CH721017A1 - Wärmetauschereinheit und nachrüsteinheit - Google Patents
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Abstract
Eine Wärmetauschereinheit (10) dient zum Aufwärmen von Frischwasser mittels Wärme von Abwasser insbesondere bei einer Dusche oder Badewanne. Sie weist einen Wärmetauscher (2) auf sowie ein Verteilelement (3), welches eine äussere Wand eines Siphons bildet und ablaufendes Abwasser über den Wärmetauscher (2) leitet. Wärmetauscher (2) und Verteilelement (3) haben eine langgestreckte Form. Die Wärmetauschereinheit (10) weist einen Stützkörper (8) auf, der sich in Längsrichtung entlang der Wärmetauschereinheit (10) erstreckt, zur Aufnahme von Vertikalkräften von einer Rinnenabdeckung (7) der Wärmetauschereinheit (10) angeordnet ist, und an seinen beiden Längsenden zur Ableitung von Vertikalkräften abgestützt ist.
Description
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Wärmetauscher zum Aufwärmen von Frischwasser mittels Wärme von Abwasser insbesondere bei einer Dusche oder Badewanne. Sie bezieht sich auf eine Wärmetauschereinheit und eine Nachrüsteinheit zur Verwendung in der Wärmetauschereinheit.
[0002] WO 2015/106362 A1, auch als US 10,072,897 B1 veröffentlicht, zeigt eine Wärmetauschereinheit zum Einbau in eine Abwasserrinne beispielsweise in einer Duschwanne. Darin liegt ein langgestreckter Wärmetauscher vor, der entlang seiner Länge von Abwasser überströmt wird. Dies bedingt auch eine langgestreckte Konstruktion der ganzen Wärmetauschereinheit. Dies wiederum stellt besondere Anforderungen an die Ableitung von vertikalen Belastungen, verglichen mit üblicherweise runden Abläufen oder Anschlüssen von Abläufen. Die Abdichtung gegenüber Kanalgasen erfordert in der Regel, dass die Geometrie eines Rinnenkörpers und darin angeordneten Dichtelementen aufeinander abgestimmt ist. Das macht die Konstruktion des Rinnenkörpers aufwändig.
[0003] Es ist eine mögliche Aufgabe der Erfindung gemäss einemersten Aspekt, eine Wärmetauschereinheit und/oder eine Nachrüsteinheit zu schaffen, die eine schlankere und/oder eine weniger hohe Bauweise zulässt. Mindestens eine dieser Aufgaben lösen eine Wärmetauschereinheit und eine Nachrüsteinheit gemäss dem ersten Aspekt der Erfindung.
[0004] Es ist eine mögliche Aufgabe der Erfindung gemäss einemzweiten Aspekt, eine vereinfachte Abdichtung eines Einsatzes in einem im wesentlichen rechteckigen Rinnenkörpers zu schaffen. Mindestens eine dieser Aufgaben löst ein Dichtkörper gemäss dem zweiten Aspekt der Erfindung.
[0005] Die Erfindungen gemäss dem ersten und dem zweiten Aspekt können unabhängig voneinander realisiert werden, oder in Kombination miteinander.
[0006] Gemäss demersten Aspektliegt eine Wärmetauschereinheit mit folgenden Eigenschaften vor: Die Wärmetauschereinheit dient zum Aufwärmen von Frischwasser mittels Wärme von Abwasser insbesondere bei einer Dusche oder Badewanne. Sie weist auf: • mindestens einen für den Anschluss in eine Frischwasserzuführung vorgesehenenWärmetauscher, • sowieeinVerteilelement, welches eine äussere Wand eines Siphons bildet und zum Verteilen von ablaufendem Abwasser über den mindestens einen Wärmetauscher angeordnet ist, • wobei der mindestens eine Wärmetauscher und das Verteilelement eine langgestreckte Form aufweisen,
[0007] Dabei weistdie Wärmetauschereinheit einenStützkörperauf, der • sich in Längsrichtung entlang der mindestens einen Wärmetauschereinheit erstreckt, • zur Aufnahme von Vertikalkräften von einerRinnenabdeckungder Wärmetauschereinheit angeordnet ist, und • an seinen beiden Längsenden zur Ableitung von Vertikalkräften abgestützt ist.
[0008] Indem die Abstützung an den Längsenden vorliegt, kann auf eine Abstützung in den anderen Bereich verzichtet werden. Dadurch kann die Breite der Wärmetauschereinheit klein gehalten werden. Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Wärmetauscher und andere Elemente wie Trichter und Verteilelement den Raum in einem Rinnenkörper in Beschlag nehmen und kein Raum zur Abstützung der Rinnenabdeckung verbleibt, so dass bei einer anderen Lösung die Abstützung der Rinnenabdeckung entlang der Seitenwände des Rinnenkörpers geschehen müsste, was auf Kosten der Breite der Wärmetauschereinheit geschehen muss. Die Rinnenabdeckung muss zuverlässig abgestützt werden, um vorgegebene Normen bezüglich Belastbarkeit erfüllen zu können.
[0009] Unter der Abstützung an einem Längsende kann verstanden werden, dass die Abstützung in einem Bereich an einem Längsende vorliegt, der sich bis maximal über ein Fünftel, insbesondere ein Sechstel, insbesondere ein Achtel der Länge des Stützkörpers erstreckt. Alternativ oder ergänzend kann darunter verstanden werden, dass die Abstützung an Anschlussstücken an den Längsenden des Wärmetauschers geschieht.
[0010] In Ausführungsformen ist der Stützkörper nur an seinen beiden Längsenden zur Ableitung von Vertikalkräften abgestützt. Dies schliesst nicht aus, dass ein sehr kleiner Anteil von Vertikalkräften an anderen Stellen als den Längsenden aufgenommen wird. Anders gesagt ist es der Fall, dass die Abstützung an den beiden Längsenden den überwiegenden Teil von auftretenden Vertikalkräften betrifft, beispielsweise mindestens neunzig Prozent, insbesondere mindestens fünfundneunzig Prozent von einer in der Mitte der Wärmetauschereinheit auf die Rinnenabdeckung oder auf den Stützkörper wirkenden Vertikalkraft.
[0011] Die Abstützung des Stützkörpers kann durch eine direkte Auflage des Stützkörpers auf einem stützenden Körper geschehen, und/oder durch die Auflage eines mit dem Stützkörper kombinierten Formkörpers auf einem stützenden Körper. Ein stützender Körper kann ein Teil des Wärmetauschers sein, insbesondere ein Wärmetauscherendstück des Wärmetauschers.
[0012] In Ausführungsformen ist es der Fall, dass der Stützkörper aufweist:einen horizontalenDeckabschnitt, einenersten seitlichen Stützabschnittund einenzweiten seitlichenStützabschnitt, die sich seitlich an den Deckabschnitt anschliessen und im Wesentlichen vertikal verlaufen und sich in Längsrichtung des Stützkörpers erstrecken.
