CH82410A - Verfahren und Vorrichtung zur Fachbildung bei mehr als zweischäftigen Webstühlen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Fachbildung bei mehr als zweischäftigen Webstühlen

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CH82410A
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Adolph Saurer
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C5/00Cam or other direct-acting shedding mechanisms, i.e. operating heald frames without intervening power-supplying devices
    • D03C5/02Cam or other direct-acting shedding mechanisms, i.e. operating heald frames without intervening power-supplying devices operated by rotating cams

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Description


      Verfahren        und        Vorrichtun-    zur Fachbildung bei     mehr    als     zweischäftigen        11'ebstühlen.       Es ist bereits bekannt, bei     zweischäftigen          Bandwebstühlen    die     Schäfte    um eine gemein  same Schwingachse derart zu     verstellen,    dass  bei jeder Einstellung die Litzen, sich stets  parallel bleibend,     kreisbogenförmige    Bewe  gungen zwischen den beiden Endlagen aus  führen, welche, wenn auch entgegengesetzt,  gleichzeitig und gleichmässig verlaufen.

   Diese  gleichzeitigen und gleichmässigen Bewegungen  machen es möglich, dass trotz der bogen  förmigen Bahnen die Schäfte ganz nahe an  einander gelegt werden können. Diese letz  tere Bedingung ist aber für ein bequemes  Einziehen der Kettenfäden wesentlich.  



  Diese Anordnung der Schäfte ist bei mehr  als     zweischäftigen    Webstühlen indes ohne  weiteres, d. h. ohne Auswechslung von Ex  zentern und     Schäften,    nichtverwendbar, und  zwar aus Gründen, die durch Folgendes bei  spielsweise illustriert werden sollen  Bei der Herstellung gewisser Arten von  vierbindigem     Taffet    oder Köper mittelst     vier-          schäftiger    Webstühle stehen jeweils zwei  Schäfte zweimal hintereinander in der Ober  lage,     bezw.    in der     Unterlage.,    während die  andern zwei Schäfte dabei Fach wechseln.

      Damit die eine bogenförmige Bewegung aus  führenden Schäfte nicht an den unbeweglich  bleibenden streifen, ist. es hierbei notwendig.,  den freier)     Raum    zwischen den einzelnen  benachbarten Schäften genügend gross zu  wählen, was bei vier Schäften so viel Platz  beanspruchen würde, dass ein fehlerfreies und  rasches Einziehen der Kettenfäden unmöglich  geworden wäre.  



       Gegenstand    vorliegender Erfindung sind  ein Verfahren und eine Vorrichtung zur  Fachbildung bei mehr als     zweischäftigen    Web  stühlen, welche den geschilderten Nachteil  vermeiden lassen. Bei     dein    Verfahren gemäss  Erfindung werden beim Fachwechsel sämt  liche Schäfte zunächst in ihre Mittellage  bewegt und hernach aus dieser wieder in  eine der Endlagen     verschwenkt,    wobei die  jenigen Schäfte, welche eine Lageänderung  beim Fachwechsel nicht erfahren sollen, rück  wärts in ihre Anfangsstellung zurück     ver-          schwenkt    werden. Dadurch wird es möglich,  die Schäfte möglichst nahe aneinander an  ordnen zu     können.     



  Zur Ausführung dieses Verfahrens sind  bei der Vorrichtung zur Fachbildung Mittel      vorgesehen, um eine gleichzeitige     Verschwen-          kung    sämtlicher Schäfte um gleiche Winkel  beträge bis zu ihrer Mittellage zu bewirken;  welche Mittel alsdann eine weitere     Verschwen-          kung    der Schäfte um gleiche Winkelbeträge,  und zwar in dem     eineu    oder dem andern       Sinne    entsprechend     demBindungsverlaufe    ver  mitteln.  



  Die     Zeichnung    veranschaulicht eilte bei  spielsweise     Ausführungsform    des     Erfindungs-          gegenstandes    in Anwendung auf einen vier  schäftigen Bandwebstuhl.  



  Am     Maschinengestell    1 sind ortsfeste  Stützen 2, 3, 4 befestigt, deren Enden Dreh  achsen 5, 6, 7 für später zu beschreibende  Teile tragen. Die     Drehachsen    5. 6, 7 liegen  in einer und derselben     vertikalen    Ebene. 8 ist  die     Schussfadenspule,    die auf dem im Teil 9  des Maschinengestelles geführten Schlitten 10  gelagert ist.     All    der Drehachse 5 sitzen lose       Lenkstangen    11, 12, 13, 14, deren freie  Enden an vertikal angeordnete rahmenartige  Schäfte 15, 16: 17, 18     angelenkt    sind,     deren          Litzenaugen    sich an den Stellen I. lt.<B>111.</B>  IV befinden.

