlung von Tieren erfolgt mit bereits in der Ausnehmung liegenden Nistmaterial somit oft wesentlich schneller als ohne. Ausserdem lässt sich durch die Wahl des Materials der Bezug durch eine bestimmte Art gegenüber einer anderen fördern.
[0133] Ohne vom Menschen eingelegtes Nistmaterial kann es längere Zeit dauern, bis die Tiere sich die Module nach ihrem Geschmack eingerichtet haben. Um diesen Prozess zu fördern, können geeignete Materialien in unmittelbarer Nähe zu den Modulen den Tieren zur Verfügung gestellt werden.
[0134] In einer Ausführungsform des Wohnmoduls variiert der Kantenbereich entlang des Umfangs seiner Tiefe und/oder Höhe. Zwischen jeweils zwei Pfeilern ergibt sich eine gekrümmte Profillinie. Bevorzugt wechselt die Ableitung dieser Profillinie, in einer Darstellung als mathematische Funktion mit einer Position entlang des Umfangs als Funktionsargument und der dortigen Höhe und/oder Tiefe als Funktionswert, ihr Vorzeichen mehrfach.
[0135] In der hier geforderten Darstellung als mathematische Funktion wird der Wert der Tiefe bevorzugt mit minus 1 multipliziert, so dass sich aus den Tiefen und Höhenwerten eine kontinuierliche Linie ohne Sprünge ergibt.
[0136] Eine solche gekrümmte Profillinie führt zu einer ersten oder zweiten Öffnung, die sich besonders gut teilweise verschliessen lässt: Das Einschieben eines Brettes mit geraden Kanten führt beispielsweise je nach Form der Profillinie zu einer oder mehreren grösseren oder kleineren Öffnungen. So erlaubt sie ein schnelles Einrichten der Module, dass vom Nutzer kaum Fachkenntnisse über die Bedürfnisse verschiedener Tierarten fordert.
[0137] Wechselt die Ableitung mehrfach ihr Vorzeichen, so kann man auf einfache Art mehrere kleine Öffnungen in der ersten oder zweiten Öffnung herstellen.
[0138] Vorzugsweise ist das Modul ein Teichmodul, wobei auf dem Kantenbereich eine wasserdurchlässige Schicht, bevorzugt aus wasserdurchlässigem Material, besonders bevorzugt aus Sickerbeton, aufgebracht ist.
[0139] Bevorzugt ist der Basiskörper eines Teichmoduls wasserundurchlässig.
[0140] Ein Teich, der durch Füllen eines Teichmoduls mit Wasser entsteht, hat den Vorteil, dass er kaum Überlaufen kann: Steigt der Pegel auf die Höhe der wasserdurchlässigen Schicht, so sickert das Wasser durch diese Schicht hindurch. Der Pegel sinkt also wieder auf die Tiefe der Oberkante des wasserundurchlässigen Materials.
[0141] Ein Überlaufen eines Gewässers ist insbesondere für Larven und Kaulquappen gefährlich, da sich diese oft an der Oberfläche aufhalten und somit beim Überlaufen ausgeschwemmt werden. Einmal auf dem Boden kommen diese Tiere nicht wieder zurück ins Wasser und verenden.
[0142] Das wasserdurchlässige Material kann diese Eigenschaft aus sich heraus haben und/oder aber durch z.B. Perforierung derart gestaltet sein, dass es wasserdurchlässig ist. Die Öffnungen und/oder Poren, durch welche Wasser durch das Material hindurchdringt, sollten dabei bevorzugt kleiner sein als eine typische Kaulquappe und/oder Larve, die man sich in diesem Gewässer wünscht. Grössere Öffnungen können mit Gittern, Gewebe und/oder Filtermaterialien genügend weit verschlossen werden, dass keine Gefahr des Ausschwemmens besteht.
[0143] In einer anderen Ausführungsform gibt es keine wasserdurchlässige Schicht sondern in einer grossen Tiefe in der Ausnehmung ein Ventil, welches sich ab einem bestimmten Wasserdruck öffnet. Dieser Wasserdruck wird dann erreicht, wenn der Pegel eine Sollhöhe hat. Wenn sichergestellt ist, dass die Tiere von Interesse primär an der Oberfläche des Wassers sind, so stellt ein Ablauf im unteren Bereich keine Gefahr für sie dar.
[0144] In einer Ausführungsform ist der Basiskörper eines Moduls im Wesentlichen prismatisch. Dabei soll die Auflageebene parallel zur Deckelebene verlaufen, so dass der Abstand zwischen der Auflageebene und der ersten Ebene gleich der Moduldicke ist. Die zweite Seite ist ausserdem bevorzugt im Wesentlichen eben.
[0145] In einer Ausführungsform ist die Grundform gleich dem Umriss der Kante der ersten Seite. Eine Seitenlänge der Grundform ist bevorzugt gleich der Teichmodul-Längen-Ausdehnung.
[0146] Bevorzugt liegt der Kantenbereich mit dem Grossteil seiner gesamten Fläche in der Deckelebene, der Kantenbereich umfasst also einen ebenen Teil.
[0147] In einer Ausführungsform ist der Basiskörper eines Teichmoduls einteilig aus einem wasserundurchlässigen Material, bevorzugt aus geeignetem Beton und/oder Kunststoff, gefertigt.
[0148] Beton und Kunststoff lassen sich einfach in die gewünschte Form giessen und sind in vielen Formen wasserundurchlässig. Kunststoff ist leichter als Beton, was Transport und Montage vereinfacht. Beton steht hingegen auf Grund seiner höheren Dichte sicherer und steht ausserdem nicht in Verdacht Mikroplastik abzugeben. Die einteilige Gestaltung vereinfacht es einen wasserdichten Basiskörper herzustellen.
[0149] In einer Ausführungsform eines Teichmoduls ist die wasserdurchlässige Schicht 1 bis 3 cm hoch.
[0150] Eine deutlich höhere Schicht erschwert es Tieren wie Fröschen und Lurchen den Teich rasch zu verlassen. Eine weniger hohe Schicht lässt erfahrungsgemäss nicht genügend schnell Wasser hindurch um ein Überlaufen bei einem stärkeren Regen in mittleren Breiten wirksam zu verhindern.
[0151] Eine wasserdurchlässige Schicht von mehr als 3 cm, zum Beispiel von bis zu 10 cm Höhe, kann dadurch tierfreundlich gestaltet werden, dass sie von der Ausnehmung her langsam und/oder stufenförmig bis zu ihrer vollen Höhe ansteigt. Eine Ausführungsform mit einer solchen hohen wasserdurchlässigen Schicht kann beispielsweise in Gegenden mit viel häufigem Starkregen eingesetzt werden, da so auch bei raschem Pegelanstieg ein Überlaufen verhindert wird.
[0152] In einer Ausführungsform hat ein Teichmodul die Grundform eines gleichseitigen Sechsecks mit einer Seitenlänge zwischen 50 - 150 cm, bevorzugt zwischen 90 - 110 cm.
[0153] Diese Form verbindet ein vergleichsweise grosses Fassungsvermögen mit vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Modulen. In den hier angegebenen Grössen lassen sich die Module noch von Hand oder mit leichten Hilfsmitteln transportieren und montieren. Gleichzeitig ist die Wasserfläche genügend gross, dass sich Frösche, Lurche und andere Amphibien wohlfühlen.
[0154] In einer Ausführungsform ist die Moduldicke des Teichmoduls zwischen 5 und 30 cm.
[0155] Die von einem derartigen Modul fassbare Wassermenge ist gross genug um im Schatten in den mittleren Breiten bei normalen Bedingungen nicht vollständig auszutrocknen. Gleichzeitig genügen die Wassertiefen, die sich in solchen Modulen erreichen lassen, vielen Amphibien. Ausserdem sind die mit Wasser gefüllten Module nicht übermässig schwer, so dass ein übermässiges Ein- und Absinken der Module auf durchschnittlich festem Boden kaum vorkommt.
[0156] In einer Ausführungsform eines Teichmoduls variiert die Tiefe der Ausnehmung deutlich. Dabei gibt es insbesondere Stellen in der Ausnehmung mit Tiefen kleiner als 50% der tiefsten Tiefe, die vollständig umgeben sind von Stellen mit Tiefen grösser als 50% der tiefsten Tiefe.
[0157] Wird das Teichmodul mit Wasser gefüllt, so stellen die weniger tiefen Stellen je nach Wasserstand Inseln und/oder Untiefen dar, die Tieren als Rastplatz dienen. Durch die variierende Tiefe vergrössert sich ausserdem die Oberfläche der Ausnehmung: Algen und anderer Bewuchs findet mehr Platz und so gibt es genügend Nahrung für Tiere wie beispielsweise Kaulquappen. Ausserdem bietet eine Ausnehmung mit variierender Tiefe mehr Versteckmöglichkeiten und bessere Tarnung durch Licht- und Schattenspiel. Die zumindest teilweise Abschattung kann ein Aufheizen des Wassers verhindern und/oder zumindest verzögern.
[0158] Ein Set für ein Wohnraumsystem für Tiere umfasst zwei oder mehr Module.
[0159] Durch die Kombination von zwei oder mehr Modulen lassen sich für verschiedene Tiere geeignete Wohnräume herstellen.
[0160] In einer Ausführungsform umfasst ein Set Module von denen jedes mindestens eine ebene Fläche aufweist, die die erste und die zweite Seite verbindet. Diese ebene Fläche hat eine Längen-Ausdehnung parallel zur Formebene. Zu jedem der Module gibt es mindestens ein weiteres Modul, welches dieselbe Längen-Ausdehnung aufweist. Bevorzugt haben mindestens zwei, insbesondere alle Module die Wohnmodule sind, denselben Abstand zwischen erster Ebene und Auflageebene.
[0161] Mindestens zwei Module aus einem solchen Set lassen sich mit ihren ebenen Flächen aneinander stellen. So lassen sich aus beispielsweise gleichseitigen Dreiecken, symmetrischen Fünfecken und symmetrischen Trapezen Sechsecke legen, die wiederum zu Wabenmustern kombiniert werden können. Auch andere Formen lassen sich durch aneinanderstellen zu grösseren Wohnräumen für Tiere kombinieren.
