CH722036A1 - Hackvorrichtung zur Entfernung von Unkraut - Google Patents
Hackvorrichtung zur Entfernung von UnkrautInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Hackvorrichtung (1) zur Entfernung von Unkraut zwischen in Saatreihen gepflanzten Nutzpflanzen, wobei die Hackvorrichtung (1) eine Aufhängung (2) zur Befestigung an einem landwirtschaftlichen Fahrzeug und zumindest zwei Klingensätze (4) aufweist. Die zumindest zwei Klingensätze (4) sind auf zwei an der Aufhängung (2) gehaltenen Querstangen (5) in einem Hackabstand (6) zueinander gelagert. Die zumindest zwei Klingensätze (4) weisen jeweils einen Längsbalken (9) und zumindest eine erste Klinge (19) und eine um eine Hackbreite (7) von der ersten Klinge (19) beabstandete zweite Klinge (20) auf. Die erste Klinge (19) ist an einem ersten Ende (13) und die zweite Klinge (20) ist an einem dem ersten Ende (13) gegenüberliegenden zweiten Ende (14) eines einzigen am Längsbalken (9) in einer am Längsbalken (9) befestigten Schwenkachse (10) gehaltenen Querbalkens (12) angeordnet. Die erste Klinge (19) und die zweite Klinge (20) sind jeweils in einer am Querbalken (12) befestigten ersten Drehachse (15) und zweiten Drehachse (16) gehalten und parallel zum Längsbalken (9) ausgerichtet. Es ist eine Einstellung der Hackbreite (7) durch eine Schwenkbewegung (11) des Querbalkens (12) um die Schwenkachse (10) vorgesehen. In der Schwenkachse (10) ist ein mit dem Längsbalken (9) drehfest verbundenes erstes Zahnsegment (25) und in der ersten Drehachse (15) ist ein mit der ersten Klinge (19) drehfest verbundenes zweites Zahnsegment (26) und in der zweiten Drehachse (16) ist ein mit der zweiten Klinge (20) drehfest verbundenes drittes Zahnsegment (27) vorgesehen. Das zweite Zahnsegment (26) und das dritte Zahnsegment (27) sind jeweils mit dem ersten Zahnsegment (25) durch ein umlaufendes Zugelement (30) derart verbunden, dass bei der Schwenkbewegung (11) und damit einer Veränderung einer Winkelstellung des Querbalkens (12) gegenüber dem Längsbalken (9) die zum Längsbalken (9) parallele Ausrichtung der Klingen (19; 20) unabhängig von der Winkelstellung des Querbalkens (12) gegeben ist.
Description
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Hackvorrichtung zur Entfernung von Unkraut zwischen Nutzpflanzen.
[0002] Gattungsgemässe Hackvorrichtungen werden in der Landwirtschaft eingesetzt um Unkraut mechanisch zwischen den in Saatreihen angepflanzten Nutzpflanzen zu entfernen (jäten), sodass ein Einsatz von Pestiziden weitgehend vermieden werden kann. Dabei werden die Hackvorrichtungen an geeignete landwirtschaftliche Fahrzeuge gekoppelt und in einer Fahrtrichtung über die Felder bewegt. Dieser Jätvorgang erfolgt mit einer Vielzahl von Klingen (Scharen), welche knapp unterhalb der Erdoberfläche zwischen den Nutzpflanzen entlang den Saatreihen bewegt werden. Dadurch wird das Unkraut von den Klingen an dessen Wachstumsstelle durchtrennt.
[0003] Beispielsweise offenbart die EP 3 745 837 A1 eine Hackvorrichtung, welche eine anpassbare Bearbeitungsbreite aufweist, dabei ist ein Abstand zwischen den Scharen der Hackvorrichtung verstellbar. Dazu sind die Scharen jeweils an einem Verbindungssteg befestigt, welcher über zumindest zwei Querstreben mit einem Basissteg verbunden ist. Die Verbindungen zwischen Verbindungssteg und Querstrebe sowie zwischen Querstrebe und Basissteg sind gelenkig ausgeführt. Bei einer Änderung eines Winkels zwischen der Querstrebe und dem Basissteg verändert sich ein Abstand zwischen den Scharen, respektive den Verbindungsstegen, wobei die Ausrichtung der Scharen unverändert bleibt. Nachteilig an der vorliegenden Ausführung ist die aufwändige und schwere Konstruktion mit einem hohen Platzbedarf und einer grossen Anzahl an Gelenken, welche bei einem Einsatz im Feld verschmutzen und einen entsprechenden Unterhalt benötigen.
