CH722122A1 - Giessform - Google Patents
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Abstract
Offenbart ist eine Giessform (20) zur Herstellung eines faserbasierten Rohlings aus Pulpe, umfassend zwei Giessformhälften (21) mit je einer Innenseite (211), die eine Kavität (30) begrenzen. Zumindest an einer der Innenseiten (211) ist zumindest eine Vertiefung (40) in der Form eines Kanals ausgebildet. In der Vertiefung (40) ist eine Öffnung (50) ausgebildet, welche die Vertiefung (40) mit einer Aussenseite der Giessform (20) verbindet.
Description
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Giessform zur Herstellung eines faserbasierten Rohlings aus Pulpe.
[0002] Zur Herstellung eines faserbasierten Rohlings, insbesondere eines faserbasierten Hohlkörpers, wird im Allgemeinen ein Werkzeug verwendet, welches aus zwei Halbschalen besteht, die zur Fertigung des Hohlkörpers geschlossen und zur Entnahme des Hohlkörpers geöffnet sind. Jede Halbschale besteht typischerweise aus einer Innenschale und einer Aussenschale, wobei auf eine Aussenschale für die Funktionalität verzichtet werden kann, diese jedoch im Handling Vorteile bietet. Zwischen der Innenschale und der Aussenschale besteht ein Zwischenraum. Die geschlossenen Halbschalen der Innenschale bilden an ihrer Innenseite eine Kavität aus, welche die Negativform des Hohlkörpers darstellt. Die Innenseite der Innenschale ist mit dem Zwischenraum über Öffnungen verbunden.
[0003] Die Öffnungen sind so dimensioniert, dass Lösungsmittel aus einer in die Kavität einzufüllenden mit Lösungsmittel versetzten Pulpe durch die Öffnungen entweichen kann, jedoch die Pulpe zuverlässig zurückgehalten wird.
[0004] Bekannt ist aus der EP 3 708 709 eine Innenschale mit einer Vielzahl an kleinen Bohrungen an ihrer Innenseite zum Zurückhalten der Pulpe. Aus der EP 1 081 285 ist eine Innenschale bekannt geworden, welche eine Vielzahl an grösseren Bohrungen aufweist, die an ihrer Innenseite mit einem Netz oder Sieb abgedeckt sind, welches die Pulpe zurückhält.
[0005] Zur Herstellung des faserbasierten Hohlkörpers wird das Werkzeug geschlossen und über eine Öffnung Pulpe mit einem Lösungsmittel in die Kavität eingebracht.
[0006] Pulpe ist eine Mischung aus Fasern, insbesondere Naturfasern wie Hanffasern, Zellulosefasern oder Flachsfasern oder einer Mischung davon, und einem Lösungsmittel, typischerweise Wasser. Gegebenenfalls weist die Pulpe Zusatzstoffe auf, die beispielsweise ein Aushärten der komprimierten Pulpe verbessern oder Einfluss auf das spätere Aussehen haben oder generell die Eigenschaften der Pulpe oder des späteren Behälters verändern.
[0007] Durch einen, vorzugsweise gesteuerten, Entzug des Lösungsmittels aus der Pulpe legt sich diese als eine Schicht an der Innenseite der Kavität an. Hierzu wird häufig der Zwischenraum mit einem Unterdruck beaufschlagt, der der Kavität das Lösungsmittel durch die zwischen dem Zwischenraum und der Kavität angeordneten Öffnungen entzieht. Alternativ oder unterstützend kann in die Kavität ein Ballon eingeführt werden, welcher aufgeblasen wird und das Lösungsmittel durch die Öffnungen zwischen der Innenseite der Innenschale und dem Zwischenraum drückt. Wenn der Pulpe genügend Lösungsmittel entzogen worden ist, sie also eine vorbestimmte Feuchtigkeit aufweist, ist sie eigenstabil und bildet einen faserbasierten Rohling, der beispielsweise mittels Greifern dem geöffneten Werkzeug entnommen werden kann. Dieser faserbasierte Rohling kann im Anschluss beispielsweise einem Ofen zugeführt werden, in dem er restgetrocknet wird. Bekannt ist auch, den faserbasierten Rohling in seiner Giessform zu belassen und dort restzutrocknen.
