CH719370A2 - Verlegesystem und Verbindungselement dazu. - Google Patents

Verlegesystem und Verbindungselement dazu. Download PDF

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CH719370A2
CH719370A2 CH000063/2022A CH632022A CH719370A2 CH 719370 A2 CH719370 A2 CH 719370A2 CH 000063/2022 A CH000063/2022 A CH 000063/2022A CH 632022 A CH632022 A CH 632022A CH 719370 A2 CH719370 A2 CH 719370A2
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Abstract

Ein Verlegesystem (1) für den Bau eines Terrassenbodens oder einer Wandverkleidung mit im Wesentlichen parallel angeordneten Trägerelementen (2) und quer dazu angeordneten Planken (4), bei welchem Verlegesystem (1) zwischen den Trägerelementen (2) und den Planken (4) mehrere Verbindungselemente (3) platziert sind. Diese Verbindungselemente (3) weisen mindestens zwei aufragende federelastische Lamellen mit knieförmig geformten Enden auf, welche im montierten Zustand jeweils in eine Längsnut (5) benachbart anliegender Planken (4) federnd und lösbar eingreifen. Die Planken (4) lassen sich damit in einfacher Weise einzeln auswechseln.

Description

[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verlegesystem für den Bau eines Terrassenbodens oder einer Wandverkleidung nach Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Solche Systeme sind beispielsweise aus der DE-202010009449U1 bekannt und umfassen eine tragende Unterkonstruktion aus mehreren im Wesentlichen parallel angeordneten Trägerelementen, auf welchen mit Hilfe von Verbindungselementen, eine Beplankung aus mehreren dazu querverlaufenden Deckelementen, insbesondere in Form von Dielen, Bohlen, Platten, etc., angeordnet ist. Diese Verbindungselemente bilden eine feste Verbindung zwischen den Trägerelementen und den einzelnen Deckelementen. Die hier verwendeten Verbindungselemente in Form von Clips oder Klammern ermöglichen eine einfache Montage der einzelner Deckelemente.
[0003] Diese bekannten Systeme bieten unerwünschtem Kleingetier einen willkommenen Unterschlupf und erlauben es nicht unerwünschte olfaktorische Beeinträchtigungen, bspw. durch verrottende Kadaver, in einfacher Weise zu beseitigen oder zwischen den Deckelementen hindurchgefallene Wertgegenstände, bspw. Münzen oder Schmuckgegenstände, in einfacher Weise zu bergen.
[0004] Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile dieser bekannten Terrassensysteme zu überwinden und insbesondere ein Verlege-System zu schaffen, welches sich in einfacher Weise demontieren und zusammenbauen lässt.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein modulares Verlege-System gelöst, welches in bekannter Weise eine tragenden Unterkonstruktion aufweist, welche mehrere parallel angeordnete Trägerelemente umfasst und auf welche eine Beplankung aus mehreren quer zu den Trägerelementen verlaufende Planken in einfacher Weise verclipsbar ist. Dazu umfasst das vorliegende Verlegesystem mehrere clipsartige Verbindungselemente, welche es erlauben die einzelnen Planken werkzeugfrei auf den Trägerelementen clipsartig zu montieren und zu demontieren.
[0006] In einer ersten Ausführungsform umfasst jedes dieser Verbindungselemente eine mit einem der Trägerelemente fest verbindbare Basisplatte, welche mindestens zwei aufragende federelastische Lamellen mit knieförmig geformten Enden aufweist, wobei diese Lamellen im montierten Zustand jeweils in die Längsnut benachbarter Planken federnd und lösbar eingreifen. Dabei können diese Verbindungselemente aus Kunststoff gefertigt sein oder bestehen aus einfachen Blechformteilen, insbesondere aus einem Zuschnitt aus rostfreiem Stahl.