[0004] Die Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung vorzuschlagen, welche eine einfache Konstruktion umfasst und eine Verstellung einer Hackbreite zwischen den Klingen unter Beibehaltung deren paralleler Anordnung ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen nach Anspruch 1. Bei der vorgeschlagenen Lösung wird eine Hackvorrichtung zur Entfernung von Unkraut zwischen in Saatreihen gepflanzten Nutzpflanzen vorgeschlagen, wobei die Hackvorrichtung eine Aufhängung zur Befestigung an einem landwirtschaftlichen Fahrzeug und zumindest zwei Klingensätze aufweist. Die Befestigungen an landwirtschaftlichen Fahrzeugen ist aus dem Stand der Technik bekannt und wird meist durch sogenannte Dreipunkt-Aufhängungen vorgenommen. Mit einem Klingensatz wird jeweils der Freiraum zwischen zwei Saatreihen bearbeitet. Die zumindest zwei Klingensätze sind auf zwei an der Aufhängung gehaltenen Querstangen in einem Hackabstand zueinander gelagert und weisen jeweils einen Längsbalken und zumindest erste Klinge und eine um eine Hackbreite von der ersten Klinge beabstandete zweite Klinge auf. Die Lagerung der Klingensätze ist beispielsweise mit zwei parallel angeordneten Führungsrollen auf den Querstangen vorgesehen. An diesen Führungsrollen sind die Klingensätze derart befestigt, dass sich die Klingensätze entlang den Querstangen und damit quer zur Richtung der Saatreihen respektive zu einer Fahrtrichtung des landwirtschaftlichen Fahrzeugs verschieben lassen. Der Längsbalken ist beispielsweise über Gelenkstangen mit den Lagerungen verbunden. Ebenfalls ist dem Längsbalken zugehörig ein Führungsrad vorgesehen, welches die Hackvorrichtung auf dem Boden abstützt und damit eine Höhe der Hackvorrichtung über dem Boden konstant hält.
[0006] Die erste Klinge ist an einem ersten Ende und die zweite Klinge ist an einem dem ersten Ende gegenüberliegenden zweiten Ende eines einzigen, am Längsbalken in einer am Längsbalken befestigten Schwenkachse gehaltenen, Querbalkens angeordnet, wobei die Schwenkachse zwischen den beiden Enden des Querbalkens angeordnet ist. Der Querbalken kann um die Schwenkachse mit einer Schwenkbewegung gedreht werden. Die erste Klinge ist in einer am Querbalken befestigten ersten Drehachse und die zweite Klinge ist in einer am Querbalken befestigten zweiten Drehachse gehalten. Die Drehachsen sind drehfest mit dem Querbalken verbunden. Die an den Drehachsen befestigten Klingen können damit um die Drehachse in ihrer Stellung zum Querbalken verdreht werden. Die erste und die zweite Klinge sind parallel zum Längsbalken ausgerichtet. Dabei ist eine Einstellung der Hackbreite durch eine Schwenkbewegung des Querbalkens um die Schwenkachse vorgesehen, wobei in der Schwenkachse ein mit dem Längsbalken drehfest verbundenes erstes Zahnsegment und in der ersten Drehachse ein mit der ersten Klinge drehfest verbundenes zweites Zahnsegment und in der zweiten Drehachse ein mit der zweiten Klinge drehfest verbundenes drittes Zahnsegment vorgesehen sind. Das zweite Zahnsegment und das dritte Zahnsegment sind jeweils mit dem ersten Zahnsegment durch ein umlaufendes Zugelement derart verbunden, dass bei der Schwenkbewegung und damit einer Veränderung einer Winkelstellung des Querbalkens gegenüber dem Längsbalken die zum Längsbalken parallele Ausrichtung der Klingen unabhängig von der Winkelstellung gegeben ist. Als Zugelement können beispielsweise eine Kette oder ein Zahnriemen eingesetzt werden.
[0007] Bevorzugterweise sind an den Längsbalken jeweils eine dritte Klinge und eine vierte Klinge befestigt. Besonders vorteilhaft sind die dritte und vierte Klinge in Richtung des Längsbalkens gesehen vor respektive hinter der ersten und zweiten Klinge angeordnet. Diese Art der Staffelung der Klingen verbessert die Bearbeitung des Unkrauts im Freiraum zwischen den Saatreihen.
[0008] Vorteilhafterweise sind jeweils zwischen der ersten Klinge und dem Längsbalken eine fünfte Klinge und zwischen der zweiten Klinge und dem Längsbalken eine sechste Klinge vorgesehen, wobei die fünfte Klinge und die sechste Klinge jeweils in einer am Querbalken befestigten dritten Drehachse und vierten Drehachse befestigt und parallel zum Längsbalken ausgerichtet sind. In der dritten Drehachse und der vierten Drehachse ist jeweils ein mit der jeweiligen Klinge drehfest verbundenes viertes Zahnsegment und fünftes Zahnsegment vorgesehen sind, wobei das vierte Zahnsegment mit dem ersten Zahnsegment und das vierte Zahnsegment mit dem zweiten Zahnsegment und das fünfte Zahnsegment mit dem ersten Zahnsegment und das fünfte Zahnsegment mit dem dritten Zahnsegment jeweils mit einem Zugelement derart verbunden sind, dass bei der Schwenkbewegung und damit einer Veränderung einer Winkelstellung des Querbalkens gegenüber dem Längsbalken die zum Längsbalken parallele Ausrichtung aller Klingen unabhängig von der Winkelstellung des Querbalkens gegeben ist. Durch die Erhöhung der Anzahl an Klingen ist es möglich feinere Klingen zu verwenden. Mit den feineren respektive weniger breiten Klingen kann das Unkraut von seinem Wurzelwerk getrennt werden ohne dass es aus der Erde gehoben wird oder die daneben liegenden Nutzpflanzen der Saatreihen beschädigt werden.
