CH720446A1 - Antriebselement und damit ausgestattete Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes an einer Spinnmaschine - Google Patents
Antriebselement und damit ausgestattete Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes an einer Spinnmaschine Download PDFInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Antriebselement (5) zur Verwendung in einer Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes an einer Spinnmaschine, wobei das Antriebselement (5) mit einem angetriebenen Element der Spinnmaschine und einem anzutreibenden Element der Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes in eine Antriebsverbindung bringbar ist, wobei das Antriebselement (5) eine gemeinsame Achse (5.0) umschliessende Innenfläche (5.3) und eine die gemeinsame Achse (5.0) umschliessende Umfangsfläche (5.4) umfasst und eine ringförmige Grundfläche (5.1) bilden. Darüber hinaus betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes an einer Spinnmaschine, welche über ein erfindungsgemässes Antriebselement verfügt, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemässen Antriebselements. Erfindungsgemäss wird vorgeschlagen, dass die Innenfläche (5.3) und die Umfangsfläche (5.4) des Antriebselements parallel zueinander angeordnet sind, wobei die Innen- und die Umfangsfläche (5.3, 5.4) relativ zu ihrer gemeinsamen Achse (5.0) konisch verlaufen.
Description
TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Antriebselement zur Verwendung in einer Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes an einer Spinnmaschine, welches ein Drehmoment von der Streckwerkeinheit der Spinnmaschine auf die Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes überträgt. Neben dem Antriebselement wird eine Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes an einer Spinnmaschine beschrieben, wobei die Vorrichtung ein Antriebselement umfasst. Ferner wird ein Verfahren zur Herstellung eines Antriebselements beschrieben.
TECHNOLOGISCHER HINTERGRUND
[0002] Antriebselemente zur Verwendung in einer Vorrichtung zum Verdichten, auch Kompaktieren genannt, eines Faserbandes (z.B. in Form eines so genannten Vorgarns bzw. einer Lunte oder eines Garns) kommen in Vorrichtungen zum Verdichten eines Faserbandes (im Folgenden Verdichtungsvorrichtung), mit welchen Streckwerkeinheiten einer Arbeitsstelle einer Spinnmaschine nachgerüstet werden können, zum Einsatz. Dabei wird eine mit einem Antriebselement ausgestattete Verdichtungsvorrichtung einer Streckwerkeinheit nachgeordnet angebracht.
[0003] In Verdichtungsvorrichtungen kommen bisweilen besaugte, das heisst mit Saugluft beaufschlagt, umlaufende, perforierte Saugtrommeln oder besaugte umlaufende, mit Perforationen versehene Riemchen zum Einsatz. Derartige Verdichtungsvorrichtungen können fix an einer Spinnmaschine angebracht werden oder in Form von Modulen zur Nachrüstung einer konventionellen Ringspinnmaschine ausgestaltet sein.
[0004] Verdichtungsvorrichtungen, mit welchen eine Arbeitsstelle einer Spinnmaschine nachgerüstet werden, sind lösbar, im Sinne von wieder abnehmbar, der Streckwerkeinheit nachgeordnet angebracht.
[0005] Eine in der WO 2012/068692 A1 beschriebene Verdichtungsvorrichtung weist für den Einsatz an den üblichen Zwillingsstreckwerken, an Ringspinnmaschinen, was eine Ausführungsform einer Streckwerkeinheit ist, zwei mit Saugluft beaufschlagte, angetriebene und umlaufende Saugtrommeln auf, welche achsparallel und im Abstand zueinander auf einem Träger drehbar gelagert sind. Damit sind zwei Saugtrommeln als Einheit (Modul) einem Zwillingsstreckwerk zugeordnet.
[0006] Die Verdichtungsvorrichtung weist zudem ein ringförmiges bzw. scheibenförmiges Antriebselement auf, welches ein Drehmoment der unteren Ausgangswalze bzw. des unteren Ausganswalzenpaares der vorgeordneten Streckwerkeinheit (hier: Zwillingsstreckwerk) auf einen Teilbereich einer kreisförmigen Umfangsfläche eines drehbar gelagerten Ansatzes und der Verdichtungsvorrichtung überträgt. Das Antriebselement aus der WO 2012/068692 A1 ermöglicht die variable Gestaltung des Übersetzungsverhältnisses, da es durch die ringförmige bzw. scheibenförmige Ausgestaltung des Antriebselement möglich ist eine Getriebestufe auf dem Aussenring und eine weitere Getriebestufe auf dem Innenring vorzusehen.
[0007] Um das Antriebselement axial auf dem Ansatz der Verdichtungsvorrichtung zu halten, verfügt der Ansatz der Verdichtungsvorrichtung an seinem freien Ende über eine Aufnahme zur Befestigung einer Abschlussklappe, welche den Aussendurchmesser des Ansatzes in radialer Richtung überragt. Da die Abschlussklappe in der Aufnahme zur Befestigung einer Abschlusskappe am Ansatz der Verdichtungsvorrichtung befestig wird und ein axiales Einklemmen des Antriebselement zwischen der Abschlusskappe und der z. b. Saugtrommel am begrenzten Ende des Ansatzes der Verdichtungsvorrichtung zu verhindern ist, werden die Abmessungen derart gewählt, dass sich zwischen dem Antriebselement und der Saugtrommel der Verdichtungsvorrichtung ein Spalt bildet. Dieser Spalt ermöglicht das freie Rotieren des Antriebselements um den Ansatz der Verdichtungsvorrichtung oder mit diesem im Eingriff stehende Rotieren des Antriebselements.
[0008] Dieser Spalt stellt sich allerdings als problematisch in Bezug auf Verschmutzung durch beispielsweise Faserflug oder beim Anspinnen der Arbeitsstelle der Spinnmaschine nach zum Beispiel einem Fadenbruch oder einem Doffvorgang dar. Ausserdem wird das Antriebselement, da es nicht fest eingeklemmt ist axial nach aussen verdrängt, was dazu führen kann, dass dies Verdrängung nicht gleichmässig erfolgt und das Antriebselement mit der Zeit unrund läuft bzw. eine Unwucht daraus resultiert und die Übertragung eines Drehmoments beeinträchtigt ist. Gründe für das axiale Verdrängen des Antriebselements sind beispielsweise Vibrationen an der Spinnstelle oder Unregelmässigkeiten in der Ausrichtung der Ausgangswalze/des Ausgangswalzenpaars der Streckwerkeinheit und der Verdichtungsvorrichtung.
