CH721519B1 - Gerät, insbesondere ein Haushaltsgerät, mit einem GUI und einem Regler - Google Patents
Gerät, insbesondere ein Haushaltsgerät, mit einem GUI und einem ReglerInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Gerät, insbesondere ein Haushaltsgerät, insbesondere ein Gargerät, mit einem Regler (13) einem GUI (11) und einer Steuerung. Der Regler (13) ist insbesondere als ein Drehregler ausgestaltet und der Regler (13) ist in eine Mehrzahl von diskreten Positionen bewegbar. Das GUI (11) ist ausgestaltet, mindestens zwischen einer ersten, einer zweiten und einer dritten Bediensituation hin- und her zuschalten. Die Steuerung dient der Steuerung des Geräts mit dem GUI (11). Zumindest in der ersten Bediensituation umfasst das Gerät eine erste Schaltfläche, wobei das GUI durch Betätigung der ersten Schaltfläche in die zweite Bediensituation wechselt. In der zweiten Bediensituation stehen mindestens die folgenden zwei Bedienoptionen zur Verfügung: A) durch eine Bewegung des Reglers (13) unmittelbar nach Wechsel von der ersten zur zweiten Bediensituation wechselt das GUI (11) zurück in die erste oder in die dritte Bediensituation, B) die Steuerung versetzt das Gerät in einen Stand-By-Modus, falls unmittelbar nach Wechsel von der ersten zur zweiten Bediensituation während einer bestimmten Zeitdauer weder das GUI (11) bedient, noch der Regler (13) bewegt werden.
Description
Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Gerät, insbesondere ein Haushaltsgerät, insbesondere ein Gargerät, mit einem Regler, einem GUI und einer Steuerung. Der Regler ist insbesondere als Drehregler oder als Drehknopf ausgestaltet und kann in eine Mehrzahl von diskreten Positionen bewegt bzw. gedreht werden. Das GUI, d.h. eine grafische Benutzeroberfläche, ist ausgestaltet, zwischen mindestens einer ersten, einer zweiten und einer dritten Bediensituation hin- und her zuschalten.
Hintergrund
[0002] Haushaltsgeräte, wie beispielsweise Gargeräte, Kühlgeräte, Waschmaschinen oder Wäschetrockner, sind bekannt, welche vom Benutzer über ein GUI bedient werden können. Das GUI kann beispielsweise durch Drehknöpfe ergänzt werden, welche der Benutzer drehen kann, um Parameterwerte einzustellen oder zwischen unterschiedlichen Programmarten zu wechseln.
[0003] Bekannte Optimierungen bestehen darin, dass der Benutzer häufig verwendete Programme mit möglichst wenig Bedienaufwand starten kann, oder dass der Benutzer das GUI intuitiv und ohne Betriebsanleitung bedienen kann. Die Bedienung eines Haushaltsgeräts stellt insbesondere für sehbehinderte Personen eine Herausforderung dar. Es gilt, die Bedienung dahingehend zu vereinfachen, dass auch sehbehinderte Personen ohne Unterstützung das Haushaltsgerät bedienen können.
Darstellung der Erfindung
[0004] Es stellt sich die Aufgabe, ein Gerät bereitzustellen, welches mittels eines GUIs und eines Reglers möglichst einfach bedienbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Gerät gemäss dem unabhängigen Anspruch gelöst. Ein solches Gerät ist insbesondere ein Gargerät, d.h. beispielsweise ein Backofen, ein Dampfgargerät, eine Mikrowelle oder ein Kombigargerät, eine Waschmaschine, ein Wäschetrockner oder ein Kühlgerät. Das Gerät umfasst
–
einen Regler, insbesondere einen Drehregler, insbesondere einen Drehknopf. Der Regler kann in eine Mehrzahl von diskreten Positionen bewegt, insbesondere gedreht, werden. Beispielsweise kann ein Drehregler über eine vollständige Drehung von 360° insgesamt zwischen 10 und 20 diskrete Positionen anfahren.
