CH717210A2 - Kartenhalter mit Ausstossmechanismus für darin enthaltene Karten. - Google Patents

Kartenhalter mit Ausstossmechanismus für darin enthaltene Karten. Download PDF

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CH717210A2
CH717210A2 CH00292/20A CH2922020A CH717210A2 CH 717210 A2 CH717210 A2 CH 717210A2 CH 00292/20 A CH00292/20 A CH 00292/20A CH 2922020 A CH2922020 A CH 2922020A CH 717210 A2 CH717210 A2 CH 717210A2
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Kartenhalter mit Bremsvorrichtung zum kontrollierten Ausstossen seiner Karten. Der Kartenhalter umfasst ein Gehäuse (3), das an seiner Stirnfläche offen oder öffnenbar ist, zum Einschieben und Ausstossen solcher Karten. Die Gehäuse-Masse sind so gewählt, dass eine Karte an ihren länglichen Seiten darin gehalten ist. Der Kartenhalter verfügt über eine aus kraftschlüssig miteinander verbundenem Kraft- (5) und Lastarm (6) gebildete Auswurfmechanik. Diese ist über einen Griff (2) am Kraftarm (5) betätigbar, womit der Kraftarm (5) und dadurch der Lastarm (6) gegen eine Rückstellkraft (8) bewegbar ist. Am Lastarm (6) ist eine Abstufung (7) ausgeformt, sodass jede Stufen-Stirnfläche jeweils eine einzige Karte des Stapels (4) erfasst und der Stapel (4) infolge Hinausschiebens seiner Länge nach stufenförmig aufgefächert wird. Wenigstens ein Teil einer inneren GehäuseSeitenwand ist mit einer Auflage (18) aus einem Polyurethan-Schaumstoff mit geschlossenzelliger oder gemischtzelliger Porenstruktur beschichtet, woran eingeschobene Karten dieselbe elastisch verformend anschlagen.

Description

[0001] Die Erfindung betrifft einen Kartenhalter mit einem Ausstossmechanismus zum kontrollierten Ausstossen eines Stapels darin untergebrachter Karten wie Kreditkarten oder kreditkartenformatgleicher Karten anderer Art.
[0002] Den heutzutage zahlreich erhältlichen Kreditkartenhaltern oder Kreditkartenetuis ist gemeinsam, dass sie spezifisch zum Unterbringen von Kreditkarten, Telefonkarten, Ausweiskarten, Passkarten, etc. ausgelegt sind. Vorzugsweise sind die Kreditkartenhalter noch mit einem Fach für die Aufnahme von Banknoten und Münzgeld ausgestattet. Damit können sie herkömmliche Geldbörsen ersetzen. Kreditkartenhalter gibt es in unterschiedlichen Designs und Farben, mit oder ohne Schutzhüllen, die dann fest oder abnehmbar am Gehäuse angebracht sind.
[0003] Die persönlichen Karten in einem Kreditkartenhalter unterbringen zu können schafft viele Annehmlichkeiten. Zum einen bieten die Kartenhalter kraft ihres üblicherweise aus Aluminium bestehenden Gehäuses Schutz vor unbefugtem Auslesen von Chipkarten. Zum anderen kann der Kartenbesitzer die Karten kompakt und platzsparend mitführen und bei Bedarf rasch eine ganz bestimmte Karte aus einem ganzen Stapel im Kartenhalter aufbewahrten Karten hervorholen. Gerade weil in der heutigen Zeit sehr viele vormals analog vorhandene Daten in digitale Formate umgewandelt und in digitaltechnischen Systemen verarbeitet werden, haben aus dieser Notwendigkeit von Datenübertragungen die Chipkarten stark an Bedeutung und Verbreitung gewonnen. Als Folge davon besitzt eine Privatperson heute viele Chipkarten, darunter Kreditkarten, Mitgliedkarten und Kundenkarten, welche alle dieselben Formate, nämlich normierte Kreditkartenformate aufweisen. Entsprechend freuen sich auch Kartenhalter bzw. Kreditkartenhalter steigernder Beliebtheit, was sich in ihrem laufend wachsenden Marktangebot reflektiert.
[0004] Eine Schwierigkeit für solche Kartenhalter besteht unter anderem darin, die Karten sicher und platzsparend aufzunehmen und diese gleichzeitig leicht, sicher und schnell zugänglich zu machen. Ein RFID (Radio Frequency Identification)-sicheres Gehäuse erfordert, dass die Chipkarten so abgedeckt sind, dass kein RFID-Lesegerät von ausserhalb des Kartenhalters die gespeicherten Daten von im Kartenhalter befindlichen Chipkarten auslesen kann. Diese quasi-hermetische Abschottung erschwert andererseits die Entnahme einer bestimmten Karte.
[0005] Bei herkömmlichen Kreditkartenetuis werden die Karten rein händisch, das heisst durch direktes Ergreifen einer Karte mit einer Hand entnommen. Besser gestaltete Kartenhalter weisen einen Hebel auf, der mit einer Schwenkbewegung die Karten auswirft. Um den Hebel zu bedienen, benützt die Person vorzugsweise einen Finger, mit dem sie das zu einem Griff ausgeformte Hebelende bewegt, womit das andere Hebelende die Karten nach aussen schiebt. In wiederum anderen Kreditkartenhalter-Vorrichtungen ist ein Schieber in Form eines verschiebbaren Balkens eingebaut. Dieser ergreift im Gehäuse bzw. im Behälter befindliche Karten von unten und stösst diese kraft seiner translatorischen Bewegung nach aussen. Dabei müssen die Karten eines Stapels so weit ausgestossen werden, dass der Stapel aufgefächert wird, sodass hernach eine bestimmte einzelne Karte von Hand aus dem ausgeworfenen Stapel ergriffen und entnommen werden kann.
