CH721513A2 - Vorrichtung zum Abschmieren von Kettengliedern - Google Patents

Vorrichtung zum Abschmieren von Kettengliedern

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CH721513A2
CH721513A2 CH000046/2024A CH462024A CH721513A2 CH 721513 A2 CH721513 A2 CH 721513A2 CH 000046/2024 A CH000046/2024 A CH 000046/2024A CH 462024 A CH462024 A CH 462024A CH 721513 A2 CH721513 A2 CH 721513A2
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CH
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transfer roller
chain
lubricant
fluid lubricant
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CH000046/2024A
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Guhl Simon
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Ferag Ag
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H57/00General details of gearing
    • F16H57/04Features relating to lubrication or cooling or heating
    • F16H57/05Features relating to lubrication or cooling or heating of chains
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G45/00Lubricating, cleaning, or clearing devices
    • B65G45/02Lubricating devices
    • B65G45/08Lubricating devices for chains

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Details Of Gearings (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (1) zum Abschmieren von Kettengliedern (5), welche Kettenglieder (5) eine Antriebskette insbesondere eine Antriebsrollenkette ausbilden, mit einer Schmierstoffabgabeeinrichtung (13) zum Abgeben von fluidem Schmierstoff auf eine frei drehende, elastische Übertragungsrolle (7), welche den fluiden Schmierstoff aufnimmt und den aufgenommenen fluiden Schmierstoff an die Antriebskette, die an der Übertragungsrolle (7) vorbeigeführt wird, abgibt, wobei der fluide Schmierstoff von der Übertragungsrolle (7) an Kontaktpunkten (17) der Kettenglieder (5) übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsrolle (7) beim Abrollen an der Antriebskette den fluiden Schmierstoff an die Kettenglieder (5) abgibt.

Description

[0001] Rollenketten sind ein weit verbreitetes Maschinenelement mit einem weiten Anwendungsspektrum im Maschinen- und Anlagenbau. Sie dienen unter anderem der schlupffreien Übertragung von Drehbewegungen, zur Umwandlung von Drehzahlen und zum Wandel von Drehmomenten. Als Transport- und Förderketten werden sie auch zur linearen Übertragung einer Bewegung auf zu transportierende Waren genutzt. In Form von Sonderketten übernehmen sie heute eine Vielzahl komplexer Transportaufgaben.
[0002] Rollenketten bestehen meistens aus Stahllaschen, Stahlbolzen und Hülsen. Diese gegeneinander beweglichen Stahlteile müssen zur Sicherstellung eines niedrigen Verschleißwertes und eines hohen Wirkungsgrades mit beispielsweise Öl geschmiert werden. Selbst bei so genannten wartungsfreien Ketten wird von den Herstellern ein gelegentliches Nachschmieren zur Aufrechterhaltung eines verschleißfreien/-armen und störungsfreien Laufs empfohlen. Ketten werden üblicherweise von den Herstellern vorgeschmiert geliefert. Durch den Betrieb der Ketten entsteht in den beweglichen Teilen ein gewisser Abrieb, der zu Verschleiß und Längung der Ketten führt. Durch regelmäßige Wartung und insbesondere Schmierung der Ketten kann dieser Verschleiß wesentlich verringert werden.
[0003] In den meisten Fällen erfolgt heute in der Praxis die Nachschmierung der Ketten manuell mittels Spraydosen oder Auftragen von Öl oder Fließfett mit Pinseln, Bürsten oder Lumpen. Aus der Praxis sind folgende Kettenschmierungen bekannt: Die Handschmierung mit Ölkanne oder Pinsel: Sie muss bei Dauerbetriebsketten einmal täglich oder besser mindestens alle acht Stunden durchgeführt werden, ist aber neben dem hohen Aufwand auch noch sehr unsicher.
[0004] Die Tropfschmierung: Mit einem Docht-, Nadel- oder Tropföler wird Öl tropfenweise auf die Kette gegeben, die nur mit geringer Geschwindigkeit laufen darf, um ihrerseits kein Öl in die Umgebung zu schleudern, selbst äußerlich insgesamt sehr verölt ist und nur für geringe Beanspruchungen geeignet ist.
