CH722035A1 - Mehrteiliges gehäuse für eine vorrichtung - Google Patents

Mehrteiliges gehäuse für eine vorrichtung

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CH722035A1
CH722035A1 CH000841/2024A CH8412024A CH722035A1 CH 722035 A1 CH722035 A1 CH 722035A1 CH 000841/2024 A CH000841/2024 A CH 000841/2024A CH 8412024 A CH8412024 A CH 8412024A CH 722035 A1 CH722035 A1 CH 722035A1
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housing
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locking connection
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Bühler Beat
Piso Floris
Schmid Marvin
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Uster Technologies Ag
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    • D—TEXTILES; PAPER
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    • D01G—PRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
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Abstract

Ein mehrteiliges Gehäuse (1) für eine Vorrichtung beinhaltet zwei mittels einer formschlüssigen Verbindung (2) miteinander verbundene Konstruktionsprofile (11, 12) mit zueinander parallel verlaufenden Profilachsen. Die formschlüssige Verbindung (2) ist derart ausgestaltet, dass sie in einer senkrecht zu den Profilachsen verlaufenden Verbindungsrichtung (x) wirkt und eine Linearverschiebung (31) der beiden verbundenen Konstruktionsprofile (11, 12) gegeneinander in der Verbindungsrichtung (x) zulässt. Das Gehäuse beinhaltet ferner ein Tragelement (18), an dem jedes der beiden Konstruktionsprofile (11, 12) befestigt ist. Das Gehäuse (1) ist in verschiedenen Längen einfach und kostengünstig herstellbar.

Description

FACHGEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein mehrteiliges Gehäuse für eine Vorrichtung, vorzugsweise für die Textilindustrie, gemäss dem Oberbegriff des ersten Patentanspruchs.
[0002] Eine beispielhafte Anwendung der Erfindung liegt auf dem Gebiet der textilen Qualitätskontrolle in der Spinnereivorbereitung, wobei die Vorrichtung als Faserreiniger zum Ausscheiden von Fremdstoffen aus in Form von Faserflocken pneumatisch geförderten Textilfasern, bspw. Baumwollfasern, ausgestaltet ist. Dementsprechend bezieht sich die Erfindung auch auf eine Vorrichtung zum Ausscheiden von Fremdstoffen in textilem Fasermaterial und auf eine Anordnung einer Vorrichtung zum Ausscheiden von Fremdstoffen in textilem Fasermaterial an einem Förderkanal zur Förderung des textilen Fasermaterials mit einem pneumatischen Förderstrom, gemäss den Oberbegriffen von abhängigen Ansprüchen.
STAND DER TECHNIK
[0003] Die WO-2006/079426 A1 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Ausscheiden von Fremdstoffen in Fasermaterial, insbesondere in Rohbaumwolle. An einer pneumatischen Fasertransportleitung sind in Transportrichtung hintereinander ein optisches Sensorsystem zum Erkennen von Fremdstoffen und eine Ausscheidevorrichtung mit wenigstens einer quer zur Fasertransportleitung wirksamen Druckluftdüse angeordnet. Gegenüber der Druckluftdüse weist die Fasertransportleitung eine Ausscheideöffnung für die von der Ausscheidevorrichtung ausgeblasenen Fremdstoffe auf. Derartige Vorrichtungen in der Spinnereivorbereitung werden „Faserreiniger“ genannt.
[0004] Gehäuse für derartige Vorrichtungen wurden bisher hauptsächlich aus Blech hergestellt. In der Textilindustrie besteht immer wieder der Bedarf, Vorrichtungen wie z. B. den Faserreiniger in verschiedenen Längen anzubieten, um verschiedene Kundenbedürfnisse zu befriedigen. Besteht das Gehäuse aus Blech, so muss für jede Vorrichtungslänge ein eigenes Gehäuse entworfen und hergestellt werden, was ineffizient und teuer ist.
[0005] Gehäuse aus mehreren miteinander verbundenen Konstruktionsprofilen mit zueinander parallel verlaufenden Profilachsen sind bekannt. Sie haben den Vorteil, auf einfache Weise in verschiedenen Längen herstellbar zu sein, indem jeweils dieselben Konstruktionsprofile auf die verschiedenen Längen zugeschnitten werden. Alle anderen Bauteile können im Wesentlichen unverändert bleiben. Diesen Vorteil macht sich die vorliegende Erfindung zunutze.
