CH721899A2 - Trinkgefäss mit integrierter magnethalterung - Google Patents
Trinkgefäss mit integrierter magnethalterungInfo
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Abstract
Ein Trinkgefäss (1) hat eine Magnethalterung (10), die in eine Gefässwand (2) des Trinkgefässes (1) eingebettet ist. Die Magnethalterung (10) ist ausgestaltet, eine Anziehungskraft auf einen Trinkhalm (12) auszuüben und den Trinkhalm (12) an einer Innenseite der Gefässwand (2) in einer festgelegten Position zu halten. Dies verhindert, dass sich der Trinkhalm (12) bei der Benutzung unkontrolliert bewegt, wenn eine Person das Trinkgefäss (1) mit dem Trinkhalm (12) zum Mund führt.
Description
[0001] Die hier beschriebene Technologie betrifft allgemein ein Gefäss, aus dem eine Person eine Flüssigkeit zu sich nehmen kann. Ausführungsbeispiele der Technologie betreffen insbesondere ein Gefäss, das auch für Personen mit körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen geeignet ist.
[0002] Glässer, Becher, Tassen sind allgemein bekannte Gefässe, die Flüssigkeiten aufnehmen und aus denen Personen die Flüssigkeiten zu sich nehmen können. Unter einer Flüssigkeit ist eine Substanz zu verstehen, welche bei Raumtemperatur flüssig (insbesondere Getränke), zähflüssig oder von ähnlicher Konsistenz ist (z. B. eine Mischungen von Flüssigkeiten und Feststoffen, eine Suppe, ein Brei, eine pürierte Speise, ein Smoothie). Derartige Gefässe können speziell ausgestaltet sein, damit sie von Personen mit körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen (dies können Erwachsene, Jugendliche oder Kleinkinder sein) selbständig oder mit Unterstützung durch Betreuungs- oder Pflegepersonen genutzt werden können. Ein Henkel eines Trinkbechers kann dafür z. B. so gestaltet sein, dass er ein sicheres Halten ermöglicht, z. B. durch eine Öffnung für mehrere Finger. Ausserdem sind sogenannte Schnabeltassen oder -becher bekannt, die ein schnabelartig zulaufendes Mundstück haben, das am oberen Gefässrand geformt oder an einem Schnabelaufsatz integriert sein kann.
[0003] Obwohl derart ausgestaltete Gefässe einer Gruppe von Personen mit körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen das Trinken und die Speiseaufnahme erleichtert, können sie für eine andere Gruppe von Personen nicht oder weniger geeignet sein. Ein Schnabelbecher erfordert beispielsweise, dass die Person ihren Kopf nach hinten bewegen und eine entsprechende Zungenbewegung ausführen kann. Hinzukommt, dass derartige Gefässe unmittelbar als „Hilfsmittel“ erkennbar und u. U. aufwendiger zu reinigen sind (z. B. ein Schnabelaufsatz) sind. Es besteht daher ein Bedarf an einer Gefässtechnologie, die für mehrere Personengruppen geeignet und benutzerfreundlich ist.
[0004] Ein Aspekt betrifft daher ein Trinkgefäss mit einem Gefässboden und einer Gefässwand, die sich vom Gefässboden ausgehend in Richtung eines Gefässrands erstreckt und eine Innenseite und eine Aussenseite hat. Eine vom Gefässrand aufgespannte Ebene begrenzt einen zwischen dem Gefässboden und der Gefässwand bestehenden Innenraum. Das Trinkgefäss hat ausserdem eine Magnethalterung, die in die Gefässwand eingebettet und ausgestaltet ist, eine Anziehungskraft auf einen Trinkhalm auszuüben und den Trinkhalm an der Innenseite der Gefässwand in einer festgelegten Position zu halten. Ein anderer Aspekt betrifft ein Set aus einem solchen Trinkgefäss und einem Trinkhalm.