[0005] Aus der Praxis sind weiter folgende Arten von Kettenschmierungen bekannt: Handschmierung mit Ölkanne oder Pinsel, Schleuderschmierung, Tropfschmierung, Druckumlaufschmierung und Sprühschmierung. Diese Methoden sind mit ihren jeweiligen Nachteilen in dem Gebrauchsmuster DE 20 2009 013 852 U1 beschrieben. Um die Schmierung von Ketten einfacher, effizienter und zuverlässiger sowie dauerhafter zu gestalten, wird in diesem Gebrauchsmuster eine Kettenschmiervorrichtung vorgeschlagen, bei der ein Zahnrad nach Art eines Kettenritzels in Eingriff mit einer zu schmierenden Kette gebracht wird, wobei das Zahnrad wenigstens eine mit dem Zahnrad verbundene Abgaberolle antreibt, über die auf die Laschen der zu schmierenden Kette durch Kontakt Schmiermittel abgegeben wird. Nachteilig dabei ist, dass sehr hohe Kettengeschwindigkeiten dazu führen können, dass die Abgaberolle von der Kette abhebt, so dass keine durchgehende Abgabe von Schmiermittel gewährleistet ist. Auch ist die Anwendung dieser Schmiervorrichtung nur bei solchen Ketten möglich, die den Eingriff eines Zahnrades in die Kette erlauben. Dies ist bei bestimmten Arten von Ketten, wie beispielsweise Stauförderketten, nicht der Fall.
[0006] Aus dem Stand der Technik ist die DE 20 2023 101 460U1 bekannt, in der ein Auftragen eines Schmierstoffes mittels Berührung und Gleitens eines Schmierstoffabgabekörpers entlang der Oberfläche einer Kette erfolgt.
[0007] Aus dem Stand der Technik ist die EP 832 805 A2 bekannt, sie zeigt eine Bürstenvorrichtung zum Schmieren und Reinigen von Führungs- und/oder Antriebselementen, insbesondere zum Schmieren und Reinigen von Ketten, Schienen oder Seilen, mit einem Bürstenelement zum Auftragen des Schmierstoffes auf das Führungs- und/oder Antriebselement, wobei das Bürstenelement wenigstens eine Borstenreihe aufweist, welche zumindest teilweise an eine Zuleitungsbahn aus einem filz- und/oder oder vliesartigen Material angrenzt.
[0008] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Lösung für das Abschmieren von Kettengliedern bereitzustellen, mit deren Hilfe das Schmiermittel auch bei mittleren Kettengeschwindigkeiten auf geeignete und wirkungsvolle Weise auf einen bestimmten Bereich einer zu schmierenden Kette aufgetragen werden kann. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es die Vorrichtung zum Abschmieren von Kettengliedern zu vereinfachen und insbesondere die Anzahl der Teile zu reduzieren.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zum Abschmieren von Kettengliedern nach Anspruch 1 gelöst.
[0010] Eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Abschmieren von Kettengliedern, welche Kettenglieder eine Antriebskette, insbesondere eine Antriebsrollenkette ausbilden, mit einer Schmierstoffabgabeeinrichtung zum Abgeben von fluidem Schmierstoff auf eine frei drehende, elastische Ubertragungsrolle. Wobei die Übertragungsrolle den fluiden Schmierstoff aufnimmt und den aufgenommenen fluiden Schmierstoff an eine Antriebskette, die an der Ubertragungsrolle vorbeigeführt wird, abgibt, wobei der fluide Schmierstoff von der Ubertragungsrolle an Kontaktpunkten der Kettenglieder ubertragen wird. Wobei die Übertragungsrolle beim Abrollen an der Antriebskette den fluiden Schmierstoff an die Kettenglieder abgibt.
[0011] Ein weiterer Aspekt der Erfindung weist eine Schmierstoffabgabeeinrichtung aus, die mit einer Haltevorrichtung verbindbar ist.
[0012] Die erfindungsgemässe Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die Haltevorrichtung den Schmierstoff zur Übertragungsrolle leitet.
[0013] In einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die Haltevorrichtung einen Kanal auf, in dem der fluide Schmierstoff durchgeleitet wird.
[0014] In einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung weist die Übertragungsrolle eine Schaumstruktur auf, insbesondere eine offenporige Schaumstruktur auf und dass Schaummaterial in der Lage ist fluiden Schmierstoff aufzunehmen.
[0015] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ermöglicht, dass der aufgenommene fluiden Schmierstoff von der Übergaberolle wieder abgegeben werden kann.
[0016] Die erfindungsgemässe Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die elastische Übertragungsrolle beim Abrollen an der vorbeigeführten Antriebsrolle eingedrückt wird.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die eingedrückte Übertragungsrolle den aufgenommenen fluiden Schmierstoff an den Kontaktpunkten an die Kettenglieder der Antriebskette abgeben.
