CH721589A2 - Ein rechteckiger Pipettenspitzenträger zur Aufnahme einer Vielzahl von Pipettenspitzen - Google Patents

Ein rechteckiger Pipettenspitzenträger zur Aufnahme einer Vielzahl von Pipettenspitzen

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CH721589A2
CH721589A2 CH000107/2025A CH1072025A CH721589A2 CH 721589 A2 CH721589 A2 CH 721589A2 CH 000107/2025 A CH000107/2025 A CH 000107/2025A CH 1072025 A CH1072025 A CH 1072025A CH 721589 A2 CH721589 A2 CH 721589A2
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CH000107/2025A
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Guglietta Giuseppe
Steinhauer Walter
Sager Adrian
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Tecan Trading Ag
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Abstract

Ein rechteckiger Pipettenspitzenträger (1) mit einer rechteckigen Oberplatte, mit einer umlaufenden Wand (4), die die Oberplatte (3) umgibt und die Oberplatte (3) mit einem rechteckigen Randabschnitt (5) verbindet der vertikal von der Oberplatte (3) distanziert ist, mit einer Vielzahl von vertikal orientierten Hohlzylindern (6), die eine Matrix von Durchgängen durch den Pipettenspitzenträger (1) zur lösbaren Aufnahme von Einwegpipettenspitzen definiert. Eine Vielzahl von Rippen, die die Hohlzylinder (6) miteinander verbinden, und eine Vielzahl von Randabschnittrippen (10), die die Oberseite des rechteckigen Randabschnitts (5) mit der umlaufenden Wand (4) verbinden. Der Pipettenspitzenträger (1) umfasst ferner mindestens eine Öffnung (11) in der Längsseite (12) oder Querseite (13) des rechteckigen Randabschnitts (5), die einen Durchgang für einen Vorsprung einer Verpackung oder einen Durchgang für einen Vorsprung eines Abstandshalters bietet, der auf dem Pipettenspitzenträger (1) positioniert werden soll.

Description

GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen rechteckigen Pipettenspitzenträger zur Aufnahme einer Vielzahl von Pipettenspitzen zur Verwendung in einem Pipettierroboter.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
[0002] In chemischen, biologischen oder pharmazeutischen Laboratorien werden kleine Flüssigkeitsvolumina typischerweise mit Pipettenspitzen aufgenommen und abgegeben. Automatisierte Flüssigkeitshandhabungsgeräte werden häufig zu diesem Zweck verwendet, die das Aspirieren und/oder Dispensieren von Flüssigkeitsvolumina mit hoher Präzision und dennoch hohen Durchsatzraten für die Flüssigkeitsproben ermöglichen. Solche Flüssigkeitshandhabungsgeräte umfassen sehr oft Pipettierroboter, die mit Einweg- oder Einmalpipettenspitzen ausgestattet sind, um eine Kontamination zwischen Verarbeitungs- und Probenflüssigkeiten zu vermeiden. Flüssigkeitshandhabungsgeräte werden typischerweise mit solchen Einweg- oder Einmalpipettenspitzen bestückt, indem Trägerplatten mit Pipettenspitzen oder sogar Stapel solcher Trägerplatten bereitgestellt werden. Solche Trägerplatten enthalten typischerweise Reihen von Pipettenspitzen, die in einer standardisierten Matrix angeordnet sind, sodass ein Pipettierkopf eines Pipettierroboters eine oder mehrere dieser Reihen von einer bekannten Position aufnehmen kann. Mehrkanal-Pipettierköpfe des Pipettierroboters können eine oder mehrere Reihen von Pipettenspitzen von der Trägerplatte aufnehmen, indem jeder der Pipettierköpfe mit den Pipettenspitzen im Träger gekoppelt werden kann. Ein Kragenadapter am Pipettierkopf drückt auf den Kragen der Pipettenspitzen und übt dadurch eine vertikale Last auf den Pipettenträger aus. Die Pipettenspitzen werden nach Gebrauch entsorgt, was zu einem erhöhten Bedarf an Einwegpipettenspitzen führt, die im Pipettierroboter gelagert werden müssen. Platzsparende Lösungen wurden für die Lagerung der Einwegpipettenspitzen und Pipettenspitzenträger entwickelt.
[0003] Trägerplatten für Einwegpipettenspitzen und Stapel solcher Trägerplatten mit eingesetzten Pipettenspitzen sind aus dem Stand der Technik bekannt. EP2210668A2 offenbart ein Lagersystem, das eine rechteckige Box und eine rechteckige Pipettenspitzenträgerplatte mit einer Vielzahl von Löchern in einer Matrixanordnung zur Aufnahme von Pipettenspitzen umfasst. Die Pipettenspitzenträgerplatte kann auf die rechteckige Box gelegt werden, sodass der Raum in der Box für die durch die Löcher der Trägerplatte ragenden Pipettenspitzen zur Verfügung steht. Abstandshalter werden zum Aufbau eines alternierenden Stapels mit mehreren Pipettenspitzenträgerplatten, die jeweils durch einen Abstandshalter getrennt sind, offenbart. Die Verwendung mehrerer Trägerplatten und mehrerer Abstandshalter führt zu einer platzsparenden Anordnung der Pipettenspitzen, wobei die vertikale Last, beispielsweise während der Aufnahme der Pipettenspitzen durch den Pipettierroboter, wiederholt und abwechselnd von einer Trägerplatte auf einen Abstandshalter und schließlich über einen rechteckigen Kasten auf den Arbeitstisch des Pipettierroboters übertragen wird. Die Abstandshalter und Träger erfordern eine bestimmte Wandstärke und mechanische Festigkeit, damit diese die vertikalen Lasten aufzunehmen können.
[0004] US20170008001A1 offenbart einen Pipettenspitzenträger mit einem Boden und Seitenwänden, die vertikal vom Boden abstehen. Eine Vielzahl von Zylinderbohrungen zur Aufnahme von Pipettenspitzen durchdringen den Boden, und die Zylinder sind durch Rippen miteinander verbunden, oder mit den Seitenwände die die Vielzahl von Zylindern umgeben verbunden.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0005] Eine abwechselnde Lastübertragung von einem Pipettenspitzenträger auf einen Abstandshalter erfordert, dass sowohl der Abstandshalter als auch der Pipettenspitzenträger mit geringen Maßtoleranzen hergestellt werden muss, um eine Ansammlung mehrerer dimensionalen Toleranzen zu reduzieren, die die effektive Übertragung von vertikalen Lasten und die ordnungsgemäße Ausrichtung im Stapel beeinträchtigen können. Pipettenspitzenträger, die eine Abstandshalter-zu-Abstandshalter Kraftübertragung ermöglichen, werden bevorzugt. Darüber hinaus werden die vertikalen Lasten während der Aufnahme der Pipettenspitzen über die Kanten und Ecken der Pipettenspitzenträger auf den Abstandshalter übertragen, was eine steife und materialintensive Konstruktion des Pipettenspitzenträgers erfordert. Die Pipettenspitzenträger gemäß dem Stand der Technik haben einen erhöhten CO2-Fußabdruck, da sie mehr Kunststoffmaterial für ihre Konstruktion erfordern.
[0006] Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und Pipettenspitzenträger bereitzustellen, die mechanisch stark sind und weniger Material erfordern und den CO2-Fußabdruck reduzieren können. Darüber hinaus werden Pipettenspitzenträger bereitgestellt, die für eine Abstandshalter-zu-Abstandshalter-Beladung konfiguriert sind.
[0007] Diese Ziele werden durch die unabhängigen Ansprüche gelöst, weitere beispielhafte Ausführungsformen sind aus den abhängigen Ansprüchen und der folgenden Beschreibung einschließlich der Figuren ersichtlich.