[0006] Ein Problem bei derartigen Gehäusen stellen die bei Konstruktionsprofilen grossen Massabweichungen vom Nennwert in der Breitenrichtung, d. h. senkrecht zur Profilachse, dar. Sie betragen bei im Strangpressverfahren hergestellten Konstruktionsprofilen typischerweise ca. 2 % der Breite. Wenn am Gehäuse z. B. optische Bauteile der Vorrichtung befestigt sind, die präzise aufeinander und auf Elemente ausserhalb des Gehäuses ausgerichtet sein müssen, so sind bei jeder Vorrichtung individuelle Justierungen nötig. Dies treibt den Herstellungsaufwand und die Herstellungskosten in die Höhe.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0007] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein mehrteiliges Gehäuse für eine Vorrichtung zu schaffen, das die Nachteile des Stands der Technik vermeidet oder zumindest mildert. Insbesondere soll das Gehäuse auf einfache Weise in verschiedenen Längen einfach und kostengünstig herstellbar sein. Gleichzeitig soll es im zusammengesetzten Zustand geringe Masstoleranzen aufweisen. Es soll auch gut gegen unerwünschte äussere Einflüsse wie Staub und Feuchtigkeit abgedichtet sein sowie eine gute elektromagnetische Verträglichkeit aufweisen.
[0008] Diese und andere Aufgaben werden durch die Vorrichtung gemäss dem ersten Patentanspruch gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
[0009] Das erfindungsgemässe mehrteilige Gehäuse für eine Vorrichtung, vorzugsweise für die Textilindustrie, beinhaltet zwei mittels einer formschlüssigen Verbindung miteinander verbundene Konstruktionsprofile mit zueinander parallel verlaufenden Profilachsen. Die formschlüssige Verbindung ist derart ausgestaltet, dass sie in einer senkrecht zu den Profilachsen verlaufenden Verbindungsrichtung wirkt und eine Linearverschiebung der beiden verbundenen Konstruktionsprofile gegeneinander in der Verbindungsrichtung zulässt. Ferner beinhaltet das Gehäuse ein Tragelement, an dem jedes der beiden Konstruktionsprofile befestigt ist.
[0010] In einer Ausführungsform ist die formschlüssige Verbindung derart ausgestaltet, dass sie eine Linearverschiebung um mindestens 2 % und vorzugsweise mindestens 5 % einer in der Verbindungsrichtung gemessenen Länge des längeren der beiden verbundenen Konstruktionsprofile zulässt. Weisen beide Konstruktionsprofile in der Verbindungsrichtung dieselbe Länge auf, so beziehen sich die obigen Prozentangaben auf diese Länge.
[0011] In einer Ausführungsform ist die formschlüssige Verbindung derart ausgestaltet, dass sie zusätzlich zur Linearverschiebung auch eine Drehung der beiden verbundenen Konstruktionsprofile gegeneinander um mindestens eine zu den Profilachsen parallele Rotationsachse zulässt. Dabei ist die formschlüssige Verbindung vorzugsweise derart ausgestaltet, dass zu ihrer Herstellung die beiden zu verbindenden Konstruktionsprofile zuerst um die mindestens eine Rotationsachse gegeneinander gedreht und danach an dem mindestens einen Tragelement befestigt werden müssen.
[0012] In einer Ausführungsform weist jedes der beiden Konstruktionsprofile ein krallenartiges Profilelement auf, und die beiden krallenartigen Profilelemente sind derart angeordnet und aufeinander abgestimmt, dass sie an der formschlüssigen Verbindung beteiligt sind.
[0013] In einer Ausführungsform ist die formschlüssige Verbindung derart ausgestaltet, dass ein in ihr verlaufender Verbindungspfad zwischen einem Aussenraum und einem Innenraum des Gehäuses labyrinthartig verschlungen ist.
[0014] In einer Ausführungsform ist ein in der formschlüssigen Verbindung verlaufender Verbindungspfad zwischen einem Aussenraum und einem Innenraum des Gehäuses durch mindestens ein Dichtungselement abgedichtet. Das mindestens eine Dichtungselement kann z. B. jeweils eine in einer Profilnut liegende, sich entlang der ganzen formschlüssigen Verbindung erstreckende Rundschnurdichtung sein.
