CH722210A1 - Haushalt-Backofen mit Schubladenkammer - Google Patents

Haushalt-Backofen mit Schubladenkammer

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CH722210A1
CH722210A1 CH001111/2024A CH11112024A CH722210A1 CH 722210 A1 CH722210 A1 CH 722210A1 CH 001111/2024 A CH001111/2024 A CH 001111/2024A CH 11112024 A CH11112024 A CH 11112024A CH 722210 A1 CH722210 A1 CH 722210A1
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CH
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drawer
oven
compartment
household
insulation
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CH001111/2024A
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Poiré Stéphane
Roth Christian
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V Zug Ag
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24CDOMESTIC STOVES OR RANGES ; DETAILS OF DOMESTIC STOVES OR RANGES, OF GENERAL APPLICATION
    • F24C15/00Details
    • F24C15/16Shelves, racks or trays inside ovens; Supports therefor
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24CDOMESTIC STOVES OR RANGES ; DETAILS OF DOMESTIC STOVES OR RANGES, OF GENERAL APPLICATION
    • F24C15/00Details
    • F24C15/02Doors specially adapted for stoves or ranges
    • F24C15/028Stoves doors

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Abstract

Ein Haushalt-Backofen besitzt eine Schubladenkammer (4) und eine thermische Schubladenisolation. Weiter ist eine Schubladenheizung (38a, 38b) vorgesehen, welche dazu ausgestaltet ist, in der Schubladenkammer (4) eine Innentemperatur von mindestens 300°C zu erzeugen. Eine Schublade (28) bildet eine Gargutaufnahme (29) in der Schubladenkammer (4) und kann aus dem Haushalt-Backofen herausgezogen werden. Die Schubladenkammer (4) ist frontseitig von einer an der Schublade (28) angeordneten Schubladentüre (20) welche afklappbar ist geschlossen. Dank der Kombination von Schublade und schwenkbarer Schubladentür kann das Schubladeninnere einerseits von vorne und andererseits von oben zugegriffen werden.

Description

Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft einen Haushalt-Backofen mit einer Schubladenkammer gemäss Oberbegriff der unabhängigen Ansprüche.
Hintergrund
[0002] Haushalt-Backöfen besitzen in der Regel eine Ofenkammer mit frontseitiger Ofentür und/oder eine Schubladenkammer mit einer Schublade. Zum Eingriff in die jeweilige Kammer kann die Ofentür geöffnet oder die Schublade herausgezogen werden.
Darstellung der Erfindung
[0003] In einem ersten Aspekt der Erfindung stellt sich die Aufgabe, die Verwendung des Backofens zu vereinfachen.
[0004] Diese Aufgabe wird vom Haushalt-Backofen gemäss dem ersten unabhängigen Anspruch gelöst. Demgemäss besitzt der Haushalt-Backofen also zumindest die folgenden Elemente:
Eine Schubladenkammer: Diese bildet einen Garraum, z.B. für Pizza oder andere Speisen, bei deren Zubereitung hohe Temperatur erwünscht ist.
Eine thermische Schubladenisolation für die Schubladenkammer:
Diese reduziert die Wärmeverluste und schützt die umgebenen Teile vor Hitze.
Eine Schubladenheizung: Diese ist dazu ausgestaltet, in der Schubladenkammer eine Innentemperatur von mindestens 300°C zu erzeugen.
Eine Schublade: Diese bildet eine Gargutaufnahme in der Schubladenkammer und ist aus dem Haushalt-Backofen herausziehbar, um Zugriff auf ihren Innenraum zu erlauben.
Eine frontseitige Schubladentüre: Die Schubladenklappe kann aufgeklappt werden, um einen Zugang zur Schubladenkammer zu bilden.
[0005] Demgemäss kann sich der Benutzer also auf zwei verschiedene Arten Zugang zum Innenraum schaffen. Zum einen kann er die Schublade herausziehen und dann von oben z.B. auf das Gargut oder andere Teile der Schublade zugreifen. Zum anderen kann er die Schubladentüre öffnen, in welchem Falle er von vorne auf die Schubladenkammer zugreifen kann.
[0006] Durch diese zweifache Zugriffsmöglichkeit wird die Benutzung des Backofens vereinfacht. So kann Gargut z.B. mit einer Schaufel durch die Schubladentüre manipuliert werden, während zum Manipulieren von anderem Gargut und/oder zur Reinigung die Schublade herausgezogen werden kann. Der Zugang von vorne vereinfacht die Manipulation des Garguts, insbesondere wenn die Schubladenkammer sehr heiss ist. Der Zugang von oben ist z.B. bei der Reinigung oder bei der Manipulation von kühlerem Gargut vorteilhaft.
[0007] In einer konstruktiv einfachen Lösung kann die Schubladentüre direkt an der Schublade angeordnet sein und mit dieser translatorisch ausgefahren werden. Mit anderen Worten kann in dieser Ausführung die Schubladentüre also wahlweise verschwenkt oder translatorisch bewegt werden.
[0008] In einem zweiten Aspekt der Erfmdung stellt sich die Aufgabe, den Anwendungsbereich eines Haushalt-Backofens zu erweitern. Diese Aufgabe wird Haushalt-Backofen gemäss dem zweiten unabhängigen Anspruch gelöst. Demgemäss besitzt der Haushalt-Backofen also zumindest die folgenden Elemente:
Eine Schubladenkammer: Diese bildet einen ersten Garraum, z.B. für Pizza oder andere Speisen, bei deren Zubereitung hohe Temperatur erwünscht ist.
