CH716610A1 - Türschloss mit radialer Bewegbarkeit der Drückernuss. - Google Patents

Türschloss mit radialer Bewegbarkeit der Drückernuss. Download PDF

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CH716610A1
CH716610A1 CH01184/19A CH11842019A CH716610A1 CH 716610 A1 CH716610 A1 CH 716610A1 CH 01184/19 A CH01184/19 A CH 01184/19A CH 11842019 A CH11842019 A CH 11842019A CH 716610 A1 CH716610 A1 CH 716610A1
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Ravic Jovica
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Sts Systemtechnik Schaenis Gmbh
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    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
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    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
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    • E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
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Abstract

Ein Schloss zum Einstecken in ein Türblatt umfasst einen Schlosskasten mit einer Kastenöffnung und/oder eine Schlossdecke (5) mit einer Deckenöffnung und eine Drückernuss (13), welche in die Kastenöffnung und/oder in die Deckenöffnung ragt, dadurch gekennzeichnet, dass die Drückernuss (13), die Kastennöffnung und/oder die Deckenöffnung derart angeordnet und ausgestaltet sind, dass die Drückernuss (13) innerhalb der Öffnungsebene der Kastenöffnung und/oder innerhalb der Öffnungsebene der Deckenöffnung relativ zum Schlosskasten und/oder zur Schlossdecke (5) um mindestens 0.1 mm bewegbar ist.

