CH721854A2 - Aufzug, insbesondere ein Personen- und/oder Warenaufzug, ohne Gegengewicht - Google Patents
Aufzug, insbesondere ein Personen- und/oder Warenaufzug, ohne GegengewichtInfo
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- CH721854A2 CH721854A2 CH000571/2024A CH5712024A CH721854A2 CH 721854 A2 CH721854 A2 CH 721854A2 CH 000571/2024 A CH000571/2024 A CH 000571/2024A CH 5712024 A CH5712024 A CH 5712024A CH 721854 A2 CH721854 A2 CH 721854A2
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Abstract
Ein Aufzug, insbesondere ein Personen- und/oder Warenaufzug, ohne Gegengewicht, weist eine Aufzugskabine (11) in einem Schacht und einen zum Heben und Senken derselben vorgesehenen Seilzug (25) auf. Der Seilzug (25) ist mittels einer unter- oder oberseitig im Schacht (14) angeordneten Antriebsrolle (18) mit einem Motor antreibbar, um wenigstens eine Umlenkrolle (23) gegenüberliegend ober- oder unterseitig im Schacht geleitet und ober- und unterseitig mit der Aufzugskabine (11) wirkverbunden. Die wenigstens eine Umlenkrolle (23) oder ein Seilende ist in einer Spannvorrichtung (20) durch Spannmittel derart in Achsrichtung des Seilzugs (25) verschiebbar gehalten, dass der Seilzug (25) im Betriebszustand stets mit einer definierten Spannkraft gespannt ist. Die Spannvorrichtung (20) ist dabei mit mehreren Spannmitteln derart ausgebildet und angeordnet, dass sie eine resultierende Druckkraft auf den Seilzug (25) in Spannrichtung (F) erzeugen, wobei die Spannmittel insbesondere als Gasdruckfedern ausgebildet sind.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft einen Aufzug, insbesondere ein Personen- und/oder Warenaufzug, ohne Gegengewicht, der eine Aufzugskabine in einem Schacht und einen zum Heben und Senken derselben vorgesehenen Seilzug aufweist, wobei der Seilzug mittels einer unter- oder oberseitig im Schacht angeordneten Antriebsrolle mit einem Motor antreibbar, um wenigstens eine Umlenkrolle gegenüberliegend ober- oder unterseitig im Schacht geleitet und ober- und unterseitig mit der Aufzugskabine wirkverbunden ist, wobei die wenigstens eine Umlenkrolle oder ein Seilende in einer Spannvorrichtung durch Spannmittel derart in Achsrichtung des Seilzugs verschiebbar gehalten ist, dass der Seilzug im Betriebszustand stets mit einer definierten Spannkraft gespannt ist, dies nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] In der Druckschrift EP 0 917 518 A ist ein Treibscheibenaufzug ohne Gegengewicht offenbart, der in einem Aufzugsschacht geführt ist und ein Lastfördermittel, insbesondere eine Aufzugskabine, ein flexibles Tragmittel, mindestens zwei von Motoren angetriebene Treibscheiben, die relativ zum Tragmittel hintereinander geschaltet sind, und eine den beiden Treibscheiben nachgeschaltete Spanneinrichtung aufweist, die eine erforderliche Spannung in das Tragmittel einbringt, wobei sie eine Kraft beaufschlagte Umlenkscheibe aufweist. Diese Umlenkscheibe wird über einen Hebelmechanismus mit einer Hydraulikeinrichtung oder dergleichen kraftbeaufschlagt. Damit kann die auf die Tragmittel spannende Umlenkscheibe wirkende Kraft abhängig von der Zuladung des Lastfördermittels gesteuert werden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Aufzug ohne Gegengewicht zu schaffen, der mit einer sehr wirksamen kompakten Verspannung des Seilzugs funktioniert, die eine dauerhafte Verspannkraft erzeugt.
[0004] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäss durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Mit der erfindungsgemässen Lösung, die Spannvorrichtung mit mehreren Spannmitteln derart auszubilden und anzordnen, dass sie eine resultierende Druckkraft auf den Seilzug in Spannrichtung erzeugen, wobei die Spannmittel insbesondere als Gasdruckfedern ausgebildet sind.