[0008] Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass zur Ausbildung einer gleichmässigen Schicht des Hohlkörpers an der Innenseite der Innenschale ein gesteuerter Entzug des Lösungsmittels aus der Pulpe notwendig ist. Nach der Ausbildung der Schicht soll der Entzug des Lösungsmittels bis zur vorbestimmten Restfeuchte jedoch möglichst schnell erfolgen, um die Zykluszeit gering zu halten. Die bekannten Lösungen haben jedoch den Nachteil, dass über ein vorbestimmtes Zeitintervall bei einem definierten Unterdruck nur eine begrenzte Menge Lösungsmittel aus der Kavität entfernbar ist.
[0009] Ein alternatives Verfahren mit einer alternativen Giessform ist aus der WO 2018/020219 A1 bekannt. Pulpe wird in eine poröse Giessform eingebracht, wobei sich die Fasern innerhalb dieser Giessform auf deren Innenwandung absetzen.
[0010] Es kann als eine Aufgabe der Erfindung angesehen werden, eine Giessform zur Herstellung eines faserbasierten Rohlings aus Pulpe bereitzustellen, durch die der Entzug von Lösungsmittel aus der an der Giessform angelagerten Schicht gegenüber dem Stand der Technik verbessert ist
[0011] Die Giessform umfasst zwei Giessformhälften mit je einer Innenseite, die eine Kavität begrenzen. Die Kavität entspricht einem Negativabdruck der äusseren Form des zu formenden faserbasierten Rohlings. Zumindest an einer der Innenseiten ist zumindest eine Vertiefung in der Form eines Kanals ausgebildet. Definitionsgemäss ist ein Kanal eine Ausbildung mit einer Längserstreckung die um ein Mehrfaches grösser ist als eine Quererstreckung sowie eine entsprechende Tiefe aufweist. Ein Kanal weist insbesondere zwei voneinander beabstandete Seitenwände und vorzugsweise einen Grund auf, welcher mit den beiden Seitenwänden fluiddicht verbunden ist.
[0012] In der Vertiefung ist eine Öffnung ausgebildet, welche die Vertiefung mit einer Aussenseite der Giessform verbindet. Mit anderen Worten ist durch die Öffnung eine Verbindung von der Innenseite der Kavität zur Umgebung bereitgestellt, die Öffnung durchdringt also die Giessform an dieser Stelle.
[0013] Durch das Bereitstellen einer Vertiefung kann der Pulpe, die sich innerhalb der Kavität an die Innenseite der Giessform angelegt hat, vergleichsweise einfach und gleichzeitig grossflächig das Lösungsmittel entzogen werden. Durch die entsprechende Öffnung kann das Lösungsmittel schnell und in einfacher Art und Weise aus der Kavität abgeführt werden.
[0014] Vorzugsweise weist die Vertiefung in der Form eines Kanals eine zur Kavität hin gerichtete offene Seite sowie einen von der Kavität weg gerichteten Grund auf. Die Öffnung mündet im Grund.
[0015] Damit ist gewährleistet, dass die Öffnung nicht in einer, insbesondere formgebenden, Wandung an der Innenseite der Kavität endet, sondern dazu beabstandet ist und damit auf dem zu formenden Rohling keine Fertigungsmarken hinterlässt. Das Lösungsmittel wird der an der Innenseite der Giessform anliegenden Pulpe durch Unterdruck entzogen. Entsprechend kann die Öffnung in ihrem Querschnitt grösser dimensioniert sein als die Fläche der zur Kavität hin offenen Seite der Vertiefung, durch die das Lösungsmittel in die Vertiefung gelangt. Damit kann sichergestellt werden, dass der Querschnitt der Öffnung nicht den Entzug des Lösungsmittels behindert. Sofern das Lösungsmittel mittels eines an der der Innenseite gegenüberliegenden Aussenseite der Giessform aufgebrachten Venturi-Effekts entzogen wird, kann der Querschnitt der Öffnung so dimensioniert sein, dass der an der Innenseite der Giessform angelagerten Pulpe maximal Lösungsmittel entzogen werden kann. Hierzu kann zusätzlich der Übergang von der Öffnung zu dem Grund gerundet sein.