Eine thermische Schubladenisolation für die Schubladenkammer:
Diese reduziert die Wärmeverluste und schützt die umgebenen Teile vor Hitze.
Eine Schubladenheizung: Diese ist dazu ausgestaltet, in der Schubladenkammer eine Innentemperatur von mindestens 300°C zu erzeugen. Mit anderen Worten kann also eine Innentemperatur von mindestens 300°C eingestellt werden (wobei aber auf Wunsch des Benutzers auch tiefere Innentemperaturen eingestellt werden können).
Eine Schublade: Diese bildet eine Gargutaufnahme in der Schubladenkammer und ist aus dem Haushalt-Backofen herausziehbar, um Zugriff auf ihren Innenraum zu erlauben.
Eine Ofenkammer: Diese bildet ebenfalls einen Garraum, z.B. für konventionelles Gargut, welches bei geringeren Temperaturen gegart werde soll.
Eine Ofentür: Diese ist frontseitig an der Ofenkammer angeordnet.
Eine Ofenheizung: Diese ist dazu ausgestaltet, Speisen in der Ofenkammer zu erwärmen.
Eine thermische Ofenisolation, welche um die Ofenkammer angeordnet ist. Sie reduziert wiederum die Wärmeverluste und schützt die umgebenen Teile vor Hitze. Die Ofenisolation und/oder die Schubladenisolation isolieren die Schubladenkammer und die Ofenkammer voneinander, um den Wärmeübergang zwischen den beiden Kammern zu reduzieren.
[0009] Die Ofenkammer und die Schubladenkammer sind übereinander angeordnet.
[0010] Durch die Kombination einer an sich konventionellen Ofenkammer mit einer hochtemperatur-Schubladenkammer kann der Anwendungsbereich des Haushalt-Backofens erweitert werden. So kann die Ofenkammer für konventionelle Prozesse eingesetzt werden, wie sie für Haushalt-Backöfen bekannt sind. Andererseits kann aber die Schublade für Hochtemperatur-Anwendungen eingesetzt werden, wie z.B. zu Zubereitung von Pizza. Hier wird vom konventionellen Ofendesign, bei welchem die Schublade bestenfalls zum Tellerwärmen eingesetzt wird, abgewichen.
[0011] Hochtemperatur-Gargut zeichnet sich meist durch eine geringe Höhe aus (da dickes Gargut bei hoher Temperatur dazu tendiert, an der Oberfläche zu verkohlen, während es im Innern noch roh ist). Zur Aufnahme von solchem Gargut ist eine Schublade besonders gut geeignet.
[0012] Für einen kompakten Aufbau des Geräts, kann die Ofenkammer mindestens doppelt so hoch wie die Schubladenkammer sein. Auch dies trägt dem Umstand Rechnung, dass Hochtemperatur-Gargut in der Regel flach ist.
[0013] Die folgenden Ausführungen beziehen sich, soweit nichts anderes erwähnt, auf beide Aspekte.
[0014] Die Schubladenkammer kann mit einer Höhe von höchstens 15 cm, insbesondere von höchstens 10 cm, relativ flach sein. Unter „Höhe“ ist dabei die innere Höhe des Kammerraums zu verstehen, welche für das Gargut zur Verfügung steht. Damit wird wiederum dem Umstand Rechnung getragen, dass Hochtemperatur-Gargut in der Regel flach ist.
[0015] Der Bodenbereich der Schubladenkammer kann von einer Heizplatte gebildet werden. Das Gargut kann auf dieser Heizplatte angeordnet werden.
[0016] Zur einfachen Reinigung kann die Heizplatte so ausgestaltet und montiert sein, dass sie ohne Werkzeug der Schublade entnehmbar ist.
[0017] Zusätzlich zur Heizplatte kann eine Bodenplatte vorgesehen sein, welche die Schublade nach unten abschliesst. Die Heizplatte ist oberhalb der Bodenplatte angeordnet. Insbesondere kann die Bodenplatte die Heizplatte tragen. Mit der Bodenplatte kann verhindert werden, dass Verunreinigungen in den Bereich unterhalb der Schublade gelangen, wo sie schwierig zu entfernen wären.
[0018] Die Heizplatte kann elektrisch leitend ausgestaltet werden, indem sie vollständig aus einem leitenden Material oder einem gut leitenden Halbleiter gefertigt ist und/oder leitende Strukturen aufweist. In diesem Falle kann die Schubladenheizung eine Induktionsspulenanordnung unterhalb der Heizplatte aufweisen, welche dazu ausgestaltet ist, die Heizplatte induktiv zu heizen. Die Induktionsspulenanordnung ist stationär angeordnet, d.h. nicht mit der Schublade beweglich. Damit kann auf bewegliche elektrische Versorgungskabel verzichtet werden, und dennoch wird die Wärme lokal beim Gargut erzeugt.
[0019] Bei Verwendung einer Induktionsspulenanordnung ist die erwähnte Bodenplatte, falls vorhanden, mit Vorteil aus einem elektrisch nichtleitenden Material, so dass nur die Heizplatte durch Induktion geheizt wird. Beispielsweise ist die Bodenplatte aus Glaskeramik, da dieses Material elektrisch isolierend, mechanisch robust und temperaturfest ist.
[0020] Die Heizplatte kann mindestens teilweise aus Siliziumkarbid sein. Sie kann z.B. aber auch ein Metall, insbesondere ein ferromagnetisches Metall, aufweisen.