[0009] Die genannten Nachteile gilt es durch die vorliegende Erfindung zu minimieren bzw. zu eliminieren.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es ein gegenüber dem Stand der Technik verbessertes Antriebselement für eine Verdichtungsvorrichtung sowie eine damit ausgerüstete Verdichtungsvorrichtung für eine Ringspinnmaschine bereitzustellen. Zudem ist ein geeignetes Herstellungsverfahren aufzuzeigen.
[0011] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss durch ein Antriebselement und eine damit ausgerüstete Verdichtungsvorrichtung zum Aufrüsten einer Ringspinnmaschine (bzw. eine oder mehrere Arbeitsstellen einer solchen) mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Ferner wird die Erfindung durch ein Herstellungsverfahren gemäss dem unabhängigen Anspruch gelöst.
[0012] Das Wesen der Erfindung besteht zum einen in einem Antriebselement zur Verwendung in einer Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes (Verdichtungsvorrichtung) an einer Spinnmaschine, wobei das Antriebselement mit einem angetriebenen Element der Spinnmaschine und einem anzutreibenden Element der Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes in eine Antriebsverbindung bringbar ist. Dabei umfasst das Antriebselement eine eine gemeinsame Achse umschliessende Innenfläche und eine die gemeinsame Achse umschliessende Umfangsfläche. Die Innenfläche und die Umfangsfläche sind dabei parallel zueinander angeordnet und verlaufen relativ zur gemeinsamen Achse konisch.
[0013] Wie aus dem Stand der Technik bekannt ist das angetriebene Element der Spinnmaschine die untere Ausgangswalze bzw. das untere Ausgangswalzenpaar der Streckwerkeinheit (in der Regel ein Zwillingsstreckwerk). Das anzutreibende Element an der Verdichtungsvorrichtung ist die Saugtrommel, welche mit einem Ansatz versehen ist, welcher mit der Saugtrommel in Antriebsverbindung steht. Ein erfindungsgemässes Antriebselement ist auf dem Ansatz angebracht.
[0014] Die gemeinsame Achse der Innenfläche und der Umfangsfläche des Antriebselements ist so zu verstehen, dass im Resultat die Innen- und Umfangsfläche koaxial angeordnet sind. Das heisst, dass das Antriebselement ring- bzw. scheibenförmig ausgestaltet ist, wobei die Innen- und Umfangsfläche des Antriebselements in einer Draufsicht eine ringförmige Grundfläche einschliessen, die jeweils einen Innen- und einen Aussendurchmesser aufweisen. Da die Innen- und Umfangsfläche relativ zur gemeinsamen Achse konisch verlaufen ergeben sich in einer Draufsicht und in einer Untersicht zwei unterschiedliche grosse, ringförmige Grundflächen.
[0015] Die Innen- und Aussenfläche sind parallel zueinander angeordnet und verlaufen konisch zur gemeinsamen Achse. In anderen Worten hat ein derart ausgestaltetes Antriebselement die Grundform eines Hohlkegelstumpfs. Der zwischen der gemeinsamen Achse und der Innen- bzw. Umfangsfläche eingeschlossenen Winkel beträgt zwischen 0.5° - 10° (0.5 Winkelgrad bis 10 Winkelgrad), bevorzugt zwischen 1° - 3° (1 Winkelgrad bis 3 Winkelgrad).
[0016] Ein derart ausgestaltetes Antriebselement stellt sicher, dass das an einer Verdichtungsvorrichtung angebrachte Antriebselement in Betriebsstellung, also bei Druckbeanspruchung durch das angetriebene Element der Spinnmaschine nicht axial nach aussen (von der Saugtrommel in Richtung freies Ende des mit der Saugtrommel in Antriebsstellung stehenden Ansatzes) verdrängt wird. Ein axiales Verdrängen des Antriebelements ist insbesondere deshalb nachteilig, da dadurch ein Spalt zwischen der Saugtrommel der Verdichtungsvorrichtung und dem Antriebselement entsteht. In diesen Spalt gelangen beispielsweise Fasern oder andere Fremdpartikel, was langfristig zu Störungen führt. Ausserdem kann der Faden (bzw. Faserverband) beim Anspinnen aber auch während des Betriebs in diesen Spalt geraten und den Betrieb auf diese Weise stören. Der Faden muss während des gesamten Betriebs entlang der auf der Saugtrommel befindlichen Perforation verlaufen und im Störungsfall wieder entsprechend angeordnet werden. Weiter ist ein axiales Verdrängen des Antriebelements nachteilig, da es im Betrieb aufgrund von Vibrationen nicht gleichmässig erfolgt und dadurch das Antriebselement nicht gleichmässig abgenutzt wird. Die Folge davon ist, dass das Antriebselement mit der Zeit unrund läuft bzw. eine Unwucht daraus resultiert und die Übertragung eines Drehmoments beeinträchtigt ist. Als Folge einer solchen Unwucht können im verarbeiten Faserverband unerwünschte periodische Veränderungen entstehen. Durch die konische Ausgestaltung wird ein axiales Verdrängen des Antriebelements weitestgehend verhindert.
[0017] Gemäss einer Ausführungsform ist es möglich, dass die Innen- und Umfangsfläche in einem kleinen Winkel zueinanderstehen, wobei der Winkel nicht grösser als 5 Grad ist. Dabei gilt es sicherzustellen, dass das Übersetzungsverhältnis durch den Winkel, in dem die Innen- und Umfangsfläche zueinanderstehen, nicht beeinflusst wird. In einer entsprechenden Ausführungsform sind die Innen- und Aussenfläche des Antriebselements nicht mehr koaxial angeordnet und haben demnach keine gemeinsame Achse.
[0018] Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können die Innenfläche und/oder die Aussenfläche des Antriebselement mit Verzahnungen zum besseren Eingriff mit der z. B. unteren Ausgangswalze der Streckwerkseinheit und/oder dem Ansatz der Saugtrommel zur verbesserten Übertragung eines Drehmoments versehen sein.
