CH718910A2 - Sarg mit Sargkörper und Einlegewanne aus Wellpappe. - Google Patents

Sarg mit Sargkörper und Einlegewanne aus Wellpappe. Download PDF

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CH718910A2
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Kirschenhofer Dietmar
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Diki Entw Und Handels Gmbh
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Sarg mit Sargkörper und Einlegewanne, wobei der Sargkörper und die Einlegewanne aus Zuschnitten von Wellpappe hergestellt sind, wobei an den vier Kanten eines Bodenteils (11) des Sargkörpers bzw. der Einlegewanne zwei Längsseitenteile (12, 14) und zwei Stirnseitenteile (13, 15) anschließen, wobei ferner in den Längsseitenteilen (12, 14) jeweils mehrere Öffnungen (12a, 12b, 12c;) angeordnet sind, welche im aufgebauten Zustand miteinander fluchten, und in denen im aufgebauten Zustand Verbindungselemente, insbesondere Kunststoffschrauben, eingesetzt sind. Damit diese Sargkörper samt Einlegewanne gut gestapelt werden können, können erfindungsgemäß die Neigungen der Längsseitenteile (12, 14;) und der Stirnseitenteile (13, 15;) verändert werden. Erfindungsgemäß schließen an die Stirnseitenteile (13, 15) des Sargkörpers seitlich Laschen (32, 33, 34, 35) an, die im aufgebauten Zustand zwischen den Längsseitenteilen (12, 14; ) des Sargkörpers und der Einlegewanne liegen und die aus einer Position, wo sie zur Gänze eingeschoben sind, in eine Position, wo sie nur teilweise eingeschoben sind, verschiebbar sind, wobei diese Verschiebbarkeit durch die Verbindungselemente begrenzt ist. Faltzwickel der Einlegewanne weisen zusätzliche Faltrillen auf.

Description

[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Sarg mit Sargkörper und Einlegewanne, wobei der Sargkörper und die Einlegewanne aus Zuschnitten von Wellpappe durch Falten hergestellt sind, wobei an den vier Kanten eines Bodenteils des Sargkörpers - jeweils über Faltrillen getrennt - zwei Längsseitenteile und zwei Stirnseitenteile anschließen, wobei weiters an die Oberkanten der Längsseitenteile des Sargkörpers - durch Faltrillen getrennt - Faltabschnitte anschließen, welche im aufgebauten Zustand nach Innen gefaltet sind, und wobei ferner in den Längsseitenteilen sowie den damit verbundenen Faltabschnitten jeweils mehrere Öffnungen angeordnet sind, welche im aufgebauten Zustand miteinander fluchten, und in denen im aufgebauten Zustand Verbindungselemente, insbesondere Kunststoffschrauben, eingesetzt sind.
[0002] Die Anmelderin versucht seit geraumer Zeit, einen Sarg aus Wellpappe herzustellen, bei dem die Bestatter bereit sind, ihn anstelle von Särgen aus Holz zu verwenden. Wesentlich sind dabei natürlich die Kosten, wobei diese nicht so sehr vom Herstellungsaufwand abhängen (Wellpappe ist sehr günstig), sondern stark von den Transportkosten beeinflusst sind.
[0003] Die Transportkosten hängen wiederum vom benötigten Volumen und von der maximalen Abmessung ab. Das Volumen ist minimal, wenn der Sarg als flacher Zuschnitt verschickt wird, denn die flachen Zuschnitte lassen sich optimal stapeln. Problematisch ist dabei allerdings, dass die Länge flacher Zuschnitte (wenn sie nicht gefaltet sind) rund 2,40 m beträgt (Länge des Sargs rund 1,80 m, Höhe der Stirnseitenteile jeweils rund 0,3 m), und derart große Elemente werden von den meisten Speditionen nur zu höheren Preisen transportiert.
[0004] Das Falten der Zuschnitte ist aber insofern schwierig, weil man gewohnt ist, dass der Sarg keine quaderförmige Schachtel ist, sondern sich pyramidenstumpfförmig nach oben verbreitert, sodass die Faltrillen nicht durchgängig gerade sind. Hier setzte die WO 2007/057289 an, wo an den etwa senkrechten Stirnseitenteilen zusätzliche Elemente angeformt sind, sodass sich optisch die übliche pyramidenstumpfförmige Form ergibt. Durch die etwa senkrechten Stirnseitenteile ergeben sich gerade Faltrillen, sodass der Zuschnitt gefaltet werden kann und seine Länge im gefalteten Zustand nur rund 1,80 m beträgt, sodass er kostengünstig transportiert werden kann.