[0162] Haben die Module denselben Abstand zwischen erster Ebene und Auflageebene und werden diese Module auf einer ebenen Fläche angeordnet, so kann eine zweite Schicht derartiger Module auf die auf der ebenen Fläche angeordnete Schicht gestapelt werden. Alle Auflageebenen und alle erste Ebenen bleiben beim Stapeln parallel zueinander und parallel zur ebenen Fläche auf der die unterste Schicht von Modulen aufliegt.
[0163] In einer Ausführungsform umfasst ein Set für ein Wohnraumsystem für Tiere mindestens ein Teichmodul und mindestens ein Wohnmodul. Das mindestens eine Teichmodul weist dabei mindestens eine ebene Fläche auf, die die erste und die zweite Seite verbindet, und eine Teichmodul-Längen-Ausdehnung parallel zur Formebene hat. Mindestens eines der Wohnmodule weist dabei eine Längen-Ausdehnung auf die gleich der Teichmodul-Längen-Ausdehnung ist.
[0164] Die Gleichheit der Längen-Ausdehnung des Wohnmoduls und der Teichmodul-Längen-Ausdehnung erlaubt es Wohnmodul und Teichmodul direkt aneinander anstossend auf der ebenen Fläche zu platzieren.
[0165] Bevorzugt ist der grösste Abstand zwischen einem Punkt auf der ersten Seite und der Auflageebene des Teichmoduls grösser als der Abstand zwischen Auflageebene und erster Ebene von mindestens einem Wohnmodul. Die Längen-Ausdehnung dieses Wohnmoduls ist dabei gleich der Teichmodul-Längen-Ausdehnung.
[0166] In einer Situation, in der das Wohnmodul und das Teichmodul auf derselben ebenen Fläche stehen und zwar das Teichmodul auf seiner Auflageebene und das Wohnmodul entweder auf seiner ersten Ebene oder auf seiner Auflageebene, ragt das Teichmodul höher hinauf (d.h. weg von der ebenen Fläche auf der es steht) als das Wohnmodul. Somit kann ein Tier nicht versehentlich aus oder von dem Wohnmodul in die Ausnehmung des Teichmoduls fallen.
[0167] Stehen Wohnmodul und Teichmodul zudem direkt aneinander anstossend, so kann das Wohnmodul von Tieren, die in das Wasser wollen, welches sich im Teichmodul befinden kann, auch das Wohnmodul als eine Art Treppe nutzen. Dieses Set erlaubt es somit Tieren einerseits einen Zugang zum Wasser eines wassergefüllten Teichmoduls zu ermöglichen und andererseits ein versehentliches Hineinfallen zu verhindern.
[0168] Bevorzugt ist der grösste Abstand zwischen einem Punkt auf der ersten Seite und der Auflageebene des Teichmoduls kleiner als der Abstand zwischen Auflageebene und der Deckelebene im Kantenbereich, der dem Teichmodul zugewandt ist von mindestens einem Wohnmodul. Die Längen-Ausdehnung dieses Wohnmoduls ist dabei gleich der Teichmodul-Längen-Ausdehnung.
[0169] In einer Situation in der das Wohnmodul und das Teichmodul auf derselben ebenen Fläche stehen und zwar das Teichmodul und das Wohnmodul auf seiner Auflageebene, reicht der Kantenbereich mindestens bis an die Kante des Grundkörpers des Teichmoduls. Somit kann ein Tier direkt aus dem Wasser in das Wohnmodul gelangen und umgekehrt und so schnell Schutz finden falls nötig.
[0170] In einer Ausführungsform umfasst ein Set für ein Wohnraumsystem für Tiere mindestens zwei Module aus der folgenden Liste: a) Ein Wohnmodul mit einer Grundform, die ein symmetrisches Fünfeck mit Seitenlängen G, 0.5*x, x, x, und 0.5*x ist, wobei G das Produkt von x und der Quadratwurzel aus 3 Ist. b) Ein Wohnmodul mit einer Grundform, die ein symmetrische Trapez mit Seitenlängen 2*x, x, x und x ist. c) Ein Wohnmodul mit einer Grundform, die ein gleichseitiges Dreieck mit der Seitenlänge x ist. d) Ein Teichmodul mit einer Grundform, die ein gleichseitiges Sechseck mit der Seitenlänge x ist.
[0171] Bevorzugt umfasst ein Set für ein Wohnraumsystem für Tiere die ersten drei Module, also die Module der Punkte a), b) und c) der oben genannten Liste. Besonders bevorzugt umfasst ein Set für ein Wohnraumsystem für Tiere alle Module aus der oben genannten Liste, also Module der Punkte a), b), c) und d).
[0172] Ein bevorzugtes Set für ein Wohnraumsystem für Tiere umfasst ein Wohnmodul mit einer Grundform, die ein symmetrisches Fünfeck mit Seitenlängen G, 0.5*x, x, x, und 0.5*x ist, wobei G das Produkt von x, und der Quadratwurzel aus 3 ist und ein Wohnmodul mit einer Grundform, die ein symmetrisches Trapez mit Seitenlängen 2*x, x, x und x ist, und ein Wohnmodul mit einer Grundform, die ein gleichseitiges Dreieck mit der Seitenlänge x ist.
[0173] Ein besonders bevorzugtes Set für ein Wohnraumsystem für Tiere umfasst ein Wohnmodul mit einer Grundform, die ein symmetrisches Fünfeck mit Seitenlängen G, 0,5*x, x, x, und 0.5*x ist, wobei G das Produkt von x, und der Quadratwurzel aus 3 ist und ein Wohnmodul mit einer Grundform, die ein symmetrisches Trapez mit Seitenlängen 2*x, x, x und x ist, und ein Wohnmodul mit einer Grundform, die ein gleichseitiges Dreieck mit der Seitenlänge x ist und ein Teichmodul mit einer Grundform, die ein gleichseitiges Sechseck mit der Seitenlänge x ist.
[0174] Module mit diesen Grundformen und Seitenverhältnissen lassen sich besonders gut und einfach in einer Vielzahl von Formen anordnen, insbesondere in Sechseckmustern. So können einfach und an die vorhandenen Platzverhältnisse angepasst kompakte Lebensräume für Tiere erstellt werden.
[0175] In einer Ausführungsform ist G zwischen 0.5 und 1 m, bevorzugt zwischen 0.9 und 1.1 m, besonders bevorzugt 1 m lang.
[0176] Ein Wohnraumsystem für Tiere umfasst ein Set für ein solches Wohnraumsystem. Es werden mindestens zwei, bevorzugt drei, vier, fünf, sechs oder mehr Wohnmodule mit gleicher Grundform derart gestapelt, dass entweder a) die Pfeiler des ersten Wohnmoduls auf dem Boden stehen und die Pfeiler des zweiten Wohnmoduls auf der Auflagefläche des ersten Wohnmoduls sind oder b) die Auflagefläche des ersten Wohnmoduls auf dem Boden liegt und die Auflagefläche des zweiten Wohnmoduls auf den Pfeiler des ersten Wohnmoduls liegt oder c) die Auflagefläche des ersten Wohnmoduls auf dem Boden liegt und die Pfeiler des zweiten Wohnmoduls auf den Pfeilern des ersten Wohnmoduls stehen.
[0177] In jedem Fall entsteht so mindestens ein Hohlraum. Bevorzugt befindet sich zumindest in einen Teil der Ausnehmungen Nistmaterial, so dass das Wohnraumsystem an die Bedürfnisse mindestens einer Tierart angepasst ist. Bevorzugtes Nistmaterial ist Erde, Lehm, Steine, Holz, Moos, Laub, Gräser, Reisig, Äste, Heu, Stroh, Kompost, Mist, Rinde, Tannenzapfen, Schneckenhäuser, Holzwolle und/oder hohle Pflanzenstengel.
[0178] Bevorzugt sind die ersten und/oder zweiten Öffnungen zwischen den Pfeilern durch Offenhalten oder Abdecken mit Holz, Laub, Steinen, Lehm und/oder anderen Materialen so verändert, dass das Wohnraumsystem an die Bedürfnisse mindestens einer Tierart angepasst ist.
[0179] Die Anordnung der Wohnmodule erlaubt eine erste Anpassung an eine Tierart: Ein Modul, welches mit den Pfeilern zum Boden hin platziert wird ist für bodenliebende und beispielsweise grabende Tiere attraktiv. Ein weiteres Modul, welches mit seinen Pfeilern auf der nach oben gerichteten Ablagefläche des unteren Moduls ruht, ist vom Boden beanstandet und, da keine nach oben offene Ausnehmung vorhanden ist, trocken. Unter anderem Spalten-liebende Tiere wie Eidechsen finden hier einen Unterschlupf.
[0180] Wird hingegen das obere Modul mit seiner Ablagefläche auf der Ablagefläche des unteren Moduls platziert, so bildet die Ausnehmung eine nach oben offene Kuhle. Wird diese nicht abgedeckt, so kann sie als Tränke, als Nistplatz für bodennah nistende Vögel, als Grube für Hasen, als Sandbad für Vögel, als Sonnenplatz für Eidechsen und Ähnliches genutzt werden. Wird auf dem oberen Modul noch eine Abdeckplatte und/oder ein drittes Modul platziert, so ergibt sich ein Versteck, was durch eine geeignete Füllung und geeignet geöffnete oder verschlossene erste und/oder zweite Öffnungen an Tiere wie Mäuse, Ringelnattern, Frösche, Kröten und/oder Insekten angepasst werden kann. Eine analoge Situation bzw. Einsatzmöglichkeiten ergeben sich für das untere Modul, wenn es mit seiner Auflageebene auf den Boden platziert wird.
[0181] Ist das untere Modul mit der Auflageebene zum Boden hin platziert, so kann die Grösse des zwischen dem unteren und dem oberen Modul entstehenden Volumens durch die Orientierung des oberen Moduls variiert werden: Liegen die Module Pfeiler auf Pfeiler, so ergibt sich ein grösseres Volumen zwischen den Modulen, als wenn die Auflageebene des oberen Moduls in der ersten Ebene des unteren Moduls liegt. Das grössere Volumen kann beispielsweise von Igeln genutzt werden, während kleinere Tiere oft die Anordnung mit dem kleineren Volumen schätzen.
