CH716543A1 - Einstellvorrichtung, Umwendvorrichtung und ein Uhrwerk für eine umwendbare Uhr, sowie eine umwendbare Uhr. - Google Patents
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Abstract
Die vorliegende betrifft eine Einstellvorrichtung (100) für das Einstellen einer umwendbaren Uhr, welche ein erstes Zifferblatt (3a) und ein zweites Zifferblatt (3b) umfasst, wobei das erste Zifferblatt (3a) und das zweite Zifferblatt (3b) einzeln einstellbar sind, wobei die Einstellvorrichtung (100) eine Kronenwelle (112) und ein mit der Kronenwelle (112) drehfest verbundenes Kronenrad (110) umfasst, wobei die Einstellvorrichtung (100) eine erste Umstelleinheit (100a), die mit dem Räderwerk des Zeigerspiels des ersten Zifferblatts (3a) in Eingriff zumindest bringbar ist und mittels welcher das erste Zifferblatt (3a) einstellbar ist, und eine zweite Umstelleinheit (100b), die mit dem Räderwerk des Zeigerspiels des zweiten Zifferblatts (3b) in Eingriff zumindest bringbar ist und mittels welcher das zweite Zifferblatt (3b) einstellbar ist, umfasst, wobei die erste Umstelleinheit (100a) und die zweite Umstelleinheit (100b) senkrecht gegenüber der Längsachse der Kronenwelle (112) zumindest teilweise translatorisch verschiebbar sind, wobei in Abhängigkeit der Ausrichtung der Einstellvorrichtung (100) in Bezug auf die Schwerkraft entweder die erste Umstelleinheit (100a) oder die zweite Umstelleinheit (100b) mit dem Kronenrad (110) in Eingriff gebracht wird. Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine Umwendvorrichtung, mit welcher eine umwendbare Uhr spielerisch umwendet werden kann. Die vorliegende Erfindung betrifft ausserdem auch ein Uhrwerk und eine Uhr, die eine erfindungsgemässe Einstellvorrichtung und/oder eine erfindungsgemässe Umwendvorrichtung umfassen.
Description
Beschreibung
Technisches Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einstellvorrichtung für das separate Einstellen von zwei Zifferblättern einer umwendbaren Uhr. Speziell betrifft die Erfindung eine Einstellvorrichtung für eine umwendbare Uhr, bei welcher die alternative Kopplung zwischen der Kronenwelle der Uhr und eines der Zifferblätter aufgrund der Ausrichtung der Uhr in Bezug auf die Schwerkraft bewirkbar ist. Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine Umwendvorrichtung, mit welcher eine umwendbare Uhr spielerisch umwendet werden kann. Die vorliegende Erfindung betrifft ausserdem auch ein Uhrwerk und eine Uhr, die eine erfindungsgemässe Einstellvorrichtung und/oder eine erfindungsgemässe Umwendvorrichtung umfassen.
Stand der Technik
[0002] Umwendbare Uhren umfassend zwei Zifferblätter sind seit langem und zum Beispiel aus EP 0 608 535 AI, EP 0 504 623 AI, CH 351 223 oder EP 0 633 514 A1 bekannt. Diese Uhren sind besonders attraktiv, da sie die Anzeige von zwei verschiedenen Zeiten ermöglichen. Eine besondere und bekannte Herausforderung bei umwendbaren Uhren stellt die Einstellvorrichtung der zwei Zifferblätter dar. Bis jetzt sind nur sehr komplizierte Einstellvorrichtungen bekannt, die alle auf einer Verschiebung der Kronenwelle basieren, und zwar von einer ersten Position, in welcher ein erstes Zifferblatt einstellbar ist, zu einer zweiten Position, in welcher das zweite Zifferblatt eingestellt werden kann. Bei diesen bekannten Einstellvorrichtungen muss der Benutzer immer zuerst über die Position der Kronenwelle nachdenken, um das aktuell zugewandte Zifferblatt einstellen zu können. Die bekannten Vorrichtungen sind daher zumindest bezüglich dieses Aspekts nicht zufriedenstellend. Andere bekannten Vorrichtungen verwenden für die Einstellung der Zifferblätter zwei separate Kronen was auch keine befriedigende Lösung darstellt.
[0003] Eine andere und bekannte Herausforderung bei umwendbaren Uhren stellt die Umwendvorrichtung dar. Bekannte Umwendvorrichtungen sind sehr kompliziert und erfordern mehrere aufeinanderfolgende Manipulationen durch den Benutzer. Keine der bekannten Vorrichtungen ermöglicht daher, ein einfaches aber gleichzeitiges zufriedenstellend spielerisches Umwenden der Uhr.
[0004] Ausgehend vom Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, vorbesagte Nachteile zu überwinden und eine Einstellvorrichtung vorzuschlagen, die keine Verschiebung der Kronenwelle benötigt und mit welcher automatisch das aktuell zugewandte Zifferblatt einstellbar ist. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, eine Umwendvorrichtung vorzuschlagen, die für den Benutzer ein einfaches und spielerisches Umwenden der Uhr ermöglicht.
