CH721741B1 - Vorrichtung zur unterdrückung nasaler sekretion - Google Patents

Vorrichtung zur unterdrückung nasaler sekretion

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CH721741B1
CH721741B1 CH000764/2025A CH7642025A CH721741B1 CH 721741 B1 CH721741 B1 CH 721741B1 CH 000764/2025 A CH000764/2025 A CH 000764/2025A CH 7642025 A CH7642025 A CH 7642025A CH 721741 B1 CH721741 B1 CH 721741B1
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nasal
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CH000764/2025A
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Yildirim Mücahit
Hasani Ekrem
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Muecahit Yildirim
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Abstract

Eine Vorrichtung (1) zur Unterdrückung nasaler Sekretion umfasst einen Einlegekörper (2), welcher dazu ausgebildet ist, Druck auf einen Bereich nasaler Blutgefässe (31) eines menschlichen Benutzers auszuüben, wenn der Einlegekörper (2) bestimmungsgemäss im Mund des Benutzers unterhalb der Nase und oberhalb der Oberlippe (33) angeordnet ist. Die Vorrichtung (1) zeichnet sich durch ihre einfache Handhabung und Platzierung in der Mundhöhle aus und erlaubt es Laien ohne medizinische Ausbildung die Vorrichtung effektiv und schnell anzuwenden.

Description

TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Unterdrückung nasaler Sekretion sowie eine Aufbissschiene zur Unterdrückung nasaler Sekretion mit besagter Vorrichtung.
STAND DER TECHNIK
[0002] Es ist allgemein bekannt, dass die menschliche Nase unter bestimmten physiologischen und umweltbedingten Einflüssen zur vermehrten Sekretabgabe neigt, was umgangssprachlich als „laufende Nase“ bezeichnet wird. Derartige Reaktionen können durch eine Vielzahl von Auslösern bedingt sein, darunter virale oder bakterielle Infektionen, beispielsweise im Rahmen einer Rhinitis, allergische Reaktionen, thermische Reize insbesondere bei Kälteeinwirkung, sowie chemische oder mechanische Irritationen der Nasenschleimhaut. In bestimmten Fällen kann auch eine reflektorische Stimulation durch gustatorische oder olfaktorische Reize, wie beispielsweise bei scharfem Essen oder intensiven Gerüchen, die nasale Sekretion auslösen.
[0003] Die zugrunde liegende Pathophysiologie beruht in der Regel auf einer Hyperaktivierung der seromukösen Drüsen der Nasenschleimhaut sowie einer gesteigerten vaskulären Permeabilität, was zu einer erhöhten Produktion und Freisetzung von Nasensekret führt. Die dabei entstehende Flüssigkeit wird kontinuierlich in die Nasenhöhle abgegeben, wodurch es zum sichtbaren „Nasenlaufen“ kommt.
[0004] In vielfältigen Alltagssituationen wird eine laufende Nase als störend empfunden. Besonders bei sportlichen Aktivitäten, bei der Arbeit im Freien oder bei sozialen Interaktionen kann eine laufende Nase zu erheblichem Unbehagen, Ablenkung oder gar Einschränkungen führen. Herkömmliche Mittel wie Taschentücher oder textile Auflagen bieten in solchen Situationen nur begrenzte Erleichterung, da sie häufig umständlich in der Handhabung, mit eingeschränktem Tragekomfort verbunden, unzuverlässig im Auffangen des Sekrets oder als sozial unangenehm wahrgenommen werden.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0005] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Unterdrückung nasaler Sekretion bereitzustellen, die den mit nasaler Sekretion verbundenen Beeinträchtigungen in Alltagssituationen wirksam entgegenwirkt und die von Laien, insbesondere auch Kinder, ohne medizinische Ausbildung effektiv und schnell verwendet werden kann.
[0006] Diese Aufgabe erfüllt eine Vorrichtung zur Unterdrückung nasaler Sekretion mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie eine Aufbissschiene umfassend besagte Vorrichtung zur Unterdrückung nasaler Sekretion mit den Merkmalen des Anspruchs 10. Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0007] Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Unterdrückung nasaler Sekretion umfasst einen Einlegekörper, welcher dazu ausgebildet ist, Druck auf einen Bereich nasaler Blutgefässe eines menschlichen Benutzers auszuüben, wenn der Einlegekörper bestimmungsgemäss im Mund des Benutzers unterhalb der Nase und oberhalb der Oberlippe angeordnet ist.
[0008] Unter der Ausdrucksweise „bestimmungsgemäss im Mund des Benutzers“ wird die Anordnung des Einlegekörpers innerhalb der Mundhöhle zum Zweck der Unterdrückung nasaler Sekretion verstanden. Vorzugsweise ist der Einlegekörper direkt oberhalb der mittleren oberen Schneidezähne angeordnet.
[0009] Die Anordnung des Einlegekörpers an genannter Stelle innerhalb der Mundhöhle bietet den Vorteil, dass die Nasenatmung nicht beeinträchtigt wird. Dadurch kann ein Benutzer eine sportliche Aktivität ausüben, ohne dass die Atmung durch die Nase beeinträchtigt wird.
[0010] Der Einlegekörper ist vorzugsweise zwischen dem Zahnfleisch und der Oberlippe eingeklemmt, wobei eine Haltekraft durch den direkten Kontakt des Einlegekörpers mit dem Zahnfleisch und der Oberlippe bereitgestellt wird.
[0011] Der Einlegekörper lässt sich anhand eines oder mehrerer Finger innerhalb der Mundhöhle in Position bringen. Unter dem Begriff „Finger“ wird auch ein Daumen verstanden. Die einfache Handhabung und Platzierung der Vorrichtung, insbesondere des Einlegekörpers, innerhalb der Mundhöhle erlaubt es Laien ohne medizinische Ausbildung, die Vorrichtung effektiv und schnell anzuwenden.
[0012] Durch das Vorhandensein des Einlegekörpers an der genannten Stelle innerhalb der Mundhöhle wird Druck auf den Bereich nasaler Blutgefässe ausgeübt. Diese Gefässe versorgen die Nasenschleimhaut mit Blut, insbesondere wird der Kiesselbach-Plexus durch diese Blutgefässe mit Blut versorgt.
[0013] Durch empirische Tests wurde herausgefunden, dass das Ausüben von Druck auf die nasalen Blutgefässe in diesem Bereich einen Einfluss auf die Sekretion nasaler Flüssigkeiten hat. Insbesondere wurde herausgefunden, dass das Ausüben von Druck auf diese Blutgefässe in diesem Bereich der Mundhöhle die Sekretion von nasaler Flüssigkeit hemmt, insbesondere unterbindet. Unter „nasaler Sekretion“ oder „Sekretion nasaler Flüssigkeiten“ wird das Austreten von Nasensekret oder Nasenausfluss verstanden. Nasensekret umfasst unter anderem Wasser, Elektrolyte, Muzine, Proteine, Immunglobuline, sowie Enzyme.