[0015] In einer Ausführungsform beinhaltet das Tragelement ein ebenes Flächentragwerk, dessen Ebene parallel zur Verbindungsrichtung liegt.
[0016] In einer Ausführungsform beinhaltet das Gehäuse zwei Tragelemente, die im Wesentlichen zwei einander gegenüberliegende Wände des Gehäuses bilden.
[0017] In einer Ausführungsform besteht mindestens eines der beiden Konstruktionsprofile aus stranggepresstem Aluminium und/oder das Tragelement aus einem Stahl.
[0018] In einer Ausführungsform bestehen die beiden Konstruktionsprofile und das Tragelement aus Metall, und die beiden Konstruktionsprofile sind derart am Tragelement befestigt, dass die beiden Konstruktionsprofile und das Tragelement elektrisch miteinander verbunden sind.
[0019] In einer Ausführungsform beherbergt das Gehäuse eine Vorrichtung zum Ausscheiden von Fremdstoffen in textilem Fasermaterial oder einen Teil davon.
[0020] Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung zum Ausscheiden von Fremdstoffen in textilem Fasermaterial. Die Vorrichtung beinhaltet eine Sensoreinrichtung zum Detektieren der Fremdstoffe, eine mit der Sensoreinrichtung verbundene Auswerteeinrichtung zum Auswerten von Signalen der Sensoreinrichtung und eine mit der Auswerteeinrichtung gesteuerte Ausscheideeinrichtung zum Ausscheiden der Fremdstoffe aus dem Fasermaterial. Ferner beinhaltet die Vorrichtung ein Gehäuse, das die Sensoreinrichtung, die Auswerteeinrichtung und/oder die Ausscheideeinrichtung beherbergt. Das Gehäuse ist ein oben beschriebenes erfindungsgemässes Gehäuse. Ausserdem bezieht sich die Erfindung auf eine Anordnung einer Vorrichtung zum Ausscheiden von Fremdstoffen in textilem Fasermaterial an einem Förderkanal zur Förderung des textilen Fasermaterials mit einem pneumatischen Förderstrom. Die Vorrichtung oder ein Teil davon ist in einem Gehäuse untergebracht, das unmittelbar an den Förderkanal angrenzt. Das Gehäuse ist ein oben beschriebenes erfindungsgemässes Gehäuse.
[0021] Die Erfindung erlaubt dank der Verwendung von Konstruktionsprofilen eine einfache Anpassung der Gehäuselänge an verschiedene Anforderungen. Die Konstruktionsprofile können auf die gewünschte Länge zugeschnitten und zusammen mit dem mindestens einen Tragelement zum Gehäuse zusammengesetzt werden. Dabei können die Konstruktionsprofile und das mindestens eine Tragelement unabhängig von der jeweiligen Gehäuselänge vorgefertigt sein. Eine Neukonstruktion für eine neue Gehäuselänge erübrigt sich. Dadurch ist das Gehäuse in verschiedenen Längen einfach und kostengünstig herstellbar.
[0022] Der bekannte Nachteil von Konstruktionsprofilen, nämlich die relativ starken Massabweichungen vom Nennwert senkrecht zur Profilachse, wird durch die Erfindung aufgefangen. Dank dem mindestens einen Tragelement weist das erfindungsgemässe Gehäuse im zusammengesetzten Zustand geringe Masstoleranzen auf. Somit können z. B. optische Bauteile am Gehäuse befestigt und präzise aufeinander und auf Elemente ausserhalb des Gehäuses ausgerichtet werden.
[0023] Das erfindungsgemässe Gehäuse kann gut gegen unerwünschte äussere Einflüsse wie Staub und Feuchtigkeit abgedichtet werden. Es weist eine gute elektromagnetische Verträglichkeit auf.
AUFZÄHLUNG DER ZEICHNUNGEN
[0024] Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung anhand der Zeichnungen detailliert erläutert. Die Zeichnungen und die dazugehörige Beschreibung beziehen sich auf das Beispiel eines Gehäuses für einen Faserreiniger in einer Spinnereivorbereitungsanlage. Dieses Beispiel soll jedoch die Allgemeinheit der Erfindung nicht einschränken; die Erfindung kann ebenso in anderen Vorrichtungen eingesetzt werden.
