CH716929B1 - Schuhe mit Lenticularfolie. - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft Schuhe (1), umfassend zumindest einer Laufsohle (4) mit Absatz (6) und einem Obermaterial (2), welches mit der Laufsohle (4) verbunden ist. Um die Attraktivität von Schuhen (1) zu erhöhen, und zwar sowohl für normale Tagesschuhe als auch für Sportschuhe, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass zumindest ein Teil des Obermaterials (2) eine bedruckte und/oder mit Bildern hinterklebte Lenticularfolie aufweist. Mit Hilfe der Lenticularfolie wird ein optisch ansprechender Effekt auf der Oberfläche der Schuhe (1) erzielt, welcher viele Gestaltungsmöglichkeiten bietet.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft Schuhe, umfassend zumindest eine Laufsohle mit Absatz und ein Obermaterial, welches mit der Laufsohle verbunden ist.
[0002] Schuhe werden aus Ledermaterialien hergestellt, mit Ausnahme von Sportschuhen, welche in der Regel aus Kunststoffmaterialien bestehen. Ein Lederschuh besteht hierbei aus zwei Hauptbestandteilen, und zwar einem Schuhschaft und einem Schuhboden, welche miteinander verbunden werden. Diese beiden Hauptteile bestehen aber aus einer Vielzahl von Einzelteilen, welche nacheinander aufgebaut werden. Die Vielzahl der in der Schuhherstellung verwendeten Bestandteile lässt sich auf den ersten Blick gar nicht erfassen, führen bei einem harmonischen Zusammenspiel jedoch erst zu einer optimalen Passform des Schuhs. Eine Brandsohle hält bei den meisten Herstellungsarten alle Schuhteile zusammen und liegt zwischen Deck- und Laufsohle. In der Regel wird ein Futterleder aus gegerbten Leder zum Füttern der Schuhe verwendet. Deshalb sollte es weich und eine hohe Atmungsaktivität besitzen. Eine Hinterkappe wird als verstärkendes Lederteil eingesetzt und an der hinteren Verbindung zwischen Futter und Außenschaft verwendet. Es dient der Fortsetzung des Schuhabsatzes und hält somit den Fuß im Schuh fest. Eine Vorderkappe zwischen Ober- und Futterleder soil der Schuhspitze eine elegante Form verleihen und schützt den Fuß vor äußeren Einwirkungen. Ein Außenhinterteil beziehungsweise Innenhinterteil wird als hintere Schaftteile verwendet, die seitlich den Einschlupf umgeben und vorne die Schnürung aufnehmen. Ein auf die Versennaht genähter Riemen wird als Hinterriemen bezeichnet, der von der oberen Schaftabschlusskante bis zur Schnittkante des Zwickeinschlags reicht. Er verstärkt hierbei die Versennaht und bietet darüber hinaus eine Verstärkung für die Versenpartie des Schaftes. Ein an der längsverlaufenden Futternaht liegender Riemen schützt die innere Versennaht und erleichtert den Einstieg in den Schuh. Eine Tragkonstruktion, wie sie beispielsweise bei Herrenschuhen häufig vorkommt, besteht aus einem Rinderlederstreifen und hält Schaft, Brandsohle und Sohle zusammen. Die unterste Sohlenschicht kommt direkt mit dem Boden in Berührung, wobei es sich meistenteils um grob gegerbtes Leder handelt, das besonders abriebfest und wasserdicht ist. Es besteht aber die Möglichkeit, die Laufsohle aus Gummi oder Kunststoff herzustellen. Eine Brandsohle wird als dicke Lederschicht von der Schuhspitze bis zur Verse verlegt und befindet sich oberhalb der Laufsohle. Bei Schuhen zur täglichen Benutzung wird ein Gelenkstück, bestehend aus einer Gelenkfeder und einer Abdeckung, zwischen Brand- und Laufsohle eingesetzt und reicht von der Mitte des Absatzes bis zum Anfang des Vorderfußes, wobei dieses Gelenkstück der Haltung der Schuhform dient und in unterstützendem Maße für die Führung des Fußes. Eine Gelenkfeder besteht aus einer breiten Stahlfeder, die in den Hohlraum von Rahmen und Brandsohle zwischen Versen und Ballenpartie als Verstärkung eingesetzt wird. In ihrer Formgebung wird sie im Bogen der Schuhsohle angepasst und bietet dem Fuß beim Gehen einen stabilen Halt und verhindert ein Wackeln des Absatzes. Eine Decksohle ist eine die Brandsohle überziehende weiche Lederabdeckung, auf der dem Fuß zugewandten Seite und ist abriebfest, farb- und schweißbeständig. Als Grundlage für den Aufsatzbereich oder als Basis für die Laufsohle wird auf die Brand- und Laufsohle ein 2 cm breiter dicker Lederstreifen genagelt. In der Regel wird dieser Keder bei gerahmten Schuhen vernäht. Bei dem Obermaterial beziehungsweise Oberleder handelt es sich um das Leder des Schuhschaftes also der äußeren Schuhoberfläche. Meist ist es chromgegerbt und besteht aus Kalbfellen, bei Wander- und Bergschuhen aus Rinderleder. Die Farbgebung des Obermaterials wird hierbei dem gegenwärtigen Modezweck angepasst.