[0005] Die hier beschriebene Technologie schafft ein Trinkgefäss bzw. ein Set, durch die der Trinkhalm an der Innenseite der Gefässwand in der festgelegten Position festgehalten wird. Dadurch ist der Trinkhalm besser gegen ein seitliches Wegkippen oder Wegdrehen oder sonstige unkontrollierte Bewegungen gesichert. Eine Personen mit oder ohne eine der genannten Einschränkungen kann das Trinkgefäss mit einem Trinkhalm komfortabler nutzen, weil der Trinkhalm durch die Magnethalterung fixiert ist und z. B. nicht erst mit dem Mund „gesucht“ werden muss. Die Anziehungskraft der Magnethalterung ist dabei so gewählt, dass der Trinkhalm gehalten wird, er aber mit relativ geringer Kraft wieder gelöst werden kann.
[0006] In einem Ausführungsbeispiel ist die Magnethalterung so in die Gefässwand eingebettet, dass die Magnethalterung auf der Innenseite von Material bedeckt ist und ein innenseitiger Oberflächenbereich der Einbettung im Wesentlichen flächig in die Innenseite übergeht. Der Trinkhalm liegt daher an der (glatten) Innenseite der Gefässwand im Wesentlichen flächig an. Wegen der Einbettung die Magnethalterung behindert sie auch nicht die Reinigung, sodass das Trinkgefäss wie üblich gereinigt werden kann.
[0007] Auf der Aussenseite der Gefässwand kann eine derartige innenseitige Einbettung optional sein. Hinsichtlich der Aussenseite besteht daher Gestaltungsfreiheit. In einem Ausführungsbeispiel ist die Magnethalterung so in die Gefässwand eingebettet, dass die Magnethalterung oder ein aussenseitiger Oberflächenbereich der Einbettung an der Aussenseite vorsteht, z. B. als Auswölbung. Dadurch ist die Magnethalterung an der Aussenseite erkennbar; damit ist auch erkennbar, dass das Trinkgefäss für die beschriebenen Nutzung mit dem Trinkhalm geeignet ist. Die Erkennbarkeit kann auch die Positionierung des Trinkhalms an der Aussenseite (z. B. bei Aufbewahrung des Trinkgefässes zusammen mit dem Trinkhalm) oder der Innenseite (z. B. bei Benutzung oder Aufbewahrung) erleichtern.
[0008] In einem Ausführungsbeispiel ist an der Aussenseite der Gefässwand eine Markierung vorhanden, die die Einbettung der Magnethalterung markiert. Durch die Markierung wird ebenfalls die Erkennbarkeit der Magnethalterung erreicht. Die Markierung kann in Verbindung mit der genannten Auswölbung oder mit einer glatten Aussenseite der Gefässwand vorgenommen werden.
[0009] Die glatte Aussenwand der Gefässwand ergibt sich in einem Ausführungsbeispiel bei einer vollständigen Einbettung der Magnethalterung die Gefässwand, wobei die Magnethalterung eine Dicke hat, die kleiner als eine Dicke der Gefässwand ist. Oberflächenbereiche der Einbettung gehen im Wesentlichen flächig in die Innenseite und/oder Aussenseite über. Die Einbettung der Magnethalterung kann daher nicht erkennbar kann; sie kann auch von aussen nicht sichtbar ist, was z. B. aus ästhetischen Gründen gewünscht sein kann, weil das Trinkgefäss z. B. nicht als „Hilfsmittel“ erkennbar ist.
[0010] Hinsichtlich der Ausgestaltung der Magnethalterung besteht Gestaltungsfreiheit, die Ausgestaltung kann beispielsweise von der Höhe des Trinkgefässes abhängen. In einem Ausführungsbeispiel umfasst die Magnethalterung mindestens zwei Einzelmagneten, die voneinander beabstandet entlang einer im Wesentlichen geraden Linie in die Gefässwand eingebettet sind. Diese Linie kann senkrecht zur aufgespannten Ebene sein, sodass der Trinkhalm im Wesentlichen senkrecht zur Ebene im Trinkgefäss gehalten wird. In einem anderen Ausführungsbeispiel umfasst die Magnethalterung einen Stabmagnet, der eine Länge und eine Breite hat, wobei die Länge grösser als die Breite ist. Seine Längsachse kann ebenfalls senkrecht zur aufgespannten Ebene sein.
