CH721517A2 - Materialbearbeitungsmaschine, Klapptischsystem und Verfahren zur Verwendung des Klapptischsystems - Google Patents
Materialbearbeitungsmaschine, Klapptischsystem und Verfahren zur Verwendung des KlapptischsystemsInfo
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- CH721517A2 CH721517A2 CH000058/2024A CH582024A CH721517A2 CH 721517 A2 CH721517 A2 CH 721517A2 CH 000058/2024 A CH000058/2024 A CH 000058/2024A CH 582024 A CH582024 A CH 582024A CH 721517 A2 CH721517 A2 CH 721517A2
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Materialbearbeitungsmaschine, insbesondere eine Kreissäge, insbesondere eine Baustellenkreissäge, umfassend – ein Maschinengrundgestell (10), an dem ein Bearbeitungswerkzeug (12) angeordnet ist, insbesondere ein Kreissägeblatt (12a) welches mittels einer Lagereinheit um eine Rotationsachse rotierbar gelagert ist, wobei das Bearbeitungswerkzeug in einer Schnittebene angeordnet ist und eine Schnittrichtung (S) definiert, – einen Quertisch (14) mit einer horizontal liegenden Werkstückauflagefläche (16, 102), der in Schnittrichtung (S) relativ zum Bearbeitungswerkzeug beweglich ist wobei der Quertisch (14) ein Klapptischsystem mit mindestens einem Schiebeprofillager (106) und einem mit dem Maschinengrundgestell (10) fixiert angebrachten Schiebeprofil (104) scharnierartig drehbar und linear mindestens in Schnittrichtung (S) verschiebbar, verbunden ist. Weiters betrifft die Erfindung ein Klapptischsystem an einer Materialbearbeitungsmaschine sowie ein Verfahren zum Bereitstellen, Verwenden und Fixieren eines linear verschiebbaren Klapptischsystems.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft eine Materialbearbeitungsmaschine, ein Klapptischsystem und ein Verfahren zur Verwendung des Klapptischsystems.
[0002] Materialbearbeitungsmaschinen, insbesondere Kreissägen oder ähnliche Grundvolumen, sind insbesondere im Baubereich unverzichtbare Hilfsmittel, um Rohmaterial in die passende Form zu bringen. Beispielsweise erlangen sie zunehmende Bedeutung bei der Schalung von Betonelementen und anderen Einschalungen an Hoch- oder Tiefbauobjekten.
[0003] Materialbearbeitungsmaschinen, insbesondere Kreissägen sind leistungsstarke und vielseitige Holzbearbeitungsmaschinen, die für präzise Schnitte an verschiedenen Holzwerkstoffen verwendet werden.
[0004] Einige der Funktionen und Aufgaben einer Kreissäge sind: • Schräg- und Gehrungsschnitte: Die meisten Kreissägen können sowohl schräge als auch Gehrungsschnitte durchführen. Dies ermöglicht es dem Benutzer, präzise Winkelschnitte für diverse Anwendungen wie Gehrungsecken oder schräge Kanten zu erstellen. • Längsschnitte: Eine Hauptfunktion der Kreissäge besteht darin, Holzbretter oder -platten längs zu schneiden. Dies ist besonders nützlich beim Zuschneiden von großen Holzplatten oder beim Schneiden von schmalen Streifen. • Parallelanschlag: Die Maschine ist mit einem Parallelanschlag ausgestattet, der es dem Benutzer ermöglicht, konstant breite Schnitte entlang der Kante des Werkstücks durchzuführen. Dies ist besonders wichtig für die Herstellung von geraden und präzisen Schnitten.
[0005] Die Materialbearbeitungsmaschinen welche in den verschiedenen Bereichen des Bauwesens, aber auch bei Zimmereien und Schreinergeschäften verwendet werden, sind entweder eigens für ihre Zweckbestimmung bei Anwendungen im Freien gestaltet, nämlich insbesondere in Größe, Materialisierung, Robustheit und sonstiger Beschaffenheit, oder für den Innenbereich in Bearbeitungswerkstätten, was zu einer großen Vielfalt an Einsatzbereichen führt.
[0006] Materialbearbeitungsmaschinen, insbesondere Kreissägen sind besonders für Aussenanwendungen volumenoptimiert und für die wichtigsten Werkstückgrössen ausgelegt. Vermehrt werden jedoch grössere Werkstücke, wie Schalttafeln aus Holz angeliefert, um die Anzahl der Trennspälte zu reduzieren oder andere höhere Anforderungen zu erfullen. Dadurch wird die Werkstückauflagefläche solcher Maschinen verhältnismässig immer kleiner, was die Unfallgefahr und die Qualität der Bearbeitung negativ beeinflussen kann.
[0007] Auf Baustellen im Hoch- und Tiefbau werden verschiedene Holzwerkstücke bearbeitet und eingesetzt. Einige Beispiele sind: • Holz wird häufig für die Erstellung von Schalungen verwendet, in die Beton gegossen wird, um Formen fur Fundamente, Wände, Decken und andere Betonbauteile zu schaffen. • Bei hochwertigen Betonoberflächen, die sichtbar bleiben sollen (Sichtbeton), werden oft spezielle Holzverschalungen verwendet, um die gewünschte Textur und Optik zu erzielen. • Im Hochbau werden Holzrahmen für Wände, Decken und Dächer eingesetzt. Diese Konstruktionen können vorgefertigt oder vor Ort erstellt werden. • Holzbalken und -säulen kommen bei verschiedenen Baukonstruktionen zum Einsatz, insbesondere in Kombination mit anderen Materialien wie Stahl. • Bei der Herstellung von Betonstützen können spezielle Holzschalungen verwendet werden, um die gewünschte Form zu erhalten. • Holz wird oft für den Bau von Treppenstufen, Handläufen und Treppengeländern verwendet. • Holz wird für Dachsparren, Dachlatten und andere Dachelemente verwendet. • Im Hochbau können verschiedene Holzwerkstucke für den Innenausbau verwendet werden, wie etwa Holztüren, Holzverkleidungen, Parkettböden und Holzvertäfelungen. • Weitere Typische Werkstücke, die bearbeitet werden sind Terrassendielen, Gartenmöbel, Zäune, Pergolen und andere Holzkonstruktionen.