[0013] Insbesondere kann es der Fall sein, dass der Deckabschnitt und die beiden Stützabschnitte einstückig als umgeformtes Blechteil geformt sind.
[0014] Damit ist eine einfache und stabile Konstruktion des Stützkörpers realisierbar, indem er ein umgekehrtes U-Profil aufweist, welches die ganze Länge des Wärmetauschers überbrückt, und die Rinnenabdeckung über die ganze Länge der Wärmetauschereinheit stützt.
[0015] In Ausführungsformen ist der Stützkörper aus einem Blechrohling ausschliesslich durch Schneiden, Stanzen, und Umformen wie z.B. Prägen oder Biegen hergestellt, insbesondere aus Stahlblech.
[0016] In Ausführungsformen ist es der Fall, dass der Stützkörper an seinen beiden Längsenden zur Ableitung von Vertikalkräften auf Wärmetauscherendstücken des Wärmetauschers abgestützt ist, insbesondere mit einem Spiel in Querrichtung, insbesondere mit einem Spiel von mindestens einem Millimeter, insbesondere mindestens zwei Millimetern.
[0017] Mit dem Spiel der Abstützung können Toleranzen in der Herstellung der verschiedenen Komponenten kompensiert werden.
[0018] In Ausführungsformen ist es der Fall, dass der Stützkörper zum Ableiten von Abwasser in einen Trichter des Siphons vorgesehen ist.
[0019] Damit erhält der Stützkörper eine Doppelfunktion, indem er auch einen Teil der Führung des Abwassers bildet. Dadurch wird die Konstruktion vereinfacht und kann die Bauhöhe der Wärmetauschereinheit klein gehalten werden.
[0020] In Ausführungsformen ist es der Fall, dass der Stützkörper mit einemTrichterverbunden ist, der Abwasser in den Siphon führt, insbesondere • wobei entweder der Trichter durch eine Kombination des Stützkörpers mit einem Formkörper gebildet ist, insbesondere wobei ein erster Wandabschnitt des Trichters durch einen Stützabschnitt des Stützkörpers gebildet ist, und ein zweiter Wandabschnitt des Trichters durch einen Teil des Formkörpers ausgebildet ist; • oder wobei der Trichter als Teil eines am Stützkörper angebrachten Formkörpers ausgebildet ist.
[0021] In Ausführungsformen ist es der Fall, dass der Formkörper an den Stützkörperangespritztist.
[0022] Die Herstellung des Formkörpers geschieht also durch Anspritzen an den Stützkörper, was auch ein Umspritzen des Stützkörpers beinhalten kann. Dies geschieht typischerweise durch Einlegen des Stützkörpers in eine Spritzform und Einbringen von Material, welches den Formkörper bildet, in fliessfähiger Form. Das Material kann beispielsweise ein Kunststoff sein, der sich anschliessend verfestigt, oder ein Gummi, der anschliessend vulkanisiert wird. Beispielsweise ist EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) oder ein thermoplastischer Kunststoff (TPE, Thermoplastisches Elastomer) geeignet.
[0023] Diese Art der Herstellung erlaubt eine freie Gestaltung des Stützkörpers als Metall-Formteil. Elemente, die nicht durch die Umformung des Metallteiles herstellbar sind, können durch den Formkörper realisiert werden. Beispielsweise können Spalten und/oder Löcher, die herstellungsbedingt am Metallteil verbleiben, durch den Formkörper aufgefüllt werden. Die Funktion des mechanischen Stützens wird durch den Stützkörper realisiert, weitere Funktionen können durch den Formkörper realisiert werden, was die Konstruktion und Herstellung des Stützkörpers vereinfacht.
[0024] In Ausführungsformen ist der Formkörper mit Schnappverbindungen am Stützkörper befestigt. Insbesondere können dabei elastische Schnappelemente des Formkörpers an korrespondierenden Öffnungen des Stützkörpers einschnappen.
[0025] In Ausführungsformen ist es der Fall, dass in einem Einlaufbereich des Trichters eines oder mehrere Siebelemente angeordnet sind, wobei die Siebelemente im Formkörper eingesetzt und durch den Formkörper gehalten sind, insbesondere wobei die Siebelemente manuell entfernbar und einsetzbar sind.
[0026] Dadurch stellt der Formkörper eine mechanische Verbindung zwischen dem Stützkörper und den Siebelementen her, was die Konstruktion des Stützkörpers vereinfacht. Weiter ist es möglich, den Trichter wahlweise, je nach Anwendung, mit oder ohne die Siebelemente und deren Siebwirkung zu betreiben. Wenn der Trichter als Teil des elastischen Formkörpers ausgebildet ist, sind die Siebelemente in elastische Halteelemente eingesetzt, und damit werkzeugfrei einsetzbar respektive entnehmbar.
[0027] In Ausführungsformen ist es der Fall, dass wobei der Stützkörper eine umlaufende Dichtung, insbesondereTrichterdichtungzum Abdichten eines Einlaufbereichs des Siphons bezüglich eines Ablaufbereichs aufweist, insbesondere wobei die Trichterdichtung am Stützkörper angespritzt ist.
[0028] In Ausführungsformen ist die Trichterdichtung am Stützkörper angespritzt und einstückig als Teil des Formkörpers gebildet.
[0029] In Ausführungsformen sind mindestens eine Trichterwand, die Trichterdichtung, und obere Stützabschnitte durch Anspritzen oder Umspritzen des Stützkörpers hergestellt, insbesondere einstückig als Teil eines einzigen Formkörpers.
[0030] In Ausführungsformen weist die Trichterdichtung bezüglich eines Rinnenkörpers, in welchen die Trichterdichtung einzusetzen ist, ein Übermass von ca. zwei Millimetern auf.
[0031] In Ausführungsformen ist es der Fall, dass die Trichterdichtung Eckdichtungen zur Abdichtung gegen Innenecken eines Rinnenkörpers aufweist, wobei für eine Eckdichtung in einem nicht montierten Zustand jeweils gilt: • an die Eckdichtung angrenzende Abschnitte der Trichterdichtung und eine äussere Kante dieser Abschnitte verlaufen relativ zueinander mit einem ersten Winkel, typischerweise mit einem rechten Winkel, • im Bereich der Eckdichtung ist die Trichterdichtung aufgeweitet und die äusseren Kanten der Trichterdichtung treffen in einem kleineren Winkel als dem ersten Winkel aufeinander.
[0032] An die Eckdichtung angrenzende Abschnitte der Trichterdichtung verlaufen parallel zu entsprechenden Seiten eines Rinnenkörpers, der zur Verwendung mit der Trichterdichtung vorgesehen ist. Der Winkel zwischen den entsprechenden Seiten des Rinnenkörpers ist also gleich dem ersten Winkel.
