CH721939A1 - Vorrichtung zur Texturierung von Garn - Google Patents
Vorrichtung zur Texturierung von GarnInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Texturierung von Garn, wobei die Vorrichtung eine Texturierdüse (2) und ein Prallelement (9) aufweist. Die Texturierdüse (2) weist einen Düseneintritt (3) und einen durch eine Düsenbohrung (5) mit dem Düseneintritt (3) verbundenen Düsenaustritt (4) und einen mit der Düsenbohrung (5) verbundenen Druckluftanschluss (7) auf. Das Prallelement (9) ist mit einem Abstand (8) dem Düsenaustritt (4) gegenüberliegend und die Texturierdüse (2) und das Prallelement (9) sind in einer gemeinsamen Texturierachse (1) angeordnet. Das Prallelement (9) weist eine gegen den Düsenaustritt (4) der Texturierdüse (2) gerichtete konkav ausgeformte Prallfläche (10) und einen der Prallfläche (10) gegenüberliegenden Prallelementaustritt (18) auf. Die Prallfläche (10) ist mit dem Prallelementaustritt (18) durch eine Prallelementbohrung (13) verbunden.
Description
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Texturierung von Garn. Dabei erfolgt die Texturierung wenigstens eines aus einer Mehrzahl von Filamenten bestehenden Endlosgarns mit einer mit Druckluft beaufschlagten Düse, einer sogenannten Texturierdüse. Dabei werden durch die Beaufschlagung des Garns mit Druckluft die Filamente verwirbelt, es bilden sich in den einzelnen Filamenten Schlingen aus, welche durch die Verwirbelung ineinandergreifen und eine Änderung einer vor der Texturierung glatten Struktur des Garns bewirken. Das Garn durchläuft die Vorrichtungen zur Texturierung mit einer Produktionsgeschwindigkeit von 500 m/min oder mehr. Die Druckluft wird mit einem Druck von bis zu 12 bar in die Texturierdüse eingebracht, wodurch ein hoher Energieverbrauch gegeben ist. Durch die Texturierung werden Eigenschaften des Garns verändert respektive verbessert, wie beispielsweise die Elastizität, das Volumen, eine erhöhte Feuchtigkeitsaufnahme, ein besserer Feuchtigkeitstransport, ein besserer Lufteinschluss, eine Glanzminderung oder ein angenehmerer Griff bzw. ein besserer Tragekomfort.
[0002] Aus der CH 618 221 A ist eine Texturiervorrichtung mit einer mit einem Garnzuführungskanal und einer anschliessenden Wirbelkammer ausgerüsteten Texturierdüse bekannt. In die Wirbelkammer mündet wenigstens ein radial gegen eine Achse des Garnzuführungskanals gerichteter, der Zuführung von Druckluft dienender Kanal. An die Wirbelkammer schliesst ein koaxial konisch ausgeformter Garnaustrittskanal an. In den Garnaustrittskanal greift ein Leitkörper ein. Zwischen dem Leitkörper und einer Wandung des Garnaustrittskanals bildet sich ein Ringspalt. Das den Ringspalt durchlaufende texturierte Garn wird nach Verlassen der Texturierdüse in Bezug auf die Achse des Garnzuführungskanals radial über einen Rand des Garnaustrittskanals abgezogen. Durch die EP 0 088 254 A2 wird eine Verbesserung dieser Texturierdüse im Wesentlichen durch eine neuartige Ausformung des Garnführungskanals respektive der Austrittsöffnung des Garnführungskanals vorgeschlagen. Jedoch wird am Einsatz des ringspaltbildenden Leitkörpers festgehalten. Ebenfalls bleibt der radiale Garnabzug nach dem Durchlaufen des Ringspaltes erhalten. Eine Weiterentwicklung der Texturierdüse, insbesondere der Ausformung des Garnführungskanals wird in der DE 196 05 675 A1 offenbart. Dabei soll eine Intensität der Texturierung durch ein Erreichen einer mehrfachen Schallgeschwindigkeit im Garnführungskanal erhöht werden. Ebenfalls sollte eine Steigerung der Produktionsgeschwindigkeiten erreicht werden. Auch diese vorgeschlagene Bauform der Texturierdüse weist in der trompetenförmig ausgebildeten Austrittsöffnung des Garnführungskanals einen Leitkörper respektive ein Prallkörper auf. Weiter offenbart die EP 2 628 830 A1 eine Texturiervorrichtung mit einer Vielzahl von bekannten Texturierdüsen in Kombination mit einer Variation des Prallkörpers. Im Unterschied zur DE 196 05 675 A1 greift der Prallkörper nicht in die Austrittsöffnung des Garnführungskanals ein, sondern ist diesem nachgeschaltet.
[0003] Nachteilig an den aus dem vorgenannten Stand der Technik bekannten Ausführungen der Texturierdüse ist die Umlenkung des texturierten Garns um den Rand der Austrittsöffnung zu einem radialen Abzug des texturierten Garns. Durch die rechtwinklige Umlenkung des Garns entlang einer als Garnführung wirkenden Randpartie der Austrittsöffnung entsteht nicht nur ein erhöhter Verschleiss der Texturierdüse. Auch können sich Abspreizungen einzelner Umschlingungen bilden, insbesondere durch ein zentrales Auftreffen einer konvexen oder konkaven Oberfläche des Leitkörpers respektive Prallkörpers mit einer nachfolgenden radialen Abzugsrichtung. Nachteilig an der bekannten Ausführung der Prallkörper ist auch dass eine Luftströmung aus der Texturierdüse gestaut wird und somit weniger Zugkraft auf das Garn entsteht. Zudem ergibt sich wegen dem Stau eine starke Strömungsgeschwindigkeit rückwärts aus der Texturierdüse, wodurch der Anteil des zur Verbesserung des Prozesses beigemengten Wassers reduziert wird.