[0182] Bei einer Ausführungsform eines Wohnraumsystems für Tiere ist zwischen und/oder auf mehreren Wohnmodulen mindestens ein Teichmodul angeordnet. Das Teichmodul ist mit Wasser befüllt. Die Wohnmodule sind dabei derart angeordnet, dass zumindest ein Wohnmodul auf einem zweiten steht. Bevorzugt ist das Teichmodul zumindest teilweise bepflanzt.
[0183] Die Kombination der Wohnmodule bietet Tieren eine Rückzugsmöglichkeit und Schutz wie oben beschrieben. Der Teich in unmittelbarer Nähe kann als Tränke und Lebensraum genutzt werden. Die Bepflanzung des Teichmoduls schützt das Wasser vor Überhitzen durch Sonneneinstrahlung und bietet den Tieren beim Trinken und Schwimmen Deckung. Auf kleinstem Raum werden somit gute Lebensbedingungen für Tiere, insbesondere auch für Amphibien geschaffen.
[0184] In einer Ausführungsform eines Wohnraumsystems für Tiere sind die obenliegenden Wohnmodule mit Platten, in einer Form die der Grundform des obenliegenden Wohnmoduls entspricht, abgedeckt. Bevorzugt bestehen diese Platten aus demselben Material wie die Module, insbesondere wie die Wohnmodule.
[0185] Abdeckplatten sind einfacher zu lagern und zu transportieren als Module und können daher vorteilhaft sein wenn es darum geht, das Volumen zwischen erster Seite, Pfeiler und erster Ebene bei den zuoberst liegenden Modulen abzudecken und so abgedeckte Wohnräume für Tiere zu schaffen. Ausserdem kann die Oberseite von Abdeckplatten derart gestaltet sein, dass Tiere und/oder Pflanzen guten Halt finden und sie so als eine Art Treppe zu weiteren Modulen genutzt werden können.
[0186] Die Wahl des gleichen Materials wie die Module führt zu einer ähnlichen Haltbarkeit und ähnlicher Reaktion auf die Umweltbedingungen. Die vergleichsweise gute Sichtbarkeit der Abdeckplatten erlaubt es, den Verwitterungszustand einfach zu erkennen.
[0187] Die Wahl eines witterungsbeständigeren Materials für die Abdeckplatten im Vergleich zu den Modulen kann hingegen die Module schützen und so länger erhalten.
[0188] Durch Wahl des Materials und der Bearbeitung der Abdeckplatten kann das Wohnraumsystem ausserdem an das Design und die Architektur der Umgebung angepasst werden. Soll das Wohnraumsystem beispielsweise auch als Treppe für Menschen genutzt werden, so können besonders rutschfeste Abdeckplatten verwendet werden, während mit Abdeckplatten aus Holz das Wohnraumsystem als Sitzgelegenheit für Menschen angenehm und attraktiv wirken kann.
[0189] Ganz oder teilweise können anstelle von Abdeckplatten auch Module genutzt werden. Dies hat den Vorteil, dass die Anzahl der benötigten Teile für ein Wohnraumsystem geringer ist.
[0190] In einer Ausführungsform ist ein Wohnraumsystem für Tiere auf Bedürfnisse von Stacheligeln angepasst. Dazu umfasst das Wohnraumsystem ein Teichmodul als Tränke sowie mindestens zwei Wohnmodule, die derart angeordnet sind, dass die Pfeiler von jeweils zwei Wohnmodulen aufeinander liegen. In der Ausnehmung des unten liegenden Wohnmoduls sind Totholz, lockere Erde, Reisig, Äste und/oder Laub angeordnet. Die ersten und/oder zweiten Öffnungen zwischen den Pfeilern sind falls nötig derart bedeckt, dass die verbleibenden Durchlässe für Hauskatzen knapp zu klein sind, also in etwa einen Durchmesser von weniger als 15 cm, bevorzugt von weniger als 10 cm aufweist.
[0191] In einer Ausführungsform ist ein Wohnraumsystem für Tiere auf Bedürfnisse von Haselmäusen und/oder Siebenschläfern angepasst. Dazu umfasst das Wohnraumsystem mindestens zwei Wohnmodule, die derart angeordnet sind, dass die Pfeiler eines unteren Wohnmoduls die Auflageflächen eines oberen Wohnmoduls berühren. In der Ausnehmung des unten liegenden Wohnmoduls sind Holz, Heu, Laub, Stroh, Moos und/oder Reisig angeordnet. Die ersten und/oder zweiten Öffnungen zwischen den Pfeiler sind derart bedeckt, dass mehrere Durchlässe verbleiben, deren Durchmesser bevorzugt zwischen 2 und 10 cm liegt. Die unterschiedlichen Durchlässe können unterschiedliche oder im Wesentlichen gleiche Durchmesser haben.
[0192] In einer Ausführungsform ist ein Wohnraumsystem für Tiere auf Bedürfnisse von Grasfröschen, Gelbbauchunken, Laubfrösche, Fadenmolche, Feuersalamander, Ringelnattern und/oder Erdkröten angepasst. Dazu umfasst das Wohnraumsystem mindestens zwei Wohnmodule und mindestens ein Teichmodul, die derart angeordnet sind, dass die Pfeiler eines unteren Wohnmoduls die Auflageflächen eines oberen Wohnmoduls berühren und das Teichmodul derart angeordnet ist, dass zumindest ein Teil der ersten und/oder zweiten Öffnungen zwischen den Pfeilern der Wohnmodule oberhalb und anschliessend an das Teichmodul liegt. In der Ausnehmung des an das Teichmodul anschliessend liegenden Wohnmoduls sind Steine, Totholz, Holz, lockere Erde, Lehm, Reisig, Äste, Kompost, Mist und/oder Laub angeordnet. Bei Totholz handelt es sich um Holz dessen Verrottungsprozess bereits begonnen hat. Die ersten und/oder zweiten Öffnungen zwischen den Pfeilern sind derart bedeckt, dass mehrere Durchgänge verbleiben, deren Durchmesser bevorzugt zwischen 2 und 10 cm liegt. Die unterschiedlichen Durchgänge können unterschiedliche oder im Wesentlichen gleiche Durchmesser haben.
[0193] In einer Ausführungsform ist ein Wohnraumsystem für Tiere auf Bedürfnisse von Geburtshelferkröten angepasst. Dazu umfasst das Wohnraumsystem mindestens zwei Wohnmodule und mindestens ein Teichmodul mit einer maximalen Tiefe der Ausnehmung von mindestens 20 cm, bevorzugt mindestens 25 cm. Die Wohnmodule sind derart angeordnet, dass die Pfeiler eines unteren Wohnmoduls die Auflageflächen eines oberen Wohnmoduls berühren. Das Teichmodul ist derart angeordnet, dass zumindest ein Teil der ersten und/oder zweiten Öffnungen zwischen den Pfeilern der Wohnmodule oberhalb und anschliessend an das Teichmodul liegt. In der Ausnehmung des an das Teichmodul anschliessend liegenden Wohnmoduls sind Steine, lockere Erde und/oder Lehm angeordnet. Die ersten und/oder zweiten Öffnungen zwischen den Pfeilern sind derart bedeckt, dass mehrere Durchgänge verbleiben, deren Durchmesser bevorzugt zwischen 2 und 10 cm liegt. Die unterschiedlichen Durchgänge können unterschiedliche oder im Wesentlichen gleiche Durchmesser haben.
[0194] In einer Ausführungsform ist ein Wohnraumsystem für Tiere auf Bedürfnisse von Mauereidechsen angepasst. Dazu umfasst das Wohnraumsystem ein Teichmodul als Tränke sowie mindestens zwei Wohnmodule. Die Wohnmodule sind derart angeordnet, dass die Pfeiler eines unteren Wohnmoduls die Auflagefläche eines oberen Wohnmoduls berühren. In der Ausnehmung mindestens eines Wohnmoduls sind Steine, Holz und /oder Äste angeordnet. Die ersten und/oder zweiten Öffnungen zwischen den Pfeilern sind derart bedeckt, dass mehrere Durchgänge verbleiben, deren Durchmesser bevorzugt zwischen als 5 cm und 15 cm liegt. Die unterschiedlichen Durchgänge können unterschiedliche oder im Wesentlichen gleiche Durchmesser haben.
[0195] In einer Ausführungsform ist ein Wohnraumsystem für Tiere auf Bedürfnisse von Marienkäfern, Schmetterlingen, Hummeln und/oder Wildbienen angepasst. Dazu umfasst das Wohnraumsystem ein Teichmodul als Tränke sowie mindestens zwei Wohnmodule und mindestens ein Insektenhotel. Das Insektenhotel ist eine separate Einheit aus Holz mit einer Vielzahl an Sacklöchern und/oder durchgehenden Löchern. Bevorzugt umfasst dieses spezielle Wohnraumsystem weiter eine Abdeckplatte mit der mindestens eines der Wohnmodule abgedeckt wird. Das Insektenhotel wird bevorzugt auf die Abdeckplatte oder auf eine nach oben ausgerichtete Auflagefläche eines Wohnmoduls gestellt. Die Module sind derart angeordnet, dass die Pfeiler eines unteren Wohnmoduls die Auflageflächen eines oberen Moduls berühren. In der Ausnehmung mindestens eines Wohnmoduls sind Laub, Zweige, Rinde, Steine, Totholz, lockere Erde, hohle Pflanzenstängel, Tannzapfen, Schneckenhäuser, Reisig, Holzwolle und/oder Moos angeordnet. Die ersten und/oder zweiten Öffnungen zwischen den Pfeilern sind derart bedeckt, dass mehrere Durchgänge verbleiben, deren Durchmesser bevorzugt zwischen als 1 cm und 15 cm liegt, insbesondere kleiner als 2 cm ist. Die unterschiedlichen Durchgänge können unterschiedliche oder im Wesentlichen gleiche Durchmesser haben.
