CH717913A2 - Verschluss. - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Verschluss, insbesondere einen lösbaren Verschluss für Halsbänder; Gurte oder Geschirre für Tiere, zum Beispiel für Hunde. Sie soll einen einfachen und sicheren Verschluss von Verschlusselementen (1, 2) ermöglichen, die wiederum mit zum Beispiel einer Leine koppelbar sind. Hierzu umfasst der Verschluss zwei Verschlusselemente (1, 2), die miteinander verbindbar sind, und die in ihrer Grundform dreieckig sind und an dafür vorgesehenen, formentsprechenden Flanken (7) eines Schenkels flächig gekoppelt aneinander anliegen.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft einen Verschluss, insbesondere einen lösbaren Verschluss für Halsbänder; Gurte oder Geschirre für Tiere, zum Beispiel für Hunde.
[0002] Lösbare Verschlussvorrichtungen sind bekannt und überall dort verwendbar, wo mindestens zwei Teile lösbar miteinander zu verbinden sind, zum Beispiel an Taschen, Haltevorrichtungen, Arm- oder Halsbändern. So ist in der EP 2475279 B1 eine Verschlussvorrichtung offenbart, die ein erstes und ein zweites Verschlussteil aufweist. Das zweite Verschlussteil wird in einer Befestigungsrichtung am ersten Verschlussteil angeordnet und ist im Schliesszustand mit diesem verbunden. Zur Herstellung der Verbindung ist am zweiten Verschlussteil ein Betätigungselement beweglich angeordnet, wobei das Betätigungselement über einen zumindest abschnittsweise elastischen Abschnitt reibschlüssig oder rastend am ersten Verschlussteil gehalten ist. Die Verbindung soll im belasteten Zustand mittels eines Sperrabschnitts im zweiten Verschlussteil nicht lösbar sein. Der Sperrabschnitt kann mittels Feder- oder Magnetkraft verriegelt und entriegelt werden.
[0003] Bekannt sind Schuhbänder, Ketten und Gürtel mit zweiteiligen Schnallen oder anderen Verschlusselementen, die in Schliessposition flächig aneinander anliegen, wobei in den Verschlusselementen ein Permanentmagnet angeordnet ist (US 9179647 B2) um eine Haltekraft zu erzeugen. Zusätzlich können noch mechanische Sicherungen, wie zum Beispiel Rastnocken vorgesehen versehen sein (CA 2812248 A1, US 5572887 A, EP 0923887 A2).
[0004] In der DE 102012201077 A1 ist ein Tier-Halsband mit einer Dornschliesse offenbart, welches ein Bandende mit Magnetelementen offenbart, wobei das Halsband über mindestens ein zweites gegenpoliges Magnetelement verfügt. Beide Magnetelemente sind derart geformt und angeordnet, dass sie sich bei geschlossenem Halsband magnetisch anziehen, so dass das Bandende auf dem Halsband aufliegt und nicht „herumbaumeln“ kann.
[0005] Der Verschluss des Halsbandes und damit die Bereitstellung der Schliesskraft erfolgt in bekannter Weise mittels der Dornschliesse. Die Magnetelemente sind zur Aufnahme der Verschlusskräfte weder geeignet noch dafür vorgesehen.
[0006] In der Veröffentlichung US 20130269629 A sind Verbindungselemente für ein Halsband offenbart, die einen Grundkörper aus Metall mit Öffnungen und Aussparungen zeigen, die zur Anlage eines angegossen Plastikteils dienen. In diesem Plastikteil ist ein Magnet aufgenommen und es umfasst Formelemente, die den Zusammenhalt von zwei Verbindungselementen bewirken sollen.
[0007] Die US 20160037868 A zeigt einen Magnetverschluss für Halsbänder oder Taschen, wobei Stirnflächen der Verbindungselemente flächig aneinander liegen und durch Magnete gehalten werden. Für Halsbänder ist dabei ein hoher Formschlussanteil vorgesehen, um eine stabile Verbindung zu erreichen.
[0008] Weiterhin wurde vorgeschlagen solche Permanentmagnete für eine therapeutische Wirkung auf Hunde im Halsband anzuordnen.
[0009] Eine weitere Verschlussvorrichtung für Gurte oder Geschirre für Hunde ist in der WO 2019034948 A1 offenbart. Diese weist mindestens ein, am Gurt oder Geschirr befestigtes Verschlusselement in Form von zwei Verbindungselementen auf, die jeweils mindestens eine Mulde und eine Ausbuchtung sowie ein magnetisches oder magnetisierbares Element aufweisen. Sie sind an beiden Verbindungselementen in ihrer Form und Lage im Wesentlichen formentsprechend ausgeführt.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verschluss, insbesondere einen lösbaren Verschluss zur Verwendung für Halsbänder; Gurte oder Geschirre für Tiere, zum Beispiel für Hunde zu entwickeln, der einen einfachen und sicheren Verschluss von Verbindungselementen ermöglicht. Desgleichen ein einfaches Lösen der Verbindungselemente.