[0006] Eine Herausforderung bei der Planung und Realisierung eines Kreditkartenhalters betrifft die Sicherstellung einer möglichst einfachen, zuverlässigen und raschen Herausnahme der Karten. Hierzu muss ein Kartenstapel einerseits genügend weit ausgestossen werden, während gleichzeitig die Karten nicht ganz aus dem Kartenhalter herausrutschen dürfen. Auch darf der Kartenstapel im Gehäuse nicht verklemmen. Die derzeit im Markt erhältlichen Vorrichtungen vermögen ein entscheidendes Problem nicht effektiv zu lösen: Werden die Hebel und Schieber allzu energisch betätigt, so löst das einen übermässigen Kraftstoss auf den Kartenstapel aus. Wenn die Karten dann wegen der Abnützung oder unzulänglichen Beschaffenheit der Bremsauflagen noch zu wenig stark gebremst werden, drohen sie aus dem Kartenhalter herausgespickt zu werden. Oftmals findet sich der Benützer in einer Situation, in der er wenig Zeit hat, dem Stapel die gewünschte Karte zu entnehmen, zum Beispiel wenn er an der Spitze einer Warteschlange von Personen steht, die nachdrängen. Dieser zusätzliche Stressfaktor begünstigt eine intuitiv kräftige bzw. hastige Bedienung des Hebels oder Schiebers und im schlimmsten Fall spickt der Kartenstapel aus dem Kartenhalter und die Karten liegen dann verstreut am Boden. Einige Anbieter kleiden das Gehäuse ihrer Kreditkartenhalter deshalb innen partiell mit einem nicht gewebten Stoff wie beispielsweise einem Filz aus, um durch das Fasergut eine Bremswirkung der Kartenbewegung zu erzielen. Damit wird die Problematik aber nicht dauerhaft ausgeräumt: Erstens unterliegen Faserstoffe einer Materialabnutzung infolge häufigen Gebrauchs, indem sich die Fasern lösen, der Stoff zwangsläufig glatter wird und dadurch seiner Bremswirkung verlustig geht. Zweitens wirkt sich der anfängliche fasern-bedingte Bremseffekt konträr auf die Angewohnheiten des Benutzers aus, indem dieser den Hebel oder Schieber umso kräftiger gegen den grösseren Bremswiderstand bedienen muss, was die Abnützung des Fasermaterials noch begünstigt. Wo also die Faserstoffpartien die Karten beidseits anfänglich noch satt beaufschlagen, beobachtet man mit der Zeit ein allmähliches Nachlassen der Bremswirkung, das mit der geringer werdenden Faserstoffdicke einhergeht. Eine Problematik bei der Wahl eines geeigneten Materials ergibt sich aus einem Zielkonflikt, wegen eigentlich gegensätzlicher Anforderungen: Einerseits soll das Material äusserst abriebfest sein, andererseits soll es eine laufruhige Gleitbewegung der Karten zulassen. Auch eine partielle Ausstattung des Gehäuses mit Gummiprofilen hat keine zufriedenstellende Wirkung erzielt. Die adhäsive Oberfläche von Gummi-Werkstoffen beeinträchtigt deren Gleiteigenschaften signifikant. Dies führt auf Dauer zu Materialabtrag beim Einschieben und Ausstossen der Karten. Auch verliert ein GummiWerkstoff mit der Zeit an Elastizität, was den Abrieb noch begünstigt. Schliesslich ist der Anpressdruck auf die Karten nicht mehr sichergestellt, womit der Kartenhalter seine Funktionalität wesentlich einbüsst. Ausserdem hängt die anfängliche Qualität der Gummiprofile bzw. der Gummi-Einsätze stark vom Ausmass der Fertigungstoleranzen ab: Dabei kann der Anpressdruck auf die Karten zu gering sein, wodurch diese Gefahr laufen herauszufallen, oder aber der Anpressdruck kann zu stark sein, wodurch sich die Karten sich nur mit unzumutbar hohem Kraftaufwand aus ihrem Sitz im Gehäuse bewegen lassen. Daher vermögen Gummiprofile bzw. -einsätze in Kartenhaltern nicht vollends zu überzeugen. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die bisher bekannt gewordenen Vorschläge insgesamt nicht in allen Belangen befriedigen.
