CH718079A2 - Verfahren und Vorrichtung zur Befüllung eines Reifens. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Befüllung eines Reifens. Download PDF

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Abstract

Bei einer Vorrichtung sowie einem zugehörigen Verfahren zur Befüllung eines Fahrzeugreifens (10), insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorherigen Patentansprüche, umfassend: mindestens eine Vorrichtung (5) zur Erzeugung eines Überdrucks; einen Behälter (2) mit zur Befüllung vorgesehenen elastischen Körpern (G); ein Anschlusselement zum Anschliessen des Behälters an eine am Reifen (11) lösbar befestigbare Felge (9) und zum Einfüllen der elastischen Körper in den zu befüllenden Reifen (11); soll eine Vorrichtung sowie ein zugehöriges Verfahren zur Befüllung eines Reifens bereitgestellt werden, wobei das Verfahren sowie die Vorrichtung wesentlich vereinfacht werden. Dies wird dadurch erreicht, dass das Anschlusselement ohne Rückschlagelement ausgebildet ist, so dass eine kontinuierliche Druckentspannung durch mindestens eine, vorzugsweise mehrere Entlüftungsöffnungen (12) zwischen Reifen (11) und Felge (9) realisierbar ist.

Description

Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung beschreibt ein Verfahren sowie eine zugehörige Vorrichtung zur Befüllung eines Reifens, insbesondere Fahrzeugreifens, gemäss Oberbegriff des ersten Patentanspruches.
Stand der Technik
[0002] Bekannt sind aus dem Stand der Technik eine Vielzahl von pannensicheren Reifen, welche mit elastischen Körpern befüllt sind.
[0003] Aus dem Dokument WO 2017/039451 A1 („Schwalbe Airless System“) ist ein Reifen beziehungsweise Fahrzeugreifen eines Rades bekannt, welcher mit einer Vielzahl von elastischen Körpern in Form von e-TPU-Granulatkörnern (d.h. expandiertes thermoplastisches Polyurethan) befüllt wird und dadurch ein pannensicherer Reifen ausgebildet wird. Insbesondere wird hier ein vorgefertigter, innerer Ring befüllt mit elastischen Körpern in Form von e-TPU-Granulatkörnern offenbart, wobei dieser innere Ring in einen Reifen integriert wird zur Bildung eines pannensicheren Reifens eines Rades.
[0004] Dieser aus dem Dokument WO 2017/039451 A1 bekannte Reifen beziehungsweise Fahrzeugreifen hat den Nachteil, dass der vorgefertigte Ring nur für eine Reifengrösse verfügbar ist und dadurch die Anwendungsmöglichkeiten ziemlich eingeschränkt sind.
[0005] Das weitere Dokument DE 100 33 004 A1 offenbart ein Verfahren zur Herstellung beziehungsweise zur Befüllung eines Fahrzeugreifens, wobei der Fahrzeugreifen über ein Ventil mit einem elastische Körper enthaltenden, unter Druck stehenden Ansaugbehälter verbunden wird und dann die elastischen Körper aus dem Ansaugbehälter in den Fahrzeugreifen gefördert werden. Dieses Fahrzeugrad-Befüllungssystem überwindet den Nachteil des aus der WO 2017/039451 A1 bekannten, pannensicheren Reifens, indem verschiedene, insbesondere beliebige konventionelle, Reifen befüllbar sind.
[0006] Das aus der DE 100 33 004 A1 bekannte Verfahren hat den Nachteil, dass nach der Befüllung des Reifens aufwendig die im Fahrzeugreifen vorhandene Luft abgelassen werden muss, wobei gleichzeitig durch Ausdehnung der elastischen Körper die entstandenen Hohlräume ausgefüllt werden.
[0007] Im Weiteren ist aus dem Dokument WO 03/082615 A1 ein Verfahren zum Befüllen eines Reifens sowie ein Reifenbefüllsystem bekannt, wobei dieser zu befüllende Reifen sowie dieses Reifenbefüllsystem ebenfalls mit einem Überdruck beaufschlagt wird und dabei die elastischen Körper komprimiert sowie in den zu befüllenden Reifen beschleunigt werden.
[0008] Zusätzlich zu dem aus der DE 100 33 004 A1 bekannten Verfahren weist das aus dem Dokument WO 03/082615 A1 bekannte Reifenbefüllsystem ein Umluftsystem auf, um die elastischen Körper zu beschleunigen.