[0006] Mit dieser Spannvorrichtung kann mittels einer kompakten Ausbildung und Anordnung durch diese mehreren Spannmitteln eine äusserst gleichmässige anpassungsfähige Verspannung des gesamten Seilzugs erzielt werden, auch wenn sich der Seilzug aus Gründen von betrieblichen Änderungen bzw. Störungen ausdehnt, verkürzt oder bei ihm kurzzeitig betriebliche Abweichungen entstehen.
[0007] Sehr vorteilhaft sind die Spannmittel jeweils mit dem einen Ende bei der in Spannrichtung des Seilzugs verstellbaren Führungseinheit der Umlenkrolle bzw. des Seilzugendes und mit dem andern Ende in einer Haltestruktur gelagert, in welcher die Führungseinheit in Längsrichtung des Seilzugs verstellbar geführt ist. Damit ergibt sich eine optimale Lagerung der Umlenkrolle, so dass sie mit der Verspannung jederzeit ein sicherer Halt der Seilführung des Seilzugs unter- und oberhalb der Kabine gewährleistet ist.
[0008] Sehr vorteilhaft sind vier Gasdruckfedern als Spannmittel von der Führungseinheit paarweise in einem gleichen Winkel zur Achsrichtung des Seilzugs auf die eine oder andere Seite nach aussen ausgerichtet und bei der Haltestruktur gelenkig gelagert. Dabei sind die vier Enden der Gasdruckfedern bei der Führungseinheit in einer senkrecht zur Achsrichtung des Seilzugs gebildeten Ebene angeordnet, die sich bei einer Verstellung in dieser Ebene senkrecht zu dieser Achsrichtung bewegen.
[0009] Zweckmässigerweise weist die Haltestruktur der Spannvorrichtung einen Querträger und diesen haltende Stützen mit Führungsschienen in Achsrichtung des Seilzugs für die Führungseinheit auf.
[0010] Die Erfindung sieht überdies vor, dass die Spannvorrichtung mit der einen Umlenkrolle neben dem Drehmotor mit der mit ihm drehverbundenen Antriebsrolle mit achsparallelen Drehachsen zueinander im unteren Schachtbereich montiert sind. Damit kann eine sehr kompakte Anordnung des Motors und der Spannvorrichtung im Liftschacht erzielt werden, die in der Bauhöhe aufeinander abgestimmt werden können, damit wenig Platz im unteren Bereich des Liftschachtes in Höhenrichtung benötigt wird und die gesamte Hubhöhe der Kabine verlängert werden kann, und aber der Seilzug äusserst stabil und mit einer gleichmässigen Verspannkraft beaufschlagt wird.
[0011] Die Erfindung sowie weitere Vorteile derselben sind nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1
eine perspektivische Ansicht eines Antriebs und einer erfindungsgemässen Spannvorrichtung für einen Seilzug eines Aufzugs,
Fig. 2
eine schematische Darstellung des Aufzugs nach Fig. 1 mit dem unterseitigen Antrieb und der Spannvorrichtung;
Fig. 3
eine perspektivische Ansicht nur der erfindungsgemässen Spannvorrichtung für den Seilzug nach Fig. 1; und
Fig. 4
eine perspektivische Ansicht einer Variante einer erfindungsgemässen Spannvorrichtung für den Seilzug eines Aufzugs.
[0012] In Fig. 1 ist ein in einem Schacht 14 unterseitig mittels Schrauben 24 befestigbarer Antrieb 15 eines Aufzugs 10, seitliche Fixiermittel 12 jeweils für je eine Führungsschiene 13 für die Kabine 11 und eine Spannvorrichtung 20 für einen Seilzug 25 gezeigt. Der in einem Motorengestell 19 gelagerte Antrieb 15 weist einen Drehmotor 17 und eine koaxial mit diesem verbundene Antriebsrolle 18 auf, um die der Seilzug 25 um 180° geführt ist, der auch als Umlenkung desselben dient. Die Spannvorrichtung 20 weist eine Umlenkrolle 23 für den Seilzug 25 auf, die durch Spannmittel derart in Achsrichtung A des Seilzugs 25 verschiebbar gehalten ist, dass der Seilzug im Betriebszustand stets mit einer definierten in seiner Längsrichtung wirkenden Spannkraft in Spannrichtung F gespannt ist.