[0014] In gewissen Ausführungsformen umfasst der Einlegekörper einen Beutel, wobei der Einlegekörper eine Füllung in einem Inneren des Beutels aufweist.
[0015] Der Beutel kann leicht verformbar sein. Die leichte Verformbarkeit des Beutels bietet den Vorteil, dass der Beutel sich den individuellen Konturen des Zahnfleisches optimal anpassen kann, was zu einem höheren Tragekomfort für den Benutzer führt.
[0016] Der Beutel kann mindestens eine verschliessbare Öffnung aufweisen, durch die der Beutel gefüllt werden kann. Der Beutel kann von einem Benutzer individuell gefüllt werden und/oder werkseitig bei seiner Herstellung gefüllt werden. Ein Benutzer kann die Öffnung des Beutels durch einfaches Umknicken des Beutels in einem Bereich nahe der Öffnung verschliessen. Bei einer werksseitigen Befüllung des Beutels wird die mindestens eine Öffnung vorzugsweise durch ein Heisssiegelverfahren verschlossen. Der Beutel kann mindestens eine Siegelnaht aufweisen.
[0017] In alternativen Ausführungsformen umfasst der Einlegekörper einen Hohlkörper, wobei der Einlegekörper eine Füllung in einem Inneren des Hohlkörpers aufweist.
[0018] Unter einem Hohlkörper wird ein Körper verstanden, der in seinem Inneren mindestens einen Hohlraum aufweist, der umfangsseitig durch eine Wandstruktur begrenzt ist. Der mindestens eine Hohlraum kann innerhalb des Hohlkörpers als durchgehender Raum oder als in mehrere Räume durch Trennwände unterteilte Struktur ausgestaltet sein.
[0019] In anderen Ausführungsformen ist der Einlegekörper durch einen Vollkörper bereitgestellt.
[0020] Unter einem Vollkörper wird ein Körper verstanden, der in seinem Inneren keinen Hohlraum aufweist.
[0021] Der Einlegekörper kann durch den Benutzer formbar sein, so dass der Einlegekörper einer Kontur des Zahnfleisches des Benutzers anpassbar ist.
[0022] Der Ausdruck „formbar sein“ ist so zu verstehen, dass der Einlegekörper durch eine mechanische Manipulation des Benutzers verändert werden kann. Die mechanische Manipulation des Einlegekörpers kann durch Kneten mit den Fingern und/oder durch Kauen, das heisst durch Beissbewegungen innerhalb der Mundhöhle, insbesondere mit den Zähnen, erfolgen.
[0023] Der Einlegekörper kann eine Formmasse sein. Die Formmasse ist vorzugsweise plastisch verformbar. Die Formmasse ist vorzugsweise derart plastisch verformbar, dass sie an eine Kontur des Zahnfleisches des Benutzers anpassbar ist.
[0024] Die Formmasse kann in einer vorgefertigten Form vorliegen, die der Benutzer direkt in den Mund aufnimmt. Unter dem Ausdruck „in einer vorgefertigten Form“ wird verstanden, dass die Formmasse eine definierte Menge, wie Grösse und/oder Gewicht aufweist und direkt vom Benutzer anwendbar ist. Vorzugsweise weist die vorgefertigte Formmasse zudem eine vordefinierte Form auf. Die vordefinierte Form der Formmasse ist besonders gut für Verpackungen geeignet, so dass sowohl Zeit beim Verpacken als auch Ressourcen bei der Verpackung gespart wird.
[0025] Alternativ kann die Formmasse aus einem Behälter, wie einer Sprühdose oder einer Tube, extrahiert werden und vorzugsweise direkt in den Mundbereich appliziert werden. Das heisst, die extrahierte Formmasse weist keine vorgefertigte und direkt anwendbare definierte Menge, wie Grösse und/oder Gewicht auf, sondern die Menge der Formmasse kann vom Benutzer individuell bestimmt werden. Die individuelle Menge der Formmasse wird durch die vom Benutzer entnommene Menge aus der Sprühdose oder der Tube festgelegt. Die durch den Benutzer individuell entnommene Menge kann bei wiederholter Anwendung variieren. Nach der Aufnahme oder Applikation im Mund kann die Formmasse durch Kauen oder Kneten in eine angepasste Form gebracht werden, die sich optimal an die Kontur des Zahnfleisches anpasst.
[0026] Die Formmasse weist vorzugsweise elastische Materialien auf. Die Formmasse kann Polymere, eine Gummimischung oder thermoplastische Materialien aufweisen. Vorzugsweise werden für die Formmasse Materialien verwendet, die in einem Temperaturbereich von etwa 8 °C bis 40 °C plastisch verformbar bleiben.
[0027] Vorzugsweise weist der Einlegekörper eine äussere Schicht auf. Der Einlegekörper, insbesondere die äussere Schicht, kann feuchtedurchlässig sein. In anderen Worten kann die äussere Schicht eine Hülle in Form einer Membran bilden. Die äussere Schicht umfasst vorzugsweise ein Material, welches Poren aufweist und wirkt als Durchlässigkeitssperrschicht für nicht porengängige Substanzen. Die Poren können materialbedingt vorhanden sein oder spezifisch hergestellt werden. Die äussere Schicht kann vorzugsweise mehrlagig ausgebildet sein.
[0028] Der Einlegekörper kann eine Öffnung aufweisen. Vorzugsweise ist die mindestens eine Öffnung in Richtung einer Längsachse des Einlegekörpers oder in einer Richtung senkrecht zur Längsachse des Einlegekörpers angeordnet.
[0029] Die Öffnung kann durch eine mechanische Dehnung des Materials des Einlegekörpers durch den Benutzer vergrösserbar sein. Die mechanische Dehnung des Materials erfolgt durch die Finger des Benutzers, wobei gezielt Druck auf das Material des Einlegekörpers durch Auseinanderziehen des Materials ausgeübt wird, um die Öffnung temporär zu erweitern. Das Material des Einlegekörpers kehrt vorzugsweise nach Wegfall des aufgebrachten Drucks vollständig in seine ursprüngliche Form und Dimensionen zurück. Durch die elastische Rückstellung des Materials verkleinert sich die Öffnung.
