CH721967A2 - Rotornabe für einen Heckrotor eines Drehflüglers und Drehflügler mit einer Rotornabe - Google Patents
Rotornabe für einen Heckrotor eines Drehflüglers und Drehflügler mit einer RotornabeInfo
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- CH721967A2 CH721967A2 CH000739/2024A CH7392024A CH721967A2 CH 721967 A2 CH721967 A2 CH 721967A2 CH 000739/2024 A CH000739/2024 A CH 000739/2024A CH 7392024 A CH7392024 A CH 7392024A CH 721967 A2 CH721967 A2 CH 721967A2
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Abstract
Die vorliegende Anmeldung betrifft eine Rotornabe für einen Heckrotor eines Drehflüglers mit einer Mehrzahl von Heckrotorblättern sowie einer zentralen Halterung 12 zur Befestigung der Mehrzahl von Heckrotorblättern. Die zentrale Halterung 12 ist dazu ausgebildet, mittels eines Heckrotorantriebs angetrieben zu werden. Die Rotornabe umfasst ferner eine Mehrzahl von Blatthaltern 30, von denen jeder ein Heckrotorblatt mit der zentralen Halterung 12 verbindet. Die Rotornabe umfasst einen kelchförmigen Nabenkörper 13 mit zumindest einer ringförmigen Außenstruktur 14 und einer ringförmigen Innenstruktur 15 wobei sowohl die ringförmige Außenstruktur 14 als auch die ringförmige Innenstruktur 15 eine Mehrzahl von ersten Öffnungen 16 bzw. zweiten Öffnungen 17 umfasst. Jede der Mehrzahl von ersten und zweiten Öffnungen 16, 17 ist zur Aufnahme eines Blatthalters 30 ausgebildet, wobei zumindest die ersten Öffnungen 16 der ringförmigen Außenstruktur 14 jeweils ein erstes Verstärkungselement 18 zur Erhöhung der Steifigkeit der Rotornabe aufweisen.
Description
Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rotornabe für einen Heckrotor eines Drehflüglers mit einer Mehrzahl von Heckrotorblättern. Die Rotornabe umfasst eine zentrale Halterung, eine Mehrzahl von Blatthaltern und einen kelchförmigen Nabenkörper. Der kelchförmige Nabenkörper umfasst eine ringförmige Außenstruktur und eine ringförmige Innenstruktur, wobei jede der Strukturen eine Mehrzahl von Öffnungen aufweist, welche zur Aufnahme eines Blatthalters ausgebildet sind. Zumindest die Öffnungen der ringförmigen Außenstruktur umfassen jeweils ein Verstärkungselement zur Erhöhung der Steifigkeit und Festigkeit der Rotornabe. Die vorliegende Erfindung betrifft ferner einen Drehflügler mit einer solchen Rotornabe.
Stand der Technik
[0002] Rotornaben für Heckrotoren von Drehflüglern sind insbesondere in den Bereichen der Öffnungen, welche den Blatthalter aufnehmen, stark beansprucht und unterliegen Kräften sowie Reibungsverschleiß. Aufgrund des Reibungsverschleißes können diese Bereiche der Rotornabe beschädigt werden, was häufig zu Reparaturtätigkeiten oder der Notwendigkeit führt, die Rotornabe und/oder den Blatthalter vollständig auszutauschen, was zu hohen Wartungskosten und verlängerten Ausfallzeiten des Drehflüglers zur Folge hat.
Zusammenfassung der Erfindung
[0003] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Rotornabe mit reduziertem Reibungsverschleiß und reduzierten Wartungskosten bereitzustellen.
[0004] Die Lösung der Erfindung ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 definiert. Die Rotornabe umfasst eine Mehrzahl von Heckrotorblättern sowie eine zentrale Halterung zur Befestigung der Mehrzahl von Heckrotorblättern. Die zentrale Halterung ist dazu ausgebildet, mittels eines Heckrotorantriebs angetrieben zu werden. Die Rotornabe umfasst ferner eine Mehrzahl von Blatthaltern, von denen jeder ein Heckrotorblatt mit der zentralen Halterung verbindet. Die Rotornabe umfasst einen kelchförmigen Nabenkörper mit zumindest einer ringförmigen Außenstruktur und einer ringförmigen Innenstruktur, wobei sowohl die ringförmige Außenstruktur als auch die ringförmige Innenstruktur eine Mehrzahl von ersten Öffnungen bzw. zweiten Öffnungen umfasst. Jede der Mehrzahl von ersten und zweiten Öffnungen ist zur Aufnahme eines Blatthalters ausgebildet, wobei zumindest die ersten Öffnungen der ringförmigen Außenstruktur jeweils ein erstes Verstärkungselement zur Erhöhung der Steifigkeit der Rotornabe aufweisen.
[0005] Dank der ersten Verstärkungselemente, welche zumindest an den ersten Öffnungen der ringförmigen Außenstruktur angebracht sind, können die Steifigkeit sowie die Festigkeit der gesamten Rotornabe wesentlich erhöht werden. Die erhöhte Steifigkeit verhindert eine Ovalisierung der Öffnungen. Somit weist die Rotornabe eine höhere Stabilität auf und ist widerstandsfähiger gegenüber Reibungsverschleiß. Ferner muss kein Lack oder keine Beschichtung auf den Blatthalter aufgebracht werden, was die Notwendigkeit von Austausch- oder Reparaturtätigkeiten reduziert.
[0006] Die Rotornabe stellt einen zentralen Befestigungspunkt für die Heckrotorblätter sowie ein Antriebsmittel bereit, um die Heckrotorblätter in eine Drehbewegung mitzunehmen. Die Rotornabe ist üblicherweise an einem Heckausleger eines Drehflüglers angeordnet. In bestimmten Ausführungsformen kann die Rotornabe an einem Heckrotorträger angeordnet sein, der am Ende eines Heckauslegers angeordnet ist. Die Rotornabe ist dadurch drehbar mit dem Heckausleger oder dem Heckrotorträger verbunden. Die Rotornabe gemäß der vorliegenden Erfindung kann für einen Heckrotor mit freiliegenden Heckrotorblättern oder in Verbindung mit einem sogenannten Fenestron sein, wobei der Heckrotor als ein gekapselter Mantelpropeller konfiguriert ist.
[0007] Die Rotornabe umfasst eine Mehrzahl von Heckrotorblättern, das heißt mehr als ein Heckrotorblatt, also beispielsweise zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht oder mehr Heckrotorblätter. Der Drehflügler ist vorzugsweise ein Hubschrauber.