[0004] Die JP 2001 140 137 A offenbart eine weitere Texturiervorrichtung mit einer Texturierdüse und einem Prallkörper. Die Texturierdüse weist einen zylindrischen Garnführungskanal mit einer Drucklufteinführung in den Garnführungskanal auf. Auf einer Austrittsseite der Texturierdüse ist keine besondere Ausformung einer Austrittsöffnung des Garnführungskanals vorgesehen. Entsprechend ist der Prallkörper vom Austritt des Garnführungskanals aus der Texturierdüse beabstandet. Der Raum zwischen der Texturierdüse und dem Prallkörper muss anstelle einer entsprechend ausgeformten Austrittsöffnung genutzt werden, um eine Schlingenbildung des zu texturierenden Garns zu erreichen. Das texturierte Garn wird anschliessend durch den Prallkörper geführt, da ein radialer Abzug des Garns aufgrund des grossen Abstandes zwischen der Texturierdüse und dem Prallkörper und einer vor dem Erreichen des Prallkörpers nicht genügend ausgebildeten Texturierung nicht möglich ist. Eine der Texturierdüse entgegengerichtete Oberfläche des Prallkörpers ist konvex ausgebildet, was den Ausführungen der Prallkörper nach dem Stande der Technik entspricht und gemäss bekannter Offenbarungen eine hohe Produktionsgeschwindigkeit ermöglicht. Nachteilig an der offenbarten Ausführung sind eine schwer beherrschbare Gleichmässigkeit der Texturierung und eine Entstehung von Abspreizungen aufgrund der Generierung der Schlingen im offenen Raum zwischen der Texturierdüse und dem Prallkörper.
[0005] Es hat sich nun gezeigt, dass bei den mit den vorstehend beschriebenen Vorrichtungen texturierten Garnen deren Stabilität, d.h. die Erhaltung der Garneigenschaften sowohl während des Verarbeitungsprozesses als auch nach demselben, ein wichtiges Kriterium für die Einsatzmöglichkeit solcher Garne ist. Ferner ist auch die Höhe und Gleichmässigkeit des Durchmischungsgrades der einzelnen Filamente der texturierten Garne von wesentlicher Bedeutung für die Erzielung einer gleichmässigen Struktur und Optik von aus dem Garn hergestellter Waren.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine Vorrichtung zur Texturierung von Garn bereit zu stellen, welche eine gleichmässige Verwirbelung und Schlingenbildung bei einer hohen Produktionsgeschwindigkeit unter Vermeidung einer Schädigung oder Abspreizung einzelner Schlingen ermöglicht.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs. Vorgeschlagen wird eine Vorrichtung zur Texturierung von Garn, wobei die Vorrichtung eine Texturierdüse und ein Prallelement aufweist. Die Texturierdüse weist einen Düseneintritt und einen durch eine Düsenbohrung mit dem Düseneintritt verbundenen Düsenaustritt und einen mit der Düsenbohrung verbundenen Druckluftanschluss auf. Das Prallelement ist mit einem Abstand dem Düsenaustritt gegenüberliegend und die Texturierdüse und das Prallelement sind in einer gemeinsamen Texturierachse angeordnet. Das Prallelement weist eine gegen den Düsenaustritt der Texturierdüse gerichtete konkav ausgeformte Prallfläche und einen der Prallfläche gegenüberliegenden Prallelementaustritt auf, wobei die Prallfläche mit dem Prallelementaustritt durch eine Prallelementbohrung verbunden ist. Texturierdüse und Prallelement sind hintereinander in der Texturierachse angeordnet, wodurch das Garn zwischen der Texturierdüse und dem Prallelement keiner Richtungsänderung unterworfen ist. Das Garn, bestehend aus einer Vielzahl von Filamenten wird in den Düseneintritt der Texturierdüse eingeführt und durchläuft die Düsenbohrung zum Düsenaustritt. In die Düsenbohrung wird Druckluft eingespeist, was zur Verwirbelung der einzelnen Filamente führt. Im Düsenaustritt erreicht die durch den Druckluftanschluss eingebrachte Luft Überschallgeschwindigkeit, wodurch die die für die Texturierung notwendigen strömungstechnischen Effekte entstehen. Für die konstruktiven Ausführungen der Texturierdüse sind aus dem Stand der Technik verschiedenste Varianten bekannt, wesentlich für die Vorrichtung ist jedoch das nachfolgend an die Texturierdüse angeordnete Prallelement. Das aus der Texturierdüse austretenden Garn trifft zusammen mit der in die Texturierdüse eingebrachten Druckluft auf die konkav ausgeformte Prallfläche und wird dadurch in die Prallelementbohrung geführt. Durch die Anordnung der Prallelementbohrung in der Prallfläche wird das Garn auch nach dem Auftreffen auf die Prallfläche keiner grossen Richtungsänderung unterworfen, es verlässt die Prallfläche durch die Prallelementbohrung in Richtung der Texturierachse. Ebenfalls wird durch die Prallelementbohrung ein Staudruck im Düsenaustritt der Texturierdüse verringert, wodurch Rückströmungen in der Texturierdüse reduziert werden. Es hat sich gezeigt, dass sich mit dieser Führung von Garn und Luft eine Vergleichmässigung der Texturierung mit einer Verbesserung der Einbindung gebildeter Schlingen in den Garnkörper ergibt.