–
ein GUI, d.h. eine grafische Benutzeroberfläche. Ein GUI dient bei einem Gerät dazu, dem Benutzer Informationen anzuzeigen und vom Benutzer Instruktionen zu empfangen. Insbesondere ist das GUI als ein berührungsempfindlicher Bildschirm ausgestaltet. Das GUI ist derart ausgestaltet, dass zwischen einer ersten, einer zweiten und einer dritten Bediensituation hin- und her geschaltet werden kann. Insbesondere stellen unterschiedliche Menüs, Untermenüs oder Einstellfelder, z.B. zur Einstellung einer Gartemperatur oder zur Auswahl eines Garprogramms, unterschiedliche Bediensituationen dar.
–
eine Steuerung zur Steuerung des Geräts und des GUIs. Beispielsweise bei einem Gargerät steuert die Steuerung Heizvorrichtungen, Lüfter und das GUI.
[0006] Das Gerät ist derart ausgestaltet, dass es in der ersten Bediensituation eine erste Schaltfläche aufweist und in der ersten Bediensituation durch, insbesondere einmalige, Betätigung der ersten Schaltfläche das GUI in die zweite Bediensituation wechselt. Insbesondere wird die erste Schaltfläche durch das GUI realisiert, d.h. das GUI zeigt die Schaltfläche an.
[0007] Nach dem Wechsel von der ersten in die zweite Bediensituation stehen sodann die folgenden zwei Bedienoptionen zur Verfügung stehen:
A)
Durch eine Bewegung des Reglers, insbesondere unmittelbar nach Erreichen der zweiten Bediensituation, wechselt das GUI zurück in die erste oder in die dritte Bediensituation.
B)
Die Steuerung versetzt das Gerät in einen Stand-By-Modus, falls, insbesondere unmittelbar, nach Wechsel von der ersten zur zweiten Bediensituation während einer bestimmten Zeitdauer weder das GUI bedient, noch der Regler bewegt werden. D.h. das Gerät wechselt in den Stand-By-Modus nach einem Timeout einer bestimmten Zeitdauer nachdem die erste Schaltfläche betätigt worden ist.
[0008] Der Stand-By-Modus ist der Zustand des Geräts, in dem die eigentliche Nutzfunktion temporär deaktiviert ist, aber jederzeit und ohne Vorbereitungen oder längere Wartezeiten wieder aktiviert werden kann.
[0009] Insbesondere darf das Gerät im Stand-By-Modus nicht mehr als 1 Watt, insbesondere nicht mehr als 0.8 Watt, insbesondere nicht mehr als 0.5 Watt, Leistung aufnehmen.
[0010] Insbesondere ist der Stand-By-Modus ein Modus, welcher für den Fall vorgesehen ist, dass das Gerät mindestens fünf Minuten, insbesondere mindestens 30 Minuten, nicht betrieben werden soll.
[0011] Das beschriebene Verhalten des GUI bietet die Möglichkeit, dass durch Betätigen einer einzigen Schaltfläche das Gerät sowohl in den Stand-By-Modus gesetzt werden kann, als auch, dass der Regler zurückgesetzt werden kann. Dies ermöglicht eine besonders einfache Bedienung für eine sehbehinderte Person, da sie mit einer einzigen Schaltfläche mehrere Funktionen nutzen kann.
[0012] Mit Vorteil ist das GUI derart ausgestaltet, dass, nachdem durch Betätigung der ersten Schaltfläche von der ersten Bediensituation zur zweiten Bediensituation gewechselt wurde, gemäss Bedienoption A) bei Bewegung des Reglers das GUI zwischen verschiedenen Betriebsprogrammen blättert bzw. wechselt, welche Betriebsprogramme dann insbesondere aktiviert werden können.
[0013] Insbesondere startet direkt nach dem Wechsel von der ersten zur zweiten Bediensituation das Blättern mit dem Regler immer mit dem gleichen Betriebsprogramm, nämlich mit dem ersten Betriebsprogramm. D.h. blättert der Benutzer mit dem Regler zwischen den Betriebsprogrammen, betätigt anschliessend die erste Schaltfläche, so kann der Benutzer anschliessend mit dem Blättern von vorne starten. Mit anderen Worten wird der Stapel an Betriebsprogrammen, welche durch ein Bewegen des Reglers angefahren werden können, stets von vorne durchblättert, nachdem die erste Schaltfläche betätigt wurde. Der Stapel wird durch Betätigen der ersten Schaltfläche also zurückgesetzt.