Zusammenfassung der Erfindung
[0005] Gemäss der vorliegenden Erfindung werden diese Ziele vor allem durch die Elemente der vier unabhängigen Ansprüche erreicht. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen gehen ausserdem aus den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung hervor.
[0006] Insbesondere werden die Ziele der vorliegenden Erfindung durch eine Einstellvorrichtung für das Einstellen einer umwendbaren Uhr erreicht, welche ein erstes Zifferblatt und ein zweites Zifferblatt umfasst, wobei das erste Zifferblatt und das zweite Zifferblatt einzeln einstellbar sind, wobei die Einstellvorrichtung eine Kronenwelle und ein mit der Kronenwelle drehtest verbundenes Kronenrad umfasst, wobei die Einstellvorrichtung eine erste Umstelleinheit, die mit dem Räderwerk des Zeigerspiels des ersten Zifferblatts in Eingriff zumindest bringbar ist, und mittels welcher das erste Zifferblatt einstellbar ist, und eine zweite Umstelleinheit, die mit dem Räderwerk des Zeigerspiels des zweiten Zifferblatts in Eingriff zumindest bringbar ist, und mittels welcher das zweite Zifferblatt einstellbar ist, umfasst, wobei die erste Umstelleinheit und die zweite Umstelleinheit senkrecht gegenüber der Längsachse der Kronenwelle zumindest teilweise translatorisch verschiebbar sind, wobei in Abhängigkeit von der Ausrichtung der Einstellvorrichtung in Bezug auf die Schwerkraft entweder die erste Umstelleinheit oder die zweite Umstelleinheit mit dem Kronenrad in Eingriff gebracht werden.
[0007] Dank der erfindungsgemässen Einstellvorrichtung wird die Kronenwelle mit dem ersten Zifferballt oder mit dem zweiten Zifferblatt aufgrund der Ausrichtung der Einstellvorrichtung in Bezug auf die Schwerkraft in Eingriff gebracht. Die Einstellvorrichtung braucht im Gegensatz zu den aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen keine Verschiebung der Kronenwelle. Mit der erfindungsgemässen Einstellvorrichtung wird durch das Umwenden der Uhr die Kronenwelle mit dem Zifferblatt, welcher oben liegt, das heisst das Zifferblatt, das der Benutzer gerade anschaut, gekoppelt. Damit ist immer das aktuell dem Benutzer zugewandte Zifferblatt einstellbar. Um das andere Zifferblatt einstellen zu können, muss die Uhr lediglich umwendet werden.
[0008] In einer ersten bevorzugten Ausführung der Einstellvorrichtung der vorliegenden Erfindung, ist die Kronenwelle verschiebbar. Dadurch kann die Kronenwelle für das Betätigen anderer Elemente, zum Beispiel eines Kalenders, einer Uhr gebraucht werden.
[0009] In einer weiteren bevorzugten Ausführung der Einstellvorrichtung der vorliegenden Erfindung, umfasst die Einstellvorrichtung ein mit der Kronenwelle drehtest verbundenes Federhausrad, das mit dem Federhaus der umwendbaren Uhr
in Eingriff bringbar ist. Dadurch kann die Kronenwelle zum Aufzug des Federhauses der Uhr gebraucht werden, was die Verwendung der erfindungsgemässen Einstellvorrichtung in Handaufzugsuhren ermöglicht.
[0010] Erreicht werden die Ziele der vorliegenden Erfindung zudem auch durch eine Umwendvorrichtung für das Umwenden um eine Umwendungsachse einer umwendbaren Uhr, wobei die Umwendvorrichtung eine Antriebseinheit umfasst, wobei die Antriebseinheit ein mit dem Gehäuse der Uhr drehtest verbundenes innerverzahntes Gehäusezahnrad umfasst, wobei das Gehäusezahnrad koaxial zur Umwendungsachse ausgerichtet ist, und einen koaxial zum Gehäusezahnrad drehbaren Rotationskörper umfasst, wobei der Rotationskörper über ein gezahntes Antriebsmittel verfügt, das in Eingriff mit dem Gehäusezahnrad bringbar ist, wobei durch eine Rotation des Rotationskörpers mit dem in Eingriff mit dem Gehäusezahnrad stehenden gezahnten Antriebsmittel ein Umwenden des Gehäuses um die Umwendungsachse bewirkbar ist.
[0011] Dank einer erfindungsgemässen Umwendvorrichtung kann das Umwenden des Gehäuses durch die Drehung des Rotationskörpers einfach angetrieben werden.
[0012] In einer ersten bevorzugten Ausführung der Umwendvorrichtung der vorliegenden Erfindung, ist das gezahnte Antriebsmittel eine ausserhalb des Rotationskörpers treibbare Zahnstange. Da die Zahnstange entweder innerhalb oder ausserhalb des Rotationskörpers treibbar ist, ist es möglich das Gehäuse nur mit einem Impuls in Rotation anzutreiben und vorzusehen, dass nach diesem Impuls das Gehäuse frei drehen kann. Der Benutzer kann somit mit widerholenden Impulsen das Gehäuse immer wieder in Rotation antreiben. Das Umwenden der Uhr wird damit zu einem spielerischen Ereignis für den Benutzer.