[0019] Aus der oben beschriebenen Ausgestaltung, insbesondere der koaxiale, konische Verlauf der Innen- und Umfangsfläche, des erfindungsgemässen Antriebselement ergibt sich, dass das Antriebselement eine erste und eine zweite ringförmige Grundfläche (in einer Drauf- und Untersicht) aufweist, wobei die erste ringförmige Grundfläche einen im Vergleich zur zweiten ringförmigen Grundfläche kleineren Aussenradius aufweist und die zweite ringförmige Grundfläche einen im Vergleich zur ersten ringförmigen Grundfläche grösseren Aussenradius aufweist. Die Grösse der Radien hängt zum einen von dem von der Achse und den jeweiligen Flächen (Innen- oder Umfangsfläche) eingeschlossenen Winkel ab. Wie bereits erwähnt ist der Winkel klein gewählt und liegt im Bereich zwischen 0.5° und 10° (0.5 Winkelgrad bis 10 Winkelgrad), wobei der Bereich 1° - 3° (1 Winkelgrad bis 3 Winkelgrad) bevorzugt wird. Zum anderen hängen die Radien von der gewählten Stärke/Dicke zwischen Innen- und Umfangsfläche ab sowie von der Abmessung, insbesondere dem Durchmesser, des Ansatzes der Saugtrommel der Verdichtungsvorrichtung und im Vergleich dazu dem Durchmesser der Saugtrommel der Verdichtungsvorrichtung. Die Umfangsfläche des Ansatzes der Verdichtungsvorrichtung wird, wie später dargestellt, von der Innenfläche des Antriebselements mindestens teilweise umschlossen bzw. liegt die Innenfläche des Antriebselements auf einem Teilbereich der Umfangsfläche des Ansatzes auf. Ausserdem wird die Umfangsfläche der Saugtrommel der Verdichtungsvorrichtung mindestens teilweise vom Antriebselement umschlossen und teilweise axial bedeckt, wie ebenfalls später dargestellt werden wird.
[0020] Ein erfindungsgemässes Antriebselement weist bevorzugt für die erste als auch für die zweite ringförmige Grundfläche einen Aussenradius zwischen 15 und 25 mm auf, wobei 18 bis 22 mm, insbesondere 20 mm bevorzugt werden. Der Unterscheid zwischen dem Aussenradius der ersten und der zweiten ringförmigen Grundfläche variiert je nach Wahl des zwischen der gemeinsamen Achse und der Innen- bzw. Umfangsfläche eingeschlossenen Winkels nur minimal - beispielsweise um 0.05 bis 0.55 mm. Ebenso verhält es sich mit den Innenradien der ersten und der zweiten ringförmigen Grundfläche. Diese haben liegen im Bereich 7.5 und 10 mm, bevorzugt zwischen 8 und 9.5, insbesondere bevorzugt 9 mm. Der Unterscheid zwischen den Innenradien entspricht erfindungsgemäss dem Unterschied zwischen den Aussenradius und liegt zwischen 0.05 bis 0.55 mm.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Antriebselements umfasst das Antriebselement eine auf der ersten ringförmigen Grundfläche angeordnete erste umlaufende Kante. Die erste umlaufende Kante ist in einer von der zweiten ringförmigen Grundfläche aus in Richtung der ersten ringförmigen Grundfläche zulaufenden Einbringrichtung gerichtet. Die erste umlaufende Kante ist z. B. als umlaufender Vorsprung ausgestaltet. Sie hat den Zweck, die Saugtrommel zumindest teilweise im Umfang zu umschliessen und axial abzudecken. Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform umschliesst die erste umlaufende Kante die Saugtrommel nicht vollumfänglich, sondern nur teilweise. Die erste umlaufende Kante bedeckt die Saugtrommel axial gesehen zumindest teilweisen, wobei sie die Saugtrommel maximal über eine Höhe der ersten umlaufenden Kante, mit der die erste umlaufende Kante von der ersten ringförmigen Grundfläche absteht, bedeckt. Diese Höhe liegt im Bereich von 1 bis 5 mm. Dabei sorgt die erste umlaufende Kante dafür, dass ein gegebenenfalls vorhandener Spalt zwischen Saugtrommel und Antriebselement axial bedeckt ist und somit kein oder zumindest weniger Fasern oder andere Fremdpartikel wie Schmutz oder Staub in die Verdichtungsvorrichtung eindringen können, also in den Bereich zwischen Antriebselement und Saugtrommel bzw. Ansatz der Saugtrommel. Ausserdem verhindert sie, dass der Faden beim Anspinnen der Spinnstelle zwischen Saugtrommel und Antriebselement gerät. Zudem trägt die erste umlaufende Kante, welche teilweise die Saugtrommel umschliesst und axial bedeckt zur Übertragung des Drehmoments von dem angetriebenen Element der Streckwerkeinheit auf die Verdichtungsvorrichtung bei. Ausserdem trägt es zur Vermeidung der axialen Verdrängung des Antriebselement wie oben beschrieben bei.
[0022] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform ist die erste umlaufende Kante entlang einem Umfang der ersten ringförmigen Grundfläche angeordnet. Sie stellt eine Fortsetzung der Umfangsfläche in Einbringrichtung dar. Die erste umlaufende Kante ist nicht zwingend eckig ausgestaltet, sondern kann abgerundet ausgestaltet sein. Die erste umlaufende Kante ist bündig mit der Umfangsfläche ausgestaltet, was heisst, dass sie koaxial und im selben Winkel wie die Umfangsfläche des Antriebselements zur gemeinsamen Achse steht.
[0023] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Antriebselements ist die erste umlaufende Kante derart dimensioniert, dass ein Umfangsbereich des anzutreibenden Elements der Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes zumindest teilweise von der ersten Kante umschliessbar ist.
[0024] Das anzutreibende Element ist die Saugtrommel der Verdichtungseinheit bzw. der Ansatz der Saugtrommel, welcher in Antriebsverbindung mit der Saugtrommel steht. So ist der Ansatz zum Beispiel drehfest mit der Saugtrommel verbunden oder die Saugtrommel und der Ansatz sind einstückig ausgestaltet.
