CH717150A1 - Pflanzenschutzmittel. - Google Patents

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CH717150A1 CH00184/20A CH1842020A CH717150A1 CH 717150 A1 CH717150 A1 CH 717150A1 CH 00184/20 A CH00184/20 A CH 00184/20A CH 1842020 A CH1842020 A CH 1842020A CH 717150 A1 CH717150 A1 CH 717150A1
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Abstract

Bei einem Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von Pflanzenpathogenen, umfassend einen in Wasser löslichen Wirkstoff, soll ein Pflanzenschutzmittel bereitzustellen, welches besonders schonend für Mensch und Umwelt ist und gleichzeitig eine gute Wirksamkeit gegen Pflanzenpathogene aufweist. Dies wird dadurch erreicht, dass das Pflanzenschutzmittel als Wirkstoffe einen ersten Anteil (A) basierend auf der Cannabis-Pflanze (Cannabis Sativa L.) sowie einen zweiten Anteil (B) basierend auf der Teebaumpflanze (Melaleuca alternifolia), sowie einen dritten Anteil (C) destilliertes Wasser umfasst, wobei die ersten und zweiten Anteile (A; B) im dritten Anteil (C) als Auszug vorliegen.

Description

Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung beschreibt ein Pflanzenschutzmittel sowie ein Verfahren zur Herstellung des Pflanzenschutzmittels gemäss Oberbegriff des ersten und des siebten Patentanspruches.
Stand der Technik
[0002] Bekannt sind eine Vielzahl von Pflanzenschutzmittel (auch allgemein als Pestizide bezeichnet), welche zur Bekämpfung von an Pflanzensamen und/oder Pflanzen selbst Pflanzenkrankheiten verursachenden Pflanzenpathogenen eingesetzt werden und dadurch die in früheren Zeiten gefürchteten, zu Hungersnöten führenden Ertragsausfälle beziehungsweise Ernteausfälle zu verhindern oder zu minimieren. Je nachdem, um welchen Typ von Pflanzenpathogen es sich handelt, d.h. ein Bakterium, ein Pilz oder ein Virus, wird das Pflanzenschutzmittel als fungizid, bakterizid beziehungsweise viruzid bezeichnet. Ferner können Pflanzenschutzmittel beziehungsweise Pestizide als akarizid, avizid, herbizid, insektizid, mitizid, molluskizid, nematizid oder rodentizid bezeichnet werden. Bekannte Pflanzenschutzmittel beziehungsweise Pestizide können organische oder anorganische Wirkstoffe enthalten. Im Weiteren können Pflanzenschutzmittel beziehungsweise Pestizide alternativ oder zusätzlich chemische Substanzen enthalten, welche pflanzenstärkend wirken und dadurch indirekt gegen Pflanzenpathogene wirken.
[0003] In vielen Fällen handelt es bei dem Pflanzenpathogen um einen Pilz beziehungsweise dessen Sporen wie beispielsweise bei dem so genannten Falschen Mehltau bei Trauben (Pilz: Plasmopara viticola) beziehungsweise bei dem so genannten Apfelschorf bei Äpfeln (Pilz: Venturia inaequalis), wobei hier das Pflanzenschutzmittel als solches als ein Fungizid bezeichnet wird.
[0004] Hierbei sind im Handel Pflanzenschutzmittel beziehungsweise Fungizide vorhanden, welche synthetisch hergestellte Wirkstoffe enthalten. Solche auf synthetisch hergestellten Wirkstoffen basierende Pflanzenschutzmittel beziehungsweise Fungizide haben eine Vielzahl von Nachteilen wie beispielsweise ein Nachlassen der Wirkung gegenüber den Pflanzenpathogenen (d.h. so genannte Resistenzbildung) sowie unerwünschte Umwelteinflüsse, beispielsweise in Gewässern, und hierbei allenfalls auch unerwünschte Einflüsse auf die Menschen.
[0005] Einige im Handel erhältliche Pflanzenschutzmittel enthalten deshalb anstelle von synthetischen Wirkstoffen auf den Metallen Kupfer oder Kalium basierende Wirkstoffe, d.h. in diesem Fall anorganische Wirkstoffe. Ein solches bekanntes, Kupfer enthaltendes Pflanzenschutzmittel ist beispielsweise Kocide Opti. Ein solches bekanntes, Kalium enthaltendes Pflanzenschutzmittel ist beispielsweise Armicarb.
[0006] Solche Kupfer oder Kalium enthaltende Pflanzenschutzmittel haben den Nachteil, eine zu hohe Anreicherung dieser Metalle in Böden oder Gewässern eine Belastung für Mensch und Umwelt darstellen können.
[0007] Aus dem Dokument WO 2016/004326A1ist beispielsweise ein Pflanzenschutzmittel bekannt, welches natürliche, d.h. lediglich in der Natur vorkommende, Substanzen als Wirkstoffe enthalten und dadurch Mensch und Umwelt schonen sollen. Hierbei handelt es sich beim natürlichen Wirkstoff um Zusammensetzungen basierend auf den ätherischen Ölen aus den unterschiedlichsten Pflanzen, wobei hierbei eine fungizide Wirkung gegen die pflanzenpathogenen Pilze Pythium aphanidermatum (Wurzelfäule bei Sojabohnen, Rüben, Paprika, Kürbisgewächsen) beziehungsweise Rhizoctonia solani (Kartoffelpocken) beschrieben wird.