[0016] Vorzugsweise sind die offene Seite und der Grund der Vertiefung mit zwei, die Vertiefung seitlich begrenzenden, Wänden verbunden.
[0017] Dies ermöglicht es, eine definierte Form und Struktur zu schaffen.
[0018] Die die Vertiefung seitlich begrenzenden Wände können parallel ausgebildet sein.
[0019] Dies erlaubt eine einfache und kontinuierliche Fertigung der Vertiefungen.
[0020] Alternativ kann vorgesehen sein, dass die die Vertiefung seitlich begrenzenden Wände einen Abstand zueinander aufweisen, der in Richtung zum Grund der Vertiefung grösser wird.
[0021] Entsprechend kann die zum fertigen Rohling hingerichtete Öffnung der Vertiefung schmal ausgebildet sein, sodass Fasern aus der Pulpe nicht in die Vertiefung eindringen können. Durch die Aufweitung in Richtung zum Grund der Vertiefung hin ist es jedoch nach wie vor möglich, eine hohe Menge an Lösungsmittel, typischerweise Wasser, abzuführen.
[0022] Jede Giessformhälfte kann eine Aussenseite aufweisen, wobei die Aussenseiten je als eine zu den jeweiligen Innenseiten im Wesentlichen gleichmässig beabstandete Oberfläche ausgebildet sind.
[0023] Dies führt zu einer entsprechend gleichmässigen Wandstärke der Giessform was wiederum dazu führt, dass die Vertiefungen und Öffnungen in den jeweiligen Giessformhälften gleichmässig ausgeführt werden können.
[0024] Vorzugsweise erstreckt sich die zumindest eine Vertiefung entlang eines Umfangs, insbesondere über den ganzen Umfang einer zugehörigen Giessformhälfte, und insbesondere über den ganzen Umfang der Kavität.
[0025] Entsprechend kann aus dem Rohling gleichmässig das Lösungsmittel abgeführt werden, beziehungsweise in der Vertiefung gesammelt und im Anschluss über die entsprechende Öffnung, die im Grund der Vertiefung mündet, abgeführt werden.
[0026] Es kann vorgesehen sein, dass sich die zumindest eine Vertiefung im Wesentlichen geradlinig erstreckt.
[0027] Eine derartige Ausbildung vereinfacht insbesondere die Fertigung der Giessform.
[0028] Alternativ kann vorgesehen sein, dass die zumindest eine Vertiefung mit Richtungswechseln ausgebildet ist, insbesondere schlangenlinienförmig oder zick-zack-förmig ausgebildet ist.
[0029] Dies erhöht einerseits die Stützwirkung der Innenwandung und andererseits ermöglicht es eine derartige Anordnung, das Lösungsmittel aus unterschiedlichen Bereichen am Rohling, respektive an der an der Innenseite abgelagerten Pulpe abzuführen. Zudem kann eine derartige Ausgestaltung möglicherweise ein Ausschwemmen von Fasern besser verhindern als eine Vertiefung ohne Richtungswechsel. Unter dem Begriff Ausschwemmen ist zu verstehen, dass bei dem Entzug des Lösungsmittels auch Fasern aus der Pulpe entfernt werden. Es versteht sich, dass die Richtungswechsel quer zu der Erstreckungsrichtung der Vertiefung erfolgen.