[0011] Diese Aufgabe ist mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Ein erfindungsgemässer Verschluss weist zwei miteinander verbindbare Verschlusselemente auf, die an den dafür vorgesehenen, formentsprechenden Flanken (Anlageflächen) flächig aneinander anliegen.
[0012] Zur Erleichterung der exakten Zusammenführung der Verbindungselemente können zusätzlich Positionierhilfen an den Flanken angeordnet sein.
[0013] Eine unter Zug stehende, in Öffnungen der Verschlusselemente anhängende Leine bewirkt eine form- und kraftschlüssige (reibschlüssige) Kopplung der Verbindungselemente.
[0014] Verschlusselemente eines Halsbandes oder Gurtes müssen auch unter Zug des Tieres funktionsgerecht verbunden sein, um sowohl einen hohen Tragekomfort als auch einen sicheren Halt des Tieres zu ermöglichen. Die Flanken (Anlageflächen) der Verbindungselemente liegen unter Zug, bei gespannter Leine, flächig und vollständig aneinander an, was durch die erfindungsgemässen Positionierhilfen erleichtert wird. Zur Sicherung der Verbindung bei nicht gespannter Leine kann zusätzlich optional eine mechanische Kopplung vorgesehen sein.
[0015] Weitere Anwendungsbereiche der Erfindung sind zum Beispiel Netze, Taschen, Säcke, umschliessende Gurtbänder, Transportmulden aus unterschiedlichen Stoffen, einzelne oder mehrere miteinander zu verbindende Gurtbänder, Sicherheitsgeschirre, etc.
[0016] Bevorzugte Ausgestaltungen der erfindungsgemässen Verschlussvorrichtung sind in den abhängigen Patentansprüchen offenbart.
[0017] Bevorzugt weist der erfindungsgemässe Verschluss zwei Verschlusselemente auf, die in ihrer äusseren Form im überwiegend gleich sind und die bevorzugt aus einem metallischen Werkstoff und/oder aus Kunststoff bestehen.
[0018] Ebenso weist bevorzugt ein erstes Verschlusselement Elemente für eine mechanische Kopplung mit solchen Kopplungselementen eines zweiten Verschlusselements auf, wobei das erste Verbindungselement einen Betätigungsknopf zur Lösung der mechanischen Kopplung umfasst.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend in einem Ausführungsbeispiel anhand einer Zeichnung näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen die Fig. 1: den erfindungsgemässen Verschluss; Fig. 2: Verschlusselemente des Verschlusses nach Fig. 1 in Seitenansicht; Fig. 3: ein Verschlusselement nach Fig. 2 in anderer Ansicht; Fig. 4: der erfindungsgemässe Verschluss in anderer Ausführung und Fig. 5: der Verschluss nach Fig. 4 in anderer Ansicht.
[0020] Ein erfindungsgemässer Verschluss umfasst zwei Verschlusselemente 1, 2 aus einem Leichtmetall, zum Beispiel einem druckgiessfähigen Aluminiumwerkstoff, die in ihrer äusseren Form im Wesentlichen gleich sind. Die Verschlusselemente 1, 2 sind im Beispiel
[0021] dreieckförmig, wobei die Schenkel im Beispiel unterschiedlich dick sind (Fig. 1, 3). Sie weisen an der stärkeren Basis einen Steg 6 an der Schenkelspitze und ein Langloch 3 auf. Der dünnere Schenkel ist mit einer, im Beispiel, dreieckförmige Öffnung 4 mit ausgerundeten Ecken versehen. Eine Flanke 7 (Anlagefläche) dieses Schenkels ist eben.
[0022] Ein erstes Verschlusselement 1 (Fig. 1) ist zudem mit einem Drucktaster 5 versehen, der im Beispiel eine quadratische Grundfläche aufweist. Der Drucktaster 5 könnte ebenso rund, oval, dreieckig o. a. ausgeführt sein. Der Drucktaster 5 dient zur Betätigung einer Klinkenanordnung resp. deren Sperrstücks 10 (Fig. 3). Eine Sperrklinke in der Basis des ersten Verschlusselements 1 ist nicht explizit dargestellt, da an sich bekannt.
[0023] Die Flanke 7 des Verschlusselements 1 weist weiterhin zwei Positionierbohrungen 9 auf (Fig. 3).
[0024] Ein zweites Verschlusselement 2 (Fig. 2) umfasst das Sperrstück 10 und Führungen 11 für das erste Verschlusselement 1. Die Flanke 7 des Verbindungselements 2 weist zwei Positioniernoppen 8 auf, die in ihrer Lage den Positionierbohrungen 9 entsprechen. Beim Koppeln der Verbindungselemente 1 und 2 an ihren Flanken 7 tauchen die Positioniernoppen 8 in die Positionierbohrungen 9 ein, wobei die Positionierbohrungen 9 geringfügig grössere Masse aufweisen als die Positioniernoppen 8, um eine spielbehaftete Verbindung zu gewährleisten.