[0005] Es stellte sich jedoch heraus, dass für viele Bestatter der Aufwand, den Sarg aus dem Zuschnitt zu falten, dazu führte, dass - obwohl dieser Aufwand an sich gering ist - sie diesen Sarg überhaupt ablehnten, denn bei Holzsärgen haben sie diesen Aufwand nicht, und viele wollen keine Mehrarbeit. Erschwerend war bei diesem Sarg, dass es wegen der Größe von Särgen notwendig war, dass zwei Personen den Sarg auffalteten.
[0006] Die Anmelderin versuchte daraufhin, den Aufwand beim Auffalten des Sargs zu verringern, wie dies in EP 3494946 A1 beschrieben ist. Es wurde ein Aufstellrahmen mitgeliefert, und das Auffalten konnte infolge von Faltzwickeln ganz einfach dadurch erfolgen, dass man den gefalteten Zuschnitt auf den Aufstellrahmen legt und den Bodenteil nach unten drückt. Dieser Sarg konnte mit Leichtigkeit von einer Person aufgefaltet werden, jedoch war auch dieser sehr geringe Aufwand für viele Bestatter immer noch abschreckend.
[0007] Bei beiden bekannten Särgen sind die Stirnseitenteile am Kopf- und am Fußende parallel (damit die Faltrillen gerade durchgehen), diese lassen sich daher im aufgebauten Zustand nicht stapeln.
[0008] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wurde nun die Idee geboren, die Särge im aufgefalteten Zustand auszuliefern. Wenn die Särge die übliche pyramidenstumpfförmige Form haben, lassen sie sich sogar stapeln. Dass nun die Faltrillen (wegen der Pyramidenstumpf-Form) nicht mehr gerade durchlaufen, stört nicht, da ja die flachen Zuschnitte nicht verschickt werden.
[0009] Dabei stellte sich jedoch heraus, dass die Schräge der Längsseiten- und der Stirnseitenteile - wenn der Sarg die übliche Form haben soll - zu gering ist, als dass ein effizientes Stapeln noch möglich wäre, der Vertikalabstand zwischen zwei Särgen ist zu hoch.
[0010] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Sarg aus Wellpappe zu schaffen, bei dem der Aufwand beim Bestatter äußerst gering ist und der dennoch kostengünstig transportiert werden kann.
[0011] Diese Aufgabe wird durch einen Sarg der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass an die Stirnseitenteile - durch Faltrillen getrennt - seitlich Laschen anschließen, die im aufgebauten Zustand zwischen den Längsseitenteilen und deren Faltabschnitten liegen und die aus einer Position, wo sie zur Gänze eingeschoben sind, in eine Position, wo sie nur teilweise eingeschoben sind, verschiebbar sind, wobei diese Verschiebbarkeit durch die Verbindungselemente begrenzt ist.
[0012] Erfindungsgemäß kann somit die Schrägstellung der Längsseitenteile und der Stirnseitenteile für den Transport vergrößert werden, indem man die Laschen ein Stück herauszieht, sodass sie nur noch teilweise eingeschoben sind. In diesem Zustand lassen sich die Sargkörper gut stapeln und somit kostengünstig transportieren. Der Bestatter muss dann nur einen Sargkörper vom Stapel nehmen und dessen Längsseitenteile und Stirnseitenteile „zusammendrücken“, bis die Laschen zur Gänze eingeschoben sind, und diesen Zustand durch Festziehen der Verbindungselemente fixieren.
[0013] Es ist dabei zweckmäßig, wenn in den Laschen eine Faltrille vorgesehen ist, die von dem Verbindungspunkt zwischen Bodenteil, Stirnseitenteil und Lasche ausgeht und im ausschiebbaren Bereich der Lasche liegt. Auf diese Weise ist eine definierte „Knickstelle“ vorgegeben, sodass das Ausmaß, um das die Längsseitenteile geneigt werden, und das Ausmaß, um das die Stirnseitenteile geneigt werden, wenn die Laschen herausgezogen werden, festgelegt ist.