[0008] Vorteilhafterweise sind die Düsenbohrung der Texturierdüse und die Prallelementbohrung in der Texturierachse angeordnet. Eine Bohrungsachse der Prallelementbohrung verläuft dabei exakt in der Texturierachse, wodurch eine Richtungsänderung des Garnverlaufs komplett vermieden wird. Dabei hat sich gezeigt, dass eine um mindestens 10% stärkere Textur im Garn erreicht werden kann.
[0009] Vorteilhafterweise sind in der Prallfläche eine Vielzahl von Prallflächenöffnungen vorgesehen, welche zwischen der Prallfläche und dem Prallelementaustritt aus dem Prallelement herausgeführt sind. Durch die Prallflächenöffnungen gelangt ein Teil der mitgeführten Druckluft nicht in die Prallelementbohrung, sondern wird vom Garnkörper weggeführt. Auch ergibt sich durch die Prallflächenöffnungen eine weitere Verringerung des Staudrucks am Düsenaustritt der Texturierdüse, wodurch eine durch die Luftströmung erzeugte Zugkraft der Texturierdüse verbessert wird. Die Prallelementöffnungen können dabei in verschiedenster Formgebung, beispielsweise als kreisrunde, rechteckige oder schlitzförmige Öffnungen, vorgesehen werden. Es hat sich gezeigt, dass durch die teilweise Abführung der Druckluft, die konkave Formgebung der Prallfläche und die nachfolgende Führung des Garns durch die Prallelementbohrung die Produktionsgeschwindigkeit um mehr als 15% erhöht werden kann ohne Verluste in der Textur oder der Qualität des texturierten Garns zu verursachen. Es konnten Produktionsgeschwindigkeit von mehr als 1'000 m/min bei einer Steigerung der Texturstärke gegenüber herkömmlichen Verfahren erreicht werden. Werden die Produktionsgeschwindigkeit aufgrund von der Texturierung vor- oder nachgeschalteter Verfahrenselementen oder die Texturstärke aufgrund eines zu erzielenden Produktes vorgegeben, kann durch die Vorrichtung nach der Erfindung mit einer Reduktion des Druckes der eingebrachten Druckluft oder einer Reduktion eines Durchflusses, beispielsweise durch eine Verkleinerung der Öffnungen des Druckluftanschlusses in die Düsenbohrung der Texturierdüse, ein geringerer Energieverbrauch realisiert werden.
[0010] Bevorzugterweise sind die Prallflächenöffnungen in Form von Durchgangsbohrungen von der Prallfläche in eine das Prallelement umlaufende Nut geführt. In dieser Ausführung ist es erheblich einfacher, die Prallflächenöffnungen von der Prallfläche durch das Prallelement in die Umgebung zu führen. Es ergeben sich konstruktive Vorteile durch die Einfachheit von Durchgangsbohrungen in der Herstellung des Prallelements. Besonders bevorzugt sind die Durchgangsbohrungen senkrecht zur Prallfläche angeordnet. Durch die senkrechte Anordnung der Durchgangsbohrungen respektive Prallflächenöffnungen wird eine strömungstechnisch optimale Ableitung eines aus der Texturierdüse auf die Prallfläche des Prallelements auftreffenden Luftstromes erreicht. Eine Anzahl sowie eine Anordnung der Durchgangsbohrungen in der Prallfläche sind abhängig von den Eigenschaften des zu verarbeitenden Garns. Es hat sich gezeigt, dass eine symmetrische Anordnung von sechs Durchgangsbohrungen in der Prallfläche, jeweils in einer Mitte zwischen der Prallelementbohrung und einem äusseren Rand der Prallfläche, für die meisten Garne verwendet werden kann, dabei wurden Durchgangsbohrungen mit einem um 10% bis 50% kleineren Durchmesser als ein Durchmesser der Prallelementbohrung verwendet. Es hat sich gezeigt, dass bei der Texturierung eines feinen Garns eine grosse Anzahl von Prallflächenöffnungen mit geringem Querschnitt und bei der Texturierung eines groben Garns eine geringere Anzahl von Prallflächenöffnungen mit grösserem Querschnitt vorteilhaft sind. Für die Texturierung verwendet werden Garne mit einem yarn count range von 10 decitex bis 4'000 decitex, bevorzugterweise aus Polyester oder Polyamid (PA6.6).
[0011] Weiter ist es von Vorteil, wenn der Abstand zwischen dem Prallelement und der Texturierdüse kleiner als 1,5 mm ist. Durch einen zwischen der Texturierdüse und dem Prallelement vorhandenen Ringspalt entweicht ein Teil der mitgeführten Luft. Bei einem zu grossen Abstand zwischen dem Düsenaustritt der Texturierdüse und dem Prallelement geht der durch die Überschallgeschwindigkeit erreichte und zur Texturierung notwendige Effekt vor dem Erreichen der Prallfläche verloren.