[0030] Vorzugsweise ist eine Vielzahl an Vertiefungen ausgebildet. Dies erhöht ebenfalls einen entsprechenden Durchflussquerschnitt und verbessert die gleichmässige Abfuhr des Lösungsmittels.
[0031] Dabei kann vorgesehen sein, dass zumindest in einem Teilbereich der jeweiligen Innenseite zwei oder mehr Vertiefungen jeweils gleichmässig voneinander beabstandet sind. Definitionsgemäss bedeutet eine gleichmässige Beabstandung, dass sich die jeweiligen Mittellinien von zwei Vertiefungen mit einem im Wesentlichen gleichbleibenden Abstand nebeneinander erstrecken. Die Mittellinie einer Vertiefung ist definiert als eine Mittellinie der jeweiligen zu der Innenseite hingerichteten Öffnung der Vertiefung.
[0032] Das zwischen den Vertiefungen verbleibende Material der Gussform wird vorliegend als Steg bezeichnet.
[0033] Ein derartiger Steg, der zwischen zwei Vertiefungen ausgebildet ist, weist vorzugsweise eine Breite auf, die zwischen 0.2 mm und 10 mm liegt, bevorzugt zwischen 0.5 mm und 5 mm.
[0034] Dies gewährleistet, dass die verbleibende Giessform eine genügend hohe Festigkeit aufweist.
[0035] Diese Stege stellen somit ebenfalls die verbleibende Innenwandung der Innenseiten bereit.
[0036] Es kann ebenfalls vorgesehen sein, dass sich die Vertiefungen kreuzen. Entsprechend kann Lösungsmittel, welches sich in den Vertiefungen sammelt, entweder aufgeteilt oder vereint werden und entsprechend durch eine oder mehrere Öffnungen abgeführt werden.
[0037] Vorzugsweise erstreckt sich die Öffnung über mehrere Vertiefungen, wobei eine Öffnung insbesondere mehrere Vertiefungen an ihren Grund miteinander verbindet. Dies ermöglicht es, das Lösungsmittel aus mehreren Vertiefungen in einer gemeinsamen Öffnung abzuführen.
[0038] Die zur Kavität hin gerichtete offene Seite der Vertiefung kann eine Breite aufweisen, die zwischen 0.2 und 1 mm ist, vorzugsweise zwischen 0.3 und 0.6 mm.
[0039] Dies stellt sicher, dass Fasern nicht in die Vertiefung eindringen können und entsprechende Fertigungsmarken am Rohling nicht übermässig in Erscheinung treten.
[0040] Vorzugsweise ist eine Vielzahl an Öffnungen ausgebildet, wobei deren Begrenzungen eine Stützstruktur für die zwischen den Vertiefungen verbleibenden Abschnitte der Kavität bilden.
[0041] Die zwischen den Vertiefungen verbleibenden Abschnitte, also die Stege, können so auf einem entsprechenden Widerlager abgestützt werden. Dies erhöht die Stabilität der Giessform.
[0042] Vorzugsweise ist die Summe der Flächen aller offenen Seiten mindestens 10 %, bevorzugt mindestens 20 %, der gesamten Oberfläche der Kavität.
[0043] Dies gewährleistet, dass das Lösungsmittel mit einem hohen Durchsatz abgeführt werden kann. Bewährt hat sich eine Summe aller Flächen der zur Kavität hin offenen Seiten in Höhe von etwa 10 % bis 50 %, insbesondere 20% bis 40% der gesamten Oberfläche. Dies hat sich als ein guter Kompromiss zwischen Stabilität der Giessform und erreichbare Entzugsgeschwindigkeit des Lösungsmittels herauskristallisiert.
