CH83863A - Verfahren zur Herstellung nahtloser Strümpfe mit Fersenkäppchen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung nahtloser Strümpfe mit Fersenkäppchen

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CH83863A
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Willy Boettrich Ernst
Alfred Kiessling
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Willy Boettrich Ernst
Alfred Kiessling
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  Verfahren zur Herstellung nahtloser Strümpfe mit Fersenküppchen.    Gegenstand vorliegender     Erfindung    ist ein       Verfahren,    also die     Aufeinanderfolge    von  Arbeitsvorgiängen, zur Herstellung eines rund  gewirkten Strumpfes mnit vom Beine zum  Fehe in gleicher Maschenrichtung     fortlau-          fenderFerse    mit Fersenkäppchen. Der Strumpf,  welcher durch das neue Verfahren Hergestellt  wird, ist bekannt, stur ist derselbe bisher auf  andere Weise hergestellt worden.  



  An flachen Wirkstühlen hat tman, um bei  Herstellung von Strümpfen die Ferse an den  Strumpilängen auzuwirken, eine besondere  Vorrichtung geschaffen, die die Randtnaschetn  der Ferse aufnimmt und vor Beginn des Fusses  in parallele Lage mit der Stuhlnadelreile  bringt, damit diese Maschen dann durch die  Deckmaschine auf die Stuhlnadeln übertragen  werden können. Hierbei handelt es sich aber  nicht     um        rundgewirkte        Strümpfe,    und der  Apparat kann auch an Wirktnaschinctn mnit  zwei gegenüberstehenden Nalelreihen, die ab  wechselnd arbeiteu, keine Verwendung finden,  weil der Raun fehlt, in welchem er zwischen  den Nadelreihen arbeiten müsste.  



  Will mnan den eingangs erwähnten Strumpf    in der bisher üblichen Weise herstellen, so  muss man entweder das Aufhängen der Rand  maschen rnit der Hand vornehmen oder rnau  muss eine neue Maschine bauen, die mit einem  komplizierten Apparate ausgestattet ist, der  durch Exzenter betätigt, die Arbeit der Hand,  also das Auffangen der Fersenrandtnaschen  und ihr Aufhängen auf die Wirknadeln me  chanisch bewirlkt Demgegenüber ermöglicbt  dlas neue Verfahren die Herstellung des  Strumpfes mit Fersenkäppchen auf einfachere  Weise.  



  Anhand der beiliegenden Zeichnung ist  im Nachfolgenden das Verfahren beispielsweise  crläutert.  



  Fig. 1 veranschaulicht den fertigen Strumpf  von der Seite gesehen;  Fig.2 zeigt, wie der Strumpf bis zum       Ende    des     Fersenkäppchens    aussehen würde,       iveiin,        ohne    dass Maschen     übergedeckt    werden,       weiter.gearbeitet    worden wäre;       Fig.    3-6 veranschaulichen verschiedene  Stadien der Herstellung nach dem neuen Ver  fahren ;      F ig. 7 und 8 zeigen das Abbiegen der  Nadeln ;  Fig. 9 zeigt in Schrägansicht in grösserem  Massstube das Aufnehmen der Fersenrand  maschen durch die sie arbeitende Wirknadel;

    Fig. 10, 11 und 12 veranschaulichen das  Überlegen der Maschen nach aussen mit Hilfe  der Deckmaschine, und in  Fig. 13, 14 und 15 ist dargestellt, wie das  Zurücklegen der Maschen nach innen erfolgt.  Die beiden Fig. 1 und 2 stellen dar, um  welchen besondern, bekannten Strumpf es  sich handelt, etwas Neues geht aus den Fig.  1 und 2 nicht hervor, sie sollen lediglich das  neue Verfahren verständlicher machen. Das  Verfahren selbst ist durch die Fig. 3--15 in  verschiedenen Stadien der     Arbeitsvorgänge     veranschaulicht. Gearbeitet kann nach dem  Verfahren auf jeder     Wirkmaschine    werden,  die in der Lage ist, mit Hilfe von zwei ein  ander gegenüberstehenden Nadelreihen Ma  schenware rund, also in     Schlauchforen    herzu  stellen.

   Es ist hiernach gleieh, ob zur Her  stellung des Strumpfes     Zungennadeln    oder  Wirkstuhlnadeln mit Spitzen zur Verwendung  kommen. Hier ist das Beispiel angewendet,  dass mit Spitzennadeln gearbeitet werde. In  diesem Falle müsste also ein Wirkstuhl vor  handen sein, der zwei Nadelreihen hat, die  abwechselnd derart arbeiten, dass der Faden  von einer Nadelreelle zur andern übergeht.  



  Das Verfahren ist beispielsweise folgendes  Nachdem der Strumpf, bezw. Socken in  seinem Beinstücke fertiggestellt ist; also wie  aus Fig. 1 und 2 ersichtlich bis Linie A-B  hergestellt ist, wobei die Maschen 2-1-4  auf der einen, die Maschen 2-3-4 auf der  andern Nadelreihe hängen, wird die eine Seite  der Nadelreihe von 1-2 zu 3 ausser Arbeit  gestellt, weil jetzt mit der Herstellung des  Fersenteils begonnen wird. Dabei tragen die  Nadeln 1-4-3 die Fersenmaschen und die  Nadeln 1-2-3 die übrigen Maschen.  



  Sobald die erste Fersenmaschenreihe ge  arbeitet und einmal nach aussen gedecktworden  ist, stehen die Decknadeln aê, aÚ-b zu den    Maschinennadeln eÚ--e29, wie aus Fig. 10 er  sichtlich. Hier ist nur eine Nadelreihe darge  stellt, weil die gegenüberstehende Nadelreihe  in der gleichen Weise arbeitet. Die Nadeln  von eÚ bis e14 sind diejenigen, welche Fersen  maschen arbeiten und die Nadeln von e15-e22  gehören zum Fussvorderteile, während die Na  deln e23 bis e29 nur dazu dienen, das Warenstück  1-2-3, sobald die Ferse 1-5-6-7-3  gearbeitet wird, mint den Fersenrandmaschen  aufzunehmen. Die Nadeln e23 bis e22 haben  also niemals Maschen zu bilden. Die Rand  maschen werden auf beiden Nadelreihen durch  die Nadeln e14 aufgenommen.  



  Während die Ferse 1-4-3--5-6-7  hergestellt wird, müssen die Randmaschen  1-5 und 3-7 durch die letzte Nadel e14  der beiden Nadelreihen aufgenommen werden.  Zu diesem Zwecke wird diese Nadel e'14 nach  unten gebogen (Feg. 9), so dass sie beim Vor  gehen in die darunter liegende Randmasche  30 der vorher gearbeiteten Maschenreihe ein  sticht. Bei Strickmaschinennadeln erfolgt das  Tieflegen des Nadelvorderteils zweckmässig  durch Raumgeben in der Fräsung des Nadel  bettes.

   Sind auf beiden Seiten die Rand  maschen der ersten Maschenreihe des Fersen  teils     aufgenommen,    so setzt die Deckmaschine  ein, nimmt von allen neben dem Fersenteile  liegenden Nadeln     e'5-22     die Maschen und  von den Nadeln ei \ die     Randmaschen    30 der  vorletzten     Fersenmaschenreihe    auf. Das sind  die Maschen von 1-2 zu 3 am zu fertigenden       Strumpfe.    Diese aufgenommenen Maschen  werden um eine Nadel von der Ferse weg  nach aussen gedeckt, so dass, wie aus     Fig.     10 ersichtlich, das Warenstück um je eine  Nadel jeder Nadelreihe auf jeder Seite breiter,       bezw.    grösser am Umfange wird.

   Wie aus     Fig.     10 zu ersehen, sind zu diesem Zweck eine  Anzahl Maschinennadeln     e23-e25    zur Auf  nahme der zu überdeckenden Maschen vor  handen. In     Fig.    10 ist schon eine Nadel     e\'     mit Masche belegt, und     Fig.    4 und 11 zeigen.  wie noch mehrere Male nach aussen gedeckt  worden ist, natürlich immer unter Mitnahme  der     aufgenommenen    Randmaschen des Fersen  teils.      Da dieses Nachaufssendecken nach jeder  neugewirkten Maschenreihe der Ferse erfolgt,  so kommt immer eine neue Masche, das ist  die in vorletzter Reihe neugearbeitete     Rand-          mnasche    der Ferse hinzu, und deshalb muss.

    um die gesamte ausserhalb der Ferse liegende  Anzahl der Maschen beim Decken erfassen  zu können, nach jeder Reihe am Rande der  Ferse eine Decknadel von a2-a9 zu den vor  her schon verwendeten Decknadeln genommen  werden, wie aus Fig. 11 und 12 ersichtlich.  Auf diese Weise werden alle Maschen, die  nicht     zum    Fersenteile gehören und neben  demselben liegen, nach und nach unm die An  zahl der Randmaschen der Ferse nach aussen  gedeckt, und die bereits in der vorhergehenden  Randmaschenreihe der Fersen liegenden Ma  schen nehmen an diesem Nachaussendecken  teil. Die jeweils zuletzt gearbeitete Rand  masche der Ferse verbleibt beirr Decken auf  ihrer Nadel, bis sie abgeworfen wird, unm  dann als fertige Masche wieder von der  Nadel e14 aufgenommen und mit Hilfe des  Deckeis zur Seite gebracht zu werden.