[0008] Gerade für Aussenanwendungen ist die Transportweise und dessen Aufwand zu beachten und ist bei der Auswahl der Maschine mit entscheidend.
[0009] Die Transportweise einer Kreissäge hängt vom Gewicht und von der Größe und entsprechend auch von den Anbauteilen an der Maschine ab. Je kompakter und robuster die Maschine im Ruhezustand, respektive im Transportzustand ist, umso geringer sind die Verschieberisiken. Fur den Transport einer Kreissäge, respektive generell einer Materialbearbeitungsmaschine, sind besonders folgende Punkte zu beachten: • Die beste Möglichkeit, eine Kreissäge zu transportieren, ist in ihrer Originalverpackung. Diese Verpackung ist oft speziell für den sicheren Transport der Maschine entwickelt worden und bietet Schutz vor Stößen und Erschütterungen. • Falls erforderlich und möglich, können bestimmte Teile der Kreissäge vor dem Transport demontiert werden. Dies kann dazu beitragen, das Gewicht zu reduzieren und die Handhabung zu erleichtern. Häufige Demontagemöglichkeiten sind der Sägeblattschutz, der Parallelanschlag und bei Formatkreissägen der Quertisch mit den Werkstückanschlagelementen. • Um Schäden während des Transports zu vermeiden, ist es wichtig, die Maschine sicher zu sichern. Dies kann durch das Fixieren beweglicher Teile, das Verwenden von Polstermaterial oder das Anbringen von Sicherheitsgurten erfolgen. Bei Transporten über längere Strecken oder auf unebenem Gelände ist es wichtig, die Kreissäge sicher zu sichern, um Unfälle und Beschädigungen zu vermeiden. • Abhängig von der Größe und dem Gewicht der Kreissäge können verschiedene Transportmittel verwendet werden. Grössere Industriemaschinen ermöglichen möglicherweise spezielle Transportmittel wie Lkw oder Anhänger. • Kreissägen sind oft empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Dies kann durch die Verwendung von Planen oder wasserdichten Abdeckungen erfolgen.
[0010] Im Stand der Technik sind Lösungen bekannt, welche auf der Werkstückzubringerseite einer Bearbeitungsmaschine die Werkstückauflagefläche durch Stützen, Streben oder tischartige Auflagen erweitern. Diese Erweiterungen sind entweder frei neben der Materialbeschaffungsmaschinen angebracht oder fix an der Materialbearbeitungsmaschine befestigt. Bei einem fix an der Maschine befestigten Beistelltisch kann von einem Quertisch gesprochen werden, wenn dieser in Bearbeitungsrichtung durch eine Werkstückanschlagführung verschiebbar angebracht ist. Bei Kreissägen dieser Art wird von einer Formatkreissäge gesprochen.
[0011] Als Stand der Technik zeigt die EP2100701A1 eine Materialbearbeitungsmaschine, insbesondere Kreissäge, umfassend - ein Maschinengrundgestell, an dem ein Bearbeitungswerkzeug angeordnet ist, insbesondere ein Kreissägeblatt mittels einer Lagereinheit um seine Rotationsachse rotierbar gelagert ist, wobei das Bearbeitungswerkzeug in einer Schnittebene angeordnet ist und eine Schnittrichtung definiert, - einen Quertisch mit einer horizontal liegenden Werkstückauflagefläche, der in Schnittrichtung beweglich ist relativ zum Bearbeitungswerkzeug, - einen den Quertisch abstützenden Teleskop-Schwenkarm, der an einem inneren Ende des Teleskopschwenkarms schwenkbar mit dem Maschinengrundgestell verbunden ist und an einem äußeren Ende des Teleskop-Schwenkarms am Quertisch befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Ende des Teleskopschwenkarms linear verschieblich am Quertisch befestigt ist. Es handelt sich auch in diesem Fall um ein e Art Formatkreissäge.
[0012] Als weiteren Stand der Technik zeigt die Kreissäge von UNIV BKS 45, BKS 50 und BKS 500G ein Grundvolumen und einer an der Werkstückzuführseite angebrachten Werkstuckanschlagführung, wobei die Werkstückanschlagführung einzig die auf der Werkzeugauflagefläche verschiebbar angebrachten Werkstuckanschlagelemente linear in Schnittrichtung führt. Dabei handelt es sich um ein für robuste Anwendungen entwickelte Baustellenkreissäge.
[0013] Alle heute bekannten Lösungen, welchen auf der Werkstuckzuführseite als Erweiterung der Werkstückauflagefläche einen Schiebetisch, respektive Quertisch aufweisen, werden heute Formatkreissägen genannt. Sie eignen sich nicht für eine robuste Nutzung in einem rauhen Umfeld, insbesondere im Aussenbereich. Die zusätzlichen Anbauelemente lassen kein optimiertes Transport- und Arbeitsvolumen zu und es kann keine Arbeitssicherheit auf hohem Niveau sichergestellt werden.
