CH722114A2 - Kupplung für ein Schienenfahrzeug mit einem Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus - Google Patents
Kupplung für ein Schienenfahrzeug mit einem Kupplungs- und VerriegelungsmechanismusInfo
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Abstract
Eine Kupplung (10) für ein Schienenfahrzeug mit einem Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus, die in einem Gehäuse (11) eines Kupplungskopfs (20) angeordnet ist, umfasst ein darin schwenkbares Verriegelungselement (35) sowie eine von diesem bewegbare Kuppelstange (31) für das Ver- bzw. Entriegeln mit einer Kupplung eines zu kuppelnden Schienenfahrzeugs. Das Verriegelungselement (35) ist durch eine im Gehäuse (11) angeordnete Achswelle (15) schwenkbar gehalten und durch eine Achse mit der Kuppelstange (31) gelenkig verbunden, die jeweils eine Lagerung (22, 23) bilden. Ein Schmiersystem (25) ist im Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus (30) für den Betriebsunterhalt integriert. Es weist wenigstens ein auf der Unterseite (11') des Gehäuses (11) von aussen zugängliches Anschlussmittel (26) für eine Schmiermittelzufuhr durch Leitungsbohrungen (16) zumindest in der Achswelle (15) auf, durch welches die jeweilige Lagerung (22, 23) vorzugsweise manuell geschmiert werden kann. Damit kann die Haltbarkeit der Kupplung mit jeweils einem solchen an sich bekannten Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus erheblich gesteigert werden.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kupplung für ein Schienenfahrzeug mit einem Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] In der Druckschrift CH 719 152 A2 ist eine Einrichtung zum Ver- bzw. Entriegeln einer Kupplung eines Schienenfahrzeugs offenbart, die in einem Gehäuse eines Kupplungskopfs angeordnet ist. Diese Einrichtung umfasst ein darin um eine Schwenkachse drehbares Riegelelement, eine von diesem in oder aus dem Gehäuse bewegbare Kuppelstange für das Kuppeln mit einem zu koppelnden Kupplungskopf, einen am Riegelelement angelenkten Steuerhebel und ein mit diesem zusammenwirkendes Führungsteil. Dieser Steuerhebel und das Führungsteil bilden ein Arretiermittel, welches derart ausgebildet ist, dass es ausser in der gekuppelten Position in jeder gelösten Stellung ein Arretieren des Steuerhebels beim Führungsteil und damit der Einrichtung des jeweiligen Kupplungskopfs bewirkt. Es hat sich herausgestellt, dass die Lagerungen des Riegelelementes und der an ihm angelenkten Kuppelstange starkem Verschleiss ausgesetzt sind und damit ihre Haltbarkeiten beschränkt sind.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kupplung für ein Schienenfahrzeug mit einem Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus zu schaffen, bei der weniger Verschleiss der stark belasteten Komponenten erzielt und damit die Haltbarkeit der Kupplung erhöht werden kann.
[0004] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäss durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Es ist ein Schmiersystem im Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus integriert, welches wenigstens ein auf der Unterseite des Gehäuses von aussen zugängliches Anschlussmittel für eine Schmiermittelzufuhr durch Leitungsbohrungen zumindest in der Achswelle aufweist, durch welches die jeweilige Lagerung vorzugsweise manuell geschmiert werden kann. Mit diesem erfindungsgemässen Schmiersystem können mit einer einfachen Handhabung von der Unterseite der Kupplung Lagerungen im Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus, die starken Belastungen ausgesetzt sind, vorzugsweise manuell in wählbaren zeitlichen Abständen geschmiert werden.
[0006] Damit ist nachweislich bestätigt, dass die Haltbarkeit der Kupplungen mit jeweils einem solchen an sich bekannten Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus erheblich gesteigert werden kann.
[0007] Sehr vorteilhaft ist in der das Verriegelungselement haltenden Achswelle eine mit dem aussenseitig zugänglichen Anschlussmittel verbundene zentrale Leitungsbohrung und von ihr ausgehende Querbohrungen in unterschiedlichen Höhenpositionen der Achswelle vorhanden. Damit kann auf sehr einfache Weise eine Schmiermittelversorgung in diese Lagerungen mit hohen Belastungen erzielt werden.