[0009] Das aus der WO 03/082615 A1 bekannte Verfahren hat den Nachteil, dass die Umsetzung eines solchen Umluftsystems besonders aufwendig und konstruktiv kompliziert ist. Auch hier werden durch Aufhebung des Überdrucks die elastischen Körper dekomprimiert und der Reifen mit einem gewissen Druck ausgefüllt.
Darstellung der Erfindung
[0010] Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Befüllung eines Reifens bereitzustellen, wobei das Verfahren sowie die Vorrichtung wesentlich vereinfacht werden.
[0011] Diese Aufgaben erfüllt ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Befüllung eines Reifens mit den Merkmalen des Patentanspruches 1.
[0012] Das Verfahren zur Befüllung eines Reifens, insbesondere Fahrzeugreifens, eines Rades, umfasst hierbei die Verfahrensschritte: a) Bereitstellung eines zu befüllenden Reifens sowie einer am Reifen lösbar befestigbaren Felge eines Rades; b) Anbringen an den zu befüllenden Reifen: – einen Behälter gefüllt mit zur Befüllung des Reifens vorgesehenen, elastischen Körpern; – einen mit dem Behälter sowie mit einem, mit elastischen Körpern zu befüllenden Reifen wirkverbundenes Anschlusselement, zum Einfüllen der elastischen Körper in den zu befüllenden Reifen; c) Anbringen einer Vorrichtung zur Erzielung eines Überdrucks an den Behälter und / oder in einem Bereich zwischen Behälter und Felge; d) Befüllung des Reifens mittels der elastischen Körper, wobei mittels der Vorrichtung zur Erzielung eines Überdrucks eine Druckbeaufschlagung auf die im Behälter und / oder in einem Bereich zwischen Behälter und Felge sich befindlichen, elastischen Körper erfolgt.
[0013] Erfindungsgemäss werden in den Verfahrensschritten a) bis d) zwischen dem zu befüllenden Reifen und der Felge mindestens eine, vorzugsweise mehrere Entlüftungsöffnungen realisiert werden und dadurch eine kontinuierliche Druckentspannung ermöglicht wird.
[0014] Im Sinne der vorliegenden Erfindung werden unter Entlüftungsöffnungen kontrollierte Luftaustrittsöffnungen zwischen Reifen und Felgen verstanden, wobei gemäss einer bevorzugten Weiterbildung mittels einer Aufspreizvorrichtung, beispielsweise in Form eines Reifenhebers, diese Entlüftungsöffnungen erzielt werden.
[0015] Durch die Realisierung solcher Entlüftungsöffnungen am Fahrzeugreifen vereinfacht sich vorteilhaft das Verfahren zur Befüllung des Reifens wesentlich im Vergleich zu den aus der WO 03/082615 A1 und DE 100 33 004 A1 bekannten Verfahren durch Verzicht auf den Verfahrensschritt, wobei die im Fahrzeugreifen vorhandene Luft abgelassen werden muss mit der damit einhergehenden Dekomprimierung der elastischen Körper.
[0016] Mit anderen Worten kommt vorteilhaft das erfindungsgemässe Reifenbefüllungsverfahren im Gegensatz zu den aus der WO 03/082615 A1 und DE 100 33 004 A1 bekannten Verfahren, bei welchen eine Klappe beziehungsweise ein Absperrventil verwendet wird, im Wesentlichen ohne die Erzeugung eines Überdrucks im Reifen aus. Im Gegensatz zum Verfahren und der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung wird gemäss der Lehren aus WO 03/082615 A1 und DE 100 33 004 A1 bewusst ein Überdruck während des Befüllungsprozesses, beispielsweise sogar durch die Verwendung einer Überdruckkammer, eingestellt.
[0017] Im Sinne der vorliegenden Erfindung kann unter einem Reifen beziehungsweise Fahrzeugreifen verstanden werden, dass es sich beispielsweise um einen Fahrradreifen, einen Autoreifen oder dergleichen handelt.
[0018] Im Sinne der vorliegenden Erfindung kann unter einer Vorrichtung zur Erzeugung eines Überdrucks beispielsweise eine Hochdruckpistole oder eine Kartusche mit Druckminderer verstanden werden.