Figur 1 zeigt ein erfindungsgemässes Gehäuse in einer dreidimensionalen Ansicht.
Figur 2 zeigt das Gehäuse von Figur 1 in einem Querschnitt entlang der Linie II-II.
Figur 3 zeigt eine formschlüssige Verbindung in einer Detailansicht III von Figur 2.
AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0025] Figuren 1 und 2zeigen eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Gehäuses 1. Das Gehäuse 1 ist aus mehreren Teilen 11-18 zusammengesetzt. Es ist für eine Vorrichtung für die Textilindustrie konzipiert, vorliegend für einen Faserreiniger.
[0026] Zumindest ein Teil des Gehäuses 1 wird von mehreren, vorliegend vier, stranggepressten Konstruktionsprofilen 11-14 gebildet, die z. B. aus Aluminium bestehen können. Profilachsen der Konstruktionsprofile 11-14 sind zueinander parallel und verlaufen vorliegend entlang einer Längsrichtung y der Vorrichtung 1. Zwei benachbarte Konstruktionsprofile 11, 12 bzw. 12, 13 sind jeweils mittels einer formschlüssigen Verbindung 2, die unten anlässlich von Figur 3 erklärt ist, miteinander verbunden.
[0027] Ferner beinhaltet das Gehäuse 1 mindestens ein Tragelement 17, 18, an dem jedes der Konstruktionsprofile 11-14 befestigt ist. Im Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 weist das Gehäuse 1 zwei Tragelemente 17, 18 auf, die in Längsrichtung y gesehen an je einem Ende des Gehäuses 1 angebracht sind. Jedes der Tragelemente 17, 18 beinhaltet mindestens ein ebenes Flächentragwerk 71, 72; 81, 82, dessen Ebene senkrecht zu den Profilachsen der Konstruktionsprofile 11-14, d. h. parallel zur Höhenrichtung z, steht. Die Tragelemente 17, 18 verleihen dem Gehäuse 1 die nötige Formfestigkeit und Stabilität. Sie können z. B. aus einem Edelstahl bestehen. Die Befestigung der Konstruktionsprofile 11-14 an den Tragelementen 17, 18 kann z. B. durch Schrauben 6 erfolgen.
[0028] Für manche Anwendungen wird ein elektromagnetisch abschirmendes Gehäuse 1 benötigt. Zu diesem Zweck können die beiden Konstruktionsprofile 11, 12 und das mindestens eine Tragelement 17, 18 aus Metall bestehen. Die beiden Konstruktionsprofile 11, 12 können derart am mindestens einen Tragelement 17, 18 befestigt sein, dass die beiden Konstruktionsprofile 11, 12 und das mindestens eine Tragelement 17, 18 elektrisch miteinander verbunden sind.
[0029] Das Gehäuse 1 kann weitere Teile beinhalten, z. B. ein Fenster 15 aus einem durchsichtigen Material wie bspw. Glas. Dieses wird bei einem Faserreiniger benötigt, um an dem Fenster 15 vorbei pneumatisch gefördertes Fasermaterial auf Fremdstoffe hin zu überwachen. Das Fenster 15 stellt eine optische Verbindung zwischen einem Innenraum 91 des Gehäuses 1 und einem (nicht eingezeichneten) Förderkanal, an dem der Faserreiniger angebracht ist und an den das Gehäuse 1 unmittelbar angrenzt, her. Im Gehäuse 1 können z. B. eine optische Sensoreinrichtung zum Detektieren der Fremdstoffe, eine mit der Sensoreinrichtung verbundene Auswerteeinrichtung zum Auswerten von Signalen der Sensoreinrichtung und/oder eine mit der Auswerteeinrichtung gesteuerte Ausscheideeinrichtung zum Ausscheiden der Fremdstoffe aus dem Fasermaterial untergebracht sein; die genannten Einrichtungen sind in den beiliegenden Zeichnungen nicht eingezeichnet.
[0030] Ein weiterer Teil des Gehäuses 1 kann eine Klappe 16 sein. Diese verschliesst eine Luke zur Wartung der vom Gehäuse 1 umfassten Bauteile.
