CH84303A - Ofen zum Ausschmelzen von leicht schmelzenden Metallen aus Abfällen - Google Patents

Ofen zum Ausschmelzen von leicht schmelzenden Metallen aus Abfällen

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CH84303A
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melting
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CH84303A
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Carl Gauschemann
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Carl Gauschemann
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  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description


  Ofen zum Ausschmelzen von leicht schmelzenden Metallen aus Abfällen.    Für viele Betriebe, die leicht schmelzende  Metalle verarbeiten, ist die Gewinnung des  Metalles aus den entstehenden Rückständen  aus Gründen der Wirtschaftlichkeit     eine     Notwendigkeit geworden. Zu diesen Betrie  ben gehören beispielsweise auch die Stereo  typiemetall verarbeitenden Druckereien, in  welchen die als Krätze bezeichneten Rück  stände anfallen.  



  Der zum Ausschmelzen von leicht schmel  zenden Metallen, wie z. B. Blei oder Zinn,  aus Abfällen, wie z. B. aus Altmaterial,       Kehricht,    Rückständen oder Krätze dienende  Ofen gemäss vorliegender Erfindung, kann  ohne wesentliche Unterbrechungen     dauernd     im Betrieb erhalten und während des Be  triebes sowohl ständig neu beschickt, wie  auch von dem ausgeschmolzenen und übrig  bleibenden Material entleert werden.  



  Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungs  beispiele des Erfindungsgegenstandes, und  es veranschaulichen:  Fig. 1 und 2 zwei rechtwinklig zueinan  der verlaufende Längsschnitte, und    Fig. 3 einen Horizontalschnitt des einen  Ausführungsbeispiels,  Fig. 4 und 5 zwei rechtwinklig zueinan  der verlaufende Längsschnitte, und  Fig. 6 den dazu gehörigen Horizontal  schnitt eines zweiten Ausführungsbeispiels.  Bei den beiden Ausführungsbeispielen ist  1 der aus vier zusammensetzbaren und un  tereinander verschraubten Platten beste  hende Ofenmantel. Sein oberer Abschluss  erfolgt durch die Abdeckplatte 2, die mit  einem Abzugstutzen 3 für den Rauch und  die Abgase versehen ist. Der eigentliche  Feuerungsraum 4 ist ausgemauert.

   Der Rost  ist mit 5 und der     Aschenkasten    mit 6 be  zeichnet.     Cber    dem     Feuerungsraume    4 ist  die Schmelzpfanne     'i    angeordnet und in be  sonderen Nocken des Ofenmantels einge  hängt oder in sonst geeigneter Weise befestigt.  An ihrer tiefsten Stelle besitzt die Schmelz  pfanne der Ausführung gemäss     Fig.    1-3  einen zweckmässig durch einen Rost 8 über  deckten Auslauf, an     \welchen    eine     nach     aussen führende Ableitungsrinne 9 ange  schlossen ist, Die Schmelzpfanne<B>7</B> reicht      nicht bis an die Ofenrückwand, sondern  lässt dort einen Durchzugkanal frei, der von  einem Abweisbogen 10 überdeckt ist.

   Ausser  dem besitzt die Schmelzpfanne seitliche     Aus-          nehnungen    oder Durchlässe 11 für die Heiz  gase, die durch besondere Kanalstücke 12  nach oben fortgeführt sind. Über den Aus  mündungen dieser Kanalstücke sind eben  falls besondere Abweisdächer 13 vorgesehen,  welche verhindern. dass sie beim     Beschik-          ken    der Schmelzpfanne von dem eingewor  fenen Ausschmelzmaterial abgedeckt, bezw.  verlagert werden. Die Schmelzpfanne könnte  auch bis gegen die Ofenrückwand stossen  und dort noch besonders aufgelagert sein.  In diesem Falle würde der hintere Durch  zugkanal durch eine Ausnehrung oder  Drchbrechung der Schmelzpfanne, ähnlich  derjenigen bei 11, gebildet und von dem  Bogenstücke 10 überdacht werden.

   In der  Vorderwand des Ofens ist. die Feuertüre 14,  sowvie in Höhe der Schmelzpfanne 7 eine  Entleerungs-, bezw. Entschlackungstüre 15  mit Stehrost 16 und darüber noch eine     Beob-          achtun    gshire 17 vorgesehen. In der obern     Ab-          deckplatle    2 ist die Einfüllklappentüre 18  für das auszuschmelzende Material ange  bracht, durch welche die Beschickung er  folgt.  



