CH715900A2 - Schraubkappe und Kunststoffdrehverschluss mit einer Schraubkappe und einem Ausgussstutzen sowie mindestens einem Verbindungselement zur unverlierbaren Befestigung der Schraubkappe am Ausgussstutzen. - Google Patents
Schraubkappe und Kunststoffdrehverschluss mit einer Schraubkappe und einem Ausgussstutzen sowie mindestens einem Verbindungselement zur unverlierbaren Befestigung der Schraubkappe am Ausgussstutzen. Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Schraubkappe eines Kunststoffdrehverschlusses (2), umfassend eine obere Deckelwand (200), eine Mantelwand (201), ein Innengewinde und einen Schraubkappenrand (202), wobei dem Schraubkappenrand (202) gegenüberliegend ein Garantieband (21) angeordnet ist und mindestens ein Verbindungselement (230) mit einem Garantiebandverbindungssteg (231), einem Zentralsteg (232) und einem Schraubkappenrandverbindungssteg (233) zwischen dem Garantieband (21) und einer Schraubkappennische oder einer Halteringnische an einem Haltering vom Schraubkappenrand (202) verdeckt unlösbar befestigt angeordnet ist. Dabei soll das mindestens eine Verbindungselement auch nach mehrmaligem Auf- und Zuschrauben zu keiner Zeit radial vom Schraubkappenrand wegragen. Dies wird dadurch erreicht, dass das mindestens eine Verbindungselement (230) einstückig mit seinem geradlinig ausgestalteten Zentralsteg (232) scharnierfrei und faltenfrei in Geschlossenstellung der Schraubkappe mindestens annähernd parallel zur Umfangsrichtung der Schraubkappe zwischen dem Schraubkappenrand (202) und dem freien Rand des Garantiebandes (21) zwischen Garantiebandverbindungssteg (231) und Schraubkappenrandverbindungssteg (233) verläuft.
Description
Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung beschreibt eine Schraubkappe eines Kunststoffdrehverschlusses, umfassend eine obere Deckelwand, eine Mantelwand, ein Innengewinde und einen Schraubkappenrand, wobei dem Schraubkappenrand gegenüberliegend ein Garantieband angeordnet ist und mindestens ein Verbindungselement mit einem Garantiebandverbindungssteg, einem Zentralsteg und einem Schraubkappenrandverbindungssteg zwischen dem Garantieband und einer Schraubkappennische oder einer Halteringnische an einem Haltering vom Schraubkappenrand verdeckt unlösbar befestigt angeordnet ist, sowie einen Kunststoffdrehverschluss für einen Kunststoffbehälter oder einen Behälter aus einem Laminat mit einer Schraubkappe und einem Ausgussstutzen, umfassend eine Ausgussstutzenwand, an welcher ein Aussengewinde, eine Rückhaltewulst und ein Kragen oder Flansch angeformt sind.
Stand der Technik
[0002] Kunststoffdrehverschlüsse als Verschlussvorrichtung für verschiedene Behälter von Flüssigkeiten sind seit langem bekannt. Die zu verschliessenden Behälter sind Weichverpackungen, die aus einer Folie, einer Mehrschichtfolie oder einem beschichteten Karton gebildet werden. Neben kartonartigen Behältern sind hier auch Flüssigkeitsbehälter aus verschiedenen Kunststoffen, beispielsweise aus PET erwähnenswert. Derartige Behälter werden mit stillen Flüssigkeiten oder mit Kohlensäure beaufschlagten Flüssigkeiten befüllt, wobei teilweise hohe Drücke von mehreren bar oberhalb des Atmosphärendruckes innerhalb des Behälters wirken. Entsprechend müssend die verwendeten Verschlüsse diesen hohen Drücken standhalten. Aber auch Behälter aus Glas oder Metall werden mit Kunststoffdrehverschlüssen ausgestattet, wobei eine Schraubkappe auf einem Ausgussstutzen drehbar entfernbar und anbringbar ist.
[0003] Bekannte Kunststoffdrehverschlüsse setzen sich aus einem Ausgussstutzen und einer Schraubkappe aus Kunststoff zusammen. Die Schraubkappe weist ein Innengewinde auf, welches mit einem Aussengewinde am Ausgussstutzen wirkverbindbar ist. Nach dem Abschrauben und Entfernen der Schraubkappe kann Flüssigkeit durch den Ausgussstutzen aus dem Behälter entnommen werden. Je nach verwendetem Behälter ist im Ausgussstutzen eine Schneidvorrichtung rotierbar und linear vortreibbar gelagert, welche beim ersten Aufschrauben der Schraubkappe mit einer Schneidkante durch eine meist vorperforierte Wand und/oder Folie des Behälters schneidet. Um für den Anwender erkennbar zu machen, ob die Schraubkappe bereits einmal vom Ausgussstutzen abgeschraubt worden ist, wird seit vielen Jahren ein Garantieband über Sollbruchstellenbrücken an der Schraubkappe angeformt und im montierten Zustand zwischen einer Rückhaltewulst und einem Kragen am Ausgussstutzen zusammen mit der Schraubkappe gehalten. Aus dem Stand der Technik bekannte derartige Kunststoffdrehverschlüsse sind aus der W00228728, EP1976764 und der EP2069211 bekannt.
[0004] Damit die Schraubkappe des Kunststoffdrehverschlusses nach dem Aufschrauben vom Ausgussstutzen nicht vollständig entfernt werden kann und somit nicht verloren gehen kann, wurde ein Kunststoffdrehverschluss mit Schraubkappe gemäss der EP2308772 entwickelt. Dieser Stand der Technik ist in Figur 1 gezeigt, anhand eines Kunststoffdrehverschlusses in der Geschlossenstellung der Schraubkappe. Hier erkennt man zwischen einem Schraubkappenrand und einem Garantieband eine Vielzahl von filigranen Verbindungselementen. Diese Verbindungselemente sind an Übergangsabschnitten mit dem Schraubkappenrand und dem Garantieband verbunden und weisen jeweils mehrere unterschiedlich orientiert verlaufende Neigungsabschnitte auf, die zueinander entgegengesetzt ausgerichtet sind. Eine solche Konstellation von Verbindungselementen mag das ungewünschte Ablösen der Schraubkappe vom Garantieband nach dem ersten Öffnen kurzzeitig verhindern. Die Verbindungselemente sind aber zu schwach, um höhere Zugkräfte aufzunehmen und variieren nach mehrmaligem Auf- und Zuschrauben der Schraubkappe in ihrer Länge, sodass die Verbindungselemente nach kurzer Zeit nicht mehr ordnungsgemäss zwischen Schraubkappenrand und Garantieband eingefaltet oder in Schlaufen gelegt werden. Die Verbindungselemente stehen dann ungewünscht über den Rand der Schraubkappe zur Längsachse hin oder nach aussen also radial über.