[0025] Bei in den Öffnungen 4 angebrachter und gespannter Leine ist diese unter Zugbelastung stehend und bewirkt eine form- und kraftschlüssige (reibschlüssige) Kopplung der Verschlusselemente 1, 2. Die Kraft wird in beide Verschlusselemente 1, 2 eingeleitet.
[0026] Nach Entlastung der Leine und Betätigung des Drucktasters 5 öffnet der Verschluss nach Entfernung zum Beispiel eines Karabiners leicht und ohne Widerstand.
[0027] Die Verschlusselemente 1, 2 können von Hand wieder voneinander getrennt werden oder fallen bei Abnahme der Leine von selbst auseinander.
[0028] Ein beispielhaftes Geschirr für Hunde in Form einer Weste ist in der WO 2019034948 A1 der Anmelderin als Brustgurt offenbart und besteht aus leichtem und luftdurchlässigem Stretch Air-Mesh Obermaterial mit einem Kühleffekt, wenn es zum Beispiel in Wasser getaucht wird.
[0029] Der Brustgurt ist ein Step-in Brustgeschirr, das schnell und einfach anzuziehen ist. Er ist grössenverstellbar mittels eines Klettverschlusses zum Anpassen an die Körperform. Nylonbänder sind über Kreuz vernäht für eine optimale Zugverteilung und als Schutz vor Nackenverletzungen. Sie weisen unterfütterte Schnallen auf, um Druckstellen zu vermeiden. Für eine flexible Zugverteilung weisen die Nylonbänder ZickZack-Nähte auf. Reflektierende Elemente am Halsbereich dienen einer zusätzlichen Sicherheit in der Dunkelheit.
[0030] An den nicht dargestellten Nylonbändern ist jeweils ein Verschlusselement 1, 2 angeordnet, wobei die Nylonbänder um den Steg 6 und durch die Langlöcher 3 (Fig. 1) gezogen werden. Zu den Nylonbändern kann jeweils quer ein weiteres Nylonband angeordnet sein, welches bevorzugt elastisch ist und den Zusammenhalt der Verschlusselemente 1, 2 fördert resp. verbessert, d. h. die funktionsgemässe Position zueinander einzunehmen und zu halten. Bei elastischen Nylonbändern kann zudem eine Deformation des Brustgurts bei Zug vermieden werden.
[0031] In einer weiteren Ausführungsform des Verschlusses weisen die Verschlusselemente 1, 2 an der Basis einen doppelten Steg 6 an der Schenkelspitze und zwei Langlöcher 12 auf.
[0032] An den nicht dargestellten Nylonbändern ist jeweils ein Verschlusselement 1, 2 angeordnet, wobei die Nylonbänder durch die beiden Langlöcher 12 (Fig. 4, 5) um den mittleren, inneren Steg 6 geführt sind.
[0033] Durch das einziehen der Bänder von unten um den mittleren, inneren Steg 6 durch die beiden Langlöcher 12 ist eine Führung der Bänder in Richtung der Zugkraft gegeben, wobei sie erfindungsgemäss auf der gleichen Seite der Langlöcher austreten.
[0034] Die beiden Verschlusselemente 1,2 werden durch die Führung der Bänder durch die Langlöcher 12 um den mittleren Steg in Position gehalten, ein verrutschen der Verschlusselemente auf den Bändern wird deutlich erschwert und die Fixierung verbessert.
Auflistung der Bezugszeichen
[0035] 1 Verschlusselement 2 Verschlusselement 3 Langloch 4 Öffnung 5 Drucktaster 6 Steg 7 Flanke 8 Positioniernoppe 9 Positionierbohrung 10 Sperrstück 11 Führung 12 Langloch
Claims (6)
1. Verschluss, insbesondere ein lösbarer Verschluss zur Verwendung für Halsbänder, Gurte oder Geschirre für Tiere, zum Beispiel für Hunde, die zwei, am Halsband oder Gurt befestigbare Verschlusselemente (1, 2) aufweist, die miteinander verbindbar bzw. koppelbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusselemente (1, 2) in ihrer Grundform dreieckig sind und an dafür vorgesehenen, formentsprechenden Flanken (7) eines Schenkels flächig gekoppelt aneinander anliegen.
2. Verschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flanken (7) Positionierhilfen umfassen.
3. Verschluss nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierhilfen am ersten Verschlusselement (1) Positionierbohrungen (9) und am zweiten Verschlusselement (2) Positioniernoppen (8) sind, die in ihrer Lage an der jeweiligen Flanke (7) Positionierbohrungen (9) entsprechend angeordnet sind.
4. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Verschlusselement (1) einen Drucktaster (5) umfasst.
5. Verschluss nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Drucktaster (5) eine bevorzugt quadratische, runde, ovale oder dreieckige Grundfläche aufweist.
6. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Verschlusselement (1, 2) einen oder zwei Stege (6) aufweist.
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