[0009] Bevorzugterweise ist der Querbalken jeweils bei der dritten Drehachse und der vierten Drehachse gegen den Längsbalken derart abgeknickt, dass die fünfte Klinge und die sechste Klinge in Richtung des Längsbalkens gesehen vor oder hinter der ersten Klinge oder der zweiten Klinge angeordnet ist. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass die Klingen in Richtung des Längsbalkens gesehen gestaffelt hintereinander angeordnet sind. Dies trägt zu einer besseren Bearbeitung des Freiraums zwischen den Saatreihen bei und verhindert ein Umgraben des Bodens. Durch die Anordnung von sechs Klingen kann der Freiraum zwischen zwei Saatreihen welche bis zu 75 cm voneinander entfernt angeordnet sind gehackt werden.
[0010] Vorteilhafterweise ist eine Messung einer Winkelstellung des Querbalkens gegenüber dem Längsbalken mit einem Messgerät vorgesehen, beispielsweise mit einem auf der Schwenkachse angebrachten Potentiometer. Durch die Messung der Winkelstellung kann auf die aktuell eingestellte Hackbreite geschlossen werden, da aufgrund der geometrischen Verhältnisse jede Winkelstellung einer Hackbreite zuzuordnen ist. Die Hackbreite kann in der Folge angezeigt werden.
[0011] Vorteilhafterweise ist eine Positionierung der einzelnen Klingensätze und eine Einstellung des Hackabstandes zwischen den Klingensätzen durch eine Verschiebung der Klingensätze auf den Querstangen vorgesehen. Die Klingensätze sind derart auf den Querstangen gelagert, dass sie entlang der Querstangen verschoben werden können. Dadurch können die Klingensätze bei einem Transport zusammengeschoben und vor Arbeitsbeginn auf die zu bearbeitenden Saatreihen eingestellt werden.
[0012] Weiter ist es von Vorteil, wenn eine Messung der jeweiligen Position der Klingensätze und deren Hackabstand vorgesehen ist, beispielsweise durch eine Laser-Abstandsmessung. Bei Einsatz eines Stellmotors als erstem Aktor zur Verschiebung eines Klingensatzes entlang der Querstangen kann der Stellmotor mit einem Potentiometer ausgerüstet werden, wodurch eine Position eines Klingensatzes in einem Koordinatensystem bestimmt werden kann. Eine Messung hat den Vorteil, dass eine einfache Einstellung nach bestimmten Vorgaben erfolgen kann oder die Messresultate für weitere Verfahren genutzt werden können.
[0013] Vorteilhafterweise sind ein erster Aktor zur Positionierung der Klingensätze auf den Querstangen und ein zweiter Aktor zur Veränderung einer Winkelstellung des Querbalkens gegenüber dem Längsbalken vorgesehen. Der erste Aktor besteht aus einem hydraulischen oder elektrischen Stellantrieb, wobei jeder Klingensatz jeweils mit einem Stellantrieb versehen ist, womit bei Bedarf der jeweilige Klingensatz über eine in einer Längsrichtung der Querstangen angeordnete Kette oder Zahnstange entlang der Querstangen bewegt wird. Auf diese Art und Weise kann ein einzelner Klingensatz oder auch mehrere Klingensätze gemeinsam entlang der Querstangen verschoben werden. Alternativ kann der erste Aktor als ein den Querstangen entlanggeführter Kettentrieb ausgebildet sein, welcher durch einen Antrieb in die eine oder andere Richtung in Betrieb gesetzt wird. Dabei ist für jeden einzelnen Klingensatz eine Kupplung vorgesehen mit welcher der entsprechende Klingensatz in den Kettentrieb eingekoppelt und dadurch in eine vorgegebene Richtung auf den Querstangen verschoben wird. Mit dem zweiten Aktor wird die Winkelstellung des Querbalkens gegenüber dem Längsbalken über eine Schwenkbewegung um die Schwenkachse eingestellt. Der zweite Aktor kann beispielsweise als Linearantrieb oder als pneumatischer oder hydraulischer Zylinder zwischen dem Längsbalken und dem Querbalken oder als Drehantrieb an der Schwenkachse angeordnet sein. Mit dem Verstellen der Winkelstellung wird die Hackbreite zwischen der ersten Klinge und der zweiten Klinge verändert und auf den zu bearbeitenden Freiraum zwischen den Saatreihen eingestellt.
[0014] Bevorzugterweise sind die Zahnsegmente als Kettenräder und die umlaufenden Zugelemente als Ketten ausgebildet sind. Durch die Verwendung von Ketten in Form von Rollenketten und einfachen Kettenrädern als Zahnsegmente kann eine günstige und einfache Konstruktion einer die Schwenkbewegung des Querbalkens ausgleichende Bewegung der Klingen erreicht werden.
[0015] Vorteilhafterweise sind jeweils beide Trume der umlaufenden Zugelemente mit einem Spanner versehen. Dadurch wird es möglich eine spielfreie Bewegung der umlaufenden Zugelemente um die Zahnsegmente respektive Kettenräder zu erreichen. Durch die Spannung beider Trume kann zusätzlich eine herstellungsbedingte Ungenauigkeit der Klingen und deren Befestigung ausgeglichen werden. Die Spanner können beispielsweise als ein V-förmiges Element ausgebildet sein. Wobei das Element auf einer Seite des als Kette ausgebildeten Zugelements angesetzt und mit einer Schraube gegen eine entgegengesetzte Seite der Kette verspannt wird. Das V-förmigen Element übergreift dabei ein Kettenglied, welches mit der Schraube von der Gegenseite der Kette in eine Vertiefung des V-förmigen Elements hingedrückt wird. Dadurch wird eine Länge eines Trums verkürzt und das Zugelement respektive die Kette zwischen den Zahnsegmenten respektive Kettenrädern gespannt.