Darstellung der Erfindung
[0005] Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt einen Kunststoffdrehverschluss bzw. eine Schraubkappe eines Kunststoffdrehverschlusses, welche unverlierbar gehalten bleibt derart zu verbessern, dass das mindestens eine Verbindungselement nach mehrmaligem Auf- und Zuschrauben zu keiner Zeit ungewünscht radial vom Schraubkappenrand wegragt. Somit ist das mindestens eine Verbindungselement auch in jedem Drehzustand unverklemmbar gestaltet. Ein weiterer Effekt ist, dass das mindestens eine Verbindungselement höhere Zugkräfte im Vergleich zum Stand der Technik aufnehmen kann.
[0006] Weder bei der industriellen Befüllung von Behältern noch beim Auf- und Zuschrauben der Schraubkappe darf das mindestens eine Verbindungselement abgerissen oder beschädigt werden. Die bisherigen Herstellungsmethoden mittels Kunststoffspritzguss sollten unverändert bleiben und eine gefahrlose Befestigung des Kunststoffdrehverschlusses auf dem Ausgussstutzen sollte maschinell ermöglicht sein.
[0007] Der Kunststoffdrehverschluss soll wie gewohnt durch eine Rotation der Schraubkappe vom Ausgussstutzen entfernbar sein, wobei immer eine unlösbare Verbindung zwischen Schraubkappe und Ausgussstutzen verbleibt.
[0008] Die oben erwähnten Vorteile liefert eine Schraubkappe mit den Merkmalen des Patentanspruches 1. Die Schraubkappe ist durch das mindestens eine Verbindungselement nicht nur unlösbar mit dem Ausgussstutzen verbindbar, sondern aufgrund der scharnierfreien, faltenfreien Ausgestaltung nur eines Zentralstegs können gefahrlos höhere Zugkräfte auf das mindestens eine Verbindungselement wirken. Da weniger Knickpunkte bzw. Knickstellen verwendet werden, ist ein häufiges Auf- und Zuschrauben ohne Verwicklungen des im Wesentlichen geraden Verbindungselementes erreicht.
[0009] Der mit einer solchen Schraubkappe erreichbare Kunststoffdrehverschluss für verschiedene Behälter weist die Merkmale des Patentanspruchs 17 auf.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0010] Der Erfindungsgegenstand wird nachstehend detailliert im Zusammenhang mit den anliegenden Zeichnungen beschrieben. Notwendige Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, wobei mindestens eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung und einige Zusatzmerkmale im Detail aufgeführt sind.
<tb><SEP>Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Schraubkappe eines Kunststoffdrehverschlusses gemäss Stand der Technik in Geschlossenstellung vor der ersten Öffnung.
<tb><SEP>Figur 2 zeigt eine Seitenansicht einer Schraubkappe, auf einem Ausgussstutzen einer Flasche aufgeschraubt vor dem ersten Öffnen, wobei ein Verbindungselement an der Schraubkappe zwischen einer Mantelwand und einem Garantieband angeordnet ist.
<tb><SEP>Figur 3a zeigt eine Seitenansicht einer Schraubkappe, auf einem Ausgussstutzen einer Flasche aufgeschraubt mit zwei Verbindungselementen, während
<tb><SEP>Figur 3b eine perspektivische Ansicht der Schraubkappe gemäss Figur 3a, in Geschlossenstellung der Schraubkappe zeigt.
<tb><SEP>Figur 3c zeigt eine Aufschraubstellung der Schraubkappe gemäss Figur 3a, wobei die Verbindungselemente in eine annähernd senkrechte Position geschwenkt sind, während
<tb><SEP>Figur 3d in einer Seitenansicht eine Verschwenkstellung der Schraubkappe relativ zum Garantieband und dem Ausgussstutzen der Flasche zeigt.
<tb><SEP>Figur 4a zeigt eine Seitenansicht eines Halbfabrikats einer Schraubkappe nach der Entnahme aus der Spritzgussmaschine, während
<tb><SEP>Figur 4b eine perspektivische Ansicht des Halbfabrikats aus Figur 4a mit einem geringen Spalt zwischen Schraubkappenrand und dem Garantieband zeigt.
<tb><SEP>Figur 5a zeigt eine Seitenansicht eines Halbfabrikats einer Schraubkappe mit zwei teilweise parallel verlaufendne Verbindungselementen, deren Garantiebandverbindungsstege radial nach innen versetzt sind, wodurch ein Schneidvorgang sicher durchführbar ist.
<tb><SEP>Figur 5b zeigt eine perspektivische Ansicht des Halbfabrikats der Schraubkappe gemäss Figur 5a mit angedeuteter Schneidvorrichtung, wobei die radial nach innen versetzten Garantiebandverbindungsstege besser erkennbar sind.
<tb><SEP>Figur 6 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Schraubkappe, wobei zwei Verbindungselemente zwischen einem Haltering und dem Garantieband verlaufend angeordnet sind.
<tb><SEP>Figur 7a zeigt eine Seitenansicht eines Kunststoffdrehverschlusses mit Ausgussstutzen, Schneidvorrichtung und Schraubkappe in Geschlossenstellung vor Montage auf eine Kartonbehälter, während
<tb><SEP>Figur 7b eine Seitenansicht des Kunststoffdrehverschlusses gemäss Figur 7a in einer Aufdrehstellung zeigt, wobei die Schraubkappe vom Garantieband durch die Verbindungselemente beabstandet ist und die Schneidvorrichtung teilweise nach unten austritt.