[0013] In einer anderen bevorzugten Ausführung der Umwendvorrichtung der vorliegenden Erfindung, ist die Zahnstange im Rotationskörper gefedert gelagert. Dadurch kehrt die Zahnstange nach einem Impuls automatisch ins Innere des Rotationskörpers zurück.
[0014] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Umwendvorrichtung der vorliegenden Erfindung, ist die Umwendungsachse die Längsachse der Kronenwelle der umwendbaren Uhr. Dadurch kann die Uhr um die Längsachse der Kronenwelle umwendet werden.
[0015] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Umwendvorrichtung der vorliegenden Erfindung, umfasst die Kronenwelle der Uhr ein Kronenantriebsrad mittels welcher die Zahnstange ausserhalb des Rotationskörpers treibbar ist. Dadurch kann das Umwenden der Uhr mittels Drehung der Kronenwelle angetrieben werden. Vorteilhafterweise ist die Kronenwelle entlang ihrer Längsachse verschiebbar. Dadurch kann das Kronenantriebsrad mit der Zahnstange des Rotationskörpers in Eingriff gebracht und nach dem Umwenden wieder von ihr getrennt werden.
[0016] In noch einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Umwendvorrichtung der vorliegenden Erfindung, umfasst die Umwendvorrichtung eine Arretierungseinheit, wobei die Arretierungseinheit einen Arretierungsring umfasst, durch welchen eine lösbare Verbindung zwischen dem Gehäuse und einem dem Gehäuse umringenden drehfesten Rahmen der Uhr erstellbar ist. Mit der Arretierungseinheit wird gewährleistet, dass das Gehäuse gegenüber einem festen Rahmen der Uhr arretierbar ist und nicht einfach frei drehen kann. Damit bleibt das Gehäuse in einer bestimmten Position bis die Umwendvorrichtung angetrieben wird. Nach dem Umwenden der Uhr, wird das Gehäuse mittels Arretierungseinheit wieder arretiert.
[0017] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Umwendvorrichtung der vorliegenden Erfindung, umfasst die Arretierungseinheit eine koaxial zur Umwendungsachse drehbare Arretierungsscheibe, wobei durch eine Drehung der Arretierungsscheibe, den Arretierungsring derart verformbar ist, dass die Verbindung zwischen dem Gehäuse und dem drehfesten Rahmen gelöst wird. Dadurch kann die Verbindung zwischen Gehäuse und Rahmen gelöst werden, was ein Umwenden der Uhr ermöglicht. Wenn die Arretierungsscheibe zurück gedreht wird, nimmt der Arretierungsring wieder eine Form an, welche ihm ermöglicht das Gehäuse wieder zu arretieren.
[0018] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Umwendvorrichtung der vorliegenden Erfindung, ist die Arretierungsscheibe gefedert gelagert. Dadurch kehrt die Arretierungsscheibe in ihrer ursprünglichen Position zurück, nachdem sie, um die Verbindung zwischen dem Gehäuse und dem Rahmen zu lösen, gedreht wurde.
[0019] In noch einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Umwendvorrichtung der vorliegenden Erfindung, ist die Arretierungsscheibe mittels Kronenwelle der Uhr drehbar. Damit kann nicht nur die Antriebseinheit sondern auch die Arretierungseinheit der Umwendvorrichtung mit der Kronenwelle angetrieben werden.
[0020] In noch einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Umwendvorrichtung der vorliegenden Erfindung, umfasst die Umwendvorrichtung eine Kopplungseinheit für die Kopplung der Antriebseinheit mit der Arretierungseinheit, wobei die Kopplungseinheit derart konfiguriert ist, dass die Zahnstange der Antriebseinheit in Eingriff mit dem Gehäusezahnrad gebracht wird, erst wenn die Arretierungsscheibe um einen Winkel grösser als 10°, vorteilhafterweise grösser als 20°, vorzugsweise grösser als 30°, um die Umwendungsachse gedreht wird. Dadurch ist gewährleistet, dass zuerst die Verbindung zwischen Gehäuse und Rahmen gelöst wird, bevor der Rotationsimpuls zum Gehäuse gegeben werden kann.
[0021] Die Ziele der vorliegenden Erfindung werden ausserdem auch durch ein Uhrwerk umfassend eine erfindungsgemässe Einstellvorrichtung und durch eine umwendbare Uhr, die eine erfindungsgemässe Einstellvorrichtung und/oder eine erfindungsgemässe Umwendvorrichtung umfasst.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform der umwendbaren Uhr der vorliegenden Erfindung, sind die zwei Zifferblätter von zwei getrennten Uhrwerken angetrieben.