[0011] In einem Ausführungsbeispiel hat die Gefässwand an der Innenseite eine längliche Vertiefung, die sich im Wesentlichen senkrecht zur vom Gefässrand aufgespannten Ebene und zwischen dem Innenraum und der Magnethalterung erstreckt. Die längliche Vertiefung ist in einem Bereich angeordnet, in dem auch die Magnethalterung angeordnet ist. In einem Ausführungsbeispiel ist die längliche Vertiefung eine Nut. Die längliche Vertiefung trägt zur Positionierung und Stabilisierung des Trinkhalms bei; dafür kann sie an eine Form des Trinkhalm angepasst sein, beispielsweise einen kreisbogenförmigen Querschnitt, wenn der Trinkhalm einen kreisförmigen Querschnitt hat. Die längliche Vertiefung zeigt ausserdem die Lage der Magnethalterung an. Ist eine solche längliche Vertiefung vorgesehen, kann die Magnethalterung an einer wählbaren Stelle entlang der Vertiefung angeordnet sein; die Magnethalterung kann einen einzigen Magnet oder mehrere Einzelmagneten aufweisen.
[0012] In einem Ausführungsbeispiel hat der Gefässboden eine Innenfläche, die an den Innenraum angrenzt, wobei die Innenfläche in einem Bereich unterhalb der Magnethalterung einen tiefsten Punkt hat. Die Innenfläche kann eine im Wesentlichen ebene Fläche sein, die in Richtung der Magnethalterung geneigt ist. Dies ist der Bereich, in dem ein Ende des Trinkhalms positionierbar ist, insbesondere wenn sich nur noch wenig Flüssigkeit im Trinkgefäss befindet und sich diese an oder im Bereich der tiefsten Stelle sammelt.
[0013] In einem Ausführungsbeispiel umfasst das genannte Set einen Trinkhalm, der aus einem magnetisierbaren und korrosionsarmen Material gefertigt ist. Das Material ist lebensmittelecht, es hat keine gesundheitsschädliche, geruchliche oder geschmackliche Wirkung auf Lebensmittel.
[0014] Im Folgenden sind verschiedene Aspekte der Technologie anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Figuren näher erläutert. In den Figuren haben gleiche Elemente gleiche Bezugszeichen. Es zeigen:
Fig. 1
eine schematische Darstellung einer Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines Trinkgefässes;
Fig. 2
eine schematische Seitenansicht eines Schnitts entlang der in Fig. 1 gezeigten Schnittachse A-A;
Fig. 3
eine schematische Draufsicht des in Fig. 1 gezeigten Trinkgefässes;
Fig. 4
eine schematische perspektivische Darstellungen des in Fig. 1 gezeigten Trinkgefässes;
Fig. 5
eine schematische Darstellung einer Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Trinkgefässes;
Fig. 6
eine schematische Darstellung einer Seitenansicht eines dritten Ausführungsbeispiels eines Trinkgefässes;
Fig. 7
eine schematische perspektivische Darstellung eines vierten Ausführungsbeispiels eines Trinkgefässes; und
Fig. 8
eine Draufsicht auf einen Randbereich eines Ausführungsbeispiels eines Trinkgefässes.
[0015] Fig.1zeigt eine schematische Darstellung einer Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels eines Trinkgefässes 1; weitere schematische Ansichten dieses Trinkgefässes 1 sind inFig.2,Fig.3undFig. 4gezeigt. Das Trinkgefäss 1 kann ein Trinkglas, eine Trinktasse oder ein Trinkbecher sein, jeweils mit oder ohne einem Henkel 8. Das Trinkgefäss 1 kann aus einem Material gefertigt sein, das für den menschlichen Gebrauch und für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet ist. Das Material kann beispielsweise Kunststoff, Keramik, Porzellan, Metall, Bambus, Glas oder Holz sein. In Fig. 1 ist das Trinkgefäss 1 beispielhaft in Form eines Trinkbechers gezeigt.