[0003] Der Aufbau von Damenschuhen weicht von den beschriebenen Einzelkomponenten teilweise ab, wobei insbesondere bei Frauenschuhen in der Regel ein weiches dünnes Leder verarbeitet wird. Das Oberleder kann hierbei mit Verzierungen versehen werden, wobei es sich um Lederbesatzstücke aus Metall, Textilien oder Leder bestehende Komponenten handelt, die auf den Schuh aufgenäht werden. Zudem können die verschiedenen Schuhformen untereinander variieren und entsprechend der Höhe des gewählten Absatzes gestaltet sein, wobei insbesondere Winter- und Sommerschuhe sich im Wesentlichen dadurch unterscheiden, dass in den Sommermonaten eine eher luftige Variante zum Einsatz kommt.
[0004] Die Ausgestaltung der Schuhe beschränkt sich hierbei auf die Farbgebung der verwendeten Ledermaterialien und Anbringung von Accessoires, die durch den aktuellen Modetrend vorgegeben werden. Weitergehende Ausgestaltungen sind nicht bekannt.
[0005] Sportschuhe werden für die unterschiedlichsten Zwecke benötigt, beispielsweise Fußballschuhe, Basketballschuhe oder Schuhe für andere Sportarten sowie insbesondere Laufschuhe. Derartige Sportschuhe können beispielsweise im Obermaterial aus weichem Leder oder synthetischen Materialien hergestellt werden. Soweit synthetische Materialien verwendet werden handelt es sich in der Regel um ein Gewebe, welches Atmungsaktiv ist. Bei Sportschuhen wird in der Regel die Laufsohle mit dem Obermaterial aufgrund der verwendeten Materialien durch Wärmebehandlung verklebt oder polymerisiert. Je nach Verwendungszweck kann die Laufsohle hierbei besondere Einlagen aufweisen, beispielsweise besteht die Möglichkeit eine gedämpfte Mittelsohle vorzusehen, um entstehende Stöße beim Laufen abzufangen. Zur Erhöhung der Strapazierfähigkeit der Sportschuhe können diese seitlich im hinteren und vorderen Bereich zusätzlich mit aufgenähten Materialien versehen sein.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schuh, insbesondere Sportschuh zur Verfügung zu stellen, der sich durch weitere optisch ansprechende Ausgestaltungen auszeichnet.
[0007] Erfindungsgemäß ist zur Lösung der Aufgabenstellung vorgesehen, dass zumindest ein Teil des Obermaterial eine bedruckte und/oder mit Bildern hinterklebte Lenticularfolie aufweist. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Durch die Verwendung einer Lenticularfolie auf einem Teil des Obermaterials eines Schuhs wird besondere Aufmerksamkeit auf den Schuh gelenkt, weil sich durch die unterschiedlichen bildhaften Darstellungen aus verschiedenen Blickwinkeln das Erscheinungsbild des Schuhes verändert, welches bei dem Betrachtern erhöhte Aufmerksamkeit hervorruft.