[0025] Die erste umlaufende Kante weist einen Innenradius auf, welcher derart dimensioniert ist, dass er erlaubt, dass das Antriebselement einen Umfangsbereich bzw. eine Umfangsfläche der Saugtrommel umschliesst und axial gesehen bedeckt. Dabei liegt die erste umlaufende Kante nicht fest auf der Umfangsfläche der Saugtrommel auf, sondern radial beweglich. Das heisst, wenn eine Druckkraft von der unteren Ausgangswalze (das heisst dem angetriebenen Element der Streckwerkeinheit der Spinnmaschine) auf das Antriebselement wirkt, liegt die erste umlaufende Kante im Bereich der Druckaufbringung auf der Umfangsfläche der Saugtrommel auf während auf der gegenüberliegenden Seite der Saugtrommel bzw. des Antriebselement keine direkte Berührung zwischen erster umlaufender Kante und Umfangsfläche der Saugtrommel stattfindet.
[0026] Sowohl die Saugtrommel als auch der Ansatz der Saugtrommel sind bevorzugt zylindrisch ausgestaltet.
[0027] Die axiale Länge der ersten umlaufenden Kante ist so dimensioniert, dass axial gesehen kein Spalt zwischen Antriebselement (genauer: erste ringförmige Grundfläche) und Saugtrommel (genauer: Stirnfläche der Saugtrommel) während die Verdichtungseinrichtung in Betrieb ist entstehen kann. Dies bietet den Vorteil, dass wesentlich weniger Fasern zwischen das Antriebselement (erste ringförmige Grundfläche) und die Saugtrommel (Stirnfläche der Saugtrommel) eindringen können und im Falle des Anspinnens der Spinnmaschine der Faden nicht zwischen die genannten Stellen des Antriebselements und der Saugtrommel gerät.
[0028] Zur Dimensionierung des Antriebselements sei dieses Beispiel gegeben: weist eine Saugtrommel einen Durchmesser von zwischen 30 und 50 mm, insbesondere 35 mm auf so ist der Innenradius der ersten umlaufenden Kante um ca. 2.5 - 3.5 mm grösser, wobei die Kante eine Dicke von beispielsweise 0.1 - 1 mm aufweist. So ist sichergestellt, dass zum einen eine Radialbewegung zwischen der Saugtrommel (genauer: Stirnfläche der Saugtrommel) und dem Antriebselement (genauer: erste ringförmige Grundfläche) möglich ist und zum anderen, dass das Antriebselement derart aufgebracht werden kann, dass die erste umlaufend Kante die Umfangsfläche der Saugtrommel axial bedeckt.
[0029] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine Innenseite der ersten umlaufenden Kante sowie der sich innerhalb der umlaufenden Kante erstreckende Teil der ersten Grundfläche glatt ausgestaltet.
[0030] In Betriebsstellung liegt zumindest ein Teil der ersten ringförmigen Grundfläche an der Stirnfläche der Saugtrommel auf. In der Regel ist die Stirnfläche der Saugtrommel ebenfalls glatt ausgestaltet. Mit glatt ist in diesem Zusammenhang zu verstehen, dass keine Vorsprünge oder Erhebungen ausgebildet sind und dass keine Reibung zwischen den beiden Flächen entsteht. Dasselbe gilt für besagten Teil der ersten ringförmigen Grundfläche des Antriebselements. Produktionsbedingte Verformungen (z. B. Anguss) sind zu entfernen/entgräten oder als Vertiefung auszugestalten. Besagter Teil der ersten ringförmigen Grundfläche ist derart glatt auszugestalten, dass sie ungehindert entlang der Stirnfläche der Saugtrommel gleiten kann und keinerlei Reibung entsteht.
[0031] Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Antriebselement eine von der zweiten ringförmigen Grundfläche entgegen die Einbringrichtung gerichtete, zweite umlaufende Kante. Die zweite umlaufende Kante ist z. B. als Vorsprung ausgestaltet. Sie ist nicht zwingend eckig ausgestaltet, sondern kann abgerundet oder gar unförmig, im Sinne von keiner bestimmten geometrischen Form entsprechend, ausgestaltet sein.
[0032] Die zweite umlaufende Kante ist gemäss einer Ausführungsform der Erfindung derart dimensioniert, dass das Umschliessen des Umfangbereichs des anzutreibenden Elements der Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes unmöglich ist. Die zweite umlaufende Kante ist zwingend anders dimensioniert, als die erste umlaufend Kante, um nicht deren Funktion übernehmen zu können (das heisst z. B. Verhinderung Spaltbildung zwischen Saugtrommel und Antriebselement wie oben beschrieben).
[0033] Wie bereits erwähnt ist das anzutreibende Element die Saugtrommel der Verdichtungseinheit bzw. der Ansatz der Saugtrommel, welcher in Antriebsverbindung mit der Saugtrommel steht. So ist der Ansatz zum Beispiel drehfest mit der Saugtrommel verbunden oder die Saugtrommel und der Ansatz sind einstückig ausgestaltet.
[0034] Zur Dimensionierung des Antriebselements sei dieses Beispiel gegeben: weist eine Saugtrommel einen Durchmesser von zwischen 30 und 50 mm, insbesondere 35 mm auf so ist ein Innendurchmesser der zweiten umlaufenden Kante sicher kleiner als der entsprechende Durchmesser der Saugtrommel - beispielsweise 25 mm - 45 mm, insbesondere 30 mm.
[0035] Die zweite umlaufende Kante stellt somit sicher, dass das Antriebselement nicht verkehrt (d.h. verdreht), also entgegen der Einbringrichtung, aufgebracht wird. Darüber hinaus ist sicherzustellen, dass eine Abschlusskappe, welche in der Aufnahme zur Befestigung einer Abschlusskappe am Ansatz der Verdichtungsvorrichtung befestigt wird, um das Antriebselement axial zu halten bzw. zu sichern, Platz im von der zweiten umlaufenden Kante begrenzten Bereich der zweiten ringförmigen Grundfläche findet.
[0036] An der Stelle sei erwähnt, dass die Abschlusskappe unterschiedlich ausgestaltet sein kann und weitere Funktionen, wie zum Beispiel das Auswerfen von Faser, welche sich trotz aller Vorkehrung zwischen Saugtrommel und Ansatz der Verdichtungsvorrichtung und dem Antriebselement ansammeln, hat. Diverse Ausgestaltungen und Funktionsweisen sind in der EP 314 44 20 A1 beschrieben.
[0037] Erfindungsgemäss ist das Antriebselement aus einem flexiblen Kunststoff gefertigt ist. Das Antriebselement ist somit ein elastischer Festkörper, der beispielsweise aus einem thermoplastischen Elastomer wie beispielsweise aus der Gruppe der thermoplastischen Elastomere auf Urethanbasis wie TPU. Geeignete andere Elastomere sind ebenfalls möglich wie auch Kautschuk in bspw. vulkanisierter Form (Gummi).