[0033] Dies hat die Wirkung, dass bei der Montage des Stützkörpers oder nur des Formkörpers mit der Trichterdichtung im Rinnenkörper die Dichtung im Bereich der Eckdichtungen ein grösseres Übermass als in den angrenzenden Bereichen aufweist. Dadurch wird die Trichterdichtung im Bereich der Eckdichtungen stärker komprimiert, und erfährt dadurch eine stärkere Andrückkraft zwischen Trichterdichtung und Rinnenkörper, wodurch die Dichtwirkung im Bereich der Ecken verbessert wird. Beim Einsetzen eines Körpers mit der Trichterdichtung wird die Trichterdichtung generell hochgedrückt, und im Bereich der Eckdichtungen noch weiter hochgedrückt und hochgebogen, wobei sich die Eckdichtungen an die Innenwand des Rinnenkörpers anschmiegen und gegen diese abdichten.
[0034] In Ausführungsformen beträgt der Winkel in den Ecken 90°, und treffen die äusseren Kanten der Trichterdichtung in einem Winkel zwischen 80° und 86° aufeinander, insbesondere in einem Winkel von 84°.
[0035] Durch diese Gestaltung der Eckdichtungen kann das Element mit der Trichterdichtung von oben her in einen kastenförmigen Rinnenkörper mit senkrechten Seitenwänden eingeschoben werden. Die Trichterdichtung, die Eckdichtungen eingeschlossen, wird an den Seitenwänden deformiert, hochgebogen und komprimiert. Sie schmiegt sich dabei an den Seitenwänden an, auch bei den Innenecken des Rinnenkörpers, und gewährleistet dadurch die Abdichtung. Es ist nicht erforderlich, am Rinnenkörper besondere Strukturen vorzusehen, um mit der Trichterdichtung zusammen zu wirken.
[0036] In Ausführungsformen ist es der Fall, dass für eine Eckdichtung jeweils gilt: die Eckdichtung weist ein Versteifungselement auf, welches einer Deformation der äusseren Ecke bei der Montage entgegenwirkt, insbesondere wobei das Versteifungselement eine an einer Oberseite und/oder an einer Unterseite der Eckdichtung angeordnete und in die Ecke hineinlaufende Versteifungsrippe ist.
[0037] Bei der Montage, typischerweise beim Einsetzen in den Rinnenkörper, wird dadurch die Andrückkraft der Eckdichtung erhöht.
[0038] In Ausführungsformen ist es der Fall, dass die Versteifungsrippe zumindest annähernd entlang einer Winkelhalbierenden der Ecke der Eckdichtung verläuft.
[0039] In Ausführungsformen ist es der Fall, dass in einem Querschnitt normal zur Winkelhalbierenden, die Eckdichtung einen W-förmigen Verlauf aufweist.
[0040] Damit ist auch ein auf dem Kopf stehendes „W“ zu verstehen. Ebenso können weitere Versteifungsrippen ausgehend von der Ecke vorliegen, und weist die Eckdichtung im Querschnitt eine Fortsetzung des W-förmigen Verlaufs als einen zickzackförmigen Verlauf auf. In allen Fällen ist die Wirkung, dass der Querschnitt bei einer Kompression im Verlauf der Montage eine definierte Verformung erfährt, ähnlich der Kompression eines Abschnitts eines Faltenbalgs.
[0041] In Ausführungsformen ist es der Fall, dass der Stützkörper an seiner Oberseite obereStützabschnittezum Stützen einer Rinnenabdeckung aufweist, und die oberen Stützabschnitte entlang der Längsrichtung des Stützkörpers verteilt sind. Insbesondere liegen zwischen den oberen Stützabschnitten des Stützkörpers und der Rinnenabdeckung oberen Stützabschnitte des Formkörpers vor, die zusammen mit dem Trichter geformt sind, insbesondere einstückig mit dem Trichter.
[0042] Das hat zur Wirkung, dass die Rinnenabdeckung an mehreren Punkten gestützt ist und vertikale Belastungen an den Stützkörper übertragen werden. Dabei ist die Rinnenabdeckung, in Querrichtung betrachtet, in einem mittleren Bereich abgestützt. Eine Abstützung im Randbereich ist nicht erforderlich. Die Rinnenabdeckung kann mit einem umlaufenden Schlitz über dem Stützkörper angeordnet sein, wobei der Schlitz als Einlauf für Abwasser dient.
[0043] In Ausführungsformen ist es der Fall, dass bei mindestens einem oberen Stützabschnitt in einemmittleren Bereichentlang der Längsrichtung der oberer Stützabschnitt des Stützkörpers und/oder der obere Stützabschnitt des Formkörperstieferangeordnet ist als bei den übrigen oberen Stützabschnitten, insbesondere um zwischen einem und vier Millimetern tiefer.
[0044] Das hat zur Wirkung, dass bei einer Punktbelastung in der Mitte der Rinnenabdeckung diese Belastung nicht ausschliesslich auf einen mittleren Stützabschnitt wirkt, sondern auf die übrigen Stützabschnitte verteilt wird. In Ausführungsformen ist eine obere Stützfläche des oberen Stützabschnitts des Formkörpers gleich hoch wie bei den anderen Stützabschnitten, aber der obere Stützabschnitt des Stützkörpers liegt tiefer als bei den anderen Stützabschnitten. Folglich liegt über die gesamte Höhe der beiden Stützanschnitte mehr elastisches Material vor, und ist der mittlere Stützabschnitt nachgiebiger als die anderen.
[0045] In Ausführungsformen ist es der Fall, dass der Trichter im Verteilelement angeordnet ist. Insbesondere weist der Trichter an einer AussenseiteStützelemente, insbesondere vertikal verlaufendeDistanzierungsrippen, auf, die einen Abstand zwischen dieser Aussenseite und einer gegenüberliegenden Innenwand des Verteilelements aufrechterhalten.
[0046] Der Siphon, der Trichter und das Verteilelement erstrecken sich jeweils in Längsrichtung entlang der Wärmetauschereinheit.
[0047] In Ausführungsformen weist die Wärmetauschereinheit einenRinnenkörperauf, der dazu vorgesehen ist, von Abwasser durchströmt zu werden, wobei der Wärmetauscher, der Stützkörper und das Verteilelement im Rinnenkörper angeordnet sind, und wobei der Rinnenkörper eine langgestreckte Form aufweist.
[0048] Der Rinnenkörper kann in einem Gebäude eingebaut und angeschlossen werden. Die übrigen Elemente können anschliessend eingebaut und bei Bedarf ausgetauscht werden. Die Trichterdichtung dichtet einen Einlaufbereich des Rinnenkörpers gegenüber einem Ablaufbereich ab.