[0009] Die mit der Lenticularfolie erreichbaren optischen Effekte bestehen, beispielsweise aus 3D-Effekten, eine Tiefendarstellung von Bildern, die Darstellung von Wackel- oder Wechselbildern bis hin zur Abbildung fließender Animation. Hierbei sind selbstverständlich auch Kombinationen der genannten Effekte möglich. Zur Erzeugung eines 3D-Effektes werden beispielsweise nach der Art eines Kulissentheaters Bilder in einzelne Tiefenebenen hergestellt und daraus ein dreidimensionales Bild erzeugt, das hinter der Lenticularfolie angeordnet wird. Für Wechselbilder oder für Animationen werden demgegenüber zwei oder mehrere Ausgangsbilder in schmale Streifen aufgeteilt, die abwechselnd nebeneinander auf der Rückseite der Lenticularfolie befestigt werden. Dabei werden in der Regel die mit spezieller Software hergestellten Bilder auf der Rückseite der Lenticularfolie angeordnet. Hierbei entspricht die Rückseite der Lenticularfolie der Seite, die von der optisch strukturierten also mit Linsen versehenden Folienseite abgewandt ist. Die Komplexität der optischen Effekte steigt mit der Anzahl der Bilder, die der Bildinformation zugrunde gelegt werden und mit denen die Lenticularfolie rückseitig bedruckt oder beklebt ist. Beispielsweise ist für zwei Phasen-Wackelbilder bereits die Kombination von zwei Bildern ausreichend. Durch die Verarbeitung mehrerer Bilder sind Mehrphasen oder ganze Bewegungsabläufe, aber auch Zoom- oder Morphing-Effekte darstellbar. Die Darstellungen sind dabei wie bei einem Daumenkino aus einer Vielzahl von Einzelbildern aufgebaut, die im Wesentlichen fließend ineinander übergehen. Bevorzugt wird hierbei eine Vierfachanimation mit vier Bildern verwendet. Durch die Ausgestaltung einer Lenticularfolie mit bedruckten und/oder hinterklebten Bildern auf den Schuhen erfolgt eine besondere optische Aufwertung, die in jedem Fall die Aufmerksamkeit der Betrachter mit sich bringt. Mit einem solchen Schuh kann der Träger somit zum Ausdruck bringen, welche Art von grafischer Gestaltung für ihn von Bedeutung ist oder auf ein bestimmtes Produkt hinzuweisen. Bevorzugt werden die Schuhe in der erfindungsgemäßen Form zum Tragen bei Veranstaltungen eingesetzt, wobei der Schuhträger auf aktuelle Ereignisse oder die Vorliebe auf bestimmten Personen hinweisen kann. Die Variation der Bilder, welche sich hinter der Lenticularfolie befinden ist hierbei beliebig und kann dem Zweck der Veranstaltung entsprechend angepasst werden, beispielsweise bei Sportveranstaltungen für einen Bundesligaverein, aber ebenso bei Europameisterschaften oder Weltmeisterschaften, um auf diese Art und Weise einen besonders verehrten Verein, Sportler oder bei Filmevents auf Schauspieler aufmerksam zu machen.
[0010] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Lenticularfolie zumindest auf einer Seite, vorzugsweise auf einer Außenseite eines Schuhpaares auf dem Obermaterial angeordnet ist. Es ist nicht erforderlich, dass die Lenticularfolie die gesamte Oberfläche des Obermaterials bedeckt, sondern es reicht bereits aus, wenn einzelne Teile des Obermaterials mit der Lenticularfolie ausgestattet werden. Hierbei kann es sich um die äußere Seite eines Schuhpaares handeln, aber ebenso besteht selbstverständlich die Möglichkeit die Lenticularfolie auf einer inneren Seite vorzusehen, sodass diese Seiten beim Gehen für einen Betrachter sichtbar werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit die Lenticularfolie auf der Vorderkappe, Hinterkappe oder auf einen Außenhinterteil anzuordnen, sodass die Lenticularfolie entweder nur im vorderen Bereich oder im hinteren Bereich sichtbar wird und dies teilweise auch nur dann, wenn die Person sich in Bewegung setzt. Hier kommt es auf Auswahl der jeweiligen Partien eines Schuhs an, wobei selbstverständlich mehrere Partien gleichzeitig mit der Lenticularfolie überdeckt werden können.
[0011] Grundsätzlich besteht die Möglichkeit sowohl bei Schuhen als auch bei Sportschuhen Lenticularfolie an den genannten Partien im vorderen und hinteren oder Seitenbereich vorzusehen. Dies schließt nicht aus, dass das gesamte Obermaterial mit einer Lenticularfolie bedeckt wird. Bei Sportschuhen besteht hierbei die Möglichkeit die Lenticularfolie im unteren Bereich in die Laufsohle mit einzubetten.