[0008] Zumindest eine Querbohrung in der Achswelle ist dabei derart positioniert, dass sie in eine verlängernde Zusatzbohrung im Verriegelungselement und anschliessend in die Lagerung der im Verriegelungselement drehbar gelagerten Achse mündet, welche von der Kuppelstange gehalten ist. Damit ist eine komplettierte Schmierung in der Kupplung geschaffen worden.
[0009] Zweckmässigerweise erstreckt sich die Achswelle im Gehäuse bis annähernd zu der unteren Gehäusewand, und das von aussen zugängliche Anschlussmittel ist unterseitig bei der zentralen Leitungsbohrung der Achswelle angeschlossen. Damit ergibt sich eine äusserst einfache Anordnung bei dem auf der Unterseite gut zugänglichen Anschlussmittel.
[0010] Die Erfindung sieht vor, dass das auf der Unterseite des Gehäuses von aussen zugängliche Anschlussmittel als ein Schliessventil, vorzugsweise ein Schmiernippel, ausgebildet ist, bei dem periodisch durch einen üblichen Spendeapparat ein Schmierstoff, wie zum Beispiel Öl oder Fett, durch manuelle Betätigung zugeführt werden kann.
[0011] Im Rahmen der Erfindung könnte auch ein Schmierstoffspender montiert sein, der eine automatisch gesteuerte Schmierstoffzufuhr oder eine solche durch Knopfdruck vorzugsweise mit jeweils einer dosierten Menge in vorbestimmten Zeitabständen ermöglichen würde.
[0012] Die Erfindung sowie weitere Vorteile derselben sind nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1
einen vertikalen Längsschnitt durch eine Kupplung mit einem in einem Gehäuse montierten Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus mit einem erfindungsgemässen Schmiersystem;
Fig. 2
einen vertikalen Schnitt durch die Kupplung nach Fig. 1 entlang den Linien II - II gemäss Fig. 3, wobei die Achswelle und die Achse in Ansicht und in der rechten Hälfte des Kupplungskopfs nur das Gehäuse und das Verriegelungselement jeweils teilweise dargestellt sind; und
Fig. 3
einen horizontalen Schnitt der Kupplung mit dem im Gehäuse montierten Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus mit dem Schmiersystem.
[0013] Fig. 1 bis Fig. 3 zeigen eine Kupplung 10 mit einem Kupplungskopf 20 für ein Schienenfahrzeug im ungekuppelten Zustand. Ein solche Kupplung 10 wird zum lösbaren Verbinden von vorzugsweise Güter-, Personenwagen, Lokomotiven oder andersartigen Wagen als Schienenfahrzeuge eingesetzt. Sie ist dabei jeweils stirnseitig am Schienenfahrzeug in oder an einem Fahrzeugkasten oder dergleichen angelenkt.
[0014] Gemäss Fig. 3 ist die Kupplung 10 aus einem Kupplungskopf 20, einem Gehäuse 11 mit einer vorderseitigen Flanschwandung 12, zwei in dieser nebeneinander angeordneten Durchgangsöffnungen 43, 53, einer Kuppe 45 und einem im Gehäuse 11 integrierten Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus 30 zusammengesetzt. Bei der vorderseitigen Flanschwandung 12 ist eine Stossfläche 13 für eine Auflage mit einer Stossfläche eines zu kuppelnden Kupplungskopfs gebildet, der nicht näher gezeigt ist. Ferner ist bei der Stossfläche 13 ein vorstehendes Leitelement 14 für ein Vorzentrieren der Kupplungsköpfe beim Kuppeln angedeutet.
[0015] Im Gehäuse 11 des Kupplungskopfs 20 ist ein Ver- und Entriegelungsmechanismus 30 integriert, der in der Druckschrift CH 719 152 A2 detailliert erläutert ist. Es wird auf diesen Mechanismus verwiesen und es sind daher nachfolgend nicht alle Einzelheiten nochmals erläutert.