[0018] Durch die erfindungsgemässe Vorrichtung kann die Schmierstoffabgabeeinrichtung den fluiden Schmierstoff kontinuierlich uber einen Zeitraum abgeben.
[0019] In einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung kann der Zeitraum der Abgabe von fluidem Schmierstoff einige Monate, vorzugsweise ein Jahr, oder besonders bevorzugt einige Jahre dauern.
[0020] In einem weiteren Aspekt der Erfindung kann die Übertragungsrolle vertikal oder horizontal gelagert sein.
[0021] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ermöglicht die Übertragungsrolle die Kettenglieder federnd zu berühren.
[0022] In den vorliegenden Unterlagen ist ein Öl oder Schmieröl stellvertretend für jegliches fluide Schmierstoff bzw. Schmiermittel zu verstehen.
[0023] Fur Duplex-Ketten können beispielsweise entsprechend breite Übertragungsrolle vorgesehen sein, um über die Laschen der Kette zu laufen und dort Öl oder allgemein Schmiermittel abgeben zu können. Analog verhält es sich bei Triplex- und weiteren Mehrfachketten.
[0024] Vorzugsweise hat die wenigstens eine Übertragungsrolle zumindest ein Öl aufnehmende und durch Kontakt mit einer Kette an letztere abgebende saugfähige Oberflächenschicht. Weiter bevorzugt enthält die saugfähige Oberflächenschicht ein offenzelliges oder offenporiges Material, insbesondere offenzelliges oder offenporiges Schaummaterial.
[0025] Weiter bevorzugt besteht die wenigstens eine Ubertragungsrolle zumindest überwiegend aus einem offenzelligen oder offenporigen Material, vorzugsweise einem offenzelligen oder offenporigen Schaummaterial.
[0026] Noch weiter bevorzugt ist das offenzellige oder offenporige Material, insbesondere das offenzellige oder offenporige Schaummaterial zumindest geringfügig elastisch. Für das offenzellige oder offenporige Material wird bevorzugt PU-Schaum, PE-Schaum oder Moosgummi (Zellkautschuk) verwendet.
[0027] Weitere bevorzugte und/oder vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und deren Kombinationen sowie den gesamten vorliegenden Anmeldungsunterlagen und insbesondere den Erläuterungen und Darstellungen von Ausführungsbeispielen in der Beschreibung und der Zeichnung.
[0028] Im Folgenden werden die Erfindungsaspekte anhand von Ausfuhrungsbeispielen, welche in den beiliegenden Figuren dargestellt sind, näher erläutert. Es zeigen jeweils schematisch: Figur 1: eine Seitenansicht Ansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung zum Abschmieren von Kettengliedern in Kontakt mit einer Kette; Figur 2: eine weitere Seitenansicht Ansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung der Förderanlage mit einem Schnitt durch die Haltevorrichtung; Figur 3: eine Seitenansicht Ansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung zum Abschmieren von Kettengliedern in Kontakt mit einer Antriebskette, wobei die Übertragungsrolle vertikal ausgerichtet ist; Figur 4: eine Seitenansicht Ansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung zum Abschmieren von Kettengliedern in Kontakt mit einer Kette, wobei die Übertragungsrolle horizontal ausgerichtet ist.
[0029] Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Für das Verständnis der Erfindung sind gewisse Merkmale in den Figuren nicht dargestellt.
[0030] Die beschriebenen Ausführungsbeispiele stehen beispielhaft für den Erfindungsgegenstand und haben keine beschränkende Wirkung. So sind insbesondere die in den vorliegenden Figuren gezeigten konstruktiven Anordnungen lediglich beispielhaft. Andere konstruktiven Anordnungen von Vorrichtung zum Abschmieren von Kettengliedern sind ebenfalls denkbar.
[0031] In der Figur 1 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung 1 zum Abschmieren von Kettengliedern dargestellt. Die Schmierstoffabgabeeinrichtung 13 ist mit der Haltevorrichtung 20 verbindbar. Die Verbindung wird hierbei durch eine Schraubverbindung 29 realisiert. Die Schmierstoffabgabeeinrichtung 13 enthält ein Zylinder 30 in dem eine Schmierstoffreservoir und eine Dosiereinheit (hier nicht gezeigt) untergebracht ist. Die Dosiereinheit gibt kontinuierliche eine geringe Menge an Schmierstoff ab, die an die Haltevorrichtung 20 übergeben wird.
