CH720983A1 - Rückenstützmodul, rückenlehne und stuhl - Google Patents
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Abstract
Ein Rückenstützmodul (1) für eine Rückenlehne eines Stuhls umfasst eine Lamelleneinrichtung (2), eine Hauptachse (4), eine Hauptwippe (31) und zumindest eine Nebenwippe (32). Die Lamelleneinrichtung (2) weist eine Mehrzahl von Lamellen (211) auf. Die Hauptachse (4) ist in Anwendung des Rückenstützmoduls (1) quasi horizontal ausgerichtet. Die Hauptwippe (31) ist an einer Rahmenstruktur der Rückenlehne über die Hauptachse (4) kippbar befestigbare Hauptwippe (31). Sie weist zwei auf gegenüberliegenden Seiten der Hauptachse (4) angeordnete Endbereiche auf. Die Nebenwippe (32) ist an einem ersten der beiden Endbereiche der Hauptwippe (31) über eine quasi parallel zur Hauptachse (4) verlaufende erste Nebenachse (33) kippbar befestigt. Sie weist zwei auf gegenüberliegenden Seiten der ersten Nebenachse (33) angeordnete Endbereiche (34) auf. Jeweils eine Lamelle (211) der Lamelleneinrichtung (2) ist kippbar an den beiden Endbereichen (34) der ersten Nebenwippe (32) montiert.
Description
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Rückenstützmodul gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1, eine Rückenlehne gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruch 11 und einen Stuhl mit einer solchen Rückenlehne.
[0002] Rückenlehnen der vorstehenden Art sind mit einer Rahmenstruktur und einer Lamelleneinrichtung, die eine Mehrzahl von Lamellen aufweist, ausgestattet und können zum ergonomisch angepassten Stützen eines Rückens insbesondere während der Nutzung eines Stuhls eingesetzt werden.
Stand der Technik
[0003] An Büroarbeitsplatzen und anderen Arbeitsplätzen werden häufig Stühle eingesetzt, die auf unterschiedliche Art und Weise einstellbar sind. Beispielsweise ist typischerweise ein Abstand zwischen einem Fuss des Stuhls und einem Sitz des Stuhls mittels einer spezifischen Einrichtung verstellbar, sodass die Sitzhöhe auf den jeweiligen Nutzer des Stuhls anpassbar ist. Auch kann die Sitztiefe bei vielen Stühlen angepasst werden. Zusätzlich können Stühle auch drehbar sowie hinsichtlich ihrer Sitz- und Rückenlehnenneigung einstellbar sein. Da beispielsweise in Büros häufig über einen längeren Zeitraum beispielsweise an einem Schreibtisch gesessen wird, ist die Einstellbarkeit von Stühlen aus ergonomischen Gründen von grosser Bedeutung.
[0004] Rückenlehnen von Stühlen können eine Stützstruktur umfassen, mit welcher der Rücken typischerweise in unterschiedlichen Neigungspositionen der Rückenlehne gestützt wird. Da die Form der Wirbelsäulen von Nutzern sehr individuell ist, ist insbesondere im Lumbalbereich ein angepasstes Stützen wesentlich für ein ergonomisches und komfortables Sitzen.
[0005] Zu diesem Zweck sind Stühle häufig mit einer einstellbaren Lumbalstütze ausgestattet, die ermöglicht, dass die Stützung der Lumbalbereichs des Rückens des Nutzers individuell angepasst gestützt wird. Das kann insbesondere wesentlich sein, da gerade im Lumbalbereich die Individualität von verschiedenen Nutzern üblicherweise vergleichsweise gross ist. Dabei sind solche Lumbalstützen typischerweise gekrümmt geformt, um der geschwungenen Form des Lumbalbereichs von Wirbelsäulen beziehungsweise Rücken zu entsprechen.
[0006] Zum Anpassen an die individuellen Gegebenheiten eines Nutzers können solche Lumbalstützen in Bezug auf die Höhe ihrer Krümmung verändert werden. So kann die Krümmung an der richtigen Stelle positioniert werden, was eine ergonomische und komfortable Stützung ermöglicht.
[0007] Obwohl Lumbalstützen bekannt sind, welche zweckmässig auf den jeweiligen Nutzer des Stuhls angepasst werden können, sind solche Lumbalstützen in der täglichen Praxis häufig dennoch nicht richtig eingestellt. Das kann zum einen daran liegen, dass die Nutzer nicht ausreichend Kenntnis darüber haben, wie der Lumbalbereich ihrer Rücken ideal gestützt wird, dass das Einstellen der Lumbalstütze vergleichsweise kompliziert ist oder dass das Einstellen uneinheitlich beziehungsweise vom jeweiligen Stuhl abhängig ist. Zum anderen kann es insbesondere bei häufigen Stuhlwechseln den Nutzern zu aufwändig sein, die Lumbalstütze jeweils richtig einzustellen. Weiter kann es auch vorteilhaft sein, wenn die Lumbalstütze bei ändernden Neigungen von Rückenlehnen angepasst ist, damit der Rücken in verschiedenen Positionen passend gestützt ist.
[0008] Aufgabe der nachfolgenden Erfindung ist es daher, eine Rückenlehne beziehungsweise eine Komponente davon oder einen Stuhl vorzuschlagen, die gewährleisten, dass die Rückenlehne angepasst auf einen Nutzer eingestellt ist. Insbesondere ist es erstrebenswert, zu versichern, dass Rückenlehnen so angepasst werden, dass der Lumbalbereich des Nutzers ergonomisch gestützt wird.
Darstellung der Erfindung
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss durch ein Rückenstützmodul gelöst, wie es durch die Merkmale des unabhängigen Anspruch 1 definiert ist, durch eine Rückenlehne, wie sie durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 11 definiert ist, und durch einen Stuhl, wie er durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 26 definiert ist. Vorteilhafte Ausführungsvarianten der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0010] In einem Aspekt ist die Erfindung ein Rückenstützmodul für eine Rückenlehne eines Stuhls mit einer Lamelleneinrichtung, einer Hauptachse, einer Hauptwippe und einer Nebenwippe. Die Lamelleneinrichtung weist eine Mehrzahl von Lamellen auf. In Anwendung des Rückenstützmoduls ist die Hauptachse quasi horizontal ausrichtbar. Die Hauptwippe ist an einer Rahmenstruktur der Rückenlehne über die Hauptachse kippbar befestigbar. Sie weist zwei auf gegenüberliegenden Seiten der Hauptachse angeordnete Endbereiche auf. Die Nebenwippe ist an einem ersten der beiden Endbereiche der Hauptwippe über eine quasi parallel zur Hauptachse verlaufende erste Nebenachse kippbar befestigt. Sie weist zwei auf gegenüberliegenden Seiten der ersten Nebenachse angeordnete Endbereiche auf. Jeweils eine Lamelle der Lamelleneinrichtung ist kippbar an den beiden Endbereichen der ersten Nebenwippe montiert.
