CH721878A2 - Förderhubeinrichtung, insbesondere zum Bewegen einer Schwerlast, sowie ein Litzenhubsystem - Google Patents
Förderhubeinrichtung, insbesondere zum Bewegen einer Schwerlast, sowie ein LitzenhubsystemInfo
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Abstract
Eine Förderhubeinrichtung (45), insbesondere zum Bewegen einer Schwerlast (46), weist eine Antriebseinheit (18) sowie wenigstens ein von dieser antreibbares Förderorgan (40) mit einem Verstellmittel auf, wobei das Verstellmittel durch zumindest eine gesteuerte Hubbewegung ein Verstellen der jeweiligen Schwerlast (46) ermöglicht. Dem wenigstens einen Förderorgan (40) mit dem Verstellmittel sind mehrere Baumodule zugeordnet, von denen jeweils eines je nach Anforderung, wie die Schwerlast (46) zu bewegen ist, an einer Basisstruktur des Förderorgans (40) montierbar bzw. von dieser demontierbar und durch ein anderes Baumodul auswechselbar ist. Mit dieser Zuordnung von mehreren Baumodulen kann die Förderhubeinrichtung (45) durch einfache Umrüstarbeiten von einer Gebrauchsweise auf eine andere gewechselt werden, ohne dass die gesamte Förderhubeinrichtung (45) auszutauschen und an den jeweiligen Arbeitsort zu transportieren ist.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft eine Förderhubeinrichtung, insbesondere zum Bewegen einer Schwerlast, die eine Antriebseinheit sowie wenigstens ein von dieser antreibbares Förderorgan mit einem Verstellmittel aufweist, wobei das Verstellmittel durch zumindest eine gesteuerte Hubbewegung ein Verstellen der jeweiligen Schwerlast ermöglicht, dies nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 15.
[0002] Solche Förderhubeinrichtungen insbesondere zum Bewegen von Schwerlasten sind bekannt und sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Stande sind, Schwerlasten von Gewichten von über 10000 Tonnen über bestimmte Distanzen zu heben, abzusenken oder zu bewegen, um einen Aufbau oder einen Rückbau dieser Schwerlasten auszuführen. Diese Förderhubeinrichtungen sind für verschiedene Verwendungszwecke mit unterschiedlichen Hebe-, Absenk- und Verschiebevorgängen insbesondere von Schwerlasten einsetzbar, wie zum Beispiel zum Montieren von Brückenteilen, Dächern, Gebäudeteilen, Industrieanlagen, Reaktoren, Plattformen oder dergleichen.
[0003] Bei dem in der Tragstruktur montierten Hebesystem wird zum Beispiel ein Litzenhubsystem verwendet, welches ebenfalls an sich bekannt ist. Solche Systeme eignen sich sehr vorteilhaft für das Heben bzw. Tragen von Höchstlasten und es kann durch den Einsatz von mehreren von diesen, die gleichzeitig ziehen, die Schwerlast in die Betriebsposition gehoben werden.
[0004] Ausgehend von diesen bekannten Förderhubeinrichtungen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine solche Förderhubeinrichtung derart weiterzuentwickeln, dass mit ihr unterschiedliche Förderarbeiten ausgeführt werden können, um damit die Förderhubeinrichtung universeller und gezielter auszunutzen und dabei Investitions- und auch Unterhaltskosten zu sparen.
[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäss durch die Merkmale des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 15 gelöst.
[0006] Erfindungsgemäss sind dem wenigstens einen Förderorgan mit dem Verstellmittel der Förderhubeinrichtung mehrere Baumodule zugeordnet, von denen jeweils eines je nach Anforderung, wie die Schwerlast zu bewegen ist, an einer Basisstruktur des Förderorgans montierbar bzw. von diesem demontierbar und durch ein anderes Baumodul auswechselbar ist.
[0007] Mit dieser Zuordnung von mehreren Baumodulen kann die Förderhubeinrichtung durch einfache Umrüstarbeiten von einer Gebrauchsweise auf eine andere gewechselt werden, ohne dass die gesamte Förderhubeinrichtung auszutauschen und an den jeweiligen Arbeitsort zu transportieren ist.
[0008] Sehr vorteilhaft ist die Basisstruktur des Förderorgans mit wenigstens einem Gehäuse und dem darin um einen Hub verschiebbaren Verstellmittel versehen und sie ist dabei derart ausgebildet ist, dass die verschiedenen Baumodule bei dieser einen Basisstruktur montierbar bzw. funktionsgerecht platzierbar sind.
[0009] So ist bei einem an der Basisstruktur montierbaren Baumodul das Verstellmittel der Basisstruktur mindestens ein auf demselben befestigten Tragelement montierbar, auf dem die Schwerlast oder ein Distanzelement für eine Bewegung derselben abstützbar ist. Damit kann eine Schwerlast unmittelbar oder via Distanzelemente auf dem Verstellmittel des Förderorgans abgestützt werden.
[0010] Bei einem andern zum Beispiel nach Demontage des erläuterten Baumoduls kann ein Baumodul montiert werden, bei dem die Schwerlast via aufeinander stapelbaren Distanzelementen auf dem mindestens einen Verstellmittel der Basisstruktur abstützbar ist. Zweckmässigerweise wird dabei beim Förderorgan mit der Basisstruktur eine dieses zumindest teilweise umgebende Stützeinrichtung platziert, auf welcher jeweils mindestens ein vom Verstellmittel um einen Hub bewegbares Distanzelement abstützbar ist, welches vom nächsten vom Verstellmittel bewegten Distanzelement von der Stützeinrichtung abgehoben werden kann, und dass dieser Vorgang wiederholbar ist, bis die auf den stapelbaren Distanzelementen befindliche Schwerlast die gewünschte Höhe erreicht hat.
[0011] Mit diesem Baumodul kann eine Schwerlast mit Vorteil in Höhenrichtung um eine beliebige Distanz von einigen bis zu 100 Metern gehoben werden. Es kann sich zum Beispiel um eine Dachkonstruktion handeln, die vom Boden bis zu ihrer vorgegebenen Höhenposition durch mehrere Förderorgane mit jeweils diesem Baumodul hebbar ist.
[0012] Mit der Stützeinrichtung wird erfindungsgemäss ermöglicht, dass die stapelbaren Distanzelemente nach einem jeweiligen Anheben durch das Verstellmittel gehalten werden können, damit das Verstellmittel wieder zurück in seine Ausgangsposition für das Heben des nächsten Distanzelementes und dem darüber befindlichen bewegt werden kann.