[0016] Das Trinkgefäss 1 hat einen Innenraum 14 zur Aufnahme einer Flüssigkeit. Den Innenraum 14 bilden ein Gefässboden 4 und eine Gefässwand 2, die sich vom Gefässboden ausgehen nach oben in Richtung eines Gefässrands 16 erstreckt. Eine vom Gefässrand 16 aufgespannte Ebene grenzt den Innenraum 14 ab. An der Gefässwand 2 kann ein Henkel 8 angeordnet sein; im z. B. inFig. 1gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Henkel 8 links an der Gefässwand 2 angeordnet. Der Innenraum 14 ist am Gefässrand 16 offen, sodass dort die Flüssigkeit in den Innenraum 14 eingefüllt oder entnommen werden kann.
[0017] In dem inFig.1gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Gefässwand 2 und somit auch der Innenraum 14 zylinderförmig, wobei der Gefässboden 4 kreisförmig ist. In einem anderen Ausführungsbeispiel kann die Gefässwand 2 eine davon abweichende Form haben, beispielsweise eine sich in Richtung des Gefässrands 16 erweiternde Trichter- oder Kelchform mit einem nach oben geraden oder gekrümmten Verlauf. Der Gefässboden 4 kann dieser Form entsprechend angepasst sein, beispielsweise kreisförmig, rechteckförmig, in Form eines Ovals o.ä.
[0018] Das Trinkgefäss 1 hat eine Magnethalterung 10, die zum Halten eines Trinkhalms 12 vorgesehen ist, insbesondere in einer festgelegten Position. Die Magnethalterung 10 umfasst mindestens einen Dauermagnet (z. B. ein Neodym-Magnet), und der Trinkhalm 12 ist aus einem magnetisierbaren Material, das vom Dauermagnet angezogen wird und für Lebensmittel geeignet ist, insbesondere aus korrosionsbeständigem oder korrosionsarmen Material, beispielsweise aus Chromstahl oder aus einem Trägermaterial, das verchromt ist oder in das magnetisierbares Material eingebettet ist.
[0019] Die Magnethalterung 10 ist in die Gefässwand 2 eingebettet. Die Magnethalterung 10 und deren Einbettung in die Gefässwand 2 sind so gewählt, dass der Trinkhalm 12 angezogen und an der Innenseite der Gefässwand 2 in der festgelegten Position gehalten wird, wie es inFig. 1angedeutet ist, aber trotzdem mit relativ geringer Kraft wieder gelöst werden kann. Beispielsweise kann eine Betreuungs- oder Pflegeperson den Trinkhalm 12 vor oder nach dem Einfüllen der Flüssigkeit an der Magnethalterung 10 positionieren, sodass der Trinkhalm 12 beispielsweise bis zum Gefässboden 4 reicht und ein evtl. gekrümmtes Mundstück des Trinkhalms 12 in Richtung einer zu betreuenden oder pflegenden Person zeigt.
[0020] Fig. 2zeigt eine schematische Seitenansicht eines Schnitts entlang der inFig. 1gezeigten Schnittachse A-A, die mittig durch den Trinkhalm 12 und den Innenraum 14 verläuft. In dem inFig.1undFig.2gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst die Magnethalterung 10 zwei Einzelmagneten 10, die voneinander beabstandet jeweils in die Gefässwand 2 eingebettet sind. Die beiden Einzelmagneten 10 sind entlang einer im Wesentlichen zur Gefässwand 2 parallelen geraden Linie in die Gefässwand 2 eingebettet. Ein (unterer) Einzelmagnet 10 ist in der Nähe des Gefässbodens 4 eingebettet, und ein (oberer) Einzelmagnet 10 ist in der Nähe des Gefässrands 16 eingebettet; dadurch kann der Trinkhalm 12 insbesondere gegen ein seitliches Wegkippen oder Wegdrehen gesichert werden.
