Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Höhenverstellung eines flächenbündigen Glaskeramikkochfeldes, sowie ein Verfahren zum Verstellen der Höhe eines flächenbündigen Glaskeramikkochfeldes beim Einsetzen in eine Aussparung einer Arbeitsplatte.
Stand der Technik
[0002] Es sind verschiedene Vorrichtungen zum Verstellen der Höhe eines flächenbündigen Glaskeramikkochfeldes für Elektroherde bekannt. Meist werden in der Praxis Abstandhalter oder Adapter, wie beispielsweise Keile, höhenverstellbare Füsse oder Montageplatten verwendet.
[0003] Der Nachteil bei den bekannten Vorrichtungen ist, dass sie kompliziert in der Anpassung der Höhe sind und eine stufenlose Höhenverstellung kaum möglich ist. Die Installation von Abstandhaltern oder Adaptern erfordert Zeit und Fachkenntnisse, bis die richtige Höhe der Adapter oder Platten für einen flächenbündigen Übergang zwischen einem Glaskeramikkochfeld und einer Arbeitsplatte gefunden ist. Eine falsche Anpassung der Höhe kann die Stabilität und Sicherheit des Elektroherds beeinträchtigen. Teilweise sind die Abstandhalter oder Adapter sichtbar und werden ästhetisch als störend empfunden. Auch müssen die Vorrichtungen oft für die speziellen Herdmodelle angefertigt werden und von Fachleuten installiert werden, was zusätzliche Kosten verursacht.
[0004] DE4101511A1 beschreibt ein Glaskeramikkochfeld mit absenkbaren und anhebbaren Sicherheitsbügeln. Das Glaskeramikkochfeld kann nicht höhenverstellt werden.
[0005] In DE102010030562A1 ist ein flächenbündiges Glaskeramikkochfeld mit mindestens einer Randleiste beschrieben. Auch hier ist keine Vorrichtung zum Verstellen der Höhe des Glaskeramikkochfelds beschrieben.
Aufgabe der Erfindung
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Verstellen der Höhe von Glaskeramikkochfeldern zu schaffen, welche die Nachteile des Standes der Technik überwindet, welche eine einfache und stufenlose Höhenverstellung ermöglicht, wenig Zeitaufwand benötigt und wenig kostet, eine stabile und sichere Installation der Glaskeramikkochfelder und der damit verbundenen Elektroherde ermöglicht, ästhetisch ansprechend beziehungsweise für den Endnutzer unsichtbar ist, und welche für alle Herdmodelle und Glaskeramikkochfelder verwendbar ist.
Beschreibung der Erfindung
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur Höhenverstellung eines flächenbündigen Glaskeramikkochfeldes beim Einsetzen in eine Arbeitsplatte gelöst, wobei die Vorrichtung ein gefaltetes Blech mit einem V-förmigen Querschnitt und mit einem oberen Schenkel, einem unteren Schenkel, einem geschlossenen Ende und einem offenen Ende aufweist. Der untere Schenkel weist auf der Unterseite ein Klebstoff auf zum Befestigen an einer Arbeitsplatte, und der obere und untere Schenkel sind am geschlossenen Ende miteinander verbunden und weisen am offenen Ende vorzugsweise mindestens einen Abstand von 0.1 mm auf. Der obere Schenkel weist mindestens eine durchgehende Bohrung mit einem Innengewinde und eine Schraube mit einem Aussengewinde zum Schrauben in das Innengewinde auf, wobei die mindestens eine durchgehende Bohrung und die eine Schraube zwischen der mittleren Querachse Q des gefalteten Blechs und dem offenen Ende angeordnet sind, derart dass das offene Ende des gefalteten Blechs und somit ein auf dem oberen Schenkel positionierbares Glaskeramikkochfeld mit der Schraube höhenverstellbar ist.