[0021] Um die Heizleistung in der Schubladenkammer zu erhöhen, kann die Schubladenheizung eine oberhalb der Schublade angeordnete Oberhitze aufweisen.
[0022] Für eine gute thermische Isolation kann die Schubladenkammer zumindest oberhalb, unterhalb, seitlich und hinten von thermischen Isolationselementen umgeben sein. Bei mindestens einem Teil dieser Isolationselemente kann es sich um Vakuum-Isolations-Panels und/oder Aerogel-Elemente handeln, da diese selbst bei geringer Dicke einen sehr tiefen Wärmedurchgangskoeffizienten aufweisen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0023] Weitere Ausgestaltungen, Vorteile und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen:
Fig. 1
eine schematische Frontansicht einer ersten Ausführung Geräts,
Fig. 2
eine schematische Schnittansicht mit einer Schnittebene parallel zur Gerätevorderseite,
Fig. 3
eine schematische Schnittansicht mit einer vertikalen Schnittebene senkrecht zur Gerätevorderseite,
Fig. 4
eine schematische Schnittansicht einer zweiten Ausführung des Geräts mit einer vertikalen Schnittebene senkrecht zur Gerätevorderseite,
Fig. 5
eine schematische Schnittansicht einer dritten Ausführung des Geräts mit einer vertikalen Schnittebene senkrecht zur Gerätevorderseite,
Fig. 6
eine schematische Schnittansicht der dritten Ausführung mit einer Schnittebene parallel zur Gerätevorderseite.
Wege zur Ausführung der Erfindung
Definitionen
[0024] Ein thermisches Isolationselement ist, soweit nichts anderes erwähnt wird, ein flächiges Bauteil, insbesondere eine Isolationsplatte, mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten U von höchstens 5 W/m<2>K.
[0025] „Vorne“ bzw. „vorderhalb“ bezeichnet beim Backofen die Benutzerseite bzw. die Richtung zum Benutzer hin. Die Schublade kann nach vorne herausgezogen werden und die Klapptüre(n) kann bzw. können nach vorne geöffnet werden.
[0026] „Hinten“ bzw. „hinter“ bezeichnet beim Backofen die Seite und Richtung gegenüber von „vorne“ bzw. „vorderhalb“.
[0027] „Seitlich“ bezeichnet die vertikalen Seiten des Backofens parallel zur Verbindungsachse von vorne nach hinten.
Beispiel für Geräteaufbau
[0028] Der in Fig. 1 - 3 dargestellte Haushalt-Backofen besitzt eine Ofenkammer 2 sowie eine Schubladenkammer 4, welche beide zum Garen von Speisen ausgestaltet sind.
[0029] Frontseitig an der Ofenkammer 2 ist eine Ofentür 6 vorgesehen, welche dem Benutzer in geöffnetem Zustand Zugriff auf die Ofenkammer 2 bietet und diese in geschlossenem Zustand verschliesst.
[0030] Die Ofentür 6 kann um eine erste Schwenkachse 8 verschwenkt werden. In der gezeigten Ausführung verläuft die Schwenkachse 8 horizontal und auf der Höhe eines Bodenbereichs der Ofenkammer 2.
[0031] Zum Bedienen der Ofentür 6 kann an deren Vorderseite ein Ofengriff 10 vorgesehen sein.
[0032] In der Ofentür 6 kann ein Fenster 12 vorgesehen sein, das Einblick in die Offenkammer 2 bietet.
[0033] Der Ofenkammer 2 ist eine Ofenheizung zugeordnet, um Speisen in der Ofenkammer 2 zu erwärmen. Die Ofenheizung kann einen Steamer 14d (d.h. einen Dampfgenerator zum Heizen der Speisen mit Dampf), einen Mikrowellengenerator, eine Unterhitze 14a, eine Oberhitze 14b (optional mit Grillfunktion) und/oder eine Umluftheizung 14c umfassen.
[0034] In einigen Ausführungen kann die Ofenheizung dazu ausgestaltet sein, die Offenkammer 2 auf eine Innentemperatur von mindestens 180°C zu heizen. Um den Aufbau einfach zu halten, braucht diese Innentemperatur aber nicht sehr hoch zu sein, z.B. höchstens 260°C, da für höhere Innentemperaturen die Schubladenkammer 4 verwendet werden kann.
[0035] In anderen Ausführungen kann die Ofenheizung lediglich einen Mikrowellengenerator und/oder einen Dampfgenerator aufweisen, oder, allgemeiner gesagt, beträgt in diesem Fall eine maximale Speisentemperatur, welche mit der Ofenheizung erreicht werden kann, nicht mehr als 150°C, insbesondere nicht mehr als 120°C. In diesem Fall ist die Kombination der Ofenkammer 2 hier beschriebenen Schubladenkammer von besonderem Vorteil, da eigentliche Backfunktionen von der Schubladenkammer 4 übernommen werden können und der Aufbau der Ofenheizung und Ofenkammer einfacher bleiben kann.
[0036] In einer anderen Ausführung kann jedoch die Ofenheizung auch einen Dampfgenerator und eine Umluftheizung besitzen. Auch bei solchen Geräten ist jedoch, für eine einfachere Konstruktion, die maximale Speisentemperatur, welche mit der Ofenheizung erreicht werden kann, nach oben limitiert, insbesondere auf höchsten 240°C. Auch in diesem Falle können Garvorgänge bei höherer Temperatur in die Schublade verlagert werden.