[0008] Das aus dem Dokument WO 2016/004326A1bekannte Pflanzenschutzmittel hat jedoch den Nachteil, dass bei der Herstellung von ätherischen Ölen zwangsläufig Extraktionsmittel eingesetzt werden und deshalb wiederum potentiell schädliche Substanzen in die Umwelt gelangen können.
Darstellung der Erfindung
[0009] Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, ein Pflanzenschutzmittel bereitzustellen, welches besonders schonend für Mensch und Umwelt ist und gleichzeitig eine gute Wirksamkeit gegen Pflanzenpathogene aufweist.
[0010] Diese Aufgaben erfüllt ein Pflanzenschutzmittel mit den Merkmalen des Patentanspruches 1.
[0011] Erfindungsgemäss umfasst das Pflanzenschutzmittel als Wirkstoffe einen ersten Anteil basierend auf der Cannabis-Pflanze (Cannabis Sativa L. und/oder Cannabis Indica) sowie einen zweiten Anteil basierend auf der Teebaumpflanze (Melaleuca alternifolia), sowie einen dritten Anteil einer Flüssigkeit, insbesondere destilliertes Wasser, wobei die ersten und zweiten Anteile im dritten Anteil als Auszug (Mazeration) vorliegen. Alternativ zu destilliertem Wasser oder zusätzlich kann auch als dritter Anteil Alkohol und/oder ein Öl verwendet werden, wodurch vorteilhaft ein Herauslösen hydrophober Bestandteile erzielt werden kann beziehungsweise eine Beschleunigung und Intensivierung des Auszugs erreicht werden kann. Bei dieser alternativen Variante werden besonders bevorzugt Öl in Form von Pflanzenöl basierend auf Raps, Distel und/oder MTC Öl (beispielsweise Kokosöl).
[0012] Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird unter einem Auszug basierend auf der Cannabis-Pflanze beziehungsweise Hanfpflanze verstanden (d.h. Cannabis Sativa L. und/oder Cannabis Indica), dass insbesondere Hanfabfälle ohne Blüten in reinem unbehandeltem Zustand vorzugsweise aus Indoor-Züchtung verwendet werden sollen. Im Weiteren wird im Sinne der vorliegenden Erfindung unter einem Auszug (Mazeration) basierend auf der Teebaumpflanze (d.h. Melaleuca alternifolia) verstanden, dass die Teebaumpflanzenteile in reinem, unbehandeltem Zustand vorliegen, wobei die Teile der Teebaumpflanze vor dem Auszugsverfahren vorzugsweise lediglich getrocknet mit einer Trockensubstanz von 80% bis 100% vorliegt. Im Sinne einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung kann der Auszug in Form eines „kalten Auszugs“ oder eines „heissen Auszugs“, oder eine Kombination von Druck und Wärme umgesetzt werden. Unter dem Begriff „kalter Auszug“ wird gemäss Definition aus Wikipedia ein so genanntes Mazerat beziehungsweise ein Kaltwasserauszug verstanden, wobei dieses Herstellungsverfahren vorteilhaft ein Herauslösen von leichtflüchtigen oder thermisch instabilen Inhaltsstoffen aus pflanzlichen Rohstoffen erlaubt. Hierbei wird zerkleinertes Pflanzengut mit kaltem bis lauwarmem Wasser übergossen, über längere Zeit stehen gelassen und der flüssige, als „kalter Auszug“ bezeichnete Teil von den festen Bestandteilen abgeseiht.
[0013] Es hat sich vorteilhaft gezeigt, dass das erfindungsgemässe Pflanzenschutzmittel sich besonders gut als Fungizid eignet, insbesondere gegen die pathogenen Pilze Venturia inaequalis (Apfelschorf) und/oder Plasmopara viticola (Falscher Mehltau). Als weiterer Vorteil kann angeführt werden, dass ein praktisch unbedenkliches, Umwelt und Mensch schonendes, die Auflagen eines natürlichen Bioproduktes erfüllendes Pflanzenschutzmittel erzielt wurde, welches aufgrund der Einfachheit der Dosierung durch Hobbygärtner gleichsam wie durch industrielle Anwender im Biolandbau verwendet werden kann.
[0014] Im Sinne einer bevorzugten Weiterbildung wird das erfindungsgemässe Pflanzenschutzmittel als Spritzmittel verwendet, d.h. auf die zu behandelnden Teile der betreffenden Pflanze fein versprüht.