[0014] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Materialbearbeitungsmaschine, insbesondere Kreissägen, mit einer Werkzeugauflageflächenerweiterung auszugestalten, welche die vorhergehenden Aufgaben bezüglich eines optimierten Transports, Arbeitsvolumen und Arbeitssicherheit, besonders bei grösseren Werkstücken in Bezug auf die Maschinengrösse, erfüllen kann.
[0015] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Ausführungsform einer Materialbearbeitungsmaschine, insbesondere eine Kreissäge, beschrieben umfassend ein Maschinengrundgestell (10), an dem ein Bearbeitungswerkzeug (12) angeordnet ist, insbesondere ein Kreissägeblatt (12a) mittels einer Lagereinheit um seine Rotationsachse rotierbar gelagert ist, wobei das Bearbeitungswerkzeug in einer Schnittebene angeordnet ist und eine Schnittrichtung (S) definiert, einen Quertisch (14) mit einer horizontal liegenden Werkstückauflagefläche (16, 102), der in Schnittrichtung (S) relativ zum Bearbeitungswerkzeug beweglich ist wobei der Quertisch (14) ein Klapptischsystem (100) mit mindestens einem Schiebeprofillager (106) und einem mit dem Maschinengrundgestell (10) fixiert angebrachten Schiebeprofil (104) scharnierartig drehbar und linear mindestens in Schnittrichtung (S) verschiebbar, verbunden ist.
[0016] Zur Gruppe der Kreissägen zählen beispielsweise Baustellenkreissägen oder Kreissägen. Durch die Ergänzung einer Baustellenkreissäge mit einem Quertisch wird diese zu einer Art Formatkreissäge. Der Quertisch bildet dabei einen Schiebetisch zur Führung von insbesonders grösseren Werkstucken.
[0017] Durch die Ausfuhrung des Quertisches als Klapptisch bleibt die volumenoptimierte Materialbearbeitungsmaschine fur den Transport und bei Nichtgebrauch volumenoptimiert und ist bei Bedarf durch eine Klappbewegung des Quertisch als erweiterte Auflagefläche schnell, einfach und arbeitssicher einsetzbar.
[0018] Die Erfindung ist in besonders vorteilhafter Weise dadurch gebildet, dass am Maschinengrundgestell (10) ein Lastgleitprofil (112) angebracht ist, welches mindestens eine Führung (114) aufweist, an welchem eine am Quertisch (14) beweglich angebrachte Stutze (116) mit mindestens einem Lager (120) in Arbeitsstellung abstützbar gestaltet ist, wobei der Quertisch (14) und die Stutze (116) in Ruhestellung klappbar sind und mindestens die Stütze (116) mindestens teilweise im Grundvolumen (18) des Maschinengrundgestells (10) positionierbar sind. Eine Baustellenkreissäge mit den vorgänging erwähnten Merkmalen wird somit zu einer Art robusten Formatkreissäge und ist auch für den Einsatz im Aussenbereich in einer rauhen Umgebung verwendbar, insbesondere im Hoch- und Tiefbau.
[0019] Die am Quertisch angebrachte Stutze liegt in Arbeitsstellung kraftübertragend auf dem Lastgleitprofil auf. Damit ist eine robuste und sichere Positionierung der Werkstückauflageflächenerweiterung sichergestellt, welche die höheren Gewichte der grösseren Werkstucke aufnehmen kann. Durch die schwenkbar am Quertisch angebrachte Stütze, ist mittels Schwenkbewegung die Kraftübertragung auf das Lastgleitprofil unterbrechbar und gemeinsam mit dem Quertisch entlang der Tischbeine in Ruhestellung abgesenk- und positionierbar.
[0020] Von weiterem Vorteil ist, dass das Lastgleitprofil (112) und die Stütze (116) eine Absenkfuhrung (124, 124a, 124b) aufweisen, welche mittels eines Absenkweges (122) die Stütze (116) in Ruhestellung positioniert.
[0021] Beim Absenken des Quertisches ist es vorteilhaft, die Stütze über dem Lastgleitprofil in Richtung Mitte des Grundvolumens zu bewegen. Das Lastgleitprofil wirkt beim Absenken der Stütze dadurch als Absenkfuhrung, wenn die Stütze mit dem Lastgleitprofil in Kontakt steht.
[0022] Weiterhin ist es besonders nützlich, dass der Quertisch (14) und/oder die Materialbearbeitungsmaschine Befestigungselemente (140) aufweisen, welche den Quertisch in eingeklapptem Ruhezustand gegen Verschieben oder Drehen fixiert.
[0023] Die Befestigungselemente haben einzig die Aufgabe, in Ruhestellung den Quertisch so mit dem Bearbeitungsmaschinen zu blockieren, dass ein ungewolltes Lösen und Bewegen des Klapptischsystems ausschliessbar ist. Eine besonders einfache Ausgestaltung ist dabei, dass eine Verbindung zwischen dem Quertisch und dem Lastgleitprofil geschaffen wird, wobei am Quertisch ein verschiebbares Schiebeelement wie ein Stab oder eine Platte angebracht ist und das Ende des Stabes oder der Platte in eine am Lastgleitprofil angebrachte korrespondierende Offnung in Form eines Loches, eines Schlitzes oder mindestens einer Vertiefung, einbringbar ist.