[0007] Vor diesem Hintergrund liegt die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, einen Kartenhalter mit verbesserter Haptik anzugeben, aus dem sich die darin geborgenen Karten sicher und auch im Fall von Stresssituationen für den Benutzer zuverlässiger und bedienungsfreundlicher einzeln entnehmen lassen, ohne dass eine einzelne Karte oder auch mehrere Karten eines Stapels Gefahr laufen, herauszufallen. Die Lösung sollte dies dauerhaft sicherstellen und einen haptisch besonders angenehm zu bedienenden, taktilen Ausstossmechanismus bieten, der an den Tastsinn des Menschen möglichst optimal angepasst ist, welcher Tastsinn die drei Qualitäten Druck, Berührung und Vibration umfasst. Vom Prinzip lässt ein solcher Mechanismus verschiedene Gestaltungen zu, mit mehr oder weniger nötiger Betätigungskraft und Betätigungsweg, und mit mehr oder weniger Ausstoss-Weg und Auffächerung eines im Kartenhalter enthaltenen Kartenstapels. Gleichzeitig soll die Konstruktion und Ausgestaltung dieses Kartenhalters sicherstellen, dass die Karten durch die Betätigung des Ausstossmechanismus niemals aus dem Kartenhalter herausspicken können, sondern sie in aufgefächerter Form vom Kartenhalter festgehalten werden. Schliesslich soll die Bremswirkung, die ja mit dem Ausstoss-Mechanismus zusammenwirken muss, dauerhaft erhalten bleiben. Insgesamt soll dieser Kartenhalter eine verbesserte Haptik bieten und eine angenehmere Taktilität des Ausstoss-Mechanismus bieten, unter sauberem Auffächern des Kartenstapels im Innern durch das Ausstossen und unter einem sicheren Vermeiden eines ungewollten Herausspickens der Karten.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst von einem Kartenhalter zum kontrollierten Ausstossen und Auffächern darin untergebrachter Karten, wobei dieser Kartenhalter ein Gehäuse zum Unterbringen eines Stapels von wenigstens zwei Kreditkarten oder hierzu formatgleichen Karten einschliesst, und das Gehäuse an seiner Stirnfläche offen oder bedarfsweise öffnenbar ist, zum Einschieben und Ausstossen solcher Karten, wobei die Masse des Gehäuses so gewählt sind, dass eine solche Karte an ihren länglichen Seiten im Gehäuse gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kreditkartenhalter mindestens eines der beiden Merkmale nach Patentanspruch 1aufweist. Besondere Ausführungen und Ausgestaltungen des Kartenhalters sind in den abhängigen Patentansprüchen beansprucht.
[0009] In den Figuren werden Ausführungsbeispiele des Kartenhalters dargestellt und diese werden nachfolgend im Einzelnen beschrieben und ihre Funktion wird erklärt.
[0010] Es zeigt: Figur 1: den Kartenhalter in einer perspektivischen Gesamtansicht; Figur 2: den Kartenhalter in einem Längsschnitt durch sein Gehäuse, sodass der Blick ins Innere mit seiner Mechanik freigegeben ist; Figur 3: eine vergrösserte Darstellung der Mechanik zum Ausstossen der Karten in einer Draufsicht; Figur 4: den Lastarm zum Ausstossen der Karten in einer Untersicht; Figur 5: den Lastarm zum Ausstossen der Karten in perspektivischer Ansicht, verkleinert dargestellt; Figur 6: den Lastarm zum Ausstossen der Karten von seiner einen Seite her gesehen, mit der Abstufung oben; Figur 7: den Lastarm nach Figur 6zum Ausstossen der Karten von seiner anderen Seite her gesehen, d.h. um 180° in der Blattebene gerollt, mit der Abstufung jetzt unten; Figur 8: den Lastarm zum Ausstossen der Karten in einer Draufsicht, mit der Abstufung jetzt oben; Figur 9: den Griff mit Kraftarm und zugehörigem Zahnrad-Ausschnitt; Figur 10: einen Einsatz mit zwei Längsschenkeln für das Kartengehäuse, mit seitlichen Führungsrippen und Bremsauflagen; Figur 11: den Einsatz für das Kartengehäuse nach Figur 10in einer Ansicht von der Stirnseite her gesehen; Figur 12: das leere Gehäuse des Kartenhalters; Figur 13: schematisch dargestellt ein Kartenhalter mit alternativer Auswurfmechanik mit Schieber, Zahnstange, Hilfszahnrad und Ausstosserarm mit Zahnrad; Figur 14: eine Ausführung mit einem Stössel und einem von diesem ausschwenkbaren Ausstosserarm; Figur 15: die Ausführung nach Figur 14im ausgeschwenkten Zustand des Ausstosserarms.
[0011] Die Figur 1zeigt den Kartenhalter von aussen in einer perspektivischen Gesamtansicht. Der Kartenhalter 1schliesst ein Gehäuse 3ein, das auf der hier oberen Stirnseite offen ist, während an der unteren Stirnseite ein Ausstossmechanismus eingebaut ist, mit einem Griff 2für dessen Betätigung. Die obere Stirnseite kann in anderen Ausführungen auch mittels eines Deckels öffnen- und schliessbar sein, zum Einschieben und Ausstossen der Karten. Die Masse des Gehäuses 3sind gerade so gewählt, dass eine Kreditkarte oder kreditkartenformatgleiche Karte an ihren länglichen Seiten im Gehäuse 3gehalten ist. Das Gehäuse 3besteht vorzugsweise aus Metall, zum Beispiel aus Aluminium. Die Oberfläche kann unterschiedlich behandelt sein. Für derlei Gehäuse üblich sind verchromte, vergoldete, versilberte, gebürstete, eloxierte oder mittels eines galvanischen Überzugsverfahrens behandelte Oberflächen. Beim Eloxieren bzw. Eloxal-Verfahren wird mittels anodischer Oxidation eine oxidische Schutzschicht von ca. 5-25µm Dicke (Eloxal-Schicht) auf Aluminium erzeugt, welche die darunter befindlichen Materialschichten so lange vor Korrosion schützt, als sie selbst intakt bleibt. Denkbar ist auch ein Gehäuse aus Kunststoff, welches in der Haptik jedoch weniger wertig wirkt. Ebenso denkbar ist eine Ausführung aus Holz, zum Beispiel aus einem Massivholz-Vierkantstück, aus welchem das Innere von Stirnseite zu Stirnseite ausgefräst wird. Oder der Kartenhalter wird aus beispielsweise zwei Holzprofilen mit rechtwinklig zueinander verlaufendem, breiten und schmalen Schenkel zusammengeleimt, oder es wird ein U-förmiges, ansonsten jedoch weitgehend flaches Holzprofil mit einem flachen Deckel verleimt.