[0011] Das Rückenstützmodul kann als eine Einheit ausgestaltet sein, die effizient verbaut werden kann. Es kann insbesondere eine Lumbalstütze als ein Bauteil sein, das zweckmässig hergestellt und effizient in einer Rückenlehne verbaut werden kann.
[0012] Die Rahmenstruktur der Rückenlehne, für welche das Rückenstützmodul vorgesehen ist, kann Holme beziehungsweise Streben umfassen, die eine mehr oder weniger stabile Form der Rückenlehne gewährleisten. Auch kann sie eine Schale oder ein ähnliches Element aufweisen. So kann sie insbesondere die Rückenlehne stabilisieren und ihr eine gewünschte Grundform und Ausrichtung geben. Bevorzugt ist die Ausrichtung der Rückenlehne in einem Stuhl einstellbar beziehungsweise veränderbar. Typischerweise ist die Ausrichtung der Rückenlehne in einer unbelasteten Grundstellung beziehungsweise Nullposition quasi aufrecht.
[0013] Die Anwendung des Rückenstützmoduls entspricht einer Stützung eines Rückens eines Nutzers eines Stuhls. Dazu ist das Rückenstützmodul typischerweise in die Rückenlehne des Stuhls eingebaut. Das Rückenstützmodul kann angeordnet sein, den ganzen Rücken oder einen Bereich beziehungsweise mehrere Bereiche davon zu stützen. Insbesondere kann das Rückenstützmodul eine Lumbalstütze sein. Mit solchen Lumbalstützen werden in Stühlen typischerweise untere Bereiche des Rückens aufgenommen. So kann insbesondere die Lendenwirbelsäule etwa in der Höhe der Lende ergonomisch gestützt werden. Dieser Bereich des Rückens kann beim Sitzen Probleme verursachen, vor allem wenn über vergleichsweise lange Zeit falsch gesessen wird.
[0014] Die Hauptachse und die Nebenachse definieren Bewegungen der Hauptwippe und der Nebenwippe und verhindern, dass die Wippen in unbestimmter beziehungsweise unkontrollierter Weise bewegt werden. Insbesondere können die Haupt- und/oder Nebenachsen die Bewegung der Haupt- beziehungsweise Nebenwippe auf eine Kippbewegung beschränken. Dabei können auch Kippbewegungen um andere Achsen beziehungsweise Punkte verhindert werden.
[0015] Die Lamellen können kippbar an der Nebenwippe angeordnet sein, indem sie um eine Achse bewegt werden können, die ebenfalls quasi parallel zur Hauptachse liegt. Im Vergleich zu den Kippbewegungen um die Haupt- und Nebenachsen kann das Kippen der Lamellen relativ zur Nebenwippe flexibler beziehungsweise variabler sein.
[0016] Mittels der beiden Wippen kann erreicht werden, dass das Rückenstützmodul automatisch an die Form des Rückens des Nutzers angepasst wird. Der Nutzer kann sich einfach an die mit dem Rückenstützmodul ausgestattete Rückenlehne anlehnen und über die Bewegung der beiden Wippen werden die Lamellen automatisch so positioniert und ausgerichtet, dass sie an die Form des Rückens angepasst sind. Insbesondere kann über die Kippbewegungen der beiden Wippen die natürliche individuelle Krümmung der Wirbelsäule im Lendenbereich des Nutzers aufgenommen und abgebildet werden. Auf diese Weise kann der Rücken des Nutzers automatisch ergonomisch gestützt werden, ohne dass er dazu irgendwelche Einstellungen vornehmen muss. Das Rückenstützmodul ermöglicht somit das Vorsehen einer Lumbalstützenautomatik.
[0017] Das erfindungsgemässe Rückenstützmodul ermöglicht es also, eine Rückenlehne eines Stuhls vorzusehen, mit der eine automatische Einstellung der Form an einen Rücken eines Nutzers gewährleistet ist. So kann sichergestellt werden, dass die Rückenlehne immer so angepasst ist, dass der Rücken des Nutzers und insbesondere sein Lumbalbereich ergonomisch gestützt wird.
[0018] Vorzugsweise umfasst das Rückenstützmodul eine an einem zweiten der beiden Endbereiche der Hauptwippe über eine quasi parallel zur Hauptachse verlaufende zweite Nebenachse kippbar befestigte zweite Nebenwippe, die zwei auf gegenüberliegenden Seiten der zweiten Nebenachse angeordnete Endbereiche aufweist, wobei jeweils eine Lamelle der Lamelleneinrichtung kippbar an den beiden Endbereichen der zweiten Nebenwippe montiert ist. Mit einer zweiten Nebenwippe kann der Rücken und insbesondere sein Lumbalbereich besonders vorteilhaft abgebildet werden, sodass die Ergonomie der Stütze verbessert werden kann.
[0019] Die Hauptwippe und die eine oder zwei Nebenwippe(n) bilden zwei Wippenschichten beziehungsweise Wippenebenen, welche die Krümmung des Lumbalbereichs des Rückens effizient nachbilden können. Insbesondere kann mit den zwei Wippenschichten einerseits die Krümmung nachgebildet werden und andererseits können die Lamellen immer noch ausreichend gross sein, um ein komfortables und effizientes Stützen zu erreichen.
[0020] Zusätzlich zu den beiden Wippenebenen können auch weitere Wippenebenen vorgesehen sein. Beispielsweise kann eine dritte Wippenebene wie folgt implementiert sein. Das Rückenstützmodul umfasst eine oder mehrere an einem der beiden Endbereiche einer der Nebenwippen über eine quasi parallel zur Hauptachse verlaufende Drittachse kippbar befestigte Drittwippe, die zwei auf gegenüberliegenden Seiten der zweiten Drittachse angeordnete Endbereiche aufweist, wobei jeweils eine Lamelle der Lamelleneinrichtung kippbar an den beiden Endbereichen der Drittwippe montiert ist. In einer solchen Ausführungsform sind die Lamellen also direkt an der Drittwippe und indirekt an der zugehörigen Nebenwippe montiert.
[0021] Vorzugsweise sind die Hauptwippe und die erste Nebenwippe einstückig als ein Kunststoffbauteil geformt. Der Begriff „einstückig“ bezieht sich im Zusammenhang mit der Erfindung auf eine einteilige Konstruktion. Dabei kann ein einstückiges Element aus mehreren unterschiedlichen aber fest beziehungsweise unlösbar miteinander verbundenen Teilen bestehen. Bevorzugt sind aber einstückige Elemente quasi monolithisch beziehungsweise aus einem durchgehenden einheitlichen Material ausgestaltet.
[0022] Haupt- und Nebenwippen in einem Stück beziehungsweise als ein Element oder Einheit ermöglichen eine einfache und effiziente Herstellung und eine robuste Konstruktion. Beispielsweise können so die Wippen in einem Schritt als Spritzgussteil hergestellt werden.