[0021] Ein derartiges Sichern des Trinkhalms 12 kann auch durch mehr als zwei Einzelmagneten 10 erreicht werden, wie es beispielsweise in dem inFig.5gezeigten Ausführungsbeispiel des Trinkgefässes 2 gezeigt ist. InFig.5sind drei Einzelmagneten 10 ebenfalls entlang einer im Wesentlichen geraden Linie in die Gefässwand 2 eingebettet. Auch das inFig.6gezeigte Ausführungsbeispiel des Trinkgefässes 2 ermöglicht eine solche Sicherung; die Magnethalterung 10 umfasst einen länglichen Einzelmagnet, der eine Länge und eine Breite hat, wobei die Länge grösser als die Breite ist. Die Länge erstreckt sich beispielsweise von der Nähe des Gefässbodens 4 bis in die Nähe des Gefässrands 16. Der Fachmann erkennt, dass die Länge auch kürzer gewählt werden kann, solange die gewünschte Sicherung erreicht wird.
[0022] In einem Ausführungsbeispiel kann die Sicherung des Trinkhalms 12 durch eine längliche Vertiefung in der Gefässwand 2 unterstützt werden, wie es z. B. inFig.2angedeutet und inFig.8in einer vergrösserten Darstellung gezeigt ist. InFig.8ist gezeigt, dass die Gefässwand 2 an der Innenseite eine längliche Vertiefung 18 hat, die sich im Wesentlichen senkrecht zur vom Gefässrand 16 aufgespannten Ebene und zwischen dem Innenraum und der Magnethalterung 10 erstreckt. Die längliche Vertiefung 18 ist in einem Bereich angeordnet, in dem auch die Magnethalterung 18 angeordnet ist. In einem Ausführungsbeispiel ist die längliche Vertiefung 18 eine Nut. Die längliche Vertiefung 18 trägt zur Positionierung und Stabilisierung des Trinkhalms 12 bei; dafür kann sie an eine Form des Trinkhalm 12 angepasst sein, beispielsweise einen kreisbogenförmigen Querschnitt aufweisen, wenn der Trinkhalm 12 einen kreisförmigen Querschnitt hat. Die längliche Vertiefung 18 zeigt ausserdem die Lage der Magnethalterung 10 an. Ist eine solche längliche Vertiefung 18 vorgesehen, kann die Magnethalterung 10 an einer wählbaren Stelle entlang der Vertiefung 18 angeordnet sein. Die Magnethalterung 10 kann in diesem Ausführungsbeispiel einen einzigen Magnet oder mehrere Einzelmagneten aufweisen.
[0023] InFig.2ist auch ersichtlich, dass die Magnethalterung 10 in einem Ausführungsbeispiel im Wesentlichen vollständig in die Gefässwand 2 eingebettet ist. Die Magnethalterung 10 ist dünner als eine Dicke der Gefässwand 2, sodass das Material, beispielsweise Material der Gefässwand 2 oder Klebe- oder Füllmaterial, die Magnethalterung 10 sowohl auf der Innenseite als auch auf der Aussenseite der Gefässwand 2 bedeckt. Die Einbettung kann so erfolgen, dass sowohl an der Innenseite als auch an der Aussenseite im Wesentlichen glatte Oberflächen bestehen; Oberflächenbereiche, in denen die Einbettung erfolgt, gehen im Wesentlichen flächig in die angrenzende Innenseite und Aussenseite der Gefässwand 2 über, sodass die Einbettung nicht erkennbar ist. Der Trinkhalm 12 liegt daher an der (glatten) Innenseite der Gefässwand 2 im Wesentlichen flächig an. Ausserdem kann das Trinkgefäss 1 wie üblich gereinigt werden, ohne dass die Magnethalterung 10 die Reinigung behindern würde. Hinzukommt, dass durch die Einbettung die Magnethalterung 10 auch von aussen nicht sichtbar ist, was z. B. aus ästhetischen Gründen gewünscht sein kann, weil das Trinkgefäss 1 nicht als „Hilfsmittel“ erkennbar ist. Die Einbettung verhindert auch, dass sich an oder um die Magnethalterung 10 Verunreinigungen ablagern.