[0014] Auf Grund der ein- und ausschiebbaren Lasche ist der Sargkörper im Bodenbereich nicht geschlossen. Damit der Sarg dennoch flüssigkeitsdicht ist, ist eine Einlegewanne notwendig. Auch diese Einlegewanne hat einen Bodenteil, an dessen vier Kanten - jeweils über Faltrillen getrennt - zwei Längsseitenteile und zwei Stirnseitenteile anschließen. Bei dieser Einlegewanne sind die Stirnseitenteile und die Längsseitenteile aber über Faltzwickel miteinander verbunden, sodass die Einlegewanne im Bodenbereich vollkommen geschlossen und somit flüssigkeitsdicht ist, wie dies aus Fig. 2 der oben bereits genannten EP 3494946 A1 bekannt ist: Diese Faltzwickel sind von dem jeweils angrenzenden Stirnseitenteil und Längsseitenteil durch eine Faltrille getrennt und sie haben zwei Abschnitte, die durch eine diagonal verlaufende Faltrille voneinander getrennt sind. Der Stirnseitenteil wird auf den Bodenteil gefaltet, wodurch die Zwickel automatisch auf den Längsseitenteilen zu liegen kommen. Der an die Längsseitenteile angrenzende Abschnitt der Zwickel wird mit den Längsseitenteilen verklebt oder sonst irgendwie mit diesen verbunden. Nach dem Auffalten liegt der Zwickel somit an dem Längsseitenteil innen an, ist also sichtbar, stört aber kaum.
[0015] Damit diese Einlegewanne beim Stapeln der Sargkörper nicht stört, ist die einfachste Möglichkeit, die Längsseitenteile und die Stirnseitenteile der Einlegewanne entsprechend niedrig auszubilden, denn die in einem Sarg anfallenden Flüssigkeitsmengen sind gering, sodass eine geringe Höhe ausreicht, um das Auslaufen von Flüssigkeit zu verhindern.
[0016] Es ist aber günstig, wenn die Einlegewanne auch einen nennenswerten Beitrag zur Stabilität des Sargs liefert und daher die Längsseitenteile des Einlegeteils etwa die gleiche Höhe aufweisen wie die Längsseitenteile des Sargkörpers.
[0017] In diesem Fall müssen aber dann auch die Schrägstellung der Längsseitenteile und die Schrägstellung der Stirnseitenteile des Einlegeteils veränderbar sein. Dies wird nach einer Ausgestaltung der Erfindung dadurch erreicht, dass in beiden Abschnitten der Faltzwickel - ausgehend von dem Verbindungspunkt zwischen Bodenteil, Stirnseitenteil und Faltzwickel - zusätzliche Faltrillen vorgesehen sind. Wenn nun diese zusätzlichen Faltrillen verwendet werden, die ursprünglichen Faltrillen zwischen Längsseitenteil und Faltzwickel bzw. zwischen Stirnseitenteil und Faltzwickel jedoch nicht, dann stehen die Längsseitenteile und die Stirnseitenteile wesentlich schräger. Das Problem dabei ist jedoch, dass die Faltzwickel nicht mehr am Längsseitenteil fixiert werden können, denn wenn sich die Schrägstellung der Stirnseitenteile ändert, dreht sich der Faltzwickel gegenüber dem Längsseitenteil. Es ist aber inakzeptabel, wenn die Faltzwickel einfach irgendwie in das Innere des Sarges ragen, wie das der Fall ist, wenn sie nicht fixiert werden.
[0018] Aus diesem Grund ist weiters vorgesehen, dass die Faltzwickel im aufgebauten Zustand zwischen den Längsseitenteilen des Einlegeteils und den Längsseitenteilen des Sargkörpers liegen, sie liegen also außen an den Längsseitenteilen des Einlegeteils an. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass sie verschiebbar (verdrehbar) geführt sind, sondern auch den weiteren Vorteil, dass sie im aufgebauten Zustand vollkommen unsichtbar sind.