[0023] Dabei weist das Kunststoffbauteil vorzugsweise zwischen der Hauptwippe und der ersten Nebenwippe und gegebenenfalls der zweiten Nebenwippe jeweils eine Materialverjüngung oder eine Formgebung auf, welche die erste Nebenachse bildet. Ein solche integrierte Nebenachse kann eine besonders einfache Ausgestaltung der Nebenachse sein, die effizient hergestellt werden kann.
[0024] Das Kunststoffbauteil ist vorzugsweise plattenförmig ausgebildet, wobei die erste Nebenachse und gegebenenfalls die zweite Nebenachse jeweils durch ein im Kunststoffbauteil vorgesehenes Filmscharnier ausgebildet beziehungsweise implementiert ist. Solche Filmscharniere können eine besonders effiziente Umsetzung der in das Kunststoffbauteil eingeformte Nebenachse sein.
[0025] Die Lamelleneinrichtung kann eine Sammlung einzelner oder verbundener Lamellen sein. Vorzugsweise ist sie jedoch einstückig ausgebildet. Eine solche einstückige beziehungsweise einteilige Lamelleneinrichtung kann effizient hergestellt und verbaut werden. Zudem kann eine einteilige Ausgestaltung ermöglichen, dass die Lamellen zueinander stabilisiert sind und sich in Abhängigkeit voneinander beziehungsweise koordiniert zueinander bewegen.
[0026] Dabei weist die Lamelleneinrichtung vorzugsweise einen plattenartigen Kunststoffkörper auf, der mit einer Mehrzahl von Schlitzen ausgestattet ist, wobei zwischen den Schlitzen die Lamellen geformt sind. Eine solche Lamelleneinrichtung ermöglicht, dass die Lamellen seitlich miteinander verbunden, so zueinander stabilisiert sind und sich abhängig voneinander bewegen beziehungsweise ausrichten. Zudem kann eine solche Ausgestaltung der Lamelleneinrichtung mit über Schlitze hergestellten Lamellen eine besonders einfache und effiziente Herstellung der Lamelleneinrichtung ermöglichen. Beispielsweise kann die Lamelleneinrichtung so aus einem einzigen Spritzgussteil bestehen. Weiter ermöglicht die plattenartige Bauweise, dass die Lamelleneinrichtung vergleichsweise flach ist und so einfach beziehungsweise raumsparend in eine Rückenlehne eingebaut werden kann.
[0027] Die Lamelleneinrichtung ist vorzugsweise aus einem elastischen Kunststoff hergestellt. Der Kunststoffkörper kann insbesondere aus einem Material gefertigt sein, dass weicher beziehungsweise flexibler als die das Material der Wippen ist. Ein solcher Kunststoff ermöglicht ein komfortables Stützen des Rückens des Nutzers. Unter anderem können unangenehme Druckstellen beispielsweise entlang der Kanten der Lamellen mit dem elastischen Kunststoff vermieden werden.
[0028] Die Längsenden der Lamellen sind vorzugsweise durch einen Verstärkungsbereich der Lamelleneinrichtung miteinander verbunden. Auf diese Weise können die Lamellen zueinander stabilisiert sein und sich abhängig voneinander ausrichten. Über den Verstärkungsbereich der Lamelleneinrichtung kann eine Kippbarkeit beziehungsweise ein Kippwiderstand der Lamellen definiert werden. Bei einem geschlitzten plattenartigen Kunststoffkörper kann der Verstärkungsbereich durch seitliche Abschnitte realisiert sein, die nicht geschlitzt sind.
[0029] Die Hauptachse kann insbesondere ein physisches Bauteil beziehungsweise eine physisch an einem Bauteil vorgesehene Struktur sein. Vorzugsweise ist die Hauptachse als Stange ausgebildet. Eine solche Stange ermöglicht das Vorsehen einer stabilen Achse, welche die Bewegung der Hauptwippe exakt definiert und begrenzt. Auch kann eine Stange auf effiziente Weise ausreichend robust ausgebildet sein, sodass sie vergleichsweise hohen Beanspruchungen standhalten kann. Insbesondere kann sie so in Rückenlehnen auftretenden Kräften widerstehen, ohne in ihrer Funktion beeinträchtigt zu werden. Die Stange kann aus einem vergleichsweise festen Material wie beispielsweise einem Metall oder einem robusten Kunststoff hergestellt sein.
[0030] Zur Lagerung der Stange kann in einem verbauten Zustand eine Rahmenkonstruktion einer Rückenlehne mit einem Traglager ausgestattet sein, in welches die Stange eingelegt beziehungsweise eingeschnappt und gehalten ist. Alternativ dazu kann die Hauptachse eine Stangenhalterung umfassen, in welche die Stange eingeschnappt beziehungsweise eingelegt werden kann. Die Stangenhalterung kann dazu ausgestaltet sein, zielführend in einem Stuhl verbaut zu werden. Beispielsweise kann sie mit der Rahmenkonstruktion der Rückenlehne verbindbar sein.
[0031] In einem anderen Aspekt ist die Erfindung eine Rückenlehne für einen Stuhl, die eine Rahmenstruktur, eine Lamelleneinrichtung, eine Hauptwippe und eine Nebenwippe umfasst. Die Lamelleneinrichtung weist eine Mehrzahl von Lamellen auf. Die Hauptwippe ist über eine quasi horizontale Hauptachse kippbar an der Rahmenstruktur befestigt. Sie weist zwei auf gegenüberliegenden Seiten der Hauptachse angeordnete Endbereiche auf. An einem ersten der beiden Endbereiche der Hauptwippe ist die erste Nebenwippe über eine quasi horizontale erste Nebenachse kippbar befestigt. Die erste Nebenwippe weist zwei auf gegenüberliegenden Seiten der ersten Nebenachse angeordnete Endbereiche auf. Jeweils eine Lamelle der Lamelleneinrichtung ist kippbar an den beiden Endbereichen der ersten Nebenwippe montiert.
[0032] Die Rahmenstruktur kann Holme beziehungsweise Streben umfassen, die eine mehr oder weniger stabile Form der Rückenlehne gewährleisten. Auch kann sie eine Schale oder ein ähnliches Element aufweisen. So kann sie insbesondere die Rückenlehne stabilisieren und ihr eine gewünschte Grundform und Ausrichtung geben. Bevorzugt ist die Ausrichtung der Rückenlehne in einem Stuhl veränderbar. Typischerweise ist die Ausrichtung der Rückenlehne in einer unbelasteten Grundstellung beziehungsweise Nullposition quasi aufrecht.
[0033] Mit der erfindungsgemässen Rückenlehne und ihren nachstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen können die Effekte und Vorteile des erfindungsgemässen Rückenstützmoduls und seiner bevorzugten Ausführungsformen effizient implementiert sein. Insbesondere kann eine solche Rückenlehne einfach in einen Stuhl verbaut und so eine automatisch einstellbare Lumbalstütze vorgesehen sein.
[0034] Um Wiederholungen zu vermeiden wird im Zusammenhang mit den Effekten nachstehend beschriebener bevorzugter Merkmale der erfindungsgemässen Rückenlehne, die in analoger Weise auch für das erfindungsgemässe Rückenstützmodul bevorzugt sind, auf die vorstehende Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen des Rückenstützmoduls verwiesen.