[0012] In Figur 2ist der Kartenhalter in einem Längsschnitt durch sein Gehäuse gezeigt, sodass der Blick ins Innere mit seiner Mechanik freigegeben ist. Man erkennt hier den von oben in das Gehäuse 3eingeschobenen Kartenstapel 4. Der Ausstossmechanismus ist an einem U-förmigen Einsatz 16aus Spritz-Kunststoff mit zwei Schenkeln 14und einer Grundplatte 25angebracht, welcher Einsatz 16in das Gehäuse 3von einer Stirnseite her einschiebbar ist und in seiner Endposition satt im Gehäuse 3gehalten ist. Optional wird der Einsatz 16vor dem Einschieben zusätzlich mit einem Klebstoff versehen, wodurch er noch stärker am Gehäuse 3haftet. Der Ausstossmechanismus schliesst ein Antriebselement und einen Ausstosserarm ein und wird hier gebildet von einem schwenkbar gelagerten Kraftarm 5mit Griff 2als Antriebselement und einem mit ihm zusammenwirkenden, ebenfalls schwenkbar gelagerten Lastarm 6als Ausstosserarm. Der Kraftarm 5und der Lastarm 6sind über ein Zahnradgetriebe miteinander verbunden, wobei die Zähne der beiden Stirnzahnräder, die sich um je ein Kreissegment von ca. 120° erstrecken, ineinandergreifen. In der Figur 2ist allerdings nur die Zahnung 9desjenigen Zahnradsegmentes einsehbar, das zum Kraftarm 5gehört. Der Lastarm 6ist in der Figur 2im Uhrzeigersinn schwenkbar und weist eine treppenförmige Abstufung 7auf. Durch Druck auf den Griff 2von links nach rechts im Bild schwenkt der Griff 2und Kraftarm 5im Gegenuhrzeigersinn nach unten aus. Gleichzeitig bewirkt diese Ausschwenkung des Kraftarms 5ein Ausschwenken des Lastarms 6im Uhrzeigersinn. Die Abstufung 7am Lastarm 6stellt dabei sicher, dass bei dessen Ausschwenken von der ersten (d.h. bei voll ausgelenktem Ausstosserarm 6oberste) Stufe der Abstufung 7nur die unterste Karte des Stapels 4an ihrem hintersten Ende beaufschlagt wird, von der zweiten Stufe die zweitunterste Karte, von der dritten Stufe die drittunterste Karte, etc. Jede Stirnfläche der Stufen erfasst dann jeweils eine einzige Karte des Stapels 4. Die Stufen sind abgerundet, sodass über den ganzen Schwenkbereich des Lastarms 6eine möglichst gleichförmige Ausstossung der inliegenden Karten erfolgt. Wenn der Lastarm 6bei ca. 60° gänzlich ausgeschwenkt ist, bewirkt die Abstufung 7, dass die unterste Karte am weitesten nach oben aus dem Gehäuse 3geschoben wurde, die auf ihr liegende etwas weniger weit und die nächst höher liegende noch weniger weit, etc. Es bildet sich eine regelmässige Auffächerung des Kartenstapels 4seiner Länge nach, sodass eine einzelne Karte vom Benutzer gezielt ergriffen und dem Kartenhalter 1entnommen werden kann. Der Lastarm 6ist an seinem hinteren Ende mit einer Zugfeder 8belastet, die bei seinem Ausschwenken ausgezogen wird, und nach Loslassen des Griffes 2- und somit des Kraftarms 5- den Lastarm 6wieder zurück in seine Ausgangsposition zurückschwenkt, und über die Zahnradverbindung entsprechend auch den Kraftarm 5in seine ursprüngliche Position zurückschwenkt. An den beiden Innenseiten im Gehäuse 3liegen Auflagen 18am Kartenstapel 4an, die beim Ausstossen eine Bremswirkung auf ihn erzeugen.