[0014] Diese Bedienmöglichkeit ist für sehbehinderte Benutzer besonders vorteilhaft. Ein sehbehinderter Benutzer weiss beispielsweise, dass er den Regler um eine bestimmte Anzahl Schritte bewegen muss, um zum gewünschten Betriebsprogramm zu gelangen. Verzählt sich der Benutzer, kann er die erste Schaltfläche betätigen, die Auswahl der Betriebsprogramme wird zurückgesetzt und der Benutzer kann den Regler erneut bewegen und die Schritte von vorne zählen. Die gleiche Schaltfläche kann der Benutzer sodann auch benutzen, um das Gerät in den Stand-By-Modus zu versetzen.
[0015] Insbesondere beträgt die bestimmte Zeitdauer gemäss Bedienoption B) mindestens 30 Sekunden, insbesondere mindestens eine Minute, insbesondere mindestens zwei Minuten, insbesondere mindestens drei Minuten. Diese Zeitdauer entspricht dem Timeout, nachdem das Gerät in den Stand-By-Modus wechselt, nachdem die erste Schaltfläche betätigt und das Gerät dann nicht weiter bedient wurde.
[0016] Mit Vorteil ist das Gerät ausgestaltet, dass der Stand-By-Modus durch die alleinige Bewegung des Reglers oder durch die Betätigung des GUI verlassen werden kann.
[0017] Vorteilhaft ist der Regler ausgestaltet, dass das Erreichen der diskreten Positionen haptisch feststellbar ist. D.h. der Benutzer kann die Anzahl gefahrener diskreter Positionen durch das haptische Feedback zählen. Dies ermöglicht einer sehbehinderten Person, den Regler zusammen mit dem GUI sicher zu bedienen.
[0018] Das GUI ist insbesondere als ein berührungsempfindlicher Bildschirm ausgestaltet.
[0019] Mit Vorteil ist das Gerät ausgestaltet, durch Bewegen des Reglers zwischen unterschiedlichen Betriebsprogrammen zu blättern, oder den Wert von Betriebsparametern, insbesondere bei einem Gargerät die Temperatur, zu variieren. Insbesondere kann ein als Gargerät ausgestaltetes Gerät einen ersten Regler und einen zweiten Regler aufweisen, wobei durch Bewegung des ersten Reglers zwischen unterschiedlichen Garprogrammen gewechselt werden kann und durch Bewegung des zweiten Reglers zwischen unterschiedlichen Gartemperaturen gewechselt werden kann.
[0020] Insbesondere zeigt das GUI im Stand-By-Modus eine Uhrzeit oder nichts an. Zeigt das GUI nichts an, bildet es insbesondere eine schwarze Fläche.
[0021] Mit Vorteil ist die erste Schaltfläche als Button ausgestaltet. D.h. die erste Schaltfläche kann die Zustände betätigt oder nicht betätigt einnehmen. Bei einem berührungsempfindlichen Bildschirm erfolgt die Betätigung durch einmaliges Berühren des Bildschirmes.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0022] Weitere Ausgestaltungen, Vorteile und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen:
Fig. 1
ein Gargerät mit einer Bedieneinheit;
Fig. 2
eine schematische Darstellung von Steuereinheit und Bedieneinheit;
Fig. 3a
die Bedieneinheit mit einem GUI im Stand-By-Modus;
Fig. 3b
die Bedieneinheit, wobei das GUI ein Startmenü anzeigt;
Fig. 3c
die Bedieneinheit, wobei das GUI die Auswahl eines Betriebsprogramms ermöglicht;
Fig. 3d
die Bedieneinheit, wobei das GUI die Einstellung der Gartemperatur ermöglicht; und
Fig. 3e
die Bedieneinheit, wobei das GUI den Zustand während eines Betriebsprogramm anzeigt.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0023] Fig. 1 zeigt ein Haushaltsgerät mit einer Bedieneinheit 1. In der vorliegenden Ausführungsform ist das Gerät ein Gargerät zum Einbau in einer Küche. Das Gargerät umfasst einen Garraum, welcher mit einer an der Frontseite angeordneten Tür 21 geöffnet und geschlossen werden kann. Das Gargerät kann beispielsweise ein Backofen, ein Dampfgargerät, eine Mikrowelle oder ein Gargerät mit mehreren der genannten Garfunktionen sein. An der Frontseite ist oberhalb der Tür 21 eine Blende 22 angeordnet. In der Mitte der Blende 22 befindet sich die Bedieneinheit 1. Wie in den Fig. 3a bis 3e gezeigt, umfasst die Bedieneinheit 1 ein GUI 11 und einen ersten Drehregler 12 und einen zweiten Drehregler 13.