[0008] Unter Glaskeramikkochfeld wird ein Kochfeld mit einer glatten Glaskeramikoberfläche verstanden, wie es für verschiedene Elektroherde wie Glaskeramikherde und Induktionsherde verwendet wird. Auch Gasrechauds verwenden teilweise Glas- oder Glaskeramikplatten als Kochfeld unter den Brennern, womit auch Glas- oder Glaskeramikkochfelder von Gasrechauds unter den Gegenstand der Erfindung fallen. Mit der erfindungsgemässen Vorrichtung zur Höhenverstellung kann sowohl das Glaskeramikkochfeld wie auch der ganze Elektroherd inklusive Glaskeramikkochfeld in seiner Höhe verstellt werden. Durch das gefaltete Blech und die besondere Anordnung der Schraube erfolgt die Höhenverstellung stufenlos, wodurch die Höhe der Glaskeramikoberfläche des Glaskeramikkochfeldes präzise genau flächenbündig auf die Höhe einer Arbeitsplatte oder Arbeitsfläche eingestellt werden kann. Unter flächenbündig wird verstanden, dass die Ausrichtung oder Positionierung von zwei Flächen so angeordnet ist, dass die zwei Flächen auf der gleichen Ebene oder Höhe liegen und keine Stufe oder Erhebung aufweisen. Als Arbeitsplatte wird die Platte rund um das Glaskeramikkochfeld verstanden und ist beispielsweise aus Holz, Keramik, Stein, Glas oder Chromstahl hergestellt. Der Elektroherd mit dem Glaskeramikkochfeld wird bei der Installation in einer Aussparung, auch Bohrung oder Öffnung genannt, der Arbeitsplatte versenkt, derart, dass die Glaskeramikoberfläche vorzugsweise flächenbündig mit der Oberfläche der Arbeitsplatte ist. Dank dem gefalteten Blech und der Schraube zur Höhenverstellung kann die Höhe mit der erfindungsgemässen Vorrichtung stufenlos eingestellt werden.
[0009] Das gefaltete Blech ist vorzugsweise aus einem rechteckigen Blech, welches entlang der mittleren Querachse des Rechtecks gefaltet ist, derart, dass zwei symmetrische rechteckige Schenkel entstehen, ein oberer und ein unterer Schenkel mit derselben Grösse und demselben Umriss. Das rechteckige Blech weist vorzugsweise eine Länge von 40 bis 80 mm, besonders bevorzugt von 50 bis 70 mm, und eine Breite von 5 bis 15 mm, besonders bevorzugt von 7 bis 12 mm, auf. Der obere Schenkel und der untere Schenkel des gefalteten Blechs weisen vorzugsweise eine rechteckige Form mit einer Länge von 20 bis 40 mm und einer Breite von 5 bis 15 mm auf. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Länge der beiden Schenkel 27 bis 33 mm und die Breite der beiden Schenkel 7 bis 12 mm.
[0010] Der obere und der untere Schenkel des gefalteten Blechs sind über ein geschlossenes Ende miteinander verbunden und sind nach dem Falten des Blechs symmetrisch übereinander angeordnet. In einer Ausführungsform weist das geschlossene Ende des rechteckigen gefalteten Blechs entlang der mittleren Querachse mindestens eine, vorzugsweise mindestens zwei Stanzungen auf zum Vereinfachen der Faltung entlang der mittleren Querachse. Dadurch kann Zeit gespart werden bei der Faltung, beziehungsweise bei der Herstellung. Die Stanzungen weisen vorzugsweise eine kreisrunde Form auf.
[0011] Das gefaltete Blech weist im Querschnitt entlang der Längsachse einen V-förmigen Querschnitt auf. Unter offenem Ende wird das offene Ende des V-förmigen Querschnitts und das Ende zwischen dem oberen und dem unteren Schenkel verstanden, welches nicht miteinander verbunden ist, sondern wo der obere und der untere Schenkel getrennt voneinander aufeinander aufliegen oder einen Abstand von 0 bis 4 mm, vorzugsweise mindestens 0.1 mm, aufweisen je nach Stellung und Betätigung der Schraube. Vorzugsweise weist das Blech, und somit sowohl der obere Schenkel wie auch der untere Schenkel je eine Dicke von 0.7 bis 1.5 mm, vorzugsweise 0.7 bis 1.1 mm auf. Die Dicke des Bleches wird so gewählt, dass das Blech genug Stabilität und Bruchsicherheit aufweist, damit es unter der Last des Glaskeramikkochfeldes inklusive des darunter befestigten Elektroherdes nicht zerbricht, und gleichzeitig dünn genug ist, damit es einen federnden Effekt aufweist.