[0023] Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nun folgenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung hervor, welche in den beigelegten Zeichnungen dargestellt sind. Aus der Beschreibung lassen sich auch die weiteren Vorteile der vorliegenden Erfindung entnehmen sowie Anregungen und Vorschläge, wie die Erfindungsgegenstände im Rahmen des Beanspruchten abgeändert oder auch weiterentwickelt werden könnte.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0024]
Figur 1 zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Einstellvorrichtung gemäss einer ersten bevorzugten Ausführungsform;
Figur 2 zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Einstellvorrichtung gemäss der ersten bevorzugten Ausführungsform;
Figur 3 zeigt eine Schnittansicht einer umwenbdaren Uhr gemäss einer bevorzugten Ausführungsform;
Figur 4 zeigt eine Seitenschnittansicht der Antriebseinheit einer Umwendvorrichtung gemäss einer bevorzugten Ausführungsform;
Figur 5 zeigt eine Seitenschnittansicht der Arretierungseinheit der Umwendvorrichtung gemäss der bevorzugten Ausführungsform;
Figur 6 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Kopplungseinheit der Umwendvorrichtung gemäss der bevorzugten Ausführungsform;
Figur 7 zeigt eine Draufsicht einer erfindungsgemässen Einstellvorrichtung gemäss einer zweiten bevorzugten Ausführungsform, wobei sich die Einstellvorrichtung in einer Leerlauf Position befindet;
Figur 8 zeigt eine Draufsicht einer erfindungsgemässen Einstellvorrichtung gemäss der zweiten bevorzugten Ausführungsform, wobei sich die Einstellvorrichtung in einer für das Einstellen eines Kalenders vorgesehenen Position befindet;
Figur 9 zeigt eine Draufsicht einer erfindungsgemässen Einstellvorrichtung gemäss der zweiten bevorzugten Ausführungsform, wobei sich die Einstellvorrichtung in einer für das Einstellen des Zifferblatts vorgesehenen Position befindet;
Figur 10 zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Einstellvorrichtung gemäss der zweiten bevorzugten Ausführungsform, wobei sich die Einstellvorrichtung in einer Leerlaufposition befindet; und
Figur 11 zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Einstellvorrichtung gemäss der zweiten bevorzugten Ausführungsform, wobei sich die Einstellvorrichtung in einer für das Einstellen des Zifferblatts vorgesehenen Position befindet.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
[0025] Figur 1 zeigt eine Seitenansicht einer Einstellvorrichtung 100 für eine umwendbare Uhr gemäss einer ersten bevorzugten Ausführungsform des ersten Aspekts der vorliegenden Erfindung. Die Einstellvorrichtung 100 umfasst eine erste Uhrwerkwelle 101 und eine zweite Uhrwerkwelle 102. Die erste Uhrwerkwelle 101 ist in einer für den Fachmann bekannten Art und Weise mit einem ersten Räderwerk eines ersten Uhrwerks (hier nicht gezeigt), verbunden. Analog ist die zweite Uhrwerkwelle 102 mit einem zweiten Räderwerk eines zweiten Uhrwerks (hier nicht gezeigt) verbunden. Die erste Uhrwerkwelle 101 und die zweite Uhrwerkwelle 102 sind mit den entsprechenden ersten und zweiten Uhrwerken derart verbunden, dass bei einer Drehung der ersten Uhrwerkwelle 101 ein erstes Zifferblatt 3a (hier nicht gezeigt) des ersten Uhrwerks eingestellt werden kann und bei einer Drehung der zweiten Uhrwerkwelle 102 ein zweites Zifferblatt 3b (hier nicht gezeigt) des zweiten Uhrwerks eingestellt werden kann.
[0026] Wie aus der Figur 1 entnehmen werden kann, ist die erste Uhrwerkwelle 101 mit einem ersten Uhrwerkwellenrad 103 und die zweite Uhrwerkwelle 102 mit einem zweiten Uhrwerkwellenrad 104 verbunden. Die erste und zweite Uhrwerkwellenräder 103,104 sind vorteilhafterweise verzahnt und können mittels eines ersten Einstellrads 105, respektive zweiten Einstellrads 106, unabhängig von einander in Rotation getrieben werden.
[0027] Die Einstellvorrichtung 100 umfasst ferner ein doppeltes Winkelgetriebe 107 umfassend ein erstes Kegelrad 108 und ein zweites Kegelrad 109, welche mittels eines Kronrads 110 der Kronenwelle 112 in Rotation antreibbar sind. In dieser Ausführungsform sind das erste Kegelrad 108 und das zweite Kegelrad 109 immer mit dem Kronrad 110 in Eingriff. Demzufolge führt eine Drehung der Kronenwelle 112 und dementsprechend des Kronenantriebsrads 111 immer zu einer
Rotation des ersten Kegelrads 108 und des zweiten Kegelrads 109. Die Rotation des ersten Kegelrads 108 treibt eine erste Kegelradwelle 113 in Rotation an. Analog führt die Rotation des zweiten Kegelrads 109 zur Rotation einer zweiten Kegelradwelle 114.