[0024] Die Fig. 2 zeigt eine Steuereinheit 3, mit einem Mikroprozessor oder Mikrocontroller 31, welcher mit einem Speicher 32 verbunden ist. Im Speicher sind Informationen zur Menüführung des GUI 11 abgespeichert. Die Informationen zur Menüführung können fabrikseitig, oder vom Benutzer individuell gespeichert sein.
[0025] Die Steuereinheit 3 ist mit der Bedieneinheit 1, d.h. mit dem GUI 11 und den Drehreglern 12 und 13 verbunden.
[0026] Das GUI 11 ist eine grafische Benutzeroberfläche. Es zeigt unter anderem Schaltflächen an, welche durch den Benutzer mittels Berührung der GUI-Oberfläche betätigen kann. Wie in Fig. 3a gezeigt, sind links und rechts des GUI 11 Drehregler 12 und 13 angeordnet. Der erste Drehregler 12 dient der Einstellung eines Parameters, insbesondere der Garraumtemperatur. Der zweite Drehregler 13 dient insbesondere der Auswahl eines Betriebsprogramms.
[0027] Die Drehregler 12 und 13 können in eine Mehrzahl von diskreten Positionen gedreht werden. Beispielsweise können während einer vollständigen Umdrehung 15 Positionen erreicht werden. Befindet sich der Drehregler zwischen zwei diskreten Positionen und der Benutzer löst den Kontakt zwischen seiner Hand und dem Drehregler, so springt der Drehregler automatisch in die nächstliegende diskrete Position. Zudem gibt das Erreichen einer diskreten Position ein haptisches Feedback, sodass eine sehbehinderte Person die Anzahl gefahrener, diskreter Positionen ausgehend von einem Startpunkt zählen kann.
[0028] Die Fig. 3a zeigt die Bedieneinheit 1 in einem Zustand, während welchem sich das Gargerät im Stand-By-Modus befindet. Das GUI zeigt lediglich eine Uhrzeit an. Der Benutzer kann das Gargerät aus dem Stand-By-Modus versetzen, indem er an einem beliebigen Ort das GUI 11 berührt. Im Stand-By-Modus gemäss Fig. 3a sind die beiden Drehregler 12 und 13 inaktiv. D.h. das Gargerät reagiert nicht auf eine Betätigung von einem der Drehregler 12 oder 13.
[0029] Nach Berührung des GUI 11 im Stand-By-Modus wechselt das GUI 11 in ein Startmenü, wie es in Fig. 3b gezeigt ist. Das GUI 11 zeigt insgesamt vier Schaltflächen an, welche der Benutzer durch Berührung betätigen kann. Die Schaltfläche 14 dient der Aktivierung einer Zeituhr. Die Schaltfläche 15 dient der Aktivierung des Lichtes im Garraum. Die Schaltfläche 16 dient der Aktivierung einer Wärmeschublade zum Wärmen von Geschirr. Die Schaltfläche 17 dient dem Aufrufen eines Untermenüs für allgemeine Benutzereinstellungen des Gargeräts. Oberhalb der Schaltflächen wird die Uhrzeit angezeigt.
[0030] Ist das Startmenü gemäss Fig. 3b aktiv, so kann der Benutzer durch Drehen des zweiten Drehreglers 13 in ein Menü zur Auswahl eines Betriebsprogramms gelangen, wie es in Fig. 3c gezeigt ist. Dreht der Benutzer den Drehregler 13 ausgehend vom Nullpunkt in eine erste diskrete Position, so zeigt das GUI 11 das Menü gemäss Fig. 3c an. Das GUI 11 fokussiert auf die zentrierte, quadratisch umrahmte Betriebsart, welche vorliegend einen Umluftbetrieb darstellt und durch einen Lüfter illustriert ist. Würde der Benutzer den Drehregler in die nächste diskrete Position drehen, so würde das in Fig. 3c im GUI 11 rechts abgebildete Symbol in das Zentrum des GUI 11 rücken und quadratisch umrahmt werden. In diesem Fall würde das GUI 11 auf die Betriebsart Ober-/Unterhitze fokussieren, welche durch ein Quadrat illustriert ist, oben und unten eine Doppellinie und seitlich eine einfache Linie aufweist. Unterhalb des fokussierten Betriebsprogramms wird eine Standard-Garraumtemperatur angezeigt, welche hier 180°C entspricht.