[0012] Bevorzugterweise weist der Düsenaustritt einen sich in einer von der Düsenbohrung wegweisenden Richtung trichter- oder trompetenförmig vergrössernden Querschnitt mit einem Düsenaustrittsdurchmesser auf und die konkav ausgeformte Prallfläche weist an einem gegen die Texturierdüse gerichteten Ende einen Prallflächendurchmesser auf, welcher gleich oder kleiner ist als der sich im Abstand vom Prallelement befindliche Düsenaustrittsdurchmesser der Texturierdüse. Der sich trompetenförmig vergrössernde Querschnitt des Düsenaustritts ist aus dem Stand der Technik bekannt hat zu einer Steigerung der Intensität respektive Stärke der Texturierung gegenüber zylindrischen oder kontinuierlich konischen Ausformungen des Düsenaustritts geführt. Wird der Prallflächendurchmesser grösser als der Düsenaustrittsdurchmesser ausgeführt, ergibt sich eine unerwünschte Umlenkung einer, an einer äusseren Wand des trompetenförmig ausgebildeten Düsenaustritts anliegenden, Luftschicht, wodurch sich im Bereich der Prallfläche die Ausbildung der Texturierung schadende Luftwirbel ergeben. Vorteilhafterweise weist die konkav ausgeformte Prallfläche eine Prallflächentiefe von 0,1 bis 0,25 des Prallflächendurchmessers auf. Bei einer zu grossen Prallflächentiefe in Bezug auf den Prallflächendurchmesser ergibt sich nahezu eine Halbkugelform der Prallfläche. Die Strömungsverhältnisse im Bereich der Prallfläche würden dabei derart stark beeinflusst, dass ein die Texturierung positiv beeinflussender Abfluss der Druckluft in die Prallelementbohrung nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Es hat sich gezeigt, dass es von Vorteil ist, wenn die Prallelementbohrung einen Bohrungsdurchmesser von 0,2 bis 0,4 des Prallflächendurchmessers aufweist. Beim Einsatz einer Texturierdüse mit einem Durchmesser der Düsenbohrung von 2,0 mm wurden mit einem Prallelement mit einem Prallflächendurchmesser von 8 mm, einer Prallflächentiefe von 1,3 mm und einem Bohrungsdurchmesser der Prallelementbohrung von 2,5 mm zur Texturierung von Garn mit 1'500 decitex aus Polyamid (PA6.6) gute Ergebnisse erzielt.
[0013] Bevorzugterweise weist die Prallelementbohrung im Prallelementaustritt einen grösseren Querschnitt als in der Prallfläche auf. Dies kann beispielsweise durch eine sich gegen den Prallelementaustritt öffnende konische oder eine in Stufen ausgeführte Prallelementbohrung erreicht werden. Durch die Querschnittserweiterung gegen den Prallelementaustritt wird ein Druckverlust innerhalb der Prallelementbohrung reguliert und zudem eine hohe Reibung des Garns an einer Wand der Prallelementbohrung und damit eine Schädigung des Garns vermieden. Besonders bevorzugt beträgt ein Querschnitt der Prallelementbohrung im Prallelementaustritt das 1,5-fache bis 2,5-fache des Querschnitts der Prallelementbohrung in der Prallfläche. In einer weiteren Ausführungsform ist im Prallelementaustritt eine Keramiköse eingesetzt, was aufgrund einer Oberflächenbeschaffenheit der Keramik ebenfalls zu einer Reduktion der Reibung des Garns an der Wand der Prallelementbohrung führt.
[0014] Weiter wird vorgeschlagen, dass die Texturierdüse einen Halter mit einer Halterachse zur Befestigung des Prallelements aufweist. Dadurch dass die Texturierdüse mit einem Halter für das Prallelement ausgerüstet ist, kann das Prallelement direkt mit der Texturierdüse über den Halter verbunden werden. Es wird eine optimale Ausrichtung des Prallelements in der Texturierachse ermöglicht. Bevorzugterweise ist der Halter lösbar mit der Texturierdüse verbunden, sodass bei Bedarf ein Austausch der Texturierdüse möglich ist. Ein Austausch der Texturierdüse kann aufgrund des Verschleisses oder bei einem Produktwechsel notwendig sein. Die Befestigung des Prallelement am Halter oder auch des Halters an der Texturierdüse erfolgt beispielsweise mit Schrauben oder mit einem Clipverschluss, welcher einen Austausch der Texturierdüse oder des Prallelements ohne einen Einsatz von Werkzeug ermöglicht.
[0015] Vorteilhafterweise ist das Prallelement mit einem Befestigungsarm versehen, welcher am Halter um die Halterachse schwenkbar befestigt ist. Der Befestigungsarm mit dem daran befindlichen Prallelement kann bei einer derartigen Bauweise aus der Texturierachse geschwenkt werden. Dadurch ist eine Nutzung der Vorrichtung als eine ein fache Texturierdüse ohne nachgeschaltetes Prallelement möglich. Abhängig vom Ausgangsprodukt und dem herzustellenden Endprodukt kommt das Prallelement zum Einsatz oder nicht, dabei ist keine jeweilige Montage oder Demontage des Prallelements notwendig. Auch für notwendige Reinigungsarbeiten kann das Prallelement aus dem Garnverlauf heraus geschwenkt und nach einer notwendigen Reinigung wieder in eine Betriebsposition eingeschwenkt werden. Ebenfalls kann für den Einfädelvorgang das Prallelement aus der Texturierachse geschwenkt werden.