[0019] Überraschend ist, dass beim Umstellen der Schräge der Bereich zwischen der ursprünglichen Faltrille und der zusätzlichen Faltrille quer zum Längsseitenteil steht, also bei einem starren Körper relativ viel Platz benötigt, der zwischen den Längsseitenteilen des Sargkörpers und des Einlegeteils nicht zur Verfügung steht. Die Wellpappe ist aber ausreichend nachgiebig, dass dieses Umstellen dennoch möglich ist.
[0020] Bei derart hohen Seitenwänden der Einlegewanne kann man vorsehen, dass die Oberkanten der Längsseitenteile der Einlegewanne im zusammengebauten Zustand zwischen den jeweiligen Längsseitenteilen des Sargkörpers und den mit diesen Längsseitenteilen verbundenen Faltabschnitten angeordnet sind, wobei die Längsseitenteile der Einlegewanne Öffnungen aufweisen, welche mit den entsprechenden Öffnungen in den Längsseitenteilen des Sargkörpers und in den mit diesen verbundenen Faltabschnitten fluchten. Auf diese Weise werden die Längsseitenteile der Einlegewanne durch die Verbindungselemente fest mit den Längsseitenteilen des Sargkörpers verbunden. Anhand der beiliegenden Zeichnungen wird die vorliegende Erfindung näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Zuschnitt eines Sargkörpers; Fig. 2 einen Ausschnitt aus Fig. 1; Fig. 3 und 4 denselben Ausschnitt in verschiedenen Konfigurationen; Fig. 5 eine Draufsicht auf einen Zuschnitt eines Einlegeteils; Fig. 6 einen Ausschnitt aus Fig. 5; Fig. 7 und 8 denselben Ausschnitt in verschiedenen Konfigurationen; Fig. 9 einen erfindungsgemäßen Sarg in Transportstellung; Fig. 10 denselben in der Verwendungsstellung; und Fig. 11 denselben mit Deckel.
[0021] In Fig. 1 ist der prinzipielle Aufbau eines Sargkörpers ersichtlich. An einen Bodenteil 11 schließen zwei Längsseitenteile 12, 14 und zwei Stirnseitenteile 13, 15 an, die vom Bodenteil 11 jeweils durch eine Faltrille 22, 24, 23 bzw. 25 getrennt sind. An die Längsseitenteile 12, 14 schließen - durch eine Doppelfaltrille 22' bzw. 24' getrennt - Faltabschnitte 12' bzw. 14' an. Analog dazu schließen an die Stirnseitenteile 13, 15 -ebenso durch eine Doppelfaltrille 23' bzw. 25' getrennt - Faltabschnitte 13' bzw. 15' an. Die Faltabschnitte 13' und 15' werden auf die Stirnseitenteile 13, 15 geschlagen, sodass keine Schnittfläche (wo die Welle der Wellpappe sichtbar wäre) zu sehen ist. Die beiden Rillen der Doppelfaltrillen 23' und 25' liegen daher relativ knapp nebeneinander. Die Doppelfaltrillen 22' und 24' haben hingegen einen größeren Abstand, weil zwischen den Faltabschnitten 12' und 14' und den Längsseitenteilen 12 und 14 ein Abstand vorhanden sein muss, wie noch erklärt werden wird.
[0022] Im Längsseitenteil 12 sind drei Öffnungen 12a, 12b und 12c angeordnet, im Faltabschnitt 12' sind drei Öffnungen 12a', 12b' und 12c' angeordnet. Die Öffnungen 12a und 12a' fluchten, wenn der Faltabschnitt 12' auf den Längsseitenteil 12 geschlagen wird. Gleiches gilt für die Öffnungen 12b und 12b' sowie für die Öffnungen 12c und 12c'. Auch im Längsseitenteil 14 und im Faltabschnitt 14' sind entsprechend jeweils drei Öffnungen vorgesehen, die aber zwecks Wahrung der Übersichtlichkeit der Zeichnungen nicht mit Bezugszeichen versehen sind.
