CH84062A - Vorrichtung zum Eindampfen von Flüssigkeiten - Google Patents
Vorrichtung zum Eindampfen von FlüssigkeitenInfo
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Description
Vorrichtung zum Eindampfen von Flüssigkeiten. Den Gegenstand der vorliegenden Erfin dung bildet eine Vorrichtung zum schnellen Eindampfen von Flüssigkeiten beliebiger Flui- dität, z. B. von Lösungen auf beliebige Kon zentration, bei welcher die einzudampfende Flüssigkeit in bekannter Weise mehreren übereinanderliegende.n, von innen geheizten Heizkörpern nacheinander von oben zugeführt wird.
Die Erfindung hat den Zweck, eine schnelle Übertragung der 'ärme der Heizkörper auf die zu verdampfende Flüssigkeit und eine Abscheidung der mitgerissenen Flüssigkeit von dem Brüdendampf bereits während des Ein dampfprozesses zu erreichen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen zur Veranschaulichung gebracht, und zwar zeigt Fig. 1 einen senkrechten Mittelschnitt, Fig. 2 einen wagrechten Schnitt, und Fig. 3 in grösserem Massstabe Einzel heiten einer Ausführungsform des Apparates, die zum Verdampfen leichter Flüssighciterr dient;
Fig. 4 und 5 zeigen in einem wagrechten und einem senkrechten Schnitt eine zweite Ausführungsform, die besonders zum Ein dampfen schwerer Flüssigkeiten geeignet ist.
Die Einrichtung und Wirkungsweise der neuen Vorrichtung ist nach Fig. 1-3 im wesentlichen folgende Auf einem senkrechten Dampfzuleitungs rohr a sind eine Anzahl plattenartig ausge bildeter Heizl,:#örper b aufgereiht, die durch eine Mutter c derart zusammengehalten und zusammengepresst werden, dass die Dampf räume gegen den Flüssigkeit- und Absebeide- raum vollständig abgedichtet sind.
Die Heiz körper b (Fig. 3) bestehen aus zwei Platten b' und b2, die zwischen sich den gegen den Flüssigkeitsraum vollständig abgeschlossenen Dampfraum b3 bilden, dem der Heizdampf vor) dem Dampfzuleitungsrohr a aus durch die Oflhungen d zugeführt wird.
Die Platter) b' und b2 der Heizkörper sind wellenförmig ausgebildet, um einerseits bei geringer Materialstärke die Steifigkeit der Konstruktion zu erhöhen und anderseits die verfügbare Heizfläche zu vergrössern; und da- mit den Wirkungsgrad des Verdampfers zu steigern.
Die untern Platten b' besitzen ferner noch radiale Rinnen e, welche das Kondenswasser nach der Mitte hin führen, von wo es alsdann durch die Offnungen f, die Kanäle g und den Stutzen h abgeleitet wird. Der Umfang der Platten b' ist zu einer nach abwärts gerich teten Wand i, und der Umfang der Platten b' zu .einer Erhöhung k abgebogen, derart, dass zwischen diesen Abbiegungen ringförmige Schlitze 1, sowie durch den Zusammenbau der einzelnen Heizkörper b zwischen den anein ander grenzenden Wänden i ringförmige Schlitze 2n entstehen.
Ausserdem sind beide Platten b' und b2 in der Nähe ihres äusser sten Randes mit Ablauföffnungen n ausge stattet und von kurzen Röhrchen o durchsetzt, welche als Niveauhalter dienen.
Der ganze Apparat wird von einem Ge häuse p umschlossen, dessen Deckel cq den Stutzen r zur Abteilung des Brüdendampfes, sowie die mit einem Ventil u ausgestattete Zuleitung s für die einzudampfende Flüssig keit trägt.
Letztere wird in einer durch das Ventil 2t bestimmten Menge durch die Leitung s dem obersten Heizkörper b zugeführt, kommt in dünner Schicht schnell zum Kochen und strömt nach dein Umfange des Heizkörpers zu, wo sie durch die Öffnungen n und teilweise durch den Ringspalt 1 nach dem darunterliegenden Heizkörper abfliesst. Der sich entwickelnde Brüdendampf prallt hierbei gegen die Wand i des darüber angeordneten Schlussbleches v wobei er die mitgerissene Flüssigkeit ab scheidet und durch den Ringspalt m nach oben entweicht.