[0044] Anhand von schematischen Figuren wird die Erfindung nachfolgend erklärt. Es zeigt:
Figur 1: Eine perspektivische Ansicht einer Giessform;
Figur 2: einen Detailansicht eines Querschnitts durch die Giessform der Figur 1;
Figur 3: eine Detailansicht eines alternativen Querschnitts;
Figur 4: eine perspektivische Ansicht einer alternativen Giessform;
Figur 5: eine Detailansicht einer Innenseite einer Giessform;
Figur 6: eine Detailansicht einer weiteren Innenseite einer alternativ ausgebildeten Giessform;
Figur 7: eine Detailansicht einer weiteren Innenseite einer alternativ ausgebildeten Giessform;
Figur 8: einen Querschnitt durch die Detailansicht gemäss der Figur 7.
[0045] Die Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Giessform 20, wobei in der Figur 1 lediglich eine erste Giessformhälfte 21 gezeigt ist. Die zweite Giessformhälfte ist jedoch typischerweise im Wesentlichen gleich ausgebildet, weshalb auf eine entsprechende Darstellung verzichtet wird.
[0046] Die Giessformhälfte 21 weist eine Innenseite 211 auf. Gemeinsam mit der entsprechenden Innenseite der zweiten Giessformhälfte bilden diese gemeinsam eine Kavität 30. Die Kavität 30 entspricht einer Negativform eines zu formenden Rohlings. Ersichtlich sind an der Innenseite 211 Vertiefungen 40 die sich vorliegend entlang des Umfangs der Giessformhälfte 21 erstrecken. Die zweite Giessformhälfte ist analog ausgebildet, entsprechend erstrecken sich die Vertiefungen 40 über den gesamten Umfang der Kavität 30. Der besseren Übersichtlichkeit halber sind vorliegend lediglich drei Vertiefungen 40 dargestellt, es versteht sich von selbst, dass an der Innenseite 221 weitere Vertiefungen 40 ausgebildet sein können. Ebenfalls ersichtlich ist eine Öffnung 50, die in die Vertiefungen 40 mündet. Die Öffnung 50 erstreckt sich vorliegend über die drei gezeigten Vertiefungen 40 hinweg und verbindet diese untereinander.
[0047] Lösungsmittel, vorliegend Wasser, kann durch die Vertiefungen 40 gesammelt und durch die Öffnung 50 abgeführt werden.
[0048] Die Figur 2 zeigt eine Detailansicht eines Querschnitts durch die Giessform 20 der Figur 1. Der Querschnitt erstreckt sich durch die Längsachse in vertikaler Richtung. Ersichtlich ist vorliegend eine Detailansicht der ersten Giessformhälfte 21 mit ihrer entsprechenden Wandstärke. Die Innenseite 211 ist in der Figur 2 rechts dargestellt und ist unterbrochen durch Vertiefungen 40.
[0049] Die Vertiefungen 40 weisen einen Grund 42 auf und eine offene Seite 41, welche die Innenseite 211 durchbricht. Die Vertiefungen 40 weisen zudem Seitenwände 43 und 44 auf, die vorliegend im Wesentlichen parallel angeordnet sind. Das verbleibende Material zwischen den Vertiefungen 40 bildet Stege 45 welche letztlich die Innenseite 211 bereitstellen. Ebenfalls gezeigt in der Figur 2 ist eine Öffnung 50, welche im Grund 42 der Vertiefungen 40 mündet. Die hier gezeigte Öffnung 50 mündet im Grund 42 von drei Vertiefungen 40. Durch diese Öffnung 50 kann das Lösungsmittel abgeführt werden.
[0050] Die Figur 3 zeigt eine Detailansicht eines alternativen Querschnitts, analog der Figur 2. Die Giessformhälfte 21 ist im Wesentlichen gleich ausgebildet wie zu der Figur 2 bereits beschrieben, auf eine Wiederholung der Beschreibung wird deshalb verzichtet. Im Unterschied zu den Vertiefungen 40 der Figur 2 sind die Vertiefungen 40 der Figur 3 derart ausgebildet, dass deren Seitenwände 43 und 44 einen Abstand zueinander aufweisen, der sich in Richtung zum Grund 42 der Vertiefung 40 vergrössert. Die Seitenwände 43 und 44 sind also in Richtung zur Kavität 30 hin konisch zulaufend ausgebildet.