[0049] Die Nachrüsteinheit dient insbesondere zur Verwendung in einer Wärmetauschereinheit wie vorangehend beschrieben. Sie weist einen Stützkörper auf, wobei • der Stützkörper einelanggestreckteForm aufweist, • der Stützkörper einenDeckabschnittaufweist; • der Stützkörper einenersten seitlichen Stützabschnittund einenzweitenseitlichen Stützabschnitt, die sich seitlich an den Deckabschnitt anschliessen und im Wesentlichen in einem rechten Winkel zum Deckabschnitt verlaufen und sich in Längsrichtung des Stützkörpers erstrecken.
[0050] Insbesondere sind dabei der Deckabschnitt und die beiden Stützabschnitte einstückig als gebogenes Blechteil geformt sind.
[0051] In Ausführungsformen ist in der Nachrüsteinheit der Stützkörper mit einemTrichterverbunden, der im Wesentlichen parallel zu den beiden Stützabschnitten verläuft. Insbesondere ist • entweder der Trichter durch eine Kombination des Stützkörpers mit einem Formkörper gebildet, insbesondere wobei ein erster Wandabschnitt des Trichters durch einen Stützabschnitt des Stützkörpers gebildet ist, und ein zweiter Wandabschnitt des Trichters durch einen Teil des Formkörpers ausgebildet ist; • oder es ist der Trichter als Teil eines am Stützkörper angebrachten Formkörpers ausgebildet.
[0052] In Ausführungsformen ist in der Nachrüsteinheit der Formkörper an den Stützkörperangespritzt.
[0053] In Ausführungsformen weist in der Nachrüsteinheit der Stützkörper eine umlaufende Dichtung, insbesondereTrichterdichtungauf. Insbesondere ist die Trichterdichtung am Stützkörper angespritzt.
[0054] Gemäss demzweiten Aspektliegt ein Dichtkörper mit folgenden Eigenschaften vor: DerDichtkörperist zur Verwendung in einer Wärmetauschereinheit wie vorangehend beschrieben vorgesehen. Er weist auf: eine umlaufende Dichtung, insbesondere Trichterdichtung, zum Abdichten eines Einlaufbereichs der Wärmetauschereinheit bezüglich eines Ablaufbereichs der Wärmetauschereinheit, wobei die Trichterdichtung Eckdichtungen zur Abdichtung gegen Innenecken eines Rinnenkörpers aufweist, wobei für eine Eckdichtung in einem nicht montierten Zustand eine Eckdichtung jeweils gilt: • an die Eckdichtung angrenzende Abschnitte der Trichterdichtung und eine äussere Kante dieser Abschnitte verlaufen relativ zueinander mit einem ersten Winkel, typischerweise mit einem rechten Winkel, • im Bereich der Eckdichtung ist die Trichterdichtung aufgeweitet und die äusseren Kanten der Trichterdichtung treffen in einem kleineren Winkel als dem ersten Winkel aufeinander.
[0055] In Ausführungsformen ist es der Fall, dass für eine Eckdichtung jeweils gilt: die Eckdichtung weist ein Versteifungselement auf, welches einer Deformation der äusseren Ecke bei der Montage entgegenwirkt. Insbesondere ist das Versteifungselement eine an einer Oberseite und/oder an einer Unterseite der Eckdichtung angeordnete und in die Ecke hineinlaufende Versteifungsrippe.
[0056] In Ausführungsformen ist es der Fall, dass die Versteifungsrippe entlang einer Winkelhalbierenden der Ecke der Eckdichtung verläuft.
[0057] In Ausführungsformen ist es der Fall, dass, in einem Querschnitt normal zur Winkelhalbierenden, die Eckdichtung einen W-förmigen Verlauf aufweist.
[0058] Unter einer „langgestreckten Form“ wird eine Form eines Elementes verstanden, dessen Ausdehnung in einer Projektion auf eine horizontale Ebene in eine erste Richtung, auch Längsrichtung genannt, eine maximale Ausdehnung aufweist, die mindestens dreimal, insbesondere mindestes viermal, insbesondere mindestes fünfmal so gross ist wie die Ausdehnung in eine Richtung normal zur Längsrichtung, auch Querrichtung genannt. Die Ausdehnung in Längsrichtung wird Länge genannt, die Ausdehnung in Querrichtung wird Breite genannt.
[0059] Dies betrifft beispielsweise Elemente wie die Wärmetauschereinheit, den Wärmetauscher, das Verteilelement, den Trichter, den Stützkörper, den Formkörper und die Rinnenabdeckung.
[0060] Die Begriffe „horizontal“ und „vertikal“ beziehen sich hier, wie auch an anderen Stellen des Textes, auf den Betriebszustand resp. eingebauten Zustand des Elementes.
[0061] In Ausführungsformen beträgt die Länge des Rinnenkörpers zwischen dreissig und neunzig Zentimeter und die Breite zwischen fünf und fünfzehn Zentimeter
[0062] Weitere bevorzugte Ausführungsformen gehen aus den abhängigen Patentansprüchen hervor.
[0063] Im Folgenden wird der Erfindungsgegenstand anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen, welche in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt sind, näher erläutert. Es zeigen jeweils schematisch: Figur 1 - 2 eine Wärmetauschereinheit in einer Explosionszeichnung und einem Längsschnitt; Figur 3 eine vergrösserte Ansicht eines Teils des Längsschnitts; Figur 4 einen Querschnitt durch die Wärmetauschereinheit; Figur 5 - 6 eine Kombination eines Stützkörpers mit einem Formkörper in einer Explosionszeichnung und kombiniert; Figur 7 einen Querschnitt durch diese Kombination; Figur 8 eine teilweise geschnittene Ansicht dieser Kombination; Figur 9-11 Ansichten eines Endbereichs dieser Kombination; Figur 12-15 Schnitte durch eine Eckdichtung.