[0031] Figur 3zeigt in einer Detailansicht eine formschlüssige Verbindung 2 zwischen zwei benachbarten Konstruktionsprofilen 11, 12. Die formschlüssige Verbindung 2 wirkt in einer senkrecht zu den Profilachsen verlaufenden Verbindungsrichtung, vorliegend in der Breitenrichtung x.
[0032] Im hier diskutierten Ausführungsbeispiel weist jedes der beiden Konstruktionsprofile 11, 12 ein krallenartiges Profilelement 21, 22 auf. Die beiden krallenartigen Profilelemente 21, 22 sind derart angeordnet und aufeinander abgestimmt, dass sie an der formschlüssigen Verbindung 2 beteiligt sind, d. h. formschlüssig ineinander greifen.
[0033] Die formschlüssige Verbindung 2 ist derart ausgestaltet, dass sie eine Linearverschiebung der beiden verbundenen Konstruktionsprofile 11, 12 gegeneinander in der Verbindungsrichtung x zulässt; die Linearverschiebung ist in Figuren 2 und 3 mit einem Doppelpfeil 31 angedeutet. Dank dieser Verschiebbarkeit können Massabweichungen vom Nennwert in der Breitenrichtung x der beiden Konstruktionsprofile 11, 12 ohne Weiteres ausgeglichen werden. Die nötige Formfestigkeit erhält das Gehäuse 1 durch die Befestigung der Konstruktionsprofile 11, 12 an den Tragelementen 17, 18.
[0034] Die zulässige Linearverschiebung 31 kann z. B. mindestens 2 % und vorzugsweise mindestens 5 % einer in der Verbindungsrichtung x gemessenen Länge des längeren der beiden verbundenen Konstruktionsprofile 11, 12 betragen. Im Ausführungsbeispiel von Figur 2 ist das zweite Konstruktionsprofil 12 in der Verbindungsrichtung x länger als das erste Konstruktionsprofil 11.
[0035] Die formschlüssige Verbindung 2 ist vorzugsweise derart ausgestaltet, dass sie zusätzlich zur Linearverschiebung 31 auch eine Drehung der beiden verbundenen Konstruktionsprofile 11, 12 gegeneinander um mindestens eine zu den Profilachsen parallele (d. h. in Längsrichtung y verlaufende) Rotationsachse zulässt; die Drehung ist in Figur 3 mit einem Doppelpfeil 32 angedeutet. Im hier diskutierten Ausführungsbeispiel wird die Drehung 32 durch die Ausgestaltung der krallenförmigen Profilelemente 21, 22 ermöglicht. Ein erstes krallenförmiges Profilelement 21 weist eine teilweise zylindrische Endfläche 23 auf, die mit einer entsprechenden Nut 24 in einem zweiten krallenförmigen Profilelement 22 korrespondiert; so wird eine Art Scharnier gebildet, um welches die Drehung 32 erfolgt. Das zweite Konstruktionsprofil 12 weist ferner eine konvexe, teilweise zylindrische Aussenfläche 25 und eine konkave, teilweise zylindrische Innenfläche 26 auf, die ebenfalls zu einer hindernisfreien Drehung 32 beitragen.
[0036] Die Drehbarkeit der beiden Konstruktionsprofile 11, 12 dient der einfacheren manuellen Herstellung der formschlüssigen Verbindung 2, die nachfolgend beschrieben wird. Das erste Konstruktionsprofil 11 wird auf eine horizontale Unterlage (Ebene (xy)) gelegt. Ein Monteur oder ein Roboter erfasst das zweite Konstruktionsprofil 12 und richtet seine Profilachse parallel zu derjenigen des ersten Konstruktionsprofils 11 aus, so dass beide Profilachsen parallel zur Längsrichtung y verlaufen. Das zweite Konstruktionsprofil 12 wird derart leicht geneigt gehalten, dass das abgewandte Ende mit dem zweiten krallenförmigen Profilelement 22 nach schräg unten zeigt; die Neigung zur horizontalen Richtung x beträgt zwischen ca. 15° und ca. 40°. Dieses Ende wird auf eine dem ersten krallenförmigen Profilelement 21 gegenüber liegende schiefe Fläche 27 aufgelegt. Das Ende rutscht auf der schiefen Fläche 27 bis zum Anschlag nach unten und rastet ein. Danach wird das zweite Konstruktionsprofil 12 auch in der Verbindungsrichtung x parallel zum ersten Konstruktionsprofil 11 ausgerichtet, wobei die beiden krallenförmigen Profilelemente 21, 22 ineinander greifen. Die Parallelität ist durch entsprechend gestaltete und zusammenwirkende, parallel zur Verbindungsrichtung x liegende ebene Flächen 28, 29 der formschlüssigen Verbindung 2 gewährleistet. Auch in dieser Lage ist jedoch eine Linearverschiebung 31 in der Verbindungsrichtung x noch möglich.