[0008] In einem Aspekt der Erfindung wird ein rechteckiger Pipettenspitzenträger offenbart, der eine Vielzahl von Einwegpipettenspitzen aufnehmen kann zur Verwendung in einem Pipettiergerät oder Pipettierroboter. Der Pipettenspitzenträger umfasst eine rechteckige Oberplatte, die eine horizontale Ebene definiert, umgeben von einer rechteckigen umlaufenden Wand, die die Oberplatte mit einem rechteckigen Randabschnitt oder Rand verbindet. Der rechteckige Randabschnitt ist vertikal von der Oberplatte distanziert und umgibt die umlaufende Wand und ist im Wesentlichen parallel zur horizontalen Ebene ausgerichtet. Der rechteckige Randabschnitt erstreckt sich von der umlaufenden Wand nach außen. Eine Vielzahl von vertikal orientierten Hohlzylindern oder Löchern erstreckt sich von der Oberplatte bis zur Unterseite des rechteckigen Randabschnitts, und eine Vielzahl von kreisförmigen Öffnungen in der Oberplatte ist mit der Vielzahl von Hohlzylindern so ausgerichtet, dass eine Matrix von Durchgängen durch den Pipettenspitzenträger zur lösbaren Aufnahme und Führung von Einwegpipettenspitzen bereitgestellt wird. Eine Vielzahl von Rippen, sogenannte Zwischenzylinderrippen, sind vorgesehen, die die Hohlzylinder miteinander verbinden und/oder eine Vielzahl von Rippen, sogenannte Wandrippen, können die Hohlzylindern mit der umlaufenden Wand verbinden. Die Dicke der Zwischenzylinderrippen kann je nach Position innerhalb des Trägers konstant oder variabel sein. Die Zwischenzylinderrippen können beispielsweise eine dickere Wand in der Mitte des Pipettenspitzenträgers vorweisen im Vergleich zu den Zwischenzylinderrippen, die näher an der umlaufenden Wand liegen. Vorzugsweise gibt es einen offenen Raum zwischen den Rippen und/oder den Zylindern, sodass weniger Material benötigt wird. Die Rippen sind vorzugsweise senkrecht zur horizontalen Ebene ausgerichtet. Alternativ gibt es eine Schnittstelle der äußeren Oberflächen der Vielzahl von Zylindern, die die Zylinder direkt miteinander, oder mit der umlaufenden Wand verbinden. Der Pipettenspitzenträger umfasst ferner eine Vielzahl von Randabschnittsrippen oder Stützpfeilern, die die Oberseite des Randabschnitts mit der umlaufenden Wand verbinden.
[0009] Die Randabschnittsrippen verbinden vorzugsweise die horizontal ausgerichtete Oberseite des rechteckigen Randabschnitts mit der vertikal ausgerichteten umlaufende Wand. Die Randabschnittsrippen sind vorzugsweise senkrecht zur horizontalen Ebene ausgerichtet und können eine dreieckige Form vorweisen.
[0010] Mindestens eine Öffnung ist in der Längsseite oder der Querseite des rechteckigen Randabschnitts angeordnet, die einen Durchgang für einen komplementären Vorsprung einer Verpackung für den Pipettenspitzenträger oder einen Durchgang für einen komplementären Vorsprung eines Abstandshalters bietet, der auf dem Pipettenspitzenträger positioniert wird.
[0011] Der verfügbare Raum auf der umlaufenden Wand zwischen den Randabschnittsrippen kann für die Kennzeichnung oder Kodierung des Produkts verwendet werden, beispielsweise mit einem Barcode oder QR-Code versehen werden. Die Dicke oder Steifigkeit der Randabschnittsrippen kann konstant sein oder je nach Position auf dem Pipettenspitzenträger variieren, um eine Vorrichtung zu schaffen, die an die Verteilung der mechanischen Spannungen über den Träger während der vertikalen Belastung angepasst ist.
[0012] Der Pipettenspitzenträger ist hinsichtlich der mechanischen Steifigkeit optimiert und umfasst daher Rippen zwischen den Zylindern, wodurch das für den Pipettenspitzenträger notwendige Material im Vergleich zu einem Monoblock-Design, bei dem Löcher eine massive Platte durchdringen, reduziert wird. Vorzugsweise ist ein offener Raum zwischen den Zylindern oder zwischen den Zylindern und der umlaufenden Wand vorhanden, wodurch die notwendige Menge des verwendeten Materials reduziert wird.
[0013] Der rechteckige Randabschnitt ist vorzugsweise dünn im Vergleich zur vertikalen Höhe des Pipettenspitzenträgers, was einen einfachen Zugang für einen Pipettierkopf des Roboters ermöglicht und die Aufnahme einzelner Arrays oder Reihen von Pipettenspitzen ermöglicht und dabei eine Kollision zwischen dem Pipettierkopf und der Oberseite des Randabschnitts vermeidet. Darüber hinaus können fehlende Reihen von Pipettenspitzen von der Firmware des Pipettierroboters erkannt werden in einem System, das den Pipettierroboter und den Pipettenspitzenträger mit einem dünnwandigen Randabschnittabschnitt umfasst.
[0014] Die Öffnungen im Randabschnitt, die an die Vorsprünge des Abstandhalters angepasst sind, verhindern eine relative Drehung oder horizontale Bewegung zwischen dem Pipettenspitzenträger und einem Abstandshalter, der auf den Träger positioniert wird, oder eine horizontale Bewegung zwischen dem Pipettenspitzenträger und einer Verpackung, die den Pipettenspitzenträger umfasst.
[0015] Der rechteckige Pipettenspitzenträger kann ferner Öffnungen an jeder Ecke des rechteckigen Randabschnitts umfassen, die einen Durchgang für komplementäre Vorsprünge auf einem Abstandshalter bieten, der unter oder unterhalb des Pipettenspitzenträgers positioniert wird. Die Ecköffnungen können im rechteckigen Randabschnitt des Pipettenspitzenträgers vorgesehen sein. Die Öffnungen an jeder Ecke können Teil der Öffnungen in der Quer- oder Längsseite des rechteckigen Randabschnitts sein, oder von den Öffnungen in den Quer- oder Längsseiten getrennt sein. Die Ecköffnungen können kreisförmige, rechteckige oder dreieckige Öffnungen darstellen. Ein Rand kann jede Öffnung umgeben zwecks mechanischer Unterstützung, und dieser Rand kann eine Facette umfassen, die das Einsetzen des komplementären Vorsprungs auf dem darunterliegenden Träger während der Platzierung erleichtert.
[0016] Der rechteckige Pipettenspitzenträger kann ferner Eckrippen umfassen, die die Öffnungen oder die Ränder, die die Öffnungen an jeder Ecke umgeben, mit den Ecken der rechteckigen umlaufenden Wand verbinden. Die Eckrippen erstrecken sich vorzugsweise vertikal von der Oberseite des Randabschnitts und bieten eine Stütze für den Eckbereich des Pipettenspitzenträgers. Die Eckrippen können eine rechtwinklige dreieckige Form haben, wobei eine Seite mit der Oberseite des horizontalen Randabschnitts und eine andere Seite mit der vertikalen umlaufenden Wand verbunden ist.
[0017] Die Eckrippen verstärken die Eckbereiche des Pipettenspitzenträgers, wenn vertikale Lasten durch den Pipettierroboter aufgebracht werden. Die Eckrippen können dazu beitragen eine Verformung des Pipettenspitzenträgers zu verhindern, sodass der Pipettenspitzenträger flach bleibt.
[0018] Der rechteckige Pipettenspitzenträger, bei dem die Durchgänge zur Aufnahme der Pipettenspitzen eine Matrix von Reihen und Spalten darstellen die gleichmäßig über die rechteckige Oberplatte verteilt sind. Die Matrix kann einem ANSI/SLAS-Standard entsprechen.
[0019] Das Zentrum der rechteckigen Oberplatte kann sich über dem Zentrum des rechteckigen Randabschnitts befinden und horizontal mit dem Zentrum des rechteckigen Randabschnitts ausgerichtet sein für eine spiegelsymmetrische Anordnung der Vielzahl von Durchgängen innerhalb des Pipettenspitzenträgers. Die Vielzahl von Durchgängen ist gemäß Reihen und Spalten organisiert, und die Matrix der Durchgänge ist symmetrisch innerhalb des rechteckigen Pipettenspitzenträgers angeordnet. Eine symmetrische Anordnung kann die einfache Aufnahme der Pipettenspitzen erleichtern, da die Annäherung für den Pipettierroboter von jeder Seite des Trägers identisch ist.
[0020] Als Alternative ist das Zentrum der rechteckigen Oberplatte horizontal mit Bezug auf das Zentrum des rechteckigen Randabschnitts verschoben, wodurch eine asymmetrische Anordnung der Matrix von Durchgängen innerhalb des rechteckigen Trägers entsteht. Eine asymmetrische Anordnung kann das Ineinandergreifen der Pipettenspitzen die sich gegenüberstehen, erleichtern, beispielsweise in einer Verpackung mit zwei Pipettenspitzenträgern mit zueinander zugewandten Bodenflächen.