[0028] Auf der ersten Kegelradwelle 113, respektive auf der zweiten Kegelradwelle 114, sind translatorisch entlang der Längsachse der Kegelradwellen ein erstes Gravitationsrad 115, beziehungsweise ein zweites Gravitationsrad 116, verschiebbar angebracht. Das erste Gravitationsrad 115 und das zweite Gravitationsrad 116 verfügen über die Seitenzahnung 115a, beziehungsweise 116a. Wichtig ist zu beachten, dass auch wenn das erste Gravitationsrad 115 und das zweite Gravitationsrad 116 sich entlang der jeweiligen Kegelradwellen verschieben können, werden die Gravitationsräder 115 und 116 mittels Kegelradwelle 113, beziehungsweise Kegelradwelle 114, immer in Rotation angetrieben.
[0029] Aufgrund ihrer eigenen Gewichte und der Schwerkraft nehmen das erste Gravitationsrad 115 und das zweite Gravitationsrad 116 die in den Figuren 1 und 2 gezeigten Lagen, wenn die Schwerkraft in Richtung der Pfeil G in den Figuren 1 und 2 ausgerichtet ist. Dabei rastet die Seitenzahnung 115a des ersten Gravitationsrads 115 mit der Seitenzahnung 105a des ersten Einstellrads 105 ein. In der in Figur 1 gezeigten Lage bewirkt nun eine Drehung der Kronenwelle 112 über das doppelte Winkelgetriebe 107, das erste Gravitationsrad 115, das erste Einstellrad 105, das erste Uhrwerkwellenrad 103 und schliesslich die erste Uhrwerkwelle 101 eine Einstellung des ersten Zifferblatts 3a des ersten Uhrwerks. Wie in Figuren 1 und 2 zu sehen, befindet sich das zweite Gravitationsrad 116 aufgrund der Schwerkraft in einer derartigen Position entlang der zweiten Kegelradwelle 114, dass eine Rotation das zweite Einstellrad 106 nicht antreibt. In der Lage der Figuren 1 und 2 bewirkt somit eine Drehung der Kronenwelle 112 die Einstellung nur des ersten Zifferblatts 3a und nicht des zweiten Zifferblatts 3b. Damit ist immer das aktuell dem Benutzer zugewandte Zifferblatt, welches normalerweise oben liegt, einstellbar. Um das andere Zifferblatt einstellen zu können, muss die Uhr lediglich umwendet werden.
[0030] Würde jetzt die Uhr so umwendet, dass sich das zweite Uhrwerk oben in den Figuren 1 und 2 befinden würde, würde die Seitenzahnung 116a des zweiten Gravitationsrads 116 mit der Seitenzahnung 106a des zweiten Einstellrads 106 einrasten. Hingegen würde sich das erste Gravitationsrad 115 entlang der ersten Kegelradwelle 113 derart verschieben, dass die Seitenzahnung 115a nicht mehr mit der Seitenzahnung 105 des ersten Einstellrads in Eingriff steht. In dieser Position würde dann eine Drehung der Kronenwelle 112 die Einstellung nur des zweiten Zifferblatts des zweiten Uhrwerks und nicht des ersten Zifferblatts des ersten Uhrwerks bewirken.
[0031] Wie man aus der Beschreibung der Figuren 1 und 2 verstehen kann, umfasst die Einstellvorrichtung eine erste Umstelleinheit 100a, umfassend das erste Uhrwerkwellenrad 103, das erste Einstellrad 105, das erste Gravitationsrad 115 und das erste Kegelrad 108, sowie eine zweite Umstelleinheit 100b, umfassend das zweite Uhrwerkwellenrad 104, das zweite Einstellrad 106, das zweite Gravitationsrad 116 und das zweite Kegelrad 109. In Abhängigkeit der Ausrichtung der Einstellvorrichtung 100 in Bezug auf die Schwerkraft, wird entweder die erste Umstelleinheit 100a oder die zweite Umstelleinheit 100b mit dem Kronenrad 110 der Kronenwelle 112 in Eingriff gebracht. Damit kann der Benutzer immer das Zifferblatt, welches gerade „oben" liegt, einstellen, ohne dass die Kronenwelle 112 in einer bestimmten Position verschoben werden muss.
[0032] Wichtig zu beachten ist, dass im Rahmen der vorliegenden Erfindung eine Einstellvorrichtung 100 vorgesehen werden kann, in welchem das Kronenrad 110 erst nach einer Verschiebung der Kronenwelle 112 mit den ersten und zweiten Kegelrädern 107, 108 in Eingriff steht. Dadurch kann das Kronenrad 110 in eine Position gebracht werden, in welcher eine Drehung der Kronenwelle 112 kein Einstellen der ersten oder zweiten Zifferblätter bewirkt. Es könnte vorgesehen, dass in einer solchen Position eine Drehung der Kronenwelle die Drehung eines Federhauses und damit den Aufzug einer Handaufzugsuhr bewirken würde.
[0033] Wie oben erläutert betrifft die vorliegende Erfindung nicht nur eine Einstellvorrichtung 100 für eine umwendbare Uhr sondern auch eine Umwendvorrichtung 200.