[0038] Die Wahl des Materials dient vorteilhafterweise der Herstellung einer Reibverbindung zwischen dem Antriebselement und dem anzutreibenden Element der Verdichtungsvorrichtung.
[0039] Im Weiteren besteht das Wesen der Erfindung aus einer Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes an einer Spinnmaschine, wobei die Verdichtungsvorrichtung eine drehbar gelagerte Saugtrommel und einen achsparallel mit der Saugtrommel verbundenen Ansatz umfasst. Wie bereits erwähnt weist die Saugtrommel der Verdichtungsvorrichtung unter anderem einen Umfangsbereich bzw. eine Umfangsfläche sowie eine Stirnfläche auf. Der Ansatz verfügt ebenfalls über eine Umfangsfläche. Die erfindungsgemässe Verdichtungsvorrichtung umfasst weiter ein erfindungsgemässes Antriebselement, wobei die Innenfläche des erfindungsgemässen Antriebselement drehbar auf einem Bereich der Umfangsfläche des Ansatzes aufliegt und die erste umlaufende Kante des Antriebselements den Umfangsbereich bzw. Umfangsfläche der Saugtrommel zumindest teilweise umschliesst.
[0040] Dass die Innenfläche des Antriebselements auf der Umfangsfläche des Ansatzes der Verdichtungseinheit zumindest teilweise drehbar aufliegt, bedeutet, dass die Innenfläche des Antriebselements die Umfangsfläche des Ansatzes nicht vollumfänglich, also komplett (zu 360°) berührt oder vollumfänglich aufliegt.
[0041] Es sei hier erwähnt, dass ein vollständiges Umschliessen des Ansatzes durch das Antriebselement nicht ausgeschlossen ist. Bezugnehmend auf die Offenbarung der WO 2012/068692 A1 ist ein vollständiges Umschliessen des Ansatzes durch das Antriebselement nicht möglich, um die Getriebefunktion des Antriebselements zu gewährleisten. Ist keine Getriebefunktion gewünscht ist die aufgeführte, alternative Ausführungsform denkbar.
[0042] Das Antriebselement liegt auf im Wesentlichen der gesamten axialen Länge des Ansatzes auf. Weist ein Ansatz beispielsweise eine axiale Länge von 5 mm bis 10 mm, insbesondere 7 mm, auf, so ist die axiale Länge der Innenfläche des Antriebselements jeweils nicht grösser als 4.5 mm bis 9.5 mm, insbesondere 6.5 mm oder 6.8 mm.
[0043] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung liegt die erste ringförmige Grundfläche des Antriebselements zumindest teilweise auf die Stirnfläche der Saugtrommel auf. Wie bereits erwähnt kommt es im Betrieb der Verdichtungsvorrichtung zu Vibrationen, welche dazu führen können, dass die erste ringförmige Grundfläche nicht zu jedem Zeitpunkt vollständig aufliegt. Insofern ist der Begriff teilweise in Bezug auf die Erfindung auch zeitlich zu verstehen. Ausserdem kann es Teilbereiche der Grundfläche geben, welche eine Vertiefung aufweisen (beispielsweise produktionsbedingt oder als Kennzeichnung) und daher nicht auf der Stirnfläche aufliegen. Überdies können Verschmutzungen wie Fasern, Fremdpartikel oder ein Luftstrom zwischen die Stirnfläche der Saugtrommel und die erst ringförmige Grundfläche des Antriebselements gelangen und so einen 100 % igen Kontakt der beiden Flächen verhindern.
[0044] Es gilt zu jedem Zeitpunkt die Entstehung von Reibung im Bereich dieser Flächen zu verhindern. Aus diesem Grund ist die erste ringförmige Grundfläche glatt im Sinne der Erfindung (siehe oben) auszugestalten.
[0045] Gemäss einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung bedeckt die erste umlaufende Kante die Stirnfläche axial oder anders ausgedrückt einen Teilbereich der Umfangsfläche der Saugtrommel. Das heisst, dass die erste umlaufende Kante, die an die Stirnfläche der Saugtrommel anschliessende Umfangsfläche axial bedeckt und so sichergestellt ist, dass es keinen offenen Spalt zwischen der Stirnfläche der Saugtrommel und der ersten ringförmigen Grundfläche des Antriebelements gibt bzw. einen gegebenenfalls entstandenen Spalt axial bedeckt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass zum Beispiel kein Faden zwischen die beiden Flächen gelangen kann. Auch können weniger bis keine Fasern oder Fremdpartikel zwischen die Flächen geraten und reibungsfreien Betrieb stören.
[0046] Gemäss einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird das Antriebselement axial mittels einer am Ansatz anbringbaren Abschlusskappe gehalten bzw. gesichert. Dies stellt sicher, dass das Antriebselement axial nicht vom Ansatz der Saugtrommel der Verdichtungsvorrichtung fällt/rutscht. Je nach Ausgestaltung dieser Abschlusskappe dient diese überdies dem Abtransport von Fasern und anderen Fremdpartikeln, die sich zwischen Saugtrommel, Ansatz und Antriebselement trotz aller Vorkehrungen befinden können. Die konische Ausgestaltung des Antriebselements hat die Funktion zum einen die axiale Verdrängung des Antriebselements zu verhindern und zeigt zum anderen die Wirkung, Fasern oder andere Fremdpartikel die zwischen die Stirnfläche der Saugtrommel und den Ansatz gelangt sind radial in Richtung der gemeinsamen Achse zu befördern und dort angelangt, axial entgegen die Einbringrichtung des Antriebelements entlang dem Ansatz nach aussen zu transportieren. Die Abschlusskappe ist dabei so ausgestaltet, dass Fasern oder andere Fremdpartikel während des Betriebs der Vorrichtung (d.h. in Rotation befindlich) in regelmässigen Intervallen ausgeworfen werden. Diverse Ausgestaltungen und Funktionsweisen sind in der EP 314 44 20 A1 beschrieben.
[0047] Eine erfindungsgemässe Ausführungsform sieht vor, dass die Verdichtungsvorrichtung mit einem angetriebenen Element der Spinnmaschine in Antriebsverbindung bringbar ist, und dass die Antriebsverbindung mit der Spinnmaschine über das erfindungsgemässe Antriebselement erfolgt.