[0015] Alternativ zu einem „kalten“ Auszug ist gemäss einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ein „heisser“ Auszug denkbar, wobei durch die Anwendung zugeführter Hitze und/oder Druck auf den ersten Anteil basierend auf der Cannabis-Pflanze (Cannabis Sativa L. und/oder Cannabis Indica), den zweiten Anteil basierend auf der Teebaumpflanze (Melaleuca alternifolia) sowie den dritten Anteil einer Flüssigkeit, insbesondere destilliertes Wasser ein Auszug erzielt werden kann, bei dem die ersten und zweiten Anteile im dritten Anteil als Auszug vorliegen beziehungsweise zumindest teilweise gelöst ist. Es hat sich vorteilhaft gezeigt, dass hierdurch in besonders kurzer Zeit ein Auszug realisiert werden kann. Im weiteren ist es gemäss einer besonders bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung denkbar, dass durch die Anwendung von Hitze und Druck der dritte Anteil Flüssigkeit, insbesondere Wasser, dem erhaltenen Auszug entzogen wird, um die Konzentration der ersten und zweiten Anteile zu erhöhen.
[0016] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsformen sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
[0017] Vorzugsweise umfasst das erfindungsgemässe Pflanzenschutzmittel zusätzlich ein Netzmittel, wobei das Netzmittel ein, insbesondere hydriertes beziehungsweise gehärtetes, Rapsölderivat oder dergleichen umfasst. Durch die Zugabe eines solchen Netzmittels wird vorteilhaft erreicht, dass das erfindungsgemässe Pflanzenschutzmittel trotz zeitweiliger Regenperioden oder andere Witterungseinflüsse seine Wirksamkeit behält. Als Netzmittel verwendet werden kann das Rapsölderivat „Codacide“ enthaltend 95wt% Rapsöl sowie 5wt% polyethoxylierten Ester als Emulgator. Vorzugsweise wird die Zugabe eines solchen Netzmittels im Zusammenhang mit dem erfindungsgemässen Pflanzenschutzmittel je nach Land und örtlichen beziehungsweise meteorologischen Begebenheiten bestimmt.
[0018] In Sinne einer bevorzugten Weiterentwicklung der vorliegenden Erfindung kann das erfindungsgemässe Pflanzenschutzmittel das Netzmittel in einer geeigneter Konzentration umfassen oder alternativ bedarfsmässig vom Endverbraucher in dieser geeigneten Konzentration dem erfindungsgemässen Pflanzenschutzmittel zugefügt werden.
[0019] Bevorzugt liegt das erfindungsgemässe Pflanzenschutzmittel als Konzentrat mit einem dritten Anteil an destilliertem Wasser von 80wt% bis 98wt%, bevorzugter von 85bis 95wt%, noch bevorzugter etwa 90wt% vor, so dass sich das Pflanzenschutzmittel für die industrielle Anwendung eignet. Mit anderen Worten kann alternativ das erfindungsgemässe Pflanzenschutzmittel auf eine Konzentration geeignet für die sofortige Verwendung durch Hobbygärtner beziehungsweise Privatpersonen verdünnt beziehungsweise vordosiert werden. Beispielsweise ist somit ein Konzentrat denkbar, welches in einem Mischverhältnis 1: 4(d.h. 20wt% der ersten und zweiten Anteile und 80wt% des dritten Anteils) vorliegt. Gemäss einem weiteren Beispiel könnte mit anderen Worten für eine sofortige Verwendung das erfindungsgemässe Pflanzenschutzmittel in einem Mischverhältnis 1: 49(d.h. d.h. 2wt% der ersten und zweiten Anteile und 98wt% des dritten Anteils) vorliegen.
[0020] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Pflanzenschutzmittels, umfassend die Verfahrensschritte: a) Bereitstellung eines ersten Anteils basierend auf der Cannabis-Pflanze sowie eines zweiten Anteils basierend auf der Teebaumpflanze; b) Zerkleinern der ersten und zweiten Anteile bis zu einem vorbestimmten Mahlgrad, beispielsweise unter Zuhilfenahme eines Mörsers oder dergleichen; c) Zugabe eines dritten Anteils einer Flüssigkeit, insbesondere destilliertes Wasser; d) Stehen lassen des in Verfahrensschritt c) erhaltenen Gemisches während einer vorbestimmten Auszugsdauer, vorzugsweise insbesondere bei einem kalten Auszugsverfahren von mehr als 15Tagen, vorzugsweise zwischen 3bis 6Wochen; e) Abtrennung der festen, ungelösten Bestandteile der ersten und zweiten Anteile vom dem in Verfahrensschritt d) erhaltenen Gemisch, beispielsweise unter Zuhilfenahme eines Siebs und/oder einer mechanischen Presse;so dass ein kaltes Auszugsverfahren zur Erzielung eines kalten Auszugs aus der Cannabis-Pflanze und der Teebaumpflanze realisiert wird.
[0021] Durch die Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens kann vorteilhaft eine sehr einfache, d.h. mit wenigen einfachen Gerätschaften auskommende, Herstellung eines wirksamen Pflanzenschutzmittels realisiert werden.