[0034] Figur 3 zeigt eine schematische Schnittansicht einer umwendbaren Uhr 1 mit drehfestem Rahmen 2 und drehbarem Gehäuse 3, wobei das Gehäuse 3 die zwei Zifferblätter 3a und 3b umfasst. In dieser Ausführungsform ist das Gehäuse 3 um die Längsachse der Kronenwelle 112 drehbar angebracht. Die Uhr 1 umfasst eine Umwendvorrichtung 200 für das Umwenden des Gehäuses gemäss einer bevorzugten Ausführungsform dieses Aspekts der vorliegenden Erfindung. Die Umwendvorrichtung 200 umfasst seinerseits eine Antriebseinheit 300 und eine Arretierungseinheit 400. Mittels Antriebseinheit 300 kann das Gehäuse 3 gegenüber dem Rahmen 2 in Rotation um die Längsachse der Kronenwelle 112 angetrieben werden. Die Arretierungseinheit 400 gewährleistet ihrerseits, dass das Gehäuse 3 gegenüber dem Rahmen 2 arretiert werden kann, wenn es nicht gerade umwendet wird.
[0035] Auch wenn in Figur 3 nicht ersichtlich, ist es selbstverständlich, dass ein Lager 2 gegenüber Antriebs- und Arretierungseinheiten in dem drehfesten Rahmen vorgesehen werden kann, um eine sichere Rotation des Gehäuses 3 zu gewährleisten.
[0036] Figur 4 zeigt eine Seitenschnittansicht der Antriebseinheit 300, welcher ein fest mit dem Gehäuse 3 verbundene innenverzahntes Gehäusezahnrad 301 umfasst. Innerhalb des Gehäusezahnrads 301 befindet sich ein Rotationskörper 302, welcher eine erste Zahnstange 303 und eine zweite Zahnstange 304 umfasst. Die erste und zweite Zahnstangen 303,304 sind im Rotationskörper 302 translatorisch verschiebbar angebracht und können somit ausserhalb des Rotationskörpers getrieben werden. Die erste Zahnstangefeder 303a und die zweite Zahnstangefeder 304a wirken gegen eine
translatorische Verschiebung der ersten und zweiten Zahnstange 303,304 und gewährleisten, dass nach einer Verschiebung der Zahnstangen, diese zurück in ihre ursprünglichen Positionen zurückkehren. In Figur 4 ist auch das Kronenantriebsrad 111 der Kronenwelle 112 (siehe Figuren 1 und 2) gezeigt, welches so bemessen ist, dass es in den Rotationskörper 302 und zwischen den Zahnstangen 303,304 eingeführt und mit diesen in Eingriff gebracht werden kann. Mit einer Rotation der Kronenwelle 112 und demzufolge des Kronenantriebsrads 111 werden die erste und zweite Zahnstangen 303,304 translatorisch aus dem Rotationskörper 302 verschoben bis die Zahnstangenase 303b, beziehungsweise 304b, mit dem Gehäusezahnrad 301 in Eingriff stehen. Eine weitere Rotation der Kronenwelle 112, beziehungsweise des Kronenantriebsrad 111, bewirkt damit eine Rotation des Gehäuses 3.
[0037] Mit der Antriebseinheit 300 ist es somit möglich das Gehäuse 3 mit einem Rotationsimpuls auf die Kronenwelle 112 in Rotation zu bringen. Sobald die Kronenwelle 112 nicht mehr aktiv gedreht wird, ziehen sich die erste und zweite Zahnstange 303, 304 in den Rotationskörper 302 zurück und stehen nicht mehr mit dem Gehäusezahnrad 301 in Eingriff. Nach einem erstmaligen Rotationsimpuls dreht somit das Gehäuse 3 um die Längsachse der Kronenwelle 112 weiter frei. Dadurch gibt die Antriebseinheit 300 das Umwenden des Gehäuses 3 dem Benutzer einen gewissen spielerischen Aspekt. Das Gehäuse 3 kann zum Beispiel mit aufeinanderfolgenden Impulsen immer wieder in Rotation angetrieben werden. Das Umwenden wird für den Benutzer damit zu einem spielerischen Ereignis.
[0038] Wichtig zu beachten ist, dass im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch eine weitere Variante ohne Feder möglich ist. Dabei wird die Zahnstange oder das gezahnte Antriebsmittel nach dem rotationsgebenden Impuls durch das Nachdrehen des Gehäuses automatisch zurück in die zentrale Position innerhalb des Rotationskörpers geschoben. Mit der Ausgestaltung einer Zahnstage oder eines gezahnten Antriebsmittels mit einem Zahn oder einer Spitze (wie in Figur 4) könnte darüber hinaus auf eine Feder zur Zentrierung verzichtet werden. Sobald die Zahnstange still steht, weil der durch die Kronenwelle initiierte Impuls stoppt, kann das noch rotierende Gehäuse von hinten die Zahnstange wieder hereinschieben.
[0039] So dass das Gehäuse 3 wieder nach einer halben Umdrehung gegenüber dem Rahmen 2 arretiert wird, verfügt die Uhr 1 und spezifisch die Umwendvorrichtung 200 über eine Arretierungseinheit 400.