[0048] Zu guter Letzt umfasst die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemässen Antriebselements, wobei es sich um einen Spritzgussverfahren handelt. Dabei handelt es sich um eine günstig Herstellungsart. Alternative kann das Antriebselement auch mittel 3D Druck hergestellt werden. Zusätzlich kann das Antriebselement oberflächenbehandelt werden, um die Übertragung des Drehmoments zu verbessern.
KURZE ERLÄUTERUNGEN ZU DEN FIGUREN
[0049] Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben. Es zeigen, jeweils schematisch: Figur 1 eine Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes mit einem Antriebselemente gemäss Stand der Technik; Figur 2 einen Schnitt einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Antriebselements; Figur 3 eine dreidimensionale Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Antriebselements mit Blick auf die zweite ringförmige Grundfläche; Figur 4 eine dreidimensionale Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Antriebselements mit Blick auf die erste ringförmige Grundfläche; Figur 5 einen Schnitt eines Teilbereichs der Verdichtungsvorrichtung (gemäss Stand der Technik) ausgerüstet mit einem einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Antriebselements entsprechenden Antriebselement.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0050] Fig. 1zeigt ein an einer Spinnmaschine angebrachte Verdichtungsvorrichtung 1 gemäss dem Stand der Technik. Die Verdichtungsvorrichtung 1 ist der Streckwerkeinheit nachgeordnet, wobei das unter Ausgangswalzenpaar 4 der Streckwerkeinheit mit dem Antriebselement 5 der Verdichtungsvorrichtung 1 in Wirkverbindung steht. Die Verdichtungsvorrichtung zeigt zwei mit Saugluft beaufschlagte, angetriebene und umlaufende Saugtrommeln 2. Von der Stirnfläche 2.1 der jeweiligen Saugtrommel 2 ausgehend verläuft koaxial ein Ansatz 3 der Verdichtungsvorrichtung 1, für die Aufnahme des Antriebselements 5 vorgesehen ist. Dieser Ansatz 3 weist einen kleineren Durchmesser auf die Saugtrommel 2 auf und ist in der abgebildeten Ausführungsform achsparallel mit der Saugtrommel 2 verbunden, d. h. hier dass die Saugtrommel 2 und der Ansatz 3 einstückig gefertigt. Am gegenüber der Stirnfläche 2.2 der Saugtrommel 4 befindlichen freien Ende des Ansatzes 3 ist eine Abschlusskappe 7 angebracht. Zwischen der Abschlusskappe 7 und der Stirnfläche 2.2 der Saugtrommel 2 ist das Antriebselement 5 aufgenommen/gesichert. Dabei bildet sich zwischen der Saugtrommel 2 - genauer der Stirnfläche 2.2 der Saugtrommel 2 - und dem Antriebselement 5 ein deutlicher Spalt 6. Dieser Spalt 6 ergibt sich aufgrund der Anforderung, dass das Antriebselement 5 frei rotierbar aufzunehmen ist und der üblichen Toleranzen. Ein Einklemmen ist hinderlich für die Übertragung des Drehmoments vom unteren Ausgangswalzenpaar 4 der Streckwerkseinheit auf die Verdichtungsvorrichtung 1. Aufgrund von Vibrationen während des Betriebs der Spinnmaschine und aufgrund des auf das Antriebselement 5 wirkenden Drucks wird dieses axial nach aussen verdrängt. Dem wird mittels der Abschlusskappe 7 Einhalt geboten. Wie in Fig. 1 zu sehen ist, ist das Antriebselement 5 als scheibenförmiges Reibrad ausgestaltet.
[0051] Fig. 2zeigt einen Schnitt einer Ausführungsform eines erfindungsgemässen Antriebselements 5. Das dargestellte Antriebselement 5 weist eine erste ringförmige Grundfläche 5.1 und eine zweite ringförmige Grundfläche 5.2 auf. Die erste ringförmige Grundfläche 5.1 ist dabei im Vergleich zur zweiten ringförmige Grundfläche 5.2 bezüglich des Aussenradius kleiner. Die Einbringrichtung, in Fig. 2 als Pfeil dargestellt, verläuft von der zweiten ringförmige Grundfläche 5.2 hin zur ersten ringförmige Grundfläche 5.1. Die gemeinsame Achse 5.0 ist ebenfalls dargestellt. Koaxial zu der Achse 5.0 sind die Innenfläche 5.3 und Umfangsfläche 5.4 angeordnet. Aus der Fig. 2 ist ersichtlich, dass die Innenfläche 5.3 und die Umfangsfläche 5.4 konisch in Bezug auf die gemeinsame Achse 5.0 verlaufen und so eine Art Stumpfkegel bilden. Auf der ersten ringförmige Grundfläche 5.1 ist eine erste Kante 5.1.1 und auf der zweiten ringförmige Grundfläche 5.2 eine zweite Kante 5.1.2 ausgebildet.
[0052] Die erste umlaufende Kante 5.1.1 ist entlang dem Umfang der ersten ringförmige Grundfläche 5.1 in Einbringrichtung angeordnet. Wie aus der Detailansicht B ersichtlich ist, ist die erste umlaufende Kante 5.1.1 bezogen auf ihre Aussenfläche eine Fortsetzung der zur gemeinsamen Achse 5.0 konisch verlaufenden Umfangsfläche 5.4 des Antriebelements 5. Die Innenfläche der ersten umlaufenden Kante 5.1.1 hat in axialer Richtung einen unveränderten Radius und ist derart ausgestaltet, dass die umlaufende Innenfläche der ersten Kante 5.1.1 die Umfangsfläche 2.1 der Saugtrommel (2), welche ebenfalls einen konstanten Radius aufweist, zumindest teilweise umschliesst und den Spalt 6 axial bedeckt und über den Bereich der Innenfläche der ersten umlaufenden Kante 5.1.1, welche auf der Umfangsfläche 2.1 der Saugtrommel aufliegt, ein Drehmoment der Streckwerkeinheit (hier: unteres Ausgangswalzenpaar 4) auf die Verdichtungsvorrichtung 1 übertragen kann.