[0016] Bevorzugterweise ist am Halter oder am Befestigungsarm eine Rastvorrichtung oder ein Anschlag vorgesehen, sodass bei einer Schwenkbewegung des Prallelements um die Halterachse ein Erreichen der Texturierachse durch das Prallelement definiert ist. Beim Einschwenken des Prallelements in die Texturierachse rastet beispielsweise ein Vorsprung am Befestigungsarm in eine dafür vorgesehene Vertiefung im Halter ein, sobald die Betriebsposition erreicht ist, respektive das Prallelement in der Texturierachse steht. Durch das Einrasten wird einerseits das exakte Einschwenken des Prallelement in die Betriebsposition wiederholbar und andrerseits ergibt sich eine sichere Position des Prallelements durch Haltekräfte der Rastvorrichtung. Ein Ausrasten des Prallelements, um dieses aus der Texturierachse auszuschwenken, erfordert einen entsprechenden Kraftaufwand, sodass eine betriebsbedingte Verstellung des Prallelements ausgeschlossen werden kann. Weitere Konstruktionen von Rastvorrichtungen sind aus dem Stand der Technik bekannt, wie beispielsweise die Verwendung einer Kugel, welche beim Erreichen der Betriebsposition in eine Vertiefung gedrückt wird oder eine asymmetrische Schwenkbewegung, bei welcher der Befestigungsarm nach Überwinden der Asymmetrie durch die Schwenkbewegung in die Betriebsposition fällt. Alternativ zur Rastvorrichtung ist auch ein Anschlag möglich. Das Prallelement wird bis zum Erreichen des Anschlags geschwenkt. Um eine anschliessende betriebsbedingte Verstellung der Position des Prallelements zu verhindern, kann das Prallelement beispielsweise mit einer Feder gegen den Anschlag gehalten oder mit einem Magneten am Anschlag fixiert werden.
[0017] Alternativ zur Befestigung des Prallelementes an einem Halter der Texturierdüse ist das Prallelement an der Texturierdüse direkt mit einem Befestigungselement gehalten, wobei der Abstand zwischen der Texturierdüse und dem Prallelement durch ein Zwischenstück oder einen Vorsprung am Prallelement oder an der Texturierdüse einstellbar ist. Die Texturierdüse und das Prallelement weisen beispielsweise einen entsprechenden Flansch auf. Die beiden Flansche werden mit den Befestigungselementen, beispielsweise Schrauben oder Schnellverschlüsse, miteinander verbunden. Zur Einstellung des Abstandes zwischen der Texturierdüse und dem Prallelement sind an einem der beiden Flansche entsprechende Vorsprünge vorgesehen, wobei die Vorsprünge nicht um den Flansch umlaufend angeordnet sind um einen durch den Abstand gewollten Ringspalt zwischen der Austrittsdüse und der Prallfläche nicht zu verschliessen. Die Verwendung eines Zwischenstückes hat den Vorteil, dass durch den Austausch des Zwischenstückes der Abstand zwischen der Texturierdüse und dem Prallelement verändert werden kann, ohne dass die Texturierdüse oder das Prallelement mit einem angeformten Flansch ausgetauscht werden müssen.
[0018] Als eine weitere alternative Verbindung der Texturierdüse mit dem Prallelement kann ein Gehäuse vorgesehen sein, in welches von einer Seite die Texturierdüse und einer gegenüberliegenden Seite das Prallelement eingesetzt wird. Die Texturierdüse und das Prallelement sind beispielsweise mit einem Aussengewinde versehen und werden in das Gehäuse eingeschraubt. Dabei kann der Abstand zwischen der Texturierdüse und dem Prallelement durch einen Distanzring eingestellt werden, wobei der Distanzring am Gehäuse angeformt und zwischen die Texturierdüse und das Prallelement eingelegt wird.
[0019] Weitere Vorteile der Erfindung sind im nachfolgenden Ausführungsbeispiel beschrieben. Es zeigen:
Figur 1eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung;
Figur 2eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung;
Figur 3aeine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines Prallelements;
Figur 3beine schematische Schnittdarstellung an der Stelle X-X nach der Figur 3a;
Figur 4aeine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform von Prallflächenöffnungen eines Prallelements;
Figur 4beine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform von Prallflächenöffnungen eines Prallelements;
Figur 5aeine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines Prallelements;
Figur 5beine schematische Schnittdarstellung an der Stelle Y-Y nach der Figur 5a;
Figur 6eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines Prallelements;
Figur 7aeine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung;
Figur 7beine schematische Schnittdarstellung an der Stelle Z-Z nach der Figur 7a und
Figur 8eine schematische Darstellung einer vierten Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung.