[0024] Vorteilhaft ist auch, dass das Klapptischsystem mindestens aus einem Quertisch (14) mit einer Werkstückauflageflächenerweiterung (102), einem Schiebeprofillager (106), einem Stützendrehscharnier (118) mit einer Stütze (116) besteht, wobei die Stütze in Arbeitsstellung an einem Lastgleitprofil (112) abstützbar ist.
[0025] Das beschriebene Klapptischsystem ist als ergänzendes Modul für bestehende Materialbearbeitungsmaschine, insbesondere Kreissägen, insbesondere Baustellenkreissägen und andere Maschinen, an welchen ein Werkstuck insbesondere in linearer Bewegung in Schnitt- oder Bearbeitungsrichtung an einem Werkzeug bearbeitet wird, anbaubar. Der Quertisch weist dazu zwei Achsen auf, wobei eine Achse zur Werkstückauflagefläche führt und die zweite Achse eine Stutze drehbar an der Unterseite der Werkstuckauflageflächenerweiterung vorsieht, wobei die Stütze an zwei Füssen des am Maschinengrundgestell befestigten Lastgleitprofils abstutzbar ist.
[0026] Weiterhin kann es besonders nützlich sein, dass die Stütze (116) einen Absenkweg (122) definiert.
[0027] Wird die Stutze, in der dem Lastgleitprofil zugewandten Seite mit einer Führungslinie gestaltet, entsteht ein bestimmbarer Absenkweg des Klapptischsystems.
[0028] Dabei kann vorgesehen sein, dass die Stütze (116) eine Stützensicherung (126) aufweist.
[0029] Die Stützensicherung (126) ist beispielsweise ein die Stütze (116) mindestens über ein Lager (120) hinaus verlängerndes Element, insbesondere in Form eines blechartigen, plattenförmigen oder bolzenartigen Anschlagelements, welches so auslegbar ist, dass beim Anheben des Quertisches die Stütze den Kontakt zum Lastgleitelement verliert und aushängt. Die Stutzensicherung kann als integrierter Bestandteil der Stütze, oder als angebautes Verlängerungsteil, ausgestaltet sein.
[0030] Es kann auch vorgesehen werden, dass am Quertisch (14) Werkstückanschlagelemente (130) angebracht sind.
[0031] Der Quertisch kann mit Befestigungspunkten und -elementen ausgestaltet werden, um sämtliche üblichen Anschlagelement und neu entwickelte und zu entwickelnde Positionierungshilfsmittel verwenden zu können, welche eine bessere Bearbeitung von Werkstücken erlaubt.
[0032] Eine weitere nützliche Eigenschaft des Klapptischsystems besteht darin, dass der Quertisch (14) mindestens teilweise aus Blech hergestellt ist.
[0033] Durch eine mindestens teilweise Blechstruktur oder blechartige Struktur des Quertisch wird eine hohe Formstabilität bei geringem Gewicht erreicht, was die Beweglichkeit bei der Anwendung als Klapptischsystem erhöht. Neben metallischen Materialien sind auch andere Materialien wie Faserverbundstoffe oder andere Kunststoffe geeignet für eine blechartige Struktur des Quertisches. Die Herstellung eines Quertisches aus Blech oder blechartigen Strukturen ist zudem auch wirtschaftlich.
[0034] Ebenfalls kann eine weitere nützliche Eigenschaft sein, dass die Stutze (116) mindestens teilweise blechartig ausgebildet ist.
[0035] Die Stütze eignet sich ebenfalls, um aus Blech oder blechartigen Strukturen hergestellt zu werden. Neben den Gewichtseinsparungen und des leichteren Umganges beim Kippen ist auch eine wirtschaftliche Herstellung ein weiterer Vorteil.
[0036] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist es im Weiteren auch vorteilhaft, wenn ein Verfahren zum Bereitstellen, Verwenden und Fixieren eines linear verschiebbaren Klapptischsystems (100) mindestens folgende Schritte beinhaltet: Aufklappen des in Ruhestellung befindlichen Quertisches bis mindestens in die horizontale Arbeitsebene; Absenken der Stütze (116) bis das Lager (120) in Kontakt mit dem Lastgleitprofil (112) steht; während des Arbeitsprozesses verschieben des Quertisches je nach Anforderungen in Richtung oder Gegenrichtung der Schnittrichtung (S) maximal vom Startanschlag (108) bis zum Endanschlag (110); Nach der Nutzung des Quertisches anheben des Quertisches bis das Lager (120) durch stossen in Richtung des Grundvolumeninneren über das Lastgleitprofil (112) hebbar ist; Absenken des Quertisches durch Loslassen der Stütze (116), wobei die Absenkfuhrung (124) in Kontakt mit dem Lastgleitprofil (112) bringbar ist; Weiteres Absenken des Quertisches (14) bis zur Ruhestellung.
[0037] Sobald die Materialbearbeitungsmaschine an den jeweils neuen Arbeitsort transportiert oder verschoben wurde, kann durch wenige Handgriffe die Materialbearbeitungsmaschine einsatzbereit gemacht werden. Dazu werden allenfalls die Sicherungen gelöst und der Quertisch mindestens in die Arbeitsposition gedreht, respektive geklappt wird, wobei die Stütze auf dem Lastgleitelement auftrifft. Ist eine Stützensicherung angebracht wird dadurch verhindert, dass beim Anheben des Quertisches die Stutze den Kontakt mit dem Lastgleitelement vollständig verlieren kann. Der Quertisch ist nun arbeitsbereit und kann in Schnittrichtung zwischen dem Start- und dem Endanschlag beliebig vorwärts und ruckwärts verschoben werden und dabei ein über die Werkstückauflagefläche ragendes Werkstück mindestens während der Bearbeitung auf der Werkstückauflageflächenerweiterung abstützen so dass eine präzise und gefahrenfreie Bearbeitung des Werkstücks erfolgen kann. Soll die Materialbearbeitungsmaschine in die Ruhestellung gebracht werden, so ist durch Anheben des Quertisches und Lösen der Stütze vom Lastgleitelement ein Absenken des Quertisches entlang der Stütze respektive des Absenkweges in die Ruhestellung möglich. In der Ruhestellung können die Befestigungselemente in die Verriegelung eingebracht werden und damit eine Sicherung des Tischklappsystems am Maschinengrundgestellt sichergestellt werden.