Description

Beschreibung
Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schloss zum Einstecken in ein Türblatt. Das Schloss umfasst einen Schlosskasten mit einer Kastenöffnung und/oder eine Schlossdecke mit einer Deckenöffnung und eine Drückernuss. Die Drückernuss ragt in die Kastenöffnung und/oder in die Deckenöffnung.
Hintergrund
[0002] Ein Schloss zum Einstecken in eine Türe ist ein Türschloss mit einer Falle und einem Riegel, welches in ein Türblatt montierbar ist. Das Türblatt weist eine Aussparung auf, in welche das Türschloss einsteckbar ist. Die Aussparung muss präzise erstellt werden, damit der Stulp des Türschlosses am Türende schön bündig zu liegen kommt. Gleichzeitig muss aber auch eine seitliche Öffnung, durch welche die Türklinke hindurchragt und in die Drückernuss des Türschlosses eingreift, im Türblatt eingearbeitet werden. Die präzise Einarbeitung der notwendigen Aussparung und der Öffnung in das Türblatt ist entsprechend schwierig und aufwendig.
Darstellung der Erfindung
[0003] Es stellt sich die Aufgabe, ein Schloss bereitzustellen, welches besonders einfach montierbar ist. Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst.
[0004] Demgemäss umfasst das Schloss einen Schlosskasten mit einer Kastenöffnung und/oder eine Schlossdecke mit einer Deckenöffnung und eine Drückernuss. Die Drückernuss ragt in die Kastenöffnung und/oder in die Deckenöffnung. Die Drückernuss, die Kastenöffnung und/oder die Deckenöffnung sind derart angeordnet und ausgestaltet, dass die Drückernuss innerhalb der Öffnungsebene der Kastenöffnung und/oder innerhalb der Öffnungsebene der Deckenöffnung relativ zum Schlosskasten und/oder zur Schlossdecke um mindestens 0.1 mm, insbesondere horizontal und/oder vertikal, bewegbar ist.
[0005] Sind die Kastenöffnung und/oder die Deckenöffnung beispielsweise eine kreisförmige Bohrung durch den Schlosskasten und/oder durch die Schlossdecke, so liegt die Öffnungsebene parallel zum Schlosskasten und/oder zur Schlossdecke und/oder zur Kreisfläche der kreisförmigen Bohrung.
[0006] Aufgrund der Bewegbarkeit der Drückernuss relativ zum Schlosskasten und/oder zur Schlossdecke ist ein Spiel vorhanden, mit welchem Ungenauigkeiten der Aussparung im Türblatt kompensiert werden können. Wird, nachdem das Schloss bereits in das Türblatt eingesteckt wurde, die Türklinke montiert, kann sich die Drückernuss relativ zum Schlosskasten und/oder zur Schlossdecke bzw. relativ zum Türblatt bewegen, sodass die Türklinke ohne weitere Probleme in die Drückernuss eingeführt werden kann.
[0007] Bevorzugt ist die Drückernuss innerhalb der Öffnungsebene der Kastenöffnung und/oder innerhalb der Öffnungsebene der Deckenöffnung relativ zum Schlosskasten und/oder zur Schlossdecke horizontal um mindestens 0.1 mm bewegbar.
[0008] Durch die horizontale Bewegbarkeit kann sichergestellt werden, dass die Türklinke in die Drückernuss passt und gleichzeitig der Stulp des Türschlosses am Türblatt bündig zu liegen kommt.
[0009] Vorteilhaft ist die Drückernuss innerhalb der Öffnungsebene der Kastenöffnung und/oder innerhalb der Öffnungsebene der Deckenöffnung relativ zum Schlosskasten und/oder zur Schlossdecke, insbesondere horizontal, um mindestens 0.2 mm, insbesondere um mindestens 0.5 mm, insbesondere um mindestens 1 mm bewegbar.
[0010] In einer besonderen Ausführungsform sind die Kastenöffnung und/oder die Deckenöffnung kreisförmige Öffnungen, insbesondere Bohrungen. Diejenigen Abschnitte der Drückernuss, welche in die Kastenöffnung und/oder in die Deckenöffnung ragen sind zylindrisch ausgestaltet.
[0011] Die Einarbeitung einer Bohrung im Schlosskasten und in der Schlossdecke und die zylindrische Ausgestaltung des Abschnittes der Drückernuss, welche durch die Bohrungen ragen, entsprechen der üblichen Bauweise.
[0012] Insbesondere ist der Durchmesser der kreisrunden Kastenöffnung und/oder der kreisrunden Deckenöffnung um mindestens 0.1 mm, insbesondere um mindestens 0.2 mm, insbesondere um mindestens 0.5 mm, insbesondere um mindestens 1 mm, grösser als der Durchmesser der zylindrisch ausgestalteten Abschnitte der Drückernuss, welche durch die Kastenöffnung und/oder durch die Deckenöffnung ragen.
[0013] Durch die unterschiedliche Grösse der kreisrunden Öffnungen und des zylindrischen Abschnittes der Drückernuss entsteht ein Spiel, sodass die Drückernuss innerhalb der Öffnungen bewegbar ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0014] Weitere Ausgestaltungen, Vorteile und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen:
Fig. 1 ein Türblatt mit einem eingesteckten Türschloss;
Fig. 2a das Türschloss mit weggelassener Schlossdecke;