[0023] An den Längsseitenteil 12 schließen seitlich Verstärkungslappen 12'' und 12''' an, die jeweils durch eine Doppelfaltrille 22'' und 22''' vom Längsseitenteil 12 abgegrenzt sind. Diese Verstärkungslappen 12'' und 12''' werden auf den Längsseitenteil 12 geschlagen und dienen ausschließlich zu dessen Verstärkung. Sie weisen jeweils eine Öffnung 12a'' und 12c''' auf, die - wenn die Verstärkungslappen 12'' und 12''' auf den Längsseitenteil 12 geschlagen sind, mit den Öffnungen 12a und 12c im Längsseitenteil 12 fluchten. Auch der Längsseitenteil 14 weist entsprechende Verstärkungslappen auf, die jedoch zwecks Wahrung der Übersichtlichkeit der Zeichnungen nicht mit Bezugszeichen versehen sind. Die Verstärkungslappen sind vorzugsweise mit Kork gepresst (und deshalb schraffiert dargestellt), sodass sie eine möglichst geringe Dicke haben. Sie sind für die eigentliche Erfindung nicht notwendig.
[0024] Die eigentliche Erfindung liegt in den Laschen 32, 33, die an dem Stirnseitenteil 13 angelenkt sind, und in den Laschen 34, 35, die an dem Stirnseitenteil 15 angelenkt sind.
[0025] Fig. 2 zeigt den rechten oberen Teil von Fig. 1, also insbesondere die Lasche 32 und die angrenzenden Teile, wobei der Verstärkungslappen 12''', der für die Erfindung unwesentlich ist, weggelassen wurde. Die anderen Laschen 33, 34 und 35 sind ganz analog aufgebaut.
[0026] Die Lasche 32 ist vom Stirnseitenteil 13 durch eine Faltrille 42 getrennt. Sie hat im Wesentlichen die Form eines Kreissektors, wobei sie aber an ihrem freien Ende einen Vorsprung 32a aufweist. Sie weist weiters eine Faltrille 32b auf, die vom Verbindungspunkt zwischen Bodenteil 11, Stirnseitenteil 13 und Lasche 32 ausgeht.
[0027] Fig. 3 zeigt nun die relative Lage der Lasche 32 zum Längsseitenteil 12, wenn der Sarg aufgerichtet ist und die Lasche 32 ganz eingeschoben ist, und Fig. 4 zeigt die relative Lage, wenn die Lasche 32 maximal ausgeschoben ist. Der Faltabschnitt 12' ist noch nicht umgeschlagen dargestellt, damit er die Lasche 32 nicht verdeckt. Es ist aber klar ersichtlich, dass nach dem Umschlagen des Faltabschnitts 12' zwischen dem Faltabschnitt 12' und dem Längsseitenteil 12 ein Abstand verbleiben muss, damit die Lasche 32 beweglich bleibt. Deshalb haben die beiden Rillen der Doppelrille 22' einen relativ großen Abstand. Wenn auch noch ein Verstärkungslappen 12''' (siehe Fig. 1) vorhanden ist, muss der Abstand noch größer sein. Gleiches gilt, wenn auch noch der Einlegeteil im Zwischenraum liegt (siehe unten).
[0028] Aus Fig. 4 erkennt man, dass in der maximal ausgeschobenen Lage der Vorsprung 32a genau beim Loch 12c zu liegen kommt; wenn sich im Loch 12c ein Verriegelungselement befindet, wird ein weiteres Herausziehen durch den Vorsprung 32a verhindert. In dieser Lage befindet sich die Faltrille 32b im ausgeschobenen Bereich, und der Bereich zwischen den Faltrillen 32b und 42 wäre tatsächlich um rund 90° abgeknickt, sodass er etwa senkrecht zur Zeichenebene stünde. Um den Winkel zwischen diesen Faltrillen 32b und 42 wird der Längsseitenteil 12 zusätzlich geneigt.
[0029] In Fig. 5 ist nun der Zuschnitt für den Einlegeteil dargestellt. Analoge Teile tragen dieselben Bezugszeichen wie beim Sargkörper, erhöht um 100. An einen Bodenteil 111 schließen zwei Längsseitenteile 112, 114 und zwei Stirnseitenteile 113, 115 an, die vom Bodenteil 111 jeweils durch eine Faltrille 122, 124, 123 bzw. 125 getrennt sind. Im Längsseitenteil 112 befinden sich Löcher 112a, 112b und 112c, die an den gleichen Stellen wie die Löcher 12a, 12b und 12c (siehe Fig. 1) angeordnet sind. Auch im Längsseitenteil 114 (siehe Fig. 5) befinden sich analog dazu drei Löcher, die aber zur Wahrung der Übersichtlichkeit nicht mit Bezugszeichen versehen sind. Die Längsseitenteile 112 und 114 sind mit dem jeweils benachbarten Stirnseitenteil 113 bzw. 115 über ein Faltzwickel 132, 133, 134 bzw. 135 verbunden.