[0013] Diese Stützeinrichtungen der Baumodule können dabei durch verschiedene Varianten je nach den Anforderungen der der Förderbewegung und der Form der Schwerlast als weiterer Vorteil der Erfindung ausgebildet sein.
[0014] Sehr vorteilhaft ist die Basisstruktur des Förderorgans vorzugsweise durch eine Kolben-/Zylindereinheit gebildet, die ein Zylindergehäuse und einen darin durch das Antriebsmedium der Antriebseinheit um einen Hub verstellbaren Kolben als Verstellmittel im Zylindergehäuse aufweist. Bei den mehrheitlichen Baumodulen wird für das Fortbewegen der Schwerlast eine Vor- und Rückwärtsbewegung des Kolbens ausgeführt, der dabei die Schwerlast unter Zwischenschaltung der Distanzelemente hebt, senkt oder horizontal und/oder schräg verschiebt.
[0015] Erfindungsgemäss ist ein Litzenhubsystem für eine Förderhubeinrichtung vorgesehen, bei der an die Basisstruktur des Förderorgans vorzugsweise zwei Klemmeinrichtungen derart montierbar sind, dass durch diese die vorzugsweise mehreren Litzen, welche die Schwerlast halten, im und/oder am Förderorgan klemmbar und von der einen vom Verstellmittel gehaltenen Klemmeinrichtung in ihrer Längsrichtung bewegbar sind, durch welche das Förderorgan der Förderhubeinrichtung als ein Litzenheber ausgebildet ist.
[0016] Mit einem solchen Litzenhubsystem als Baumodul kann die Schwerlast insbesondere durch eine Ziehkraft bewegt werden und durch die an der Basisstruktur montierbaren Klemmeinrichtungen wird diese erfindungsgemässe Modularität durch eine einfache Montage- bzw. Demontagetätigkeit erzielt.
[0017] Die Erfindung sowie weitere Vorteile derselben sind nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1
eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Förderhubeinrichtung mit einem Förderorgan als Litzenheber;
Fig. 2
eine perspektivische Explosionsansicht der Förderhubeinrichtung nach Fig. 1;
Fig. 3
einen Längsschnitt eines Litzenhebers, der ähnlich wie derjenige nach Fig. 1 ausgebildet ist;
Fig. 4
einen Ausschnitt des Litzenhebers mit der einen Klemmeinrichtung;
Fig. 5
eine Draufsicht des Litzenhebers nach Fig. 3;
Fig. 6
eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Förderhubeinrichtung mit Litzenhebern zum Heben und Senken eines Korbes als Schwerlast an einer Gebäudewand;
Fig. 7
eine vergrösserte perspektivische Ansicht des Litzenhebers nach Fig. 6;
Fig. 8
eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Förderhubeinrichtung mit vier Förderorganen und Distanzelementen zum Heben einer Kuppe als Schwerlast;
Fig. 9
eine vergrösserte perspektivische Ansicht des Förderorgans nach Fig. 8 mit einem Distanzelement darin;
Fig. 10
eine vergrösserte perspektivische Ansicht eines erfindungsgemässen Förderorgans mit aufeinander gelegten Distanzelementen;
Fig. 11
eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Förderhubeinrichtung mit Förderorganen zum Heben und Schieben einer Schwerlast;
Fig. 12
eine vergrösserte perspektivische Ansicht des Förderorgans nach Fig. 11 mit einem Sockel als Gleitelement;
Fig. 13
eine vergrösserte perspektivische Ansicht eines Förderorgans mit einem Verbindungsstück 69 als Baumodul;
Fig. 14
eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Förderhubeinrichtung mit Förderorganen und Distanzelementen zum Heben einer Dachkonstruktion als Schwerlast;
Fig. 15
eine vergrösserte perspektivische Ansicht eines Förderorgans nach Fig. 14 mit dem Baumodul;
Fig. 16
eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Förderhubeinrichtung mit Förderorganen und Distanzelementen zum Heben einer Schwerlast; und
Fig. 17
eine vergrösserte perspektivische Ansicht der Förderorgane nach Fig. 16 mit den jeweiligen Baumodulen.
[0018] Das in Fig. 1 bis Fig. 7 gezeigte Förderorgan 10 einer Förderhubeinrichtung 15 dient insbesondere zum Bewegen einer Schwerlast, wie dies in Fig. 6 veranschaulicht ist. Die Schwerlast kann dabei zum Beispiel in einem korbartig dargestellten Behälter 16 gefördert werden, der entsprechende Schwerlasten aufnehmen kann. Bei diesen Schwerlasten kann es sich um Industriemaschinen, Gebäudeteile oder irgendwelche zu hebenden oder absenkenden Schwerlasten handeln, welche in der Regel ein solches Gewicht oder Grösse aufweisen, die nicht mit konventionellen Hebegeräten förderbar sind.
[0019] Gemäss Fig. 6 kann die Förderhubeinrichtung 15 dabei stationär beispielsweise auf einem Dach 14 eines angedeuteten Gebäudes 13 oder nur provisorisch für den Transport einer oder mehreren Schwerlasten installiert werden. Sie besteht aus diesem Behälter 16, einer Antriebseinheit 18, zwei von dieser betriebenen Litzenhebern als Förderorgane 10 sowie Längselemente 19, welche fördergerecht den Behälter 16 halten und mit dem Förderorgan 10 wirkverbunden sind. Letzteres ist jeweils von einer auf dem Dach 14 befestigten und beim Gebäude 13 vorstehenden Tragstütze 17 fix positioniert, so dass der Behälter 16 mit der Schwerlast beabstandet von der Aussenwand hochgezogen werden kann.
[0020] Erfindungsgemäss ist das Förderorgan 10 mit einer Basisstruktur 20 versehen, die als Kolben-/Zylindereinheit mit einem Zylindergehäuse 21 und einem darin durch das Antriebsmedium der Antriebseinheit 18 um einen Hub verstellbaren Kolben 25 als Verstellmittel ausgebildet ist. An diese Basisstruktur 20 des Förderorgans 10 ist ein Baumodul montier- bzw. von diesem demontierbar, welches gemäss Fig. 2 aus Klemmeinrichtungen 11, 12 besteht, durch diese die Schwerlast haltende Längselemente 19 im Förderorgan 10 klemmbar und von der einen vom Kolben 25 als Verstellmittel gehaltenen Klemmeinrichtung 12 in ihrer Längsrichtung bewegbar sind, durch welche das Förderorgan als ein Litzenheber ausgebildet ist, mittels dem der Behälter 16 mit der Schwerlast via diese vorzugsweise als Litzen ausgebildeten Längselemente 19 hebbar bzw. absenkbar sind.