[0013] In Fig. 2 ist der Aufzug 10 schematisch veranschaulicht, bei dem eine Kabine 11 in einem angedeuteten Schacht 14 auf- und abbewegbar ist. Die Kabine 11 ist vorzugsweise beidseitig in je einer Führungsschiene 13 entlang des Schachtes 14 verlaufend und durch den Seilzug 25 getragen und höhenverstellbar angeordnet. Mehrere in der Schachtwand 14' obersowie unterseitig der Kabine 11 platzierte Umlenkrollen 21, 22 leiten den Seilzug 25 auf bekannte Weise im Schacht 14, wobei der Seilzug 25 mit seinen beiden Enden 16 jeweils ober- bzw. unterseitig an der Kabine 11 gehalten ist. Insbesondere handelt es sich um einen Personenaufzug mit Nutzlasten zwischen 150 kg und 630 kg, die sich für Anwendungen ohne Gegengewicht eignen. Er kann aber auch von diesen Nutzlasten abweichen und als Warenaufzug verwendet werden.
[0014] Der Seilzug 25 besteht aus mehreren parallel nebeneinander laufenden Einzelseilen 25', die an den Enden 16 befestigt sind. Die Antriebsrolle 18 und die Umlenkrollen 21, 22 sind jeweils am Aussenumfang mit entsprechenden Laufrillen 26 versehen, in denen die jeweiligen Einzelseile 25' sicher geführt sind. Bei den Einzelseilen 25' kann es sich statt um Drahtseile, mit Kunststoff ummantelte Seile, um einen Kunststoffriemen oder dergleichen als Seilzug handeln.
[0015] Erfindungsgemäss ist die Spannvorrichtung 20 mit mehreren Spannmitteln derart ausgebildet und angeordnet, dass sie eine resultierende Druckkraft auf den Seilzug 25 in Spannrichtung F erzeugen.
[0016] Mit dieser Spannvorrichtung 20 kann mittels einer kompakten Ausbildung und Anordnung durch diese mehreren Spannmitteln eine äusserst gleichmässige anpassungsfähige Verspannung des gesamten Seilzugs erzielt werden, auch wenn sich der Seilzug 25 aus Gründen von betrieblichen Änderungen ausdehnt, verkürzt oder kurzzeitig Abweichungen entstehen, beispielsweise wenn die Aufzugskabine voll beladen nach unten losfährt und eine hohe Belastung auf den Seilzug 25 entsteht.
[0017] Wie auch in Fig. 3 ersichtlich ist, sind die mehreren Spannmittel der Spannvorrichtung 20 jeweils mit dem einen Ende 33 bei der in Spannrichtung F des Seilzugs 25 verstellbaren Führungseinheit 35 der Umlenkrolle 23 und mit dem andern Ende 33' in einer fixen Haltestruktur 36 gelenkig gelagert. Die Spannmittel sind in jeder Verstellposition in symmetrischer Anordnung zu der Umlenkrolle 23 und dem um diese gewickelten Seilzug 25 ausgerichtet, so dass die von diesen erzeugte resultierende Druckkraft in Spann- bzw. Achsrichtung F des Seilzugs wirkt.
[0018] Sehr vorteilhaft sind im Rahmen der Erfindung diese Spannmittel als Gasdruckfedern 30 ausgebildet, bei denen jeweils ein Zylindergehäuse 31 mit seinem Ende 33' bei der Haltestruktur 36 und ein vorstehendes Ende 33 eines im Zylindergehäuse 31 verschiebbaren Kolbens 32 an der Führungseinheit 35 gelenkig gelagert sind. Es sind vier Gasdruckfedern 30 vorgesehen, die paarweise seitlich bei der Führungseinheit 35 je in einem gleichen Winkel α zur Achsrichtung A des Seilzugs 25 auf die eine oder andere Seite nach aussen ausgerichtet und bei der Haltestruktur 36 gelenkig gelagert sind.