Auf dem nächsten Heizkörper findet der gleiche Verdampfungsprozess mit Brüdenabscheidung statt, wobei die Trennung des Brüdendampfes von der mitgerissenen Flüssigkeit noch dadurch vervollständigt wird, dass der Brüdendampf quer an den Wellen tälern der Unterseite des darüberliegenden Heizkörpers vorbeistreicht, ehe er gegen die Wand i prallt.
Durch die auf jedem Heiz körper bewirkte Brüdenabscheidung erhält jedes darunterliegende Element die Flüssig- keit in konzentrierterer Form, und da für den Lauf der Flüssigkeit durch den ganzen Apparat nur wenige Minuten erforderlich sind, wird die Qualität empfindlicher Flüssigkeiten nach Möglichkeit geschont.
Die Überlaufröhrchen o dienen dazu, auf jedem Heizkörper einen gleichmässigen Flüs sigkeitsstand zu erhalten und bei hoch kon- zentrIeten Flüssigkeiten ein Festbrennen da durch zu verhindern, dass sie fortlaufend frische Flüssigkeit auf den nächsten Teller leiten.
Durch die gleichmässige Benetzung der obern Seiten der Heizkörper wird gleichzeitig eine grosse Verdampfleistung derselben ge währleistet, die noch dadurch erhöht wird, dass die kochende Flüssigkeit auf jedem Heiz körper gegen die Unterseite des darüberlie- genden Heizkörpers wallt, und auch von dieser mitverdampft wird. Um letzteres zu erzielen, sind die Heizkörper in Wirklichkeit näher aneinandergerückt, als es in den Fig. 1 und 3 der Deutlichkeit halber der Fall ist.
Durch entsprechende Einstellung des Ven tils 2t wird der Zulauf derart geregelt, dass die einzudampfende Flüssigkeit nach wenigen Minuten den Apparat mit der gewünschten Konzentration durch den Bodenstutzen t ver- lässt.
Bei dem Ausführungsbeispiele nach Fig. 4 und 5 sind die Platten b' und bl der einzel nen Heizkörper b mit Rinnen ?v versehen, die mit den zwischen ihnen liegenden Platten teilen radiale, nach dem Umfange hin sich erweiternde Wellen bilden. Die Platten ver laufen schräg nach aussen, so dass dadurch der von ihnen gebildete hohle Heizkörper b eine nach aussen zugeschärfte Form erhält. Diese Einrichtung eignet sich besonders zum Eindampfen von schweren, beziehungsweise schon hoch konzentrierten Flüssigkeiten, die leicht anbrennen.
Durch diese Ausbildung der Heizkörper ist es ausgeschlossen, dass sich auch die dickflüssige, beziehungsweise hoch konzentrierte Flüssigkeit auf den Heizkörpern ansetzt und festbrennt, da dieselbe in den nach aussen abfallenden und sich nach dem Umfange hin erweiternden Rillen mit Sicher heit abfliesst.
Dadurch, dass sich die Rillen nach dem Umfange hin erweitern, erhält man den wei teren Vorteil, dass der freie Raum nach aussen hin grösser wird, die Brüdenabzugskanäle also auch weiter werden: Der Brüdendampf hat folglich am Umfange, da er hier mehr Platz hat, geringere Geschwindigkeit, wodurch das Mitreissen von Flüssigkeitsteilchen, beziehungs weise eine Abscheidung mitgerissener Flüssig keitsteilchen bewirkt wird.
Die Wirkungsweise ist im übrigen die selbe, wie bei dem erstbeschriebenen Bei spiele.
Der Hauptvorteil des neuen Apparates be steht darin, dass sehr wässerige Lösungen in kontinuierlichem Betriebe in wenigen Minuten hoch konzentriert werden können, was bei andern Rieselapparaten, sowie Verdampfern mit Heizröhren nicht möglich ist.
Zur Reinigung braucht nur der Gehäuse deckel q entfernt zu werden, sowie die Ver- schlussmutter c gelöst zu werden, worauf sich die Heizelemente leicht herausnehmen lassen und mittelst Reinigungswerkzeugen, mechani schen Bürstenreinigungsmaschinen und der gleichen in kurzer Zeit von den Inkrustationen gründlich befreien lassen.
Der neue Heizplattenverdampfer kann durch Neben- und Übereinanderschaltung mehrerer Apparate als Mehrkörperverdampfer betrieben werden.
Der durch den Deckelstutzen r entwei chende Brüdendampf wird alsdann dem Dampf rohr a des nächsten Verdampfkörpers zuge führt, während die konzentrierte Flüssigkeit vom Bodenstutzen aus dem obersten Heiz- elemente des nächsten Körpers zwecks weiterer Konzentration zugeleitet wird.
Der Apparat kann mit gleichem Vorteile auch zum Anwärmen, Kühlen und Konden sieren von Flüssigkeiten und Dämpfen benutzt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Eindampfen von Flüssig- keiten, bei welcher die einzudampfende Flüs sigkeit nacheinander in dünnen Schichten mehreren übereinander angeordneten, von innen beheizten, wellenförmigen Heizkörpern von oben zugefübrt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die während des Eindampfprozesses hoch wallende Flüssigkeit von jedem Heizkörper gegen die wellenförmig gestaltete Unterseite des darüberliegenden Heizkörpers anprallt, und auch von dieser Fläche mitverdampft wird,wobei der Brüdendampf durch Vorbei leiten an den Wellenflächen von mitgerissenen Flüssigkeitsteilchen befreit und nach dem Umfange hin abgeleitet wird, wo er gegen eine ringförmige Prallfläche stösst, und da durch gänzlich von mitgerissener Flüssigkeit befreit werden kann, worauf er um die Prall fläche herum nach aussen gelangt, während die abgeschiedene Flüssigkeit zusammen mit der auf dem Heizkörper befindlichen Flüssig keit auf den daruntergelegenen nächsten Heiz körper abfliesst. UNTERANSPRÜCHE: 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem senkrechten Dampfzuleitungsrohre hohle, plattenartige, aus zwei wellenförmigen Platten beste hende Heizkörper wagrecht angeordnet sind, deren untere Platte an ihrem äussern Rande eine Abbiegung nach unten hat, die als Prallwand für den Brüdendampf dient und eine Ringspalte begrenzt, durch welche der von der Flüssigkeit gänzlich befreite Brüdendampf entweichen kann, während in jeder obern Platte in der Nähe des äussern Umfanges Öffnungen vorgesehen sind, durch welche die Flüssigkeit nach dem nächsten,darunterliegenden Eindampf raum abfliessen kann. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die die hohlen Heizkörper bildenden Platten schräg nach aussen verlaufen, so dass die Heizkörper eine nach aussen zugeschärfte Form haben, wobei die Platten mit radialen, der Nei gung der Platten entsprechend zusammen laufenden Wellen versehen sind, zum Zwecke, dicke und schwere Flüssigkeiten sicher abzuleiten und ein Festbrennen und EMI0004.0001 Anbrennen <SEP> derselben <SEP> aiif <SEP> den <SEP> INeizl,#ir_pern <tb> zu <SEP> Vermeiden. <tb> 3. <SEP> Vorrichtung <SEP> nach <SEP> Unteranspruch <SEP> 2, <SEP> da durch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> da(:<SEP> zur <SEP> Erreichung <tb> eines <SEP> sichern <SEP> Elbflusses <SEP> der <SEP> zu <SEP> verdampfenden <tb> Flüssigkeit <SEP> und <SEP> zur <SEP> Vergrösserung <SEP> des EMI0004.0002 Raumes <SEP> für <SEP> den <SEP> abziehenden <SEP> Brüdendampf <tb> sich <SEP> die <SEP> auf <SEP> den <SEP> Platten <SEP> angeordneten <tb> Wellen <SEP> von <SEP> innen <SEP> nach <SEP> dein <SEP> Umfange <SEP> der <tb> Heizkiii-per <SEP> zu <SEP> erweitert).
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH84062T | 1919-03-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH84062A true CH84062A (de) | 1920-02-16 |
Family
ID=4339825
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH84062A CH84062A (de) | 1919-03-25 | 1919-03-25 | Vorrichtung zum Eindampfen von Flüssigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH84062A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2590377A (en) * | 1946-06-11 | 1952-03-25 | Joseph H Cater | Carburetor |
| DE4029071A1 (de) * | 1990-09-13 | 1992-03-19 | Massah Sobhy Ahmed El | Vorrichtung zum verdampfen von fluessigen produkten |
-
1919
- 1919-03-25 CH CH84062A patent/CH84062A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2590377A (en) * | 1946-06-11 | 1952-03-25 | Joseph H Cater | Carburetor |
| DE4029071A1 (de) * | 1990-09-13 | 1992-03-19 | Massah Sobhy Ahmed El | Vorrichtung zum verdampfen von fluessigen produkten |
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