[0012] In der Regel ist die Lenticualarfolie hierbei vom Obermaterial bis zum Rahmen heruntergezogen, sodass eine sichere Befestigung im Bereich der Sohle möglich ist. In jedem Fall wird durch die Verwendung der Lenticularfolie eine erhöhte Aufmerksamkeit der Betrachter erzielt, weil die sonst üblichen Accessoires nur einen einzigen Gesamteindruck hinterlassen und mithilfe der Lenticularfolie aber mehrere Bilder in Abhängigkeit von der Blickrichtung auf einem Schuh entstehen lassen, sodass dieser kombiniert mit ansprechender Bekleidung einen entsprechenden optischen Eindruck vermitteln kann. Die Variation der Bilder, welche sich hinter der Lenticularfolie befinden ist hierbei beliebig und kann dem Zweck entsprechend angepasst werden, wobei grafische Muster verwendet werden können, aber ebenso Abbildungen von einem besonderen Ereignis oder die Verehrung von Persönlichkeiten, insbesondere von Sportlern oder Schauspielern. Die Möglichkeiten der Darstellung sind hierbei hinsichtlich der ausgewählten Motive unbegrenzt.
[0013] Vorzugsweise ist hierbei vorgesehen, dass das Obermaterial und die Lenticularfolie stoffschlüssig und/oder formschlüssig miteinander verbunden sind, wobei im Vordergrund eine Verklebung, Vernähung oder Verschweißung zwischen Lenticularfolie und Obermaterial steht. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass die Lenticularfolie durch einen Randstreifen eingefasst ist, um deren Festigkeit zu erhöhen beziehungsweise eine verbesserte Verbindung mit dem Obermaterial einzugehen.
[0014] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die mit Bildern hinterlegte Lenticularfolie rückseitig mit einer Papierfaser- und/oder stoffartigen Trägerschicht kaschiert ist. Die Trägerschicht dient dazu, die auf der Rückseite der Lenticularfolie aufgebrachten Bildinformationen vor Beschädigungen durch das gegerbte Leder zu schützen. Durch die rückseitige auf die Lenticularfolie aufgebrachte Bildinformation und die Schutzschicht entsteht eine Sandwichstruktur, die gegen äußere Beschädigungen, wie beispielsweise Kratzer geschützt ist, wobei die Trägerschicht die Formstabilität der Lenticularfolie erhöht. Hierbei besteht ohne weiteres die Möglichkeit, dass die Trägerschicht größer ausgebildet ist, als die Lenticularfolie und überstehende Abschnitte aufweist, welche als Randabschnitte zum Verbinden mit dem Obermaterial dienen.
[0015] In weiterer Ausgestaltung besteht die Möglichkeit, dass die Kanten der mit Bildern hinterlegten Lenticularfolie gebördelt ausgeführt sind. Durch eine Bördelung erfährt die Lenticularfolie über die gesamte Fläche eine deutliche Verstärkung und Erhöhung der Formstabilität. Hierbei kann der Bördelrand der Lenticularfolie zumindest teilweise im Verbindungsbereich des Obermaterials oder der Laufsohle zu liegen kommen und wird mit vernäht oder verklebt.
[0016] Die Besonderheit der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass an sich bekannte Schuhe, insbesondere Sportschuhe in verschiedenen Ausführungsformen eine optische Aufwertung dadurch erhalten, dass diese in Teilbereichen mit einer Lenticularfolie bedeckt sind. Hierbei kann es sich um die äußere gegebenenfalls auch die innere Seite eines Schuhpaares handeln, aber ebenso um die Vorderkappe, Hinterkappe oder ein Außenhinterteil. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um die Schuhpartien, die für Dritte sichtbar sind, wobei die Verwendung der Lenticularfolie in diesen Bereichen, es kann sich hierbei um einen einzelnen Bereich handeln, es kann sich aber auch um mehrere Bereiche handeln, zu einer erhöhten Aufmerksamkeit der Betrachter führen. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Lenticularfolie mit hinterlegten Bildern, welche sowohl zwei als auch dreidimensional gestaltet sein können, einen besonderen Blickfang bietet. Die hierbei hinterlegten Bilder können aus einfachen oder komplizierten grafischen Mustern bestehen, aber ebenso aus Bildern von Landschaften, von Gebäuden oder Persönlichkeiten, wobei unter anderem auch Sportler oder andere berühmte Persönlichkeiten dargestellt werden können.
[0017] Die Erfindung wird im Weiteren anhand der Figuren nochmals erläutert.
[0018] Es zeigen: Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht einen Schuh, Fig. 2 in einer teilweise geschnittenen Ansicht den Aufbau des Schuhs, Fig. 3 in einer perspektivischen Ansicht eine einfache Ausführungsform eines Sportschuhes und Fig. 4 in einer Seitenansicht einen handelsüblichen Sportschuh.