[0016] Bevorzugterweise weist die Hackvorrichtung zumindest eine Kamera auf zur Aufnahme eines Verlaufs der Saatreihen und einer Grösse eines Freiraums zwischen den einzelnen Saatreihen. Die Aufnahmen können in ein Führerhaus des landwirtschaftlichen Fahrzeugs übertragen werden und für verschiedene Steuerfunktionen genutzt werden. Beispielsweise kann bei einer Abweichung der eingestellten Hackbreite vom Freiraum zwischen den Saatreihen ein Alarm erfolgen, sodass eine Neueinstellung der Hackbreite vorgenommen werden kann. Besonders bevorzugt weist die Hackvorrichtung zwei Kameras auf, wobei jede Kamera jeweils für Aufnahmen einer Seite des Längsbalkens vorgesehen ist.
[0017] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Hackvorrichtung eine Steuerung umfasst, wobei aufgrund der Aufnahmen die Positionierung der einzelnen Klingensätze, die Einstellung des Hackabstandes zwischen den Klingensätzen und die Winkelstellung des Querbalkens gegenüber dem Längsbalken durch die Steuerung automatisch geregelt sind. Damit wird durch die Steuerung eine Änderung eines Verlaufs der Saatreihen oder des Freiraumes zwischen den Saatreihen erkannt. Die Steuerung regelt in der Folge den Hackabstand durch eine Verschiebung der Klingensätze auf den Querstangen entsprechend dem Verlauf der Saatreihen. Gleichzeitig wird durch die Steuerung mit einer Schwenkbewegung des Querbalkens die Hackbreite entsprechend dem Verlauf des Freiraumes zwischen den Saatreihen nachgeführt. Die Hackbreite wird dabei für jeden Freiraum zwischen zwei nebeneinanderliegenden Saatreihen separat geregelt. Durch die Steuerung ist durch die Schwenkbewegung des Querbalkens möglich die Klingen bis auf 5 cm genau an die Nutzpflanzen heranzuführen. Die Umsetzung von aufgenommenen Situationen der Saatreihen in Bezug auf deren Verlauf und Freiraum in eine Regelung der Hackvorrichtung ist mit einer Fahrgeschwindigkeit von bis zu 10 km/h möglich.
[0018] Vorteilhafterweise ist zur Festlegung einer Hackhöhe eines jeweiligen Klingensatzes ein dritter Aktor vorgesehen. Die Klingensätze können mit dem dritten Aktor die Klingen aus dem Boden ausheben, beispielsweise durch Verstellung des Führungsrades, für den Fall, dass es aufgrund der geometrischen Situation in den Saatreihen mittels einer Verstellung von Position und Hackbreite der Klingensätze keine Lösung gibt, den Freiraum zwischen den Nutzpflanzen zu bearbeiten ohne die Nutzpflanzen zu schädigen.
[0019] Weiter ist es von Vorteil, wenn die Hackvorrichtung zwei Steuerscheiben aufweist zur Vermeidung einer Übertragung von entstehenden Querkräften auf das landwirtschaftliche Fahrzeug bei einer gleichzeitigen Verschiebung aller Klingensätze auf dem Querbalken. Wenn beispielsweise das landwirtschaftliche Fahrzeug bei einer Hanglage ins Rutschen gerät, verschieben sich die Verläufe aller Saatreihen aus Sicht der Steuerung gleichzeitig in eine Richtung. Entsprechend reagiert die Steuerung mit einer Verschiebung aller Klingensätze auf den Querstangen in eine Richtung gleichzeitig. Durch die Verschiebeng der Klingensätze würde sich, bedingt durch die im Boden befindlichen Klingen, eine Querkraft auf das landwirtschaftliche Fahrzeug auswirken und dessen Schieflage verstärken. Um dem entgegenzuwirken sind an der Hackvorrichtung zwei Steuerscheiben vorgesehen, welche ständig in den Boden eingreifen und auftretenden Querkräften entgegenhalten.
[0020] Bevorzugterweise sind zumindest vier Klingensätze vorgesehen. Durch vier auf den Querstangen nebeneinander angeordnete Klingensätze ist eine Bearbeitung der Freiräume zwischen fünf Saatreihen möglich. Zur bestmöglichen Ausnutzung der Möglichkeiten von landwirtschaftlichen Fahrzeugen, wie Traktoren, hat sich gezeigt, dass eine gleichzeitige Bearbeitung von sieben Freiräumen zwischen acht Saatreihen die höchste Effizienz ergibt. Dabei erreichen jedoch die sich über sieben Freiräume erstreckenden Querstangen eine zu hohe Länge um die Hackvorrichtung in einem angebauten Zustand mit dem landwirtschaftlichen Fahrzeug über die Strassen gefahrlos bewegen zu können. Bevorzugterweise sind die Querstangen in deren Mitte geteilt und können durch einen Aktor um die Trennstelle nach oben geklappt werden.
[0021] Weitere Vorteile der Erfindung werden in nachfolgenden Ausführungsbeispielen näher aufgezeigt und beschrieben.