[0031] Fokussiert das GUI auf der gewünschten Betriebsart kann der Benutzer durch Drehen des ersten Reglers 12 die Garraumtemperatur einstellen. Das GUI 11 wechselt in die Anzeige gemäss Fig. 3d und fokussiert auf den eingestellten Temperaturwert, welcher hier 200°C entspricht. Führt der Benutzer keine weitere Einstellung durch, springt das GUI nach einem Timeout von beispielsweise fünf Sekunden automatisch in den Betriebsmodus, d.h. das gewählte Betriebsprogramm mit der gewählten Garraumtemperatur wird gestartet und das GUI 11 wechselt zur Anzeige gemäss Fig. 3e. Wäre der Benutzer mit der Standardtemperatur von 180°C, wie in Fig. 3c gezeigt, bereits zufrieden gewesen, so hätte er den ersten Drehregler 12 nicht betätigen müssen und die Anzeige wäre nach einem Timeout von beispielsweise fünf Sekunden automatisch von der Bediensituation gemäss Fig. 3c in die Bediensituation gemäss Fig. 3e gesprungen und das Betriebsprogramm hätte gestartet.
[0032] Während des Betriebs des Betriebsprogramms bzw. vorliegend des Garprogramms hat der Benutzer jederzeit die Möglichkeit die Garraumtemperatur durch Betätigung des ersten Drehreglers 12 und die Betriebsart durch Betätigung des zweiten Drehreglers 13 zu ändern. Zudem kann der Benutzer durch Betätigung der Schaltflächen 14, 15 und 16 die Zeituhr, das Licht im Garraum oder die Wärmeschublade aktivieren. Im Feld 18 wird dem Benutzer zudem die gemessen Ist-Temperatur im Garraum angezeigt.
[0033] Links oben im GUI 11 ist eine Schaltfläche vorhanden, welche mit der Bezugsziffer 19 gekennzeichnet ist. Betätigt der Benutzer diese Schaltfläche, wird das Betriebsprogramm gestoppt und das GUI 11 wechselt in das Startmenü gemäss Fig. 3b. Ausgehend vom Menü gemäss Fig. 3b kann der Benutzer ein neues Betriebsprogramm wählen. Betätigt er jedoch für eine bestimmte Zeitdauer, z.B. während 30 Sekunden, keines der Elemente der Bedieneinheit 1, so wechselt das Gargerät nach Ablauf dieser bestimmten Zeitdauer in den Stand-By-Modus und das GUI 11 entspricht dann der Fig. 3a.
[0034] Nun wird ein beispielhafter Bezug der Ansprüche zu den Zeichnungen dargestellt. Die Bediensituation gemäss Fig. 3e entspricht der anspruchsgemäss ersten Bediensituation. Die Schaltfläche mit Bezugsziffer 19 in Fig. 3e entspricht der anspruchsgemäss ersten Schaltfläche. Wird die erste Schaltfläche 19 einmalig betätigt, wechselt das GUI 11 in die anspruchsgemäss zweite Bediensituation, welche in Fig. 3b dargestellt ist. In der zweiten Bediensituation stehen dem Benutzer anspruchsgemässe Bedienoptionen A) und B) zur Verfügung.
[0035] Bedienoption A): Dreht der Benutzer am zweiten Drehregler 13, wechselt das GUI 11 in eine anspruchsgemäss dritte Bediensituation, wie sie in Fig. 3c dargestellt ist. Die dritte Bediensituation entspricht nicht dem Stand-By-Modus.
[0036] Bedienoption B): Erfolgt keine weitere Betätigung der Bedieneinheit 1 während einer bestimmten Zeitdauer, nachdem das GUI 11 in die anspruchsgemäss zweite Bediensituation gemäss Fig. 3b gewechselt hat, so wechselt das Gargerät in den Stand-By-Modus und die Anzeige des GUI 11 gemäss Fig. 3a ist aktiv.