[0019] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsformen sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
[0020] Bevorzugt werden die elastischen Körper mit einem zusätzlichen Mittel zur Erzielung einer Adhäsion, insbesondere mit einem Klebstoff, beispielsweise 2K-Klebstoff, und/oder Silikon, vorbehandelt und/oder während des Befüllungsprozesses in Verfahrensschritt d) behandelt zur Erzielung einer gewünschten Adhäsion. Gemäss einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung können die elastischen Körper im Behälter bereits mit dem Harz des Zweikompontenklebers beziehungsweise 2K-Klebers vorbehandelt sein und der Härter während des Befüllungsprozesses in Verfahrensschritt d) zugefügt werden, wodurch vorteilhaft eine Vereinzelung der elastischen Körper begünstigt und ein Verstopfen beziehungsweise Verkeilen verhindert wird.
[0021] Gemäss einer bevorzugten Weiterbildung erfolgt vor der Befüllung und/oder in Verfahrensschritt d) während der Befüllung alternativ oder zusätzlich eine Kontaktierung der elastischen Körper mit einem Lösungsmittelnebel, beispielsweise basierend auf Tetrahydrofuran (THF), Aceton oder Ethanol oder eine beliebige Kombination daraus, zur Erzielung einer gewünschten Adhäsion. Beispielsweise ist es hierbei denkbar, dass Vorrichtung zur Erzeugung eines Überdrucks, beispielsweise in Form einer Gaskartusche mit Druckminderer ausgestaltet ist und hierbei das enthaltene Gas bereits mit Lösungsmittel versetzt vorliegt. Alternativ zu einer mit Gas und Lösungsmittel versetzten Gaskartusche ist hier die Verwendung einer Zweistoffdüse denkbar.
[0022] Vorzugsweise wird in Verfahrensschritt d) während der Befüllung des Fahrzeugreifens, insbesondere beim Anschlusselement, ein Druck von 1 bis 15 bar, noch bevorzugter 1 bis 10 bar, noch bevorzugter 3 bis 8 bar, ganz besonders bevorzugt etwa 6 bar eingestellt. Im Sinne der vorliegenden Erfindung findet daraufhin nach Eintritt in den Reifen eine kontinuierliche Druckentspannung durch die mindestens eine, vorzugsweise mehrere Entlüftungsöffnungen statt.
[0023] Vorzugsweise erfolgt in Verfahrensschritt d) vor und/oder während der Befüllung eine Vereinzelung der elastischen Körper, um ein Verstopfen und Verkeilen zu verhindern. Besonders bevorzugt erfolgt die Vereinzelung, indem im Wesentlichen der Innendurchmesser des Befüllungsschlauchs oder des Befüllungsrohrs dem Durchmesser der elastischen Körper entspricht.
[0024] Vorzugsweise sind die elastischen Körper aus e-TPU gefertigt, d.h. aus expandiertem, thermoplastischem Polyurethan. e-TPU als geschlossenzelliger, elastischer Partikelschaumstoff verbindet die Eigenschaften von TPU mit den Vorteilen von Schaumstoffen. Vorteile gegenüber Standardmaterialien für den Anwendungsbereich sind das hervorragende Rückstellverhalten, geringe Dichte, hohe Bruchdehnung, gute Zugfestigkeit, leichte Dämpfung etc.
[0025] Im Sinne einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung liegt das e-TPU in Form von Granulatkörnern beziehungsweise in Form von Perlen vor, wobei besonders bevorzugt diese Granulatkörner beziehungsweise Perlen einen Durchmesser zwischen 4mm bis 6mm aufweisen.
[0026] Grundsätzlich kann die Befüllung in Verfahrensschritt d) bei Raumtemperatur erfolgt. Gemäss einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung erfolgt jedoch Verfahrensschritt d) unter Verwendung eines Mittels zur Temperaturerhöhung, beispielsweise eines Heissluftföns, zur Erzielung einer bevorzugten Temperatur zwischen 40°C und 60°C.
[0027] Vorzugsweise erfolgt in einem weiteren Verfahrensschritt e) zur Kompaktierung der elastischen Körper eine Druckbeaufschlagung, beispielsweise unter Verwendung der Vorrichtung zur Erzeugung eines Überdrucks, einer Fahrzeugpumpe oder dergleichen, erfolgt. Besonders bevorzugt erfolgt Verfahrensschritt e) während des Aushärtens beispielsweise des Klebstoffs beziehungsweise 2K-Klebstoffs.
[0028] Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird unter einer Kompaktierung der elastischen Körper eine Erhöhung der Kontaktoberflächen der elastischen Körper verstanden.