[0019] Die vier Enden der Gasdruckfedern 30 sind bei der Führungseinheit 35 in einer senkrecht zur Achsrichtung des Seilzugs 25 gebildeten Ebene angeordnet und bei einer Verstellung bewegen sie sich in dieser Ebene senkrecht zu der Achsrichtung. Zu diesem Zwecke sind die vier Gasdruckfedern 30 jeweils mit der gleichen Hublänge und Solldruckkraft versehen, damit sie alle mit der gleichen Kraft stossen. Der eingestellte Winkel α der vier Gasdruckfedern 30 zur Achsrichtung A des Seilzugs 25 kann zum Beispiel ca. 45° betragen. Er kann aber je nach Nutzlastverhältnissen zwischen 0° und diesen 45° betragen. Bei der Verwendung von vier Gasdruckfedern besteht überdies der Vorteil, dass bei einem Defekt einer der Gasdruckfedern trotzdem eine ausreichende Druckkraft auf den Seilzug und damit ein sicherer Betrieb gewährleistet ist.
[0020] Diese Schrägstellungen der Gasdruckfedern 30 bewirken gegenüber einer Nullstellung von α, dass eine kleinere Gesamthöhe der Spannvorrichtung 20 entsteht und dass sie damit in etwa der Höhe des nebenan stehenden Motorgestells 19 mit dem Drehmotor entspricht, um die Verstellhöhe der Aufzugskabine 11 zu maximieren. Zudem bewirken diese Gasdruckfedern 30 durch ihre Schrägstellung nebst der Kraftkomponente in Spannrichtung F eine horizontale Kraftkomponente, durch die diese Führungseinheit 35 stabiler gegen Vibrationen oder ähnlichem zentriert ist.
[0021] Die Haltestruktur 36 weist einen Querträger 37, diesen haltende Stützen 38 mit Führungsschienen 39 und eine im Schacht 14 unterseitig mittels Schrauben 13 befestigbare Sockelplatte 41 auf. Die in Achsrichtung A des Seilzugs 25 verlaufenden Führungsschienen 39 sind von U-förmigen Führungselementen 42 oder dergleichen umgeben, welche seitlich bei der Führungseinheit 35 angeordnet sind und ihre Verstellung ermöglicht. Der Querträger 37 verläuft in einem Abstand und achsparallel zu der in der Führungseinheit 35 angeordneten Umlenkrolle 23 und er ist zwischen den mehreren Einzelseilen 25' ausgerichtet, die beidseitig von der Umlenkrolle 23 in Achsrichtung A des Seilzugs verlaufen, wie dies aus Fig. 1 hervorgeht.
[0022] In Fig. 2 ist ersichtlich, dass die Spannvorrichtung 20 mit der einen Umlenkrolle 23 neben dem Drehmotor 17 mit der mit ihm drehverbundenen Antriebsrolle 18 mit achsparallelen Drehachsen zueinander im unteren Schachtbereich montiert ist. Der Seilzug 25 ist zum einen von der mit dem Drehmotor 17 drehverbundenen Antriebsrolle 18 im unteren Schachtbereich nach oben zu der einen Umlenkrolle 22 im oberen Schachtbereich geführt, wobei der Seilzug 25 seitlich zwischen der Aufzugskabine 11 und der Schachtwand 14' durchgeführt ist. Nachfolgend verläuft er nach unten um eine Umlenkrolle 21 auf der Oberseite der Aufzugskabine 11, folglich zur nächsten Umlenkrolle 22 im oberen Schachtbereich und zurück zur Oberseite der Aufzugskabine 11 als Seilende 16, bei dem der Seilzug befestigt ist. Die Umlenkrollen 21, 22 sind jeweils in Lagerelementen 21', 22' drehbar gelagert, die im Schacht 14 bzw. an der Aufzugskabine 11 befestigt sind.
[0023] Der Seilzug 25 ist zum andern von der Antriebsrolle 18 zu einer Umlenkrolle 21 unterhalb der Aufzugskabine 11 und zurück zur Umlenkrolle 23 in der Spannvorrichtung 20 neben der Antriebsrolle 18 und von dieser mit dem Ende 16 an die Unterseite der Aufzugskabine geführt und dort befestigt. Der Seilzug läuft dabei annähernd vertikal zwischen den Umlenkrollen.