[0019] Figur 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht einen Schuh 1 in Form eines Herrenschuhs, es könnte sich aber ebenso um einen in veränderter Form hergestellten Damenschuh handeln. Der Schuh besteht aus einem Obermaterial 2 und einem innenliegenden Futterleder 3, welche zusammen mit der Laufsohle 4 verbunden sind. Die Laufsohle 4 besteht im Schnitt wie aus Figur 2 ersichtlich aus einer innenliegenden Brandsohle und einer Ausballung, welche zwischen der Laufsohle 4 und der Brandsohle angeordnet ist. Das Obermaterial 2 wird mit der Laufsohle 4 vernäht, wobei zusätzlich oberhalb der Laufsohle ein Rahmen 5 umlaufend angeordnet ist. Im hinteren Bereich des Schuhs 1 befindet sich ein Absatz 6, welcher ebenfalls mit der Laufsohle verbunden ist, wobei die vordere Schuhspitze 7 mit unterhalb des Obermaterials 2 liegenden Verstärkungsmaterialien zur besseren Formgebung ausgestattet ist und der Versenbereich 8 ein Innenfutter 9 und eine Außenverstärkung 10 aufweist. Sämtliche Obermaterialien, insbesondere das Obermaterial 2 sind hierbei über Nähte 11 miteinander verbunden, aber ebenso ist auch das Obermaterial 2 mit der Laufsohle 4 zum Teil vernäht und zum Teil verklebt.
[0020] Verschiedene Bereiche des Schuhs 1 können hierbei mit einer Lenticularfolie ausgestattet sein, welche sich andeutungsweise im unteren Bereich 12 des Obermaterials 2 befindet. Die Figur 1 zeigt exemplarisch die Anordnung der Lenticularfolie, welche ebenfalls formschlüssig mit dem Obermaterial 2 vernäht wird, die sich aber nur im Seitenbereich, in diesem Fall im Außenbereich des Schuhs 1 befindet. Ebenso kann die Lenticularfolie sich im Innen- und Außenbereich befinden oder es kann die gesamt Frontpartie bis zur Spitze 7 mit einer Lenticularfolie bedeckt werden. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, den hinteren Teil des Schuhs 1 mit einer Lenticularfolie abzudecken, welche wiederum mit dem Obermaterial 2 vernäht ist.
[0021] Figur 2 zeigt in einer teilweise geschnittenen Ansicht den Aufbau des Schuhs 1. Der Schuh 1 besteht aus dem Obermaterial 2 und einer Laufsohle 4. Oberhalb der Laufsohle 4 ist eine Ausballung 13 und eine Brandsohle 14 angeordnet. Zwischen der Brandsohle 14 und der Laufsohle 4 ist im Randbereich das Obermaterial 2 mit der Laufsohle vernäht und/oder verklebt, wobei umlaufend ein Rahmen 15 oberhalb der Laufsohle 4 angeordnet ist, der einen verstärkten Halt zwischen Obermaterial 2 und Laufsohle 4 gewährleistet. Die verschiedenen Seitenpartien im Frontbereich und im hinteren Bereich können hierbei mit einer Lenticularfolie bedeckt sein, wie in Figur 1 gezeigt, wobei die Lenticularfolie formschlüssig mit dem Obermaterial 2 und gegebenenfalls mit der Laufsohle vernäht wird.
[0022] Figur 3 zeigt in einer perspektivischen Ansicht einen Sportschuh 20 in einer handelsüblichen Ausführung. Der Sportschuh 20 besitzt ein Obermaterial 21, welches aus einem weichen Leder besteht sowie einer Laufsohle 22, die einen umlaufenden oberen Rand 23 aufweist. Zusätzlich ist das Obermaterial 21 im Seitenbereich, hinteren und vorderen Bereich mit einer Aufdoppelung versehen, um in einem Wettkampf bei erhöhten Anforderungen den Bereich oberhalb der Laufsohle 22 zu verstärken. Die Aufdoppelung 24 kann beispielsweise aus einer Lenticularfolie bestehen, welche auf das Obermaterial 21 aufgenäht oder aufgeklebt ist. Alternativ könnte auch der obere Bereich des Sportschuhes 20 mit einer Lenticularfolie bedeckt sein. Im vorliegenden Fall handelt es sich bei den Sportschuh 20 um einen Schnürschuh, der einen Schnürsenkel 25 aufweist, welcher durch die vorhandenen Ösen 26 hindurchgeführt ist. Anstelle eines Schnürsenkels 25 könnte ebenso ein Klettverschluss zum Einsatz kommen.