Fig. 2b eine Detailansicht der Drückernuss im Türschloss in leicht schräger Darstellung;
Fig. 3a das Türschloss mit Schlossdecke;
Fig. 3b eine Detailansicht der Drückernuss gemäss der Darstellung von Figur 3a;
Fig. 3c eine Schnittansicht des Türschlosses;
Fig. 3d eine Detailansicht der Schnittansicht; und
Fig. 3e eine dreidimensionale Ansicht des geschnittenen Türschlosses mit vollständig dargestelltem Stulp.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0015] Die Figur 1 zeigt ein Türblatt 1 mit einem eingebauten Schloss 2. Das Schloss 2 umfasst eine Falle 6 und einen Riegel 18. Die Falle 6 kann mit der gezeigten Türklinke betätigt werden.
[0016] Die Figur 2a zeigt ein erfindungsgemäss ausgestaltetes Schloss 2. Es ist so dargestellt, wie es in einer Türe eingebaut wird. D.h. die Vertikal- und die Horizontalrichtung sind so zu verstehen, wie das Schloss abgebildet ist.
[0017] Bei dem in Fig. 2a gezeigten Schloss handelt sich um ein Einsteckschloss, welches einen Stulp 3 umfasst, welcher an einem Schlosskasten 4 befestigt ist. Eine Schlossdecke 5 verschliesst den Schlosskasten 4, welche in den Figuren 2a und 2b aber nicht gezeigt ist. Der Stulp 3, der Schlosskasten 4 und die Schlossdecke 5 bilden das Gehäuse des Schlosses 2.
[0018] Das Schloss umfasst eine Falle 6 mit einem Fallenkopf 7, welcher durch den Stulp 3 ragt, und einen Fallenschaft 8. Die Falle 6 ist horizontal beweglich. Sie umfasst einen Längsschlitz 9, in welchen ein schlosskastenseitiger Führungszapfen 10 hineinragt. Am Ende des Fallenschaftes 8 ist eine Abwicklung 11 angeordnet, mit welcher sich der Fallenschaft 8 an einen ersten Nussarm 12 der Drückernuss 13 abstützt. Die Drückernuss 13 umfasst einen zweiten Nussarm 14, welcher von einer Nussfeder 15 beaufschlagt wird. Eine Drehbegrenzung erhält die Drückernuss 13 durch den Führungszapfen 10, an welchem sich der erste Nussarm 12 abstützt.
[0019] Das Zurückziehen der Falle 6 ist durch die Betätigung des Drückers bzw. der Türklinke möglich, wobei über einen dritten Nussarm 16 der Drückernuss 13 durch Drehen derselben in Uhrzeigerrichtung die Falle 6 in Schlosseinwärtsrichtung gezogen wird.
[0020] Wird der Drücker bzw. die Türklinke wieder losgelassen, drückt die Nussfeder 15 entgegen, sodass sich die Drückernuss 13 in Gegenuhrzeigerrichtung dreht und die Falle 4 schlossauswärts durch den Stulp 3 bewegt.
[0021] Im Weiteren umfasst das Schloss eine Zuhaltung 17 und einen Riegel 18 mit einem Riegelkopf 19 und einem gegenüberliegenden Riegelschaft 20. Der Riegelkopf 19 ist durch eine Riegeldurchtrittsöffnung der Stulpe 3 und der Riegelschaft 20 durch einen schlosskastenseitigen Stehzapfen 21 geführt.
[0022] An der Unterseite des Riegelschaftes 19 ist eine Eingriffsöffnung 22 angeordnet, welche mit einem Schliessbart eines nicht gezeigten Schliesszylinders zusammenwirkt. Zur Befestigung des Schliesszylinders ist eine Zylinderöffnung 23 vorgesehen.
[0023] Die Figur 2b zeigt einen Ausschnitt des Schlosses in einer leicht gedrehten dreidimensionalen Detailansicht. In der Mitte der Figur 2b ist die Drückernuss 13 mit den Drückerarmen 12,14 und 16 zu sehen. Die Nussfeder 15 greift von unten an den zweiten Nussarm 14 an.
[0024] Die Drückernuss 13 umfasst eine als Innenvierkant ausgebildete Klinkenöffnung 24, durch welche die Türklinke führbar ist. Im Weiteren weist die Drückernuss 13 einen zylindrisch ausgestalteten Abschnitt 25 auf, welcher als Aufsatz aus der Drückernuss 13 emporragt.
[0025] Die Figuren 3a bis 3e zeigen das erfindungsgemässe Schloss mit der Schlossdecke 5, welche in den Figuren 2a und 2b ausgeblendet war. Die Figur 3a zeigt das erfindungsgemässe Schloss mit Sicht auf den Schlosskasten 5. Die Fig. 3b zeigt eine Detailansicht der Fig. 3a, wobei der zylindrische Abschnitt 25 der Drückernuss und die umgebende Schlossdecke 5 gut sichtbar sind. Die Schlossdecke 5 umfasst eine kreisförmige Deckenöffnung 26, in welcher der zylindrische Abschnitt
25 der Drückernuss angeordnet ist. Zwischen dem Rand der Deckenöffnung 26 und dem zylindrischen Abschnitt 25 besteht ein radialer Abstand d von 0.6 mm, welcher mit zwei entgegengerichteten Pfeilen markiert ist. Mit anderen Worten ist der zylindrische Abschnitt 25 und damit die gesamte Drückernuss innerhalb der Deckenöffnung 26 um den zweifachen radialen Abstand, d.h. um 1.2 mm, bewegbar. Der zylindrische Abschnitt 25 ist insbesondere in horizontaler Richtung, wie es mit dem Doppelpfeil 27 angezeigt ist, um 1.2 mm bewegbar. Entsprechend ist der Durchmesser der Deckenöffnung
26 um 1.2 mm grösser ausgestaltet als der Durchmesser D des zylindrischen Abschnittes 25 der Drückernuss.