[0035] Vorzugsweise umfasst die Rückenlehne eine an einem zweiten der beiden Endbereiche der Hauptwippe über eine quasi horizontale zweite Nebenachse kippbar befestigte zweite Nebenwippe, die zwei auf gegenüberliegenden Seiten der zweiten Nebenachse angeordnete Endbereiche aufweist.
[0036] Vorzugsweise umfasst die Rückenlehne ein Ausrichtelement, das die Hauptwippe in eine Grundposition bewegt, wenn die Rückenlehne nicht belastet wird. So kann sichergestellt werden, dass sich die Rückenlehne beziehungsweise seine Lumbalstütze immer in der Grundposition beziehungsweise Nullposition befindet, wenn sie nicht belastet beziehungsweise benutzt wird.
[0037] Dabei ist das Ausrichtelement vorzugsweise elastisch ausgebildet und zwischen Hauptwippe und Rahmenstruktur angeordnet. Beispielsweise kann es als Schaumstoffelement oder als vergleichsweise weiche Feder ausgebildet sein. Bevorzugt ist die Federkraft beziehungsweise Elastizität gerade stark genug, um die Lumbalstütze beziehungsweise Rückenlehne in die Nullposition zu stellen. So kann sichergestellt werden, dass für jede neue Nutzung die Lumbalstütze sicher und komfortabel automatisch eingestellt wird.
[0038] Die Lamellenstruktur kann als eigenes Bauteil ausgestaltet sein oder integriert in eine andere Komponente der Rückenlehne.
[0039] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Rückenlehne einen über die Rahmenstruktur gezogenen Überzug, wobei die Lamellen der Lamelleneinrichtung im Überzug angeordnet sind. Der Überzug kann ein beliebiger flexibler beziehungsweise tuchartiger Überzug sein, der zur Aufnahme eines Rückens eines Benutzers vorgesehen ist. Bevorzugt ist er aus einem textilen Material hergestellt beispielsweise gewoben oder gestrickt. Der Überzug kann insbesondere auf beziehungsweise in die Rahmenstruktur gespannt sein. Die Lamellen können beispielsweise in Taschen im Überzug eingelegt oder in den Überzug eingenäht sein. Oder sie können auf andere Weise am Überzug befestigt sein wie beispielsweise geklebt oder geschweisst.
[0040] In einer alternativen bevorzugten Ausführungsform umfasst die Rückenlehne einen über die Rahmenstruktur gezogenen Überzug, wobei die Lamellen der Lamelleneinrichtung als verstärkte Bereiche des Überzugs ausgebildet sind. Solche verstärkten Bereiche können beispielsweise als Verdickungen und/oder als dichter gewobene Abschnitte im Überzug vorgesehen sein. Auf diese Weise kann die Lamelleneinrichtung effizient und platzsparend implementiert sein.
[0041] Vorzugsweise sind die Hauptwippe und die erste Nebenwippe einstückig als ein Kunststoffbauteil geformt.
[0042] Dabei weist das Kunststoffbauteil zwischen der Hauptwippe und der ersten Nebenwippe vorzugsweise eine Materialverjüngung oder eine Formgebung auf, welche die erste Nebenachse bildet.
[0043] Das Kunststoffbauteil ist vorzugsweise plattenförmig ausgebildet, wobei die erste Nebenachse durch ein im Kunststoffbauteil vorgesehenes Filmscharnier implementiert beziehungsweise ausgebildet ist.
[0044] Vorzugsweise ist die Lamelleneinrichtung einstückig ausgebildet.
[0045] Dabei weist die Lamelleneinrichtung vorzugsweise einen plattenartigen Kunststoffkörper auf, der mit einer Mehrzahl von Schlitzen ausgestattet ist, wobei zwischen den Schlitzen die Lamellen geformt sind.
[0046] Die Lamelleneinrichtung ist vorzugsweise aus einem elastischen Kunststoff hergestellt.
[0047] Die Längsenden der Lamellen sind vorzugsweise durch einen Verstärkungsbereich der Lamelleneinrichtung miteinander verbunden.
[0048] Vorzugsweise ist die Hauptachse als Stange ausgebildet. Eine solche Stange kann beispielsweise stabil in beziehungsweise an der Rahmenstruktur gelagert sein. So kann die Rahmenkonstruktion mit einem Traglager ausgestattet sein, in welches die Stange eingelegt beziehungsweise eingeschnappt und gehalten ist. Alternativ dazu kann eine Stangenhalterung vorgesehen sein, die mit der Rahmenkonstruktion verbunden ist.
[0049] Vorzugsweise umfasst die Rückenlehne ein erfindungsgemässes Rückenstützmodul wie oben beschrieben oder eine bevorzugte Ausführungsform davon wie vorstehend beschrieben.
[0050] In einem weiteren anderen Aspekt ist die Erfindung ein Stuhl mit einem Sitz und einer erfindungsgemässen Rückenlehne oder einer bevorzugten Ausführungsform davon wie vorstehend beschrieben.
[0051] Mit dem erfindungsgemässen Stuhl können die Effekte und Vorteile der erfindungsgemässen Rückenlehne und ihrer bevorzugten Ausführungsformen effizient implementiert sein.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0052] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung mit Hilfe der schematischen Zeichnung. Insbesondere wird im Folgenden das erfindungsgemässe Rückenstützmodul, die erfindungsgemässe Rückenlehne und der erfindungsgemässe Stuhl unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen anhand von Ausführungsbeispielen detaillierter beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Hinteransicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemässen Rückenstützmoduls; Fig. 2 eine perspektivische Vorderansicht der Rückenstützmoduls von Fig. 1; Fig. 3 eine Vorderansicht des Rückenstützmoduls von Fig. 1; Fig. 4 eine Schnittansicht entlang der Linie B-B der Fig. 3; Fig. 5 eine Schnittansicht entlang der Linie C-C der Fig. 3; Fig. 6 eine schematische Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemässen Stuhls mit einem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Rückenlehne mit dem Rückenstützmodul von Fig. 1, wobei die Rückenlehne teilweise geschnitten dargestellt ist; Fig. 7 eine Seitenansicht des Stuhls von Fig. 6 mit einem ersten Nutzer; und Fig. 8 eine Seitenansicht des Stuhls von Fig. 6 mit einem zweiten Nutzer.
Weg(e) zur Ausführung der Erfindung
[0053] Bestimmte Ausdrücke werden in der folgenden Beschreibung aus praktischen Gründen verwendet und sind nicht einschränkend zu verstehen. Die Wörter „rechts“, „links“, „unten“ und „oben“ bezeichnen Richtungen in der Zeichnung, auf die Bezug genommen wird. Die Ausdrücke „nach innen“, „nach aussen“ „unterhalb“, „oberhalb“, „links“, „rechts“ oder ähnliche werden zur Beschreibung der Anordnung bezeichneter Teile zueinander, der Bewegung bezeichneter Teile zueinander und der Richtungen hin zum oder weg vom geometrischen Mittelpunkt der Erfindung sowie benannter Teile derselben wie in den Fig. dargestellt verwendet. Diese räumlichen Relativangaben umfassen auch andere Positionen und Ausrichtungen als die in den Fig. dargestellten. Zum Beispiel wenn ein in den Fig. dargestelltes Teil umgedreht wird, sind Elemente oder Merkmale, die als „unterhalb“ beschrieben sind, dann „oberhalb“. Die Terminologie umfasst die oben ausdrücklich erwähnten Wörter, Ableitungen von denselben und Wörter ähnlicher Bedeutung.
