CH82520A - Einrichtung zur Verminderung schädlicher Erdschlußströme in geerdeten Hochspannungsnetzen mit auf die Netzphasen unsymmetrisch verteilter Kapazität - Google Patents
Einrichtung zur Verminderung schädlicher Erdschlußströme in geerdeten Hochspannungsnetzen mit auf die Netzphasen unsymmetrisch verteilter KapazitätInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H9/00—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection
- H02H9/08—Limitation or suppression of earth fault currents, e.g. Petersen coil
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Description
Einrichtung zur Verminderung schädlicher Erdschlussströme in geerdeten Hochspannungsnetzen mit auf die Netzpliasen unsymmetrisch verteilter Kapazität. Es ist bekannt, die Erdschlussströme in geerdeten Hochspannungsnetzen finit auf die Netzphasen symmetrisch verteilter Kapazität durch Einschaltung von geeignet bemessenen Drosselspulen in dein Erdungsstromkreise zu unterdrücken. Die Bemessung der Erdungs- drosselspule erfolgt beim Einphasenstrom nach
der Gleichung
EMI0001.0013
wo<I>L</I> die Induhtivität der Drosselspule, (u die Netzfrequenz, C die Teilkapazität einer \Tetz- phase gegen Erde bedeutet.
Es lässt sich zeigen, dass bei uns @-inine- trisch verteilter Kapazität eine restlose Unter- drückung der Erdschlussströme durch die Be messung der am Netznullpunkte liegenden Drosselspule nicht möglich ist, denn wie gross man auch die Induktivität der Drosselspule bemisst,
die Unsymmetrie der Anordnung in bezug auf ihre elektrischen Grössen bleibt bestehen und lässt sich nur durch eine andere UnsSmmetrie ausgleichen.
Dies kann zum Beispiel in der Weise geschehen, dass man die Drosselspule nicht an de) Nullpunkt des Netzes, sondern an einen Spannungspunkt des Generators (Transformator oder derglei chen) anschliesst. Beim Erdschluss eines Phasen leiters wirkt dann zwar für den Kapazitäts strom in der Erdungsstelle immer noch die Spannung 2 E, wen) E Phasenspannung be deutet.
Für den Drosselspulenstrom kommt aber, je nachdem die Kapazität C oder C2 durch den Erdschluss überbrückt ist, die Span- nung E, oder E2 in Betracht, wobei Ei'# E,E2@ E undL',t 1-Li=2Eist. Die Bemessung der Drosselspule errechnet sich dann in folgender Weise:
Für den Erdschluss an C#, muss zwischen den Effektivwerten gelten JC, <I>=JD,</I> wenn der .<B>Ei</B> rdsehlussstrom ver schwinden soll, also
EMI0001.0056
Für den Erdschluss an C muss entspre chend JC'_ <I>= JD</I> sein;
also<I>2 E<B>to
EMI0001.0060
</B></I> Aus i) und 2) folgt -
EMI0001.0062
und Ei + E2 <I>- 2</I> -w= L <I>(C<B>+C2)</B></I> Da nun Ei -+- E= = 2 E ist, ist für völ lige Unterdrückung der Erdschlussströme
EMI0002.0008
Diese Bemessung der Drosselspule bringt aber für den normalen Betrieb die Gefahr des Auftretens grosser Überspannungen des Netzes mit sich, wenn nicht,
wie es bei obiger Ableitung vorausgesetzt war, die Drosselspule an einen entsprechend gewählten Spannungspunkt des Generators angeschlossen wird. Dies lässt. sich aber praktisch nur sehr schwer ausführen, wenn man nicht zu dem Hilfsmittel der Einfügung von Zusatzspan nungen mittelst besonderer Zusatztransforma toren greifen will.
Sieht man hiervon ab und schliesst, wie es üblich und bequem ist, die Drosselspule an den Nullpunkt des Netzes an, dann führt die Bemessung der Drossel spule in Rücksicht auf die Verhinderung der Erdschlussströme zu Verhältnissen, die den normalen Betrieb der Anlage gefährden, was nunmehr der Einfachheit -wegen an einem Einphasennetz näher erläutert werden soll, dessen Nullpunkt' über eine Drosselspule ge erdet ist.
Nimmt man hierbei ungleiche Grösse der Teilkapazitäten Ci und C gegen Erde an, so bestehen bei C > C die Gleichungen
EMI0002.0019
Bei Ca - < C ist JD durch<I>-JD zu er-</I> setzen.
Aus diesen Gleichungen berechnet sich der Strom<I>JD</I> in der Drosselspule unter Ver nachlässigung der Ohmschen Widerstände.
EMI0002.0025
Für C C #'- und gemäss Gleichung 5) für
EMI0002.0028
wird<I>JD</I> unendlich und auch die Spannung an der Erdungsdrossel- spule ED <I>= JD</I> (o <I>L</I> unendlich. d. h.
also Die Bemessung der am Netznullpunkte lie genden Drosselspule mit Rücksicht auf die völ lige Unterdrückung der i rdschlussströme führt zu Resonanzerscheinungen bei normalem Be triebe und gefährlichen Überspannungen.