[0196] Eine Verwendung des Wohnraumsystems für Tiere ist die Herstellung eines flächenoptimierten Lebensraums für Säugetiere, Amphibien, Reptilien und/oder Insekten, insbesondere für Stacheligel, Haselmäuse, Siebenschläfer, Grasfrösche, Erdkröten, Geburtshelferkröten, Gelbbauchunken, europäische Laubfrösche, Fadenmolche, Feuersalamander, Ringelnattern, Mauereidechsen, Marienkäfer, Wildbienen, Schmetterlinge und Hummeln.
[0197] Eine Verwendung des Moduls ist die Herstellung eines flächenoptimierten Lebensraums für Säugetiere, Amphibien, Reptilien und/oder Insekten, insbesondere für Stacheligel, Haselmäuse, Siebenschläfer, Grasfrösche, Erdkröten, Geburtshelferkröten, Gelbbauchunken, europäische Laubfrösche, Fadenmolche, Feuersalamander, Ringelnattern, Mauereidechsen, Marienkäfer, Wildbienen, Schmetterlinge und Hummeln.
[0198] Eine Verwendung des Wohnmoduls ist die Herstellung eines flächenoptimierten Lebensraums für Säugetiere, Amphibien, Reptilien und/oder Insekten, insbesondere für Stacheligel, Haselmäuse, Siebenschläfer, Grasfrösche, Erdkröten, Geburtshelferkröten, Gelbbauchunken, europäische Laubfrösche, Fadenmolche, Feuersalamander, Ringelnattern, Mauereidechsen, Marienkäfer, Wildbienen, Schmetterlinge und Hummeln.
[0199] Eine Verwendung des Teichmoduis ist die Herstellung eines flächenoptimierten Lebensraums für Amphibien und/oder Insekten, insbesondere für Grasfrösche, Erdkröten, Geburtshelferkröten, Gelbbauchunken, europäische Laubfrösche, Fadenmolche, Feuersalamander, Ringelnattern und/oder zur Bereitstellung einer Tränke für Säugetiere, Amphibien, Reptilien und/oder Insekten, insbesondere für Stacheligel, Haselmäuse, Siebenschläfer, Feuersalamander, Ringelnattern, Mauereidechsen, Marienkäfer, Wildbienen, Schmetterlinge und Hummeln.
[0200] Eine Verwendung des Sets ist die Herstellung eines flächenoptimierten Lebensraums für Säugetiere, Amphibien, Reptilien und/oder Insekten, insbesondere für Stacheligel, Haselmäuse, Siebenschläfer, Grasfrösche, Erdkröten, Geburtshelferkröten, Gelbbauchunken, europäische Laubfrösche, Fadenmolche, Feuersalamander, Ringelnattern, Mauereidechsen, Marienkäfer, Wildbienen, Schmetterlinge und Hummeln.
[0201] Beim Herstellungsverfahren eines Wohnraumsystems für Tiere werden einige Wohnmodule mit gleicher Grundform übereinander gestapelt und andere Wohnmodule mit ebenen Flächen gleicher Längen-Ausdehnung mit eben diesen Flächen aneinander gelegt, so dass sich ein Wohnraumsystem mit einer gewünschten Form ergibt. Dabei werden die sich nach oben öffnenden Ausnehmungen jeweils mit Nistmaterial, bevorzugt Erde, Lehm, Steine, Holz, Moos, Laub, Gräser, Reisig, Äste, Heu, Stroh, Kompost, Mist, Rinde, Tannenzapfen, Schneckenhäuser, Holzwolle und/oder hohlen Pflanzenstengeln befüllt. Bevorzugt werden die Ausnehmungen befüllt, bevor ein weiteres Modul und/oder eine Abdeckplatte auf das Wohnmodul mit der zu befüllenden Ausnehmung gesetzt wird.
[0202] In einer weiteren Ausführungsform des Herstellungsverfahrens wird ausserdem ein Teichmodul mit einer Teichmodul-Längen-Ausdehnung gleich einer Längen-Ausdehnung eines Wohnmoduls neben dieses Wohnmodul gestellt und mit Wasser befüllt und bevorzugt bepflanzt.
[0203] In einer Ausführungsform werden mehrere Wohnmodule dicht nebeneinander mit der Auflageebene nach unten auf dem Boden platziert und mit Abdeckplatten abgedeckt, nachdem ihre Ausnehmung mit Nistmaterial gefüllt wurde. Die derart platzierten und abgedeckten Wohnmodule werden als Gehweg genutzt.
[0204] Bevorzugt werden dafür Module mit einer Grundform in Form von symmetrischen Trapezen, Fünfecken und/oder Dreiecken zu einem Streifen zusammengelegt.
[0205] In einer Ausführungsform werden mehrere Wohnmodule dicht nebeneinander mit dem der Auflageebene nach unten auf dem Boden platziert, auf einen Teil der Wohnmodule werden weitere Wohnmodule gestapelt, so dass sich eine Treppenform ergibt. Wohnmodule mit nach oben offenen Ausnehmungen werden mit Abdeckplatten abgedeckt. Alle Ausnehmungen werden mit Nistmaterial gefüllt. Die derart platzierten und zumindest teilweise abgedeckten Wohnmodule werden als Treppe genutzt.
[0206] In einer Ausführungsform werden mehrere Wohnmodule dicht nebeneinander in eine Reihe gelegt und darauf weitere Module gestapelt nachdem ihre Ausnehmung mit Nistmaterial gefüllt wurde. Die derart platzierten und abgedeckten Wohnmodule werden als Stützmauer genutzt.
[0207] Bevorzugt werden dafür Module mit einer Grundform in Form von symmetrischen Trapezen, und/oder Dreiecken zu einer Reihe zusammengelegt und eine zweite Reihe in Längsrichtung leicht versetzt gegenüber der ersten Reihe darauf gestapelt.
[0208] Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0209] Die zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels verwendeten Zeichnungen zeigen: Fig. 1a Ein schematisches Wohnmodul, an welchem die verschiedenen Abmessungen erläutert werden. Fig. 1b Aufsicht auf ein schematisches Teichmodul, an welchem weitere Begriffe erläutert werden. Fig. 1c Ein Ausschnitt des schematischen Wohnmoduls aus Figur 1a, an welchem die Ausnehmung gezeigt wird. Fig. 1d Ein Ausschnitt des schematischen Wohnmoduls aus Figur 1a, an welchem die Feststellung ob und wo es einen Streifen gibt, erläutert wird. Fig. 2a Ein trapezförmiges Wohnmodul mit Wänden, Wällen und Streifen in der Aufsicht. Fig. 2b Ein Schnitt durch das Wohnmodul aus Figur 2a. Fig. 2c Ein vergrösserter Ausschnitt des Schnitts aus Figur 2b. Fig. 3a Ein trapezförmiges Wohnmodul mit ersten Öffnungen, Wällen und Streifen in der Aufsicht Fig. 3b Ein Schnitt durch das Wohnmodul aus Figur 3a. Fig. 3c Ein vergrösserter Ausschnitt des Schnitts aus Figur 3b. Fig.4a Ein fünfeckiges Wohnmodul mit ersten Öffnungen, Wänden, Wällen, Ausnehmungen mit und ohne Streifen in der Aufsicht. Fig. 4b Ein Schnitt durch das Wohnmodul aus Figur 4a. Fig. 4c Ein vergrösserter Ausschnitt des Schnitts aus Figur 4b. Fig. 5 Ein dreieckiges Wohnmodul mit ersten Öffnungen und Streifen in der Aufsicht. Fig. 6a Ein sechseckiges Teichmodul in der Aufsicht. Fig. 6b Ein Schnitt durch das Teichmodul aus Figur 6a. Fig. 6c Ein vergrösserter Ausschnitt des Schnitts aus Figur 6b. Fig. 7 Ein Wohnraumsystem, bewohnt von Tieren. Fig. 8 Eine Anordnung von Modulen. Fig. 9 Ein Wohnmodul mit teilweise abgedeckter erster Öffnung, einer Wand und einer freien ersten Öffnung. Fig. 10 a - I Verschiedene Varianten wie drei Module gestapelt werden können.
[0210] Grundsätzlich sind in den Figuren funktionsgleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0211] Fig. 1a zeigt ein schematisches Wohnmodul, an welchem die verschiedenen Abmessungen erläutert werden. Hier ist ein Schnitt durch das Wohnmodul gezeigt.
[0212] Das Modul umfasst einen Basiskörper 1 mit einer ersten Seite 1.1 und einer zweiten Seite 1.2. Die erste Seite 1.1 und die zweite Seite 1.2 liegen einander gegenüber. Die erste Seite 1.1 wird durch eine Kante 1.11 begrenzt. Im Bereich dieser Kante 1.11 stehen Pfeiler 2 auf der ersten Seite 1.1.
[0213] Legt man das Modul mit der zweiten Seite 1.2 auf eine Ebene, so ist diese Ebene, in der das Modul stabil liegt, die Auflageebene 5. Legt man das Modul mit der ersten Seite 1.1 auf eine Ebene, so liegt es in diesem Fall auf den Pfeilern 2. Die Ebene, in der es liegt, ist die erste Ebene 6.
[0214] Ausserdem kann eine weitere Ebene gefunden werden, die die erste Seite 1.1 derart schneidet, dass die gemeinsame Schnittfläche ein mehrfach zusammenhängendes Gebiet umfasst und dass zwischen Basiskörper 1 und dieser Ebene ein möglichst grosses Volumen eingeschlossen ist. Diese Ebene ist die Deckelebene 4.
[0215] Eine Parallelebene zur Deckelebene 4 ist die Formebene 4.2, deren Schnittfläche mit dem Basiskörper 1 ein möglichst grosses, einfach zusammenhängendes Gebiet umfasst.
[0216] Eine Parallelebene zur Auflageebene 5 ist die Ebene 5.1 mit dem grössten Abstand zur Auflageebene 5, die die erste Seite 1.1 an mindestens einem Punkt berührt.