[0054] Um Wiederholungen in den Fig. und der zugehörigen Beschreibung der verschiedenen Aspekte und Ausführungsbeispiele zu vermeiden, sollen bestimmte Merkmale als gemeinsam für verschieden Aspekte und Ausführungsbeispiele verstanden werden. Das Weglassen eines Aspekts in der Beschreibung oder einer Fig. lässt nicht darauf schliessen, dass dieser Aspekt in dem zugehörigen Ausführungsbeispiel fehlt. Vielmehr kann ein solches Weglassen der Klarheit und dem Verhindern von Wiederholungen dienen. In diesem Zusammenhang gilt für die gesamte weitere Beschreibung folgende Festlegung: Sind in einer Figur zum Zweck zeichnerischer Eindeutigkeit Bezugszeichen enthalten, aber im unmittelbar zugehörigen Beschreibungstext nicht erwähnt, so wird auf deren Erläuterung in vorangehenden Figurenbeschreibungen Bezug genommen. Sind ausserdem im unmittelbar zu einer Figur gehörigen Beschreibungstext Bezugszeichen erwähnt, die in der zugehörigen Figur nicht enthalten sind, so wird auf die vorangehenden und nachstehenden Figuren verwiesen. Ähnliche Bezugszeichen in zwei oder mehreren Fig. stehen für ähnliche oder gleiche Elemente.
[0055] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Rückansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemässen Rückenstützmoduls 1 mit einer Lamelleneinrichtung 2, einer Wippeneinrichtung 3 und einer Hauptachse 4. Die Hauptachse 4 ist horizontal ausgerichtet. Sie umfasst eine Stangenhalterung 42, die dazu ausgestaltet ist, fest an einer Komponente einer Rückenlehne montiert zu werden.
[0056] Die Lamelleneinrichtung 2 umfasst eine elastische Kunststoffplatte 21 als plattenartiges Kunststoffbauteil. Die Kunststoffplatte 21 ist mit drei durchgehenden Schlitzen 214 ausgestattet, die über weite Strecken horizontal parallel zueinander verlaufen. Die Schlitze 214 bilden vier parallele horizontale Lamellen 211. Seitlich ist die Kunststoffplatte 21 durchgehend beziehungsweise ungeschlitzt geformt, sodass die Kunststoffplatte 21 seitlich durch jeweils einen Verstärkungsbereich 213 abgeschlossen ist. An ihren Rückseiten ist jeder der Lamellen 211 mit jeweils einer balkenförmigen und horizontal verlaufenden Lamellenverstärkung 212 versehen.
[0057] Die Wippeneinrichtung 3 umfasst eine Hauptwippe 31 sowie eine erste und eine zweite Nebenwippe 32. Die Hauptwippe 31 ist mit der Hauptachse 4 verbunden und weist zwei gegenüber der Hauptachse 4 liegende Endbereiche auf. Jeder der beiden Endbereiche der Hauptwippe 41 geht jeweils über eine parallel zur Hauptachse 4 verlaufenden Nebenachse 33 in eine der beiden Nebenwippen 32 über.
[0058] Die Hauptwippe 31 und die beiden Nebenwippen 32 sind einstückig als ein im Wesentlichen plattenförmiges Kunststoffbauteil geformt. Das Kunststoffbauteil ist aus einem quasi formstabilen Kunststoff hergestellt, der härter ist als der Kunststoff, aus dem die Kunststoffplatte 21 der Lamelleneinrichtung 2 hergestellt ist. Die Nebenachsen 33 sind jeweils durch ein mittels Materialverjüngung erzeugtes Filmscharnier gebildet.
[0059] Die beiden Nebenwippen 32 umfassen jeweils einen U-förmigen Hauptbereich und zwei auf gegenüberliegenden Seiten der zugehörigen ersten Nebenachse 33 angeordnete Endbereiche. Die Endbereiche beschreiben jeweils einen Verbindungsbereich 34, verlaufen über ein Filmscharnier angewinkelt zu den Hauptbereichen und erstrecken sich jeweils zu einer der Lamellen 211 hin. Dabei sind die vier Verbindungsbereiche 34 an jeweils einer der vier Lamellenverstärkungen 212 montiert.
[0060] In Fig. 2 ist das Rückenstützmodul 1 perspektivisch von einer Vorderseite her gezeigt. Dabei ist ersichtlich, dass die Hauptachse 4 eine Achsstange 41 umfasst, die in der Stangenhalterung 42 drehbar gelagert ist. Die Achsstange 41 ist zudem drehfest mit der Hauptwippe 31 verbunden, sodass die Hauptwippe 31 zusammen mit den beiden Nebenwippen 32 um die Hauptachse 4 kippbar ist. Insbesondere definiert die in der Stangenhalterung 42 gelagerte Achsstange 41 genau die mögliche Bewegung der Hauptwippe 31 relativ zur Hauptachse 4, nämlich eine Drehbewegung um die Achsstange 41. Andere Bewegungen der Hauptwippe 31 relativ zur Hauptachse 4 sind abgesehen von einem eventuell vorhandenen Spiel ausgeschlossen. So kann eine definierte und exakte Bewegung der Wippeneinrichtung 3 relativ zur Stangenhalterung 42 und somit zu Komponenten, die mit dieser fest verbunden sind, erreicht werden.
[0061] Wie am besten in der Frontalansicht des Rückenstützmoduls von Fig. 3 ersichtlich ist, liegen die drei horizontalen Schlitze 214 parallel zueinander. Insbesondere verlaufen sie jeweils überwiegend gradlinig auf einer Höhe. An ihren Längsenden haben sie kurze vertikale Abschnitte nach oben und unten. Die Form und der Umfang der Schlitze 214 ermöglicht es, vier parallele horizontal angeordnete Lamellen 211 in der Kunststoffplatte 21 auszubilden, die jeweils eine zweckmässige Flexibilität beziehungsweise Elastizität aufweisen.
[0062] Fig. 4 zeigt das Rückenstützmodul 1 in einer Schnittansicht entlang der Linie B-B von Fig. 3. Dabei ist ersichtlich, dass die Verbindungsbereiche 34 und der Hauptbereich der beiden Nebenwippen 32 im Querschnitt quasi U-förmig verlaufen. An ihren den Lamellen 211 zugeordneten Enden sind die Verbindungsbereiche 34 jeweils mit einem im Querschnitt runden Kopf ausgestattet, der in eine entsprechende Aufnahme der zugehörigen Lamellenverstärkung 212 eingeführt und so mit dieser verbunden ist. Über diese Verbindung sind die Lamellen 211 jeweils zu ihren zugehörigen Verbindungsbereichen 34 um eine durch den Kopf vorgegebene Lamellenkippachse 35 kippbar angeordnet.