[0038] Ein weiterer Vorteil des Verfahrens bietet sich dadurch, dass in Ruhestellung durch die Verriegelung (128) ein Bewegen des Klapptischsystems (100) blockierbar ist.
[0039] Sind die Befestigungselemente in der Verriegelung festgestellt, ist ein sicherer Transport der Materialbearbeitungsmaschine möglich. Das Transportvolumen ist dadurch minimiert ohne Demontage des Klapptischsystems, respektive des Quertisches.
[0040] Die Erfindung wird nun mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen anhand besonders bevorzugter Ausführungsformen beispielhaft erläutert. Figur 1 zeigt eine Materialbearbeitungsmaschinen nach dem Stand der Technik ; Figur 2 zeigt einen Quertisch an einem Grundgestell in Arbeitsstellung; Figur 3 zeigt einen Quertisch an einem Grundgestell in Arbeitsstellung; Figur 4 zeigt einen Quertisch in vorderer Arbeitsstellung; Figur 5 zeigt einen Quertisch in hinterer Arbeitsstellung; Figur 6 zeigt eine Materialbearbeitungsmaschinen mit Quertisch; Figur 7 zeigt einen Quertisch mit Lastgleitprofil auf der Stütze;
[0041] Bei der nachfolgenden Beschreibung der Zeichnungen bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder vergleichbare Komponenten. Folgt einem Bezugszeichen (zum Beispiel 12) ein Kleinbuchstabe (zum Beispiel 12a), so gelten beide Bezugszeichen insoweit als identisch, als sie gleiche oder vergleichbare Komponenten bezeichnen. Der Kleinbuchstabe dient lediglich der besseren Orientierung innerhalb der Zeichnungen.
[0042] InFigur 1wird eine Ausfuhrungsform nach dem Stand der Technik dargestellt. Die dargestellte Materialbearbeitungsmaschine, insbesondere eine Kreissäge, insbesondere eine Baustellenkreissäge, umfasst ein Maschinengrundgestell 10, an dem ein Bearbeitungswerkzeug 12 angeordnet ist, insbesondere ein Kreissägeblatt 12a mittels einer Lagereinheit um seine Rotationsachse rotierbar gelagert ist, wobei das Bearbeitungswerkzeug in einer Schnittebene angeordnet ist und eine Schnittrichtung S definiert, sowie mit einer horizontalen Werkstückauflagefläche 16. Eine Baustellenkreissäge dieser Art ist als UNIV BKS 45, BKS 50 und BKS 500G bekannt und weist ein Grundvolumen und ein an der Werkstuckzuführseite angebrachte Werkstückanschlagführung 20 auf, welche einzig für eine auf der Werkzeugauflagefläche verschiebbar angebrachtes Werkstückanschlagelement ausgelegt ist und welches linear in Schnittrichtung verschiebbar ist.
[0043] Einen ebenfalls typischen Stand der Technik einer Formatkreissägen zeigt die EP2100701A1, welche einen mit Teleskopvorrichtungen gelagerten Quertisch zeigt. Solche Vorrichtungen sind für stationäre Anlagen geeignet, da keine platzsparende Ruhestellung ohne Demontage des Quertisches von der Maschine, vorgesehen wurde.
[0044] Figur 2zeigt, einen Quertisch 14 als ein Klapptischsystem 100 mit mindestens einem Schiebeprofillager 106 und einem mit dem Maschinengrundgestellt 10 fixiert angebrachten Schiebeprofil 104 welches scharnierartig drehbar und linear mindestens in Schnittrichtung S verschiebbar, verbunden ist. Die Ansicht zeigt nur einen Ausschnitt des Maschinengrundgestells 10, nämlich soweit, dass die Kopplung des Klapptischsystems am Maschinengrundgestell mit Anschluss an der Werkstückauflagefläche 16 einerseits und mit dem an mindestens einem, vorzugsweise an zwei Tischbeinen angebrachten Lastgleitprofil 112, andererseits, ersichtlich ist. Am Maschinengrundgestell 10 ist ein Lastgleitprofil 112 angebracht, welches mindestens eine Führung 114) aufweist, an welchem eine am Quertisch 14 beweglich angebrachte Stütze 116 mit mindestens einem Lager 120 in Arbeitsstellung abstützbar gestaltet ist.
[0045] Typischerweise ist die Stutze mit mindestens je einem horizontal und einem vertikal angebrachten Lager 120 mit dem Lastgleitelement in Kontakt. Als Lager eignen sich besonders reibungsarme und belastbare Lager, da uber die Stütze eine grössere Kraft auf das Lastgleitelement übertragen werden kann. Trotzdem soll ein Verschieben des Quertisches mit dem Werkstück möglichst kraftschonend in Schnittrichtung vor- oder rückwärts erfolgen können. Als Lager eignen sich daher auch Kugel- oder Rolllager bevorzugt von Gleitlagern beliebiger Art. Als Lastgleitelement eignet sich ein Hohl oder Vollprofil mit einer flachen Oberfläche mindestens bei den von den Lagern in Kontakt stehenden Flächen. Die Form des Profils kann L, U, vier- oder mehrkantig sein. Selbst ein Rundprofil ist je nach Lagerart einsetzbar.