   Die untern Enden der Schäfte  sind an zwangsläufig     angetriebene    Hebel ge  lenkig angeschlossen, und zwar der Schaft 15  an den Hebel 19. der     Schaft    16     an    den  Winkelhebel 20, der Schaft 17 an den Hebel  21 und der Schaft 18 an den Winkelhebel 22.  



  Hierbei sind die Hebel 19 und 21 frei       urn    die Drehachse 7 und die Winkelhebel  20 und 22 frei     um    die     Drehachse    6 schwing  bar. Die     wirksamen        Längen    der einander  entsprechenden     Lenkstangen        und    Hebel sind  gleich, so dass jeder Schaft mittelst einer       Parallelogrammführrtng    gestützt ist. Sämt  liche Schäfte sind ganz nahe aneinander  gelegt.  



  Auf der Antriebswelle 23 sitzt eine Scheibe  24, welche an ihren beiden Stirnflächen mit  Nuten ausgestattet ist,     voll    denen eine Nut,  25 zur Aufnahme von an dem freien Ende  des Winkelhebels 22 und annähernd in der       Mitte    des Hebels 21 angeordneten     Leitrollen     26,     bezw.    27 dient, während die andere Nut,  28, die Leitrolle 29 am freien Ende des Wist-         kelhebels    20 und die Leitrolle 30 in der       Mitte    des Hebels 19 aufnimmt.  



       Tür    die.     Herstellung    eines vierbindigen       beidrechtest        Köpers    sind die beiden Nuten  25 und 28 identisch ausgebildet, jedoch um  180      zueinander    versetzt. Jede Nut weist vier  symmetrisch     inbezug    auf die Achse 23 an  geordnete, d. h. um 90   in bezog aufeinander  versetzte Stellen b auf, in denen die     Leit-          rollen    26, 27, 29, 30 solche Lagen einnehmen.  die den     Mittellagen    der     zugehörigen        Schäfte     entsprechen.

   Die Stellungen der beiden in  einer und derselben Nut     geführten    Leitrollen  sind in bezog auf die     @Yelle    23 uni     90'    zu  einander versetzt, so dass sämtliche Leitrollen  gleichzeitig sich in den Stellen b befinden  können. Eine zwei     diametral    gegenüberlie  gende Stellen b verbindende Gerade bildet  eine     Symmetrieaohse    der Nut, in bezog auf  welche zwei in bezog auf die Welle 23 um  90   gegeneinander versetzte Stellen     a    der  Nut symmetrisch gelegen sind.

   Jeder in einer  der Stellen a, die der Welle 23 näher liegen  als die Stellest b,     befindlichen    Leitrolle ent  spricht die Ob     erfachstellung    des     zugehörigen     Schaftes. In bezog auf die nämliche Sym  metrieachse     symmetrisch    gelegen;

   weist die  Nut noch zwei Stellen c auf, die in bezog  auf die Welle 23 um<B>90'</B>     gegeneinander     versetzt sind,     Stellest        a    diametral gegenüber  liegen und weiter als die Stellen b     voll    der  Achse 23 entfernt sind, und zwar so,     daf,)     jeder ist einer Stelle     c    befindlichen Leitrolle  die     Unterfachstellung    des     zugehörigen    Schaftes  entspricht. Die radial gemessenen Entfer  nungen der Stellen     a    und<I>b</I> einerseits und  b und c anderseits sind einander gleich.

   Die       tttenkurvett    sind so ausgestaltet,     dass    bei  einer     gleichmässigen    Drehgeschwindigkeit der  Welle 23 die     Verstellgeschwindigkeiten    der  an die Schäfte     angeschlossenen    Hebelenden       gleichmässig    sind.  



  Die     Arbeits-    und     Wirkungsweise    der be  schriebenen Vorrichtung ist die folgende  Aas der Lage nach     Figur    wird bei der  Drehung der Notenscheibe 24 im Uhrzeiger  sinne uni. 45   die Leitrolle 30 des Schaftes I  aus der einer Stelle     n.    entsprechenden in die      einer Stelle b entsprechende Lage geraten,       wodurch    der Hebel 19 in die Lage A" und  der     Schaft    15 in die Mittellage kommt, bei  welcher die Bettfäden die Lage A     einnehmen,     wobei bei dieser     Abwärtsbewegung    der Schaft  sich stets parallel bleiben wird.