[0007] In einer bevorzugten Ausführungsform weist jedes dieser Verbindungselemente eine metallische Basisplatte mit einem ersten und einem zweiten Basisbereich auf, wobei beim ersten Basisbereich seitliche Randbereiche in Richtung des zweiten Basisbereichs, vorzugsweise um 90°, aufgebogen sind, um zwei randseitig angeordnete Lamellen zu bilden. Diese Lamellen sind an ihren aufsteigenden Enden zum zweiten Basisbereich hin, vorzugsweise um 150°, umgebogen und bilden erste knieförmig abgewinkelte Federzungen, welche im montierten Zustand federnd in eine seitliche Längsnut einer anliegenden ersten Planke lösbar einschnappen zu können. Jede der zwei randseitig angeordneten Lamellen weist seitlich einen zum zweiten Basisbereich ragenden Distanzhalter auf, um im montierten Zustand einen vorgegebener Abstand zur anliegenden ersten Planke gewährleisten zu können. Beim zweiten Basisbereich ist ein mittig angeordneter Zentralbereich in Richtung des ersten Basisbereichs, vorzugsweise um 90°, aufgebogen, um eine mittig angeordnete Lamelle zu bilden. Dessen aufsteigendes Ende ist zum ersten Basisbereich hin, vorzugsweise um 150°, umgebogen ist und bildet eine zweite knieförmig abgewinkelte Federzunge, welche im montierten Zustand federnd in eine seitliche Längsnut einer benachbart liegenden zweiten Planke lösbar eingreift. Die Basisplatte ist im montierten Zustand fest an einem Trägerelement befestigt, insbesondere verschraubt. Dazu weist sowohl der erste Basisbereich als auch der zweite Basisbereich mindestens einer Aussparung, insbesondere eine lochförmige Öffnung, auf.
[0008] Unter den Begriffen „Terrassenboden“ und „Wandverkleidung“ sollen Beläge mit aufgesetzten Dielen verstanden werden, wobei diese Dielen aus Holz oder Kunststoff gefertigt sein können. Trägerelemente sind Unterhölzer oder Kunststoffprofile - wie bekannt. Vorliegend werde diese Beläge auch als „Beplankung“ bezeichnet, d.h. sollen darunter Beläge mit Planken in Form von Bohlen, Dielen, Balken, Brettern oder Platten jeder Art, also auch aus mehreren Schichten und vorzugsweise aber nicht notwendigerweise aus Holz, verstanden werden. Traditionelle Planken bestehen aus Massivholz, das in Stammlänge produziert wurde und unterscheiden sich deshalb deutlich von bspw. den kleinen Holzstücken bei einem Parkett.
[0009] Das vorliegende Verlegesystem ist in bekannter Weise zu montieren, erlaubt es jedoch einzelne Planken werkzeugfrei aus den clipsartigen Verbindungselementen zu lösen und wieder einzusetzen. Der Unterhalt oder eine Umgestaltung des erfindungsgemäss verclipsbaren Verlegesystems erweist sich damit als ausserordentlich einfach und kostensparend.
[0010] Im Folgenden soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und mit Hilfe der Figuren näher erläutert werden. Dabei zeigt. Fig. 1: Aufbau eines Verlegesystems bekannter Art; Fig. 2a: schematische Aufsicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemässen Verbindungselementes; Fig. 2b: schematische Seitenansicht entlang Schnitt C-C aus Fig. 2; Fig. 2c: schematische Seitenansicht entlang Schnitt A-A aus Fig. 2:
[0011] Die in Fig. 1 dargestellte Prinzipskizze zeigt den Aufbau eines Verlegesystems 1 bekannter Art. Für die Unterkonstruktion eines Terrassenbodens werden dabei mehrere Trägerelemente 2 möglichst parallel zueinander ausgelegt, welche in der Regel aus einem möglichst steifen Material bestehen und können aus massiven Holzbalken oder aus rechteckigen Kunststoffprofilen mit mehreren Hohlkammern bestehen oder als Metallträger ausgebildet sein. Quer zu diesen Trägerelementen 2 sind Planken 4 aufgesetzt, wobei die Planken 4 jede Form und Ausgestaltung aufweisen können, bspw. aus massivem Vollholz, aus verleimten Deckplatten mit und ohne Oberflächenstruktur, oder aus Kunststoffbrettern mit oder ohne Hohlprofilen oder als metallische Doppel-T-Träger bestehen können. Die feste Verbindung zwischen den Trägerelementen 2 und den Planken 4 ist mit mehreren Metallclips 3 in Form von Winkelstücken, welche einerseits in eine seitliche Nut 5 der Planken 4 eingreifen und andererseits auf die Trägerelemente 2 aufgeschraubt sind, gewährleistet. Diese Winkelstücke 3 erlauben zwar eine witterungsbedingte Eigenbewegung der Holzplanken, erlauben aber nicht diese Planken in einfacher Weise auszuwechseln.
[0012] Die Fig. 2a bis 2c machen die Ausgestaltung einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemässen Verbindungselementes 3 für ein flexibles Verlegesystem 1 deutlich, bei welcher das Verbindungselement 3 aus einem Blechformteil, insbesondere einem gestanzten Zuschnitt aus rostfreiem Stahl, geformt ist. Dieses Verbindungselement umfasst eine mit einem der Trägerelemente 2 fest verbindbare Basisplatte 6, welche mindestens zwei aufragende federelastischen Lamellen 9, 15 mit knieförmig geformten Federzungen 12, 16 aufweist. Dazu weist die Basisplatte 6 einen ersten 7 und einen zweiten 8 Basisbereich auf, wobei beim ersten Basisbereich 7 seitliche Randbereiche in Richtung des zweiten Basisbereichs 8, vorzugsweise um 90°, aufgebogen sind, um zwei randseitig angeordnete erste Lamellen 9 zu bilden. Dabei sind diese ersten Lamellen 9 an ihren aufsteigenden Enden 10 zum zweiten Basisbereich 8 hin, vorzugsweise um 150°, umgebogen sind, um erste knieförmig abgewinkelte Federzungen 12 zu bilden, welche im montierten Zustand federnd in eine seitliche Längsnut 5 einer anliegenden Planke 4 lösbar eingreifen. Ausserdem weist jede der zwei randseitig angeordneten ersten Lamellen 9 seitlich einen zum zweiten Basisbereich 8 ragenden Distanzhalter 13 auf, um im montierten Zustand einen vorgegebener Abstand zu einer anliegenden Planke 4 sicherzustellen. Der zweite Basisbereich 8 weist einen mittig angeordneten Zentralbereich 14 auf, welcher in Richtung des ersten Basisbereichs 7, vorzugsweise um 90°, aufgebogen ist, um eine mittig angeordnete zweite Lamelle 15 zu bilden. Das aufsteigendes Ende 11 dieser zweiten Lamelle 15 ist zum ersten Basisbereich 7 hin, vorzugsweise um 150°, umgebogen ist und bildet eine zweite knieförmig abgewinkelte Federzunge 16, welche im montierten Zustand federnd in eine seitliche Längsnut 5 einer benachbart liegenden Planke 4 lösbar eingreift. Sowohl der erste Basisbereich 7 als auch der zweite Basisbereich 8 ist mit mindestens einer Aussparung 17, insbesondere mit einer lochförmigen Öffnung, versehen, um die Basisplatte 6 im montierten Zustand an einem Trägerelement 2 befestigen, insbesondere verschrauben, zu können.
[0013] In einer Weiterbildung der vorliegenden Ausführungsform lassen sich solche clipsartigen Verbindungselemente bei gleicher Funktionalität auch im 3D-Druck aus geeignetem Kunststoffmaterial formen. Es versteht sich, dass die einzelnen Verbindungselemente je nach Verwendung statt verschraubt auch lediglich verklebt sein können.
Bezugszeichenliste
[0014] 1 Verlegesystem 2 Trägerelement 3 Verbindungselement 4 Planke 5 seitliche Längsnut 6 Basisplatte 7 erster Basisbereich 8 zweiter Basisbereich 9 erste Lamelle 10 aufsteigendes Ende einer ersten Lamelle 11 aufsteigendes Ende einer zweiten Lamelle 12 erste Federzunge 13 Distanzhalter 14 freiliegende Aussparung des Zentralbereichs 15 zweite Lamelle 16 zweite Federzunge 17 Aussparung

