CH721585A2 - Verbindungsvorrichtung für zwei getrennte Leitungsenden - Google Patents

Verbindungsvorrichtung für zwei getrennte Leitungsenden

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CH721585A2
CH721585A2 CH000155/2024A CH1552024A CH721585A2 CH 721585 A2 CH721585 A2 CH 721585A2 CH 000155/2024 A CH000155/2024 A CH 000155/2024A CH 1552024 A CH1552024 A CH 1552024A CH 721585 A2 CH721585 A2 CH 721585A2
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CH000155/2024A
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Zimmermann Fritz
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Zimmermann Verfahrenstechnik Ag
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    • F16L27/00Adjustable joints; Joints allowing movement
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Abstract

Eine Verbindungsvorrichtung für zwei getrennte Leitungsenden zur Bildung einer Förderleitung für den Transport eines schüttfähigen und/oder gasförmigen Produkts umfasst zwei im Abstand angeordnete, im Wesentlichen ringförmige Anschlusselemente (2, 3) für je eines der beiden Leitungsenden (4, 5) und ein elastisches Leitungselement (1), das mit seinen beiden Enden in je einem der Anschlusselemente (2, 3) dicht eingespannt ist. Zusätzlich ist das Leitungselement (1) in den beiden Anschlusselementen (2, 3) formschlüssig befestigt.