[0013] In Figur 3ist eine vergrösserte Darstellung der Mechanik zum Ausstossen der Karten 4gezeigt. Diese besteht aus mehreren Kunststoff-Spritzteilen. Man erkennt hier, wie der Lastarm 6an einem Bolzen 10schwenkbar gelagert ist, und der Kraftarm 5mit seinem Griff 2an einem weiteren, eigenen Bolzen 11. Zwischen diesen Bolzen 10, 11befinden sich die Zahnrad-Kreissegmente, von denen man hier bloss die Zahnung 9des Zahnrad-Kreissegmentes am Kraftarm 5sieht, während jenes des Lastarms 6unter demselben verborgen ist. Hinten am Lastarm 6ist eine Lasche 13ausgeformt, an welcher die Zugfeder 8einhängbar ist. Diese Zugfeder 8hängt hier an einem Schwenkelement 23, welches an einem fixen Bolzen 24am Gehäuse 3schwenkbar ist. Oberhalb des Lastarms 6mit seiner Abstufung 7erkennt man den von oben eingeschobenen Stapel 4von Karten.
[0014] Die Figur 4zeigt den Lastarm 6zum Ausstossen der Karten von der anderen, in Bezug auf die Draufsicht in Figur 3unteren Seite her gesehen. Das gibt den Blick frei auf das an ihm angeformte Zahnrad-Kreissegment mit seiner Zahnung 12. Schliesslich zeigt die Figur 5den um den Bolzen 10schwenkbaren Lastarm 6zum Ausstossen der Karten in einer perspektivischen Ansicht, verkleinert dargestellt. Eine Abstufung 7ist auf jener Seite, die dem Zahnrad-Kreissegment mit Zahnung 12gegenüberliegt, ausgeformt. Die Figur 6zeigt diesen Lastarm 6zum Ausstossen der Karten von seiner einen Seite her gesehen, mit der Abstufung 7oben. Links im Bild ist die Dreh- bzw. Schwenkachse 12eingezeichnet, um welche der Lastarm 6schwenkbar ist. Die Figur 7zeigt den Lastarm 6zum Ausstossen der Karten in einer Ansicht um 180° nach hinten gerollt, sodass die Abstufung 7dann unten liegt. Schliesslich zeigt die Figur 8den Lastarm 6zum Ausstossen der Karten in einer Draufsicht, mit der Abstufung 7oben liegend.
[0015] Die Figur 9zeigt den Kraftarm 5mit dem Griff 2an seinem einen Ende und dem Zahnrad-Kreissegment, das sich um ca. 120° erstreckt, mit seiner Zahnung 9am anderen Ende. Die grundsätzliche Tatsache, dass der Ausstossmechanismus aus zwei Teilen besteht, aus einem Antriebselement und einem Ausstosserarm, die hier über ein Zahnradgetriebe verbunden sind, eröffnet einen grossen Variantenreichtum für die Gestaltung der Übersetzung und damit der Haptik des Ausstossmechanismus. So können die Zahnräder wie bisher beschrieben von gleicher Dimension sein, sodass der Schwenkwinkel des Kraftarms 5genau dem Schwenkwinkel des Lastarms 6entspricht. Durch die Wahl der Länge von Kraftarm 5und Lastarm 6kann gewählt werden, ob mit einer grossen Kraft am Kraftarm 5eine kurze Schwenkbogenlänge, welche das Ende des Kraftarms 5durchläuft, oder mit einem langen Kraftarm bei kleinerer Kraft eine längere Schwenkbogenlänge vom Ende des Kraftarms 5zurückgelegt werden soll. Ausserdem kann gewählt werden, wie weit der Lastarm ausschwenken soll, ob nur etwa um 50°, was für viele Anwendungen ausreichend ist, oder sogar um 90° oder noch mehr, bis er an der einen der beiden inneren Seitenwände des Gehäuses 3zum Anschlag kommt. Weiter kann die Zahnradübersetzung beliebig dimensioniert werden, zum Beispiel ein kleineres Zahnrad am Kraftarm 5und ein grösseres am Lastarm 6. Dann muss der Kraftarm 5einen grösseren Schwenkwinkel überstreichen, um einen dazu kleineren Schwenkwinkel des Lastarms 6zu erzeugen. Die aufzubringende Kraft am Kraftarm ist dann geringer als die vom Lastarm aufgebrachte. Umgekehrt kann ein grösseres Zahnrad am Kraftarm 5und ein kleineres am Lastarm 6gerade umgekehrt wirken. Dann muss der Kraftarm 5einen kleineren Schwenkwinkel überstreichen, um einen dazu grösseren Schwenkwinkel des Lastarms 6zu erzeugen. Die aufzubringende Kraft am Kraftarm ist dann höher als die vom Lastarm aufgebrachte. Durch die Dimensionierung der Zahnräder wie auch der Längen von Kraft- und Lastarm dieser Konstruktion kann die Haptik für das Ausstossen der Karten nach Wunsch ausgestaltet werden.