[0021] Das Ende der Hohlzylinder, die von der Oberseite des Pipettenspitzenträgers herabragen, ist vorzugsweise bündig mit der Unterseite des rechteckigen Randabschnitts. Die Zylinder erstrecken sich vertikal nicht über die Unterseite des rechteckigen Randabschnitts hinaus, sodass kein zusätzliches Material für die Zylinder verwendet wird. Alternativ ragen die Enden über die Unterseite hinaus, da der durchragende Teil der Zylinder mit ihren verbindenden Rippen zusätzliche mechanische Stabilität bieten kann.
[0022] Eine zusätzliche Bodenwand kann sich vertikal von der Unterseite des rechteckigen Randabschnitts erstrecken. Die Bodenwand umgibt vorzugsweise die Matrix der Enden der Zylinder. Die Bodenwand kann den Pipettenspitzenträger mechanisch verstärken gegen Durchbiegung bei der vertikalen Belastung von der Oberseite. Die Bodenwand ist vorzugsweise konfiguriert für das aufeinander Stapeln der Pipettenspitzenträger.
[0023] Die von der Unterseite herausragende Bodenwand kann mindestens einen Schnappverschluss oder ein Führungselement umfassen. Der Schnappverschluss kann mit einem Gegenstück an einer Pipettenbox, an einem Transportträger, an einer Verpackung, an einem Abstandshalter oder an einem anderen Pipettenspitzenträger kompatibel sein, um die Teile während der Verwendung im Pipettierroboter oder während des Transports lösbar miteinander zu verbinden. Das Führungselement kann benützt werden, um den Pipettenspitzenträger zu halten oder zu greifen oder um einen Greifer des Pipettierroboters zum Greifen des Trägers zu führen. Alternativ unterstützt das Führungselement die Ausrichtung der Pipettenspitzenträger, wenn Pipettenspitzenträger aufeinandergestapelt werden.
[0024] Der rechteckige Randabschnitt des Trägers kann ferner mindestens einen Ausschnitt in der Längsseite oder Querseite des rechteckigen Randabschnitts umfassen, der nicht die mindestens eine Öffnung aufweist. Der Ausschnitt kann Platz für Vorsprünge oder Pfosten bieten, die von einer Verpackung ausgehen, um den Träger lösbar an der Verpackung zu fixieren, oder um die vertikale Lastübertragung von Abstandshalter zu Abstandshalter zu ermöglichen. Der Ausschnitt verhindert, dass vertikale Lasten auf den Träger übertragen werden.
[0025] Die mindestens eine Öffnung im Randabschnitt, der die umlaufende Wand des Pipettenspitzenträgers umgibt hat vorzugsweise eine rechteckige Form. Die Größe der rechteckigen Öffnung ermöglicht ausreichend Spiel für die komplementären Vorsprünge, oder umgekehrt ermöglicht der Vorsprung ausreichend Spiel in Bezug auf die Öffnung. Die rechteckige Öffnung kann abgerundete Ecken haben oder durch einen Rand, der die rechteckige Öffnung umgibt, mechanisch verstärkt werden.
[0026] Der rechteckige Randabschnitt, der die umlaufende Wand umgibt, umfasst vorzugsweise zwei Öffnungen, die jeweils auf einer der beiden gegenüberliegenden Längsseiten positioniert sind, oder zwei Öffnungen, die jeweils auf einer der beiden gegenüberliegenden Querseiten positioniert sind, wobei die beiden gegenüberliegenden Öffnungen zwei Durchgänge für zwei Vorsprünge einer Verpackung für den Pipettenspitzenträger oder für zwei Vorsprünge eines Abstandshalters bieten, der auf dem Pipettenspitzenträger positioniert werden soll.
[0027] Der Pipettenspitzenträger kann durch Spritzgießen eines Polymers, eines Polymerverbunds, Papier, Zellulose oder eines Zellulosederivats hergestellt werden.
[0028] Vorzugsweise ist das Polymer ein recyceltes Polymer oder ein Biopolymer, wie zum Beispiel Polystyrol (PS), Polycarbonat (PC), hochschlagfestem Polystyrol (HIPS), Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP). Die Verwendung von recycelten Polymeren, Biopolymeren oder Zellulose reduziert den CO2-Fußabdruck des Produkts.
[0029] Diese und andere Aspekte der Erfindung werden aus den nachfolgend beschriebenen Ausführungsformen ersichtlich und mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen erläutert.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0030] Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden ausführlicher mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, die Folgendes darstellen: Abbildung 1: Perspektivische Ansicht von oben für einen Pipettenspitzenträger gemäß der vorliegenden Erfindung, Abbildung 2: Perspektivische Ansicht von unten für einen Pipettenspitzenträger gemäß der vorliegenden Erfindung, Abbildung 2a: Unteransicht eines Pipettenspitzenträgers gemäß einer anderen Ausführungsform, Abbildung 3: Detail eines Eckabschnitts des Pipettenspitzenträgers, der Pipettenspitzen hält und einen Greifer eines Pipettierroboters, Abbildung 4a: Detail eines dünnen rechteckigen Randabschnitts des Pipettenspitzenträgers, der das Aufnehmen der ersten Reihe von Pipettenspitzen mit dem Pipettierroboter ermöglicht, Abbildung 4b: Detail eines mitteldicken rechteckigen Randabschnitts des Pipettenspitzenträgers, der das Aufnehmen der ersten Reihe von Pipettenspitzen mit dem Pipettierroboter ermöglicht, Abbildung 4c: Detail eines dicken rechteckigen Randabschnitts des Pipettenspitzenträgers, der das Aufnehmen der ersten Reihe von Pipettenspitzen mit dem Pipettierroboter verhindert, da der Kragenadapter oder Konus eines Pipettierkopfes vor dem Aufnehmen der Pipettenspitzen mit dem Rand kollidiert, Abbildung 4d: Detail eines dünnen rechteckigen Randabschnitts des Pipettenspitzenträgers, der die Erkennung fehlender Pipettenspitzen im Träger ermöglicht, Abbildung 4e: Detail eines rechteckigen Randabschnitts des Pipettenspitzenträgers, der die Erkennung fehlender Pipettenspitzen aufgrund eines harten Anschlags des Kragenadapters am Rand des Trägers nicht ermöglicht, Abbildung 5: Verpackung für den in den Abbildungen 1 und 2 gezeigten Pipettenspitzenträger in einer ungefalteten Konfiguration, Abbildung 6: Gefaltete Verpackung für den in den Abbildungen 1 und 2 gezeigten Pipettenspitzenträger, Abbildung 7: Verpackung, die zwei Pipettenspitzenträger enthält, Abbildung 8: Längsschnitt der in Abbildung 7 gezeigten Verpackung, Abbildung 9: Perspektivische Draufsicht auf einen Abstandshalter für den in den Abbildungen 1 und 2 gezeigten Pipettenspitzenträger, Abbildung 10: Perspektivische Unteransicht eines Abstandshalters für den Pipettenspitzenträger, Abbildung 11: Explosionsansicht von zwei Abstandshaltern mit drei dazwischen positionierten Pipettenspitzenträgern, Abbildung 12: Stapel von Pipettenspitzenträger und Abstandshaltern, Abbildung 13: Längsschnitt des Stapels aus Abbildung 12, Abbildung 14: Detail des Eckabschnitts des Stapels, Abbildung 15: Detail der Abstandshalter-zu-Abstandshalter-Stapelung über Abstandshaltervorsprünge und Öffnungen im Randabschnitt des Pipettenspitzenträger, Abbildung 16: Detail des Eckabschnitts, Querschnittsansicht.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG VON BEISPIELHAFTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0031] Definitionen: Das distale Ende oder die distale Richtung wird durch die Flussrichtung der Flüssigkeit definiert wenn Flüssigkeit dispensiert wird, somit wird das distale Ende einer Pipettenspitze durch den Auslass der Pipettenspitze definiert und das proximale Ende ist dem distalen Ende entgegengesetzt. In den Ansprüchen schließt das Wort „umfassend“ andere Elemente oder Schritte nicht aus, und der unbestimmte Artikel „ein“ oder „eine“ schließt eine Mehrzahl nicht aus. Zum Beispiel schließt „eine Öffnung“ nicht aus, dass es zwei Öffnungen geben kann, die funktional oder strukturell den Zweck von „einer Öffnung“ erfüllen.