[0064] Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche oder gleich wirkende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0065] Die in den Figuren 1 - 4dargestellte Wärmetauschereinheit 10 weist die folgenden Elemente auf: • EinRinnenkörper1 führt Abwasser von einem Einlaufbereich 11 durch die Wärmetauschereinheit 10 zu einem Ablaufbereich 12 und in einen Ablaufstutzen 13 in ein nicht dargestelltes Abwasserrohr. Der Rinnenkörper 1 nimmt die weiteren Elemente auf oder stützt sie, und positioniert sie bezüglich einander. Dabei muss die Positionierung trotz mechanischen und thermischen Wechselbelastungen stabil bleiben, insbesondere um Dichtheit gegenüber Abwasser und Kanalgasen zu gewährleisten. • EinWärmetauscher2 wird im Betrieb der Wärmetauschereinheit 10 von kaltem Frischwasser durchströmt und von warmem Abwasser überströmt. Wärmetauscherendstücke 21 bilden Umlenkungen zwischen Rohren des Wärmetauschers 2 und sind an Anschlussstücke 9 angeschlossen. • Die Anschlussstücke 9, beispielsweise aus einer Cu-Zn-Legierung, bilden eine Durchführung für Frischwasser zum und vom Wärmetauscher 2, und entsprechende Anschlüsse für Leitungen an der Aussenseite des Rinnenkörpers 1 und für den Wärmetauscher 2 an der Innenseite. Die Anschlussstücke 9 dienen zum Anschluss an eine Zuführung respektive eine Weiterleitung von Frischwasser auf. Die Wärmetauscherendstücke 21 können abnehmbar an den Anschlussstücken 9 montiert sein, so dass der Wärmetauscher 2 zur Reinigung oder zum Austausch demontiert werden kann. Die Anschlussstücke 9 sind typischerweise durch den Rinnenkörper 1 gestützt und/oder im umgebenden Material eines Bodens, in welchen der Rinnenkörper 1 eingebaut ist, gestützt. • EineRinnenabdeckung7 ist als flache Platte ausgebildet und bildet einen Sichtteil der Wärmetauschereinheit 10. Sie sind beispielsweise aus Edelstahl gefertigt. Die Rinnenabdeckung 7 kann Durchlassöffnungen aufweisen, und/oder mit einem umlaufenden Spalt in der Wärmetauschereinheit 10 angeordnet sein, durch den Abwasser in den Einlaufbereich 11 fliessen kann. • EinStützkörper8 stützt die Rinnenabdeckung 7 und nimmt Vertikalkräfte auf, die auf die Rinnenabdeckung 7 wirken. Der Stützkörper 8 ist im Wesentlichen nur an seinen Enden abgestützt, was eine schlanke Bauweise der Wärmetauschereinheit 10 ermöglicht. Insbesondere ist der Stützkörper 8 auf den Wärmetauscherendstücken 21 abgestützt. Typischerweise ist der Stützkörper 8 ein ungeformtes, typischerweise gebogenes Blechteil, insbesondere aus Stahlblech, mit einem horizontal verlaufenden Deckabschnitt 80, und zwei im Wesentlichen vertikal verlaufenden Stützabschnitten 81, 82. Die Stützabschnitte bilden eine Versteifung des Stützkörpers 8 gegen vertikale Belastungen. Sie ermöglichen die Aufnahme von Vertikalkräften und deren Ableitung über Endbereiche des Stützkörpers 8. In anderen Ausführungsform ist der Stützkörper 8 aus Kunststoff gefertigt, mit grundsätzlich der gleichen Form aber mit dickeren Wänden, verglichen mit einem Blechteil. • EinFormkörper6 ist mit dem Stützkörper 8 verbunden, insbesondere an diesen angespritzt. Der Formkörper 6 kann eine Anzahl von Funktionen realisieren, die mit dem Stützkörper 8 nicht oder nur aufwändig realisierbar sind. • EinVerteilelement3 bildet einerseits eine Aussenwand eines Siphons und verteilt andererseits das Abwasser gleichmässig entlang des Wärmetauschers 2. Dabei läuft das Abwasser über einen Überlauf 31 auf ein oberstes Rohr und anschliessend über weitere Rohre des Wärmetauschers 2. Der Überlauf 31 kann an Rohren des Wärmetauschers 2 abgestützt sein. • EinTrichter4 bildet einen Innenteil des Siphons und führt das Abwasser vom Einlaufbereich 11 in das Verteilelement 3. Eine Trichterdichtung 45 bildet eine Abdichtung gegenüber einer Innenwand des Rinnenkörpers 1 und verhindert damit, dass Kanalgase aus dem Ablaufbereich 12 in den Einlaufbereich 11 und damit in die Umgebung austreten. • EinSiebelement5 mit Durchlauflöchern 52 wirkt als Sieb, um Verunreinigungen im Abwasser zurückzuhalten, beispielsweise Haare, bevor es in den Trichter 4 einfliesst. Das Siebelement 5 kann ein Lochblech aus Metall oder Kunststoffteil sein.
[0066] Zusammengefasst verhält es sich mit der Funktion der beschriebenen Elemente im Wesentlichen so, dass im Rinnenkörper ein Einlaufbereich 11, ein Siphon und ein Ablaufbereich 12 angeordnet sind, die im Betrieb des Wärmetauschers 2 nacheinander und in dieser Reihenfolge von Abwasser durchströmt werden. Dabei steht der Einlaufbereich 11 im Luftaustausch mit der Umgebung oberhalb der Wärmetauschereinheit 10 und steht der Ablaufbereich 12 im Luftaustausch mit dem Ablaufstutzen 13, der zum Anschluss an eine Kanalisation vorgesehen ist. Der Siphonbereich verhindert einen Luftaustausch zwischen Einlaufbereich und Ablaufbereich und lässt den Durchfluss von Flüssigkeit vom Einlaufbereich zum Ablaufbereich zu. Der Siphonbereich ist nach unten durch das Verteilelement 3 begrenzt, welches einen Überlauf 31 bildet, bei dem ablaufendes Abwasser zurückgehalten wird und über mindestens einen Wärmetauscher 2 verteilt wird.
[0067] Im Querschnitt derFigur 4betrachtet ist der Trichter 4 durch den ersten Stützabschnitt 81 des Stützkörpers 8 und eine am Formkörper 6 ausgebildete Trichterwand 41 gebildet. Die Trichterwand 41 ist mittels Distanzierungsrippen 42 von einem Wandabschnitt des Verteilelements 3 beabstandet (siehe auchFigur 5). Das Abwasser fliesst zwischen diesem Wandabschnitt und der Trichterwand 41 und zwischen der Distanzierungsrippen 42 nach oben zum Überlauf 31. Die Distanzierungsrippen 42 halten einen Abstand zwischen diesem Wandabschnitt und der Trichterwand 41 aufrecht.
[0068] Das Verteilelement 3 mit dem Überlauf 31 kann aus einem Metall oder Kunststoff geformt sein. In Ausführungsformen weist der Überlauf 31 eine Reihe von Rinnen mit dazwischen liegenden Erhöhungen auf. Das Verteilelement 3 weist Stützelemente 33 auf, welche den Überlauf 31 am Wärmetauscher 2 abstützen und damit die Position des Überlaufs 31 bezüglich des obersten Rohres des Wärmetauschers 2 definieren.
[0069] Der Querschnitt zeigt ferner ein Pufferelement 48 welches an einem der Stützabschnitte 82 angeordnet ist. Das Pufferelement 48 stützt den zweiten Stützabschnitt 82 des Stützkörpers 8 gegen die Innenwand des Rinnenkörpers 1 ab und verhindert ein Kippen des Stützkörpers 8 bei einseitiger Belastung. Auf der gegenüberliegenden Seite stützt sich der erste Stützabschnitt 81 über die Wand des Verteilelements 3 an der Wand des Rinnenkörpers ab und verhindert so ein Kippen des Stützkörpers in die andere Richtung. Der Querschnitt zeigt weiter eine umlaufende Trichterdichtung 45. Die Trichterdichtung 45 wird beim Einschieben des Stützkörpers 8 mit der angespritzten Trichterdichtung 45 in den Rinnenkörper 1 deformiert und bildet eine Dichtung gegen die Innenwand des Rinnenkörpers 1. Sie kann Teil des Formkörpers 6 sein. Die Rinnenabdeckung 7 liegt auf oberen Stützabschnitten 69 des Formkörpers 6 auf, und diese wiederum auf oberen Stützabschnitten 89 des Stützkörpers 8. Ein mittlerer Stützabschnitt 89 des Stützkörpers 8 ist leicht tiefer angeordnet als die anderen Stützabschnitte 89 des Stützkörpers 8 (siehe Fig. 2).