[0022] Vorzugsweise wird nach dem Verfahrensschritt e) des erfindungsgemässen Verfahrens der erhaltene kalte Auszug pasteurisiert beziehungsweise sterilisiert, vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen 60°C und 110°C, um mikrobielle Abbauprozesse zu verhindern beziehungsweise die Haltbarkeit des resultierenden Pflanzenschutzmittels zu erhöhen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0023] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird nachstehend im Zusammenhang mit den anliegenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine schematische Darstellung der Verfahrensschritte zur Herstellung des erfindungsgemässen Pflanzenschutzmittels; Fig. 2 eine Grafik zur Darstellung der Wirksamkeit des erfindungsgemässen Pflanzenschutzmittels gegenüber dem Pflanzenpathogen Plasmopara viticola (Falscher Mehltau) hinsichtlich der Krankheitshäufigkeit im Vergleich mit einem Referenzprodukt; Fig. 3 eine Grafik zur Darstellung der Wirksamkeit des erfindungsgemässen Pflanzenschutzmittels gegenüber dem Pflanzenpathogen Plasmopara viticola (Falscher Mehltau) hinsichtlich der Krankheitsschwere im Vergleich mit einem Referenzprodukt; Fig. 4 eine weitere Grafik zur Darstellung der prozentualen Wirksamkeit gegenüber dem Pflanzenpathogen Plasmopara viticola des untersuchten, erfindungsgemässen Pflanzenschutzmittels hinsichtlich der Krankheitsschwere im Vergleich zum Referenzprodukt; Fig. 5 eine Grafik zur Darstellung der Wirksamkeit des erfindungsgemässen Pflanzenschutzmittels gegenüber dem Pflanzenpathogen Venturia inaequalis (Apfelschorf) hinsichtlich Krankheitshäufigkeit im Vergleich mit zwei Referenzprodukten; Fig. 6 eine Grafik zur Darstellung der Wirksamkeit des erfindungsgemässen Pflanzenschutzmittels gegenüber dem Pflanzenpathogen Venturia inaequalis (Apfelschorf) hinsichtlich Krankheitsschwere im Vergleich mit zwei Referenzprodukten; Fig. 7 eine weitere Grafik zur Darstellung der prozentualen Wirksamkeit des untersuchten, erfindungsgemässen Pflanzenschutzmittels gegenüber dem Pflanzenpathogen Venturia inaequalis (Apfelschorf) hinsichtlich der Krankheitsschwere im Vergleich zu den beiden Referenzprodukten.
Beschreibung
[0024] Fig.1zeigt beispielhaft eine schematische Darstellung der Verfahrensschritte zur Herstellung des erfindungsgemässen Pflanzenschutzmittels. Diese bevorzugte Variante eines Verfahrens zur Herstellung eines Pflanzenschutzmittels umfasst hier die Verfahrensschritte: a) Bereitstellung eines ersten Anteils A basierend auf der Cannabis-Pflanze sowie eines zweiten Anteils B basierend auf der Teebaumpflanze; b) Zerkleinern der ersten und zweiten Anteile A und B bis zu einem vorbestimmten Mahlgrad, beispielsweise unter Zuhilfenahme eines Mörsers oder dergleichen und Überführen in einen Behälter; c) Zugabe eines dritten Anteils C destilliertes Wasser in den Behälter; d) Stehen lassen des in Verfahrensschritt c) erhaltenen Gemisches während einer vorbestimmten Auszugsdauer, vorzugsweise insbesondere bei einem kalten Auszugsverfahren von mehr als 15Tagen, vorzugsweise zwischen 3bis 6Wochen; e) Abtrennung der festen, ungelösten Bestandteile der Anteile A und B vom dem in Verfahrensschritt d) erhaltenen Gemisch, beispielsweise unter Zuhilfenahme eines Siebs und/oder einer mechanischen Presse;so dass ein kaltes Auszugsverfahren zur Erzielung des erfindungsgemässen Pflanzenschutzmittels in Form eines kalten Auszugs basierend auf der Cannabis-Pflanze sowie auf der Teebaumpflanze realisiert wird.
[0025] Hierbei können die Verfahrensschritte a) bis c) unter einem Abschnitt 0zusammengefasst werden, wobei die wesentlichen Anteile A, B und C in einem Behälter bereitgestellt und für das eigentliche, kalte Auszugsverfahren vorbereitet werden. In Abschnitt 1erfolgt mit dem Verfahrensschritt d) das eigentliche kalte Auszugsverfahren, welches in Abschnitt 2mit der Abtrennung der festen, ungelösten Bestandteile der Anteile A und B abgeschlossen wird.
[0026] Vorzugsweise wird in Verfahrensschritt d) das Gemisch bei einer Temperatur zwischen 16°C bis 35°C, noch bevorzugter etwa 30°C stehen gelassen.
[0027] Besonders bevorzugt umfasst der Verfahrensschritt e) zwei nacheinander folgende Schritte umfasst, wobei zunächst die gelösten, flüssigen Bestandteile des in Verfahrensschritt d) erhaltenen Gemischs durch ein feines Sieb in einen weiteren Behälter überführt wird und anschliessend der zurückgebliebene, im Wesentlichen feste Bestandteil des in Verfahrensschritt d) erhaltenen Gemischs mittels einer mechanischen oder hydraulischen Presse von zusätzlichen gelösten, flüssigen Bestandteilen getrennt wird und in den weiteren Behälter überführt werden.