[0053] Die zweite umlaufende Kante 5.2.1 ist nicht am Umfang der zweiten ringförmige Grundfläche 5.2 angeordnet und verläuft entgegen der Einbringrichtung. Ihre Abmessungen sind derart gewählt, dass eine Abschlusskappe 7 - in Fig. 2 nicht abgebildet - im von der zweiten umlaufende Kante 5.2.1 umschlossenen Bereich der zweiten ringförmige Grundfläche 5.2 Platz findet.
[0054] Fig. 3zeigt das Antriebselement 5 mit Blick auf die zweite ringförmige Grundfläche 5.2, wobei die Innenfläche 5.3, die Umfangsfläche 5.4, und die zweite umlaufende Kante 5.2.1 ersichtlich sind. In der abgebildeten Ausführungsform ist die zweite umlaufende Kante 5.2.1 deutlich von der Umfangsfläche 5.4 radial nach innen beabstandet und begrenzt einen Teilbereich der zweiten ringförmige Grundfläche 5.2 der Platz für eine Abschlusskappe 7 (hier nicht abgebildet) bietet. Die Abschlusskappe 7 selber ist im Durchmesser so gross zu wählen, dass der von der Innenfläche 5.3 umgebene Hohlraum (durch die Innenfläche 5.3 begrenzt) radial zumindest teilweise bedeckt wird.
[0055] Fig. 4zeigt das Antriebselement 5 mit Blick auf die erste Grundfläche 5.1, wobei die Innenfläche 5.3, die Umfangsfläche 5.4, und die erste umlaufende Kante 5.1.1 ersichtlich sind. In der abgebildeten Ausführungsform ist die erste umlaufende Kante 5.1.1 am Umfang der ersten ringförmige Grundfläche 5.1 angeordnet und stellt im Grunde eine Verlängerung der Umfangsfläche dar (d. h. selber Winkel in Bezug auf die gemeinsame Achse). Die erste umlaufende Kante 5.1.1. begrenzt einen Teilbereich der ersten Grundfläche 5.1 der Platz für die Stirnfläche 2.2 der Saugtrommel 2 bietet. Entsprechende Abmessungen sind zu wählen.
[0056] Fig. 5zeigt einen Schnitt eines Teilbereichs der Verdichtungsvorrichtung 1 gemäss Stand der Technik ausgerüstet mit einem einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Antriebselements entsprechenden Antriebselement 5. Dabei zeigt die Verdichtungsvorrichtung 1 eine drehbar gelagerte Saugtrommel 2 mit Perforationen 2.3 und einem Ansatz 3, die im Betrieb mit Saugluft (Unterdruck, Vakuum) beaufschlagt wird. Sowohl die Saugtrommel 2 als auch der Ansatz 3 weisen eine zylindrische Umfangsfläche 2.1 und 3.1 auf. Ebenfalls ist eine Darstellungsform des erfindungsgemässen Antriebelement 5 abgebildet. Das Antriebselement umschliesst mit seiner Innenfläche 5.3 den Ansatz 3 der Saugtrommel - genauer die Umfangsfläche 3.1 des Ansatzes 3, wobei aufgrund der konischen Ausgestaltung des Antriebselements 5 mindestens ein Teilbereich der Innenfläche 5.3 mit der Umfangsfläche 3.1 des Ansatzes 3 in Verbindung steht. Im Betrieb ergibt sich mindestens hier die Übertragung des Drehmoments und somit die Antriebsverbindung. Axial gesehen ist der Ansatz 3 vom Antriebselement 5 bedeckt. Es ist aber denkbar, dass diese axiale Abdeckung nicht erfolgt und Teilbereiche der Umfangsfläche 3.1 des Ansatzes 3 freiliegen. Dies im Bereich des freien Endes des Ansatzes 3. Axial gesehen wird eine Teilbereich der Saugtrommel 2 durch die erste umlaufende Kante 5.1.1 bedeckt. Die erste ringförmige Grundfläche 5.1 liegt zumindest teilweise auf der Stirnfläche 2.2 der Saugtrommel 2 auf. In Bezug auf die zweite ringförmige Grundfläche 5.2 und die zweite umlaufende Kante 5.2.1 wird aus Fig. 5 ersichtlich, dass die Abschlusskappe 7 Platz im von der umlaufenden Kante 5.2.1 begrenzten Bereich der zweiten Grundfläche 5.2 findet. Ausserdem ist die Position der zweite umlaufenden Kante 5.2.1 derart gewählt, dass sie nicht am Umfang der zweiten ringförmige Grundfläche, sondern radial nach innen versetzt angeordnet ist und durch diese Position dafür sorgt, dass das Antriebselement 5 nicht verkehrt, d.h. entgegen der Einbringrichtung aufgebracht wird.
[0057] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche sind ebenso möglich wie eine beliebige Kombination der beschriebenen Merkmale, auch wenn sie in unterschiedlichen Teilen der Beschreibung bzw. den Ansprüchen oder in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen dargestellt und beschrieben sind, vorausgesetzt, dass kein Widerspruch zur Lehre der unabhängigen Ansprüche entsteht.
BEZEICHNUNGSLISTE
[0058] 1 Verdichtungsvorrichtung 2 Saugtrommel 2.1 Umfangsfläche der Saugtrommel 2.2 Stirnfläche der Saugtrommel 2.3 Perforationen 3 Ansatz der Saugtrommel 3.1 Umfangsfläche des Ansatzes der Saugtrommel 4 unters Ausgangswalzenpaar 5 Antriebselement 5.0 gemeinsame Achse 5.1 erste Grundfläche 5.1.1 erste Kante 5.2 zweite Grundfläche 5.2.1 zweite Kante 5.3 Innenfläche 5.4 Umfangsfläche 6 Spalt 7 Abschlusskappe
Claims (15)
1. Antriebselement (5) zur Verwendung in einer Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes (1) an einer Spinnmaschine, wobei das Antriebselement (5) mit einem angetriebenen Element der Spinnmaschine und einem anzutreibenden Element der Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes (1) in eine Antriebsverbindung bringbar ist, wobei das Antriebselement (5) eine gemeinsame Achse (5.0) umschliessende Innenfläche (5.3) und eine die gemeinsame Achse (5.0) umschliessende Umfangsfläche (5.4) umfasst und eine ringförmige Grundfläche (5.1, 5.2) bilden
dadurch charakterisiert,dassdie Innenfläche (5.3) und die Umfangsfläche (5.4) parallel zueinander angeordnet sind, wobei die Innen- und die Umfangsfläche (5.3, 5.4) relativ zu ihrer gemeinsamen Achse (5.0) konisch verlaufen.