[0024] In einem anderen Ausführungsbeispiel kann die Magnethalterung 10 auf der Innenseite der Gefässwand 2 bedeckt sein, aber an der Aussenseite erkennbar sein. Dies ist beispielhaft inFig.7gezeigt.Fig.7zeigt eine perspektivische Darstellung des Trinkgefässes 1, wobei die Magnethalterung 10 zwei Einzelmagneten umfasst. Die Magnethalterung 10 kann von aussen erkennbar sein, weil sie an der Aussenseite vorsteht oder ein aussenseitiger Oberflächenbereich der Einbettung an der Aussenseite vorsteht (z. B. weist die Aussenseite im Bereich der Einbettung eine Auswölbung auf). In einem Ausführungsbeispiel kann die Magnethalterung 10 auch dadurch von aussen erkennbar sein, weil sie durch ein transparentes Material bedeckt, durch eine Markierung gekennzeichnet ist oder nicht bedeckt ist.
[0025] In den gezeigten Ausführungsbeispielen ragt der Trinkhalm 12 jeweils in den Innenraum 14 und wird durch die Magnethalterung 10 an der Innenseite der Gefässwand 2 gehalten. Das Trinkgefäss 1 und der Trinkhalm 12 können so genutzt werden. Wird das Trinkgefäss 1 nicht benutzt, können das Trinkgefäss 1 und der Trinkhalm 12 getrennt voneinander aufbewahrt werden. Bei Nichtgebrauch kann der Trinkhalm 12 an der Innenseite oder an der Aussenseite der Gefässwand 2 durch die Magnethalterung 10 gehalten werden. Die in Verbindung mitFig.7genannte Erkennbarkeit der Magnethalterung 10 erleichtert das Positionieren des Trinkhalms 12 an der Gefässwand 2 sowohl bei der Aufbewahrung als auch bei der Benutzung. Die Erkennbarkeit ist jedoch nicht erforderlich, da die durch die Magnethalterung 10 bewirkte Anziehung von einer Person erspürt werden kann und/oder sich der Trinkhalm 12 wegen der Anziehung im Wesentlichen selbst positionieren kann. Bei einer sehr zähflüssigen Flüssigkeit kann eine Markierung jedoch hilfreich sein.
[0026] Die Erkennbarkeit kann auch dazu genutzt werden, um das Trinkgefäss 1 beispielsweise für eine bestimmte Links- oder Rechtshändigkeit der Person zu kennzeichnen. Dies kann insbesondere dann von Vorteil sein, wenn das Trinkgefäss 1 einen Henkel 8 hat. Das inFig.4undFig.7perspektivisch gezeigte Trinkgefäss 1 kann beispielsweise von einer Person besser nutzbar sein, die ihre linke Hand bevorzugt. Der Trinkhalm 12 ist dann gesichtsseitig angeordnet. Bezogen auf die inFig.4undFig.7gezeigte Anordnung kann für eine rechtshändige Person die Magnethalterung 10 gegenüberliegend in die Gefässwand 2 eingebettet sein.