Description

[0001] Die Erfindung betrifft eine Verbindungsvorrichtung für zwei getrennte Leitungsenden gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1.
[0002] In Produktionsanlagen besteht vielfach die Notwendigkeit, schüttfähige. flüssige und/oder gasförmige Produkte aus einem abgebenden Leitungsende eines Anlagenteils in ein empfangendes Leitungsende eines anderen Anlagenteils zu fördern. Da eine präzise gegenseitige Ausrichtung der beiden Leitungsenden nicht immer gewährleistet ist, wird eine üblicherweise als Kompensator bezeichnete spezielle Verbindungsvorrichtung eingesetzt, die die beiden Leitungsenden strömungsmässig verbindet, die beiden Leitungsenden bzw. die beiden Anlagenteile aber dynamisch entkoppelt bzw. Ausrichtungstoleranzen der beiden Leitungsenden aufnimmt und ausgleicht. Eine solche Verbindungsvorrichtung bzw. ein solcher Kompensator umfasst typischerweise zwei im Abstand angeordnete, im Wesentlichen ringförmige Anschlusselemente und ein elastisches Leitungselement, das mit seinen beiden Enden in je einem der Anschlusselemente dicht eingespannt ist. Im praktischen Einsatz sind das eine Anschlusselement mit dem abgebenden Leitungsende und das andere Anschlusselement mit dem empfangenden Leitungsende verbunden. Ein typischer Kompensator dieser Art ist in allen Details z.B. im Dokument EP 2 228 323 B1 beschrieben, so dass an dieser Stelle hierzu keine nähere Erläuterung erforderlich ist.
[0003] Die bekannte Verbindungsvorrichtung ist für relativ geringe Innendrücke im durch die beiden Leitungsenden und das elastische Leitungselement gebildeten Leitungssystem geeignet. Typisch liegen diese Innendrücke im Bereich von 0.2 bis 0.5 bar. Bei höheren Innendrücken besteht die Gefahr, dass das elastische Leitungselement aus den Anschlusselementen ausgerissen wird.
[0004] Durch die vorliegende Erfmdung soll nun eine Verbindungsvorrichtung bzw. ein Kompensator der gattungsgemässen Art dahingehend verbessert werden, dass sie auch vielfach höheren Innendrücken, z.B. im Bereich von 5 bar standhält.
[0005] Die Lösung dieser der Erfmdung zugrundeliegenden Aufgabe besteht in der Verbindungsvorrichtung gemäss den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1. Zweckmässige und besonders vorteilhafte weitere Ausgestaltungen der erfindungsgemässen Verbindungsvorrichtung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Das Wesen der Erfindung besteht in Folgendem: Eine Verbindungsvorrichtung für zwei getrennte Leitungsenden zur Bildung einer Förderleitung für den Transport eines schüttfähigen, flüssigen und/oder gasförmigen Produkts umfasst zwei im Abstand angeordneten im Wesentlichen ringförmige Anschlusselemente für je eines der beiden Leitungsenden und ein elastisches Leitungselement, das mit seinen beiden Enden in je einem der Anschlusselemente je zwischen einem inneren Klemmring und einem äusseren Klemmring dicht eingespannt ist. Zusätzlich ist das elastische Leitungselement in den beiden Anschlusselementen formschlüssig befestigt.
[0007] Durch die zusätzliche formschlüssige Verbindung zwischen dem elastischen Leitungselement und den beiden Anschlusselementen ist gewährleistet, dass das Leitungselement auch bei höherer Belastung der Verbindungsvorrichtung, z.B. Innendrücken im Bereich von 5 bar, nicht aus den Anschlusselementen herausgezogen wird.
[0008] Vorteilhafterweise sind die Enden des Leitungselements je mit einer wulstartigen Verdickung versehen und ist in den Anschlusselementen je ein Ringkanal ausgebildet, wobei die wulstartigen Verdickungen in je einen Ringkanal hineinragen und sich an dessen Wänden abstützen.
[0009] Zweckmässigerweise sind dabei die Ringkanäle jeweils in den äusseren Klemmringen ausgebildet sind und erstrecken sich die wulstartigen Verdickungen radial nach aussen in die Ringkanäle hinein.
[0010] Vorteilhafterweise sind die wulstartigen Verdickungen als Saum oder als Keder ausgebildet. Zur Stabilitätserhöhung sind dabei die als Saum oder Keder ausgebildeten Verdickungen vernäht und/oder verschweisst.
[0011] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Verbindungsvorrichtung, Fig. 2 einen Detailausschnitt D der Fig. 1 in vergrösserter Darstellung und Fig. 3 einen analogen Detailausschnitt eines zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemässen Verbindungsvorrichtung.
[0012] Die dargestellte erfindungsgemässe Verbindungsvorrichtung umfasst gemäss Fig. 1 ein im Wesentlichen rohrfömiges Leitungselement 1 aus einem flexiblen Material, insbesondere einem PTFE-Laminat, sowie zwei metallische Anschlusselemente 2 und 3. Die beiden Anschlusselemente 2 und 3 sind im Wesentlichen ringförmig ausgebildet und umfassen je zwei Klemmringe 2a und 2b bzw. 3a und 3b, welche je ein Ende des flexiblen Leitungselements 1 zwischen sich dicht einspannen. Zwei in den Klemmringen 2b und 3b eingelassene gerippte Manschetten 2c bzw. 3c dienen zur Erhöhung der Dichtigkeit und der Klemmwirkung. Die Klemmringe 2a und 2b bzw. 3a und 3b sind jeweils mittels Schrauben 6 zusammengespannt.
[0013] Die beiden Anschlusselemente 2 und 3 dienen im praktischen Einsatz zur Befestigung eines abgebenden Leitungsendes 4 und eines aufnehmenden Leitungsendes 5, wobei dann das zu fördernde Produkt vom abgebenden Leitungsende 4 über die Verbindungsvorrichtung bzw. deren flexibles Leitungselement 1 in das empfangende Leitungsende 5 strömt.
[0014] Soweit entspricht die Verbindungsvorrichtung dem Stand der Technik, wie er z.B. in dem schon eingangs erwähnten Dokument EP 2 228 323 B1 beschrieben ist, so dass der Fachmann hierzu keiner näheren Erläuterung bedarf. Die Unterschiede der erfindungsgemässen Verbindungsvorrichtung gegenüber dem bekannten Stand der Technik sind im Folgenden beschrieben.
[0015] Bei der Verbindungsvorrichtung gemäss dem Dokument EP 2 228 323 B1 liegen die Öffnungsränder des Leitungselements 1 im Bereich der Manschette 2c bzw. 3c. Im Unterschied dazu ragen bei der erfindungsgemässen Verbindungsvorrichtung die beiden Enden des Leitungselements 1 über die Manschetten 2c bzw. 3c hinaus. Sie sind je mit einer wulstartigen Verdickung 11 (Fig. 1, 2) bzw. 21 (Fig. 3) versehen, welche in einen an der Innenseite der Klemmringe 2b bzw. 3b vorgesehenen Ringkanal 2d bzw. 3d hineinragen und sich an dessen Wänden abstützen bzw. diese hintergreifen. Durch die so gebildete zusätzliche formschlüssige Verbindung zwischen dem Leitungselement 1 und den beiden Anschlusselementen 2 und 3 ist gewährleistet, dass das Leitungselement 1 auch bei höherer Belastung der Verbindungsvorrichtung, z.B. Innendrücken im Bereich von 5 bar, nicht aus den Anschlusselementen 2 bzw. 3 herausgezogen wird.
[0016] Die wulstartige Verdickung kann gemäss dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfmdung als radial nach aussen ragender Saum 11 ausgebildet sein (Fig. 1, 2). Dazu können die Enden des Leitungselements 1 beispielsweise zweifach umgebördelt sein. Zur Erhöhung der Stabilität kann der Saum 11 je nach Material des Leitungselements 1 vernäht und/oder verschweisst sein.
[0017] Gemäss dem in Fig. 3 ausschnittsweise dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel kann die wulstartige Verdickung als sogenannter Keder 21 ausgebildet sein. Es handelt sich dabei um eine radial nach aussen ragende Randverstärkung des Leitungselements 1, die durch eine vorzugsweise gefüllte Umbördelung der Enden des Leitungselements 1 gebildet ist. Die Keder 21 ragen in die in den Klemmringen 2b und 3b vorgesehenen Ringknäle 2d bzw. 3d hinein und hintergreifen diese. Zur Erhöhung der Stabilität können die Keder 21 je nach Material des Leitungselements 1 vernäht und/oder verschweisst sein.
[0018] Anstatt in den Klemmringen 2b und 3b können die Ringknäle 2d und 3d auch in den Klemmringen 2a bzw. 3a vorgesehen sein. In diesem Fall würden sich die wulstartigen Verdickungen 11 bzw. 21 radial nach innen erstrecken.