[0030] Fig. 6 zeigt den rechten oberen Teil von Fig. 5, also insbesondere den Faltzwickel 132 und die angrenzenden Teile. Die drei anderen Faltzwickel 133, 134 und 135 sind ganz analog aufgebaut. Der Faltzwickel 132 ist vom Stirnseitenteil 113 durch eine Faltrille 122b und vom Längsseitenteil 112 durch eine Faltrille 123a getrennt. Da der Sarg sich nach oben kegelstumpfartig erweitert, sind sowohl die Längsseitenteile 112, 114 (siehe Fig. 5) und die Stirnseitenteile 113, 115 trapezförmig, sie erweitern sich von dem Bodenteil 111 weg. Die Faltrille 122b (siehe Fig. 6) liegt daher nicht in der Verlängerung der Faltrille 122 und die Faltrille 123a liegt nicht in der Verlängerung der Faltrille 123. Auf der Winkelsymmetralen zwischen den Faltrillen 122b und 123a hat der Faltzwickel 132 eine weitere Faltrille 132a, derentwegen er Faltzwickel genannt wird. Diese Faltrille 132a unterteilt den Faltzwickel 132 in zwei Bereiche, die jeweils von den Faltrillen 122b und 132a bzw. von den Faltrillen 123a und 132a begrenzt sind.
[0031] Faltet man den Einlegeteil so auf, dass die Faltrillen 122b und 123a direkt nebeneinander liegen, dann liegen die beiden Bereiche des Faltzwickels 132 aneinander an. Sie können dann auf die Außenseite des Längsseitenteils 112 gebogen werden. Diese Situation ist in Fig. 7 dargestellt.
[0032] Erfindungsgemäß sind nun im Faltzwickel 132 zwei zusätzliche Faltrillen 122b' und 123a' (siehe Fig. 6) vorgesehen, die gegenüber den Faltrillen 122b und 123a um einen bestimmten Winkel in Richtung zur Faltrille 132a verdreht sind. Es ist daher möglich, den Einlegeteil auch so aufzufalten, dass die beiden Faltrillen 122b' und 123a' nebeneinander liegen, wodurch der Längsseitenteil 112 und der Stirnseitenteil 113 eine stärkere Schrägstellung einnehmen. In diesem Fall liegen die beiden kleineren Bereiche des Faltzwickels 132 aneinander an, nämlich die Bereiche, die von den Faltrillen 122b' und 132a bzw. von den Faltrillen 123a' und 132a begrenzt sind. Sie können ebenfalls auf der Außenseite des Längsseitenteils 112 liegen. Diese Situation ist in Fig. 8 dargestellt.
[0033] Der erfindungsgemäße Sarg wird aufgefaltet geliefert, wobei er in der Stellung ist, wo die Längsseitenteile und Stirnseitenteile stärker geneigt sind. Der Einlegeteil befindet sich im Sargkörper, und durch die fluchtenden Öffnungen 12a, 12a', 12a'' und 112a wird eine Kunststoffschraube gesteckt, deren Mutter aber noch nicht festgezogen wird. Gleiches gilt für die Öffnungen 12b, 12b', 112b und 12c, 12c', 12c''', 112c und natürlich auch für die entsprechenden Öffnungen auf der gegenüberliegenden Seite. In diesem Zustand lassen sich die Särge relativ dicht stapeln und somit kostengünstig zum Bestatter transportieren. Solch ein Sarg ist in Fig. 9 dargestellt.
[0034] Der Bestatter muss nun lediglich einen Sarg vom Stapel nehmen und die Wände des Sargkörpers zusammendrücken. Dadurch geht nicht nur der Sargkörper in den gewünschten Endzustand mit weniger stark geneigten Wänden über, sondern automatisch auch der Einlegeteil. In diesem Zustand zieht der Bestatter die Muttern der Kunststoffschrauben fest und fixiert somit diese Lage. Solch ein Sarg ist in Fig. 10 dargestellt.