[0032] Perspektivische Ansichten von oben und unten für einen Pipettenspitzenträger 1 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung sind in den Abbildungen 1 und 2 dargestellt. Der Pipettenspitzenträger 1 hat eine rechteckige äußere Form mit einer rechteckig geformten oberen Platte 3, die von einer umlaufenden Wand 4 umgeben wird, die die obere Platte 3 mit einem rechteckigen Randabschnitt 5 verbindet. Die obere Platte 3 definiert eine horizontale Ebene und der rechteckige Randabschnitt 5 ist ebenfalls horizontal ausgerichtet. Die obere Platte 3 enthält eine Vielzahl von kreisförmigen Öffnungen 7, die in einer Matrix von Reihen und Spalten gemäß ANSI/SLAS-Mikroplattenstandards organisiert sind, beispielsweise gemäß dem 96-Well-Plattenstandard (ANSI SLAS 4-2004 (R2012): Well-Positionen). Hohlzylinder 6 ragen von den kreisförmigen Öffnungen 7 ab und bieten eine Matrix von Durchgängen 8 durch den Pipettenspitzenträger 1. Der Pipettenspitzenträger kann Einweg Pipettenspitzen 2 lösbar in die Durchgängen 8 halten (siehe Abbildung 3). Die umlaufende Wand 4 kann einen Beschriftungsbereich 58 zum Drucken von Informationen wie dem Markennamen oder zweidimensionalen oder dreidimensionalen Barcodes zur Identifikation oder für logistische Zwecke umfassen. Die umlaufende Wand 4 kann außerdem Vertiefungen 59 enthalten. Der rechteckige Randabschnitt 5 umfasst eine Längsseite 12 und eine Querseite 13 und ist relativ dünn gestaltet für ein materialsparendes Produkt. Die Dicke des Randabschnitts liegt unter 3 mm, vorzugsweise unter 2 mm, noch vorzugsweise unter 1,5 mm. Der dünne rechteckige Randabschnitt 5 wird durch eine Vielzahl von Randrippen 10 verstärkt, die die obere Oberfläche des rechteckigen Randabschnitts 5 mit der umlaufenden Wand 4 verbinden. Die Randrippen 10 bieten außerdem Führung und begrenzen das horizontale Spiel für einen Deckel, der auf den Pipettenspitzenträger 1 gelegt werden kann. Die obere Oberfläche der Randrippen 10 kann verwendet werden, um das Vorhandensein des Pipettenspitzenträgers mechanisch durch einen Greifer eines Pipettierroboters zu erkennen. Der Raum zwischen zwei Randrippen 10 an der umlaufenden Wand oder auf der oberen Oberfläche des Randabschnitts 5 kann für den Beschriftungsbereich 58 genutzt werden. Der rechteckige Randabschnitt 5 enthält Öffnungen 14 an jeder Ecke des Pipettenspitzenträgers, die dazu geeignet sind, komplementäre Vorsprünge eines Abstandshalters zu greifen, der unter den Pipettenspitzenträger positioniert wird, wie weiter unten beschrieben. Alternativ greifen die Öffnungen 14 Vorsprünge einer Box, die auf dem Arbeitstisch des Pipettierroboters fixiert ist. Ein kreisförmiger Rand kann jede Öffnung 14 umgeben und einen Eingangsbereich, beispielsweise einen facettierten Rand, bieten, um die Vorsprünge während des Stapelns der Abstandshalter und Pipettenspitzenträger zu führen. Der kreisförmige Rand kann außerdem den rechteckigen Randabschnitt 5 im Eckbereich lokal verstärken. Die Öffnungen 14 können so dimensioniert sein, dass es ein horizontales Spiel zwischen einer Öffnung 14 und einem Vorsprung des Abstandshalters gibt, oder es kann sich eine Presspassung zwischen der Außenfläche des Vorsprungs und der Innenfläche der Öffnung 14 ergeben. Eine formschlüssige Verbindung kann den temporären Transport einer Baugruppe aus einem Abstandshalter und einem Pipettenspitzenträger durch den Eingriff ermöglichen. Vorzugsweise wird nur der Abstandshalter vom Pipettierroboter gegriffen, entweder in einer formschlüssigen oder reibschlüssigen Verbindung.
[0033] Eine Eckrippe 15 kann die Öffnung 14 oder den kreisförmigen Rand, der die Öffnung 14 umgibt, mit der umlaufenden Wand 4 verbinden, vorzugsweise mit der Ecke 16 der umlaufenden Wand. Der rechteckige Randabschnitt 5 kann außerdem mindestens eine Öffnung 11, vorzugsweise zwei Öffnungen 11, die die beiden Längsseiten 12 oder die beiden Querseiten 13 des Randabschnitts durchdringen, enthalten. Die Öffnung 11 kann eine rechteckige, kreisförmige oder dreieckige Form haben und einen Durchgang für einen komplementären Vorsprung eines darüber liegenden Abstandshalters bieten. Die Ecken der Öffnung können abgerundet sein und die Kanten der Öffnung können eine Facette enthalten. Die Öffnung 11 kann von einem Rand umgeben sein, der den rechteckigen Randabschnitt 5 um die Öffnung 11 mechanisch unterstützt. Der rechteckige Randabschnitt 5 kann einen Ausschnitt 55 enthalten, der einen Durchgang für einen Vorsprung eines darüber liegenden Abstandshalters bieten kann.
[0034] Der Pipettenspitzenträger 1 kann eine Bodenwand 18 umfassen, die sich vertikal von der Unterseite 17 des rechteckigen Randabschnittes 5 erstreckt. Die Bodenwand 18 umgibt die Matrix der Durchgänge 8. Die Enden der Zylinder 6 für die Durchgänge 8 sind vorzugsweise eben oder bündig mit der Unterseite 17 des rechteckigen Randabschnittes 5. Als Alternative durchdringen die Zylinder die Unterseite 17, obwohl eine weitere Verlängerung der Zylinder 6 über die Unterseite 17 hinaus zu einem unnötigen Materialverbrauch führen kann. Eine weitere Verlängerung der Zylinder kann den Pipettenspitzenträger mechanisch verstärken. Die Zylinder 6 können direkt mit benachbarten Zylindern durch Verbindungsrippen 9 verbunden sein, um den Pipettenspitzenträger mechanisch zu stärken. Die Zylinder 6 können sich auch ohne Verwendung der Verbindungsrippen 9 mit benachbarten Zylindern kreuzen und die Zylinder 6 können durch Verbindungsrippen mit einer inneren Oberfläche der Umfassungswand 4 verbunden werden oder, wie in Abbildung 2 dargestellt, können sich die Zylinder mit der inneren Oberfläche der Umfassungswand 4 kreuzen. Die Dicke der Rippen kann je nach Position innerhalb des Pipettenspitzenträgers variieren, entsprechend den lokalen Anforderungen, die durch die mechanischen Belastungen im Träger bei vertikaler Belastung definiert werden. Die Rippen 9 können in der Mitte des Trägers dicker gestaltet sein im Vergleich zu den Rippen in den äußeren Bereichen in Richtung des Randabschnittes 5.
[0035] Die Vertiefungen 59 an der Bodenwand 18 des Trägers können horizontale Rippen 60 umfassen, die als vertikale Platzhalter zum Stapeln mehrerer Trägerplatten dienen oder einen Schnappverbindungs-Mechanismus zwischen zwei Trägerplatten oder zwischen einem Träger und einer Patentbox ermöglichen können. Das Führungselement 19 an der Bodenwand 18 kann für die Selbstjustierung oder zum Greifen verwendet werden. Die Vertiefungen 59 und/oder die Führungselemente 19 können die Bodenwand 18 lokal mechanisch verstärken.