[0028] Die vorliegende Erfindung wird im Weiteren durch die folgenden, nicht limitierenden Beispiele illustriert:
BEISPIEL 1:
[0029] Das erfindungsgemässe Pflanzenschutzmittel wurde zur Verwendung als Fungizid gegen den Falschen Mehltau (Plasmopara viticola) bei Traubenpflanzen der Sorte „Chasselas“ getestet basierend auf folgender, besonders bevorzugter Zusammensetzung (siehe Tabelle 1) und hinsichtlich der Wirksamkeit beurteilt.
Tabelle 1
[0030] Anteil A (Teebaumpflanze) 25g bis 65g Anteil B (Cannabis-Pflanze) 30g bis 70g Anteil C (destilliertes Wasser) 1'000ml
[0031] Im Weiteren wurde der Versuchsaufbau zu BEISPIEL 1gemäss folgender Tabelle 2gewählt:
Tabelle 2
[0032] Anzahl Pflanzen pro Behandlung 6 Behandlungen: - 0.5d pre-inok - 2d pre-inok - 0.5d pre-inok mit künstlicher Beregnung Getestete Fungizide / Konzentration: - Blindkontrolle Wasser - Kocide Opti Standard - Kocide Opti verdünnt - SVH-Evol Standard (erfindungsgemässes Pflanzenschutzmittel) - SVH-Evol verdünnt Automatische Sprüheinheit: - Sprühdauer 14Sekunden - Druck Sprühdüse Ca. 1,2bar - Sprühmenge / Behandlung 80bis 100ml Inokulation: - Sporendichte (sporedensity/ml) 50'000sp/ml (äussere, abaxiale Oberfläche aller voll ausgebildeten Blätter) Inkubation: - Stufe I 20°C; Lichtbedingungen: 16Std. Tageslicht, 8Std. Nacht über 6Tage - Stufe II - Stufe III (nach Inokulation) - Stufe IV 24Std. bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 100% und 21°C (16Std. Tageslicht, 8Std. Nacht) - Stufe V (Anregung Sporenbildung) 24Std. nach Inokulation: 20°C (16Std. Tageslicht, 8Std. Nacht), 6Tage 24Std. bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 100% und 21°C (16Std. Tageslicht, 8Std. Nacht)
[0033] Unter der Bezeichnung „0.5d pre-inok“ wird hierbei verstanden: Die Traubenpflanzen wurden mit dem getesteten, erfindungsgemässen Pflanzenschutzmittel behandelt und anschliessend die trockenen Blätter inokuliert/beimpft (d.h. nach ungefähr 5bis 8Stunden Nachbehandlung). Nach der Nachbehandlung wurden die Traubenpflanzen sofort inkubiert für 24Stunden bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 100%.
[0034] Unter der Bezeichnung „2d pre-inok“ wird hierbei verstanden: Die Traubenpflanzen wurde mit dem getesteten, erfindungsgemässen Pflanzenschutzmittel zweimal behandelt und die trockenen Blätter erst zwei Tage später inokuliert/beimpft.
[0035] Die antimikrobielle beziehungsweise antifungizide Wirksamkeit der im BEISPIEL 1untersuchten Pflanzenschutzmittel gegenüber dem Pflanzenpathogen Plasmopara viticola wird wie folgt beurteilt, indem einerseits der prozentuale Anteil der Blätter mit Krankheitssymptomen bestimmt wird (Krankheitshäufigkeit beziehungsweise disease incidence) wie inFig.2gezeigt beziehungsweise indem andererseits der prozentuale Anteil der abgestorbenen Blattoberfläche bestimmt wird (Krankheitsschwere beziehungsweise disease severity) wie inFig.3gezeigt. Im Weiteren zeigtFig.4eine weitere Grafik zur prozentualen Wirksamkeit gegenüber dem Pflanzenpathogen Plasmopara viticola des untersuchten, erfindungsgemässen Pflanzenschutzmittels hinsichtlich der Krankheitsschwere im Vergleich zum Referenzprodukt.
[0036] Aus den nachfolgenden Tabellen 3und 4kann die Wirksamkeit des erfindungsgemässen Pflanzenschutzmittels (hier als SVH-Evol bezeichnet) im Vergleich mit den im Markt erhältlichen, gegen das Pflanzenpathogen Plasmopara viticola wirksamen Kocide Opti (Kupfer enthaltend) herausgelesen werden.
