CH719041A2 - Modulwagen mit Bremsbedienung auf einzeln betätigte Totmannbremsen. - Google Patents
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Abstract
Modulwagen mit Bremsbedienung auf zwei einzeln betätigte Totmannbremsen umfasst zwei Bremsgriffe (1,2), die an Halterungen (3,4) befestigt sind. Die Halterungen (3,4), die wiederum an einer Stange (5) befestigt sind, dienen der Kraftübertragung von den Bremsgriffen (1,2) zu den Seilzügen oder Gestängen (6,7). Zum vollständigen Lösen der Totmannbremsenmittels der zwei Bremsgriffe (1,2) braucht es immer beide Hände eine sogennante Zweihandbedienung. Modulwagen mit Zweihandbedienung der Totmannbremsen garantieren, dass sich die Person, die die Modulwagen verschiebt, jederzeit voll auf diese Aufgabe konzentriert, da nicht gleichzeitig mit einer freien Hand andere Tätigkeiten ausgeübt werden können. Ausserdem garantiert diese Erfindung eine sichere Manövrierfähigkeit auf engstem Raum mit einer angezogenen Totmannbremse, ohne Gefahr zu laufen, ausser Kontrolle zu geraten.
Description
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Modulwagen mit Bremsbedienung auf zwei einzeln betätigte Totmannbremsen und zwei ungebremsten Rollen.
[0002] Das Einsatzgebiet dieser Modulwagen, auch Rollcontainer oder Rollmodul genannt, ist sehr vielfältig. Sie dienen zur Material- Lagerung und dem Transport von Einsatzmaterial. Diese Modulwagen findet man sowohl in Magazinen, als auch in Fahrzeugen und Anhängern des Militärs, Zivilschutzes, Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdiensten. Die Modulwagen werden mittels Feststell- oder Totmannbremsen vor dem Wegrollen gesichert. Bei der Totmannbremse wird die Bremswirkung durch eine integrierte Feder sichergestellt. Zum Verschieben des Modulwagens wird die Totmannbremse über ein Gestänge oder einen Seilzug gelöst. Dieses Gestänge oder dieser Seilzug wird mit einer Vorrichtung per Hand betätigt. Im Gegensatz zu Feststellbremsen können die Modulwagen mit Totmannbremsen beim Verschieben auch zur Verzögerung, also zur Verringerung der Geschwindigkeit bis zum Stillstand, benutzt werden. Als Schwerlastbremsen müssen diese Totmannbremsen bis 1000kg Gesamtgewicht sicher abbremsen können. Der Modulwagen hat zwei Lenkrollen und zwei Bockrollen. Die Totmannbremsen befinden sich normalerweise an den Bockrollen, es existieren aber auch Lenkrollen mit Totmannbremsen. Die Rollen mit Totmannbremsen sind von diversen Lieferanten im Handel erhältlich, sie existieren sowohl mit Trommelbremsen, als auch mit Scheibenbremsen.
[0003] Die Betätigung der Totmannbremsen ist nach dem heutigen Stand der Technik so konstruiert, dass mittels einer von einer oder zwei Händen betätigten Bremsstange beide Bremsen gleichzeitig gelöst werden können. Die Totmannbremse wird mit dieser Bremsstange mittels Gestänge oder Seilzug betätigt, wobei die Bremskraft unter dem Einsatz von mehr oder weniger Kraftaufwand von Hand in begrenztem Mass variiert werden kann. Da diese Modulwagen häufig in sehr beschränkten Platzverhältnissen bewegt werden müssen, ist die Manövrierfähigkeit sehr wichtig. Dies ist vor allem der Fall, wenn die Modulwagen mittels an Fahrzeugen befestigten Hebebühnen in ein Fahrzeug verladen werden müssen. Auf diesen nicht immer horizontal stehenden Hebebühnen müssen die Modulwagen auf engstem Raum manövriert werden können. Die Hebebühne wird dabei aus Sicherheitsgründen im Einpersonenbetrieb von einer Person, die sich mit dem Modulwagen zusammen auf der Hebebühne befindet, mit den Füssen betätigt. Diese Person darf während dem Verladevorgang aus Sicherheitsgründen keine anderen Tätigkeiten (wie zum Beispiel das Telefonieren mit einem Mobiltelefon) ausüben. Da die Betätigung der Totmannbremsen nach heutigem Stand der Technik mit einer Hand ausgeführt werden kann, ist dieser Sicherheitsaspekt beeinträchtig.