[0016] Die Figur 10zeigt einen U-förmigen Kunststoff-Einsatz 16mit zwei Längsschenkeln 14für das Kartengehäuse 3als Kunststoff-Spritzteil. Dieser Einsatz 16wird von einer offenen Stirnseite her in das Gehäuse 3eingeschoben, wo er sich verkeilt. Der Einsatz 16weist auf einer Grundplatte 25zwei Bolzen 11, 12für den Kraftarm 5und den Lastarm 6des Ausstossmechanismus auf. Über diese Bolzen 16werden der Kraft- 5und der Lastarm 6montiert, sodass die Zahnungen 9, 12ihrer Zahnrad-Kreissegmente ineinandergreifen. Man erkennt auch einen weiteren Bolzen 24zum Einhängen des Schwenkelementes 23mit seiner Zugfeder 8, wie in Figur 3gezeigt. An den inneren Längsschenkeln 14des Einsatzes 16sind über ihre Länge verteilt Rippen 15ausgeformt, um eine Karte oder einen Kartenstapel 4beim Einschieben zu führen und zu stabilisieren. Im vorderen Bereich erkennt man beidseits je eine Auflage 18, welche die Funktion einer Reibbremse für die einzuschiebenden und auszustossenden Karten erfüllt. Diese Auflagen 18sind aufgeklebt und bestehen erfindungsgemäss aus einem Polyurethan mit gemischtzelliger oder geschlossenzelliger Porenstruktur. Gemischtzelliges oder geschlossenzelliges Polyurethan hat sich in unerwarteter Weise als ideales Material für die Auflagen 18erwiesen. Weichschäume eignen sich normalerweise nicht für den Zweck einer Bremsauflage in einem Kartenhalter. Polyurethan-Weichschäume sind zumeist offenzellig, wobei sie über einen breiten Härte- und Dichtebereich verfügbar sind. Bei geringer Härte und Dichte des Weichschaums ist das Material sehr gut stauchbar bzw. eindrückbar. Diese Eigenschaft ist für Kartenhalter-Bremsauflagen allerdings unerwünscht, denn das Material ist zu nachgiebig, um einen ausreichenden Anpressdruck sicherstellen zu können. Bei grösserer Härte und Dichte des Materials wird hingegen die Haptik beeinträchtigt, weil der Lauf der Karten im Gehäuse wegen des hohen Anpressdrucks nicht mehr sanft vonstattengeht. Hingegen werden geschlossenzellige Schaumstoffe zur Wärmedämmung verwendet, beispielsweise in Kühlschränken, und brauchen daher anderen, nämlich thermodämmspezifischen Anforderungen gerecht zu werden. Dass sich ein geschlossenzelliger oder gemischtzelliger Polyurethan-Schaumstoff als ideales Material für Bremsauflagen in einem Kartenhalter eignet und dessen Haptik derart optimiert, erweist sich allen Erwartungen zum Trotz. Mit einem Material aus geschlossenzelligem oder gemischtzelligem Polyurethan-Schaumstoff wirken die Bremsauflagen 18geradezu optimal mit dem Ausstoss-Mechanismus zusammen und bilden damit eine technisch wechselwirkende Entität mit synergistischer Wirkung. Damit erzielt der erfindungsgemässe Kartenhalter eine bisher unerreichte Haptik mit einer ausgesprochen angenehmen Taktilität des Ausstoss-Mechanismus, durch den der Kartenstapel im Innern des Kartenhalters 1unter sauberem Auffächern ausgestossen wird.
[0017] In etwas vergrösserter Darstellung ist in Figur 10noch der endseitige Anschlag 26für den Griff 2des Kraftarms 5gezeigt. An diesen Anschlag 26schmiegt sich der Griff 2im Ruhezustand formschlüssig an. Die Ausnehmung 17an der Stirnseite des Einsatzes 16ist zur Aufnahme des Griffes 2des Kraftarmes 5bestimmt.
[0018] Die Figur 11zeigt den Einsatz 16für das Kartengehäuse 3nach Figur 10, in einer Ansicht von der Stirnseite her gesehen, mit der Grundplatte 25und der Ausnehmung 17für den Griff 2in der Stirnseite. An den Innenseiten der Längsschenkel 14des Einsatzes 16erkennt man wiederum die Rippen 15für die Führung der Karten. Die Figur 12zeigt das leere Gehäuse 3des Kartenhalters 1, in welches dieser Einsatz 16von einer offenen Stirnseite her einschiebbar und darin unverrückbar gehalten ist.
[0019] Die Figur 13zeigt in einer schematischen Darstellung einen Kartenhalter 1mit einer alternativen Auswurfmechanik mit Zahnstange 21, Hilfszahnrad 20und Ausstosserarm 6mit Zahnrad 19. Beim nach oben Verschieben des Schiebers 22zieht dieser die Zahnstange 21mit, in welche das Zahnrad 20als Hilfs- oder Umlenkrad eingreift. Dieses Zahnrad 20treibt seinerseits das Zahnrad 19oder in einer alternativen Ausführung die Zahnung eines Zahnrad-Kreissegmentes an und bringt den Ausstosserarm 6mit Abstufung 7zum Ausschwenken. Die Bewegungen sind mit Pfeilen eingezeichnet: Der Schieber 22wird linear am Gehäuse 3nach oben verschoben. Das Hilfszahnrad 20dreht dadurch im Uhrzeigersinn, und das Zahnrad 19am Ausstosserarm 6im Gegenuhrzeigersinn, sodass der ganze Ausstosserarm 6ebenfalls im Gegenuhrzeigersinn um ca. 60° nach oben schwenkt.
[0020] Die Figur 14zeigt eine dritte Ausführungsvariante für den Ausstossmechanismus. Dieser ist hier mittels eines Stössels 30realisiert, der am oberen Ende in einen Schiebergriff 31ausläuft, der an der Gehäuseaussenseite entlanggleitend geführt ist. Mit seinem unteren Ende 32drückt der Stössel 30auf einen Nocken 33an einem ausschwenkbaren Ausstosserarm 34mit Abstufung 29. Dieser ist in der Nähe des Nockens 33schwenkbar an einem Einsatzkörper 35gelagert.