[0036] Eine alternative Ausführungsform für den Pipettenspitzenträger wird in Abbildung 2a dargestellt. Die Ansicht auf der Unterseite 17 zeigt die zwei Öffnungen 11 im Randabschnitt des Trägers und Bodenwand 18, die von der Unterseite 17 herabragt. Die Vielzahl von Durchgängen 8 für die Pipettenspitzen sind von den Zylindern umgeben, die durch Verbindungsrippen 9 miteinander verbunden sind. Die in Abbildung 2a dargestellte Ausführungsform wird zusätzlich mechanisch durch Verstärkungsrippen 71 unterstützt, die zwei Verbindungsrippen 9 miteinander verbinden und vertikal ausgerichtete Verstärkungsrippen bereitstellen. Die Verstärkungsrippen 71 sind in Abbildung 2a vertikal ausgerichtet und parallel zur Querseite des Pipettenspitzenträgers ausgerichtet. Alternativ sind die Verstärkungsrippen horizontal parallel zur Längsseite des Pipettenspitzenträgers ausgerichtet. In einer weiteren Ausführungsform gibt es sowohl horizontal als auch vertikal ausgerichtete Verstärkungsrippen 71.
[0037] Eine Detailseitenansicht eines Eckabschnitts des Pipettenspitzenträgers 1, der Pipetten 2 hält, wird in Abbildung 3 dargestellt. Die Pipettenspitzen 2 umfassen einen Kragen 32, der die obere Platte 3 des Halters berührt, und Pipettenkanäle 33, die sich vom Kragen 32 durch die Durchgänge 8 erstrecken. Ein Greifer 61 eines Pipettierroboters berührt die Oberseite einer Randrippe 10, um beispielsweise mechanisch zu erkennen, ob ein Träger vorhanden ist oder nicht. Der Pipettierroboter hat einen Pipettierkopf 62 zur Aufnahme der Pipettenspitzen 2, siehe Abbildungen 4a bis 4e. Die Dicke und Position des rechteckigen Randabschnitts 5 definiert die Höhe der umlaufenden Wand 4, was die Zugänglichkeit für das Aufnehmen einzelner Reihen aus der Matrix der Pipettenspitzen im Träger beeinflussen kann (siehe Abbildungen 4a bis 4c) oder die Erkennung einer fehlenden Reihe von Pipettenspitzen (siehe Abbildungen 4d und 4e). Der Pipettierkopf 62 umfasst mehrere Kragenadapter 70, die vom Pipettierroboter zu den Kragen 32 der Pipettenspitzen 2 abgesenkt werden, um die Pipettenspitzen aufzunehmen. Die Annäherung wird gestoppt, wenn die Kragenadapter 70 des Pipettierkopfes an einem mechanischen Anschlag wie, zum Beispiel, an dem rechteckigen Rand 5 des Trägers 1 anstoßen, und ein dünner rechteckiger Rand 5 (Abbildungen 4a und 4b) kann ausreichenden Zugang zu den Pipettenspitzen im Träger 1 für das Aufnehmen einer einzelnen Reihe von Pipettenspitzen 2 bieten, weil die benachbarten Kragenadapter 70 den Rand 5, der den Träger 1 umgibt, nicht berühren. Wenn ein harter Anschlag vom Pipettierroboter erkannt wird, bevor die Pipettenspitzen effektiv aus dem Träger 1 aufgenommen werden, kann die Aufnahme der Spitzen gefährdet sein oder die Aufnahme der Reihen kann die Hardware des Pipettierroboters beschädigen, siehe Abbildung 4c, wo die Dicke des Schürzens 5 bewirkt, dass der Kragenadapter 70 den Rand 5 berührt, bevor der benachbarte Kragenadapter 70 die Pipettenspitze 2 aus der ersten Reihe aufnehmen kann. Die Dicke des rechteckigen Randes 5 kann auch die Erkennung einer fehlenden Reihe von Pipetten im Pipettenspitzenträger beeinflussen. Abbildung 4d zeigt einen Pipettenspitzenträger 1 mit einer fehlenden ersten Reihe von Pipettenspitzen 2, und die Firmware des Pipettierroboters kann die fehlende Reihe erkennen, da die vertikale Position des Pipettierkopfes 62 mit den Kragenadaptern 70 normalerweise einen Anstieg der vertikalen Kraft für das Aufnehmen der Pipettenspitzen erkennen würde, da die Kragenadapter 70 den Rand des Pipettenspitzenkragens 32 elastisch verformen müssen. Der Kragenadapter, der dem Kragenadapter benachbart ist, der in den Durchgang 8 des Pipettenspitzenträgers 1 eintritt, berührt den dünnwandigen Rand 5 nicht. Ein umlaufender Rand 5 mit einer höheren Dicke, wie in Abbildung 4e dargestellt, würde zu einem harten Anschlag des Kragenadapters 70 führen, der dem Kragenadapter benachbart ist, der in die erste Reihe der Durchgänge 8 eintritt, und der harte Anschlag am Rand würde erkannt, bevor die Firmware des Pipettierroboters die fehlende Reihe erkennen kann. Ein dünnwandiger umlaufender Rand 5 kann daher eine vielseitige Lösung bieten, wenn er in einem Pipettierroboter verwendet wird.
[0038] Ein Beispiel für eine Verpackung 20 für die Pipettenspitzenträger wird in den Abbildungen 5 bis 8 dargestellt. Die Verpackung 20 basiert auf einem faltbaren Bogen 66, der aus einer Platte eines Materials wie Karton, beschichtetem Karton, Kunststoff oder einem Verbundmaterial gestanzt wird. Der faltbare Bogen 66 umfasst zwei Längsseiten 22, die durch eine Querseite 23 verbunden sind. Die Längsseiten 22 umfassen jeweils zwei Vorsprünge oder Laschen, eine Lasche oder einen Vorsprung 27 und eine Lasche oder einen Vorsprung 28, die sich, nachdem der Bogen 66 zu einer rechteckigen Box 24 gefaltet wird, von einem oberen Rand 25 und einem unteren Rand 26 der Verpackung 20 erstrecken (siehe Abbildung 6). Eine obere Abdeckung 29 und eine untere Abdeckung 30 sind an einer der beiden Querseiten 23 befestigt, und Verschlussdeckel oder Verschlusslaschen erstrecken sich jeweils von der oberen und unteren Abdeckung. Verschlussschlitze 63 sind in der anderen der beiden Querseiten 23 enthalten, die für die Aufnahme und das Einrasten der Verschlussdeckel 31 konfiguriert sind. Eine Verschlusslasche 64 ist an einer der Querseiten 23 angebracht, um die rechteckige Box 24 zu schließen. Faltlinien oder vorbestimmte Falten sind in den faltbaren Bogen 66 integriert, beispielsweise können Perforationslinien oder Schneidlinien 65 in den faltbaren Bogen 66 integriert sein. Die beiden Vorsprünge oder Laschen 27 und 28 können Widerhaken enthalten, um den Pipettenspitzenträger lösbar an die Verpackung zu fixieren.
[0039] Der Bogen 66 kann in einer rechteckigen Schachtel 24 gefaltet werden, wie in Abbildung 6 dargestellt, und bildet eine gefaltete Verpackung 20. Ein oberer Rand 25 und ein unterer Rand 26 erstrecken sich von der oberen und unteren Oberfläche der Längsseiten 22 und Querseiten 23 und bieten dadurch eine obere und untere Öffnung, die für das Einsetzen von zwei Pipettenspitzenträgern 1 zugänglich sind. Die oberen und unteren Öffnungen sind jeweils von dem oberen und unteren Rand umgeben. Die Vorsprünge oder Laschen 27, 28 erstrecken sich jeweils vom oberen Rand 25 und unteren Rand 26. Der obere Deckel 29 und der untere Deckel 30 können aus einer vertikalen Ausrichtung gebogen werden, um den Zugang für die Träger zu den oberen und unteren Rändern zu ermöglichen und zum Schließen der Verpackung.