[0021] Sowohl beim Förderorgan 10 als auch bei den andern Förderorganen, die nachfolgend erläutert sind, wird dieselbe Basisstruktur 20 verwendet, die aus der Kolben-/Zylindereinheit mit dem Zylindergehäuse 21 und dem darin verstellbaren Kolben 25 gebildet ist. An dieser Basisstruktur 20 sind dann die eine oberseitig am Kolben 25 montierte Klemmeinrichtung 12 und die andere Klemmeinrichtung 11 unterseitig am Zylindergehäuse 21 befestigbar, die als eines der möglichen Baumodule demontierbar befestigt sind.
[0022] Der Kolben 25 ist als Ringkolben ausgebildet und es ist in ihm und den Klemmeinrichtungen 11, 12 eine oder mehrere Durchgangsöffnungen 26 für die Durchführung der vorzugsweise mehreren Längselemente 19 versehen, von denen in Fig. 3 ihre Längsachsen strichpunktiert dargestellt sind. Zwischen dem Zylindergehäuse 21 und dem Ringkolben ist eine Ringkammer 27 vorhanden, welche durch Anschlüsse 22 mit der hydraulischen oder pneumatischen Antriebseinheit 18 verbunden ist und in dieselbe das Antriebsmedium vorzugsweise ein Öl mit dem notwendigen Druck versorgt werden kann.
[0023] Diese Klemmeinrichtungen 11, 12 sind an sich identisch ausgebildet und es ist nachfolgend nur die eine näher erläutert. Es sind entsprechend adäquate Bezugszeichen für dieselben Teile verwendet. Die untere Klemmeinrichtung 11 ist in einem rahmenförmigen Gestell 31 angeordnet, welches sowohl auf der oberen als auch auf der unteren Seite je einen Stützflansch 32, 33 aufweist, von denen der untere als Auflage des Förderorgans 10 und der obere als Verbindungsglied mit der Basisstruktur 20 dient.
[0024] Bei einem vergrösserten Schnitt der unteren Klemmeinrichtung 11 gemäss Fig. 4 ist eine im Gestell 31 mittels Bolzen oder dergleichen befestigten Grundplatte 28 mit den Durchgangsöffnungen 26 für die Längselemente 19 vorhanden. In diese Durchgangsöffnungen 26 erstreckt sich jeweils ein Klemmkeil 34, der oben an einem in Richtung der Längsachsen 19 verstellbaren Haltemittel 35 angebracht ist, wobei dieses Haltemittel 35 durch einen Bügel 36 und ein Schaltelement 36' in eine Offen- bzw. Schliessstellung ansteuerbar ist, so dass die Klemmkeile 34 in der unteren Schliessstellung die Längselemente 19 jeweils in einer Durchgangsöffnung 26 in Querrichtung klemmen, während in der Offenstellung, bei der die Klemmkeile nach oben verstellt sind, die Längselemente 19 gelöst und in ihrer Längsachse 19 bewegbar sind. Die im Querschnitt segmentförmigen Klemmkeile 34 und die korrespondierenden Durchgangsöffnungen 26 verlaufen jeweils in Richtung der Längsachse 19 konisch, während die Klemmkeile innenseitig und die Durchgangsöffnungen abgekehrt von ihnen zylindrisch ausgebildet sind. Damit ergibt sich im Klemmzustand eine flächige Auflage zwischen ihnen und den Längselementen 19.
[0025] Es kann ferner oben bei dem Haltemittel 35 eine Druckfeder 37 angeordnet sein, durch die diese Klemmkeile 34 aus Sicherheitsgründen stets in die Schliessstellung bewegt werden, während für das Öffnen dieses Schaltelement 36' den Bügel 36 nach unten schwenkt und dieser das Haltemittel 35 nach oben bewegt und die Klemmkeile 34 freigibt.
[0026] Fig. 5 zeigt von der oberen Klemmeinrichtung 12 noch diesen Bügel 36 mit dem ihn aussen betätigenden Schaltelement 36' und dem Haltemittel 35, an dem der Bügel innen angelenkt ist. Es sind eine Anzahl von Durchgangsöffnungen 26 ersichtlich, wie zum Beispiel deren sieben, wobei dies je nach Anforderungen variieren kann. Zudem ist mit Vorteil aussen beim Zylindergehäuse 21 ein Führungselement 39 angebracht, an dem ein Führungsteil 38 am Kolben 25 gleitet, damit letzterer gegen ein Verdrehen gesichert ist und ferner im ausgefahrenen Bereich sicher geführt ist.
[0027] Wie erwähnt sind die beiden Klemmeinrichtungen 11, 12 gleich ausgebildet und entsprechend ist die obere daher nicht nochmals im Detail erläutert. Es sei einzig erwähnt, dass diese obere Klemmeinrichtung 12 einen unteren Flansch 42 für eine lösbare Befestigung mit der oberen Stirnseite des Kolbens 25 als Verstellmittel und oberseitig ein Führungskäfig 41 für die Längselemente 19 aufweist, damit diese beim Absenken gerade entlang den Längsachsen 19' in die obere Klemmeinrichtung 12 eingeführt werden. Diese Längselemente 19 können oberhalb des Förderorgans zum Beispiel auf Rollen oder Bobinen magaziniert werden, was nicht näher gezeigt ist.
[0028] Selbstverständlich könnten mehr als zwei von diesen Klemmeinrichtungen je nach dem zu hebenden Gewicht oder den Sicherheitsanforderungen vorgesehen sein und auch die Anzahl der Förderorgane kann beliebig variiert werden, wobei es im Normalfall genügt, wenn diese von einer Antriebseinheit versorgt werden.