[0021] Die Figur 15zeigt diesen Ausstossmechanismus in Aktion. Der Stössel 30wurde in der gezeigten Richtung niedergedrückt und damit ebenso der Nocken 33. Das führte zum Ausschwenken des Ausstosserarms 34aus dem Einsatzkörper 35heraus. Eine Zugfeder 36sorgt für das Zurückschwenken des Ausstosserarmes 34, sobald der Stössel 33freigegeben wird. Der Ausstosserarm 34ist länger als das kurze Stück jenseits seines Drehpunktes 28und somit vermag die Zugfeder 36den Stössel 30dank Hebelkraft zurückzuschieben.
[0022] Den hiernach vorgestellten Ausführungen allen ist gemeinsam, dass ihr Ausstossmechanismus wenigstens zwei Teile einschliesst, nämlich mindestens ein Antriebselement und ein Ausstosserarm. Dies bietet entscheidende Vorteile für die Gestaltung der Haptik des Ausstossmechanismus und damit für die Bedienfreundlichkeit des Kartenhalters 1. Diese Haptik lässt sich bei der Konstruktion des Kartenhalters 1folglich in einem sehr grossen und fein regulierbaren Bereich optimiert wählen.
[0023] Die Bremse für den Kartenstapel 4im Innern des Gehäuses 3kann auch so gestaltet sein, dass längs eines Schenkels 15eines Einsatzes 16eine bogenförmige Stahlfeder eingelegt ist, sodass diese einen gegen das Innere des Gehäuses 3ragenden flachen Bogen bildet. Auf der gegenüberliegenden Seite des Einsatzes 16ist der dortige Schenkel mit einer Auflage 18aus Polyurethan-Weichschaumstoff mit geschlossenzelliger oder gemischtzelliger Porenstruktur ausgerüstet. Damit werden die Karten von der Stahlfeder ständig mit ihren jenseitigen Längsseiten gegen diese Auflage 18gedrückt, was den gewünschten Bremseffekt erzeugt. Gerade wenn die Ausstossmechanik eine solche Übersetzung aufweist, mit welcher die Karten bei kräftiger Betätigung des Antriebselementes rasch und weit aus dem Gehäuse geschoben werden, ist eine Bremsung nötig, um ein unbeabsichtigtes Hinausspicken der Karten zu vermeiden.
Ziffernverzeichnis
[0024] 1 Kartenhalter 2 Griff für die Betätigung der Ausstossmechanik 3 Gehäuse des Kartenhalters 1 4 Kartenstapel 5 Kraftarm 6 Lastarm 7 treppenförmige Abstufung am Lastarm 6zum aufgefächerten Ausstossen des Kartenstapels 4 8 Zugfeder für die Rückstellung des Lastarms 6 9 Zahnung am Zahnrad des Kraftarms 5 10 Bolzen für Drehachse des Lastarms 6 11 Bolzen für Drehachse des Kraftarms 5 12 Zahnung am Zahnrad des Lastarms 6 13 Lasche am Lastarm 6mit Loch zum Einhängen der Zugfeder 8 14 Längsschenkel des Gehäuse-Einsatzes 16 15 Rippen zur Führung der Karten 16 Einsatz zum Einschieben in das Gehäuse 3 17 Ausnehmung für den Griff 2 18 Bremsauflagen innen am Gehäuse 3 19 Zahnrad am Lastarm 6in der Ausführung mit Schieber 22 20 Hilfszahnrad für Übersetzung und Änderung des Drehsinnes 21 Zahnstange 22 Schiebergriff zum Verschieben der Zahnstange 21 23 Schwenkelement für Zugfeder 8 24 Bolzen für Schwenkelement 23 25 Grundplatte am Einsatz 16 26 Anschlag für Griff 2 28 Drehpunkt des Ausstosserarms 34 29 treppenförmige Abstufung des Ausstosserarms 34 30 Stössel 31 Schiebergriff für Stössel 30 32 unteres Ende des Stössels 30 33 Nocken des Ausstosserarms 34 34 Ausstosserarm 35 Formkörper für Lagerung von Ausstosserarm 34 36 Zugfeder für Rückstellung des Ausstosserarms 34

Claims (10)

1. Kartenhalter (1) zum kontrollierten Ausstossen darin untergebrachter Karten, wobei dieser Kartenhalter (1) ein Gehäuse (3) zum Unterbringen eines Stapels (4) von wenigstens zwei Kreditkarten oder hierzu formatgleichen Karten einschliesst, und das Gehäuse (3) an seiner Stirnfläche offen oder bedarfsweise öffnenbar ist, zum Einschieben und Ausstossen solcher Karten, wobei die Masse des Gehäuses (3) so gewählt sind, dass eine solche Karte an ihren länglichen Seiten im Gehäuse (3) gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kreditkartenhalter (1) mindestens eines der folgenden Merkmale aufweist: a) eine am Gehäuse (3) angebrachte, aus mindestens zwei Teilen realisierte, von einem Antriebselement (5; 21; 30) und einem von diesem über eine Übersetzung betätigbaren Ausstosserarm (6; 34) gebildete Ausstossmechanik, mit aus dem Gehäuse (3) ragendem Griff (2; 22; 31) für das Antriebselement (5; 21; 30) für ein händisches Betätigen der Ausstossmechanik, kraft dessen der Ausstosserarm (6; 34) gegen eine Rückstellkraft (8; 36) bewegbar ist, wobei der Ausstosserarm (6; 34) wenigstens in der gleichen Ebene wie das Antriebselement (5; 21;30) bewegbar ist, und wobei der Ausstosserarm (6; 34) eine treppenförmige Abstufung (7; 29) ausformt, sodass jede Stirnfläche der Stufen jeweils eine einzige solche Karte des Stapels (4) erfasst und infolge des Hinausschiebens des Kreditkarten-Stapels (4) aus der stirnseitigen Öffnung dieser aus dem Gehäuse (3) hinausragt und dabei seiner Länge nach stufenförmig aufgefächert ist, b) dass wenigstens ein Teil einer inneren Seitenwand des Gehäuses (3) mit einer Auflage (18) aus einem Polyurethan-Schaumstoff mit geschlossenzelliger oder gemischtzelliger Porenstruktur beschichtet ist, an welcher Auflage (18) die eingeschobenen Karten dieselbe elastisch verformend anschlagen.
2. Kartenhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebselement ein schwenkbar gelagerter Kraftarm (5) ist, der über ein Zahnradgetriebe mit einem ebenfalls schwenkbar gelagerten Lastarm (6) als Ausstosserarm in Wirkverbindung steht, und der Lastarm (6) von einer Rückstell-Zugfeder (8) rückstellbar ist.
3. Kartenhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebselement eine Zahnstange (21) mit zugehörigem Schiebergriff (22) ist, wobei die Zahnstange (21) über ein Hilfszahnrad (20) in ein Zahnrad an einem zugehörigen Lastarm als Ausstosserarm (6) eingreift, welcher Ausstosserarm (6) schwenkbar an der Innenseite des Gehäuses (3) gelagert ist, und mittels eines Schwenkelementes (23) mit Rückstell-Zugfeder oder mittels eines Gummizuges rückstellbar ist.
4. Kartenhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebselement einen Stössel (30) mit Schiebergriff (31) einschliesst, sowie einen an einem Formkörper (35) schwenkbaren Kraftarm, und wobei der Stössel (30) mit seinem Ende (32) auf einen Nocken (33) an diesem Kraftarm wirkt, und dass die Verlängerung des Kraftarms jenseits seiner Schwenkachse einen Lastarm als Ausstosserarm (34) mit Abstufung bildet, und dieser einstückige Kraft- und Lastarm schwenkbar im Innern des Gehäuses (3) gelagert ist, wobei entweder der Stössel (30) oder der Ausstosserarm (34) mittels einer Rückstell-Zugfeder (36) oder eines Gummizugs rückstellbar ist.
5. Kartenhalter nach einem der Ansprüche 1bis 2, wobei die Verbindung von Kraftarm (5) zu Lastarm (6) über ein Stirnradgetriebe realisiert ist, mit gleich grossen Zahnrad-Kreissegmenten am Kraftarm (5) und am Lastarm (6), und diese beiden Zahnrad-Kreissgemente je wenigstens vier ineinander passende Zähne als Zahnung (9,12) umfassen, wobei der Lastarm (6) federbelastet (8) rückstellbar ist.
6. Kartenhalter nach einem der Ansprüche 1bis 2, wobei das Antriebselement der Ausstossmechanik ein Kraftarm (5) ist, der über eine solche Zahnradübersetzung mit einem Lastarm als Ausstosserarm (6) verbunden ist, dass er bei Betätigung einen grösseren Schwenkwinkel vollführt als der Ausstosserarm (6), indem er ein kleineres Zahnrad trägt als der Ausstosserarm (6), welcher kraft einer Zugfeder (8) rückstellbar ist.
7. Kartenhalter nach einem der Ansprüche 1bis 2, wobei das Antriebselement der Ausstossmechanik ein Kraftarm (5) ist, der über eine solche Zahnradübersetzung mit einem Lastarm als Ausstosserarm (6) verbunden ist, dass er bei Betätigung einen kleineren Schwenkwinkel vollführt als der Ausstosserarm (6), indem er ein grösseres Zahnrad trägt als der Ausstosserarm (6), welcher kraft einer Zugfeder (8) rückstellbar ist.
8. Kartenhalter nach einem der Ansprüche 1bis 2oder 5bis 7, wobei das Antriebselement der Ausstossmechanik ein Kraftarm (5) ist, der entweder länger oder aber kürzer als der Lastarm ausgeführt ist, welcher als Ausstosserarm (6) kraft einer Zugfeder (8) rückstellbar ist.
9. Kartenhalter nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Stufen des Ausstosserarms (6; 34) von oben auf die Stufenflächen gesehen seitlich abgerundet sind, sodass über den ganzen Schwenkbereich des Ausstosserarms (6; 34) eine gleichförmige Ausstossbewegung inliegender Karten erfolgt.
10. Kartenhalter nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Höhe der bei voll ausgelenktem Ausstosserarm (7; 29) obersten Stufe der Abstufung (7; 29) am Ausstosserarm (6; 34) niedriger ist als die Dicke der daran anzuliegen kommenden Karte des Kartenstapels (4), und die nachfolgenden Stufen je von gleicher Höhe sind wie die Dicke der Karten.
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