[0030] Der Einlegekörper kann mindestens eine Einbuchtung und/oder Ausbuchtung aufweisen. Unter Einbuchtung wird eine Vertiefung in einer Oberfläche des Einlegekörpers verstanden. Unter einer Ausbuchtung wird eine Erhebung in einer Oberfläche des Einlegekörpers verstanden. Die Einbuchtungen und Ausbuchtungen können in verschiedenen Formen und Grössen oder Tiefen am Einlegekörper vorhanden sein. Der Einlegekörper kann eine Vielzahl an Einbuchtung und Ausbuchtung aufweisen, wobei die Einbuchtungen und die Ausbuchtungen in unterschiedlicher Anzahl vorhanden sein können. Das Vorhandensein der Einbuchtungen und/oder der Ausbuchtungen verbessert die Griffigkeit des Einlegekörpers. Zudem tragen die Ausbuchtungen zu einer verbesserten Rutschfestigkeit des Einlegekörpers an der genannten bestimmungsgemässen Stelle innerhalb der Mundhöhle bei.
[0031] In gewissen Ausführungsformen kann der Einlegekörper mindestens eine Kompressionspolsterung aufweisen. Die mindestens eine Kompressionspolsterung ist vorzugsweise entlang einer Längsrichtung des Einlegekörpers angeordnet, um Druck auf den Bereich nasaler Blutgefässe auszuüben.
[0032] Bei der mindestens einen Kompressionspolsterung handelt es sich um mindestens eine Ausbuchtung, die entlang einer Längsseite des Einlegekörpers angeformt ist. Vorzugsweise ragt die mindestens eine Kompressionspolsterung in eine Richtung senkrecht zur Längsrichtung vom Einlegekörper nach aussen hin weg.
[0033] In einigen Ausführungsformen kann die mindestens eine Kompressionspolsterung durch mindestens eine punktuelle Anhäufung von Füllmaterial innerhalb des Einlegekörpers ausgebildet sein, wobei das Füllmaterial in einem oder mehreren Bereichen derart konzentriert angeordnet ist, dass sich an der Aussenkontur des Einlegekörpers eine hervorstehende Ausbuchtung ergibt.
[0034] In anderen Ausführungsformen kann die Kompressionspolsterung aus demselben Material, wie der Einlegekörper sein oder ein anderes Material aufweisen.
[0035] Zudem wurde festgestellt, dass die Vorrichtung zusätzlich eine schnarchmindernde Wirkung aufweist, die unmittelbar auf die strukturgebenden Merkmale der Vorrichtung zurückzuführen ist.
[0036] In gewissen Ausführungsformen weist die Vorrichtung mindestens einen Komponententräger auf, der mindestens eine in menschlichem Speichel lösliche Komponente trägt.
[0037] In gewissen Ausführungsformen ist der mindestens eine Komponententräger vorzugsweise so ausgestaltet, dass er sich im Wesentlichen vollständig auflöst, sobald die mindestens eine Komponente vollständig im menschlichen Speichel gelöst ist. Dies betrifft insbesondere Ausführungsformen, bei denen der Komponententräger selbst vollständig aus einer oder mehreren löslichen Komponenten aufgebaut ist, so dass seine Auflösung im menschlichen Speichel zeitlich mit der Auflösung der enthaltenen oder strukturbildenden mindestens einen Komponente zusammenfällt.
[0038] In alternativen Ausführungsformen weist der Komponententräger hingegen ein im Wesentlichen speichelunlösliches Material auf, so dass der Komponententräger auch nach Auflösung der mindestens einen Komponente bestehen bleibt. Insbesondere kann der Komponententräger mit der mindestens einen in menschlichem Speichel löslichen Komponente getränkt sein.
[0039] In gewissen Ausführungsformen umfasst die Füllung des Einlegekörpers den Komponententräger oder besteht aus dem Komponententräger mit der mindestens einen in menschlichem Speichel löslichen Komponente.
[0040] Die mindestens eine in menschlichem Speichel lösliche Komponente ist insbesondere aus der Gruppe ausgewählt, die aus Aromen, Süssstoffen, Atemerfrischern, Zahnpflegekomponenten, insbesondere Xylit, Kräutern, insbesondere Kamille, Gewürze, insbesondere Nelken, Brausesystemen, Appetitzüglern, Potenzmitteln, insbesondere Epimedium x rubrum, Epimedium Koreanum, Epimedium Elongatum, und/oder Alpensockenblume, Nahrungsmittelsäuren, Mikronährstoffen, insbesondere Vitamine, vorzugsweise Vitamin C, K, B1, B3, B5, B6 und/oder B12, Mundbefeuchtungskomponenten, Halspflegekomponenten, Komponenten gegen Reise- oder Schwangerschaftsübelkeit, Farbstoffen, Theobromin, Melatonin und Kombinationen davon besteht.
[0041] Durch eine Komponente umfassend Xylit ergeht der Vorteil, dass die Bildung von Karies durch die Hemmung des Wachstums von kariogenen Bakterien effektiv reduziert wird. Xylit fördert somit die Mundgesundheit, indem es die Entstehung von Plaque verringert und die Zähne auf natürliche Weise schützt.
[0042] Durch eine Komponente umfassend Kamille ergeht der Vorteil, dass beruhigende und entzündungshemmende Effekte erzielt werden, die nicht nur das allgemeine Wohlbefinden steigern, sondern auch bei der Linderung von Reizungen und Entzündungen im Mund- und Zahnfleischbereich helfen können.
[0043] Durch eine Komponente umfassend Nelken ergeht der Vorteil, dass entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften bereitgestellt werden, die zur Förderung einer gesunden Mundflora und zur Linderung von Beschwerden im Zahnfleischbereich beitragen können.
[0044] Durch eine Komponente umfassend Vitamin C ergeht der Vorteil, dass das Immunsystem des Benutzers gestärkt wird, was zu einer verbesserten Abwehr gegen oxidative Schäden führt. Vitamin C trägt zudem zur Heilung von Gewebe bei und fördert die Kollagenproduktion, was insbesondere für die Mundgesundheit und das Zahnfleisch von Vorteil ist.
[0045] Durch eine Komponente umfassend Vitamin K, B1, B3, B5, B6 und/oder B12 ergeht der Vorteil, dass die allgemeine Gesundheit des Benutzers unterstützt wird. Diese Vitamine tragen zur Stärkung des Immunsystems, zur Verbesserung der Energieproduktion, zur Förderung des Zellstoffwechsels sowie zur Unterstützung des Nervensystems und der Hautgesundheit bei. Sie fördern ausserdem die normale Funktion des Kreislaufsystems und tragen zur Erhaltung einer optimalen körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit bei.