[0008] Die zentrale Halterung ist dazu ausgebildet, mittels eines Heckrotorantriebs drehend angetrieben zu werden, das heißt die zentrale Halterung steht mit dem Heckrotorantrieb in Wirkverbindung. Beispielsweise kann die zentrale Halterung mittels einer Welle oder dergleichen mit einem Ausgang des Heckrotorantriebs mechanisch verbunden sein. Der Heckrotorantrieb kann ein Verbrennungsmotor sein, wie zum Beispiel ein Turbinen- oder Kolbenmotor, ein Elektromotor oder ein Hybridmotor. Beispielsweise ist der Heckrotorantrieb von einem Hauptantrieb getrennt, welcher dazu dient, einen Hauptrotor des Drehflüglers in eine Drehbewegung mitzunehmen. In bestimmten Ausführungsformen kann der Heckrotorantrieb jedoch als Zahnrad ausgebildet sein, welches mit dem Hauptantrieb verbunden ist, so dass der Heckrotor mittels des Hauptantriebs in eine Drehbewegung mitgenommen wird.
[0009] Die Anzahl der Blatthalter entspricht der Anzahl der Heckrotorblätter der Rotornabe. Vorzugsweise ist mit jedem Blatthalter ein Heckrotorblatt verbunden. Die Verbindung ist vorzugsweise eine lösbare Verbindung, wie zum Beispiel eine Verbindung mittels mindestens eines Bolzens oder dergleichen. Alternativ ist das Heckrotorblatt jedoch fest an dem Blatthalter befestigt, zum Beispiel mittels einer Klebeverbindung, wie zum Beispiel einer Schweißnaht. In einer weiteren Alternative können der Blatthalter und das Heckrotorblatt einstückig sein, das heißt aus einem einzigen Teil gefertigt sein.
[0010] Der Blatthalter weist vorzugsweise eine allgemein zylindrische Form auf. Vorzugsweise weist der Blatthalter eine Verbindungsstruktur zum Verbinden des Blatthalters mit einem Heckrotorblatt an einem seiner Enden auf. Die Verbindungsstruktur umfasst vorzugsweise eine längliche Nut, in welche ein Teil eines Heckrotorblatts eingesetzt werden kann. Ferner umfasst die Verbindungsstruktur vorzugsweise mindestens eine Bohrung, durch welche ein Verbindungselement, wie zum Beispiel eine Mutter, eingesetzt werden kann, um ein Heckrotorblatt lösbar an dem Blatthalter zu befestigen. Alternativ kann die Verbindungsstruktur eine Oberfläche aufweisen, an welcher ein Heckrotorblatt adhäsiv befestigt werden kann, zum Beispiel mittels eines Schweißverfahrens. Der Blatthalter umfasst vorzugsweise mindestens eine Kupplung, mit welcher der Blatthalter mit einer Steuerstange verbunden werden kann, zum Beispiel einer Steuerstange, welche es ermöglicht, den Blatthalter um seine Längsachse in einem gewissen Ausmaß zu drehen, das heißt um einen Neigungswinkel eines mit dem Blatthalter verbundenen Heckrotorblatts zu verstellen.
[0011] Der Nabenkörper ist kelchförmig, umfasst also eine kreisförmige Grundwand mit einem ringförmigen Außenumfang. Die ringförmige Außenstruktur ist als ringförmige Wand ausgebildet, welche von einer ersten Seite der Grundwand um den gesamten Umfang der Grundwand hervorsteht. Die ringförmige Innenstruktur ist als ringförmige Wand ausgebildet, welche von der ersten Seite der Grundwand hervorsteht und welche in einem definierten Abstand von der ringförmigen Außenstruktur in Richtung der Mitte der kreisförmigen Grundwand angeordnet ist. Somit sind die ringförmige Außenstruktur und die ringförmige Innenstruktur konzentrisch zueinander.
[0012] Für jede erste Öffnung der ringförmigen Außenstruktur weist die ringförmige Innenstruktur eine entsprechende zweite Öffnung auf, welche radial zu der jeweiligen ersten Öffnung angeordnet ist. Dies bedeutet, dass, in radialer Richtung des kelchförmigen Nabenkörpers betrachtet, jede zweite Öffnung unterhalb der entsprechenden ersten Öffnung liegt. In bestimmten Ausführungsformen ist jede zweite Öffnung deckungsgleich mit der entsprechenden zweiten Öffnung. Vorzugsweise können die zweiten Öffnungen jedoch andere Abmessungen und/oder eine andere Form als die ersten Öffnungen aufweisen.
[0013] Vorzugsweise weisen alle ersten Öffnungen der ringförmigen Außenstruktur die gleiche Form und die gleichen Abmessungen auf. Ferner weisen vorzugsweise alle zweiten Öffnungen der ringförmigen Innenstruktur die gleiche Form und die gleichen Abmessungen auf.
[0014] Vorzugsweise sind die ersten und/oder die zweiten Öffnungen kreisförmig. In einer alternativen Ausführungsform sind die ersten Öffnungen und/oder die zweiten Öffnungen mehreckig, vorzugsweise sechseckig oder achteckig. Für den Fall, dass die ersten Öffnungen und/oder die zweiten Öffnungen mehreckig sind, sind die Ecken des Polygons vorzugsweise abgerundet, so dass das Polygon keine scharfen Winkel an seiner Ecke aufweist. Dies ermöglicht eine gleichmäßigere Kraftverteilung im Bereich der Ecken, wodurch der Verschleiß im Bereich der Ecken verringert wird.
[0015] Ein Blatthalter kann durch eine erste Öffnung und anschließend durch die entsprechende zweite Öffnung eingesetzt werden. Somit wird jeder der Blatthalter zumindest um seinen Umfang sowohl durch eine erste als auch durch eine zweite Öffnung sicher gehalten. Vorzugsweise ist dadurch jeder Blatthalter immer noch um seine Längsachse drehbar, wenn er durch die erste bzw. die zweite Öffnung eingesetzt wird. Dies ermöglicht es, einen Neigungswinkel eines mit einem Blatthalter verbundenen Heckrotorblatts durch Drehen des jeweiligen Blatthalters innerhalb der Öffnungen zu verstellen.
[0016] Vorzugsweise erstrecken sich die ersten Verstärkungselemente um den gesamten Umfang jeder der ersten Öffnungen der ringförmigen Außenstruktur. Somit erhöhen die ersten Verstärkungselemente die Steifigkeit der ringförmigen Außenstruktur zumindest lokal im Bereich jeder der ersten Öffnungen, wodurch die Steifigkeit der gesamten Rotornabe erhöht wird. Vorzugsweise sind die ersten Verstärkungselemente so konfiguriert, dass sie die Randfläche der ersten Öffnungen zumindest teilweise bedecken. Dadurch sind die ersten Verstärkungselemente zumindest teilweise zwischen der Randfläche jeder ersten Öffnung und einer Außenfläche eines durch die erste Öffnung eingesetzten Blatthalters untergebracht.