[0024] Wie in Fig. 3 ersichtlich ist, ist der Spannvorrichtung 20 eine Hilfseinrichtung zugeordnet, mittels der die Gasdruckfedern 30 sowie die Führungseinheit 35 mit der Umlenkrolle 23 in den eingeschobenen Zustand zudrückbar sind, damit der Seilzug 25 beim Montieren im Schacht 14 um die verstellbare Umlenkrolle 23 herum führbar ist, denn an sich drücken die Gasdruckfedern 30 diese Führungseinheit 35 in die Spanstellung in Richtung gegen die Sockelplatte 41. Diese Hilfseinrichtung weist beidseitig der Führungseinheit je wenigstens eine an letzterer befestigbares Zugelement 43 auf, welches durch einen nicht dargestellten betätigbaren Zugmechanismus vorzugsweise innerhalb des U-förmigen Querträgers 37 ein Ziehen der Zugstangen 43 bewirkt. Dies kann mechanisch durch jeweils eine Schraubenverbindung oder maschinell durch eine nicht näher gezeigte Kolben-/Zylindereinheit erfolgen. Auch bei einem Auswechseln des Seilzugs 25 kann durch Betätigen dieser Hilfseinrichtung ein Entspannen der Seile und nach dem Wechsel wieder diese Druckkraft durch die Gasdruckfedern 30 aufgebaut und erzeugt werden.
[0025] Im Prinzip könnte diese Hilfseinrichtung durch Verstellmittel unterhalb der Führungseinheit ausgebildet sein, bei dem Verstellschrauben oder dergleichen von unten gegen die Führungseinheit wirken und diese nach oben drücken würden.
[0026] Gemäss Fig. 3 ist im Rahmen der Erfindung der Spannvorrichtung 20 eine Mess- und Überwacheinheit 40 mit einem oberen und unteren Endschalter 44 für ein Messen der Endpositionen der Führungseinheit 35 zugeordnet, durch welche Abweichungen von der Sollstellung bzw. vom Toleranzbereich der Istposition der Führungseinheit feststellbar sind, die auswertbar und anzeigbar sind. Diese fest in der Haltestruktur 36 angeordneten Endschalter 44 wirken dabei mit einem seitlich bei der Führungseinheit platzierten Schalter 45 zusammen, derart, dass wenn zum Beispiel beim Seilzug 25 aufgrund der Lebensdauer eine dauerhafte irreversible Streckung entsteht und damit die Führungseinheit 35 bis zur unteren Endposition bei einer gleichen Druckkraft der Spannmittel verstellt wird, dass dann der untere Endschalter 44 vom Schalter 45 betätigt und ein Signal an eine Aufzugsteuerung geleitet wird, so dass der Aufzug ausser Betrieb gesetzt und der Seilzug zumindest geprüft wird.
[0027] Am Ende 16 des Seilzugs 25 unterseitig bei der Kabine ist bevorzugt eine Lastmesseinheit integriert, welche die Zugspannung aller Seile des Seilzugs 25 gemeinsam oder in jedem Einzelseil 25' misst. So kann die Seilspannung und damit der Zustand der Gasdruckfedern 30 überwacht werden, was ebenso zur Mess- und Überwacheinheit 40 geleitet ist. Wird ein vorgegebener Grenzwert dieser Zugspannung unterschritten, wird der Betrieb der Aufzugsanlage gestoppt. Die aktuellen Spannwerte können durch eine Anzeige derselben vom Servicetechniker gelesen werden. Fig. 4 zeigt eine Variante einer Spannvorrichtung 50, die an sich ähnlich wie diejenige nach Fig. 3 ausgestaltet ist. Es sind daher nachfolgend nurmehr die Unterschiede erläutert und es sind für die gleichen Komponenten bzw. Teile dieselben Bezugszeichen wie bei der Spannvorrichtung 30 verwendet. Diese Spannvorrichtung 50 ist mit Vorteil ebenfalls neben dem Antrieb 15 angeordnet. Sie könnte aber auch oben im Schacht 14 oder theoretisch an der Liftkabine 11 befestigt sein.