[0046] Die Werkstückauflageflächenerweiterung 102 soll die Werkstückauflagefläche typischerweise in der gleichen Ebene erweitern. Dabei ist je nach Anwendung eine geringe parallele Distanz justierbar und allenfalls gewünscht, um einen idealen Werkstücktransport sicherzustellen. Entsprechend kann die Klapptischvorrichtung mit einer Justiervorrichtung für die Werkstückauflageflächenerweiterung 102 vorgesehen werden.
[0047] Figur 3zeigt den Quertisch 14 und die Stütze 116 in Ruhestellung geklappt und mindestens die Stütze 116 welche mindestens teilweise im Grundvolumen 18 des Maschinengrundgestells (10) positioniert ist, aus der gleichen Sicht wie beiFigur 2.
[0048] Das Lastgleitprofil 112 bildet mit der Stütze 116 eine Absenkführung 124, 124a, 124b, welche mittels eines Absenkweges 122 die Stütze 116 in Ruhestellung positioniert. Der Quertisch 14 und/oder die Materialbearbeitungsmaschine weisen Befestigungselemente 140 auf, welche den Quertisch in der eingeklappten Ruhestellung gegen Verschieben und/oder Drehen fixiert. So ist ein sicherer Transport oder ein Verschieben möglich bei minimalem Volumen.
[0049] Figur 4zeigt ein Klapptischsystem an einer angedeuteten Materialbearbeitungsmaschine, wobei am Quertisch 14 Werkstuckanschlagelemente 130 angebracht sind.
[0050] Der Quertisch befindet sich in Schnittrichtung S am Startanschlag. Diese Position des Quertisches eignet sich besonders um ein Werkstuck fur die Bearbeitung auf der Werkstuckauflagefläche 16 und die Werkstückauflageflächenerweiterung 102 zu positionieren und mit den Werkstuckanschlagelementen in die gewunschte Schneideposition zu bringen. Die Auslegung des Quertisches hängt sehr stark von der gewünschten maximalen Schnittlänge des Werkstuckes ab.
[0051] Figur 5zeigt, ein Klapptischsystem an einer Materialbearbeitungsmaschine, wobei am Quertisch 14 Werkstückanschlagelemente 130 angebracht sind. Der Quertisch befindet sich in Schnittrichtung S am Endanschlag.
[0052] Figur 6zeigt eine Materialbearbeitungsmaschine, insbesondere eine Kreissäge, bestehend aus einem Maschinengrundgestell 10, an dem ein Bearbeitungswerkzeug 12 angeordnet ist, insbesondere ein Kreissägeblatt 12a welches mittels einer Lagereinheit um seine Rotationsachse rotierbar gelagert ist, wobei das Bearbeitungswerkzeug in einer Schnittebene angeordnet ist und eine Schnittrichtung S definiert, sowie einem Quertisch 14 mit einer horizontal liegenden Werkstuckauflagefläche 16, 102, welcher in Schnittrichtung S relativ zum Bearbeitungswerkzeug beweglich ist. Der Quertisch 14 ist Teil eines Klapptischsystems 100 mit mindestens einem Schiebeprofillager 106 und einem mit dem Maschinengrundgestell 10 fixiert angebrachten Schiebeprofil 104. Der Quertisch ist scharnierartig drehbar und linear mindestens in Schnittrichtung S verschiebbar gelagert. Dargestellt ist auch ein Klapptischsystem 100 an einer Materialbearbeitungsmaschine, wobei das Klapptischsystem mindestens aus einem Quertisch 14 mit einer Werkstückauflageflächenerweiterung 102, einem Schiebeprofillager 106, einem Stutzendrehscharnier 118 mit einer Stütze 116 besteht, wobei die Stütze in Arbeitsstellung an einem Lastgleitprofil 112 abstützbar ist.
[0053] Als weitere Option kann der Quertisch 14 einen Auszug 200 aufweisen, welcher die Fläche der Werkstücksauflageflächenerweiterung nochmals deutlich vergrössert. Der Auszug 200 kann als teleskop- oder schubladenartig aber auch als scheren- oder doppelscherenartiger-Auszug ausgebildet sein.