[0029] Das als Kolben 25 vorgesehene Verstellmittel bewirkt durch gesteuerte Vor- und Rückwärtsbewegungen um den jeweiligen Gesamthub im Zusammenwirken mit einem gesteuerten abwechslungsweisen Öffnen und Schliessen der beiden Klemmeinrichtungen 11, 12 ein Verstellen der Schwerlast, wie nachfolgend durch die einzelnen Schritte erläutert ist:
Wie erwähnt ist am oberen Ende des Kolbens 25 bzw. am unteren Ende des Zylindergehäuses 21 jeweils eine Klemmeinrichtung 11, 12 mit den radial verstellbaren Klemmkeilen 34 für dieses abwechslungsweise Festhalten des oder der Längselemente 19 vorgesehen. Beim Ziehen einer Schwerlast, welche an den Längselementen gehalten ist, hält im eingefahrenen Zustand des Kolbens 25, wie in Fig. 3 ersichtlich ist, die Klemmeinrichtung 12 oben beim Kolben die Längselemente 19 fest und es wird durch die Antriebseinheit 18 in diese Ringkammer 27 im Zylindergehäuse 21 das Antriebsmedium gedrückt, so dass der Kolben 25 und mit ihm die gehaltenen Längselemente 19 nach oben bewegt werden. Sobald der Kolben 25 um den Gesamthub ausgefahren ist, werden die geöffneten Klemmkeile 34 der fixen Klemmeinrichtung 11 geschlossen und diejenigen beim Kolben 25 geöffnet und letzterer wird dann wieder eingefahren, während die Längselemente 19 stehen bleiben. Dieser Ablauf wird so oft wiederholt bis die zu hebende Schwerlast ihre Endposition erreicht hat. Die Ansteuerung beim Heben der Schwerlast durch die beiden vorzugsweise gleich ausgebildeten Förderorgane 10 wird synchron aufeinander abgestimmt, was durch einen Druckausgleich bei der Antriebseinheit 18 erfolgen kann, um eine gleichmässige Lastverteilung zu erzielen.
[0030] Es versteht sich von selbst, dass umgekehrt ein Absenken des Behälters 16 mit der Förderhubeinrichtung 15 gemäss Fig. 4 genauso möglich ist, was nicht näher erläutert ist. Es müssten entsprechend die einzelnen Schritte beim Senken in umgekehrter Reihenfolge ablaufen, bei dem ebenfalls durch gesteuerte Vor- und Rückwärtsbewegungen des Kolbens um den jeweiligen Gesamthub im Zusammenwirken mit einem gesteuerten abwechslungsweisen Öffnen und Schliessen der beiden Klemmeinrichtungen 11, 12 die Längselemente 19 abgesenkt würden, wobei die obere Klemmeinrichtung 12 beim Kolben 25 umgekehrt beim Einfahren desselben geschlossen und die Längselemente nach unten mitnehmen würde.
[0031] Diese Förderhubeinrichtung 15 könnte auch für ein Ziehen einer Schwerlast in horizontaler oder in schräg verlaufender Richtung verwendet werden. Die Längselemente 19 und mit ihnen das mindestens eine Förderorgan 10 wären derart angeordnet, dass die Längsachsen 19' vorzugsweise koaxial zur Ziehrichtung ausgerichtet wären. Ansonsten würde diese Förderhubeinrichtung 15 gleich wie oben erläutert ist funktionieren, bei der erfindungsgemäss die Basisstruktur 20 und dieses an ihr montierte Baumodul mit den Klemmeinrichtungen 11, 12 verwendet würden.
[0032] Fig. 8 und Fig. 9 zeigen eine Förderhubeinrichtung 45 für das Verstellen einer Schwerlast, bei der diese Schwerlast im Unterschied zu derjenigen nach Fig. 6 durch stapelbare Distanzelemente 49 gehoben oder verschoben wird. Es wird als Schwerlast zum Beispiel dachförmige Kuppe 46, die schematisch veranschaulicht ist, oder dergleichen um eine gewünschte Höhe von einer Bodenfläche 43 aus hochgehoben. Es können beispielhaft vier Förderorgane 40 in den Eckbereichen der Kuppe 46 eingesetzt werden, wobei selbstverständlich je nach dem Lastgewicht und der Konstruktion derselben zusätzliche Förderorgane platziert werden könnten.
[0033] Wiederum ist erfindungsgemäss dem jeweiligen Förderorgan 40 ein Baumodul als eines der montierbaren Baumodule zugeordnet, welches für die veranschaulichte Verwendung geeignet ist. Als Baumodul ist eine die Basisstruktur 20 des Förderorgans 40 umgebende Stützeinrichtung 44 vorgesehen, auf welcher jeweils ein vom Verstellmittel der Basisstruktur 20 um einen Hub bewegbares Distanzelement 49 abstützbar und vom nächsten vom Verstellmittel bewegten Distanzelement 49 von der Stützeinrichtung 44 abgehoben wird. In dieser kastenförmig ausgebildeten Stützeinrichtung 44 mit einer seitlichen Zugangsöffnung 44' ist diese Basisstruktur 20 mit dem Zylindergehäuse 21 und dem darin durch die Antriebseinheit 18 verschiebbaren Kolben 25 als Verstellmittel vorteilhaft befestigt.
[0034] Zweckmässigerweise ist oberseitig bei der Stützeinrichtung 44 ein Durchlass 44" mit seitlich bei diesem je einem Arretiermittel 47 auf je einem Sockel 52 betätigbar gehalten. Diese Arretiermittel 47 weisen jeweils ein oder mehrere quer zum jeweiligen Distanzelement 49 von einem steuerbaren Verstellmotor 51 verschiebbare Arretierelemente 48 auf, welche in korrespondierende Arretierelemente des Distanzelementes 49 nach der Hubbewegung von letzterem einrastbar sind und das Fixieren desselben bewirken. Diese Arretierelemente 48 sind als Einraststifte 48' und korrespondierende Bohrungen oder dergleichen beim Distanzelement 49 ausgebildet. Sie sind durch eine Steuerung oder manuell verschiebbar angeordnet und sie bewirken, dass durch diese ein bewegtes Distanzelement 49 nach dem erreichten Hub fixierbar ist. Selbstverständlich könnte nur ein solches Arretiermittel 47 vorgesehen und es könnte auch anders als dargestellt ausgebildet sein, wie zum Beispiel durch einen Schwenkteil, der in einen Schlitz in einem jeweiligen Distanzelement 49 lösbar eingreift.
[0035] Nach dem Einschieben eines in diese seitliche Zugangsöffnung 44' der Stützeinrichtung 44 und durch den Kolben 25 nach oben bewegten Distanzelementes 49 wird es von den Arretiermitteln 47 fixiert, so dass der Kolben 25 ohne dieses wieder nach unten in das Zylindergehäuse 21 eingefahren und ein nächstes Distanzelement 49 seitlich eingeschoben und von ihm hochbewegt werden kann, wobei davor die Arretiermittel 47 des hoch gestossenen Distanzelementes 49 gelöst werden, so dass diese beiden Distanzelemente um den Hub nach oben bewegt werden. Mit Vorteil werden die übereinander angeordneten Distanzelemente 49 zum Beispiel durch seitliche Längsschienen 53 fixiert. Sie könnten aber auch aneinander durch Schrauben oder ähnlichem gesichert werden. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis die auf den gestapelten Distanzelementen 49 befindliche Schwerlast die gewünschte Höhe bzw. Distanz erreicht hat.