[0022] Es zeigen
Fig. 1
eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Hackvorrichtung;
Fig. 2
eine schematische Schnittdarstellung an einer Stelle X - X nach der Figur 1;
Fig. 3
eine schematische Darstellung eines Spanners für ein Zugelement;
Fig. 4
eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform der Hackvorrichtung;
Fig. 5
eine schematische Schnittdarstellung an einer Stelle Y - Y nach der Figur 4 und
Fig. 6
eine schematische dreidimensionale Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines Klingensatzes.
[0023] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Hackvorrichtung 1 nach der Erfindung und Figur 2 zeigt eine schematische Schnittdarstellung der Hackvorrichtung 1 an einer Stelle X - X nach der Figur 1. Figur 1 und Figur 2 werden in der Folge in der Zusammenschau beschrieben. Die Hackvorrichtung 1 weist eine Aufhängung 2 und zwei Querstangen 5 auf. An den Querstangen 5 sind zumindest zwei Klingensätze 4 gehalten, wobei die Klingensätze 4 mit einer Lagerung 35 an den Querstangen 5 befestigt sind, sodass eine Verschiebung der Klingensätze 4 entlang der Querstangen 5 möglich ist. Jeder der Klingensätze 4 weist eine Längsbalken 9 und einen einzigen Querbalken 12 auf, dabei sind der Längsbalken 9 mit der Lagerung 35 verbunden und der Querbalken 12 an einer drehfest mit dem Längsbalken 9 verbundenen Schwenkachse 10 befestigt. Am Querbalken 12 ist eine erste Klinge 19 an einer ersten Drehachse 15 und eine zweite Klinge 20 an einer zweiten Drehachse 16 befestigt. Die Klingen 19 und 20 sind quer zur Richtung der Querstangen ausgerichtet. Die Drehachsen 15 und 16 sind im Querbalken 12 drehfest gehalten, wobei die erste Drehachse 15 an einem ersten Ende 13 des Querbalkens 12 und die zweite Drehachse 16 an einem zweiten Ende 14 des Querbalkens 12 angeordnet sind. Zwischen dem ersten Ende 13 und dem zweiten Ende 14 des Querbalkens ist die Schwenkachse 10 angeordnet. Zwischen der ersten Klinge 19 und der zweiten Klinge 20 ist in Richtung der Querstangen 5 eine Hackbreite 7 gezeigt. Durch eine Schwenkbewegung 11 des Querbalkens 12 um die Schwenkachse 10 wird die Hackbreite 7 verstellt. In der Schwenkachse 10 ist ein erstes Zahnsegment 25 drehfest am Längsbalken 9 gehalten. An der ersten Drehachsen 15 ist ein zweites Zahnsegment 26 und an der zweiten Drehachse 16 ist ein drittes Zahnsegment 27 gehalten, das zweite Zahnsegment 26 ist mit der ersten Klinge 19 und das dritte Zahnsegment 27 ist mit der zweiten Klinge 20 jeweils drehfest verbunden. Das zweite Zahnsegment 26 und das dritte Zahnsegment 27 sind jeweils mit einem Zugelement 30 mit dem ersten Zahnsegment 25 verbunden. Bei einer Schwenkbewegung 11 wird das erste Zahnsegment 25 zusammen mit dem Querbalken 12 geschwenkt und über die Zugelemente 30 wird die Schwenkbewegung 11 auf die Drehachsen 15 und 16 und somit auch auf die Klingen 19 und 20 übertragen. Dadurch wird erreicht, dass sich bei einer Schwenkbewegung 11 die Hackbreite 7 ändert, jedoch die Ausrichtung der Klingen 19 und 20 gegenüber dem Längsbalken 9 respektive der Querstangen 5 bestehen bleibt.
[0024] Weiter ist am Klingensatz 4 jeweils ein Führungsrad 3 gezeigt. Das Führungsrad 3 ist am Längsbalken 9 befestigt und kann dazu eingesetzt werden, eine Tiefe welche die Klingen 19 und 20 in den Boden eindringen zu begrenzen. Ebenfalls ist in gestrichelter Darstellung eine mögliche Anordnung einer Steuerscheibe 43 gezeigt. Die Steuerscheibe 43 ist an der Aufhängung 2 befestigt. Zwischen der Klinge 19, respektive 20 und den Querstangen 5 ergibt sich eine Hackhöhe 8.Die Hackhöhe 8 kann durch Einstellung des Führungsrades 3 in seinem Abstand vom Längsbalken 9 verstellt werden. Ein Hackabstand 6 wird jeweils zwischen den Klingensätzen 4 gebildet. Der Längsbalken 9 ist in der dargestellten Ausführungsform beispielhaft über zwei Gelenkstangen 36 mit der Lagerung 35 verbunden. Durch die Gelenkstangen 36 können Bodenunebenheiten ausgeglichen werden, sodass die Klingen 19 und 20 mit einer gleichbleibenden Tiefe im Boden arbeiten.
[0025] Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung eines Spanners 31 für ein Zugelement 30. Das Zugelement 30 ist in Form einer Rollenkette dargestellt. Auf einer Seite der Rollenkette wird ein V-förmiges Spannelement 42 welches ein Kettenglied 41 der Rollenkette übergreift an die Rollenkette angesetzt. Durch das V-förmige Spannelement 42 und das Kettenglied 41 wird eine Schraube 43 zur anderen Seite des Kettenglieds 41 und durch eine Scheibe 44 durchgesteckt. Mit der Schraube 43 und einer Mutter 45 wird das Kettenglied 41 gegen das Spannelement 42 gezogen, wodurch das Zugelement 30 gespannt wird.