[0016] Dieser Ver- und Entriegelungsmechanismus 30 ist aus einem im Gehäuse 11 gelagerten Achswelle 15 mit einem um eine Schwenkachse A drehbaren Verriegelungselement 35, der von diesem in oder aus dem Gehäuse 11 bewegbaren Kuppelstange 31, einem am Verriegelungselement 35 angelenkten Steuerhebel 47 und aus einem mit diesem korrespondierendes Führungsteil 48 zusammengesetzt. Dieses Verriegelungselement 35 ist auf der zu der Achse 34 der Kuppelstange 31 gegenüberliegenden Seite mit einer Ausnehmung 39 ausgebildet, in der ein Gleiter 37 der Kuppelstange des andern Kupplungskopfs korrespondierend aufnehmbar ist, während der Gleiter 37 der Kuppelstange 31 beim Kuppeln in eine entsprechende Ausnehmung 39 des Verriegelungselementes 35 im andern Kupplungskopf eingreift.
[0017] Diese Achse 34 der Kuppelstange 31 und die gegenüberliegende Ausnehmung 39 sind zur Schwenkachse A des Verriegelungselementes 35 so angeordnet, dass letzteres durch das Kniehebelprinzip in der verriegelten Position verspannt bleibt, solange es nicht von einem Antrieb gedreht und entriegelt wird. Das jeweilige Verriegelungselement 35 ist mit einem vorstehenden Nocken 33 versehen, der im gekuppelten Zustand an einem nicht näher gezeigten Anschlag im Gehäuse 11 anliegt.
[0018] Erfindungsgemäss ist ein Schmiersystem 25 im Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus 30 für den Betriebsunterhalt integriert, welches wenigstens ein auf der Unterseite 11' des Gehäuses 11 von aussen zugängliches Anschlussmittel 26 für eine Schmiermittelzufuhr durch Leitungsbohrungen 16, 17, 18 zumindest in der Achswelle 15 aufweist. Es sind zweckmässigerweise in der Achswelle 15 eine mit dem aussenseitig zugänglichen Anschlussmittel 26 verbundene zentrale Leitungsbohrung 16 und von ihr ausgehende Querbohrungen 17, 18, 19 in unterschiedlichen Höhenpositionen der Achswelle 15 vorhanden. Die von der zentralen Leitungsbohrung 16 ausgehenden Querbohrungen 17, 18, 19 sind in der Achswelle 15 in die diese Lagerungen 22, 23 bildenden Lagerbuchsen im Gehäuse 11 geführt. Die Höhenpositionen der Querbohrungen 17, 18, die zu den Lagerbuchsen führen, sind in der Achswelle 15 jeweils annähernd in der Mitte der Lagerbuchsen angeordnet. Sie könnten aber auch aussermittig im oberen oder unteren Bereich der jeweiligen Lagerbuchse platziert sein.
[0019] Eine Querbohrung 19 in der Achswelle 15 ist derart höhenpositioniert, dass sie in eine verlängernde Zusatzbohrung 19' im Verriegelungselement 35 und anschliessend in die Lagerung 24 der im Verriegelungselement 35 drehbar gelagerten Achse 34 mündet, die von der Kuppelstange 31 gehalten ist. Die Zusatzbohrung 19' verläuft durchgehend bis zum Aussenrand des Verriegelungselementes, damit sie durch Bohren entsprechend hergestellt werden kann, wobei sie durch ein Verschlusselement 21 aussen dicht abgeschlossen ist.
[0020] Die vertikal ausgerichtete Achswelle 15 im Gehäuse 11 erstreckt sich bis annähernd zu der Unterseite 11' der Gehäusewand und das von aussen zugängliche Anschlussmittel 26 ist unterseitig bei der zentralen Leitungsbohrung 16 der Achswelle 15 angeschlossen. Oberseitig erstreckt sich die Achswelle 15 bis zum Gehäuse 11 und sie ist dort mit einem nicht näher gezeigten Antrieb verschwenkbar verbunden, um die Kupplung lösen zu können.
[0021] Mit diesem erfindungsgemässen Schmiersystem 25 können mit einer einfachen Handhabung von der Unterseite der Kupplung diese Lagerungen 22, 23, 24, die starken Belastungen ausgesetzt sind, vorzugsweise manuell in zeitlichen Abständen von einigen Wochen oder Monaten geschmiert werden. Damit hat sich gezeigt, dass die Haltbarkeit einer Kupplung mit jeweils einem solchen an sich bekannten Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus merklich gesteigert werden kann, trotzdem dies mit sehr geringem Aufwand ausführbar ist.