[0036] In Fig. 8 ist ersichtlich, dass bereits mehrere solcher Distanzelemente 49 bei jedem Förderorgan 40 übereinander gestellt sind, was bei allen Förderorganen gleichzeitig erfolgt, damit sich die Kuppe 46 mit seiner Ebene in horizontaler Ausrichtung stufenweise nach oben bewegt.
[0037] Auch bei dieser Förderhubeinrichtung 45 ist es möglich, dass die Schwerlast abgesenkt werden kann, bei der ein umgekehrter Vorgang erfolgen würde, bei dem die abgesenkten Distanzelemente 49 jeweils eines nach dem andern aus dieser seitlichen Zugangsöffnung 44' der Stützeinrichtung 44 herausgenommen werden können.
[0038] Zudem ist mit dieser Förderhubeinrichtung 45 auch ein Stossen einer Schwerlast in horizontaler oder in schräg verlaufender Richtung möglich. Die Distanzelemente 49 und mit ihnen das mindestens eine Förderorgan 10 wären derart angeordnet, dass die Verstellrichtung des Kolbens 25 vorzugsweise koaxial zur Verschieberichtung der Schwerlast ausgerichtet wäre. Diese Förderhubeinrichtung 45 würde gleichermassen wie oben erläutert funktionieren.
[0039] Das Einschieben der Distanzelemente 49 in diese seitliche Zugangsöffnung 44' der Stützeinrichtung 44 und das Arretieren bzw. Lösen der Distanzelemente 49 durch die Arretiermittel 47 könnte durch einen Manipulator oder dergleichen automatisiert erfolgen. Durch eine Steuerungseinrichtung bei der Antriebseinheit 18, die durch entsprechende Kabelführungen 18' mit den Kolben-/Zylindereinheiten verbindbar sind, könnten die einzelnen Schritte, wie oben erläutert ist, gesteuert ausgeführt werden. Für die Zuführung der Distanzelemente 49 in die Stützeinrichtungen 44 könnten diese in Containern und Förderbändern oder ähnlichem daneben aufbewahrt und auf einfache Weise einzeln eingeschoben werden.
[0040] Fig. 10 zeigt ein Förderorgan 50, welches sich von dem oben erläuterten Förderorgan 40 mit der Stützeinrichtung 44 einzig dadurch unterscheidet, dass eine als Baumodul die Basisstruktur 20 umgebende Stützeinrichtung 54 vorgesehen ist, die nicht solche Arretiermittel 47, sondern oberseitig mehrere an ihrem Umfang angeordnete Stützen 55 aufweist, die derart bewegbar auf ihr gehalten sind, dass ein durch das Verstellmittel bewegbares Distanzelement 59 abstützbar ist. Diese Stützen 55 der Stützeinrichtung 44 sind quer zum jeweiligen Distanzelement 59 schwenkbar oder verstellbar angeordnet und sie sind durch eine Stosskraft gegen ein jeweiliges Distanzelement 59 andrückbar, was nicht näher gezeigt ist. Dabei sind diese Stützen 55 nach einem Verstellweg bei einem korrespondierenden Rastmittel des Distanzelementes 59 selbsttätig einrastbar angeordnet und bewirken das vorübergehende Fixieren von letzterem auf der Stützeinrichtung 54. Als Rastmittel sind den Distanzelementen 59 jeweils eine Nabe 59' an ihrem Aussenumfang zugeordnet.
[0041] Die Stützen 55 werden bei ihren oberen Enden 55' beim nach oben Bewegen des nächsten Distanzelementes 59 selbsttätig nach aussen und folglich wieder nach innen für das Abstützen desselben unterseitig bei der jeweiligen Nabe 59' verstellt. Als Stosskraft für dieses Ein- und Ausrasten der Stützen 55 kann eine bekannte Zug- oder Druckfeder angeordnet sein, wobei die Stützen zum Beispiel bei einer Grundplatte 58 der Stützeinrichtung 54 und mit ihren oberen Enden 55' radial nach aussen schwenkbar gehalten sein könnten.
[0042] In dieser kastenförmig ausgebildeten Stützeinrichtung 54 mit einer seitlichen Zugangsöffnung 57 für die Distanzelemente 59 ist diese Basisstruktur 20 mit dem Zylindergehäuse 21 und dem darin durch die Antriebseinheit 18 verschiebbaren Kolben 25 als Verstellmittel vorteilhaft befestigt. Es ist zudem ein Aufsatz 56 auf dem Kolben 25 befestigt, mittels dem ein jeweiliges Distanzelement 59 in der richtigen Höhenposition in diese seitliche Zugangsöffnung 57 einschiebbar ist und oberhalb diesem wie dargestellt das bereits nach oben bewegte und von den Stützen 55 getragene Distanzelement 59 befindlich ist. Dieser Vorgang mit dem Einschieben und dem Hochheben kann so oft wiederholt werden bis eine Schwerlast die vorgegebene Stellung einnimmt, wobei auch ein horizontales oder schräges Schieben derselben möglich wäre.
[0043] Fig. 11 und Fig. 12 zeigen eine Förderhubeinrichtung 65 für das Verstellen einer Schwerlast 66 auf Schienen 61 in horizontaler Pfeilrichtung H. Bei dieser Schwerlast 66 kann es sich um ein schematisch gezeigten Brückenteil einer zu bauenden Brücke handeln, welche aus mehreren solchen Brückenteilen aneinander gereiht und zusammengefügt wird. Eine nicht näher gezeigte Antriebseinheit sowie mehrere von dieser antreibbare Förderorgane 60 mit je einem Verstellmittel ermöglichen durch eine gesteuerte Hubbewegung ein Verstellen der jeweiligen Schwerlast.
[0044] Es sind beispielshaft beidseitig auf den Schienen 61 unterhalb der Schwerlast 66 je drei solche Förderorgane 60 platziert, bei denen es sich um eine kleinere oder grössere Anzahl handeln kann. Zweckmässigerweise sind bei der Schwerlast 66 unterseitig Ausnehmungen 64 ausgebildet, in denen jeweils mindestens ein Förderorgan 60 gesetzt werden kann.
[0045] Die Basisstruktur des Förderorgans 60 ist wie bei den obigen Ausführungsbeispielen durch eine Kolben-/Zylindereinheit gebildet, die ein Zylindergehäuse 21 und einen darin durch das Antriebsmedium der Antriebseinheit um einen Hub verstellbaren Kolben 25 im Zylindergehäuse 21 aufweist.