[0020] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Vorrichtung mit einer Texturierdüse 2 und einem Prallelement 9, welche in einer gemeinsamen Texturierachse 1 angeordnet sind. Die Texturierdüse 2 weist einen Düseneintritt 3, einen Düsenaustritt 4 und eine den Düseneintritt 3 mit dem Düsenaustritt 4 verbindende Düsenbohrung 5 auf. Weiter ist ein Druckluftanschluss 7 vorgesehen, welcher in die Düsenbohrung 5 mündet. Dem Düsenaustritt 4 der Texturierdüse 2 gegenüberliegend angeordnet ist in einem Abstand 8 das Prallelement 9, welches auf einer der Texturierdüse 2 zugewandten Seite eine konkav ausgeformte Prallfläche 10 aufweist. Die Prallfläche 10 ist über eine Prallelementbohrung 13 mit einem der Texturierdüse 2 abgewandten Prallelementaustritt 18 verbunden. Die Prallelementbohrung 13 weist eine Bohrungsachse 15 auf, welche von der Texturierachse 1 in ihrem Verlauf von der Prallfläche 10 zum Prallelementaustritt 18 abweicht. Die Prallfläche 10 ist entsprechend dem Verlauf der Bohrungsachse 15 in ihrer konkaven Ausformung asymmetrisch zur Texturierachse 1 angeordnet.
[0021] Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer Vorrichtung mit einer Texturierdüse 2 und einem Prallelement 9, welche in einer gemeinsamen Texturierachse 1 angeordnet sind. Die Texturierdüse 2 weist einen Düseneintritt 3, einen Düsenaustritt 4 mit einem Düsenaustrittsdurchmesser 6 und eine den Düseneintritt 3 mit dem Düsenaustritt 4 verbindende Düsenbohrung 5 auf. Weiter ist ein Druckluftanschluss 7 vorgesehen, welcher in die Düsenbohrung 5 mündet. Dem Düsenaustritt 4 der Texturierdüse 2 gegenüberliegend angeordnet ist in einem Abstand 8 das Prallelement 9, welches auf einer der Texturierdüse 2 zugewandten Seite eine konkav ausgeformte Prallfläche 10 aufweist. Die Prallfläche 10 ist über eine Prallelementbohrung 13 mit einem Bohrungsdurchmesser 14 mit einem der Texturierdüse 2 abgewandten Prallelementaustritt 18 verbunden. Die Prallelementbohrung 13 weist eine Bohrungsachse 15 auf. Im Unterschied zur Ausführung nach Figur 1 ist die Bohrungsachse 15 der Prallelementbohrung 13 in der Texturierachse 1 ausgerichtet und die Prallfläche 10 in ihrer konkaven Ausformung entsprechend symmetrisch zur Texturierachse 1 vorgesehen. Die Prallfläche 10 weist einen Prallflächendurchmesser 11 und eine Prallflächentiefe 12 auf.
[0022] Figur 3a zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines Prallelements 9 und Figur 3b eine schematische Schnittdarstellung an der Stelle X-X nach der Figur 3a. Das Prallelement 9 weist eine Prallfläche 10 mit einem Prallflächendurchmesser 11 und einer Prallflächentiefe 12 auf. Die Prallfläche 10 ist über eine Prallelementbohrung 13 mit einem Prallelementaustritt 18 verbunden. Die Prallelementbohrung 13 verläuft in einer senkrecht zur Prallfläche 10 angeordneten Bohrungsachse 15 und hat einen Bohrungsdurchmesser 14. Der Prallelementaustritt 18 befindet sich auf einer der Prallfläche 10 gegenüberliegenden Seite des Prallelements 9. In der Prallfläche 10 sind mehrere Prallflächenöffnungen 16 angeordnet, hier sind beispielhaft drei kreisrunde Prallflächenöffnungen 16 gezeigt. Die Prallflächenöffnungen 16 führen von der Prallfläche 10 durch das Prallelement 9 nach aussen in die Umgebung des Prallelements 9.
[0023] Figur 4a und Figur 4b zeigen schematische Darstellungen weiterer Ausführungsformen der Prallflächenöffnungen 16 des Prallelements 9. Gezeigt sind die zentral in der Prallfläche 10 angeordnete Prallelementbohrung 13 und eine Mehrzahl von Prallflächenöffnungen 16, welche von der Prallfläche 10 durch das Prallelement 9 nach aussen in die Umgebung des Prallelements 9 führen. In Figur 4a sind vier symmetrisch angeordnete Prallflächenöffnungen 16 mit jeweils einem nierenförmigen Querschnitt gezeigt. Figur 4b zeigt acht Prallflächenöffnungen 16 mit einem sechseckigen Querschnitt.
[0024] Figur 5a zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines Prallelements 9 und Figur 5b eine schematische Schnittdarstellung an der Stelle Y-Y nach der Figur 5a. Das Prallelement 9 weist eine Prallfläche 10 mit einem Prallflächendurchmesser 11 und einer Prallflächentiefe 12 auf. Die Prallfläche 10 ist über eine Prallelementbohrung 13 mit einem Prallelementaustritt 18 verbunden. Die Prallelementbohrung 13 verläuft in einer senkrecht zur Prallfläche 10 angeordneten Bohrungsachse 15 und hat einen Bohrungsdurchmesser 14. Der Prallelementaustritt 18 befindet sich auf einer der Prallfläche 10 gegenüberliegenden Seite des Prallelements 9. In der Prallfläche 10 sind mehrere Prallflächenöffnungen in Form von Durchgangsbohrungen 17 angeordnet, hier sind beispielhaft zwölf symmetrisch um die Prallelementbohrung 13 in der Prallfläche 10 angeordnete Durchgangsbohrungen 17 gezeigt. Die Durchgangsbohrungen 17 führen von der Prallfläche 10 durch das Prallelement 9 in eine um das Prallelement 9 umlaufende Nut 19. Durch die umlaufende Nut 19 ist es möglich die Durchgangsbohrungen 17 senkrecht zur Prallfläche 10 anzuordnen.