[0032] Die Haltevorrichtung 20 ist auf der einen Seite mit der Schmierstoffabgabeeinrichtung 13 verbunden und am anderen Ende ist die Übergaberolle 7 angeordnet. Die Übergaberolle 7 ist am unteren Absatz 23 der Haltevorrichtung 20 angeordnet. Die Übergaberolle 7 sitzt auf einen axialen Halte- und Führungsstift 36, der an dem unterem Absatz 23 der Haltevorrichtung 20 befestigt ist. Der axialen Halte- und Führungsstift 36 besitzt eine Drehachse 15 um den die Übergaberolle 7 sich frei drehen kann.
[0033] Der axialen Halte- und Führungsstift 36 besteht aus zwei Teilstifte, die eine Kerbe aufweisen. Durch die Kerbe können die beiden Teilstifte zueinander zusammengedruckt werden, so dass die Ubergaberolle 7 über den Halte- und Führungsstift 36 geführt werden kann. Nach dem Aufschieben der Übergaberolle 7 auf den Halte- und Führungsstift 36 schnappen die Teilstifte auseinander und Sicheren die Ubergaberolle 7 an dem Halte- und Führungsstift 36 vor dem Abrutschen, mittels einer Arretierhakens am Ende des Halte- und Führungsstiftes 36.
[0034] Die Übergaberolle 7 ist vertikal ausgerichtet, so dass die Drehachse 15 horizontal orientiert ist. Über der Übergaberolle 7 befindet sich die Ablaufrinne 9, welche direkt oberhalb und mittig zur Lauffläche der Übergaberolle 7 angeordnet ist. Von der Ablaufrinne 9 fliesst bzw. tropft der fluide Schmierstoff auf die Umfangsfläche der Übergaberolle 7. Das offenporige Material der Übergaberolle 7 nimmt den Schmierstoff auf.
[0035] Unterhalb der Ubergaberolle 7 wird die Antriebskette 11 vorbeigeführt. Die Übergaberolle 7 berührt die Kettenglieder 5 der Antriebskette 11 an den Kontaktpunkten 17. Bei der Bewegung der Antribskette rollt die Übergaberolle 7 über der Antriebskette 11 ab. An den Kontaktpunkten 17 wird die Übergaberolle 7 leicht eingedrückt und gibt dabei Schmierstoff an die Lasche 4 der Kettenglieder 5 ab, zumindest kleine Mengen von Schmierstoff ab.
[0036] In der Figur 2 ist eine weitere Seitenansicht der Vorrichtung 1 zum Abschmieren von Kettengliedern dargestellt. Die Haltevorrichtung 20 ist hier als Teilschnitt dargestellt. Mittels des Teilschnittes läst sich der innere Aufbau der Haltevorrichtung 20 darstellen. Die Haltevorrichtung 20 weist zwei Bohrungen 32, 34 auf. Die Bohrung 32 verlauft axial in oberen Bereich der Haltevorrichtung 20. Die Bohrung 34 ist eine Querbohrung und trifft im Bereich der Mitte der Haltevorrichtung 20 auf die Bohrung 32 und verbindet beide Bohrungen 32, 34 miteinander. Die beiden Bohrungen 32, 34 wirken als Kanäle für den Schmierstoff. Sie leiten den Schmierstoff von der Schmierstoffabgabeeinrichtung 13 zur Ablaufrinne 9. Die Ablaufrinne 9 ist eine kerben artige Vertiefung an der Haltevorrichtung 20. Der Schmierstoff fliesst aus der Austrittsöffnung der Bohrung 34 aus und gelangt so zu Ablaufrinne 9. Von der Ablaufrinne 9 fliesst oder tropft der Schmierstoff auf die Ubergaberolle 20. Die freidrehende Ubergaberolle 7 gibt den Schmierstoff über die Kontaktpunkte 17 an die Laschen 4 der Kettenglieder 5 ab.
[0037] Figur 3 zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung 1 zum Abschmieren von Kettengliedern in Verbindung mit einer angetriebenen Kette 11. Die Antriebskette 11 weist zwei Umlenkzahnräder 25 auf. Die Umlenkzahnräder 25 drehen sich um die Achsen 27. Um die Umlenkzahnräder 25 ist eine Antriebskette 11 geführt und eines der Umlenkzahnräder 25 wird mittels eines Antriebes 30 angetrieben. Der Antrieb 30 bewegt die Kette, die unter anderen an der Übergaberolle 7 vorbeigeführt wird. Beim Abrollen der Übergaberolle 7 an der sich vorbeibewegenden Antriebskette 11 werden die Kettenglieder 5 an den Kantaktpunkten 17 mit Schmierstoff benetzt. Die Benetzung erfolgt stirnseitig an den Laschen 4 der Kettenglieder 5.