[0040] Figur 5 zeigt eine Seitenschnittansicht der Arretierungseinheit 400, welcher eine Arretierungsscheibe 401, die in Rotation um die Längsachse der Kronenwelle 112 angetrieben werden kann, und einen elastischen Arretierungsring 402 umfasst, der so bemessen ist, dass er sich in seinem entspannten Zustand, wie in Figur 3 gezeigt, teilweise in einer Nut des Gehäuses 3 und teilweise in einer Nut des Rahmens 2 befindet. In dem entspannten Zustand blockiert der Arretierungsring 402 somit eine Rotation des Gehäuses 3 gegenüber dem drehfesten Rahmen 2.
[0041] Wenn die Arretierungsscheibe 401 gedreht wird, wird der Arretierungsring 402 dank der Form der Arretierungsscheibe 401 derart verformt, dass er vollständig in der Nut des Rahmens 2 passt. In diesem gespannten Zustand des Arretierungsring 402 kann das Gehäuse 3, zum Beispiel mittels Antriebseinheit 300, dann umwendet werden.
[0042] Damit die Arretierungseinheit 400 und Antriebseinheit 300 optimal Zusammenwirken können, ist die Umwendvorrichtung 200 derart konfiguriert, dass zuerst nur eine Drehung der Arretierungsscheibe 401, was ihrerseits die Verformung des elastischen Arretierungsrings 402 verursacht, bewirkt werden muss, bevor die Kronenwelle und mit ihr das Kronenantriebsrad 111 in Rotation angetrieben wird, was die Auslösung der Antriebseinheit 300 bewirkt. Der verzögerte Antrieb der Antriebseinheit 300 kann durch die Kopplungseinheit 201 erreicht, welcher in Figur 6 exemplarisch gezeigt ist. Hier verfügt die Kopplungseinheit 201 über eine Kopplungsstange 212, die an die Kronenwelle 112 drehend angebracht ist. Die Kopplungseinheit 201 umfasst auch den Bolzen 213 und die Feder 214. Dank der Kopplungseinheit 201, kann zuerst eine Drehung der Kopplungsstange 212 und entsprechend eine Drehung der Arretierungsscheibe 401 bewirkt werden, was ihrerseits die Verformung des elastischen Arretierungsrings 402 verursacht, bevor die Kronenwelle 112 und das Kronenantriebsrad 111 in Rotation angetrieben wird, was die Auslösung der Antriebseinheit 300 bewirkt.
[0043] Sobald die Kronenwelle 112 nicht mehr gedreht wird, nehmen die Arretierungsscheibe 401, dank der Arretierungsscheibenfedern 403, und den Arretierungsring 402 ihre ursprünglichen Positionen wieder an. Damit rastet der Arretierungsring 402 in die Nut des Gehäuses 3 nach einen halben Umdrehung des Gehäuses 3 wieder ein, was das Gehäuse 3 wieder arretiert.
[0044] Zu beachten ist, dass weitere Ausführungsformen der Arretierungseinheit im Rahmen der vorliegenden Erfindung möglich wären. Insbesondere wäre eine Arretierungseinheit möglich, welche nicht durch die Veränderung des Radius der Arretierungsscheibe eine Verformung des Arretierungsrings bewirkt, sondern parallel zur Kronenachse einen oder mehrere Bolzen rein drückt oder löst. Dies könnte zum Beispiel durch die sich verändernde Dicke der Arretierungsscheibe erwirkt werden. Beim Rotieren der Kronenachse und der Arretierungsscheibe verschieben sich dann die Bolzen parallel zu Kronenachse und das Gehäuse kann gedreht werden. Federnde Mitteln könnten auch hier zu Rückführung in die Ausgangsposition vorgesehen werden.
[0045] Wichtig zu beachten ist, dass, selbst wenn die dargestellte Ausführungsform der Umwendvorrichtung 200 so ausgestaltet ist, dass sich das Gehäuse 3 gegenüber dem Rahmen 2 in beide Richtungen rotieren lässt, Ausführungsformen im Rahmen der vorliegenden Erfindung denkbar sind, die das Drehen des Gehäuses 3 nur in eine Richtung gestatten würden.
Claims (17)
1. Einstellvorrichtung (100, 500) für das Einstellen einer umwendbaren Uhr, welche ein erstes Zifferblatt (3a) und ein zweites Zifferblatt (3b) umfasst, wobei das erste Zifferblatt (3a) und das zweite Zifferblatt (3b) einzeln einstellbar sind, wobei die Einstellvorrichtung (100, 500) eine Kronenwelle (112, 501) und ein mit der Kronenwelle (112, 501) drehtest verbundenes Kronenrad (110, 502) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass
die Einstellvorrichtung (100,500) eine erste Umstelleinheit (100a, 504a), die mit dem Räderwerk des Zeigerspiels des ersten Zifferblatts (3a) in Eingriff zumindest bringbar ist und mittels welcher das erste Zifferblatt (3a) einstellbar ist, und eine zweite Umstelleinheit (100b, 504b), die mit dem Räderwerk des Zeigerspiels des zweiten Zifferblatts (3b) in Eingriff zumindest bringbar ist und mittels welcher das zweite Zifferblatt (3b) einstellbar ist, umfasst,
wobei die erste Umstelleinheit (100a, 504a) und die zweite Umstelleinheit (100b, 504b) senkrecht gegenüber der Längsachse der Kronenwelle (112, 501) zumindest teilweise translatorisch verschiebbar sind, wobei in Abhängigkeit der Ausrichtung der Einstellvorrichtung (100,500) in Bezug auf die Schwerkraft entweder die erste Umstelleinheit (100a, 504a) oder die zweite Umstelleinheit (100b, 504b) mit dem Kronenrad (110, 502) in Eingriff gebracht wird.