[0063] Die Stangenhalterung 42 der Hauptachse 4 weist eine Greifaufnahme auf, in welche die Achsstange 41 reversibel eingeschnappt ist. In Anwendung des Rückenstützmoduls 1 ist die Stangenhalterung 42 an einem Bauteil einer Rückenlehne befestigt und das restliche Rückenstützmodul 1 kann über die Achsstange 41 eingeschnappt und so reversibel an der Rückenlehne montiert werden.
[0064] In Fig. 5 ist das Rückenstützmodul 1 in einer entlang der Linie C-C von Fig. 3 verlaufenden Schnittansicht gezeigt. Dabei ist ersichtlich, dass die Achsstange 41 die Hauptwippe 31 seitlich überragt. An den die Hauptwippe 31 überragenden Abschnitten ist die Achsstange 41 in die Stangenhalterung 42 eingeschnappt. Im Bereich der Hauptwippe 31 ist die Achsstange in die Hauptwippe 31 eingelassen und so orts- und insbesondere drehfest mit dieser verbunden.
[0065] Die Nebenachsen 33 sind jeweils durch beidseitig ausgeprägte Materialverjüngungen als Filmscharnier ausgebildet. Die Filmscharniere definieren eine Kippbewegung der Nebenwippen 32 relativ zur Hauptwippe 31. Dabei ermöglichen insbesondere die Materialeigenschaften des Kunststoffs, aus dem die Wippeneinrichtung 4 hergestellt ist, ein zweckmässiges Kippen beziehungsweise Verdrehen der Nebenwippen 32.
[0066] Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Stuhls 5 mit einem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Rückenlehne 51 und einem Sitz 52. Der Sitz 52 ist ein beliebiger gepolsterter oder ungepolsterter Sitz 52, wie er herkömmlich in Stühlen und insbesondere Bürostühlen eingesetzt wird.
[0067] Die Rückenlehne 51 umfasst das Rückenstützmodul 1 als Lumbalstütze, wobei das Rückenstützmodul 1 in den Fig. 6, Fig.7 und Fig. 8 lediglich schematisch zur Illustration seiner Bewegung in einer Verwendung des Stuhls 5 dargestellt ist. Weiter weist die Rückenlehne 51 eine Rahmenstruktur mit einer Schale 512 und einen textilen Überzug 511 auf. Die Stangenhalterung 42 des Rückenstützmoduls 1 ist fest an der Schale 512 montiert, sodass die Hauptachse 4 und insbesondere deren Achsstange 41 im Wesentlichen horizontal ausgerichtet ist. Der textile Überzug 511 ist über die seitlich gekrümmte Schale 512 gespannt und deckt das Rückenstützmodul 1 ab.
[0068] Die Rückenlehne 5 umfasst weiter ein Ausrichtelement 7, das an der Schale 512 montiert und zwischen Schale 512 und Hauptwippe 31 positioniert ist. Das Ausrichtelement 7 ist aus einem elastischen Kunststoff ausgebildet. Es ist dazu ausgestaltet, die Hauptwippe 31 in eine quasi vertikale Grundposition zu bewegen, wenn die Rückenlehne 51 nicht belastet wird.
[0069] Ein erster Nutzer 6 sitzt in Anwendung des Stuhls 5 so auf dem Stuhl 5, dass sein Gesäss vom Sitz 52 aufgenommen ist und sein Rücken durch die Rückenlehne 51 gestützt ist. Das Rückenstützmodul 1 ist auf einer Höhe der Rückenlehne 51 an der Schale 512 befestigt, dass das Rückenstützmodul 1 in einem Lumbalbereich 61 des Nutzers liegt.
[0070] Wie in Fig. 7 dargestellt ist, passt sich die Lumbalstütze beziehungsweise das Rückenstützmodul 1 automatisch an die Form des Lumbalbereichs 61 des ersten Nutzers 6 an, wenn dieser sich an die Rückenlehne 51 anlehnt. Insbesondere ist bei der vorgegebenen Form des Lumbalbereichs 61 die Hauptwippe 31 von unten nach oben in Richtung Hinten geneigt. In anderen Worten ist die Hauptwippe 31 ausgehend von einer Nullposition, in welcher die Hauptwippe 31 und beiden Nebenwippen 32 im Wesentlichen vertikal ausgerichtet sind, im Uhrzeigersinn um die Hauptachse 4 gekippt. Die Hauptwippe 31 ist dabei vom Ausrichtelement 7 wegbewegt und beabstandet. Die obere Nebenwippe 32 ist stärker als die Hauptwippe 31 im Uhrzeigersinn um die zugehörige obere Nebenachse 33 gekippt. Im Gegensatz dazu ist die untere Nebenwippe 32 ausgehend von der Nullposition im Gegenuhrzeigersinn um die zugehörige Nebenachse 33 gekippt.
[0071] Durch das entsprechende Kippen der Haupt- und Nebenwippen 31, 32 kommen die Lamellen 211 der Form des Lumbalbereichs 61 des ersten Nutzers 6 entsprechend zu liegen, wobei die Lamellen 211 zusätzlich angepasst auf diese Form um ihre zugehörigen Lamellenachsen 35 gekippt sind. So ist die Lumbalstütze der Rückenlehne 51 automatisch angepasst auf den ersten Nutzer 6 eingestellt, wenn sich der Nutzer 6 auf den Stuhl 5 setzt und an die Rückenlehne 51 anlehnt. Ein manuelles Einstellen der Lumbalstütze beziehungsweise des Rückenstützmoduls 1 ist nicht erforderlich, der Lumbalbereich 61 des ersten Nutzers 6 ist angepasst gestützt.
[0072] In Fig. 8 ist der Stuhl 5 mit einem darauf sitzenden zweiten Nutzer 60 gezeigt, der grösser als der erste Nutzer 6 ist. Der zweite Nutzer 60 kontaktiert die Lumbalstütze 1 an einer anderen Stelle des Rückens als der erste Nutzer 6, insbesondere an einer vergleichsweise flachen Stelle seines Lumbalbereichs 610. Entsprechend ist bei dieser Form des Lumbalbereichs 610 die Hauptwippe 31 von unten nach oben in Richtung Vorne geneigt. In anderen Worten ist die Hauptwippe 31 ausgehend von der Nullposition im Gegenuhrzeigersinn um die Hauptachse 4 gekippt. Die Hauptwippe 31 ist dabei auf das Ausrichtelement 7 zu bewegt und komprimiert dieses in einem gewissen Umfang. Die obere Nebenwippe 32 und die untere Nebenwippe 32 sind quasi in einer Linie mit der Hauptwippe 31 und somit nicht wesentlich um die Nebenachsen 33 gekippt. Die Lamellen 211 sind jedoch angepasst auf die Form des Lumbalbereichs 610 des zweiten Nutzers 60 um ihre zugehörigen Lamellenachsen 35 gekippt.
