CH722180A2 - Gebäudeschiebefenster - Google Patents
GebäudeschiebefensterInfo
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- CH722180A2 CH722180A2 CH001067/2024A CH10672024A CH722180A2 CH 722180 A2 CH722180 A2 CH 722180A2 CH 001067/2024 A CH001067/2024 A CH 001067/2024A CH 10672024 A CH10672024 A CH 10672024A CH 722180 A2 CH722180 A2 CH 722180A2
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- E06—DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
- E06B—FIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
- E06B3/00—Window sashes, door leaves, or like elements for closing wall or like openings; Layout of fixed or moving closures, e.g. windows in wall or like openings; Features of rigidly-mounted outer frames relating to the mounting of wing frames
- E06B3/32—Arrangements of wings characterised by the manner of movement; Arrangements of movable wings in openings; Features of wings or frames relating solely to the manner of movement of the wing
- E06B3/34—Arrangements of wings characterised by the manner of movement; Arrangements of movable wings in openings; Features of wings or frames relating solely to the manner of movement of the wing with only one kind of movement
- E06B3/42—Sliding wings; Details of frames with respect to guiding
- E06B3/46—Horizontally-sliding wings
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E06—DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
- E06B—FIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
- E06B7/00—Special arrangements or measures in connection with doors or windows
- E06B7/16—Sealing arrangements on wings or parts co-operating with the wings
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Abstract
Gebäudeschiebefenster aufweisend einen Fensterrahmen (10) und einen Fensterflügel (20), der zwischen einem geschlossenen Zustand und einem offenen Zustand parallel zu einer Fensterebene des Gebäudeschiebefensters verschiebbar ist, wobei das Gebäudeschiebefenster eine erste und zweite Schiebeseite, die parallel zu einer Schieberichtung des Fensterflügels (20) angeordnet sind, aufweist, wobei der Fensterflügel (20) entlang der ersten und zweiten Schiebeseite Flügeldichtmittel (52.1, 52.2) aufweist und der Fensterrahmen in dem Bereich des Fensterflügels (20) in dem geschlossenen Zustand Rahmendichtmittel (51.1) aufweist, wobei die Rahmendichtmittel (51.1) und die Flügeldichtmittel (52.1) den Fensterflügel (20) in dem geschlossenen Zustand gegenüber den Fensterrahmen abdichten. Die Kontaktlinie zwischen den Flügeldichtmitteln (52.1) und den Rahmendichtmitteln (51.1) im geschlossenen Zustand an der ersten und zweiten Schiebeseite erstreckt sich nicht parallel zu der Fensterebene.
Description
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft Gebäudeschiebefenster, insbesondere Gebäudedachschiebefenster.
Stand der Technik
[0002] Gebäudedachfenster öffnen sich meist durch ein Drehen des Fensterflügels aus der Fensterebene. Dies ist sehr vorteilhaft, da diese Fensterflügel im geschlossenen Zustand sehr dicht in dem Fensterrahmen sitzen, da der Fensterflügel aus der Dichtung des Fensterrahmens herausgehoben werden kann und im geschlossenen Zustand gegen den Fenstersitz gedrückt werden kann. Die Dichtheit ist bei Dachfenstern besonders wichtig, um bei Regen auf jeden Fall einen Wassereintritt zu verhindern. Wenn allerdings die Fensterfläche zu groß wird, so kommen die Motoren zum Öffnen des Fensterflügels an Ihre Grenzen, da das Gewicht der Fensterflügel beim Heben aus dem Fenstersitz zu groß wird.
[0003] Deshalb wurden im Stand der Technik zuletzt Dachschiebefenster vorgeschlagen, die erst aus dem Dichtsitz in dem Fensterrahmen herausgehoben werden und dann seitlich aus der Öffnung des Fensterrahmens geschoben werden. Dies erlaubt größere Dachfensterflächen, da die Fensterflügel in Schienen geführt werden können. Durch die Kombination aus Hebe- und Schiebebewegung, kann sowohl Dichtheit und die motorisierte Beweglichkeit garantiert werden. Ein Nachteil dieser Fenster ist, dass diese Fenster eine Führung im Dach erfordern. EP3816387A1 zeigt ein solches Dachfenster.
[0004] Klassische Schiebefenster, die einen Schiebeflügel hinter eine Festverglasung verschieben, sind als Dachfenster eher selten, da die Dichtung dieser Fenster auf den Schiebeseiten schwierig ist. Entweder wird eine gute Dichtung verwendet, die aber die Reibung des Fensterflügels beim Verschieben erhöht und somit sehr starke Motoren benötigt, insbesondere bei großformatigen Dachfenstern, oder die Reibung wird reduziert, was aber meist auf Kosten der Dichtheit geht.
Kurze Beschreibung der Erfindung
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung eine bessere Alternative für Schiebefenster zu finden, insbesondere für solche die auch für Gebäudedächer geeignet sind.
[0006] Die Aufgabe wird durch ein Gebäudeschiebefenster nach Anspruch 1 gelöst.
[0007] Die Aufgabe wird weiterhin durch ein Gebäudeschiebefenster gelöst, das folgendes aufweist: einen Fensterrahmen zur Befestigung in einem Gebäude; einen Fensterflügel, der zwischen einem geschlossenen Zustand und einem offenen Zustand parallel zu einer Fensterebene des Gebäudeschiebefensters verschiebbar ist, wobei das Gebäudeschiebefenster eine erste Schiebeseite, die parallel zu einer Schieberichtung des Fensterflügels angeordnet ist, und eine zweite Schiebeseite, die parallel zu der Schieberichtung des Fensterflügels und/oder zu der ersten Schiebeseite angeordnet ist, aufweist; wobei der Fensterflügel entlang der ersten und zweiten Schiebeseite Flügeldichtmittel aufweist, wobei der Fensterrahmen entlang der ersten und zweiten Schiebeseite in dem Bereich des Fensterflügels in dem geschlossenen Zustand Rahmendichtmittel aufweist, wobei die Rahmendichtmittel und die Flügeldichtmittel den Fensterflügel in dem geschlossenen Zustand gegenüber den Fensterrahmen abdichten, wobei die Kontaktlinie zwischen den Flügeldichtmitteln und den Rahmendichtmitteln im geschlossenen Zustand an der ersten und zweiten Schiebeseite sich nicht parallel zu der Fensterebene erstrecken.
[0008] Dadurch dass die Dichtmittel im Fensterflügel und im Fensterrahmen an der Schiebeseite nicht parallel zu der Fensterebene angeordnet sind, berühren sich die Dichtmittel des Fensterflügels und des Fensterrahmens nur im letzten Bereich der Schließbewegung des Fensterflügels, so dass die Dichtmittel an der Schiebeseite über den größten Teil der Schiebebewegung keine Reibung erzeugen. Dies reduziert die Kraft, die ein Motor benötigt, um den Fensterflügel aufzuschieben und erlaubt somit auch die Verwendung von großflächigeren Fensterflügeln. Gleichzeitig wird die Dichtheit der Dichtungen im Vergleich zu anderen Schiebefenstern verbessert.
[0009] Nachfolgend werden weitere vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.
[0010] In einem Ausführungsbeispiel erstrecken sich die Flügeldichtmittel und die Rahmendichtmittel an der ersten und zweiten Schiebeseite so nicht parallel zu der Fensterebene, dass die Flügeldichtmittel sich beim Schließen des Fensterflügels kontinuierlich dem Rahmendichtmittel annähern und/oder die Flügeldichtmittel beim Schließen des Fensterflügels erst in einem letzten Teilbereich der Schließbewegung in Kontakt mit dem Rahmendichtmittel kommt.
[0011] In einem Ausführungsbeispiel erstrecken sich die Flügeldichtmittel und die Rahmendichtmittel oder deren Kontaktlinie an der ersten und zweiten Schiebeseite schräg zu der Fensterebene.
[0012] In einem Ausführungsbeispiel erstrecken sich die Flügeldichtmittel und die Rahmendichtmittel an der ersten und zweiten Schiebeseite entlang einer geraden Dichtlinie, die einen Winkel ungleich null zu der Fensterebene aufweist.
[0013] In einem Ausführungsbeispiel weisen eines der ersten Rahmendichtmittel und der ersten Flügeldichtmittel einen Anschlag und das andere der ersten Rahmendichtmittel und der ersten Flügeldichtmittel ein elastisches Dichtelement auf, wobei eine Anschlagsfläche des Anschlags eine Anschlagsflächennormalen mit zumindest einer Komponente in Richtung der Fensternormalen aufweist.
[0014] In einem Ausführungsbeispiel weist der Anschlag einen in Richtung der Fensternormalen vorspringenden Vorsprung auf, wobei das elastische Dichtelement im Querschnitt einen Hauptdichtbereich aufweist, der bei geschlossenen Fensterflügel gegen eine distale Seite des Vorsprungs in Richtung der Fensternormalen drückt, wobei das elastische Dichtelement im Querschnitt vorzugsweise zwei Lippen aufweist, die sich ebenfalls in Richtung der Fensternormalen erstrecken und/oder die ausgebildet sind, den Vorsprung und/oder die Metallblechkante zwischen diesen aufzunehmen.
[0015] In einem Ausführungsbeispiel ist der Vorsprung des Anschlags durch ein L-förmiges Metallblech ausgebildet, das sich erst von der ersten Seitenwandung der ersten Rahmenseite weg erstreckt und sich dann in Richtung der Fensternormalen erstreckt.
[0016] In einem Ausführungsbeispiel erstrecken sich die Flügeldichtmittel entlang der gesamten ersten und zweiten Schiebeseite des Fensterflügels, wobei die Rahmendichtmittel sich entlang der ersten und zweiten Schiebeseite des Fensterrahmens im gesamten Bereich des geschlossenen Fensterflügels erstrecken.
[0017] In einem Ausführungsbeispiel weist das Gebäudeschiebefenster eine Festverglasung im Fensterrahmen zwischen der ersten und zweiten Schiebeseite auf, wobei der Fensterflügel orthogonal zu der Festverglasung verschoben angeordnet ist, so dass der geschlossene Fensterflügel bei einer Verschiebung parallel zu der Fensterebene nicht mit der Festverglasung kollidiert.
[0018] In einem Ausführungsbeispiel ist der Fensterflügel im offenen Zustand so angeordnet, dass der Fensterflügel und die Festverglasung überlappen.
[0019] In einem Ausführungsbeispiel weist das Gebäudeschiebefenster einen motorisierten Mechanismus auf, der ausgebildet ist, um den Fensterflügel von dem geschlossenen in den offenen Zustand zu verschieben.
[0020] In einem Ausführungsbeispiel weist der motorisierte Mechanismus eine Zahnstange an der ersten und/oder zweiten Schiebeseite des Fensterflügels auf, die von einem motorisierten Zahnrad an der ersten und/oder zweiten Schiebeseite des Fensterrahmens in die Schieberichtung verschiebbar ist.
[0021] In einem Ausführungsbeispiel ist das Gebäudeschiebefenster so ausgebildet, dass der Fensterflügel zum Öffnen und Schließen des Gebäudeschiebefensters nur parallel zu der Fensterebene verschoben wird.
[0022] In einem Ausführungsbeispiel weist der Fensterrahmen entlang der ersten und zweiten Schiebeseite eine Führungsschiene auf, wobei der Fensterflügel entlang der ersten und zweiten Schiebeseite Führungsschlitten aufweist, die den Fensterflügel in den Führungsschienen führen.
[0023] In einem Ausführungsbeispiel ist das Gebäudeschiebefenster ein Dachfenster für ein geneigtes Dach ist, wobei die erste Schiebeseite ausgebildet ist, an der unteren Seite des Gebäudedachfensters angeordnet zu sein, und die Führungsschlitten in der Führungsschiene der ersten Schiebeseite zwei Typen von Rollen aufweisen, wobei die Drehachsen der zwei Typen von Rollen rechtwinkelig zueinander angeordnet sind
[0024] In einem Ausführungsbeispiel ist das Gebäudeschiebefenster ein Dachfenster, vorzugsweise ein Dachfenster in einem geneigten Dach ist.
[0025] Weitere Ausführungsbeispiele werden in den abhängigen Ansprüche und/oder der nachfolgenden Beschreibung beschrieben. Alle zuvor und nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele können sowohl alleine verwendet werden als in jeder möglichen Unterkombination.
Zeichnungen
[0026] Fig. 1
zeigt eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel des Gebäudeschiebefensters im geschlossenen Zustand.
Fig. 2
zeigt eine Draufsicht auf das Ausführungsbeispiel des Gebäudeschiebefensters im offenen Zustand.
Fig. 3
zeigt eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels des Gebäudeschiebefensters.
Fig. 4
zeigt eine Schnittansicht entlang des Schnitts IV-IV in Fig. 1.
Fig. 5
zeigt eine Schnittansicht entlang des Schnitts V-V in Fig. 1.
Fig. 6
zeigt eine Schnittansicht entlang des Schnitts VI-VI in Fig. 3.
Fig. 7
zeigt eine Schnittansicht entlang des Schnitts VII-VII in Fig. 2.
Fig. 8
zeigt eine Vergrößerung des Ausschnitts VIII aus Fig. 4.
Fig. 9A-C
zeigen die Flügeldichtung und die Rahmendichtung in einem offenen Zustand, einem halboffenen Zustand und in einem geschlossenen Zustand.
Fig. 10
zeigt eine Schnittansicht entlang des Schnitts X-X in Fig. 6 mit einer kleinen Variation in dem ersten (und zweiten) Dichtmittel.
Fig. 11
zeigt eine Schnittansicht entlang des Schnitts XI-XI in Fig. 10.
Fig. 12
zeigt eine Schnittansicht entlang des Schnitts XII-XII in Fig. 10.
[0027] In den Zeichnungen werden die gleichen Referenznummern für die gleichen oder analoge Merkmale verwendet.
Beschreibung eines beispielhaften Ausführungsbeispiel
[0028] Die Figuren zeigen ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Gebäudeschiebefensters. Das erfindungsgemäße Gebäudeschiebefenster ist besonders vorteilhaft als Gebäudedachschiebefenster ausgebildet, d.h. für eine Montage in einem Gebäudedach ausgebildet, wie in dem in den Figuren dargestellten Beispiel. Allerdings wäre es auch möglich die erfindungsgemäße Schiebefenstertechnologie für andere Gebäudeschiebefenster zu verwenden, d.h. mit einer vertikal angeordneten Fensterebene in den Gebäudewänden.
[0029] Das Gebäudedach 1 (kurz Dach) ist vorzugsweise ein Schrägdach, das zwischen dem Gebäudeboden und der Oberfläche des Dachs 1 (Dachebene) zwischen 0° (0° ausgeschlossen) und 90° (90° ausgeschlossen) alle Schrägen abdecken kann. Insbesondere für Schrägdächer zwischen 5° und 85°, insbesondere zwischen 10° und 75°, insbesondere zwischen 15° und 65° ist die Erfindung besonders gut geeignet. Allerdings kann das Gebäudedach 1 auch ein Flachdach sein, d.h. einen Winkel von 0° zwischen dem Gebäudeboden und der Dachebene einschließen oder parallel zu dem Gebäudeboden sein.
[0030] Das Gebäudeschiebefenster (kurz Fenster oder Schiebefenster) weist einen Fensterrahmen 10 und (mindestens) einen Fensterflügel 20 auf.
[0031] Das Gebäudeschiebefenster weist vorzugsweise eine erste Seite 1, eine zweite Seite 2, eine dritte Seite 3 und eine vierte Seite 4 auf. Die erste Seite 1 ist parallel zu der zweiten Seite 2 und/oder vorzugsweise rechtwinkelig zu der dritten Seite 3 und/oder der vierten Seite 4 angeordnet. Die erste Seite 1 wird auch als erste Schiebeseite 1 bezeichnet und die zweite Seite 2 auch als zweite Schiebeseite 2. Die dritte Seite 3 ist vorzugsweise parallel zu der vierten Seite 4 und/oder vorzugsweise rechtwinkelig zu der ersten Seite 1 und/oder der zweiten Seite 2. Das Schiebefenster weist vorzugsweise eine Fensterebene auf. Die Fensterebene des montierten Schiebefensters ist vorzugsweise parallel zu einer Dachebene des Gebäudedachs. Die erste oder zweite Seite und die dritte oder vierte Seite des Fensters spannen die Fensterebene auf. Bei der Beschreibung des Fensters wird eine erste Richtung 5, eine zweite Richtung 6 und eine dritte Richtung 7 definiert. Die erste Richtung 5 parallel zu der ersten oder zweiten Seite und/oder parallel zu einer Schieberichtung 5 des Fensterflügels und/oder parallel zu der Fensterebene. Die erste Richtung 5 wird deshalb auch als Schieberichtung 5 bezeichnet. Die erste Richtung 5 oder Schieberichtung 5 kann in eine Öffnungsrichtung, in die der Fensterflügel 20 geöffnet wird, und in eine Schließrichtung, in die der Fensterflügel 20 geschlossen wird, unterteilt werden. Die zweite Richtung 6 ist parallel zu der Fensterebene und schließt einen Winkel, vorzugsweise einen rechten Winkel, zu der ersten oder zweiten Seite und/oder zu der Schieberichtung 5 des Fensterflügels 20 ein. Die dritte Richtung 7 ist orthogonal zu der Fensterebene. Die dritte Richtung 7 wird deshalb auch als Fensternormale 7 oder Fensternormalenrichtung 7 bezeichnet. Die dritte Richtung 7 lässt sich unterteilen in eine Innenrichtung zu der Innenseite des Fensters und in eine Außenrichtung zu der Außenseite des Fensters. Die Innenrichtung wird nachfolgend auch der Einfachheit halber als unten, unter, usw. bezeichnet. Die Außenrichtung wird nachfolgend auch der Einfachheit halber als oben, über, usw. bezeichnet.
[0032] Wenn das Schiebefenster in ein Schrägdach eingebaut wird, so erstrecken sich die erste und zweite Seite 1, 2 und/oder die erste Richtung 5 vorzugsweise horizontal, während die dritte und vierte Seite 3, 4 und/oder die zweite Richtung 6 sich entlang der Dachneigung (stärksten Gradienten des Dachs) erstrecken. Dies hat den Vorteil, dass der Fensterflügel 20 nur rechtwinkelig zu der Erdanziehung verschoben werden muss und somit die notwendigen Kräfte reduziert sind, da keine Hubenergie gegen die Schwerkraft für die Bewegung des Fensterflügels 20 notwendig ist, sondern nur die Reibkräfte überwunden werden müssen. Allerdings wäre es auch möglich, dass die Schieberichtung 5 und/oder die erste und zweite Seite 1, 2 entlang der Dachneigung angeordnet sind. Bei einem Flachdach spielt die Anordnung keine Rolle. In allen Ausführungsbeispielen (z.B. Einbau in Flachdach, Schrägdach oder vertikale Wand) ist es somit besonders vorteilhaft, dass er Fensterflügel 20 nur rechtwinkelig zu der Erdanziehung verschoben wird. Allerdings wären auch weniger vorteilhafte Ausführungsbeispiele möglich, in denen die Schieberichtung 5 eine Bewegungskomponente in die Richtung der Schwerkraft aufweist oder sogar vollständig in Richtung der Schwerkraft zeigt.
[0033] Der Fensterrahmen 10 ist ausgebildet, fest mit dem Gebäude, insbesondere dem Gebäudedach verbunden zu werden. Das heißt, dass der auf dem Gebäudedach oder in dem Gebäude befestigte Fensterrahmen 10 nicht beweglich ist. Vorzugsweise wird der Fensterrahmen 10 auf der Dachkonstruktion befestigt. Der Fensterrahmen 10 umrandet eine Rahmenöffnung, die im montierten Zustand einer Öffnung in dem Gebäude(dach) entspricht. Die Rahmenöffnung ist durch mindestens ein Fensterelement geschlossen. Das mindestens eine Fensterelement weist mindestens den einen Fensterflügel 20. Vorzugsweise wird die Rahmenöffnung durch eine Festverglasung 30 und den Fensterflügel 20, d.h. mindestens zwei Fensterelemente, geschlossen. Es ist ebenfalls möglich, dass die Fensterelemente mehrere Fensterflügel und optional ein oder mehrere Festverglasungen aufweisen. So, könnte das Schiebefenster eine zentrale Festverglasung 30 aufweisen und zwei Fensterflügel 20, die sich unter und über die Festverglasung 30 schieben. Auch könnte das Schiebefenster zwei Festverglasungen 30 und zwei Fensterflügel 20 aufweisen. Die zwei Festverglasungen und die zwei Fensterflügel 20 können dabei abwechselnd in Schieberichtung 5 angeordnet sein, so dass die Fensterflügel in die gleiche Öffnungsrichtung unter die jeweiligen Festverglasungen 30 geschoben werden. Es ist aber auch möglich, dass die Öffnungsrichtungen der Fensterflügel 20 entgegengesetzt ausgerichtet sind, so dass entweder die zwei Festverglasungen 30 zu der dritten und vierten Seite 13, 14 des Rahmens 10 angeordnet sind und die zwei Fensterflügel 20 gegeneinander schließen oder die beiden Festverglasungen 30 mittig angeordnet sind (bzw. eine einzelne doppelte so große Festverglasung 30) und die beiden Fensterflügel sich von den dritten und vierten Seite 13, 14 des Rahmens entfernend öffnen. Es ist verständlich das beliebig viele Variationen mit mehr oder weniger Festverglasungen 30 und Fensterflügel 20 möglich ist. Es ist ebenfalls möglich, das Schiebefenster ohne eine Festverglasung 30 zu realisieren, wenn der Fensterflügel 20 zumindest teilweise aus dem Fensterrahmen 10 geführt wird. Nachfolgend wird nur das Schiebefenster mit einer Festverglasung 30 und einem Fensterflügel 20 beschrieben. Die entsprechende Beschreibung soll entsprechend auf die oben genannten alternativen des Schiebefensters mit einer anderen Zusammensetzung und/oder Anzahl von Fensterelementen Anwendung finden.
[0034] Das Schiebefenster weist eine Fensteröffnung auf, die vorzugsweise durch zumindest einen Teil der Rahmenöffnung ausgebildet wird. Die Fensteröffnung entspricht dem Bereich des Schiebefensters, der durch den Fensterflügel 20 im offenen Zustand freigegeben werden kann. Die Fensteröffnung erstreckt sich in der zweiten Richtung 6 zwischen der ersten Schiebeseite 1 und der zweiten Schiebeseite 2, d.h. über die volle Breite der Rahmenöffnung, und in der ersten Richtung 5 über zumindest einen Teil der Breite des Schiebefensters entlang der Schiebeseiten 1, 2, vorzugsweise von der dritten Seite 3 bis zur Festverglasung 30. Die Seite der Fensteröffnung in der Schließrichtung 5.1 wird als Schließseite 13 der Fensteröffnung bezeichnet. Die Schließseite 13 der Fensteröffnung wird in dem gezeigten Ausführungsbeispiel durch die dritte Rahmenseite 13 ausgebildet. In einem anderen Ausführungsbeispiel könnte die Schließseite auch durch eine weitere Festverglasung oder durch eine Schließseite eines zweiten Fensterflügels oder die vierte Rahmenseite 14 ausgebildet sein. Die Seite der Fensteröffnung in Öffnungsrichtung wird auch als Öffnungsseite 33 der Fensteröffnung bezeichnet. In einem besonders vorteilhaften Ausführungsbeispiel wird die Öffnungsseite der Fensteröffnung durch eine (dritte oder Schließ-)Seite 33 der Festverglasung 30 ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass der Fensterflügel 20 in dem offenen Zustand mit der Festverglasung 30 überlappt. Dadurch bleibt der Fensterflügel 20 im offenen Zustand in der Rahmenöffnung des Fensterrahmens 10. Allerdings wäre es auch möglich, den Fensterflügel 20 über eine (die vierte) Seite des Fensterrahmens 10 aus der Rahmenöffnung zu schieben. In diesem Fall wäre die Öffnungsseite der Fensteröffnung durch die vierte Seite 14 des Rahmens 10 ausgebildet.
[0035] Der Fensterrahmen 10 weist vorzugsweise vier Rahmenseiten 11, 12, 13, 14 auf, die den oben beschriebenen ersten, zweiten, dritten und vierten Seite 1, 2, 3, 4 des Schiebefensters entsprechen. Der Fensterrahmen 10, insbesondere dessen Fensteröffnung ist vorzugsweise rechteckig ausgebildet, kann aber auch andere Fensterformen aufweisen. Der Fensterrahmen 2 bzw. jede Seite des Fensterrahmens 2 weist ein Fensterrahmenprofil auf, das Funktionen wie Wärmeisolierung, Stabilität und/oder Abdichtung mit dem geschlossenen Fensterflügel 3 erfüllt.
[0036] Der Fensterflügel 20 ist relativ zu dem Fensterrahmen 10 (und der Festverglasung 30) beweglich. Der Fensterflügel 20 kann zwischen einem offenen Zustand und einem geschlossenen Zustand bewegt werden. Der Fensterflügel 20 wird in der Schieberichtung 5 grundsätzlich parallel zu der Fenster- und/oder Dachebene aus der Fensteröffnung geschoben. Vorzugsweise ist der Öffnungsmechanismus des Schiebefensters so, dass der Fensterflügel 20 zum Öffnen und Schließen der Fensteröffnung ausschließlich parallel zu der Fensterebene verschoben wird, d.h. die Fensteröffnung durch eine pure laterale Verschiebung (ohne jede Hubkomponente in die dritte Richtung 7) erzielt wird.
[0037] In dem geschlossenen Zustand deckt der Fensterflügel 20 die Fensteröffnung ab (und schließt die Fensteröffnung). In dem geschlossenen Zustand ist der Fensterflügel 20 maximal in die Schließrichtung 5.3 verschoben. In dem offenen oder geöffneten Zustand gibt der Fensterflügel 20 die Fensteröffnung maximal frei. Je nach Schiebestellung kann der Fensterflügel 20 kontinuierlich in einer beliebigen Zwischenposition positioniert werden, in dem die Fensteröffnung zwischen 0% und 100% (Randwerte nicht eingeschlossen) freigegeben wird. Vorzugsweise entspricht die Größe des Fensterflügels 20 grundsätzlich der Größe der Festverglasung 30, so dass der Fensterflügel 20 im offenen Zustand grundsätzlich mit der Festverglasung 30 überlappt, vorzugsweise auf der Innenseite der Festverglasung 30. Allerdings könnte der Fensterflügel 20 auch kleiner als die Festverglasung 30 sein oder größer als diese. Vorzugsweise überlappt mehr als 50%, vorzugsweise mehr als 70%, vorzugsweise mehr als 80%, vorzugsweise mehr als 90% des offenen Fensterflügels 20 die Festverglasung 30.
[0038] Der Fensterflügel 20 weist vorzugsweise vier Flügelseiten 21, 22, 23, 24 auf. Die erste Flügelseite 21 ist parallel zu der ersten Rahmenseite 11 angeordnet und/oder ist so in der ersten Rahmenseite 11 gelagert, dass der Fensterflügel 20 in die Schieberichtung 5 verschoben werden kann. Die zweite Flügelseite 22 ist parallel zu der zweiten Rahmenseite 12 angeordnet und/oder ist so in der zweiten Rahmenseite 12 gelagert, dass der Fensterflügel 20 in die Schieberichtung 5 verschoben werden kann. Die dritte Seite 23 des Fensterflügels 20 ist im geschlossenen Zustand in Kontakt oder Zusammenspiel mit einer Schließseite 13 der Fensteröffnung des Schiebefensters, vorzugsweise so dass die Schließseite 13 der Fensteröffnung dicht mit der dritten Flügelseite 23 des Schiebefensters abschließt. Die dritte Flügelseite 23 drückt im geschlossenen Zustand vorzugsweise gegen die Schließseite 13 der Fensteröffnung. Die dritte Flügelseite 23 wird deshalb auch als die Flügelschließseite 23 bezeichnet. Die vierte Seite 24 des Fensterflügels 20 ist im geschlossenen Zustand in Kontakt oder Zusammenspiel mit einer Öffnungsseite 33 der Fensteröffnung des Schiebefensters, vorzugsweise so dass die Öffnungsseite 33 der Fensteröffnung dicht mit der vierten Flügelseite 24 abschließt. Die vierte Seite 24 des Fensterflügels 20 wird deshalb auch als Flügelöffnungsseite 24 bezeichnet. Die Öffnungsseite 31 der Fensteröffnung weist vorzugsweise einen Anschlag auf, an dem die Flügelschließseite 23 des Fensterflügels 20 in dem geschlossenen Zustand anschlägt. Die Anschlagsfläche des Anschlags ist vorzugsweise so, dass die Flügelschließseite 23 des Fensterflügels 20 im geschlossenen Zustand in die erste Richtung 5 auf die Schließseite 31 drückt (siehe Fig. 8). Ein solcher Anschlag erlaubt eine bessere Abdichtung als eine Dichtfläche die parallel zu der Fensterebene ist, da hier der Anpresspressdruck des Anschlags durch die Bewegung des Fensterflügels 20 in die erste Richtung 5 kontrolliert werden kann. Die Flügelschließseite 23 im offenen Zustand des Fensterflügels 20 ist normalerweise im Bereich der Öffnungsseite 31 der Fensteröffnung angeordnet (wenn die Größe des Fensterflügels 30 grob der Größe der Fensteröffnung entspricht).
[0039] Der Fensterflügel 20 weist vorzugsweise einen Fensterflügelrahmen und eine lichtdurchlässige Scheibe 25, z.B. eine Glasscheibe auf. Die Glasscheibe ist vorzugsweise eine Mehrglasscheibe, zum Beispiel ein Dreifachglasscheibe wie in dem gezeigten Ausführungsbeispiel. Allerdings ist es auch möglich, dass der Fensterflügel 20 eine nicht-lichtdurchlässige Scheibe aufweist. Der Fensterflügelrahmen 25 ist ausgebildet in dem geschlossenen Zustand die Fensteröffnung dichtend abzuschließen. Die Dichtmittel 50 werden später näher beschrieben. Der Fensterflügelrahmen weist eine erste, zweite, dritte und vierte Seite auf, die der ersten, zweiten, dritten, vierten Flügelseite 21, 22, 23, 24 entsprechen.
[0040] Der Fensterflügel 20 kann weiterhin eine (innere oder äußere) Abschattung 26 aufweisen, die die Öffnung des Fensterflügels 3 abdecken kann. Die Abschattung 26 ist zwischen einem geschlossenen und offenen Zustand der Abschattung bewegbar. In dem geschlossenen Zustand verschließt die Abschattung 26 die lichtdurchlässige Scheibe 25. In dem offenen Zustand lässt die Abschattung 26 die lichtdurchlässige Scheibe 25 frei, so dass Licht durch die Scheibe 25 fällt. IN dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Abschattung in dem Fensterflügel 20 angeordnet, so dass sich die Abschattung (in offenen oder geschlossenen Zustand) mit dem Fensterflügel 20 mitbewegt, wenn dieser zwischen dem offenen und geschlossenen Zustand des Fensterflügels 20 bewegt/verschoben wird. Dafür ist auf zwei gegenüberliegenden Seiten 21, 22 oder 23, 24 des Fensterflügels 20 oder des Fensterflügelrahmens eine Führung 27 angeordnet, in der die Abschattung 26, vorzugsweise mit einem Führungsschlitten geführt ist. Die Abschattung könnte aber alternativ auch in dem Fensterrahmen 10 angeordnet werden.
[0041] Das Schiebefenster bzw. der Öffnungsmechanismus weist vorzugsweise Führungsmittel 40 auf, um den Fensterflügel 20 entlang der Schieberichtung 5 zu bewegen. Die Führungsmittel weisen 40 weisen vorzugsweise Führungsmittel im Rahmen 10, vorzugsweise Führungsschienen 18, und Führungsmittel 28 im Flügel 20, vorzugsweise geführte Elemente wie Führungsschlitten auf. Die Führungsmittel 18 im Rahmen 10 weisen vorzugsweise erste Führungsmittel 18.1 auf der ersten Seite 11 des Rahmens 10, vorzugsweise eine erste Führungsschiene 18.1, und zweite Führungsmittel 18.2 auf der zweiten Seite 12 des Rahmens 10, vorzugsweise eine zweite Führungsschiene 18.2 auf. Die Führungsmittel 28 im Flügel 20 weisen vorzugsweise erste Führungsmittel 28.1 auf der ersten Seite 21 des Flügels 20, vorzugsweise erste geführte Elemente 28.1, und zweite Führungsmittel 28.2 auf der zweiten Seite 22 des Flügels 20, vorzugsweise zweite geführte Elemente 28.2 auf. Die Führungsschiene 18 oder die Führungsschienen 18.1, 18.2 jeweils weisen vorzugsweise eine untere Wandung parallel zu der Fensterebene und mindestens eine, vorzugsweise zwei seitliche Wandungen parallel zu der ersten und dritten Richtung 7auf. Die Führungsmittel 40 weisen vorzugsweise Rollen auf. Dies reduziert die Reibung bei der Führung des Fensterflügels 20, auch bei sehr großen und somit schweren Fensterflügeln 20. Vorzugsweise sind die Rollen in den geführten Elementen 28 in dem Fensterflügel 20 angeordnet. Vorzugsweise weisen die Führungsmittel 40 zumindest zwei Typen von Rollen auf, mit einem ersten Typ von Rollen 41, die sich um eine Rotationsachse parallel zu der zweiten Richtung 6 drehen, und einem zweiten Typ 42, die sich um eine Rotationsachse parallel zu der dritten Richtung 7 drehen. Vorzugsweise laufen die Rollen 41 des ersten Typs auf der unteren Wandung der Führungsschiene 18, 18.1, 18.2, während die Rollen 42 des zweiten Typs auf einer seitlichen Wandung der Führungsschiene 18, 18.1 oder 18.2 läuft. Die Rollen 42 des zweiten Typs könnten auch nur in einer der Führungsschienen 18.1, vorzugsweise der ersten oder unteren angeordnet sein. Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass die Führung 40 auch in einer Dachschräge mit sehr geringer Reibung funktioniert. Allerdings wäre es auch mögliche, die untere Wandung der der Führungsschiene 18, 18.1, 18.2 orthogonal zu der Erdanziehung anzuordnen, so dass auch nur Rollen des ersten Typs 41 verwendet werden könnten. In jedem Fall haben die zwei Typen von Rollen 41, 42 auch den Vorteil, dass der Fensterflügel 20 weder in die zweite noch in die dritte Richtung 7 bewegt werden kann und somit eine sehr genaue Führung des Fensterflügels erlaubt.
[0042] Das Schiebefenster bzw. der Öffnungsmechanismus weist vorzugsweise eine Motorisierung auf, um den Fensterflügel 20 motorisch zwischen dem offenen und dem geschlossenen Zustand zu bewegen. Die Motorisierung weist vorzugsweise auf der ersten Seite 1 und/oder auf der zweiten Seite 2 (jeweils) einen Motor 61, ein Zahnrad 62 und eine Zahnstange 63 auf. Die Zahnstange 63 ist hier entlang der ersten und/oder zweiten Flügelseite 21, 22 angeordnet. Der Motor 61 dreht das Zahnrad 62 so, dass das in die Zahnstange 63 eingreifende Zahnrad 62 die Zahnstange 63, und somit den damit verbundenen Fensterflügel 20, in die Schieberichtung 5 verschiebt. Alternativ ist es aber auch möglich den Öffnungsmechanismus mit einem Handbetrieb zu öffnen bzw. zu schließen.
[0043] Die Dichtmittel 50 dichten den Fensterflügel 20 gegenüber der Fensteröffnung des Schiebefensters ab. Die Dichtmittel 50 weisen in der Regel ein Element aus einem elastischen Material, oft als Dichtung oder Dichtgummi bezeichnet, auf, der zum Beispiel aus Gummi, Silikon, etc. gemacht ist. Die Dichtmittel 50 weisen entlang der Fensteröffnung Rahmendichtmittel 51 an dem Fensterrahmen 10 und Flügeldichtmittel 52 entlang der Fensteröffnung an dem Fensterflügel 20. Die Rahmendichtmittel 51 und die Flügeldichtmittel 52 schließen im geschlossenen Zustand des Fensters gegeneinander ab, vorzugsweise drücken diese gegeneinander. Der Dichtgummi kann dabei in der feststehenden Fensteröffnung, d.h. in den Rahmendichtmittel 52 und/oder an dem Fensterflügel 20, d.h. in dem Flügeldichtmittel 52 angeordnet werden.
[0044] Die Dichtmittel 50 weisen dabei erste Dichtmittel 50.1 an der ersten Seite 1, zweite Dichtmittel 50.2 an der zweiten Seite 2, dritte Dichtmittel 50.3 an der dritten Seite 3 und vierte Dichtmittel 50.4 an der vierten Seite 4 auf.
[0045] Die ersten Dichtmittel 50.1 weisen erste Rahmendichtmittel 51.1 entlang der ersten Schiebeseite 11 im Bereich des geschlossenen Fensterflügels 20 und erste Flügeldichtmittel 52.1 entlang der ersten Schiebeseite 21 auf. Die ersten Flügeldichtmittel 52.1 und die ersten Rahmendichtmittel 51.1 bilden bei geschlossenen Fensterflügel 20 eine erste Kontaktlinie aus. Diese (erste) Kontaktlinie der (ersten) Flügeldichtmittel 52.1 und/oder der (ersten) Rahmendichtmittel 51.1 ist (zumindest über den größten Teil, vorzugsweise den gesamten Bereich) der ersten Flügelseite 21 nicht parallel zu der Fensterebene angeordnet. Vorzugsweise erstreckt sich diese Kontaktlinie (zumindest über den größten Teil, vorzugsweise den gesamten Bereich) schräg zu der Fensterebene, d.h. mit einer Komponente in Richtung der Fensternormalen und/oder d.h. mit einem Winkel zwischen 0° und 90° (Grenzwerte ausgeschlossen), vorzugsweise zwischen 1° und 20°, vorzugsweise zwischen 1° und 10°. Der genaue Winkel hängt auch von der Länge der ersten Schiebeseite 21 des Fensterflügels 20 ab. Vorzugsweise erstreckt sich diese Kontaktlinie entlang einer geraden Linie. Allerdings ist es auch möglich andere nicht parallele Kontaktlinien zu verwenden, z.B. eine Treppen-/Stufenform, eine Dreiecksform, eine Schlangenlinie. Auch wenn diese Kontaktlinienformen die Gesamtreibung entlang der ersten Flügelseite 21 reduzieren, bedeuten diese doch eine erhöhte Reibung zu der optimalen Kontaktlinienform in Form einer geraden Linie unter einem Winkel zu der Fensterebene (ungleich null). Vorzugsweise hat die erste Kontaktlinie eine Steigung in die Richtung der Fensternormalen, die immer in die gleiche Richtung zeigt (erste Ableitung der Steigung der Kontaktlinie in Richtung der Fensternormalen ist immer positiv oder immer negativ). Die Neigung erstreckts sich dabei vorzugsweise von der Schließseite 23 zu der Öffnungsseite 24, d.h. die ersten Flügeldichtmittel 52.1 sind auf der Schließseite 23 weiter außen/oben als auf der Öffnungsseite 24 angeordnet. Dadurch kann das erste Flügeldichtmittel 52.1 auf der Schließseite 23 weiter oben (als auf der Öffnungsseite 24) angeordnet werden und somit mit einem dritten (Flügel-)Dichtmittel 50.3 (52.3) auf der Schließseite zusammentreffen und eine besonders gute Dichtung an der Ecke zwischen der ersten Seite 11 und der dritten Seite 13 der Fensteröffnung 8 erzielen. Vorzugsweise befinden sich bei dieser Neigung die ersten Flügeldichtmitteln 52.1 über den ersten Rahmendichtmitteln 51.1, d.h. beim Schließen des Fensterflügels 20 nähert sich das erste Flügeldichtmittel 52.1 von oben den ersten Rahmendichtmitteln 51.1. Allerdings wäre es auch möglich, eine entgegengesetzte Neigung zu realisieren, d.h. die Neigung erstreckts sich dabei von der Öffnungsseite 24 zu der Schließseite 23, d.h. die ersten Flügeldichtmittel 52.1 sind auf der Schließseite 23 weiter innen/unten als auf der Öffnungsseite 24 angeordnet, wie dies exemplarisch in Fig. 9A-C dargestellt ist. Vorzugsweise befinden sich bei dieser Neigung die ersten Flügeldichtmitteln 52.1 unter den ersten Rahmendichtmitteln 51.1, d.h. beim Schließen des Fensterflügels 20 nähert sich das erste Flügeldichtmittel 52.1 von unten den ersten Rahmendichtmitteln 51.1 wie dies in Fig. 9A-C sichtbar ist. Allerdings ist bei dieser Neigung der Anschluss an die dritten Dichtmittel 50.3 wesentlich schwieriger.
[0046] Vorzugsweise sind die Flügeldichtmittel 52.1 und die Rahmendichtmittel 51.1 beide nicht parallel zu der Fensterebene (z.B. in der oben beschriebenen Neigung) angeordnet und/oder erstrecken sich parallel zueinander. Durch die nicht parallele Anordnung beider zu der Fensterebene bewirkt dies, dass die Flügeldichtmittel 52.1 sich beim Schließen des Fensterflügels 20 kontinuierlich dem Rahmendichtmittel 51.1 annähern und/oder dass die Flügeldichtmittel 52.1 beim Schließen des Fensterflügels 20 (erst) in einem letzten Teilbereich der Schließbewegung in Kontakt mit dem Rahmendichtmittel 51.1 kommt. So können auch sehr große Fensterflügel relativ kleine Motoren verwendet werden, da die Reibung entlang der Schiebeseite trotz der rein parallelen Verschiebung stark reduziert wird und wie an der dritten und vierten Seite nur kurz beim in Kontakttreten der Flügeldichtmittel 52.1 und Rahmendichtmittel 51.1 kurz ansteigt.
[0047] Fig. 9A bis 9C illustriert dies exemplarisch. Der durchgezogen gezeichnete Rahmen 10 mit den schrägen oder nicht parallelen Rahmendichtmitteln 51.1 und der gestrichelt gezeichnete Flügel 20 mit den schrägen oder nicht parallelen Rahmendichtmitteln 52.1 ist gezeigt. In Fig. 9A ist der Flügel 20 in dem offenen Zustand, in Fig. 9B in einem Zwischenzustand und in Fig. 9C in dem geschlossenen Zustand gezeigt. Wenn der Flügel 20 in dem offenen Zustand ist, hat das Flügeldichtmittel 52.1 den größten Abstand von dem Rahmendichtmittel 51.1. Wird der Flügel 20 nun in Schließrichtung 5.1 geschlossen/geschoben, so nähert sich die Flügeldichtmittel 52.1 kontinuierlich dem Rahmendichtmittel 51.1. Aufgrund der schrägen Anordnung der Dichtmittel 51.1, 52.1 berühren sich aber diese nicht bis kurz vor dem geschlossenen Zustand. Somit wird trotz der puren parallelen Verschiebung des Flügels 20 ein ähnliche robustes Dichtkonzept wie bei einem Dachfenster erreicht, das aus dessen Sitz/Rahmen gehoben wird.
[0048] Vorzugsweise werden die ersten Rahmendichtmittel 51.1 durch einen Vorsprung ausgebildet, der aus der ersten Fensterrahmenseitenwand sich in die zweite Richtung (in Richtung der Fenstermittelachse in Schieberichtung) vorspringt und somit eine Kontaktfläche/Kontaktlinie mit dem ersten Flügeldichtmittel 52.1 mit einer Flächennormalen in Richtung der Fensternormalen (unter Vernachlässigung der Neigung der Kontaktlinie) ausbildet, d.h. präziser mit einer Flächennormalen, deren Hauptkomponente (aufgeteilt auf die drei Richtungen 5, 6, 7) parallel zu der Fensternormalen ist. Die Kontaktfläche/Kontaktlinie ist vorzugsweise nach oben ausgerichtet. Das erste Rahmendichtmittel 51.1 ist vorzugsweise (im Querschnitt durch die durch die zweite und dritte Richtung 6, 7 gebildete Ebene) durch ein L-Profil ausgebildet. Das L-Profil ist vorzugsweise an der ersten seitlichen Wandung der Fensteröffnung 8 befestigt und erstreckt sich zuerst in die zweite Richtung und dann in die dritte Richtung, vorzugsweise nach oben. Dadurch wird das möglicherweise eintretende Regen- oder Kondenswasser unterhalb der Kontaktlinie abgeleitet und ein Eindringen des Wassers wird vermindert. Das L-Profil kann zum Beispiel aus einer (abgekanteten) Metallschiene ausgebildet sein oder auch durch ein Kunststoffprofil. Die obere Seite des L-Profils, welche in Kontakt mit dem ersten Flügelmittel 52.1 tritt, ist dabei schmäler (Breite in die zweite Richtung) als die laterale Seite des L-Profils (Höhe in die dritte Richtung). Das distale Ende des L-Profils bildet somit einen schmalen Grat aus. Dies erlaubt es den Dichtungsgummi von oben auf den schmalen Grat zu schieben. In Fig. 1 bis 8 wird der Dichtungsgummi 53.1 fest mit dem Flügeldichtmittel 52.1 verbunden und schiebt sich nur beim Schließen des Fensterflügels (mit zwei seitlichen Lippen beidseitig) auf den schmalen Grat des Dichtgummis 53.1. In Fig. 10 bis 12 ist der Dichtgummi mit seinen zwei Lippen beidseitig fest auf den schmalen Grat geschoben und bleibt auch im offenen Zustand auf dem schmalen Grat (und ist somit teil des ersten Rahmendichtmittels 51.1).
[0049] Die ersten Flügeldichtmittel 52.1 bilden vorzugsweise ebenfalls einen Vorsprung von der ersten seitlichen Wandung des Fensterflügels 20 (weg von der Mittelachse des Fensters in die Schieberichtung), der somit eine Kontaktfläche/linie mit einer Flächennormalen (grob) in die dritte Richtung 7 (unter Vernachlässigung der Neigung) ausbildet. Die Flächennormale der Kontaktfläche des ersten Flügeldichtmittels 52.1 zeigt vorzugsweise in die entgegengesetzte Richtung der Flächennormalen der Kontaktfläche des ersten Rahmendichtmittels 51.1, vorzugsweise nach unten. Das erste Flügeldichtmittel 52.1 ist vorzugsweise aus einem thermisch isolierenden Material hergestellt, vorzugsweise nicht aus Metall, vorzugsweise aus Kunststoff, vorzugsweise aus PET. In dem Ausführungsbeispiel in Fig. 10 bis 12 ist der Vorsprung ebenfalls durch ein L-Profil ausgebildet, wobei der vorspringende Teil des L-Profils in die Schieberichtung (kontinuierlich) dicker (gemessen in der dritten Richtung 7) wird, vorzugsweise von der Schließseite zu der Öffnungsseite hin (kontinuierlich) dicker wird. Dadurch wird eine Neigung des Vorsprungs bzw. der Kontaktfläche erzielt. Dadurch erstreckt sich auch das erste Flügeldichtelement 52.1 nach oben bis zu der Oberseite des Fensterflügels 20 um so auch eine Isolierung nach oben zu gewährleisten. Allerdings könnte die Dicke des Vorsprungs auch konstant bleiben und/oder sich nicht bis zur Oberseite des Fensterflügels 20 erstrecken. Dieser Vorsprung von dem Fensterflügel 20, der entlang der Schieberichtung geneigt ist, ist vorzugsweise durch eine Kunststoffteil, vorzugsweise aus PET hergestellt. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Anschlag 54.1 in den ersten Flügeldichtmitteln 52.1 realisiert und der Dichtgummi 53 in den ersten Rahmendichtmitteln 51.1, z.B. auf dem schmalen Grat gesteckt, realisiert. Dadurch wird der durch den Vorsprung gebildete Anschlag 54 in den ersten Flügeldichtmitteln 52.1 beim Schließen auf den Dichtungsgummi 53 gedrückt. Der Anschlag 54 schiebt sich in die Schließrichtung zu dem Dichtungsgummi 53 hin. Durch die schräge Anordnung des Anschlags 54 und des Dichtungsgummis 53 (in Richtung der Schieberichtung) drückt der Anschlag in einem letzten kleinen Teil der Schließbewegung immer mehr auf den Dichtungsgummi 53 und schließt somit die erste Seite der Fensteröffnung 8 ab. In dem Ausführungsbeispiel in den Fig. 1 bis 8 ist der Vorsprung des ersten Flügeldichtmittels 52.1 durch einen aus der Seitenwandung des Flügels 20 herausstehenden Dichtungsgummis ausgebildet. Das erste Flügeldichtmittel 52.1 weist hier eine ebene Platte auf, die eine Aufnahmenut für den Dichtgummi 53 aufweist. Die Aufnahmenut erstreckt sich vorzugsweise entlang der Neigung, so dass der darin befestigte Dichtungsgummi 53 entlang dieser geneigten Nut befestigt ist. Der Dichtungsgummi 53 ist im Profil somit grob L-förmig ausgebildet, mit einer ersten Komponente in die zweite Richtung 6 zu Befestigung in der Nut und einer zweiten Komponente in die dritte Richtung 7 zum Abdichten in Verbindung mit dem Anschlag 54 in dem ersten Rahmendichtmittel 51.1. Die zweite Komponente weist dabei vorzugsweise zwei Lippen auf, die beim Schließen des Fensterflügels 20 den schmalen Grat des ersten Rahmendichtmittels 51.1 (beidseitig) umschließen. Die erste und die zweite Komponente sind vorzugsweise durch eine O-Form Verbunden, die so angeordnet ist, dass der schmale Grat beim Schließen des Fensterflügels 20 zwischen die zwei Lippen gleitet und dann in Richtung des Mittelpunkts der O-Form drückt.
[0050] Die Anschlagsfläche des Anschlags 54 ist (zumindest ein bisschen) in Richtung der Fensternormalen angeordnet, d.h. weist eine Anschlagsflächennormalen mit zumindest einer Komponente in Richtung der Fensternormalen auf. Dies hat den Vorteil, dass beim Schließen des Fensterflügels 20 im letzten Schließweg das elastische Dichtelement gegen die Anschlagsfläche in die Richtung der Fensternormalen zusammendrückt und eine verbesserte Dichtheit erzielt wird. Vorzugsweise ist die Anschlagsfläche parallel zu der Kontaktlinie und parallel zu der zweiten Richtung (rechtwinkelig zu der ersten Seitenwandung in der Fensteröffnung), so dass das elastische Dichtelement von innen oder von außen auf die Anschlagsfläche drückt. Allerdings wäre es auch möglich die Anschlagsfläche so auszubilden, dass diese in Richtung der Fensternormelen eine schräge in die Fensteröffnung hineinragende Anschlagsfläche bildet (d.h. schräg zu der ersten Seitenwandung der Fensteröffnung ausgebildet ist), so dass das elastische Dichtelement beim Schließen des Flügels 20 im Endbereich von innen oder von außen immer stärker gegen die Seitenwand drückt.
[0051] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel in Fig. 1 bis 8 weist der Anschlag einen in Richtung der Fensternormalen (nach außen oder nach innen) vorspringenden Vorsprung aus. Der Vorsprung des Anschlags ist hier durch ein L-förmiges Metallblech ausgebildet, das sich erst von der ersten Seitenwandung der ersten Rahmenseite weg erstreckt (in die zweite Richtung) und sich dann in Richtung der Fensternormalen (nach außen oder innen) erstreckt. An der distalen Seite des Vorsprungs, d.h. an der Metallblechkante, wird die Anschlagsfläche in Richtung der Fensternormalen ausgebildet. Das elastische Dichtelement weist im Querschnitt einen Hauptdichtbereich auf, der gegen die distale Seite Vorsprungs, die Metallblechkante und/oder die Anschlagsfläche in Richtung der Fensternormalen drückt. Dieser Hauptdichtbereich ist zum Beispiel durch einen normalen Dichtgummiprofil gebildet. Zusätzlich weist das elastische Dichtelement im Querschnitt vorzugsweise zwei Lippen auf, die sich ebenfalls in Richtung der Fensternormalen erstrecken und/oder die ausgebildet sind, den Vorsprung und/oder die Metallblechkante zwischen diesen aufzunehmen. Die Dichtlippen sind vorzugsweise so ausgebildet, dass diese gegeneinanderdrücken, aber sich beim Einführen des Vorsprungs beim Schließen des Fensterflügels öffnen und seitlich gegen den Vorsprung drücken (und sich somit an diesen drücken). Hierdurch wird nicht nur eine bessere Abdichtung erreicht, sondern es wird auch dafür gesorgt, dass der Vorsprung mittig auf den Hauptdichtbereich drückt und somit optimal abdichtet. Der Vorsprung bzw. das Metallblech schiebt sich am Ende der Schließbewegung somit zwischen die Dichtlippen, was sehr reibungsarm ist. Sobald die Metallblechkante bzw. die Anschlagsfläche auf den Hauptdichtbereich trifft, drückt dieser den Hauptdichtbereich für den letzten Schließweg zusammen und erhöht somit die Dichtung. In einem Ausführungsbeispiel zeigt der Vorsprung 51.1 nach außen und die Dichtlippen 52.1 nach innen. In einem alternativen Ausführungsbeispiel (nicht gezeigt) zeigt der Vorsprung 51.1 nach innen und die Dichtlippen 52.1 nach außen.
[0052] Vorzugsweise weist die ersten Rahmenseite 11 einen Wasserauslass 55 auf. Dieser ist vorzugsweise an dem Ende der geneigten ersten Rahmendichtmittel 51.1, das weiter unten angeordnet ist, hier auf der Öffnungsseite. Dadurch kann eintretendes Wasser (durch Kondensation oder Regen) in den geneigten ersten Rahmendichtmitteln 51.1 zu dessen unteren Ende ablaufen und über den dort angeordneten Wasserauslass 55 abgeführt werden. Vorzugsweise ist ein weiterer Wasserauslass an dem oberen Ende der ersten Rahmendichtmittel 51.1 angeordnet, um das auf der dritten Seite eintretende Wasser seitlich über die erste (und zweite Seite) abzuführen.
[0053] Die zweiten Dichtmittel 50.1 weisen zweite Rahmendichtmittel 51.2 entlang der zweiten Schiebeseite 12 im Bereich des geschlossenen Fensterflügels 20 und zweite Flügeldichtmittel 52.1 entlang der zweiten Schiebeseite 21 des Fensterflügels 20 auf. Die Beschreibung des ersten Dichtmittel 50.1, des ersten Rahmendichtmittels 51.1 und/oder des ersten Flügeldichtmittels 52.1 finden entsprechend Anwendung auf das zweite Dichtmittel 50.2, das zweite Rahmendichtmittel 51.2 und/oder das zweite Flügeldichtmittel 52.2. Vorzugsweise sind die ersten und zweiten Dichtmittel 50.1, 50.2 auf den beiden Schiebeseiten 1, 2 gleich ausgebildet. Allerdings könnten die beiden Dichtmittel 50.1, 50.2 auch unterschiedliche ausgebildet (unter Berücksichtigung der Beschreibung bezüglich des ersten Dichtmittels 50.1).
[0054] Das dritte Dichtmittel 50.3 ist vorzugsweise ein übliche Stoßdichtung, wie sie bei Schiebefenstern üblich ist. Ein drittes Flügeldichtelement 52.3, vorzugsweise ein elastisches Element 52.3 ist in dem Flügel 20 über die ganze dritte Flügelseite 23 angeordnet (oder in dem Rahmen 10 über die ganze dritte Rahmenseite 13), so dass der Flügel 20 das elastische Element 52.3 gegen den Rahmen 10 drückt, wenn der Flügel 20 geschlossen wird. Der Anpressdruck kann über den Motor 61 geregelt werden. Die dritten Dichtmittel 50.3, insbesondere die dritten Flügeldichtmittel 52.3 sind vorzugsweise auf einer Höhe (in der dritten Richtung 7) angeordnet, in der die ersten und/oder zweiten Dichtmittel 50.1, 50.2 auf die dritte Seite treffen.
[0055] Das vierte Dichtmittel 50.4 weist vorzugsweise einen Anschlag zwischen der Öffnungsseite 24 des Flügels 20 und der Öffnungsseite 33 der Fensteröffnung oder der dritten Seite 33 der Festverglasung 30 auf. Der Anschlag verhindert, dass der Flügel 20 in der geschlossenen Position weiter in die Schließrichtung 5.3 geschoben werden kann. Das vierte Dichtmittel 50.4 weist weiterhin ein elastisches Dichtelement 52.4, das an dem Anschlag zwischen der Öffnungsseite 24 des Flügels 20 im geschlossenen Zustand und der Öffnungsseite 33 der Fensteröffnung oder der dritten Seite 33 der Festverglasung 30 angeordnet ist. Das elastische Element 52.4 ist in dem Flügel 20 über die ganze vierte Flügelseite 24 angeordnet (oder in Öffnungsseite 33 der Fensteröffnung über die ganze dritte 33 Seite der Festverglasung 30), so dass der Flügel 20 das elastische Element 52.4 gegen den Anschlag drückt, wenn der Flügel 20 geschlossen wird. Die vierten Dichtmittel 50.4 könnten aber auch ohne einen Anschlag ausgebildet werden. In diesem Fall könnte die Dichtung zwischen der Oberseite der vierten Flügelseite 24 des Flügels 20 und der Unterseite der dritten Seite 33 der Festverglasung 30 angeordnet sein. Allerdings sind solche Reibdichtungen wie anfangs erwähnt weniger dicht. Aufgrund der Neigung der ersten und zweiten Dichtmittel 50.1, 50.2 treffen die ersten und zweiten Dichtmittel 50.1 und 50.2 weiter unten auf die Öffnungsseite des Fensterflügels 20 als die vierten Dichtmittel 50.4. Deshalb weisen die Dichtmittel 50 vorzugsweise ein Verbindungsdichtmittel (nicht gezeigt) zwischen dem Öffnungsseitigen Ende der ersten bzw. zweiten Dichtmittel 50.1, 50.2 und den (höher liegenden) lateralen Enden der vierten Dichtmittel 50.4 auf. Dies könnte zum Beispiel durch eine laterale Fortführung der vierten Flügeldichtmittel 50.4 nach unten bis zu dem Öffnungsseitigen Ende der ersten bzw. zweiten Dichtmittel 50.1, 50.2 erzielt werden. Vorzugsweise ist auch der entsprechende Rahmenseitige Anschlag lateral nach unten gezogen.
[0056] Die Festverglasung 30 weist eine lichtdurchlässige Scheibe 35 auf, die fest, d.h. nicht beweglich, in dem Fensterrahmen 10 befestigt ist. Die lichtdurchlässige Scheibe 35 ist vorzugsweise in einem Festverglasungsrahmen befestigt, der wiederum in dem Fensterrahmen 10 befestigt ist. Die Festverglasung 30 weist vorzugsweise die gleiche oder ähnliche Größe wie der Fensterflügel 20 auf, so dass der Fensterflügel 20 im offenen Zustand grundsätzlich mit der Festverglasung 30 überlappt.
[0057] Die Festverglasung 30 weist vorzugsweise vier Seiten 31, 32, 33, 34 auf. Die erste Seite 31 ist parallel zu der ersten Rahmenseite 11 angeordnet und/oder ist in der ersten Rahmenseite 11 befestigt. Die zweite Seite 32 ist parallel zu der zweiten Rahmenseite 12 angeordnet und/oder ist in der zweiten Rahmenseite 12 befestigt. Die dritte Seite 33 der Festverglasung 30 ist in der Schließrichtung 5.3 oder auf der zu dem Fensterflügel 20 gewandten Seite der Festverglasung 30 angeordnet. Die dritte Seite 33 der Festverglasung 30 bildet vorzugsweise die Öffnungsseite der Fensteröffnung auf. Die vierte Seite 34 der Festverglasung 30 ist in der Öffnungsrichtung oder auf der von dem Fensterflügel 20 abgewandten Seite der Festverglasung 30 angeordnet. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die vierte Seite 34 der Festverglasung an der vierten Rahmenseite 14 des Fensterrahmens 10 befestigt. Allerdings wäre es auch möglich, dass an der vierten Seite 34 der Festverglasung 30 eine zweite Fensteröffnung ausgebildet ist, die durch einen zweiten Fensterflügel geschlossenen wird.
[0058] Der Fensterflügel 20 ist vorzugsweise in der dritten Richtung 7 so versetzt zu der Festverglasung 30 angeordnet, dass der Fensterflügel 20 beim Öffnen vorzugsweise über die Festverglasung 30 geschoben wird. Über die Festverglasung 30 schieben soll dabei sowohl das Verschieben auf der Innenseite der Festverglasung 30 also auch auf der Außenseite der Festverglasung 30 umfassen. Vorzugsweise ist der Fensterflügel 20 aber nach innen verschoben zu der Festverglasung 30 angeordnet, so dass der Fensterflügel 20 im offenen Zustand innerhalb der Festverglasung 30 angeordnet ist.
[0059] Der Fensterflügel 20 in der geschlossenen Position (im geschlossenen Zustand) schließt die Fensteröffnung und liegt vorzugsweise mit der dritten Flügelseite 23 an der dritten Rahmenseite 13 des Rahmens 10 oder an der Schließseite 13 der Fensteröffnung und mit der vierten Flügelseite 24 an der dritten Seite 33 der Festverglasung oder an der Öffnungsseite 33 der Fensteröffnung. In der geschlossenen Position berühren/bedrücken sich die ersten und zweiten Rahmendichtmittel 51.1, 51.2 mit den ersten und zweiten Flügeldichtmittel 52.1, 52.2, um die Fensteröffnung an den Schiebeseiten abzuschließen.
[0060] Beim Öffnen des Fensterflügels 20 wird der Fensterflügel in die Schieberichtung 5, insbesondere in die Öffnungsrichtung bewegt. Dadurch lösen sich die ersten und zweiten Flügeldichtmittel 52.1 aufgrund der schrägen Anordnung von den ersten und zweiten Rahmendichtmitteln 51.1, 51.2 und entfernen sich beim weiteren Öffnen von diesen. Somit ist trotz der puren lateralen Bewegung, die Schiebebewegung nur im letzten (minimalen) Teilbereich der Schließbewegung (oder nur im ersten (minimalen) Teilbereich der Öffnungsbewegung) durch die Reibung durch die Dichtmittel 50.1, 50.2 an den Schiebeseiten 1, 2 gebremst (anstatt über den ganzen Schiebeweg). Und selbst in diesem Teilbereich ist die Reibung minimal, da die Dichtwirkung Größtenteils durch den Druck in die dritte Richtung 7 erzielt wird. Somit erlaubt die schräge Anordnung der Dichtmittel 50.1, 50.2 bei einfacher lateraler Verschiebung eine reduzierte Reibung bei gleichzeitig erhöhter Dichtheit.
[0061] Im offenen Zustand gibt der Fensterflügel 20 die Fensteröffnung frei. Der Fensterflügel 20 überlappt im offenen Zustand vorzugsweise mit der Festverglasung 30. Vorzugsweise steht die dritte Flügelseite 23 oder die Schließseite 23 des Flügels 20 im offenen Zustand an der dritten Seite 33 der Festverglasung an oder ist grundsätzlich in deren Bereich angeordnet. Vorzugsweise steht die dritte Flügelseite 23 oder die Schließseite 23 des Flügels 20 im offenen Zustand an der dritten Seite 33 der Festverglasung 30 an oder ist grundsätzlich in deren Bereich angeordnet.
[0062] Die gegenwärtige Erfindung ist nicht auf das oder die beschriebene(n) Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern kann in jeder Variation ausgeführt werden, die unter den Schutzbereich der Ansprüche fällt.
Claims (17)
1. Gebäudeschiebefenster aufweisend:
einen Fensterrahmen (10) zur Befestigung in einem Gebäude;
einen Fensterflügel (20), der zwischen einem geschlossenen Zustand und einem offenen Zustand parallel zu einer Fensterebene des Gebäudeschiebefensters verschiebbar ist, wobei das Gebäudeschiebefenster eine erste Schiebeseite (1), die parallel zu einer Schieberichtung (5) des Fensterflügels (20) angeordnet ist, und eine zweite Schiebeseite (2), die parallel zu der Schieberichtung (5) des Fensterflügels (20) und/oder zu der ersten Schiebeseite (1) angeordnet ist, aufweist,
wobei der Fensterflügel (20) entlang der ersten und zweiten Schiebeseite (1, 2) Flügeldichtmittel (52.1, 52.2) aufweist, wobei der Fensterrahmen (10) entlang der ersten und zweiten Schiebeseite (1, 2) in dem Bereich des Fensterflügels (20) in dem geschlossenen Zustand Rahmendichtmittel (51.1, 51.2) aufweist, wobei die Rahmendichtmittel (51.1, 51.2) und die Flügeldichtmittel (52.1, 52.2) den Fensterflügel (20) in dem geschlossenen Zustand gegenüber den Fensterrahmen (10) abdichten,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktlinie zwischen den Flügeldichtmitteln (52.1, 52.2) und den Rahmendichtmitteln (51.1, 51.2) im geschlossenen Zustand an der ersten und zweiten Schiebeseite (1, 2) sich nicht parallel zu der Fensterebene erstrecken.
2. Gebäudeschiebefenster nach Anspruch 1, wobei die Flügeldichtmittel (52.1, 52.2) und die Rahmendichtmittel (51.1, 51.2) an der ersten und zweiten Schiebeseite sich nicht parallel zu der Fensterebene erstrecken, so dass die Flügeldichtmittel (52.1, 52.2) sich beim Schließen des Fensterflügels (20) kontinuierlich dem Rahmendichtmittel (51.1, 51.2) annähern und/oder die Flügeldichtmittel (52.1, 52.2) beim Schließen des Fensterflügels (20) erst in einem letzten Teilbereich der Schließbewegung in Kontakt mit dem Rahmendichtmittel (51.1, 51.2) kommt.
3. Gebäudeschiebefenster nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Flügeldichtmittel (52.1, 52.2) und die Rahmendichtmittel (51.1, 51.2) oder deren Kontaktlinie an der ersten und zweiten Schiebeseite (1, 2) sich schräg zu der Fensterebene erstrecken.
4. Gebäudeschiebefenster nach Anspruch 3, wobei die Flügeldichtmittel (52.1, 52.2) und die Rahmendichtmittel (51.1, 51.2) an der ersten und zweiten Schiebeseite (1, 2) sich entlang einer geraden Dichtlinie erstrecken, die einen Winkel ungleich null zu der Fensterebene aufweist.
5. Gebäudeschiebefenster nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Fensterflügel (20) in eine Öffnungsrichtung geöffnet wird und in eine Schließrichtung geschlossen wird, wobei die Kontaktlinie zwischen den Flügeldichtmitteln (52.1, 52.2) und den Rahmendichtmitteln (51.1, 51.2) im geschlossenen Zustand an der ersten und zweiten Schiebeseite (1, 2) sich in die Öffnungsrichtung in das innere des Gebäudeschiebefensters neigen.
6. Gebäudeschiebefenster nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei eines der ersten Rahmendichtmittel (51.1) und der ersten Flügeldichtmittel (52.1) einen Anschlag und das andere der ersten Rahmendichtmittel (51.1) und der ersten Flügeldichtmittel (52.1) ein elastisches Dichtelement aufweisen, wobei eine Anschlagsfläche des Anschlags eine Anschlagsflächennormalen mit zumindest einer Komponente in Richtung der Fensternormalen aufweist.
7. Gebäudeschiebefenster nach Anspruch 6, wobei der Anschlag einen in Richtung der Fensternormalen (7) vorspringenden Vorsprung aufweist, wobei das elastische Dichtelement im Querschnitt einen Hauptdichtbereich aufweist, der bei geschlossenen Fensterflügel (20) gegen eine distale Seite des Vorsprungs in Richtung der Fensternormalen drückt, wobei das elastische Dichtelement im Querschnitt vorzugsweise zwei Lippen aufweist, die sich ebenfalls in Richtung der Fensternormalen erstrecken und/oder die ausgebildet sind, den Vorsprung und/oder die Metallblechkante zwischen diesen aufzunehmen.
8. Gebäudeschiebefenster nach Anspruch 7, wobei der Vorsprung des Anschlags durch ein L-förmiges Metallblech ausgebildet ist, das sich erst von der ersten Seitenwandung der ersten Rahmenseite weg erstreckt und sich dann in Richtung der Fensternormalen erstreckt.
9. Gebäudeschiebefenster nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Flügeldichtmittel (52.1, 52.2) sich entlang der gesamten ersten und zweiten Schiebeseite des Fensterflügels (20) erstrecken, wobei die Rahmendichtmittel (51.1, 51.2) sich entlang der ersten und zweiten Schiebeseite des Fensterrahmens (10) im gesamten Bereich des geschlossenen Fensterflügels (20) erstrecken.
10. Gebäudeschiebefenster nach einem der Ansprüche 1 bis 9 aufweisend eine Festverglasung im Fensterrahmen zwischen der ersten und zweiten Schiebeseite, wobei der Fensterflügel (20) orthogonal zu der Festverglasung verschoben angeordnet ist, so dass der geschlossene Fensterflügel (20) bei einer Verschiebung parallel zu der Fensterebene nicht mit der Festverglasung kollidiert.
11. Gebäudeschiebefenster nach Anspruch 10, wobei der Fensterflügel (20) im offenen Zustand so angeordnet ist, dass der Fensterflügel (20) und die Festverglasung überlappen.
12. Gebäudeschiebefenster nach einem der Ansprüche 1 bis 11 aufweisend einen motorisierten Mechanismus ausgebildet um den Fensterflügel (20) von dem geschlossenen in den offenen Zustand zu verschieben.
13. Gebäudeschiebefenster nach Anspruch 12, wobei der motorisierte Mechanismus eine Zahnstange an der ersten und/oder zweiten Schiebeseite des Fensterflügels (20) aufweist, die von einem motorisierten Zahnrad an der ersten und/oder zweiten Schiebeseite des Fensterrahmens (10) in die Schieberichtung verschiebbar ist.
14. Gebäudeschiebefenster nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei das Gebäudeschiebefenster so ausgebildet ist, dass der Fensterflügel (20) zum Öffnen und Schließen des Gebäudeschiebefensters nur parallel zu der Fensterebene verschoben wird.
15. Gebäudeschiebefenster nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei der Fensterrahmen entlang der ersten und zweiten Schiebeseite eine Führungsschiene aufweist, wobei der Fensterflügel (20) entlang der ersten und zweiten Schiebeseite Führungsschlitten aufweist, die den Fensterflügel (20) in den Führungsschienen führen.
16. Gebäudeschiebefenster nach Anspruch 15, wobei das Gebäudeschiebefenster ein Dachfenster für ein geneigtes Dach ist, wobei die erste Schiebeseite ausgebildet ist, an der unteren Seite des Gebäudedachfensters angeordnet zu sein, und die Führungsschlitten in der Führungsschiene der ersten Schiebeseite zwei Typen von Rollen aufweisen, wobei die Drehachsen der zwei Typen von Rollen rechtwinkelig zueinander angeordnet sind.
17. Gebäudeschiebefenster nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei das Gebäudeschiebefenster ein Dachfenster, vorzugsweise ein Dachfenster in einem geneigten Dach ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH001067/2024A CH722180A2 (de) | 2024-09-25 | 2024-09-25 | Gebäudeschiebefenster |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH001067/2024A CH722180A2 (de) | 2024-09-25 | 2024-09-25 | Gebäudeschiebefenster |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH722180A2 true CH722180A2 (de) | 2026-04-15 |
Family
ID=99398242
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH001067/2024A CH722180A2 (de) | 2024-09-25 | 2024-09-25 | Gebäudeschiebefenster |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH722180A2 (de) |
-
2024
- 2024-09-25 CH CH001067/2024A patent/CH722180A2/de unknown
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