<tb><SEP>Figur 7c zeigt einen axialen Längsschnitt durch einen Ausgussstutzen und Flansch mit vollständig ausgefahrener Schneidvorrichtung und aufgeschraubter und abgeklappter Schraubkappe.
Beschreibung
[0011] Hier wird ein Kunststoffdrehverschluss 2 präsentiert, welcher eine Schraubkappe 20 umfasst, die auf einem geeigneten Ausgussstutzen 22 an oder auf einem Behälter 1 aufschraubbar ist. Es sind verschiedene Behälter 1 mit Behälterwänden aus verschiedenen Materialien und Materialmischungen bekannt, welche mit derartigen Kunststoffdrehverschlüssen 2, mittels Kunststoffspritzguss hergestellt, versehen werden können. Beispielhaft sind hier Kunststoffdrehverschlüsse 2 für flaschenartige Behälter 1 aus Glas oder Kunststoff in den Figuren 1 bis 6 gezeigt, während dazu analoge Kunststoffdrehverschlüsse für Behälter mit einlagigen Wänden oder Verbundlaminaten in Figuren 7a bis 7c gezeigt sind.
[0012] Der Ausgussstutzen 22 weist eine Ausgussstutzenwand mit einem Aussengewinde auf, an welchem die Schraubkappe 20 mit einem Innengewinde 204 befestigbar ist. An der äusseren Ausgussstutzenwand ist eine Rückhaltewulst angeformt, welche ein an der Schraubkappe 20 befestigtes Garantieband 21 gegen eine lineare Verschiebung parallel zu einer Längsachse L des Kunststoffdrehverschlusses 2 sichert. Das Garantieband 21 kann entsprechend um die Längsachse L rotieren, aber nicht linear parallel zur Längsachse L bewegt werden.
[0013] Je nach Art des Behälters 1 und des dazu passenden Kunststoffdrehverschlusses 2, ist am Ausgussstutzen 22 ein Kragen 221 angeformt, der bei der Montage des Kunststoffdrehverschlusses 2 eine Rolle spielt. Sämtliche Einzelteile des Kunststoffdrehverschlusses 2 sind einstückig mittels Kunststoffspritzguss hergestellt.
[0014] Die Schraubkappe 20 weist eine obere Deckelwand 200 und eine Mantelwand 201 mit dem Innengewinde 204 auf. Die Mantelwand 201 verläuft auf der von der oberen Deckelwand 200 abgewandten Seite in einen Schraubkappenrand 202. Das Garantieband 21 ist an der Mantelwand 201 temporär, beispielsweise über Sollbruchstellenbrücken befestigt, dabei verlaufen die Sollbruchstellenbrücken bevorzugt zwischen Schraubkappenrand 202 und dem Garantieband 21.
[0015] Um auch nach Öffnung des Kunststoffdrehverschlusses 2 bzw. des Ausgussstutzens 22 zu verhindern, dass die Schraubkappe 20 verloren gehen kann, ist ein Verbindungselement 230 zwischen Schraubkappe 20 und Garantieband 21 verlaufend, angeordnet.
[0016] Das Verbindungselement 230 weist die Form eines Kunststoffbandes auf. Die Schraubkappe 20 ist komplett mit Verbindungselement 230 und Garantieband 21 in einem Spritzgussprozess herstellbar.
[0017] Damit eine möglichst kompakte Schraubkappe 20 erreicht wird, ist das mindestens eine Verbindungselement 230 mindestens teilweise in einer Schraubkappennische 203 und einer Garantiebandnische 210 verlaufend untergebracht. Das Verbindungselement 230 liegt zumindest in der Geschlossenstellung der Schraubkappe 20 in diesen Nischen 203, 210.
[0018] Das mindestens eine Verbindungselement 230 ist einstückig an den Rest der Schraubkappe 20 angeformt. Es weist einen Zentralsteg 232 auf, welcher eine im Wesentlichen konstante Wandstärke auf seiner gesamten Länge besitzt und scharnierfrei und faltenfrei zwischen Schraubkappe 20 und Garantieband 21 angeordnet ist. Das Verbindungselement 230 umfasst einen Garantiebandverbindungssteg 231, ausgehend vom Garantieband 21 und einen Schraubkappenrandverbindungssteg 233, ausgehend vom Schraubkappenrand 202, wobei der Zentralsteg 232 geradlinig zwischen Garantiebandverbindungssteg 231 und Schraubkappenrandverbindungssteg 233 verläuft. Der Zentralsteg 232 verläuft in Geschlossenstellung der Schraubkappe 20 geradlinig und mindestens annähernd parallel zur Umfangsrichtung der Schraubkappe 20 zwischen dem Schraubkappenrand 202 und einem Rand des Garantiebandes 21, wobei Garantiebandverbindungssteg 231 und Schraubkappenrandverbindungssteg 233 Übergänge von der Schraubkappe 20 zum Zentralsteg 232 bilden. Der Zentralsteg 232 verläuft zu jeder Zeit unterhalb des Schraubkappenrandes 202 bzw. zwischen Schraubkappenrand 202 und freiem Rand des Garantiebandes 21. Wenn die Schraubkappe 20 in Geschlossenstellung ist, dann verläuft der Zentralsteg 232 vollständig geradlinig scharnier- und faltenfrei innerhalb der Nischen 203, 210. Zu jeder Zeit, in Geschlossenstellung oder Aufschraubstellung, ist ein Hervorstehen des mindestens einen Verbindungselements 230 in radialer Richtung zur Längsachse L hin oder von der Längsachse L weg und von der Mantelwand 201 weg verhindert ist. Der Zentralsteg 232 verläuft hier mindestens annähernd parallel zum Schraubkappenrand 202, wobei beide Nischenhöhen der Schraubkappennische 203 und der Garantiebandnische 210 etwa gleich gross gewählt sind und der Zentralsteg 232 etwa je zur Hälfte in beiden Nischen 203, 210 verläuft.
[0019] Wie in der Ausführungsform gemäss Figur 2 erkennbar, ist nur ein Verbindungselement 230 gewählt, dessen Dicke entsprechend gross ausgeführt ist, sodass eine hohe Zugkraft auf dieses Verbindungselement 230 wirken kann.