Claims (6)

1. Verbindungsvorrichtung für zwei getrennte Leitungsenden (4, 5) zur Bildung einer Förderleitung für den Transport eines schüttfähigen, flüssigen und/oder gasförmigen Produkts, mit zwei im Abstand angeordneten im Wesentlichen ringförmigen Anschlusselementen (2, 3) für je eines der beiden Leitungsenden (4, 5) und einem elastischen Leitungselement (1), das mit seinen beiden Enden in je einem der Anschlusselemente (2, 3) je zwischen einem inneren Klemmring (2a, 3a) und einem äusseren Klemmring (2b, 3b) dicht eingespannt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitungselement (1) in den beiden Anschlusselementen (2, 3) zusätzlich formschlüssig befestigt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden des Leitungselements (1) je mit einer wulstartigen Verdickung (11; 21) versehen sind und dass in den Anschlusselementen (2, 3) je ein Ringkanal (2d, 3d) ausgebildet ist, wobei die wulstartigen Verdickungen (11; 21) in je einen Ringkanal (2d, 3d) hineinragen und sich an dessen Wänden abstützen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringkanäle (2d, 3d) jeweils in den äusseren Klemmringen (2b, 3b) ausgebildet sind und sich die wulstartigen Verdickungen (11; 21) radial nach aussen in die Ringkanäle (2d, 3d) hinein erstrecken.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2-3, dadurch gekennzeichnet, dass die wulstartigen Verdickungen als Saum (11) ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2-3, dadurch gekennzeichnet, dass die wulstartigen Verdickungen als Keder (21) ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4-5, dadurch gekennzeichnet, dass die wulstartigen Verdickungen (11; 21) vernäht und/oder verschweisst sind.
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