[0012] Die totale Höhe der Vorrichtung zur Höhenverstellung, welche zwischen dem Vorsprung einer Arbeitsplatte und dem Glaskeramikkochfeld angeordnet ist, beträgt mindestens die Dicke des oberen und des unteren Schenkels zusammen, plus die Dicke des Klebstoffes. Somit beträgt die totale Höhe der Vorrichtung zur Höhenverstellung mindestens 1.4 mm, vorzugsweise mindestens 1.8 mm, bis maximal höchstens 6 mm. Falls eine grössere Höhe zwischen dem Vorsprung der Arbeitsplatte und dem Glaskeramikkochfeld erforderlich ist, kann die Vorrichtung zur Höhenverstellung eine zusätzliche Schickt auf der Unterseite des unteren Schenkels aufweisen. Die zusätzliche Schicht ist beispielsweise eine Holzplatte oder ein dickeres Klebband oder eine Platte aus einem anderen Material.
[0013] Das gefaltete Blech ist vorzugsweise aus Stahl, beispielsweise aus hartem Stahl oder Federstahl hergestellt. Besonders bevorzugt ist harter Stahl, weil der harte Stahl eine höhere Gewichtlast aufnehmen kann. In einer weiteren Ausführungsform ist das gefaltete Blech aus einem Kunststoffblech, vorzugsweise aus einem harten Kunststoff, beispielsweise aus Polyamid, hergestellt. Weitere Beispiele für Kunststoffbleche sind Bleche aus Polycarbonat, Acryl wie Polymethylmethacrylat (PMMA), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und PVC (Polyvinylchlorid). Vorzugsweise kann jede erfindungsmässige Vorrichtung, d.h. jedes V-förmig gefaltete Blech mindestens 4 kg tragen.
[0014] Aufgrund der besonderen Ausgestaltung des V-förmigen gefalteten Blechs mit Höhenverstellung über eine Schraube, und aufgrund der Materialwahl, hat die erfindungsgemässe Vorrichtung einen leicht federnden Effekt auf das darauf liegende Glaskeramikkochfeld. Die führt dazu, dass das derart installierte Glaskeramikkochfeld Schläge abfangen kann und bruchsicherer ist als herkömmliche Modelle, weil die Glaskeramikoberfläche durch herunterstürzende Gegenstände weniger zu Bruch geht, dank dem federnden Effekt der Höhenverstellvorrichtung.
[0015] Der untere Schenkel weist auf der Unterseite ein Klebstoff auf zum Befestigen an einer Arbeitsplatte. Der Klebstoff ist vorzugsweise ein doppelseitiges Klebband, welches aus einer dünnen Trägerschicht, die mit Klebstoff auf beiden Seiten beschichtet ist, besteht. Die Trägerschicht kann aus verschiedenen Materialien wie Schaumstoff, Papier, Kunststoff oder Gewebe bestehen. Das doppelseitige Klebband trägt Klebstoff auf beiden Seiten, wodurch es geeignet ist, zwei Oberflächen miteinander zu verbinden. Vorzugsweise ist das doppelseitige Klebband mit einer Klebstoffseite an der Unterseite des unteren Schenkels des gefalteten Blechs befestigt, und die zweite Seite des doppelseitigen Klebbandes wird für den Transport mit einer Folie abgedeckt. Zur Verwendung wird die Folie auf der Unterseite abgezogen und die zweite Seite des doppelseitigen Klebbandes, welche von der Unterseite des unteren Schenkels wegweist, wird auf einen Vorsprung in der Aussparung der Arbeitsplatte an gewünschter Stelle aufgeklebt, so dass die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Höhenverstellung festklebt und die Position beibehält, wenn das Glaskeramikkochfeld des Elektroherds darauf installiert ist und die Höhe mit Hilfe der Schraube verstellt wird.
[0016] In einer weiteren Ausführungsform ist der Klebstoff ein flüssiger Klebstoff, beispielsweise ein Acrylatklebstoff oder ein Epoxidkleber, vorzugsweise ein Epoxidkleber.