[0028] Es sind wiederum als Spannmittel Gasdruckfedern 30 vorgesehen, die analog wie gemäss Fig. 3 verlaufend angeordnet sind. Es ist jeweils das Zylindergehäuse 31 mit seinem Ende 33' bei einer Haltestruktur 56 und ein vorstehendes Ende 33 des im Zylindergehäuse 31 verschiebbaren Kolbens 32 an der Führungseinheit 35 gelenkig gelagert sind. Es sind ebenso vier Gasdruckfedern 30 vorgesehen, die paarweise seitlich bei der Führungseinheit 35 je in einem gleichen Winkel α zur Achsrichtung des Seilzugs 25 auf die eine oder andere Seite nach aussen ausgerichtet und bei der Haltestruktur 56 gelenkig gelagert.
[0029] Die Haltestruktur 56 dieser Spannvorrichtung 50 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 3 insofern, als die Zylindergehäuse 31 mit den jeweiligen Enden 33 der Gasdruckfedern 30 paarweise in je einer auf einer Sockelplatte 51 stehenden profilförmigen Stütze 52 gelenkig gelagert sind. Diese Stützen 52 sind durch einen Querträger 53 oberhalb der Umlenkrolle 23 fest miteinander verbunden. Es sind diese parallel zur Achsrichtung A des Seilzugs 25 verlaufenden Führungsschienen 39 und die als Rollen ausgebildeten Führungselemente 42' vorgesehen. Die Führungselemente 42' sind der Führungseinheit 35 zugeordnet und ermöglichen ihre Verstellung entlang der Längsrichtung des Seilzugs 25. Die Führungseinheit ist im Unterschied zu derjenigen gemäss Fig. 3 in der Stellung veranschaulicht, wie sie so annähernd im Betrieb eingestellt wird, bei der sie sich im Mittenbereich befindet.
[0030] Die vier Enden der Gasdruckfedern 30 sind bei der Führungseinheit 35 in dieser senkrecht zur Achsrichtung des Seilzugs 25 gebildeten Ebene angeordnet und bei einer Verstellung bewegen sie sich in dieser Ebene senkrecht zu dieser Achsrichtung. Zu diesem Zwecke sind sie jeweils mit der gleichen Hublänge und Solldruckkraft versehen.
[0031] Die Erfindung ist mit den oben erläuterten Ausführungsbeispielen ausreichend dargetan. Sie könnte aber noch durch weitere Varianten dargetan sein.
[0032] Wie erwähnt könnte die Spannvorrichtung statt bei einer Umlenkrolle 23 am Ende 16 eines Seilzugs 25 angeordnet sein. Die Gasdruckfedern wären dann gleichermassen angeordnet und würden statt auf die Umlenkrolle das Seilende entsprechend halten und in Achsrichtung des Seilzugs spannen.
[0033] Statt vier Gasdruckfedern könnten auch nur zwei angeordnet sein, welche jeweils mit dem Winkel α symmetrisch zum Seilzug angeordnet wären. Sie würden dann vorteilhaft nicht seitlich, sondern in der Mitte der Führungseinheit angreifen.
[0034] Im Prinzip könnten die Gasdruckfedern umgekehrt angeordnet sein, bei dem jeweils das Zylindergehäuse mit seinem Ende bei der Führungseinheit und der verschiebbare Kolben in der Haltestruktur gelenkig gelagert wäre. Die Gasdruckfedern könnten auch parallel zur Längsrichtung des Seilzugs verlaufend angeordnet sein.
[0035] Anstelle von Gasdruckfedern könnten im Wirkprinzip ähnliche Spannmittel verwendet werden, wie zum Beispiel Kolben-/Zylindereinheiten mit entsprechender Drucksteuerung.
[0036] Der Antrieb und/oder die Spannvorrichtung könnten statt unten auch oben im Liftschacht montiert sein. Auch die Anzahl der Umlenkrollen ist variierbar. Es könnte zum Beispiel nur die Spannvorrichtung mit der Umlenkrolle oben und der Antrieb mit der Antriebsrolle unten und die Enden bei der Aufzugskabine angeordnet sein. Das Verhältnis des gebildeten Flaschenzugs ist aber bevorzugt zwischen 1 : 3 und 1 : 5, wie in Fig. 2 dargestellt ist.