[0040] Eine Anordnung, die die Verpackung 20 und zwei Pipettenspitzenträger 1 umfasst, ist in Abbildung 7 dargestellt. Die beiden Halter 1 sind jeweils mit ihren jeweiligen Unterseiten 17 des Schürzenrandes 5 in Richtung des oberen Randes 25 und unteren Randes 26 der Verpackung 20 eingesetzt. Die Pipetten Röhrchen 33, die lösbar mit den beiden Pipettenspitzenträgern verbunden sind, sind innerhalb der rechteckigen Schachtel 24 eingeschlossen, und die beiden Laschen 27, die sich vom oberen Rand 25 erstrecken, greifen in die Öffnungen 11 eines der beiden Pipettenspitzenträger ein. Die beiden Laschen 28, die sich vom unteren Rand 26 erstrecken, greifen in die beiden Öffnungen 11 des anderen der beiden Pipettenspitzenträger ein. Die optionalen Widerhaken an den Laschen können eine temporäre Fixierung des Trägers an der Verpackung bieten. Die Unterseite 17 am rechteckigen Rand 5 jedes Pipettenspitzenträgers wird von dem oberen und unteren Rand 25, 26 der rechteckigen Schachtel 24 gestützt, und das Eingreifen zwischen den Vorsprüngen 27, 28 und den Öffnungen 11 kann ein Verrutschen zwischen dem rechteckigen Rand 5 des Trägers und der rechteckigen Schachtel 24 verhindern. Die Verpackung 20 wird durch Falten des oberen Deckels 29 und des unteren Deckels 30 geschlossen, sodass die beiden Deckel entlang der horizontalen Ebene der Pipettenspitzenträger ausgerichtet sind. Die Verschlusslasche 31 ist mit der Querseite 23 der Verpackung über die Schlitzen 63 (siehe Abbildung 5) verbunden. Ein Längsschnitt durch eine mit zwei Pipettenspitzenträgern gefüllte Verpackung ist in Abbildung 8 dargestellt. Die Pipettenröhrchen 33 jedes Trägers greifen ineinander für eine platzsparende Anordnung der Pipettenspitzen 2. Die beiden Pipettenspitzenträger 1 können von jeder Seite der Schachtel entfernt werden, nachdem die Verschlusslaschen 31 geöffnet und der obere Deckel 29 und der untere Deckel 30 in eine vertikale Position gekippt wurden.
[0041] Ein rechteckig geformter Abstandshalter 34 zum Stapeln von Pipettenspitzenträgern wird in den Abbildungen 9 und 10 dargestellt. Der Abstandshalter 34 umfasst eine horizontale Basisfläche 35, die von einer peripheren Seitenwand 36 umgeben ist, die im Wesentlichen vertikal zur Basisfläche 35 ausgerichtet ist. Die Basisfläche 35 enthält kreisförmige Öffnungen 53, deren Zentren im gleichen Muster wie die Durchgänge 8 im Pipettenspitzenträger angeordnet sind. Die kreisförmigen Öffnungen 53 überschneiden sich und führen zu einer Vielzahl von kleeblattförmigen Öffnungen. Die Öffnungen bieten einen Durchgang für die Pipettenröhrchen 33 der Pipettenspitzen 2, die von einem Pipettenspitzenträger gehalten werden der oben auf dem Abstandshalter 34 platziert ist, und verhindern das Verrutschen der Kragen 32 von Pipettenspitzen 2 auf einem Pipettenspitzenträger, der direkt unter dem Abstandshalter 34 positioniert ist. Die horizontale Basisfläche 35 wird mit gewellten Strukturen oder Rippen 67 verstärkt, sodass Material nur dort zur Basisfläche hinzugefügt wird, wo es mechanisch auch benötigt wird. Die periphere Seitenwand 36 umfasst zwei Längsseiten 37 und zwei Querseiten 38, die einen oberen Rand 40 und einen unteren Rand 42 bilden, die parallel zueinander ausgerichtet sind. Leisten oder Vorsprünge 50 ragen von einer oberen Fläche 39 des oberen Randes nach oben und Vorsprünge 51 ragen von einer unteren Fläche 41 des unteren Randes 42 nach unten. Vorsprünge oder Stifte 44 ragen von der oberen Fläche 39 in jeder Ecke des rechteckig geformten Abstandshalters 34 nach oben. Eine Projektion 52 ragt von der Mitte des rechteckig geformten Abstandshalters 34 in Richtung des oberen Randes 40 hervor (Abbildung 9) und ragt auch von der Mitte in Richtung des unteren Randes 42 hervor (Abbildung 10). Lastübertragungselemente 43 befinden sich in jeder Ecke des rechteckig geformten Abstandshalters 34, die die Vorsprünge 44 und Anschlagsflächen 45 umfassen. Optional gibt es zusätzliche Lastübertragungselemente zwischen den Ecken des Abstandshalters. Weitere Details zu den Lastübertragungselementen 43 werden in den Abbildungen 14 und 15 erklärt. Die perspektivische Unteransicht in Abbildung 10 zeigt außerdem Federelemente 54, die die Anschlagflächen 45 in jeder Ecke umgeben. Die Federelemente 54 sind mit der Unterseite der horizontalen Basisfläche 35 verbunden, und das freie Ende des Federelements 54 kann sich zur Mitte oder zur Ecke des rechteckig geformten Abstandshalters 34 hinbiegen. Das Federelement 54 kann mechanisch durch eine Stützrippe 56 unterstützt werden, die von der Unterseite der Basis 35 hervorsteht. Die Lastübertragungselemente 43 sorgen für die Übertragung einer vertikalen Last von einem Abstandshalter zu einem darunterliegenden Abstandshalter, während die Federelemente 54 für eine korrekte Abstandshalter-zu-Abstandshalter-Ausrichtung in einem Stapel von Abstandshaltern sorgen.
[0042] Eine Explosionsansicht eines Stapels von abwechselnden Abstandshaltern 34 und Pipettenspitzenträgern 1 ist in Abbildung 11 dargestellt. Jeder Pipettenspitzenträger 1 ist mit den Öffnungen 14 in jeder Ecke auf die Vorsprünge 44 in jeder Ecke eines darunterliegenden Abstandshalters positioniert. Die Vorsprünge 51, die vom unteren Rand 42 jedes Abstandshalters 34 hervorstehen, sind mit den Ausschnitten 55 und den Öffnungen 11 im rechteckigen Rand 5 jedes Pipettenspitzenträgers 1 ausgerichtet, sodass die Öffnungen 11 einen Durchgang für die Vorsprünge bieten, vorzugsweise ohne die Vorsprünge 51 zu berühren oder an ihnen anzustoßen, wodurch eine vertikale Lastübertragung von einem Abstandshalter 34 zu einem Pipettenspitzenträger 1, der unter dem Abstandshalter positioniert ist, vermieden wird. Das Spiel in der horizontalen Ebene zwischen den Vorsprüngen 51 auf den Abstandshaltern und den Ausschnitten 55 oder den Öffnungen 11 auf den Haltern ist ausreichend, um direkten Kontakt zu vermeiden.
[0043] Der gestapelte Stapel 69 von Abstandshaltern 34 und Trägern 1 ist in Abbildung 12 dargestellt. Der Stapel wird auf eine Pipettenbox 68 gelegt, die den Stapel lösbar hält, sodass der Stapel oder ein Teil des Stapels von einem Greifer eines Pipettierroboters entfernt werden kann. Die Pipettenbox 68 kann auf einem Arbeitstisch des Pipettierroboters fixiert werden. Jeder Pipettenspitzenträger 1 wird auf der oberen Fläche 39 des oberen Randes 40 eines darunterliegenden Abstandshalters platziert. Optional wird der Träger von den Leisten 50 gestützt. Die Vorsprünge 51, die von der unteren Kante jedes Abstandshalters nach unten ragen, stoßen entweder über die Aussparungen 55 oder über die Öffnungen 11 im rechteckigen Randabschnitt 5 jedes Pipettenspitzen-Trägers 1 an die obere Fläche 39 eines darunterliegenden Abstandshalters an. Die Pipettenspitzenträger 1 befinden sich in einem vertikalen Raum oder Spalt zwischen zwei Abstandshaltern 34 und die auf den obersten Pipettenspitzenträger 1 ausgeübte vertikale Last wird über den rechteckigen Rand 5 auf den oberen Rand 40 des ersten unterliegenden Abstandshalters 34 übertragen und die vertikale Last wird anschließend über die Lastübertragungselemente 43 an jeder Ecke des ersten Abstandshalters und/oder über die Vorsprünge 51, die von der unteren Kante des ersten Abstandshalters nach unten ragen, auf den zweiten Abstandshalter 34 übertragen. Die vertikale Last wird schließlich über die Pipettenbox 68 auf den Arbeitstisch des Pipettierroboters übertragen. Details zur Lastübertragung über die Lastübertragungselemente 43 werden in Abbildung 14 dargestellt und Details zur Lastübertragung über die Vorsprünge 51 werden in Abbildung 15 dargestellt.