[0037] Die Ofenheizung umfasst z.B. in an sich bekannter Weise eine Unterhitze 14a, eine Oberhitze 14b (optional mit Grillfunktion) und/oder eine Umluftheizung 14c.
[0038] Um die Ofenkammer 2 ist eine thermische Ofenisolation 16 angeordnet.
[0039] Die Schubladenkammer 4 kann frontseitig von einer Schubladentüre 20 verschlossen werden, welche dem Benutzer in geöffnetem Zustand Zugriff auf die Schubladenkammer 4 bietet und diese in geschlossenem Zustand verschliesst.
[0040] Die Schubladentüre 20 kann um eine zweite Schwenkachse 22 verschwenkt werden. In der gezeigten Ausführung verläuft die zweite Schwenkachse 22 horizontal und auf der Höhe eines Bodenbereichs der Schubladenkammer 4.
[0041] Zum Bedienen der Schubladentüre 20, d.h. um sie um die Schwenkachse 22 zu verschwenken, kann an deren Vorderseite ein Schubladenklappgriff 24 vorgesehen sein.
[0042] In der Schubladentüre 20 kann ein Fenster 26 vorgesehen sein, das Einblick in die Schubladenkammer 4 bietet.
[0043] Weiter besitzt das Gerät eine Schublade 28, welche eine Gargutaufnahme 29 in der Schubladenkammer 4 bildet. Die Schublade 28 kann aus dem Haushalt-Backofen in horizontaler Richtung herausgezogen werden, zumindest soweit, dass der Benutzer guten Zugriff auf die Gargutaufnahme 29 erhält.
[0044] Die Schublade 28 ist mit geeigneten Führungen 30 in der Schubladenkammer 4 gehalten, welche ein solches Herausziehen erlauben.
[0045] Diese Führungen 30 können z.B. seitlich der Schublade 28 angeordnet und mit Seitenwänden 32 der Schublade verbunden sein. Es sind aber z.B. auch Führungen 30 oberhalb oder unterhalb der Schublade 28 denkbar.
[0046] Unabhängig von der Anordnung der Führungen 30 kann die Schublade 28 wie erwähnt, Seitenwände 32 besitzen, welche die Gargutaufnahme 29 seitlich begrenzen und ein Herunterfallen von Speisen verhindern. Aus demselben Grund besitzt die Schublade mit Vorteil auch eine Rückwand 34, welche die Gargutaufnahme 29 rückseitig begrenzt.
[0047] Die Schublade 28 kann weiter eine Bodenplatte 36 aufweisen. Diese ist horizontal angeordnet und kann ggf. mit den Seitenwänden 32 sowie der Rückwand 34 verbunden sein.
[0048] In der dargestellten Ausführung ist die Schubladentüre 20 schwenkbar an der Schublade 28, z.B. an der Bodenplatte 36 befestigt. Sie kann mit der Schublade 28 aus dem Haushalt-Backofen herausgezogen werden, d.h. sie ist zusammen mit der Schublade 28 aus dem Haushalt-Backofen ausfahrbar.
[0049] Weiter kann an der Frontseite der Schublade 28 ein Schubladengriff 37 angeordnet sein, an dem der Benutzer die Schublade 28 herausziehen kann. Um die Klappbewegung der Schubladentüre 20 und das Herausziehen der Schublade 28 voneinander funktionell zu trennen, ist der Schubladengriff 37 mit Vorteil nicht so an der Schubladentüre 20 angeordnet, dass ein horizontaler Zug am Schubladengriff 37 zu einem Aufklappen der Schubladentüre 20 führen würde. Der Schubladengriff 37 kann z.B. am an der Bodenplatte 36 oder an den Seitenwänden 32 der Schublade 28 befestigt sein. Oder er kann horizontal vor der Schwenkachse 22 an der Schubladentüre 20 oder unterhalb der Schwenkachse 22 an der Schubladentüre angeordnet sein. Dies ist in Fig. 3 mit einem gepunktet dargestellten Schubladengriff 37' illustriert.
[0050] In allgemeineren Worten kann an der Schublade 28 ein Schubladengriff 37 derart angeordnet ist, dass ein horizontaler Zug am Schubladengriff 37 zu einem Herausziehen der Schublade 28, aber nicht zu einem Aufklappen der Schubladentüre 20 führt.
[0051] Einige der weiteren möglichen Varianten des Bedienkonzepts für die Schubladentür 20 und die Schublade 28 werden unten im Abschnitt „Weitere Konzepte“ beschrieben.
[0052] Der Schubladenkammer 4 ist eine Schubladenheizung zugeordnet, um die Schubladenkammer 4 zu heizen, und zwar auf eine Innentemperatur von mindestens 300°C. Mit Vorteil beträgt diese Temperatur sogar mindestens 340°C, um insbesondere Pizza und ähnliche Speisen schnell und gut zuzubereiten. Die Schubladenkammer 4 kann jedoch auch bei tieferen Temperaturen betrieben werden, wie z.B. bei Temperaturen zwischen 160°C und 220°C für konventionelle Backgänge oder bei Temperaturen von 100°C oder tiefer, z.B. zum Warmhalten oder Aufwärmen.
[0053] Die Schubladenheizung kann eine Unterhitze 38a und/oder eine Oberhitze 38b aufweisen. Für eine gleichmüssige Garung können sowohl die Unterhitze 38a als auch die Oberhitze 38b vorgesehen sein.
[0054] Die Unterhitze 38a besitzt im vorliegenden Beispiel eine Heizplatte 40, welche einen Bodenbereich der Schublade 28 bildet. Mit Vorteil bildet die Heizplatte 40 die Gargutaufnahme 29 der Schublade 28.