[0038] In der Figur 4 ist eine weitere Seitenansicht einer Vorrichtung 1 zum Abschmieren von Kettengliedern dargestellt. Die Haltevorrichtung 20 ist hier im unterem Absatz 23 anders ausgestaltet. Der untere Absatz 23 ist so ausgebildet, dass die Drehachse der Übergaberolle 7 vertikal ausgerichtet ist. Dadurch liegt die Übergaberolle 7 und dreht sich in einer horizontalen Ebene. Der fluide Schmierstoff fliesst oder tropft von der Abflussrinne 9 auf den stirnseitigen, äusseren Bereich der Ubergaberolle 7. Das offenporige Material der Übergaberolle 7 verteilt den Schmierstoff auch an den Umfangsbereich der Übergaberolle 7.
[0039] Durch diese Ausgestaltung der Rolle ist es möglich die Kette seitlich zu schmieren, indem die Übergaberolle 7 die Kette von der Seite kontaktiert. In dieser Ausgestaltung der Erfindung ist die Antriebskette 11 um 90° gedreht verbaut.
[0040] Die Erfindung ist anhand der Ausführungsbeispiele in der Beschreibung und in der Zeichnung lediglich exemplarisch dargestellt und nicht darauf beschränkt, sondern umfasst alle Variationen, Modifikationen, Substitutionen und Kombinationen, die der Fachmann den vorliegenden Unterlagen insbesondere im Rahmen der Ansprüche und der allgemeinen Darstellungen in der Einleitung dieser Beschreibung sowie der Beschreibung der Ausführungsbeispiele und deren Darstellungen in der Zeichnung entnehmen und mit seinem fachmännischen Wissen sowie dem Stand der Technik.

Claims (12)

1. Vorrichtung (1) zum Abschmieren von Kettenglieder (5), welche Kettenglieder (5) eine Antriebskette (11), insbesondere eine Antriebsrollenkette ausbilden, mit einer Schmierstoffabgabeeinrichtung (13) zum Abgeben von fluiden Schmierstoff auf eine frei drehende, elastische Übertragungsrolle (7), welche den fluiden Schmierstoff aufnimmt und den aufgenommenen fluiden Schmierstoff an eine Antriebskette (11), die an der Übertragungsrolle (7) vorbeigeführt wird, abgibt, wobei der fluide Schmierstoff von der Übertragungsrolle (7) an Kontaktpunkten (17) der Kettenglieder (5) übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsrolle (7) beim Abrollen an der Antriebskette (11) den fluiden Schmierstoff an die Kettenglieder (5) abgibt.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmierstoffabgabeeinrichtung (13) mit einer Haltevorrichtung (20) verbindbar ist.
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (20) den fluiden Schmierstoff zur Übertragungsrolle (7) leitet.
4. Vorrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (20) einen Kanal (32, 34) aufweist, in dem der fluide Schmierstoff durchgeleitet wird.
5. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsrolle (7) ein Schaummaterial aufweist, insbesondere eine offenporige Schaumstruktur aufweist und dass diese in der Lage ist fluiden Schmierstoff aufzunehmen.
6. Vorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der aufgenommene fluide Schmierstoff von der Übergaberolle (7) wieder abgegeben werden kann.
7. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Übertragungsrolle (7) beim Abrollen an der vorbeigeführten Antriebskette (11) eingedrückt wird.
8. Vorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die eingedrückte Übertragungsrolle (7) den aufgenommenen fluide Schmierstoff an den Kontaktpunkten (17) an die Kettenglieder (5) der Antriebskette (11) abgeben.
9. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmierstoffabgabeeinrichtung (13) den fluiden Schmierstoff kontinuierlich über einen Zeitraum abgibt.
10. Vorrichtung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Zeitraum der Abgabe von fluidem Schmierstoff einige Monate, vorzugsweise ein Jahr, oder besonders bevorzugt einige Jahre dauern kann.
11. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsrolle (7) vertikal oder horizontal gelagert ist.
12. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsrolle (7) die Kettenglieder (5) federnd berührt.
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