  Die Ableitungsrinne 9 steht nach aussen  etwas aus dem Ofen hervor, so dass ein  Tiegel oder dergleichen zum Auffangen des  aus geselimolzenen Metalles untergestellf n  werden kann. Der Betrieb des Ofens ist ein  ununterbrochener. Er erleidet sowohl wäh  rend des Beschickens, wie auch während  des Absehlackens keinerlei Unterbrechung.  Die Arbeitsweise des Ofens ist folgende:  Nachdem der Ofen im Fererungsraum  angeheizt, erfolgt die Beschickung der  Schmelzpfanne 7 mit Ausschmelzmaterial  durch die obere Klappentüre 18. Die Heiz  gase sind gezwungen, die Schmelzpfanne zu  bestreichen und durch die Kanäle auch das  auf sie aufgeschittete Ausschmelzmaterial  direkt zu durchziehen. Hierbei schmilzt  las leicht fliessende Metall und läuft nach  raten durch die Ablaufrinne 9 nach aussen    in ein untergestelltes Gefäss.

   Der Abschmelz  prozess kann durch die Türe 17 beobachtet  werden. Auch kann von hier aus mittelst  einer     Rührstange    das aufgegebene Aus  schmelzmaterial zeitweise durchgeführt wer  den. Ist eine Charge durchgeschmolzen, so       erfolgt    die Entleerung der Schmelzpfanne  von dem Rückstande dur ch die Türe 15 und  Öffnen des Rostes 16. Die Pfanne kann sofort  wieder neu beschickt werden, ohne dass das  F ener des Ofens gelöscht oder gedämpft  zu werden braucht. Abgesehen von den kur  zen Entschlackungsperioden kann also der  Ausschmelzprozess ohne Unterbrechung  durchgelgeführt werden.  



  Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel ist  Wert auf die besondere Ausbildung und     An-          orchnrng    der eigentlichen Schmelzpfanne  innerhalb des Ofens gelegt. Sie ermöglichen  las Kippen derselben zwecks Entleerens von       aussen,    sowie das Zurückhalten der auf dem  ausgeschmolzenen Metall schwimmenden  Verunreinigungen während des Ausgiessens.  



  In den diese Ausführung veranschau  lichenden Fig. 4 bis 6 bezeichnet 7 die hier  von vier Seitenwänden umschlossene und  mit beiderseits abgeschrägtem Boden ver  sehene Schmelzpfanne.  



  Die durch die seitlichen Abschrägungen  entstandene Bodenrinne ist in eine die ent  sprechende Aussenwand des Ofens durch  brechende Ausgiessrinne 19 verlängert, die       (Irrreh    eine in der     vordern        Pfannenwand     vorgesehene kleine Öffnung 20 mit dem     Pfarn-          neninnenraum    in Verbindung steht..

   Vor der  vordern     Pfannenabschlusswand    besitzt die  Rinne 19 eine beim Kippen als     Staudamm          wirkende        Bodenerhöhung    21, über welche  beim     Ausgiessen    das     Metall        hinwegfliessen     muss und sich davor so hoch anstaut. dass die  auf demselben schwimmenden     Verunreini-          grrngen    von der vordern     Pfannenwand    zu  rückgehalten werden.

   An der Aussenseite der  betreffenden Ofenwand ist ein geeignetes  Laser 22 befestigt zur Aufnahme des die       Auslauf-,        bezw.        Ausgiessrinne    19 durchdrin  genden Drehzapfens 23 der Schmelzpfanne.  Die     Durchdringungsöffnung    in der Ofen-      wand muss in ihren Abmessungen dem Be  wegungsausschlag der Rinne 19 Rechnung  tragen.  



  In der Normallage der Ausschmelzpfanne,  wie sie die Fig. 4 in ausgezogenen Linien  darstellt, ist dieselbe nach hinten geneigt     an-          geordnet,damit    sich stets eine gewisse Menge  Metall sammeln kann. Die Aufhängung der  Ausschmelzpfanne in dieser Lage erfolgt  mittelst Stangen 24, die an der Pfannen  rückwand einerseits und an Hebeln 25 einer  den Ofen in seinem Oberteil durchquerenden  Achse 26 anderseits befestigt sind. Die Achse  26 ist ausserhalb des Ofens mit einem geeig  neten Betätigungsmechanismus versehen,  welcher die Hervorbringung von Teildre  hungen derselben und damit von     Kippbe-          wegungen    der Pfanne gestattet.