[0046] Durch eine Komponente umfassend Theobromin ergeht der Vorteil, dass eine mild anregende Wirkung erzielt wird, die die Stimmung des Benutzers positiv beeinflussen kann, ohne die negativen Nebenwirkungen, die typischerweise mit koffeinhaltigen Substanzen verbunden sind. Dies unterstützt die Förderung eines ausgewogenen Wohlbefindens und einer entspannten Aktivierung ohne Überstimulation.
[0047] Durch eine Komponente umfassend Melatonin ergeht der Vorteil, dass eine regulierende Wirkung auf den Schlaf-Wach-Rhythmus des Benutzers ausgeübt wird, wodurch eine verbesserte Schlafqualität und eine beschleunigte Anpassung an unterschiedliche Zeitzonen oder Schlafgewohnheiten gefördert werden können. Dies trägt massgeblich zu einem besseren und erholsameren Schlaf bei.
[0048] In einigen Ausführungsformen ist der mindestens eine Komponententräger mindestens teilweise in einem Inneren des Einlegekörpers angeordnet. Zusätzlich oder in einer alternativen Ausführungsform umgibt der mindestens eine Komponententräger den Einlegekörper mindestens teilweise entlang einer den Einlegekörper umfangsseitig umgebenden äusseren Oberfläche.
[0049] In anderen Worten kann der mindestens eine Komponententräger in gewissen Ausführungsformen vollständig im Inneren des Einlegekörpers angeordnet sein. In anderen Ausführungsformen hingegen kann der mindestens eine Komponententräger teilweise aus dem Einlegekörper hinausragen. Vorzugsweise erstreckt sich der mindestens eine Komponententräger im Inneren des Einlegekörpers entlang einer Mittelachse in Richtung Längsrichtung des Einlegekörpers, wobei sich die Mittelachse mittig durch einen Querschnitt der Seitenfläche des Einlegekörpers erstreckt. In anderen Ausführungsformen kann der mindestens eine Komponententräger den Einlegekörper mindestens abschnittsweise umgeben, wobei sich der mindestens eine Komponententräger entlang einer den Einlegekörper umfassenden äusseren Oberfläche erstreckt. Der mindestens eine Komponententräger ist vorzugsweise derart in den Einlegekörper eingebracht, dass der Tragekomfort des Benutzers nicht beeinträchtigt wird.
[0050] Der mindestens eine Komponententräger weist vorzugsweise eine kürzere Ausdehnung in eine Richtung senkrecht zur Längsrichtung des Einlegekörpers auf als eine Ausdehnung entlang der Längsrichtung des Einlegekörpers. Anders ausgedrückt kann der mindestens eine Komponententräger eine Längenausdehnung aufweisen, die grösser ist als seine Höhe. Zusätzlich oder in einer alternativen Ausführungsform kann der mindestens eine Komponententräger eine Längenausdehnung aufweisen, die grösser ist als seine Breitenausdehnung.
[0051] In gewissen Ausführungsformen kann der mindestens eine Komponententräger eine gewölbte Oberfläche aufweisen. Insbesondere kann der Komponententräger die Form eines Rings aufweisen.
[0052] Der Umriss und/oder der Querschnitt des mindestens einen Komponententrägers kann rechteckig, oval, rund oder elliptisch sein. Der „Umriss“ ist hierbei als die in einer Draufsicht, das heisst die in einer Richtung senkrecht zur Längsrichtung, gesehene Aussenkontur des mindestens einen Komponententrägers zu verstehen.
[0053] Der Komponententräger weist vorzugsweise ein elastisches Material auf.
[0054] In gewissen Ausführungsformen kann der mindestens eine Komponententräger kugelförmig ausgebildet sein. Der mindestens eine Komponententräger kann in gewissen anderen Ausführungsformen als Aggregat mehrerer kugelförmig ausgebildeter Teilkörper, d.h. Kügelchen, ausgestaltet sein, wobei die Teilkörper die in menschlichem Speichel löslichen Komponenten umfassen. Zwischen den Teilkörpern, die den Komponententräger bilden, können Hohlräume angeordnet sein.
[0055] In gewissen Ausführungsformen ist der vollständig ausserhalb des Einlegekörpers angeordnete mindestens eine Komponententräger am Einlegekörper befestigt oder einstückig angeformt. Die Befestigung des Komponententrägers am Einlegekörper erfolgt vorzugsweise durch eine Siegelnaht, einer Naht mit Textilfaden, oder durch eine Klebeverbindung, wobei der Komponententräger am Einlegekörper angeklebt wird. Der Komponententräger ist vorzugsweise derart am Einlegekörper befestigt, dass der Tragekomfort des Benutzers nicht beeinträchtigt wird.
[0056] Vorzugsweise ist der Komponententräger austauschbar.
[0057] In gewissen Ausführungsformen ist der Einlegekörper biologisch abbaubar.
[0058] Unter dem Begriff „biologisch abbaubar“ ist zu verstehen, dass der Abbau des Einlegekörpers durch natürliche Prozesse erfolgt, die das Material des Einlegekörpers innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens zerlegen, wobei der Zeitrahmen allerdings vorzugsweise eine typische Tragedauer der Vorrichtung überschreitet. Vorzugsweise weist der Einlegekörper bio-basiertes Material auf, das biologisch abbaubar ist. Unter einem biobasierten Material ist ein natürlich vorkommendes und/oder aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnenes Material zu verstehen.
[0059] In einem solchen Fall weist der Einlegekörper vorzugsweise Baumwolle, Viskose, Gaze, Watte, Zellulose, oder eine Kombination davon auf, oder besteht aus Baumwolle, Viskose, Gaze, Watte, Zellulose, oder einer Kombination davon.
[0060] In anderen Ausführungsformen ist der Einlegekörper wiederverwendbar.
[0061] Der Ausdruck „wiederverwendbar“ ist so zu verstehen, dass der Einlegekörper mehrmals verwendet werden kann, ohne dass sich die Vorrichtung in ihrer Funktionalität oder Struktur verändert. Durch die Wiederverwendbarkeit des Einlegekörpers ergeht der Vorteil, dass die Abfallmenge reduziert wird, was einen positiven Einfluss auf die Umwelt mit sich führt und zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen beiträgt.
[0062] In einem solchen Fall weist der Einlegekörper Polyurethan, Thermoplaste, Gummi, oder eine Kombination davon auf, oder besteht aus Polyurethan, Thermoplaste, Gummi, oder einer Kombination davon.
[0063] Die vorteilhaften Eigenschaften der genannten wiederverwendbaren Materialien oder ihrer Kombination umfassen unter anderem eine hohe Langlebigkeit und Beständigkeit gegenüber mechanischen Belastungen, Chemikalien und Umwelteinflüssen, was eine lange Lebensdauer der Vorrichtung bei wiederholtem Gebrauch gewährleistet. In diesen Ausführungsformen ist die Vorrichtung vorzugsweise geschirrspülmaschinenfest.