[0217] Die Tiefe 7.2 eines Punktes des Moduls ist die Distanz dieses Punktes von der Deckelebene 4 ausgehend hin zur zweiten Seite 1.2.
[0218] Die Höhe 7.1 eines Punktes des Moduls ist die Distanz dieses Punktes von der Deckelebene 4 ausgehend weg von der zweiten Seite 1.2.
[0219] Die Moduldicke 7 ist die Summe der Tiefe 7.2 des tiefsten Punktes des Moduls und der Höhe 7.1 des höchsten Punktes des Moduls.
[0220] Der Abstands 8.1 zwischen Auflageebene 5 und erster Ebene 6 und der grösste Abstand 8.2 zwischen Auflageebene 5 und einem Punkt auf der ersten Seite 1.1 sind ebenfalls eingezeichnet. Wenn es keine erste Ebene 6 gibt, weil ein Modul keine Pfeiler 2 hat, so tritt die Ebene 5.1 an ihren Platz.
[0221] Figur 1b zeigt eine Aufsicht auf ein schematisches Teichmodul. Man sieht also vor allem die erste Seite 1.1, die von der Kante 1.11 begrenzt wird. Neben der ersten Seite 1.1 zeigt Figur 1b auch die zweite Schnittfläche 4.21, deren Kante die Grundform 4.211 des Moduls definiert.
[0222] Die erste Seite 1.1 weist entlang ihrer Kante 1.11 den Kantenbereich 1.12 auf. Innerhalb des Kantenbereich 1.12 liegt per Definition die erste Schnittfläche 4.3: Die erste Schnittfläche 4.3 ist die Schnittfläche zwischen Kantenbereich 1.12 und Deckelebene 4. Die erste Schnittfläche 4.3 umfasst ein mehrfach zusammenhängendes Gebiet. In Figur 1b ist die erste Schnittfläche 4.3 ein zweifach zusammenhängendes Gebiet.
[0223] An den Kantenbereich 1.12 schliesst sich auf einer Seite die Kante 1.11 und auf der anderen Seite ein Streifen 1.14 an. Der Streifen 1.14 hat eine gewisse Breite, die Streifenbreite 1.141. Diese variiert hier von Ort zu Ort. Zur Ausnehmung 1.13 gehört sowohl der Streifen 1.14 als auch das vom Streifen 1.14 oder vom Kantenbereich 1.12 eingeschlossene Gebiet, nicht aber den Kantenbereich 1.12 selbst.
[0224] Figur 1c illustriert, wie die Ausnehmung 1.13 eines Moduls gefunden werden kann: Zunächst wird dafür die Deckelebene 4 gesucht und festgelegt. Anschliessend wird der tiefste Punkt der Kante 1.11 gesucht. Eine Trennebene 4.1, die parallel zur Deckelebene 4 verläuft und durch diesen tiefsten Punkt der Kante 1.11 verläuft, wird bestimmt. Alle Stellen der ersten Seite 1.1, die unterhalb der Trennebene 4.1 liegen, können zur Ausnehmung 1.13 gehören. Alle Stellen der ersten Seite 1.1, die in oder oberhalb dieser Trennebene 4.1 verlaufen, können zum Kantenbereich 1.12 gehören. Um festzustellen, ob diese potentiellen Gebiete nun zum Kantenbereich 1.12 gehören, wird geschaut, ob sie entlang der Kante 1.11 verlaufen: Ist dies der Fall, gehören sie zum Kantenbereich 1.12. Um festzustellen, ob potentielle Gebiete zur Ausnehmung 1.13 gehören wird geprüft, ob sie zumindest teilweise vom Kantenbereich 1.12 begrenzt werden: Ist dies der Fall gehören sie zur Ausnehmung 1.13.
[0225] Figur 1d illustriert, wie festgestellt wird, ob eine Ausnehmung 1.13 eine Ausnehmung ohne Streifen 1.131 oder mit Streifen 1.132 ist: Um jeden Punkt 1.133 der Ausnehmung 1.13 wird dazu ein Kreis 1.15 auf der ersten Seite 1.1 gezogen. Für jeden dieser Kreise 1.15 wird der Punkt auf dem Kreis 1.15 ermittelt, der die grösste Höhendifferenz oder Tiefendifferenz 1.151 vom Punkt 1.133 der Ausnehmung 1.13 hat. Ein lokaler Steigungswinkel gegenüber der Deckelebene 4 als Bezugsfläche ergibt sich dann als Arkussinus vom Verhältnis dieser grössten Höhendifferenz oder Tiefendifferenz 1.151 zum Radius des Kreises 1.15. Nachdem für jeden Punkt 1.133 der Ausnehmung 1.13 auf diese Art ein lokaler Steigungswinkel bestimmt wurde, kann nach einem Schwellenwert gesucht werden: Trennt man die Punkte 1.133 der Ausnehmung 1.13 in eine erste Gruppe mit lokalen Steigungswerten grösser und gleich dem Schwellenwert und eine zweite Gruppe mit lokalen Steigungswerten kleiner als der Schwellenwert, so gibt es genau dann einen Streifen 1.14, wenn die Punkte der ersten Gruppe ein mehrfach zusammenhängendes Gebiet darstellen, welches an den Kantenbereich anstösst.
[0226] In dem in Figur 1d gezeigten Fall gibt es im Bereich der Ausnehmung 1.13 nur Punkte 1.133 mit einem ersten und einem zweiten Steigungswinkelwert. Alle Punkte 1.133 mit dem ersten Steigungswinkelwert liegen auf einer Seite eines tiefsten Punktes 1.1331 und alle Punkte 1.133 mit dem zweiten Steigungswinkelwert liegen auf der anderen Seite des tiefsten Punktes 1.331. Setzt man den Schwellenwert zwischen die beiden vorkommenden Steigungswinkelwerte oder gleich den grösseren der beiden Steigungswinkelwerte, so ist das resultierende Gebiet offensichtlich nicht mehrfach zusammenhängend. Setzt man den Schwellenwert tiefer als beide vorkommende Steigungswinkelwerte oder gleich den tieferen der beiden Werte, so ist das Gebiet ebenfalls nicht mehrfach zusammenhängend. Setzt man den Schwellenwert höher als den höheren der beiden Steigungswinkelwerte, so gibt es gar kein Gebiet. Folglich gibt es keinen Schwellenwert bei dem sich ein mehrfach zusammenhängendes Gebiet ergibt und somit auch keinen Streifen 1.14.
[0227] Figur 2a zeigt eine Aufsicht auf ein trapezförmiges Modul 13.1, also ein Modul mit einer trapezförmigen Grundform 4.211. Die Formebene 4.2, die Deckelebene 4 und die Auflageebene 5 liegen parallel zueinander. Entlang der Kanten 1.11, die hier ein symmetrisches Trapez beschreiben, verläuft der Kantenbereich 1.12. In jeder Ecke des Trapezes sowie in der Mitte jeder Kante 1.11 stehen Pfeiler 2. Ein weiterer Pfeiler 2 steht auf dem Schnittpunkt der Verbindungslinien der Mittelpunkte der gegenüberliegenden Kanten 1.11. Entlang der Verbindungslinie der Mittelpunkte der gegenüberliegenden Kanten 1.11 verlaufen Wälle 11. Wälle 11 und Kantenbereich 1.12 begrenzen insgesamt vier Ausnehmungen mit Streifen 1.132, die alle Streifen 1.14 aufweisen. Die Pfeiler 2 die im Kantenbereich 1.12 stehen sind durch Wände 9 miteinander verbunden. Zwischen dem Pfeiler 2 in der Mitte des Moduls und denen im Kantenbereich 1.12 sind erste Öffnungen 10.
[0228] Figur 2b zeigt einen Schnitt durch das trapezförmige Modul 13.1 aus Figur 2a: Der Schnitt verläuft parallel zur langen Kante des Trapezes durch die beiden, der langen Kante nahen Ausnehmungen mit Streifen 1.132. Die Auflageflächen 1.21 liegen in diesem Fall in der Auflageebene 5. Kantenbereich 1.12 und Wall 11 haben im Querschnitt Trapezform: Ihr Bereich geringster Tiefe 7.2 ist eben und hat im Kantenbereich 1.12 und beim Wall 11 die gleiche Tiefe 7.2 bzw. Höhe 7.1 von Null. Die flache Seite des Kantenbereichs 1.12 und des Walls 11 liegen also in der Deckelebene 4. Auch die Kante 1.11 liegt auf ihrer gesamten Länge in der Deckelebene 4. Der ganze Bereich der ersten Seite unterhalb der Deckelebene 4 gehört daher in diesem Fall zur Ausnehmung 1.13 und teilweise zum Streifen 1.14. Dass es hier einen Streifen 1.14 gibt, erkennt man leicht in Figur 2b: Von links nach rechts gesehen, gibt es hier zunächst eine erste Rampe mit einem ersten Steigungswinkelwert, dann einen Bereich mit einem Steigungswinkelwert von 0° und dann eine zweite Rampe mit einem zweiten Steigungswinkelwert, der dem ersten Steigungswinkelwert gleich und/oder zumindest sehr ähnlich ist. Ein Schwellenwert der irgendwo zwischen 0° und dem kleineren der beiden Steigungswinkelwerte der Rampen liegt erfüllt die Bedingung an einen Streifen 1.14: Alle Punkte oberhalb des Schwellenwertes liegen auf einer der Rampen und stellen somit ein mehrfachzusammenhängendes Gebiet in Form eines Trapez-Rahmens dar. Innerhalb dieses Gebiets liegen die Punkte mit kleineren lokalen Steigungswinkeln.
[0229] Figur 2c zeigt einen Pfeiler 2 im Kantenbereich 1.12 und die an ihn anschliessenden Wände 9. Eine der Wände 9 ist im Querschnitt gezeigt, von der anderen Wand 9 sieht man die Breitseite. Die Wände 9 sind mit Sollbruchstellen 9.1 an dem Pfeiler 2 und am Kantenbereich 1.12 befestigt. Die Sollbruchstelle 9.1 wird hier durch eine Verjüngung der Materialstärke der Wand 9 gebildet. Ausserdem ist die Wand 9 auch ausserhalb der Sollbruchstelle 9.1 dünner als der Pfeiler 2.