Die Dicke oder Wandstärke des Zentralstegs 232 ist bevorzugt so gross wie die Wandstärke der Mantelwand 201 oder geringfügig dicker gewählt. Bevorzugt ragt das Verbindungselement 230 in radialer Richtung, also senkrecht zur Längsachse L der Schraubkappe 20 nicht über den Querschnitt des Schraubkappenrandes 202 bzw. der Schraubkappe 20 hinaus. Dadurch kann ein Werkzeug zur Befestigung des Kunststoffdrehverschlusses auf einem Flaschenhals nicht ungewünscht am Verbindungselement 230 hängen bleiben.
Dies gilt auch für die im Folgenden beschriebenen Ausführungsformen.
[0020] In Figur 3a ist eine Schraubkappe 20, aufgeschraubt auf einen Ausgussstutzen in einer Geschlossenstellung gezeigt. Hier sind jeweils Garantiebandnische 210 und Schraubkappennische 203 im Garantieband 21 und dem Schraubkappenrand 202 ausgespart, wobei zwei Verbindungselemente 230, 230' angeformt sind. Auch hier sind die Verbindungselemente 230, 230' einstückig mittels Spritzguss hergestellt und verlaufen jeweils von einem Garantiebandverbindungssteg 231, 231' über einen Zentralsteg 232, 232' bis in einen Schraubkappenrandverbindungssteg 233, 233'.
[0021] Die Positionierung und Verlaufsrichtung der Verbindungselemente 230, 230' entspricht der Ausführungsform mit einem Verbindungselement 230. Das möglichst dick ausgeführte Verbindungselement 230, 230' verläuft ohne Überstand in radialer Richtung. Die Zentralstege 232, 232' mit konstanter Dicke in radialer Richtung, verlaufen parallel zur Umlaufrichtung der Schraubkappe 20 bzw. parallel zum Schraubkappenrand 202. Die Dicke in radialer Richtung entspricht etwa der Stärke der Mantelwand 201 und die Zentralstege 232, 232' sind knickstellenfrei und scharnierfrei geradlinig verlaufend ausgestaltet. Knickstellen oder Umlenkstreifen schwächen den Zentralsteg 232, 232' zu stark.
[0022] Optional sind hier Sicherungsmittel 25 am Garantieband 21 und dem Schraubkappenrand 202 angeordnet, wodurch ein ungewünschtes Aufschrauben der Schraubkappe 20 verhindert wird.
[0023] Wird die Schraubkappe 20 beim Öffnen des Kunststoffdrehverschlusses 2 rotiert, rotiert die Schraubkappe 20 samt Garantieband 21 um den Ausgussstutzen 22. Eine Aufschraubstellung ist in Figur 3c dargestellt.
[0024] Durch den Eingriff des Innengewindes 204 in das Aussengewinde des Ausgussstutzens 22 erfolgt eine lineare Bewegung der Schraubkappe 20 in Richtung Längsachse L relativ zum Ausgussstutzen 22. Der Schraubkappenrand 202 löst sich vom Garantieband 21 und durch die Flexibilität der Verbindungselemente 230, 230' kann die Schraubkappe 20 linear bewegt werden. In dieser Aufschraubstellung oder Offenstellung des Kunststoffdrehverschlusses 2, ist die Schraubkappe 20 vom Garantieband 21 linear beabstandet, während noch eine Verbindung besteht.
[0025] Mit den gestrichelten Pfeilen in Figur 3c ist das parallele Aufschwenken beider Verbindungselemente 230, 230' von einer Stellung in Geschlossenstellung der Schraubkappe 20 in eine Aufschraubstellung gemäss Figur 3c angedeutet. Die Verbindungselemente 230, 230' werden etwa bis zu einer Ausrichtung parallel zur Längsachse L verschwenkt, bevor die Wirkverbindung zwischen Innengewinde 204 der Schraubkappe 20 und Aussengewinde 223 des Ausgussstutzens 22 gelöst ist. Dann kann die Schraubkappe 20 vom Ausgussstutzen 22 weggeklappt werden. Dieses Wegklappen oder Verschwenken wird um eine Achse, welche gemäss Figur 3d senkrecht in die Papierebene gerichtet ist.
[0026] Die Verbindungselemente 230, 230' sind bandförmig ausgestaltet und die einzelnen Stege aneinander und am Garantieband 21 und dem Schraubkappenrand 202 angeformt. Auch, wenn die Zentralstege 232, 232' knickstellen- und scharnierfrei ausgestaltet sind, kann eine Verschwenkung der Schraubkappe 20, weg von der Ausgussstutzenwand 222 und dem Aussengewinde 223 erfolgen. Das Material für alle Bauteile der Schraubkappe 20 ist identisch und muss mittels Spritzguss verarbeitbar sein. Die Länge der Verbindungselemente 230, 230' muss entsprechend derart lang ausgebildet sein, dass beim Aufschrauben, eine Abhebung der Schraubkappe 20 vom Ausgussstutzen 22 erfolgen kann.
[0027] Im aufgeklappten Zustand, also der Verschwenkstellung, sind die Zentralstege 232, 232' gebogen, während die Garantiebandverbindungsstege 231, 231' etwa in der Verlängerung der Wand des Garantiebandes 21 und die Schraubkappenrandverbindungsstege 233, 233' etwa in Verlängerung der Mantelwand 201 vom Schraubkappenrand 202 senkrecht von der Längsachse L abstehen.
[0028] In den Figuren 4a und 4b ist ein Halbfabrikat einer Schraubkappe 20, nach Entnahme aus der Spritzgussmaschine gezeigt. Hier ist ein geringer Abstand zwischen Schraubkappenrand 202 und dem Schraubkappenrand 202 gegenüberliegenden freien Rand des Garantiebandes 21 erkennbar. Die beiden Verbindungselemente 230, 230' sind parallel zueinander, leicht schräg zur Umlaufrichtung bzw. zum Schraubkappenrand 202 verlaufend dargestellt. In diesem Zustand wird das Halbfabrikat der Schraubkappe 20 auf einen Ausgussstutzen 22 gepresst, wobei die Schraubkappe 20 wie in Figur 3a gezeigt zusammengedrückt wird.