[0017] Vorzugsweise weist jede der zweiten Öffnungen der ringförmigen Innenstruktur ein zweites Verstärkungselement zur Erhöhung der Steifigkeit der Rotornabe auf. Die Bereitstellung der zweiten Verstärkungselemente an jeder der zweiten Öffnungen erhöht die Steifigkeit der Rotornabe weiter.
[0018] Vorzugsweise erstrecken sich die zweiten Verstärkungselemente um den gesamten Umfang jeder der zweiten Öffnungen der ringförmigen Innenstruktur. Somit erhöhen die zweiten Verstärkungselemente die Steifigkeit der ringförmigen Innenstruktur zumindest lokal im Bereich jeder der zweiten Öffnungen, wodurch die Steifigkeit der gesamten Rotornabe erhöht wird. Vorzugsweise sind die zweiten Verstärkungselemente so konfiguriert, dass sie die Randfläche der zweiten Öffnungen zumindest teilweise bedecken. Dadurch sind die zweiten Verstärkungselemente zumindest teilweise zwischen der Randfläche jeder zweiten Öffnung und einer Außenfläche eines durch die zweite Öffnung eingesetzten Blatthalters untergebracht. Darüber hinaus kann der Funktionsspalt zwischen dem Blatthalter und den Verstärkungselementen optimiert werden, da ein erhöhter Toleranzgrad erreicht werden kann.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die ersten Verstärkungselemente und vorzugsweise die zweiten Verstärkungselemente als eine Hülse, vorzugsweise eine metallische Hülse, insbesondere als eine Stahlhülse, ausgebildet. In dieser Ausführungsform können die hülsenförmigen ersten Verstärkungselemente in die ersten Öffnungen der ringförmigen Außenstruktur eingesetzt werden. Dadurch entspricht eine Außenkontur der ersten Verstärkungselemente einer Kontur der ersten Öffnungen. Vorzugsweise ist eine Innenkontur der hülsenförmigen ersten Verstärkungselemente kreisförmig, das heißt die hülsenförmigen ersten Verstärkungselemente weisen eine Innenfläche auf, die zylindrisch ist. Für den Fall, dass die Außenkontur der hülsenförmigen ersten Verstärkungselemente kreisförmig ist, weisen die hülsenförmigen ersten Verstärkungselemente die allgemeine Form eines Hohlzylinders auf.
[0020] Für den Fall, dass die Rotornabe hülsenförmige zweite Verstärkungselemente aufweist, können die hülsenförmigen zweiten Verstärkungselemente in die zweiten Öffnungen der ringförmigen Innenstruktur eingesetzt werden. Dadurch entspricht eine Außenkontur der zweiten Verstärkungselemente einer Kontur der zweiten Öffnungen. Vorzugsweise ist eine Innenkontur der hülsenförmigen zweiten Verstärkungselemente kreisförmig, das heißt die hülsenförmigen zweiten Verstärkungselemente weisen eine Innenfläche auf, die zylindrisch ist. Für den Fall, dass die Außenkontur der hülsenförmigen zweiten Verstärkungselemente kreisförmig ist, weisen die hülsenförmigen zweiten Verstärkungselemente die allgemeine Form eines Hohlzylinders auf.
[0021] Vorzugsweise weisen die ersten Verstärkungselemente der ringförmigen Außenstruktur einen ersten Innendurchmesser und die zweiten Verstärkungselemente der ringförmigen Innenstruktur einen zweiten Innendurchmesser auf, wobei der erste Innendurchmesser größer als der zweite Innendurchmesser ist.
[0022] Da die ringförmige Außenstruktur den äußeren Rand des kelchförmigen Nabenkörpers überspannt, ist sie erheblich länger als die ringförmige Innenstruktur. Daher können die ersten Öffnungen der ringförmigen Außenstruktur größere Abmessungen als die zweiten Öffnungen der ringförmigen Innenstruktur aufweisen, da es weniger Größenbeschränkungen gibt. Gleichzeitig kann der erste Innendurchmesser der ersten Verstärkungselemente größer als der zweite Innendurchmesser der zweiten Verstärkungselemente sein. Daher können die ersten Verstärkungselemente eine höhere Last als die zweiten Verstärkungselemente aufnehmen.
[0023] Dementsprechend sind die Blatthalter in dieser Ausführungsform so ausgebildet, dass sie sowohl in die ersten Verstärkungselemente als auch in die zweiten Verstärkungselemente eng passen, indem sie unterschiedliche Durchmesser, die im Wesentlichen dem ersten Innendurchmesser und dem zweiten Innendurchmesser entsprechen, in Bereiche, die während der Verwendung der Rotornabe, d. h. im zusammengebauten Zustand derselben, innerhalb der ersten und zweiten Öffnungen liegen, einpassen. Vorzugsweise sind die Blatthalter dadurch allgemein wie der Buchstabe T geformt, das heißt, sie weisen an einem ihrer Enden einen erweiterten Bereich auf. Dieser erweiterte Bereich weist einen Durchmesser auf, der im Wesentlichen dem ersten Innendurchmesser entspricht, während die übrigen Blatthalter einen Durchmesser aufweisen, der im Wesentlichen dem zweiten Innendurchmesser entspricht. Der erweiterte Bereich umfasst vorzugsweise die Verbindungsmittel für ein Heckrotorblatt.
[0024] Vorzugsweise weisen die ersten Verstärkungselemente und vorzugsweise auch die zweiten Verstärkungselemente einen Flansch auf. Der Flansch ist vorzugsweise so konfiguriert, dass er in eine Innenfläche, d. h. eine Fläche, die der Mitte des kelchförmigen Nabenkörpers zugewandt ist, der ringförmigen Außenstruktur und der ringförmigen Innenstruktur eingreift, falls die zweiten Öffnungen zweite Verstärkungselemente aufweisen. Somit steht der Flansch von der Außenkontur des ersten und vorzugsweise zweiten Verstärkungselements im Bereich seines Endes, das der Mitte des kelchförmigen Nabenkörpers zugewandt ist, weg. Der Flansch sichert dadurch die ersten Verstärkungselemente und vorzugsweise die zweiten Verstärkungselemente vor einem Herausrutschen aus den ersten Öffnungen bzw. den zweiten Öffnungen durch die Zentrifugalkraft, wenn die Rotornabe gedreht wird. Vorzugsweise ist der Flansch keilförmig. Für den Fall, dass hülsenförmige erste Verstärkungselemente eine kreisförmige Außenkontur aufweisen, stellt der Flansch somit das Ende der ersten Verstärkungselemente, das der Mitte des kelchförmigen Nabenkörpers zugewandt ist, mit einer kegelstumpfförmigen Außenfläche bereit. Für den Fall, dass die Rotornabe zweite Verstärkungselemente aufweist und die zweiten Verstärkungselemente hülsenförmig sind und eine kreisförmige Außenkontur aufweisen, stellt der Flansch das Ende der zweiten Verstärkungselemente, welches der Mitte des kelchförmigen Nabenkörpers zugewandt ist, mit einer kegelstumpfförmigen Außenfläche bereit.