[0029] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befüllung eines Fahrzeugreifens, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorherigen Patentansprüche, umfassend: mindestens eine Vorrichtung zur Erzeugung eines Überdrucks; einen Behälter mit zur Befüllung vorgesehenen, elastischen Körpern, insbesondere expandiertem, thermoplastischem Polyurethan beziehungsweise e-TPU-Granulatkörner; ein Anschlusselement zum Anschliessen des Behälters an eine am Reifen lösbar befestigbare Felge und zum Einfüllen der elastischen Körper in den zu befüllenden Reifen.
[0030] Erfindungsgemäss ist das Anschlusselement ohne Rückschlagelement ausgebildet zur Vermeidung eines Überdrucks im Reifen, wobei eine kontinuierliche Druckentspannung durch mindestens eine, vorzugsweise mehrere Entlüftungsöffnungen zwischen Reifen und Felge realisierbar ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0031] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird nachstehend im Zusammenhang mit den anliegenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine erste bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung zur Befüllung eines Reifens; Fig. 2 einen in Fig.1 gezeigten Schnitt A-A durch einen die Vorrichtung zur Erzeugung eines Überdrucks sowie den Befüllungsschlauch integrierenden Baublock der ersten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung; Fig. 3 eine zweite bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung, wobei die Vorrichtung zur Erzeugung eines Überdrucks auf einer dem Anschlusselement abgewandten Seite gekoppelt ist mit dem Behälter.
Beschreibung
[0032] Fig.1zeigt eine erste bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung 1 zur Befüllung eines Reifens 11 eines Rades 10, wobei das Rad 10 eine Felge 9 sowie einen zu befüllenden Reifen 11 umfasst und wobei der Reifen 11 und die Felge 9 lösbar aneinander befestigt werden können. Die Vorrichtung 1 zur Befüllung eines Reifens 11 umfasst hier einen zu befüllenden Reifen 11 eines Rades 10, einen Behälter 2 hier in Form eines Ansaugbehälters mit zur Befüllung des Reifens 11 vorgesehenen, elastischen Körpern, sowie einen mit dem Behälter 2 sowie mit einem, mit elastischen Körpern zu befüllenden Reifen 11 wirkverbundenen Befüllungsschlauch 3.
[0033] Im Weiteren umfasst die erfindungsgemässe Vorrichtung 1 eine Vorrichtung 5 zur Erzeugung eines Überdrucks, beispielsweise in Form einer Hochdruckpistole oder in Form einer Kartusche mit Druckminderer, wobei die Vorrichtung 5 zur Erzeugung eines Überdrucks über eine Druckluftleitung 15 gekoppelt ist mit dem Befüllungsschlauch 3.
[0034] Ein hier ersichtliches Anschlusselement 8 zwischen Behälter 2 und Felge 8 dient hier zum Einfüllen der elastischen Körper in den zu befüllenden Fahrradreifen 10, wobei das Anschlusselement 8 gasdicht gekoppelt ist mit dem Befüllungsschlauch 3.
[0035] Der hier durch die Entlüftungsöffnung 12 gebildete Austrittsquerschnitt AQ ist bevorzugt zwischen >1 bis 10 mal grösser, noch bevorzugter zwischen 1,5 bis 4 mal grösser, besonders bevorzugt zweimal grösser als der Eintrittsquerschnitt, so dass mehr Luft entweichen als hineinströmen kann.
[0036] Die Befüllung des Fahrzeugreifens 10 erfolgt hier mittels der elastischen Körper, wobei mittels der Vorrichtung 5 zur Erzielung eines Überdrucks eine Druckbeaufschlagung auf die sich im Befüllungsschlauch 3 befindlichen, elastischen Körper erfolgt. Die elastischen Körper liegen hier beispielhaft als e-TPU-Granulatkörner G (beziehungsweise als e-TPU-Perlen) vor, wobei diese vorzugsweise einen Durchmesser von 4mm bis 6mm aufweisen. Während der Befüllung kann vorteilhaft gleichzeitig Luft über die beispielsweise durch eine hier nicht gezeigte Aufspreizvorrichtung realisierte Entlüftungsöffnung 12 zwischen Reifen 11 und Felge 9 entweichen.
[0037] Wie in Fig.1 ersichtlich ist ganz besonders bevorzugt in einem Bereich nahe dem Eintrittsquerschnitt, d.h. hier nahe dem PTFE-Block, die Entlüftungsöffnung 12 realisiert, um ein möglichst wirksames Entweichen der Luft zu gewährleisten.
[0038] Fig.2zeigt einen in Fig.1 gezeigten Schnitt A-A durch einen Baublock hier in Form eines PTFE-Blocks der ersten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung 1. Wie in Fig.2 ersichtlich ist die Vorrichtung 5 zur Erzeugung eines Überdrucks hier über eine Druckluftleitung 15 gasdicht gekoppelt mit dem Befüllungsschlauch 3.