[0029] Wenn das Zusammenpressen des Schraubkappenrandes 202 in Richtung Garantieband 21 nicht in einem zusätzlichen Arbeitsschritt durchgeführt werden soll, kann diese Stauchung auch nach dem Spritzgussvorgang und beim Ausstossen des Spritzgussteils aus dem Werkzeug erfolgen. Auch durch diesen Stauchungsvorgang, während des Ausstossens, resultiert eine gestauchte Schraubkappe 20 gemäss Figur 3a. Die Verbindungselemente 230, 230' müssen eng zwischen Schraubkappenrand 202 und Garantieband 21 verlaufen, damit bei der späteren Befestigung kein Bauteil beschädigt wird.
[0030] In den Figuren 5a und 5b wird ein weiteres Halbfabrikat einer Schraubkappe 20 nach der Entnahme aus der Spritzgussmaschine gezeigt. Es ist kein Spalt zwischen Garantieband 21 und Schraubkappenrand 202 vorhanden, sondern das Garantieband 21 wird nach dem Spritzgussvorgang mit einer Schneidvorrichtung entlang einer gestrichelt angedeuteten Schnittlinie mindestens teilweise vom Schraubkappenrand 202 getrennt. Die Schneidvorrichtung ist in Figur 5a durch gestrichelte Schneiden symbolisiert. An einigen Stellen bleiben Garantieband 21 und Schraubkappenrand 202 miteinander verbunden, da die Schneidvorrichtung entsprechende Lücken aufweist. Hier sind die Verbindungselemente 230, 230' bzw. die Zentralstege 232, 232' von der Schnittlinie in Richtung oberer Deckelwand 200 versetzt angeordnet. Die Schneidvorrichtung kann zwischen den Zentralsteg 232, 232' und den freien Rand des Garantiebandes 21 geführt werden. Eine Verletzung der Verbindungselemente 230, 230' ist dann nicht möglich. Hier ist nur eine Schraubkappenrandnische 203 ausgespart, in welcher die Verbindungselemente 230, 230' verlaufen. Möglich wäre aber auch der Verlauf der Verbindungselemente 230, 230' in der Schraubkappennische 203 und der Garantiebandnische 210, wobei dazu die Schneidvorrichtung entsprechend ausgerichtet werden muss.
[0031] In einer weiteren Ausgestaltung, kann der oder die Garantiebandverbindungsstege 231, 231' radial in Richtung Schraubkappenmittelpunkt radial nach innen versetzt ausgestaltet sein, insbesondere durch eine Faltung, Knickstellen oder eine Schlaufenbildung. Dann ragt der Garantiebandverbindungssteg 231, 231' radial nach innen. Derartige Garantiebandverbindungsstege 231, 231' sind in Figur 5a angedeutet, welche in Richtung Längsachse L teilweise nach innen gefaltet sind. Die Garantiebandverbindungsstege 231, 231' weisen dadurch jeweils einen zurückgesetzten Bereich auf. In einer solchen Ausführungsform kann der Schneidprozess problemlos und risikolos erfolgen. Es werden nur Verbindungsstellen zwischen Garantieband 21 und Schraubkappenrand 202 getrennt.
[0032] Das mindestens eine Verbindungselement 230 ist in seinem Verlauf in dem mindestens einen zurückgesetzten Bereich des gefalteten Garantiebandverbindungssteges 231, 231' in radialer Richtung, also senkrecht zur Längsachse L relativ zum Garantieband 21 und/oder dem Schraubkappenrand 202 zurückversetzt. In den zurückgesetzten Bereichen sind die Verbindungselemente 230, 230' entsprechend weiter von der Schneidvorrichtung entfernt. Das ungewünschte Durchtrennen der Verbindungselemente 230, 230' wird damit verhindert. Die Schneidvorrichtung trennt das Halbfabrikat gefahrlos in einem zusätzlichen Arbeitsschritt zwischen Garantieband 21 und Schraubkappenrand 202 mindestens teilweise auf. Dabei gibt es verschiedene Vorgehensweisen den Schneidprozess durchzuführen, welche dem Fachmann bekannt sind.
[0033] In der perspektivischen Ansicht von Figur 5b ist der zurückversetzte Garantiebandverbindungssteg 231 nochmals besser zu erkennen. Eine leichte Faltung des Garantiebandverbindungsstegs 231 führt radial in Richtung Längsachse L. Die Dicke des Garantiebandverbindungsstegs 231, des Zentralstegs 232 und des Schraubkappenrandverbindungsstegs 233 kann trotzdem gleich dick ausgeführt sein. Dabei reicht eine Dicke der Stege aus, welche der Wandstärke der Mantelwand 201 entspricht.
[0034] In einer weiteren Ausführungsform einer Schraubkappe 20, weist die Schraubkappe 20 alle bereits erläuterten Merkmale auf, insbesondere das mindestens eine Verbindungselement 230, 230', und ist vollständig mittels Spritzguss hergestellt. Zusätzlich ist hier ein Haltering R, einen Teil der Schraubkappe 20 bildend, mindestens teilweise um die Mantelwand 201 umlaufend angeordnet. Der Haltering R ist hier endlos gestaltet und umläuft die Schraubkappe 20 bzw. die Mantelwand 201 vollständig.
[0035] Die Verbindungselemente 230, 230' verlaufen vom Garantiebandverbindungssteg 231, 231' am Garantieband 21 bis zum Schraubkappenrandverbindungssteg 233, 233', hier am Haltering R. Es ist eine Halteringnische r im Haltering R ausgespart, welche die Funktion der Schraubkappennische 203 der anderen Ausführungsformen übernimmt.
[0036] Der Haltering R wird im gleichen Spritzvorgang erstellt, wie der Rest der Schraubkappe 20. Dabei wird der Haltering R über Sollbruchstellenbrücken beabstandet von der Mantelwand 201 angespritzt. Durch den Haltering R werden die Verbindungselemente 230, 230' indirekt an der Schraubkappe 20 gehalten. An der Schraubkappenwand 202 ist eine Ringaussparung 205 vorgesehen und ein umlaufender Vorsprung 206.