[0230] In Figur 2c liegt die Kante 1.11 etwas tiefer als das ebene Plateau des Kantenbereichs 1.12. Das führt dazu, dass die Trennebene 4.1 und die Ausnehmung 1.13 vom Kantenbereich 1.12 trennt etwas tiefer liegt als die Deckelebene 4.
[0231] Figuren 3a bis 3c zeigt ein Modul, das im Wesentlichen dem Modul aus den Figuren 2a bis 2c ähnelt. Im Gegensatz zum Modul der Figuren 2a bis 2c gibt es aber keine Wände 9, sondern nur erste Öffnungen 10.
[0232] In Figur 3c ist zudem noch die Deckelebene 4, definiert durch die Oberseite des Kantenbereichs 1.12, gezeigt. Ausserdem ist die Trennebene 4.1 zwischen Kantenbereich 1.12 und Ausnehmung mit Streifen 1.132 eingezeichnet.
[0233] Figur 4a zeigt ein fünfeckiges Modul 13.2, also ein Modul mit einer fünfeckigen Grundform 4.211. Die Formebene 4.2, die Deckelebene 4 und die Auflageebene 5 liegen parallel zueinander. Entlang der Kanten 1.11, die hier ein symmetrisches Fünfeck beschreiben, verläuft der Kantenbereich 1.12. In jeder Ecke des Fünfecks sowie in der Mitte der längsten Kante stehen Pfeiler 2. Das Fünfeck hat die Form eines Rechtecks mit einem, an die längere Seite des Rechtecks angesetzten Dreiecks. Zwei Ecken des Dreiecks liegen also an derselben Stelle wie zwei Ecken des Rechtecks. Das Dreieck ist gleichschenklig, so dass seine dritte Ecke mit den Mittelpunkten der beiden langen Seiten des Rechtecks auf einer Geraden liegt. Ein weiterer Pfeiler 2 steht auf dem Mittelpunkt der im Fünfeck liegenden, langen Seite des Rechtecks. Entlang der Geraden durch die Mittelpunkte der langen Seiten des Rechtecks und der einen Ecke des Dreiecks verläuft ein Wall 11. Ein weiterer Wall 11 verläuft von einem der Pfeiler 2 an der gemeinsamen Ecke von Rechteck und Dreieck zu dem nicht im Kantenbereich 1.12 stehenden Pfeiler 2 und somit zu einer Stelle an einem anderen Wall 11. Wälle 11 und Kantenbereich 1.12 begrenzen insgesamt drei Ausnehmungen 1.13, zwei Ausnehmungen mit Streifen 1.132 und eine Ausnehmung ohne Streifen 1.131. Die Pfeiler 2 die im Kantenbereich 1.12 des Rechtecks stehen sind durch Wände 9 miteinander verbunden. Die Pfeiler 2 die im Kantenbereich 1.12 des Dreiecks stehen haben erste Öffnungen 10 zwischen sich. Zwischen dem Pfeiler 2 in der Mitte des Moduls und denen im Kantenbereich 1.12 sind ebenfalls erste Öffnungen 10.
[0234] Figur 4b zeigt einen Schnitt durch das fünfeckige Modul 13.2 aus Figur 4a: Der Schnitt verläuft parallel zur langen Kanten des Fünfecks, durch die der langen Kante nahen Ausnehmungen ohne Streifen 1.131 und mit Streifen 1.132. Die Auflageflächen 1.21 liegen in diesem Fall in der Auflageebene 5. Kantenbereich 1.12 und Wall 11 haben im Querschnitt Trapez- oder Rechtecks-Form: Ihr Bereich geringster Tiefe 7.2 ist eben und hat im Kantenbereich 1.12 und beim Wall 11 die gleiche Tiefe 7.2 bzw. Höhe 7.1 von Null. Die flache Seite des Kantenbereichs 1.12 und des Walls 11 liegen also in der Deckelebene 4. Auch die Kante 1.11 liegt auf ihrer gesamten Länge in der Deckelebene 4. Der ganze Bereich der ersten Seite unterhalb der Deckelebene 4 gehört daher in diesem Fall zur Ausnehmung mit Streifen 1.132 oder ohne Streifen 1.131. Die Ausnehmung mit Streifen 1.132 hat einen Streifen 1.14: Ihr Querschnitt ist vergleichbar mit dem in Figur 2b diskutierten. Die Ausnehmung ohne Streifen 1.131 hat keinen Streifen: Ihr Querschnitt ähnelt einem Rechteck, dem eine lange Seite fehlt. Die kurzen Seiten stehen im 90° Winkel auf der verbliebenen langen Seite. Die Punkte 1.133 der Ausnehmung ohne Streifen 1.131 haben also lokale Steigungswinkel von entweder 0° oder 90°. Es mag vereinzelte Punkte 1.133 entlang der unteren Ecke geben mit Steigungswinkelwerten zwischen diesen beiden Werten, da aber Punkte 1.133 mit 90° Steigung entlang der gesamten Trennlinie zwischen Kantenbereich 1.12 bzw. Wall 11 und Ausnehmung ohne Streifen 1.131 gibt und Punkte 1.133 mit 90° Steigung in dieser Ausführungsform nicht zum Streifen 1.14 beitragen sollen, gibt es sicherlich kein Gebiet, welches einerseits die gewünschten Steigungswinkelwerte aufweist und anderseits an den Kantenbereich 1.12 angrenzt. Die Ausnehmung 1.13 hat also in dieser Ausführungsform keinen Streifen 1.14.
[0235] Figur 4c zeigt einen Pfeiler 2 im Kantenbereich 1.12, an dem auf der einen Seite eine Wand 9 anschliesst und auf der anderen Seite eine erste Öffnung 10. Die Wand 9 sieht man im Querschnitt. Durch die erste Öffnung 10 blickt man in dieser Darstellung hindurch. An den Kantenbereich 1.12 schliesst eine Ausnehmung mit Streifen 1.132 an.
[0236] Die Wand 9 ist durch eine nicht gezeigte Sollbruchstelle 9.1 am Pfeiler 2 befestigt; zum Kantenbereich 1.12 hin ist die Wand 9 durch einen Spalt 9.3 getrennt.
[0237] Figur 5 zeigt ein dreieckiges Modul 13.3, also ein Modul mit einer dreieckigen Grundform 4.211. Die Formebene 4.2, die Deckelebene 4 und die Auflageebene 5 liegen parallel zueinander. Entlang der Kanten 1.11, die hier ein gleichseitiges Dreieck beschreiben, verläuft der Kantenbereich 1.12. In jeder Ecke des Dreiecks stehen Pfeiler 2. Die Ausnehmung mit Streifen 1.132 weist einen Streifen 1.14 auf. Der Streifen 1.14 hat eine konstante Streifenbreite 1.141.
[0238] Figur 6a zeigt ein sechseckiges Modul 13.4, also ein Modul mit einer sechseckigen Grundform 4.211. Die Formebene 4.2, die Deckelebene 4 und die Auflageebene 5 liegen parallel zueinander. Entlang der Kanten 1.11, die hier ein gleichseitiges Sechseck beschreiben, verläuft der Kantenbereich 1.12. Die Form der Begrenzung des Kantenbereichs 1.12 zur Ausnehmung 1.13 hin weicht deutlich von der Sechseck-Form der Kante 1.11 ab. Das Modul 13.4 umfasst keine Pfeiler 2. Dafür ist die Oberseite des Kantenbereichs 1.12 mit einer wasserdurchlässigen Schicht 3 versehen.
[0239] Figur 6b zeigt die Form der Ausnehmung 1.13 und der wasserdurchlässigen Schicht 3. Figur 6c ist ein vergrösserter Ausschnitt von Figur 6b: Die Tiefe 7.2 der Punkte 1.133 in der Ausnehmung 1.13 variiert stark. Der Kantenbereich 1.12 ist aber im Wesentlichen eben und liegt in der Deckelebene 4, ebenso wie die Kante 1.11. Trennebene 4.1 und Deckelebene 4 sind also identisch. Auf dem Kantenbereich 1.12 ist die wasserdurchlässige Schicht 3, die den gesamten Kantenbereich 1.12 bedeckt. Die Höhe 7.1 der wasserdurchlässigen Schicht 3 variiert ein wenig, wie insbesondere in dem vergrösserten Ausschnitt in Figur 6c erkennbar ist.
[0240] Figur 7 zeigt ein Wohnraumsystem für Tiere. Es handelt sich um ein Ensemble von fünfeckigen Modulen 13.2, trapenzförmigen Modulen 13.1 und sechseckigen Modulen 13.4.
[0241] Die fünfeckigen und trapezförmigen Module 13.2 und 13.1 haben Pfeiler 2. Teilweise sind die fünfeckigen und trapezförmigen Module 13.2 und 13.1 gestapelt. Die obenliegenden fünfeckigen und trapezförmigen Module 13.2 und 13.1 sind mit Abdeckplatten 12 abgedeckt. Die fünfeckigen und trapezförmigen Module 13.2 und 13.1 weisen Ausnehmungen 1.13 auf, die teilweise mit Nistmaterial 15.2 gefüllt sind. In den Hohlräumen, die sich zwischen den Modulen 13.2 und 13.1 bilden, leben Tiere 14.
[0242] In diesem Beispiel haben alle fünfeckigen und trapezförmigen Module 13.2 und 13.1 erste Öffnungen 10 auf ihren nach aussen gerichteten Seiten zwischen den Pfeilern 2.
[0243] Die sechseckigen Module 13.4 sind mit Wasser 15.1 gefüllt und bepflanzt.
[0244] Einige der trapezförmigen und fünfeckigen Module 13.1 und 13.2 sind im Verhältnis zur Deckelebene 4 der sechseckigen Modul 13.4 so angeordnet, dass ihre dem sechseckigen Modul 13.4 zugewandte erste Öffnung 10 von einem Kantenbereich 1.12 begrenzt wird, der ebenfalls gerade in der Deckelebene 4 des sechseckigen Moduls 13.4 liegt oder nur knapp darüber: Tiere 14 können so ohne Höhenunterschiede überwinden zu müssen ins Wasser 15.1 im sechseckigen Modul 13.4 und wieder in ihr Versteck zwischen den fünfeckigen und/oder trapezförmigen Modulen 13.2, 13.1.