[0026] Figur 4 zeigt eine schematische Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform der Hackvorrichtung 1 und Figur 5 eine schematische Schnittdarstellung an einer Stelle Y - Y nach der Figur 4. Figur 4 und Figur 5 werden in der Folge in der Zusammenschau beschrieben. Die Hackvorrichtung 1 weist eine Aufhängung 2 und zwei Querstangen 5 auf. An den Querstangen 5 ist ein Klingensatz 4 gehalten, wobei der Klingensatz 4 mit einer Lagerung 35 an den Querstangen 5 befestigt ist. Weiter ist am Klingensatz 4 ein Führungsrad 3 gezeigt. Das Führungsrad 3 ist am Längsbalken 9 befestigt und kann dazu eingesetzt werden, eine Tiefe welche die Klingen 19 und 20 in den Boden eindringen zu begrenzen. Über den dritten Aktor 34 wird eine Einstellung des Führungsrades 3 verändert.
[0027] Der Klingensatz 4 weist einen Längsbalken 9 und einen einzigen Querbalken 12 auf, dabei ist der Längsbalken 9 über zwei Gelenkstangen 36 mit der Lagerung 35 verbunden und der Querbalken 12 ist an einer drehfest mit dem Längsbalken 9 verbundenen Schwenkachse 10 befestigt. Am Querbalken 12 sind eine erste Klinge 19 an einer ersten Drehachse 15, eine zweite Klinge 20 an einer zweiten Drehachse 16, eine fünfte Klinge 23 an einer dritten Drehachse 17 und eine sechste Klinge 24 an einer vierten Drehachse 18 befestigt. Am Längsbalken sind eine dritte Klinge 21 und eine vierte Klinge 22 befestigt. Die Klingen 19 bis 24 sind quer zur Richtung der Querstangen ausgerichtet. Die Drehachsen 15 bis 18 sind im Querbalken 12 drehfest gehalten, wobei die erste Drehachse 15 an einem ersten Ende 13 des Querbalkens 12, die zweite Drehachse 16 an einem zweiten Ende 14 des Querbalkens 12, die dritte Drehachse 17 zwischen der ersten Drehachse 15 und der Schwenkachse 10 und die vierte Drehachse 18 zwischen der zweiten Drehachse 16 und der Schwenkachse 10 angeordnet sind. Zwischen der ersten Klinge 19 und der zweiten Klinge 20 ist in Richtung der Querstangen 5 eine Hackbreite 7 gezeigt. Durch eine Schwenkbewegung 11 des Querbalkens 12 um die Schwenkachse 10 wird eine Winkelstellung des Querbalkens 12 zum Längsbalken 9 und damit die Hackbreite 7 verstellt. In der Schwenkachse 10 ist ein erstes Zahnsegment 25 drehfest mit dem Längsbalken 9 gehalten. An der ersten Drehachsen 15 ist ein zweites Zahnsegment 26, an der zweiten Drehachse 16 ist ein drittes Zahnsegment 27, an der dritten Drehachse 17 ist ein viertes Zahnsegment 28 und an der vierten Drehachse 18 ist ein fünftes Zahnsegment 29 gehalten.
[0028] Das zweite Zahnsegment 26 ist mit der ersten Klinge 19, das dritte Zahnsegment 27 ist mit der zweiten Klinge 20, das vierte Zahnsegment 28 ist mit der fünften Klinge 23 und das fünfte Zahnsegment 29 ist mit der sechsten Klinge 24 jeweils drehfest verbunden. Das vierte Zahnsegment 28 und das fünfte Zahnsegment 29 sind jeweils mit einem Zugelement 30 mit dem ersten Zahnsegment 25 verbunden. Das zweite Zahnsegment 26 und das vierten Zahnsegment 28 sowie das dritte Zahnsegment 27 und das fünfte Zahnsegment 29 sind jeweils mit einem Zugelement 30 verbunden. Die Zahnsegmente 25 bis 28 sind beispielhaft als Kettenräder dargestellt. Bei einer Schwenkbewegung 11 wird das erste Zahnsegment 25 zusammen mit dem Querbalken 12 geschwenkt und über die Zugelemente 30 wird die Schwenkbewegung 11 auf die Drehachsen 15 bis 18 übertragen. Dadurch wird erreicht, dass sich bei einer Schwenkbewegung 11 die Hackbreite 7 ändert, jedoch die Ausrichtung der Klingen 19, 20, 23 und 24 gegenüber dem Längsbalken 9 respektive der Querstangen 5 bestehen bleibt. Für eine Ausführung der Schwenkbewegung 11 ist ein zweiter Aktor 33 vorgesehen, in Figur 5 beispielhaft als Hydraulikzylinder zwischen dem Längsbalken 9 und dem Querbalken 12 gezeigt.