[0037] Üblicherweise wird ein Halbfabrikat einer Schraubkappe 20 nach Entnahme aus der Spritzgussvorrichtung derart ausgeführt, dass der Haltering R noch nicht in der Ringaussparung 205 gelagert ist und ein Abstand zwischen Haltering R und Garantieband 21 angeordnet ist. Dann wird die Schraubkappe 20 gestaucht, wobei der Haltering R in die Ringaussparung 205 eingefügt wird. Dies kann in einem weiteren Arbeitsschritt, nach dem Spritzgussvorgang und nach Entnahme des Halbfabrikats erfolgen. Wahlweise kann aber das Einfügen des Halterings R in die Ringaussparung 205 nach dem Spritzgussvorgang und beim Ausstossen des Spritzgussteils aus dem Werkzeug vorgenommen werden. Dann findet die Montage des Halterings R in der Ringaussparung 205 während des Ausstossens durch entsprechende Formgebung des Werkzeugs bzw. der Spritzgussmaschine statt.
[0038] Hier liegen die Verbindungselemente 230, 230' zwischen dem Haltering R und dem freien Rand des Garantiebandes 21, wenn die Schraubkappe in Geschlossenstellung und in Offenstellung ist. Um den Haltering R an der Mantelwand 201 zu halten, ist die Ringaussparung 205 angeordnet und damit auch der Haltering R geschützt ist, ist ein Vorsprung 206 an der Mantelwand 201 angeformt bzw. angespritzt.
[0039] Bei der Montage der Kunststoffschraubverschlüsse 2 bzw. der Schraubkappen 20 besteht keine Gefahr, dass die Verbindungselemente 230, 230' abreissen. Sobald der Haltering R in der Ringaussparung 205 liegt können die Verbindungselemente 230, 230' ihre Wirkung entfalten.
[0040] In den Figuren 7 umfasst der Kunststoffdrehverschluss 2, die Schraubkappe 20, das Garantieband 21, den Ausguss 22 und einen Flansch 221, anstelle des Kragens 221. Die Schraubkappe 20 weist alle bereits erläuterten Merkmale auf und ist ebenfalls mittels Spritzguss hergestellt. Derartige Kunststoffdrehverschlüsse 2 sind zur Montage auf Behältern 1 aus Laminaten geeignet und weisen, wie auch gezeigt zusätzliche Schneidvorrichtungen 24 auf, die in den Innenraum des Ausgussstutzens 22 eingelassen ausgebildet ist und vor dem ersten Öffnen noch verdeckt im Inneren gelagert sind.
[0041] Schneidvorrichtungen 24 sind bekannt und weist hier ein Aussengewinde 240 auf, welches mit einem Innengewinde 225 in der Ausgussstutzenwand 222 wirkverbindbar ist. Mit an die Schneidvorrichtung 24 angeformten mindestens einem Mitnehmer 243 kann die Schneidvorrichtung 24 nach Eingriff von Mitnehmern 209 an der Schraubkappe 20, rotiert werden. Die Schneidvorrichtung 24 weist eine Schneidkante 241 auf, an welcher mehrere Schneidzähne 242 angeordnet sind.
[0042] Da alle Bauteile mittels Kunststoffspritzguss herstellbar sind, ist es vorteilhaft ein Halbfabrikat des Kunststoffdrehverschlusses 2 gemäss Fig. 7a mit Schraubkappe 20, Ausgussstutzen 21, Garantieband 22, Verbindungselement 23 und Schneidvorrichtung 24 einstückig in einem Spritzgussvorgang bzw. einem Werkzeug hergestellt zu schaffen.
[0043] Zur Steigerung der Stabilität der Schraubkappe 20 bzw. des gesamten Kunststoffdrehverschlusses 2 sind Sicherungsmittel 25 in Schraubkappe 20 und Garantieband 21 angeordnet, welche wirkverbindbar sind, wenn die Schraubkappe 20 in Geschlossenstellung ist und mit dem Garantieband 21 verbunden ist. Hier sind jeweils Stege in das Garantieband 21 eingeformt, welche entlang des Umfangs etwa parallel zur Längsachse L in Richtung Schraubkappe 20 stehend angeordnet sind. Entsprechende Aussparungen sind entlang des Schraubkappenrandes 202 angeordnet. Diese Bauteile bilden die Sicherungsmittel 25, wobei die Positionen der Aussparungen und der Stege auch vertauscht sein können. Wenn ein Haltering R angeformt ist, befinden sich die Sicherungsmittel 25 entsprechend im oder am Haltering R und dem Garantieband 21.
[0044] Damit die Schraubkappe 20 aller Ausführungsformen vollständig vom Aussengewinde 223 abschraubbar ist und die Schraubkappe 20 vom Ausgussstutzen 22 abklappbar ist, muss die Gesamtlänge des mindestens einen Verbindungselements 230, 230' bzw. des Zentralstegs 232, 232' eine Mindestgrösse haben. Bevorzugt sollte die Länge der Zentralstege 232, 232' des mindestens einen Verbindungselements 230, 230' grösser als eine Höhe 2040 des Innengewindes 204 sein.
[0045] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn Aussparungen an den Übergängen zwischen dem senkrecht gerichteten Garantiebandverbindungssteg 231 und der Garantiebandnische 210, dem Zentralsteg 232 und dem Garantiebandverbindungssteg 231 bzw. dem Schraubkappenrandverbindungssteg 233 und zwischen dem Schraubkappenrandverbindungssteg 233 und der Schraubkappennische 203 bzw. der Halteringnische r jeweils gerundet oder abgerundet, ohne scharfe Kanten und knickstellenfrei ausgestaltet sind. Diese gerundeten Übergänge sind in allen Figuren der Geschlossenstellung der Schraubkappe 20 erkennbar.
[0046] In allen Ausführungsformen ist es vorteilhaft, wenn die Wandstärke oder Dicke in radialer Richtung der Garantiebandverbindungsstege 231, 231', der Zentralstege 232, 232' und der Schraubkappenrandverbindungsstege 233, 233' gleich gross ist. Dies ist zwangsläufig nicht möglich, wenn der Garantiebandverbindungssteg 231, 231' Faltungen aufweist oder in Schlaufen ausgebildet ist.