[0051] Dieser Querschnitt ist mit allen Ausführungsformen kompatibel.
[0052] Die Figur 4 zeigt eine perspektivische Ansicht einer alternativen Giessform 20 analog der Giessform 20 und deren Darstellung aus der Figur 1. Wie ersichtlich ist, sind in der Giessform 20 gemäss der Figur 4 ebenfalls Vertiefungen 40 ausgebildet, wobei diese jedoch eine Zickzackform aufweisen. Die jeweiligen Mittellinien dieser Vertiefungen 40 sind im Wesentlichen gleichmässig zueinander beabstandet. Im Übrigen ist die Giessform 20 gemäss der Figur 4 analog der Giessform 20 gemäss der Figur 1 ausgebildet und auf eine Wiederholung der Beschreibung wird verzichtet und auf die Beschreibung zu der Figur 1 verwiesen.
[0053] Die Figur 5 zeigt eine Detailansicht einer Innenseite 211 einer Giessform 20. In dieser Ausführungsform sind die Vertiefungen 40 ebenfalls mit Richtungswechsel ausgebildet, vorliegend in einer schlangenlinienförmigen Form. Deren jeweilige Mittellinien sind ebenfalls im Wesentlichen gleichmässig zueinander beabstandet. Eine zugehörige Öffnung 50 erstreckt sich ebenfalls über mehrere Vertiefungen 40 hinweg.
[0054] Die Figur 6 zeigt eine alternative Ausbildung einer Innenseite 221 einer Giessform 20, analog der Darstellung aus der Figur 5. An der Innenseite 211 sind ebenfalls Vertiefungen 40 ausgebildet, wobei sich die Vertiefungen 40 vorliegend kreuzen. Dies ermöglicht es, entzogenes Lösungsmittel zu sammeln und oder aufzuteilen und entsprechend entweder via einer gemeinsamen Öffnung 50 auszutragen oder auf mehrere Öffnungen 50 verteilt auszutragen.
[0055] Die Figur 7 zeigt eine alternative Ausbildung einer Innenseite 211 einer Giessform 20, analog der Darstellung aus der Figur 5. An der Innenseite 211 sind ebenfalls Vertiefungen 40 ausgebildet, wobei diese jedoch im Wesentlichen geradlinig ausgebildet sind und im Wesentlichen parallel zueinander beabstandet sind. Rechtwinklig dazu sind in der Giessformhälfte 21 Öffnungen 50 angeordnet, die ebenfalls im Wesentlichen geradlinig ausgebildet sind. Entsprechend bilden sich zwischen den Öffnungen 50 Stege 45, die gemeinsam eine Stützstruktur 51 bilden. Ein entsprechender Querschnitt ist in der Figur 8 gezeigt.
[0056] Die Figur 8 zeigt einen Querschnitt durch die Giessformhälfte 21 der Figur 7. Der Querschnitt entspricht jenem, der zu der Figur 2 bereits beschrieben wurde. Auf eine Wiederholung der Beschreibung wird deshalb verzichtet. Ersichtlich ist, dass sich die Öffnung 50 über eine Vielzahl an Vertiefungen 40 erstreckt, da diese im Wesentlichen geradlinig ausgebildet sind. Durch diese Ausbildung bildet sich eine Stützstruktur 51, welche die Stege 45, also das verbleibende Material zwischen den Vertiefungen 40, stützt.
Claims (17)
1. Giessform (20) zur Herstellung eines faserbasierten Rohlings aus Pulpe, umfassend zwei Giessformhälften (21) mit je einer Innenseite (211), die eine Kavität (30) begrenzen, dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest an einer der Innenseiten (211) zumindest eine Vertiefung (40) in der Form eines Kanals ausgebildet ist, wobei in der Vertiefung (40) eine Öffnung (50) ausgebildet ist, welche die Vertiefung (40) mit einer Aussenseite der Giessform (20) verbindet.