[0073] Obwohl die Erfindung mittels der Figuren und der zugehörigen Beschreibung dargestellt und detailliert beschrieben ist, sind diese Darstellung und diese detaillierte Beschreibung illustrativ und beispielhaft zu verstehen und nicht als die Erfindung einschränkend. Um die Erfindung nicht zu verklären, können in gewissen Fällen wohlbekannte Strukturen und Techniken nicht im Detail gezeigt und beschrieben sein. Es versteht sich, dass Fachleute Änderungen und Abwandlungen machen können, ohne den Umfang der folgenden Ansprüche zu verlassen. Insbesondere deckt die vorliegende Erfindung weitere Ausführungsbeispiele mit irgendwelchen Kombinationen von Merkmalen ab, die von den explizit beschriebenen Merkmalskombinationen abweichen können. Beispielsweise kann die Erfindung auch in folgender Form realisiert sein: Die Hauptachse kann durch ein elastisches Material realisiert sein, so dass die Hauptwippe darum gebogen werden kann, um verkippt zu werden. Die Nebenachsen können durch jeweilige Achsstangen gebildet sein. Neben der Hauptwippe und den Nebenwippen können weitere Wippen beziehungsweise Unterwippen vorgesehen sein, damit die Form des Rückens ideal aufgenommen werden kann. Das Rückstützmodul kann sich über weitere Bereiche als den Lumbalbereich in einer Rückenlehne erstrecken, insbesondere auch über den ganzen Rücken.
[0074] Die vorliegende Offenbarung umfasst auch Ausführungsformen mit jeglicher Kombination von Merkmalen, die vorstehend oder nachfolgend zu verschiedenen Ausführungsformen genannt oder gezeigt sind. Sie umfasst ebenfalls einzelne Merkmale in den Figuren, auch wenn sie dort im Zusammenhang mit anderen Merkmalen gezeigt sind und/oder vorstehend oder nachfolgend nicht genannt sind. Auch können die in den Figuren und der Beschreibung beschriebenen Alternativen von Ausführungsformen und einzelne Alternativen deren Merkmale vom Erfindungsgegenstand beziehungsweise von den offenbarten Gegenständen ausgeschlossen sein. Die Offenbarung umfasst Ausführungsformen, die ausschliesslich die in den Ansprüchen beziehungsweise in den Ausführungsbeispielen beschriebenen Merkmale umfasst sowie auch solche, die zusätzliche andere Merkmale umfassen. Auch können spezifische Merkmale beziehungsweise Merkmalsgruppen, wie sie in den Figuren und den zugehörigen Abschnitten der Beschreibung offenbart sind, in den allgemeineren Ausführungsformen der Erfindung, wie sie im Zusammenhang mit der Beschreibung der Erfindung offenbart sind, kombiniert werden. Insbesondere können solche spezifischen Merkmale beziehungsweise Merkmalsgruppen losgelöst von weiteren spezifischen in den Figuren gezeigten Merkmalen in den allgemeineren Ausführungsformen der Erfindung vorgesehen sein. Beispielsweise kann die Form der Schlitz aus den Zeichnungen, also der quer verlaufende horizontale Schnitt, der an seinen Längsenden nach oben und unten in vertikaler Richtung endet, in die Ausführungsformen der Beschreibung der Erfindung übernommen werden, ohne dass weitere Merkmale der Ausführungsform der Zeichnungen wie beispielsweise die Anzahl Schnitte oder dergleichen damit zusammenhängen. Es versteht sich, dass Fachleute in der Lage sind, spezifische Merkmale aus der Beschreibung der Figuren in die Ausführungsformen der Beschreibung der Erfindung zu übernehmen.
[0075] Im Weiteren schliesst der Ausdruck „umfassen“ und Ableitungen davon andere Elemente oder Schritte nicht aus. Ebenfalls schliesst der unbestimmte Artikel „ein“ bzw. „eine“ und Ableitungen davon eine Mehrzahl nicht aus. Die Funktionen mehrerer in den Ansprüchen aufgeführter Merkmale können durch eine Einheit beziehungsweise einen Schritt erfüllt sein. Die Begriffe „im Wesentlichen“, „etwa“, „ungefähr“ und dergleichen in Verbindung mit einer Eigenschaft beziehungsweise einem Wert definieren insbesondere auch genau die Eigenschaft beziehungsweise genau den Wert. Die Begriffe „etwa“ und „ungefähr“ im Zusammenhang mit einem gegebenen Zahlenwert oder -bereich kann sich auf einen Wert beziehungsweise Bereich beziehen, der innerhalb 20%, innerhalb 10%, innerhalb 5% oder innerhalb 2% des gegebenen Werts beziehungsweise Bereichs liegt. Alle Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als den Umfang der Ansprüche einschränkend zu verstehen.
Claims (26)
1. Rückenstützmodul (1) für eine Rückenlehne (51) eines Stuhls (5), umfassend
eine Lamelleneinrichtung (2), die eine Mehrzahl von Lamellen (211) aufweist,
gekennzeichnet durch
eine in Anwendung des Rückenstützmoduls (1) quasi horizontal auszurichtende Hauptachse (4),
eine an einer Rahmenstruktur (512) der Rückenlehne (51) über die Hauptachse (4) kippbar befestigbare Hauptwippe (31), die zwei auf gegenüberliegenden Seiten der Hauptachse (4) angeordnete Endbereiche aufweist, und
eine an einem ersten der beiden Endbereiche der Hauptwippe (31) über eine quasi parallel zur Hauptachse (4) verlaufende erste Nebenachse (33) kippbar befestigte erste Nebenwippe (32), die zwei auf gegenüberliegenden Seiten der ersten Nebenachse (33) angeordnete Endbereiche (34) aufweist,
wobei jeweils eine Lamelle (211) der Lamelleneinrichtung (2) kippbar an den beiden Endbereichen (34) der ersten Nebenwippe (32) montiert ist.
2. Rückenstützmodul (1) nach Anspruch 1, das eine an einem zweiten der beiden Endbereiche der Hauptwippe (31) über eine quasi parallel zur Hauptachse (4) verlaufende zweite Nebenachse (33) kippbar befestigte zweite Nebenwippe (32) umfasst, die zwei auf gegenüberliegenden Seiten der zweiten Nebenachse (33) angeordnete Endbereiche (34) aufweist, wobei jeweils eine Lamelle (211) der Lamelleneinrichtung (2) kippbar an den beiden Endbereichen (34) der zweiten Nebenwippe (32) montiert ist.
3. Rückenstützmodul (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Hauptwippe (31) und die erste Nebenwippe (32) einstückig als ein Kunststoffbauteil (3) geformt sind.
4. Rückenstützmodul (1) nach Anspruch 3, wobei das Kunststoffbauteil (3) zwischen der Hauptwippe (31) und der ersten Nebenwippe (32) eine Materialverjüngung oder eine Formgebung aufweist, welche die erste Nebenachse (33) bildet.