Da nämlich das Potential des an Erde liegen den Endes der Drosselspule festliegt, muss sich das Potential des andern Endes der Drosselspule, also des Netznullpunktes, der art verschieben, dass die Spannungsdifferenz an der Drosselspule den Wert .ID to L, also im vorliegenden Falle den Wert unendlich annimmt.
Durch die Wirkung des Ohmschen Widerstandes der Drosselspule und der Streu- real,-tanz der den Netznullpunkt bildenden Wicklungen wird ein so gewaltiges Anwach sen der Ströme und Spannungen zwar ver hindert, aber es bleibt immerhin die Gefähr dung der Anlage durch die Bemessung der Drosselspule lediglich in Rück-sieht auf die Unterdrückung derErdschlussströme beiNetzen mit unsymmetrisch verteilter Kapazität be stehen.
Gemäss vorliegender.Erfindung sollen nun bei Netzen mit unsymmetrisch verteilter Ka pazität die Erdschlussströme auf ein unschäd liches Mass herabgedrückt werden, ohne dass dadurch gefährliche Resonanzerscheinungen im normal betriebenen Netze hervorgerufen werden.
Zu diesem Zwecke soll zwischen Nullpunkt des Netzes und Erde eine derart bemessene Drosselspule eingeschaltet sein, dass als äusserste Annäherung an den zu ver meidenden Wert
EMI0002.0056
für die Induktivität der Drosselspule der Aus druck
EMI0002.0058
zu gelten hat, wo<I>na =</I> Anzahl der Teilkapazitäten ist für Einphasen strom = 2, für Dreiphasenstrom = 3, für Zweiphasenstrom = 4 zu setzen ist und unter die Teilkapazität gegen Erde derjenigen Phase zu verstehen ist, welche die kleinste oder grösste Teilkapazität gegen Erde hat.
In der Gleichung
EMI0003.0002
wird dann der Nenner einen von<B>Null</B> ver schiedenen Wert erhalten, und der Drossel- spulenstrom bleibt daher bei normalem Be triebe des Netzes eine endliche Griil.')e. Setzt man nun weiter, zu deren Begrenzung
EMI0003.0008
also zum Beispiel beim Einphasennetz
EMI0003.0010
dann ist der Wert des Bruches
EMI0003.0011
stets gleich und somit nach Gleichung 9)
EMI0003.0013
und ED=JD üjL=Edie Span nung an der Erdungsdrosselspule bei nor malem Betriebe. Auch dieser Wert wäre an sich noch reichlich hoch, aber wenn man be rücksichtigt, dass in den in Betracht kom- menden Stromkreisen Ohmscher @@'iderstan d und Strerireaktanzen vorhanden sind, dann erkennt man, dass die Grösse von<I>JD</I> und ED irr Wirklichkeit noch erheblich unter dem abgeleiteten Werte bleiben wird,
so dar ge fährliche Überspannungen nicht mehr zu er warten sind.
Die Unterdrückung der Erdschlussströme wird hierbei unvollkommener, jedoch wird im allgemeinen der Mangel nicht sehr erheblich. Bei ganz extremen Fällen, d. h. bei starker Unsymmetrie, ist es überhaupt nicht mehr möglich, durch eine an den Nullpunkt des Netzes angelegte Erdungsdrosselspule die Erdschlussströme auf ein unschädliches Ma(i herabzudrücken:
i solchen Füllen ist hier für die .Einfügung von Zusatzspannungen ir: den Erdungsstromkreis unbedingt erforderlich Die angegebene Bemessungsregel schafft alsc den Ausgleich zwischen zwei widerstreiten den Störungsmomenten hei geerdeten Hoch- span ungsnetzen. nämlich die Verrneidung der Spannungsresonanz bei normalem Net.z- b2trieb und die Verhinderung schädlicher <RTI
ID="0003.0053"> Erdschlussströrne im Falle des Erdschlusses einer Netzphase.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Verhinderung schädlicher Erdsclrlussströme irr geerdeten Hochspannungs netzen rnit auf die Netzphasen unsymme- trisch verteilter Kapazität, dadurch gekenn zeichnet, dass zwischen Nullpunkt des Netzes und Erde eine derart bemessene Drosselspule geschaltet ist;dass als äusserste Annäherung an den zu vermeidenden Wert EMI0003.0066 für dieInduktivität der Drosselspule der Ausdruck EMI0003.0068 zu gelten hat, wo ga gleich der Zahl der Teilkapazitäten zu setzen ist und unter C die Teilkapazität gegen Erde derjenigen Phase zu verstehen ist. welche die kleinste oder grül.')te Teilkapazität gegen Erde hat.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH82520T | 1918-12-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH82520A true CH82520A (de) | 1920-02-16 |
Family
ID=4337483
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH82520A CH82520A (de) | 1918-12-23 | 1918-12-23 | Einrichtung zur Verminderung schädlicher Erdschlußströme in geerdeten Hochspannungsnetzen mit auf die Netzphasen unsymmetrisch verteilter Kapazität |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH82520A (de) |
| NL (1) | NL6017C (de) |
-
0
- NL NL6017D patent/NL6017C/xx active
-
1918
- 1918-12-23 CH CH82520A patent/CH82520A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL6017C (de) |
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