[0017] Zur Höhenverstellung des oberen und unteren Schenkels relativ zueinander wird eine Schraube verwendet. Unter Schraube wird ein Befestigungselement mit einem zylindrischen Schaft und einem Aussengewinde verstanden. Besonders bevorzugt ist ein Gewindestift. In der erfindungsgemässen Vorrichtung weist der obere Schenkel mindestens eine durchgehende Bohrung mit einem Innengewinde auf, eine Schraube mit einem Aussengewinde wird in ein Innengewinde geschraubt, bis sie in Kontakt mit der Oberseite des unteren Schenkels ist. Wird die Schraube weiter in die Bohrung des oberen Schenkels geschraubt, erhöht sich der Abstand zwischen dem oberen Schenkel und dem unteren Schenkel. Wenn eine Glaskeramikplatte eines Glaskeramikkochfeldes auf dem oberen Schenkel liegt, verändert sich somit durch das Betätigen der Schraube die Höhe des Glaskeramikkochfeldes. Die mindestens eine durchgehende Bohrung und die eine Schraube sind zwischen der Mitte M, zwischen dem geschlossenen Ende und dem offenen Ende des gefalteten Blechs, und dem offenen Ende angeordnet. Vorzugsweise ist die mindestens eine durchgehende Bohrung im vorderen Drittel bezogen auf die Richtung des offenen Endes angeordnet, wenn das offene Ende als das vordere Ende angesehen wird. Der obere Schenkel kann auch mehrere durchgehende Bohrungen mit Innengewinde entlang einer Längsseite aufweisen, wobei jeweils nur eine Schraube verwendet wird, und je nach gewünschter Platzierung in die eine oder andere Bohrung geschraubt.
[0018] Vorzugsweise ist die mindestens eine durchgehende Bohrung und somit die Schraube am Rand oder entlang des Randes einer Längsseite des oberen Schenkels angeordnet, vorzugsweise möglichst weit aussen am Rand einer Längsseite, und die erfindungsgemässe Vorrichtung mit dem gefalteten Blech wird bei der Positionierung auf einem Vorsprung der Aussparung in der Arbeitsplatte mit dem Klebstoff auf der Unterseite des unteren Schenkels derart auf den Vorsprung geklebt, dass die Längsseite des oberen Schenkels mit der durchgehenden Bohrung entlang des Randes der Aussparung angeordnet ist. Dadurch wird der Spalt zwischen dem Glaskeramikkochfeld und der Aussparung, welcher bei der Positionierung des Glaskeramikkochfelds in der Aussparung entsteht, möglichst geringgehalten. Die Aussparung beziehungsweise die Bohrung in der Arbeitsplatte ist in der Regel minimal grösser als die darin zu positionierende Glaskeramikplatte des Glaskeramikkochherds. Wird das Glaskeramikkochfeld auf dem oberen Schenkel des gefalteten Blechs in der Aussparung der Arbeitsplatte positioniert, ist die zu bedienende Schraube vorzugsweise im Spalt zwischen Glaskeramikkochfeld und Aussparung sichtbar und von oben bedienbar.
[0019] Die vorliegende Erfindung betrifft zusätzlich die Verwendung einer erfindungsgemässen Vorrichtung zum Verstellen der Höhe eines flächenbündigen Glaskeramikkochfeldes beim Einsetzen in einer Arbeitsplatte, wobei mindestens vier Vorrichtungen auf einem Vorsprung, auch Steg genannt, am Rand der Aussparung einer Arbeitsplatte befestigt werden. Vorzugsweise sind mindestens zwei erfindungsgemässe Vorrichtungen auf der Vorderseite und mindestens zwei Vorrichtungen auf der Rückseite der Aussparung angeordnet, wobei mit Vorderseite die Seite der Aussparung beziehungsweise des Glaskeramikkochfeldes gemeint ist, auf welcher eine Person, welche den Kochherd bedient, zu stehen kommt. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weisen alle vier Seiten, das heisst die Rückseite, die Vorderseite, die linke und die rechte Seite der Aussparung jeweils zwei erfindungsgemässe Vorrichtungen auf, womit insgesamt acht Vorrichtungen zur Höhenverstellung verwendet werden. Dadurch können Elektroherde mit einem Gewicht bis zu 32 kg getragen und höhenverstellt werden.
[0020] Vorzugsweise ist die Schraube der erfindungsgemässen Vorrichtung nach dem Befestigen der Vorrichtung auf dem Vorsprung am Rand der Arbeitsplatte und dem Positionieren des Glaskeramikkochfeldes auf dem oberen Schenkel der Vorrichtung zwischen dem Glaskeramikkochfeld und dem Rand der Aussparung der Arbeitsplatte angeordnet, derart dass die Schraube von der Oberseite des Glaskeramikfeldes bedienbar ist.