5. Rückenstützmodul (1) nach Anspruch 3 oder 4, wobei das Kunststoffbauteil (3) plattenförmig ausgebildet ist und wobei die erste Nebenachse (33) durch ein im Kunststoffbauteil (3) vorgesehenes Filmscharnier ausgebildet ist.
6. Rückenstützmodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Lamelleneinrichtung (2) einstückig ausgebildet ist.
7. Rückenstützmodul (1) nach Anspruch 6, wobei die Lamelleneinrichtung (2) einen plattenartigen Kunststoffkörper (21) aufweist, der mit einer Mehrzahl von Schlitzen (214) ausgestattet ist, wobei zwischen den Schlitzen (214) die Lamellen (211) geformt sind.
8. Rückenstützmodul (1) nach Anspruch 6 oder 7, wobei die Lamelleneinrichtung (2) aus einem elastischen Kunststoff hergestellt ist.
9. Rückenstützmodul (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei die Längsenden der Lamellen (211) durch einen Verstärkungsbereich (213) der Lamelleneinrichtung (2) miteinander verbunden sind.
10. Rückenstützmodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Hauptachse (4) als Stange (41) ausgebildet ist.
11. Rückenlehne (51) für einen Stuhl, umfassend
eine Rahmenstruktur (512) und
eine Lamelleneinrichtung (2), die eine Mehrzahl von Lamellen (211) aufweist,
gekennzeichnet durch
eine an der Rahmenstruktur (512) über eine quasi horizontale Hauptachse (4) kippbar befestigte Hauptwippe (31), die zwei auf gegenüberliegenden Seiten der Hauptachse (4) angeordnete Endbereiche aufweist, und
eine an einem ersten der beiden Endbereiche der Hauptwippe (31) über eine quasi horizontale erste Nebenachse (33) kippbar befestigte erste Nebenwippe (32), die zwei auf gegenüberliegenden Seiten der ersten Nebenachse (33) angeordnete Endbereiche (34) aufweist,
wobei jeweils eine Lamelle (211) der Lamelleneinrichtung (2) kippbar an den beiden Endbereichen (34) der ersten Nebenwippe (32) montiert ist.
12. Rückenlehne (51) nach Anspruch 11, die eine an einem zweiten der beiden Endbereiche der Hauptwippe (31) über eine quasi horizontale zweite Nebenachse (33) kippbar befestigte zweite Nebenwippe (32) umfasst, die zwei auf gegenüberliegenden Seiten der zweiten Nebenachse (33) angeordnete Endbereiche (34) aufweist, wobei jeweils eine Lamelle (211) der Lamelleneinrichtung (2) kippbar an den beiden Endbereichen (34) der zweiten Nebenwippe (32) montiert ist.
13. Rückenlehne (51) nach Anspruch 11 oder 12, die ein Ausrichtelement (7) umfasst, das die Hauptwippe (31) in eine Grundposition bewegt, wenn die Rückenlehne (51) nicht belastet wird.
14. Rückenlehne (51) nach Anspruch 13, wobei das Ausrichtelement (7) elastisch ausgebildet ist und zwischen Hauptwippe (31) und Rahmenstruktur (512) angeordnet ist.
15. Rückenlehne (51) nach einem der Ansprüche 11 bis 14, die einen über die Rahmenstruktur (512) gezogenen Überzug (511) umfasst, wobei die Lamellen (211) der Lamelleneinrichtung (2) im Überzug (511) angeordnet sind.
16. Rückenlehne (51) nach einem der Ansprüche 11 bis 14, die einen über die Rahmenstruktur (512) gezogenen Überzug (511) umfasst, wobei die Lamellen (211) der Lamelleneinrichtung (2) als verstärkte Bereiche des Überzugs ausgebildet sind.
17. Rückenlehne (51) nach einem der Ansprüche 11 bis 16, wobei die Hauptwippe (31) und die erste Nebenwippe (32) einstückig als ein Kunststoffbauteil (3) geformt sind.
18. Rückenlehne (51) nach Anspruch 17, wobei das Kunststoffbauteil (3) zwischen der Hauptwippe (31) und der ersten Nebenwippe (32) eine Materialverjüngung oder eine Formgebung aufweist, welche die erste Nebenachse (33) bildet.
19. Rückenlehne (51) nach Anspruch 17 oder 18, wobei das Kunststoffbauteil (3) plattenförmig ausgebildet ist und wobei die erste Nebenachse (33) durch ein im Kunststoffbauteil (3) vorgesehenes Filmscharnier ausgebildet ist.
20. Rückenlehne (51) nach einem der Ansprüche 11 bis 19, wobei die Lamelleneinrichtung (2) einstückig ausgebildet ist.
21. Rückenlehne (51) nach Anspruch 20, wobei die Lamelleneinrichtung (2) einen plattenartigen Kunststoffkörper (21) aufweist, der mit einer Mehrzahl von Schlitzen (214) ausgestattet ist, wobei zwischen den Schlitzen (214) die Lamellen (211) geformt sind.
22. Rückenlehne (51) nach Anspruch 20 oder 21, wobei die Lamelleneinrichtung (2) aus einem elastischen Kunststoff hergestellt ist.
23. Rückenlehne (51) nach einem der Ansprüche 20 bis 22, wobei die Längsenden der Lamellen (211) durch einen Verstärkungsbereich (213) der Lamelleneinrichtung (2) miteinander verbunden sind.
24. Rückenlehne (51) nach einem der Ansprüche 11 bis 23, wobei die Hauptachse (4) als Stange (41) ausgebildet ist.
25. Rückenlehne (51) nach einem der Ansprüche 11 bis 24, die ein Rückenstützmodul (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 umfasst.
26. Stuhl (5) mit einem Sitz und einer Rückenlehne (51) nach einem der Ansprüche 11 bis 25.
Priority Applications (2)
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| CH000809/2023A CH720983A1 (de) | 2023-07-25 | 2023-07-25 | Rückenstützmodul, rückenlehne und stuhl |
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|---|---|---|---|
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Family Applications (1)
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| CH000809/2023A CH720983A1 (de) | 2023-07-25 | 2023-07-25 | Rückenstützmodul, rückenlehne und stuhl |
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| US20070246873A1 (en) * | 2003-10-23 | 2007-10-25 | Vanderiet Douglas M | Multilayer load bearing structure |
| DE202022100794U1 (de) * | 2022-02-11 | 2023-06-07 | Armin Sander | Stützstruktur, insbesondere als Lordosenstütze |
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- 2023-07-25 CH CH000809/2023A patent/CH720983A1/de unknown
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2024
- 2024-07-24 WO PCT/EP2024/070970 patent/WO2025021846A1/de active Pending
Patent Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
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| DE202022100794U1 (de) * | 2022-02-11 | 2023-06-07 | Armin Sander | Stützstruktur, insbesondere als Lordosenstütze |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| WO2025021846A1 (de) | 2025-01-30 |
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