[0037] Die in BEISPIEL 1erhaltenen Resultate zur Krankheitsschwere beziehungsweise disease severity sind in der nachfolgenden Tabelle 3zusammengefasst:
Tabelle 3
[0038] Blindkontrolle H2O N/A N/A 6 Kocide Opti Standard 0.1% 0.5d pre-inok Nein 6 96.1% Kocide Opti verdünnt 0.01% 0.5d pre-inok Nein 6 88.6% SVH-Evol Standard 100% 0.5d pre-inok Nein 6 97.4 SVH-Evol verdünnt 25% 0.5d pre-inok Nein 6 81.0% Kocide Opti Standard 0.1% 2d pre-inok Nein 6 94.4% Kocide Opti verdünnt 0.01% 2d pre-inok Nein 6 40.5% SVH-Evol Standard 100% 2d pre-inok Nein 6 93.5% SVH-Evol verdünnt 25% 2d pre-inok Nein 6 25.7% Kocide Opti Standard 0.1% 0.5d pre-inok Ja 6 68.7% Kocide Opti verdünnt 0.01% 0.5d pre-inok Ja 6 64.6% SVH-Evol Standard 100% 0.5d pre-inok Ja 6 41.5% SVH-Evol verdünnt 25% 0.5d pre-inok Ja 6 25.5%
[0039] Die in BEISPIEL 1erhaltenen Resultate zur Krankheitshäufigkeit beziehungsweise disease incidence sind in der nachfolgenden Tabelle 4zusammengefasst:
Tabelle 4
[0040] Blindkontrolle H2O N/A N/A 6 Kocide Opti Standard 0.1% 0.5d pre-inok Nein 6 55.6% Kocide Opti verdünnt 0.01% 0.5d pre-inok Nein 6 41.7% SVH-Evol Standard 100% 0.5d pre-inok Nein 6 88.9% SVH-Evol verdünnt 25% 0.5d pre-inok Nein 6 44.4% Kocide Opti Standard 0.1% 2d pre-inok Nein 6 50.0% Kocide Opti verdünnt 0.01% 2d pre-inok Nein 6 5.6% SVH-Evol Standard 100% 2d pre-inok Nein 6 66.7% SVH-Evol verdünnt 25% 2d pre-inok Nein 6 16.7% Kocide Opti Standard 0.1% 0.5d pre-inok Ja 6 30.6% Kocide Opti verdünnt 0.01% 0.5d pre-inok Ja 6 16.7% SVH-Evol Standard 100% 0.5d pre-inok Ja 6 27.8% SVH-Evol verdünnt 25% 0.5d pre-inok Ja 6 11.1%
[0041] Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass das erfindungsgemässe Pflanzenschutzmittel gegenüber dem Pflanzenpathogen Plasmopara viticola eine Wirksamkeit von 97.4% zeigt. Zudem hat sich gezeigt, dass selbst bei einer Verdünnung auf einen Viertel dieser für den Einsatz empfohlenen Konzentration noch immer gegenüber dem Pflanzenpathogen Plasmopara viticola eine Wirksamkeit von 81% erzielt wird.
[0042] Wenn die getesteten Pflanzenschutzmittel zwei Tage vor der Inokulation appliziert beziehungsweise aufgesprüht wurden, wurde nur ein geringer Aktivitätsverlust festgestellt, d.h. das getestete, erfindungsgemässe Pflanzenschutzmittel „SVH-Evol“ zeigte eine vergleichbare Reduktion in der Effektivität wie das Kupfer enthaltende Referenzprodukt „Kocide Opti“.
[0043] Zudem hat sich gezeigt, dass bei der für die Anwendung empfohlenen Konzentration das erfindungsgemässe Pflanzenschutzmittel im Vergleich zum Referenzprodukt „Kocide Opti“ etwa dieselbe Wirksamkeit gegenüber dem Pflanzenpathogen Plasmopara viticola erzielt.
[0044] Somit konnte anhand des BEISPIELS 1gezeigt werden, dass das erfindungsgemässe Pflanzenschutzmittel gegen den falschen Mehltau, d.h. gegen das Pflanzenpathogen Plasmopara viticola, wirksam eingesetzt werden kann.
[0045] Im Weiteren hat sich vorteilhaft gezeigt, dass bei einer Inokulierung beziehungsweise Beimpfung der trockenen Blätter der Pflanzen erst zwei Tage später nach dem Besprühen mit dem erfindungsgemässen Pflanzenschutzmittel noch keine Einbusse der Wirksamkeit im Vergleich zum Referenzprodukt „Kocide Opti“ beobachtet werden kann, womit das erfindungsgemässe Pflanzenschutzmittel als stabil bezeichnet werden kann.
BEISPIEL 2:
[0046] Das erfindungsgemässe Pflanzenschutzmittel wurde im Weiteren zur Verwendung als Fungizid gegen den Apfelschorf (Venturia inaequalis) bei Äpfeln der Sorte „Jonagold“ getestet basierend auf folgender Zusammensetzung (siehe Tabelle 5) und hinsichtlich der Wirksamkeit beurteilt.