[0022] Nebstdem besteht der zusätzliche Vorteil, dass mit dieser Platzierung des Anschlussmittels 26 auf der Unterseite 11' des Gehäuses 11 ein Zugang von beiden Seiten des Fahrzeugs möglich ist, auch wenn die Fahrzeuge zu einer Zugskomposition gekuppelt sind.
[0023] Diese die Lagerung der Achswelle 15 bildenden Lagerbuchsen im Gehäuse 11 sind je eine ober- und eine unterhalb des sich quer zur Schwenkachse A erstreckenden Verriegelungselementes 35 angeordnet. Letzteres ist plattenförmig ausgebildet und beidseitig mit je einer die Achswelle 15 umfassenden Nabe 36 als Verstärkung versehen, wobei die Naben 36 bei ihren Stirnseiten an den Lagerungen 22, 23 angrenzen und damit das Verriegelungselement 35 von den geschmierten Lagerbuchsen positioniert ist, was in Fig. 1 ersichtlich ist.
[0024] Das auf der Unterseite 11' des Gehäuses 11 von aussen zugängliche Anschlussmittel 26 ist als ein Schliessventil, vorzugsweise ein Schmiernippel, ausgebildet, bei dem periodisch durch einen üblichen Spendeapparat ein Schmierstoff, wie zum Beispiel Öl oder Fett, durch manuelle Betätigung zugeführt werden kann. Im Prinzip könnten auch mehr als ein Anschlussmittel 26 und mehr als eine Leitungsbohrung vorgesehen sein.
[0025] Bei einer komfortableren Ausführung könnte auch ein Schmierstoffspender montiert sein, der eine automatisch gesteuerte Schmierstoffzufuhr oder eine solche durch Knopfdruck vorzugsweise mit jeweils einer dosierten Menge in vorbestimmten Zeitabständen ermöglichen würde. Mit dem Schmierstoffspender wäre eine selbsttätige Schmierung in der Lagerung erzielbar.
[0026] Gemäss Fig. 3 ist bei der Kuppelstange 31 der Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus 30 jeweils ein seitlicher Nocken 49 angebracht, der mit einem im Gehäuse 11 abgestützten Federorgan 44 wirkverbunden ist, welches eine konstante Druckkraft auf die Kuppelstange 31 ausübt und den verspannten Zustand bei gekuppeltem bzw. ungekuppeltem Kupplungskopf sicherstellt. Beim Kuppeln wird der Ver- und Entriegelungsmechanismus 30 von selbst in den verspannten Zustand gebracht.
[0027] Es ist zudem noch ein verschiebbares Entriegelungsorgan 41 in der Gehäusewandung 11" derart platziert, dass es am einen Ende aus dem Gehäuse 11 ragt und beim arretierten Steuerhebel 47 im ungekuppelten Zustand ansteht. Beim Kuppeln wird dieses Entriegelungsorgan 41, unmittelbar bevor das jeweilige Verriegelungselement 35 gedreht werden muss, vom Führungselement des andern Kupplungskopfs vorgeschoben und mit ihm ein Lösen des arretierten Steuerhebels 47 bewirkt, der in eine nicht gezeigte Position in das Gehäuse 11 zurückbewegt wird.
[0028] Dieser Steuerhebel 47 ist an seinem einen Ende 47' rückseitig am Verriegelungselement 35 im Gehäuse 11 angelenkt und in einer Öffnung 59 der Gehäusewandung 11'' nach aussen geführt. Er ist dabei durch ein in der Gehäusewandung 11'' befindliches Andrückmittel 55, vorzugsweise eine Druckfeder, an den Führungsteil 48 angepresst. Dies könnte auch durch eine Zugfeder oder dergleichen erfolgen. Der Steuerhebel 47 und der Führungsteil 48 bilden bei den Kontaktflächen zueinander ein Arretiermittel, welches mit Ausnahme in der gekuppelten Position stets arretiert ist.
[0029] Das vom Steuerhebel 47 und vom Führungsteil 48 gebildete Arretiermittel ist derart ausgebildet, dass es ausser in der gekuppelten Position in jeder gelösten Stellung ein Arretieren des Steuerhebels 47 beim Führungsteil 48 der jeweiligen Kupplung 20 bewirkt.