[0037] Die Spannvorrichtung könnte ebenso anders als dargestellt ausgebildet sein, bei der zum Beispiel die rahmenförmige Führungseinheit bloss durch Lagerungen der die Umlenkrolle tragenden Welle vorgesehen sein könnte, die bei den Führungsschienen geführt wären und die Gasdruckfedern dort gelagert wären.
[0038] Ebenso könnte die Tragstruktur und der Querträger anders als dargestellt ausgebildet bzw. geformt sein.
Claims (15)
1. Aufzug, insbesondere ein Personen- und/oder Warenaufzug, ohne Gegengewicht, der eine Aufzugskabine (11) in einem Schacht und einen zum Heben und Senken derselben vorgesehenen Seilzug (25) aufweist, wobei der Seilzug (25) mittels einer unter- oder oberseitig im Schacht (14) angeordneten Antriebsrolle (18) mit einem Motor antreibbar, um wenigstens eine Umlenkrolle (23) gegenüberliegend ober- oder unterseitig im Schacht geleitet und ober- und unterseitig mit der Aufzugskabine (11) wirkverbunden ist, wobei die wenigstens eine Umlenkrolle (23) oder ein Seilende in einer Spannvorrichtung (20, 50) durch Spannmittel derart in Achsrichtung (A) des Seilzugs (25) verschiebbar gehalten ist, dass der Seilzug im Betriebszustand stets mit einer definierten Spannkraft gespannt ist, dadurch gekennzeichnet, dass
die Spannvorrichtung (20, 50) mit mehreren Spannmitteln derart ausgebildet und angeordnet ist, dass sie eine resultierende Druckkraft auf den Seilzug (25) in Spannrichtung (F) erzeugen, wobei die Spannmittel insbesondere als Gasdruckfedern (30) ausgebildet sind.
2. Aufzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannmittel jeweils mit dem einen Ende bei der in Spannrichtung des Seilzugs (25) verstellbaren Führungseinheit (35) der Umlenkrolle (23) bzw. des Seilzugendes (16) und mit dem andern Ende in einer Haltestruktur (36, 56) gelagert sind, in welcher die Führungseinheit (35) in Längsrichtung des Seilzugs (25) verstellbar geführt ist.
3. Aufzug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannmittel in jeder Verstellposition in symmetrischer Anordnung zu der Umlenkrolle (23) und dem um diese gewickelten Seilzug (25) ausgerichtet sind, so dass die von diesen erzeugte resultierende Druckkraft stets in Spannrichtung (F) des Seilzugs (25) gerichtet ist.
4. Aufzug nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass vier Spannmittel von der Führungseinheit (35) paarweise in einem gleichen Winkel (α) zur Achsrichtung (A) des Seilzugs (25) auf die eine oder andere Seite nach aussen ausgerichtet und bei der Haltestruktur (36, 56) gelenkig gelagert sind.
5. Aufzug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die vier Enden der Spannmittel bei der Führungseinheit (35) in einer senkrecht zur Achsrichtung (A) des Seilzugs (25) gebildeten Ebene angeordnet sind und bei einer Verstellung sich in dieser Ebene senkrecht zu dieser Achsrichtung bewegen.
6. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Haltestruktur (36, 56) der Spannvorrichtung (20, 50) mindestens einen Querträger (37, 53) und diesen haltende Stützen (38, 52) mit Führungsschienen (39) in Achsrichtung (A) des Seilzugs für die Führungseinheit (35) aufweist, wobei der Querträger (37, 53) in einem Abstand parallel zur Drehachse der Umlenkrolle (23) jeweils im Bereich in Achsrichtung des Seilzugs (25) und zwischen dem Seilzug verläuft.
7. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Spannvorrichtung (20, 50) mit der einen Umlenkrolle (23) neben dem Drehmotor (17) als Motor mit der mit ihm drehverbundenen Antriebsrolle (18) mit einer achsparallelen Drehachse zu derjenigen der Umlenkrolle (23) im unteren Schachtbereich montiert sind.
8. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
der Seilzug (25) von der mit dem Drehmotor (17) als Motor drehverbundenen Antriebsrolle (18) im unteren Schachtbereich zum einen nach oben zu wenigstens einer Umlenkrolle (22) im oberen Schachtbereich und nachfolgend zu der Oberseite der Aufzugskabine (11) und zum andern von der Antriebsrolle (5) zu einer Umlenkrolle (21) unterhalb der Aufzugskabine (2) und zu der weiteren Umlenkrolle (23) in der Spannvorrichtung (20, 50) neben der Antriebsrolle (18) und von dieser endseitig an die Unterseite der Aufzugskabine (11) geführt und dort befestigbar ist.
9. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
der Spannvorrichtung (20, 50) eine Hilfseinrichtung zugeordnet ist, mittels der die Spannmittel sowie die Führungseinheit (35) mit der Umlenkrolle (23) darin in den eingeschobenen Zustand zudrückbar sind, damit der Seilzug (25) beim Montieren im Schacht um die verstellbare Umlenkrolle (23) herum führbar ist.
10. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
der Spannvorrichtung (20, 50) Endschalter (44) für die obere und die untere Endposition der Führungseinheit (35) mit der Umlenkrolle (23) oder dem Seilende zugeordnet sind, die mit wenigstens einem Schalter (45) bei der Führungseinheit (35) zusammenwirken.
11. Aufzug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass durch diese Endschalter (44) Abweichungen von der Sollstellung der Führungseinheit (35) feststellbar sind, die anzeigbar bzw. auswertbar sind, und zum Beispiel wenn beim Seilzug (25) aufgrund der Lebensdauer eine dauerhafte Dehnung entsteht und damit die Führungseinheit (35) bis zur unteren Endposition bei einer gleichen Druckkraft der Spannmittel verstellt und dann der Endschalter (44) betätigt wird.
12. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass
die Spannmittel als Gasdruckfedern (30) ausgebildet sind, bei denen jeweils vorzugsweise ein Zylindergehäuse (31) mit seinem Ende (33') bei der Haltestruktur (36, 56) und ein vorstehendes Ende (33) eines im Zylindergehäuse (31) verschiebbaren Kolbens (32) an der Führungseinheit (35) gelenkig gelagert sind.
13. Aufzug nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass
die Gasdruckfedern (30) jeweils mit einer bestimmten Hublänge und einer bestimmten Solldruckkraft versehen sind, die bei allen gleich viel betragen.
14. Spannvorrichtung für einen Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass
in der Spannvorrichtung (20, 50) wenigstens eine Umlenkrolle (23) oder ein Seilende in einer Führungseinheit (35) vorgesehen ist und die Spannvorrichtung (20, 50) mit mehreren Spannmitteln derart ausgebildet und angeordnet ist, dass diese Spannmittel im eingebauten Zustand der Spannvorrichtung im Aufzug (10) eine resultierende Druckkraft auf den Seilzug (25) in Spannrichtung (F) erzeugen, wobei die Spannmittel insbesondere als Gasdruckfedern (30) ausgebildet sind.
15. Spannvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass
die Spannvorrichtung (20, 50) eine Haltestruktur (36, 56), mindestens einen Querträger (37, 53) und diesen haltende Stützen (38, 52) mit Führungsschienen (39) für die Führungseinheit (35) aufweist, wobei der Querträger (37, 53) in einem Abstand parallel zur Drehachse der Umlenkrolle (23) verläuft, wobei die Spannmittel jeweils mit dem einen Ende bei der verstellbaren Führungseinheit (35) und mit dem andern Ende in der Haltestruktur (36, 56) gelagert sind.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| CH000571/2024A CH721854A2 (de) | 2024-05-29 | 2024-05-29 | Aufzug, insbesondere ein Personen- und/oder Warenaufzug, ohne Gegengewicht |
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Applications Claiming Priority (1)
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| CH000571/2024A CH721854A2 (de) | 2024-05-29 | 2024-05-29 | Aufzug, insbesondere ein Personen- und/oder Warenaufzug, ohne Gegengewicht |
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Family Applications (1)
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2025
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Also Published As
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