Claims (8)

1. Verlegesystem (1), für den Bau eines Terrassenbodens oder einer Wandverkleidung, mit mehreren im Wesentlichen parallel angeordneten Trägerelementen (2) und mit mehreren quer dazu aufsetzbare Planken (4), welche jeweils längsseitig eine vorgefertigte Längsnut (5) aufweisen, wobei zwischen den Trägerelementen (2) und den Planken (4) mehrere Verbindungselemente (3) angeordnet sind, um die Planken (4) an den Trägerelementen (2) zu befestigen, dadurch gekennzeichnet, dass jedes dieser Verbindungselemente (3) eine mit einem der Trägerelemente (2) fest verbindbare Basisplatte (6) umfasst, welche mindestens zwei aufragende federelastische Lamellen (9) mit knieförmig geformten Enden aufweist, wobei diese Lamellen (9) im montierten Zustand jeweils in die Längsnut (5) benachbarter Planken (4) federnd und lösbar eingreifen.
2. Verlegesystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (3) aus Kunststoff gefertigt sind.
3. Verlegesystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente aus Blechformteilen bestehen.
4. Verlegesystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Basisplatte (6) der Verbindungselemente (3) einen ersten (7) und einen zweiten (8) Basisbereich aufweist, wobei beim ersten Basisbereich (7) seitliche Randbereiche in Richtung des zweiten Basisbereichs (8), vorzugsweise um 90°, aufgebogen sind, um zwei randseitig angeordnete erste Lamellen (9) zu bilden, wobei diese ersten Lamellen (9) an ihren aufsteigenden Enden (10) zum zweiten Basisbereich (8) hin, vorzugsweise um 150°, umgebogen sind, und erste knieförmig abgewinkelte Federzungen (12) bilden, um damit im montierten Zustand federnd in eine seitliche Längsnut (5) einer anliegenden ersten Planke (4) lösbar eingreifen zu können, wobei jede der zwei randseitig angeordneten ersten Lamellen (9) seitlich einen zum zweiten Basisbereich (8) ragenden Distanzhalter (13) aufweist, um im montierten Zustand einen vorgegebener Abstand zu einer anliegenden Planke (4) gewährleisten zu können, wobei beim zweiten Basisbereich (8) ein mittig angeordneter Zentralbereich (14) in Richtung des ersten Basisbereichs (7), vorzugsweise um 90°, aufgebogen ist, um eine mittig angeordnete zweite Lamelle (15) zu bilden, dessen aufsteigendes Ende (11) zum ersten Basisbereich (7) hin, vorzugsweise um 150°, umgebogen ist und eine zweite knieförmig abgewinkelte Federzunge (16) bildet, um damit im montierten Zustand federnd in eine seitliche Längsnut (5) einer benachbart liegenden Planke (4) lösbar einzugreifen, wobei die Basisplatte (6) im montierten Zustand an einem Trägerelement (2) befestigt, insbesondere verschraubt, ist.
5. Verbindungselement (3) für ein Verlegesystem (1) gemäss Anspruch1, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Verbindungselement (3) eine mit einem der Trägerelemente (2) fest verbindbare Basisplatte (6) umfasst, welche mindestens zwei aufragende federelastischen Lamellen (9) mit knieförmig geformten Enden aufweist, um mit diesen im montierten Zustand jeweils in die Längsnut (5) benachbarter Planken (4) federnd und lösbar einzugreifen.
6. Verbindungselement (3) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass dieses aus Kunststoff gefertigt ist.
7. Verbindungselement (3) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass dieses ein Blechformteil, insbesondere ein Zuschnitt aus rostfreiem Stahl ist.
8. Verbindungselement (3) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass dieses eine ebene Basisplatte (6) mit einem ersten (7) und einem zweiten (8) Basisbereich aufweist, wobei beim ersten Basisbereich (7) seitliche Randbereiche in Richtung des zweiten Basisbereichs (8), vorzugsweise um 90°, aufgebogen sind, um zwei randseitig angeordnete erste Lamellen (9) zu bilden, wobei diese erste Lamellen (9) an ihren aufsteigenden Enden (10) zum zweiten Basisbereich (8) hin, vorzugsweise um 150°, umgebogen sind, um erste knieförmig abgewinkelte Federzungen (12) zu bilden, um damit im montierten Zustand federnd in eine seitliche Längsnut (5) einer anliegenden Planke (4) lösbar eingreifen zu können, wobei jede der zwei randseitig angeordneten ersten Lamellen (9) seitlich einen zum zweiten Basisbereich (8) ragenden Distanzhalter (13) aufweist, um im montierten Zustand einen vorgegebener Abstand zu einer anliegenden Planke (4) gewährleisten zu können, wobei beim zweiten Basisbereich (8) ein mittig angeordneter Zentralbereich (14) in Richtung des ersten Basisbereichs (7), vorzugsweise um 90°, aufgebogen ist, um eine mittig angeordnete zweite Lamelle (15) zu bilden, dessen aufsteigendes Ende (11) zum ersten Basisbereich (7) hin, vorzugsweise um 150°, umgebogen ist und eine zweite knieförmig abgewinkelte Federzunge (16) bildet, um damit im montierten Zustand federnd in eine seitliche Längsnut (5) einer benachbart liegenden Planke lösbar eingreifen zu können, wobei sowohl der erste Basisbereich (7) als auch der zweite Basisbereich (8) mit mindestens einer Aussparung (17), insbesondere mit einer lochförmigen Öffnung, versehen ist, um die Basisplatte (6) im montierten Zustand an einem Trägerelement (2) befestigen, insbesondere verschrauben, zu können.
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