[0054] Figur 7zeigt ein Klapptischsystem an einer Materialbearbeitungsmaschinen wobei das Klapptischsystem mindestens aus einem Quertisch 14 mit einer Werkstuckauflageflächenerweiterung 102, einem Schiebeprofillager 106, einem Stuckendrehscharnier (Stützendrehscharnier 118 mit einer Stütze 116 besteht, wobei die Stütze in Arbeitsstellung an einem Lastgleitprofil 112 abstutzbar ist. Die Stutze 116 definiert dabei einen Absenkweg 122. Im Weiteren weist die Stütze 116 eine Stützensicherung 126 auf. Am Quertisch 14 sind Werkstuckanschlagelemente 130 angebracht. Der Quertisch 14 ist mindestens teilweise aus Blech hergestellt, sowie die Stütze 116 welche mindestens teilweise blechartig ausgebildet ist. Um den Quertisch mit einem blechartigen Aufbau stabiler zu gestalten können verstärkende Elemente wie Lamellen oder Stützen fest eingebaut oder eingeschweisst werden. Diese Stutzen können gleichzeitig auch mit einem Stützendrehscharnier ausgestaltet werden. Damit lässt sich die Distanz zwischen dem Startanschlag und dem Endanschlag bestimmen, insbesondere wenn die Dimensionierung der Stütze mitberucksichtigt wird. Die Verwendung von zwei Stützen 116 ist vorteilhaft, da dadurch besonders beim Verschieben des Quertisches die Kräfte besser auf das Lastgleitelement ubertragbar sind. Die blechartige und gewichtoptimierte Stütze in Figur 7 zeigt, dass das Grundkonzept mit zwei Stützen auch als eine Art Doppelstütze besonders vorteilhaft ausführbar ist. Neben der idealen Kraftübertragung zwischen Quertisch und Lastgleitelement zeigen sich auch Vorteile bezuglich Robustheit und Störungsanfälligkeit. Besonders vorteilhaft ist eine symetrische oder mindestens quasisymetrische Anordnung der Stütze und des Schiebeprofillagers 106 am Quertisch.
[0055] DieFiguren 2 bis 5zeigen die verschiedenen Verfahrensschritte zum Bereitstellen, Verwenden und Fixieren eines linear verschiebbaren Klapptischsystems 100 mit folgenden Schritten: Figur 2zeigt die Endposition des Klapptischsystems nach dem Aufklappen des in Ruhestellung befindlichen Quertisches. Das Aufklappen erfolgt dabei bis mindestens in die horizontale Arbeitsebene. Die Stutze kann dabei so weit angehoben werden, dass, nur noch die Stützensicherung mit dem Lastgleitelement in Kontakt stehen kann. Fehlt diese Stutzensicherung kann die Stütze auch von Hand gehalten werden. Es folgt das Absenken der Stütze 116 bis das Lager 120 in Kontakt mit dem Lastgleitprofil 112 steht. Die Stütze ist nun zwischen dem Quertisch und dem Lastgleitelement kraftubertagungsfähig positioniert. Während des Arbeitsprozesses wird der Quertisch je nach Anforderungen in Richtung oder Gegenrichtung der Schnittrichtung S maximal vom Startanschlag 108(Figur 4)bis zum Endanschlag 110(Figur 5)verschoben. Der Quertisch trägt mindestens ein Teil des Gewichts des aufzulegenden Werkstucks. Die Belastung des Quertisches wird dabei über die Stütze und weiter über die Lager auf das Lastgleitprofil übertragen. Dank der möglichst gleitarmen Lager lässt sich der Quertisch auch bei der Übertragung grösserer Gewichte von Werkstucken mit geringem Arbeitsaufwand in Schnittrichtung S bewegen und wieder entgegen der Schnittrichtung retour schieben. Diese Entlastung für die Bedienung der Materialbearbeitungsmaschine erhöht die Arbeitssicherheit enorm. InFigur 3wird die Ruhestellung des Klapptischsystems gezeigt. Nach der Nutzung des Quertisches wird durch Anheben des Quertisches, bis das untere Ende der Stütze mit dem Lager 120 in Richtung des Grundvolumeninneren über das Lastgleitprofil 112 anhebbar ist. Durch das nun folgende Absenken des Quertisches gleitet die Stütze im Grundvolumeninneren gegen in Richtung Tischbein nach unten. Die Stütze 116 kann nun losgelassen werden, da die Absenkfuhrung 124 in Kontakt mit dem Lastgleitprofil 112 steht und durch ein weiteres Absenken des Quertisches 14 die dargestellte Ruhestellung erreicht wird.
[0056] Figur 3zeigt auch, wie in Ruhestellung durch die Verriegelung 128 durch die Befestigungselemente 140 ein Bewegen des Klapptischsystems 100 blockierbar ist. Ohne diese Verriegelung funktioniert das Anheben und Absenken trotzdem, es muss jedoch von der Bedienung darauf geachtet werden, dass die Stützen die jeweils richtige Position ein nimmt. Es sind auch andere Möglichkeiten gegeben, welche als Stützensicherung dienen, wie beispielsweise ein am Maschinengrundgestell angebrachtes Seilsystem mit oder ohne elastischem Verhalten.
[0057] Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Anspruchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination fur die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.
Bezugszeichenliste
[0058] 10 Maschinengrundgestell 12 Bearbeitungswerkzeug 12a Kreissägeblatt 14 Quertisch 16 Werkstückauflagefläche 18 Grundvolumen 20 Werkstückanschlagführung 22 Tischbein 100 Klapptischsystem 102 Werkstückauflageflächenerweiterung 104 Schiebeprofil 106 Schiebeprofillager 108 Startanschlag 110 Endanschlag 112 Lastgleitprofil 114 Führung 116 Stutze 118 Stützendrehscharnier 118a Stützendrehachse 120 Lager 122 Absenkweg 124 Absenkführung 124a feste Absenkführung 124b gleitende Absenkführung 126 Stützensicherung 128 Verriegelung 130 Werkstückanschlagelemente 140 Befestigungselemente 200 Auszug S Schnittrichtung
Claims (12)
1. Materialbearbeitungsmaschine, insbesondere eine Kreissäge, insbesondere eine Baustellenkreissäge, umfassend
– ein Maschinengrundgestell (10), an dem ein Bearbeitungswerkzeug (12) angeordnet ist, insbesondere ein Kreissägeblatt (12a) welches mittels einer Lagereinheit um eine Rotationsachse rotierbar gelagert ist, wobei das Bearbeitungswerkzeug in einer Schnittebene angeordnet ist und eine Schnittrichtung (S) definiert,
– einen Quertisch (14) mit einer horizontal liegenden Werkstückauflagefläche (16, 102), der in Schnittrichtung (S) relativ zum Bearbeitungswerkzeug beweglich istdadurch gekennzeichnet, dass der Quertisch (14) ein Klapptischsystem (100) mit mindestens einem Schiebeprofillager (106) und einem mit dem Maschinengrundgestell (10) fixiert angebrachten Schiebeprofil (104) scharnierartig drehbar und linear mindestens in Schnittrichtung (S) verschiebbar, verbunden ist.