[0245] Figur 8 zeigt verschiedene Arten Module anzuordnen und zwar Module mit einer Grundform 4.211 in Form gleichseitiger Dreiecke 13.3, Module mit einer Grundform 4.211 in der Form von symmetrischen Trapezen 13.1, die drei gleichlange kurze Seiten aufweisen, deren Seitenlänge gleich der Seitenlänge der Dreiecke ist; Module mit einer Grundform 4.211 in der Form von symmetrischen Fünfecken 13.2, die zwei Seiten mit einer Seitenlänge gleich der Seitenlänge der Dreiecke aufweisen und zwei Seiten mit einer Seitenlänge die der Hälfte der Seitenlänge der Dreiecke entspricht und Module mit einer Grundform 4.211 in der Form von gleichseitigen Sechsecken 13.4, mit einer Seitenlänge gleich der der Dreiecke.
[0246] All diese Formen lassen sich jeweils mit ihresgleichen zu gleichseitigen Sechsecken zusammenlegen. Gleichseitige Sechsecke können wiederum in einem Wabenmuster angeordnet werden um grössere Flächen zu bedecken. Die Dreiecke, Fünfecke und Trapeze erlauben es auch auf andere Art, die bedeckte Fläche genauer an eine gewünschte Zielform anzupassen.
[0247] Figur 9 zeigt ein dreieckiges Modul 13.3 mit je einem Pfeiler 2 in der Ecke im Kantenbereich 1.12. Der Kantenbereich 1.12 erstreckt sich entlang der Kante 1.11. Auf zwei Seiten ist zwischen den Pfeilern 2 eine erste Öffnung 10. Auf der dritten Seite ist zwischen den Pfeilern 2 eine Wand 9. Dies Wand 9 ist nur an einem Pfeiler 2 mit einer Sollbruchstelle 9.1 befestigt und zum Kantenbereich 1.12 durch einen Spalt 9.3 getrennt. Von dem anderen Pfeiler 2 ist die Wand 9 recht weit entfernt: Die Wand 9 bedeckt nur etwa die Hälfte der Öffnungsfläche die durch die erste Ebene 6, den Kantenbereich 1.12 und die Pfeiler 2 begrenzt wird.
[0248] Eine der ersten Öffnungen 10 ist mit Nistmaterial 15.2 in Form von Holz und Halmen teilweise abgedeckt. Es bleiben nur kleinere Durchgänge von dieser Seite her in die Ausnehmung 1.13.
[0249] Ausserdem sind in Figur 9 noch die erste Ebene 6 und eine der zweiten Ebenen 16 mit gestrichelten Linien eingezeichnet: In der ersten Ebene 6 enden alle Pfeiler 2. Die zweite Ebene 16 wird durch jeweils zwei Pfeiler 2 aufgespannt. Hier ist nur eine, von in diesem Fall insgesamt drei vorkommenden, zweiten Ebenen 16 gezeigt.
[0250] Die Figuren 10 a bis I zeigen unterschiedliche Arten, wie die Module auf dem Boden gestapelt werden können.
[0251] In den Figuren 10 a bis d steht das unterste Modul mit seinen Pfeilern 2 auf dem Boden.
[0252] In den Figuren 10 e bis h liegt das unterste Modul mit seiner Auflagefläche 1.21 auf dem Boden.
[0253] In den Figuren 10 a, b, e und f steht das mittlere Modul mit seinen Pfeilern 2 auf dem unteren Modul. In den Figuren 10 a und b stehen die Pfeiler 2 des mittleren Moduls auf der Auflagefläche 1.21 des unteren Moduls. In den Figuren 10 e und f stehen die Pfeiler 2 des mittleren Moduls auf den Pfeilern 2 des unteren Moduls.
[0254] In den Figuren 10 c, d, g und h liegt das mittlere Modul mit seiner Auflagefläche 1.21 auf dem unteren Modul. In den Figuren 10 c und d liegt die Auflagefläche 1.21 des mittleren Moduls auf der Auflagefläche 1.21 des unteren Moduls. In den Figuren 10 g und h liegt die Auflagefläche 1.21 des mittleren Moduls auf den Pfeilern 2 des unteren Moduls.
[0255] In den Figuren 10 a, c, e und g steht das obere Modul mit seinen Pfeilern 2 auf dem mittleren Modul. In den Figuren 10 a und e stehen die Pfeiler 2 des oberen Moduls auf der Auflagefläche 1.21 des mittleren Moduls. In den Figuren 10 c und g stehen die Pfeiler 2 des oberen Moduls auf den Pfeilern 2 des mittleren Moduls.
[0256] In den Figuren 10 b, d, f und h liegt das obere Modul mit seiner Auflagefläche 1.21 auf dem mittleren Modul. In den Figuren 10 b und f liegt die Auflagefläche 1.21 des oberen Moduls auf der Auflagefläche 1.21 des mittleren Moduls. In den Figuren 10 d und h liegt die Auflagefläche 1.21 des oberen Moduls auf den Pfeilern 2 des mittleren Moduls.
[0257] Die Figur 10i entspricht der Figur 10b, wobei auf den Pfeilern 2 des obersten Moduls eine Abdeckplatte 12 liegt.
[0258] Die Figur 10j entspricht der Figur 10f, wobei auf den Pfeilern 2 des obersten Moduls eine Abdeckplatte 12 liegt.
[0259] Die Figur 10k entspricht der Figur 10d, wobei auf den Pfeilern 2 des obersten Moduls eine Abdeckplatte 12 liegt.
[0260] Die Figur 101 entspricht der Figur 10h, wobei auf den Pfeilern 2 des obersten Moduls eine Abdeckplatte 12 liegt.
[0261] Zusammenfassend ist festzustellen, dass in den oben gezeigten Beispielen dreieckige, fünfeckige und trapezförmige Module 13.3, 13.2, 13.1 als Wohnmodule, also mit Pfeilern 2, gezeigt wurden während sechseckige Module 13.4 als Teichmodule, also ohne Pfeiler 2 aber mit wasserdurchlässiger Schicht 3 gezeigt wurden. Diese Zuordnung ist nicht zwingend: Module beliebiger Grundform 4.211 können als Wohnmodule und als Teichmodule genutzt werden und je nachdem mit wasserdurchlässiger Schicht 3 oder Pfeilern 2 versehen sein.
[0262] Dort, wo in den Ausführungsbeispielen jeweils eine erste Öffnung 10 gezeigt wurde, kann immer auch eine zweite Öffnung 9.2 sein.
[0263] Es können beliebig vielen Module gestapelt werden und es können auch Module einer Grundform 4.211 auf Module anderer Grundformen 4.211 gestapelt werden. Auch kann ein Modul auf mehrere nebeneinanderliegende Module gestapelt werden. Die Module müssen nicht zwingend direkt aneinander liegen: Es können Spalten und Freiräume zwischen Modulen gelassen werden. Zum Beispiel können Module um einen Baum herum angeordnet werden und/oder locker verteilt auf einer grösseren Fläche.
Claims (16)
1. Modul eines Wohnraumsystems für Tiere umfassend
a) ein Basiskörper (1) mit einer ersten (1.1) und einer zweiten (1.2) Seite, die sich gegenüberliegen,
b) wobei die erste Seite (1.1) einen Kantenbereich (1.12) entlang ihres gesamten Umfangs aufweist und eine Ausnehmung (1.13), die zumindest teilweise durch den Kantenbereich (1.12) begrenzt wird, und
c) der Basiskörper (1) eine Deckelebene (4) aufweist,
d) wobei die Deckelebene (4) die folgenden Eigenschaften hat:
a. die Deckelebene (4) schneidet die erste Seite (1.1)
b. eine erste Schnittfläche (4.3) der Deckelebene (4) mit dem Basiskörper (1) umfasst mindestens ein mehrfach zusammenhängendes Gebiet und
c. ein zwischen Deckelebene (4) und Basiskörper (1) eingeschlossenes Volumen ist grösser als alle weiteren Volumen, die zwischen Basiskörper (1) und weiteren Ebenen eingeschlossen sind, deren Schnittflächen mit dem Basiskörper (1) mindestens ein mehrfach zusammenhängendes Gebiet umfassen
e) und wobei der Abstand zur Deckelebene (4) eine Tiefe (7.2) ist, und
f) der Basiskörper (1) im Kantenbereich (1.12) überall eine geringere Tiefe (7.2) aufweist als in der Ausnehmung (1.13).
2. Modul eines Wohnraumsystems für Tiere nach Anspruch 1, wobei das Modul eine Grundform (4.211) hat, und
a) das Modul eine Formebene (4.2) aufweist, die
a. parallel zur Deckelebene (4) liegt und
b. es eine zweite Schnittfläche (4.21) zwischen Formebene (4.2) und Basiskörper (1) gibt und
c. die zweite Schnittfläche (4.21) ein einfach zusammenhängendes Gebiet ist und
d. die zweite Schnittfläche (4.21) den grössten Flächeninhalt aller Schnittflächen von parallel zur Deckelebene (4) liegendes Ebenen mit dem Grundkörper (1) die einfach zusammenhängende Gebiete sind hat, und
b) die Form einer Begrenzungskurve der zweiten Schnittfläche (4.21) die Grundform (4.211) ist und
c) wobei diese Grundform (4.211) im Wesentlichen trapezförmig, dreieckig, fünfeckig oder sechseckig ist, und wobei die Grundform (4.211) bevorzugt im Wesentlichen ein symmetrisches Trapez oder ein symmetrisches Fünfeck oder ein gleichseitiges Dreieck oder ein gleichseitiges Sechseck ist.