[0025] Vorzugsweise sind die ersten Verstärkungselemente und vorzugsweise die zweiten Verstärkungselemente jeweils als Gleitlager für die Blatthalter ausgebildet. Somit stellen die ersten Verstärkungselemente und vorzugsweise die zweiten Verstärkungselemente eine Lagerstruktur für die Blatthalter bereit, welche eine Drehung der Blatthalter um ihre Längsachse innerhalb der Öffnungen ermöglicht. Daher dienen die ersten Verstärkungselemente und vorzugsweise die zweiten Verstärkungselemente dem doppelten Zweck, einerseits die Rotornabe zu verstärken und andererseits eine Lagerstruktur für die Blatthalter bereitzustellen.
[0026] Vorzugsweise weisen die ersten Verstärkungselemente der ringförmigen Außenstruktur eine erste Gleitlagerfläche auf und wobei vorzugsweise die zweiten Verstärkungselemente der ringförmigen Innenstruktur eine zweite Gleitlagerfläche aufweisen.
[0027] Die erste Gleitlagerfläche und vorzugsweise die zweite Gleitlagerfläche sind dem Blatthalter zugewandt und stehen mit diesem in Kontakt.
[0028] Die Lagerflächen sind vorzugsweise so konfiguriert, dass sie nur radiale Kräfte aufnehmen. Dies bedeutet, dass die Lagerflächen so konfiguriert sind, dass sie keine Kraft aufnehmen, die parallel zur Längsachse der Blatthalter wirkt.
[0029] Vorzugsweise weisen die Blatthalter jeweils einen ersten Lagerbereich und vorzugsweise einen zweiten Lagerbereich auf, wobei der erste Lagerbereich der ersten Gleitlagerfläche der ersten Verstärkungselemente zugeordnet ist und vorzugsweise der zweite Lagerbereich der zweiten Gleitlagerfläche der zweiten Verstärkungselemente zugeordnet ist. Die Bereitstellung des ersten Lagerbereichs und vorzugsweise des zweiten Lagerbereichs an den Blatthaltern verringert die Reibung zwischen den ersten Verstärkungselementen und den zweiten Verstärkungselementen mit den Rotorhaltern.
[0030] Der erste Lagerbereich und vorzugsweise der zweite Lagerbereich sind vorzugsweise glatte Bereiche, vorzugsweise polierte Bereiche.
[0031] Vorzugsweise weist der erste Lagerbereich eine erste Lagerhülse auf und vorzugsweise weist der zweite Lagerbereich eine zweite Lagerhülse auf. Dies verringert zusätzlich die Reibung zwischen den ersten Verstärkungselementen und den zweiten Verstärkungselementen und den Blatthaltern. Es muss kein Lack oder keine Beschichtung auf den Blatthalter aufgebracht werden, was die Notwendigkeit von Austausch- oder Reparaturtätigkeiten reduziert. Die Lagerhülsen werden vorzugsweise auf die Rotorhalter aufgeschoben oder wärmegeschrumpft. Die Bereitstellung von Lagerhülsen ermöglicht eine einfache und kostengünstige Reparatur der Verzahnung zwischen dem kelchförmigen Nabenkörper und den Blatthaltern, da verschlissene oder beschädigte Lagerhülsen einfach durch neue Lagerhülsen ersetzt werden können.
[0032] Vorzugsweise sind die erste Lagerhülse und vorzugsweise die zweite Lagerhülse jeweils als eine metallische Hülse, insbesondere als eine Stahlhülse, ausgebildet. Durch die Verwendung eines Metalls, insbesondere Stahl, für die Hülse erhöht sich die Verschleißfestigkeit der Verzahnung zwischen dem kelchförmigen Nabenkörper und den Blatthaltern.
[0033] Vorzugsweise ist zwischen jeder ersten Lagerhülse und der ersten Gleitlagerfläche ein erstes ringförmiges Einlegeelement angeordnet.
[0034] Vorzugsweise ist zwischen jeder zweiten Lagerhülse und der zweiten Gleitlagerfläche ein zweites ringförmiges Einlegeelement angeordnet.
[0035] Das erste ringförmige Einlegeelement und/oder das zweite ringförmige Einlegeelement ist somit zwischen der ersten Lagerhülse und der ersten Gleitlagerfläche bzw. zwischen der zweiten Lagerhülse und der zweiten Gleitlagerfläche untergebracht. Das erste ringförmige Einlegeelement und/oder das zweite ringförmige Einlegeelement können einem doppelten Zweck dienen, indem sie Verschleiß verringern und die dynamische Reibung zwischen der ersten Lagerhülse und der ersten Gleitlagerfläche und/oder der zweiten Lagerhülse und der zweiten Gleitlagerfläche erhöhen. Da ein verschlissener erster ringförmiger Einleger oder zweiter ringförmiger Einleger leichter ausgetauscht werden kann als die erste oder zweite Lagerhülse oder das erste oder zweite Verstärkungselement (welches die erste bzw. zweite Lagerfläche umfasst), kann die Reparatur von Verschleißerscheinungen zwischen dem Blatthalter und dem kelchförmigen Nabenkörper effizienter und kostengünstiger durchgeführt werden, wenn ein erstes ringförmiges Einlegeelement und/oder zweites ringförmiges Einlegeelement vorhanden ist.
[0036] Vorzugsweise ist das erste und/oder zweite ringförmige Einlegeelement aus einem Polymermaterial, vorzugsweise aus einem faserverstärkten Polymermaterial, hergestellt. Alternativ ist das erste und/oder zweite ringförmige Einlegeelement aus einem metallischen Material hergestellt.
[0037] Vorzugsweise weist das erste und/oder zweite ringförmige Einlegeelement einen U-förmigen Querschnitt auf. Das erste und/oder zweite ringförmige Einlegeelement ist so konfiguriert, dass die Schenkel des U von dem Außenumfang nach außen gerichtet sind, so dass die Randfläche einer ersten oder zweiten Öffnung zumindest teilweise zwischen die Schenkel des U eingesetzt werden kann. Für den Fall, dass ein erstes oder zweites Verstärkungselement vorhanden ist, ist das erste oder zweite Verstärkungselement in diesem Fall ebenfalls zwischen den Schenkeln des U positioniert.
[0038] Vorzugsweise ist das erste und/oder zweite ringförmige Einlegeelement als Sprengring konfiguriert, besonders bevorzugt, wenn das erste und/oder zweite ringförmige Einlegeelement U-förmig ist. Die Bereitstellung des ersten und/oder zweiten ringförmigen Einlegeelements als Sprengring erleichtert dessen Anordnung in einer ersten oder zweiten Öffnung.