[0064] Ferner kann der Einlegekörper mindestens einen selbstklebenden Abschnitt aufweisen. Der mindestens eine selbstklebende Abschnitt ist vorzugsweise an der dem Zahnfleisch zugewandten Seite des Einlegekörpers und/oder an der der Oberlippe zugewandten Seite des Einlegekörpers angeordnet.
[0065] Durch den mindestens einen selbstklebenden Abschnitt ergeht der Vorteil, dass eine verbesserte Haftung zwischen dem Zahnfleisch und der Vorrichtung und/oder zwischen der Oberlippe und der Vorrichtung geschaffen wird.
[0066] In bevorzugten Ausführungsformen erstreckt sich der Einlegekörper entlang einer Mittelachse über eine Länge, welche in einem Bereich von 1.5 mm bis 40 mm liegt. Die Mittelachse verläuft mittig durch einen Querschnitt des Einlegekörpers, wobei der Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung ausgerichtet ist. Der Querschnitt weist vorzugsweise einen rechteckigen, insbesondere einen quadratischen, Querschnitt oder einen im Wesentlichen runden Querschnitt auf. Der Querschnitt weist vorzugsweise einen Durchmesser in einem Bereich von 0.4 mm bis 10 mm auf.
[0067] Die erfindungsgemässe Aufbissschiene zur Unterdrückung nasaler Sekretion, insbesondere eine Oberkiefer-Aufbissschiene, umfasst mindestens eine oben beschriebene erfindungsgemässe Vorrichtung. Zudem weist die Aufbissschiene einen zum Oberkiefer geöffneten Einbisskanal für die Zähne auf. Die Vorrichtung ist an einer der Oberlippe zugewandten Seite der Aufbissschiene angeordnet, um Druck auf einen Bereich nasaler Gefässe auszuüben, wenn die Aufbissschiene bestimmungsgemäss im Mund des Benutzers positioniert ist.
[0068] Bei der Aufbissschiene handelt es sich um eine in der Dentalmedizin gängige Vorrichtung, die auf die Zähne, insbesondere auf die Zähne am Oberkiefer, aufgesetzt wird. Die Aufbissschiene wird üblicherweise individuell an die Zahnreihe des Benutzers angepasst und besteht meist aus thermoplastischem oder elastomerem Kunststoffmaterial. Erfindungsgemäss ist die oben beschriebene Vorrichtung an einer der Oberlippen zugewandten Seite der Aufbissschiene angeordnet.
[0069] In bevorzugten Ausführungsformen weist die Aufbissschiene eine Halterung auf, wobei die Halterung die Vorrichtung, insbesondere den Einlegekörper, an der Aufbissschiene befestigt.
[0070] Der Zweck der Halterung besteht darin, die Vorrichtung in ihrer bestimmungsgemässen Position zu halten und ein ungewolltes Verrutschen während des Gebrauchs zu verhindern.
[0071] Die Halterung kann zwischen der Aufbissschiene und der Vorrichtung angeordnet sein.
[0072] In gewissen Ausführungsformen steht die Halterung von der Aufbissschiene in eine Richtung senkrecht zum Einbisskanal und in Richtung des Oberkiefers ab. In anderen Worten steht die Halterung in Richtung des Oberkiefers von der Aufbissschiene ab, so dass die an der Halterung befestigte Vorrichtung die Aufbissschiene überragt. Die Länge der Halterung ist gerade so gewählt, dass wenn die Vorrichtung an der Halterung und an der Aufbissschiene montiert ist, die Vorrichtung unterhalb der Nase und oberhalb der Oberlippe angeordnet ist und Druck auf den Bereich nasaler Blutgefässe ausübt.
[0073] Die Halterung kann mindestens ein Halterelement aufweisen, wobei das mindestens eine Halterelement mit der Vorrichtung und/oder mit der Aufbissschiene in Kontakt steht.
[0074] Vorzugsweise weist die Halterung ein elastisch verformbares Material auf, insbesondere Metall. Das elastisch verformbare Material der Halterung bietet den Vorteil, dass die Halterung eine gewisse Anpassungsfähigkeit und Biegsamkeit aufweist, damit die Halterung die Vorrichtung stets an der bestimmungsgemässen Stelle in Position hält, so dass sich die Vorrichtung der Kontur des Zahnfleisches des Benutzers anpassen kann und Druck auf den Bereich nasaler Blutgefässe ausüben kann.
[0075] In anderen Worten liegt die Vorrichtung an der genannten Stelle auf dem Zahnfleisch auf, wobei das elastisch verformbare Material der Halterung mit einer Rückstellkraft die Vorrichtung in Richtung des Zahnfleischs drückt, wenn die Aufbissschiene bestimmungsgemäss auf der Zahnreihe aufgesetzt ist.