2. Antriebselement (5) gemäss Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet,dassdas Antriebselement (5) eine erste und eine zweite ringförmige Grundfläche (5.1, 5.2) aufweist, wobei die erste ringförmige Grundfläche (5.1) einen im Vergleich zur zweiten ringförmigen Grundfläche (5.2) kleineren Aussenradius aufweist und die zweite ringförmige Grundfläche (5.2) einen im Vergleich zur ersten ringförmigen Grundfläche (5.1) grösseren Aussenradius aufweist.
3. Antriebselement (5) gemäss Anspruch 2dadurch gekennzeichnet,dassdas Antriebselement (5) eine von der ersten ringförmigen Grundfläche (5.1) aus in eine von der zweiten ringförmigen Grundfläche (5.2) der ersten ringförmigen Grundfläche zulaufenden Einbringrichtung gerichtete erste umlaufende Kante (5.1.1) umfasst.
4. Antriebselement (5) gemäss Anspruch 3dadurch gekennzeichnet,dassdas Antriebselement (5) eine von der zweiten ringförmigen Grundfläche (5.2) entgegen die Einbringrichtung gerichtete zweite umlaufende Kante (5.2.1) umfasst.
5. Antriebselement gemäss Anspruch 4dadurch gekennzeichnete,dassdie erste umlaufende Kante (5.1.1) entlang einem Umfang der ersten ringförmigen Grundfläche (5.1) angeordnet ist.
6. Antriebselement (5) gemäss Anspruch 5dadurch gekennzeichnet,dassdie erste umlaufende Kante (5.1.1) derart dimensioniert ist, dass ein Umfangsbereich des anzutreibenden Elements der Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes (1) zumindest teilweise von der ersten umlaufenden Kante (5.1.1) umschliessbar ist.
7. Antriebselement gemäss Anspruch 4 und 6dadurch gekennzeichnet,dassdie zweite umlaufende Kante (5.2.1) derart dimensioniert ist, dass das Umschliessen des Umfangbereichs des anzutreibenden Elements der Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes unmöglich ist.
8. Antriebselement gemäss Anspruch 5dadurch gekennzeichnet,dasseine Innenseite der ersten umlaufende Kante (5.1.1) sowie der sich innerhalb der ersten umlaufenden Kante (5.1.1) erstreckende Teil der ersten ringförmige Grundfläche (5.1) glatt ausgestaltet sind.
9. Antriebselement gemäss einem der vorgegangenen Ansprüchedadurch gekennzeichnet,dasses aus einem flexiblen Kunststoff gefertigt ist.
10. Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes (1) an einer Spinnmaschine umfassend
eine drehbar gelagerte Saugtrommel (2) und einen achsparallel mit der Saugtrommel (2) verbundenen Ansatz (3), wobei die Saugtrommel (2) einen Umfangsbereich (2.1) sowie eine Stirnfläche (2.2) aufweist und der Ansatz (3) eine Umfangsfläche (3.1) umfasst; und
ein Antriebselement (5) gemäss einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch charakterisiert,dass
die Innenfläche des Antriebselement (5) zumindest teilweise drehbar auf der Umfangsfläche (3.1) des Ansatzes (3) aufliegt und die erste umlaufende Kante (5.1.1) des Antriebselements (5) den Umfangsbereich (2.1) der Saugtrommel (2) zumindest teilweise umschliesst.
11. Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes (1) an einer Spinnmaschine gemäss Anspruch 10dadurch gekennzeichnet,dassdie erste ringförmige Grundfläche (5.1) des Antriebselements auf die Stirnfläche (2.2) der Saugtrommel (2) zumindest teilweise aufliegt.
12. Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes (1) an einer Spinnmaschine gemäss Anspruch 11dadurch gekennzeichnet,dassdie erste umlaufende Kante (5.1.1) die Stirnfläche (2.2) axial bedeckt.
13. Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes an einer Spinnmaschine gemäss Anspruch 12dadurch gekennzeichnet,dassdas Antriebselement (5) axial mittels einer am Ansatz (3) anbringbaren Abschlusskappe (7) gehalten ist.
14. Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes (1) an einer Spinnmaschine gemäss Anspruch 10-13dadurch gekennzeichnet,dassdie Vorrichtung (1) mit einem angetriebenen Element der Spinnmaschine in Antriebsverbindung bringbar ist, und dass die Antriebsverbindung mit der Spinnmaschine über das Antriebselement (5) erfolgt.
15. Verfahrens zur Herstellung eines Antriebselements (5) gemäss einem der Ansprüche 1-9dadurch gekennzeichnet,dasses sich um ein Spritzgussverfahren handelt.
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|---|---|---|---|
| CH000053/2023A CH720446A1 (de) | 2023-01-20 | 2023-01-20 | Antriebselement und damit ausgestattete Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes an einer Spinnmaschine |
| PCT/EP2024/051168 WO2024153747A1 (de) | 2023-01-20 | 2024-01-18 | Antriebselement und damit ausgestattete vorrichtung zum verdichten eines faserbandes an einer spinnmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH000053/2023A CH720446A1 (de) | 2023-01-20 | 2023-01-20 | Antriebselement und damit ausgestattete Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes an einer Spinnmaschine |
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ID=85724580
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH000053/2023A CH720446A1 (de) | 2023-01-20 | 2023-01-20 | Antriebselement und damit ausgestattete Vorrichtung zum Verdichten eines Faserbandes an einer Spinnmaschine |
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Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1908541U (de) * | 1964-10-05 | 1965-01-14 | Schurr Stahlecker & Grill | Druckwalzenzwilling fuer spinn- und zwirnmaschinen. |
| US3639959A (en) * | 1970-03-23 | 1972-02-08 | Armstrong Cork Co | Glass fiber cord rubber roller |
| WO2012068692A1 (de) * | 2010-11-26 | 2012-05-31 | Maschinenfabrik Rieter Ag | Antriebsvorrichtung für eine verdichtungsvorrichtung an einer spinnmaschine |
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2024
- 2024-01-18 WO PCT/EP2024/051168 patent/WO2024153747A1/de not_active Ceased
Patent Citations (3)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO2024153747A1 (de) | 2024-07-25 |
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