[0029] Figur 6 zeigt eine schematische dreidimensionale Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines Klingensatzes 4.Der Klingensatz 4 ist mit Lagerungen 35 an zwei Querstangen 5 gehalten. Die Lagerungen 35 sind beispielhaft als rund um die Querstangen 5 angeordnete Rollenelemente dargestellt. Mit einem ersten Aktor 32 in Form eines Stellmotors kann der Klingensatz 4 an einer Kette 37 entlang der Querstangen 5 verschoben werden. Über zwei Gelenkstangen 36 ist ein Längsbalken 9 an den Lagerungen 35 befestigt. An einer am Längsbalken 9 gehaltenen Schwenkachse 10 ist ein Querbalken 12 befestigt. Eine Winkelstellung des Querbalkens 12 gegenüber dem Längsbalken 9 ist mit einem zweiten Aktor 33 verstellbar. Am Längsbalken 9 befestigt ist ein Führungsrad 3, welches mit einem dritten Aktor 34 verstellbar ist. Ebenfalls am Längsbalken befestigt sind eine dritte Klinge 21 und eine vierte Klinge 22. Der Querbalken 12 weist an einem ersten Ende 13 eine erste Drehachse 15 und an einem zweiten Ende 14 eine Zweite Drehachse 16 auf. Zwischen der ersten Drehachse 15 und der Schwenkachse 10 ist eine dritte Drehachse 17 und zwischen der zweiten Drehachse 16 und der Schwenkachse 10 ist eine vierte Drehachse 18 am Querbalken 12 vorgesehen. An den Drehachsen 15 bis 18 ist jeweils eine der Klingen 19, 20, 23 und 24 befestigt. Ebenfalls in den Drehachsen 15 bis 18 und in der Schwenkachse 10 ist jeweils ein Zahnsegment angeordnet, beispielhaft ist das Zahnsegment 28 in der zweiten Drehachse 16 gezeigt. Jeweils benachbarte Zahnsegmente sind mit einem Zugelement 30 verbunden.
[0030] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche sind ebenso möglich wie eine Kombination der Merkmale, auch wenn diese in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen dargestellt und beschrieben sind.
Legende
[0031] 1 Hackvorrichtung 2 Aufhängung 3 Führungsrad 4 Klingensatz 5 Querstange 6 Hackabstand 7 Hackbreite 8 Hackhöhe 9 Längsbalken 10 Schwenkachse 11 Schwenkbewegung 12 Querbalken 13 Erstes Ende 14 Zweites Ende 15 Erste Drehachse 16 Zweite Drehachse 17 Dritte Drehachse 18 Vierte Drehachse 19 Erste Klinge 20 Zweite Klinge 21 Dritte Klinge 22 Vierte Klinge 23 Fünfte Klinge 24 Sechste Klinge 25 Erstes Zahnsegment 26 Zweites Zahnsegment 27 Drittes Zahnsegment 28 Viertes Zahnsegment 29 Fünftes Zahnsegment 30 Zugelement 31 Spanner 32 Erster Aktor 33 Zweiter Aktor 34 Dritter Aktor 35 Lagerung 36 Gelenkstange 37 Kette 38 Kettenglied 39 Spannelement 40 Schraube 41 Scheibe 42 Mutter 43 Steuerscheibe
Claims (15)
1. Hackvorrichtung (1) zur Entfernung von Unkraut zwischen in Saatreihen gepflanzten Nutzpflanzen, wobei die Hackvorrichtung (1) eine Aufhängung (1) zur Befestigung an einem landwirtschaftlichen Fahrzeug und zumindest zwei Klingensätze (4) aufweist, wobei die zumindest zwei Klingensätze (4) auf zwei an der Aufhängung (2) gehaltenen Querstangen (5) in einem Hackabstand (6) zueinander gelagert sind und jeweils einen Längsbalken (9) und zumindest eine erste Klinge (19) und eine um eine Hackbreite (7) von der ersten Klinge (19) beabstandete zweite Klinge (20) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Klinge (19) an einem ersten Ende (13) und die zweite Klinge (20) an einem dem ersten Ende (13) gegenüberliegenden zweiten Ende (14) eines einzigen am Längsbalken (9) in einer am Längsbalken (9) befestigten Schwenkachse (10) gehaltenen Querbalkens (12) angeordnet sind, wobei die erste Klinge (19) und die zweite Klinge (20) jeweils in einer am Querbalken (12) befestigten ersten Drehachse (15) und zweiten Drehachse (16) befestigt und parallel zum Längsbalken (9) ausgerichtet sind, und wobei eine Einstellung der Hackbreite (7) durch eine Schwenkbewegung (11) des Querbalkens (12) um die Schwenkachse (10) vorgesehen ist, und wobei in der Schwenkachse (10) ein mit dem Längsbalken (9) drehfest verbundenes erstes Zahnsegment (25) und in der ersten Drehachse (15) ein mit der ersten Klinge (19) drehfest verbundenes zweites Zahnsegment (26) und in der zweiten Drehachse (16) ein mit der zweiten Klinge (20) drehfest verbundenes drittes Zahnsegment (27) vorgesehen sind, wobei das zweite Zahnsegment (26) und das dritte Zahnsegment (27) jeweils mit dem ersten Zahnsegment (25) durch ein umlaufendes Zugelement (30) derart verbunden sind, dass bei der Schwenkbewegung (11) und damit einer Veränderung einer Winkelstellung des Querbalkens (12) gegenüber dem Längsbalken (9) die zum Längsbalken (9) parallele Ausrichtung der Klingen (19; 20) unabhängig von der Winkelstellung des Querbalkens (12) gegeben ist.
2. Hackvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den Längsbalken (9) jeweils eine dritte Klinge (21) und eine vierte Klinge (22) befestigt sind.
3. Hackvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwischen der ersten Klinge (19) und dem Längsbalken (9) eine fünfte Klinge (23) und zwischen der zweiten Klinge (20) und dem Längsbalken (9) eine sechste Klinge (24) vorgesehen sind, wobei die fünfte Klinge (23) und die sechste Klinge (24) jeweils in einer am Querbalken (12) befestigten dritten Drehachse (17) und vierten Drehachse (18) gehalten und parallel zum Längsbalken (9) ausgerichtet sind, und wobei in der dritten Drehachse (17) und der vierten Drehachse (18) jeweils ein mit der jeweiligen Klinge (23; 24) drehfest verbundenes viertes Zahnsegment (28) und fünftes Zahnsegment (29) vorgesehen sind, wobei das vierte Zahnsegment (28) mit dem ersten Zahnsegment (25) und das vierte Zahnsegment (28) mit dem zweiten Zahnsegment (26) und das fünfte Zahnsegment (29) mit dem ersten Zahnsegment (25) und das fünfte Zahnsegment (29) mit dem dritten Zahnsegment (27) jeweils mit einem Zugelement (30) derart verbunden sind, dass bei der Schwenkbewegung (11) und damit einer Veränderung einer Winkelstellung des Querbalkens (12) gegenüber dem Längsbalken (9) die zum Längsbalken (9) parallele Ausrichtung aller Klingen (19; 20;23; 24) unabhängig von der Winkelstellung des Querbalkens (12) gegeben ist.
4. Hackvorrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Querbalken (12) jeweils bei der dritten Drehachse (17) und der vierten Drehachse (18) gegen den Längsbalken (9) derart abgeknickt ist, dass die fünfte Klinge (23) und die sechste Klinge (24) in Richtung des Längsbalkens (9) gesehen vor oder hinter der ersten Klinge (19) oder der zweiten Klinge (20) angeordnet sind.
5. Hackvorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Messung der Winkelstellung des Querbalkens (12) gegenüber dem Längsbalken (9) mit einem Messgerät vorgesehen ist.
6. Hackvorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Positionierung der einzelnen Klingensätze (4) und eine Einstellung des Hackabstandes (6) zwischen den Klingensätzen (4) durch eine Verschiebung der Klingensätze (4) auf den Querstangen (5) vorgesehen ist.
7. Hackvorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Messung der jeweiligen Position der Klingensätze (4) und deren Hackabstand (6) vorgesehen ist.
8. Hackvorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Aktor (32) zur Positionierung der Klingensätze (4) auf den Querstangen (5) und ein zweiter Aktor (33) zur Veränderung einer Winkelstellung des Querbalkens (12) gegenüber dem Längsbalken (9) vorgesehen sind.
9. Hackvorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnsegmente (25; 26; 27; 28; 29) als Kettenräder und die umlaufenden Zugelemente (30) als Ketten ausgebildet sind.
10. Hackvorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils beide Trume der umlaufenden Zugelemente (30) mit einem Spanner (31) versehen sind.
11. Hackvorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hackvorrichtung (1) zumindest eine Kamera aufweist zur Aufnahme eines Verlaufs der Saatreihen und einer Grösse eines Freiraums zwischen den einzelnen Saatreihen.
12. Hackvorrichtung (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Hackvorrichtung (1) eine Steuerung umfasst, wobei aufgrund der Aufnahmen die Positionierung der einzelnen Klingensätze (4), die Einstellung des Hackabstandes (6) zwischen den Klingensätzen (4) und die Winkelstellung des Querbalkens (12) gegenüber dem Längsbalken (9) durch die Steuerung geregelt sind.
13. Hackvorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Festlegung einer Hackhöhe (8) eines jeweiligen Klingensatzes (4) ein dritter Aktor (34) vorgesehen ist.
14. Hackvorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hackvorrichtung (1) zwei Steuerscheiben (43) aufweist zur Vermeidung einer Übertragung von entstehenden Querkräften auf das landwirtschaftliche Fahrzeug bei einer gleichzeitigen Verschiebung aller Klingensätze (4) auf dem Querbalken (12).
15. Hackvorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest vier Klingensätze (4) vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH000850/2024A CH722036A1 (de) | 2024-08-13 | 2024-08-13 | Hackvorrichtung zur Entfernung von Unkraut |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH000850/2024A CH722036A1 (de) | 2024-08-13 | 2024-08-13 | Hackvorrichtung zur Entfernung von Unkraut |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH722036A1 true CH722036A1 (de) | 2026-02-27 |
Family
ID=98932194
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH000850/2024A CH722036A1 (de) | 2024-08-13 | 2024-08-13 | Hackvorrichtung zur Entfernung von Unkraut |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH722036A1 (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2019148220A1 (de) * | 2018-02-01 | 2019-08-08 | Agrom Kg | Hackvorrichtung |
| EP3653032A1 (de) * | 2018-11-19 | 2020-05-20 | Werner Rohringer | Vorrichtung zum entfernen und zerkleinern, insbesondere mulchen von unkraut, untersaaten oder dergleichen |
| DE102020117613A1 (de) * | 2020-07-03 | 2022-01-05 | Helmut Moosbauer | Landwirtschaftliche Hackvorrichtung |
| EP4265086A1 (de) * | 2022-04-06 | 2023-10-25 | Rath jun., Engelbert | Bodenbearbeitungsgerät |
| EP4356704A2 (de) * | 2019-08-07 | 2024-04-24 | Lemken GmbH & Co KG | Hackvorrichtung |
-
2024
- 2024-08-13 CH CH000850/2024A patent/CH722036A1/de unknown
Patent Citations (5)
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