   Bei dem ge  zeichneten Beispiel ist zur Betätigung auf  der Achse 26 ein Hebel 27 mit Feststellein  richtung bekannter Art angeordnet. Die letz  tere     besteht    aus einer an     der    betreffenden  Ofenaussenwand festen Rastenscheibe und  einer am Hebel 27 angeordneten     federnden     Zugslange mit Einschnappnocken und einem  kleinen Handhebel.  



  An Stelle dieser Betätigungsvorrichtung  kann auch irgendeine     andere    bekannter Art  vorgesehen sein. Die dargestellte ermöglicht  nicht nur die Schmelzpfanne bequem in  jeder Neigungslage zu halten, sondern vor  allem auch mit ihr rasch wieder zurückzu  gehen, wenn das Ausgiessen plötzlich unter  brochen werden soll.  



  Um die Abgase des Ofens     nicht    zu dicht  an den Türen desselben vorbeizuführen, ist  die Verdachung desselben nach allen Seiten  abfallend gemacht und das Abzugrohr in  die Mitte direkt über die Schmelzpfanne ge  setzt.  



  Durch Bewegen des Hebels 27 in die in  Fig. 4 punktierte Stellung wird die Schmelz  pfanne 7 in die dort ebenfalls in punktier  ten Linien angeordnete Kipp- oder Ausgiess  lage gebracht, während sie beim Zurück  bewegen     desselben    wieder in die Ausgangs  stellung zurücksinkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ofen zu m Ausschmelzen von leichtschmel zenden Metallen aus Abfällen, gekennzeich net durch eine in denselben eingebaute, von den Heizgasen bestreichbare und mit Ablauf versehene Schmelzpfanne, die von oben be schickt werden kann und ausserdem durch eine besondere Türe in der Ofenwandung zugänglich ist, durch welche vor jedes maliger Neubeschickung während des Be triebes die Entleerung des ausgeschmolzenen Materials erfolgt. UNTERANSPRtCHE 1. Ausschmelzofen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Aus schmelzpfanne Durchbrechungen besitzt und mindestens von einer Ofenwand ab sieht, so dass Zugkanäle für das Feuer entstehen zum direkten Durchziehen des selben durch das auf die Pfanne auf gegebene Ausschmelzmaterial. 2.
    Ausschmelzofen nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Zugkanäle durch besondere Aufsatzstücke verlängert und deren Ausmündungen von Abweisungs stücken überdacht sind, so dass sie bei der Beschickung von oben nicht verlagert wrerden können. 3. Ausschmelzofen nach dem Patentan- spriich, dadurch gekennzeichnet, dass die Sclii7ielzpfanne nach hinten geneigt ange ordnet und mittelst eines von aussen zii betätigenden Gestänges nach der Auslauf rinne hin kippbar ist.
    lt. Ausschnnelzofen nach dem Patentan spruch und dem Unteranspruch 3, da- diircli gekennzeichnet, dass die. Schmelz pfanne einen beiderseits abgeschrägten Boden besitzt, der unmittelbar in die mit ihr aus einem Stücke bestehende und durch die entsprechende Ofenaussenwand hindurchführende Auslaufrinne über leitet.
    5. Ausschmelzofen nach dem Patentan spruch und den Unteransprüchen 3 und 4; dadurch gekennzeichnet; class die Schmelz- pfanne mit ihrer Auslaufrinne an der erst sprechenden Ofenaussenwand kippbar ge lagert und an ihrer gegenüberliegenden Rückwand innerhalb des Ofens mittelst Stangen an Hebelarmen einer den Ofen in seinem Oberteil durchquerenden Achse aufgehängt ist, durch deren Teildrehung nach rechts oder links, sie um ihre Kipp- achse sich drehend, hinten gehoben oder gesenkt werden kann.
    6. Ausschmelzofen nach dem Patentan spruch und den Unteransprüchen 3, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderwand der Schmelzpfanne nur eine kleine Durchlassöffnung nach der Auslauf rinne und diese selbst davor eine Erhö hung besitzt, so dass beim Bewegen der Schmelzpfanne in die Entleerungsstellung eine Stauung des auslaufenden Metalles und Zurückhaltung etwaiger, darauf schwimmender Verunreinigungen an der Pfannenwand erfolgt.
CH84303A 1919-05-15 1919-05-15 Ofen zum Ausschmelzen von leicht schmelzenden Metallen aus Abfällen CH84303A (de)

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