[0025] Figur 6 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines Prallelements 9. Das Prallelement 9 weist eine Prallfläche 10 mit einem Prallflächendurchmesser 11 und einer Prallflächentiefe 12 auf. Die Prallfläche 10 ist über eine in der Prallfläche 10 zentrisch angeordnete Prallelementbohrung 13 mit einem Prallelementaustritt 18 verbunden. Die Prallelementbohrung 13 verläuft in einer senkrecht zur Prallfläche 10 angeordneten Bohrungsachse 15 und ist als Stufenbohrung ausgebildet. Gezeigt ist eine Prallelementbohrung 13, welche im Verlauf von der Prallfläche 10 zum Prallelementaustritt 18 zu Beginn einen ersten Durchmesser und zum Ende einen zweiten Durchmesser aufweist, wobei der zweite Durchmesser grösser ist als der erste Durchmesser. Der Prallelementaustritt 18 befindet sich auf einer der Prallfläche 10 gegenüberliegenden Seite des Prallelements 9. In der Prallfläche 10 sind mehrere Durchgangsbohrungen 17 angeordnet. Die Durchgangsbohrungen 17 führen von der Prallfläche 10 durch das Prallelement 9 in eine um das Prallelement 9 führende Nut 19. Die Durchgangsbohrungen 17 sind senkrecht zur Prallfläche 10 angeordnet.
[0026] Figur 7a zeigt eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung und Figur 7b eine schematische Schnittdarstellung an der Stelle Z-Z nach der Figur 7a. Eine Texturierdüse 2 und ein Prallelement 9 sind hintereinander in einer Texturierachse 1 angeordnet. Das Prallelement 9 weist eine der Texturierdüse 2 gegenüberliegende Prallfläche 10 mit einer in der Prallfläche 10 zentrisch angeordnete Prallelementbohrung 13 und um die Prallelementbohrung 13 symmetrisch angelegte Prallelementöffnungen 16. An der Texturierdüse 2 ist ein Halter 20 mit einer Halterachse 21 befestigt. Die Halterachse 21 ist in Figur 7a beispielhaft parallel zur Texturierachse 1 gezeigt. Das Prallelement 9 ist an einem Befestigungsarm 22 gehalten, welcher drehbar an der Halterachse 21 befestigt ist. Am Halter 21 ist ein Anschlag 23 vorgesehen. Durch eine Schwenkbewegung 24 wird das Prallelement 9 aus der Texturierachse 1 geschwenkt (verschwenkte Position ist in Figur 7b gestrichelt dargestellt). In einem eingeschwenkten Zustand ist eine Position des Prallelements 10 durch den Anschlag 23 gegeben. Das Prallelement 9 mit dessen Befestigungsarm 22 kann nur bis zum Anschlag 23 geschwenkt werden. In der gezeigten Ausführung greift dabei der Anschlag 23 in eine Vertiefung im Befestigungsarm 22, wodurch auch ein Einrasten des Anschlags 23 in den Befestigungsarm 22 und damit eine Sicherung der eingeschwenkten Position des Prallelements 9 erreicht wird.
[0027] Figur 8 zeigt eine schematische Darstellung einer vierten Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung. Eine Texturierdüse 2 und ein Prallelement 9 sind hintereinander in einer Texturierachse 1 angeordnet. Die Texturierdüse 2 weist einen Düseneintritt 3, einen Düsenaustritt 4 mit einem Düsenaustrittsdurchmesser 6 und eine den Düseneintritt 3 mit dem Düsenaustritt 4 verbindende Düsenbohrung 5 auf. Weiter ist ein Druckluftanschluss 7 vorgesehen, welcher in die Düsenbohrung 5 mündet. Dem Düsenaustritt 4 der Texturierdüse 2 gegenüberliegend angeordnet ist in einem Abstand 8 das Prallelement 9, welches auf einer der Texturierdüse 2 zugewandten Seite eine konkav ausgeformte Prallfläche 10 aufweist. Die Prallfläche 10 ist über eine Prallelementbohrung 13 mit einem Bohrungsdurchmesser 14 mit einem der Texturierdüse 2 abgewandten Prallelementaustritt 18 verbunden. In der Prallfläche 10 sind mehrere Durchgangsbohrungen 17 angeordnet, welche von der Prallfläche 10 durch das Prallelement 9 in eine um das Prallelement 9 umlaufende Nut 19 führen. Die Texturierdüse 2 und das Prallelement 9 sind an ihren jeweils gegeneinander gerichteten Enden mit einem Flansch 25 und 26 versehen. Der Flansch 25 der Texturierdüse 2 und der Flansch 26 des Prallelements 9 werden mit Befestigungselemente 27 verbunden. Die Befestigungselemente 27 sind in Figur 8 beispielhaft als eine Schraubverbindung gezeigt. Zur Einstellung eines Abstandes 8 zwischen der Texturierdüse 2 und dem Prallelement 9 sind in einer Darstellung oberhalb der Texturierachse 1 eine Mehrzahl von Vorsprüngen 29 am Flansch 25 der Texturierdüse 2 gezeigt. Alternativ sind in einer Darstellung unterhalb der Texturierachse 1 zwischen dem Flansch 25 der Texturierdüse 2 und dem Flansch 26 des Prallelements 9 eingefügte Zwischenstücke 28 gezeigt.