[0039] Vorzugsweise beträgt die Anzahl der Heckrotorblätter mindestens vier, insbesondere mindestens acht, insbesondere mindestens zehn. Dementsprechend umfasst die Rotornabe vorzugsweise eine passende Anzahl von Blatthaltern, an welchen die Heckrotorblätter befestigt sind, vorzugsweise in einer lösbaren Weise.
[0040] Die vorliegende Erfindung betrifft ferner einen Drehflügler mit einer Rotornabe gemäß der vorstehenden Beschreibung. Der Drehflügler ist vorzugsweise ein Hubschrauber.
[0041] Die vorliegende Erfindung betrifft ferner eine Rotornabe für einen Drehflügler. Die Rotornabe umfasst eine Mehrzahl von Heckrotorblättern sowie eine zentrale Halterung zur Befestigung der Mehrzahl von Heckrotorblättern. Die zentrale Halterung ist dazu ausgebildet, mittels eines Heckrotorantriebs angetrieben zu werden. Die Rotornabe umfasst ferner eine Mehrzahl von Blatthaltern, von denen jeder ein Heckrotorblatt mit der zentralen Halterung verbindet. Die Rotornabe umfasst einen kelchförmigen Nabenkörper mit zumindest einer ringförmigen Außenstruktur und einer ringförmigen Innenstruktur, wobei sowohl die ringförmige Außenstruktur als auch die ringförmige Innenstruktur eine Mehrzahl von ersten Öffnungen bzw. zweiten Öffnungen umfasst. Jede der Mehrzahl von ersten und zweiten Öffnungen ist zur Aufnahme eines Blatthalters ausgebildet, wobei zumindest die ersten Öffnungen der ringförmigen Außenstruktur jeweils ein Einlegeelement zur Erhöhung der Verschleißfestigkeit aufweisen, welches zwischen einer Randfläche der ersten Öffnungen und dem Blatthalter angeordnet ist.
[0042] Die Bereitstellung eines Einlegeelements zur Erhöhung der Verschleißfestigkeit hat den Vorteil, dass dieses Element bei einer normalen Wartung des Drehflüglers leicht austauschbar ist. Im Vergleich zu verschleißfesten Beschichtungen, die auf Blatthaltern aufgebracht sind, wie sie in der Technik bekannt sind, erfordert der Austausch eines Einlegeelements weniger Zeit und ist einfacher zu implementieren, wodurch die Zeit und Kosten, die für die Wartung eines Drehflüglers erforderlich sind, reduziert werden.
[0043] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Kombinationen von Merkmalen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden detaillierten Beschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0044] Die Zeichnungen, die zur Veranschaulichung der Ausführungsformen des Erfindungsbeispiels verwendet werden, zeigen:
Fig. 1
eine beispielhafte Ausführungsform eines Hubschraubers als ein Beispiel eines Drehflüglers, der einen Heckrotor mit einer Rotornabe gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst;
Fig. 2
eine Teildetailansicht einer ersten Ausführungsform einer Rotornabe gemäß der vorliegenden Erfindung als eine perspektivische Zeichnung;
Fig. 3
eine Längsschnittansicht eines Paars von Öffnungen mit einem darin eingesetzten Blatthalter;
Fig. 4, 5
eine Teildetailansicht des kelchförmigen Nabenkörpers ohne Blatthalter und ohne die ringförmigen Einsatzelemente;
Fig. 6
die Ansicht von Fig. 3 ohne Blatthalter und ringförmige Einsatzelemente;
Fig. 7
einen Blatthalter in einer perspektivischen Darstellung;
Fig. 8
eine zweite beispielhafte Ausführungsform einer Rotornabe mit einem kelchförmigen Nabenkörper mit achteckigen ersten Öffnungen und achteckigen zweiten Öffnungen;
Fig. 9
ein erstes Verstärkungselement der zweiten Ausführungsform, wie in Fig. 8 im Detail gezeigt;
Fig. 10
eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Rotornabe, wobei der Blatthalter und das Heckrotorblatt einstückig sind.
[0045] Grundsätzlich sind identische Teile in den Figuren mit identischen Bezugszeichen gekennzeichnet.
Ausführungsbeispiele zur Implementierung der Erfindung
[0046] Fig. 1 zeigt eine beispielhafte Ausführungsform eines Hubschraubers 1 als ein Beispiel eines Drehflüglers, der einen Heckrotor 6 mit einer Rotornabe 10 gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst. Mehrere Heckrotorblätter 11 sind mit der Rotornabe 10 verbunden. Wie in der Technik bekannt, umfasst ein Hubschrauber einen Rumpf 2, der einen Fahrgastraum und ein Cockpit umschließt. Ein Hauptrotor 3 ist oben auf dem Rumpf 2 angeordnet, wobei der Hauptrotor 3 mit einem Hauptantrieb (nicht gezeigt) gekoppelt ist, der in dem Rumpf 2 angeordnet ist. Der Hubschrauber umfasst einen Heckausleger 4 mit Höhenleitwerken 5, die damit verbunden sind. Der Heckrotor 6 ist am Ende des Heckauslegers 4 angeordnet. Ferner umfasst der Hubschrauber 1 über dem Heckrotor 6 eine Seitenflosse 7. In der gezeigten Ausführungsform ist der Heckrotor 6 als ein sogenannter Fenestron konfiguriert.
[0047] Fig. 2 zeigt eine Teildetailansicht einer ersten Ausführungsform einer Rotornabe 10 gemäß der vorliegenden Erfindung als eine perspektivische Zeichnung. Die Rotornabe 10 umfasst eine zentrale Halterung 12 mit einem kelchförmigen Nabenkörper 13. Der kelchförmige Nabenkörper 13 umfasst eine kreisförmige Grundwand 24. Eine erste ringförmige Außenstruktur 14 ist um den äußeren Rand der kreisförmigen Grundwand 24 angeordnet. Die ringförmige Außenstruktur 14 ist als eine Wand ausgebildet, welche sich im Wesentlichen senkrecht von der kreisförmigen Grundwand 24 auf einer Seite davon erstreckt. Eine ringförmige Innenstruktur 15 ist ferner auf der kreisförmigen Grundwand 24 in einem definierten Abstand von der ringförmigen Außenstruktur 14 angeordnet. Die ringförmige Außenstruktur 14 und die ringförmige Innenstruktur 15 sind konzentrisch zueinander.