3. Modul eines Wohnraumsystems für Tiere nach Anspruch 2, wobei
a) das Modul eine Moduldicke (7) hat, die eine Summe der Tiefe (7.2) des tiefsten Punktes des Moduls und der Höhe (7.1) des höchsten Punktes des Moduls ist und
b) die quadrierte Moduldicke (7) kleiner ist als ein Flächeninhalt der Grundform (4.211), bevorzugt, dass das Verhältnis der quadrierten Moduldicke (7) zum Flächeninhalt der Grundform (4.211) kleiner oder gleich 0.2, bevorzugt kleiner oder gleich 0.1, besonders bevorzugt kleiner oder gleich als 0.05 ist.
4. Modul eines Wohnraumsystems für Tiere nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verhältnis von der Summe der Höhe (7.1) des höchsten Punktes des Moduls und der Tiefe (7.2) des tiefsten Punktes der Ausnehmung (1.13) zur Moduldicke (7) grösser ist als 0.6, insbesondere grösser als 0.7; wobei insbesondere das Verhältnis der Summe der Höhe (7.1) des höchsten Punktes eines Wohnmoduls und der Tiefe (7.2) des tiefsten Punktes der Ausnehmung (1.13) zur Moduldicke (7) zwischen 0.6 und 0.85, bevorzugt zwischen 0.7 und 0.75 liegt und insbesondere das Verhältnis der Summe der Höhe (7.1) des höchsten Punktes eine Moduls ohne Pfeiler und der Tiefe (7.2) des tiefsten Punktes der Ausnehmung (1.13) zur Moduldicke (7) bei über 0.8 liegt.
5. Modul eines Wohnraumsystems für Tiere nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
a) das Modul ein Wohnmodul ist,
b) wobei das Modul, wenn es mit der zweiten Seite (1.2) nach unten auf eine Ebene gelegt wird, in einer Auflageebene (5) stabil liegt und
c) drei oder mehr Pfeiler (2) umfasst,
a. die alle von der ersten Seite (1.1) abstehen, und
b. die alle in einer ersten Ebene (6) enden, wobei die erste Ebene (6) parallel zur Auflageebene (5) liegt,
dadurch gekennzeichnet, dass
d) jeweils eine zweite Ebene (16) durch je zwei Pfeiler (2) aufgespannt wird, und für jede der zweiten Ebenen (16) entweder
a. das Modul innerhalb von der jeweiligen zweiten Ebene (16) eine erste Öffnung (10) aufweist, welche durch die die jeweilige zweite Ebene (16) aufspannenden Pfeiler (2) und die erste Seite (1.1) begrenzt ist
oder
b. in der jeweiligen zweiten Ebene (16) eine Wand (9) liegt,
wobei die Wand (9) durch mindestens eine Sollbruchstelle (9.1) mit zumindest einem der beiden die jeweiligen zweite Ebene (16) aufspannenden Pfeiler (2) und/oder der ersten Seite (1.1) verbunden ist.
6. Modul eines Wohnraumsystems für Tiere nach Anspruch 5, wobei die Sollbruchstelle (9.1) aus demselben Material besteht wie die Wand (9), aber eine Materialstärke weniger oder gleich 90%, bevorzugt weniger oder gleich 75%, besonders bevorzugt weniger oder gleich der Hälfte der grössten Materialstärke der Wand (9) hat.
7. Modul eines Wohnraumsystems für Tiere nach einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Pfeiler (2) und Basiskörper (1) einstückig ausgebildet sind und das es sich insbesondere um ein Gussteil handelt.
8. Modul eines Wohnraumsystems für Tiere nach einem der Ansprüche 5 bis 7, bei welchem Basiskörper (1) und Pfeiler (2) aus Beton, insbesondere aus Sickerbeton, aus Holz, aus gebranntem Ton oder aus Kunststoff, insbesondere aus Kunststoff aus Recyclingmaterial, bestehen.
9. Modul eines Wohnraumsystems für Tiere nach einem der Ansprüche 5 bis 8, weiter umfassend in der Ausnehmung (1.13) liegendes Nistmaterial (15.2), bevorzugt Erde, Lehm, Steine, Holz, Moos, Laub, Gräser, Reisig, Äste, Heu, Stroh, Kompost, Mist, Rinde, Tannenzapfen, Schneckenhäuser, Holzwolle und/oder hohlen Pflanzenstengeln.
10. Modul eines Wohnraumsystems für Tiere nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
a) das Modul ein Teichmodul ist,
b) der Basiskörper (1) insbesondere wasserundurchlässig ist und
c) auf dem Kantenbereich (1.12) eine wasserdurchlässige Schicht (3), bevorzugt aus wasserdurchlässiges Material, besonders bevorzugt aus Sickerbeton, ist.
11. Modul eines Wohnraumsystems für Tiere nach Anspruch 10, wobei die wasserdurchlässige Schicht (3) bevorzugt 1 bis 3 cm hoch ist.
12. Set für ein Wohnraumsystems für Tiere umfassend zwei oder mehr Module nach einem der Ansprüche 1 bis 11.
13. Set nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Set mindestens zwei Module, bevorzugt die ersten drei Module, besonders bevorzugt alle Module aus der folgenden Liste umfasst:
a) Ein Modul nach einem der Ansprüche 5 bis 9 mit einer Grundform (4.211) die ein symmetrisches Fünfeck mit Seitenlängen G, 0.5*x, x, x, und 0.5*x ist, wobei G das Produkt von x und der Quadratwurzel aus 3 ist.
b) Ein Modul nach einem der Ansprüche 5 bis 9 mit einer Grundform (4.211), die ein symmetrisches Trapez mit Seitenlängen 2*x, x, x und x ist.
c) Ein Modul nach einem der Ansprüche 5 bis 9 mit einer Grundform (4.211), die ein gleichseitiges Dreieck mit der Seitenlänge x ist.
d) Ein Modul nach einem der Ansprüche 10 bis 11 mit einer Grundform (4.211), die ein gleichseitiges Sechseck mit der Seitenlänge x ist.
14. Wohnraumsystem für Tiere, umfassend ein Set nach Anspruch 12 oder 13, wobei
a) mindestens zwei, bevorzugt drei, vier, fünf, sechs oder mehr Module nach einem der Ansprüche 5 bis 9 mit gleicher Grundform (4.211)und mit Auflageflächen (1.21) in ihren Auflageebenen (5) derart gestapelt sind, dass entweder
b) die Pfeiler (2) des erstenModuls auf einem Boden stehen und die Pfeiler (2) des zweiten Moduls auf der Auflagefläche (1.21) des ersten Moduls sind oder
c) die Auflagefläche (1.21) des ersten Moduls auf dem Boden liegt und die Auflagefläche (1.21) des zweiten Moduls auf den Pfeiler (2) des ersten Moduls liegt oder
d) die Auflagefläche (1.21) des ersten Moduls auf dem Boden liegt und die Pfeiler (2) des zweiten Moduls auf den Pfeilern (2) des ersten Moduls stehen,
e) so dass in jedem Fall mindestens ein Hohlraum entsteht, wobei
f) sich bevorzugt zumindest in einem Teil der Ausnehmungen (1.13) Nistmaterial (15.2), bevorzugt Erde, Lehm, Steine, Holz, Moos, Laub, Gräser, Reisig, Äste, Heu, Stroh, Kompost, Mist, Rinde, Tannenzapfen, Schneckenhäuser, Holzwolle und/oder hohlen Pflanzenstengeln, befindet so, dass das Wohnraumsystem an die Bedürfnisse mindestens einer Tierart angepasst ist und
g) bevorzugt die ersten (10) und/oder zweiten (9.2) Öffnungen zwischen den Pfeilern (2) durch Offenhalten oder Abdecken mit Holz, Laub, Steinen, Lehm und/oder anderen Materialen, so verändert sind, dass das Wohnraumsystem an die Bedürfnisse mindestens einer Tierart angepasst ist.
15. Verwendung eines Moduls nach einem der Ansprüche 1 bis 11 zur Herstellung eines flächenoptimierten Lebensraums für Säugetiere, Amphibien, Reptilien und/oder Insekten, insbesondere für Stacheligel, Haselmäuse, Siebenschläfer, Grasfrösche, Erdkröten, Geburtshelferkröten, Gelbbauchunken, europäische Laubfrösche, Fadenmolche, Feuersalamander, Ringelnattern, Mauereidechsen, Marienkäfer, Wildbienen, Schmetterlinge und Hummeln.
16. Herstellungsverfahren eines Wohnraumsystems für Tiere nach Anspruch 14, wobei einige Module nach einem der Ansprüche 5 bis 9, insbesondere mit gleicher Grundform (4.211), übereinander gestapelt werden und andere Module nach einem der Ansprüche 5 bis 9 mit ebenen Flächen gleicher Längen-Ausdehnung mit eben diesen Flächen aneinander gelegt werden, so dass sich das Wohnraumsystem mit einer gewünschten Form ergibt, wobei die sich nach oben öffnenden Ausnehmungen (1.13) jeweils mit Nistmaterial (15.2), bevorzugt Erde, Lehm, Steine, Holz, Moos, Laub, Gräser, Reisig, Äste, Heu, Stroh, Kompost, Mist, Rinde, Tannenzapfen, Schneckenhäuser, Holzwolle und/oder hohlen Pflanzenstengeln befüllt wird und zwar bevorzugt bevor ein weiteres Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder eine Abdeckplatte (12) auf das jeweilige Modul mit der zu befüllenden Ausnehmung (1.13) gesetzt wird.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH01511/17A CH714425B1 (de) | 2017-12-12 | 2017-12-12 | Modulares Wohnraumsystem für Tiere. |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH01511/17A CH714425B1 (de) | 2017-12-12 | 2017-12-12 | Modulares Wohnraumsystem für Tiere. |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH714425A2 CH714425A2 (de) | 2019-06-14 |
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ID=66791729
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH01511/17A CH714425B1 (de) | 2017-12-12 | 2017-12-12 | Modulares Wohnraumsystem für Tiere. |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH714425B1 (de) |
-
2017
- 2017-12-12 CH CH01511/17A patent/CH714425B1/de unknown
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| Publication number | Publication date |
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| CH714425A2 (de) | 2019-06-14 |
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