[0044] Ein Längsschnitt für den Stapel ist in Abbildung 13 dargestellt. Die vertikale Last vom obersten Pipettenspitzenträger 1 wird über den rechteckigen Randabschnitt 5 auf den oberen Rand 40 des ersten Abstandshalters 34 übertragen. Der erste Abstandshalter 34 umfasst die Basisfläche 35, die von der peripheren Seitenwand 36 umgeben wird, und die Basisfläche 35 wird durch die gewellten Strukturen oder Rippen 67 verstärkt (siehe auch Abbildung 9). Falls sich der oberste Pipettenspitzenträger 34 aufgrund der vertikalen Last biegt oder durchbiegt, können die Projektionen 52, die in einer Ruheposition keinen Kontakt zu den darunterliegenden oder darüberliegenden Pipettenspitzenträgern haben, zusätzlich eine vertikale Last aufnehmen und dadurch einen kleinen Teil der Last in der Mitte vom Pipettenspitzenträger oben auf den ersten Abstandshalter und schließlich vom ersten Abstandshalter auf den nächsten Pipettenspitzenträger übertragen.
[0045] Details zu den Lastübertragungselementen 43 sind in Abbildung 14 dargestellt. Beginnend von unten in der Abbildung: Der Abstandshalter unter dem Pipettenspitzenträger hat einen Vorsprung 44, der durch die Ecköffnung 14 des Pipettenspitzenträgers 1 hindurchragt, und die obere Fläche 46 des Vorsprungs 44 stößt an die Stoppfläche 45 des über dem Pipettenspitzenträgerl positionierten Abstandshalters. Es gibt einen Spalt 57 (siehe Abbildung 15) zwischen den beiden Abstandshaltern, der für den Pipettenspitzenträger verfügbar ist und eine Lastübertragung auf den Träger verhindert. Die vertikale Höhe der peripheren Wand 36 wird durch den Abstand 48 zwischen dem oberen Rand 40 und dem unteren Rand 42 definiert, während die Höhe des Lastübertragungselements 43 durch den vertikalen Abstand 49 zwischen dem Ende des Vorsprungs 46 und der Stoppfläche 45 definiert wird. Der vertikale Abstand 49 übersteigt die Höhe 48 der peripheren Wand 36 und lässt dadurch einen Spalt 57 unter dem unteren Rand 42 jedes Abstandshalters entstehen, der für einen Pipettenspitzenträger verfügbar ist. Jeder Pipettenspitzenträger kann auf den oberen Rand 40 eines ersten Abstandshalters 34 gelegt werden und ein zweiter Abstandshalter kann auf den ersten Abstandshalter positioniert werden, und der untere Rand 42 des zweiten Abstandshalters wird den rechteckigen Randabschnitt 5, der den Pipettenspitzenträger umgibt, nicht berühren.
[0046] Weitere Details zu den Vorsprüngen 51 eines Abstandshalters, die die obere Fläche eines darunterliegenden Abstandshalters berühren, sind in Abbildung 15 dargestellt. Die Vorsprünge 51, die von der Längsseite der unteren Fläche 41 eines darüberliegenden Abstandshalters 34 nach unten ragen, stoßen über die Öffnung 11 im Pipettenspitzenträger 1 an die obere Fläche 39 eines darunterliegenden Abstandshalters 34 an. Die Anstoßstellen der Vorsprünge 51, die von den Querseiten nach unten ragen, bieten eine vergleichbare Auflagefläche im Vergleich mit den Anstoßstellen der Längsseiten mit dem einzigen Unterschied, dass die Öffnungen 11 durch die Aussparungen 55 ersetzt werden.
[0047] Die vertikalen Lasten, die auf einen Pipettenspitzenträger aufgebracht werden, können somit in einem Stapel von Abstandshaltern und Trägern über die Lastübertragungselemente 43 an jeder Ecke und/oder über die Vorsprünge 51 an den Längsseiten des Abstandshalters und/oder über die Vorsprünge 51 an den Querseiten des Abstandshalters für eine direkte Abstandshalter-zu-Abstandshalter-Lastübertragung übertragen werden. Optional wird ein Teil der vertikalen Last über die zentralen Vorsprünge 52 für die Belastung von Abstandshalter-zu-Träger übertragen.
[0048] Der Abstandshalter 34 umfasst Federelemente 54 an jeder Ecke, wie in den Abbildungen 10, 15 und 16 dargestellt. Wenn ein Abstandshalter 34 auf einen anderen Abstandshalter, der einen Pipettenspitzenträger trägt, gesetzt wird, kann die Platzierung von einer Verschiebung in der horizontalen Ebene des einen Abstandshalters gegenüber dem anderen Abstandshalter begleitet werden. Das Spiel in der horizontalen Ebene wird durch die Federelemente 54 an jeder Ecke ausgeglichen oder eliminiert. Das Federelement 54 ragt von der Unterseite der horizontalen Basis 35 in Richtung des unteren Randes 42 hervor und kann sich entlang der Diagonale des rechteckig geformten Abstandshalters in Richtung der Mitte oder in Richtung der Ecke der peripheren Wand 36 biegen. Das Federelement 54 eines Abstandshalters kann eine halbkreisförmige Form haben, um zumindest teilweise den Vorsprung 44 der von einem darunterliegenden Abstandshalter nach oben ragt zu umrunden. Die Federelemente des oberen Abstandshalters an jeder Ecke können sich biegen, wenn sie die Vorsprünge 44 eines darunterliegenden Abstandshalters berühren, und durch die Elastizität der Biegeelemente den Abstandshalter in Bezug auf den darunterliegenden Abstandshalter selbst zentrieren und horizontale Fehlplatzierungen ausgleichen oder eine Barriere gegen das Verdrehen des Stapels von Abstandshaltern bieten. Der Verdrehschutz bietet eine elastische Rückstellkraft, wenn das obere Ende des Stapels im Vergleich zum unteren Ende des Stapels um die Längsachse des Stapels verdreht wird. Die zuverlässige Aufnahme der Pipettenspitzen von den Trägern hängt von der Genauigkeit der Bewegungen des Pipettierroboters und von den Maßtoleranzen für einen Stapel mit Abstandshalter und Pipettenspitzenträger ab. Die selbstzentrierenden Federelemente können somit die Toleranzansammlung reduzieren, die durch die Platzierung und Handhabung der Abstandshalter und Träger verursacht wird. Die Flexibilität oder Elastizität des Federelements kann durch das verwendete Material für das Federelement 54 und/oder die Wandstärke der Federelemente und/oder die Verwendung einer Stützrippe 56, die entlang der Rückseite des Federelements 54 in Richtung des Endes des Federelements hervorsteht, abgestimmt werden. Das Federelement 54 kann die Anschlagfläche 45 an jeder Ecke umgeben und dabei als Führungselement fungieren, das den Pfosten 44 eines darunterliegenden Abstandshalters in Richtung der Anschlagfläche des oberen Abstandshalters während der Platzierung des Abstandshalters führt, siehe Abbildung 16.
[0049] Abbildung 15 zeigt außerdem den Spalt 57 zwischen den beiden Abstandshaltern 34, der für den Pipettenspitzenträger 1 zur Verfügung steht, der zwischen den beiden Abstandshaltern platziert ist. Die Höhe des Spalts 57 wird durch die Differenz zwischen der Länge des Übertragungselements 49 und dem vertikalen Abstand 48 zwischen dem oberen und unteren Rand des Abstandshalters definiert, wie in Abbildung 14 dargestellt. Abbildung 14 zeigt außerdem die Federelemente 54 in der Längsquerschnittansicht, die den Vorsprung 44 eines darunterliegenden Abstandshalters umfasst. Die Federelemente 54 zur Führung und Ausrichtung der Abstandshalter wirken während des aufeinander Stapelns der Abstandshalter und Pipettenspitzenträger, dieser Arbeitsschritt im Laborautomatisierungsverfahren wird vor Beginn des Flüssigkeitshandhabungsverfahrens mit der Aufnahme und damit der vertikalen Belastung der Stapel durchgeführt. Der oben vorgestellte Abstandshalter in Kombination mit den Trägern ermöglicht daher eine Trennung der korrekten Ausrichtung während des Stapelns und eine effektive Übertragung der vertikalen Lasten während der Flüssigkeitshandhabung und dies in Kombination mit Abstandshaltern und Pipettenspitzenträgern, die während der Herstellung weniger Material erfordern und einen geringeren CO2-Fußabdruck haben.
[0050] Die bloße Tatsache, dass bestimmte Elemente oder Schritte in verschiedenen Ansprüchen genannt werden, schließt nicht das Vorhandensein weiterer sinnvoller Kombinationen dieser Elemente oder Schritte aus.
LISTE DER BEZUGSZEICHEN
[0051] 1 Rechteckig geformter Pipettenspitzenträger 2 Einwegpipettenspitze 3 Rechteckig geformte Deckplatte 4 Peripheriewand 5 Rechteckiger Randabschnitt 6 Hohlzylinder 7 Kreisförmige Öffnung 8 Durchgang 9 Rippen, Verbindungsrippen 10 Randabschnittrippen 11 Öffnung 12 Längsseite 13 Querseite 14 Öffnung, Ecköffnung 15 Eckrippe 16 Eckperipheriewand 17 Unterseite 18 Bodenwand 19 Führungselement 20 Verpackung 21 Periphere Seitenwand 22 Längsseite 23 Querseite 24 Rechteckig geformte Box 25 Oberer Rand 26 Unterer Rand 27 Vorsprung, Klappe, die vom oberen Rand ausgeht 28 Vorsprung, Klappe, die vom unteren Rand ausgeht 29 Oberer Deckel 30 Unterer Deckel 31 Verschlussdeckel 32 Pipettenkragen 33 Pipettenrohr 34 Rechteckiger Abstandshalter 35 Horizontale Basisfläche 36 Periphere Seitenwand 37 Längsseite 38 Querseite 39 Obere Oberfläche 40 Oberer Rand 41 Untere Oberfläche 42 Unterer Rand 43 Lastübertragungselement 44 Vorsprung 45 Anschlagfläche 46 Ende des Vorsprungs 47 Rippe 48 Vertikaler Abstand oberer-unterer Rand 49 Länge Lastübertragungselement 50 Leiste 51 Vorsprung 52 Projektion 53 Öffnung 54 Federelement 55 Ausschnitt 56 Stützrippe 57 Spalt 58 Beschriftungsbereich 59 Vertiefungen 60 Kamm 61 Greifer-Pipettierroboter 62 Pipettierkopf 63 Schlitze 64 Verschlussklappe 65 Vorgegebene Faltlinie / Falte 66 Faltbares Blatt 67 Wellstruktur 68 Pipettenbox 69 Gestapelter Stapel 70 Kragenadapter 71 Verstärkungsrippe

Claims (15)

1. Ein rechteckiger Pipettenspitzenträger (1) zur Aufnahme einer Vielzahl von Einwegpipttenspitzen (2) zur Verwendung in einem Pipettierroboter, der Pipettenspitzenträger umfassend: eine rechteckige Oberplatte (3), die eine horizontale Ebene definiert, eine umlaufende Wand (4), die die Oberplatte (3) umgibt und die Oberplatte mit einem rechteckigen Randabschnitt (5) verbindet, der vertikal von der Oberplatte distanziert ist und die umlaufende Wand (4) umgibt, eine Vielzahl von vertikal orientierten Hohlzylindern (6), die sich von der Oberplatte (3) zur Unterseite (17) des rechteckigen Randabschnitts (5) erstrecken, eine Matrix von kreisförmigen Öffnungen (7) in der Oberplatte (3), die mit der Vielzahl von Hohlzylindern (6) ausgerichtet sind und dadurch eine Matrix von Durchgängen (8) durch den Pipettenspitzenträger zur lösbaren Aufnahme und Führung der Einwegpipettenspitzen definiert, eine Vielzahl von Rippen (9), die zwischen den Hohlzylindern angeordnet sind und diese miteinander verbinden, eine Vielzahl von Randabschnittsrippen (10), die die Oberseite des rechteckigen Randabschnitts (5) mit der umlaufenden Wand (4) verbinden, gekennzeichnet durch mindestens eine Öffnung (11) in der Längsseite (12) oder der Querseite (13) des rechteckigen Randabschnitts (5), die einen Durchgang für einen Vorsprung einer Verpackung für den Pipettenspitzenträger, oder einen Durchgang für einen Vorsprung eines Abstandshalters bietet, der auf dem Pipettenspitzenträger positioniert werden soll.
2. Der rechteckige Pipettenspitzenträger gemäß Anspruch 1, ferner umfassend Öffnungen (14) an jeder Ecke des rechteckigen Randabschnitts (5), die Durchgänge für komplementäre Vorsprünge auf einem Abstandshalter bieten, der unter dem Pipettenspitzenträger positioniert werden soll.
3. Der rechteckige Pipettenspitzenträger gemäß Anspruch 2, ferner umfassend Eckrippen (15), die die Öffnungen (14) mit den Ecken (16) der umlaufenden Wand (4) verbinden.
4. Der rechteckige Pipettenspitzenträger gemäß den Ansprüchen 1 bis 3, bei dem die Durchgänge (8) eine Matrix von Reihen und Spalten bereitstellen die gleichmäßig über die rechteckige Oberplatte (3) gemäß einem ANSI/SLAS-Standard verteilt sind.
5. Der rechteckige Pipettenspitzenträger gemäß den Ansprüchen 1 bis 4, bei dem das Zentrum der rechteckigen Oberplatte (3) über dem Zentrum des rechteckigen Randabschnitts (5) liegt für eine spiegelsymmetrische Anordnung der Durchgänge (8) innerhalb des Pipettenspitzenträgers.
6. Der rechteckige Pipettenspitzenträger gemäß den Ansprüchen 1 bis 4, bei dem das Zentrum der rechteckigen Oberplatte (3) in der horizontalen Ebene mit Bezug auf das Zentrum des rechteckigen Randabschnitts (5) verschoben ist.
7. Der rechteckige Pipettenspitzenträger gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Ende der Hohlzylinder (6) bündig mit der Unterseite (17) des rechteckigen Randabschnitts (5) ist.
8. Der rechteckige Pipettenspitzenträger gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem eine Bodenwand (18) sich vertikal von der Unterseite (17) des rechteckigen Randabschnitts (5) erstreckt.
9. Der rechteckige Pipettenspitzenträger gemäß Anspruch 8, bei dem die Bodenwand (18) mindestens einen Schnappverschluss oder ein Führungselement (19) umfasst.
10. Der rechteckige Pipettenspitzenträger gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der rechteckige Randabschnitt (5) ferner mindestens einen Ausschnitt (55) in der Längsseite oder Querseite des rechteckigen Randabschnitts (5) umfasst, der nicht die mindestens eine Öffnung (11) aufweist.
11. Der rechteckige Pipettenspitzenträger gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die mindestens eine Öffnung (11) eine rechteckige Form hat.
12. Der rechteckige Pipettenspitzenträger gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der rechteckige Randabschnitt (5) zwei gegenüberliegende Öffnungen (11) umfasst, die auf den beiden Längsseiten (12) positioniert sind, oder zwei gegenüberliegende Öffnungen, die auf den beiden Querseiten (13) positioniert sind, wobei die beiden gegenüberliegenden Öffnungen (11) zwei Durchgänge für zwei Vorsprünge einer Verpackung für den Pipettenspitzenträger oder für zwei Vorsprünge eines Abstandshalters bieten, der auf dem Pipettenspitzenträger positioniert werden soll.
13. Der rechteckige Pipettenspitzenträger gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, der durch Spritzgießen eines Polymers hergestellt wird.
14. Der rechteckige Pipettenspitzenträger gemäß Anspruch 13, bei dem das Polymer ein recyceltes Polymer oder ein Biopolymer ist.
15. Der rechteckige Pipettenspitzenträger gemäß Anspruch 14, bei dem das Polymer aus Polystyrol (PS), Polycarbonat (PC), hochschlagfestem Polystyrol (HIPS), Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) ausgewählt ist.
CH000107/2025A 2024-04-11 2025-02-06 Ein rechteckiger Pipettenspitzenträger zur Aufnahme einer Vielzahl von Pipettenspitzen CH721589A2 (de)

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