[0048] Eine Mehrzahl von ersten Öffnungen 16 ist auf der ringförmigen Außenstruktur 14 angeordnet. Die ringförmige Innenstruktur 15 umfasst auch eine Mehrzahl von zweiten Öffnungen 17. Die zentrale Halterung 12 umfasst die gleiche Anzahl von ersten Öffnungen 16 und zweiten Öffnungen 17. Eine erste Öffnung 16 und eine zweite Öffnung 17 bilden dadurch ein Paar von Öffnungen 16, 17, welche radial zueinander angeordnet sind. Dies bedeutet, dass eine Mitte der äußeren Öffnung 16 und eine Mitte der inneren Öffnung 17 auf einer radialen Linie der kreisförmigen Grundwand 24 des kelchförmigen Nabenkörpers 13 angeordnet sind. Wie in Fig. 2 zu sehen ist, sind sowohl die ersten Öffnungen 16 als auch die zweiten Öffnungen 17 kreisförmig, unterscheiden sich jedoch in ihrem Durchmesser, wobei die zweiten Öffnungen 17 einen kleineren Durchmesser als die ersten Öffnungen 16 aufweisen.
[0049] Eine Randfläche jeder der ersten Öffnungen 16 und der zweiten Öffnungen 17 weist ein erstes Verstärkungselement 18 bzw. ein zweites Verstärkungselement 19 auf (in Fig. 2 nicht zu sehen, siehe Fig. 3 und Fig. 4). Die ersten Verstärkungselemente 18 und die zweiten Verstärkungselemente 19 verstärken den kelchförmigen Nabenkörper 13 in den Bereichen der ersten Öffnungen 16 und der zweiten Öffnungen 17. Da eine Vielzahl von Verstärkungselementen vorhanden ist, verstärken die Verstärkungselemente die gesamte Struktur der Rotornabe 10.
[0050] Ein Blatthalter 30 ist durch jedes Paar von ersten Öffnungen 16 und zweiten Öffnungen 17 eingesetzt. Die Blatthalter 30 umfassen einen im Wesentlichen zylindrischen Hauptkörper 31 mit einem erweiterten Bereich 40 an einem Ende. Der erweiterte Bereich 40 umfasst einen ersten Lagerbereich 32, der mit dem ersten Verstärkungselement zusammenwirkt, um ein erstes Reibungslager zwischen dem kelchförmigen Nabenkörper 13 und dem Blatthalter 30 zu bilden. Ferner umfasst der Hauptkörper 31 des Blatthalters 30 einen zweiten Lagerbereich 33, der mit dem zweiten Verstärkungselement zusammenwirkt, um ein zweites Reibungslager zwischen dem kelchförmigen Nabenkörper 13 und dem Blatthalter 30 zu bilden. Um den Verschleiß des Blatthalters 30 zu verringern, ist auf dem ersten Lagerbereich 32 eine erste Lagerhülse 34 angeordnet und auf dem zweiten Lagerbereich 33 ist eine zweite Lagerhülse 35 angeordnet.
[0051] Um den Verschleiß weiter zu verringern, sind zwischen dem ersten Verstärkungselement und der ersten Lagerhülse 34 sowie zwischen dem zweiten Verstärkungselement und der zweiten Lagerhülse 35 jeweils ein erstes ringförmiges Einlegeelement 50 und ein zweites ringförmiges Einlegeelement 51 angeordnet. Die ringförmigen Einlegeelemente 50, 51 sind dabei auf einer Gleitlagerfläche des ersten Verstärkungselements bzw. des zweiten Verstärkungselements angeordnet (in Fig. 2 nicht zu sehen, siehe Fig. 3). Wie zu sehen ist, sind sowohl das erste ringförmige Einlegeelement 50 als auch das zweite ringförmige Einlegeelement 51 wie Sprengringe konfiguriert, um ein einfacheres Einlegen derselben zu ermöglichen.
[0052] Der Hauptkörper 31 der Blatthalter 30 weist einen Durchmesser auf, der so gewählt ist, dass der Hauptkörper 31 durch eine zweite Öffnung 17, die mit einem zweiten Verstärkungselement und mit einem zweiten ringförmigen Einlegeelement 51 ausgestattet ist, eingesetzt und passgenau in diese eingepasst werden kann. Gleichermaßen weist der erweiterte Bereich 40 einen Durchmesser auf, welcher so gewählt ist, dass der erweiterte Bereich 40 durch eine erste Öffnung 16, die mit einem ersten Verstärkungselement und mit einem ersten ringförmigen Einlegeelement 50 ausgestattet ist, eingesetzt und passgenau in diese eingepasst werden kann.
[0053] Mittels des ersten Reibungslagers und des zweiten Reibungslagers werden die Blatthalter 30 drehbar innerhalb eines Paars von Öffnungen 16, 17 gehalten. Es ist zu beachten, dass das erste Reibungslager und das zweite Reibungslager nur radiale Lasten der Blatthalter 30, aber keine axialen Lasten tragen.
[0054] Die Blatthalter weisen ferner eine Verbindungsstruktur 36 auf, welche auf dem erweiterten Bereich 40 angeordnet ist. Ein Heckrotorblatt (in Fig. 2 nicht gezeigt) kann mittels der Verbindungsstruktur 36 lösbar an dem Blatthalter 30 befestigt werden. Die Verbindungsstruktur 36 umfasst eine Nut 37, welche von zwei Seitenwänden 38.1, 38.2 flankiert wird. Eine Mehrzahl von Bohrungen 39 ist paarweise an den Seitenwänden 38.1, 38.2 vorgesehen, um ein in die Nut 37 eingesetztes Heckrotorblatt mittels Bolzen oder dergleichen zu befestigen.
[0055] Fig. 3 zeigt eine Längsschnittansicht eines Paars von Öffnungen 16, 17 mit einem darin eingesetzten Blatthalter 30 gemäß der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform. Es wird angemerkt, dass die Figur einen Schnitt entlang einer Ebene durch eine Längsachse des Blatthalters 30 und parallel zur kreisförmigen Grundwand 24 des kelchförmigen Nabenkörpers 13 zeigt.
[0056] Die Anordnung der Verstärkungselemente 18, 19 innerhalb der Öffnungen 16, 17 ist in Fig. 3 gut zu erkennen. Wie zu sehen ist, ist das erste Verstärkungselement 18 in die erste Öffnung 16 eingesetzt. Das erste Verstärkungselement 18 ist hülsenförmig und umfasst einen ersten Innendurchmesser D1. Der Außendurchmesser des ersten Verstärkungselements 18 entspricht dem Durchmesser der ersten Öffnung 16. Das erste Verstärkungselement 18 umfasst einen Flansch 20 an einem Rand davon. Der Flansch 20 des ersten Verstärkungselements 18 ist in der gezeigten Ausführungsform keilförmig. Da das erste Verstärkungselement 18 hülsenförmig ist, stellt der keilförmige Flansch 20 das erste Verstärkungselement 18 mit einer kegelstumpfförmigen Außenfläche bereit. Der Flansch 20 des ersten Verstärkungselements 18 ist auf einer Seite der ersten Öffnung 16 angeordnet, die der Mitte des kelchförmigen Nabenkörpers 13 zugewandt ist. Somit sichert der Flansch 20 das erste Verstärkungselement 18 vor einem Herausrutschen aus der ersten Öffnung 16 durch Zentrifugalkräfte, wenn die Rotornabe 10 gedreht wird.