[0047] Bei der Herstellung der Schraubkappe 20 mittels Spritzguss können zwischen den Verbindungselementen 230, 230' und dem Garantieband 21 und/oder dem Schraubkappenrand 202 und/oder dem Haltering R Sollbruchstellenbrücken angeordnet sein.
[0048] Die Garantiebandverbindungsstege 231, 231' und die Schraubkappenrandverbindungsstege 233, 233' der Verbindungselemente 230, 230' weisen jeweils eine unveränderbare Neigung in einer Richtung parallel zur Längsachse L auf. Die Garantiebandverbindungsstege 231, 231' sind teilweise mindestens annähernd fluchtend mit der Wand des Garantiebands 21 und die Schraubkappenrandverbindungsstege 233, 233' sind teilweise mindestens annähernd fluchtend mit der Mantelwand 201 bzw. der Wand des Halterings R ausgestaltet. Dies gilt für alle Schraubzustände der Schraubkappe 20.
[0049] Die Verbindungselemente 230, 230' verlaufen in Geschlossenstellung und Aufschraub- oder Offenstellung vollständig zwischen den Schraubkappenrand 202 bzw. einem Rand des Halterings R und dem freien Rand des Garantiebandes 21 und damit in die Schraubkappe 20 integriert. Die Garantiebandverbindungsstege 231, 231' und die Schraubkappenrandverbindungsstege 233, 233' bilden Übergänge von der Schraubkappe 20 bzw. dem Haltering R und dem Garantieband 21 zum Zentralsteg 232, 232'. In Geschlossenstellung ist der Zentralsteg 232, 232' in Richtung des Umfangs des Schraubkappenrandes 202 bzw. des Garantiebandes 21 in Umfangsrichtung geradlinig verlaufend angeordnet.
[0050] Auf der gesamten Länge der Zentralstege 232, 232' sind keine Knickstellen oder Scharniere angeordnet und auch nicht entlang der Garantiebandverbindungsstege 231, 231' und die Schraubkappenrandverbindungsstege 233, 233'. Der Zentralsteg 232, 232' ist allein verschwenkbar um eine Schwenkachse, die etwa senkrecht zur Längsachse L durch den Zentralsteg 232, 232' verläuft. Der Zentralsteg 232, 232' verbleibt in jeder Stellung der Schraubkappe 20 im Wesentlichen geradlinig, wobei die Garantiebandverbindungsstege 231, 231' und die Schraubkappenrandverbindungsstege 233, 233' gebogen werden.
[0051] Bevorzugt ist die Mindestdicke aller Teile der Verbindungselemente 230, 230' so gross wie die Wandstärke der Mantelwand 201 der Schraubkappe 20 ausgebildet.
Bezugszeichenliste
[0052]
<tb>1 Behälter
<tb>2 Kunststoffdrehverschluss
<tb><SEP>20 Schraubkappe (rotierbar)
<tb><SEP><SEP>200 obere Deckelwand
<tb><SEP><SEP>201 Mantelwand
<tb><SEP><SEP>202 Schraubkappenrand
<tb><SEP><SEP>203 Schraubkappennische
<tb><SEP><SEP>204 Innengewinde
<tb><SEP><SEP><SEP>2040 Höhe des Innengewindes
<tb><SEP><SEP>205 Ringaussparung
<tb><SEP><SEP>206 Vorsprung
<tb><SEP><SEP>207 Rückhaltemittel
<tb><SEP><SEP>208 zentraler Kappenanschlag
<tb><SEP><SEP>209 Mitnehmer
<tb><SEP>21 Garantieband (rotierbar)
<tb><SEP><SEP>210 Garantiebandnische
<tb><SEP><SEP>211 Garantiebandhöhe
<tb><SEP><SEP>212 zentraler Garantiebandanschlag
<tb><SEP>22 Ausgussstutzen
<tb><SEP><SEP>221 Kragen bei Flasche/ Flansch bei Laminat
<tb><SEP><SEP>222 Ausgussstutzenwand
<tb><SEP><SEP>223 Aussengewinde
<tb><SEP><SEP>224 Rückhaltewulst (für Schraubkappe mit Garantieband)
<tb><SEP><SEP>225 Innengewinde
<tb><SEP>230, 230' Verbindungselement (eins oder mehr)
<tb><SEP>231, 231' Garantiebandverbindungssteg
<tb><SEP>232, 232' Zentralsteg
<tb><SEP>233, 233' Schraubkappenrandverbindungssteg Sollbruchstellenbrücken
<tb><SEP>R Haltering
<tb><SEP><SEP>r Halteringnische (anstatt Schraubkappennsiche)
<tb><SEP>24 Schneidvorrichtung (mit zylindrischer Wand)
<tb><SEP><SEP>240 Aussengewinde
<tb><SEP><SEP>241 Schneidkante
<tb><SEP><SEP>242 Schneidzähne
<tb><SEP><SEP>243 Mitnehmer
<tb><SEP>25 Sicherungsmittel (in Schraubkappenrand und Garantieband)
Claims (18)
1. Schraubkappe (20) eines Kunststoffdrehverschlusses (2), umfassend eine obere Deckelwand (200), eine Mantelwand (201), ein Innengewinde (204) und einen Schraubkappenrand (202), wobei dem Schraubkappenrand (202) gegenüberliegend ein Garantieband (21) angeordnet ist und mindestens ein Verbindungselement (230) mit einem Garantiebandverbindungssteg (231), einem Zentralsteg (232) und einem Schraubkappenrandverbindungssteg (233) zwischen dem Garantieband (21) und einer Schraubkappennische (203) oder einer Halteringnische (r) an einem Haltering (R) vom Schraubkappenrand (202) verdeckt unlösbar befestigt angeordnet ist,dadurch gekennzeichnet,dassdas mindestens eine Verbindungselement (230) einstückig ausgeführt ist und mit seinem geradlinig ausgestalteten Zentralsteg (232) scharnierfrei und faltenfrei in Geschlossenstellung der Schraubkappe (20) mindestens annähernd parallel zur Umfangsrichtung der Schraubkappe (20) zwischen dem Schraubkappenrand (202) und dem freien Rand des Garantiebandes (21) verlaufend vom Garantiebandverbindungssteg (231) zum Schraubkappenrandverbindungssteg (233) verläuft, wodurch zu jeder Zeit ein Hervorstehen des mindestens einen Verbindungselements (230) in radialer Richtung von der Mantelwand (201) weg in jeder Stellung der Schraubkappe (20) auch nach mehrmaligem Auf- und Zuschrauben verhindert ist.
