CH721722A2 - Bodenelement zum Aufbau eines Stallbodens sowie damit aufgebauter Stallboden - Google Patents

Bodenelement zum Aufbau eines Stallbodens sowie damit aufgebauter Stallboden

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CH721722A2
CH721722A2 CH000365/2025A CH3652025A CH721722A2 CH 721722 A2 CH721722 A2 CH 721722A2 CH 000365/2025 A CH000365/2025 A CH 000365/2025A CH 3652025 A CH3652025 A CH 3652025A CH 721722 A2 CH721722 A2 CH 721722A2
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CH
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CH000365/2025A
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THURNER Manuel-Franz
Kalausek Oliver
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Betonwerk Stallit Gmbh
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Bodenelement (1) zum Aufbauen eines Stallbodens sowie einen damit aufgebauten Stallboden. Das Bodenelement (1) umfasst einen Tragkörper (2) aus Beton. Der Tragkörper (2) weist eine Oberseite (3) auf, die einem aufzubauenden Stallboden nächstliegend zugewandt ist, und eine von der Oberseite (3) abgewandte Unterseite (4). Der Tragkörper (2) weist weiters eine Mehrzahl von Durchbrüchen (6) auf, welche sich zwischen der Oberseite (3) und der Unterseite (4) erstrecken und zur Ableitung von tierischem Harn in Richtung zur Unterseite (4) vorgesehen sind. An der Unterseite (4) des Tragkörpers (2) sind wenigstens zwei Abstützzonen (11, 12) ausgebildet. Wenigstens ein Teilabschnitt der Oberseite (3) des Tragkörpers (2) ist gegenüber einer Horizontalebene (16) als Schrägfläche (17, 18) ausgebildet, wenn die wenigstens zwei Abstützzonen (11, 12) innerhalb dieser gemeinsamen Horizontalebene (16) angeordnet sind. Die wenigstens eine Schrägfläche (17, 18) ist derart ausgerichtet, dass an der Oberseite (3) des Bodenelements (1) auftreffender tierischer Harn in Richtung zu der Mehrzahl von Durchbrüchen (6) geleitet wird.

Description

[0001] Die Erfindung betrifft ein Bodenelement zum Aufbauen eines Stallbodens sowie einen Stallboden welcher aus mehreren solcher Bodenelemente zusammengesetzt ist.
[0002] Die DE20002536U1 beschreibt einen Spaltenboden für die Schweineaufstallung. Der Spaltenboden besteht aus einem plattenförmigen, rechteckig begrenzten Betonrost mit in der Standfläche verteilten Gruppen von Durchlassspalten. Im Mittelbereich des Betonrostes ist eine quer zum Richtungsverlauf der Spalten ausgerichtete Hauptdurchlassöffnung für Kot ausgespart. Dadurch soll der Kotanfall auf der Standfläche des Betonrostes verringert werden, sodass die Standfläche des Betonrostes eine weniger starke Verschmutzung erfährt.
[0003] Die DE202004013055U1 beschreibt einen aus Spaltenbodenelementen zusammensetzbaren Spaltenboden mit einer Unterkonstruktion, wobei die Oberfläche des Spaltenbodens zumindest abschnittweise nach unten offene Spalten aufweist. Die Unterkonstruktion besteht dabei aus trägerartigen Fertigteil-Unterzügen, auf die die Spaltenbodenelemente auflegbar sind. Die Fertigteil-Unterzüge weisen eine Länge auf, die ein Mehrfaches der Seitenlänge eines Spaltenbodenelementes beträgt, und die Spaltenbodenelemente weisen eine Dicke auf, die geringer ist als die Bauhöhe der Fertigteil-Unterzüge. Dadurch soll ein Spaltenboden geschaffen werden, der leicht herstellbar ist, eine große Vielfalt bei der Anzahl und Ausrichtung der Spalten ermöglicht und der besser den hygienischen Anforderungen in einem Stall gerecht wird. Die Aufwendungen für die Errichtung eines solchen Spaltenbodens haben sich allerdings in der Praxis als nur bedingt zufriedenstellend herausgesellt.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und einen verbesserten Stallboden zur Verfügung zu stellen, welcher den Anforderungen von möglichst hoher Hygiene für Tiere und zudem möglichst geringem technischen und baulichen Aufwand gerecht wird.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Bodenelement, insbesondere durch ein sogenanntes Flächenspaltenbodenelement, zum Aufbauen eines Stallbodens und durch einen Stallboden gemäß den Ansprüchen gelöst.
[0006] Das erfindungsgemäße Bodenelement umfasst einen im wesentlichen plattenförmigen bzw. quaderförmigen Tragkörper, welcher zumindest überwiegend aus Beton gebildet ist und vorzugsweise eine Beton-Bewehrung umfasst, welche aus Bewehrungseisen gebildet sein kann. Dieser Tragkörper weist eine Oberseite auf, die einem aufzubauenden Stallboden nächstliegend zugewandt ist. Der Tragkörper besitzt weiters eine von der Oberseite abgewandte Unterseite, und eine Mantelfläche, welche sich zwischen der Oberseite und der Unterseite des Tragkörpers erstreckt. Zudem weist der Tragkörper eine Mehrzahl von vorzugsweise schlitzförmigen Durchbrüchen auf, welche sich zwischen der Oberseite und der Unterseite erstrecken und zur Ableitung von tierischem Harn in Richtung zur Unterseite vorgesehen sind. Der Tragkörper weist an seiner Unterseite wenigstens zwei zueinander distanzierte Abstützzonen auf, welche Abstützzonen zur lastübertragenden Abstützung des Tragkörpers gegenüber einem Fundament, einem Treibmistkanal, oder einer Bodenfläche vorgesehen sind. Wenigstens ein Teilabschnitt der Oberseite des Tragkörpers ist dabei gegenüber einer Horizontalebene als Schrägfläche ausgebildet, wenn die wenigstens zwei, vorzugsweise die zumindest drei bis vier Abstützzonen innerhalb dieser gemeinsamen Horizontalebene angeordnet sind. Diese wenigstens eine Schrägfläche ist dabei derart ausgerichtet bzw. orientiert, dass an der Oberseite des Bodenelements auftreffender tierischer Harn in Richtung zu der Mehrzahl von Durchbrüchen geleitet wird.
[0007] Über die wenigstens eine schräge Fläche des Bodenelements kann auftreffender Tierharn verstärkt zu den vorzugsweise schlitzförmigen Durchbrüchen ablaufen und in weiterer Folge in einen Schwemm- bzw. Treibmistkanal gelangen. Zumindest ein Teil des Mistes bzw. tierischen Kots bleibt dabei an den oberen Flächen des Bodenelements liegen und kann mittels einem bekannten Entmistungssystem, beispielsweise einem Schrapper, einem Saugroboter oder einer selbstfahrenden Arbeitsmaschine mit einem Schieberaufsatz, einem Lagerplatz oder einem Abwurfschacht einer Güllegrube zugeführt werden. Dadurch wird nicht nur eine starke Ammoniakreduktion erreicht, sondern auch eine Verbesserung für das Tierwohl erzielt. Auch der Arbeitsaufwand für die Landwirte kann reduziert werden, weil Entmistungsintervalle verlängert werden können, ohne dass dadurch feuchte Bodenflächen oder ein ungesundes Stallklima entstehen.
[0008] Ein anspruchsgemäßes Bodenelement bietet weiters erhebliche Vorteile beim Bau eines Stallbodens bzw. bei der Errichtung einer Stallung für Tiere, wie zum Beispiel für Rinder oder Schweine. Die Unterbauten unterhalb der Bodenelemente bzw. die voneinander beabstandeten Auflager für die Bodenelemente, insbesondere die Oberkanten von Treibmistkanälen oder Abstützfundamenten, können in einfacher Art und Weise waagerecht ausnivelliert sein bzw. werden und ist trotzdem gewährleistet, dass insbesondere ausgeschiedener Tierharn kontrolliert abgeleitet bzw. gesichert abgeführt wird. Insbesondere kann so auf baulich einfache und effiziente Weise für eine möglichst trockene Standfläche für die Tiere gesorgt werden, welche die Stallhygiene begünstigt und dem Tierwohl zugutekommt.
[0009] Ferner kann der Flächenanteil an Spalten bzw. Durchbrüchen im Bodenelement im Vergleich zu geschlossener Oberseite des Bodenelements geringgehalten bzw. minimiert werden, was einer Steigerung des Tierwohls zugutekommt, wobei aber trotzdem eine möglichst trockene, weil gut harnableitende Oberseite erreicht werden kann.
[0010] Die zumindest zwei Abstützzonen, insbesondere die vorzugsweise drei oder vier Abstützzonen an der Unterseite des Tragkörpers definieren eine gemeinsame Abstützebene des Bodenelementes, welche gemeinsame Abstützebene im Verwendungszustand des Bodenelements vorzugsweise in einer Horizontalebene liegt, also horizontal ausgerichtet ist. Die zumindest zwei, insbesondere drei oder vier Abstützzonen an der Unterseite des Tragkörpers sind dementsprechend komplanar bzw. innerhalb der Horizontalebne angeordnet.
[0011] Vorteilhaft ist es, wenn das Bodenelement an der Oberseite wenigstens eine weitere Schrägfläche weist, wobei die Schrägflächen an der Oberseite des Bodenelements ein gemeinsames, harnsammelndes Gerinne an der Oberseite des Bodenelements ausbilden. Dieses Gerinne bzw. die Sohle dieses Gerinnes kann vorzugsweise in einem Mittalabschnitt des Tragkörpers ausgebildet sein. Dadurch ist in vorteilhafter Art und Weise ein einteiliges Bodenelement mit einem nach oben hin offenem Gerinne bzw. Harn-Sammelabschnitt geschaffen. Ein solches Bodenelement bietet eine effiziente Trennung der Ausscheidungsprodukte Harn und Kot eines Tieres, wodurch die Entstehung von Ammoniak nennenswert reduziert werden kann bzw. die Belastung mit Ammoniak hintangehalten werden kann. Darüber hinaus ist dadurch ein möglichst trockener, zu einem verbesserten Tierwohl beitragender Bodenbereich erzielbar.
[0012] Zweckmäßig kann es sein, wenn das Gerinne einen vorzugsweise ebenflächigen Gerinneboden aufweist, welcher parallel zu der die Abstützzonen aufnehmenden Horizontalebene verläuft und in welchem Gerinneboden die genannten Durchbrüche ausgebildet sind. Dadurch kann eine möglichst einfache bzw. möglichst vollständige Reinigung der Oberfläche des Bodenelements erreicht werden, weil dadurch enge Gerinne bzw. Furchen oder scharfkantige V-Vertiefungen an der Oberseite des Bodenelements vermieden sind. Dadurch kann auch mit wenig elastischen Abschiebern bzw. Pflugelementen eine möglichst gründliche bzw. vollflächige Entfernung von Mist bzw. Kot von der Oberseite des Bodenelements erzielt werden.
[0013] Alternativ oder in Kombination zur bevorzugten Anordnung der Durchbrüche innerhalb des Gerinnebodens kann auch vorgesehen sein, harnableitende Durchbrüche in wenigstens einer der Neigungs- bzw. Schrägflächen des Tragkörpers anzuordnen.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform kann eine parallel zu einer Längsachse des Tragkörpers gemessene Länge des Gerinnebodens zwischen 2% und 40%, vorzugsweise zwischen 15% und 33%, besonders bevorzugt zwischen 20% und 25% einer Länge des Tragköpers betragen. Insbesondere kann eine Länge des vorzugsweise ebenflächigen Gerinnebodens zwischen zwei in den Gerinneboden zusammenlaufenden Schrägflächen zwischen 10 cm und 150 cm, vorzugsweise zischen 20 cm und 100 cm betragen. Dadurch ist auch mit relativ wenig anpassungsfähigen Abschiebeelementen eine möglichst gründliche Reinigung der Oberseite des Bodenelements von Kot bzw. Mist ermöglicht. Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass die wenigstens eine Schrägfläche ein Gefälle von zumindest 2%, insbesondere zwischen zumindest 2% und 10%, vorzugsweise zwischen 3% und 5%, in Bezug auf die die Abstützzonen aufnehmende Horizontalebene aufweist. Dadurch kann eine gute bzw. ausreichend schnelle Ableitung von tierischem Harn gewährleistet werden und ist trotzdem eine ausreichend flache und somit angenehme Bodenaufstandsfläche für Tiere und Menschen gewährleistet.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Maßnahme kann die die wenigstens eine Schrägfläche als zweidimensional ebene Fläche ausgebildet sein, also nicht als räumlich gekrümmte Fläche ausgeführt sein. Auch dadurch ist ein erhöhtes Maß an Tierwohl bzw. Tiergesundheit erzielbar. Zudem ist so die Reinigung des Bodenelements von oberflächlichem Tierkot erleichtert.
[0016] Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn zumindest einzelne Durchbrüche, vorzugsweise alle Durchbrüche, ausgehend von der Oberseite des Tragkörpers in Richtung zur Unterseite des Tragkörpers einen sich vergrößernden lichten Querschnitt aufweisen. Dadurch kann eine ungewollte, allmähliche Verstopfung der Durchbrüche mit Tierkot bzw. Mist hintangehalten werden.
[0017] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass an der Oberseite des Tragkörpers eine gegenüber Tierklauen rutschhemmende Beschichtung aufgebracht ist, welche Beschichtung beispielsweise Sand, insbesondere Quarzsand, Gummipartikel und ein Bindemittel umfasst. Dadurch kann die Gefahr von Verletzungen für Tiere hintangehalten werden. Darüber hinaus ist eine derartige Beschichtung für die Klauen von Tieren angenehm bzw. vorteilhaft, weil zu einer natürlichen Abnützung der Klauen beigetragen werden kann und außerdem ein verringerter Aufwand für Klauenpflege erzielbar ist.
[0018] Alternativ oder in Kombination mit einer rutschhemmenden Beschichtung kann vorgesehen sein, dass an der Oberseite des Tragkörpers eine gegenüber Tierklauen rutschhemmende Strukturierung in der Betonoberfläche ausgebildet ist. Dadurch kann die Rutschsicherheit für Tiere erhöht werden und kann zugleich eine besonders verschleißfeste, langfristig rutschhemmende Oberfläche geschaffen werden.
[0019] Gemäß einer besonderen Ausprägung kann vorgesehen sein, dass die rutschhemmende Strukturierung in Richtung zu den Durchbrüchen verlaufende Vertiefungen oder Rinnen aufweist. Dadurch kann die Auftrittfläche für die Tiere möglichst trocken gehalten werden und somit die Rutschsicherheit weiter gesteigert werden. Zudem kann dadurch eine verbesserte Drainage- und Ableitwirkung für den in Richtung zu den Durchbrüchen zu leitenden Harn erzielt werden.
[0020] Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass an der Unterseite des Tragkörpers ein einzelner sich in Längsrichtung des Tragkörpers erstreckender Untergurtstrang angeordnet ist, insbesondere einteilig angeformt ist, sodass der Tragkörper einen im wesentlichen T-förmigen Querschnitt aufweist. Dadurch kann ein optimiertes Verhältnis zwischen Belastbarkeit und Gewicht des Bodenelements erzielt werden. Darüber hinaus kann dadurch das Flächenausmaß der Unterseite des Bodenelements geringgehalten werden, wodurch ein unerwünschtes Anhaften von Kot und Harn an der Bodenelement-Unterseite minimiert werden kann und so zu einer verbesserten Hygiene beigetragen werden kann.
[0021] Alternativ kann es vorteilhaft sein, wenn an der Unterseite des Tragkörpers wenigstens zwei sich in Längsrichtung des Tragkörpers erstreckende Untergurtstränge angeordnet sind, insbesondere einteilig angeformt sind, sodass der Tragkörper einen im Wesentlichen U- oder E-förmigen Querschnitt aufweist. Dadurch können relativ hoch belastbare, freitragende Bodenelemente geschaffen werden. Insbesondere können dadurch freitragende, lediglich in den Endabschnitten aufliegende Bodenelemente mit einer Länge von mehr als 4 m geschaffen werden, welche den in Ställen auftretenden, typischen Belastungen gesichert standhalten können.
[0022] Ferner kann vorgesehen sein, dass eine Achse des Gerinnes quer zu einer Längsachse des Tragkörpers verläuft. Durch Aneinanderreihen von mehreren Bodenelementen in Bezug auf deren Breitenrichtung kann somit ein zusammengesetztes Gerinne bzw. Gefälle aufgebaut werden, welches sich problemlos über mehrere Meter erstrecken kann.
[0023] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass eine Achse des Gerinnes parallel zu einer Längsachse des Tragkörpers verläuft. Durch Aneinanderreihen von mehreren Bodenelementen in Bezug auf deren Längsrichtung kann somit ein zusammengesetztes Gerinne bzw. Gefälle aufgebaut werden, welches sich problemlos über mehrere Meter erstrecken kann.
[0024] Ferner kann gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform vorgesehen sein, dass der Tragkörper ausgehend von seinen beiden Längsenden in Richtung zur Längsmitte jeweils abfallende Schrägflächen aufweist, dass der Tragkörper an seiner Unterseite eine ebene bzw. plane Auflagefläche ausbildet und dementsprechend in seiner Längsmitte die geringste Querschnittshöhe aufweist. Diese ebene bzw. insgesamt flache Unterseite des Bodenelements begünstigt dessen Lagerung und Transport, weil eine kipp- bzw. wackelfreie Auflage auf ebenen Untergründen bzw. Bodenflächen gewährleistet werden kann. Aber auch dessen Verlegung bzw. Einbau wird dadurch möglichst einfach gehalten, weil die entsprechenden Abstützflächen, Fundamente bzw. Bodenabschnitte in einfacher Art und Weise horizontal bzw. ebenflächig ausgeführt werden können.
[0025] Die Aufgabe der Erfindung wird weiters durch einen anspruchsgemäßen Stallboden für Tiere gelöst.
[0026] Ein erfindungsgemäßer Stallboden für die Tiere umfasst eine Mehrzahl nebeneinander angeordneter Bodenelemente, wobei die Bodenelemente gemäß einem der nachfolgend gelisteten Ansprüche ausgebildet sind, und wobei die Bodenelemente derart aneinandergereiht sind, dass sie ein zusammengesetztes bzw. verlängertes Gerinne zur Ableitung oder Kumulierung von tierischem Harn ausbilden.
[0027] Ein solcher Stallboden wird den Anforderungen von möglichst hoher Hygiene für Tiere bei einem möglichst geringen technischen und baulichen Aufwand verbessert gerecht. Weitere damit erzielbare technische Wirkungen und vorteilhafte Effekte sind den vorhergehenden und den nachstehenden Beschreibungsteilen zu entnehmen.
[0028] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
[0029] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, beispielhafter Darstellung: Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Bodenelement zum Aufbauen eines Stallbodens in seinem Überbrückungs- bzw. Einbauzustand gegenüber einem Treibmistkanal; Fig. 2 das Bodenelement nach Fig. 1 in Draufsicht; Fig. 3 das Bodenelement nach Fig. 1 in Seitenansicht bzw. im Kreuzriss; Fig. 4 eine andere Ausführungsform eines Bodenelements in Draufsicht; Fig. 5 das Bodenelement nach Fig. 4 in Ansicht gemäß Pfeil V in Fig. 4; Fig. 6 das Bodenelement nach Fig. 4 geschnitten gemäß den Linien VI-VI in Fig. 4; Fig. 7 eine mehrteilige, insbesondere zweiteilige Ausführung eines Bodenelements in einem Einbauzustand und im Vertikalschnitt; Fig. 8 das mehrteilige Bodenelement nach Fig. 7 in Draufsicht.
[0030] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0031] In den Fig. 1 bis 3 ist ein Ausführungsbeispiel eines vorgefertigten Bodenelements 1 veranschaulicht, welches zum Aufbauen von Stallböden vorgesehen ist bzw. als Aufstands- und Liegefläche für Nutztiere wie Rinder oder Schweine dient. Mehrere solcher zeilen- und/oder spaltenweise aneinander gereihte Bodenelemente 1 ergeben dabei eine entsprechende Aufstands- und auch Liegefläche für Nutztiere.
[0032] Ein entsprechend vorgefertigtes und nachfolgend zu verlegendes Bodenelement 1 umfasst einen statisch relevanten bzw. festigkeitsrelevanten Tragkörper 2 aus formgegossenem Beton. Dieser Beton-Tragkörper 2 umfasst typischerweise eine innenliegende Beton-Bewehrung. Diese Beton-Bewehrung kann in Form von Matten, Korb-Geflechten und/oder Stangen ausgeführt sein. Der Beton kann auch als faserverstärkter Beton ausgeführt sein bzw. eine aus Fasern gebildete Bewehrung aufweisen. Das Material der Bewehrung kann dementsprechend aus Eisen und/oder Faserwerkstoffen gebildet sein.
[0033] Der Tragkörper 2 kann - wie in den Fig. 1 bis 3 veranschaulicht - eine im Wesentlichen plattenartige bzw. flächige Grundform aufweisen, um ein Spaltenboden-Flächenelement auszubilden. Die Umrisskontur des Bodenelements 1 kann auch als annähernd quaderförmig bzw. annähernd prismatisch bezeichnet werden.
[0034] Der Tragkörper 2 weist in Bezug auf die Verwendungslage des Bodenelements 1 gemäß den Fig. 1 bis 3 eine Oberseite 3, eine Unterseite 4 und wenigstens eine Mantelfläche 5 auf, welche sich zwischen der Oberseite 3 und der Unterseite 4 erstreckt. Die Oberseite 3 ist einem aufzubauenden Stallboden nächstliegend zugewandt und die Unterseite 4 ist von der Oberseite 3 abgewandt.
[0035] Der Tragkörper 2 umfasst weiters eine Mehrzahl von Durchbrüchen 6, welche sich zwischen der Oberseite 3 und der Unterseite 4 erstrecken und zur Ableitung von tierischem Harn in Richtung zur Unterseite 4 vorgesehen sind. Diese Durchbrüche 6 können - wie in den Fig. 1, 2 ersichtlich - in einem Längsmittelabschnitt 7 des Tragkörpers 2 gruppiert bzw. kumuliert angeordnet sein. Dementsprechend können an den zentralen Längsmittelabschnitt 7 jeweils anschließende, distale Endabschnitte 8, 9 des Tragkörpers 2 frei von Durchbrüchen ausgeführt sein. Via die Durchbrüche 6 können bis zu einem gewissen Grad auch Kot bzw. Tierfäkalien zu einem unterhalb des Bodenelements 1 verlaufenden Treibmistkanal 14 gelangen.
[0036] Optional kann in den distalen Endabschnitten 8, 9 jeweils eine Verlegehilfe 10 angeordnet sein, welche beispielsgemäß als schlitzförmiger Durchbruch ausgeführt ist. Diese optionalen Verlegehilfen 10 sollen eine Befestigung von Lasthebe- bzw. Anschlagmitteln erleichtern und somit die Verlegung des Bodenelements 1 vereinfachen.
[0037] An der Unterseite 4 des Tragkörper 2 sind wenigstens zwei Abstützzonen 11, 12 ausgebildet. Diese Abstützzonen 11, 12 können im Bereich der distalen Längsenden des Tragkörpers 2 ausgeführt sein. Die Anzahl der vordefinierten Abstützzonen 11, 12 kann zwischen Zwei und Vier liegen. Die Abstützzonen 11, 12 an der Unterseite 4 des Tragkörpers 2 sind zur lastübertragenden Abstützung des Tragkörpers 2 gegenüber einem Fundament, den Wänden 13 eines Treibmistkanals 14, oder einer befestigten Bodenfläche vorgesehen. In Fig. 1 ist eine freitragende Ausführung des Bodenelements 1 veranschaulicht, wobei sich das Bodenelement 1 freitragend über große Bereiche eines darunter angeordneten Treibmistkanals 14 erstreckt und lediglich in seinen distalen Endabschnitten an den Wänden 13 des Treibmistkanals 14 abgestützt ist. Alternativ dazu können größere Teilabschnitte der Endabschnitte 8, 9 auf einem tragfähigen Untergrund oder Betonunterbau abgestützt sein.
[0038] Die Durchbrüche 6 im Tragkörper 2 sind derart angeordnet, dass an der Oberseite 3 anfallender tierischer Harn und typischerweise auch gewisse Mengen an tierischem Kot in den Treibmistkanal 14 gelangen können. Beispielsgemäß sind die Durchbrüche 6 im Längsmittelabschnitt 7 positioniert, insbesondere im mittleren Drittel in Bezug auf eine Länge 15 des Tragkörpers 3 angeordnet. Wenigstens ein Teilabschnitt der Oberseite 3 des Tragkörpers 2 ist gegenüber einer Horizontalebene 16 als Schrägfläche 17 ausgebildet, wenn die wenigstens zwei lastabtragenden Abstützzonen 11, 12 des Tragkörpers 2 innerhalb dieser gemeinsamen Horizontalebene 16 angeordnet sind. Diese wenigstens eine Schrägfläche 17 ist dabei derart ausgerichtet bzw. orientiert, dass an der Oberseite 3 des Bodenelements 1 auftreffender tierischer Harn durch Schwerkrafteinfluss in Richtung zu der Mehrzahl von Durchbrüchen 6 geleitet wird und dementsprechend an die Unterseite 4 weitergeleitet bzw. in den Treibmistkanal 14 abgeleitet wird.
[0039] Wenn also die vordefinierten Abstützzonen 11, 12 des Tragkörpers 2 in einer gemeinsamen Horizontalebene 16 liegen, insbesondere gegenüber einer horizontalen Abstützebene aufliegen, dann ist an der Oberseite 3 des Beton-Tragkörpers 2 wenigstens eine harnableitende Neigungs- bzw. Schrägfläche 17 ausgebildet. Indem die Abstützzonen 11, 12 des Tragkörpers 2 bzw. des Bodenelements 1 in einer horizontalen Abstützebene bzw. in einer waagerechten Horizontalebene 16 liegen können, und dabei wenigstens ein Teilabschnitt der Oberseite 3 als harnableitende Neigungs- bzw. Schrägfläche 17 ausgebildet ist, kann eine einfache Verlegung des Bodenelements 1, insbesondere eine einfache Errichtung des Unterbaus, und eine erhöhte Hygiene bzw. Trockenheit im Aufstandsbereich für Tiere erzielt werden.
[0040] Wie aus den Fig. 1 und 2 beispielhaft ersichtlich ist, kann es zweckmäßig sein, wenn an der Oberseite 3 des Tragelements 2 bzw. Bodenelements 1 wenigstens eine weitere Schrägfläche 18 ausgebildet ist, wobei die zumindest zwei an der Oberseite 3 ausgebildeten Schrägflächen 17, 18 ein gemeinsames Gerinne 19 an der Oberseite 3 des Bodenelements 1 ausbilden. Dieses Gerinne 19 ist vorzugsweise in einem Mittalabschnitt, beispielsgemäß im Längsmittelabschnitt 7, des Tragkörpers 2 ausgebildet ist. Im Gegensatz dazu ist bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 4 bis 6 das Gerinne 19 in einem Mittelabschnitt in Bezug auf die Breitenrichtung des Bodenelements 1 angeordnet.
[0041] Das Gerinne 19 gemäß den Fig. 1 bis 3 weist einen vorzugsweise ebenflächigen Gerinneboden 20 auf. Dieser Gerinneboden 20 kann parallel zu der die Abstützzonen 11, 12 aufnehmenden Horizontalebene 16 verlaufen. Innerhalb dieses Gerinnebodens 20 sind die genannten Durchbrüche 6 zur Harnableitung in Richtung zur Tragkörper-Unterseite 4 ausgebildet.
[0042] Eine parallel zu einer Längsachse 21 des Tragkörpers 2 gemessene Länge 22 des Gerinnebodens 20 kann zwischen 2% und 40%, vorzugsweise zwischen 15% und 33%, besonders bevorzugt zwischen 20% und 25% einer Länge 15 des Tragköpers 2 betragen. Vorzugsweise beträgt diese Länge 22 zumindest etwa 5 cm. Dementsprechend ist ein im Querschnitt im Wesentlichen U-förmiges Gerinne 19 mit ziemlich flachen Gerinne-Seitenwänden an der Oberseite 3 des Bodenelements 1 ausgebildet. Alternativ können die aufeinander zulaufenden Schrägflächen 17, 18 in einem stumpfen Winkel direkt aufeinandertreffen und somit ein im Querschnitt im Wesentlichen V-förmiges Gerinne 19 mit flach verlaufenden Schrägflächen 17, 18 ausbilden.
[0043] Die Neigung der Schrägflächen 17, 18 gegenüber der Horizontalebene 16 beträgt in der Regel weniger als 5°, insbesondere weniger als 3°. Zweckmäßig ist es, wenn die wenigstens eine Schrägfläche 17, 18 ein Gefälle von zumindest 2%, insbesondere zwischen zumindest 2% und 10%, vorzugsweise zwischen 3% und 5%, in Bezug auf die die Abstützzonen 11, 12 aufnehmende Horizontalebene 16 aufweist, um einen guten Kompromiss zwischen zügiger Harnableitung und Rutsch- bzw. Standsicherheit der Tiere zu erzielen.
[0044] Die wenigstens eine Schrägfläche 17, 18 an der Oberseite 3 des Bodenelements 1 kann als zweidimensional ebene Fläche ausgebildet sein, also geradlinige Querschnittskonturen in Bezug auf die Oberseite 3 des Tragkörpers 2 aufweisen, wodurch die Reinigung des Bodenelements 1 vereinfacht werden kann bzw. die Bildung von Verschmutzungszonen hintangehalten werden kann.
[0045] Wie am besten aus Fig. 1 ersichtlich ist, kann vorgesehen sein, dass zumindest einzelne Durchbrüche 6, vorzugsweise alle Durchbrüche 6, ausgehend von der Oberseite 3 des Tragkörpers 2 in Richtung zur Unterseite 4 des Tragkörpers 2 einen sich vergrößernden lichten Querschnitt aufweisen, um eine Verstopfung der Durchbrüche mit Mist bzw. Tierfäkalien hintanzuhalten.
[0046] Wie ebenso im Fig. 1 schematisch angedeutet, kann das Bodenelement 1 an der Tragkörper-Oberseite wenigstens partiell, vorzugsweise vollflächig, eine gegenüber Tierklauen rutschhemmende Beschichtung 23 aufweisen. Diese an der Betonoberfläche haftende Beschichtung 23 kann beispielsweise Sand, insbesondere Quarzsand, Gummipartikel und ein Bindemittel umfassen.
[0047] Alternativ oder in Kombination zu einer Oberflächen-Beschichtung 23 kann das Bodenelement 1 an der Oberseite des Tragkörpers 2 eine gegenüber Tierklauen rutschhemmende Strukturierung in der Betonoberfläche aufweisen. Diese Strukturierung an der Oberseite 3 des Bodenelements 1 kann in Art von Streifen oder in Art von matrixartig angeordneten Noppen bzw. Karos ausgeführt sein. Zweckmäßig ist es, wenn diese rutschhemmende Strukturierung in Richtung zu den Durchbrüchen 6 verlaufende Vertiefungen oder Rinnen aufweist.
[0048] An der Unterseite 4 des Tragkörpers 2 kann ein einzelner, sich in Längsrichtung des Tragkörpers 2 erstreckender Untergurtstrang 24 angeordnet sein, insbesondere einteilig angeformt sein, sodass der Tragkörper 2 einen im wesentlichen T-förmigen Querschnitt aufweist. Alternativ können an der Unterseite 4 des Tragkörpers 2 wenigstens zwei sich in Längsrichtung des Tragkörpers 2 erstreckende Untergurtstränge 24, 25 angeordnet sein, insbesondere einteilig angeformt sein, sodass der Tragkörper 2 einen im Wesentlichen U-förmigen (Fig. 3) oder E-förmigen Querschnitt aufweist.
[0049] Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 3 verläuft eine Achse 26 des Gerinnes 19 quer zu einer Längsachse 21 des Tragkörpers 2. Demgegenüber verläuft bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 4 bis 6 eine Achse 26 des Gerinnes 19 parallel zur Längsachse 21 des Tragkörpers 2.
[0050] Wie am besten der Ausführungsform nach Fig. 1 entnehmbar ist, kann das Bodenelement 1 derart ausgeführt sein, dass der Tragkörper 2 ausgehend von seinen beiden Längsenden in Richtung zum Längsmittelabschnitt 7 jeweils abfallende Schrägflächen 17, 18 aufweist, wobei der Tragkörper 2 an seiner Unterseite 4 eine ebene Auflagefläche 27 ausbildet und in seinem Längsmittelabschnitt 7 die geringste Querschnittshöhe 28 aufweist.
[0051] In den Fig. 4 bis 6 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform des Bodenelements 1 gezeigt, wobei für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Figuren verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Figuren hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0052] Hierbei weist das Bodenelement 1 bzw. dessen Tragkörper 2 quer zu seiner Längsachse 21 verlaufende Schrägflächen 17, 18 auf, welche Schrägflächen 17, 18 in etwa in der Mitte der Breite des Bodenelements 1 aufeinandertreffen und dementsprechend ein mittig angeordnetes Gerinne 19 ausbilden. In dieser Mitte in Bezug auf die Breitenrichtung des vorzugsweise plattenförmigen Tragkörpers 2 bzw. im dementsprechenden Gerinneboden 20 sind eine Mehrzahl von vorzugsweise schlitzförmigen Durchbrüchen 6 ausgebildet, welche Durchbrüche 6 vorzugsweise seriell aufeinanderfolgend bzw. einreihig angeordnet sind. Dadurch ist ein relativ geringer Flächenanteil an Spalten- bzw. Durchbruchsfläche im Vergleich zu geschlossener Beton- bzw. Tragkörperoberfläche erzielbar. Dennoch ist so eine gute bzw. zügige Ableitung von an der Oberseite 3 auftreffendem tierischen Harn gewährleistet.
[0053] Die Unterseite 4 dieses Bodenelements 1 ist ebenflächig bzw. als ebene Auflagefläche 27 ausgeführt, wobei die Schrägflächen 17, 18 an der Oberseite 3 geneigt bzw. abfallend in Richtung zu Breiten-Mitte verlaufen, wenn die Auflagefläche 27 parallel zu einer Horizontalebene 16 ausgerichtet ist.
[0054] In den Fig. 7 und 8 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform des Bodenelements 1 gezeigt, wobei für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Figuren verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Figuren hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0055] Hierbei ist das Bodenelement 1 bzw. dessen Tragkörper 2 mehrteilig, insbesondere zweiteilig ausgeführt. Dies kann insbesondere bei großen Spannweiten bzw. bei großen erforderlichen Überbrückungsweiten in Bezug auf wenigstens einen Treibmistkanal 14 statisch zweckmäßig sein.
[0056] Ein erster Tragkörperteil weist dabei die erste Schrägfläche 17 auf, während ein weiterer bzw. zweiter Tragkörperteil die weitere bzw. zweite Schrägfläche 18 aufweist. In einem zusammengesetzten Zustand gemäß Fig. 7 können diese Tragkörperteile das gemeinsame Gerinne 19 ausbilden. Vorzugsweise in dem gemeinsamen Gerinneboden 20 des Gerinnes 19 sind die harnableitenden Durchbrüche 6 ausgebildet. Alternativ oder in Kombination dazu kann vorgesehen sein, Durchbrüche 6 in den Schrägflächen 17 bzw. 18 auszubilden.
[0057] Die im Einbauzustand einander zugewandten Endabschnitte der Tragkörperteile des Bodenelements 1 können dabei auf einer beispielsweise mittig angeordneten Abstützmauer bzw. Abstützwand 29 des Treibmistkanals 14 lastübertragend abgestützt sein.
[0058] Ein Stallboden für die Tiere umfasst eine Mehrzahl nebeneinander angeordneter Bodenelemente 1 gemäß den Fig. 1 bis 3 und/oder gemäß den Fig. 4 bis 6 und/oder gemäß den Fig. 7 und 8, wobei die Bodenelemente 1 derart aneinandergereiht sind, dass sie ein zusammengesetztes Gerinne 19 zur Ableitung oder Kumulierung von tierischem Harn ausbilden.
[0059] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.
[0060] Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen können für sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.
[0061] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe 1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
[0062] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Bezugszeichenliste
[0063] 1 Bodenelement 2 Tragkörper 3 Oberseite 4 Unterseite 5 Mantelfläche 6 Durchbrüche 7 Längsmittelabschnitt 8 Endabschnitt 9 Endabschnitt 10 Verlegehilfe 11 Abstützzone 12 Abstützzone 13 Wand 14 Treibmistkanal 15 Länge 16 Horizontalebene 17 Schrägfläche 18 Schrägfläche 19 Gerinne 20 Gerinneboden 21 Längsachse 22 Länge 23 Beschichtung 24 Untergurtstrang 25 Untergurtstrang 26 Gerinneachse 27 Auflagefläche 28 Querschnittshöhe 29 Abstützwand

Claims (16)

1. Bodenelement (1) zum Aufbauen eines Stallbodens, umfassend – einen Tragkörper (2) umfassend Beton und eine Beton-Bewehrung, –- welcher Tragkörper (2) eine Oberseite (3) aufweist, die einem aufzubauenden Stallboden nächstliegend zugewandt ist, eine von der Oberseite (3) abgewandte Unterseite (4), und eine Mantelfläche (5) aufweist, welche sich zwischen der Oberseite (3) und der Unterseite (4) des Tragkörpers (2) erstreckt, –- welcher Tragkörper (2) eine Mehrzahl von Durchbrüchen (6) aufweist, welche sich zwischen der Oberseite (3) und der Unterseite (4) erstrecken und zur Ableitung von tierischem Harn in Richtung zur Unterseite (4) vorgesehen sind, –- und welcher Tragkörper (2) an der Unterseite (4) wenigstens zwei Abstützzonen (11, 12) aufweist, welche Abstützzonen (11, 12) zur lastübertragenden Abstützung des Tragkörpers (2) gegenüber einem Fundament, den Wänden (13; 29) eines Treibmistkanals (14), oder einer Bodenfläche vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teilabschnitt der Oberseite (3) des Tragkörpers (2) gegenüber einer Horizontalebene (16) als Schrägfläche (17, 18) ausgebildet ist, wenn die wenigstens zwei Abstützzonen (11, 12) innerhalb dieser gemeinsamen Horizontalebene (16) angeordnet sind, und dass die Schrägfläche (17, 18) derart ausgerichtet ist, dass an der Oberseite (3) des Bodenelements (1) auftreffender tierischer Harn in Richtung zu der Mehrzahl von Durchbrüchen (6) geleitet wird.
2. Bodenelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberseite (3) wenigstens eine weitere Schrägfläche (18) ausgebildet ist, wobei die Schrägflächen (17, 18) ein gemeinsames Gerinne (19) an der Oberseite (3) des Bodenelements (1) ausbilden, welches Gerinne (19) vorzugsweise in einem Mittelabschnitt des Tragkörpers (2) ausgebildet ist.
3. Bodenelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerinne (19) einen vorzugsweise ebenflächigen Gerinneboden (20) aufweist, welcher parallel zu der die Abstützzonen (11, 12) aufnehmenden Horizontalebene (16) verläuft, und in welchem Gerinneboden (20) die genannten Durchbrüche (6) ausgebildet sind.
4. Bodenelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine parallel zu einer Längsachse (21) des Tragkörpers (2) gemessene Länge (22) des Gerinnebodens (20) zwischen 2% und 40%, vorzugsweise zwischen 15% und 33%, besonders bevorzugt zwischen 20% und 25% einer Länge (15) des Tragköpers (2) beträgt.
5. Bodenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Schrägfläche (17, 18) ein Gefälle von zumindest 2%, insbesondere zwischen zumindest 2% und 10%, vorzugsweise zwischen 3% und 5%, in Bezug auf die die Abstützzonen (11, 12) aufnehmende Horizontalebene (16) aufweist.
6. Bodenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Schrägfläche (17, 18) als zweidimensional ebene Fläche ausgebildet ist.
7. Bodenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einzelne Durchbrüche (6), vorzugsweise alle Durchbrüche (6), ausgehend von der Oberseite (3) des Tragkörpers (2) in Richtung zur Unterseite (4) des Tragkörpers (2) einen sich vergrößernden lichten Querschnitt aufweisen.
8. Bodenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberseite (3) des Tragkörpers (2) eine gegenüber Tierklauen rutschhemmende Beschichtung (23) aufgebracht ist, welche Beschichtung (23) beispielsweise Sand, insbesondere Quarzsand, Gummipartikel und ein Bindemittel umfasst.
9. Bodenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberseite (3) des Tragkörpers (2) eine gegenüber Tierklauen rutschhemmende Strukturierung in der Betonoberfläche ausgebildet ist.
10. Bodenelement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die rutschhemmende Strukturierung in Richtung zu den Durchbrüchen (6) verlaufende Vertiefungen oder Rinnen aufweist.
11. Bodenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite (4) des Tragkörpers (2) ein einzelner sich in Längsrichtung des Tragkörpers (2) erstreckender Untergurtstrang (24) angeordnet, insbesondere einteilig angeformt ist, sodass der Tragkörper (2) einen im wesentlichen T-förmigen Querschnitt aufweist.
12. Bodenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite (4) des Tragkörpers (2) wenigstens zwei sich in Längsrichtung des Tragkörpers (2) erstreckende Untergurtstränge (24, 25) angeordnet sind, insbesondere einteilig angeformt sind, sodass der Tragkörper (2) einen im Wesentlichen U- oder E-förmigen Querschnitt aufweist.
13. Bodenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Achse (26) des Gerinnes (19) quer zu einer Längsachse (21) des Tragkörpers (2) verläuft.
14. Bodenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Achse (26) des Gerinnes (19) parallel zu einer Längsachse (21) des Tragkörpers (2) verläuft.
15. Bodenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper (2) ausgehend von seinen beiden Längsenden in Richtung zum Längsmittelabschnitt (7) jeweils abfallende Schrägflächen (17, 18) aufweist, dass der Tragkörper (2) an seiner Unterseite (4) eine ebene Auflagefläche (27) ausbildet und in seiner Längsmitte die geringste Querschnittshöhe (28) aufweist.
16. Stallboden für die Tiere, umfassend eine Mehrzahl nebeneinander angeordneter Bodenelemente (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenelemente (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet sind, wobei die Bodenelemente (1) derart aneinandergereiht sind, dass sie ein zusammengesetztes Gerinne (19) zur Ableitung oder Kumulierung von tierischem Harn ausbilden.
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