[0076] Die Halterung kann winklig geneigt von der Aufbissschiene in eine Richtung senkrecht zum Einbisskanal und in Richtung der Zahnreihe des Oberkiefers abstehen. Die winklig geneigte Ausrichtung der Halterung bietet den Vorteil, dass eine definierte Druckausübung auf den bestimmungsgemässen Bereich nasaler Blutgefässe ermöglicht wird. Vorzugsweise liegt der Winkel in einem Bereich zwischen 60 und 110°, insbesondere in einem Bereich zwischen 60° und 90°.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0077] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen sind. In den Zeichnungen zeigen: Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht einer Vorrichtung gemäss einer ersten Ausführungsform der Erfindung von schräg oben; Fig. 2 eine Querschnittansicht der Vorrichtung gemäss Figur 1 entlang einer Schnittachse A; Fig. 3 eine schematische perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform von schräg oben; Fig. 4 eine schematische perspektivische Ansicht einer dritten Ausführungsform von schräg oben mit Längsschnitt; Fig. 5 eine schematische perspektivische Ansicht einer vierten Ausführungsform von schräg oben; Fig. 6 einen seitlichen Querschnitt der Vorrichtung gemäss Figur 5 entlang einer Schnittachse B; Fig. 7 eine schematische perspektivische Ansicht einer Vorrichtung gemäss einer fünften Ausführungsform der Erfindung von schräg oben; Fig. 8 eine schematische Seitenansicht eines menschlichen Gesichtes im Bereich der Nase, wobei ein Teil der äusseren Gewebeschicht weggeschnitten wurde, um die anatomische Konfiguration einer Hauptarterien, die die Nase mit Blut versorgt, in Bezug auf die Platzierung der Vorrichtung gemäss Figur 1 zu verdeutlichen; Fig. 9 eine schematische Frontalansicht eines menschlichen Gesichtes im Bereich der Nase von unten, um die Platzierung der erfindungsgemässen Vorrichtung zu verdeutlichen; Fig. 10 eine schematische perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Aufbissschiene von schräg oben; Fig. 11 eine schematische Darstellung eines menschlichen Oberkiefers mit der eingesetzten Aufbissschiene gemäss Figur 10.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0078] Figuren 1 bis 6 zeigen verschiedene schematische Darstellungen von Varianten einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung 1 zur Unterdrückung nasaler Sekretion. Die Vorrichtung 1 umfasst einen Einlegekörper 2. Der Einlegekörper 2 weist eine zylindrische Form auf und erstreckt sich entlang einer Längsrichtung L. Die Länge des Einlegekörpers entlang der Längsrichtung L liegt im Bereich zwischen 1.5 mm bis 40 mm. Eine sich entlang der Längsrichtung L erstreckende Oberfläche 20 bildet den Mantel der zylindrischen Form des Einlegekörpers 2, welche durch zwei Seitenflächen 21 begrenzt ist. Die zwei Seitenflächen 21 verlaufen jeweils senkrecht zur Längsrichtung L. Die Seitenflächen 21 weisen einen Durchmesser D im Bereich von 0.4 mm bis 10 mm auf. Die Grösse, beziehungsweise die Dimensionen, der Vorrichtung 1 ist so gewählt, dass sie jeweils für eine bestimmte Altersgruppen oder Mundgrösse geeignet ist. In der gezeigten Ausführungsform gemäss den Figuren 1 bis 6 weist der Einlegekörper 2 einen kreisrunden Querschnitt Q auf. Der Querschnitt Q des Einlegekörpers 2 entlang einer Schnittachse A ist in Figur 2 gezeigt.
[0079] Bei der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform des Einlegekörpers 2 handelt es sich um einen Vollkörper 7. Der Vollkörper 7 weist vorzugsweise ein elastisches Material auf. Das Volumen des Vollkörpers 7 besteht vollständig aus dem elastischen Material und weist keinen Hohlraum auf.
[0080] Figur 3 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung. In dieser Ausführungsform weist der Einlegekörper 2 eine Öffnung 27 auf. Die Öffnung 27 erstreckt sich entlang der Längsrichtung L und bildet einen Durchgang zu einem Inneren 29 des Einlegekörpers 2. Die Öffnung 27 ist nicht durchgehend. Das heisst, die Öffnung 27 erstreckt sich nicht vollständig durch den Einlegekörper 2 hindurch. Das Innere 29 des Einlegekörpers 2 weist einen Hohlraum auf. Der Einlegekörper 2 in der in Figur 3 gezeigten Variante ist somit ein Hohlkörper 6. Der im Inneren 29 angeordnete Hohlraum wird umfangsseitig durch die Oberfläche 20 und die beiden Seitenflächen 21 des Einlegekörpers 2 begrenzt. Durch die Öffnung 27 lässt sich der Einlegekörper 2 und der Hohlraum mit einer Füllung 24 befüllen.
[0081] Die Öffnung 27 lässt sich durch mechanische Dehnung des Materials, beispielsweise durch den Benutzer, vergrössern. Durch das Auseinanderziehen des Materials des Einlegekörpers 2, beispielsweise mit den Fingern, wird die Öffnung 27 temporär erweitert, wodurch das Befüllen des Inneren 29 erleichtert wird. Aufgrund des elastischen Materials des Einlegekörpers 2 kehrt das Material des Einlegekörpers 2 vollständig in seine ursprüngliche Form und Dimension zurück, sobald die Dehnung des Materials durch die Finger aufgehoben wird. Durch die elastische Rückstellung des Materials verringert sich die Öffnung 27 derart, dass nur ein schmaler Spalt übrigbleibt, durch den kein Füllmaterial 24 vom Inneren 29 nach aussen gelangen kann.
[0082] Figur 4 zeigt eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung. Gemäss dieser Ausführungsform ist der Einlegekörper 2 ein Vollkörper 7 und weist einen Komponententräger 22 im Inneren 29 auf. Der Komponententräger 22 ist vollständig im Inneren 29 des Einlegekörpers 2 angeordnet. Der Komponententräger 22 ist ein längliches, quaderförmiges Element, das sich entlang einer Mittelachse M in Längsrichtung L des Einlegekörpers 2 erstreckt. Die Mittelachse M erstreckt sich mittig durch den Querschnitt Q der Seitenfläche 21 des Einlegekörpers.
[0083] Wie der Einlegekörper 2 weist auch der Komponententräger 22 bevorzugt ein elastisches Material auf. Der Komponententräger 22 lässt sich daher elastisch biegen und kehrt dank einer Rückstellkraft wieder in seine ursprüngliche gerade Form zurück. Der Tragekomfort des Benutzers wird daher durch den vollständig in den Einlegekörper 2 eingebrachten Komponententräger 22 nicht beeinträchtigt. Das elastische Material des Einlegekörpers 2 umgibt den Komponententräger 22 so, dass dieser im Inneren 29 des Einlegekörpers 2 entlang der Mittelachse M gehalten wird.
[0084] Die in den Figuren 3, 4 und 7 gezeigten Ausführungsformen weisen jeweils eine äusseren Schicht 20 auf, die mehrlagig ausgebildet ist. Die äussere Schicht 20 bildet eine Hülle in Form einer Membran und ist feuchtedurchlässig. Die äussere Schicht 20 weist zudem materialbedingte Poren auf und wirkt als Durchlässigkeitssperrschicht für nicht porengängige Substanzen. Nicht porengängige Substanzen sind beispielsweise das Material des Einlegekörpers 2 oder eine im Inneren 29 des Einlegekörpers 2 angeordnete Füllung 24, wie beispielsweise Kamillenblüten oder Nelken, wobei nur deren Wirkstoff durch die Poren austreten.
[0085] Der Komponententräger 22 umfasst ferner eine in menschlichem Speichel lösliche Komponente 23. Die Komponente 23 wird beim Verwenden der Vorrichtung 1 an den Benutzer über einen gewissen Zeitraum abgegeben. Insbesondere kann die Komponente 23 durch die Poren der äusseren Schicht 20 austreten. Zu den möglichen Komponenten 23 zählen unter anderem flüssige Vitamine oder Atemerfrischer. In der in Figur 4 gezeigten Ausführungsform besteht der Komponententräger 22 aus speichelunlöslichem Material und löst sich somit nicht wie die Komponente 23 im menschlichen Speichel auf.