[0070] Indem der Stützkörper 8 mit dem Formkörper 6 kombiniert ist, können Funktionen, die sonst am Stützkörper 8 ausgebildet werden müssten, durch den Formkörper 6 realisiert werden. So kann die Form des Stützkörpers 8 einfach gehalten werden, was seine Herstellung vereinfacht. Insbesondere kann der Stützkörper 8 aus einem Blechrohling ausschliesslich durch Schneiden, Stanzen oder Bohren, und Umformen wie z.B. Prägen oder Biegen, hergestellt werden. Mit dem Formkörper 6 sind beispielsweise Funktionen wie Abdichtung gegenüber dem Rinnenkörper 1, Halterung von Siebelementen 5, Bilden des Trichters 4, elastischer Abstützung an den Wärmetauscherendstücken 21, und elastische Stützung der Rinnenabdeckung 7 realisierbar.
[0071] Die Kombination, gemäss denFiguren 5-8, eines Stützkörpers mit einem Formkörper zeigt neben den bereits beschriebenen Elementen: • Eine Anordnung einer Reihe von Siebelementen 5. Die Siebelemente 5 sind in korrespondierend geformte Ausschnitte des Formkörpers 6 eingesetzt. Bei einem elastischen Formkörper 6 können die Siebelemente 5 typischerweise durch Verformen des Formkörpers 6 manuell eingesetzt werden. Die Siebelemente 5 weisen Durchlauflöcher 52 auf, durch die das Abwasser durchlaufen kann, wobei Verschmutzungen zurückgehalten werden. • Am Stützkörper 8 eingehängte Halteringe 53 zur Entnahme des Stützkörpers 8 durch Herausziehen aus dem Rinnenkörper 1 in vertikaler Richtung. • Dichtrippen 43, welche einem unerwünschten Abwasserstrom am Überlauf 31 vorbei entgegenwirken. • Eckdichtungen 44 in einem nicht montierten Zustand.
[0072] In derFigur 7zeigt der Querschnitt einen Schnitt durch die Trichterwand 41 und eine Ansicht einer hinter der Schnittebene liegenden Distanzierungsrippe 42, im Gegensatz zurFigur 4, welche einen Schnitt durch eine Distanzierungsrippe 42 zeigt. Ebenso zeigtFigur 7einen Schnitt durch ein Siebelement 5, wohingegenFigur 4den Schnitt durch obere Stützabschnitte 69 des Formkörpers 6 und obere Stützabschnitte 89 des Stützkörpers 8 zeigt.
[0073] In derFigur 7und derFigur 11sind Elemente zur Abstützung der Kombination von Formkörper 6 und Stützkörper 8 auf den Wärmetauscherendstücken 21 gezeigt. Ein Stützelement 88 des Stützkörpers 8 ist beispielsweise einstückig am Stützkörper 8 ausgebildet, z.B. als abgebogener Teil des Stützkörpers 8. Im montierten Zustand liegt der Stützabschnitt 88 auf einem Teil des Wärmetauscherendstücks 21 auf. Ein Stützelement 68 des Formkörpers 6 ist einstückig mit dem Formkörper 6 gebildet. Im montierten Zustand liegt es ebenfalls auf dem Wärmetauscherendstück 21 auf. Die beiden Stützelemente 68, 88 lassen ein Spiel zwischen Wärmetauscherendstück 21 und Stützkörper 8 respektive Formkörper 6 zu, so dass diese sich der Form des Rinnenkörpers 1 anpassen und sich durch die Federkraft der Trichterdichtung 45 in Position bringen können. Die beiden Stützelemente 68, 88 liegen, bezüglich des Anschlussstücks 9 gesehen, in Längsrichtung an gegenüberliegenden Seiten des Anschlussstücks 9 auf dem Wärmetauscherendstück 21 auf.
[0074] Der Stützkörper für sich alleine oder in Kombination mit dem Formkörper 6, und gegebenenfalls mit weiteren Elementen, kann alsNachrüsteinheitdienen. Eine Nachrüsteinheit kann in einen bestehenden, bereits eingebauten Rinnenkörper 1 eingesetzt werden und einen bestehenden Trichter und Elemente zur Stützung einer Rinnenabdeckung ersetzen. Dank der umlaufenden Trichterdichtung 45 und den Eckdichtungen 44 kann sie ohne weitere konstruktive Massnahmen in einen kastenförmigen Rinnenkörper 1 mit senkrechten Wänden eingesetzt werden.
[0075] Figur 9-11zeigen Ansichten eines Endbereichs dieser Kombination. Die umlaufende Trichterdichtung 45 verläuft in Abschnitten, die bei der Montage gegen Seitenwände des Rinnenkörpers 1 zu liegen kommen, entsprechend der Form der Seitenwände, in diesem Fall geradlinig. Bereiche der Trichterdichtung 45 in solchen Abschnitten, die angrenzend an Eckdichtungen 44 liegen, sind in derFigur 9mit parallel dazu verlaufenden Pfeilen bezeichnet. Im Bereich von Eckdichtungen 44 weitet sich die Trichterdichtung 45 auf und in der Ecke laufen die Kanten der Dichtung mit einem kleineren Winkel ineinander als der Winkel zwischen den angrenzenden Abschnitten. Beispielsweise ist der Winkel rund 84°. Somit ist ein Übermass der Dichtung bezüglich eines (in diesem Beispiel rechteckigen) Innenraums des Rinnenkörpers 1 in den Ecken noch grösser als in den angrenzenden Abschnitten. Das hat zur Folge, dass die Eckdichtung 44 stärker deformiert wird, was zu einer höheren Anpressdruck gegen die Innenwand führt und die Abdichtung verbessert.
[0076] Im Wesentlichen entlang einer Winkelhalbierenden der Ecke und der Eckdichtung 44 liegt eine Versteifungsrippe 47 vor. Diese versteift das Material der Eckdichtung 44 gegen das Hochbiegen bei der Montage und verstärkt die Dichtwirkung. Die Figuren zeigen eine oberhalb der Eckdichtung 44 liegende Versteifungsrippe 47, eine Versteifungsrippe 47 kann aber auch unterhalb oder ober- und unterhalb vorliegen, und/oder in einem anderen Winkel zur Ecke. Auch können mehrerer oder anders geformte Elemente zur Versteifung der Eckdichtung 44 vorliegen.