[0023] Figur 4 in einer zweiten Ansicht nochmals einen Sportschuh 30, welcher in diesem Fall eine typische Form, beispielsweise eines Tennisschuhs aufweist und ebenfalls aus einem Obermaterial 31 und einer Laufsohle 32 besteht. Die Laufsohle ist mit rippenförmigen Ausnehmungen 33 versehen, die die Elastizität des Laufsohlenbereiches 32 erhöht. Im Versenbereich 34 weist der Sportschuh eine Erhöhung 35 auf, um der Verse einen besseren Halt zu geben. Auch dieser Sportschuh 30 ist mit einem Schnürsenkel 36 ausgestattet, welcher durch einzelne Ösen oder Durchbrüche 37 hindurchgezogen werden kann. Im Weiteren ist der Sportschuh 30 im vorderen Bereich mit einer Aufdoppelung 38 versehen, welche den Sportschuh 30 vor Beschädigungen schützt. Wiederum kann die Aufdoppelung 38, aber ebenso das Obermaterial 31 mit einer Lenticularfolie bedeckt werden. Hierbei besteht ohne weiteres die Möglichkeit, dass das Obermaterial 31 auch nur teilweise vorzugsweise im Seitenbereich des Sportschuhs 30 angeordnet wird.
Bezugszeichenliste
[0024] 1 Schuh 2 Obermaterial 3 Futterleder 4 Laufsohle 5 Rahmen 6 Absatz 7 Schuhspitze 8 Versenbereich 9 Innenfutter 10 Außenverstärkung 11 Nähte 12 Bereich 13 Ausballung 14 Brandsohle 15 Rahmen 20 Sportschuh 21 Obermaterial 22 Laufsohle 23 Rand 24 Aufdoppelung 25 Schnürsenkel 26 Öse 30 Sportschuh 31 Obermaterial 32 Laufsohle 33 Ausnehmung 34 Versenbereich 35 Erhöhung 36 Schnürsenkel 37 Durchbruch 38 Aufdoppelung
Claims (9)
1. Schuhe (1), insbesondere Sportschuhe (20, 30), umfassend zumindest eine Laufsohle (4, 22, 32) mit Absatz (6) und ein Obermaterial (2, 21, 31), welches mit der Laufsohle (4, 22, 32) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Teil des Obermaterials (2, 21, 31) eine bedruckte und/oder mit Bildern hinterklebte Lenticularfolie aufweist.
2. Schuhe (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lenticularfolie zumindest auf einer Seite, vorzugsweise auf einer Außenseite eines Schuhs (1) oder Sportschuhs (20, 30) auf dem Obermaterial (2, 21, 31) angeordnet ist.
3. Schuhe (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lenticularfolie im Bereich einer Vorderkappe, einer Hinterkappe oder eines Außenhinterteils des Schuhs (1) oder Sportschuhs (20, 30) auf dem Obermaterial angeordnet ist.
4. Schuhe (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lenticularfolie vom Obermaterial (2, 21, 31) bis zum Rahmen (5) heruntergezogen ist.
5. Schuhe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Obermaterial (2, 21, 31) und die Lenticularfolie stoffschlüssig und/oder formschlüssig miteinander verbunden sind.
6. Schuhe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Obermaterial (2, 21, 31) und die Lenticularfolie unmittelbar miteinander verklebt, vernäht oder verschweißt sind.
7. Schuhe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lenticularfolie durch einen Randstreifen eingefasst ist.
8. Schuhe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mit Bildern hinterlegte Lenticularfolie rückseitig mit einer papierfaser- und/oder stoffartigen Trägerschicht kaschiert ist.
9. Schuhe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kanten der mit Bildern hinterlegten Lenticularfolie gebördelt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH01593/19A CH716929B1 (de) | 2019-12-11 | 2019-12-11 | Schuhe mit Lenticularfolie. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH01593/19A CH716929B1 (de) | 2019-12-11 | 2019-12-11 | Schuhe mit Lenticularfolie. |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH716929A2 CH716929A2 (de) | 2021-06-15 |
| CH716929B1 true CH716929B1 (de) | 2023-01-13 |
Family
ID=76296181
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH01593/19A CH716929B1 (de) | 2019-12-11 | 2019-12-11 | Schuhe mit Lenticularfolie. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH716929B1 (de) |
-
2019
- 2019-12-11 CH CH01593/19A patent/CH716929B1/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH716929A2 (de) | 2021-06-15 |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |