CH722129A1 - Behälterverschluss - Google Patents
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- CH722129A1 CH722129A1 CH000988/2024A CH9882024A CH722129A1 CH 722129 A1 CH722129 A1 CH 722129A1 CH 000988/2024 A CH000988/2024 A CH 000988/2024A CH 9882024 A CH9882024 A CH 9882024A CH 722129 A1 CH722129 A1 CH 722129A1
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Abstract
Offenbart ist ein Behälterverschluss (20) zum Bereitstellen einer winkeltreu reproduzierbaren Verbindung zwischen einem Behälter und dem Behälterverschluss (20) sowie eine Anordnung aus einem Behälterverschluss (20) und einem Behalterhals. Der Behalterverschluss (20) umfasst einen Deckel und einen von diesem Deckel abragenden Mantel (22). Am Mantel (22) sind Verbindungsmittel zum Verbinden mit dem Behälter angeordnet Die Verbindungsmittel weisen zumindest zwei sich gegenüberliegende Nocken (23) auf, die in Eingriff mit korrespondierenden Aufnahmeelementen (92) des Behälterhalses sind oder bringbar sind. Die Verbindungsmittel weisen zumindest einen dritten Nocken (25) auf zum Definieren einer Ausgangslage des Behälterverschlusses (20) in Bezug zum Behälterhals.
Description
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Behälterverschluss und eine Anordnung umfassend einen Behälterverschluss und einen Behälterhals gemäss dem Oberbegriff der unabhängigen Ansprüche.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist eine Vielzahl an unterschiedlichen Behalterverschlüssen bekannt. Diese unterscheiden sich je nach spezifischer Funktion und/oder den Behältern, die mit den jeweiligen Behalterverschlüssen verschlossen werden müssen.
[0003] Allen gemeinsam ist jedoch, dass diese typischerweise eine sichere Verbindung zwischen einem Behälter und dem entsprechenden Behalterverschluss bereitstellen müssen und diese Verbindung im Regelfall auch ein Behälterinneres gegenüber der Umwelt abdichtet und/oder verschliesst. Dabei kann durchaus vorgesehen sein, dass an den entsprechenden Behälterverschlüssen zusätzliche Elemente zur Ausgabe eines Inhalts eines Behälters angeordnet sein können, wie beispielsweise Sprühelemente. Mit anderen Worten kann die Behälterverschlussgeometrie auch in Kombination mit weiteren Elementen verwendet werden.
[0004] Typischerweise ist es jedoch so, dass Behälterverschlüsse dazu ausgebildet sind, den Austausch des Behälterinhalts mit der Umgebung zu verhindern, insbesondere um ein versehentliches Ausschütten des Behälterinhaltes zu verhindern. Auch ein Eintrag von Stoffen aus der Umgebung in den Behälter kann verhindert werden.
[0005] Eine weitere Funktion von Behälterverschlüssen besteht darin, gefährliche Inhalte von Behältern gewissen Benutzerkreisen unzugänglich zu machen. Bei diesen Benutzerkreisen handelt es sich typischerweise um Kinder und bei den entsprechenden Behälterverschlüssen um sogenannte kindersichere Behälterverschlüsse. Im Fachjargon wird typischerweise von CRC-Verschlüssen gesprochen. Derartige Verschlüsse werden häufig eingesetzt, wenn es sich beim Inhalt des Behälters um ein gefährliches Produkt und/oder beispielsweise ein Medikament handelt.
[0006] Bei diesen kindersicheren Verschlüssen finden sich typischerweise zwei unterschiedliche Funktionsmuster zum Bedienen dieser Verschlüsse. Entweder muss eine erhöhte Kraft aufgewendet werden, welche im Regelfall von Kindern nicht bereitgestellt werden kann, oder es muss ein bestimmter Bewegungsablauf eingehalten werden, um einen entsprechenden Verschluss zu öffnen. Dies bedingt entweder genügend Kraft des Benutzers oder ein entsprechend grosses Bewegungsgeschick des Benutzers. Beim Verschliessen eines derartigen Verschlusses werden im Regelfall an den Benutzer die gleichen Anforderungen gestellt. Derartige Anforderungen können die Benutzer zum Teil vor grosse Herausforderungen stellen und/oder das Öffnen und Verschliessen eines Behälters kompliziert und beschwerlich machen.
[0007] Moderne Verpackungen, insbesondere Behälter, sollen, nebst den funktionalen Anforderungen, auch Anforderungen an die Ästhetik erfüllen. Bei den funktionalen Anforderungen handelt es sich einerseits um Anforderungen des zu verpackenden Produkts, beispielsweise Medikamente, andererseits auch um Anforderungen in Bezug auf die Lagerung und Transport der Verpackungen. So können beispielsweise Behälter mit rechteckigem oder quadratischem Querschnitt dichter gepackt werden als Behälter mit einem runden Querschnitt. Derartige Behälter weisen häufig Deckel, also Behälterverschlüsse auf, die einen runden Querschnitt haben und entsprechend auf den Behälter aufgeschraubt werden. Nachteilig an derartigen Behälterverschlüssen ist, dass der Benutzer nicht kontrollieren kann, ob der Behälter sicher verschlossen ist. Zudem wird durch einen derartigen Verschluss der ästhetische Eindruck geschmälert. Durch eine Abweichung von der Grundform des Behälters lassen sich derartige Behälter auch schlechter stapeln.
[0008] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung zumindest einen oder mehrere Nachteile des Standes der Technik zu beheben. Insbesondere soll ein Behälterverschluss geschaffen werden, der es ermöglicht, das ordentliche Verschliessen eines Behälters zu kontrollieren. Vorzugsweise soll eine Anordnung aus einem Behälterhals und einen Behälterverschluss bereitgestellt werden, die das Wiederverschliessen eines Behälters vereinfacht und insbesondere einen kindersicheren Verschluss eines Behälters bereitstellt.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Patentansprüchen definierten Vorrichtungen gelöst. Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
[0010] Bei einem erfindungsgemässen Behälterverschluss handelt es sich um einen Behälterverschluss zum Bereitstellen einer winkeltreu reproduzierbaren Verbindung zwischen einem Behälter und dem Behälterverschluss.
[0011] Bei einer winkeltreu reproduzierbaren Verbindung handelt es sich um eine Verbindung, bei der der Behälterverschluss in geschlossenem Zustand in Bezug zum Behälter immer die gleiche Endlage aufweist.
[0012] Der Behälterverschluss umfasst einen Deckel und einen von diesem Deckel abragenden Mantel. Am Mantel sind Verbindungsmittel zum Verbinden mit dem Behälter angeordnet. Die Verbindungsmittel weisen zumindest zwei sich gegenüberliegenden Nocken auf, die in Eingriff mit korrespondierenden Aufnahmeelementen des Behälterhalses sind oder bringbar sind. Die Verbindungsmittel weisen zumindest einen dritten Nocken auf zum Definieren einer Ausgangslage des Behälterverschlusses in Bezug zum Behälterhals.
[0013] Bei der Ausgangslage handelt es sich um eine spezifische Position des Behälterverschlusses in Bezug zum Behälterhals, respektive zum Behälterkörper. Ein Behälterverschluss wird typischerweise durch Aufschrauben oder Drehen auf den Behälterhals aufgebracht und bei der Ausgangslage handelt es sich entsprechend um die rotative Positionierung des Behälterverschlusses in Bezug zum Behälterhals. Diese Definition ist ebenfalls auf die Endlage anwendbar.
[0014] Mit anderen Worten führt eine derartige Konfiguration dazu, dass der Behälterverschluss lediglich in einer bestimmten Position auf den Behälterhals aufgebracht werden kann. Dies führt dazu, dass beim Verschliessen des Behälters der Behälterverschluss immer in der gleichen Lage auf den Behälterhals aufgebracht wird. Dies ermöglicht es, Behälterverschlüsse bereitzustellen, deren Aussenkontur nicht mehr symmetrisch sein muss, sondern beispielsweise auch oval sein kann. Eine Aussenkontur des Behälterverschlusses kann damit entsprechend deckungsgleich mit der Aussenkontur eines zu verschliessenden Behälters sein.
[0015] Durch die gegenüberliegende Anordnung der Nocken wird eine zuverlässige Verbindung geschaffen, da der Krafteintrag im Wesentlichen symmetrisch sein kann.
[0016] Ein weiterer Vorteil eines dritten Nockens ist darin zu sehen, dass vor dem Eingriff der Nocken in entsprechende Aufnahmeelemente eine stabile Auflage geschaffen werden kann, da der Behälterverschluss an drei Punkten auf einem entsprechenden Gegenstück aufliegt.
[0017] Zumindest die einander sich gegenüberliegenden Nocken und Aufnahmeelemente sind in der Form eines Bajonettverschlusses ausgebildet. Der dritte Nocken kann ebenfalls die gleiche Funktionalität wie die sich gegenüberliegenden Nocken aufweisen und entsprechend in der Form eines Bajonettverschlusses ausgebildet sein. Letztlich würde es jedoch genügen, wenn lediglich eine Führung bereitgestellt wird und beispielsweise das Anpressen des Behälterverschlusses auf einen entsprechenden Behälterhals durch die zwei sich gegenüberliegenden Nocken vorgenommen wird.
[0018] Die Aufnahmeelemente am Behälterhals sind typischerweise als Nuten ausgebildet die einen entsprechend umlaufenden Rand an einem Behälterhals unterbrechen. Entsprechend kann der Behälterverschluss mit den Nocken auf den umlaufenden Rand aufgelegt werden. Ein Kippen des Behälterverschlusses ist damit zumindest teilweise verhindert, da eine Auflage auf drei Punkten vorhanden ist.
[0019] Der Behälterhals weist typischerweise eine Ausgabeöffnung auf, die einen runden Querschnitt hat. Entsprechend ist der umlaufende Rand im Wesentlichen kreisringförmig. Solange die Nocken nicht in Eingriff sind mit den Aufnahmeelementen gleiten diese auf diesem kreisringförmigen Rand.
[0020] Es kann vorgesehen sein, dass die Verbindungsmittel einen vierten Nocken aufweisen.
[0021] Der vierte Nocken ist dabei typischerweise analog des dritten Nockens ausgebildet.
[0022] Der dritte und der vierte Nocken können in Bezug zu einer Verbindungslinie zwischen den zwei sich gegenüberliegenden Nocken symmetrisch angeordnet sein, und zwar derart, dass der Behälterverschluss in Bezug zu dem Behälter lediglich in einer einzigen Position aufsetzbar ist.
[0023] Eine derartige Anordnung ermöglicht es, dass der Behälterverschluss nur in einer einzigen bestimmten Position verschliessbar ist. Dies eröffnet die Möglichkeit, den Behälterverschluss selbst, beziehungsweise dessen Aussenkontur, in Querschnitten auszuführen, die nicht rund sind, beispielsweise dreieckig oder quadratisch oder in freier Form.
[0024] Dabei kann es insbesondere vorgesehen sein, einen der Nocken in Bezug zu den anderen Nocken unterschiedlich auszuführen, beispielsweise mit einer grösseren Erstreckung in Umfangsrichtung. Dies verhindert ein versehentliches teilweises Einsetzen des Behälterverschlusses in einer zur Ausgangslage um 180° versetzten Lage. Damit ist eine 3-Punkte-Auflage immer gewährleistet und insbesondere ein versehentliches Einhaken verhindert.
[0025] Analog muss entsprechend das Aufnahmeelement ebenfalls mit einer entsprechend grösseren Erstreckung ausgebildet sein.
[0026] Alternativ können der dritte und der vierte Nocken in Bezug zu einer Verbindungslinie zwischen den zwei sich gegenüberliegenden Nocken auch asymmetrisch angeordnet sein, und zwar derart, dass der Behälterverschluss in Bezug zu dem Behälter lediglich in einer einzigen Position aufsetzbar ist.
[0027] Eine asymmetrische Konfiguration des dritten und des vierten Nockens erhöht die Zuverlässigkeit der Verbindung und verringert gleichzeitig ebenfalls ein unsachgemässes oder ungewünschtes Einhaken von einzelnen Nocken in entsprechende Aufnahmeelemente.
[0028] Eine unterschiedliche Ausgestaltung eines einzelnen Nockens in Bezug zu den anderen Nocken kann auch in dieser Konfiguration vorgesehen sein, mit den entsprechenden Vorteilen wie bereits beschrieben.
[0029] Alternativ können der dritte und der vierte Nocken in Bezug zu einer Längsachse des Behälterverschlusses zentralsymmetrisch angeordnet sein und relativ in Bezug zu einer Verbindungslinie zwischen den zwei sich gegenüberliegenden Nocken asymmetrisch, sodass der Behälterverschluss in Bezug zu dem Behälter lediglich in einer einzigen Position und einer dazu um 180° verdrehten Position aufbringbar ist.
[0030] Eine derartige Konfiguration ist insbesondere vorteilhaft bei Behältern, die spiegelsymmetrisch sind, also beispielsweise eine rechteckige oder ovale Erstreckung haben. Hier ist es offensichtlich, dass ein entsprechender Behälterverschluss in einer ersten Lage und einer dazu um 180° verdrehten Lage aufgebracht werden kann.
[0031] Sollte dies nicht der Fall oder nicht gewünscht sein, so bietet es sich an, ebenfalls einen der Nocken in Bezug zu den restlichen Nocken unterschiedlich auszuführen, wie bereits mit den entsprechenden Vorteilen beschrieben.
[0032] Vorzugsweise schliesst eine Verbindungslinie zwischen dem dritten Nocken und dem vierten Nocken mit der Verbindungslinie zwischen den zwei sich gegenüberliegenden Nocken einen Winkel ein, der kleiner ist als 85°, insbesondere kleiner ist als 80° und vorzugsweise 70° ist.
[0033] Durch derartige Winkel ist gewährleistet, dass der Behälterverschluss nicht versehentlich in einer falschen Position auf den Behälterhals aufgebracht werden kann.
[0034] Der Behälterverschluss kann derart ausgebildet sein, dass vom Deckel ein zweiter Mantel abragt, der eine Längserstreckung aufweist, die grösser ist als eine Quererstreckung, der Deckel insbesondere eine ovale Grundform aufweist.
[0035] Dies ermöglicht einerseits eine ästhetische Gestaltung des Behälterverschlusses, andererseits ermöglicht es aber auch, den Behälterverschluss grösser auszubilden, sodass dieser besser von einem Benutzer gegriffen werden kann. Durch eine derartige Ausbildung kann eine Längserstreckung geschaffen werden, die es erlaubt, ein grösseres Moment auf den Behälterverschluss aufzubringen, um diesen einfacher lösen zu können. Dies ist insbesondere vorteilhaft für Behälterverschlüsse von Medikamentenbehältern, da diese häufig durch Benutzer betätigt werden müssen, die gegebenenfalls beeinträchtigt sind oder, beispielsweise aufgrund ihres Alters, nicht mehr genügend Kraft aufbringen können, um gewöhnliche Behälterverschlüsse zu öffnen.
[0036] Zur Verstärkung des Behälterverschlusses kann insbesondere vorgesehen sein, zwischen dem Mantel und dem zweiten Mantel Stege anzuordnen.
[0037] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Anordnung umfassend einen Behälterverschluss und einen Behälterhals zum Bereitstellen einer kindersicheren Verbindung zwischen einem Behälter und dem Behälterverschluss. Vorzugsweise ist der Behälterverschluss ausgebildet wie vorliegend beschrieben. Der Behälterhals weist eine Ausgabeöffnung mit einem Mündungsrand auf.
[0038] Der Behälterverschluss umfasst einen Deckel, einen von diesem Deckel abragenden Mantel sowie ein innerhalb dieses Behälterverschlusses angeordnetes Federelement. Am Mantel sind Verbindungsmittel zum Verbinden mit dem Behälter, insbesondere mit dem Behälterhals, angeordnet. Die Verbindungsmittel weisen zumindest zwei, vorzugsweise sich im Wesentlichen gegenüberliegende, Nocken auf. Diese sind in Eingriff mit korrespondierenden Aufnahmeelementen des Behälterhalses oder sind damit in Eingriff bringbar.
[0039] Die Nocken und die Aufnahmeelemente weisen zueinander korrespondierende Gleitflächen auf. Diese Gleitflächen liegen in unbelasteten Zustand des Federelements einander zumindest teilweise gegenüber, sodass die Gleitflächen der Verbindungsmittel mit den Gleitflächen der Aufnahmemittel durch Verdrehen des Behälterverschlusses gegenüber dem Behälterhals, insbesondere durch Verdrehen im Uhrzeigersinn, in Wirkverbindung bringbar sind.
[0040] Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass ein Abstand zwischen den Gleitflächen der Aufnahmeelemente und dem Mündungsrand geringer ist als ein Abstand der Gleitflächen der Nocken zum Federelement in unbelastetem Zustand des Federelementes.
[0041] Diese spezifische Anordnung ermöglicht es, dass die jeweiligen Gleitflächen aufeinandertreffen, ohne dass vom Benutzer zusätzlich Druck auf den Behälterverschluss aufgebracht werden muss. Durch einfaches Verdrehen des Behälterverschlusses gegenüber dem Behälterhals können die Nocken in Eingriff mit den Aufnahmeelementen gebracht werden, da diese selbstständig in die Aufnahmeelements hineinrutschen, sobald die Position der Aufnahmeelemente und der Nocken übereinstimmt.
[0042] Durch eine weitere Rotation des Behälterverschlusses im Uhrzeigersinn treffen die jeweiligen Gleitflächen aufeinander und der Behälterverschluss wird entlang der Längsachse des Behälters, beziehungsweise des Behälterverschlusses, zum Behälterhals hingezogen. Gleichzeitig wird das Federelement zusammengedrückt, sodass zwischen dem Behälterverschluss und dem Behälterhals eine Vorspannung geschaffen wird.
[0043] Die Gleitflächen weisen vorzugsweise eine entgegen der Drehrichtung ausgebildete Neigung auf. Der Winkel zwischen der Gleitfläche und einer Längsachse beträgt vorzugsweise mindestens 45°, insbesondere mindestens 55° und vorzugsweise 60°. Die Gleitflächen können gewölbt ausgebildet sein. In diesem Fall werden die Winkel der Tangenten gemessen in dem Punkt, in welchem die Gleitflächen aufeinandertreffen.
[0044] Die Längsachse eines Behälters ist typischerweise jene Achse, die sich von einem Behälterboden zur Behälteröffnung hin erstreckt. Bei rotationssymmetrischen Behältern fällt diese mit der Rotationsachse des Behälters zusammen. Für den Behälterverschluss gilt diese Definition gleichermassen. Die Längsachse fällt hier typischerweise mit der Richtung zusammen, in welcher ein Behälterverschluss aufgeschraubt wird.
[0045] Vorzugsweise sind die Aufnahmeelemente je als eine Nut ausgebildet, wobei diese jeweils einen Hinterschnitt und eine Rastfläche aufweisen.
[0046] Der Hinterschnitt ist in Richtung der Drehrichtung des Behälterverschlusses ausgebildet. Die Rastfläche ist vorzugsweise im Wesentlichen rechtwinklig zur Längsachse ausgebildet.
[0047] Die Ausbildung einer Nut ermöglicht das genaue Führen der entsprechenden Nocken des Behälterverschlusses. Durch das Bereitstellen eines Hinterschnittes kann verhindert werden, dass der Behälterverschluss einfach geöffnet werden kann. Zum Öffnen muss zuerst ein Widerstand des Hinterschnittes überwindet werden, was typischerweise durch das Drücken des Behälterverschlusses zum Behälter hin erreicht wird. Mit anderen Worten muss zuerst das Federelement zusammengedrückt werden, sodass eine entsprechende Anschlagfläche des Nockens ganz aus dem Hinterschnitt des Aufnahmeelements gelöst werden kann.
[0048] Die Rastfläche definiert eine spezifische Position, an welcher der Nocken in geschlossenem Zustand des Behälters zu liegen kommt.
[0049] Die Nocken können je eine Kontaktfläche aufweisen, welche vorzugsweise komplementär zu der Rastfläche ausgebildet ist. Dies schafft eine sichere Lage und eine spezifische Vorspannung des Federelementes, wenn die Kontaktfläche und die Rastfläche aufeinander zu liegen kommen.
[0050] In unbelastetem Zustand des Federelementes ist vorzugsweise ein Abstand zwischen dem Federelement und der Kontaktfläche geringer als ein Abstand der Rastfläche zum Mündungsrand.
[0051] Durch diese Verhältnisse ist gewährleistet, dass im Ruhezustand bei geschlossenem Behälter eine spezifische Vorspannung auf dem Federelement anliegt. Ein Benutzer muss diese zuerst überwinden, um den Behälter öffnen zu können. Dadurch wird eine entsprechende Kindersicherung bereitgestellt.
[0052] Innerhalb des Behälterverschlusses kann ein Dichtelement derart angeordnet sein, dass dieses Dichtelement zwischen dem Federelement und dem Mündungsrand liegt.
[0053] Dabei ist es vorstellbar, dass das Dichtelement einen integralen Bestandteil des Federelementes bildet. Zusätzlich oder alternativ kann es vorgesehen sein, ein separates Dichtelement vorzusehen, welches beispielsweise an dem Federelement angeordnet ist, insbesondere mit diesem in Wirkverbindung ist.
[0054] Entsprechend können das Dichtelement und das Federelement aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sein. Dieses Dichtelement kann beispielsweise eine Gummidichtung sein.
[0055] Zusätzlich oder alternativ kann zumindest in ungeöffnetem Zustand des Behälters vorgesehen sein, dass ein Dichtelement auf dem Mündungsrand angeordnet und insbesondere mit dem Mündungsrand verbunden ist. Ein derartiges Dichtelement kann beispielsweise eine Erstöffnungsgarantie bereitstellen. Dies kann beispielsweise durch eine aufgeschweisste oder aufgeklebte Folie, wie beispielsweise ein Aromasiegel, bereitgestellt werden.
[0056] Ein derartiger Manipulationsschutz ist unter Umständen auch notwendig, um EU- und FDA-konforme Verpackungen bereitzustellen.
[0057] Vorzugsweise ist das Federelement innerhalb des Behälterverschlusses separat ausgebildet, insbesondere im Spritzgussverfahren. Vorzugsweise sind das Federelement und der Behälterverschluss aus dem gleichen Material gefertigt, sodass die Wiederverwertung vereinfacht wird.
[0058] Anhand von schematischen Figuren wird die Erfindung nachfolgend erläutert. Es zeigt:
Figur 1: Einen Behälter mit ovalem Querschnitt;
Figur 2: den Behälter aus Figur 1 in geöffnetem Zustand;
Figur 3: einen Behälterverschluss;
Figur 4: eine Seitenansicht auf den Behälterhals aus der Figur 2;
Figur 5: einen horizontalen Querschnitt durch den Behälter gemäss der Figur 1;
Figur 6: eine erste Konfiguration eines Behälterverschlusses;
Figur 7: eine zweite Konfiguration eines Behälterverschlusses;
Figur 8: eine weitere Konfiguration eines Behälterverschlusses;
Figur 9: einen vertikalen Querschnitt durch den Behälter gemäss der Figur 1;
Figur 10A - Figur 10D: den kinematischen Ablauf beim Verschliessen eines Behälters.
[0059] Die Figur 1 zeigt einen Behälter 90 mit einem ovalen Querschnitt. Am Behälter 90 angebracht ist ein Behälterverschluss 20. Der Behälterverschluss 20 weist einen Deckel 21 auf und einen sich davon erstreckenden zweiten Mantel 27. Der zweite Mantel 27 ist vorliegend insbesondere für ästhetische Zwecke vorgesehen und ist in seinem Querschnitt im Wesentlichen deckungsgleich mit dem Querschnitt des Behälters 90.
[0060] Die Figur 2 zeigt den Behälter 90 aus der Figur 1 in geöffnetem Zustand, also ohne den Behälterverschluss 20. Der Behälter 90 weist einen Behälterhals 91 auf. Der Behälterhals 91 endet in einer Ausgabeöffnung 94 die durch einen Mündungsrand 941 definiert ist. Am Umfang des Behälterhalses 91 sind Aufnahmeelemente 92 angeordnet. Der Übersichtlichkeit halber ist lediglich eines der Aufnahmeelemente 92 mit einem Bezugszeichen versehen.
[0061] Die Figur 3 zeigt einen Behälterverschluss 20 in einer perspektivischen Ansicht, sodass das Innere des Behälterverschlusses 20 sichtbar ist. Der Behälterverschluss 20 weist einen Mantel 22 auf sowie einen äusseren Mantel 27. Der äussere Mantel oder zweite Mantel 27 ist vom Mantel 22 beabstandet. Zwischen diesen beiden Mänteln können zusätzliche Verbindungsstege zur Verstärkung, insbesondere zur Versteifung, vorgesehen sein.
[0062] Am Mantel 22 sind zwei sich gegenüberliegende Nocken ausgebildet, wobei lediglich ein Nocken 23 sichtbar ist. Ein dritter Nocken 25 der in Bezug zu einer Verbindungslinie zwischen den zwei sich gegenüberliegenden Nocken seitlich angeordnet ist, ist ebenfalls sichtbar. Innerhalb des Behälterverschlusses 20 ist das Dichtelement 40 sichtbar, welches am hier nicht sichtbaren Federelement (siehe dazu Figur 9) angeordnet ist.
[0063] Die Figur 4 zeigt eine Seitenansicht auf den Behälterhals 91 aus der Figur 2. Am Behälterhals 91 sind Aufnahmeelemente angeordnet, wobei der Übersichtlichkeit halber lediglich eines der Aufnahmeelemente 92 mit einem Bezugszeichen versehen ist. Die Ausführungen gelten jedoch gleichermassen auch für die weiteren Aufnahmeelemente.
[0064] Der Behälterhals 91 weist eine Längserstreckung auf und endet in einer Ausgabeöffnung 94, die von einem Mündungsrand 941 berandet ist. Am Behälterhals 91 ist eine Auflagefläche 911 ausgebildet welche durch das Aufnahmeelement 92 unterbrochen ist. Das Aufnahmeelement 92 ist im Wesentlichen als eine Hälfte eines Bajonettverschlusses ausgebildet. Vorliegend ist das Aufnahmeelement 92 in der Form einer Nut ausgebildet, welche sich zuerst in Richtung der Längsachse erstreckt und nachfolgend in Richtung einer Umfangsrichtung um den Behälterhals 91. In Richtung der Umfangsrichtung um den Behälterhals 91 ist am Aufnahmeelement 92 ein Hinterschnitt 922 ausgebildet. Weiter in Umfangsrichtung ausgebildet ist ein Anschlag 924 zum Begrenzen einer rotativen Bewegung eines Behälterverschlusses 20. Am Aufnahmeelement 92 ist in Richtung der Längsachse eine Rastfläche 923 zur Wirkverbindung mit einer entsprechenden Fläche an einem Gegenstück ausgebildet. Bei dem Gegenstück handelt es sich typischerweise um einen Nocken eines Behälterverschlusses 20. Innerhalb des Aufnahmeelementes 92 ist eine Gleitfläche 921 ausgebildet. Diese Gleitfläche 921 ist vorliegend gewölbt ausgebildet. Die Gleitfläche 921 weist eine entgegen der Drehrichtung ausgebildete Neigung auf. Der Winkel zwischen der Gleitfläche 921 und einer Längsachse des Behälterhalses 91 beträgt vorliegend 50°. Als Referenz zur Bestimmung dieses Winkels wird vorliegend auf eine Tangente zur Winkelhalbierenden der Gleitfläche 921 Bezug genommen, welche strichliert dargestellt ist.
[0065] Die Figur 5 zeigt einen horizontalen Querschnitt durch den Behälter 90 gemäss der Figur 1. Wie ersichtlich ist, ist der Behälterverschluss 20 in Bezug zum Behälter 90 verdreht angeordnet. Der Behälterverschluss 20 befindet sich somit in einer Ausgangslage zum Verbinden mit dem Behälter 90. Wie ersichtlich sind am Behälterverschluss 20 zwei sich gegenüberliegende Nocken 23 und 24 angeordnet, sowie ein dritter Nocken 25 und ein vierter Nocken 26. Diese Kombination entspricht jener wie sie später zu Figur 8 beschrieben wird. Die Nocken 23 bis 26 sind in Eingriff mit entsprechenden Aufnahmeelementen 92 bis 95, welche am Behälterhals 91 angeordnet sind.
[0066] Die Figur 6 zeigt eine erste Konfiguration eines Behälterverschlusses 20 und eines zugehörigen Behälterhalses 91. Am Behälterverschluss 20, respektive am Mantel 22, sind zwei sich gegenüberliegende Nocken 23 und 24 angeordnet. Ein dritter Nocken 25 und ein vierter Nocken 26 sind ebenfalls am Mantel 22 angeordnet. In Bezug zu einer Verbindungslinie der sich gegenüberliegenden Nocken 23 und 24 sind der dritte Nocken 25 und der vierte Nocken 26 symmetrisch angeordnet. Die jeweiligen zugehörigen Winkel α und β relativ zur Verbindungslinie zwischen den zwei sich gegenüberliegenden Nocken 23 und 24 sind gleich und jeweils kleiner als 90°.
[0067] Der Behälterhals 91 weist eine entsprechende Konfiguration von Aufnahmeelementen 92 und 93 sowie 95 und 96 auf.
[0068] Entsprechend kann der Behälterverschluss 20 lediglich in der hier gezeigten Lage auf den Behälterhals 91 aufgebracht werden.
[0069] Die Figur 7 zeigt eine zweite Konfiguration eines Behälterverschlusses 20 und eines zugehörigen Behälterhalses 91. Am Behälterverschluss 20, respektive am Mantel 22, sind zwei sich gegenüberliegende Nocken 23 und 24 angeordnet.
[0070] Zum Verhindern eines falschen Einhakens der sich einander gegenüberliegenden Nocken 23 und 24 ist einer der beiden Nocken, vorliegend der Nocken 24, mit einer grösseren Erstreckung in Umfangsrichtung ausgebildet. Eine derartige Ausbildung ist auch in Bezug auf die anderen Ausführungsbeispiele möglich und vorstellbar.
[0071] Ein dritter Nocken 25 und ein vierter Nocken 26 sind ebenfalls am Mantel 22 angeordnet. In Bezug zu einer Verbindungslinie der sich gegenüberliegenden Nocken 23 und 24 sind der dritte Nocken 25 und der vierte Nocken 26 asymmetrisch angeordnet. Die jeweiligen zugehörigen Winkel γ und δ relativ zur Verbindungslinie zwischen den zwei sich gegenüberliegenden Nocken 23 und 24 sind zueinander unterschiedlich.
[0072] Der Behälterhals 91 weist eine entsprechende Konfiguration von Aufnahmeelementen 92 und 93 sowie 95 und 96 auf.
[0073] Einerseits durch die asymmetrische Anordnung des dritten Nockens 25 und des vierten Nocken 26 sowie durch die Ausbildung eines unterschiedlich konfigurierten Nockens, nämlich des Nockens 24, ist sichergestellt, dass beim Aufsetzen des Behälterverschlusses 20 auf den Behälterhals 91 in jedem Fall eine 3-Punkte-Auflage gewährleistet ist, solange sich die Nocken 23 bis 26 und die Aufnahmeelemente 92 und 93 sowie 95 und 96 nicht deckungsgleich übereinander befinden.
[0074] Entsprechend kann der Behälterverschluss 20 lediglich in der hier gezeigten Lage auf den Behälterhals 91 aufgebracht werden.
[0075] Die Figur 8 zeigt eine weitere Konfiguration eines Behälterverschlusses 20 und eines zugehörigen Behälterhalses 91. Am Behälterverschluss 20, respektive am Mantel 22 sind zwei sich gegenüberliegende Nocken 23 und 24 angeordnet. Ein dritter Nocken 25 und ein vierter Nocken 26 sind ebenfalls am Mantel 22 angeordnet. In Bezug zu einer Verbindungslinie der sich gegenüberliegenden Nocken 23 und 24 sind der dritte Nocken 25 und der vierte Nocken 26 symmetrisch angeordnet, jedoch in Bezug zu einer Längsachse zentralsymmetrisch. Mit anderen Worten sind der dritte Nocken 25 und der vierte Nocken 26 einander gegenüberliegend ausgebildet. Ein Winkel ε zwischen den jeweiligen Verbindungslinien ist kleiner als 90° und vorliegend 70°.
[0076] Der Behälterhals 91 weist eine entsprechende Konfiguration von Aufnahmeelementen 92 und 93 sowie 95 und 96 auf.
[0077] Entsprechend kann der Behälterverschluss 20 lediglich in der hier gezeigten Lage sowie in einer dazu um 180° verdrehten Lage auf den Behälterhals 91 aufgebracht werden. Eine derartige Konfiguration ist insbesondere vorteilhaft für den wie in Figur 1 gezeigten Behälter.
[0078] Die Figur 9 zeigt einen vertikalen Querschnitt durch den Behälter 90 und den Behälterverschluss 20 gemäss der Figur 1.
[0079] Der Behälterverschluss 20 weist einen Deckel 21 und einen sich davon erstreckenden Mantel 22 auf. Ein zweiter Mantel 27, der im Wesentlichen der Kontur des Behälters 90 entspricht, erstreckt sich ebenfalls vom Deckel 21. Der zweite Mantel 27 ist zum Mantel 22 radial nach aussen beabstandet. Am Mantel 22 ist ein Nocken 23 sichtbar, der im Eingriff ist mit einem entsprechenden Aufnahmeelement 92 am Behälterhals 91 ist. Am Nocken 23 ist eine Kontaktfläche 232 ausgebildet die in Wirkverbindung ist mit einer Rastfläche 923 am Aufnahmeelement 92.
[0080] Innerhalb des Behälterverschlusses 20 ist ein Federelement 30 angeordnet das in der hier gezeigten Lage unter Vorspannung ist. Dieses Federelement 30 drückt den Behälterverschluss 20 von einem Mündungsrand 941 des Behälters 90 weg. Entsprechend wird die Kontaktfläche 232 zur Rastfläche 923 hingezogen. Da an dem Aufnahmeelement 92 ein Hinterschnitt 922 ausgebildet ist (siehe dazu Figur 4) kann der Behälterverschluss 20 durch einfaches Drehen nicht mehr geöffnet werden. Diese Konfiguration stellt also eine Kindersicherung bereit. Zusätzlich ist innerhalb des Behälterverschlusses 20 ein Dichtelement 40 angeordnet welches vorliegend zwischen dem Mündungsrand 941 und dem Federelement 30 zu liegen kommt. Durch die Kraft des Federelements 30 wird dieses Dichtelement 40 auf den Mündungsrand 941 gedrückt.
[0081] Zum Öffnen des Behälters 90 muss der Benutzer daher zuerst den Behälterverschluss 20 in Richtung des Behälters 90 drücken und im Anschluss eine Drehung im Gegenuhrzeigersinn durchführen. Durch diese Bewegungsabfolge kann der Nocken 23 über den Hinterschnitt 922 am Aufnahmeelement 92 bewegt werden.
[0082] Die Figuren 10A bis 10D zeigen den kinematischen Ablauf beim Verschliessen eines Behälters 90.
[0083] In diesen Figuren ist lediglich ein einzelner Nocken 23 eines Behälterverschlusses 20 dargestellt. Auf die Darstellung des Behälterverschlusses 20 selbst wird verzichtet.
[0084] Die Figur 10A zeigt den Zustand, in welchem ein Behälterverschluss 20 auf den Behälterhals 91 aufgesetzt wird. Wie vorliegend erläutert liegt der Nocken 23 auf einer entsprechenden Auflagefläche 911 auf. Aufgrund der spezifischen Verteilung der Nocken 23 bis 25 oder 26 ist in diesem Zeitpunkt eine zuverlässige 3-Punkte-Auflage auf der Auflagefläche 911 gewährleistet. Zum Verbinden des Behälterverschlusses 20 mit dem Behälterhals 91 wird der Behälterverschluss 20 entgegen dem Uhrzeigersinn, dargestellt durch den Pfeil in der Figur 10A, gedreht, bis der Nocken 23 oberhalb des Aufnahmeelementes 92 zu liegen kommt. Aufgrund der wie vorliegend beschriebenen geometrischen Verhältnisse fällt der Nocken 23 direkt in das Aufnahmeelement 92. Dieser Zustand ist in der Figur 10B dargestellt.
[0085] Die Figur 10B zeigt den Behälterverschluss 20 sowie den Behälterhals 91 in unbelasteten Zustand. Am Nocken 23 ist eine Gleitfläche 231 ausgebildet, die der korrespondierenden Gleitfläche 921 des Aufnahmeelementes 92 gegenüberliegt. Durch das Verdrehen des Behälterverschlusses 20 im Uhrzeigersinn, dargestellt durch den Pfeil in der Figur 10B, gelangt die Gleitfläche 231 des Nockens 23 in Wirkverbindung mit der Gleitfläche 921 des Aufnahmeelements 92. Sobald diese Gleitflächen 231 und 921 aufeinandertreffen, wirkt auf den Nocken 23 eine Kraft in Richtung der Längsachse, in der vorliegenden Abbildung nach unten. Entsprechend wird das Federelement 30 (siehe dazu Figur 9) komprimiert. Dieser Zustand ist in der Figur 10C dargestellt.
[0086] Die Figur 10C zeigt den Nocken 23 in seiner untersten Lage. Eine Kontaktfläche 232 des Nockens 23 ist nun im Kontakt mit dem Ende der Gleitflächen 921. Der Behälterverschluss 20 wird im Uhrzeigersinn weiter verdreht, bis der Nocken 23 hinter den Hinterschnitt 922 gelangt. Diese Situation ist in der Figur 10D dargestellt.
[0087] Die Figur 10D zeigt die Endlage, in welcher der Nocken 23 hinter dem Hinterschnitt 922 und mit seiner Kontaktfläche 232 in Wirkverbindung mit der entsprechenden Rastfläche 923 des Aufnahmeelementes 92 ist. Durch die Kraft des Federelementes 30 werden diese zwei Flächen 232, 923 zueinander hingezogen, beziehungsweise, aufeinandergepresst. Damit ein übermässiges Verdrehen des Behälterverschlusses 20 im Uhrzeigersinn verhindert werden kann, ist im Aufnahmeelement 92 ein Anschlag 924 vorgesehen. Dieser Anschlag 924 stellt ebenfalls, zusammen mit dem Hinterschnitt 922, die Grenzen für die Endlage des Behälterverschlusses 20 dar.
[0088] Diese Konfiguration ermöglicht es also, den Behälter 90 ohne zusätzlichen Aufwand oder zusätzliche Anstrengung zu schliessen, im Gegensatz zu kindersicheren Verschlüssen aus dem Stand der Technik. Insbesondere ist ein Aufpressen des Behälterdeckels 21 auf den Behälterhals 91 nicht mehr notwendig.
[0089] Um den Behälter 90 wieder zu öffnen muss, wie bereits erörtert, der Behälterverschluss 20 in Richtung des Behälterhalses 91 gedrückt werden, so lange, bis der Nocken 23 wieder unterhalb des tiefsten Elements des Aufnahmeelementes 92 gelangt. Zu diesem Zeitpunkt kann der Behälterverschluss 20 entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht werden und entsprechend vom Behälterhals 91 gelöst.
Claims (15)
1. Behälterverschluss (20) zum Bereitstellen einer winkeltreu reproduzierbaren Verbindung zwischen einem Behälter (90) und dem Behälterverschluss (20), umfassend
einen Deckel (21) und einen von diesem Deckel (21) abragenden Mantel (22), wobei am Mantel (22) Verbindungsmittel zum Verbinden mit dem Behälter (90) angeordnet sind, wobei die Verbindungsmittel zumindest zwei sich gegenüberliegende Nocken (23, 24) aufweisen, die in Eingriff mit korrespondierenden Aufnahmeelementen (92, 93) des Behälterhalses (91) sind oder bringbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verbindungsmittel zumindest einen dritten Nocken (25) aufweisen zum Definieren einer Ausgangslage des Behälterverschlusses (20) in Bezug zum Behälterhals (91).
2. Behälterverschluss (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel einen vierten Nocken (26) aufweisen, wobei der dritte Nocken (25) und der vierte Nocken (26) in Bezug zu einer Verbindungslinie zwischen den Nocken (23, 24) symmetrisch angeordnet sind, derart, dass der Behälterverschluss (20) in Bezug zu dem Behälter (90) lediglich in einer einzigen Position aufsetzbar ist.
3. Behälterverschluss (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Verbindungsmittel einen vierten Nocken (26) aufweisen, wobei der dritte Nocken (25) und der vierte Nocken (26) relativ in Bezug zu einer Verbindungslinie zwischen den zwei sich gegenüberliegenden Nocken (23, 24) asymmetrisch angeordnet sind, sodass der Behälterverschluss (20) in Bezug zu dem Behälter (90) lediglich in einer einzigen Position aufbringbar ist.
4. Behälterverschluss (20) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Nocken (25) und der vierte Nocken (26) in Bezug zu einer Längsachse des Behälterverschlusses (20) zentralsymmetrisch angeordnet sind, sodass der Behälterverschluss (20) in Bezug zu dem Behälter (90) lediglich in einer einzigen Position und einer dazu um 180° verdrehten Position aufbringbar ist.
5. Behälterverschluss (20) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindungslinie zwischen dem dritten Nocken (25) und dem vierten Nocken (26) mit der Verbindungslinie zwischen den zwei sich gegenüberliegenden Nocken (23, 24) einen Winkel einschliesst, der kleiner ist als 85°, insbesondere kleiner ist als 80°, vorzugsweise 70° ist.
6. Behälterverschluss (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass vom Deckel (21) ein zweiter Mantel (27) abragt, der eine Längserstreckung aufweist, die grösser ist als eine Quererstreckung, der Deckel (21) insbesondere eine ovale Grundform aufweist.
7. Behälterverschluss (20) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Mantel (22) und dem zweiten Mantel (27) Stege zur Verstärkung angeordnet sind.
8. Anordnung umfassend einen Behälterverschluss (20), insbesondere einen Behälterverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 7, und einen Behälterhals (91) mit einer Ausgabeöffnung (94) mit einem Mündungsrand (941), zum Bereitstellen einer kindersicheren Verbindung zwischen einem Behälter (90) und dem Behälterverschluss (20), wobei der Behälterverschluss (20) einen Deckel (21), einen von diesem Deckel (21) abragenden Mantel (22) sowie ein innerhalb dieses Behälterverschlusses (20) angeordnetes Federelement (30) umfasst, wobei am Mantel (22) Verbindungsmittel zum Verbinden mit dem Behälter (90) angeordnet sind, wobei die Verbindungsmittel zumindest zwei, sich vorzugsweise im Wesentlichen gegenüberliegende Nocken (23, 24) aufweisen, die in Eingriff mit korrespondierenden Aufnahmeelementen (92, 93) des Behälterhalses (91) sind oder bringbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Nocken (23, 24) und die Aufnahmeelemente (92, 93) zueinander korrespondierende Gleitflächen (231, 241, 921, 931) aufweisen, wobei diese Gleitflächen (231, 241, 921, 931) in unbelastetem Zustand des Federelementes (30) einander zumindest teilweise gegenüberliegen, sodass die Gleitflächen (231, 241) der Verbindungsmittel mit den Gleitflächen (921, 931) der Aufnahmemittel durch Verdrehen des Behälterverschlusses (20) gegenüber dem Behälterhals (91) in Wirkverbindung bringbar sind.
9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeelemente (92, 93) je als eine Nut ausgebildet sind, wobei diese jeweils einen Hinterschnitt (922, 932) und eine Rastfläche (923, 933) aufweisen.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Nocken (23, 24) je eine Kontaktfläche (232, 242) aufweisen.
11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in unbelastetem Zustand des Federelementes (30) ein Abstand zwischen dem Federelement (30) und der Kontaktfläche (232, 242) geringer ist als ein Abstand der jeweiligen Rastflächen (923, 933) zum Mündungsrand (941).
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Behälterverschlusses (20) ein Dichtelement (40) derart angeordnet ist, dass dieses Dichtelement (40) zwischen dem Federelement (30) und dem Mündungsrand (941) liegt.
13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (40) an dem Federelement (30) angeordnet ist.
14. Anordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (40) separat ausgebildet ist.
15. Anordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (30) separat ausgebildet ist, insbesondere im Spritzgussverfahren.
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