[0046] Erfindungsgemäss sind den Förderorganen 60 mit dem Verstellmittel jeweils ein Baumodul zugeordnet, welches an der Basisstruktur des Förderorgans 60 montierbar bzw. von dieser demontierbar ist. Dieses Baumodul kann bei einer anderen Verwendung wie zum Beispiel nach Fig. 8 entsprechend gewechselt werden.
[0047] Das Baumodul ist aus mindestens einem unterhalb des als diesen Zylindergehäuse 21 befestigten Sockel 62 und wenigstens einer Stützplatte 63 auf dem Kolben 25 zusammengesetzt. Der untere Sockel 62 ist jeweils derart dimensioniert, dass er in dieser jeweiligen Schiene 61 geführt ist, wobei es sich bei letzterer vorzugsweise um eine sogenannte Verschubbahn handelt, die bei der Schienenführung des Sockels 62 gute Gleiteigenschaften aufweist. Die horizontale Verschiebung der Schwerlast 66 könnte beispielsweise durch die Förderhubeinrichtung 15 oder 45 erfolgen.
[0048] Fig. 13 zeigt ein ähnliches Baumodul an der Basisstruktur 20 wie dasjenige nach Fig. 12, bei dem ein unterhalb des Zylindergehäuses 21 befestigter Sockel 68 und ein auf dem Kolben 25 aufsetzbares Verbindungsstück 69 angebracht ist. Das Verbindungsstück 69 weist ein in die Durchgangsöffnung 26 des Kolbens 25 ragendes Zentrierelement 69' auf. Eine solche Ausbildung des Förderorgans eignet sich zum Beispiel zum Heben einer Plattform im Offshore-Bereich.
[0049] Fig. 14 und Fig. 15 zeigen eine Variante einer Förderhubeinrichtung 75 für das Verstellen einer Schwerlast 76, zu der Tragbalken 76' eines Giebeldachs 76 angedeutet sind. Zum gleichmässigen Anheben dieses Giebeldachs 76 sind den jeweiligen Tragbalken 76' beidseitig je ein Förderorgan 70 der Förderhubeinrichtung 75 zugeordnet, die ähnlich wie dasjenige gemäss Fig. 8 funktionieren. Es sind daher nachfolgend nurmehr die Unterschiede dargetan.
[0050] Als Baumodul ist erfindungsgemäss eine die Basisstruktur 20 des Förderorgans 70 umgebende Stützeinrichtung 74 vorgesehen, auf welcher jeweils ein vom Verstellmittel der Basisstruktur 20 um einen Hub bewegbares Distanzelement 79 abstützbar und vom nächsten vom Verstellmittel bewegten Distanzelement 99 von der Stützeinrichtung 74 abgehoben wird. In dieser ein Gerüst bildenden Stützeinrichtung 74 mit einer seitlichen Zugangsöffnung 74' ist diese Basisstruktur 20 mit dem Zylindergehäuse 21 und dem darin durch die nicht veranschaulichte Antriebseinheit 18 verschiebbaren Kolben 25 als Verstellmittel vorteilhaft befestigt. Diese Stützeinrichtung 74 besteht aus profilförmigen Stützfüssen 76, 77, senkrecht auf diesen stehenden Führungsprofilen 73 sowie aus länglichen Verstärkungselementen 78, welche jeweils aussen an den Stützfüssen 76, 77 und am oberen Ende der Führungsprofile 73 befestigt sind, um letztere zu versteifen, damit die Stützeinrichtung 74 insgesamt genügend stabil gebaut ist. Diese Stützeinrichtung 74 könnte selbstverständlich anders als dargestellt ausgestaltet sein, wie zum Beispiel auch als eine Kastenform gemäss Fig. 9 oder so ähnlich.
[0051] Zwischen den Führungsprofilen 73 ist eine Öffnung 73' gebildet, durch diese die Distanzelemente 79 hindurch und oben herausgeführt werden. Die Distanzelemente 79 werden ebenfalls seitlich zwischen die Führungsprofile 73 eingeschoben, wenn ein jeweilig oberes gehalten und der Kolben zurück in das Zylindergehäuse eingefahren ist, was nicht dargestellt ist, aber was wie bei der Förderhubeinrichtung nach Fig. 9 bzw. Fig. 10 erfolgen kann. Die profilförmigen Stützfüsse 76, 77 und diese Führungsprofile 73 könnten aus denselben Profilen wie die Distanzelemente 79 bestehen, wie dies gezeigt ist, so dass nur solche Profile verwendet werden müssten, was logistische Vorteile mit sich bringen würde.
[0052] Fig. 16 und Fig. 17 zeigen eine Förderhubeinrichtung 85 für das Verstellen einer Schwerlast 76, die vorzugsweise unmittelbar auf dem mindestens einen Verstellmittel der Basisstruktur 20 abstützbar ist. Es ist zudem ein Stützpfeiler 88 angedeutet, auf dem die Schwerlast beispielsweise als Strassenbrückenteil im montierten Zustand abgestützt werden soll. Die Schwerlast wird von dieser Förderhubeinrichtung 85 nicht gehoben, sondern nach einer seitlichen Zuführung, wie dargestellt, nach unten auf die Auflager 88' abgestellt.
[0053] Es sind je zwei nebeneinander angeordnete Förderorgane 80 mit der Basisstruktur 20 und als Baumodul im Rahmen der Erfindung eine beidseitig stützende bzw. teilweise umgebende Stützeinrichtung 84 vorgesehen, die mit auf zwei gegenüberliegenden Seiten der Förderorgane 80 aufeinander gestapelten Distanzelementen 89 gebildet ist. Die oberen Auflageflächen der Verstellmittel der Förderorgane 80 und der Distanzelemente 89 sind bündig zueinander ausgerichtet und die Schwerlast 86 liegt im unbewegten Zustand auf diesen vier Auflageflächen auf oder zumindest auf denjenigen der gestapelten Distanzelemente 89.
[0054] Die Förderorgane 80 bestehen aus dem Zylindergehäuse 21 und dem Kolben 25 als Verstellmittel. Vorteilhaft ist oben auf dem Kolben 25 wenigstens eine Stützplatte 83 befestigt. Die Schwerlast 86 wird kurzzeitig von den beiden Kolben 25 als Verstellmittel nach oben bewegt, so dass sie von den Distanzelementen 89 abgehoben ist und beidseitig wenigstens je ein Distanzelement wegnehmbar ist, wie dies in Fig. 17 angedeutet ist, um die Schwerlast stufenweise abzusenken. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis die Schwerlast auf den Auflagern 88' des Stützpfeilers 88 abgesenkt ist.