   Auf  diese Weise     kommen    die     Randmaschen    der  Ferse, wie in Fig. 10 in Anfangs- und in Fig.  12 in Endstellung dargestellt, auf die reben  der Ferse ruhenden Nadeln, und die Ferse  wird in gleicher Breite weiter gearbeitet. Sind  auf diese Weise alle Randmaschen 1-5 und  3-7 mit Ausnahme der letzten auf die Nadeln  e15-e29 'gebracht und ist dabei das Waren  stück, welches den vordern Teil des Beines  darstellt, also das Stück von 1-2 zu 3, zu  sammen mit der) Randmaschen 1-5; 3-7  nach aussen gerückt, wie aus Fig. 5 ersichtlich,  so ist die Ferse bis zurr Anfange des Käpp  chens fertiggestellt. Es hängen also alle  Maschen von 6-5-1-2-3-7-6 (Fig.1  und 2) auf den Nadeln.

   Jetzt wird das Käpp  chen, also das Stück vor. 8 zu 9-10-11-12,  vor) einer Maschenreihe zu andern übergehend,  das heiiät also von einer Nadelreihe zur andern  halbrund gearbeitet, und nach jeder Maschen  reihe werden die Maschen, die abseits vom  Käppchen liegen; also alle Maschen vorn  12-5-1-2-3-7 bis 8, um eine Nadel  den Käppclnenrande entgegengedeckt. Hierzu    sind bei jeder Nadelreihe so viel Decknadeln  a10-a15 mehr erforderlicb.als Maschenzwischen  der Randmasche des Fersenkäppcbens und der  Nadel e15 liegen, welche Maschenzahl in der  Regel gleich gewählt wird wie die Zahl der  Maschenreihen, die das Fersenkäppchen er  halten soll (Fig. 13).

   Während das Käppchen  mit den Nadeln e1-e7 gearbeitet wird, wird  wie erwähnt nach jeder fertigen Maschen  reihe die ganze ausserhalb des Fersenkäppchens  liegende Ware zurück, also nach dem Käpp  chen zu gedeckt, wie in Fig. 13 um eine  Nadel, in Fig. 14 um drei und in Fig. 15 unm  sechs Nadeln geschehen, veranschaulicht. Da  durch die Verbindung mit dem Käppchen die  Maschen, welche zru decken sind, an Zahl ab  nehmen,     kommt    nach und nach immer eine  Decknadel von a15-a11 nach demn Käppchen  zru gelegen, ausser Tätigkeit. Entsprechend  der Länge des Käppchens ist also, wie vor  her vorn der Ferse ab nach aussen gedeckt  wurde, wieder nach innen gedeckt worden,  um dadurch die Randmaschen 9-8, 11-12  mit den auf den Nadeln     hängenden    Maschen  7-8 und 5-12 zu vereinigen.

   Ist so weit  gearbeitet, dann hängt der Strumpf, wie aus       Fig.    6 ersichtlich, auf den Nadeln     derNaschine,     und es kann nur. der Fuss in bekannter Weise  rund     angearbeitet    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines bekannten rundgewirkten Str urripfes mit Fersenkäppchen unter Benutzung der Deckmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass, nachdem bis zurre Be ginn der Ferse in bekannser Weise gearbeitet worden ist, in beiden Nadelreihen diejenige Nadel;
    welche die Randmasche der Ferse ge arbeitet hat, nach jeder Maschenreihe mit ihrer Spitze gegenüber den übrigen Nadeln so viel tiefer gelegt wird, dass sie beim Vor gehen durch die darunterliegende Randmasche der vorher gearbeiteten Fersenmaschenreihe sticht, worauf diese aufgenommenen Rand- mashen zusammen mit den Maschen des ruhenden, nicht zur Ferse gehörenden Waren- stückes von der Ferse ab nach aussen gedeckt werden,
    uni beim Arbeitern des Käppchens wieder zusammen mit den seitlich des Käpp chens liegenden Maschen der letzten vollen Fersenmaschenreihe in entgegengesetzter Rich tung den Randmaschen des Käppchens ent gegen gedeckt zu werden, zwecks schrittweiser Vereinigung von seitlich gelegenen Maschen mit den Randmaschen des Käppchens, worauf der Fuss in bekannter Weise rund gewirkt wird.
CH83863A 1918-06-08 1918-06-08 Verfahren zur Herstellung nahtloser Strümpfe mit Fersenkäppchen CH83863A (de)

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