[0086] Eine vierte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung wird in Figur 5 gezeigt. Gemäss dieser Ausführungsform weist der Einlegekörper 2 ferner eine Kompressionspolsterung 25 auf. Die Kompressionspolsterung 25 erstreckt sich entlang der Längsrichtung L des Einlegekörpers 2 und dient dazu, den Druck auf den Bereich der nasalen Blutgefässe 31 zu vergrössern.
[0087] Bei der Kompressionspolsterung 25 handelt es sich um eine Ausbuchtung, die entlang der Oberfläche 21 in Längsrichtung L des Einlegekörpers 2 angeformt ist. Die Kompressionspolsterung 25 ragt in eine Richtung senkrecht zur Längsrichtung L von der Oberfläche 20 des Einlegekörper 2 nach aussen hin weg. Die Kompressionspolsterung 25 ist durch eine punktuelle Anhäufung innerhalb des Einlegekörpers 2 des formgebenden Materials des Einlegekörpers 2 geschaffen. Dabei ist das Material in diesem Bereich derart konzentriert vorhanden, dass sich an der Oberfläche 20 des Einlegekörpers 2 eine hervorstehende Ausbuchtung ergibt. Die Kompressionspolsterung 25 kann insbesondere aus demselben Material wie der Rest des Einlegekörpers 2 sein. Einen seitlichen Querschnitt Q entlang einer Schnittachse B der dritten Variante der ersten Ausführungsform ist in Figur 6 gezeigt.
[0088] Eine fünfte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung 1 ist in Figur 7 gezeigt. Gemäss dieser fünften Ausführungsform ist die Vorrichtung 1, insbesondere der Einlegekörper 2, ein Beutel 5. Der Beutel 5 kann aus Zellulose und dementsprechend leicht verformbar sein. Zudem weist der Beutel 5 zwei Nähte 50, insbesondere zwei Siegelnähte, an beiden Seiten des Beutels 5 entlang der Längsrichtung L auf. Der Beutel weist eine Wölbung 51 auf, die durch die Füllung im Inneren geformt wird. Die Füllung 24 kann vorzugsweise Watte umfassen, welche mit mindestens einer Komponente 23 getränkt sein kann, die in menschlichem Speichel löslich ist und die, wie oben näher ausgeführt, durch den Beutel 5 dem Benutzer abgegeben werden kann.
[0089] Die Platzierung der erfindungsgemässen Vorrichtung 1 innerhalb der Mundhöhle wird in Figur 8 verdeutlicht. Figur 8 zeigt eine schematische Seitenansicht eines menschlichen Gesichtes 3 im Bereich der Nase 30. Teil der äusseren Gewebeschicht wurde für die Veranschaulichung weggeschnitten. Das Gesicht 3 weist zudem ein nasales Gefäss 31, eine Oberlippe 33, Zahnfleisch 34 und eine Zahnreihe mit sieben Zähnen 35 auf.
[0090] Die erfindungsgemässe Vorrichtung 1 umfassend den Einlegekörper 2 wird an der bevorzugten Stelle innerhalb der Mundhöhle unterhalb der Nase 30, direkt oberhalb der oberen mittleren Schneidezähnen und oberhalb der Oberlippe 33 gezeigt. Der Einlegekörper 2 ist zwischen dem Zahnfleisch 34 und der Oberlippe 33 angeordnet. Der Einlegekörper 2 ist zwischen dem Zahnfleisch 34 und der Oberlippe 33 eingeklemmt, wobei eine Haltekraft durch den direkten Kontakt des Einlegekörpers 2 mit dem Zahnfleisch 35 und der Oberlippe 33 bereitgestellt wird. Der Einlegekörper 2 wird dadurch an der genannten Stelle gehalten. An dieser Stelle innerhalb der Mundhöhle übt die Vorrichtung 1 Druck auf den Bereich der nasalen Blutgefässe 31 aus. Diese nasalen Blutgefässe 31 versorgen unter anderem die Nasenschleimhaut und den Kiesselbach-Plexus mit Blut.
[0091] Der Einlegekörper 2 lässt sich anhand eines oder mehrerer Finger innerhalb der Mundhöhle einfach in Position bringen. Hierzu wird der Einlegekörper 2 hinter die Oberlippe 33 geschoben und entlang des Zahnfleisches 34 und der Oberlippe 33 oberhalb der oberen mittleren Schneidezähne in Richtung Nase 30 geschoben, bis eine Anschlagsfläche 36 des Einlegekörpers 2 in direktem Kontakt mit dem Bereich der nasalen Blutgefässe 31 steht und auf diesen Bereich Druck ausübt.
[0092] Figur 9 verdeutlicht die Position der Vorrichtung 1 unterhalb der Nase 30 und oberhalb der Lippen 32 anhand einer Frontalansicht des Gesichtes 3 von schräg unten mit geschlossenen Lippen 32.
[0093] Die erfindungsgemässe Aufbissschiene 4 ist in Figur 11 gezeigt. Die Aufbissschiene 4 weist die oben beschriebene Vorrichtung 1 gemäss der ersten Ausführungsform auf sowie einen zum Oberkiefer hin geöffneten Einbisskanal 40 für die Zähne 35. Die Vorrichtung 1 ist an einer der Oberlippe 33 zugewandten Seite der Aufbissschiene 4 angeordnet. Die Aufbissschiene 4 weist zudem eine Halterung 42 auf. Die Halterung 42 dient der Befestigung der Vorrichtung 1, insbesondere des Einlegekörpers 2, an der Aufbissschiene 4. Zudem fixiert die Halterung 42 die Vorrichtung 1 an ihrer bestimmungsgemässen Position innerhalb der Mundhöhle und verhindert ein ungewolltes Verrutschen während des Gebrauchs der Vorrichtung 1.
[0094] Die Halterung 42 ist zwischen der Aufbissschiene 4 und der Vorrichtung 1 angeordnet. Zudem steht die Halterung 42 von der Aufbissschiene 4 in eine Richtung senkrecht zum Einbisskanal 40 und in Richtung des Oberkiefers ab. Die Halterung 42 sowie die daran befestigte Vorrichtung 1 überragen jeweils die Aufbissschiene 4. Zudem steht die Halterung 42 winklig geneigt mit einem Winkel α von der Aufbissschiene 4 in eine Richtung senkrecht zum Einbisskanal 40 und in Richtung der Zahnreihe des Oberkiefers ab. Der Winkel α liegt in einem Bereich zwischen 60° und 90°.