[0055] Die Heizplatte 40 kann geheizt werden. Mit Vorteil erfolgt diese Beheizung induktiv. Hierzu die Heizplatte 40 elektrisch leitend ausgestaltet und weiter ist unterhalb der Schublade 28 stationär im Gerät eine Induktionsspulenanordnung 42 angeordnet. Die Induktionsspulenanordnung 42 ist dazu ausgestaltet, in der Heizplatte 34 ein magnetisches Wechselfeld zu erzeugen, wodurch die Heizplatte 40 geheizt wird.
[0056] Mit Vorteil ist in diesem Falle die Bodenplatte 36 der Schublade 28 aus einem elektrisch nichtleitenden, nicht ferromagnetischen Material, damit die Heizleistung auf die Heizplatte konzentriert wird. Beispielsweise kann die Bodenplatte 36 aus Glaskeramik sein.
[0057] Die Heizplatte 40 kann, wie erwähnt, mindestens teilweise aus Siliziumkarbid sein, z.B. als Oberflächenbeschichtung und/oder zum Umwandeln von induktiv erzeugten Strömen in Hitze. Sie kann z.B. aber auch mindestens teilweise aus Metall sein.
[0058] Wenn ein elektrisch nichtleitendes oder schlecht leitendes Trägermaterial für die Heizplatte 40 verwendet wird, so kann die Heizplatte 40 zudem mit Metallbereichen versehen werden, z.B. mit aufgedruckten Leitern, in denen die Wirbelströme erzeugt werden können.
[0059] Dank der Verwendung einer induktiv geheizten Heizplatte 40 kann auf eine Verkabelung der Schublade 28 verzichtet werden, und es ist dennoch möglich, die Hitze nahe am Gargut zu erzeugen.
[0060] Wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich, kann die Heizplatte 40 z.B. einfach in die Schublade 28 hineingelegt sein. Allenfalls kann sie mit geeigneten Aussparungen oder anderen Griffmitteln versehen sein, welche es vereinfachen, die Heizplatte 40 der Schublade 28 ohne Werkzeug zu entnehmen, z.B. zur Reinigung, und wieder in die Schublade 28 zurückzulegen.
[0061] Die Oberhitze 38b der Schubladenkammer 4 kann z.B. als Widerstandsheizung implementiert sein. Beispielsweise kann an der Deckenplatte 44 der Schubladenkammer eine Dickschichtheizung 46 aufgedruckt sein, um die Bauhöhe der Oberhitze 38b gering zu halten. Zusätzlich oder alternativ kann auch eine andere Art von Heizung vorgesehen sein, z.B. eine Grillheizung, welche der Deckenplatte 44 untergehängt ist.
[0062] Für die Schubladenkammer 4 ist eine thermische Schubladenisolation 48 vorgesehen.
[0063] Die Schubladenkammer 4 kann (zumindest in geschlossenem Zustand der Schublade 28) zumindest oberhalb, unterhalb, seitlich und hinten von thermischen Isolationselementen umgeben sein. Die thermische Isolation gegen vorne wird von der Schubladentüre 20 übernommen.
[0064] Im Hinblick auf die hohe Temperatur in der Schubladenkammer 4 können für mindestens einen Teil der Isolationselemente Vakuum-Isolations-Panels oder Aerogel-Elemente verwendet werden.
[0065] Da der Temperaturunterschied zwischen der Ofenkammer 2 und der Schubladenkammer 4 beträchtlich sein kann, sollte die Ofenisolation 16 und/oder die Schubladenisolation 48 die Schubladenkammer 4 und die Ofenkammer 2 voneinander isolieren.
[0066] Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwischen der Ofenkammer 2 und der Schubladenkammer 4 separate Komponenten der Ofenisolation 16 und der Schubladenisolation 48 angeordnet. In einer anderen, kompakteren Ausführung können die Ofenisolation 16 und die Schubladenisolation 48 im Bereich zwischen den Kammern 2 und 4 aber auch von mindestens einer gemeinsamen Komponente gebildet werden.
[0067] Die Steuerung 50 des Geräts ist in der gezeigten Ausführung beiden Kammern 2, 4 gemeinsam. Beispielsweise ist die Steuerung 50 oben am Gerät angeordnet und weist Eingabeelemente 52 sowie eine Ausgabe 54 auf. Sie kann z.B. in Form eines berührungsempfindlichen Bildschirms ausgebildet sein. Die Steuerung 50 kann auch die Leistungselektronik für die Heizungen beider Kammern 2, 4 aufweisen. Alternativ können separate Leistungselektroniken vorgesehen sein.
[0068] Indem die Steuerfunktionen beider Kammern 2, 4 in einer gemeinsamen Steuerung integriert werden, kann im Gerät, und insbesondere an dessen Vorderseite, Platz gespart werden.
[0069] Wie für die Ausführung nach Fig. 1 - 3 beispielhaft dargestellt, kann das Gerät weiter eine Gerätekühlung ausweisen, mit einem Lüfter 54, z.B. einem Querstromlüfter. Die Gerätekühlung kühlt mindestens einen Teil der Aussenseiten der Ofenisolation 16 und der Schubladenisolation 48 mit einem Kühlluftstrom 56.
[0070] Damit das Gerät als konventionelles Einbaugerät mit einer Einbauhöhe von 60 cm geeignet ist, beträgt die für das Gargut nutzbare Höhe Hs der Schubladenkammer 4 mit Vorteil nicht mehr als 15 cm, insbesondere nicht mehr als 10 cm.
[0071] Die für das Gargut nutzbare Höhe Ho der Ofenkammer 2 kann aus den oben erwähnten Gründen mindestens doppelt so gross sein wie die für das Gargut nutzbare Höhe Hs der Schubladenkammer 4.
Beispiel für Gerät ohne Ofenkammer
[0072] Wie erwähnt, kann das Gerät in Varianten auch ohne Ofenkammer ausgestaltet sein. Eine solche Variante ist in Fig. 4 dargestellt.
[0073] Bei dieser Variante besitzt das Gerät keine Offenkammer. Es weist lediglich die Schubladenkammer 4 auf. Auch bei dieser Variante ist die Vorderseite der Schubladenkammer 4 jedoch mit einer Schubladentüre 20 verschlossen, welche durch Kippen um eine Schwenkachse 22, aber z.B. auch durch translatorisches Herausziehen der Schublade, geöffnet werden kann.
[0074] Auch hier hat der Benutzer also wahlweise die Möglichkeit, auf die Gargutaufnahme 29 zuzugreifen, indem er die Schubladentüre 20 aufklappt oder die Schublade 28 herauszieht.
Weitere Konzepte
[0075] Im Folgenden werden einige weitere Konzepte des Geräts beschrieben, welche zumindest teilweise in der Ausführung gemäss Fig. 5 und 6 illustriert sind.
[0076] Ein Konzept betrifft die Schubladenisolation 48. In den bisher gezeigten Ausführungen ist die ganze Schubladenisolation 48 stationär im Gerät angeordnet, d.h. sie bewegt (mit Ausnahme der Komponenten in der Schubladentüre 20) sich nicht mit der Schublade 28 mit.
[0077] Alternativ kann zumindest ein Teil 48a der Schubladenisolation an der Schublade 28 angeordnet und mit dieser beweglich sein, vgl. Fig. 5 und 6.
[0078] Diese Ausgestaltung, welche auch in Kombination mit den Ausführungen gemäss den anderen Figuren eingesetzt werden kann, hat den Vorteil, dass Teile ausserhalb der Schublade, so z.B. die Führungen 30 der Schublade 28 vor den hohen Temperaturen in der Schubladenkammer 4 besser geschützt sind.
[0079] Um aber auch bei offener Schublade die Wände des Geräts und benachbarte Komponenten besser vor der möglicherweise heissen Schubladenkammer 4 zu schützen, kann ein Teil 48b der Schubladenisolation 48 stationär, d.h. nicht mit der Schublade 28 beweglich, ausgestaltet sein.
[0080] Etwas allgemeiner gesagt kann somit (zusätzlich zu Isolationskomponenten in der Schubladentüre 20) mindestens ein erster Teil 48a der Schubladenisolation 48 seitlich, unterhalb, hinterseitig und/oder oberhalb an der Schublade 28 angeordnet und mit der Schublade 28 bewegbar sein. Eine Anordnung von Teilen der Schubladenisolation „oberhalb“ kann z.B. in Eckbereichen der Schublade 28 sinnvoll sein. Mit Vorteil ist jedoch mindestens 80% der Schublade von oberhalb nicht mit an der Schublade angeordneter Isolation bedeckt, so dass der Benutzer gut Zugang zum Innenraum der Schublade 28 hat.
[0081] Insbesondere kann sich der erste Teil 48a, bei geschlossener Schublade, in einen Bereich zwischen Führungen 30 der Schublade 28 und der Schubladenkammer 4 erstrecken. Mit Vorteil besitzen Isolationselemente dieses ersten Teils einen Wärmedurchgangskoeffizienten U von höchstens 10 W/m<2>K (falls sie thermisch in Serie mit stationären Teilen der Schubladenisolation wirken) oder höchstens 5 W/m<2>K (falls sie nicht thermisch in Serie mit stationären Teilen der Schubladenisolation wirken).
[0082] Weiter kann mindestens in zweiter Teil 48b der Schubladenisolation 48 stationär im Haushalt-Backofen (d.h. nicht bewegbar mit der Schublade) angeordnet sein. In den Ausführungen nach Fig. 1 - 4 entspricht der zweite Teil 48b der ganzen Schubladenisolation 48, in der Ausführung nach Fig. 5 und 6 einem Teil der Schubladenisolation 48, der thermisch in Serie zum ersten Teil angeordnet ist. Mit Vorteil besitzen Isolationselemente dieses zweiten Teils einen Wärmedurchgangskoeffizienten U von höchstens 10 W/m<2>K (falls sie thermisch in Serie mit ersten Teilen der Schubladenisolation wirken) oder höchstens 5 W/m<2>K (falls sie nicht thermisch in Serie mit ersten Teilen der Schubladenisolation wirken).
[0083] Ein anderes Konzept betrifft die Entlüftung der Schubladenkammer 4. Fig. 5 zeigt eine Entlüftung 60, welches dazu ausgestaltet ist, einen Unterdruck in der Schubladenkammer 4 zu erzeugen, um so gezielt Luft aus der Schubladenkammer 4 abzuleiten. Die Entlüftung 60 kann z.B. ein Entlüftungsrohr 62 aufweisen, welches mit der Gerätekühlung zusammenwirkt. Dieses besitzt ein erstes Ende, das in der Schubladenkammer 4 mündet, sowie ein zweites Ende, das im Kühlluftstrom 56 derart angeordnet ist, dass am ersten Ende eine Saugwirkung erzeugt wird. Eine solche Ableitung von Luft erlaubt es z.B., während einem Backprozess der Schubladenkammer 4 Feuchte zu entziehen.