[0057] Das erste ringförmige Einlegeelement 50 weist einen U-förmigen Querschnitt auf, wie in Fig. 3 gut zu erkennen ist. Die Schenkel des U sind an dem Außenumfang des ersten ringförmigen Einlegeelements 50 angeordnet und überlappen mit einer Außen- und Innenfläche der ringförmigen Außenstruktur 14.
[0058] Das zweite Verstärkungselement 19 ist im Wesentlichen wie das erste Verstärkungselement 18 konfiguriert, weist jedoch kleinere Abmessungen auf, um in die kleinere zweite Öffnung 17 zu passen. Somit weist das zweite Verstärkungselement 19 einen zweiten Innendurchmesser D2 auf, der kleiner als der erste Innendurchmesser D1 ist. Dasselbe gilt für das zweite Verstärkungselement 19, das auch einen Flansch 21 umfasst, der in der gezeigten Ausführungsform keilförmig ist. Das zweite ringförmige Einlegeelement 51 ist ebenfalls ähnlich wie das erste ringförmige Einlegeelement 50 konfiguriert.
[0059] Wie in Fig. 3 zu sehen ist, umfasst der Blatthalter 30 auch eine Kupplung 41, die mit einer Steuerstange (nicht gezeigt) oder dergleichen gekoppelt werden kann. Mittels der Kupplung 41 kann der Blatthalter 30 um seine Längsachse gedreht werden, z. B. um den Neigungswinkel eines Heckrotorblatts (nicht gezeigt) zu verstellen, das mit der Verbindungsstruktur 36 verbunden ist, die auf dem erweiterten Bereich 41 des Blatthalters 30 vorgesehen ist.
[0060] Fig. 4 zeigt eine Teildetailansicht des kelchförmigen Nabenkörpers 13 gemäß der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform ohne Blatthalter 30 und ohne die ringförmigen Einsatzelemente 50, 51. Wie zu sehen ist, weist das erste Verstärkungselement 18 eine erste Gleitlagerfläche 22 auf und das zweite Verstärkungselement 19 eine zweite Gleitlagerfläche 23. Die in Fig. 4 gezeigte gestrichelte Linie veranschaulicht die Anordnung jeder zweiten Öffnung 17 radial zu einer ersten Öffnung 16. Ferner ist die Anordnung der ringförmigen Außenstruktur 14 und der ringförmigen Innenstruktur 15 als Wände, die im Wesentlichen senkrecht zur kreisförmigen Grundwand 24 des kelchförmigen Nabenkörpers 13 sind, auch in dieser Figur gut zu erkennen.
[0061] Fig. 5 zeigt im Wesentlichen die gleiche Situation wie Fig. 4, jedoch von der anderen Seite der ringförmigen Außenstruktur 14.
[0062] Fig. 6 zeigt im Wesentlichen die gleiche Situation wie Fig. 3, jedoch ohne Blatthalter 30 und ringförmige Einsatzelemente 50, 51. In dieser Figur sind die erste Gleitlagerfläche 22 des ersten Verstärkungselements 18 und die zweite Gleitlagerfläche 23 des zweiten Verstärkungselements 19 gut zu erkennen. Ferner ist auch die Sicherung des ersten Verstärkungselements 18 und des zweiten Verstärkungselements 19 mittels der jeweiligen Flansche 20, 21 gut zu erkennen.
[0063] Fig. 7 zeigt eine beispielhafte Ausführungsform eines Blatthalters 30 gemäß der vorliegenden Erfindung in einer perspektivischen Darstellung. Wie bereits in Verbindung mit Fig. 3 erwähnt, umfasst der Blatthalter 30 einen im Wesentlichen zylindrischen Hauptkörper 31 mit einem erweiterten Bereich 40 an einem Ende davon. Auf einer Umfangsfläche des erweiterten Bereichs 41 umfasst der Blatthalter 30 den ersten Lagerbereich 32, auf welchem die erste Lagerhülse 34 angeordnet ist. Am anderen Ende des Blatthalters 30 umfasst der Hauptkörper 31 den zweiten Lagerbereich 33, auf welchem die zweite Lagerhülse 35 angeordnet ist. Wie in der Figur zu sehen ist, ist die Kupplung 41 in Form eines Vorsprungs mit einer Bohrung, an welcher zum Beispiel eine Steuerstange mittels eines Bolzens befestigt werden kann. Ebenfalls gut zu erkennen ist die Verbindungsstruktur 36 mit der Nut 37, welche von den zwei Seitenwänden 38.1, 38.2 flankiert wird. Wie oben erwähnt, kann ein Heckrotorblatt (nicht gezeigt) mittels der Verbindungsstruktur 36 lösbar mit dem Blatthalter 30 gekoppelt werden. Dadurch kann ein Ende des Heckrotorblatts in die Nut 37 eingesetzt und mittels Bolzen oder dergleichen, welche durch die paarweise angeordneten Bohrungen 39 an den zwei Seitenwänden 38.1, 38.2 geführt werden, an dem Blatthalter 30 befestigt werden.
[0064] Fig. 8 zeigt eine zweite beispielhafte Ausführungsform einer Rotornabe 10 mit einem kelchförmigen Nabenkörper 13 mit achteckigen ersten Öffnungen 16 und achteckigen zweiten Öffnungen 17 an der ringförmigen Außenstruktur 14 bzw. der ringförmigen Innenstruktur 15. Es wird angemerkt, dass die ersten Verstärkungselemente 16 und die zweiten Verstärkungselemente 17, welche in der Figur in die ersten Öffnungen 16 bzw. die zweiten Öffnungen 17 eingesetzt gezeigt sind, eine Außenkontur aufweisen, die achteckig ist und der Form und den Abmessungen der ersten Öffnungen 16 bzw. der zweiten Öffnungen 17 entspricht, während eine Innenkontur kreisförmig ist und die jeweilige Gleitlagerfläche bildet.
[0065] Fig. 9 zeigt ein erstes Verstärkungselement 18 der zweiten Ausführungsform, wie in Fig. 8 im Detail gezeigt. Wie in dieser Figur gut zu erkennen ist, ist die Außenkontur 25 des ersten Verstärkungselements 18 achteckig, während die Innenkontur, welche die erste Gleitlagerfläche 22 bildet, kreisförmig ist. Während nur das erste Verstärkungselement 18 der zweiten Ausführungsform gezeigt ist, wird angemerkt, dass das zweite Verstärkungselement 19 der zweiten Ausführungsform analog geformt und konfiguriert ist, jedoch kleinere Abmessungen aufweist.