2. Schraubkappe (20) nach Anspruch 1, wobei der Garantiebandverbindungssteg (231) und der Schraubkappenrandverbindungssteg (233) in jedem Drehzustand der Schraubkappe (20) jeweils in einer Richtung parallel zur Längsachse (L) von der Schraubkappennische (203) bzw. der Halteringnische (r) abstehend verlaufend angeformt ist.
3. Schraubkappe (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Zentralsteg (232) des mindestens einen Verbindungselementes (230) vollständig innerhalb einer Schraubkappennische (203) oder Halteringnische (r) verlaufend angeordnet ist.
4. Schraubkappe (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Garantiebandverbindungssteg (231) an einer Garantiebandnische (210) im Garantieband (21) angeordnet ist.
5. Schraubkappe (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Garantiebandverbindungssteg (231), der Zentralsteg (232) und der Schraubkappenrandverbindungssteg (233) die gleiche Wandstärke bzw. die gleiche Dicke in radialer Richtung aufweisen.
6. Schraubkappe (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei Aussparungen an den Übergängen zwischen dem senkrecht gerichteten Garantiebandverbindungssteg (231) und der Garantiebandnische (210), dem Zentralsteg (232) und dem Garantiebandverbindungssteg (231) bzw. dem Schraubkappenrandverbindungssteg (233) und zwischen dem Schraubkappenrandverbindungssteg (233) und der Schraubkappennische (203) bzw. der Halteringnische (r) jeweils abgerundet und knickstellenfrei ausgestaltet sind.
7. Schraubkappe (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Garantiebandverbindungssteg (231) des mindestens einen Verbindungselementes (230) radial in Richtung Schraubkappenmittelpunkt mittels Faltung oder Knickstellen versetzt angeformt ist.
8. Schraubkappe (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Garantiebandverbindungssteg (231) des mindestens einen Verbindungselementes (230) radial in Richtung Schraubkappenmittelpunkt mittels einer Schlaufenbildung versetzt angeformt ist.
9. Schraubkappe (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens zwei Verbindungselemente (230, 230') oder mehr jeweils einstückig gestaltet angeformt, eingesetzt sind, deren Zentralstege (232, 232') geradlinig und in jeder Schraubkappenstellung immer zueinander parallel und in Geschlossenstellung zueinander fluchtend in Umfangsrichtung verlaufen, wobei alle Verbindungselemente (230, 230') entlang der Gesamtlänge der Schraubkappenrandverbindungsstege (233, 233') und Zentralstege (232, 232') scharnierfrei und faltenfrei ausgebildet sind.
10. Schraubkappe (20) nach Anspruch 9, wobei die angeformten Garantiebandverbindungsstege (231, 231') und Schraubkappenrandverbindungsstege (233, 233') mindestens annähernd parallel zur Längsachse (L) verlaufend an der Schraubkappennische (203) bzw. der Halteringnische (r) befestigt sind.
11. Schraubkappe (20) nach einem der Ansprüche 9 oder 10, wobei zwischen benachbarten Verbindungselementen (230, 230') entlang des Umfangs ein zentraler Kappenanschlag (208) in der Schraubkappennische (203) bzw. in der Halteringnische (r) und ein zentraler Garantiebandanschlag (212) in der Garantiebandnische (210) angeordnet ist, wobei die Anschläge (208, 212) in Geschlossenstellung der Schraubkappe (20) aufeinander stehen und ein zu festes Aufschrauben verhindern.
12. Schraubkappe (20) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei beide Garantiebandverbindungsstege (231, 231') der Verbindungselemente (230, 230') mindestens teilweise radial in Richtung Schraubkappenmittelpunkt radial nach innen versetzt ausgestaltet sind, insbesondere durch eine Faltung, Knickstellen oder eine Schlaufenbildung im Garantiebandverbindungssteg (231, 231').
13. Schraubkappe (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Gesamtlänge des Zentralstegs (232, 232') des mindestens einen Verbindungselements (230, 230') grösser als eine Höhe (2040) des Innengewindes (204) der Schraubkappe (20) ist.
14. Schraubkappe (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei Sicherungsmittel (25) an der Schraubkappe (20) oder am Haltering (R) und am Garantieband (21) angeordnet sind, insbesondere in Form mehrerer Stege und damit wirkverbindbare Aussparungen, welche mindestens annähernd parallel zur Längsachse (L) verlaufen.
15. Schraubkappe (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei am Garantieband (21) eine Garantiebandnische (210) ausgespart ist, in welcher der Zentralsteg (232, 232') mindestens teilweise verläuft und an welcher der Garantiebandverbindungssteg (231, 231') angeformt ist.
16. Schraubkappe (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zwischen den Verbindungselementen (230, 230') und dem Garantieband (21) und/oder dem Schraubkappenrand (202) und/oder dem Haltering (R) Sollbruchstellenbrücken angeordnet sind.
17. Kunststoffdrehverschluss (2) für einen Kunststoffbehälter oder einen Behälter aus einem Laminat mit einer Schraubkappe (20) und einem Ausgussstutzen (22), umfassend eine Ausgussstutzenwand (222), an welcher ein Aussengewinde (223), eine Rückhaltewulst (224) und ein Kragen (221) oder Flansch (221) angeformt sind,dadurch gekennzeichnet,dassdie Schraubkappe (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgestaltet ist und das mindestens eine Verbindungselement (230, 230') am Garantieband (21) rotativ mit dem Garantieband (21) bewegbar unverlierbar gehalten wird.
18. Kunststoffdrehverschluss (2) nach Anspruch 17, wobei innerhalb des Ausgussstutzens (22) eine Schneidvorrichtung (24) rotierbar und linear bewegbar gelagert ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| PFA | Name/firm changed |
Owner name: DELTONA INNOVATIONS AG, CH Free format text: FORMER OWNER: DELTONA INNOVATIONS AG, CH |
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| H13 | Ip right lapsed |
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