[0077] Figur 12-15zeigen Schnitte durch eine Eckdichtung. In mindestens einem Abschnitt, und in einem Querschnitt im Wesentlichen normal zu einer Winkelhalbierenden der Ecke und der Eckdichtung 44 gesehen, weist die Eckdichtung 44 einen W-förmigen Querschnitt auf. Damit ist ein teilweises Zusammenfalten der Eckdichtung 44 definiert und vorgegeben, indem die Form analog zu einem Abschnitt eines Faltenbalgs komprimiert wird.
[0078] Den bisher beschriebenen Ausführungsformen ist gemeinsam, dass der Rinnenkörper 1 im Gebäude montiert werden kann, die Frischwasserleitungen angeschlossen werden können und mit eingesetztem Wärmetauscher 2 eine Dichtheitsprüfung vorgenommen werden kann, bevor eine Duschfläche eingebaut wird. Später, im Betrieb der Wärmetauschereinheit 10 kann der Wärmetauscher 2 aus der Wärmetauschereinheit 10 entfernt, gewartet oder ersetzt werden. Dazu kann der Rinnenkörper 1 reversibel respektive zerstörungsfrei geöffnet und verschlossen werden.
[0079] Die bisher beschriebenen Ausführungsformen zeigen Wärmetauschereinheiten mit jeweils einem Wärmetauscher mit einer Reihe von übereinander angeordneten Wärmetauscherrohren. Die Erfindung ist grundsätzlich auch mit anderen Wärmetauschern realisierbar, z.B. solchen mit zwei oder mehr Reihen von übereinander angeordneten Wärmetauscherrohren, oder mit versetzt zueinander angeordneten Wärmetauscherrohren. Insbesondere können auch Wärmetauscher wie in der eingangs genannten WO 2015/106362 A1 respektive US 10,072,897 B1 beschrieben vorliegen. Es können auch mehrere Wärmetauscher im selben Rinnenkörper in Querrichtung und/oder in Längsrichtung nachaneinander angeordnet sein.
Claims (24)
1. Wärmetauschereinheit (10) zum Aufwärmen von Frischwasser mittels Wärme von Abwasser insbesondere bei einer Dusche oder Badewanne, aufweisend mindestens einen für den Anschluss in eine Frischwasserzuführung vorgesehenen Wärmetauscher (2),
sowie ein Verteilelement (3), welches eine äussere Wand eines Siphons bildet und zum Verteilen von ablaufendem Abwasser über den mindestens einen Wärmetauscher (2) angeordnet ist,
wobei der mindestens eine Wärmetauscher (2) und das Verteilelement (3) eine langgestreckte Form aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Wärmetauschereinheit (10) einen Stützkörper (8) aufweist, der
• sich in Längsrichtung entlang der mindestens einen Wärmetauschereinheit (10) erstreckt,
• zur Aufnahme von Vertikalkräften von einer Rinnenabdeckung (7) der Wärmetauschereinheit (10) angeordnet ist,
• an seinen beiden Längsenden zur Ableitung von Vertikalkräften abgestützt ist.
2. Wärmetauschereinheit (10) gemäss Anspruch 1, wobei der Stützkörper (8) aufweist:
• einen horizontalen Deckabschnitt (80);
• einen ersten seitlichen Stützabschnitt (81) und einen zweiten seitlichen Stützabschnitt (82), die sich seitlich an den Deckabschnitt (80) anschliessen und im Wesentlichen vertikal verlaufen und sich in Längsrichtung des Stützkörpers (8) erstrecken;
insbesondere wobei der Deckabschnitt (80) und die beiden Stützabschnitte (81, 82) einstückig als gebogenes (umgeformtes) Blechteil geformt sind.
3. Wärmetauschereinheit (10) gemäss Anspruch 1 oder 2, wobei der Stützkörper (8) an seinen beiden Längsenden zur Ableitung von Vertikalkräften auf Wärmetauscherendstücken (21) des Wärmetauschers (2) abgestützt ist, insbesondere mit einem Spiel in Querrichtung,
insbesondere mit einem Spiel von mindestens einem Millimeter, insbesondere mindestens zwei Millimetern.
4. Wärmetauschereinheit (10) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Stützkörper (8) zum Ableiten von Abwasser in einen Trichter (4) des Siphons vorgesehen ist.
5. Wärmetauschereinheit (10) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Stützkörper (8) mit einem Trichter (4) verbunden ist, der Abwasser in den Siphon führt, insbesondere
• wobei entweder der Trichter (4) durch eine Kombination des Stützkörpers (8) mit einem Formkörper (6) gebildet ist, insbesondere wobei ein erster Wandabschnitt des Trichters (4) durch einen Stützabschnitt (81, 82) des Stützkörpers (8) gebildet ist, und ein zweiter Wandabschnitt des Trichters (4) durch einen Teil des Formkörpers (6) ausgebildet ist;
• oder wobei der Trichter (4) als Teil eines am Stützkörper (8) angebrachten Formkörpers (6) ausgebildet ist.
6. Wärmetauschereinheit (10) gemäss Anspruch 5, wobei der Formkörper (6) an den Stützkörper (8) angespritzt ist.
7. Wärmetauschereinheit (10) gemäss Anspruch 5 oder 6, wobei in einem Einlaufbereich des Trichters (4) eines oder mehrere Siebelemente (5) angeordnet sind, wobei die Siebelemente (5) im Formkörper (6) eingesetzt und durch den Formkörper (6) gehalten sind, insbesondere wobei die Siebelemente (5) manuell entfernbar und einsetzbar sind.
8. Wärmetauschereinheit (10) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Stützkörper (8) eine umlaufende Dichtung, insbesondere Trichterdichtung (45) zum Abdichten eines Einlaufbereichs (11) des Siphons bezüglich eines Ablaufbereichs (12) aufweist,
insbesondere wobei die Trichterdichtung (45) am Stützkörper (8) angespritzt ist.
9. Wärmetauschereinheit (10) gemäss Anspruch 8, wobei die Trichterdichtung (45) Eckdichtungen (44) zur Abdichtung gegen Innenecken eines Rinnenkörpers (1) aufweist, wobei für eine Eckdichtung (44) in einem nicht montierten Zustand jeweils gilt:
• an die Eckdichtung (44) angrenzende Abschnitte der Trichterdichtung (45) und eine äussere Kante dieser Abschnitte verlaufen relativ zueinander mit einem ersten Winkel, typischerweise mit einem rechten Winkel,
• im Bereich der Eckdichtung (44) ist die Trichterdichtung (45) aufgeweitet und die äusseren Kanten der Trichterdichtung (45) treffen in einem kleineren Winkel als dem ersten Winkel aufeinander.