[0095] Des Weiteren weist die Halterung 42 zwei Halterelemente 43 auf, die voneinander entlang der Längsrichtung L des Einlegekörpers 2 beabstandet angeordnet sind. Die beiden genannten Halterelemente 43 stehen in direktem Kontakt mit der Vorrichtung 1 und der Aufbissschiene 4. Die Halterelemente 43 stehen winklig geneigt in einem Winkel α von der Aufbissschiene 4 in eine Richtung senkrecht zum Einbisskanal 40 und in Richtung der Zahnreihe des Oberkiefers ab. Der Winkel α liegt in einem Bereich zwischen 60° und 90°. Zudem weisen die beiden Halterelemente 43 jeweils einen gleichmässigen Abstand zu den entsprechend gegenüberliegenden Seitenflächen 21 des Einlegekörpers 2 auf. Die genannten Halterelemente 43 weisen ein elastisch verformbares Material, insbesondere Metall, auf.
[0096] Figur 11 zeigt eine schematische Darstellung eines menschlichen Oberkiefers mit eingesetzter Aufbissschiene 4 gemäss der Erfindung. Um die Aufbissschiene 4 bestimmungsgemäss in Position zu bringen, wird die Aufbissschiene 4 auf die Zähne des Oberkiefers aufgesetzt. Durch die gleiche Bewegung gelangt zugleich die an der Aufbissschiene 4 befestigte Vorrichtung 1 in ihre bestimmungsgemässe Position unterhalb der Nase 30 zwischen dem Zahnfleisch 34 und der Oberlippe 35.
[0097] Durch das Einsetzen der Aufbissschiene 4 wird die Halterung 42 aufgrund ihrer gegen die Zahnreihe mit einem Winkel α geneigten Ausrichtung elastisch von der Zahnreihe des Oberkiefers weggebogen, sobald die Vorrichtung 1 entlang des Zahnfleisch 34 in Richtung der Nase 30 geführt wird. Dabei wirkt eine durch die elastische Verformung der Halterung 42 erzeugte Rückstellkraft in Richtung des Zahnfleisches 34, welche die Vorrichtung 1 kontinuierlich gegen das Zahnfleisch 34 sowie die Anschlagsfläche 26 gegen den Bereich der nasalen Blutgefässe 31 drückt. Die Länge der Halterung 42 ist gerade so gewählt, dass die Vorrichtung 1 unterhalb der Nase 30 und oberhalb der Oberlippe 33 angeordnet ist und mit der Anschlagsfläche 26 Druck auf den Bereich nasaler Blutgefässe 31 ausübt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0098] 1 Vorrichtung 2 Einlegekörper 20 äussere Schicht 21 Seitenfläche 22 Komponententräger 24 Füllung 25 Kompressionspolsterung 26 Anschlagsfläche 27 Öffnung 29 Inneres 3 Gesicht 30 Nase 31 Nasales Blutgefäss 32 Lippen 33 Oberlippe 34 Zahnfleisch 35 Zahn 4 Aufbissschiene 40 Einbisskanal 42 Halterung 43 Halterelement 5 Beutel 50 Naht 51 Wölbung 6 Hohlkörper 7 Vollkörper A Schnittachse B Schnittachse D Durchmesser L Längsrichtung M Mittelachse Q Querschnitt α Winkel

Claims (10)

1. Vorrichtung (1) zur Unterdrückung nasaler Sekretion, umfassend einen Einlegekörper (2), welcher dazu ausgebildet ist, Druck auf einen Bereich nasaler Blutgefässe (31) eines menschlichen Benutzers auszuüben, wenn der Einlegekörper (2) bestimmungsgemäss im Mund des Benutzers unterhalb der Nase und oberhalb der Oberlippe (33) angeordnet ist.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei der Einlegekörper (2) einen Beutel (5) umfasst, wobei der Einlegekörper (2) eine Füllung in einem Inneren des Beutels (5) aufweist, oder wobei der Einlegekörper (2) einen Hohlkörper (6) umfasst, wobei der Einlegekörper (2) eine Füllung in einem Inneren des Hohlkörpers (6) aufweist.
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei der Einlegekörper (2) durch einen Vollkörper (7) bereitgestellt ist, und/oder wobei der Einlegekörper (2) durch den Benutzer formbar ist, so dass der Einlegekörper (2) einer Kontur des Zahnfleisches (34) des Benutzers anpassbar ist.
4. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2 oder 3, wobei die Vorrichtung (1) mindestens einen Komponententräger (22) aufweist, der mindestens eine in menschlichem Speichel lösliche Komponente trägt, wobei die mindestens eine in menschlichem Speichel lösliche Komponente (23) insbesondere aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Aromen, Süssstoffen, Atemerfrischern, Zahnpflegekomponenten, insbesondere Xylit, Kräutern, insbesondere Kamille, Gewürze, insbesondere Nelken, Brausesystemen, Appetitzüglern, Potenzmitteln, Nahrungsmittelsäuren, Mikronährstoffen, insbesondere Vitamine, vorzugsweise Vitamin C, K, B1, B3, B5, B6 und/oder B12, Mundbefeuchtungskomponenten, Halspflegekomponenten, Farbstoffen, Theobromin, Melatonin und Kombinationen davon besteht.
5. Vorrichtung (1) nach Anspruch 4, wobei der mindestens eine Komponententräger (22) mindestens teilweise in einem Inneren des Einlegekörpers (2) angeordnet ist und/oder den Einlegekörper (2) mindestens teilweise entlang einer den Einlegekörper (2) umfangsseitig umgebenden äusseren Oberfläche (20) umgibt.
6. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Einlegekörper (2) biologisch abbaubar ist.
7. Vorrichtung (1) nach Anspruch 6, wobei der Einlegekörper (2) Baumwolle, Viskose, Gaze, Watte, Zellulose, oder eine Kombination davon aufweist oder daraus besteht.
8. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Einlegekörper (2) wiederverwendbar ist. wobei
9. Vorrichtung (1) nach Anspruch 8, wobei der Einlegekörper (2) Polyurethan, Thermoplaste, Gummi, oder eine Kombination davon aufweist, oder daraus besteht.
10. Aufbissschiene (4) zur Unterdrückung nasaler Sekretion, insbesondere eine Oberkiefer-Aufbissschiene, umfassend mindestens eine Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Aufbissschiene einen zum Oberkiefer geöffneten Einbisskanal (40) für die Zähne (35) aufweist, und wobei die Vorrichtung (1) an einer der Oberlippe (33) zugewandten Seite der Aufbissschiene (4) angeordnet ist, um Druck auf einen Bereich nasaler Gefässe (31) auszuüben, wenn die Aufbissschiene (4) bestimmungsgemäss im Mund des Benutzers positioniert ist.
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