[0037] Dieses Bedienkonzept hat den Vorteil, dass der Benutzer nach Betätigung der ersten Schaltfläche 19 mit dem Drehen des zweiten Drehreglers 13 neu beginnen kann, d.h. das Blättern der Betriebsprogramme gemäss Fig. 3c beginnt von vorne. Konkret wird nach Erreichen der ersten diskreten Position stets auf den Umluftbetrieb fokussiert, unabhängig davon, welches Betriebsprogramm zuletzt aktiv war. Durch Betätigung der Schaltfläche 19 wird das gewählte Betriebsprogramm zurückgesetzt. Der Umluftbetrieb gemäss Fig. 3c entspricht dem anspruchsgemäss ersten Betriebsprogramm.
[0038] Befindet sich das Gargerät im Stand-By-Modus gemäss Fig. 3a so kann der Stand-By-Modus wie anspruchsgemäss definiert, nur durch Berührung des GUI 11 verlassen und in die Bediensituation gemäss Fig. 3b gewechselt werden.
[0039] Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist und in auch anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt werden kann.
Claims (10)
1. Gerät (1), insbesondere ein Haushaltsgerät, insbesondere ein Gargerät, umfassend
– einen Regler (13), insbesondere einen Drehregler, insbesondere einen Drehknopf, welcher in eine Mehrzahl von diskreten Positionen bewegbar, insbesondere drehbar ist,
– ein GUI (11), ausgestaltet, mindestens zwischen einer ersten, einer zweiten und einer dritten Bediensituation hin- und her zuschalten,
– eine Steuerung (3) zur Steuerung des Geräts (1) mit dem GUI (11), und
derart ausgestaltet, dass das Gerät (1)
zumindest in der ersten Bediensituation eine erste Schaltfläche (19) aufweist und in der ersten Bediensituation durch, insbesondere einmalige, Betätigung der ersten Schaltfläche (19) das GUI (11) in die zweite Bediensituation wechselt,
dadurch gekennzeichnet, dass in der zweiten Bediensituation mindestens die folgenden zwei Bedienoptionen zur Verfügung stehen:
A) durch eine Bewegung des Reglers (13) unmittelbar nach Wechsel von der ersten zur zweiten Bediensituation wechselt das GUI (11) zurück in die erste oder in die dritte Bediensituation,
B) die Steuerung (3) versetzt das Gerät (1) in einen Stand-By-Modus, falls unmittelbar nach Wechsel von der ersten zur zweiten Bediensituation während einer bestimmten Zeitdauer das GUI (11) nicht betätigt, und/oder der Regler (13) nicht bewegt werden.
2. Gerät (1) nach Anspruch 1, derart ausgestaltet, dass bei Bewegung des Reglers (13) über mehrere diskrete Positionen das GUI (11) zwischen unterschiedlichen Betriebsprogrammen des Geräts (1) wechselt bzw. blättert.
3. Gerät (1) nach Anspruch 2, wobei direkt nach dem Wechsel von der ersten zur zweiten Bediensituation beim Start der Bewegung des Reglers (13) gemäss Bedienoption A) das Blättern immer mit dem gleichen Betriebsprogramm, d.h. mit dem ersten Betriebsprogramm, startet.
4. Gerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die bestimmte Zeitdauer gemäss Bedienoption B) mindestens 30 Sekunden, insbesondere mindestens eine Minute, insbesondere mindestens zwei Minuten, insbesondere mindestens drei Minuten, beträgt.
5. Gerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, derart ausgestaltet, dass der Stand-By-Modus durch die alleinige Bewegung des Reglers (13) und/oder durch Betätigung des GUI verlassen werden kann.
6. Gerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Regler (13) ausgestaltet ist, dass das Erreichen der diskreten Positionen haptisch feststellbar ist, derart, dass für einen Benutzer die Anzahl gefahrener diskreter Positionen haptisch zählbar ist.
7. Gerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das GUI (11) ein berührungsempfindlicher Bildschirm ist.
8. Gerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Gerät (1) ausgestaltet ist, durch Bewegen des Reglers (13) zwischen unterschiedlichen Betriebsprogrammen zu blättern, oder den Wert von Betriebsparametern, insbesondere bei einem Gargerät die Temperatur, zu variieren.
9. Gerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das GUI (11) im Stand-By-Modus eine Uhrzeit oder nichts anzeigt.
10. Gerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste Schaltfläche (19) als Button ausgestaltet ist und auf einmaliges Antippen reagiert.
Priority Applications (2)
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