[0030] Ob nun eine Zug- oder eine Druckkraft oder keine Kraft zwischen den gekuppelten Kupplungsköpfen vorliegt, die je nach den Verhältnissen beim Fahren der Fahrzeuge besteht, ist gewährleistet, dass die Mechanismen 30 nach dem Entkuppeln und dem Verlassen der Gleiter 37 der Kuppelstangen 31 aus den Ausnehmungen 39 des Verriegelungselementes 35 durch diese Arretiermittel blockiert sind.
[0031] Der Steuerhebel 47 kann in einer ersten bzw. in einer zweiten Arretierposition im Führungsteil 48 eingerastet sein. Zweckmässigerweise ist dem Steuerhebel 47 eine Nase 48' bei der Kontaktfläche mit dem Führungsteil 48 zugeordnet, die in jeweils einen die erste bzw. zweite Arretierposition bildenden Absatz 48', 48" bei der Kontaktfläche beim Führungsteil 48 einklinkbar ist.
[0032] Wenn nun beim Entkuppeln das eine Verriegelungselement 35 von einem externen Antrieb geschwenkt und bis zur Endstellung des Antriebs bewegt wird, so wird mit ihm der Steuerhebel 47 durch die Öffnung 59 bis zur Arretierposition bewegt und dort durch die Federkraft des Andrückmittels 55 eingeklinkt. Das andere Verriegelungselement des nicht betätigten Kupplungskopfs wird hingegen insbesondere bei Vorliegen einer Zugkraft mit seiner Nase nur bis in die erste Arretierposition bewegt und dort eingeklinkt.
[0033] Es ist ferner beim Steuerhebel 47 noch eine Führung 52 vorgesehen, die beim Lösen und Zurückbewegen des Steuerhebels stirnseitig in Kontakt mit dem Entriegelungsorgan 41 und bewirkt ein Abheben des Steuerhebels 47, so dass dieser sich beim Kuppeln löst und durch die Öffnung 59 ins Gehäuseinnere bewegt.
[0034] Bei den Komponenten des Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus 30, welche beim Montieren durch die Durchgangsöffnungen 43 einschiebbar sind, handelt es sich primär um das plattenförmige Verriegelungselement 35 mit dem an diesem vormontierten Steuerhebel 47. Nach dem Einschieben der beiden wird der Steuerhebel 47 in die Öffnung 59 der Gehäusewandung 11'' eingeführt und das Verriegelungselement 35 durch diese mit der Leitungsbohrung 16 und den Querbohrungen 17, 18 vorgefertigten Achswelle 15 von ausserhalb des Gehäuses 11 montiert und darin schwenkbar gelagert. Eine solche Montage eignet sich bei einem einstückig ausgebildeten Gehäuse 11.
[0035] Es sind ferner noch in Fig. 1 in der Flanschwandung 12 und zu den Stossflächen 13 vorstehende Luftkupplungen 38, 51, 57 veranschaulicht, welche für die Verbindung einer Hauptluftleitung, einer Hauptbehälterluftleitung etc. dienen, welche mitunter ein manuelles oder automatisches Entkuppeln ermöglichen.
[0036] Die Erfindung ist mit den oben erläuterten Ausführungsbeispielen ausreichend dargetan. Sie könnte aber noch durch andere Varianten erläutert sein. So könnte der Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus auf bekannten Weise anders als dargestellt ausgestaltet sein.
[0037] Anstelle der zentralen Leitungsbohrung in der Achswelle könnte auch eine Längsnut aussenseitig bei der Achswelle mit oder ohne einer separaten Leitung vorgesehen sein, welche ebenso mit dem Anschlussmittel dieses Schmiersystems verbindbar wäre. Ein Anschlussmitteil könnte auch mehrere Schliessventile umfassen.
[0038] Es könnte auch nur eine Lagerung für das Verriegelungselement im Gehäuse vorgesehen sein, wobei eine Lagerbuchse als separater Bauteil im Gehäuse montierbar wäre.