[0027] In den gezeigten Ausführungsbeispielen ist die Magnethalterung 10 so eingebettet, dass sich der Trinkhalm 12 im Wesentlichen senkrecht zur vom Gefässrand 16 aufgespannten Ebene erstreckt. Umfasst die Magnethalterung 10 Einzelmagneten, sind diese entlang der im Wesentlichen geraden Linie so eingebettet, sodass die Linie im Wesentlichen senkrecht zur vom Gefässrand aufgespannten Ebene ist und sich der Trinkhalm 12 im Wesentlichen senkrecht zu dieser Ebene erstreckt. Umfasst die Magnethalterung 10 den Stabmagnet, ist seine Längsachse im Wesentlichen senkrecht zur vom Gefässrand aufgespannten Ebene und der Trinkhalm 12 erstreckt sich im Wesentlichen senkrecht zu dieser Ebene. In einem anderen Ausführungsbeispiel kann die Magnethalterung 10 so angeordnet sein, dass sich der Trinkhalm 12 schräg bezogen auf die Ebene des Gefässrands 16 erstreckt.
[0028] Zusätzlich zu den genannten Ausführungsbeispielen, die im Wesentlichen die Magnethalterung 10 betreffen, kann das Trinkgefäss 1 ein weiteres Merkmal aufweisen, um die Benutzung des Trinkgefässes 1 mit dem Trinkhalm 12 zu erleichtern. Dieses weitere Merkmal ist beispielsweise inFig.2ersichtlich und betrifft eine Innenfläche 6 des Gefässbodens 4. Die Innenfläche 6 grenzt an den Innenraum 14 und ist so ausgestaltet, dass sie in einem Bereich unterhalb der Magnethalterung 10 einen tiefsten Punkt des Innenraums 14 hat. Dies ist der Bereich, in dem ein Ende des Trinkhalms 12 positionierbar ist, insbesondere wenn sich nur noch wenig Flüssigkeit im Trinkgefäss 1 befindet und sich diese an oder im Bereich der tiefsten Stelle sammelt. Die Innenfläche 6 ist im inFig.2gezeigten Ausführungsbeispiel in Richtung der Magnethalterung 10 um einen Neigungswinkel x geneigt; insbesondere Restflüssigkeit fliest daher in Richtung der Magnethalterung 10 und kann durch den Trinkhalm 12 entnommen werden. Der Neigungswinkel x kann beispielsweise auf die Grösse und Form des Endes der Trinkhalms 12 abgestimmt sein, sodass möglichst viel Restflüssigkeit entnommen werden kann. Die geneigte Innenfläche 6 ist auch inFig.1,Fig.5undFig.6angedeutet.
[0029] Der Trinkhalm 12 kann einen im Wesentlichen kreisrunden Querschnitt haben, wobei auch andere Querschnittsformen möglich sind, z. B. oval oder rechteckförmig. Eine Grösse des Querschnitts (z. B. ein Durchmesser) kann vom vorgesehenen Einsatzbereich abhängen. Für eine dünnflüssige Flüssigkeit kann der Querschnitt relativ klein sein, für eine zähflüssigere oder mit Nahrungsstücken vermischte Flüssigkeit kann ein grösserer Querschnitt gewählt werden. Der Querschnitt kann entlang der Länge des Trinkhalms 12 im Wesentlichen konstant sein; in einem Ausführungsbeispiel kann der Querschnitt im Bereich eines Mundstücks mundgerecht geformt sein. Ein Ausführungsbeispiel eines Trinkhalms 12 mit einem solchen Mundstücks ist z. B. inFig.4undFig.7gezeigt. Der gezeigte Trinkhalm 12 ist im Bereich vor dem Mundstück in Richtung einer Person gekrümmt; eine derartige Krümmung ist optional, sie kann aber die Benutzung erleichtern.
Claims (14)
1. Trinkgefäss (1) mit einem Gefässboden (4) und einer Gefässwand (2), die sich vom Gefässboden (4) ausgehend in Richtung eines Gefässrands (16) erstreckt und eine Innenseite und eine Aussenseite hat, wobei eine vom Gefässrand (16) aufgespannte Ebene einen zwischen dem Gefässboden (4) und der Gefässwand (2) bestehenden Innenraum (14) begrenzt, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Magnethalterung (10) in die Gefässwand (2) eingebettet und ausgestaltet ist, eine Anziehungskraft auf einen Trinkhalm (12) auszuüben und den Trinkhalm (12) an der Innenseite der Gefässwand (2) in einer festgelegten Position zu halten.