[0039] Im Weiteren ist das Anschlusselement 8 gasdicht gekoppelt mit dem Befüllungsschlauch 3, wobei das Anschlusselement 8 hier in einer Felgenbohrung 7 der Felge 9 aufgenommen ist. Beispielsweise kann hier die Felgenbohrung einen Durchmesser von 6.5mm für Rennräder beziehungsweise einen Durchmesser von 8.5mm für Citybikes aufweisen.
[0040] Fig.3zeigt eine zweite bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung 1, wobei die Vorrichtung 5 zur Erzeugung eines Überdrucks auf einer dem Anschlusselement 8 abgewandten Seite gekoppelt ist mit dem Behälter 2. Die Vorrichtung 5 zur Erzeugung eines Überdrucks ist hier über eine Druckluftleitung 15 gasdicht gekoppelt mit einem Behälter 2 mit zur Befüllung des Reifens 11 vorgesehenen, elastischen Körpern.
[0041] Die Befüllung des Reifens 11 erfolgt hier mittels der elastischen Körper, wobei mittels der Vorrichtung 5 zur Erzielung eines Überdrucks eine Druckbeaufschlagung auf die sich im Behälter 2 befindlichen, elastischen Körper erfolgt.
[0042] Ein hier ersichtliches Anschlusselement 8 zwischen Behälter 2 und Felge 8 dient hier zum Einfüllen der elastischen Körper in den zu befüllenden Fahrradreifen 10, wobei das Anschlusselement 8 gasdicht gekoppelt ist mit dem Befüllungsschlauch 3.
Bezugszeichenliste
[0043] 1 Vorrichtung zur Befüllung eines Reifens 2 Ansaugbehälter 3 Befüllungsschlauch 5 Vorrichtung zur Erzeugung eines Überdrucks 6 PTFE-Block 7 Felgenbohrung 8 Anschlusselement 9 Felge 10 Rad 11 Reifen 12 Entlüftungsöffnung 15 Druckluftleitung G e-TPU-Granulatkörner

Claims (13)

1. Verfahren zur Befüllung eines Reifens (11), insbesondere Fahrzeugreifens, eines Rades (10), umfassend die Verfahrensschritte: a) Bereitstellung eines zu befüllenden Reifens (11) sowie einer am Reifen (11) lösbar befestigbaren Felge (9) eines Rades (10); b) Anbringen an den zu befüllenden Reifen (11): – einen Behälter (2) gefüllt mit zur Befüllung des Reifens (11) vorgesehenen, elastischen Körpern; – einen mit dem Behälter (2) sowie mit einem, mit elastischen Körpern zu befüllenden Reifen (11) wirkverbundenes Anschlusselement (8), zum Einfüllen der elastischen Körper in den zu befüllenden Reifen (11); c) Anbringen einer Vorrichtung (5) zur Erzielung eines Überdrucks an den Behälter (2) und / oder in einem Bereich zwischen Behälter (2) und Felge (9); d) Befüllung des Reifens (11) mittels der elastischen Körper, wobei mittels der Vorrichtung (5) zur Erzielung eines Überdrucks eine Druckbeaufschlagung auf die im Behälter (2) und / oder in einem Bereich zwischen Behälter (2) und Felge (9) sich befindlichen, elastischen Körper erfolgt; dadurch gekennzeichnet, dass in den Verfahrensschritten a) bis d) zwischen dem zu befüllenden Reifen (11) und der Felge (9) mindestens einer vorzugsweise mehrere Entlüftungsöffnungen (12) realisiert werden.
2. Verfahren zur Befüllung eines Reifens nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Verfahrensschritt c) die Vorrichtung (5) zur Erzielung eines Überdrucks mittels eine in einem Bereich zwischen Behälter (2) und Felge (9) vorgesehenen, mit dem zu befüllenden Reifen (11) wirkverbundenen Befüllungsschlauchs (3) oder Befüllungsrohrs realisiert wird, wobei der Befüllungsschlauch (3) gekoppelt ist mit der Vorrichtung (5) zur Erzeugung eines Überdrucks, so dass der Behälter (2) als Ansaugbehälter fungiert.
3. Verfahren zur Befüllung eines Reifens (10) nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Vorrichtung (5) zur Erzeugung eines Überdrucks auf einer dem Anschlusselement (8) abgewandten Seite gekoppelt wird mit dem Behälter (2).