Tabelle 5
[0047] Anteil A (Teebaumpflanze) 25g bis 65g Anteil B (Cannabis-Pflanze) 30g bis 70g Anteil C (destilliertes Wasser) 1'000ml
[0048] Im Weiteren wurde der Versuchsaufbau zu BEISPIEL 2gemäss folgender Tabelle 6gewählt:
Tabelle 6
[0049] Anzahl Pflanzen pro Behandlung 6 Behandlungen: - 0.5d pre-inok - 2d pre-inok - 0.5d pre-inok mit künstlicher Beregnung Getestete Fungizide / Konzentration: - Blindkontrolle Wasser - Kocide Opti Standard - Kocide Opti verdünnt - Armicarb Standard - Armicarb verdünnt - SVH-Evol Standard (erfindungsgemässes Pflanzenschutzmittel) - SVH-Evol verdünnt Automatische Sprüheinheit: - Sprühdauer 14Sekunden - Druck Sprühdüse Ca. 1,2bar - Sprühmenge / Behandlung 80bis 100ml Inokulation: - Sporendichte (sporedensity/ml) 70'000sp/ml (äussere, abaxiale Oberfläche aller voll ausgebildeten Blätter) Inkubation: - Stufe I - Stufe II - Stufe III (nach Inokulation) 24Std. bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 100% und 21°C - Stufe IV (16Std. Tageslicht, 8Std. Nacht) 24Std. nach Inokulation: 20°C (16Std. Tageslicht, 8Std. - Stufe V (Anregung Sporenbildung) Nacht), 6Tage 24Std. bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 100% und 21°C (16Std. Tageslicht, 8Std. Nacht)
[0050] Die antimikrobielle Wirksamkeit der im BEISPIEL 2untersuchten Pflanzenschutzmittel gegenüber dem Pflanzenpathogen Venturia inaequalis wird wie folgt beurteilt, indem einerseits der prozentuale Anteil der Blätter mit Krankheitssymptomen bestimmt wird (Krankheitshäufigkeit beziehungsweise disease incidence) wie inFig.5gezeigt beziehungsweise indem andererseits der prozentuale Anteil der abgestorbenen Blattoberfläche bestimmt wird (Krankheitsschwere beziehungsweise disease severity) wie inFig.6gezeigt.
[0051] Im Weiteren zeigtFig.7eine weitere Grafik zur prozentualen Wirksamkeit des untersuchten, erfindungsgemässen Pflanzenschutzmittels hinsichtlich der Krankheitsschwere im Vergleich zu den beiden Referenzprodukten.
[0052] Aus den nachfolgenden Tabellen 3und 4kann die Wirksamkeit des erfindungsgemässen Pflanzenschutzmittels (hier als SVH-Evol bezeichnet) im Vergleich mit den im Markt erhältlichen, gegen das Pflanzenpathogen Venturia inaequalis wirksamen Kocide Opti (Kupfer enthaltend) beziehungsweise Armicarb (Kalium enthaltend) herausgelesen werden.
[0053] Die in BEISPIEL 2erhaltenen Resultate zur Krankheitsschwere beziehungsweise disease severity sind in der nachfolgenden Tabelle 3zusammengefasst: Blindkontrolle H2O N/A N/A 6 Kocide Opti Standard 0.1% 0.5d pre-inok Nein 6 90.4% Kocide Opti verdünnt 0.01% 0.5d pre-inok Nein 6 96.5% SVH-Evol Standard 100% 0.5d pre-inok Nein 6 81.4% SVH-Evol verdünnt 25% 0.5d pre-inok Nein 6 51.7% Kocide Opti Standard 0.1% 0.5d pre-inok Nein 6 100.0% Kocide Opti verdünnt 0.01% 0.5d pre-inok Nein 6 18.0% SVH-Evol Standard 100% 0.5d pre-inok Nein 6 -70.0% SVH-Evol verdünnt 25% 0.5d pre-inok Nein 6 -86.5% Armicarb Standard 0.4% post-inok Ja 6 100% Armicarb verdünnt 0.04% post-inok Ja 6 72.2% SVH-Evol Standard 100% post-inok Ja 6 97.4% SVH-Evol verdünnt 25% post-inok Ja 6 73.8%
[0054] Die in BEISPIEL 2erhaltenen Resultate zur Krankheitshäufigkeit beziehungsweise disease incidence sind in der nachfolgenden Tabelle 4zusammengefasst: Blindkontrolle H2O N/A N/A 6 Kocide Opti Standard 0.1% 0.5d pre-inok Nein 6 66.5% Kocide Opti verdünnt 0.01% 0.5d pre-inok Nein 6 58.7% SVH-Evol Standard 100% 0.5d pre-inok Nein 6 41.3% SVH-Evol verdünnt 25% 0.5d pre-inok Nein 6 33.0% Kocide Opti Standard 0.1% 0.5d pre-inok Nein 6 100.0% Kocide Opti verdünnt 0.01% 0.5d pre-inok Nein 6 5.0% SVH-Evol Standard 100% 0.5d pre-inok Nein 6 5.0% SVH-Evol verdünnt 25% 0.5d pre-inok Nein 6 -14.5% Armicarb Standard 0.4% post-inok Ja 6 100.0 Armicarb verdünnt 0.04% post-inok Ja 6 35.8% SVH-Evol Standard 100% post-inok Ja 6 91.6% SVH-Evol verdünnt 25% post-inok Ja 6 37.0%
[0055] Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass das erfindungsgemässe Pflanzenschutzmittel gegenüber dem Pflanzenpathogen Venturia inaequalis eine Wirksamkeit von 81.4% zeigt. Zudem hat sich gezeigt, dass selbst bei einer Verdünnung auf einen Viertel dieser für den Einsatz empfohlenen Konzentration noch immer gegenüber dem Pflanzenpathogen Venturia inaequalis eine Wirksamkeit von 51.7% erzielt wird.