2. Trinkgefäss (1) nach Anspruch 1, wobei die Magnethalterung (10) mindestens zwei Einzelmagneten (10) umfasst, die voneinander beabstandet entlang einer im Wesentlichen zur Gefässwand (2) parallelen geraden Linie in die Gefässwand (2) eingebettet sind.
3. Trinkgefäss (1) nach Anspruch 2, wobei die Linie im Wesentlichen senkrecht zur vom Gefässrand (16) aufgespannten Ebene ist.
4. Trinkgefäss (1) nach Anspruch 1, wobei die Magnethalterung (10) einen Stabmagnet (10) umfasst, der eine Länge und eine Breite hat, wobei die Länge grösser als die Breite ist.
5. Trinkgefäss (1) nach Anspruch 4, wobei die Magnethalterung (10) so eingebettet ist, dass eine Längsachse des Stabmagnets im Wesentlichen senkrecht zur vom Gefässrand (16) aufgespannten Ebene ist.
6. Trinkgefäss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Magnethalterung (10) eine Dicke hat, die kleiner als eine Dicke der Gefässwand (2) ist, wobei die Magnethalterung (10) vollständig in die Gefässwand (2) eingebettet und von Material umgeben ist, und wobei ein aussenseitiger Oberflächenbereich der Einbettung im Wesentlichen flächig in die Aussenseite übergeht.
7. Trinkgefäss (1) nach einem der Ansprüche 1-5, wobei die Magnethalterung (10) so in die Gefässwand (2) eingebettet ist, dass die Magnethalterung (10) auf der Innenseite von Material bedeckt ist und die Magnethalterung (10) oder ein aussenseitiger Oberflächenbereich der Einbettung an der Aussenseite vorsteht.
8. Trinkgefäss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Aussenseite der Gefässwand (2) eine Markierung aufweist, die die Einbettung der Magnethalterung (10) markiert.
9. Trinkgefäss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Gefässboden (4) eine Innenfläche (6) hat, die an den Innenraum (14) angrenzt, wobei die Innenfläche (6) in einem Bereich unterhalb der Magnethalterung (10) einen tiefsten Punkt des Innenraums (14) hat.
10. Trinkgefäss (1) nach Anspruch 9, wobei die Innenfläche (6) eine im Wesentlichen ebene Fläche ist, die in Richtung der Magnethalterung (10) geneigt ist.
11. Trinkgefäss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein innenseitiger Oberflächenbereich der Einbettung im Wesentlichen flächig in die Innenseite übergeht.
12. Trinkgefäss (1) nach einem Ansprüche 1-10, wobei die Gefässwand (2) an der Innenseite eine längliche Vertiefung (18) hat, die sich im Wesentlichen senkrecht zur vom Gefässrand (16) aufgespannten Ebene und zwischen dem Innenraum und der Magnethalterung (10) erstreckt, wobei die längliche Vertiefung (18) insbesondere eine Nut ist.
13. Set bestehend aus einem Trinkgefäss nach einem der Ansprüche 1-12 und einem Trinkhalm (12), der von der Magnethalterung (10) angezogen werden kann.
14. Set nach Anspruch 13, wobei der Trinkhalm (12) aus einem magnetisierbaren und korrosionsarmen Material gefertigt ist, das lebensmittelecht ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| EP25177542.5A EP4674326A1 (de) | 2024-06-11 | 2025-05-20 | Trinkgefäss mit integrierter magnethalterung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH6332024 | 2024-06-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH721899A2 true CH721899A2 (de) | 2025-12-30 |
Family
ID=98223367
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH000962/2024A CH721899A2 (de) | 2024-06-11 | 2024-09-06 | Trinkgefäss mit integrierter magnethalterung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH721899A2 (de) |
-
2024
- 2024-09-06 CH CH000962/2024A patent/CH721899A2/de unknown
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