4. Verfahren zur Befüllung eines Reifens (10) nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befüllung in Verfahrensschritt d) mittels elastischer Körper in Form eines Granulats, noch bevorzugter expandiertes, thermoplastisches Material in Form eines Granulats, am meisten bevorzugt in Form von e-TPU-Granulatkörnern (G), expandiertes Polystyrol (EPS), Ethylen-Vinylacetat (EVA) oder expandiertes, thermoplastisches Polyolefin (e-TPO) in Form eines Granulats erfolgt.
5. Verfahren zur Befüllung eines Fahrzeugreifens (10) nach einem der vorherigen Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elastischen Körper mit einem zusätzlichen Mittel zur Erzielung einer Adhäsion, insbesondere mit Klebstoff, beispielsweise 2K-Klebstoff, und/oder Silikon, vorbehandelt und/oder während des Befüllungsprozesses in Verfahrensschritt d) behandelt werden zur Erzielung einer gewünschten Adhäsion.
6. Verfahren zur Befüllung eines Fahrzeugreifens (10) nach einem der vorherigen Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Befüllung und/oder in Verfahrensschritt d) während der Befüllung alternativ oder zusätzlich eine Kontaktierung der elastischen Körper mit einem Lösungsmittelnebel, beispielsweise basierend auf Tetrahydrofuran (THF), Aceton oder Ethanol oder eine beliebige Kombination daraus, erfolgt zur Erzielung einer gewünschten Adhäsion.
7. Verfahren zur Befüllung eines Fahrzeugreifens (10) nach einem der vorherigen Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Verfahrensschritt d) während der Befüllung des Fahrzeugreifens (10), insbesondere beim Anschlusselement (8) ein Druck von 1 bis 15 bar, noch bevorzugter 1 bis 10 bar, noch bevorzugter 3 bis 8 bar, ganz besonders bevorzugt etwa 6 bar eingestellt wird.
8. Verfahren zur Befüllung eines Fahrzeugreifens (10) nach einem der vorherigen Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Befüllung und/oder in Verfahrensschritt d) während der Befüllung eine Vereinzelung der elastischen Körper erfolgt, um ein Verstopfen und Verkeilen zu verhindern.
9. Verfahren nach einem der vorherigen Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem weiteren Verfahrensschritt e) eine Aushärtung erfolgt und während des Aushärtens, beispielsweise mit einem zusätzlichen Mittel beziehungsweise Klebstoffs beziehungsweise 2K-Klebstoffs, zur Kompaktierung der elastischen Körper eine Druckbeaufschlagung, beispielsweise unter Verwendung der Vorrichtung (5) zur Erzeugung eines Überdrucks, einer Fahrzeugpumpe oder dergleichen, erfolgt.
10. Verfahren nach einem der vorherigen Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die Entlüftungsöffnungen (12) gebildete Austrittsquerschnitt (AQ) zwischen >1 bis 10 mal grösser, noch bevorzugter 1,5 bis 4 mal grösser, besonders bevorzugt zweimal grösser ist als der Eintrittsquerschnitt, so dass mehr Luft entweichen als hineinströmen kann.
11. Vorrichtung (1) zur Befüllung eines Reifens (11) eines Rades (10), insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorherigen Patentansprüche, umfassend: – mindestens eine Vorrichtung (5) zur Erzeugung eines Überdrucks; – einen Behälter (2) mit zur Befüllung vorgesehenen, elastischen Körpern; – ein Anschlusselement (8) zum Anschliessen des Behälters (2) an eine am Reifen (11) lösbar befestigbare Felge (9) und zum Einfüllen der elastischen Körper in den zu befüllenden Reifen (11); dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (8) ohne Rückschlagelement ausgebildet ist.
12. Vorrichtung (1) zur Befüllung eines Reifens (11) eines Rades (10) nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) einen mit dem Behälter (2) sowie einen mit elastischen Körpern zu befüllenden Reifen (10) wirkverbundenen Befüllungsschlauch (3) oder Befüllungsrohr umfasst, wobei der Befüllungsschlauch (3) gekoppelt ist mit der Vorrichtung (5) zur Erzeugung eines Überdrucks, so dass der Behälter (2) als Ansaugbehälter fungiert.
13. Vorrichtung (1) zur Befüllung eines Reifens (11) nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Vorrichtung (5) zur Erzeugung eines Überdrucks auf einer dem Anschlusselement (8) abgewandten Seite gekoppelt ist mit dem Behälter (2).
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