2. Einstellvorrichtung (100, 500) gemäss Anspruch 1, wobei die Kronenwelle (112, 501) parallel zu ihrer Längsachse verschiebbar ist.
3. Einstellvorrichtung (500) gemäss Anspruch 2, umfassend ein mit der Kronenwelle (501) drehtest verbundenes Federhausrad, das mit dem Federhaus der umwendbaren Uhr (1) in Eingriff bringbar ist.
4. Umwendvorrichtung (200) für das Umwenden um eine Umwendungsachse einer umwendbaren Uhr (1), wobei die Umwendvorrichtung (200) eine Antriebseinheit (300) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Antriebseinheit (300) ein mit dem Gehäuse der Uhr drehtest verbundenes innerverzahntes Gehäusezahnrad (301) umfasst, wobei das Gehäusezahnrad (301) koaxial zur Umwendungsachse ausgerichtet ist, und einen koaxial zum Gehäusezahnrad (301) drehbaren Rotationskörper (302) umfasst, wobei der Rotationskörper (302) über ein gezahntes Antriebsmittel (303,304) verfügt, das in Eingriff mit dem Gehäusezahnrad (301) bringbar ist, wobei durch eine Rotation des Rotationskörpers (302) mit dem in Eingriff mit dem Gehäusezahnrad (301) stehenden gezahnten Antriebsmittel ein Umwenden des Gehäuses um die Umwendungsachse bewirkbar ist.
5. Umwendvorrichtung (200) gemäss Anspruch 4, wobei das gezahnte Antriebsmittel eine ausserhalb des Rotationskörpers treibbare Zahnstange (303,304) ist.
6. Umwendvorrichtung (200) gemäss Anspruch 5, wobei die Zahnstange (303,304) im Rotationskörper (302) gefedert gelagert ist.
7. Umwendvorrichtung (200) gemäss einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei die Umwendungsachse die Längsachse der Kronenwelle der umwendbaren Uhr (1) ist.
8. Umwendvorrichtung (200) gemäss Anspruch 7, wobei die Kronenwelle der Uhr ein Kronenantriebsrad umfasst mittels welcher die Zahnstange (303,304) ausserhalb des Rotationskörpers (302) treibbar ist.
9. Umwendvorrichtung (200) gemäss einem der Ansprüche 4 bis 8, umfassend eine Arretierungseinheit (400), wobei die Arretierungseinheit (400) einen elastischen Arretierungsring (402) umfasst, durch welchen eine lösbare Verbindung zwischen dem Gehäuse (3) und einem dem Gehäuse (3) umringenden drehfesten Rahmen (2) der Uhr (1) erstellbar ist.
10. Umwendvorrichtung (200) gemäss Anspruch 9, umfassend eine koaxial zur Umwendungsachse drehbare Arretierungsscheibe (410), wobei durch eine Drehung der Arretierungsscheibe (410), den elastischen Arretierungsring (402) derart verformbar ist, dass die Verbindung zwischen dem Gehäuse (3) und dem drehfesten Rahmen (2) gelöst wird.
11. Umwendvorrichtung (200) gemäss Anspruch 10, wobei die Arretierungsscheibe (410) gefedert gelagert ist.
12. Umwendvorrichtung (200) gemäss einem der Ansprüche 9 oder 10, wobei die Arretierungsscheibe (410) mittels Kronenwelle der Uhr (1) drehbar ist.
13. Umwendvorrichtung (200) gemäss einem der Ansprüche 9 bis 12, umfassend eine Kopplungseinheit (201) für die Kopplung der Antriebseinheit (300) mit der Arretierungseinheit (400), wobei die Kopplungseinheit (201) derart konfiguriert ist, dass die Zahnstange (303, 304) der Antriebseinheit (300) in Eingriff mit Gehäusezahnrad (301) gebracht wird, erst wenn die Arretierungsscheibe (402) um einen Winkel grösser als 10°, vorteilhafterweise grösser als 20°, vorzugsweise grösser als 30°, um die Umwendungsachse gedreht wird.
14. Uhrwerk umfassend eine Einstellvorrichtung (100,500) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3.
15. Umwendbare Uhr umfassend eine Einstellvorrichtung (100,500) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3 und/oder eine Umwendvorrichtung gemäss einem der Ansprüche 4 bis 13.
16. Umwendbare Uhr gemäss Anspruch 15 umfassend zwei Zifferblätter, die einzeln einstellbar sind.
17. Umwendbare Uhr gemäss Anspruch 16, wobei die zwei Zifferblätter von zwei getrennten Uhrwerken angetrieben sind.
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