[0037] Ein in der formschlüssigen Verbindung 2 verlaufender Verbindungspfad 4 zwischen einem Aussenraum 92 und dem Innenraum 91 des Gehäuses 1 ist vorzugsweise labyrinthartig verschlungen; er ist in Figur 3 mit einem Eingangspfeil 4 angedeutet. Dies trägt zu einer Abdichtung des Gehäuses 1 gegen unerwünschte äussere Einflüsse wie Staub und Feuchtigkeit bei. Je verschlungener der Verbindungspfad 4 und je mehr einander berührende Flächen 28, 29 der beiden Konstruktionsprofile 11, 12 er passiert, umso kleiner die Wahrscheinlichkeit eines Eindringens von Staubteilchen vom Aussenraum 92 in den Innenraum 91 des Gehäuses 1.
[0038] Die Abdichtung wird weiter verbessert durch mindestens ein entlang dem Verbindungspfad 4 angebrachtes Dichtungselement 51, 52. Im Ausführungsbeispiel von Figur 3 sind zwei Dichtungselemente 51, 52 vorhanden. Sie können z. B. als Rundschnurdichtungen ausgeführt sein, von denen jede in einer Profilnut 53, 54 liegt und sich in der Längsrichtung y entlang der ganzen formschlüssigen Verbindung 2 erstreckt.
[0039] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die oben diskutierten Ausführungsformen beschränkt. Bei Kenntnis der Erfindung wird der Fachmann weitere Varianten herleiten können, die auch zum Gegenstand der vorliegenden Erfindung gehören.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0040] 1 Gehäuse 11-14 Konstruktionsprofile 15 Fenster 16 Klappe 17, 18 Tragelemente 2 formschlüssige Verbindung 21, 22 krallenförmige Profilelemente 23 teilweise zylindrische Endfläche 24 Nut 25 konvexe, teilweise zylindrische Aussenfläche 26 konkave, teilweise zylindrische Innenfläche 27 schiefe Fläche 28, 29 ebene Flächen der formschlüssigen Verbindung 31 Linearverschiebung 32 Drehung 4 Verbindungspfad zwischen Aussenraum und Innenraum des Gehäuses 51, 52 Dichtungselemente 53, 54 Profilnuten 6 Schrauben 71, 72; 81, 82 ebene Flächentragwerke 91 Innenraum des Gehäuses 92 Aussenraum des Gehäuses x Breitenrichtung, Verbindungsrichtung y Längsrichtung, Richtung der Profilachsen z Höhenrichtung

Claims (15)

1. Mehrteiliges Gehäuse (1) für eine Vorrichtung, vorzugsweise für die Textilindustrie, beinhaltend zwei mittels einer formschlüssigen Verbindung (2) miteinander verbundene Konstruktionsprofile (11, 12) mit zueinander parallel verlaufenden Profilachsen, wobei die formschlüssige Verbindung (2) derart ausgestaltet ist, dass sie in einer senkrecht zu den Profilachsen verlaufenden Verbindungsrichtung (x) wirkt und eine Linearverschiebung (31) der beiden verbundenen Konstruktionsprofile (11, 12) gegeneinander in der Verbindungsrichtung (x) zulässt, sowie ein Tragelement (17, 18), an dem jedes der beiden Konstruktionsprofile (11, 12) befestigt ist.
2. Gehäuse (1) nach Anspruch 1, wobei die formschlüssige Verbindung (2) derart ausgestaltet ist, dass sie eine Linearverschiebung (31) um mindestens 2 % und vorzugsweise mindestens 5 % einer in der Verbindungsrichtung (x) gemessenen Länge des längeren der beiden verbundenen Konstruktionsprofile (11, 12) zulässt.