[0056] Wenn die getesteten Pflanzenschutzmittel zwei Tage vor der Inokulation appliziert beziehungsweise aufgesprüht wurden, wurde nur ein geringer Aktivitätsverlust festgestellt, d.h. das getestete, erfindungsgemässe Pflanzenschutzmittel „SVH-Evol“ zeigte eine vergleichbare Reduktion in der Effektivität wie das Kupfer enthaltende Referenzprodukt „Kocide Opti“ beziehungsweise „Armicarb“.
[0057] Somit konnte anhand des BEISPIELS 2gezeigt werden, dass das erfindungsgemässe Pflanzenschutzmittel gegen den Apfelschorf, d.h. gegen das Pflanzenpathogen Venturia inaequalis, wirksam eingesetzt werden kann und eine vergleichbare Wirksamkeit wie die Referenzprodukte „Kocide Opti“ beziehungsweise „Armicarb“.

Claims (7)

1. Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von Pflanzenpathogenen, umfassend einen in Wasser löslichen Wirkstoff, dadurch gekennzeichnet, dass das Pflanzenschutzmittel als Wirkstoffe einen ersten Anteil (A) basierend auf der Cannabis-Pflanze (Cannabis Sativa L.) sowie einen zweiten Anteil (B) basierend auf der Teebaumpflanze (Melaleuca alternifolia), sowie einen dritten Anteil (C), insbesondere destilliertes Wasser, umfasst, wobei die ersten und zweiten Anteile (A; B) im dritten Anteil (C) als Auszug vorliegen.
2. Pflanzenschutzmittel nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil (A) zum Anteil (B) in einem Verhältnis von 40bis 60zu 1steht, noch bevorzugter in einem Verhältnis 45bis 55zu 1, am meisten bevorzugt in einem Verhältnis 45bis 54zu 1.
3. Pflanzenschutzmittel nach einem der vorherigen Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pflanzenschutzmittel als Fungizid wirkt, insbesondere gegen die pflanzenpathogenen Pilze Venturia inaequalis (Apfelschorf) und/oder Plasmopara viticola (Falscher Mehltau).
4. Pflanzenschutzmittel nach einem der vorherigen Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pflanzenschutzmittel zusätzlich ein Netzmittel umfassen kann, wobei das Netzmittel ein, insbesondere hydriertes beziehungsweise gehärtetes Pflanzenölderivat, insbesondere Rapsölderivat oder dergleichen umfasst.
5. Verfahren zur Herstellung eines Pflanzenschutzmittels nach einem der Patentansprüche 1bis 4, umfassend die Verfahrensschritte: a) Bereitstellung eines ersten Anteils (A) basierend auf der Cannabis-Pflanze sowie eines zweiten Anteils (B) basierend auf der Teebaumpflanze; b) Zerkleinern der ersten und zweiten Anteile (A) und (B) bis zu einem vorbestimmten Mahlgrad, beispielsweise unter Zuhilfenahme eines Mörsers oder dergleichen und Überführen in einen Behälter; c) Zugabe eines dritten Anteils (C) einer Flüssigkeit, insbesondere destilliertes Wasser; d) Stehen lassen des in Verfahrensschritt c) erhaltenen Gemisches während einer vorbestimmten Auszugsdauer, vorzugsweise insbesondere bei einem kalten Auszugsverfahren von mehr als 15Tagen, vorzugsweise zwischen 3bis 6Wochen; e) Abtrennung der festen, ungelösten Bestandteile der ersten und zweiten Anteile (A) und (B) vom dem in Verfahrensschritt d) erhaltenen Gemisch, beispielsweise unter Zuhilfenahme eines Siebs und/oder einer mechanischen Presse; so dass ein kaltes Auszugsverfahren zur Erzielung des Pflanzenschutzmittels in Form eines kalten Auszugs basierend auf der Cannabis-Pflanze sowie auf der Teebaumpflanze realisiert wird.
6. Verfahren nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in Verfahrensschritt d) das Gemisch mindestens einmal bis zweimal täglich für 2bis 3Minuten bewegt beziehungsweise umgewälzt wird.
7. Verfahren nach Patentanspruch 5oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verfahrensschritt e) zwei nacheinander folgende Schritte umfasst, wobei zunächst die gelösten, flüssigen Bestandteile des in Verfahrensschritt d) erhaltenen Gemischs durch ein feines Sieb in einen weiteren Behälter überführt wird und anschliessend der zurückgebliebene, im Wesentlichen feste Bestandteil des in Verfahrensschritt d) erhaltenen Gemischs mittels einer, insbesondere mechanischen oder hydraulischen, Presse von zusätzlichen gelösten, flüssigen Bestandteilen getrennt wird und in den weiteren Behälter überführt werden.
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