   Gleichzeitig  gelangt die Leitrolle 29 des Schaftes 16  von der einer Stelle c entsprechenden Lage  ebenfalls in die einer Stelle b entsprechende  Lage, wodurch dieser Schaft, sich stets paral  lel bleibend; eine     Aufwärtsbewegung    aus  führt und in seine Mittellage     kommen    wird.  In gleicher     Weise        werden    bei der     Einachtel-          drehung    der Welle 23 der     Schaft    17 durch       Aufwärtsbewegung    und der Schaft 18 durch       Abwärtsbewegung    in ihre     Mittellage    gebracht  werden.  



  Aus der nunmehrigen Mittellage sämt  licher     Schäfte    wird nach einer weiteren     Dre-          hung    der Welle 23 um 45"     (entsprechend     einer Vierteldrehung von der in Figur dar  gestellten Lage) die Leitrolle 30 des Schaftes       1::

  ,    aus der einer Stelle b entsprechenden       Lage    in die einer Stelle c     entsprechende     Lage kommen, wodurch der Schaft     weiter     nach abwärts, sich stets parallel bleibend,       verschwenkt    wird.     Gleichzeitig    wird aber  die Leitrolle 29 des Schaftes 16 aus der       einer    Stelle b     entsprechenden    Lage wieder  in die einer Stelle c entsprechende Lage       gelangen;

      der Hebel 20 wird also in die in  ,Figur dargestellte Lage     zurückverschwenkt.     In analoger Weise wird der Schaft 17 auf  und der Schaft 18 in seine ursprüng  liche Lage ebenfalls aufwärts     zurückver-          #schwenkt.     



  Bei dieser     Vierteldrebung    der Welle 23  ist auf diese Weise der     Fachwechsel    von I,  IV oben und     1I.        III    unten in 111.     I\'    oben  und I, Il unten erfolgt.     Weitere    Fachwechsel  erfolgen nach weiteren     Drehungen    der Welle  23 um je 90", wobei zwischen je zwei Fach  wechseln sämtliche     Schäfte    in ihre     Mittellage     kommen.  



  Da die radial genommene     Entfernung    der  Stellen     a-c;    entsprechend den äussersten  Lagen     der    Schäfte. durch die Stelle b, ent  sprechend der Mittellage der Schäfte und    beispielsweise der Lage A" des     Hebels    21,  halbiert wird, so sind die     Winkelverstellungen          sämtlicher    Hebel, welche den Bewegungen  der Schäfte von den untersten,     bezw.    obersten  Lagen in die Mittellage und umgekehrt     ent-          sprechen;    einander gleich.

   Da ferner alle  Schäfte gleichzeitig und in bezug auf ihre       Winkelgeschwindigkeit    gleich rasch aus den       Endlagen    in die Mittellage und ebenso     aiis     der Mittellage in die     Endlagen    bewegt     tverden,     bleiben die gegenseitigen Entfernungen der  Schäfte voneinander,     gleichgültig    in welchem       Sinne    die Verstellung von der Mittellage  erfolgt, bei jedem Fachwechsel konstant:  dies bringt den Vorteil, dass diese Entfernung  so     gering,    wie     praktisch    zulässig, genommen       werden    kann.

Claims (1)

  1. PATEN T A\TSPR L CHE I. Verfahren zur Fachbildung bei mehr als zweischäftigen Webstühlen, bei welchen die Schäfte um mindestens eine gemein same Schwingungsachse, sich stets parallel bleibend, verschwenkbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass beim Fachwechsel sämtliche Schäfte zunächst in ihre Mittel lage bewegt werden und hernach aus dieser wieder in eine der Endlagen ver- schwenkt werden, wobei diejenigen Schäfte,
    welche eine Lageänderung beim Fach wechsel nicht erfahren sollen, rückwärts in ihre Anfangstellung zuückverschwenkt werden, zum Zwecke, die Schäfte mög lichst nahe aneinander anordnen zu kön- riel). 1I. Vorrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um eine Verschwenkung sämtlicher Schäfte um gleiche Winkelbeträge bis zu ihrer Mittellage zu bewirken,
    welche Mittel alsdann eine weitere Verschwen- kUng der Schäfte um gleiche Winkel beträge,, und zwar in dem einen oder andern Sinne entsprechend dem Bindungs verlauf vermitteln.
CH82410A 1918-12-23 1918-12-23 Verfahren und Vorrichtung zur Fachbildung bei mehr als zweischäftigen Webstühlen CH82410A (de)

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