[0035] Schließlich muss nur noch ein Deckel 50 aufgesetzt werden, der auch mittels der Kunststoffschrauben fixiert werden kann. Dies ist in Fig. 11 dargestellt.

Claims (4)

1. Sarg mit Sargkörper und Einlegewanne, wobei der Sargkörper und die Einlegewanne aus Zuschnitten von Wellpappe durch Falten hergestellt sind, wobei an den vier Kanten eines Bodenteils (11) des Sargkörpers - jeweils über Faltrillen (22, 24; 23, 25) getrennt - zwei Längsseitenteile (12, 14) und zwei Stirnseitenteile (13, 15) anschließen, wobei weiters an die Oberkanten der Längsseitenteile (12, 14) des Sargkörpers - durch Faltrillen (22', 24') getrennt – Faltabschnitte (12', 14') anschließen, welche im aufgebauten Zustand nach Innen gefaltet sind, und wobei ferner in den Längsseitenteilen (12, 14) sowie den damit verbundenen Faltabschnitten (12', 14') jeweils mehrere Öffnungen (12a, 12a'; 12b, 12b'; 12c, 12c') angeordnet sind, welche im aufgebauten Zustand miteinander fluchten, und in denen im aufgebauten Zustand Verbindungselemente, insbesondere Kunststoffschrauben, eingesetzt sind,dadurchgekennzeichnet,dassan die Stirnseitenteile (13, 15) – durch Faltrillen (42) getrennt - seitlich Laschen (32, 33, 34, 35) anschließen, die im aufgebauten Zustand zwischen den Längsseitenteilen (12, 14) und deren Faltabschnitten (12', 14') liegen und die aus einer Position, wo sie zur Gänze eingeschoben sind, in eine Position, wo sie nur teilweise eingeschoben sind, verschiebbar sind, wobei diese Verschiebbarkeit durch die Verbindungselemente begrenzt ist.
2. Sarg nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet,dassin den Laschen (32, 33, 34, 35) eine Faltrille (32b) vorgesehen ist, die von dem Verbindungspunkt zwischen Bodenteil (11), Stirnseitenteil (13) und Lasche (32) ausgeht und im ausschiebbaren Bereich der Lasche (32) liegt.
3. Sarg nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Einlegewanne aus einem Bodenteil (111) besteht, an dessen vier Kanten – jeweils über Faltrillen (122, 124; 123, 125) getrennt - zwei Längsseitenteile (112, 114) und zwei Stirnseitenteile (113, 115) anschließen, wobei die Längsseitenteile (112, 114) und die Stirnseitenteile (113, 115) durch Faltzwickel (132, 133, 134, 135) miteinander verbunden sind, die durch Faltrillen (122b, 123a) von den Längsseitenteilen (112, 114) und den Stirnseitenteilen (113, 115) getrennt sind und die durch eine diagonal verlaufende Faltrille (132a) in zwei Abschnitte unterteilt sind,dadurch gekennzeichnet,dassdie Faltzwickel (132, 133, 134, 135) im aufgebauten Zustand zwischen den Längsseitenteilen (112, 114) des Einlegeteils und den Längsseitenteilen (113, 115) des Sargkörpers liegenund dassin beiden Abschnitten der Faltzwickel (132, 133, 134, 135) - ausgehend von dem Verbindungspunkt zwischen Bodenteil (111), Stirnseitenteil (113, 115) und Faltzwickel (132, 133, 134, 135) - eine zusätzliche Faltrille (123a', 122b') vorgesehen ist.
4. Sarg nach einem der Ansprüche 1 bis 3,dadurchgekennzeichnet,dassdie Oberkanten der Längsseitenteile (112, 114) der Einlegewanne im zusammengebauten Zustand zwischen den jeweiligen Längsseitenteilen (12, 14) des Sargkörpers und den mit diesen Längsseitenteilen (12, 14) verbundenen Faltabschnitten (12', 14') angeordnet sind, wobei die Längsseitenteile (112, 114) der Einlegewanne Öffnungen (112a, 112b, 112c) aufweisen, welche mit den entsprechenden Öffnungen (12a, 12b, 12c; 12a', 12b', 12c') in den Längsseitenteilen (12, 14) des Sargkörpers und in den mit diesen verbundenen Faltabschnitten (12', 14') fluchten.
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