[0021] In einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Verstellen der Höhe eines flächenbündigen Glaskeramikkochfelds beim Einsetzen in eine Aussparung einer Arbeitsplatte umfassend die Schritte:
a.
Befestigen einer erfindungsgemässen Vorrichtung auf einem Vorsprung der Aussparung der Arbeitsplatte;
b.
Auflegen des Glaskeramikkochfeldes auf die Oberseite des oberen Schenkels einer erfindungsgemässen Vorrichtung;
c.
Verstellen der Höhe des oberen Schenkels der Vorrichtung durch Anziehen und Lösen der Schraube, bis die Oberseite des Glaskeramikkochfeldes flächenbündig mit der Oberseite der Arbeitsplatte ist; und
d.
Schliessen des Spalts zwischen Glaskeramikkochfeld und der Arbeitsplatte mit einem Dichtstoff, vorzugsweise einer Silikonabdichtung, derart dass die erfindungsgemässe Vorrichtung mit der Schraube vollständig abgedeckt ist.
[0022] Weitere Vorteile der Erfindung folgen aus der nachfolgenden Beschreibung, in der die Erfindung anhand von in den schematischen Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert wird.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0023] Es zeigen:
Fig. 1
eine perspektivische Ansicht von schräg oben auf die Vorrichtung zur Höhenverstellung,
Fig. 2
eine Ansicht von oben auf die Vorrichtung zur Höhenverstellung,
Fig. 3
eine Seitenansicht auf die Vorrichtung zur Höhenverstellung,
Fig. 4
eine Ansicht von oben auf eine weitere Vorrichtung zur Höhenverstellung, und
Fig. 5
ein Querschnitt durch eine Arbeitsplatte mit Vorsprung und positionierte Vorrichtung mit flächenbündigem Glaskeramikkochfeld.
[0024] In den Figuren sind für dieselben Elemente jeweils dieselben Bezugszeichen verwendet und es gelten Erklärungen zu einem bestimmten Bezugszeichen für alle Figuren, wenn nicht ausdrücklich etwas anders erwähnt ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung
[0025] Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht von schräg oben auf eine erfindungsgemässe Vorrichtung 1. Die Vorrichtung 1 weist ein gefaltetes Blech 3 mit einem V-förmigen Querschnitt mit einem oberen Schenkel 4, einem unteren Schenkel 5, einem geschlossenen Ende 6 und einem offenen Ende 7 auf. Der untere Schenkel 5 weist auf der Unterseite einen Klebstoff 11 zum Befestigen an einer Arbeitsplatte (in Fig. 5 dargestellt) auf, wobei der obere Schenkel 4 und untere Schenkel 5 am geschlossenen Ende 6 miteinander verbunden sind und am offenen Ende 7 mindestens einen Abstand von 1 mm, vorzugsweise mindestens 1.8 mm, vorzugsweise 2 bis 4 mm, aufweisen. Der obere Schenkel 4 weist eine durchgehende Bohrung mit einem Innengewinde und eine Schraube 9, hier ein Gewindestift, zum Schrauben in das Innengewinde auf, wobei die durchgehende Bohrung und die Schraube 9 zwischen mittleren Querachse Q des gefalteten Blechs 3 und dem offenen Ende 7 angeordnet sind, derart dass das offene Ende 7 des gefalteten Blechs 3 und somit ein auf dem oberen Schenkel 4 positionierbares Glaskeramikkochfeld (in Fig. 5 dargestellt) mit der Schraube 9 höhenverstellbar ist. Die durchgehende Bohrung und die Schraube 9 sind am Rand einer Längsseite des oberen Schenkels 4 und im vorderen Drittel Richtung offenes Ende 7 angeordnet, wenn mit vorne das offene Ende 7 bezeichnet ist. Der Abstand zwischen dem unteren Schenkel 5 und dem oberen Schenkel 4 beträgt durch die Höhenverstellung zwischen 1.8 mm und 6 mm.
[0026] Der obere Schenkel 4 und der untere Schenkel 5 weisen eine rechteckige Form auf mit einer Länge von 20 bis 40 mm, vorzugsweise 30 mm, und einer Breite von 5 bis 15 mm, vorzugsweise 9 mm. Das Blech 3 und somit der obere Schenkel 4 und der untere Schenkel 5 weisen eine Dicke von 0.7 bis 1.5 mm, vorzugsweise 0.9 mm auf. Das Blech 3 ist vorzugsweise aus hartem Stahl, und der Klebstoff ist vorzugsweise ein doppelseitiges Klebband.