3. Gehäuse (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die formschlüssige Verbindung (2) derart ausgestaltet ist, dass sie zusätzlich zur Linearverschiebung (31) auch eine Drehung (32) der beiden verbundenen Konstruktionsprofile (11, 12) gegeneinander um mindestens eine zu den Profilachsen parallele Rotationsachse zulässt.
4. Gehäuse (1) nach Anspruch 3, wobei die formschlüssige Verbindung (2) derart ausgestaltet ist, dass zu ihrer Herstellung die beiden zu verbindenden Konstruktionsprofile (11, 12) zuerst um die mindestens eine Rotationsachse gegeneinander gedreht und danach an dem mindestens einen Tragelement (17, 18) befestigt werden müssen.
5. Gehäuse (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei jedes der beiden Konstruktionsprofile (11, 12) ein krallenartiges Profilelement (21, 22) aufweist und die beiden krallenartigen Profilelemente (21, 22) derart angeordnet und aufeinander abgestimmt sind, dass sie an der formschlüssigen Verbindung (2) beteiligt sind.
6. Gehäuse (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die formschlüssige Verbindung (2) derart ausgestaltet ist, dass ein in ihr verlaufender Verbindungspfad (4) zwischen einem Aussenraum (92) und einem Innenraum (91) des Gehäuses (1) labyrinthartig verschlungen ist.
7. Gehäuse (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei ein in der formschlüssigen Verbindung (2) verlaufender Verbindungspfad (4) zwischen einem Aussenraum (92) und einem Innenraum (91) des Gehäuses (1) durch mindestens ein Dichtungselement (51, 52) abgedichtet ist.
8. Gehäuse (1) nach Anspruch 7, wobei das mindestens eine Dichtungselement (51, 52) jeweils eine in einer Profilnut (53, 54) liegende, sich entlang der ganzen formschlüssigen Verbindung (2) erstreckende Rundschnurdichtung ist.
9. Gehäuse (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Tragelement (17, 18) ein ebenes Flächentragwerk (71, 72; 81, 82) beinhaltet, dessen Ebene parallel zur Verbindungsrichtung (x) liegt.
10. Gehäuse (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Gehäuse (1) zwei Tragelemente (17, 18) beinhaltet, die im Wesentlichen zwei einander gegenüberliegende Wände des Gehäuses (1) bilden.
11. Gehäuse (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei mindestens eines der beiden Konstruktionsprofile (11, 12) aus stranggepresstem Aluminium und/oder das Tragelement (17, 18) aus einem Stahl besteht.
12. Gehäuse (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die beiden Konstruktionsprofile (11, 12) und das Tragelement (17, 18) aus Metall bestehen und die beiden Konstruktionsprofile (11, 12) derart am Tragelement (17, 18) befestigt sind, dass die beiden Konstruktionsprofile (11, 12) und das Tragelement (17, 18) elektrisch miteinander verbunden sind.
13. Gehäuse (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Gehäuse (1) eine Vorrichtung zum Ausscheiden von Fremdstoffen in textilem Fasermaterial oder einen Teil davon beherbergt.
14. Vorrichtung zum Ausscheiden von Fremdstoffen in textilem Fasermaterial, mit einer Sensoreinrichtung zum Detektieren der Fremdstoffe, einer mit der Sensoreinrichtung verbundenen Auswerteeinrichtung zum Auswerten von Signalen der Sensoreinrichtung und einer mit der Auswerteeinrichtung gesteuerten Ausscheideeinrichtung zum Ausscheiden der Fremdstoffe aus dem Fasermaterial und einem Gehäuse, das die Sensoreinrichtung, die Auswerteeinrichtung und/oder die Ausscheideeinrichtung beherbergt, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) ein Gehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1-13 ist.
15. Anordnung einer Vorrichtung zum Ausscheiden von Fremdstoffen in textilem Fasermaterial an einem Förderkanal zur Förderung des textilen Fasermaterials mit einem pneumatischen Förderstrom, wobei die Vorrichtung oder ein Teil davon in einem Gehäuse untergebracht ist, das unmittelbar an den Förderkanal angrenzt, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) ein Gehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1-13 ist.
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