[0055] Das Verstellmittel der jeweiligen Basisstruktur ist im Zustand vor dem Absenken der Schwerlast 86 vorteilhaft nahezu ausgefahren und nach dem Anheben der Schwerlast und dem Wegnehmen beidseitig je eines Distanzelementes rückwärts bewegbar, bis die Schwerlast 86 auf den gestapelten Distanzelementen aufliegt. Je nach Gesamthöhe der zu erfolgenden Absenkung der Schwerlast 86 liegen die Förderorgane 80 vorzugsweise ebenfalls auf gestapelten Distanzelementen 89 auf, wie dies in Fig. 17 veranschaulicht ist. Diese Distanzelemente 89 können dann auch einzeln weggenommen werden, wenn die Verstellmittel der Förderorgane 80 nicht belastet sind und die Schwerlast auf den Distanzelementen 89 bei der Stützeinrichtung 84 aufliegt.
[0056] Bei einem Anheben der Schwerlast 86 um eine bestimmte Höhe durch die Förderorgane 80 wird die Schwerlast ebenfalls von den Distanzelementen 89 abgehoben und es kann dann beidseitig wenigstens je ein Distanzelement 89 unterhalb der Schwerlast auf den Stapel von denselben gelegt und dies wiederum wiederholt werden, bis die Schwerlast auf die gewünschten Höhe gehievt ist.
[0057] Die jeweiligen Förderhubeinrichtungen sind mittels jeweils einem von den verschiedenen Baumodulen für unterschiedliche Hebe- und Verschiebevorgänge, wie oben ausführlich erläutert ist, insbesondere von Schwerlasten versehbar, wobei als Schwerlasten zum Beispiel Brückenteile, Dächer, Gebäudeteile, Industrieanlagen, Reaktoren, Plattformen oder dergleichen höhen- oder längsverstellbar sind. Die Schwerlast kann selbstverständlich auch aus mehreren Teillasten bestehen.
[0058] Es kann sich um eine hydraulische und/oder pneumatische Antriebseinheit handeln, die mit entsprechenden Motoren bzw. Pumpen und Steuerungseinrichtungen versehen ist.
[0059] Damit besteht ein weiterer Vorteil im Rahmen der Erfindung, dass mit der einen Antriebseinheit und der Steuerungseinrichtung die Förderhubeinrichtungen mit den verschiedenen Baumodulen betrieben werden kann, und dass nicht für jede Förderhubeinrichtung eine separate Steuerungseinrichtung bzw. Antriebseinheit verwendet werden muss.
[0060] Die Steuerungseinrichtung für die Antriebseinheit ist derart programmgesteuert ausgelegt, dass mit ihr die Förderorgane mit der einen Basisstruktur für sämtliche Baumodule gesteuert betreibbar sind und damit als weiterer Vorteil der Erfindung nicht für jede Fördereinrichtung eine separate Steuerungseinrichtung verwendet werden muss. Zu diesem Zwecke ist die Steuerungseinrichtung derart programmiert, dass mit ihr die Basisstruktur mit dem Verstellmittel für sämtliche Baumodule, wie diese in den Figuren dargestellt und oben erläutert sind, die entsprechenden Abläufe der verschiedenen Förderungen funktionsgerecht gesteuert werden können. Diese Abläufe erfolgen mehrheitlich durch jeweils eine stufenweise Verstellung des Verstellmittels und damit der Förderorgane.
[0061] Im Prinzip könnten auch mehr als ein Förderorgan vorgesehen sein und es könnte statt eine Kolben-/Zylindereinheit ein anderes Förderorgan vorgesehen sein, wie zum Beispiel eine von wenigstens einem Ritzel längsverstellbare Zahnstange anstelle eines Kolbens.
[0062] Bei einem Litzenheber könnten die Längselemente auch seitlich zum Gehäuse in Verstellrichtung des Verstellmittels verlaufen.
Claims (16)
1. Förderhubeinrichtung, insbesondere zum Bewegen einer Schwerlast, die eine Antriebseinheit (18) sowie wenigstens ein von dieser antreibbares Förderorgan (10, 40, 50, 60, 70, 80) mit einem Verstellmittel aufweist, wobei das Verstellmittel durch zumindest eine gesteuerte Hubbewegung ein Verstellen der jeweiligen Schwerlast ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, dass
dem wenigstens einen Förderorgan (10, 40, 50, 60, 70, 80) mit dem Verstellmittel mehrere Baumodule zugeordnet sind, von denen jeweils eines je nach Anforderung, wie die Schwerlast zu bewegen ist, an einer Basisstruktur (20) des Förderorgans (10, 40, 50, 60, 70, 80) montierbar bzw. von dieser demontierbar und durch ein anderes Baumodul auswechselbar ist.
2. Förderhubeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Basisstruktur (20) des Förderorgans (10, 40, 50, 60, 70, 80) mit wenigstens einem Gehäuse und dem darin um einen Hub verschiebbaren Verstellmittel versehen und dabei derart ausgebildet ist, dass die verschiedenen Baumodule bei dieser einen Basisstruktur (20) montierbar bzw. funktionsgerecht platzierbar sind, wobei das Förderorgan (10, 40, 50, 60, 70, 80) von der einen Antriebseinheit (18) für die verschiedenen Baumodule betreibbar ist.
3. Förderhubeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
bei einem Baumodul in der Basisstruktur (20) des Förderorgans (10) montier- bzw. von diesem demontierbare Klemmeinrichtungen (11, 12) derart montierbar sind, dass durch diese die Schwerlast haltende Längselemente (19) im Förderorgan(10) klemmbar und von der einen vom Verstellmittel gehaltenen Klemmeinrichtung (12) in ihrer Längsrichtung bewegbar sind, durch welche das Förderorgan (10) als ein Litzenheber ausgebildet ist.
4. Förderhubeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
bei einem Baumodul, bei dem die Schwerlast unmittelbar oder via Distanzelemente (49, 59, 79, 89) auf dem Verstellmittel des Förderorgans (10, 40, 50, 60, 70, 80) positionierbar ist.
5. Förderhubeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
bei einem Baumodul, bei dem die Schwerlast via auf- oder aneinander stapelbare Distanzelemente (49, 59, 79, 89) auf dem mindestens einen Verstellmittel der Basisstruktur (20) abstützbar ist, eine die Basisstruktur (20) das Förderorgan (40, 50, 70, 80) zumindest teilweise umgebende Stützeinrichtung (44, 54, 74, 84) vorgesehen ist, auf welcher jeweils mindestens ein vom Verstellmittel um einen Hub bewegbares Distanzelement abstützbar ist und vom nächsten vom Verstellmittel bewegten Distanzelement(49, 59, 79, 89) von der Stützeinrichtung (44, 54, 74, 84) abgehoben werden kann, und dass dieser Vorgang wiederholbar ist, bis die auf den stapelbaren Distanzelementen (49, 59, 79, 89) befindliche Schwerlast die gewünschte Höhe bzw. Distanz erreicht hat.
6. Förderhubeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Stützeinrichtung (54) oberseitig vorzugsweise mehrere an ihrem Umfang angeordnete Stützen (55) aufweist, die derart bewegbar auf ihr gehalten sind, dass ein durch das Verstellmittel bewegtes Distanzelement (59) abstützbar ist und dass die Stützen (55) beim nächsten bewegten Distanzelement (59) vorzugsweise selbsttätig nach aussen und folglich wieder nach innen für das Abstützen desselben einrastbar sind.
7. Förderhubeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Stützen (55) der Stützeinrichtung (54) quer zum jeweiligen Distanzelement (59) schwenkbar oder verstellbar angeordnet und dass sie durch eine Stosskraft gegen dieses Distanzelement andrückbar sind, damit sie nach der Hubbewegung bei einem korrespondierenden Rastmittel des Distanzelementes (59) selbsttätig einrastbar sind und das Fixieren des Distanzelementes auf der Stützeinrichtung bewirken.
8. Förderhubeinrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass
anstelle der Stützen oberseitig auf der Stützeinrichtung (44) wenigstens ein Arretiermittel (47) derart betätigbar gehalten ist, durch die ein bewegtes Distanzelement (49) nach dem erreichten Hub fixierbar ist und dass sie nach dem anschliessenden Rückwärtsbewegen des Verstellmittels ein nächstes Distanzelement (49) zwischen das Verstellmittel und das auf der Stützeinrichtung (44) fixierte Distanzelement einführbar und sie nach dem Lösen des Arretiermittels (47) auf- oder nebeneinander verstellbar sind.
9. Förderhubeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
bei einem Baumodul, bei dem die Schwerlast vorzugsweise unmittelbar auf dem mindestens einen Verstellmittel der Basisstruktur (20) abstützbar ist, eine das Förderorgan (80) zumindest teilweise umgebende Stützeinrichtung (84) vorgesehen ist, die mit vorzugsweise zumindest auf zwei gegenüberliegenden Seiten des Förderorgans (80) auf- oder nebeneinander gestapelten Distanzelementen (89) versehen ist, derart, dass die oberen bzw. endseitigen Auflageflächen des Verstellmittels und der Distanzelemente (89) bündig zueinander verlaufen und die Schwerlast im unbewegten Zustand auf diesen aufliegt, wobei die Schwerlast vom Verstellmittel bewegbar ist, so dass sie von den Distanzelementen (89) abgehoben ist und entweder beidseitig wenigstens je ein Distanzelement (89) auf diese legbar oder je eines wegnehmbar ist, um die Schwerlast zu heben oder abzusenken, und dass dieser Vorgang wiederholbar ist, bis die auf den stapelbaren Distanzelementen (89) befindliche Schwerlast auf die gewünschte Höhe gehoben bzw. abgesenkt ist.
10. Förderhubeinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verstellmittel der Basisstruktur (20) bei einem Absenken der Schwerlast im unbewegten Zustand nahezu ausgefahren ist und nach dem Anheben der Schwerlast und dem Wegnehmen beidseitig je eines Distanzelementes (89) rückwärts bewegbar ist, bis die Schwerlast auf den gestapelten Distanzelementen (89) aufliegt, wobei die Basisstruktur (20) des Förderorgans (80) auf gestapelten Distanzelementen (89) aufliegt und von letzteren jeweils eines entfernbar ist.
11. Förderhubeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass
die Basisstruktur (20) des Förderorgans (10, 40, 50, 60, 70, 80) vorzugsweise durch eine Kolben-/Zylindereinheit gebildet ist, die ein Zylindergehäuse (21) und einen darin durch das Antriebsmedium der Antriebseinheit (18) um einen Hub verstellbaren Kolben (25) im Zylindergehäuse (21) aufweist.
12. Förderhubeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
insbesondere bei dem Baumodul als Litzenheber die Kolben-/Zylindereinheit mit einer oder mehreren Durchgangsöffnungen (26) versehen ist, durch diese die wenigstens eine Litze als Längselement 19) für das Halten der Schwerlast geführt ist.
13. Förderhubeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Förderhubeinrichtung (15, 45, 55, 65, 75, 85) mittels jeweils einem von den verschiedenen Baumodulen für unterschiedliche Hebe- und Verschiebevorgänge insbesondere von Schwerlasten versehbar ist, wobei als Schwerlasten zum Beispiel Brückenteile, Dächer, Gebäudeteile, Industrieanlagen, Reaktoren, Plattformen oder dergleichen höhen- oder längsverstellbar sind.
14. Förderhubeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Steuerungseinrichtung für die Antriebseinheit (18) vorgesehen ist, die derart programmgesteuert ausgelegt ist, dass mit ihr die Förderorgane (10, 40, 50, 60, 70, 80) mit der einen Basisstruktur (20) für sämtliche Baumodule gesteuert betreibbar sind, mittels der die entsprechenden Abläufe der verschiedenen Förderungen funktionsgerecht gesteuert werden.
15. Litzenhubsystem für eine Förderhubeinrichtung (15) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass
an die Basisstruktur (20) des Förderorgans (20) vorzugsweise zwei Klemmeinrichtungen (11, 12) derart montierbar sind, dass durch diese die vorzugsweise mehreren Längselemente (19), welche die Schwerlast halten, im und/oder am Förderorgan (20) klemmbar und von der einen vom Verstellmittel gehaltenen Klemmeinrichtung (12) in ihrer Längsrichtung (19') bewegbar sind, durch welche das Förderorgan (20) der Förderhubeinrichtung (15) als ein Litzenheber ausgebildet ist.
16. Litzenhubsystem nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass
insbesondere bei dem Baumodul als Litzenheber die Kolben-/Zylindereinheit mit einer oder mehreren Durchgangsöffnungen (26) versehen ist, durch diese die vorzugsweise mehreren Längselemente (19) für das Halten der Schwerlast geführt ist, wobei diese Längselemente abwechslungsweise von der einen oder andern Klemmeinrichtung (11, 12) klemmbar sind, wobei sie von der einen am Verstellmittel gehaltenen Klemmeinrichtung (12) bewegbar sind.
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