10. Wärmetauschereinheit (10) gemäss Anspruch 9, wobei für eine Eckdichtung (44) jeweils gilt: die Eckdichtung (44) weist ein Versteifungselement (43) auf, welches einer Deformation der äusseren Ecke bei der Montage entgegenwirkt, insbesondere wobei das Versteifungselement eine an einer Oberseite und/oder an einer Unterseite der Eckdichtung (44) angeordnete und in die Ecke hineinlaufende Versteifungsrippe (47) ist.
11. Wärmetauschereinheit (10) gemäss Anspruch 10, wobei die Versteifungsrippe (47) zumindest annähernd entlang einer Winkelhalbierenden der Ecke der Eckdichtung (44) verläuft.
12. Wärmetauschereinheit (10) gemäss einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei, in einem Querschnitt normal zur Winkelhalbierenden, die Eckdichtung (44) einen W-förmigen Verlauf aufweist.
13. Wärmetauschereinheit (10) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Stützkörper (8) an seiner Oberseite obereStützabschnitte (89)zum Stützen einer Rinnenabdeckung (7) aufweist, und die oberen Stützabschnitte (89) entlang der Längsrichtung des Stützkörpers (8) verteilt sind,
insbesondere wobei zwischen den oberen Stützabschnitten (89) des Stützkörpers (8) und der Rinnenabdeckung (7) oberen Stützabschnitte (69) des Formkörpers (6) vorliegen, die zusammen mit dem Trichter (4) geformt sind, insbesondere einstückig mit dem Trichter (4).
14. Wärmetauschereinheit (10) gemäss Anspruch 13, wobei bei mindestens einem oberen Stützabschnitt in einem mittleren Bereich entlang der Längsrichtung der oberer Stützabschnitt (89) des Stützkörpers 8 und/oder der obere Stützabschnitt (69) des Formkörpers (6) tiefer angeordnet ist als bei den übrigen oberen Stützabschnitten, insbesondere um zwischen einem und vier Millimetern tiefer.
15. Wärmetauschereinheit (10) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche in Abhängigkeit von Anspruch 4 oder 5, wobei der Trichter (4) im Verteilelement (3) angeordnet ist,
insbesondere wobei der Trichter (4) an einer Aussenseite Stützelemente, insbesondere vertikal verlaufende Distanzierungsrippen (42), aufweist, die einen Abstand zwischen dieser Aussenseite und einer gegenüberliegenden Innenwand des Verteilelements (3) aufrechterhalten.
16. Wärmetauschereinheit (10) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche, aufweisend einen Rinnenkörper (1), der dazu vorgesehen ist, von Abwasser durchströmt zu werden, wobei der Wärmetauscher (2), der Stützkörper (8) und das Verteilelement (3) im Rinnenkörper (1) angeordnet sind, und wobei der Rinnenkörper (1) eine langgestreckte Form aufweist.
17. Nachrüsteinheit, insbesondere zur Verwendung in einer Wärmetauschereinheit (10) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche,
aufweisend einen Stützkörper (8), wobei
• der Stützkörper (8) eine langgestreckte Form aufweist,
• der Stützkörper (8) einen Deckabschnitt (80) aufweist;
• der Stützkörper (8) einen ersten seitlichen Stützabschnitt (81) und einen zweiten seitlichen Stützabschnitt (82), die sich seitlich an den Deckabschnitt (80) anschliessen und im Wesentlichen in einem rechten Winkel zum Deckabschnitt (80) verlaufen und sich in Längsrichtung des Stützkörpers (8) erstrecken;
insbesondere wobei der Deckabschnitt (80) und die beiden Stützabschnitte (81, 82) einstückig als gebogenes Blechteil geformt sind.
18. Nachrüsteinheit gemäss Anspruch 17, wobei der Stützkörper (8) mit einem Trichter (4) verbunden ist, der im Wesentlichen parallel zu den beiden Stützabschnitten (81, 82) verläuft, insbesondere
• wobei entweder der Trichter (4) durch eine Kombination des Stützkörpers (8) mit einem Formkörper (6) gebildet ist, insbesondere wobei ein erster Wandabschnitt des Trichters (4) durch einen Stützabschnitt (81, 82) des Stützkörpers (8) gebildet ist, und ein zweiter Wandabschnitt des Trichters (4) durch einen Teil des Formkörpers (6) ausgebildet ist;
• oder wobei der Trichter (4) als Teil eines am Stützkörper (8) angebrachten Formkörpers (6) ausgebildet ist.
19. Nachrüsteinheit gemäss Anspruch 18, wobei der Formkörper (6) an den Stützkörper (8) angespritzt ist.
20. Nachrüsteinheit gemäss Anspruch 18 oder 19, wobei der Stützkörper (8) eine umlaufende Dichtung, insbesondere Trichterdichtung (45) aufweist, insbesondere wobei die Trichterdichtung (45) am Stützkörper (8) angespritzt ist.
21. Dichtkörper, zur Verwendung in einer Wärmetauschereinheit (10) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 16, aufweisend eine umlaufende Dichtung, insbesondere Trichterdichtung (45), zum Abdichten eines Einlaufbereichs (11) der Wärmetauschereinheit (10) bezüglich eines Ablaufbereichs (12) der Wärmetauschereinheit (10),
wobei die Trichterdichtung (45) Eckdichtungen (44) zur Abdichtung gegen Innenecken eines Rinnenkörpers (1) aufweist, wobei für eine Eckdichtung (44) in einem nicht montierten Zustand eine Eckdichtung (44) jeweils gilt:
• an die Eckdichtung (44) angrenzende Abschnitte der Trichterdichtung (45) und eine äussere Kante dieser Abschnitte verlaufen relativ zueinander mit einem ersten Winkel, typischerweise mit einem rechten Winkel,
• im Bereich der Eckdichtung (44) ist die Trichterdichtung (45) aufgeweitet und die äusseren Kanten der Trichterdichtung (45) treffen in einem kleineren Winkel als dem ersten Winkel aufeinander.
22. Dichtkörper gemäss Anspruch 21, wobei für eine Eckdichtung (44) jeweils gilt:
die Eckdichtung (44) weist ein Versteifungselement (43) auf, welches einer Deformation der äusseren Ecke bei der Montage entgegenwirkt,
insbesondere wobei das Versteifungselement eine an einer Oberseite und/oder an einer Unterseite der Eckdichtung (44) angeordnete und in die Ecke hineinlaufende Versteifungsrippe (47) ist.
23. Dichtkörper (10) gemäss Anspruch 22, wobei die Versteifungsrippe (47) entlang einer Winkelhalbierenden der Ecke der Eckdichtung (44) verläuft.
24. Dichtkörper (10) gemäss einem der Ansprüche 21 bis 23, wobei, in einem Querschnitt normal zur Winkelhalbierenden, die Eckdichtung (44) einen W-förmigen Verlauf aufweist.
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