2. Materialbearbeitungsmaschine nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, dass am Maschinengrundgestell (10) ein Lastgleitprofil (112) angebracht ist, welches mindestens eine Fuhrung (114) aufweist, an welchem eine am Quertisch (14) beweglich angebrachte Stütze (116) mit mindestens einem Lager (120) in Arbeitsstellung abstützbar gestaltet ist, wobei der Quertisch (14) und die Stutze (116) in Ruhestellung klappbar sind und mindestens die Stütze (116) mindestens teilweise im Grundvolumen (18) des Maschinengrundgestells (10) positionierbar ist.
3. Materialbearbeitungsmaschine nach Anspruch 2,dadurch gekennzeichnet, dass das Lastgleitprofil (112) und die Stutze (116) eine Absenkfuhrung (124, 124a, 124b) aufweisen, welche mittels eines Absenkweges (122) die Stütze (116) in Ruhestellung positioniert.
4. Materialbeschaffungsmaschinen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, dass der Quertisch (14) und/oder die Materialbearbeitungsmaschine Befestigungselemente (140) aufweisen, welche den Quertisch in eingeklapptem Ruhezustand gegen Verschieben oder Drehen fixiert.
5. Klapptischsystem an einer Materialbearbeitungsmaschinen, insbesondere an einer Kreissäge, insbesondere an einer Baustellenkreissäge, nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, dass das Klapptischsystem mindestens aus einem Quertisch (14) mit einer Werkstückauflageflächenerweiterung (102), einem Schiebeprofillager (106), einem Stützendrehscharnier (118) mit einer Stütze (116) besteht, wobei die Stutze in Arbeitsstellung an einem Lastgleitprofil (112) abstutzbar ist.
6. Klapptischsystem an einer Materialbearbeitungsmaschinen nach Anspruch 5,dadurch gekennzeichnet, dass die Stutze (116) einen Absenkweg (122) definiert.
7. Klapptischsystem an einer Materialbearbeitungsmaschinen nach einem der Anspruche 5 oder 6,dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (116) eine Stützensicherung (126) aufweist.
8. Klapptischsystem an einer Materialbearbeitungsmaschinen nach einem der Anspruche 5 bis 7,dadurch gekennzeichnet, dass am Quertisch (14) Werkstückanschlagelemente (130) angebracht sind.
9. Klapptischsystem an einer Materialbearbeitungsmaschinen nach einem der Anspruche 5 bis 8,dadurch gekennzeichnet, dass der Quertisch (14) mindestens teilweise aus Blech hergestellt ist.
10. Klapptischsystem an einer Materialbearbeitungsmaschinen nach einem der Ansprüche 5 bis 9,dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (116) mindestens teilweise blechartig ausgebildet ist.
11. Verfahren zum Bereitstellen, Verwenden und Fixieren eines linear verschiebbaren Klapptischsystems (100) nach einem der vorhergehenden Anspruche, mit folgenden Schritten:
a. Aufklappen des in Ruhestellung befindlichen Quertisches bis mindestens in die horizontale Arbeitsebene;
b. Absenken der Stütze (116) bis das Lager (120) in Kontakt mit dem Lastgleitprofil (112) steht.
c. während des Arbeitsprozesses verschieben des Quertisches je nach Anforderungen in Richtung oder Gegenrichtung der Schnittrichtung (S) maximal vom Startanschlag (108) bis zum Endanschlag (110);
d. Nach der Nutzung des Quertisches anheben des Quertisches bis das Lager (120) durch stossen in Richtung des Grundvolumeninneren uber das Lastgleitprofil (112) hebbar ist;
e. Absenken des Quertisches durch Loslassen der Stutze (116), wobei die Absenkführung (124) in Kontakt mit dem Lastgleitprofil (112) bringbar ist;
f. Weiteres Absenken des Quertisches (14) bis zur Ruhestellung.
12. Verfahren nach Anspruch 11,dadurch gekennzeichnet, dass in Ruhestellung durch die Verriegelung (128) ein Bewegen des Klapptischsystems (100) blockierbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH000058/2024A CH721517A2 (de) | 2024-01-18 | 2024-01-18 | Materialbearbeitungsmaschine, Klapptischsystem und Verfahren zur Verwendung des Klapptischsystems |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH000058/2024A CH721517A2 (de) | 2024-01-18 | 2024-01-18 | Materialbearbeitungsmaschine, Klapptischsystem und Verfahren zur Verwendung des Klapptischsystems |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH721517A2 true CH721517A2 (de) | 2025-07-31 |
Family
ID=96581724
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH000058/2024A CH721517A2 (de) | 2024-01-18 | 2024-01-18 | Materialbearbeitungsmaschine, Klapptischsystem und Verfahren zur Verwendung des Klapptischsystems |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH721517A2 (de) |
-
2024
- 2024-01-18 CH CH000058/2024A patent/CH721517A2/de unknown
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