[0028] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche sind ebenso möglich wie eine Kombination der Merkmale, auch wenn diese in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen dargestellt und beschrieben sind.
Bezugszeichenliste
[0029] 1 Texturierachse 2 Texturierdüse 3 Düseneintritt 4 Düsenaustritt 5 Düsenbohrung 6 Düsenaustrittsdurchmesser 7 Druckluftanschluss 8 Abstand 9 Prallelement 10 Prallfläche 11 Prallflächendurchmesser 12 Prallflächentiefe 13 Prallelementbohrung 14 Bohrungsdurchmesser 15 Bohrungsachse 16 Prallflächenöffnung 17 Durchgangsbohrung 18 Prallelementaustritt 19 Nut 20 Halter 21 Halterachse 22 Befestigungsarm 23 Anschlag 24 Schwenkbewegung 25 Flansch Texturierdüse 26 Flansch Prallelement 27 Befestigungselement 28 Zwischenstück 29 Vorsprung
Claims (15)
1. Vorrichtung zur Texturierung von Garn, wobei die Vorrichtung eine Texturierdüse (2) und ein Prallelement (9) aufweist, und wobei die Texturierdüse (2) einen Düseneintritt (3) und einen durch eine Düsenbohrung (5) mit dem Düseneintritt (3) verbundenen Düsenaustritt (4) und einen mit der Düsenbohrung (5) verbundenen Druckluftanschluss (7) aufweist, und wobei das Prallelement (9) mit einem Abstand (8) dem Düsenaustritt (4) gegenüberliegend und die Texturierdüse (2) und das Prallelement (9) in einer gemeinsamen Texturierachse (1) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Prallelement (9) eine gegen den Düsenaustritt (4) der Texturierdüse (2) gerichtete konkav ausgeformte Prallfläche (10) und einen der Prallfläche (10) gegenüberliegenden Prallelementaustritt (18) aufweist, wobei die Prallfläche (10) mit dem Prallelementaustritt (18) durch eine Prallelementbohrung (13) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenbohrung (5) der Texturierdüse (2) und die Prallelementbohrung (13) in der Texturierachse (1) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Prallfläche (10) eine Vielzahl von Prallflächenöffnungen (16) vorgesehen sind, welche zwischen der Prallfläche (10) und dem Prallelementaustritt (18) aus dem Prallelement (9) herausgeführt sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Prallflächenöffnungen (16) in Form von Durchgangsbohrungen (17) von der Prallfläche (10) in eine das Prallelement (9) umlaufende Nut (19) geführt sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsbohrungen (17) senkrecht zur Prallfläche (10) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (8) zwischen dem Prallelement (9) und der Texturierdüse (2) kleiner als 1,5 mm ist.
7. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenaustritt (4) einen sich in einer von der Düsenbohrung (5) wegweisenden Richtung trichter- oder trompetenförmig vergrössernden Querschnitt mit einem Düsenaustrittsdurchmesser (6) aufweist und die konkav ausgeformte Prallfläche (10) an einem gegen die Texturierdüse (2) gerichteten Ende einen Prallflächendurchmesser (11) aufweist, welcher gleich oder kleiner ist als der sich im Abstand (8) vom Prallelement (9) befindliche Düsenaustrittsdurchmesser (6) der Texturierdüse (2).
8. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die konkav ausgeformte Prallfläche (10) eine Prallflächentiefe (12) von 0,1 bis 0,25 des Prallflächendurchmessers (11) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Prallelementbohrung (13) einen Bohrungsdurchmesser (14) von 0,2 bis 0,4 des Prallflächendurchmessers (11) aufweist.
10. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Prallelementbohrung (13) im Prallelementaustritt (18) einen grösseren Querschnitt als in der Prallfläche (10) aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Prallelementbohrung (13) im Prallelementaustritt (18) das 1,5-fache bis 2,5-fache des Querschnitts der Prallelementbohrung (13) in der Prallfläche (10) beträgt.
12. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Texturierdüse (2) einen Halter (20) mit einer Halterachse (21) zur Befestigung des Prallelements (9) aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Prallelement (9) mit einem Befestigungsarm (22) versehen ist, welcher am Halter (20) um die Halterachse (21) schwenkbar befestigt ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass am Halter (20) oder am Befestigungsarm (22) eine Rastvorrichtung oder ein Anschlag (23) vorgesehen ist, sodass bei einer Schwenkbewegung (24) des Prallelements (9) um die Halterachse (21) ein Erreichen der Texturierachse (2) durch das Prallelement (9) definiert ist.
15. Vorrichtung nach zumindest einem Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Prallelement (9) an der Texturierdüse (2) mit einem Befestigungselement (27) gehalten ist, wobei der Abstand (8) zwischen der Texturierdüse (2) und dem Prallelement (9) durch ein Zwischenstück (28) oder einen Vorsprung (29) am Prallelement (9) oder an der Texturierdüse (2) einstellbar ist.
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