2. Giessform (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (40) eine zur Kavität (30) hin gerichtete offene Seite (41) sowie einen von der Kavität (30) weg gerichteten Grund (42) aufweist, wobei die Öffnung (50) im Grund (42) mündet.
3. Giessform (20) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die offene Seite (41) und der Grund (42) mit zwei, die Vertiefung (40) seitlich begrenzenden, Wänden (43, 44) verbunden ist.
4. Giessform (20) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die, die Vertiefung (40) seitlich begrenzenden, Wände (43, 44) parallel ausgebildet sind.
5. Giessform (20) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die, die Vertiefung (40) seitlich begrenzenden, Wände (43, 44) einen Abstand zueinander aufweisen, der in Richtung zum Grund (42) der Vertiefung (40) grösser wird.
6. Giessform (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass jede Giessformhälfte (21) eine Aussenseite aufweist, wobei die Aussenseiten je als eine zu den jeweiligen Innenseiten (211) im Wesentlichen gleichmässig beabstandete Oberfläche ausgebildet sind.
7. Giessform (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die zumindest eine Vertiefung (40) entlang eines Umfangs, insbesondere über den ganzen Umfang, einer zugehörigen Giessformhälfte (21), insbesondere über den ganzen Umfang der Kavität (30) erstreckt.
8. Giessform (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich die zumindest eine Vertiefung (40) im Wesentlichen geradlinig erstreckt.
9. Giessform (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Vertiefung (40) mit Richtungswechseln ausgebildet ist, insbesondere schlangenlinienförmig oder zick-zack-förmig ausgebildet ist.
10. Giessform (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl an Vertiefungen (40) ausgebildet ist.
11. Giessform (20) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich zumindest in einem Teilbereich der jeweiligen Innenseiten (211) zwei oder mehr der Vielzahl von Vertiefungen (40) mit einem im Wesentlichen gleichmässigen Abstand voneinander nebeneinander erstrecken.
12. Giessform (20) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein zwischen beiden Vertiefungen (40) ausgebildeter Steg (45) eine Breite zwischen 0,2 mm und 10 mm, bevorzugt zwischen 0,5 mm und 5 mm aufweist.
13. Giessform (20) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Vertiefungen (40) kreuzen.
14. Giessform (20) nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Öffnung (50) über mehrere Vertiefungen (40) erstreckt, insbesondere mehrere Vertiefungen (40) an ihrem Grund (42) verbindet.
15. Giessform (20) nach Anspruch 2 und einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Kavität (30) hin gerichtete offene Seite (41) der Vertiefung (40) eine Breite aufweist, die zwischen 0.2 mm und 1 mm ist, vorzugsweise zwischen 0.3 mm und 0.6 mm.
16. Giessform (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl an Öffnungen (50) ausgebildet ist, wobei deren Begrenzungen eine Stützstruktur (51) für die zwischen den Vertiefungen (40) verbleibenden Abschnitte der Kavität (30) bilden.
17. Giessform (20) nach Anspruch 2 und einem der Ansprüche 3 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe der Flächen aller offenen Seiten (41) mindestens 10%, bevorzugt mindestens 20%, der gesamten Oberfläche der Kavität (30) beträgt.
Priority Applications (2)
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| CH000981/2024A CH722122A1 (de) | 2024-09-10 | 2024-09-10 | Giessform |
| PCT/EP2025/075722 WO2026057614A1 (de) | 2024-09-10 | 2025-09-10 | Giessform |
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| CH000981/2024A CH722122A1 (de) | 2024-09-10 | 2024-09-10 | Giessform |
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| CH722122A1 true CH722122A1 (de) | 2026-03-31 |
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Citations (4)
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- 2024-09-10 CH CH000981/2024A patent/CH722122A1/de unknown
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2025
- 2025-09-10 WO PCT/EP2025/075722 patent/WO2026057614A1/de active Pending
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO2026057614A1 (de) | 2026-03-19 |
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