[0084] Eine Entlüftung 60 kann auch in Kombination mit den Ausführungen nach Fig. 1 - 4 eingesetzt werden.
[0085] Allgemeiner gesagt kann der Haushalt-Backofen also eine Entlüftung 60 aufweisen, welche dazu ausgestaltet ist, einen Unterdruck in der Schubladenkammer 4 zu erzeugen. Insbesondere kann die Entlüftung 60 ein Entlüftungsrohr 62 aufweisen, welches mit einer Gerätekühlung des Haushalt-Backofens zusammenwirkt, wobei die Gerätekühlung dazu ausgestaltet ist, einen Kühlluftstrom 56 im Haushalt-Backofen zu erzeugen.
[0086] Ein weiteres Konzept betrifft die Öffnungsmechanik für die Schubladentüre 20 und die Schublade 28.
[0087] In den Ausführungen nach Fig. 1 - 4 wurde als Beispiel erwähnt, dass ein Schubladenklappgriff 24 vorgesehen sein kann, um die Schubladentüre 20 um ihre Schwenkachse 22 zu verschwenken, sowie ein Schubladengriff 37, um die Schublade aufzuziehen.
[0088] Eine andere Variante (welche auch mit den übrigen Ausführungsbeispielen kombiniert werden kann) ist in Fig. 5 dargestellt. Hier ist ein Kombigriff 64 vorgesehen. Dieser besitzt ein Wählmittel, mit welchem der Benutzer auswählen kann, ob er die Schubladentüre 20 um ihre Schwenkachse 22 öffnen oder die Schublade 28 herausziehen will. Je nach Einstellung des Wählmittels kann der Benutzer sodann durch Zug am Kombigriff 64 die gewünschte Bewegung erzeugen.
[0089] Beispielsweise kann das Wählmittel, wie in Fig. 5 gestrichelt illustriert, als Rotationsmechanismus ausgestaltet sein, welcher eine Rotation mindestens ein Teil des Kombigriffs 64 erlaubt, und der über geeignete Aktuatoren (nicht gezeigt) abhängig vom Rotationswinkel des Kombigriffs 64 entweder ein Herausziehen der Schublade 28 oder ein Schwenken der Schubladentüre 20 freigibt, so dass der Benutzer danach durch Zug am Kombigriff die jeweilige Bewegung erzeugen kann.
[0090] In einer weiteren Ausführung kann die Schublade und/oder die Schubladentüre auch einen „Push-to-Open“ Mechanismus aufweisen, bei welchem der Benutzer an geeigneter Stelle gegen die Schubladentüre 20 oder einen anderen Teil der Schublade im Bereich der Gerätevorderseite drückt, worauf sich das gedrückte Teil etwas in das Geräteinnere bewegt und einen Mechanismus auslöst, der sodann die entsprechende lineare Bewegung der Schublade 28 und/oder Schwenkbewegung der Schubladentüre 20 bewirkt, z.B. mittels Federkraft. Entsprechende Mechanismen sind dem Fachmann bekannt.
[0091] In einer weiteren Ausführung kann z.B. auch ein elektronisches Eingabemittel vorsehen sein, über welches der Benutzer eingibt, wie die Schubladenkammer 4 geöffnet werden soll, worauf geeignete elektrische Aktuatoren die gewünschte Bewegung ausführen.
Bemerkungen
[0092] In der dargestellten Ausführung ist die Schubladenkammer 4 unterhalb der Ofenkammer 2 angeordnet. In einer anderen Ausführung kann sie jedoch auch oberhalb der Ofenkammer 2 angeordnet sein.
[0093] In den obigen Beispielen ist die Schubladentüre 20 schwenkbar an der Schublade 28 angeordnet und mit dieser herausziehbar. Denkbar ist aber auch, dass die Schubladentüre 20 am Rahmen des Geräts, und nicht an der Schublade 28, angeordnet ist. In diesem Falle muss die Schubladentüre 20 geöffnet werden, bevor die Schublade 28 herausgezogen werden kann.
[0094] In einer weiteren Ausführung kann auch eine nicht klapp- bzw. schwenkbare Schubladentüre an der Schublade 28 vorgesehen sein. In diesem Falle muss für einen Zugriff auf die Gargutaufnahme 29 die Schublade 28 immer herausgezogen werden und ein horizontaler Zugriff auf die Gargutaufnahme 29, z.B. mit einer Schaufel, wie er oben beschrieben wird, ist nicht möglich.
[0095] Im obigen Beispiel wird die Heizplatte 40 induktiv geheizt. Denkbar ist jedoch z.B. auch eine resistive Heizung, z.B. über Heizwiderstände, welche in der Heizplatte 40 angeordnet sind.
[0096] Ein Teil oder alle der Elemente der verschiedenen Heizungen kann/können auch als Infrarot-Heizstrahler realisiert werden, z.B. als Karbonheizstrahler.
[0097] Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist und in auch anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt werden kann.

Claims (20)

1. Haushalt-Backofen gekennzeichnet durch eine Schubladenkammer (4), eine thermische Schubladenisolation (48) für die Schubladenkammer (4), eine Schubladenheizung (38a, 38b), welche dazu ausgestaltet ist, in der Schubladenkammer (4) eine Innentemperatur von mindestens 300°C zu erzeugen, eine Schublade (28), welche eine Gargutaufnahme (29) in der Schubladenkammer (4) bildet und herausziehbar ist, und eine frontseitige Schubladentüre (20), welche die aufklappbar ist, um einen Zugang zur Schubladenkammer (4) zu bilden.