[0027] Figur 2 zeigt eine Ansicht von oben auf die Vorrichtung 1 zur Höhenverstellung, wie in Figur 1 beschrieben. Die Anordnung der Schraube 9 im vorderen Drittel zwischen der mittleren Querachse Q und dem offenen Ende 7 ist deutlich sichtbar.
[0028] In Figur 3 ist eine Seitenansicht auf die Vorrichtung 1 zur Höhenverstellung, wie in Figur 1 beschrieben, dargestellt. Durch Betätigen der Schraube 9 mit einem Schraubenzieher wird die Spitze der Schraube 9 auf die Oberseite des unteren Schenkels 5 gedrückt und der obere Schenkel 4 wird je nach Richtungsdrehung der Schraube nach oben oder unten verschoben, womit sich der Abstand zwischen unterem Schenkel 5 und oberem Schenkel 4 vergrössert oder verkleinert.
[0029] Figur 4 zeigt eine Ansicht von oben auf eine Vorrichtung 1 zur Höhenverstellung, wie in Figur 2 beschrieben, wobei die Vorrichtung in Figur 4 zusätzlich zwei kreisrunde Stanzungen 12 am geschlossenen Ende 6 des gefalteten Blechs 3 aufweist. Dies dient dem erleichterten Falten beim Falten eines rechteckigen Blechstücks zu einem gefalteten Blech.
[0030] Figur 5 zeigt einen Querschnitt durch eine Arbeitsplatte 10, eine Vorrichtung 1 wie in Figur 1 beschrieben) und ein Glaskeramikkochfeld 2 mit Elektroherd 8. Die Arbeitsplatte 10 weist einen Vorsprung 13 am Rand 14 der Aussparung der Arbeitsplatte 10 auf, und die Vorrichtung 1 ist auf dem Vorsprung 13 aufgeklebt mit einem Klebstoff 11, vorzugsweise einem doppelseitigen Klebband (in Figur 1 beschrieben). Die Vorrichtung 1 ist derart auf den Vorsprung 13 aufgeklebt, dass die Längsseite des oberen Schenkels 4 mit der Schraube 9 (in Figur 1 beschrieben) unmittelbar in der Nähe des Randes 14 der Aussparung der Arbeitsplatte 10 angeordnet ist. Das Glaskeramikkochfeld 2 weist auf der Unterseite mit Ausnahme einer Randfläche einen Elektroherd 8 auf. Das Glaskeramikkochfeld 2 liegt an seinem Rand mit der Unterseite der Glaskeramikplatte auf dem oberen Schenkel 4 (in Figur 1 beschrieben) der Vorrichtung 1 auf, so dass ein Spalt 15 zwischen dem Rand 14 der Aussparung der Arbeitsplatte 10 und dem Glaskeramikkochfeld 2 gebildet ist, derart, dass die Schraube 9 von der Oberseite der Arbeitsplatte und des Glaskeramikkochfeldes sichtbar ist und betätigt werden kann. Der obere Schenkel 4 der Vorrichtung 1 wird mit der Schraube in der Höhe verstellt, bis die Oberfläche des Glaskeramikkochfeldes 2 flächenbündig ist mit der Oberfläche der Arbeitsplatte 10. Ist die Höhe des Glaskeramikkochfeldes 2 fertig eingestellt, wird der Spalt 15 zwischen der Arbeitsplatte 10 und dem Glaskeramikkochfeld 2 mit einem Dichtstoff, vorzugsweise mit einer Silikonabdichtung, verschlossen, so dass die Vorrichtung 1 nicht mehr sichtbar ist.
Bezugszeichenliste
[0031] 1 Vorrichtung 2 Glaskeramikkochfeld 3 gefaltetes Blech 4 oberer Schenkel 5 unterer Schenkel 6 geschlossenes Ende 7 offenes Ende 8 Elektroherd 9 Schraube 10 Arbeitsplatte 11 Klebstoff 12 Stanzung 13 Vorsprung 14 Rand der Aussparung der Arbeitsplatte 15 Spalt Q mittlere Querachse