[0066] Fig. 10 zeigt eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Rotornabe 10, wobei der Blatthalter 30 ein Heckrotorblatt 11 umfasst, das heißt, der Blatthalter 30 und das Heckrotorblatt 11 sind einstückig. Ansonsten ist die dritte Ausführungsform im Wesentlichen gleich wie die erste Ausführungsform, wie in Fig. 2 gezeigt, konfiguriert.
Bezugszeichenliste
[0067] 1
Hubschrauber
2
Rumpf
3
Hauptrotor
4
Heckausleger
5
Höhenleitwerk
6
Heckrotor
7
Seitenflosse
10
Rotornabe
11
Heckrotorblatt
12
Zentrale Lagerung
13
Kelchförmiger Nabenkörper
14
Ringförmige Außenstruktur
15
Ringförmige Innenstruktur
16
Erste Öffnung
17
Zweite Öffnung
18
Erstes Verstärkungselement
19
Zweites Verstärkungselement
20
Flansch des ersten Verstärkungselements
21
Flansch des zweiten Verstärkungselements
22
erste Gleitlagerfläche
23
zweite Gleitlagerfläche
24
kreisförmige Grundwand
25
Außenkontur
30
Blatthalter
31
Hauptkörper
32
erster Lagerbereich
33
zweiter Lagerbereich
34
erste Lagerhülse
35
zweite Lagerhülse
36
Verbindungsstruktur
37
Nut
38.1, 38.2
Seitenwände
39
Bohrung
40
erweiterter Bereich
41
Kupplung
50
erstes ringförmiges Einlegeelement
51
zweites ringförmiges Einlegeelement
Claims (15)
1. Rotornabe (10) für einen Heckrotor (6) eines Drehflüglers (1) mit einer Mehrzahl von Heckrotorblättern (11), wobei die Rotornabe (10) aufweist:
eine zentrale Halterung (12) zur Befestigung der Mehrzahl von Heckrotorblättern (11), wobei die zentrale Halterung (12) dazu ausgebildet ist, mittels eines Heckrotorantriebs angetrieben zu werden,
eine Mehrzahl von Blatthaltern (30), von denen jeder ein Heckrotorblatt (11) mit der zentralen Halterung (12) verbindet,
einen kelchförmigen Nabenkörper (13) mit zumindest einer ringförmigen Außenstruktur (14) und einer ringförmigen Innenstruktur (15),
wobei die ringförmige Außenstruktur (14) eine Mehrzahl von ersten Öffnungen (16) und die ringförmige Innenstruktur (15) eine Mehrzahl von zweiten Öffnungen (17) aufweist, wobei jede der Mehrzahl von ersten Öffnungen (16) und zweiten Öffnungen (17) zur Aufnahme eines Blatthalters (30) ausgebildet ist, und
wobei zumindest die ersten Öffnungen (16) der ringförmigen Außenstruktur (14) jeweils ein erstes Verstärkungselement (18) zur Erhöhung der Steifigkeit der Rotornabe (10) aufweisen.
2. Rotornabe (10) nach Anspruch 1, wobei die zweiten Öffnungen (17) der ringförmigen Innenstruktur (15) jeweils ein zweites Verstärkungselement (19) zur Erhöhung der Steifigkeit der Rotornabe (10) aufweisen.
3. Rotornabe (10) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die ersten Verstärkungselemente (18) und vorzugsweise die zweiten Verstärkungselemente (19) als eine Hülse, vorzugsweise eine metallische Hülse, insbesondere als eine Stahlhülse, ausgebildet sind.
4. Rotornabe (10) nach Anspruch 3, wobei die ersten Verstärkungselemente (18) der ringförmigen Außenstruktur (14) einen ersten Innendurchmesser (D1) und die zweiten Verstärkungselemente (19) der ringförmigen Innenstruktur (15) einen zweiten Innendurchmesser (D2) aufweisen, wobei der erste Innendurchmesser (D1) größer als der zweite Innendurchmesser (D2) ist.
5. Rotornabe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die ersten Verstärkungselemente (18) und vorzugsweise die zweiten Verstärkungselemente (19) einen Flansch (20, 21) aufweisen.
6. Rotornabe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die ersten Verstärkungselemente (18) und vorzugsweise die zweiten Verstärkungselemente (19) jeweils als Gleitlager für die Blatthalter (30) ausgebildet sind.
7. Rotornabe (10) nach Anspruch 6, wobei die ersten Verstärkungselemente (18) der ringförmigen Außenstruktur (14) eine erste Gleitlagerfläche (22) aufweisen und wobei vorzugsweise die zweiten Verstärkungselemente (19) der ringförmigen Innenstruktur (15) eine zweite Gleitlagerfläche (23) aufweisen.
8. Rotornabe (10) nach Anspruch 7, wobei die Blatthalter (30) jeweils einen ersten Lagerbereich (32) und vorzugsweise einen zweiten Lagerbereich (33) aufweisen, wobei der erste Lagerbereich (32) der ersten Gleitlagerfläche (22) der ersten Verstärkungselemente (18) zugeordnet ist und vorzugsweise der zweite Lagerbereich (32) der zweiten Gleitlagerfläche (22) der zweiten Verstärkungselemente (19) zugeordnet ist.
9. Rotornabe (10) nach Anspruch 8, wobei der erste Lagerbereich (32) eine erste Lagerhülse (34) aufweist und vorzugsweise der zweite Lagerbereich (33) eine zweite Lagerhülse (35) aufweist.
10. Rotornabe (10) nach Anspruch 9, wobei die erste Lagerhülse (34) und vorzugsweise die zweite Lagerhülse (35) jeweils als eine metallische Hülse, insbesondere als eine Stahlhülse, ausgebildet sind.
11. Rotornabe (10) nach Anspruch 9 oder 10, wobei zwischen der ersten Lagerhülse (34) und der ersten Gleitlagerfläche (22) ein erstes ringförmiges Einlegeelement (50) angeordnet ist.
12. Rotornabe (10) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei zwischen jeder zweiten Lagerhülse (35) und der zweiten Gleitlagerfläche (23) ein zweites ringförmiges Einlegeelement (51) angeordnet ist.
13. Rotornabe (10) nach Anspruch 11 oder 12, wobei das erste ringförmige Einlegeelement (50) und/oder das zweite ringförmige Einlegeelement (51) einen U-förmigen Querschnitt aufweisen.
14. Rotornabe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Anzahl der Heckrotorblätter (11) mindestens vier, insbesondere mindestens acht, insbesondere mindestens zehn beträgt.
15. Drehflügler (1) mit einer Rotornabe (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 14.
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