2. Haushalt-Backofen nach Anspruch 1, wobei die Schubladentüre (20) an der Schublade (28) angeordnet und mit der Schublade (28) ausfahrbar ist.
3. Haushalt-Backofen nach einem der vorangehenden Ansprüche wobei an der Schublade (28) ein Schubladengriff (37) derart angeordnet ist, dass ein horizontaler Zug am Schubladengriff (37) zu einem Herausziehen der Schublade (28), aber nicht zu einem Aufklappen der Schubladentüre (20) führt.
4. Haushalt-Backofen, insbesondere nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Schubladenkammer (4), eine thermische Schubladenisolation (48) für die Schubladenkammer (4), eine Schubladenheizung (38a, 38b), welche dazu ausgestaltet ist, in der Schubladenkammer (4) eine Innentemperatur von mindestens 300°C zu erzeugen, eine Schublade (28), welche eine Gargutaufnahme (29) in der Schubladenkammer (4) bildet und herausziehbar ist, eine Ofenkammer (2), eine Ofentür (6), welche frontseitig an der Ofenkammer (2) angeordnet ist, eine Ofenheizung (14a - 14d), welche dazu ausgestaltet ist, Speisen in der Ofenkammer (2) zu erwärmen, eine thermische Ofenisolation (16) um die Ofenkammer (2), wobei die Ofenisolation (16) und/oder die Schubladenisolation (48) die Schubladenkammer (4) und die Ofenkammer (2) voneinander isolieren, wobei die Ofenkammer (2) und die Schubladenkammer (4) übereinander angeordnet sind.
5. Haushalt-Backofen Anspruch 4, wobei die Ofenkammer (2) mindestens doppelt so hoch ist wie die Schubladenkammer (4).
6. Haushalt-Backofen nach einem der Ansprüche 4 oder 5, wobei eine maximale Speisentemperatur, welche mit der Ofenheizung (14a - 14d) erreichbar ist, nicht mehr als 240°C, insbesondere nicht mehr als 150°C, insbesondere nicht mehr als 120°C, beträgt, und insbesondere wobei die die Ofenheizung lediglich einen Mikrowellengenerator und/oder einen Dampfgenerator aufweist.
7. Haushalt-Backofen nach einem der vorangehenden Ansprüche wobei die Schubladenkammer (4) eine Höhe (Hs) von höchstens 15 cm aufweist, insbesondere von höchstes 10 cm.
8. Haushalt-Backofen nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei ein Bodenbereich der Schubladenkammer (4) von einer Heizplatte (40) gebildet ist.
9. Haushalt-Backofen nach Anspruch 8, wobei die Heizplatte (40) in der Schublade (28) ohne Werkzeug aus der Schublade (28) entnehmbar ist.
10. Haushalt-Backofen nach einem der Ansprüche 8 oder 9, wobei die Heizplatte (40) über einer Bodenplatte (36) der Schublade (28) angeordnet ist, welche die Schublade (28) nach unten abschliesst.
11. Haushalt-Backofen nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei die Heizplatte (40) elektrisch leitend ist und wobei die Schubladenheizung (38a, 38b) eine Induktionsspulenanordnung (42) unterhalb der Heizplatte (40) aufweist, welche dazu ausgestaltet ist, die Heizplatte (40) induktiv zu heizen, wobei die Induktionsspulenanordnung (42) stationär angeordnet ist.
12. Haushalt-Backofen nach Anspruch 10 und 11 wobei die Bodenplatte (36) aus einem elektrisch nichtleitenden Material ist.
13. Haushalt-Backofen nach einem der Ansprüche 11 oder 12, wobei die Bodenplatte (36) aus Glaskeramik ist.
14. Haushalt-Backofen nach einem der Ansprüche 8 bis 13, wobei die Heizplatte (40) mindestens teilweise aus Siliziumkarbid ist.
15. Haushalt-Backofen nach einem der vorangehenden Ansprüche wobei die Schubladenheizung (38a, 38b) eine oberhalb der Schublade (28) angeordnete Oberhitze (38b) aufweist.
16. Haushalt-Backofen nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Schubladenkammer (4) oberhalb, unterhalb, seitlich und hinten von thermischen Isolationselementen umgeben ist.
17. Haushalt-Backofen nach Anspruch 16, wobei mindestens ein Teil der Isolationselemente Vakuum-Isolations-Panels und/oder Aerogel-Elemente sind.
18. Haushalt-Backofen nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei mindestens ein erster Teil (48a) der Schubladenisolation (48) seitlich, unterhalb, hinterseitig und/oder oberhalb an der Schublade (28) angeordnet und mit der Schublade (28) bewegbar ist, und insbesondere wobei der erste Teil (48a) sich, bei geschlossener Schublade (28), in einen Bereich zwischen Führungen (30) der Schublade (28) und der Schubladenkammer (4) erstreckt.
19. Haushalt-Backofen nach einem der vorangehenden Ansprüche wobei mindestens ein zweiter Teil (48b) der Schubladenisolation (48) stationär im Haushalt-Backofen angeordnet ist.
20. Haushalt-Backofen nach einem der vorangehenden Ansprüche mit einer Entlüftung (60), welche dazu ausgestaltet ist, einen Unterdruck in der Schubladenkammer (4) zu erzeugen.
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