[0004] Die Aufgabe, die an Modulwagen mit Totmannbremsen gestellt werden, ist die Gewähr, dass sich die Person, die Modulwagen verschiebt, jederzeit voll auf diese Aufgabe konzentriert und nicht gleichzeitig mit einer freien Hand andere Tätigkeiten ausüben kann. Dazu kommt die Forderung nach hoher Manövrierfähigkeit bei begrenzten Platzverhältnissen, vor allem auf Hebebühnen.
[0005] Die Aufgabe wird durch die Merkmale der Patentansprüche 1 bis 4 gelöst.
[0006] Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch den erzwungenen Einsatz beider Hände (Zweihandbedienung) die Sicherheit beim Manövrieren der Modulwagen gewährleistet ist. Eine Betätigung beider Bremsen mit einer Hand wird durch den Abstand zwischen den beiden Bremsgriffen verhindert. Zusätzlicher Vorteil dieser Erfindung ist die sichere Manövrierfähigkeit auf engstem Raum, da der Modulwagen mit einer angezogenen Totmannbremse quasi um die eigene Achse gedreht werden kann, ohne Gefahr zu laufen, dass der Modulwagen von der Hebebühne fällt oder auf einer schiefen Ebene ausser Kontrolle gerät.
[0007] Die Erfindung wird in Figur 1 und Figur 2 gezeigt: Figur 1: Modulwagen mit Bremsbedienung auf zwei einzeln betätigte Totmannbremsen und zwei ungebremsten Rollen Figur 2: Bremsbedienung mit zwei Bremsgriffen
[0008] Figur 1 zeigt einen Modulwagen mit Bremsbedienung auf zwei einzeln betätigte Totmannbremsen und zwei ungebremsten Rollen. Figur 2 zeigt die Bremsbedienung. Diese besteht aus zwei Bremsgriffen (1,2), die mit jeweils einer Hand die Totmannbremsen einzeln betätigt werden. Die Bremsgriffe (1,2) sind an einer Stange (5) befestigten Halterungen (3,4) fixiert. Die Halterungen (3,4) dienen der Kraftübertragung von den Griffen (1,2) via Seilzügen oder alternativ via Gestängen (6,7) zu den Totmannbremsen. Zum vollständigen Lösen der Bremsen mittels der Bremsgriffe (1,2) braucht es immer beide Hände. Je nach Hersteller und Konstruktionsprinzip wird die genannte Zweihandbedienung mit Seilzug oder Gestänge bevorzugt.
Claims (4)
1. Modulwagen mit Bremsbedienung auf zwei einzeln betätigte Totmannbremsen, bestehend aus zwei Bremsgriffen (1,2), die an zwei an einer Stange (5) befestigten Halterungen (3,4) zwecks Kraftübertragung an die Totmannbremsen mittels Seilzügen oder Gestängen (6,7) fixiert sind, wobei die Bremsgriffe zum Lösen der Totmannbremsen immer mit beiden Händen betätigt werden müssen.
2. Modulwagen mit Bremsbedienung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Bremsgriffen (1, 2) ein Abstand von mehr als einer Handbreite besteht.
3. Modulwagen mit Bremsbedienung nach einem der Ansprüche 1 bis 2 dadurch gekennzeichnet, dass abhängig vom Konstruktionsprinzip die genannte Kraftübertragung mittels Seilzügen oder Gestängen (6,7) erfolgt.
4. Verwendung der Modulwagen mit Bremsbedienung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 in allen Modulwagen mit zwei ungebremsten Rollen und zwei Rollen mit Totmannbremsen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH070363/2021A CH719041A2 (de) | 2021-10-08 | 2021-10-08 | Modulwagen mit Bremsbedienung auf einzeln betätigte Totmannbremsen. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH070363/2021A CH719041A2 (de) | 2021-10-08 | 2021-10-08 | Modulwagen mit Bremsbedienung auf einzeln betätigte Totmannbremsen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH719041A2 true CH719041A2 (de) | 2023-04-14 |
Family
ID=85806923
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH070363/2021A CH719041A2 (de) | 2021-10-08 | 2021-10-08 | Modulwagen mit Bremsbedienung auf einzeln betätigte Totmannbremsen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH719041A2 (de) |
-
2021
- 2021-10-08 CH CH070363/2021A patent/CH719041A2/de not_active Application Discontinuation
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