Claims (9)
1. Kupplung für ein Schienenfahrzeug mit einem Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus, die in einem Gehäuse (11) eines Kupplungskopfs (20) angeordnet ist und ein darin schwenkbares Verriegelungselement (35) sowie eine von diesem bewegbare Kuppelstange (31) für das Ver- bzw. Entriegeln mit einer Kupplung eines zu kuppelnden Schienenfahrzeugs aufweist, wobei das Verriegelungselement (35) durch eine im Gehäuse (11) angeordnete Achswelle (15) schwenkbar gehalten ist und durch eine Achse (34) mit der Kuppelstange (31) gelenkig verbunden ist, die jeweils eine Lagerung (22, 23, 24) bilden, dadurch gekennzeichnet, dass
ein Schmiersystem (25) im Kupplungs- und Verriegelungsmechanismus (30) für den Betriebsunterhalt integriert ist, welches wenigstens ein auf der Unterseite (11') des Gehäuses (11) von aussen zugängliches Anschlussmittel (26) für eine Schmiermittelzufuhr durch Leitungsbohrungen (16) zumindest in der Achswelle (15) aufweist, durch welches die jeweilige Lagerung (22, 23, 24) vorzugsweise manuell geschmiert werden kann.
2. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Achswelle (15) eine mit dem aussenseitig zugänglichen Anschlussmittel (26) verbundene zentrale Leitungsbohrung (16) und von ihr ausgehende Querbohrungen (17, 18, 19) in unterschiedlichen Höhenpositionen der Achswelle (15) vorhanden sind.
3. Kupplung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Querbohrung (19) in der Achswelle (15) derart positioniert ist, dass sie in eine verlängernde Zusatzbohrung (19') im Verriegelungselement (35) und anschliessend in die Lagerung (24) der im Verriegelungselement (35) drehbar gelagerten Achse (34) mündet, welches von der Kuppelstange (31) gehalten ist.
4. Kupplung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die von der zentralen Leitungsbohrung (16) ausgehenden Querbohrungen (17, 18, 19) in der Achswelle (15) in die diese Lagerung (22, 23, 24) bildenden Lagerbuchsen im Gehäuse (11) geführt sind.
5. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Achswelle (15) im Gehäuse (11) bis annähernd zu der unteren Gehäusewand (11') erstreckt und das von aussen zugängliche Anschlussmittel (26) unterseitig bei der zentralen Leitungsbohrung (16) der Achswelle (15) angeschlossen ist.
6. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
diese die Lagerungen (22, 23, 24) bildenden Lagerbuchsen im Gehäuse (11) je eine ober- und eine unterhalb des sich quer zur Achse (34) erstreckenden Verriegelungselementes (35) angeordnet sind, wobei das Verriegelungselement (35) eine plattenförmige Ausdehnung aufweist und beidseitig mit je einer die Achswelle (15) ummantelnden Nabe (36) als Verstärkung versehen ist, wobei die Naben (36) bei ihren Stirnseiten und damit das Verriegelungselement (35) von den Lagerungen positioniert sind.
7. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Höhenpositionen der Querbohrungen in der Achswelle (15), die zu den Lagerungen (22, 23, 24) führen, jeweils annähernd in deren Mitte angeordnet sind.
8. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
das auf der Unterseite (11') des Gehäuses (11) von aussen zugängliche Anschlussmittel (26) als ein Schliessventil, zum Beispiel ein Schmiernippel, ausgebildet ist, bei dem durch einen üblichen Spendeapparat ein Schmierstoff, wie zum Beispiel Öl oder Fett, durch manuelle Betätigung zugeführt werden kann.
9. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
das Anschlussmittel (26) an einen Schmierstoffspender anschliessbar ist, der eine automatisch gesteuerte Schmierstoffzufuhr vorzugsweise in vorbestimmten Zeitabständen in einer jeweils dosierten Schmierstoffmenge ermöglicht, so dass eine selbsttätige Schmierung in den Lagerungen gewährleistet ist.
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| CH000502/2025A CH722119A2 (de) | 2024-09-09 | 2025-05-09 | Kupplung für ein Schienenfahrzeug, sowie ein Steuerverfahren für das Betätigen der Kupplung |
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| Date | Code | Title | Description |
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| Q12 | Application published |
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