Claims (6)

[0026] Anspruchsgemäss ist definiert, dass die Drückernuss innerhalb der Öffnungsebene bewegbar ist. Unter der Öffnungsebene ist diejenige Ebene zu verstehen, welche in der Öffnung liegt. Ist die Öffnung kreisförmig, so wird die Öffnungsebene durch den Radius der kreisförmigen Öffnung aufgespannt. In der Figur 3a wird die Öffnungsebene beispielsweise durch die Vektoren x und y aufgespannt und die Öffnungsebene liegt parallel zur Kreisfläche der Öffnung. Ist die Drückernuss innerhalb der Öffnungsebene bewegbar, bedeutet dies, dass sie in x- und y Richtung bewegbar ist. Die horizontale Bewegungsrichtung ist in der Figur 3a die Richtung des Vektors x. [0027] Die Figur 3c zeigt einen Schnitt durch das Schloss und zwar mit einer Blickrichtung wie sie in der Figur 3a mit einer gestrichelten Schnittlinie und zwei Pfeilen dargestellt ist. [0028] In der Figur 3c sind der Schlosskasten 4, die Schlossdecke 5 und die Drückernuss 13 sichtbar. Die Drückernuss 13 umfasst zwei zylindrische Abschnitte 25, welche in die kreisförmige Kastennöffnung 28 und in die kreisförmige Deckenöffnung 26 ragen. [0029] Die Figur 3d zeigt einen Detailausschnitt der Figur 3c. Gut sichtbar ist der Freiraum zwischen den zylindrischen Abschnitten 25 der Drückernuss 13 und der Kastennöffnung 25 und der Deckenöffnung 26. Der Freiraum ist mit dem Buchstaben d markiert. Die Drückernuss 13 ist somit vom Schlosskasten und der Schlossdecke umgeben und kann sich innerhalb der Kastenöffnung 28 und der Deckenöffnung 25 bewegen. [0030] Die Figur 33 zeigt eine dreidimensionale Ansicht des Schlosses, wobei der Stulp 3 vollständig sichtbar ist und der Rest des Schlosses in der Mitte der Drückernuss 13 geschnitten ist. Der Abstand d zwischen dem zylindrischen Abschnitt 25 der Drückernuss 13 und der Deckenöffnung 26 der Schlossdecke 5 ist ebenfalls gut sichtbar. [0031] Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist und in auch anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt werden kann. Patentansprüche
1. Schloss zum Einstecken in ein Türblatt (1), umfassend einen Schlosskasten (4) mit einer Kastenöffnung (28) und/oder eine Schlossdecke (5) mit einer Deckenöffnung (26) und eine Drückernuss (13), welche in die Kastenöffnung (28) und/oder in die Deckenöffnung (26) ragt, dadurch gekennzeichnet, dass die Drückernuss (13), die Kastenöffnung (28) und/oder die Deckenöffnung (26) derart angeordnet und ausgestaltet sind, dass die Drückernuss (13) innerhalb der Öffnungsebene der Kastenöffnung (28) und/oder innerhalb der Öffnungsebene der Deckenöffnung (26) relativ zum Schlosskasten (4) und/oder zur Schlossdecke (5) um mindestens 0.1 mm bewegbar ist.
2. Schloss nach Anspruch 1, wobei die Drückernuss (13) insbesondere horizontal innerhalb der Öffnungsebene bewegbar ist.
3. Schloss nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Drückernuss (13) um mindestens 0.2 mm, insbesondere um mindestens 0.5 mm, insbesondere um mindestens 1 mm, insbesondere um mindestens 1.2 mm, bewegbar ist.
4. Schloss nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei
- die Kastenöffnung (28) und/oder die Deckenöffnung (26) kreisförmige Öffnungen, insbesondere Bohrungen, sind,und
- diejenigen Abschnitte (25) der Drückernuss (13), welche in die Kastenöffnung (28) und/oder in die Deckenöffnung(26) ragen, zylindrisch ausgestaltet sind.
5. Schloss nach Anspruch 4, wobei der Durchmesser der Kastennöffnung (28) und/oder der Deckenöffnung (26) um mindestens 0.1 mm, insbesondere um mindestens 0.2 mm, insbesondere um mindestens 0.5 mm, insbesondere um mindestens 1 mm, grösser ist als der Durchmesser der zylindrisch ausgestalteten Abschnitte (25) der Drückernuss (13), welche durch die Kastenöffnung (28) und/oder durch die Deckenöffnung (26) ragen.
6. Türe nach einem der vorangehenden Ansprüche, aufweisend ein Türblatt (1) und ein Schloss (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Schloss (2) in das Türblatt (1) eingesteckt ist.
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